Vorträge über das Thema - Leid, Warum?
ID
ak020
Sprache
DE
Gesamtlänge
03:05:36
Anzahl
3
Bibelstellen
n.a.
Beschreibung
Drei Vorträge zu dem herausfordernden Themen "Leid - Warum?"
- 10 Antworten auf die Frage, Leid, warum?
- Das Beispiel Hiobs aus dem AT
- Die Leiden des Herrn Jesus
Automatisches Transkript:
…
Du bist ein Vater, Gott wie Du, der so an uns in Denken uns in uns singen soll wie Du,
und uns zum Helden schenken, was fehlt uns doch noch weiter noch,
da wir zum Vater verhaben, die Liebe aller Gaben.
Du, der so viel an uns gewandt, zu unserm Heil und Leben,
der Du uns Deinen Sohn gesandt, die für uns Glück geniehen,
der so viel Leid sich zündern zeigt, wie solltest Du denn mit ihm doch versorgen, Deine Kinder?
Stets bleibet uns Dein Vaterherz, in Jesu Christus gehoffen,
doch wie wir ihn in Not und Schmerz mit kindlich Leugnen hoffen,
und leider, wo sich's Angst und Wut, da sind wir unbefogen und flieh'n in aller Sorgen.
Du hast uns lieb, das ist genug, uns aus Dir zu verleihen,
uns ewig nicht zu feiern, und lass uns auch nach Kindesbau
Neuschale, Geist getrieben, verheben, Tisch und Knie.
Ja, wir freuen uns über das Wiedersehen. Wir kennen uns ja doch schon viele Jahre,
und dann ist es immer wieder eine Freude, wenn es Gelegenheiten gibt, so wie auch diese,
wo wir gemeinsam über Gottes Wort nachdenken dürfen.
Wir wollen uns an diesen drei Abenden mit dem Thema beschäftigen, Leid, warum?
Das ist eine Frage, die die Menschheit seit jeher beschäftigt,
wo sehr viel drüber philosophiert worden ist und geschrieben worden ist und nachgedacht worden ist.
Wir wollen natürlich fragen, was sagt die Bibel dazu?
Was hat Gott damit zu tun? Was hat es uns zu sagen?
Ich möchte heute versuchen, an zehn Punkten Antworten aufzuzeigen,
die uns Gottes Wort gibt auf diese Frage.
Morgen dann ein Beispiel aus dem Alten Testament, nämlich den Hiob,
und an dem dritten Abend den Herrn Jesus als den leidenden Menschen hier auf dieser Erde,
als unser großes Vorbild.
Seit wann gibt es Leid?
Da müssen wir einmal auf den ersten Blättern der Bibel nachschauen,
im ersten Buch Mose,
im dritten Kapitel.
In diesem dritten Kapitel, da finden wir den sogenannten Sündenfall,
wo Adam und Eva ungehorsam geworden sind,
wo sie dieses eine Gebot, welches Gott gegeben hatte,
übertreten haben, wo sie auf die Stimme des Verführers, des Versuchers,
der Schlange, des Satans gehört haben,
und Gott ihnen danach geht und sie sucht, denn sie hatten sich versteckt.
Das ist immer die Folge von Sünde,
dass man entweder aufdeckt oder versteckt.
Und dann spricht Gott in Vers 16,
Zu der Frau sprach er, ich werde die Mühsal deiner Schwangerschaft sehr mehren,
mit Schmerzen sollst du Kinder gebären.
Am Ende, so sei der Erdboden verflucht,
um deinetwill mit Mühsal sollst du davon essen,
alle Tage deines Lebens, und Dornen und Disteln wird er dir sprossen lassen,
und du wirst das Kraut des Feldes essen,
und im Schweiß deines Angesichts wirst du dein Brot essen,
und bist du zurückgekehrt zur Erde, denn von ihr bist du genommen,
denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.
Es wird dieser Gedanke dann aufgegriffen im Neuen Testament,
im Römerbrief,
in Römer Kapitel 8,
Römer 8, Vers 20,
denn die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen worden,
Vers 21, dass auch die Schöpfung selbst freigemacht werden wird,
von der Knechtschaft des Verderbens,
Vers 22, denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung mitseufzt
und mit in Geburtswehen liegt bis jetzt,
nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst,
die wir die Erstlinge des Geistes haben, auch wir selbst seufzen,
in uns selbst, erwartend die Sohnschaft,
die Erlösung unseres Leibes.
Soweit zunächst die Bibelstellen zu dem ersten Punkt.
Also auf die Frage, seit wann gibt es Leid in dieser Welt,
müssen wir ganz klar feststellen, seit dem Sündenfall.
Das war nicht die Schuld Gottes,
sondern das war einzig und allein die Schuld des Menschen.
Die Konsequenzen, die damit in diese Schöpfung hineingekommen sind,
die kennen wir bis auf den heutigen Tag.
Alle Mütter, die hier Kinder geboren haben,
die können das bestätigen, dass das wahr ist,
die Mühsal deiner Schwangerschaft,
mit Mühen verbunden und mit Schmerzen sollst du Kinder gebären.
Wenn es heute auch alle möglichen Maßnahmen gibt,
um das zu erleichtern, bleibt es trotzdem grundsätzlich wahr.
Der Erdboden verflucht, Dornen und Disteln,
das weiß jeder, der hier einen Garten betreibt
oder Landwirtschaft oder Ackerbau.
Man gibt sich sehr viel Mühe, es kostet Einsatz,
Schweiß des Angesichts, nichts kommt von selbst.
Egal, ob wir jetzt eine handwerkliche Arbeit ausüben
oder eher eine geistige, auch dafür braucht man Nerven
und braucht man Energie und das kann auch sehr mühsam sein,
das kann uns auch Schweiß kosten.
Alle, die wir im Berufs- und Arbeitsleben stehen oder gestanden haben,
können bezeugen, dass das wahr ist.
Und dann von Staub bist du genommen,
so hatte Gott den Menschen gemacht,
aber zum Staub wirst du auch zurückkehren,
das heißt, im Moment, wo ihr von diesem Baum essen werdet,
hatte Gott gesagt, da werdet ihr sterben.
Zwar sind sie nicht sofort buchstäblich tot umgefallen,
aber erstens waren sie geistlich tot von da an,
innerlich getrennt von Gott durch die Sünde
und der Tod würde unweigerlich eintreten.
Ein Gesetz bis auf den heutigen Tag steht auch im Hebräerbrief,
es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben.
Das alles sind also Folgen des Sündenfalls
und schauen wir in die Schöpfung hinein, die Tierwelt,
da schwimmt ein schöner Fisch in einem Fluss
und da kommt ein Fischreier und frisst ihn einfach auf
oder in Afrika, da geht eine Antilope so grazil durchs Gras,
dann schleicht sich ein Löwe heran, ein Raubtier
und frisst sie gnadenlos auf.
In der Pflanzenwelt ähnlich,
vielleicht habt ihr hier auch die Ackerwinde,
die hat wunderschöne Blüten,
die rankt sich aber um eine Pflanze hoch
und schließlich, wenn man sie nicht entfernt, wird die Pflanze erstickt,
also auch in der Pflanzenwelt.
Überall Tod, Verwesung, Morder, Fäulnis, Verfall,
all das seit dem Sündenfall.
Und bei den Menschen, wir haben gelesen im Römerbrief,
dass die ganze Schöpfung seufzt unter diesem Fluch,
der auf ihr liegt, warum?
Um unsere Willen, das war nicht die Schuld der Tiere oder der Pflanzen,
die Schuld des Menschen und wegen der Sünde des Menschen
liegt dieser Fluch auf der ganzen Schöpfung.
Und wir seufzen mit, heißt es dort im Römerbrief,
indem wir nämlich Mühen haben,
indem wir Krankheiten haben,
indem wir Gebrechen haben,
Behinderungen, alles mögliche, eben Leid.
Und das betrifft alle Menschen.
Hier geht es nicht um die Frage, ob gläubig oder ungläubig,
dazu werden wir noch kommen,
aber was die Schöpfung anbetrifft, das gilt für alle Menschen.
Alle Menschen haben mit diesen Dingen zu tun.
Und deswegen müssen wir uns auch nicht wundern,
dass es Leid gibt,
dass es das immer noch gibt
und dass es das so lange geben wird,
bis die Schöpfung davon befreit wird, von diesem Fluch.
Und das wird dann sein, wenn der Herr Jesus kommt,
um sein Reich des Friedens und des Segens hier auf dieser Erde aufzurichten,
dann wird er diesen Fluch von der Schöpfung wegnehmen.
Man kann sich zu Hause mal Jesaja 11 durchlesen,
wo wir dann lesen, wie in der Tierwelt sich die Beziehungen verändern werden,
wie der Löwe sich verändern wird
und der Bär und die Giftschlange,
sodass alle miteinander in Frieden existieren können.
Aber das steht noch aus.
Da kommen wir zu dem zweiten Punkt.
Das ist selbst verschuldetes Leid.
Also wenn ich zum Beispiel Auto fahre und ich schnalle mich nicht an
und ich brettere mit 100 durch die Innenstadt
und ich verursache dann einen Unfall
und ich verletze mich schwer,
dann habe ich fahrlässig gehandelt,
dann habe ich Gesetze übertreten,
dann muss ich schließlich sagen, ich bin selbst schuld.
Immer dann, wenn wir Gottes Gebote übertreten,
wenn wir gottlos leben,
da könnten wir zum Beispiel das Buch der Sprüche heranziehen.
Ich nenne nur mal für zu Hause Kapitel 11 zum Beispiel.
Da heißt es immer wieder und der Gottlose
oder der Tor oder der Nah.
Was die so machen und das hat immer negative Konsequenzen,
worunter sie schließlich leiden.
Wenn unser Fleisch, das ja noch in uns wohnt,
wenn sich das bemerkbar macht
und wir fügen uns Leid zu,
durch Beleidigungen,
durch übles Nachreden,
durch Verleumdungen.
Ob das nun in der Ehe ist, in der Familie
oder in den zwischenmenschlichen Beziehungen, in denen wir stehen.
Wie viel Leid fügen Menschen einander zu,
indem sie fleischlich handeln.
Die Werke des Fleisches, wir werden ja im Neuen Testament,
der Jesus hat davon gesprochen, was aus dem Herzen alles hervorkommt,
im Galaterbrief lesen wir von den Werken des Fleisches.
Das ist immer zerstörerisch und das führt zu Leid.
Wie viel Leid gibt es in dieser Hinsicht auch unter Gläubigen?
Jakobus stellt diese Frage.
Woher kommen denn Streit und Kriege?
Und das Erschreckende ist, dass das steht unter euch.
Das steht nicht, woher kommen Kriege in der Welt.
Nein, Streit und Krieg unter euch.
An anderer Stelle steht, dass ihr einander beißt und fressen.
Ja, unter Gläubigen.
Was ist die Antwort bei Jakobus?
Das kommt aus euren Begierden heraus.
Aus eurem Fleisch, aus eurem Herz.
Und wenn wir in die Welt hineinblicken,
wie viele Milliarden und Abermilliarden
werden ausgegeben für Waffen.
Heute wieder mehr denn je.
Was macht man denn damit?
Das ist eine Maschinerie,
um andere Menschen, die genauso geschöpft sind,
wie jeder andere auch,
um die abzuschlachten.
Warum führt man jetzt mitten im Winter Krieg,
wo Minustemperaturen sind von minus 15 Grad und Kälter?
Man schneidet ganz bewusst den Menschen den Zugang ab zu Strom,
zu Wasser, zu Heizung.
Warum macht der Mensch sowas?
Es verursacht unsägliches Leid.
Das ist der Mensch und das ist das menschliche Herz.
Und letztendlich ist auch unser Herz von Natur aus nicht besser.
Zum dritten Punkt lesen wir einen Vers aus Jesaja.
Jesaja 38
Vers 17
Siehe, zum Heil wurde mir bitteres Leid.
Du zogst liebevoll meine Seele aus der Vernichtunggrube.
Denn alle meine Sünden hast du hinter deinen Rücken geworfen.
Bemerkenswerter Vers.
Zum einen ist die Rede von bitterem Leid.
Dann ist aber die Rede von Heil.
Von Liebe.
Von Sündenentfernung.
Jetzt kommen wir zu dem Punkt, dass Gott zu den Menschen redet.
Schon beim Sündenfall war Gott es, der dem Menschen nachging.
Schon nach dem Sündenfall deutete Gott das Heil an.
Er sprach von dem Samen der Frau.
Ein Hinweis auf den Herrn Jesus.
Er machte ihnen Röcke von Fell.
Dafür mussten Tiere sterben.
Ein Hinweis auf das Opfer des Herrn Jesus als das Lamm Gottes.
Und wie hat Gott, so sagt Hebräer 1, ehemals zu den Vätern geredet durch die Propheten?
Gott hat immer wieder, ob das bei den Patriarchen war, ob das bei seinem Volk war, er hat immer wieder geredet.
Er ist immer wieder nachgegangen.
Und der Mensch, die Einzelnen, sein Volk, sie haben sich immer wieder abgewandt.
Haben sich immer wieder Götzen zugewandt.
Und dann hat Gott geredet.
In dem Buch Job, dass Gott zwei oder dreimal redet.
Und so redet Gott zu jedem Menschen.
Und zwei oder dreimal, das ist das Minimum.
Wie oft hat er zu uns geredet, bis wir dann endlich umkehrten.
Nun hatten viele von uns gläubige Eltern, dafür sind wir sehr dankbar.
Und doch mussten wir persönlich umkehren.
Luther hat einmal gesagt zu diesem Vers aus Hiob.
Ja, Gott redet erst leise.
Und dann redet er lauter.
Und dann redet er durch Handel.
Und das ist der Gedanke, den wir hier finden.
Ich liebe ja so Bekehrungsgeschichten.
Weil jede Bekehrungsgeschichte ist anders.
Jede Bekehrungsgeschichte ist ein Zeugnis von der Gnade Gottes.
Und jetzt hörte ich mal wieder eine.
Da war ein Ehepaar, sie gingen so durch die Stadt.
Und da war ein Bibelstand.
Und da wurde ihnen eine Bibel angeboten.
Naja, sie waren nicht wirklich interessiert.
Aber aus Höflichkeit haben sie die Bibel eingesteckt.
Und dann, als sie zum Parkplatz kamen,
da haben sie die Bibel so ins Handschuhfach versenkt.
Und dann fahren sie.
Und da haben sie einen Unfall.
Und da steht das Auto auf dem Kopf.
Und die hängen da in ihren Gurten.
Und da klappt das Handschuhfach auf.
Und ist aufgeschlagen.
Und da fällt der Blick des Mannes.
Ich, der Herr, bin dein Gott.
Das stand da.
Da war er wie vom Blitz getroffen.
Und hat sich gesagt, also das ist ja jetzt hier kein Zufall.
Das ist die Stimme Gottes.
Und das war das Mittel dazu, dass beide sich bekehrt haben.
So ein Unfall, das ist ja nichts Schönes.
Das ist Leid.
Es ist nicht nur der materielle Schaden.
Es ist eben auch Gefahr für den Leib.
Da hätten sie tot sein können.
Als wir jetzt auf Martinique waren,
da trafen wir einen Bruder.
Und der erzählte ebenfalls seine Geschichte.
Und er sagte, ich war so ein richtiger Bonze.
Ich fuhr dicke Autos.
Und ich liebte das Leben.
Und ich hatte ein gutes Einkommen.
Ich habe gepasst mit dem Geld.
Und er fuhr mit seinem dicken BMW eines Tages
unter einen LKW.
Wo eigentlich jeder gedacht hat,
wer in dem Auto sitzt, der muss ja tot sein.
Und er hat es überlebt.
Und er hörte wie eine Stimme,
was willst du tun mit Jesus?
Das war der Anlass zu seiner Bekehrung.
Es müssen nicht immer so dramatische Ereignisse sein.
Aber Gott benutzt eben auch solche Dinge,
Leid, um die Menschen dazu zu bringen,
dass sie überhaupt mal stehen bleiben
und dass sie mal nachdenken.
Der Teufel, der lässt sich ja so viel einfallen,
um die Menschen abzulenken,
dass sie gar nicht zum Nachdenken kommen.
Und dann benutzt er solche Dinge.
Es kam heute noch eine Nachricht aus der Ukraine.
Und wir haben Fotos und Videos gesehen
auf dem Wochenmarkt.
Da stehen Schwestern,
weil es da kaum noch Brüder gibt.
Die sind alle eingezogen.
Oder die sind alt und krank.
Oder die sind geflohen.
In der Versammlung in Piti Hadki,
wo etwa 60 Geschwister sind,
da ist nur ein Bruder.
Und dann stehen die Schwestern da
und haben in dem Schnee so ein Tischchen stehen
und da haben die Kalender
und Bibeln und Traktate.
Und dann sieht man auf diesen Videos,
wie die Leute da Schlange stehen.
Also die stehen auch Schlange da,
wo es Brot gibt und Milch.
Die stehen aber auch Schlange da,
wo das Evangelium verbreitet wird.
Und in guten Zeiten, da war das nicht so.
Erst in notvollen Zeiten
kommen die Menschen zur Besinnung.
Und das ist die andere Seite,
dass viele dort zum Glauben kommen.
Vor einigen Wochen
wurden 16 Geschwister dort getauft.
In guten Zeiten gab es das nicht,
in diesem Umfang.
Zum Heile wurde mir bitteres Leid.
Es ist die Liebe Gottes,
die unsere Seele aus der Vernichtunggrube
ziehen möchte.
Die unsere Sünden
hinter seinen Rücken werfen möchten.
Wir finden einige Bilder davon.
Wenn Gott uns vergibt,
dann ist das eine vollkommene Vergebung.
Wenn er die Sünden hinter seinen Rücken wirft,
dann sind die nicht mehr sichtbar.
Dann wird er sich daran
nicht mehr erinnern.
Wir kommen jetzt zu dem vierten Punkt.
Und der bezieht sich
jetzt speziell auf Gläubige.
Dazu lesen wir aus dem Hebräerbrief
Kapitel 12.
Hebräer 12, Vers 5
In der Mitte, mein Sohn,
achte nicht gering des Herrn Züchtigung,
noch ermatte, wenn du von ihm gestraft wirst.
Denn wen der Herr liebt,
den züchtigt er.
Er geißelt aber jeden Sohn,
den er aufnimmt.
Was ihr erduldet,
ist zur Züchtigung.
Gott handelt mit euch
als mit Söhnen.
Denn wer ist ein Sohn,
den der Vater nicht züchtigt?
Vers 11
Alle Züchtigung aber scheint für die Gegenwart
nicht ein Gegenstand der Freude,
sondern der Traurigkeit zu sein.
Danach aber gibt sie die friedsame Frucht
der Gerechtigkeit denen,
die durch sie geübt werden.
Wir lesen noch ein Vers dazu aus dem 1. Petrusbrief
Kapitel 4
1. Petrus 4, Vers 17
Denn die Zeit ist gekommen,
dass das Gericht anfange
bei dem Haus Gottes.
Was wird das Ende derer sein,
die dem Evangelium Gottes
nicht gehorchen?
Und noch ein Vers aus dem 1. Korintherbrief
1. Korinther 11
1. Korinther 11, Vers 29
Denn wer unwürdig isst und trinkt,
isst und trinkt sich selbst Gericht,
indem er den Leib nicht unterscheidet.
Deshalb sind viele unter euch schwach und krank
und ein Gutteil sind entschlafen.
Wenn wir uns aber selbst beurteilten,
so würden wir nicht gerichtet.
Wenn wir aber gerichtet werden,
so werden wir vom Herrn gezüchtigt,
damit wir nicht mit der Welt verurteilt werden.
Hier geht es um die Erziehungswege Gottes mit uns
und es ist der liebende Vater, der züchtigt.
Es ist wie der Weingärtner in Johannes 15,
der die Reben beschneidet.
Das wisst ihr ja viel besser als ich.
Mit einem scharfen Messer
und wo dann oft der Lebenssaft austritt
und wie Tränen herausfließt.
Es ist etwas, was für uns als natürliche Menschen
nicht angenehm ist.
Wenn wir früher von unserem Vater bestraft wurden,
früher ging es da noch ein bisschen härter zu als heute,
das war ja nicht angenehm.
Aber ich bin im Nachhinein meinem Vater dankbar dafür.
Wir erleben ja heute oft das Gegenteil in unserer Gesellschaft.
Dieses laissez-faire, dieses machen lassen.
Jeder entfaltet sich selbst.
Dieses Nicht-Anerkennen von Autoritäten.
Jeder tut es, was recht ist in seinen Augen.
Dieses Aufbegehren, was zu vielen Schwierigkeiten führt.
Wenn hier von Strafe die Rede ist,
dann ist das nicht Strafe, um etwas wieder gut zu machen.
Das können wir sowieso nicht.
Die Strafe zu unserem Frieden, die lag auf dem Herrn Jesus.
Er hat die Strafe für unsere Sünden getragen.
Und Gott bestraft nicht zweimal.
Bestraft nicht den Herrn Jesus und dann uns auch nochmal.
Es ist nicht dieser Charakter von Strafe.
Sondern es ist Strafe im Sinne von Erziehung.
Wenn ich Tomaten anbaue, dann brauchen die einen Stab.
Und die Seitentriebe werden ausgebrochen,
damit die Frucht sich entwickeln kann.
Das sind Tätigkeiten, die tut der Gärtner.
Zum Wohle. Zum Wohle der Pflanze.
Und um an der Frucht sich zu erfreuen.
Es gibt auch noch ein anderes Bild in der Schrift.
Das ist das Bild der Läuterung.
Also wenn Gold oder Silber, das findet sich ja nun mal in Erderzen.
Und dann ist da Steinmaterial drumherum.
Und wenn man an dieses edle Gold oder dieses edle Silber heran will,
dann muss dieser Stein ins Feuer.
Und da wurde mal so ein Schmelzer, der wurde mal gefragt,
wann wissen Sie denn, wann der Prozess erfolgreich war.
Und dann hat er geantwortet, wenn ich in dem Gold,
dem geschmolzenen Gold, wenn ich da mein Spiegelbild sehe,
dann ist es gut, dann ist es genug, dann ist es reines Gold.
Das erinnert uns daran, dass der Jesus uns verwandeln möchte,
umgestalten möchte immer mehr in sein Bild.
Und da müssen die schlacken, das was hinderlich ist, das muss weg.
Und das ist oft mit Schmerz und mit Leid verbunden,
aber das Ziel und die Beweggründe des Vaters sind absolut positiv.
Das müssen wir unbedingt festhalten.
Es gibt einen Vers, wo steht, ich glaube, vielleicht finden wir es gerade,
wo steht sinngemäß, mal ist es besser, wir zitieren das.
Entweder steht es in den Klageliedern.
Ja, Klagelieder 3, Vers 33,
der nicht von Herzen plagt und betrübt er die Menschenkinder.
So als hätte Gott Spaß daran, uns zu quälen und uns Leid zuzufügen.
Gedanke könnte ja mal aufkommen.
Wir sehen, dass das nicht der Fall ist und dass das nicht der Fall sein kann.
Weil Gott gut ist und nur gut ist und weil er Liebe ist und nur Liebe ist
und es kann gar nicht anders sein.
Auch wenn es uns vielleicht manchmal anders vorkommt oder wir es nicht verstehen.
Das Verstehen ist sowieso noch mal ein anderes Thema.
Da kommen wir vielleicht gleich noch dazu.
Der fünfte Punkt, den habe ich eigentlich schon angedeutet, das ist nämlich Frucht bringen,
wie es uns in Johannes 15 gezeigt wird.
Der Weingärtner hat die Absicht, dass die Reben Frucht bringen,
dass sie mehr Frucht bringen und dass sie bleibende Frucht bringen.
Ist eben sein Handeln notwendig.
Er ist der Spezialist dafür, der Fachmann und er macht da keinen Fehler.
Und wir merken, Gott möchte uns inmitten von Leid unsere Gedanken in Übereinstimmung bringen mit seinen Gedanken.
Deswegen stellt er uns das vor.
Weil wir könnten sonst an diesen Fragen zerbrechen.
Wir könnten Zweifel haben an Gott und an seiner Liebe.
Wir werden das morgen bei Hiob noch ausführlicher sehen.
Vielleicht fragt sich jetzt jemand, ich nehme da schon mal ein bisschen vorweg,
wie kann ich denn jetzt wissen, bei dem Leid, das mich betrifft, was da jetzt zutrifft.
Ist das eine Strafe im Sinne von Erziehung, dass Gott mich zurecht bringen will,
dass ich vielleicht abgewichen bin in meinem Herzen oder vielleicht auch in meinem Tun und Handeln
und Gott will mich wieder auf die richtige Bahn bringen.
Ist es das oder ist es was anderes? Wie kann ich das wissen?
Und diese Frage, die kann man nicht pauschal beantworten.
Mit diesen Fragen muss jeder ganz persönlich zu seinem Herrn gehen.
Die Freunde Hiobs, die hatten es sich ja einfach gemacht.
Die hatten gesagt, naja, wenn der Hiob so leiden muss, dann ist bei dem irgendwas faul.
Dann hat er verborgene Sünden.
Und da lagen sie ziemlich falsch mit.
Gott hatte Hiob ein großartiges Zeugnis ausgestellt.
Und wir müssen vorsichtig sein, vor allen Dingen wenn es andere betrifft,
mit dem Finger drauf zu zeigen und zu sagen, ja das ist weil.
Ich habe sogar schon mal gehört, dass jemand gesagt hat, so und jetzt kriegt er sein Fett.
So als würden wir uns noch darüber freuen, dass einer, der uns vielleicht nicht so sympathisch ist
oder mit dem wir mal was Probleme hatten, dass der jetzt von Gott endlich mal eine Strafe kriegt.
Das ist überhaupt nicht die Gesinnung. Das ist überhaupt nicht die Gesinnung des Herrn.
Aber wenn es mich persönlich betrifft, dann möchte ich doch den Herrn fragen,
Herr, wenn es in meinem Leben etwas gibt, so wie David auch gebetet hat,
prüfe mich, erforsche mich, sieh ob ein Weg der Mühe bei mir ist.
Also ein Weg der Mühe macht.
Dadurch, dass wir nicht in voller Übereinstimmung sind mit seinen Gedanken,
dann zeige mir das.
Dann will ich daraus lernen.
Und wer von uns könnte behaupten, ich habe ja nichts mehr zu lernen.
Das wäre ja Laodizea. Ich bin reich, ich bedarf nichts.
Da steht, kauf dir mal Augensalbe. Doch, du brauchst.
Du brauchst Licht über deinen eigenen Zustand.
Das sollten wir den Herrn immer bitten. Zeige mir, wenn da etwas ist und mach mir das klar.
Aber wir lesen auch im Johannesbrief, wenn unser Herz uns dann nicht verurteilt,
wenn wir uns geprüft haben.
Dann dürfen wir Freimütigkeit haben.
Sonst müssten wir ja immer mit der Angst rumlaufen, ja vielleicht ist da noch irgendwas.
David hat auch gebetet, von verborgenen Sünden reinige mich.
Dürfen wir auch so beten?
Wir haben nicht immer alles im Blick.
Wir wollen da sensibel sein.
Aber wir sind schwache Menschen und wir können Dinge falsch einschätzen,
wir können Dinge vergessen.
Deshalb sind diese Bitten so wichtig.
Und wir haben ja schon zwei wichtige Ziele gesehen, die der Vater mit uns hat.
Uns nämlich zu erziehen, zum Guten hin.
Uns auch zurecht zu bringen, wenn wir abgewiegen sind.
Und eben Frucht zu bringen in unserem Leben.
Dann kommen wir zu dem sechsten Punkt.
Da finden wir im Jakobusbrief, Jakobus 5, Vers 10.
Nehmt, Brüder, zum Vorbild des Leidens und der Geduld die Propheten,
die im Namen des Herrn geredet haben.
Siehe, wir preisen die glückselig, die ausgeharrt haben.
Von dem Ausharren Hiobs habt ihr gehört, und das Ende des Herrn habt ihr gesehen,
dass der Herr voll inigen Mitgefühls und barmherzig ist.
Hier ist auch von Leid die Rede.
Nehmt, Andere, zum Vorbild des Leidens.
Genannt werden zum Beispiel die Propheten, die ja vieles leiden mussten.
Von diesem störrischen Volk her, denken wir an Jeremia, diesen weinenden Propheten.
Sie waren Boten Gottes, sie wurden ausgesandt, aber sie wurden dafür verachtet.
Sie wurden getötet, verfolgt, und darin haben sie ausgeharrt.
Und Hiob, das wird uns ja morgen noch beschäftigen, so der Herr will,
ist ein Beispiel von Ausharren im Leid.
Und jetzt haben wir sicherlich auch welche vor Augen,
die durch großes Leid gegangen sind und die darin ausgeharrt haben.
Ich denke da immer an meinen Vater, der durch einen Hirntumor im Alter von 42 Jahren
aus der Aktivität herausgenommen wurde, gelähmt war.
Ich war da elf Jahre alt.
Das war Leid.
Ich muss sagen, diese Zeit hat mich tief geprägt.
Wo dann abends die Mutter mit mir gebetet hat und ich mit ihr,
ob denn der Vater überhaupt durchkommt.
Acht Stunden lang operiert wurde.
Damals gab es noch nicht diese Methoden wie es heute.
Ja, da wurde mit der Bohrmaschine, da wurde der Kopf geöffnet.
Und da wurde mit dem Skalpell geschnitten.
Und dabei wurde vieles verletzt.
Und so hat er gelebt vom 42. bis zum 76. Lebensjahr.
Da könnte man sich fragen, was hatte das denn für einen Sinn?
Und ich muss immer an diesen Vers denken.
Er war ein großes Vorbild im Leid und er hat ausgeharrt.
Er hat ausgeharrt.
Durch die Hirntumore bekam später noch einen zweiten Taub.
Und er hat keine Versammlungsstunde versäumt.
Also ich erzähle das jetzt nicht, um irgendwie einen Menschen zu verherrlichen.
Ja, ihr versteht das schon.
Wie kann man denn Stunde für Stunde in der Versammlung sitzen und nichts hören?
Da hätte doch ein anderer gesagt, da bleibe ich doch besser zu Hause.
Gut, man hat ihm die Lieder gezeigt, man hat ihm die Verse gezeigt, die Bibelferse, die gelesen wurden.
Aber es ging ihm einfach darum, da zu sein, wo der Herr verheißen hat, in der Mitte zu sein.
Und darin hat er ausgeharrt.
Und das ist ein Beweis dafür, dass der Herr jeden ans Ziel bringt.
Auch durch tiefste Schwachheit hindurch. Jeder wird durchgebracht.
Und es hat ja andere gegeben, die lagen jahrelang im Koma.
Ja, was hat das denn für einen Sinn? Könnte man fragen.
Aber auch sie waren ein Beweis, dass der Herr einen jeden durchbringt.
Der Herr über Leben und Tod, der Schöpfer und Erhalter aller Dinge.
Dann kommen wir zu dem siebten Punkt und da finden wir ein Beispiel in 1. Mose 22.
Ein bekanntes Beispiel aus dem Leben Abrahams.
Ich lese Abvers 1.
Und es geschah nach diesen Dingen, dass Gott Abraham prüfte.
Und er sprach zu dem Abraham und er sprach, hier bin ich und er sprach, nimm deinen Sohn,
deinen einzigen, den du liebst, den Isaac und zieh hin in das Land Moria
und opfere ihn dort als Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir sagen werde.
Da steht ganz klar in Vers 1, dass Gott Abraham prüfte.
Auch heute legen wir Prüfungen ab.
In der Schule, Studium, in der Ausbildung, Führerschein.
Und warum legt man so eine Prüfung ab?
Doch immer mit dem Ziel, die Prüfung zu bestehen.
Wenn man sie bestanden hat, hat man ja auch bewiesen,
dass man gelernt hat, dass man was verstanden hat, dass man was kann.
Und so ist es im Geistlichen auch.
Wenn Gott uns prüft, dann möchte er, dass wir die Prüfung gestehen.
Und er hat den Abraham nicht irgendwann geprüft,
sondern er hat ihn geprüft, als Abraham auch in der Verfassung war,
in der glaubensmäßigen Verfassung diese Prüfung zu bestehen.
Zu einer anderen Zeit, da wäre Abraham durchgefallen.
Aber hier sehen wir ihn auf einer Glaubenshöhe.
Und Hebräer 11 wirft ja ein Licht auf diese Szene,
wo wir lesen, dass Abraham Gott zutraute,
dass wenn er jetzt seinen Sohn schlachtet,
dass Gott ihn wieder zum Leben erwecken würde.
Hatte der Abraham sowas schon mal erlebt, schon mal gesehen?
Nein, das war Glaube, das war Vertrauen.
Gott hat gesagt, ich schenke dir ein Nachkommen
und aus diesem Nachkommen wird eine große Nachkommenschaft hervorgehen.
Da kann es nicht sein, dass der jetzt hier umkommt und dann ist alles zu Ende.
Dann wäre ja Gott untreu.
Und der Auftrag, diese Prüfung war ja wirklich hart.
Nimm deinen Sohn.
Das ist heute schon,
gehört mit zu den schwersten Prüfungen,
wenn man ein Kind hergeben muss.
Man kann sich diesen Schmerz, dieses Leid,
das kann man nicht ermessen.
Nimm deinen Sohn.
Nimm deinen Sohn.
Und dann auch noch den einzigen.
Und den du lieb hast.
Das ist ja selbstverständlich, aber Abraham hatte zu diesem Sohn ein ganz besonderes Verhältnis.
Er hatte so lange darauf gewartet.
Jetzt war er endlich da.
Und den Isaak, da gab es überhaupt keinen Zweifel, was Gott meinte.
Und nimm ihn und opfere ihn als Brandopfer.
Abraham wusste, was das ist, ein Opfer zu bringen.
Dass das Opfer geschlachtet werden musste.
Das wusste Abraham.
Das wusste auch Isaak.
Also wir sehen, Gott schickt uns auch Leid
oder lässt Leid zu in unserem Leben, um uns zu prüfen.
Zu prüfen, ob wir denn dranbleiben.
Ob wir denn festhalten.
Ausharren heißt letztendlich dranbleiben.
Ich kann mich an eine Situation in meinem Leben erinnern,
wo ich gebetet habe,
Herr, ich kann nicht mehr.
Ich möchte gerne an dir festhalten.
Ich möchte dir gerne vertrauen, aber ich kann es nicht.
Ich kann es nicht aus mir selbst.
Ich habe dazu keine Kraft.
Und dann hat dieser eine Mann in den Evangelien gesagt,
ich glaube, Komma, hilf meinem Unglauben.
Und dann hat mal jemand gesagt, ja, und dann habe ich Angst,
ich würde jetzt die Hand des Herrn loslassen.
Weißt du, du magst dich vielleicht so fühlen,
aber es kommt nicht so darauf an,
wie fest du die Hand des Herrn hältst,
denn seine starke Hand, die hält dich,
auch wenn du keine Kraft hast, festzuhalten.
Dann hält er dich und dann trägt er dich,
und wenn es nötig ist, auf seinen Schultern.
Wir wollen uns ermuntern,
dran zu bleiben, festzuhalten,
weiter zu vertrauen.
Der achte Punkt ist,
dazu lesen wir einen Vers aus 2. Korinther.
2. Korinther 1, Vers 3.
Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus,
der Vater der Erbarmungen und Gott allen Trostes,
der uns tröstet in all unserer Bedrängnis,
damit wir die trösten können,
die in allerlei Bedrängnis sind,
durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden.
In Jesaja 66 steht, und wie eine Mutter ihr Kind tröstet,
so werde ich euch trösten.
Trost brauchen wir, wenn wir traurig sind.
Erbarmungen brauchen wir, wenn wir in tiefem Elend sind.
Und wenn jetzt alles gut läuft bei uns und es liefe alles glatt,
dann würden wir Gott gar nicht so kennenlernen
als den Vater der Erbarmungen und den Gott allen Trostes.
Uns fehlen ja manchmal die Worte,
und da sollten wir auch nicht künstlich welche hervorbringen.
Wir wissen manchmal nicht, was wir dazu sagen sollen
und wie wir trösten können.
Es gilt sowieso, wenn wir nichts selbst drin gesteckt haben,
können wir sowieso uns nicht 100% in jemanden hineindenken oder fühlen.
Dann haben wir manchmal leicht reden,
aber hier steht der Gott allen Trostes.
Das heißt, davon ist keine Situation ausgenommen, keine.
Er vermag in jeder Situation zu trösten.
In allerlei Bedrängnis, allerlei.
Da ist auch alles inbegriffen.
Was hat das für ein Ziel?
Einmal, dass wir den Trost und die Liebe des Vaters erleben
und dann danach, dass wir selbst davon weitergeben können.
Manchmal wird schon mal gesagt, wer weiß, wozu das alles gut ist.
Vielleicht ist das so eine Antwort,
dass wir dann solchen helfen können, die in ähnlichen Umständen sind.
Wir erleben die Fürsorge des Herrn viel mehr in notvollen Situationen,
als wenn alles glatt geht, Wohlstand und so weiter.
Dann neigen wir dazu, oberflächlich zu werden.
Dann kommen wir zu dem neunten Punkt.
Dazu lesen wir einen Vers, der ist auch sehr bekannt, aus Römer 8, Vers 28.
Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken.
Und dazu noch ein Vers aus dem Alten Testament, aus Jesaja.
Jesaja 55, Vers 8.
Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken,
und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr.
Denn wie der Himmel höher ist als die Erde,
so sind meine Wege höher als eure Wege,
und meine Gedanken als eure Gedanken.
Das ist Gottes Wort, sagt uns im Römerbrief,
dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken.
Jetzt sagst du vielleicht, das kann ich aber nicht verstehen.
Das sehe ich aber jetzt überhaupt nicht. Ich sehe nur Negatives.
Wie konnte Gott nur sowas zulassen?
Wir haben doch gebetet. Wir haben doch vertraut.
Wir haben doch ermunternde Bibelferse geschickt.
Und dann kommt es anders.
Und dann haben wir keine Antwort.
Da müssen wir trotzdem an diesen beiden Tatsachen festhalten.
Das eine ist, es wirkt alles zum Guten mit, ob wir es jetzt verstehen,
ob wir es jetzt erkennen oder nicht, aber das ist Gottes Wort, das hat Gott gesagt.
Am Richterstuhl des Christus, da wird uns das klar werden.
Und das andere ist, Gottes Gedanken und seine Wege, die sind einfach höher.
Das heißt, wir können die gar nicht alle verstehen.
Aber da steht, meine Gedanken und meine Wege,
es sind nicht die Gedanken und die Wege von irgendwem, es sind seine.
Und er macht keinen Fehler.
Und ich weiß, das ist sehr, sehr schwer, dazu ein Ja zu finden.
Und zu sagen, auch daran, auch daran wollen wir festhalten.
Aber das ist wie in der Schule. Wir lernen ja nicht alles auf einen Schlag.
Wir sind ja in der Schule Gottes. Und da müssen wir Lektionen wiederholen.
Und er ist sehr langmütig mit uns und er kommt uns dabei zur Hilfe,
damit wir, wie es in den Klageliedern auch steht, nicht aufgerieben sind.
Es bleibt bei Gottes weiser Absicht.
Und dann der letzte Punkt, da lesen wir aus der Offenbarung 21,
das ist ein Ausblick.
Es wird nämlich eine Zeit kommen, auf die Folgendes zutrifft.
Offenbarung 21, Vers 4
Und er, Gott, wird jede Träne von ihren Augen abwischen.
Da wird im Himmel noch geweint.
Das heißt so viel, es wird jede Spur, was uns irgendwie an Tränen erinnern könnte,
die wir hier auf der Erde geweint haben, die wird ausgewischt, ausgelöscht.
Und der Tod wird nicht mehr sein.
Wie viel Leid steht in Verbindung mit Sterben.
Noch Trauer, für die, die zurückbleiben.
Noch Geschrei, wie viel Geschrei gibt es in dieser Welt.
Schrei aus tiefsten Herzen heraus.
Noch Schmerz wird mehr sein.
Kein Schmerz.
Es ist unvorstellbar, wir können uns das gar nicht wirklich vorstellen.
Und hier haben wir die Ewigkeit vor uns.
Und das erwartet uns.
Und wir kommen jeden Tag.
Kommen wir diesem Augenblick, wo wir von diesem Schauplatz des Leidens und der
all dieser negativen Dinge, die wir gesehen haben, der Sünde, der Nacht,
wo wir den verlassen werden.
Da wird Gott gleichsam sagen, jetzt ist genug.
Komm hier herauf.
Und dann werde ich dir mal zeigen.
Offenbarung 4.
Dann werde ich dir mal zeigen, wie herrlich der Himmel ist.
Und was da alles ist.
Und damit dürfen wir uns jetzt schon beschäftigen.
Das hilft uns auch, unsere Herzen empor zu heben zu dem Herrn.
Indem wir uns erstens mit ihm und zweitens mit der zukünftigen Herrlichkeit beschäftigen.
Apostel hat geschrieben in Römer 8, dass die Leiden der Jetztzeit nicht wert sind,
verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit.
Das ist wie so eine Waage.
Was wiegt schwerer?
Die Leiden der Jetztzeit oder die zukünftige Herrlichkeit?
Und je mehr wir uns damit beschäftigen, desto mehr werden wir auch Kraft finden,
das was uns an Leid zugemessen wird, das auch zu tragen, bis er kommt.
Es hat jetzt ein bisschen länger gedauert, aber ich wollte doch gerne die zehn Punkte auch zu Ende bringen.
Es ist Gottes Wort und wir sehen, er lässt uns nicht im Unklaren darüber, in dieser Frage Leid wozu.
Wir haben einen guten Herrn, der sich liebevoll um uns bemüht, damit wir dranbleiben.
Was dein Vater, der Hauselter,
Horrig ist der!
Glaubt das Gott, wie schon der Ende
Seelenweg
Muss er Wünsche mir versagen
Muss er Leid an dich umschlagen
Nur aus Liebe zerbestimmt er
Doch auch im Herzen
Wer dich mit der Liebe seilen
Führt und zieht
Meinst du, dass er dich bisweilen
Wieder sieht?
Mein, auch auf den dunklen Wegen
Ist er töten stets zugegen
Größer ist dein Vater, er ist
Wahr als dein Schwest
Meine Kraft, der fällt ins Seinen
Herrlich schenkt
Wirf es, erhofft erscheinen
Niemand's Geld
Ist ein Blatt, der auf der Morgen
Heute schläft, die Freude morgen
Und der Festlauf immerlein
Habe sein! …
Automatisches Transkript:
…
Du bist Gott, Du siehst mein ganzes Leben,
hast mich erforscht und mein Wissen erfasst.
Könnte von Dir, Dein entzündendes Leben,
niemand heute mit mir unverwandt.
Wissen und Hoffnung, Weihnacht und Aufenthalte,
Du hälst mich an, lebst auf mich Deine Hand.
Weißteine warten bevor ich sie sage,
schmerzliche Gedanken sind von Dir bekannt.
Wollte ich nie bis an des Meeres Ende
ohne dich in der Finsternis sein,
höre ich auf bis zum Himmel ich prende,
stets Deine Hand und Deines Lichtes schein.
An Gottes Glauben bin ich angenommen,
doch nun durch Jesus, erlöst und befreit,
in Deine heilige Ingemacht kommen,
denn ich bin ein von Ungerechtigkeit.
Höre mich noch, erforsche die Gedanken,
sieh auch mein Weg für zu mühsalos Stress.
Leute, mein Herz, und wenn ich aufwande,
höre ich auf, wirke wie der Himmelsherz.
Unser Thema ist ja Leid, warum?
Wir haben gestern anhand von zehn Punkten einige grundlegende Antworten gesehen,
die Gottes Wort uns gibt zu diesem Thema.
Und wir wollen heute uns ein Beispiel anschauen aus dem Alten Testament,
wie angekündigt aus dem Buch Hiob.
Und lesen dazu zunächst einleitend aus dem ersten Kapitel.
Ab Vers 1
Es war ein Mann im Land Utz, sein Name war Hiob,
und dieser Mann war vollkommen und rechtschaffen und gottesfürchtig und das Böse meidend.
Vers 6
Nun es geschah eines Tages, da kamen die Söhne Gottes, um sich vor den Herrn zu stellen,
und auch der Satan kam in ihrer Mitte.
Und der Herr sprach zum Satan, woher kommst du?
Der Satan antwortete dem Herrn und sprach vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln auf ihr.
Und der Herr sprach zum Satan, hast du Acht gehabt auf meinen Knecht Hiob?
Denn seinesgleichen ist kein Mann auf der Erde vollkommen und rechtschaffen,
gottesfürchtig und das Böse meidend.
Und der Satan antwortete dem Herrn und sprach, ist es umsonst, dass Hiob Gott fürchtet?
Hast nicht du selbst ihn und sein Haus und alles, was er hat, ringsum eingezäunt?
Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Besitz hat sich im Land ausgebreitet.
Aber strecke einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat,
ob er sich nicht offen von dir lossagen wird.
Da sprach der Herr zum Satan, siehe, alles, was er hat, ist in deiner Hand,
nur nach ihm strecke deine Hand nicht aus.
Und der Satan ging weg vom Angesicht des Herrn.
Nochs Kapitel 2
Vers 2
Und der Herr sprach zum Satan, woher kommst du?
Und der Satan antwortete dem Herrn und sprach, vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln auf ihr.
Und der Herr sprach zum Satan, hast du Acht gehabt auf meinen Knecht Hiob?
Denn seinesgleichen ist kein Mann auf der Erde vollkommen und rechtschaffen,
gottesfürchtig und das Böse meidend.
Und noch hält er fest an seiner Vollkommenheit, obwohl du mich gegen ihn gereizt hast,
ihn ohne Ursache zu verschlingen.
Und der Satan antwortete dem Herrn und sprach, Haut um Haut, ja alles, was der Mensch hat, gibt er für sein Leben.
Aber strecke einmal deine Hand aus und taste sein Gebein und sein Fleisch an,
ob er sich nicht offen von dir lossagen wird.
Und der Herr sprach zum Satan, siehe, er ist in deiner Hand.
Nur verschone sein Leben.
Und der Satan ging vom Angesicht des Herrn weg.
Zunächst soweit.
Es ist ja eine sehr bemerkenswerte, einmalige Szene, die wir hier haben,
eine Szene, die sich im Himmel abspielt
und wo wir einen Einblick bekommen in das Wirken Satans.
Und dieser Mann Hiob, der bekommt von Gott ja auch ein einzigartiges Zeugnis ausgestellt.
Wir haben das mehrfach gelesen,
schon im ersten Vers, vollkommen, rechtschaffen, gottesfürchtig und das Böse meidend.
Vollkommen heißt hier nicht so vollkommen wie der Jesus war.
Da ist ja auch so ein Kringel dahinter.
Da kann man hinten nachgucken, welche Bedeutung dieses Wort vollkommen hat.
Das geht so in die Richtung von Rechtschaffen, von Aufrichtigkeit.
Jemand, der ehrlich ist, dem man nichts vorwerfen kann.
Und das ist ein Zeugnis, was Gott ihm ja auch ausstellt.
Und wenn als dann der Satan kommt, dann sagt Gott noch mal das Gleiche in Vers 8.
Und auch im zweiten Kapitel haben wir es gelesen.
Denn seinesgleichen ist kein Mann auf der Erde vollkommen und rechtschaffen,
gottesfürchtig und das Böse meidend.
Das sind ja auch Eigenschaften, die wir als Gläubige an den Tag legen sollten.
Wie viel mehr wir, die wir den Heiligen Geist in uns wohnend haben,
dadurch befähigt sind, ein solches gottesfürchtiges, dort wohlbefälliges Leben zu führen.
Ob Gott uns auch so ein Zeugnis ausstellen könnte?
Gott hat ja selbst gesagt, es ist sonst keines seinesgleichen keiner sonst.
Es war schon eine ganz besondere Auszeichnung.
Zweimal sagt Gott ja zu dem Satan, hast du Acht gehabt auf meinen Knecht Hiob.
Und man könnte denken, dass Gott den Satan erst auf den Hiob aufmerksam gemacht hat.
Als hätte Gott dieses in Gang gesetzt.
Aber wenn wir genau schauen, dann sagt der Herr eigentlich nur Positives über Hiob.
Und er nennt ihn meinen Knecht.
Also ein Knecht, einer der Gott diente.
Der Herr macht den Satan auf einen Menschen aufmerksam, der dem Wunsch Gottes entspricht.
Der ein vorbildliches Leben führt und darin einzigartig ist.
Die Geschichte Hiobs ist ja eine sehr alte Geschichte.
Ja, man vermutet, dass das Buch Hiob sogar das älteste Buch der Bibel ist.
Der Satan, der hat jetzt Einwände.
Und der sagt gleichsam, naja, das ist ja auch nicht verwunderlich, dass der Hiob so ein gottwohlgefälliges Leben führt.
Du beschützt ihn ja.
Du hast ihn ja reich gesegnet.
Du hast ihn sozusagen eingezäunt, dass keine Gefahr an ihn rankommt.
Ja, das ist die Rede Satans.
Dann ist das ja nicht verwunderlich.
Aber wenn du ihm mal wegnimmst, was er hat, dann wollen wir mal schauen.
Und in der zweiten Begebenheit in Kapitel 2, da muss der Satan ja feststellen,
naja, der Hiob, der hält immer noch an Gott fest.
Und dann kommt sein nächster Einwand.
Naja, das eine ist ja mehr so das Materielle, das Äußere.
Aber wenn er mal selbst angetastet wird, in seinem eigenen Körper,
dann wollen wir doch mal sehen, ob er sich nicht von Gott lossagen wird.
So denkt der Satan.
Und wir merken, dass Gott die Fäden trotzdem in der Hand hält.
Er dem Satan erlaubt, ja, Hande, nimm ihn, aber nur in der Grenze, die ich aufzeige.
Bei dem ersten Mal, ja, seinen Besitz und so weiter, das kannst du angreifen,
aber nicht ihn selbst, nicht sein Leben.
In der zweiten Begebenheit geht dann Gott einen Schritt weiter und sagt,
ja, seinen Körper kannst du angreifen, aber du darfst ihn nicht zu Tode bringen.
Und das ist ein wichtiger Grundsatz, den wir hier sehen,
dass der Satan nicht mehr tun kann als das, was Gott erlaubt.
Und das ist in der heutigen Zeit auch noch so.
Der Teufel hat sich ja in seinem Wesen nicht verändert.
Er ist der Lügner, er ist der Durcheinanderbringer, er ist der Zerstörer,
er ist der Verkläger, gerade der Verkläger der Brüder.
Er stiftet Unruhe und er will immer das stören und zerstören, was Gott gewirkt hat.
Das war von Anfang an so. Ob das die Schöpfung war,
ob das war, als der Jesus hier auf dieser Erde war,
da hat er die Menschen aufgewiegelt, dass sie den Herrn Jesus zu Tode brachten.
Wir wissen, dass das im Ratschluss Gottes war
und es sah so aus, als hätte der Teufel gewonnen, als der Jesus umgebracht wurde.
Aber genau das Gegenteil war der Fall.
Das wird uns ja vielleicht morgen dann noch beschäftigen.
Es ist ja ein sehr langes Buch, eines der längsten der Bibel mit vielen Kapiteln.
Und wir wollen uns jetzt einmal anschauen, worin denn das Leid hier überhaupt bestand.
Und da werden wir sehen, es war ein siebenfaches Leid.
Das erste finden wir in Kapitel 1, Vers 14.
Da kam ein Bote zu Hiob und sprach,
die Rinder pflügten und die Esel weideten neben ihnen,
da fielen Sabäer ein und nahmen sie weg und nahmen sie weg.
Wenn wir in Vers 3, das haben wir nicht gelesen, sehen,
was Hiob für einen Besitz hatte, 7.000 Schafe, 3.000 Kamele, 500 Jochrinder, 500 Eselinnen,
da müssen wir sagen, das war, selbst für heutige Verhältnisse, wäre das ein Großunternehmer.
Ein sehr reicher Mann.
Diese Tiere, die waren sozusagen sein wirtschaftliches Kapital.
Und das wird ihm auf einen Schlag genommen.
Ihr könnt das so ein bisschen vielleicht nachempfinden,
wenn die Weintrauben kurz vor der Ernte sind und es wird durch Hagel alles zerstört,
oder sie stehen in der Blüte und es erfriert alles,
dann ist das ein großer wirtschaftlicher Schaden, das ist ein Verlust.
Oder ein Unternehmen muss Insolvenz anmelden oder jemand wird arbeitslos.
Das sind ja alles Dinge, die passieren können,
da wird einem plötzlich eine gewisse finanzielle, wirtschaftliche Grundlage wird einem entzogen.
Wir haben heute gewisse Sicherungssysteme, soziale Absicherungssysteme,
die hatten die Menschen natürlich damals nicht, die hatten keine Versicherungen,
keine Aktien oder sonst irgendwas in der Art.
Also, das Erste, sein Kapital wird ihm genommen.
Dann geht es weiter, in Vers 15,
Und er schlugen die Knechte mit der Schärfe des Schwertes.
Und die Knechte, das war Hiobs Personal.
Mit einem Schlag wird ihm sein Personal genommen.
Das ist so, wenn ein Unternehmen plötzlich keine Mitarbeiter mehr hat.
Das ist also die zweite Prüfung.
Dann haben wir in Vers 18,
Während dieser noch redete, kam ein anderer und sprach,
Deine Söhne und deine Töchter aßen und tranken Wein im Haus ihres erstgeborenen Bruders.
Und sieher ein starker Wind kam von jenseits der Wüste und stieß an die vier Ecken des Hauses
und es fiel auf die jungen Leute und sie starben.
Schreckliche Katastrophe.
Wir haben jetzt vielleicht noch so ein bisschen die Bilder vor Augen,
wie in der Silvesternacht da in der Schweiz in so einem Club
ein Feuer ausbrach, Panik ausbrach
und 40 junge Leute dort umkamen.
Verbrannten, erstickten, die Fluchttür verschlossen.
Der Drama ging durch die ganze Welt.
Wir lesen von Erdbeben, wo tausende, teilweise, Menschen umkommen.
Bei dem Erdbeben in der Türkei vor einigen Jahren,
das waren über 50.000 Erdbebentote.
In Armenien vor einigen Jahren war es ähnlich, Katastrophen.
Aber hier, da sind es 10 Kinder einer Familie.
Auf einen Schlag.
Es gibt ja heute noch das Sprichwort von der Hiobsbotschaft.
Übrigens, viele Sprichwörter, die stammen eigentlich aus der Bibel.
Eine Hiobsbotschaft ist, wenn ein unerwartetes, schreckliches Ereignis stattfindet.
Und zwar häufig Schlag auf Schlag.
Eine Hiobsbotschaft nach der anderen.
Und wir können uns das kaum vorstellen.
Was es für ein Leid ist, wenn man Kinder hergeben muss.
Egal jetzt mal aus welchen Umständen heraus.
Und wenn es eins ist, das durch eine Krankheit stirbt oder durch einen Unfall.
Aber dann alle 10 auf einen Schlag.
Es ist Leid, das betrifft seine Familie.
Und so gibt es auch in unserer Zeit heute Leid, was uns als Familie betrifft.
Was uns besonders nahe geht, weil es um Familienangehörige geht.
Außerdem wird hier das Haus zerstört.
Durch diesen Sturm.
Wie ja heute auch durch Wirbelstürme, gerade auch in der Karibik.
Das ist jetzt auch noch gar nicht so lange her.
Jamaika, Haiti.
Durch solche Wirbelstürme, Tornados, Zyklone.
Die Häuser einfach so zusammenklappen.
Und viele Menschen ihr Leben lassen.
Man könnte in unserer Sprache heute sagen, er verliert jetzt auch noch die Immobilie.
Das Haus, jeder von uns hat ein Haus oder eine Wohnung, wo er zu Hause ist.
Und das zu verlieren, ist auch eine schwere Prüfung.
Und dann kommen wir zu dem zweiten Kapitel.
Wo Gott dann erlaubt, ja, du darfst auch seinen Körper anrühren.
Und da heißt es in Vers 7, und er schlug Hiob mit bösen Geschwüren von seiner Fußsohle bis zu seinem Scheitel.
Das ist eine schlimme Krankheit. Geschwüre, das ist ja heute auch noch was Schlimmes.
Es gab ja auch diese Leprakranken im Alten Testament, im Neuen Testament.
Das ist auch eine Krankheit, die mit Geschwüren zu tun hat.
Hier wird nicht genau gesagt, was es für eine Krankheit war.
Aber es war nicht nur ein Geschwür an einer Stelle, sondern vom Fuß bis zum Kopf.
Und er nahm eine Tonscherbe, um sich damit zu schaben.
Und er saß mitten in der Asche.
Da gab es keine Salben, da gab es kein Cortison oder irgendwelche Spritzen.
Es muss unheimlich geschmerzt und gejuckt haben.
Und da sitzt der arme Mann, dieser reiche Hiob, der sitzt da in seinem Elend, sitzt da in der Asche.
Und dann kommt die sechste Prüfung, Vers 9.
Da sprach seine Frau zu ihm, hältst du noch fest an deiner Vollkommenheit?
Sage dich los von Gott und stirb.
Dann kommt ein Leid, das betrifft die engste Beziehung, das betrifft die Ehe.
Und natürlich war das ein Leid, was beide betraf.
Aber die Schlüsse, die sie daraus zogen, die waren ganz unterschiedlich.
Die Frau kommt zu dem Schluss und sagt, sage dich los von Gott.
Das bringt doch alles nichts.
Wir würden vielleicht heute sagen, ja, wir haben doch inständig gebetet.
Vielleicht extra Gebetsversammlungen einberufen.
Viele Freunde und Beter.
Und dann?
Ja, dann hat Gott doch nicht erhört.
Zumindest nicht so, wie wir gehofft hatten.
Man kann da nicht schon mal so ein Gedankehund durchzucken, zu sagen.
Der Teufel ist ja dann da auch schnell auf dem Plan.
Er wollte ja auch den Hiob irritieren.
Zu sagen, ob Gott nicht doch vielleicht eine Einbildung ist.
Ob das nicht vielleicht doch hier alles umsonst ist.
Gott doch kein Interesse an mir hat, doch nicht hört.
Ich kenne manche, auch gerade junge Geschwister,
die in ihrem Leben solche Krisen durchlebt haben,
wo sie gezweifelt haben an der Existenz Gottes.
Gezweifelt haben an der Liebe Gottes.
Ich habe einen jungen Bruder vor Augen.
Er wollte immer so als Kind groß rauskommen.
Er wollte Fußballer werden oder Schauspieler.
Was sich junge Leute manchmal so vorstellen.
Und dann hatte er einen Unfall nach dem anderen.
Ein Pech nach dem anderen.
Dann hat er sich beim Fußballspielen verletzt.
Dann hat er in eine Scherbe hineingepackt.
Da musste seine Hand operiert werden.
Und dann beim Führerschein durchgefallen.
Und die Schule nicht geschafft.
Wie soll ich denn noch an Gott glauben?
Ich habe ja nur Pech im Leben.
Das kriegt man da nicht auf die Reihe.
Sagt ich los von Gott, erstens und zweitens und stirb.
Da hat es keinen Sinn.
Machen wir dem Ganzen ein Ende.
Das ist ja auch die Stimme des Teufels.
Macht Schluss.
Wie viele werfen ihr Leben einfach weg.
Nicht einfach.
Sie werfen es weg, weil sie keine Hoffnung sehen.
Kein Ausweg.
Hatte ich das noch nie durchzuckt, diesen Gedanken?
Und wir Gläubigen sind ja dann im Himmel.
Dann ist ja alles gut.
Es ist die Stimme des Teufels.
Gerade dann, wenn wir im Elend sind.
Wenn wir schwach sind.
Uns mit solchen Gedanken zu beunruhigen.
Und wenn das dann unter Ehepartnern
so eine Differenz gibt.
In der Beurteilung von Dingen.
Auch von Leid.
Das muss für den Chirurgen zu dem ganzen Schmerz
noch eine große Prüfung gewesen sein.
Und er spricht dann zu ihr.
Du redest, wie eine der Törinnen redet.
Wir sollten das Gute von Gott annehmen.
Und das Böse sollten wir nicht auch annehmen.
Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen.
Ja, das Gute nehmen wir gerne an.
Und vergessen oft noch dabei zu danken.
Ja, und das Böse, also das, was uns nicht gefällt.
Das Leid.
Das wollen wir da nicht annehmen.
Es kommt doch von demselben Herrn.
Und dann gab es noch eine siebte Prüfung.
Die finden wir dann im 16. Kapitel.
Es kommen ja dann die Freunde Hiobs.
Vier an der Zahl.
Und erst kommen,
erst reden die drei.
Aber erstmal haben die da eine ganze Zeit,
tagelang haben die da gesessen.
Und haben geschwiegen.
Sie hatten auch keine Antwort, keine Erklärung.
Auf das Leid.
Und manchmal tut das auch einfach gut,
wenn wir Geschwister treffen,
die von tiefem Leid betroffen sind.
Dass wir einfach erstmal nur da sind.
Schweigen.
Zuhören.
Vielleicht die Hand nehmen,
die Hand nehmen.
Einfach zu zeigen,
wir sind da, wir nehmen Anteil.
Und uns dann von dem Herrn die Gnade erbitten,
wenn wir denn etwas sagen sollen,
dass er uns die richtigen Worte gibt.
Man kann da sehr viel falsch machen.
Man kann natürlich mit Bibelzitaten kommen.
Man kann natürlich sagen, du musst nur auf den Herrn blicken.
Du musst nur vertrauen.
Aber es gibt Situationen,
wo wir dazu nicht in der Lage sind.
Römer 8, das steht doch auch, wenn wir nicht wissen,
wie wir beten sollen, wie wir bitten sollen.
Es kann Situationen geben, wo wir vielleicht nicht mehr in der Lage sind zu beten.
Nicht in der Lage sind, das Wort zu lesen.
Dann steht dort, das ist natürlich neutestamentlicher Boden,
aber dann verwendet sich der Heilige Geist für uns gottgemäß.
Und wenn der Heilige Geist Signale nach oben sendet,
wie es uns geht, wie es um uns steht,
dann kommen die immer in der rechten Weise an.
Gott versteht das, was der Geist sendet.
Ja, und diese Freunde,
die haben sich ihre Gedanken gemacht
und die fangen dann an zu reden.
Wir haben das gestern schon kurz angedeutet.
Man kann das zusammenfassen mit,
naja, wenn der Hiob so viel Leid bekommt,
dann kann das ja nur eine Strafe sein von Gott.
Dann hat der Hiob irgendwas verbrochen,
der verheimlicht irgendwie was
und Gott nimmt ihn jetzt hart ran.
Das waren so ihre Gedanken.
Und dann spricht er in Kapitel 16, Vers 1
und Hiob antwortete und sprach,
ich habe vieles dergleichen gehört,
leidige Tröster seid ihr alle.
Das heißt, das, was die ihm gesagt haben,
hat sein Leid noch vergrößert.
Und das kann auch bei uns sein.
Wir sind in tiefem Leid und dann kommen andere,
die kein wirkliches Einfühlungsvermögen haben
und bohren noch in der Wunde herum,
indem sie meinen, irgendwie irgendwelche
Erklärungen zu haben, warum das jetzt
so passiert ist.
Und da kann man einander sehr weh mit tun.
Wenn wir Motive beurteilen,
wenn wir Schlüsse ziehen,
dass Gott im Gericht mit jemandem handelt,
das steht uns überhaupt nicht zu.
Das beurteilt einzig und allein der Herr.
Ja, und Hiob, der hat sich natürlich
auch seine Gedanken gemacht
und er stellt eine ganze Reihe von Fragen.
Wir wollen uns da mal einige anschauen.
In Kapitel 3, Vers 11
sind auch viele Warum-Fragen.
In Kapitel 3, Vers 11
sind auch viele Warum-Fragen.
In Kapitel 3, Vers 11
sind auch viele Warum-Fragen.
Man hat ja schon mal gehört, dass gesagt wurde,
ja, Gläubige, die dürfen nicht Warum-Fragen.
Die sollten lieber fragen, wozu.
Aber ich bin mir da gar nicht so sicher.
Wir finden im Wort Gottes eine Reihe
von Warum-Fragen.
Und schließlich hat der Herr auch Warum gefragt.
Warum hast du mich verlassen?
Natürlich können wir nicht in eine solche Situation kommen.
Aber der Herr stellt diese Frage.
In Kapitel 3, Vers 11
Warum starb ich nicht
von Mutterleib an?
Kam aus dem Schoß hervor und verschied.
Das ist die Frage, warum lebe ich denn überhaupt?
Und wenn es mir dann so dreckig geht,
was hat denn das für einen Sinn?
Da wäre es doch besser, ich wäre gar nicht geboren worden.
Als so ein verkorkstes Leben.
Denken wir mal an den Josef.
Denken wir mal an den Josef.
Wenn man Josefs Lebensgeschichte liest,
dann muss man sagen,
das war ja sowas von ein verkorkstes Leben.
Pech auf Pech.
Unschuldig. Wie hat dieser Mann unschuldig gelitten?
Von seinen eigenen Brüdern.
Dann später die Frau des Potiphas.
Und und und.
Dann im Gefängnis.
Dann hatte er den anderen beiden, die aus dem Gefängnis raus kamen,
gesagt, also denkt aber mal an mich.
Erwähnt mich mal.
Da lesen wir und die haben ihn vergessen.
Ein verkorkstes Leben für einen Sinn.
Und wir sehen dann aber am Ende seines Lebens,
als er dann seine Brüder wieder traf,
da konnte er sagen,
Gott hatte es vor,
es gut zu machen.
Auch mit seinem Vater und mit seinen Brüdern.
In Kapitel 9.
In Kapitel 9.
Also das erste ist die Frage,
was hat mein Leben für einen Sinn?
9 Vers 29
Ich muss schuldig sein,
wozu soll ich mich denn nutzlos abmühen?
Also er kommt jetzt selbst zu dieser Frage,
wenn Gott mit mir so handelt,
es muss doch einen Grund haben,
dann muss doch bei mir etwas sein.
Und diesen Gedanken verfolgt er weiter
in Kapitel 10.
Vers 2
Ich will zu Gott sagen, verdamme mich nicht,
lass mich wissen,
worüber du mit mir rechtest.
Hältst du es für gut,
dass du bedrückst?
Gott rechtet mit ihm.
Ein junger Bruder sagte mir mal,
er war auch in tiefer innerer Seelennot,
der sagte, er war so 13,
der sagte, ich habe immer das Gefühl,
der Jesus ist böse auf mich.
Ich weiß nicht, wo er diesen Gedanken her hat.
Aber das löst regelrecht Panik in ihm aus,
der Jesus ist böse auf mich.
Und hat alles, was ihm so widerfuhr,
interpretiert als, der Jesus ist böse auf mich,
der Jesus straft mich.
Und der Gedanke ist natürlich falsch.
Wir haben das gestern schon gesehen.
Der Jesus straft nicht,
sondern wenn er etwas zulässt in unserem Leben,
dann ist es um uns zu erziehen.
Die Strafe zu unserem Frieden,
die hatte er Jesus getragen.
Das ist eine andere Art von Strafe.
Und das ist nicht, weil der Jesus böse auf uns ist.
Der Jesus ist überhaupt nicht böse auf uns.
Er ist nicht böse auf keinen Menschen.
Gott ist nicht unser Feind.
Wir waren Feinde Gottes,
aber Gott ist nicht unser Feind.
Dass er keine Freude daran hat,
die Menschen zu quälen,
ihnen Leid zuzufügen.
Im ersten Petrusbrief in dem ersten Kapitel,
da ist auch die Rede von mancherlei Versuchungen
und dann steht da so ein ganz kurzer Satz,
wenn es nötig ist.
Nur wenn es nötig ist,
handelt der Herr so mit uns.
Und wenn wir keine grundsätzlichen Gründe haben,
wie wir gestern ja an den 10 Punkten gesehen haben.
Kapitel 13, Vers 23.
Wie viele Ungerechtigkeiten und Sünden habe ich?
Lass mich meine Übertretung und meine Sünde wissen.
Meine Schwester, die auch so manche Probleme hatte,
die fragte mich mal,
wie ich das alles erzähle.
Und ich habe gesagt,
dass ich irgendetwas in meinem Leben verbrochen habe,
dass Gott das zulässt.
Das kann dann dazu führen,
dass wir so ständige Schuldgefühle haben.
Und das zermürbt die Seele.
Wir haben uns ja heute an David erinnert,
in diesem Psalm,
wo er ja Gott bittet,
Prophet zu sein.
Prüfe und erforsche mich und zeige mir.
Und wenn wir das aufrichtig bitten,
dann wird der Herr uns auch etwas zeigen,
wenn da etwas ist.
Aber im Johannesbrief steht,
wenn wir denn Freimütigkeit haben,
wenn unser Gewissen uns nicht verurteilt,
dann dürfen wir Freimütigkeit haben.
Wir sollen als Gläubige nicht ständig mit Schuldkomplexen rumlaufen
und sagen, das ist alles Strafe von Gott.
Das ist ein ganz falsches Gottesbild.
Das war ja schon im Mittelalter so,
dass die Menschen Angst hatten vor diesem strafenden Gott.
Wie hat Luther darunter gelitten und wie hat er gerungen,
bis er im Römerbrief das verstanden hat,
dass der Jesus unsere Leiden,
wie es in Jesaja heißt,
für unsere Sünden gelitten hat.
Und gestorben ist.
Kapitel 21
Vers 7
Warum leben die Gottlosen, werden alt,
nehmen sogar an Macht zu?
Das ist dieser Blick, wie Asaphien hatte im Psalm 77.
Den Ungläubigen, denen geht es gut,
zumindest nach außen hingesehen.
Bekannte Nachbarn, dann hat man den Eindruck,
da läuft es.
Die haben Wohlstand und Vergnügen.
Und was sagt der Asaph?
Da ich ja geplagt war jeden Tag,
seine Not war jeden Morgen neu.
Immer wieder dasselbe aufgewacht
und immer noch das Problem da.
Das kann sehr zermürbend sein.
Dann vergleicht man sich mit anderen.
Vielleicht auch mit anderen Gläubigen.
Ja, der hat das.
Der hat einen Ehepartner.
Der hat eine Familie.
Und ich?
Das ist doch nicht ungerecht,
wie Gott da handelt.
Und wir könnten das jetzt noch fortsetzen.
Bei Hiob.
Und wenn wir in Situationen sind,
wo wir auch viele Fragen haben,
nach warum und vieles nicht verstehen,
dann ist es doch auch gut zu wissen,
dass Gott das in seinem Wort
alles schon hinterlegt hat.
Dann ist das jetzt nicht etwas Neues,
sondern das ist etwas, was Gläubige
durchlebt haben und die auch Fragen hatten
und die Zweifel hatten und die Unglauben hatten.
Hiob geht ja auch noch weiter,
dass er Gott auch anklagt.
Warum hast du mich überhaupt erschaffen,
wenn du mich nachher so quälen willst?
Das ist eine Form von Anklage.
Und dann haben wir ab Kapitel 32
einen Wechsel.
Kapitel 32
Und dann kommt der vierte, der Eliju.
Der Jüngere,
der sich bis dahin zurückgehalten hatte,
der sich aber, wie sich herausstellt,
der Weisere war,
der in der rechten Weise mit Hiob umgeht
auf die Antwort Gottes.
Der sagt nämlich zum Beispiel,
ich bin jung an Jahren.
Er sagt dann in Kapitel 33
zu Hiob in Vers 6
Siehe, ich bin Gottes wie du
vom Ton abgekniffen bin auch ich.
Er stellt sich sozusagen auf eine Stufe mit Hiob
und sagt, ich bin genauso ein Mensch wie du.
Und wir merken, wenn wir auch
hirtendienstlich einander helfen wollen,
dann dürfen wir uns nicht über andere stellen.
Auch nicht in dem Urteil.
Und sagen, wie ist der so schwach im Glauben,
wie kann der nur und so.
Nein, sich eins machen und sagen,
ich bin ja nicht besser.
Und ein Vers,
der mich jetzt mal sehr angesprochen hat,
aus 1. Korinther 4 Vers 7, wo steht,
was hast du, was du nicht empfangen hast?
Das war mir noch nie so aufgefallen.
Das sprang mir so ins Auge.
Was haben wir, was wir nicht empfangen haben?
Gesundheit haben wir empfangen,
Geschick haben wir empfangen,
das haben wir alles empfangen.
Ja, jetzt sagst du vielleicht,
aber ich bin ja fleißig, ich bin ehrgeizig.
Ja, aber wo hast du denn die Energie her,
fleißig zu sein und ehrgeizig zu sein?
Wo hast du das her?
Das ist alles gegeben.
Und das macht uns eigentlich ganz klein,
um in dem Bild Neuen Testamentes zu bleiben.
Da müssen wir uns demütigen,
da müssen wir uns herabbeugen.
Dann waschen wir die Füße und nicht den Kopf.
Und er sagt dann weiter, Vers 7,
siehe, mein Schrecken wird dich nicht ängstigen
und mein Druck wird nicht schwer auf dir lasten.
Das heißt, er nimmt Druck weg.
Und wie viel Druck können Gläubige
aufeinander ausüben?
Du musst dieses, du musst jenes
und wenn nicht so, dann so
und dann wird Druck aufgebaut.
Und das ist natürlich einer solchen Seele nicht hilfreich.
Und deswegen sagt er extra,
ich rede jetzt zu dir, aber ich übe keinen Druck aus.
Wenn eine Seele verwundet ist,
wenn eine Seele schwach ist, wenn eine Seele krank ist,
dann ist das ein behutsames Umgehen.
So wie der Engel des Herrn mit Elia umgeht.
In aller Sanftheit rührte er ihn an.
Da nützt es nichts, wenn wir mit Vorwürfen kommen.
Aber dann sagt er in Vers 12,
siehe, darin hast du nicht recht,
antworte ich dir.
Denn Gott ist erhabener als ein Mensch.
Warum hast du gegen ihn gehalten?
Warum hast du gegen ihn gehadert?
Denn über all sein Tun gibt er keine Antwort.
Das war Weise,
wie Elio hier zu Hiob redet
und sagt, wenn du Gott anklagst,
das heißt ja mit ihm hadern,
wenn du ihn anklagst, da hast du gar keine Berechtigung zu.
Wir haben keine Berechtigung, Gott anzuklagen.
Denn, es wird ja begründet,
Gott ist erhabener als ein Mensch.
Wir können ihn nicht auf eine Stufe stellen.
Wir haben gestern gehört von seinen höheren Gedanken
und seinen höheren Wegen.
Und über sein Tun, da muss er gar keine Antwort geben.
Wir sind ja sicherlich alle irgendwo,
die meisten von uns irgendwie in einem abhängigen Arbeitsverhältnis.
Und wir haben einen Chef,
wir haben einen, der da ganz oben ist,
in der Chefetage.
Muss der dem Arbeiter sagen, warum er dieses oder jenes macht,
warum er diese oder jene Entscheidung trifft?
Da wird man sich ja auch kaum trauen und sagen,
hey, hören Sie mal,
was Sie da machen, finde ich aber überhaupt nicht gut.
Denn das, das ist eine andere Ebene.
Da haben wir gar nichts mitzureden.
Das ist nur ein schwacher Vergleich.
Er muss keine Antwort geben.
Aber er wird einmal eine Antwort geben.
Das wissen wir auch.
Am Richterstuhl des Christus,
da werden alle diese Fragen beantwortet.
Manchmal kriegen wir schon eine Antwort hier auf der Erde
oder so einen Teil von der Antwort.
Aber dann wird uns alles klar werden.
Und manchmal müssen wir einfach ein bisschen warten.
Warten, bis dieser Augenblick kommt.
Wir wollen immer jetzt alles schon wissen.
Es gibt ein altes Lied,
wo es heißt, Gott sitzt am Webstuhl meines Lebens.
Und da wird das in verschiedenen Strophen so beschrieben,
wie der Weber seine Arbeit tut.
Und wenn man von hinten so zuschaut,
da sieht man einen Wirrwarr von Fäden.
Und dann denkt man, was ist das denn für ein Durcheinander?
Und dann geht man da herum
und dann guckt man den Teppich oder den Stoff von vorne an
und dann sieht man ein wunderbares Muster.
Da sieht man, der Weber hat sich was dabei gedacht.
Der hat das ganz genau geplant.
Und dann gibt es da goldene Fäden und es gibt dunkle Fäden.
Und diese dunklen Fäden,
das sind die schönsten Tage in unserem Leben.
Aber das macht gerade die Schönheit des Musters aus.
Auch dieser Kontrast der Farben.
Und am Richterstuhl des Christus,
da wird uns der Herr sozusagen, um diesem Bild zu bleiben,
uns mal den Teppich unseres Lebens zeigen.
Und wird uns auch mal erklären,
warum auf der Rückseite dieser und jener Knoten notwendig war,
damit überhaupt dieses schöne Bild entstehen konnte.
Und der Eliju, der bereitet jetzt den Hiob vor
auf das Reden Gottes.
Und dann haben wir ab Kapitel 38,
dass Gott selbst spricht.
Und der Herr antwortete Hiob aus dem Sturm.
Das sind sehr interessante Kapitel.
In Kapitel 38, da geht es um das Universum,
da geht es um das Klima, um Schnee und Hagel
und wie das alles entsteht.
Das sind Fragen, die sind in der Physik bis heute noch nicht,
bis ins letzte Detail sind die noch nicht erforscht.
So grob, ja.
So wie wir es in der Schule gelernt haben.
Aber die Feinheiten.
Und die Frage ist immer, die Gott an Hiob stellt,
Hiob, kannst du das alles erklären?
Hiob, kannst du das beeinflussen?
Hiob, gibst du den eigentlich zu essen?
Hiob, kümmerst du dich eigentlich um dieses und jenes?
Und was hätte denn der Hiob antworten können?
Der hätte antworten können,
Herr, das weiß ich alles nicht.
Er hätte auch antworten können,
aber du, Herr, du weißt das ja alles.
Das ist ein Unterschied.
Und das müssen wir auch in unserem Leben zusammenführen,
von deiner Seite her, ich kann das nicht.
Aber ich weiß, du kannst es.
Ich weiß es nicht, aber du weißt es.
Und dann kommt er schließlich
zu dem Schluss in Kapitel 40,
Vers 3, und Hiob antwortete dem Herrn und sprach,
siehe, zu gering bin ich.
Was soll ich dir erwidern?
Ich lege meine Hand auf meinen Mund.
Einmal habe ich geredet,
und ich will nicht mehr antworten,
und zweimal, und ich will es nicht mehr tun.
Hiob hat etwas gelernt in diesem langen Leidensprozess,
nämlich, ich lege jetzt die Hand auf meinen Mund,
ich bin jetzt still.
Er hat gelernt, still zu sein.
Nicht in Verzweiflung,
in Resignation, sondern in Ehrfurcht vor Gott.
Er hat erkannt, es steht mir gar nicht zu,
Gott irgendwelche Vorwürfe zu machen.
Und dann in dem 42. Kapitel,
da spricht er,
Vers 2,
ich weiß,
dass du alles vermagst,
und kein Vorhaben dir verwehrt werden kann.
Und das gilt heute noch genauso,
auch in ausweglosen Situationen,
menschlich gesehen aussichtslos,
wollen wir daran festhalten.
Er vermag alles,
er vermag die Herzen von Menschen,
von Königen zu lenken wie Wasserbäche.
Und niemand kann ihm sein Handel verwehren.
Wer ist es, der den Rat verhüllt ohne Erkenntnis?
So habe ich denn beurteilt,
was ich nicht verstand,
Dinge zu wunderbar für mich, die ich nicht kannte.
Höre doch, und ich will reden,
ich will dich fragen, und du belehre mich.
Mit dem Gehör des Ohres hatte ich von dir gehört,
aber nun hat mein Auge dich gesehen.
Darum verabscheue ich mich
und bereue in Staub und Asche.
Wir merken hier,
was die tiefe Lektion war,
die Hiob gelernt hat.
Obwohl Gott ihm so ein gutes Zeugnis ausgestellt hat,
so war doch Selbstgerechtigkeit in seinem Herzen.
Und davon musste Gott ihn befreien.
Und er muss erkennen,
ich habe mir ein Urteil erlaubt,
das stand mir gar nicht zu,
das konnte ich gar nicht beurteilen.
Nach Gott fragen,
und ich will mich von ihm belehren lassen.
Und der schönste Satz ist eigentlich, finde ich,
in Vers 5 am Ende,
aber nun hat mein Auge dich gesehen.
Da sagt einer, der so durch tiefes Leid gegangen ist,
und wie viele Gläubige können das bezeugen,
da sie sagen, in diesen schwierigen Momenten,
da haben wir so die Nähe des Herrn verspürt,
da haben wir etwas von seinem Herzen,
von seiner Barmherzigkeit und von seiner Liebe empfunden,
das hätten wir wahrscheinlich nicht empfunden,
wenn alles glatt gegangen wäre.
Ich habe sogar schon Gläubige sagen hören,
das sage ich mit Ehrfurcht,
die gesagt haben, im Nachhinein
hätten wir das gar nicht missen wollen.
Die tiefes Leid erfahren haben,
und dann sagen, wir wollen es aber nicht missen,
wir haben den Herrn in einer Art und Weise kennengelernt,
wie wir ihn sonst nicht kennengelernt hätten.
Das ist auch etwas, was der Herr uns erfahren lassen will,
hier, solange wir auf dieser Erde sind.
Und dann kommt der Wendepunkt in Vers 10,
und der Herr nahm Hiob an,
und der Herr wendete die Gefangenschaft Hiobs
als er für seine Freunde betete,
und der Herr mehrte alles,
was Hiob gehabt hatte, um das Doppelte.
Da gibt es einen Wendepunkt.
Das Leben Hiobs bestand nicht nur aus Leid.
Die Phase davor war eine glückliche Zeit,
da war er ein großer Unternehmer,
da hatte er Erfolg, da hat Gott ihn gesegnet.
Dann kam diese Periode,
und am Ende ist er reich gesegnet,
er reich gesegnet an Gottes Erkenntnis,
aber auch in den äußeren Umständen hat Gott ihn gesegnet,
und hat sogar alles vermehrt, um das Doppelte,
und dann bekommt er nochmal 10 Kinder.
Naja, wenn es auf das Doppelte wäre,
dann hätte er ja 20 haben müssen, oder?
So, wie wir es jetzt sehen,
das ist ein ganz anderes Thema,
wie erklärt sich das?
Wir wenden das mal an,
neutestamentlich,
die ersten 10,
die sind schon im Himmel,
und die anderen 10,
die wurden ihm dann noch geschenkt,
macht aber insgesamt 20.
Die, die da umgekommen sind,
verwest,
denn der Mensch hat eine lebendige Seele,
und auch die alttestamentlichen Gläubigen,
die hatten schon ein Empfinden von dem Himmlischen.
Das wird so deutlich in Hebräer 11,
ich staune immer darüber,
dass da gesagt wird,
ja, die suchten ja doch die himmlische Stadt,
nicht das irdische suchten die,
da muss man schon sehr genau suchen, um da was zu finden.
Das zeigt aber, sie hatten einen Glauben,
der ging über das irdische hinaus,
und danach trachteten sie.
Und wie viel mehr, wo wir heute die ganze Offenbarung haben,
der Gedanken Gottes,
in Bezug auf unsere Zukunft.
So ist die Geschichte Hiobs eine sehr lehrreiche,
eine sehr ehrliche,
eine sehr zur Herzen gehende,
aber auch eine sehr tröstliche.
Im Jakobusbrief steht,
das Ende des Herrn mit Hiob,
das habt ihr gesehen,
das Ende des Herrn,
das ist dieses letzte Kapitel,
das ist dieser Segen,
das Ende des Herrn,
das Ende des Herrn,
und in Ewigkeit.
Ich kann allein nicht birgen,
mit alleinem Schritt,
wo Blut jetzt brennt und steh'n,
da will ich mich bühren.
Ich kann allein nicht bürgen,
mit alleinem Schritt,
wo Blut jetzt brennt und steh'n,
da will ich mich bühren.
Ich kann allein nicht bürgen,
mit alleinem Schritt,
wo Blut jetzt brennt und steh'n,
da will ich mich bühren.
Ich kann allein nicht bürgen,
mit alleinem Schritt,
wo Blut jetzt brennt und steh'n,
da will ich mich bühren.
Ich kann allein nicht bürgen,
mit alleinem Schritt,
wo Blut jetzt brennt und steh'n,
da will ich mich bühren.
Ich kann allein nicht bürgen,
mit alleinem Schritt,
wo Blut jetzt brennt und steh'n,
da will ich mich bühren.
Ich kann allein nicht bürgen,
mit alleinem Schritt,
wo Blut jetzt brennt und steh'n,
da will ich mich bühren.
Ich kann allein nicht bürgen,
mit alleinem Schritt,
wo Blut jetzt brennt und steh'n,
da will ich mich bühren.
Ich kann allein nicht bürgen,
mit alleinem Schritt,
wo Blut jetzt brennt und steh'n,
da will ich mich bühren.
Untertitel der Amara.org-Community …
Automatisches Transkript:
…
Jesus, nach der Tandembrülle, weich in der Tiefe deines Brunnen,
werd' ich, warum die Tage so, dir ein Händisch nirgends zieht.
Unausdurchsicht weinet mir, deines Namen schüllen mir.
Jesus, Name, ich bequemle, alles eins und alle acht.
Bist der Urhoft meiner Seele, bist mein Bestimm' dunkler Nacht.
Deine Liebe, Treu und Nacht, leiten mich auf höh'nen Fahrt.
Jesus, Name, in dir geborgen, geh' ich durch die Wüste her.
Wandel frei von Angst und Sorgen, lass es, Vater, leicht von dir.
Bleib, mein Auge, auf dich gelegt, wanke und ersag' dich nicht.
Jesus, Name, Kraft erschwachen, unermüdet, trostig schwärzt.
Bist dir schon ein sicher Nachen, Heilung für ein wunderschweres.
Manna, was dich Seelen wehrt, Zuflucht und Versuchung wehrt.
Jesus, Name, Seelenweine, Hoffnung, wie das Herz zerquillt.
Morgenstunde aller Freude, aller Willen mich entrübt.
Obenmehr, ich kann's verstehen, was ich noch mit dir gesehen.
Jesus, Name, lebenssonne, tru' dich, Vater, sehr gefreut.
Bist du meine Lust und Wunder, jetzt und bis in Ewigkeit.
Deine Strahlen, feuer und frei, warten auf die Schöpfung dein.
Es gibt einen Mann in der Bibel, der bezeichnet wird als der Mann, der Schmerzen und mit Leiden vertraut.
Und ich denke, wir wissen alle, wer das ist. Es bezieht sich auf den Herrn Jesus, den Mensch gewordenen Sohn Gottes.
Und ihn möchten wir heute Abend betrachten. Wir möchten einige Stationen mit ihm gehen und darüber nachdenken, wie viel er gelitten hat und wie es auch im Gebet gesagt wurde, in welcher Art und Weise er mit diesem Leid umgegangen ist und wie er uns darin auch ein Vorbild ist.
Ich möchte mich gerne beziehen auf das Lukas-Evangelium. Alle vier Evangelien zeigen uns ja den Leidensweg des Herrn und auch im Alten Testament gibt es viele Hinweise.
Dieses Zitat, der Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut, ist ja ein Zitat aus dem Buch Jesaja, aus Jesaja 53.
Das Lukas-Evangelium, das zeigt uns den Herrn Jesus als den Sohn des Menschen. Das ist ja ein eigenartiger Ausdruck, denn es gab und gibt ja viele Menschen und es gibt auch viele Söhne, aber es gab nur diesen einen Sohn des Menschen.
Dieser zweite Mensch, dieser Mensch vom Himmel, Sohn des Menschen, man könnte sagen, das bezieht sich auf die Gattung Mensch und wir gehören zu dieser Gattung Mensch, die verloren sind, die verdorben sind.
Der Jesus war aber, wenn man das so sagen darf, eine Gattung von Mensch, der vollkommen anders war, schöner als die Menschensöhne, ausgezeichnet vor Zehntausenden, der Einzige, der den Vorstellungen, den Ansprüchen Gottes völlig genügte und der Gott vollkommen verherrlicht hat.
Eigentlich ist ja die ganze Lebensgeschichte des Herrn Jesus eine Geschichte des Leidens. Schon als Säugling trachtete man nach seinem Leben und seine Eltern mussten fliehen. Das waren Flüchtlinge. Der Jesus war ein Flüchtling.
Schon bei seiner Geburt war kein Raum für ihn in der Herberge. Von Anfang an war er der, den man nicht wollte, der Verworfene, der in das Seine kam und die Seinigen nahmen ihn nicht an. Wir wollen einmal einsteigen in Lukas Kapitel 19.
Ab Kapitel 19 sehen wir ganz besonders, wie die Leiden sich zuspitzten.
Kapitel 19 Vers 41 Und als er sich näherte und die Stadt sah, nämlich die Stadt Jerusalem, weinte er über sie und sprach, wenn du doch erkannt hättest und wenigstens an diesem deinem Tag, was zu deinem Frieden dient.
Der Jesus weint. Weinen ist ja ein Ausdruck von Traurigkeit. Der Jesus hat mehrfach geweint. Er hat auch an dem Grab des Lazarus geweint.
Er hat dort empfunden, was die Sünde angerichtet hat in dieser Schöpfung und dass jetzt auch dieser geliebte Freund krank wurde und dass er sterben musste, dass er beerdigt werden musste, dass da die Anverwandten waren, dass da die Freunde und Nachbarn waren, die alle weinten, die Trauernden.
Da war der Jesus tief innerlich erschüttert und hat daran Anteil genommen. Und hier weint er über Jerusalem. Er war ja in erster Linie gekommen zu dem Haus Israel, zu dem Brüdern nach dem Fleisch.
Und er war der verheißene Messias, der im Alten Testament angekündigt wurde. Und in Jerusalem, da war der Tempel, das war das jüdische Zentrum, da waren die Schriftgelehrten, da waren die Pharisäer und gerade die machten dem Herrn Jesus das Leben so schwer.
Gerade in Jerusalem, da wurde er verworfen. Als er auf einem Esel reitend einzog, da riefen sie noch Hosanna dem König. Und kurze Zeit später riefen sie Kreuzige, Kreuzige ihn.
In einem anderen Evangelium, da wird noch ein Bild gebraucht in diesem Zusammenhang. Ich habe euch sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken. Und dann kommt das Erschütternde, aber ihr habt nicht gewollt.
Und das hat den Herrn Jesus tief geschmerzt. Er hatte sein Volk besuchen wollen. Im Anfahr von diesem Evangelium heißt es, uns hat besucht der Aufgang aus der Höhe, um zu leuchten. Der Jesus selbst hat gesagt, ich bin das Licht. Er war in die Welt gekommen als das Licht, um in die Finsternis hinein zu leuchten und es erschütternd zu lesen, sie haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht.
Und wir wollen ja gerne auch für uns daraus lernen, den Herrn Jesus als Vorbild betrachten. Es gibt auch in unserem Leben Situationen, wo wir traurig sind, wo wir weinen.
Ich denke da gerade an einen Vers aus Psalmen aus Psalm 56. Da wird so ein schönes Bild gebraucht. Psalm 56, Vers 9.
Mein Umherirren, die Fußnote sagt klagen, zählst du. Lege in deinen Schlauch meine Tränen. Sind sie nicht in deinem Buch?
Das heißt doch, dass Gott alle unsere Tränen sieht, dass er keine Träne übersieht, dass er sie sammelt und dass sie vermerkt sind in seinem Buch. Nun braucht Gott keine Bücher, um sich etwas zu merken oder sich daran zu erinnern, aber dieses Bild von Büchern, dass Gott Bücher hat, das finden wir ja mehrfach in der Schrift.
Und dieses Tränenbuch könnte man sagen, da ist jede Träne verzeichnet. Ist das nicht tröstlich zu wissen? Es werden ja Tränen auch im Verborgenen geweint, die sonst keiner sieht. Aber der Herr notiert sie alle und er ist voll innigen Mitgefühls.
Dann kommt er in den Tempel und da sagt er in Vers 46, es steht geschrieben, mein Haus soll ein Betthaus sein, ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht.
Schon als Junge, als zwölfjähriger Junge, als der Jesus mit seinen Eltern nach Jerusalem ging, das wird uns ja auch in diesem Evangelium beschrieben, da war er auf einmal verschwunden und die Eltern machten sich Sorgen. Und als sie ihn nach viel Mühe dann endlich gefunden hatten, da sagt er zu ihnen, wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist.
Der Tempel, der Ort, wo Gott den Menschen begegnen wollte, dort wo der Mensch Gott dienen konnte, ihm opfern konnte, das war dieser Ort, den Gott erwählt hatte. Und wozu war dieser Tempel geworden?
Es hatte sich alles zu einer toten Religion entwickelt. Und es gibt es heute auch noch, 2. Timotheus 3, die eine Form der Gottseligkeit haben, aber deren Kraft verleugnen.
Die Weihnachten feiern, wir haben uns daran erinnert und Lichter aufhängen, aber das Licht verwerfen. Es ist Form, aber nicht Leben. Und das sind oft die größten und härtesten Widersacher gegen den Herrn und gegen das Wort, weil sie sich, wenn sie ehrlich sind, angesprochen fühlen.
Angesprochen fühlen müssten und das wollen sie aber nicht. Und dann treten sie zum Gegenangriff an. Und es hat den Herrn Jesus geschmerzt, dass sein Haus, das Haus seines Vaters zu einer Räuberhöhle gemacht wurde.
Dass da Tierverkäufer waren, dass da Wechsler waren, dass da Geschäfte gemacht wurden, alles wurde kommerziell. Und das ist ja heute auch ein Trend. Mit allem will man Geld machen.
Also wer mal in Rom gewesen ist, was da alles für ein Krimskrams, heiliger Krimskrams, angeboten wird, was die Leute kaufen, von irgendwelchen Heiligen, von irgendwelchen Reliquien, weh, das ist Götzendienst, ist das, nichts anderes. Aber unter dem Deckmantel der Christenheit.
Vers 47 und er lehrte täglich im Tempel, die Hohenpriester aber und die Schriftgelehrten, da haben wir sie jetzt, und die Ersten des Volkes suchten ihn umzubringen.
Das ist ja für uns jetzt nichts Neues, aber vielleicht liegt gerade darin die Gefahr, dass wir das ja kennen, aber dass es uns nicht mehr berührt.
Und dann gleichen wir den Jüngern. Der Jesus hatte ja mehrfach versucht, ihnen etwas über den Leidensweg vorauszusagen. Der Sohn des Menschen, ja, der wird gefangen genommen werden.
Den werden sie umbringen. Aber auch, der wird wieder auferstehen. Aber das hat sie scheinbar gar nicht berührt. Wir lesen zum Beispiel in zwei Evangelien, wo der Jesus versucht, mit ihnen darüber zu sprechen, dass sie ganz woanders waren mit ihren Gedanken und sie fragten, wer von uns wird denn der Größte sein im Reich?
Und gib uns gute Plätze, ja, hier links und zu deiner linken und seiner rechten, gib uns die besten Plätze. Das beschäftigte sie. Selbst bei den Emmausjüngern, da sagte eine, ja, wir aber dachten. Ja, wir aber dachten, was dachten sie denn? Dachten ja, er würde das Reich aufrichten. Dachten, er würde sie von den Besatzern befreien. Damit waren sie beschäftigt.
Und die Tatsache, dass der, der vom Himmel gekommen ist, der sich so tief erniedrigt hat, der in vollkommener Liebe gekommen ist, der heilen und wohltuend über diese Erde gegangen ist, den suchten sie umzubringen.
Und sie sind sich alle einig, ja? Schriftgelehrten, hohen Priester und die Obersten des Volkes, Religion und Politik sind sich alle einig.
Wie muß das den Herrn Jesus geschmerzt haben, dass seine Geschöpfe, für die er gekommen war, zu sterben, sein Leben zu lassen, dass sie ihn so behandelt haben.
Kapitel 20
Vers 2
Da kommen auch wieder die hohen Priester, die Schriftgelehrten, die Ältesten, und sprachen zu ihm, sage uns, in welchem Recht tust du diese Dinge, oder wer ist es, der dir dieses Recht gegeben hat?
Das ist eine richtig freche Frage, ist das.
Stellt dir sozusagen den Zweifel, wer bist du eigentlich, was hast du für ein Recht, hier in den Tempel zu kommen, was hast du hier für ein Recht, hier aufzuräumen, die Tische umzuwerfen, wie kannst du hier sprechen von meinem Haus oder von dem Haus meines Vaters, wer bist du eigentlich?
Immer wieder haben sie den Herrn Jesus, seine Autorität, seine Gottessohnschaft in Frage gestellt, in Zweifel gezogen, haben immer wieder versucht, ihm Fangfragen zu stellen, ihm irgendwie etwas nachweisen zu können, da haben sie ihre ganze Energie für aufgewandt, wo sie eigentlich Hirten des Volkes hätten sein sollen.
Als der Jesus geboren wurde und dann die Kunde sich breitmachte in Jerusalem, auch bei dem Herodes, da ist der König geboren, ja, da hätten sie sich freuen müssen, euch ist heute in Davids Stadt ein Erretter geboren, welcher ist Christus der Herr, das hatten die Engel gesagt.
Und was lesen wir, der Herodes war bestürzt und ganz Jerusalem mit ihm.
Hat sich offensichtlich keiner gefreut.
Es gab nun ganz wenige, finden wir auch hier in diesem Evangelium, diese alte Simeon, diese alte Prophetin Anna, ja, die, die haben auf ihn gewartet und der alte Mann, der nimmt das kleine Kind auf den Arm und sagt, jetzt haben meine Augen dein Heil gesehen.
So viel wie jetzt ist, jetzt ist genug, ja, jetzt hat sich das erfüllt, mehr brauche ich nicht.
Da hält dieser alte Mann dieses Kind in seinen Armen, welches nie aufgehört hat, Schöpfer und Erhalter aller Dinge gewesen zu sein.
Ja, der diesem Mann auch noch die Kraft gab, dass er dieses Kind überhaupt halten konnte.
Dann erzählte Herr Jesus ein Gleichnis von einem Weingärtner, der einen Weinberg hatte, können nicht so auf die Einzelheiten eingehen, aber wir lesen in Vers 13.
Der Herr des Weinbergs aber sprach, was soll ich tun?
Ich will meinen geliebten Sohn senden, vielleicht werden sie sich vor diesem scheuen.
Als aber die Weingärtner ihn sahen, überlegten sie miteinander und sagten, dieser ist der Erbe, kommt, lasst uns ihn töten.
Hebräer 1, der ehemals zu den Vätern geredet hat durch die Propheten,
viele, viele Jahrhunderte, am Ende des Sohnes geredet hat im Sohn.
Und was haben sie mit dem Sohn gemacht?
Wir haben ihn umgebracht.
Sie haben die Propheten getötet und sie haben auch ihn umgebracht.
Und das ist ein Gleichnis, was der Jesus hier erzählt, kurz vor dem Kreuz.
Und wir müssen ihnen das auch innerlich bewegt haben.
Und er wollte damit nochmal an die Herzen der Zuhörer appellieren,
dass sie sich in diesem Gleichnis wiederfinden, dass sie merken, das sind wir ja mit gemeint.
Aber nein, es spitzte sich immer mehr zu.
Vers 20
Und sie belauerten ihn und sandten Aufpasser aus, die sich verstellten, als ob sie gerecht wären,
um ihn in seiner Rede zu fangen, damit sie ihn der Obrigkeit und der Gewalt des Stadthalters überlieferten.
Wir merken, sie fanden ja keinen wirklichen Grund.
Und das war ihnen ein Dorn im Auge.
Und sie setzten alles dran, um zu ihrem Ziel zu kommen
und schrecken nicht davor zurück, ihn auch noch zu belauern, zu bespitzeln, zu beobachten.
Aufpasser, die extra dafür bezahlt wurden
und suchten eine Stunde, eine Gelegenheit, um die Hände an ihn zu legen.
Was für ein Ausdruck!
Die Hände zu legen an den Schöpfer und Erhalter aller Dinge,
der mit dem Hauch seines Mundes sie hätte alle vernichten können.
Sie wollen Hand an ihn legen, an seinen heiligen, fleckenlosen Leib.
Der einzige Mensch, von dem das gesagt werden konnte,
und der das ja auch gezeigt hat und der das bewiesen hat,
wie viele hat er geheilt, hat er angerührt?
Wie ist er dem Elend begegnet?
Wir kommen dann zum 22. Kapitel.
Immer wieder heißt es auch dort in Vers 2,
und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn umbringen könnten.
Und dann kommt etwas, was den Herrn Jesus auch tief erschüttert hat.
Aber Satan, Vers 3, fuhr in Judas,
der Iskariot genannt wird, welcher aus der Zahl der Zwölfe war.
Die Zwölfe, das waren seine engsten Vertrauten.
Die Zwölfe waren die, die er ausgewählt hatte.
Zuvor hatte er eine ganze Nacht im Gebet verbracht.
Herr Jesus hat in völliger Abhängigkeit in der Gemeinschaft von Gott,
von seinem Gott und Vater, diese Zwölf Männer auserwählt.
Und da war auch der Judas dabei. Das war nach den Gedanken Gottes.
Und der Jesus, der alles wusste, was der Judas für einer war,
dass das ein Falscher war, dass das ein Mitläufer war,
dass das ein Dieb war, dass das einer war, der das Geld über alles liebte.
Das wusste der Herr alles, der die Kasse trug.
Und hat der Herr Jesus ihn in irgendeiner Situation mal bloßgestellt?
Als der Jesus sagte später, einer von euch wird mich überliefern,
haben dann die Elfer alle gesagt, ja, das kann ja nur der Judas sein.
Nein, wir haben gesagt, doch nicht ich, doch nicht ich, doch nicht ich.
Keiner hatte den Verdacht.
Der Jesus hat den Judas so behandelt, wie die anderen auch.
Und das wird schon auch im Alten Testament,
gibt es Stellen, die das schon andeuten.
Die sagen, das war jetzt hier, wir lesen mal weiter.
Und er ging hin und besprach sich mit den hohen Priestern und Hauptleuten,
wie er ihn an sie überliefern könnte.
Und sie waren erfreut und kamen überein, ihm Geld zu geben.
Und er versprach es und suchte eine Gelegenheit,
um ihn ohne Volksauflauf zu überliefern.
Hier wird also ein Verrat wird hier geplant.
Und das, was den Herrn Jesus so geschmerzt hat
und was prophetisch auch schon angedeutet wird,
es ist einer von meinen Vertrauten,
es ist einer aus meinem engsten Kreis.
Ich weiß nicht, ob wir schon mal so Enttäuschungen erlebt haben
im engsten Kreis,
wo wir vielleicht lange, viele Jahre miteinander verbunden waren,
in Freundschaft.
Und dann wird man hintergangen.
Oder man wird betrogen.
Oder es wird etwas hinter deinem Rücken erzählt, was nicht stimmt.
Es wird üble Nachrede gehalten.
Du wirst verleumdet.
Das ist etwas, was wir am allerschlechtesten ertragen können,
wenn uns Unrecht angetan wird.
Und dann noch von solchen aus dem engsten Kreis.
Und das hat der Herr Jesus erfahren müssen.
Es war nicht nur die Schriftgelehrten und die Pharisäer.
Da macht jetzt einer gemeine, gemeinsame Sache mit ihnen.
Und dann gab es noch einen anderen Jünger, den Petrus.
Das finden wir auch in diesem Kapitel.
Und der Jesus, der warnt ihn.
Vers 31, Simon, Simon, siehe,
der Satan hat begehrt, euch zu sichten wie den Weizen,
ich aber habe für dich gebetet,
damit dein Glaube nicht aufhöre,
und du bist so einst umgekehrt, so stärke deine Brüder.
Er aber sprach zu ihm her,
mit dir bin ich bereit, auch ins Gefängnis und in den Tod zu gehen.
Er aber sprach, ich sage dir, Petrus,
der Hahn wird heute nicht krähen,
ehe du dreimal geleugnet hast, mich zu kennen.
Dieser Petrus, der hatte eigentlich das Herz am rechten Fleck,
wie man so sagt.
Der Petrus liebte seinen Herrn aufrichtig.
Er hatte ja auch das Schwert gezogen
und dem Kriegsknecht das Ohr abgehauen.
Er wollte den Herrn Jesus verteidigen.
Es war aber nicht nach den Gedanken des Herrn.
Er war forsch, er war engagiert,
er ging manchmal zu weit,
er war manchmal zu forsch,
er sagte schon mal unüberlegte Dinge,
aber wer von uns wollte ihn darin verurteilen?
Das passiert uns ja auch.
Und hier, da hat er sich aber überschätzt.
Er hat es sicher gut gemeint.
Aber wir merken,
in einem anderen Evangelium, da steht,
da sagt er noch mehr, da sagt er,
na ja, und wenn alle anderen,
alle anderen sich an dir ärgern, wenn die dich verlassen,
ich aber nicht.
Also auf mich kannst du rechnen.
Der Jesus muss ihm hier eine Lektion erteilen.
Aber ist es so zu Herzen gehend?
Auf der einen Seite warnt der Herr Jesus,
ja, da ist der Satan,
der will euch versuchen,
und der Jesus wusste auch, wie das ausgehen würde,
aber er sagt, ich habe für dich gebetet.
Ja, wofür hat er denn gebetet?
Damit du, Petrus, nicht in diese Situation kommst?
Damit du, Petrus, nicht fällst?
Nein, das lesen wir hier nicht.
Damit dein Glaube nicht aufhöre.
Das ist ein Hirtenherz,
was wir hier sehen.
Ja, und wir sehen ja dann auch,
wie sich das erfüllt.
Das finden wir am Ende des Kapitels,
können wir jetzt nicht alles lesen.
Der Jesus in Vers 54 wird dann festgenommen.
Sie legen tatsächlich Hand an ihn,
führen ihn wie einen Verbrecher
und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters.
Und Petrus, da merken wir schon,
der folgt von Weitem.
Er war gar nicht so nah bei dem Herrn geblieben
und dann passiert es, dass er angesprochen wird.
Wahrscheinlich hat der Petrus auch nicht damit gerechnet,
dass man so mit dem Herrn jetzt verfährt,
dass sich das alles so zuspitze,
wie es mit sich geschehen ließ.
Man hatte ja auch vorher schon mal versucht,
ihn umzubringen.
Da ging er einfach so durch ihre Mitte hindurch.
Seine Stunde war noch nicht gekommen.
Sie konnten nicht einfach Hand an ihn legen,
wie und wann sie wollten.
Aber jetzt war die Stunde gekommen.
Und er merkt ja, Petrus, langsam ist es brenzlig hier.
Dann verhaften sie mich auch noch und bringen mich um.
Und in dieser Zwickmühle
verleugnet er seinen Herrn.
Ich kenne den nicht.
Ich habe mit dem nicht zu tun.
Ich schwöre, dass ich den nicht kenne.
Und Vers 61,
und das ist auch sehr zu Herzen gehend,
und der Herr wandte sich um.
Wandte sich um
und blickte Petrus an.
Was muss das für ein Blick gewesen sein?
Der Herr sagt ja gar nichts mehr.
Blickt ihn nur an.
Und dieser Blick,
der hat etwas tief bewirkt
bei dem Petrus.
Und Petrus erinnerte sich an das Wort des Herrn.
Wie er zu ihm gesagt hatte,
ehe der Hahn heute grät,
wirst du mich dreimal verleugnen.
Und er ging hinaus
und weinte bitterlich.
Da wurde es ihm klar,
was er getan hatte.
Er hatte seinen geliebten Herrn verleugnet.
Er hatte gesagt, ich kenne den nicht.
Und er sagte,
der Herr würde mich nicht zu tun haben.
Legt uns aber gar nicht so fern oder?
Hast du auch schon mal erlebt,
du warst so in der weltlichen Gesellschaft.
Betriebsfeier oder Konferenz oder irgendwas.
Und dann wird ein Witz gemacht.
Und dann wird Gott oder der Herr
kommt in diesem Witz vor
verunglimpft darin. Was machen wir denn dann?
Haben wir da noch Mut
da was zu sagen?
Für ihn einzutreten?
Oder wir merken, da ist jetzt eine Gelegenheit
uns zu dem Herrn Jesus zu bekennen.
Und dann denkt man plötzlich,
was werden die denn denken? Wie werden die denn reagieren?
Ach ne, ich lass es lieber.
Und es ist mir auch schon so gegangen.
Dann sind die Gelegenheiten vorbei.
Dann hab ich gebetet, wenn du willst, kannst du mir noch mal so eine Gelegenheit geben.
Aber meistens kommen die dann nicht mehr.
Die sind dann vorbei.
Vielleicht weißt du, dass dein Nachbar sterbenskrank ist.
Und du weißt, du musst da mal hingehen.
Du musst mal mit ihm sprechen.
Das ist todernst.
Ja, heute hab ich dieses und jenes und morgen
und dann vielleicht. Und auf einmal kriegst du die Nachricht, er ist verstorben.
Dann ist es spät.
Wie ist es mit unseren Arbeitskollegen?
Mit unseren Nachbarn?
Haben die alle schon mal das Evangelium gehört?
Haben wir es ihnen weitergegeben?
Im persönlichen Gespräch oder durch eine Schrift oder durch einen Kalender?
Oder werden die mal
da an dem großen weißen Thron stehen
und sagen
Ja, da hat mir aber mein gläubiger Nachbar, da hat mir ja gar nichts gesagt davon.
Damit werden sie sich nicht entschuldigen können.
Aber wir werden am Richterstuhl des Christus auch gefragt werden.
Warum hast du es ihm nicht gesagt?
Also wir wollen gar nicht über den Petrus urteilen.
Wir haben sicherlich auch
den Herrn schon in diesem Sinne verleugnet.
Vers 63
Und die Männer, die ihn festhielten,
verspotteten
und schlugen ihn.
Und als sie ihn verhüllt hatten,
fragten sie ihn und sprachen Weissage,
Wer es ist, der dich schlug?
Und vieles andere
sagten sie lästernd gegen ihn.
Der Sohn Gottes,
der Sohn des Menschen,
der Schöpfer und Erhalter aller Dinge,
der wird festgehalten.
Und er lässt das mit sich geschehen.
Und nicht nur, dass sie ihn verhaftet haben,
sondern sie verspotten ihn auch noch.
Und sie schlagen ihn sogar.
Das ist doch bei einem Verhör
oder bei einem Prozess,
selbst in der Welt, nicht üblich,
dass die Angeklagten geschlagen werden,
bevor überhaupt ein Urteil da ist.
Aber mit dem Herrn Jesus
sind sie so verfahren.
Psalm 22 schildert ja auch schon prophetisch diesen Spott.
Wo sie sagen,
ja, die Väter, unsere Väter,
die wurden gerufen und wurden errettet.
Aber der, der da sagt, dass er Gottes Sohn ist,
den rettet ja gar keiner.
Also dann ist er ja wohl nicht Gottes Sohn,
wenn Gott ihm nicht hilft.
Und hätte der Herr Jesus nicht vom Kreuz herabsteigen können?
Hätte er sie nicht alle vernichten können?
Dann wäre keiner von uns heute Abend hier.
Wir wären alle ewig verloren.
Und andere sagten, sie lästernt gegen ihn.
Lästern ist was Übles.
Aber das gibt es ja heute auch.
Man wird schon in der Schule gelästert.
Im Kollegium wird gelästert.
Überall gibt es solche, die lästern.
Die Schlechtes über andere verbreiten,
wobei es sie gar nicht so interessiert,
ob das wirklich wahr ist.
Das wird heute über die sozialen Medien verbreitet.
Da gibt es das sogenannte Cybermobbing.
Das fängt schon in der Schule an,
wo Kinder sich gegenseitig fertig machen
mit den übelsten Dingen.
Und solches tat man mit dem Herrn.
Er wird ja zu Pilatus geführt,
der versucht, sich aus der Affäre zu wenden.
Dann wird er zu dem Herodes geschickt.
Und von dem lesen wir in Vers 22, Vers 8.
Zunächst erfreute er sich sehr.
Er hatte schon immer mal gewünscht, ihn zu sehen.
Er hatte von ihm gehört.
Und ja, er hoffte, dass irgendwie ein Zeichen geschah.
Er dachte, der tut jetzt mal hier ein Wunder.
Das will ich mal erkennen.
Er dachte, der tut jetzt mal hier ein Wunder.
Das will ich mal erleben.
Und er befragte ihn mit vielen Worten.
Er aber antwortete ihm nichts.
Wie ein Lamm, das stumm ist vor seinen Scherern.
Wie ein Schaf, das zur Schlachtbahn geführt wird.
Jesaja 53.
Der Jesus hat nichts gesagt zu seiner Verteidigung.
Wenn er was gesagt hat,
dann ging es darum,
die Ehre Gottes herauszustellen.
Und sonst hat er geschwiegen.
Das hat dem Herodes natürlich überhaupt nicht gefallen.
Und dann kommen auch noch die Hogenpriester
und die Schriftgelehrten und klagten ihn heftig an.
Und was tut der Herodes,
der sich ja vorher angeblich gefreut hatte?
Vers 11.
Wie hat sich doch dieser Mann gewandelt?
Oder wie hat dieser Mann gezeigt,
wer er wirklich war?
Und dann, was noch sehr überraschend ist,
in dem folgenden Vers.
Herodes und Pilatus aber wurden an demselben Tag
Freunde miteinander.
Denn vorher waren sie nicht.
Und nun sind sie Freunde.
Miteinander.
Denn vorher waren sie gegeneinander in Feindschaft.
Sie werden dann Freunde, wenn es darum geht,
den Herrn Jesus zu verspotten.
Dann machen sie sich eins.
Und genau dieses Prinzip,
das existiert auch heute noch in der Welt.
Dieser Pilatus,
der ja mehrfach festgestellt hat,
dieser Mann ist unschuldig.
Ich finde keine Schuld an ihm.
Und der hin und her taktiert.
Und er macht dann so Vorschläge.
Heute ist ja Deal, so ein Wort.
Wir machen einen Deal.
Wir arrangieren uns irgendwie,
so dass jeder was davon hat.
Und dann der erste Vorschlag ist im Vers 16,
und freilassen.
Wir lassen ihn mal auspeitschen.
Dann müsste das Volk ja zufrieden sein.
Und dann lasse ich ihn frei.
Alleine schon dieser Vorschlag,
einen Unschuldigen auszupeitschen.
Und sie haben ihn gegeißelt.
Das sagen uns die Evangelien.
Und eine Geißel, das war so ein Riemen,
dass der Geißel in einem Teil dran war.
Schon prophetisch heißt es,
sie haben meinen Rücken durchpflügt
und langgezogen ihre Furchen.
Das ist ein Folterinstrument.
Und alleine schon,
was das für körperliche Schmerzen auslöst.
Und wir wollen immer wieder dran denken,
wer war denn dieser Mann?
Das war nicht irgendeiner.
Und das war auch nicht ein Verbrecher.
Es war der Sohn Gottes.
Dann macht er einen zweiten Deal
und sagt, naja, wir haben ja hier noch
so einen Schwerverbrecher, diesen Barabbas.
Naja, dann könnt ihr mal aussuchen.
Wollt ihr nun Jesus, wollt ihr diesen Verbrecher?
Und es war ein Schwerverbrecher.
Und sie sagen, naja, jetzt vom Schwerverbrecher
wieder loslassen, das ist ja auch nichts.
Dann nehmen wir besser Jesus.
Nein, das menschliche Herz, das war so voller Bosheit,
so voller Hass, dass sie sagen,
nee, wir wollen den Barabbas,
den Schwerverbrecher kannst du freilassen.
Aber diesen Jesus, kreuzige, kreuzige ihn.
Den wollen wir nicht.
Und sie verdrängten ihn mit großem Beschrei
und forderten, dass er gekreuzigt wurde.
Und ihr und der Hohenpriester Geschrei
nahm überhand.
Und Pilatus urteilte,
dass ihre Forderung geschehe.
Er gibt klein bei.
Er fürchtete einen Aufruhr.
Er fürchtete, dass er dann in Ungnade fällt
bei dem Kaiser.
Und dass der dann sagt, du hast das ja gar nicht im Griff.
Und dieser Gerichtsprozess
der wird uns hier in diesem Evangelium
nicht so ausführlich geschildert.
Aber zum Beispiel im Matthäus Evangelium
Matthäus 26
da sehen wir, dass da
falsche Zeugen auftreten.
Solche, die dafür bezahlt wurden,
damit sie bewusst und absichtlich
etwas sagen, was nicht stimmt.
Lügen verbreiten.
Und es ist nicht schwer festzustellen,
wer dahinter steht, nämlich der Vater der Lüge.
Der Teufel, der steckt immer dahinter.
Die Christen lügen ja nicht.
Steht aber doch in den Briefen.
Belügt einander nicht.
Redet die Wahrheit miteinander.
Als wird auch unser Christen viel gelogen.
Man hat den Eindruck, das nimmt in unserer Zeit zu.
Es gibt so viele ungelöste Fälle,
wo man immer feststellen muss, Aussage gegen Aussage
irgendeiner lügt, aber man findet nicht heraus, wer.
Und wie schlimm ist das eigentlich?
Nochmal kurz zu dem Judas.
Es wird im anderen Evangelium ja auch
näher beschrieben,
dass er den Herrn Jesus
verrät mit einem Kuss.
Mit einem heuchlerischen Kuss.
Kuss ist ein Ausdruck von Zuneigung und von Liebe.
Und was sagt der Herr Jesus?
Und was sagt der Herr Jesus zu ihm?
Freund, wozu bist du gekommen?
Hätte da nicht der Judas
innerlich zusammenbrechen müssen?
Der Herr Jesus ihn so anredet?
Der Jesus hat einmal von ihm gesagt,
es wäre besser, der wäre nicht geboren worden.
Denn sein Ende war schrecklich.
Einer, der zu dem engsten Kreis des Herrn Jesus gehört,
der sich dann selbst umgebracht hat
in seiner Verzweiflung
und der Sohn des Verderbens, wird er genannt,
der ewig verloren ist, was muss er für Qualen leiden?
In alle Ewigkeit
daran zu denken,
ich habe meinen Herrn,
war nicht sein persönlicher Herr,
aber den habe ich verraten
und dann umgebracht.
Der Pilatus,
der spricht ein Todesurteil.
Das war der ungerechteste Gerichtsprozess,
der je stattgefunden hat.
Der Richter sagt öffentlich,
ich finde keine Schuld an ihm
und verurteilt ihn trotzdem zum Tode.
Das ist unserem Herrn widerfahren.
Wir werden auch manchmal Ungerechtigkeit,
wir werden vielleicht auch unberechtigt angeschuldigt,
vielleicht sogar angeklagt.
Und das will man niemandem wünschen,
das wünscht man sich auch selbst nicht.
Aber wenn es vorkommt,
dann wollen wir daran denken,
unser Herr weiß, was das ist.
Er kann damit empfinden,
er wurde nicht nur geschlagen,
das ist ja auch im Matthäus-Evangelium,
er wurde auch angespuckt.
Anspucken, das ist so das Verächtlichste,
was man einem Menschen zeigen kann.
Ich habe das einmal erlebt,
wir waren mit einer Schulklasse in Paris,
in der U-Bahn und da gibt es diese Taschendiebe
und da war da so einer,
die vor mir stand, hinten den Rucksack aufmachte
und wollte ihr Portemonnaie nehmen
und ich habe ihn daran gehindert
und dann habe ich natürlich sein Geschäft vermasselt
und als er dann aus der U-Bahn ausstieg,
da drehte er sich um und spuckte mich an.
Da habe ich so an den Herrn gedacht,
das ist das Ekligste, was man sich vorstellen kann,
so eine Verachtung, wenn ich einen Menschen anspucke
ins Angesicht, ins Gesicht.
Sie setzten ihm eine Dornenkrone auf,
Dornen, das ist ein Zeichen
der gefallenen Schöpfung,
das ist ein Zeichen des Fluches
und die setzten sie ihm auf.
Das muss sich ja einer ausgedacht haben,
das muss auch einer hergestellt haben.
Eine Dornenkrone zu flechten, das ist schon eine schwierige Sache,
das muss man ja selber stechen.
Das hat sich einer ausgedacht,
mit seinem Hirn, mit der Intelligenz,
die der Schöpfer ihm gegeben hat,
hat sich sowas ausgedacht.
Dann setzen wir ihm die auf
und dann nehmen wir noch ein Rohr
und schlagen drauf,
damit die spitzen Dornen sich in die Kopfhaut,
und dann kommt die Kreuzigung.
Vers 33
Und als sie an den Ort kamen,
der Schädelstätte genannt wird,
kreuzigten sie dort ihn
und die Übeltäter,
den einen auf der rechten,
den anderen auf der linken Seite.
Johannes 19 heißt es,
nach der Stätte, genannt Schädelstätte.
Andere Evangelien berichten,
dass dieser Simon von Kyrene
ein Stück das Kreuz getragen hat.
Das ist kein Widerspruch.
Der Jesus hatte sein Stück getragen
und dann wurde dieser Mann beauftragt,
das Kreuz zu tragen.
Und auch dieses Kreuz,
wurde hergestellt aus Holz,
was der Schöpfer hat wachsen lassen.
Dann haben Menschen dieses Holz genommen,
haben dieses Holz zubereitet
und haben daraus ein Kreuz gemacht.
Und wenn einer aus Jerusalem hinausging
und trug sein Kreuz,
dann wussten alle,
der ist auf dem Weg des Todes.
Dann kommt der Jesus aus dieser gelebten Stadt heraus,
sein Kreuz tragend.
Und dann nehmen sie Nägel
und durchbohren seine Hände
und seine Füße
und nageln ihn an dieses Kreuz.
Dann richten sie dieses Kreuz auf
und dann hängt das ganze Gewicht des Körpers
an den Nägeln.
Wir können uns nicht ausmalen,
was das für Schmerzen verursacht.
Der Jesus hing sechs Stunden am Kreuz.
Und dann wird es sinster.
Wir merken, jetzt greift Gott ein.
Wir lesen davon, dass die Menschen,
dass sie gekommen waren, um ein Schauspiel zu sehen.
Und das war ja bei den Huguenotten,
wenn die auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden,
das war ja auch immer ein Spektakel.
Da war der Marktplatz voller Leute
und die wollten sich das angucken.
Da hat der Mensch auch noch Spaß daran,
sich anzugucken, wie andere übelst gequält werden.
Aber dann greift Gott ein
Zuschauen, das Schauspiel, das ist beendet.
Aber für den Herrn Jesus
kam dann das Allerschlimmste.
Da hing er zwischen Himmel und Erde,
ganz allein, die Jünger verließen ihn alle und flohen
und hing dort im Gericht.
Nicht mehr im menschlichen Gericht,
sondern im Gericht Gottes,
des heiligen und gerechten Gottes,
für seine Sünden.
Nicht für seine, er hatte keine.
Er hätte frei ausgehen können,
aber ich lieb meinen Herrn, meine Frau und meine Kinder.
Das hat er aus Liebe getan,
der mich geliebt
und sich selbst für mich hingegeben hat.
Dann hat er sein Leben gelassen.
Ah ja, vorher hat er noch gebetet,
Vergib ihnen,
denn sie wissen nicht, was sie tun.
Auch darin ist der Jesus
uns großes Vorbild.
Sind wir auch bereit,
denen, die uns wehtun,
die uns ungerecht behandeln,
ihnen zu vergeben?
Nicht erst, wenn sie kommen
hat der Jesus nicht gelehrt,
liebt eure Feinde, betet für sie,
segnet sie, tut ihnen Gutes.
Das ist eine ganz schwere Lektion,
aber das hat der Herr uns vorgelebt
und wir dürfen von ihm lernen.
In 1. Petrus 2
da lesen wir von ihm,
wir haben jetzt nicht mehr die Zeit,
um ihn aufzuschlagen.
Da ist auch von seinem Leid die Rede
und dann lesen wir,
der sich dem übergab, der recht richtet,
der leidend nicht drohte,
der sich nicht rächte.
Das hätte er tun können,
er hätte jedes Recht dazu gehabt.
Er übergibt sich dem,
die Möglichkeiten,
die Dinge, die uns zugefügt werden,
übergeben wir sie ihm.
Da sind sie an der richtigen Adresse
und er macht es dann zu seiner Sache
und er wird gemäß seiner Gedanken
handeln.
Und vielleicht noch einen letzten,
auch tröstenden Gedanken,
den wir im Hebräerbrief finden
in Bezug auf den Herrn Jesus,
jetzt.
Hebräer 4,
Vers 15
Denn wir haben nicht einen hohen Priester,
der nicht mit Leid zu haben vermag,
mit unseren Schwachheiten,
sondern der in allem versucht worden ist,
in gleicher Weise wie wir,
ausgenommen die Sünde.
Das ist ja hier eine sogenannte
doppelte Verneinung.
Wir haben nicht einen hohen Priester,
der nicht mit Leid zu haben vermag.
Da könnte man ja auch positiv und einfacher ausdrücken,
nämlich wir haben einen hohen Priester,
der Mitleid hat mit uns.
Wir können darüber stolpern und mal innehalten,
was das eigentlich heißt.
Das heißt nämlich, wir haben einen hohen Priester.
Das ist der Herr Jesus, der jetzt als verherrlichter Mensch
troben ist, der nach vollbrachten Werk
auferstanden ist und der aufgefahren ist zum Himmel.
Es ist der erste Mensch, der jetzt im Himmel ist
und der uns dort vertritt,
der sich für uns verwendet
und der hat Mitleid mit uns.
Was heißt denn Mitleid? Da ist jemand,
der leidet mit mir.
Das ist unser Herr, der leidet jetzt mit mir
und mit dir in den Leiden,
die uns hier begegnen.
Und wir dürfen doch auch erfahren,
dass wir auch Geschwister zur Seite haben,
die auch in Situationen
mit uns mitleiden.
Das ist immer eingeschränkt
und niemand kann sich 100% in die Lage
eines anderen versetzen. Aber es wird uns doch
auch gesagt, freut euch mit den sich Freuenden
und weint mit den Weinenden.
Wir wollen uns doch vom Herrn auch erbitten,
dass wir voll inigen Mitgefühl sind,
dass wir teilnehmen, auch an den Nöten
der anderen.
Und wir haben das hier auch erlebt,
bei all den Besuchen,
dass überall für eine bestimmte Sache,
die euch hier aktuell Not macht,
aufrichtig gebetet und zum Herrn gerufen wird.
Das ist auch eine Form von Mitleiden.
Und deswegen hat der Herr uns auch
zusammengestellt,
damit wir das auch erfahren dürfen.
Wir haben sicherlich auch schon negative Erfahrungen gemacht,
auch im geschwisterlichen Miteinander.
Und das ist betrüblich, aber das hebt doch
das andere nicht auf. Das andere ist wohltuend.
Das Ehrliche, das von Herzen kommt.
Und der Herr Jesus,
er ist unser vollkommenes Beispiel.
Und wir haben gestern Hiob gesehen, das hat uns auch schon beeindruckt.
Der Herr, der steht auch in seinen Leiden,
über allem.
Herr, deine Leiden offenbaren Herrlichkeiten.
Und das ist mein Herr,
und das ist dein Herr, der hat dich so geliebt.
Der hat sich selbst für dich hingegeben.
Und der bringt dich hier durch.
Der steht dir an der Seite,
bis du, bis wir am Ziel sind.
O Gottes Land,
der altbegründet,
den reichst du
dein Name
und Wunsch.
Wer dein
heilen Wasser
trümpft,
will dich
trümpfen.
Wie du
ertuschen
voll Geduld,
wir schaffst
uns
zu schlafen gehen.
Gehst du
hinaus nach
der Welt,
wo
schrecken Angst
und Todeslieben
allein dein
Auge
vor sich sah.
Und
finstern
bist du
noch völlig
Gott geweiht.
Das Spiel
lief in
dein neues Leben.
O
Gottes
Ehr und
Liebe
kreiselt
drüben,
so wie
der Mensch
in diesem Haus
aus Gottes
Willen
ganz erfüllt
sein
Sündenpass.
Und
du, O
Liebe
ohnegleichen,
du
Kraft bist
erwacht
zu weichen,
dass jetzt der Tod
für uns
gewinnt.
Du hast
für uns den
Trug getragen,
weißt du,
ein Kreuz zu
machen.
Auf dir
an unsere
Sünden lagen,
weißt du,
das Führungswerk
von Nacht.
O
Gottes,
du
und
wir
werden
völlig
noch besiegen,
dein Lob mit
allen Himmels
Ehren.
Solang du
was für uns
geschafft
hast, Gott
erkauft uns
durch dein Brust.
Was uns zu
herrschen wird,
gewartet
so warten
deine Brust.
Noch
ein
Weibchen
schlingt der
Trauer,
wenn der
weine Pfarrer
sein Weibchen
auf die Mauer,
der ihr blühen
Stärke schenkt.
Sie ist
Gottes
Hauses Bruch,
mit dem Bitter
freundlich zu.
Drücken
leiden
dich
an ihner,
scheinen
der Weg dir
auf uns schwer.
Schaue
vor zu
Jesus wieder,
er verschleucht
der Sorgen
dir.
Wirf
auf ihn
die ganze Last,
sag ihm
alles, was
du hast.
Bald
ist dieser
Kampf beendet,
all der
letzte Schicht
getan,
all dein Tagewerk
vor Ende.
Wie wackelst
erwirrt
die Weim,
schon erblenzt
der Morgenstern.
Jesu
Koppel
ist nicht fern,
Jesu
Koppel ist
nicht fern.
Freund, wer
deinen
Vater anweinen,
dass er
dir gar nicht
verwirrt,
dass er
dir
gar nicht
verwirrt,
dass er
dir
gar nicht
verwirrt,
dass er
dir
gar nicht
verwirrt,
dass er
dir
gar nicht
verwirrt,
dass er
dir
gar nicht
verwirrt,
dass er
dir
gar nicht
verwirrt,
dass er
dir
gar nicht …
