Die letzten Worte Davids (2. Samuel 23)
ID
az003
Sprache
DE
Gesamtlänge
02:52:19
Anzahl
3
Bibelstellen
2. Samuel 23
Beschreibung
Drei Vorträge über die letzten Worte Davids.
In den drei Vorträgen werden folgende Bibelstellen ausgelegt:
- 2. Samuel 23,1-7
- 2. Samuel 23,8-17
- 2. Samuel 23,18-39
Automatisches Transkript:
…
Geschwister, ich freue mich aufrichtig, dass der Herr uns diese Abende schenkt, hier in
Gierkhausen, uns gegenseitig ein bisschen besser kennenzulernen.
Die meisten von uns, die meisten von euch kennen mich nicht, ich kenne die wenigsten
von euch, aber wir haben etwas eben im Gebet ausgedrückt, was uns verbindet.
Es geht nicht um menschliche Bekanntschaften oder Verwandtschaften
vielleicht, es geht um eine Verbindung, die wir haben in unseren Herrn Jesus und
die soll durch solche Gelegenheiten, wo er durch sein Wort zu uns allen, auch zu mir
redet, gestärkt werden. Wir haben von diesem wunderbaren Wort gesungen.
Niemand kann dem Worte rauben seine still verborgene Kraft. Warum ist das
eigentlich so? Warum versammeln sich Gläubige um dieses
schwarze Buch? Weil es göttlichen Ursprungs ist und weil es Wort für Wort
von Gott eingegeben ist und immer noch lebendig ist. Ihr werdet das alle schon
erlebt haben, beim Lesen, beim persönlichen Lesen in der Bibel. Man
schlägt die Bibel auf und wird getroffen durch ein Wort, das der Herr einem vor das
Herz stellt. Heute immer noch, obwohl es vor fast 2000 Jahren abgeschlossen wurde,
aber es ist immer noch lebendig.
Mich beschäftigt für diese Abende ein Thema, ein Kapitel aus dem Alten
Testament. Nun könnte man sich ja auch die Frage
stellen, warum lesen wir Geschichten aus dem Alten Testament?
Wir haben doch heute ganz andere Probleme als die Menschen damals. Nun,
Gottes Wort sagt im Neuen Testament ganz deutlich an mehreren Stellen, dass das,
was im Alten Testament geschrieben ist, zu unserer Belehrung geschrieben ist. Und
einmal wird das sogar so ausgedrückt, dass das, was damals geschehen ist, den
Menschen im Blick auf uns geschehen ist. Das hat mich tief beeindruckt.
Wisst ihr, wir betrachten bei uns zu Hause in der Woche gerade das erste Buch Mose und
haben die Geschichte Abrahams ein wenig vor uns. Und immer vor Augen zu haben, das
was der Abraham erlebt hat, Höhen und Tiefen seines Glaubens, lässt Gott
geschehen, um uns heute Belehrung zu geben. Im Blick auf uns ist ihm das
geschehen. Wir hatten gestern Abend in der Wortbetrachtung mit Kapitel 22
angefangen. Tief bewegend, was Abraham da tun muss.
Aber er muss es tun, um ein weit größeres Bild vorzustellen, das uns heute noch
bewegt. Und so ist das Alte Testament voller Belehrung für uns. Wir wollen in
diesen Abenden mit des Herrn Hilfe aus dem zweiten Buch Samuel lesen, aus 2.
Samuel Kapitel 23. Ich möchte heute Abend die ersten Verse lesen. 2. Samuel 23 von
Vers 1 an. Und dies sind die letzten Worte Davids. Es spricht David, der Sohn
Isra'is und es spricht der hochgestellte Mann, der Gesalbte des Gottes Jakobs und
der Liebliche in Gesängen Israels. Der Geist des Herrn hat durch mich geredet
und sein Wort war auf meiner Zunge. Der Gott Israels hat gesprochen, der
Fels Israels hat zu mir geredet. Ein Herrscher unter den Menschen, gerecht, ein
Herrscher in Gottes Furcht und er wird sein wie das Licht des Morgens, wenn die
Sonne aufgeht. Ein Morgen ohne Wolken. Von ihrem Glanz nach dem Regen sproßt
das Grün aus der Erde. Obwohl mein Haus nicht so ist bei Gott, hat er mir doch
einen ewigen Bund gesetzt, geordnet in allem und bewahrt. Denn dies ist all mein
Heil und all mein Begehr, obwohl er es nicht sprossen lässt. Aber die Söhne
Belial sind alle sanft wie Dornen, die man wegwirft, denn mit der Hand fasst man
sie nicht an. Und der Mann, der sie anrührt, versieht sich mit Eisen und
Speerschaft und mit Feuer werden sie ganz und gar verbrannt an ihrer Stätte.
Soweit wollen wir heute Abend zunächst aus diesem Kapitel lesen.
Die sind die letzten Worte Davids. Es ist wohl keiner hier im Raum, der nicht weiß,
wer David ist. Einer der ganz bekannten Gestalten aus dem Alten Testament. Auch
ein Mann mit Höhen und Tiefen. Ein Mann, von dem im Alten Testament alles das
berichtet wird, was Gott für uns hat aufschreiben lassen. Nicht beschönigt in
seinem Leben. Nichts rosarot gemalt.
Deshalb in gewisser Hinsicht ein Bild auch von uns Gläubigen. Aber David ist
natürlich in dem, was er erlebt hat und in dem, was er darstellt, auch ein
Vorbild. Ein Vorbild auf ein weit Größeren. David ist der erste König in
der Geschichte des Volkes Israel nach den Gedanken Gottes. Er ist nicht der
erste König direkt gewesen. Das wisst ihr, dass es vorher einen König in Israel gab,
der aber nach dem Willen des Volkes war. Gott musste ihm beiseite tun. Aber dann
hatte er einen Mann. Und Gott selbst spricht von diesem Mann. Ich habe David
gefunden. Einen Mann nach meinem Herzen.
Warum kann er das sagen von einem Mann, der ein Ehebrecher war und ein Mörder war.
Was war David? Ein Mann nach dem Herzen Gottes? Wisst ihr, das ist eigentlich eine
wichtige Lektion für uns. David war ein Mann nach dem Herzen Gottes. Er hatte
Fehler. Schwere Fehler. Aber wenn er sie eingesehen hat, dann hat er sie sofort
geordnet vor Gott. Und das ist Gott wohlgefällig. Versagen kommt in unserem
Leben vor. In meinem Leben. In eurem Leben vielleicht weniger als in meinem. Aber
wir haben einen Weg, das in Ordnung zu bringen. Und das ist ein Weg, der Gott
gefällt. Und das führt dazu, dass wir auch wieder die Gemeinschaft mit ihm
genießen können. Und Freude haben in unserem Leben mit dem Herrn und mit
unserem Gott. Aber die Dinge müssen bekannt und geordnet werden. Und das war
bei David der Fall. Sobald ihm etwas klar wurde, dann hat er das in Ordnung
gebracht. Ist für euch Kinder genauso. Wenn etwas gegen die Eltern vorgefallen
ist, man hat keine Freudigkeit, solange die Dinge nicht ausgesprochen und in
Ordnung gebracht sind. Aber wenn alles wieder in Ordnung ist, dann kommt man
wieder gerne zu Vater und Mutter. Und David hatte diese Haltung in seinem
Herzen. Er hatte viele andere gute, vorbildliche Haltungen in seinem Herzen.
Aber das, dass er sein eigenes Versagen vor Gott geordnet hat, wenn es ihm
bekannt war, das hat Gott sehr gefallen.
Nun ist das ein Mann, der viele, viele Glaubenserfahrungen gemacht hat mit seinem
Herrn. Wir haben jetzt ein Kapitel gelesen, das trägt quasi eine Überschrift.
Dies sind die letzten Worte Davids Doppelnunkt. Nun wenn wir weiterlesen,
dann sehen wir, dass David noch mehr gesprochen hat. Er hört nicht auf in
Kapitel 23 Vers 39 mit den letzten Worten. Es gibt noch weitere Worte von David.
Aber was hier gemeint ist, ist, dass das was in diesem Kapitel und hauptsächlich
in den ersten Versen, die wir heute gelesen haben, was da vor uns kommt, das
sind die sittlich letzten Worte Davids. Die letzten Worte Davids in dem Sinne,
dass sein Glaubensvertrauen in diesen Worten einen gewissen Höhepunkt erreicht.
Was in den folgenden Kapiteln und auch am Anfang vom ersten Buch der Könige
noch vor uns kommt, das reicht nicht an die Höhe dieser Gedanken, die hier
vor ihm kommen und durch ihn ausgesprochen werden heran.
Es sind glaubensmäßig seine letzten Worte. Wir würden vielleicht heute
sagen sein geistlicher Nachlass. Und was mir diese Verse so wertvoll macht, ist
wenn er anfängt jetzt zu sprechen, dann beginnt er durchaus bei sich. Er spricht,
er stellt sich vor. Wir wollen das ein bisschen sorgfältiger noch besehen, wie
er sich vorstellt. Aber er leitet im Verlauf dieser Verse von sich weg auf
einen viel größeren. Und seht ihr Geschwister, das ist ein weiterer Punkt,
warum wir auch Geschichten aus dem Alten Testament lesen und mit großer Freude und
großem Gewinn lesen. Weil sie uns immer wieder andeuten und im Voraus zeigen,
was in neutestamentlicher Zeit geschehen ist. Vorbilder, die sich in der Person des
Herrn Jesus und in seinem Werk vollkommen erfüllt haben. Und die sich, das ist dann
auch bei David der Fall, die sich auch noch in für uns zukünftiger Zeit noch
erfüllen werden. Mit der Hilfe des Herrn werden wir das heute Abend auch ein
bisschen sehen. Ich möchte das einmal mit einer Stelle aus dem Propheten
Hesekiel zeigen. Der Prophet Hesekiel ist ja ein Zeitgenosse, könnten wir sagen,
von dem Propheten Daniel. Also in der Geschichte des Volkes Israel
gehört Daniel in die Zeit der 70-jährigen Gefangenschaft des Volkes
Israel, beziehungsweise der beiden Stämme in Babylon. Und Hesekiel ist ein
Altersgenosse von ihm. Und dieser Hesekiel, der also hunderte von Jahren nach David
gelebt hat, der schreibt in Kapitel 34, Vers 23 und ich werde einen Hirten über
sie erwecken und er wird sie weiden. Meinen Knecht David, der wird sie weiden
und der wird ihr Hirte sein. Merkwürdig, David hatte längst sein Leben beendet,
lag bei seinen Vätern im Grab und jetzt sagt Hesekiel, ich werde David erwecken.
Da sehen wir, wovon David die Rede ist. Ist das sicherlich einmal dieser
tatsächlich historische König über das Volk Israel, aber David ist immer ein
Vorbild von einem Größeren. Auch in den Versen, die wir heute Abend gelesen haben.
David ist auch ein Vorbild von dem, dass der Herr Jesus einmal in Gerechtigkeit
und Herrlichkeit regieren wird hier auf dieser Erde.
Das zeigt diese Stelle aus dem Propheten Hesekiel.
Nun ist das so, dass David sich hier am Ende eines sehr sehr wechselhaften
Lebens niedersetzt, so stelle ich mir das vor und vom Geist geleitet diese
Worte ausspricht. Die letzten geistlichen, sein geistliches Vermächtnis praktisch.
Wir haben mehrere Aussprüche von Glaubensmännern im Alten und im Neuen
Testament, die wir als die letzten Worte dieser Männer bezeichnen könnten.
Mose beispielsweise, im fünften Buch Mose 33, 34 meine ich.
Joshua in seinem letzten Appell möchte man fast sagen an das Volk, nachdem sie
in das Land gezogen waren und ausgeteilt hatten. Im Neuen Testament denken wir an
den Apostel Paulus, praktisch sein Vermächtnis, wenn er an sein geliebtes
Kind Timotheus schreibt, ist die solche letzten Worte, die haben Gewicht.
Das ist auch so im natürlichen Leben. Ich weiß, dass mein Vater dabei gewesen ist,
als sein Vater heimgegangen ist und er erzählt von den letzten Worten noch, die
sein Vater auf dem Sterbebett gesprochen hat.
Das hat Gewicht, da erinnert man sich später noch dran und deshalb ist das
schon von Bedeutung, jetzt mal letzte Worte von Glaubensmännern zu hören.
Was haben die eigentlich zu sagen?
Es spricht David, der Sohn Isaias. Ihr habt eine Anmerkung hinter David, es spricht
David, da sagt die Anmerkung eigentlich Spruch Davids. Es ist also jetzt nicht
einfach nur das, darf ich das mal so sagen, David sich hinsetzt und anfängt
zu plaudern, sondern es ist ein regelrechter Ausspruch Gottes, der jetzt
kommt. Ein Spruch, ich meine im ersten Buch Mose finden wir das auch. Ich habe vorhin
schon einmal von dem Kapitel 22 erzählt. Erste Mose 22 Vers 16, nachdem Abraham
vom Himmel her zugerufen wird, opfere deinen Sohn nicht, dann spricht der Engel
des Herrn zum zweiten Mal vom Himmel zu Abraham und sprach, Vers 16, ich schwöre
bei mir selbst, spricht der Herr und da sagt die Anmerkung, ist der Spruch des
Herrn. Es ist also ein regelrechter Ausspruch Gottes, den David hier tut.
Nicht einfach nur so daher gesagt, wisst ihr, wir reden oft und viel miteinander
über wichtige, über weniger wichtige Dinge, aber David, wenn er sich hier am
Ende seines Lebens hinsetzt und ein Vermächtnis, ein geistliches Vermächtnis
ausspricht, es ist ein Spruch Davids, hat tiefes geistliches Gewicht, was er jetzt
zu sagen hat.
Es spricht David, der Sohn Isa hieß. Wenn wir das genau lesen in diesem ersten
Vers, da stellt er sich eigentlich auf eine vierfache Weise vor.
David, haben wir nun schon darüber gesprochen, wer das ist, es ist dieser
König, aber er sagt, ich bin David, der Sohn Isa hieß.
Er fängt also damit an sich vorzustellen, dass er sich als eine und
wir wissen das aus der Geschichte, Isa hieß. Wenn wir nur einmal die Szene
denken, wo Samuel in das Haus Isa hieß, gesandt wird, um den künftigen König zu
salben und der Isa im All seine prächtig gewachsenen Jungs vorstellt.
Nein, der ist es nicht. Hast du denn gar keinen mehr? Ach ja, doch, der
jüngste noch, den habe ich noch, aber der ist draußen bei den Schafen.
Der ist es. Auf, salbe ihn, der Sohn Isa hieß. Das spricht ein wenig eigentlich von
seiner Niedrigkeit. Der jüngste, der kleinste und das Haus Isa hieß, wenn
dann später, meine ich, dem Saul berichtet wird, dass es da einen
Spieler gibt, der die Laute spielen kann, der ist aus dem Haus Isa hieß,
da fragt Samuel, wer ist denn Isa hie, also war auch irgendwie eine unbekannte Familie,
unbedeutend, niedrig, der jüngste, so stellt David sich in aller Demut als
erstes vor. Ich bin David. Sagt, ich bin der König, der
gesalbte König, ich habe große Taten mit meinem Gott erlebt und was ich jetzt
zu sagen habe, da müsst ihr aber zuhören. Nein, ich bin der Sohn Isa hieß, ich bin
ein Niedriger. Und es spricht der hochgestellte Mann.
Das ist ja genau das Gegenteil. Er fängt an sich vorzustellen als der, der
eigentlich in aller Demut niedrig von sich denkt, aber wenn er sagt hochgestellt,
dann sagt er nicht, es spricht der, der sich erhöht hat, es spricht der, der
hochgestellt ist. Ein anderer hat ihn hochgestellt.
Wir haben das ein wenig schon angesprochen, wie es dazu kam, dass
gerade David gesalbt werden sollte. Er war der Mann nach dem Herzen Gottes und
Gott hat ihn erhöht aus dieser Ebene der Niedrigkeit und der Unbedeutendheit und
hat ihn hochgestellt. Ich meine, dass die Hannah in ihrem Lied auch davon spricht, wenn ich das
richtig weiß. Ja, in 1 Samuel 2, die Hannah, die sagt in ihrem Lied in Vers 7,
der Herr macht arm und macht reich, er erniedrigt und erhöht auch. Er hebt aus
dem Staub empor den Geringen, aus dem Kot erhöht er den Armen, um sie sitzen zu
lassen bei den Edlen. Also wenn David damit anfängt, sich in aller Bescheidenheit
als der einfache Mann vorzustellen, dann weiß er aber auch darum, dass Gott ihn
in eine Stellung erhöht hat, der hochgestellte Mann. Geschwister, beides ist
auch wahr von dem Herrn Jesus. Da denken wir auch sofort wieder an den
Jesus, der in aller Niedrigkeit hier auf diese Erde gekommen ist. Ja, weit mehr
noch als dieser David sich erniedrigt hat. Lest das in Philippa 2.
Knechtsgestalt angenommen hat und wie geht es dann weiter? Darum hat Gott ihn
auch erhöht, hoch erhoben und ihm einen Namen gegeben, der über jeden Namen ist.
Seht ihr schon in diesem ersten Vers denken wir, wenn wir über David nachdenken,
an unseren Herrn Jesus. Aber wir dürfen auch an uns denken, Geschwister.
Wir kommen auch aus einer Stellung der Niedrigkeit, der Unbedeutendheit. Wir
hatten vor Gott überhaupt nichts vorzubringen, aber er hat auch uns erhöht.
Er hat uns eine Stellung gegeben als Söhne Gottes, als Kinder Gottes. Wisst ihr,
wir vergessen nie woher wir gekommen sind, aber wir dürfen uns auch daran
erfreuen und wir haben das vorhin im Gebet auch zum Ausdruck gebracht, zu
welch einer Stellung wir gebracht worden sind. Aber wir eben uns nicht selbst
erhöht haben, da ist Gottes Wort auch ganz deutlich. Wer sich selbst erhöht,
wird er niedrig werden. Aber wer den niedrigsten Weg geht, den erhebt Gott und
so ist David dieser hochgestellte Mann. Er ist der Geseibte des Gottes Jakobs.
Der Geseibte ist der Messias. Auch da haben wir sofort wieder den Blick auf
unseren Herrn Jesus. Geseibter bedeutet Messias. Aber wir wissen auch, wie David
geseibt wurde. Wisst ihr das auch, den Unterschied der Seibung Davids zu der
Seibung von seinem Vorgänger Saul, dem Mann nach dem Herzen des Volkes?
Der Saul wurde von dem Samuel geseibt mit einer Ölflasche. Die war zerbrechlich.
Und David? Als da Gott zu dem Samuel im Haus Isaias sagt, auf seibe ihn, dann nimmt er
das Ölhorn. Das spricht von einer Unvergänglichkeit. Ein wunderbarer
Unterschied auch in diesen Kleinigkeiten einmal zu sehen, wie genau Gott ist. Wenn
er Bilder malt, die weit, weit größere prophetische Aussagen haben. David war der
Geseibte. Geseibt wird man für eine bestimmte Aufgabe.
Wir haben auf der Konferenz in Hüggeswagen über den Herrn Jesus nachgedacht, wo in
Johannes 5 davon gesprochen wird, oder war es schon Johannes 6, diesen hat Gott der
Vater versiegelt. Und da denken wir an diese Begebenheit, dass er am Jordan
getauft wurde mit Heiligen Geist, dass der Heilige Geist auf ihn herab kam.
Es ist die Zustimmung Gottes gewesen zu dieser Person, die da aus den Fluten des
Jordan hervorkam. Wisst ihr, das sah so aus, wie alle
anderen buchstätigen Juden auch. So stelle ich mir das bildlich immer vor.
In aller Ehrfurcht war der Herr Jesus ein Mensch, der aussah wie andere Menschen
auch. Aber Gott vom Himmel her öffnet den Himmel und wie mit einem Zeigefinger
zeigt er auf den einen, an dem er ununterbrochen wohlgefallen hat. Auf ihm
ruhte der Geist. Es ist eine gewisse Weile, wenn jemand
geseilt wird für eine Aufgabe. Im Alten Testament wurden, meine ich, drei
Personengruppen geseilt. Könige, Priester und Propheten.
Unter diesen drei Begriffen, liebe Geschwister, kennen wir auch unseren
Herrn Jesus. Wisst ihr, ich habe wirklich tiefe Freude daran, über diese Sätze
nachzudenken und zu sehen, da ist ein Kapitel im Alten Testament und in jeder
Zeile springt uns förmlich eine Erinnerung an unseren Herrn Jesus entgegen.
Wunderbar tiefgründig ist das Wort Gottes. Der Geseipte des Gottes Jakobs ist
auch eine bemerkenswerte Formulierung, dass Gott sich der Gott Jakobs nennt. Er
tut das. Ich habe das einmal nachgezählt. Am häufigsten von allen.
Wir hätten gedacht der Gott Abrahams, das macht er am meisten. Das war sein
Freund, mit dem hat er gesprochen von Angesicht zu Angesicht.
Ich meine, ihr könnt das gerne nachprüfen. Ich will nichts
Falsches sagen, aber ich meine, ich habe das einmal gezählt. Ich habe gefunden, dass
er sich am häufigsten den Gott Jakobs nennt. Was für eine Gnade. Dieser
Überlister und Fersenhalter, der immer Ränke und Tricks versucht hat, um zu
seinem Ziel zu kommen. Aber doch ganz am Ende, das meine ich, ist der tiefe Grund, warum
er sich Gott Jakobs nennt. Ganz am Ende, auf seinem letzten Lager, betet er an. Der
Gott, der mich geweidet hat. Jeden Tag, so ähnlich sagt er es, seitdem ich bin.
Und betet an, über der Spitze seines Stabes. Das ist der Gott Jakobs. Er verbindet
sich, Gott verbindet sich in seiner Gnade mit diesem oft so irrenden und
eigenwilligen und listigen Jakob, weil er mit ihm zum Ziel gekommen ist. Er kommt auch
mit dir und mit mir zu seinem Ziel. Und das Vierte, was David von sich sagt, es
spricht der Liebliche in Gesängen Israels. Oder die Anmerkung sagt in Psalmen.
Ich habe das nicht nachgezählt, aber ich meine, ich hätte einmal gelesen, dass
David wenigstens die Hälfte der 150 Psalmen geschrieben hat. Und bei diesem
Psalmen, da bin ich mir jetzt nicht sicher, ob die zum Teil auch von David
sind oder nicht, aber es gibt bei dem Psalmen regelrechte Kunstwerke. Wisst ihr,
Gottes Wort ist absolut tiefgründig. Aber es ist auch wirklich schön,
Kunstfertigkeit in Gottes Wort zu finden. Ihr kennt alle den Psalm 119 zum Beispiel.
Der hat 22 Abschnitte und das Hebräische Alphabet hat 22 Buchstaben. Und dieser
Psalm, der ist so kunstvoll, dass in jedem Abschnitt von acht Versen jeweils
in dem ersten Abschnitt alle acht Verse mit dem gleichen Buchstaben beginnen, in
dem zweiten Abschnitt alle acht Verse mit dem zweiten Buchstaben und so weiter.
Wir würden Jahrzehnte brauchen, um etwas Vernünftiges, Sinnvolles überhaupt so
zusammenzustellen. Aber Gott gibt das dem Lieblichen in Gesängen einfach so ein.
Das ist nicht nur sinnvoll zusammengestellt, das ist von tiefer
Schönheit dieser Psalm. Es gibt noch weitere Beispiele. Oder wenn ihr mal
schauen wollt nach Sprüche 31. Sprüche 31 ist so ein, darf ich das mal so
mit meinen Worten sagen, so ein Loblied eines Mannes über seine Frau. Auch mit
einem tiefen geistlichen Hintergrund. Wenn der Bräutigam über seine Braut
spricht. Wir dürften dieses Kapitel auch mal unter dem Gesichtspunkt lesen, dass
der Herr Jesus über das spricht, was er an seiner Frau finden möchte.
Da haben wir die gleiche alphabetische Anordnung der Verse. Ein Kunststück
Geschwister. Ich finde das kostbar, dass Gottes Wort auch fast so wie nebenbei
noch Kunstwerke enthält. Nicht nur tiefgehende geistliche Wahrheiten, auch
regelrecht Schönheiten. Und dieser David, was hat er denn in dem Psalmen geschrieben?
Wir müssten mal unter diesem Gesichtspunkt die Psalmen lesen,
Geschwister. Sie drücken die Herzensempfindungen der Verfasser aus. Die
tiefen, tiefen Seelen, Übungen, die die Verfasser haben. Die man oft in den
geschichtlichen Berichten gar nicht so wiedergegeben findet. Aber Gott hat
dieses Buch der Psalmen uns gegeben, wo wir sehen, was in ihren Herzen
vorgegangen ist. Ob Freude oder Not. Sie bringen es in kunstvollen Worten zum
Ausdruck. Und es ist sehr bewegend, die Psalmen unter dem Gesichtspunkt einmal
zu lesen, was sind da für Seelenübungen, die zum Ausdruck kommen. Und ihr kennt
alle einzelne von diesen Psalmen, die ausschließlich, möchten wir sagen, von
unserem Herrn Jesus sprechen. Wo man fast sagen möchte, das sind Worte unseres
Heilandes selbst. Mich bewegt immer sehr, wenn er in zwei verschiedenen
Psalmen über den Judas klagt. Der Jünger, der über drei Jahre mit ihm gegangen war
und ihn dann verraten hat. In den Evangelien lesen wir, dass er ihm sagt,
Judas, überlieferst du den Sohn des Menschen mit einem Kuss? Aber was er
empfunden hat in seinem Herzen, das lesen wir in den Psalmen. Selbst du, mein
Freund und mein Vertrauter, die wir zusammen ins Haus Gottes gegangen sind,
der das Brot mit mir aß, er hat die Ferse gegen mich erhoben.
Das ist unserem Heiland durchs Herz gegangen, dass einer der zwölf ihn
verraten hat. Und so drückten die Psalmen diese tiefen Seelenempfindungen
der Gläubigen aus. Und David war einer der Liebliche in Gesängen Israels. Die
Söhne Kovas haben Psalmen geschrieben. Asaph hat Psalmen geschrieben. Viele,
viele verschiedene Psalmen. Ein einziger, glaube ich, ist auch von Salomo sogar.
Aber meine mehr als die Hälfte oder wenigstens die Hälfte der Psalmen sind
von David. Von Salomo wird an einer Stelle gesagt, dass er mehr als tausend
Lieder gedichtet hätte, aber in den Psalmen ist nur ein einziges enthalten.
David nennt sich der Liebliche in Gesängen Israels.
Der Geist des Herrn hat durch mich geredet und sein Wort war auf meiner
Zunge. Der Gott Israels hat gesprochen, der Fels Israels hat zu mir geredet.
Diese beiden Verse könnten wir eigentlich mit einer einzigen Überschrift
versehen. Und zwar das, was wir im Lied ausgedrückt haben. Wir haben
dieses Wort gesungen.
Dein Volk singt dir zur Ehre, der du ihm die reine Lehre deines Wortes hast
geschenkt. Dieses Wort nährt ihren Glauben. Niemand kann dem Worte rauben, seine
still verborgene Kraft. Und weitere Schönheiten haben wir von diesem Wort
Gottes gesungen. Es ist Wort für Wort von Gott eingegeben.
David sagt hier, zuerst der Geist des Herrn hat durch mich geredet, aber dann
sagt er in Vers 3, der Fels Israels hat zu mir geredet.
Das ist etwas anderes. Wenn Gott durch jemanden reden möchte, dann muss er zuerst
zu ihm reden. Wisst ihr, niemand kann aus sich selbst heraus etwas bringen.
Auch daran haben wir im Gebet gedacht, dass alle doch etwas erhalten sollen.
Heute Abend, morgen Abend, wenn wir das noch erleben.
Alle, die hier in diesem Raum sitzen, sollen doch von diesem Wort jetzt etwas
aufnehmen können, was sie erfreut, was ihren Glauben stärkt. Da kann doch nicht
auch wie das mal so platt sagen, einer aus Salzgitter kommen und euch das alles
erzählen. Der Geist muss reden und wirken und der
Geist muss im Vorfeld schon wirken. Die Herzen zubereiten und er muss auch den
Abschnitt zeigen, der in diesen Tagen vor uns kommen soll.
Das geht nicht so, dass man sich das vornimmt und sagt, ich fahre hier hin und
spreche darüber, ich fahre dahin und spreche darüber. Der Geist muss das zeigen.
Der muss zuerst reden, zu mir und dann kann er vielleicht, wenn ich in der
rechten Haltung bin, durch mich reden. So war es bei David auch. Zuerst und selbst
wenn ihr jungen Leute anfangt die Bibel zu lesen, zuerst muss Gott zu euch reden
und dann kann er später vielleicht einmal durch euch zu anderen reden.
So ist das immer. Wir müssen zuerst Gottes Wort zu uns reden lassen, ganz
persönlich, bevor wir damit unter die Menschen gehen können.
Wisst ihr, das wird sofort offenbar, wenn jemand etwas sagt, was nicht wirklich
sein Eigentum ist. Da gab es diesen Propheten Elisa, der mit den jungen
Prophetenschülern zusammen gewesen ist. Begebenheit als zweite Könige und die
hatten zu wenig Platz und wollten einen Platz haben, wo sie sich mehr ausbreiten
konnten und da sind sie hingegangen. Elisa hat gesagt, geht hin, nein wir wollen,
dass der alte Bruder mitgeht und dann haben die da die Bäume umgehauen und
einer hatte ein Werkzeug, das gehörte ihm nicht und das ist ins Wasser gefallen.
Das fällt sofort auf, wenn man mit einer Sache hantiert, die einem nicht gehört,
die nicht sein Eigentum ist. So wird auch offenbar, wenn jemand Dinge ausspricht,
die nicht wirklich sein geistliches Eigentum sind. Zuerst redet Gott zu uns
und dann kann er uns gebrauchen, auch durch uns zu reden. So war es bei David
auch. Kennt ihr das? Ich finde das tief bewegend im Leben Davids. Wenn er seinen
vertrauten Umgang mit seinem Gott hat. Es gibt eine Szene in seinem Leben, die
ist für mich überaus schön. Dieser David, das ist übrigens ein
Kennzeichen, das habe ich heute am Anfang gar nicht gesagt, ein sehr
wichtiges Kennzeichen bei David ist, dass er ein brennendes Interesse für das
Haus Gottes hatte. Wisst ihr, das Volk war da in das Land
gekommen, in der Zeit der Richter wurde kein Tempel gebaut, in der Zeit unter
Saul wurde kein Tempel gebaut und David spricht dann zu diesem Propheten Nathan
und sagt, die Lade Gottes wohnt in Zelten und ich wohne so prachtvoll.
Und er sagt, Nathan, tu alles, was in deinem Herzen ist. Aber er hat sich geirrt.
Gott sagt, nicht du David sollst mir das Haus bauen, sondern dein Sohn Salomon.
Und dann kommt etwas unendlich schönes.
David ist nicht resigniert. Er klappt nicht zu und sagt dann eben nicht, da
kommt eine wunderschöne Szene. Er geht dahin, wo die Lade stand
und setzt sich dahin und spricht mit seinem Gott.
Er spricht, in aller Vertrautheit mit seinem Gott über das, was in seinem
Herzen war und da offenbart ihm Gott, was er denn jetzt vorhat, dass nicht David
selbst das Haus bauen soll, sondern sein Sohn Salomon. Aber diese Szene, wie er sich
da vor Gott hinsetzt und spricht, einfach das ausspricht, was in seinem Herzen ist.
Und dann kann Gott zu ihm sprechen. Dieser vertraute Umgang, Geschwister, ist
für uns so sehr wichtig. Mit Gott über die Dinge unseres Herzens einfach zu
reden und zu hören, was er dazu zu sagen hat.
Der Gott Israels hat gesprochen. Der Fels Israels hat zu mir geredet. Seht ihr
manchmal ist das wie so eine dichterische Wiederholung. Aber einmal
spricht er von dem Gott Israels. Das ist die Macht, die darin zum Ausdruck kommt.
Die Oberhoheit dieses Gottes über das Volk Gottes. Aber der gleiche ist auch
der Fels Israels. Das ist der Gesichtspunkt einer
unwandelbaren Festigkeit. Und unter diesen Gesichtspunkten hat Gott jetzt zu
David geredet. Doppelpunkt steht jetzt hier am Ende von Vers 3.
Er hat geredet über einen Herrscher unter den Menschen, gerecht ein Herrscher
in Gottes Furcht.
Ob David da wohl gedacht hat, ob er jetzt von mir spricht? Seht ihr, werden jetzt
hier Qualitäten genannt, die dieser Herrscher haben soll. Gott spricht jetzt
also über einen Herrscher, über ein Volk, der bestimmte Qualitäten aufweisen
wird. Gerechtigkeit und Gottes Furcht. Gerechtigkeit bedeutet jedem das zu geben,
was ihm nach den Gedanken Gottes zusteht. Wenn Kinder über Gerechtigkeit nachdenken,
dann bedeutet das für sie, wenn ich das so an meine Kindheit zurückdenke, wir
waren mit mehreren Geschwistern im Elternhaus, dann musste jedes Kind die
gleiche Portion vom Nachtisch kriegen. Sonst war das nicht gerecht. Oder die
gleich lange Zeit draußen spielen dürfen, sonst war das nicht gerecht.
Wir haben da sehr genau darauf geachtet, dass die Eltern gerecht waren. Die Eltern
übrigens auch, dass da kein Kind dem anderen vorgezogen wird. Aber
Gerechtigkeit bedeutet, ich meine, das ist ein ernstes Wort für uns, dass wir
allen das geben, was ihnen nach Gottes Gedanken zusteht.
In diesem Sinne darf ich mich auch meiner Frau gegenüber gerecht verhalten.
Sie hat einen gewissen, darf ich das mal so sagen, sie wird das nie einklagen, aber
sie hat einen gewissen Anspruch auf meine Zeit, auf meine Aufmerksamkeit. Und es ist
nur gerecht, wenn ich ihr diese Dinge auch zuwende.
Meine Kinder haben Anspruch auf meine väterliche Fürsorge. Ich darf das nicht
vernachlässigen, sonst wäre ich nicht gerecht in diesem Sinn.
Mein Arbeitgeber hat einen Anspruch darauf, dass ich meine Arbeitszeit
vernünftig ausfülle. Meine Nachbarn haben einen Anspruch auf gerechtes Verhalten
von mir. Und das meint Gerechtigkeit in den Augen Gottes. Wenn wir das jetzt auf
eine höhere Ebene heben, dann bedeutet gerecht zu leben auch, dass ich mich Gott
gegenüber richtig verhalten muss. Dass ich auch Gott das geben muss, was ihm
gebührt. Und auch unter diesem Gesichtspunkt ist das gerechte Leben ein
wichtiges Indiz für einen Gläubigen. Das ist der eine Gesichtspunkt, den
dieser Herrscher haben wird. Und der andere ist, er ist ein Herrscher in
Gottesfurcht. Gerechtigkeit kann kalt und scharf sein, ohne dass Gefühle damit
schwingen. Gottesfurcht ist mehr der Gedanke, nicht
Angst vor Gott zu haben, sondern Angst davor zu haben, etwas zu tun, was nicht
nach den Gedanken Gottes ist. In allem zuerst in meinem Leben fragen wir den
Gott darüber. Das ist Gottesfurcht. Im Neuen Testament ist auch von
Gottseligkeit die Rede. Frömmigkeit. Das meint das. Also, Furcht nicht vor Gott zu
haben. Es gibt einen Glaubensmann im Alten Testament, der hat sich gefürchtet, im
Haus Gottes zu sein. Bei Bethe, der Jakob. Wie furchtbar ist dieser Ort, sagt er.
Habt ihr das schon mal gedacht, im Haus Gottes, wie furchtbar ist dieser Ort? Der
Jakob war da innerlich überhaupt nicht in Ordnung.
Das meint aber nicht Gottesfurcht. Gottesfurcht meint eher, Furcht vor sich
selbst zu haben, Gott zu verunehren. Und wer auf dieser Erde, welcher Mensch hat
je in vollkommener Gottesfurcht gelebt? Wer hat je in vollkommener Gerechtigkeit gelebt?
Der Herr Jesus trägt den Ehrentitel der Gerechte. Petrus schreibt von ihm, im
ersten Petrusbrief, dass der Gerechte für uns die Ungerechten gelitten hat. Als der
Heiland gestorben war. Ich meine, sein Leib hinkt noch am Kreuz.
Da muss der Hauptmann sagen, für wahr, dieser Mensch war gerecht. So gibt es
diese Aussage über die Person unseres Heilandes. Er war der Einzige, der je der
Gerechte wirklich mit Fug und Recht genannt werden konnte.
In Psalm 37 gibt es einen Vers. Der ist, glaube ich, übrigens auch von David dieser Psalm.
Wir wollen das lieber lesen.
Vers 25, Psalm 37, Vers 25. Ich war jung und bin auch alt geworden und nie
sah ich den Gerechten fern lassen.
Im Alten Testament war es immer so, wenn die Menschen mit Gott ihren Weg gegangen
sind, wenn sie sich gerecht verhalten haben und gerecht gelebt haben, dann
haben sie die Zustimmung Gottes gehabt. Dann war Segen Gottes die Folge. Und
David sagt, er war jung und ist alt geworden. Fast eine Szene wie hier in
Kapitel 23. Und wenn ihr jetzt so zurückdenkt, dann ist Gott immer zu
seiner Zusage gestanden. Wenn einer gerecht war, war er nie von Gott verlassen.
Aber der Eine, der überhaupt Anspruch auf diesen Titel hat, der Gerechte, der wurde
einmal von Gott verlassen. Wegen meiner Schuld und wegen deiner Schuld.
Gott hat ihn verlassen, den Gerechten.
Vers 4 beschreibt dann, wie dieser Herrscher, welche Wirkung er haben wird,
wenn er auftritt. Er wird sein wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht.
Ein Morgen ohne Wolken, von ihrem Glanz nach dem Regen spross das Grün aus der Erde.
Wenn dieser Herrscher kommen wird, der gerecht und in Gottes Furcht leben und
herrschen wird, dann wird das sein wie ein Morgen ohne Wolken. Das habt ihr
alle schon einmal erlebt. Ein Morgen ohne Wolken.
Als ich heute hierher gekommen bin, bin ich durch ein riesiges Wolkenmeer gefahren.
Hatte ich manchmal den Eindruck. Tiefdüster, starker Regen. Ich wusste ja, was ich auf
dem Herzen habe für heute Abend. Da habe ich an diesen Vers auch schon wieder
gedacht. Es wird bald mal ein Morgen kommen, da gibt es keine Wolken mehr.
Nichts was den Glanz der Sonne trüben kann, Geschwister. Er wird ihn bringen, den
Morgen ohne Wolken. Aber wenn er wie diese Sonne da aufgeht, wisst ihr, das ist
prophetisch gesehen ja gar nicht das worauf wir warten. Wir werden das
miterleben. Aber wir haben längst vorher schon etwas viel herrlicheres. Wenn da
diese Sonne aufgeht, mit Heilung in ihren Flügeln, sagt glaube ich Malachi in
seinem Buch, dann ist er für uns schon längst zur Entrückung erschienen.
Der Stern, der Morgenstern, der kommt bevor die Sonne aufgeht. Ich meine es ist
der Wilhelm, der doch da das Volk verfluchen soll. Und er spricht eigentlich
nur Segnungen aus über das Volk. Und die letzten von den vier Segnungen im
Kapitel in 4. Mose 24, da sagt er in Vers 17, ich sehe ihn aber nicht jetzt, ich
schaue ihn aber nicht nahe. Ein Stern tritt hervor aus Jakob und ein Zepter
erhebt sich aus Israel. Das ist diese Abfolge der Erscheinungen des Kommens
des Herrn Jesus. Zuerst kommt der Stern. Der Stern für die Gläubigen der
Gnadenzeit, die auf ihn warten. Du und ich. Wir sehen den Morgenstern. Aber dann
kommt auch das Zepter, was von Königsherrschaft spricht. Das ist dann
wenn die Sonne aufgeht. Wenn dann für das Volk Israel, was auf diesem Gesalbten,
diesem Messias wartet, ein Morgen ohne Wolken anbricht. Wisst ihr was das sein wird?
Was die für Wolken vorher haben? Das Volk wird durch Drangseile gehen müssen,
bevor dieser dieser Morgen kommt. Und da wird es wie diese Tau hier noch voller
Zeugnis von dem Regen in der Nacht sein. Aber dann geht ein Morgen auf und keine
einzige Wolke trübt dieses Geschehen. Dann kommt der Herr Jesus in Macht und
Herrlichkeit für sein irdisches Volk und für die ganze Welt. Für tausend Jahre
wird dann diese Szene des Friedens und der Herrschaft, der Herrlichkeit anbrechen.
Aber wenn man so aus einer Zeit, wir dürfen das auch einmal übertragen sehen
Geschwister, aus einer Zeit der Lebensumstände, die vielleicht wolkig
sind. Wisst ihr vor ein paar Tagen, ich habe mir das ausgerissen aus dem Kalender.
Das war gestern erst. Da war von den Wolken und dem Bogen in den Wolken die
Rede. Gott hat einmal ja einen heftigen heftigen Regen über diese Erde gebracht.
Die ganze Sintflut, da brachen die Tiefen auf und aus den Wolken kam das
Wasser herab und dann kam nur diese Arche durch die Flut hindurch. Und dann hat
Gott gesagt, das wird er nicht noch einmal machen.
Es wird sicherlich noch weiteren Regen geben, aber zum Beweis dafür, dass er
nicht noch einmal die Erde im Gericht durch Wasser vernichten wird, setzt er
einen Zeugen in die Wolken. Wolken wird es geben, aber es gibt immer einen Zeugen
in den Wolken, der sagt, dass Gott treu ist zu seinen Versprechungen, die er
gegeben hat. Das hat mich so angerührt an diesem
Kalenderzettel. Auch in unserem Leben gibt es Wolken. Im Alltag, im Familienleben, im
örtlichen Zeugnis. Es gibt Wolken, aber es gibt auch einen Zeugen in den Wolken.
Gott ist treu. Er wird nicht zulassen, dass wir Übervermögen versucht werden.
Die Wolken sind erst dann weg, wenn wir bei ihm sind. Und für das irdische Volk
bricht dieser Morgen ohne Wolken erst an, wenn wir längst schon beim Herrn sind.
Aber er wird kommen. Dann wird diese Sonne erstrahlen, der Herr Jesus über diese
Erde. Das war ein Ausblick, dass dieser David jetzt hat in diesen Versen. Und
jetzt können wir uns förmlich vorstellen im nächsten Vers, was ihn da durchzuckt
hat. Er spricht von dem, der kommen wird. Er
merkt ganz genau, ich bin das nicht. Ich bin auch ein Herrscher, aber ich habe
Fehler. So wird das durch seinen Kopf gegangen sein, darf ich das mal so sagen.
Und dann sagt er sofort, obwohl mein Haus nicht so ist bei Gott. Mein Haus
nicht? Seht ihr David am Ende seines Lebens hier?
Da geht der Film seines Lebens bei ihm vorbei. Und er sagt, wenn dieser Herrscher
kommen soll, ich kann das nicht sein. Mein Haus ist nicht so bei Gott. Er fühlt
seine Verantwortung über sein Haus. Er hat auch in seinem Haus manche Fehler
gehabt. Er hat seine Söhne nicht so erzogen, wie sie erzogen werden sollten.
Mein Haus nicht so. Das ist ein Wort an uns Brüder, an mich.
Wie viel Versagen haben wir zu beklagen. Manchmal tun wir das, habe ich den
Eindruck, sehr pauschal, indem wir das mit unseren Schwachheiten einfach so
entschuldigen und sagen, wir sind halt schwach, aber wir haben Verantwortung, wir
Väter. Joshua hat das gesagt. Er hatte auch diese
Verantwortung über sein Haus erkannt. Ich aber und mein Haus, wir wollen dem
Herrn dienen. Und als Gott diesem Abraham, seinem Freund, da etwas sagt über Sodom
und Gomorra, das wollen wir auch einmal lesen in Kapitel 1. Mose 18, sagt er in
Vers 17, sollte ich für Abraham verbergen, was ich tun will, wird doch
Abraham gewiss zu einer großen und mächtigen Nation werden. Vers 19, denn
ich habe ihn erkannt, dass er seinen Kindern und seinem Haus nach ihm befehle,
damit sie den Weg des Herrn bewahren. Das ist unsere Verantwortung.
Der können wir uns einfach nicht entziehen. Und David blickt zurück und
sagt, mein Haus, ich erkenne, mein Haus ist nicht so. Ich habe nicht so gehandelt, in
meiner Verantwortung vor meiner Familie, wie Gott das erwarten konnte. Aber mit
dieser Selbsterkenntnis endet der Vers nicht. Das macht uns, glaube ich, glücklich.
Es ist beschämend, was wir vor Gott bekennen müssen. Aber wir haben auch eine
Zuversicht. Und David hatte die auch. Denn er sagt im nächsten Vers, im nächsten
Satz, hat er mir doch einen ewigen Bund gesetzt. Auf der einen Seite, obwohl mein
Versagen da ist, auf der anderen Seite ist doch Gottes ewige Treue da. Er steht
zu seinen Verheißungen. Und er wird auch aus meinem verkorksten Leben und den
Fehlern meines Lebens etwas machen, was ihm Ehre bringt. Obwohl ich das verstehe,
sagt David, darf ich mich doch darauf stützen, was Gott in seiner Treue tun
wird. Geschwister, das entschuldigt nicht und schwächt unsere Verantwortung nicht
ab, aber es macht uns ein wenig ruhig. Nicht gleichgültig, aber es tröstet.
Obwohl wir erkennen unsere eigene Schuld. Aber doch, wie David hier, stützen wir
uns auf die Zusagen Gottes. Gott hat diesen ewigen Bund gesetzt, geordnet in
allem und bewahrt. Es ist wie eine fortlaufende Linie, die hier gezogen
wird. Er hat ihn eingesetzt, er hat ihn geordnet in allem und bewahrt, bis das
Ziel erreicht ist. Denn dies ist all mein Heil und all mein Begehr.
Auch das sind zwei Gegenpole, Geschwister, die auch heute neutestamentlich
wichtig sind und immer noch gelten. All mein Heil, das ist die Gnade Gottes. All mein
Begehr ist meine Verantwortung. Das läuft, Geschwister, parallel.
Wir dürfen uns nicht in allem einfach auf die Gnade Gottes stützen und sagen,
es fällt uns alles in den Schoß. Unsere Verantwortung ist zu tun, was Gott von uns
erwartet. Gnade und Verantwortung laufen in unserem Leben immer parallel.
Wir werden am Ende immer die Gnade Gottes rühmen. Nie wird jemand, meine ich, einmal
zu sagen wagen, ich habe meiner Verantwortung immer entsprochen.
Es war Gnade. Aber Gott sagt auch, wie es auch wieder David in einem der
Psalmen, Psalm 27, eins habe ich von Jehova erbeten und nach diesem will ich trachten.
Gott schenkt es, aber ich muss mich auch bemühen.
Wir können das nicht auseinander dividieren. Es läuft in den Augen Gottes
nebeneinander, solange wir in Verantwortung auf der Erde sind.
Gnade Gottes, Verantwortung des Menschen, ist übrigens ganz genauso bei der Frage
der Bekehrung eines Menschen. Auch da haben wir in Lukas Wagen drüber
nachgedacht, in Johannes 5 und 6. Es gibt manche Menschen, die sagen, ich kann nicht
glauben. Das stimmt nicht. Kein Mensch kann sagen, ich kann nicht glauben.
Das bedeutet eigentlich, ich will nicht glauben. Wenn du glauben willst, wenn du
deine Sünden im Heiland bringen willst, dann wird er dir den Weg zeigen.
Aber du musst auch wollen. Das war in Johannes 5 und 6 das Problem der Juden.
Sie wollten einfach nicht. Egal was Gott gezeigt hatte in seinen Zeugnissen über
die Person des Herrn Jesus, sie wollten ihn nicht annehmen. Und sie können sich
nicht damit entschuldigen, sie konnten nicht. All mein Heil, wir rühmen die Gnade
Gottes, wenn in unseren Häusern Dinge gut laufen.
All mein Begehr, wir sehen aber auch unsere Verantwortung. Und da kommt in den
Versen 6 und 7 nur noch ganz kurz ein Ausblick, dass wenn diese Sonne der
Gerechtigkeit aufgehen wird, in diesem Reich, was dieser kommende David aufrichten
wird, da muss auch alles Böse gerichtet werden.
Gott wird dieses Reich, dieses tausendjährige Segensreich nicht
aufrichten, wenn noch irgendetwas Böses da ist.
Das wird in diesen Versen 6 und 7 auch angedeutet. So hat der David also
einerseits einen Rückblick auf sein Leben, sein ganz praktisches, persönliches
Leben als Familienvater und König. Aber wir haben tiefe Freude daran, dass wir
in jedem Vers doch ein Bild auf unseren Herrn Jesus gefunden haben.
Der wird einmal kommen, der wird einmal wirklich hier auf dieser Erde wieder
stehen und wird alles das, was David nicht geschafft hat, zur Ehre Gottes
vollkommen ausführen. Das ist der erste Teil von diesem wunderbaren Kapitel.
David am Ende seines Lebens blickt zurück und rühmt die Treue Gottes in
seinem Leben und die Treue Gottes gegenüber seinem irdischen Volk, in dem
dieser Gott nämlich noch einmal den Herrn Jesus senden wird. Die Sonne, die
den Morgen anbrechen lässt ohne Wolken. Das ist das eine, was David hier tut in diesem
Kapitel. Und morgen mit des Herrn Hilfe und übermorgen ist er jetzt nicht zurück
auf die Treue Gottes, sondern da gibt es noch etwas, was ihn sehr bewegt in seinem
Leben. Das Geschwister spricht uns auch sehr an.
Er denkt dann über die nach, die zu ihm gestanden haben, als er noch der Verworfene
war. Sehr bewegend in den nächsten Versen. Mit des Herrn Hilfe wollen wir das
morgen und am Sonntagabend dann noch weiter besehen. …
Automatisches Transkript:
…
Geschwister, wir wollen heute Abend weiterlesen in dem Kapitel 2. Samuel 23.
2. Samuel 23, wir lesen heute Abend von Vers 8.
Dies sind die Namen der Helden, die David hatte.
Joseph Aschebeth, der Tachkemoniter, das Haupt der Anführer.
Er, Adino der Ezniter, war gegen 800, die er auf einmal erschlug.
Und nach ihm kam Eleazar, der Sohn Dodos, der Sohn eines Achochiters.
Er gehörte zu den drei Helden bei David, als sie die Philister verhöhnten, die dort zum Kampf versammelt waren,
und als die Männer von Israel wegzogen, er machte sich auf und schlug unter den Philistern,
bis seine Hand ermüdete und seine Hand am Schwert klebte.
Und der Herr schaffte an jenem Tag eine große Rettung.
Das Volk aber kehrte um ihm nach, nur um zu plündern.
Und nach ihm kam Schammer, der Sohn Arges des Hararitas.
Die Philister versammelten sich zu einer Schar, und es war dort ein Feldstück vor Linsen.
Das Volk aber floh vor den Philistern.
Da stellte er sich mitten auf das Feldstück und rettete es und schlug die Philister.
Und der Herr schaffte eine große Rettung.
Und drei von den dreißig Häuptern gingen hinab und kamen zur Erntezeit zu David in die Höhle Adulam,
und eine Schar der Philister lagerte in der Talebene Refaim.
David aber war damals auf der Bergfestung, und eine Aufstellung der Philister war damals in Bethlehem.
Und David hatte ein Verlangen und sprach, wer wird mir Wasser zu trinken geben,
aus der Zisterne von Bethlehem, die am Tor ist?
Da brachen die drei Helden durch das Lager der Philister und schöpften Wasser aus der Zisterne von Bethlehem,
die am Tor ist, und trugen und brachten es zu David.
Aber er wollte es nicht trinken und loss es dem Herrn als Trankopfer aus.
Und er sprach, fern sei es von mir, Herr, dass ich solches tue.
Ist es nicht das Blut der Männer, die unter Lebensgefahr hingegangen sind?
Und er wollte es nicht trinken.
Das taten die drei Helden.
Soweit wollen wir heute Abend aus dem Wort Gottes lesen.
Wir haben gestern Abend in diesem Kapitel gesehen,
dass der König David am Ende seines Lebens seine letzten Worte spricht.
Nicht buchstäblich, zeitlich gesehen seine letzten Worte,
sondern sein geistliches Vermächtnis.
Und in dem ersten Teil, der uns gestern Abend beschäftigt hat,
haben wir gesehen, dass er einen prophetischen Blick tut,
geleitet durch den Geist Gottes.
Gott hatte zu ihm geredet. Wir haben hier ein Beispiel von absoluter Inspiration.
Gott gibt einem Mann Gottes ein, was er sagen oder schreiben soll.
Das ist Geschwisterinspiration.
So ist das ganze Wort Gottes übrigens überliefert worden.
Und David darf hier einen Blick tun, der weit über seine eigene Königsherrschaft hinausgeht.
Und wenn er diesen Blick tut, wir haben das gestern gesehen,
dann muss er bekennen, sein eigenes Haus war nicht so, wie das, was er jetzt beschreibt.
Aber er sah diesen König, der da kommen wird.
Der wie das Licht der Sonne sein wird, an einem Morgen ohne Wolken.
Der Blick voraus auf die Zeit.
Jakob hatte diesen Mann auch schon angekündigt, in seinem Segen über Josef,
bis Schilo kommt, der Friedenschaffende, der Ruhebringende.
Es geht weit hinaus über diese Zeitgeschwister.
Und David darf hier sich auf die Treue Gottes stützen.
Er blickt auf sein Haus und auf sein Versagen in seinem eigenen Leben.
Aber doch, sagt er, stützt er sich darauf, was Gott mir verheißen hat.
Einen festgesetzten Bund.
Nie würde es David an einem Mann fehlen, der auf dem Thron sitzt.
Und die volle Erfüllung davon, das haben wir gestern gesehen,
wird kommen, wenn der Herr Jesus in Macht und Herrlichkeit wiederkommt.
Und hier nie wieder eine Wolke sein wird.
Bildlich gesprochen, geistlich gesprochen.
Nie wieder die Sonne verschattet wird.
Nie wieder wird etwas zwischen dem Menschen und Gott stehen, zwischen dem Herr Jesus stehen.
Reines, klares Licht und Wärme, Frieden und Herrlichkeit.
Obwohl er es nicht sprossen lässt, hatte David gesagt, jetzt sah er es noch nicht.
Es würde kommen, aber er sah es jetzt noch nicht.
Nur geistlich mit dem Blick und den Worten, die Gott ihm gab.
Und wir haben gesehen, dass dieses Bild, dieser Ausblick damit endete,
dass er auch zeigen muss, dass dieses Kommen des Herrn,
der Segen und Herrlichkeit bringen wird, damit verbunden ist,
dass alles Böse gerichtet werden muss.
Und keinen Boden in diesem tausendjährigen Segensreich haben wird.
So sitzt dieser König, der Mann nach dem Herzen Gottes,
am Ende seines Lebens und blickt auf sein Leben,
aber er blickt auf die ewig festen Verheißungen Gottes.
Sie werden sich erfüllen, Geschwister.
Was David damals gesagt hat, hat Gott ihm eingegeben.
Und so wird es kommen.
Und in den Abschnitt, der jetzt bis zum Ende des Kapitels vor uns ist,
dann blickt er praktisch noch einmal zurück.
Aber nicht auf sich.
Und das ist sehr berührend, was heute vor uns kommt und morgen.
Er blickt jetzt auf die, die mit ihm waren, die zu ihm gehalten haben.
Er blickt nicht voraus auf das, was kommen wird.
Er blickt zurück auf die treuen Männer,
die auch in der Zeit der Verwerfung treu bei ihm gewesen sind.
Deren Herzen für ihren David brannten.
Heute kommen Heldengeschichten vor uns, Geschwister.
Mich hat dieses Kapitel als Junge immer schon sehr bewegt.
Grad die Szene, die wir heute gelesen haben mit dem Mann,
dessen Hand am Schwert klebte.
Wir wollen das in aller Ruhe gesehen.
Aber Heldengeschichten, die Gott uns vorstellt,
weil das heute noch möglich ist, in dieser Energie und in dieser Treue zu einem zu stehen,
der wie damals David auch heute noch verworfen ist.
Er hat hier eine Zahl von weit über 30 Namen in diesem Rest des Kapitels aufgeführt.
Ihr könnt das vergleichen.
Es fängt hier gleich mit einer Fußnote an.
Siehe 1. Chroniker 11, Vers 10 in Vers 8.
Da wird ein ähnlicher Bericht gegeben.
Und ich habe lange beide Berichte gelesen und nebeneinander gelegt.
Aber ich finde viele Dinge, die nicht übereinstimmen.
Aber wir haben heute 1. Samuel 23 vor uns.
Manches hilft vielleicht in der Erklärung, wenn wir den Parallelbericht dazu sehen.
Manches führt vielleicht zu Fragezeichen, weil wir meinen, die Dinge werden anders geschildert.
Aber ich habe den Gedanken, das so vorzustellen, wie wir es hier im Wort Gottes haben in diesem Kapitel.
Er blickt auf die Treue der Verheißungen Gottes.
Auf der einen Seite.
Aber es hat sein Herz ebenso mit tiefer Freude erfüllt,
wenn er zurückblickt auf seine treuen Genossen, die zu ihm gehalten haben.
Wir kennen die Geschichte Davids.
Längst war er als König Gesalbter, wie wir das gestern im Haus Isaís gesehen haben.
Und doch saß er noch nicht auf dem Thron.
Er hatte Verfolgung noch zu erdulden.
Der König nach dem Herzen des Volkes saß noch auf seinem Thron und hatte diesen David verfolgt.
Wie ein Floh und wie ein Reppun war er über die Berge gejagt worden, obwohl er der Mann war, der auf dem Thron sitzen sollte.
Und in dieser Zeit, wir werden das heute noch sehen,
In dieser Zeit hatte er solche, die zu ihm standen.
Die die Verwerfung mit ihm geteilt haben.
Die ihr Herz und ihre Kraft für ihn eingesetzt haben.
Und vielleicht stellen wir uns einmal die Frage, Geschwister, ganz am Anfang.
Ich habe sie mir schon oft in meinem Leben gestellt und ich muss sie mir immer wieder neu stellen.
Was gibt solchen Menschen?
Und wenn wir jetzt von Heldengeschichten lesen, dann meine ich nicht nur Männer,
sondern da meine ich auch Frauen, nicht nur Brüder, sondern auch Schwestern.
Auch Schwestern können Helden für ihren Herrn sein.
Aber was gibt die Motivation, was gibt die Kraft?
Wir haben das im Lied gesungen, dass seine Person unser Herz erfüllt.
Ich habe in meinem Leben gefunden, je größer mir persönlich und Geschwister,
jeder einzelne von uns ist heute Abend angesprochen.
Was dir dein Heiland bedeutet, das entscheidet über dein Leben, wie du es führst hier auf der Erde.
Ist er groß und herrlich in deinem Herzen, dann wird sich dein Leben ganz nach ihm ausrichten.
Und ich habe leider viel zu oft die andere Seite auch erlebt.
Wenn andere Dinge auch wichtig waren für mich, die weniger Bedeutung haben,
dann fallen manche Entscheidungen falsch in meinem Leben.
Hier haben wir heute eine ganze Reihe von Männern vor uns.
Ich möchte noch einmal sagen, es geht nicht nur um Männer heute Abend, es geht um Frauen.
Denkt mal an die Deborah im Buch der Richter,
die einem Mann, man könnte fast sagen, Beine machen musste, dass er aufstand gegen die Unterdrückung.
Denkt an die Jael, die den Herrobersten erschlagen hat,
weil die Männer nicht konnten, nicht wollten, nicht mutig genug waren.
Es geht um Frauen auch.
Und alles das, was wir heute Abend hören, das dürfen wir nicht nur als junge Burschen jetzt für uns nehmen,
die wir Helden sein wollen, sondern das dürfen wir in jedem Alter zu uns reden lassen.
Es ist ein wenig so, dieser gesamte Abschnitt am Ende dieses Kapitels,
dass David so vor seinem geistigen Auge die Riegel all seiner Genossen vorüberziehen lässt.
Und seht ihr, die Schilderung macht deutlich, dass er sehr wohl Unterschiede sieht.
Und dass er diese Unterschiede, die es gibt, auch unterschiedlich bewertet.
Bei dem Herrn Jesus, das ist mir auch ein sehr köstlicher Gedanke, da gibt es keine Gleichmacherei.
Wir haben manchmal so einen pauschalen Gedanken, alles über alles, aber der Herr Jesus beurteilt individuell.
Und da können wir mit 120 Brüdern, Geschwistern an einem Ort sein und ein Zeugnis tragen,
aber der Herr Jesus sieht ganz genau jeden Einzelnen, wie er das Zeugnis mitträgt.
Da kann es auch ein Zeugnis von 30 oder 20 Geschwistern nur sein.
Der Herr Jesus beurteilt jeden Einzelnen.
Und wenn dieser König David jetzt über seinen Männer spricht, dann hat er, das ist mir auch glücklich,
da fast über jeden etwas zu sagen.
Er vergisst nichts, was sie für ihn getan haben.
Und er hat auch eine gewisse Einordnung.
Man möchte fast sagen, eine gewisse Rangfolge.
Das wird ja hier sogar deutlich, auch morgen wird das nochmal deutlich werden, dass Gott David hier auch eine Rangfolge hat.
Wir haben heute Abend von den ersten dreien gelesen.
Es sind über 30 Helden, die hier aufgeführt werden, aber drei ragen ganz besonders heraus.
Dann haben wir von Reihen gelesen, deren Namen gar nicht erwähnt werden.
Mit der Hilfe des Herrn wollen wir die Unterschiede etwas besehen, warum das wohl so ist.
Und morgen kommen wieder welche vor uns, die werden die zweiten Reihe genannt.
Stehen in der Rangfolge wohl etwas darunter.
Nicht in der Wertschätzung, sondern in dem, was sie getan haben.
Und dann kommen eine Reihe von Namen, da wird fast nie etwas dazu gesagt, nur wo sie herkommen.
Aber sie sind alle präsent vor dem David.
Nicht ein Einzelner von uns übrigens, auch die wir heute hier in diesem Raum sind.
Sind ja auch weit über 30.
Aber der hat von jedem Einzelnen von uns einen ganz sicheren Eindruck.
Ich möchte nicht, dass wir jetzt denken, wer wird wohl vorne stehen und wer wird hinten stehen.
Aber ich möchte, dass wir wissen, dass der Herr uns persönlich sieht und persönlich ein Urteil über uns hat.
Es ist übrigens nie die Sache von Gläubigen, darauf zu sehen, was der andere hat.
Sondern immer auf das zu sehen, was habe ich selbst für eine Verantwortung vor dem Herrn.
Nur wenn es um die Frage einer gemeinsamen Beurteilung einer Versammlung von unguten Zuständen geht,
dann müssen wir ein Urteil darüber haben.
Aber ansonsten geht es nicht darum, was hat mein Bruder für eine Gabe oder für eine Verantwortung,
sondern was habe ich für eine Verantwortung und entspreche ich dieser Verantwortung.
Er beginnt mit einem Mann, Joschep Baschewitz der Tachkimonita, das Haupt der Anführer.
Schon die Anmerkung sagt, dass nicht ganz klar von der Übersetzung her ist, welche Tätigkeit gemeint ist bei ihm.
Aber er war zumindest der, der ganz oben stand.
Und wir sehen warum. Er war der, der 800 auf einmal erschlug.
Hier wird noch nicht gesagt, um welche Art von Feinden es ging.
Hier wird die schiere Zahl genannt. 800 Feinde.
Nicht mit einem einzigen Schlag, aber in einer einzigen Schlachthandlung.
800 Feinde.
Unmöglich, würden wir heute sagen.
Es ist an manchen Dingen in Gottes Wort scheinbar unmöglich.
Dem natürlichen Verstand.
Aber wenn Gott sagt, dieser Mann hat 800 Mann auf einmal erschlagen,
dann glaube ich alleine, dass deshalb Gott das sagt.
Und wir sollen auch jetzt nicht die einzelnen Heldentaten untersuchen,
ob sie möglich sind, technisch oder überhaupt menschlich möglich sind.
Wir sollen einfach sehen, was will Gott uns dadurch sagen.
Da war ein Mann und hier geht es jetzt darum, dass wenn Feinde dem Volk entgegenstehen,
dass man da eine Reaktion zeigen muss.
Das ist eine Wahrheit auch für unsere Tage, Geschwister.
Wir leben auch nicht in einer Umgebung, die uns absolut nur wohlgesonnen ist.
Es gibt auch Feinde, die dem Volk Gottes entgegenstehen.
Und es geht darum, Stellung zu beziehen.
Und in diesen drei ersten Helden, die heute vor uns kommen,
da sehen wir, was es bewirken kann, wenn man Stellung bezieht.
Wenn man dem Feind nicht erlaubt, Schaden im Volk Gottes anzurichten.
Und da ist der Erste, der durch die schiere Zahl von 800 Feinden, die er besiegt hat,
an der ersten Stelle steht.
800 auf einmal erschlagen.
Nach ihm.
Wir sehen darin tatsächlich, dass hier eine gewisse Rangfolge ist von der Bedeutung,
die sie für das Volk Gottes hatten.
Der Erste hat diese große Masse von 800 Mann erschlagen.
Jetzt kommt einer, der hat eine andere Heldentag begangen.
Iliasa, der Sohn Dodos, der Sohn eines Ahoritas.
Er gehörte zu den drei Helden bei David.
Das ist mir sehr wichtig, dass hier steht, dass sie bei David waren.
Sie waren tatsächlich eng verbunden mit ihrem Anführer.
Mit dem, zu dem sie sich bekannt hatten.
Sie waren nicht einfach irgendwo unabhängig unterwegs und forchten unabhängig irgendwelche Kämpfe.
Sie waren bei David.
Und es war eine Situation, als sie die Filister verhöhnten.
Wenn man das mit dem Bericht in Epikronika vergleicht,
habe ich sehr den Eindruck, dass das die gleiche, örtlich die gleiche Stelle war,
wo viele Jahre vorher die Filister die Israeliten verhöhnt hatten.
Wenn man das vergleicht mit den Stellen, kommt man sehr auf den Eindruck,
das war die gleiche Stelle und das schien hier wie so eine Vergeltung,
eine Retourkutsche der Israeliten zu sein, jetzt die Filister zu verhöhnen.
Wer sind überhaupt die Filister?
Wofür stehen die Filister eigentlich?
Wenn man so wie ich als Kind in einer gläubigen Familie groß geworden ist,
hat man von Anfang an gelernt, die Filister sind die Feinde des Volkes Gottes.
Aber warum eigentlich? Und wofür stehen sie?
Wir haben ja heute viel von den Filistern gelesen.
Und das ist wichtig, dass wir ein klares Bild davon haben, wofür die Filister in Gottes Wort stehen.
Wenn wir die geschichtlichen Berichte auch schon aus dem 1. Buch Mose,
dem 2. Buch Mose lesen und dann auch aus den frühen geschichtlichen Büchern Joshua, den Richtern,
dann sehen wir, dass die Filister ein feindliches Volk waren.
Gott hatte, als er sein Volk Israel aus Ägypten befreit hat,
sie extra nicht durch das Land der Filister geführt, damit es diesen Widerstand nicht gab.
Und später waren auf einmal diese Filister im verheißenen Land.
Sie waren aber nicht den Weg gezogen, den Israel gezogen war.
Die Filister waren in das Land gekommen.
Ich erzähle jetzt einfach erstmal nur die geschichtliche Tatsache,
ohne dass sie aus Ägypten befreit werden mussten, ohne dass sie durch das Rote Meer gezogen waren.
Sie kannten die Wüstenwanderung nicht.
Sie kannten den Durchzug durch das Rote Meer, durch den Jordan nicht.
Und doch waren sie, hielten sie sich da auf, in dem Bereich, den Gott seinem Volk zum Segen verheißen hatte.
Wir sehen daraus, dass die Filister, wenn wir eine geistliche Anwendung machen wollen,
dafür stehen, für nicht wiedergeborene Menschen, die sich in geistliche Dinge hineindringen.
Wir würden heute vielleicht sagen, sie stehen für das Namenschristentum,
für solche, die sich zu Christus bekennen, die meinen, sie halten sich in dem richtigen Bereich auf,
in dem großen Bereich des Christentums, aber sie kennen die persönliche Beziehung nicht.
Sie drängen sich da hinein.
Und wisst ihr, was die Auswirkungen der Filister sind?
Das ist gerade im ersten Buch Mose sehr bemerkenswert.
Sie verstopfen die Wasserbrunnen und sie rauben die Wasserbrunnen.
Das haben wir bei Abraham, das haben wir bei Isaak.
Seht ihr die Filister?
Der Wasserbrunnen ist ein Bild immer von der klaren Lehre des Wortes Gottes.
Und dieser Einfluss eines reinen Namenschristentums von natürlichen Regungen in den geistlichen Dingen,
bewirkt immer, dass die klare Lehre verwässert wird oder versiegt sogar.
Und dann finden wir im verheißenen Land, dass sie ihnen sogar das Land streitig machen.
Wir finden ganz herausragende Kämpfe oder Widerstände der Filister gegen Israel unter der Richterzeit Simsons.
Simson war extra erweckt worden als Richter, damit er die Filister besiegen sollte.
Wir finden es ganz besonders im Leben des Königs David.
Saul hatte darin versagt.
Er wäre auch berufen worden, um die Filister zu besiegen.
Sich von dem Joch dieser Filister freizumachen und er hatte versagt.
Er hatte sogar Angst.
Sein Sohn Jonathan, von dem wir vielleicht auch noch etwas hören werden heute oder morgen,
der hatte Mut gegen die Filister aufzutreten, aber als ein einzelner Mann nur.
Also der Einfluss der Filister bedeutet für uns heute,
es ist überall da, wo sich das Fleisch in geistliche Dinge hineindringt.
Ich will das noch einmal sagen.
Überall da, wo sich das Fleisch in geistliche Dinge hineindringt, haben wir es mit den Filistern zu tun.
Und wir lernen heute, dass man Widerstand leisten kann.
Dass man diesen Einflüssen entgegenstehen kann und Siege erringen kann darüber,
dass die klare Lehre des Wortes Gottes verwässert wird.
Dieser Eleazar, was hat ihn denn ausgezeichnet?
Ich finde das sehr bemerkenswert.
Dort waren sie versammelt zum Kampf.
Und da steht so in dem Nachsatz, die Männer von Israel zogen weg.
Und da kommt ganz betont, er aber, er machte sich auf.
Kennt ihr so eine Situation?
Alle laufen vor einer Prüfung, vor einer Bedrohung davon, aber einer bleibt stehen.
Das ist die Geschwister, ich habe vorhin gesagt, und das richtet sich an mich ganz genau so.
Das ist heute Abend sehr persönlich für uns, was hier vor uns kommt.
Einer bleibt stehen.
Das sind vielleicht 30 Geschwister an einem Ort.
Und es gibt ungute Entwicklungen.
Und keiner steht dagegen auf, nur einer.
Es ist nicht einfach, wenn alle weglaufen, dass einer stehen bleibt.
Aber es kann genauso gut ein Ansporn sein, dass diesem Beispiel eines Einzelnen andere folgen.
Wisst ihr, wenn wir das Neue Testament lesen, haben wir viele, viele Briefe.
Viele Briefe an ganze Versammlungen, die Christliches gut in höchsten Tönen beschreiben.
Aber wenn es dann gegen Ende des Neuen Testamentes geht,
und Paulus dann an Einzelpersonen schreibt, an sein geliebtes Kind Timotheus.
Dabei schreibt er, wie es aussieht in der Christenheit.
Wenn wir das einmal aufschlagen, kommt mir gerade im Sinn zurück, in Timotheus 3.
Vers 1. Dies aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden.
Denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, lästerer, den Eltern ungehorsam.
Ist das nicht eine Beschreibung unserer Tage?
Undankbar, unheilig, ohne natürliche Liebe, unversöhnlich, und so weiter, und so weiter.
Und dann gibt es im Verlauf der nächsten Kapitel dreimal eine Aufforderung an den Timotheus.
Er beschreibt am Anfang des Kapitels, wie es sein wird.
Und dann sagt der Timotheus, du aber, dreimal, Kapitel 3, Vers 10, Kapitel 3, Vers 14, Kapitel 3, Kapitel 4, Vers 5.
Seht ihr, es gibt Zeiten in der Geschichte des Volkes Gottes, da kommt es auf den Einzelnen an.
Du aber, klingt heute Abend durch diesen Raum, an mein Herz und an dein Herz, du aber.
Alle laufen weg, alle geben auf, aber einer bleibt stehen.
Er machte sich auf und schlug unter den Filistern, bis seine Hand ermüdete und seine Hand am Schwert klebte.
Was hatte er für eine Waffe in seiner Hand? Das Schwert.
Wofür steht das? Für das Wort Gottes.
Haben wir viele Stellen im Neuen Testament, die das deutlich beschreiben, dass das Wort Gottes wie ein Schwert ist.
Wisst ihr, was so gegen diese Einflüsse des religiösen Christentums die einzig wirksame Waffe ist?
Es steht geschrieben, das klare Wort Gott ist.
Das haben wir nicht heute für viele Einflüsse, gerade auch in unseren Kreisen.
Was hilft uns da? Alleine die Frage, wie denkt Gott darüber?
Und Geschwister, da braucht es Männer und Frauen, die Gottes Wort kennen, die es in der Hand führen und die es nicht loslassen.
Seht ihr, das wird hier ja so bildlich beschrieben, wie man das fast gar nicht erklären muss.
Er hatte so fest dieses Schwert in seiner Hand, obwohl er ermüdet war von dem Kampf, ließ er nicht los.
Und seine Hand war quasi wie verkrampft um diesen Schwertgriff.
Und er ließ nicht los, Geschwister.
Er kämpfte, obwohl er ermüdet war.
Kennt ihr das nicht auch, dass manche Sorgen und Nöte vielleicht eines örtlichen Zeugnisses uns müde machen können?
Und dann geht es darum, nicht loszulassen, das Schwert nicht fallen zu lassen, mit dem Wort Gottes in der Hand dagegen anzutreten.
Wisst ihr, was das Ergebnis ist?
Das macht uns Mut.
Der Herr schaffte eine große Rettung.
Nicht dieser Eliaser.
Der Herr schaffte eine Rettung.
Aber warum? Weil einer träumt.
Alle anderen waren weggelaufen.
Und dann ist der eine da, der schon gar nicht mehr kann, weil er ganz alleine steht.
Aber er lässt das Schwert nicht los.
Ihr lieben jungen Freunde, bemüht euch eine klare Überzeugung von dem Wort Gottes zu haben.
Noch denkt ihr vielleicht, die Kämpfe müssen die Alten führen.
Es geht viel zu schnell, viel schneller als ihr heute glaubt.
Dann steht ihr an deren Stelle.
Und ihr lieben Schwestern, unterstützt die Brüder im Kampf mit dem Wort Gottes.
Ein Kampf, den wir geistlich führen wollen, sicherlich, nicht fleischlich.
Aber wir müssen ihn führen, wenn die bösen Einflüsse kommen.
Wenn die Dinge aufgeweicht werden sollen.
Dann betet für die, die an der Front vorne stehen und das Schwert in der Hand haben.
Wisst ihr, es gab eine Zeit, ich glaube in der Geschichte Gideons war das, wo sie dem Feind nachgejagt sind.
Da wird es so geschildert, sie waren ermüdend oder ermattet und nachjagend.
Sie fühlten ihre körperlichen Grenzen, aber sie haben nicht locker gelassen.
Und solche brauchen wir heute, die nicht locker lassen.
Kennt ihr euer Wort so gut, das Wort Gottes?
Dass ihr es handhaben könnt, gegen Einflüsse, die von außen kommen.
Ihr könnt es nur tragen, nur führen, für den Herrn, wenn ihr es wirklich gut kennt.
Und dann kommt es auch nicht darauf an, Argumente gegen Argumente auszutauschen und in einer Diskussion Sieger zu bleiben.
Es kommt darauf an, mit geistlichen Mitteln zu gewinnen.
Und das schafft der Herr eine große Rettung.
Wunderbar.
Aber es ist noch nicht zu Ende bei diesem zweiten Helden.
Dann kommt das Volk.
Geschwister, das ist ein bisschen beschämend, ein bisschen großartig, wenn ich das mal so sagen darf.
Das Volk kehrte um, ihm nach.
Sie haben mich ein Beispiel an ihn genommen, nur um zu plündern, sagt Gott jetzt.
Sie hatten leichte Beute gemacht, weil ein anderer gekämpft hatte.
Geschwister, das rührt mich wirklich an.
Deine Treue, deine Entschiedenheit kann dafür sorgen, dass andere einen Gewinn davon haben.
Sie haben vielleicht nicht alle den gleichen Mut, die gleiche Tatkraft zu kämpfen.
Aber wenn du stehst, du aber, ich aber, dann haben vielleicht andere noch einen Nutzen.
Der Herr gibt den Sieg.
Und andere kehren um und haben Teil an den Ergebnissen dieses Sieges.
Wie großartig ist das, wenn einer stehen bleibt, Geschwister.
Nach ihm kam Schammer, der Sohn Arges des Hararitas.
Und die Verläster versammelten sich dort zu einer Schar.
Und es war dort ein Feldstück voll Linsen.
Das Volk aber floh vor den Verlästern.
Da stellte er sich mitten auf das Feldstück und rettete es und schlug die Verläster.
Und der Herr schaffte eine große Rettung.
Klingt so ein wenig ähnlich wie bei dem ersten, bei dem zweiten Entschuldigung.
Und doch ein etwas anderer Gesichtspunkt.
Wieder die Verläster.
Wieder diese Einflüsse, wie sich das Fleisch in geistliche Dinge hineinbringt.
Aber jetzt scheint mir die Betonung auf dem zu liegen, was dieser Mann tat.
Er stellt sich auf ein Feldstück voll Linsen.
Wir könnten sagen, was ist das denn wert?
Wenn Gott über sein verheißenes Land spricht, über den Segen, den er schenken will,
dann spricht er von allerlei Fruchtbäumen, Granatäpfeln, Wein, Feigen, was da alles, Milch und Honig fließt da.
Ich bin mir nicht sicher, aber ich würde jetzt aus dem Kopf sagen, dass Gott nie davon spricht, dass da auch Linsen sind in diesem Land.
Das scheint wie so eine Amenspeise zu sein.
Und wenn Gott über sein Land spricht, dann spricht er von den reichsten Segnungen, die darin sind.
Aber es war ein Stück des verheißenen Landesgeschwister.
Und das war dem Mann wichtig.
Es mag in unseren Augen vielleicht eine gewisse Unterordnung nur haben.
Nicht die höchste Priorität, aber es war das Erbteil Gottes.
Und das wollte er nicht aufgeben.
Wisst ihr, wir entscheiden vielleicht auch manchmal oder unterscheiden manchmal zwischen wichtigen Dingen und weniger wichtigen Dingen.
Kennen wir nicht auch Einflüsse, wo wir sagen, so wichtig ist das doch nicht.
Das Äußere darauf kommt es doch gar nicht so an.
Geschwister, das ist mir eine sehr große Übung in der Zeit, in der wir leben.
Dass das Äußere, darf ich das mal vorsichtig so sagen, fast ein bisschen verflacht.
Vielleicht sagt ihr jetzt oder man sagt es heute, darauf kommt es nicht an.
Das Äußere ist für mich das Spiegelbild des Inneren.
Wir sind, wenn wir uns versammeln als Geschwister, dann haben wir einen wunderbaren Mittelpunkt.
Die Person des Herrn Jesus.
Ich habe das oft beobachtet, dass man Geschwister, wenn man sie in der Woche trifft,
erzähle das einfach mal, obwohl es mich beschämt.
Ich bin beim Spazierengehen auf den Feldern unterwegs und laufe an einem Mädchen vorbei,
weil ich es gar nicht erkannt habe.
So eine Schwester, mit der ich das Brot kriege.
Kommt es auf das Äußere gar nicht mehr an?
Ist das nur so ein Feldstück Linsen, was man aufgeben kann?
Wir sollten vorsichtig sein an dieser Einordnung oder Einschätzung.
Es ist nur eine untergeordnete Wichtigkeit, um die es hier geht.
Es geht um die Segnungen des verheißenen Landesgeschwister.
Es geht um die Segnungen, die wir besitzen in der Gegenwart unseres Herrn Jesus.
Da gibt es eigentlich nichts Untergeordnetes.
Da ist alles wichtig.
Und dieser Mann hier, dem war das Feldstück Linsen wichtig.
Das wollte er nicht aufgeben.
Darüber sollten die Philister nicht triumphieren.
Das Volk war geflohen vor den Philistern.
Und er stellt sich darauf und steht für diese letzte Passion, möchte ich fast sagen.
Für diese Wahrheit, die ihm wichtig war.
Da steht er für allen, mit allem was er hat.
Und wieder heißt es, der Herr schaffte eine große Rettung.
Das ist für mich die Zustimmung Gottes zu seinem Verhalten.
Ich rede nicht davon gesetzlich zu werden, Geschwister.
Ihr versteht das sicherlich.
Ich habe am Anfang gesagt, mir scheint das Handeln dieser Männer hier,
war geprägt und bestimmt von der Wertschätzung ihres Königs.
Die sie ihrem König entgegen machten.
Und das, meine ich, entscheidet für uns auch heute.
Wo geben wir auf, wo sagen wir, das ist der Lauf der Dinge.
Das haben wir nicht mehr in der Hand.
Das können wir nicht mehr eindämmen.
Oder wo sagen wir, im Geist der Gnade, aber entschieden.
Das ist ein Feldstück, das ich vor dem Einfluss der Philister retten will.
Dann schafft der Herr eine große Rettung.
Dann haben wir von Vers 13 an, drei von den 30 Töpfern, die haben hier keinen Namen.
Und hier geht es, Geschwister, um eine Heldentat.
Die ist ganz unterschieden von dem, was wir bisher vor uns hatten.
Diese drei von den 30 Räuptern, da sagte der Schreiber hier, sie kamen zur Erntezeit zu David.
Wieder dieser Bezug, sie waren bei ihrem Mann, dem sie folgen wollten.
Sie waren bei David, in der Höhle Adula.
Das ist eine Begebenheit, da müssen wir ins erste Buch Samuel gehen.
Da lesen wir in Kapitel 22.
Vers 1, und David ging von dort weg.
Das ist die Zeit, wo er auf der Flucht vor dem König Saul war.
Er war schon der gesalbte König, aber er war auf der Flucht.
Er ging weg und entkam in die Höhle Adula.
Und als seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters es hörten, kamen sie dorthin zu ihm hinab.
Und es versammelte sich zu ihm jeder Bedrängte.
Jeder, der einen Gläubiger hatte.
Jeder, der erbitterten Gemüts war.
Und er wurde ihr Oberster.
Und es waren etwa 400 Mann bei ihm.
Auf diese Szene spielt jetzt der Schreiber hier an.
400 Mann erbitterten Gemüts.
Sie hatten einen Gläubiger, sie wussten in ihrem Leben nicht weiter.
Sie waren am Ende mit ihrem Latein und sie kamen zu David und er wurde ihr Oberster.
Geschwister, das ist ein Schritt, den haben wir alle hinter uns, wisst ihr das?
Wir sind mit unserer Sündenschuld, die wir hatten, zu dem gekommen, der uns davon befreien konnte.
Wir haben uns auf die Seite eines verworfenen Königs gestellt.
Und er wurde mein Oberster und dein Oberster wurde er doch auch, oder?
Du bist deine Sorgen bei ihm losgeworden.
Alles das, was dich bedrückt hat.
Jede Bedrängnis, die endet bei ihm.
400 Mann.
Und in dieser Zeit spielt sich jetzt eine Szene ab,
die ist von absoluter Schönheit, Geschwister.
Ist für mich irgendwie der Höhepunkt von diesem Kapitel.
Eine Schar der Felister lagerte in der Talebene Refaim.
Damals war David auf der Bergfestung und eine Aufstellung der Felister war in Bethlehem.
Das hat für mich auch eine tiefe geistliche Bedeutung.
Bethlehem heißt übersetzt Haus des Brotes.
Wir kennen das aus dem Buch Ruth, ganz am Anfang.
Wo in Bethlehem Judah eine Hungersnot ausbrach.
Eine Hungersnot im Haus des Brotes.
Da wo eigentlich Nahrung dargeleicht werden sollte, war auf einmal Hunger.
Und hier in dem Haus des Brotes in Bethlehem waren die Felister.
Wir haben das eben gesehen, das sind diese schleichenden, giftigen Einflüsse,
die im Haus des Brotes nur Schaden anrichten.
Die sich in geistliche Dinge einmischen und doch nicht geistlich sind.
Und David ist oben auf der Bergfeste in der Höhle Adula.
400 Mann bei ihm.
Und es scheint fast so, als blickt er da runter aus der Bergfeste in das Tal
und sieht so Bethlehem, seine Heimatstadt.
Er ist auf der Flucht.
Unberechtigt eigentlich, er war der rechtmäßige König,
aber er konnte den Thron nicht besteigen.
Er hat Entbehrungen hinter sich.
Und er sieht seine alte Heimatstadt.
Und er denkt an die Tage, die er im Glück dort verbracht hat, ohne Übung.
Und er denkt an das Wasser aus der Zisterne von Bethlehem.
David hatte ein Verlangen und sprach, wer wird mir Wasser zu trinken geben,
aus der Zisterne von Bethlehem, die am Tor ist.
Er hat nicht gesagt, Adino, Eliasa, Schama, ihr drei geht jetzt da runter
und holt mir Wasser aus der Zisterne von Bethlehem.
Ich habe ein Gelöst danach.
Ich stelle mir das so vor.
Er ist in dieser Höhle.
Und da sind seine 400 Leute, die zu ihm gekommen sind, deren oberster er geworden war.
Und von diesen 400 spricht er aus, was in seinem Herzen ist.
Wer wird mir geben?
Er erteilt keinen Auftrag.
Wisst ihr, was er hier macht?
Er teilt seinen Getreuen, den Wunsch seines Herzens mit.
Ich habe ein Verlangen nach diesem Wasser.
Kein Auftrag.
400 Mann hören das.
Ob sie sich alle angeguckt haben?
Was machen wir jetzt?
Da können wir nie durch.
Was für ein Unsinn. Gibt es nicht hier oben Wasser?
Kein Wort davon.
Der Wunsch ihres Obersten steht im Raum.
Geschwister, kann uns das noch berühren?
Kennen wir die Wünsche des Herrn für unser Leben?
Die Wünsche, die er hat an dich und an mich?
Wer wird mir geben?
Da brachen die drei Helden auf.
Sie haben keinen Auftrag gehabt.
Sie haben nicht abgewogen Nutzen und Gefahr.
Wisst ihr, was sie bewegt hat?
Der Wunsch ihres Meisters.
Das war ihnen wichtig genug.
Alles andere hinten anzustellen.
Und zu sagen, ich will das tun, wonach mein Herr sich sehnt.
Wisst ihr, worauf ich hinaus will?
Kennst du den Wunsch des Herrn?
Er hatte sich mit Sehnsucht gesehnt,
auf dem Obersaal das Passa mit seinen Jüngern zu feiern.
Dann leitet er über bei dem Passa,
zu dem Abendmahl, wie wir es heute noch kennen.
Dies ist mein Leib, der für euch ist.
Dies ist mein Blut, das für euch vergossen wird.
Dies tut zu meinem Gedächtnis.
Da brachen die drei Helden auf.
Wir könnten jetzt sagen, 397 sind sitzen geblieben.
Aber die drei, wisst ihr, was sie gezeigt haben?
Hingabe.
Das ist mehr als gehorsam.
Sie hatten keinen Auftrag.
Aber sie hatten erkannt, was das Begehren ihres Meisters war.
Was bedeutet uns unser Herr?
Was bedeutet er mir?
Was bedeutet er dir in deinem Leben?
Du kennst das Verlangen seines Herzens.
Ich habe oft bei dieser Stelle gedacht,
an die Worte, die der Heiland am Kreuz gerufen hat.
Mich dürstet.
Hatte er Durst?
Sicherlich hatte er auch körperlichen Durst.
Aber ich bin tief überzeugt,
dass diese Worte einen viel tieferen Beweggrund ausdrücken.
Mich dürstet.
Mich dürstet.
Mich dürstet
nach der Zuneigung deines Herzens.
Der sterbende Heiland am Kreuz von Grögertal,
der im Gericht Gottes hing, für meine Schuld,
ihn dürstet danach, dass ich mein ganzes Leben,
ohne zu fragen, was es mich kostet,
ohne zu fragen, was es nützt,
sondern einfach nur aus dem Beweggrund,
es zu tun, weil es meinem Heiland gefällt.
Danach dürstet ihn.
Auch heute dürstet ihn noch.
Nach dir, nach mir.
Kommt er seinem Wunsch schon nach,
seinen Tod zu verkündigen?
Was hindert uns noch?
Hat er nicht für dich auch sein Leben gelassen,
wie er es für mich getan hat?
Wer wird mir geben?
Wer wird mir das Verlangen meiner Seele stillen?
Wer wird nicht fragen, was werden die anderen sagen?
Was werden vielleicht sogar die jungen Leute neben mir sagen,
die noch nicht so weit sind?
Nein, die drei hatten verstanden.
Ich warte nicht auf die 397 anderen.
Was sie getan haben, war menschenlich gesprochen völlig unmöglich.
Zu dritt gegen eine Schar der Verlister.
Und nicht nur hin,
sondern mit dem Wasser auch wieder zurück.
Sie haben das nicht abgewogen.
Ihr Herr und sein Verlangen
hat ihr Herz überwältigt.
Da brachen sie auf.
Sie haben keine großen Worte gemacht.
Sie haben nicht Reklame für sich gemacht.
Sie brachen auf.
Sie sind einfach losgegangen.
Und seht ihr, das ist,
wir haben bisher Taten Einzelner vor uns gehabt.
Diese drei obersten Helden.
Das waren Einzelne.
Du aber.
Das, was hier geschieht,
geschieht gemeinsam.
Da sind drei, die sich einig sind in diesem Grund.
Ich will nicht sagen, du musst noch auf zwei andere warten,
um vielleicht diesem Wunsch des Herrn nachzukommen.
Absolut nicht.
Aber fast wie eine kleine Andeutung,
dass wir das Verlangen unseres Herrn
nur gemeinsam erfüllen können.
Ich kann nicht alleine den Tod des Herrn verkündigen.
Das müssen mindestens zwei oder drei sein,
die das tun können.
Und diese drei brachen auf.
Da brachen die drei Helden.
Geschwister, das sind wirklich Helden.
Sie haben nicht gefragt,
schaffen wir das, schaffen wir das nicht?
Ihr Herr hat alles überstrahlt.
Und da brechen sie auf.
Durch das Lager der Fenister.
Und jetzt wird das fast minutiös beschrieben,
was sie tun.
Sie brachen auf durch das Lager der Fenister.
Sie schöpften Wasser aus der Zisterne von Bethlehem,
die am Tor ist.
Die am Tor ist.
Geschwister, genau das hatte David gesagt.
Sie haben die Worte Davids nicht aufgeweicht irgendwie.
Sie haben nicht gesagt,
wir gehen ein Stück den Abhang hinunter
und hier ist auch ein Brunnen,
da können wir auch Wasser holen.
Wasser ist Wasser.
Sie haben buchstäblich das befolgt,
was Davids Verlangen war.
Wie wichtig ist das auch für unsere Tage.
Buchstäblich bei dem zu bleiben,
was der Herr wünscht.
Das nicht irgendwie aufzuweichen.
Er wird mehr geben.
Ist das ein Appell an uns?
Sie brechen auf.
Da kommt etwas
fast Erschreckendes.
Sie kommen zurück mit diesem Wasser.
Sie haben den Hinweg durch die Schar der Fenister geschafft.
Sie haben den Rückweg durch die Schar der Fenister geschafft.
Wisst ihr, vor langen Jahren auf einer Konferenz
habe ich mal eine Bemerkung aufgeschnappt.
Die habe ich mir hier daneben geschrieben in meine Bibel.
Die Liebe findet einen Weg.
Sie fragt nicht, lohnt es sich?
Lohnt es sich nicht?
Sie fragt nicht, schaffe ich das?
Schaffe ich das nicht?
Sie findet einen Weg.
Geschwister, die Liebe ist außerordentlich erfindungsreich.
Und sie hat diese drei Männer
die Liebe zu ihrem Heiland geleitet.
Durch die Schar der Fenister.
Minutiös
das Verlangen
ihres Obersten zu erfüllen.
Und dann bringen sie dieses Wasser zurück.
Und wie bedankt sich David?
Er wollte es nicht trinken.
Geschwister, jetzt kommt etwas wunderbares.
Das was sie drei Männer,
diese drei Helden,
wie sie hier genannt werden,
ihnen David getan haben,
wird auf einmal durch den David
auf eine weit höhere Ebene gehoben.
Durch den David
wird auf einmal durch den David
durch den David
auf eine weit höhere Ebene gehoben.
Sie haben ihrem Obersten den Wunsch erfüllt.
Und das wird zu einem Opfer für Gott.
Das ist ganz erhaben.
David wollte es nicht trinken.
Er hat es nicht abfällig weggegossen.
Sondern er hat gesagt,
das ist mir so kostbar,
das gezieht mir gar nicht,
dass ich dieses Wasser trinke.
Die Blutdose,
die Blutdose,
die Blutdose,
die Blutdose,
die Blutdose,
die Blutdose,
die Männer haben ihr Leben
aufs Spiel gesetzt.
Und das Leben,
da habe ich keinen Anspruch drauf.
Das Leben gehört einzig und allein Gott,
der es gegeben hat
und auch wieder nehmen darf.
Und so ist dieses Zeichen,
Geschwister,
dieses Zeichen der Zuneigung
der drei Helden zu ihrem David,
ist zu einem
gottwohlgefälligen Opfer geworden.
Was für ein Adel
ruht
ein Männer.
Vielleicht sagst du,
wenn du dem Wunsch des Herrn nachkommst,
dann freuen sich die Geschwister,
dann freuen sich meine Eltern.
Ja, sicher ist das so.
Denk mal weit höher.
Es ist
gottwohlgefällig.
Was für ein
Prädikat,
dass Gott hier darunter sitzt.
Er wollte es nicht trinken.
Und da kommt noch einmal eine Bestätigung,
die kommt nur noch einmal in diesem Kapitel.
Das taten die drei Helden.
Eine erneute Bestätigung Gottes,
dass dieses Tun
so
widersinnig
es fast erschien,
angesichts der Übermacht der Philister.
Es hatte das volle
Bolgefeil Gottes.
Das taten die drei Helden.
Was würde Gott von dir sagen?
Was könnte er von mir sagen?
Wer wird mir geben?
Ist ja eine ganz offene Frage.
Das erinnert mich an eine Szene
im zweiten Buch Mose.
Eine sehr ernste Begebenheit,
wo das Volk sich versündigt hat.
Mose auf dem Berg
empfängt die Tafeln des Gesetzes
und unten das Volk
macht Aaron zu ihrem Führer
und lässt sich ein goldenes Kalb bauen.
Und Gott spricht zu Mose
oben auf dem Berg noch,
das Volk hat sich versündigt.
Und unten
stellt sich Mose dann hin
und hat einen Ruf
an das ganze Volk.
Herr zu mir,
wer für Jehova ist.
Herr zu mir,
wer für den Herrn ist.
Er spricht auch keinen persönlich an.
Eine offene Frage.
Wer ist für den Herrn?
Damals stellten sich die Kinder Lefi.
Da stand Lefi auf seiner Seite.
Sie entschieden sich
angesichts des ganzen Volkes
für den Herrn zu sein.
Heute fragt er dich.
Wer wird mir Wasser geben?
Wer wird meinen Durst stellen?
Mein Verlangen?
Es geht
um den Obersten,
zu dem sich diese 400 Männer versammelt hatten.
Noch einmal,
sie waren ihr bedrücktes Gemüt losgeworden
bei ihrem David.
Sie waren ihren Bedrängern losgeworden.
Den, vor dem sie Schulden hatten,
waren sie losgeworden.
Sie lebten
mit ihrem David,
der sie befreit hatte
von allen Dingen,
die sie belastet haben.
Heute hat er die Frage an uns.
Wer wird mir geben?
Wenn wir in diesem Sinne
zu einem Held
Davids werden,
mit dem Prädikat,
mit der Unterschrift Gottes,
das taten die drei Helden.
Nicht warten, bis andere soweit sind.
Aufgehen.
Das Verlangen
unseres Heilands
befriedigen.
Durch eine einfache Tat.
Aber sie hat die Zustimmung Gottes.
Sie wird zu einem Opfer
für Gott selbst.
Wunderbar,
was die Gnade Gottes
im Einzelnen bewirken kann.
Und noch einmal sage ich,
was ich am Anfang gesagt habe.
Es entscheidet
die Wertschätzung
der Person des Davids
über unser Tun. …
Automatisches Transkript:
…
Liebe Geschwister, wir wollen auch heute Abend wieder weiterlesen in diesem Kapitel 23 vom 2. Buch Samuel.
Wir lesen heute Abend 2. Samuel 23 von Vers 18.
Und Havisai, der Bruder Joabs, der Sohn der Zeruja, war ein Haupt der drei.
Und er schwank seinen Speer über 300, die er erschlug, und er hatte einen Namen unter den Dreien.
War er vor den Dreien nicht geehrt, sodass er ihr Oberster wurde?
Aber an die ersten drei reichte er nicht heran.
Und Benaja, der Sohn Jojadas, der Sohn eines tapferen Mannes, großarmtaten, aus Kapzehl,
dieser erschlug zwei Löwen vom Moab.
Und er sticht hinab und erschlug den Löwen in der Hube an einem Schneetag.
Und er war es, der einen ägyptischen Mann erschlug, einen stattlichen Mann.
Und der Ägypter hatte einen Speer in der Hand.
Er aber ging zu ihm hinab mit einem Speer, mit einem Stab, und riss dem Ägypter den Speer aus der Hand
und tötete ihn mit seinem eigenen Speer.
Das tat Benaja, der Sohn Jojadas.
Und er hatte einen Namen unter den drei Helden.
Vor den 30 war er geehrt, aber an die ersten drei reichte er nicht heran.
Und David setzte ihn in seinen geheimen Rat.
Asael, der Bruder Joabs, gehörte zu den 30.
Ekanan, der Sohn Dodos aus Bethlehem.
Shammah, der Haroditer.
Elika, der Haroditer.
Heletz, der Paltiter.
Ira, der Sohn des Ikish, der Tikhuiter.
Abiesa, der Anatotiter.
Mebunai, der Hushatiter.
Salmon, der Achoriter.
Maharai, der Netophatiter.
Helep, der Sohn Baanas, der Netophatiter.
Itai, der Sohn Ribais, von Gibea, der Kinder Benjamin.
Benaja, der Pirhatoniter.
Hidai, von den Wechengasch.
Abialbon, der Arbatiter.
Asmavet, der Bahumiter.
Eljachba, der Shaalboniter.
Benejaschen, Jonathan, Shammah, der Harariter.
Achiam, der Sohn Sharras, der Harariter.
Eliphelet, der Sohn Achaspais, des Sohnes des Maakartiters.
Heliam, der Sohn Ahitophels, der Giloniter.
Hetzrai, der Karmeliter.
Paarai, der Arbiter.
Gigal, der Sohn Natans, aus Zobar.
Bani, der Gaditer.
Zelek, der Ammoniter.
Nacharai, der Beerotiter, der Waffenträger Joabs, des Sohnes der Zeruja.
Ira, der Jitriter.
Gareb, der Jitriter.
Uria, der Hetiter.
In allem siebenunddreißig.
So weit wollen wir heute Abend Gottes Wort lesen.
In diesem langen Kapitel haben wir bisher gesehen, dass der Kreisekönig David am Ende seines Lebens ein gewisses geistliches Vermächtnis hinterlässt.
Es sind nicht buchstäblich seine letzten Worte, aber geistlicherweise, was sein geistliches Vermächtnis betrifft, seine letzten Worte.
Und der erste Abschnitt am ersten Abend hatte uns gezeigt, dass er eine wörtliche Inspiration ausgesprochen hat.
Gott hat ihm Worte eingegeben, die er aussprechen sollte.
Über einen Fürsten.
Nun war David ein gewaltiger Fürst über Israel.
Ein absoluter Kriegsmann, der das Reich zu einer gewissen Blüte geführt hat.
Aber er spricht hier unter der Leitung Gottes von einem Mann, wo er dann sagen muss, also mein Haus ist das nicht, von dem ich hier spreche.
Er spricht von einem Fürsten, der wird sein wie das Licht des Morgens nach dem Glanz.
Wenn der Glanz der Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken und dann blickt er auf sich und sein Haus.
Ich bin das Licht, sagt er.
Aber doch hatte Gott ihm doch einen Mund gesetzt und auf den stützte er sich.
Und wenn er von diesem kommenden Fürsten spricht, wir haben uns gefreut an dem Gedanken, dass er von unserem Heiland spricht.
Der einmal als dieser wahre Friede Fürst hier auf der Erde stehen wird und diesen Morgen anbrechen lassen wird.
Ein Morgen ohne Wolken. Das ist ein Wort, das geht mit uns, glaube ich.
Das ist ein bisschen wie Musik in unseren Herzen. So ein Morgen wird einmal kommen.
Und unser Herr Jesus, der einst von tiefer Nacht umhüllt am Kreuzhing, der wird diesen Morgen schaffen.
Für sein irdisches Volk und für die ganze Erde.
Darauf stützte sich David. Auf diesen Mund, den Gott ihm gesetzt hat.
Dann haben wir gestern gesehen, dass er nicht nur vorausblickt und die Treue Gottes rühmt und sich auf die Verheißungen Gottes stützt, sondern er blickt auch um sich her.
Und er blickt auf all die Männer, die ihm in der Zeit der Verwerfung, in der Zeit des Königtums freigestanden haben.
Wir haben vorhin in dem Lied gesungen, dass wir auch mit einem vereint sind.
So wie es diese Männer mit ihrem David waren.
Wir sind mit unserem Herrn Jesus vereint und er mahnt uns gesinnt zu sein, wie er es war.
Wir werden heute einen Mann finden, der war genau gesinnt wie dieser David.
Tief beeindruckend.
Gestern haben wir gesehen, dass es drei Helden gab.
Er blickt also auf diese Reihe seiner getreuen Gefolgschaft, seiner Helden, wie er sie nennt.
Finde ich ein schönes Prädikat für diese Männer.
Ich glaube nicht, dass sie gedacht haben in der Zeit, wo sie tätig waren, einmal einen solchen Titel zu bekommen.
Sie haben gehandelt, weil sie für ihren David gehandelt haben.
Aber im Nachhinein verleiht Gott ihnen diesen Ehrentitel.
Das sind die Helden.
Da waren drei, die ersten drei.
Wir haben gestern gesehen, Gott wertet nicht pauschal.
Jeder einzelne persönlich bekommt sein Urteil von Gott.
Belohnt wird nicht die Treue, die Größe des Aufgabenfeldes.
Belohnt wird die Treue, die wir darin gezeigt haben.
Das ist das, was Gott sucht.
Dass einer treu an der Stelle steht, wo er ihn hingestellt hat.
Und er hat einen Blick über jeden einzelnen seiner Männer.
Tief beeindruckend, wie genau David das noch alles wusste.
Ihm entgeht nichts an Regungen.
Wir haben gestern gesehen, dass es unterschiedliche Dinge gab, die er hier beurteilt hat.
Unterschiedliche Taten.
Er hatte drei Männer vorgestellt, die zu den ersten dreien gehörten.
Seiner vielen, vielen Helden, die er hier aufzählt.
Diese hatten, war sehr bewegend, als Einzelpersonen standgehalten und gegen den Feind angegangen.
Sie hatten in ihren Taten für das Volk Nutzen bewirkt.
Einer von ihnen sogar, da hatten wir gestern gesehen,
da kennt ihr das ganze Volk, nachdem der Sieger rum war, zurück und plünderte.
Hatte leichte Beute, weil ein anderer gekämpft hatte.
Dann haben wir gestern drei Helden gesehen, drei namenlose Helden.
Die taten nicht etwas, was für das Volk Nutzen hatte.
Die taten etwas für ihren König.
400 Mann hatten von dem Wunsch Stafitz gehört.
Und drei machten sich auf.
Sie haben nicht Gehorsam bewiesen, sie haben etwas Höheres bewiesen.
Gehorsam ist Edel.
Gehorsam ist die Grundlage eines geistlichen Wachstums.
Das muss man auch immer wieder mal den Kindern sagen.
Die Basis von allem ist Gehorsam.
Aber es gibt auch Höheres als Gehorsam.
Und diese drei Männer, die haben Hingabe bewiesen.
Und wisst ihr, diese Hingabe, die hatte nicht gefragt, was nützt uns das eigentlich.
Was nützt das dem Volk, wenn wir da jetzt runterlaufen, durch die Philister durch, nach Bethlehem und dieses Wasser holen.
Sie haben nicht gefragt, was nützt das.
Sie haben gehört, es war das Verlangen ihres Königs.
Das war ihnen genug.
Mehr brauchten sie nicht.
Ich möchte nochmal eine Stelle nachtragen zu gestern, Geschwisterin, Johannes Evangelium.
Um einmal deutlich zu machen, was wir hier haben.
In Johannes 14 spricht der Herr Jesus zu seinen Jüngern.
Und da sagt er im Vers 21, wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt.
Gehorsam wird vom Gott außerordentlich wertgeschätzt.
Gott sagt etwas, wir hören das und wir gehorchen.
Der ist es, der mich liebt.
Wir beweisen unsere Liebe zu unserem Heiland darin, dass wir große Taten tun, dass wir viele Traktate verteilen.
Dass wir hier etwas tun, da etwas tun, nein.
Vielleicht auch, wenn Gott es will.
Zuerst beweisen wir unsere Liebe zu ihm durch Gehorsam.
Was willst du, dass ich tun soll, hat Paulus als allererstes gefragt vor Damaskus.
Ich muss es anders sagen, zuerst hat er gefragt, wer bist du?
Und dann, was soll ich tun?
Das ist Vers 21.
Vers 23 sagte Herr Jesus, wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten.
Vers 21 meine Gebote, das was ich ausdrücklich gesagt habe, das haben wir zu befolgen.
Dadurch beweisen wir unsere Liebe zum Heiland und er wird sich uns offenbaren, sagte in Vers 21.
Vers 23 habe ich den tiefen Eindruck, ist etwas Höheres.
Sein Wort halten bedeutet, zu wissen wie unser Heiland denkt, ohne dass er es sagen muss.
Die Gesamtheit seines Willens zu kennen.
Ich habe einmal eine schöne Ausdrucksweise dazu gehört, wie wir sie im allgemeinen Sprachgebrauch ab und zu mal benutzen.
Zwischen den Zeilen lesen, was der Heiland wirklich will.
Er muss nicht unbedingt ein Gebot geben, aber wenn wir wissen, was seine grundlegenden Gedanken sind,
dann ahnen wir manche Dinge, ohne dass er es sagen muss.
Das ist etwas Höheres.
Und wer so handelt, zu dem wird er und der Vater kommen und Wohnung bei ihm machen.
Das ist auch eine höhere Seele.
Und so haben hier diese drei Männer, die nicht für das Volk etwas erstritten haben,
sondern das Verlangen ihres Königs, dem Verlangen ihres Königs entsprochen haben.
Sie haben eine höhere Hingabe bewiesen.
Es scheint fast so, als wollten sie gar nicht, dass ihre Namen bekannt werden.
Hingabe, die liefert sich einfach dem aus, für den sie gilt, ohne dass die Person in den Vordergrund kommt.
Und dann bringen sie das Wasser und David schüttet es aus.
Was für ein Verlust.
Unter Lebensgefahr waren sie gegangen.
Kein Verlust.
David macht daraus etwas weit Höheres, als eine Gabe für sich selbst.
Es ist ein Opfer für Gott.
Hingabe, Geschwister.
Ein Wort für mich, vielleicht auch für dich.
Zu wissen, wie der Heiland denkt über mein Leben.
Und es tun, ohne dass er es mir deutlich sagt.
Wisst ihr, das ist ein Beweis von absoluter Nähe und Vertrautheit.
Noch einmal, in dieser Höhle Adulam waren 400 Mann.
Und drei sind gegangen.
Wer sind die drei heute, die das Verlangen des Heilands kennen und ihm folgen?
Das taten die drei Helden.
So haben wir gestern geendet.
Eine Bestätigung.
Eine tiefe Befriedigung Gottes oder Davids über dieses Tun der drei Männer.
Heute lesen wir von weiteren Helden.
Und Abisai, der Bruder Joabs, der Sohn der Zeruiah, war ein Haupt der drei.
Jetzt kommt eine zweite Gruppe von drei vor uns.
Und vielleicht habt ihr das beim Lesen verfolgt.
Oder es ist euch aufgefallen, es scheint jetzt irgendwie unvollständig zu sein.
Wir hatten eine erste Gruppe von dreien.
Das waren die von Vers 8 bis Vers 10.
Dann hatten wir drei ohne Namen, die ihre Hingabe bewiesen haben.
Und jetzt kommen die zweiten drei.
So werden sie ja genannt.
Aber irgendwie fehlt einer.
Wir haben gelesen von Abisai und von Benaiah.
Und dann werden 30 aufgezählt.
Also irgendwie scheint die Zählung fast ein wenig unvollständig zu sein.
Und ich möchte mal mit aller Vorsicht sagen,
manchmal ist auch sehr interessant zu erfassen, was nicht in Gottes Wort steht.
Neben dem, was natürlich auch wichtig ist, dass wir erfassen, was in Gottes Wort steht.
Aber manchmal ist auch wichtig, was steht denn nicht in Gottes Wort.
Wir lesen hier von dem Abisai, dem Bruder Joabs, der Sohn der Zeruja.
Wer war denn Zeruja überhaupt?
Zeruja war die Schwester von David.
Und sie hatte drei Söhne.
Abisai, Vers 24, Asael und der Joab.
Aber die Frage ist erlaubt, warum wird der Joab nicht unter den Helden Davids aufgeführt?
War das nicht ein mächtiger Kriegsmann gewesen?
Wenn wir die Geschichte Davids kennen, seines Königtums, war es nicht. Joab war der Herroberste.
Ich möchte euch wirklich mal sehr empfehlen, diese Geschichte unter dem Gesichtspunkt mal zu lesen.
Joab war ein mächtiger Kriegsmann.
Aber er war kein Held Davids.
Er war ein Held in eigener Sache.
Heute würden wir vielleicht sagen, Joab war ein Politiker.
Der immer geguckt hat, welche Reaktion, welche Handlung ist die günstigste für mich.
Schon mal stimmte das mit den Interessen Davids überein.
Aber grundsätzlich ging es dem Joab eigentlich um sein eigenes Ansehen.
Joab war ein Held in eigener Sache.
Er vertrat offiziell nach außen hin die Interessen des Königs.
Aber tief in seinem Herzen verfolgte er seine eigenen Ziele.
Und Geschwister ein solcher taugt nicht zu einem Held Davids.
Das meine ich ist eine ernste Botschaft, über die man mal nachdenken muss.
Es sind im Grunde genommen drei Neffen von diesem König Davids.
Zwei tauchen auf unter den Helden und einer nicht.
Obwohl er aktiv war, tatkräftig war, viel gemacht hat.
Aber was waren seine Motive?
Wir können sicher sein, bei all diesen Männern, die wir hier finden,
die wir alle hier auch wirklich Wort für Wort gelesen haben.
Sie waren durch Ergebenheit und durch Treue an ihren König gekennzeichnet.
Ohne Hintergedanken, ohne eigene Interessen.
Aber dieser Joab, der viel Siege erhoben hat für David, für das Königtum,
aber gleichzeitig seine eigene Position dadurch gestärkt hat.
Er war in eigener Interessenlage unterwegs.
So genau ist Gott.
Man möchte fast meinen, als hält David hier ein bisschen inne und sagt,
die zweiten drei, ich kann jetzt nur zwei aufzählen, weil der dritte,
der hat unlautere Beweggründe gehabt.
Wie schade.
Ein Mann voller Tatkraft, aber falscher Motive.
Haupt nicht für diese Liste der Helden Davids.
Beim Nachdenken über die Genossen Davids ist mir noch einer aufgefallen, der fehlt.
Und das ist mir sehr aufgefallen, weil wenn David ihn beweint,
dann besingt er ihn als einen Helden Israels.
Das ist Jonathan.
Geschwister, die Geschichte Davids und Jonathans, die geht unter die Haut.
Diese Verbindung.
Jonathan war ein Held, der ist allein mit seinem Waffenträger gegen die Philister gezogen.
Als Saul feige zu Hause blieb und gesagt hat, wir können sowieso nichts machen.
Und er hatte sogar verboten, sich irgendwie zu ernähren und vom Honig zu kosten.
Und Jonathan hat es getan.
Hat dann noch Strafe gekriegt.
Jonathan war ein Held.
Und wisst ihr, als dann David vom Erschlagen des Philisters zurückkommt, vom Goliath.
Und er dem Jonathan begegnet, das lasst uns eben einmal lesen in 1 Samuel 17, 18.
Am Ende von Kapitel 17 brachte David dem Saul das Haupt des Philisters Goliath.
Und Kapitel 18. Es geschah, als er aufgehört hatte mit Saul zu reden.
Da verband sich die Seele Jonathans mit der Seele Davids.
Und Jonathan liebte ihn wie seine Seele.
Vers 3. Und Jonathan und David schlossen einen Bund, weil er ihn liebte wie seine Seele.
Und Jonathan zog das Oberkleid aus, das er anhatte und gab es David und seinen Waffenrock und dazu sein Schwert und seinen Bogen und seinen Gürtel.
Er hat sich von seiner ganzen königlichen Würde entblößt und sie dem David gegeben.
Ihre Seelen hatten sich miteinander verbunden.
Es waren Freunde geworden.
Und in der Geschichte der Verwerfung Davids kommt es immer wieder zu diesen Begegnungen mit dem Jonathan.
Geschwister, das ist herzbewegend, wie dieser Jonathan innerlich zerrissen war.
Zu dem David zu halten und immer wieder zurückzukehren zu dem Könighof.
Dort war sein angestammter Platz.
Und immer wieder hat es in seinem Sinn seinen Platz, seine Stellung auch auszunutzen, um David Botschaft zu bringen.
Wie es denn um ihn steht, wie Saul zu David steht inzwischen.
Es ist tief anrührend, wie sie sich verabreden.
Ich will Gutes für dich sprechen und wenn mein Vater Saul Böse für dich spricht, dann komme ich und berichte dir.
Und dann haben sie sich ja noch so ganz spannend verabredet.
Schieße ich in diese Richtung, dann steht es gut. Schieße ich in jede Richtung, steht es schlecht.
Und all das tritt ein und dann heißt das so erschütternd, dass David die Flucht begann und Jonathan zurückkehrt an den Hof des Königs.
Die allerletzte Konsequenz fehlte bei Jonathan.
Und er nimmt sein Ende im Kampf mit seinem Vater gegen die Philister.
Er wird erschlagen von den Philister.
Aber dann, Geschwister, lasst uns einmal an den Anfang von 2. Samuel gehen.
2. Samuel 1, Vers 25
Wie sind die Helden gefallen mitten im Kampf? Wie ist Jonathan erschlagen auf deinen Höhen?
Mir ist wehe um dich, mein Bruder Jonathan.
Heut selig warst du mir sehr. Wunderbar war mir deine Liebe, mehr als Frauenliebe.
Wie sind die Helden gefallen und umgekommen die Rüstzeuge des Kampfes?
Er besingt Jonathan als einen Helden und doch fehlt er in dieser Aufstellung.
Die letzte Entschiedenheit. Wir sagen das mit Vorsicht, ich urteile nicht über diesen Jonathan.
Er hat ein Herz für den David gehabt, aber er hat mit dem verworfenen Königdom Sauls letztlich nicht gebrochen.
Er fehlt. Ich denke manchmal so wie David wohl am Ende seines Lebens über diese Männer nachgedacht hat, die ihn jahrelang begleitet haben.
Dieses erschütternde Klagelied, dass er anstimmt über seinen Freund Jonathan.
Zurückgeblieben, gegen die Philister gefallen und Joab, der Herroberste, der Sohn der Zeruiah, eigene Interessen.
Sie stehen nicht in dieser Liste, aber Abizaie, der Bruder Joabs, war ein Haupt der drei.
Er schwankt seinen Speer über 300, die er erschlug.
Gestern haben wir von einem Mann gehört, der 800 erschlug in einem Kampf.
Und setzt hier tatsächlich, wir würden sagen minutiös, beobachtet er und bewertet er die Ergebnisse der Taten seiner Helden.
Er war das Haupt der zweiten Reihe, dieser Abizaie, sein Neffe Abizaie können wir ruhig sagen.
Geehrt vor den dreien, war er vor den dreien nicht geehrt oder berühmt, sagt die Anmerkung.
Also diese zweiten drei, von denen war er die Spitze, aber an die ersten drei reichte er nicht heran.
So genau gewichtet Gott die Handlungen seiner Gläubigen.
Er sieht ganz genau, was mit welchem Ergebnis und mit welcher Motivation für ihn getan wird und nichts entgeht ihm.
Und er hat das Urteil über jede einzelne Handlung.
Dann kommt ein Mann, das finde ich fast ein bisschen, der geht zu sehr unter immer.
Er ist irgendwie zu wenig bekannt für das, was hier von ihm beschrieben steht.
Binaya, der Sohn Jojadas.
Wenn ich das richtig weiß, Geschwister, wird dieser Mann immer, wenn er erwähnt wird, als Sohn Jojadas erwähnt.
Er steht immer in der Beziehung zu seinem Vater.
So wie ich das gefunden habe, ist das mit keiner Ausnahme.
Und er hat, wenn wir seine Geschichte etwas verfolgen, auch noch einen Sohn, der fast in seine Fußstapfen tritt.
Das möchte ich als erstes bei diesem Mann einfach mal vorstellen.
Er ist der Sohn eines tapferen Mannes.
Er tut selbstgewaltige Taten für seinen König.
Und dann hat er wieder einen Sohn, Amisabad heißt er.
Von dem lesen wir im ersten Buch der Chroniker.
Kapitel 1 Chroniker 27, Vers 5.
Der Oberste des dritten Heeres für den dritten Monat war Binaya, der Sohn Jojadas des Kronendieners, als Haupt.
Und in seiner Abteilung waren 24.000.
Dieser Binaya war im Weltunternehmen 30 und über die 30.
Und über seine Abteilung war Amisabad sein Sohn Oberaufseher.
Ich möchte einfach mal diese Linie aufzeigen.
Großvater, Vater und Sohn.
Eine Generationenfolge von Männern, die im Dienst des Königs gebraucht werden.
Das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr.
Treue und Glaubensenergie vererbt sich nicht.
Von Vater auf Sohn und von Großvater auf Vater.
Sie muss immer wieder neu bewiesen werden.
Aber es ist köstlich irgendwie.
Wenn es eine Abfolge von Generationen gibt.
Wo der Sohn dem Vater nachahmt und der Enkelsohn dem Vater nachahmt und dem Großvater nachahmt.
Und wie eine Linie gebraucht werden kann im Dienst des Königs.
Wir wollen nicht einen Familienkult irgendwie betreiben.
Ich finde es ist nur eine besondere Gnade.
Und das hier aufzuzeigen und zu sehen bei diesem Binaya, der immer in Verbindung mit seinem Vater genannt wird, als Sohn Jojadas.
Einmal zu sehen, dass er selber noch einen Nachfolger hat in seiner Familie, der ihm ähnlich war und gebraucht werden konnte.
Das ist schon beglückend, finde ich.
Dieser Binaya, der Sohn eines tapferen Mannes, Großantaten aus Kapzeh.
Von dem werden jetzt verschiedene Dinge berichtet, die wir sorgfältig unterscheiden wollen.
Dieser erschlug erstens zwei Löwen von Moab.
Zweitens, er stieg hinab und erschlug den Löwen in der Grube an einem Schneetag.
Und drittens, er war es, der einen ägyptischen Mann erschlug.
Es sind drei verschiedene Handlungen, die hier vorgestellt werden.
Beim ersten Mal, wenn von Löwen die Rede ist, dann sagt die Anmerkung Helden, Gotteslöwen.
Also er hat als erste Tat zwei berühmte moabitische Helden erschlagen.
Um das kurz einmal vorzustellen, er hatte es zuerst zu tun mit Moab.
Er hatte es dann zu tun mit dem Löwen und er hatte es drittens zu tun mit Ägypten.
Und jetzt lernen wir hier in diesem kurzen Vers eine neutestamentliche Tatsache kennen.
Der Gläubige heute hat es mit drei Feinden zu tun.
Wisst ihr das eigentlich? Auch ihr Kinder schon? Drei Feinde?
Ein Feind ist ganz klar, der Teufel. Das ist hier der Löwe, der in der Grube war.
Ein anderer Feind, den wir haben, ist die Welt.
Sie steht uns entgegen. Sie will uns verführen. Sie will uns abziehen.
Das ist hier der ägyptische Mann. Ägypten ist ein Bild der Welt.
Und der dritte Feind, den wir haben, ein Bruder, das habe ich mir gut gemerkt, er hat einmal gesagt,
es gibt nichts gefährlicheres als einen Feind hinter den eigenen Linien.
Der dritte Feind ist unser Fleisch. Die alte, verderbte Natur, die wir noch haben.
Ein Feind hinter den eigenen Linien. Den trage ich mit mir rum und du mit dir rum.
Warum können wir das so sagen, dass Moab für das Fleisch steht? Das ungerichtete, wuchernde Fleisch?
Wenn wir das in der Geschichte des Volkes Israel verfolgen, wir müssen nur mal an das Buch der Richter denken.
Einer der ersten Feinde, der das Volk unter die Knechtschaft bringen darf, war Moab.
Der König von Moab, ein fetter König.
Ein eindeutiges Bild davon, dass das ungerichtete Fleisch feindschaftlich dem Gräubigen gegenübersteht.
Moab ist ein Bild des Fleisches, der bösen Natur in uns.
Und dieser Benaja, dieser Held, er schlug zwei Löwen, zwei mächtige moabitische Helden.
Er hatte also, nein ich möchte noch einmal etwas sagen, zur Beruhigung ein bisschen für uns.
Nicht um lordlos zu werden, sondern um eine gewisse Ruhe zu schaffen.
Wir haben drei Feinde in dieser Welt.
Aber Geschwister, jedem dieser drei Feinde steht auch eine der Personen der Gottheit gegenüber.
Das Fleisch, sagt der Galaterbrief, gelüstet gegen den Geist.
Diese sind einander entgegengesetzt.
Der Heilige Geist in uns ist eine wirksame Kraft, die Person der Gottheit in uns wohnend,
eine, ich sag einmal, obwohl das nicht glücklich ausgedrückt ist,
aber eine wirksame Kraft gegen die Machenschaften des Fleisches in uns.
Das Fleisch ist eins unserer Feinde, aber wir haben den Heiligen Geist in uns wohnend.
Die Welt ist ganz einfach, Johannes schreibt davon,
wenn jemand die Welt liebt, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm.
Die Welt mit all ihren schillernden Vergnügungen, dem steht der Vater gegenüber.
Und dann bleibt es, ist es nicht mehr schwer, der Teufel.
Er steht dem Teufel gegenüber.
Von Anfang an, als der Herr Jesus als Kind auf diese Erde kam,
als Mensch hier gelebt hat, war es immer wieder der Teufel, der ihn verführen wollte.
Und es ist sehr tief beglückt zu sehen, wo sie sich persönlich, wenn ich das so sagen darf,
das erste Mal begegnet sind, der Herr Jesus und der Teufel.
Da in den 40 Tagen in der Wüste, dass da, Geschwister, zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit
der Teufel an einen Menschen herangetreten ist und nicht gesiegt hat,
ihm nicht verführen konnte, zum ersten Mal.
Da fing die Niederlage Satans an, in diesen 40 Tagen in der Wüste.
Und am Kreuz von Golgatha ist das geschehen, was im Garten Eden vorhergesagt war, im Paradies,
dass er der Schlange den Kopf zertreten würde.
Dem Teufel steht der Herr Jesus entgegen.
Dem Fleisch steht der Heilige Geist entgegen.
Der Welt steht der Vater entgegen.
Wir haben diese Feinde, aber wir sind vollends ausgestattet, um unbeschadet,
wirklich, wirklich, um unbeschadet durch diese Welt gehen zu können.
Wenn ihr mal das Ende des ersten Johannesbrief lest, dann findet ihr Ausdrücke,
wo wir eigentlich sofort wieder zuklappen würden und sagen, das stimmt für mich nicht.
Der Gläubige bewahrt sich, der Böse tastet ihn nicht an.
Der Gläubige tut nicht Sünde.
Ich brauche nur diese Woche zurückzudenken.
Da finde ich schon, dass das sich bei mir nicht bestätigt hat.
Aber es ist eine Wahrheit von höchster Wichtigkeit,
dass der Gläubige durch die neue Natur in der Lage ist, nicht zu sündigen.
Und so wollen wir nicht immer die hohen Wahrheiten Gottes auf unserem Niveau herunterziehen,
sondern uns mit der Hilfe des Herrn, mit der Hilfe des Heiligen Geistes bemühen,
unseren niedrigen geistlichen Zustand zu erhöhen zu den hohen Wahrheiten, die für die Gläubigen gelten.
Hier haben wir einen Mann vor uns, der hat gegen alle drei Feinde Widerstand geleistet und gesiegt.
Er hat die mächtigen Helden von Moab besiegt, erschlagen.
Dann hat er es mit dem Löwen zu tun gehabt.
Und das ist sehr bewegend, was hier an zusätzlichen Hindernissen noch aufgeführt wird.
Eigentlich, wenn man Kinder fragt, wer war der Mann in der Löwengrube, dann sagen sie immer Daniel.
Aber der Benaja, das war auch ein Mann in der Löwengrube.
Der stieg nämlich hier hinab in die Grube und hat da den Löwen erschlagen.
Und dann setzt Gott noch eins drauf und sagt, das war nicht irgendwie ein lauer Sommertag, das war ein Schneetag.
Dieser Benaja, um das mal in unseren Alltag vielleicht zu übersetzen,
der hat an einem Tag außergewöhnlich schwieriger Umstände dem Teufel widerstanden.
Ich finde das sehr bemerkenswert, dass Gott das für wichtig hält, uns zu sagen, was für Wetter war an dem Tag.
Selbst das Wetter ist Gott keine Nebensache, er bewertet das in der Handlung, wie wir damit rumgehen.
Hätte der Benaja nicht sagen können, bei diesem Schnee viel zu beschwerlich, ich rutsche da runter und genau dem Löwen vors Maul.
Nein, er ist an dem Schneetag herabgestiegen.
Gott wertet jede außergewöhnliche Belastungssituation in deinem Leben und in meinem Leben
und gibt trotzdem die Kraft, dem Teufel zu widerstehen, ihn zu besiegen.
Wir können das natürlich nur, weil der Teufel schon ein besiegter Feind ist
und der Herr Jesus den grundsätzlichen Sieg am Kreuz errungen hat.
Aber heute können wir dem Teufel widerstehen, sagt Jakobus und er wird von uns fliehen.
Das tat Benaja.
Und dann hat er den ägyptischen Mann erschlagen.
Und wie das hier beschrieben wird,
ich muss noch einmal nachsehen, wie wir das eben gesungen haben in dem Lied.
Drum ahnst du uns gesinnt zu sein, wie du es warst.
Da habe ich sofort an diese Stelle hier gedacht, bei diesem Benaja.
Wisst ihr, wie er diesen ägyptischen Mann erschlagen hat?
Fast so ähnlich, wie David den Goliath erschlagen hat.
Mit seinen eigenen Waffen.
Und wisst ihr, das ist für mich eine wertvolle Belehrung.
Wenn wir Glaubenssiege erringen wollen, dann müssen wir abgucken, wie unser Heiland das gemacht hat.
Ich habe den Eindruck, dass dieser Benaja den David außerordentlich gut beobachtet hat,
in den Jahren, wie er mit ihm war.
Der David hatte auch mal den Löwen erschlagen.
So schildert er das, ich glaube, dem Saul.
Wenn da gefragt wird, wer ist denn dieser David?
Ja, das ist ein Hirte.
Und David sagt dann selber, er hätte den Löwen sogar und er hätte auch den Bären genommen.
Zwei ganz unterschiedliche, gefährliche Tiere, die völlig unterschiedlich auch angreifen und vernichten wollen.
Der Löwe mit schierer Gewalt und Wut brüllt und fällt dich an.
Und der Bär nimmt dich still und heimlich in seine Pranken und erdrückt dich.
Beide Feinde hat David besiegt.
Und ich habe mir den Eindruck, der Benaja hatte genau hingeguckt.
Oder sich das erzählen lassen.
Und hat gesagt, von meinem Meister möchte ich lernen.
Und wie war das denn, als der Goliath da gefallen war?
Mit dem Stein an der Schläfe getroffen.
Dann ging David zu ihm hin und hat dem das Schwert abgenommen und mit seinem eigenen Schwert den Kopf abgeschlagen.
Und was macht Benaja hier?
Er reißt diesem Ägypter seinen Speer aus der Hand und tötet ihn mit seinem eigenen Speer.
Er war seinem Meister ziemlich ähnlich.
Er war so gesinnt, wie sein Herr gesinnt war.
Schauen wir uns die Siege unseres Heilands auch ein wenig ab.
Versuchen nicht mit unseren Tüfteleien vielleicht ein paar Tricks, vielleicht ein paar Manöver, die wir uns ausdenken.
Gradlinig, so wie es unser Heiland gemacht hat.
Den Feind mit seinen eigenen Waffen besiegt.
Gegen alle drei Feinde.
Was für ein Vorbild für uns.
Widerstehen zu können gegen alle drei Feinde.
Er hat sie besiegt.
Das tat Benaja, der Sohn Jojas.
Und er hatte einen Namen unter den drei Helden.
Jetzt wird noch etwas.
Nein, ich möchte nochmal bei diesem Vers stehen bleiben.
Zum zweiten Mal finden wir in diesem langen Kapitel eine Billigung Gottes, eine Zustimmung Gottes zu diesem Handel.
Das tat Benaja.
Gestern haben wir gelesen, das taten die drei Helden.
Wie ein nachfolgender Ausdruck höchster Billigung, höchster Zustimmung.
Das taten die drei Helden.
Das tat Benaja.
Vorbildlich Geschwister für uns.
Ich möchte euch einen Gedanken vorlegen, wo ich selbst nicht ganz sicher bin.
Aber ich habe einen gewissen Eindruck davon, dass dieser Benaja einer von den dreien war, die in die Höhle Adolam gegangen sind.
Er war vor den übrigen 30.
Er hatte an die ersten 30 nicht herangereicht.
Er war aber vor den übrigen 30.
Und er hat auch in seinem Handel, was hier beschrieben wird.
So wie bei den drei Helden, die in die Aufstellung der Verlister gegangen sind und das Wasser gebracht haben.
Und die besondere Billigung seines Gottes.
Ich habe den tiefen Eindruck, auch weil er in all seinem Handeln, seinem David so ähnlich war.
Das könnte einer von den dreien sein.
Wir haben gestern gesagt, Gott schreit darüber.
Weil wahre Hingabe, die will nicht berühmt werden, die ist zufrieden, wenn der Gegenstand der Hingabe zufrieden ist.
Ich möchte es einfach als Gedanken vorlegen.
Es könnte einer von den dreien sein.
Wir wissen sie nicht, dem Namen nach.
Auch die anderen beiden nicht.
Aber dem Benaja, dem würde ich das zutrauen, möchte ich mal so sagen.
Hier wird gesagt, vor den 30 war er berühmt.
Aber an den ersten drei reichte er nicht heran.
Und David setzte ihn in seinen geheimen Rat.
Er bekommt eine Ehrenstellung.
Über seine Leibwache sagt die Anmerkung.
Jetzt lernen wir etwas bei diesem Benaja, was außerordentlich anspornend ist für uns.
Dieser Benaja hat in seinem Leben Hingabe bewiesen.
Er hat Treue bewiesen.
Er hat Entschiedenheit bewiesen.
Er ist ein Nachahmer seines Herrn gewesen, in dem wie er mit den Feinden umgegangen ist.
Übrigens Geschwister, wenn man mit der Welt zu tun hat.
Wir haben das jeden Tag.
Vielleicht nicht erst morgen, vielleicht heute Abend schon wieder.
Wir haben mit der Welt zu tun.
Und die Welt wird getrieben durch drei Motoren.
Durch die Lust der Augen, durch die Lust des Fleisches und durch den Hochmut des Lebens.
Wir wollen außerordentlich wachsam sein.
Ich sage mir das zuerst, vor diesen drei Motoren der Welt.
Satan weiß nämlich ganz genau, welche Schlinge er bei mir hat.
Und er weiß es, welche er bei dir hat.
Es ist nicht ungefährlich mit der Welt zu spielen.
Sich zuzutrauen, das schon in der Hand zu haben.
Wir sind in großer Gefahr, wenn wir in der Beziehung auf uns selbst bauen.
Aber wenn wir Entschiedenheit beweisen, auch in diesem Punkt,
dann bekommt dieser Benaja jetzt eine Ehrenstellung.
Er gehört jetzt zu der Leibwache des Königs.
Es ist jetzt ein Mann, der über das Ansehen und die Sicherheit und den Namen seines Königs wacht.
Das ist eine hochehrenvolle Aufgabe.
Über die Person des Meisters zu wachten.
Dass dem Namen dieser Person kein Unwill geschieht.
Dass dieser Name nicht angegriffen wird oder in den Schmutz gezogen wird.
Das ist eine Ehrenaufgabe.
Wenn ihr das lest in der Geschichte des Volkes, in der Geschichte des Königs Daphid,
als er noch verfolgt war, dann aber auch als er schon König war und fliehen musste vor seinem Sohn Absalom.
Da war es der Benaja, der über die Leibwache und über den König wachte.
Dass diesem Mann nichts geschah.
Ihr wisst, dass wir heute nicht in der Hinsicht über die Person des Herrn Jesus wachen müssen.
Aber wir müssen darüber wachen, dass diesem Namen dieser wunderbaren Person nicht in Worten oder Taten Unrecht getan wird.
Dass ihr zuwidergehandelt wird, sondern dass ihre Interessen gewahrt werden.
Und ihre Rechte hochgehalten werden.
Eine ehrenvolle Aufgabe, die dieser Benaja beinhaltet.
Und es ist hier noch nicht zu Ende mit der Geschichte von Benaja.
Als der alte König Daphid dann, wir möchten fast sagen, auf seinem Sterbebett das Zepter übergibt,
an seinen Sohn Salomo, da hatte ihm noch einiges zu sagen.
Ich möchte einmal sagen, dass aus der Geschichte des Königtums Daphids
noch einige Dinge geordnet werden mussten, bevor dieses Reich des Friedens unter Salomo beginnen konnte.
Lasst uns da einmal, es ist wirklich wichtig meine ich und deshalb wollen wir da einmal hingehen.
Nach 1. Königin 2.
In Kapitel 2 am Anfang lesen wir, als die Tage Daphids heranlaten, dass er sterben sollte,
gebot er seinem Sohn Salomo und sprach.
Und dann führt er in diesen Versen auf.
Zum Beispiel Vers 5.
Du weißt ja auch, was mir Joab getan hat, der Sohn der Zeruja.
Vers 6.
Den Söhnen Basileis des Gileaditas sollst du Güte erweisen.
Vers 8.
Siehe, bei dir ist Simi, der Sohn Geras, der Benjaminiter von Bacchurim.
Der fluchte mir mit heftigem Fluch.
Und zu all diesen Dingen hat er dem Salomo zu sagen, wie er damit umgehen soll.
Und dann kommt der Salomo in Vers 24.
Ich überfliege das jetzt einfach mal.
Kapitel 2 Vers 24.
Und nun, so war der Herr lebt, der mich befestigt hat und mich hat sitzen lassen auf dem Thron meines Vaters Daphid.
Und der mir ein Haus gemacht hat, so wie er geredet hat.
Heute soll Adonija getötet werden.
Und der König Salomo sandte hin durch Benaja, den Sohn Jojadas.
Und er stieß ihn nieder und er starb.
Vers 29.
Es wurde dem König Salomo berichtet, Joab ist zum Zelt des Herrn geflohen.
Und siehe, er ist neben dem Altar.
Da sandte Salomo Benaja, den Sohn Jojadas.
Und er bringt ihn zu Tod.
Vers 34.
Dann lesen wir in Vers 44.
Der König sprach zu Simei.
Du selbst weißt all das Böse, dessen dein Herz sich bewusst ist, dass du meinem Vater Daphid getan hast.
Vers 46.
Und der König gebot Benaja, dem Sohn Jojadas.
Und er ging hinaus und stieß ihn nieder und er starb.
Dieser Mann Benaja hat sehr delikate Aufgaben noch bekommen von dem neuen König Salomo.
Dieser Übergang von dem Königtum Daphids zum Königtum Salomos sollte geebnet werden.
Und all das, was noch zu ordnen war, da hatte Salomo den Benaja.
Der Mann, der sich bewährt hatte in vielen schwierigen Situationen.
Der über die Person des Königs wachte, als Chef der Leibgarde.
Und der bekommt dann hinterher noch, das können wir heute nicht mehr besehen,
er wird noch über das ganze Heer gesetzt.
Wisst ihr, das bedeutet, dass er dann derjenige war, der andere im Kampf unterwies.
Benaja, das tat Benaja.
Ein Mann von ganz besonderer Wertschätzung, wie ich finde.
Treue, Nachahmung seines Meisters, ihm ähnlich gehandelt.
Seine ehrenvollen Stellungen zur Ehre des Königs und zum Ruhm des Königs genutzt.
Und dann am Ende in einer Position, wo er andere im Glaubenskampf unterweist.
Geschwister, solche Leute brauchen wir auch.
Die andere anleiten, den Glaubenskampf zu führen.
Da brauchen wir Benajas.
Bist du ein Benaja? Wir brauchen sie.
Dass der Kampf richtig geführt wird, für die Interessen des Königs.
Dann werden der Reihe nach Namen aufgezählt.
Mit Zusätzen, woher diese Menschen kamen.
Wir können nicht auf jeden einzelnen schauen, auf zwei oder drei vielleicht von ihnen schon.
Aber sie sind Gott wichtig.
Sie fallen nicht unter den Tisch.
Keine Tat seiner Helden fällt unter den Tisch.
Alles wird berücksichtigt, alles wird aufgeführt.
Und diese 30, zu ihnen gehört Asael, der Bruder Joabs.
Ja, das ist jetzt der dritte von den drei Söhnen der Zeruja.
Abisael, Vers 18 war der eine.
Joab, der nicht in der Liste steht, wir haben das gesehen.
Wahrscheinlich der Älteste und jetzt Asael.
Dieser Mann ist schon sehr früh gestorben.
Wir können das nicht mehr alles nachschlagen.
Ich kann euch das mal empfehlen nachzusuchen.
Auf brutale Weise erschlagen worden, als junger Mann.
Ein Mann schnell wie eine Gazelle, so ähnlich wird er beschrieben.
Ich freue mich darüber, dass hier nicht nur alte Leute stehen in dieser Liste,
sondern auch junge Männer.
Auch junge Männer können Helden sein.
Für den David wichtig sein.
Sie können ihre Fähigkeiten einsetzen.
In der Jugend hat man andere Fähigkeiten als im Alter.
Das Alter hat oft den Vorteil von einer gewissen Reife,
von einer gewissen Ruhe im Beurteilen von Situationen.
Aber die Jugend hat auch ihre Vorzüge.
Und auch die Vorzüge der Jugend werden im Dienst für den Herrn gebraucht.
Und Asael, der als junger Mann schon sterben musste, ermordet wurde, recht brutal.
Dieser Mann steht in der Liste der Helden.
Wäre schön, wenn heute Gott ein Buch schreiben müsste über die Helden von Girkhausen.
Vielleicht wäre auch ein junger Mann dabei.
Eine junge Schwester.
Wir haben ja am Anfang schon gesagt, es geht nicht nur um Brüder, es geht auch um Schwestern.
Dann möchte ich einmal hinweisen in Vers 34 auf den Elyon, den Sohn Ahetophels, der Giloniter.
Das ist ein interessanter Mann.
Dieser Elyon, das war der Vater von Bathseba.
Erstaunen wir da nicht?
Dieser Name muss irgendwie dem David doch durchs Herz gegangen sein.
Ganz am Ende kommen wir nochmal zu einem Namen.
Aber der Elyon, der Vater von der Bathseba, da muss doch dem David sein Gewissen geschlagen haben.
Das war doch die Frau, die er ehebrecherisch genommen hatte, die Bathseba.
Deren Vater war einer seiner Helden.
Deren Mann, der Uriah auch, der steht ganz am Schluss dieser Liste.
Seht ihr, wenn David jetzt so am Ende seines Lebens über diesen Namen blickt
und über die Treue seiner Männer nachdenkt,
dann kommt ihm mancher schwarze Fleck seines Lebens wieder ins Gedächtnis.
Ilia, dessen Tochter habe ich doch widerrechtlich genommen
und habe dann, das sehen wir bei Uriah, ihren Mann ermorden lassen.
Ja eigentlich, so sagt es das Urteil Gottes, du bist der Mann.
Er war selber schuld an dem Tod Uriahs.
Wie muss den David das noch einmal gewirbelt haben?
Am Ende seines Lebens.
Die Dinge, ich möchte das noch einmal sagen,
Geschwister, weil wir das aus unserem Leben vielleicht auch kennen.
Nicht Mord, nicht Ehebruch vielleicht, aber Sünde Gott gegenüber.
Dinge in unserem Leben, alles in unserem Leben kann geordnet werden
durch ein aufrichtiges Bekenntnis.
Sofort wird die Freude der Gemeinschaft, der Genuss der Gemeinschaft wieder hergestellt.
Aber es kann sein, dass Gott in seinen Regierungswegen in unserem Leben
Zucht darüber bringt, die er nicht wegnimmt, auch nach einem Bekenntnis nicht.
Und David hat sich auch nicht aufbegehrt.
Wenn wir die Geschichte richtig lesen.
Er hatte ja diesen Propheten gegenüber, der ihm da das Bild mit dem Hirten,
dem armen Mann, dem reichen Mann und den vier Schafen,
hat der David gesagt, vierfältig soll der Mann erstatten, der das getan hat.
Du bist der Mann und vierfältig musste David erstatten.
Vier Söhne hat er verloren.
Er hat sich aber darunter gebeugt.
Er hat seinen Frieden gefunden darin.
Weil diese grundsätzliche Sünde war geordnet.
Die Folgen der Sünde hat Gott nicht weggenommen.
Das sind seine Regierungswege.
Das ist wichtig, dass wir das in unserem Leben auch gut erkennen.
Aber eine ungedrückte Gemeinschaft mit Gott kann wieder möglich sein.
Jetzt denkt ihr hier an diesen Eliam, den Sohn Ahitophels.
Ahitophel ist auch ein Name aus der Geschichte Davids.
Der hat ihn mal sehr geschmerzt, der Ahitophel.
Das war einer, der hatte Ratschläge dem Absalom gegeben.
Von dem Ahitophel sagte, wenn man früher den Rat Ahitophels befragt,
dann war das so, als hätte man Gott selbst befragt.
So ähnlich steht das im Buch.
Und dieser Ahitophel hat sich auf die Seite Absaloms geschlagen.
War ein Verräter geworden.
Ein Vorbild auf das, was der Herr Jesus unser Heiland mit Judas erlebt hat.
Der jahrelang mit ihm gegangen war.
Und sich dann gegen ihn gewandt hat.
Auf diesen Ahitophel beziehen sich die Psalmen 44, glaube ich.
Vers 10
Sogar der Mann meines Friedens, auf den ich vertraute, der mein Brot aß, hat die Ferse gegen mich erhoben.
Und dann meine ich in Psalm 55, Vers 14, Vers 13 schon.
Nicht ein Feind ist es, der mich höhnt, sonst würde ich es ertragen.
Nicht mein Hasser ist es, sondern du, ein Mensch wie ich.
Entsprechend meiner Schätzung.
Mein Freund und mein Vertrauter, die wir vertrauten Umgang miteinander pflegten,
ins Haus Gottes gingen mit der Menge.
So klagt er über diesen Ahitophel.
Diese Empfindungen sind durch das Herz unseres Heilands gegangen, im Blick auf Judas.
Er wusste von Anfang an, dass es der Sohn des Verderbens war.
Einer von euch ist ein Teufel.
Er wird mich überliefern.
Und doch hat es ihn geschmerzt.
Iliam, der Sohn Ahitophels.
Dann haben wir noch Vers 37, Nacherei der Beherotiter, der Wechenträger Joabs, des Sohnes der Zeruja.
Joabs selbst, haben wir gesehen, steht nicht in diesem Verzeichnis, aber sein Waffenträger.
Da war einer, der hat wohl die Schliche seines Herrn durchschaut und nicht mitgemacht.
Ist seinem großen Meister treu geblieben.
Nicht dem Herrobersten, sondern seinem König.
Für mich ist das vielleicht ein kleiner Hinweis darauf, dass wir Brüdern nicht blind nachlaufen dürfen.
Sondern sie messen müssen in ihrem Verhalten, auch bewährte Brüder, auch kampferprobte Brüder.
Wir müssen sie messen an ihrer Treue gegenüber dem Wort Gottes.
Und wenn wir sehen, dass auch solche bewährten Brüder falsche Wege gehen, was vorkommen kann.
Wir wollen nicht kontrollieren und überwachen.
Das meine ich nicht.
Aber ihr wisst, was ich meine.
Wir müssen ihre Wege messen an dem Maßstab des Wortes Gottes.
Und wenn dieser Maßstab nicht mehr übereinstimmt, dann besteht die Gefahr, dass wir ihnen trotzdem nachlaufen.
Aber dieser Nacharei, der tat das nicht.
Der lief nicht blind dem Joab hinterher.
Der hatte eine eigene Position und kann deshalb in der Liste des Königs David stehen.
Er ist ein Held Davids.
Er hat erkannt, dass sein Herr Joab falsche Motive hatte.
Und zuletzt Uriah der Hethiter.
Wir haben eben schon kurz angesprochen, was dem David dann durch sein Herz gegangen ist.
Der Mann, der sterben musste, weil David seine Sünde vertuschen wollte.
Auf eine niederträchtige Weise.
So weit kann es kommen, Geschwister.
Aber wenn David hier am Ende seines Lebens an diesen Namen denkt, dann rühmt er sicher auch die Gnade Gottes, die ihn aus diesem Fall wieder herausgezogen hat.
Wir haben am Anfang schon gesagt, er war ein Mann Gottes, nach dem Herzen Gottes, weil er seine Fehler, wenn er sie erkannt hat, bekannt hat.
Und klaren Tisch gemacht hat, nichts beschönigt hat.
Deshalb konnte Gott auch wieder mit ihm anknüpfen.
Und wenn er jetzt über den Uriah nachdenkt, wird sicherlich noch tiefe Beschämung in seinem Herzen gewesen sein.
Aber auch die Freude darüber, dass die Sünde vor Gott geordnet war.
Dieser Uriah war übrigens wirklich ein Held.
Das ganz zum Schluss vielleicht noch.
Wisst ihr, David hatte ihm ja, um diese Sünde zu vertuschen, angeboten, zu seiner Frau zu gehen.
Aber er hatte ganz hohe Worte dazu.
Das lasst uns eben einmal in diesem zweiten Buch Samuel sehen.
Er wollte nicht von der Bundeslade weggehen, meine ich.
2 Samuel 11, Vers 11
Und Uriah sprach zu David, die Lade, und Israel und Judah weilen in Hütten.
Und mein Herr Joab und die Knechte meines Herrn lagern auf freiem Feld.
Und ich sollte in mein Haus gehen, um zu essen und zu trinken und bei meiner Frau zu leben.
So wahr du lebst und deine Seele lebt, wenn ich dies tue.
Was für einen Blick hat dieser Mann gehabt.
Die Lade in Hütten.
Das Volk in Hütten.
Und ich sollte in mein Haus gehen?
Keine Bequemlichkeit, keine Schonung hatte sich gegönnt.
Er hatte nichts geahnt, was das für ein trickreicher Vorschlag gewesen ist.
Er hatte eine solide innere Haltung.
Zur Lade und zum Volk Gottes.
Die Lade ein Bild von dem Herrn Jesus als Mittelpunkt des Volkes Gottes.
Keine Bequemlichkeit, wenn die Lade noch nicht zur Ruhe gekommen ist und auch das Volk noch keine Ruhe hat.
Das war der Uriah.
Ein Held unter den 30 Helden.
Was für ein Bild in diesem Kapitel, Geschwister.
Mich hat es immer sehr beeindruckt, das ganze Kapitel.
Wir können von jedem Mann etwas lernen.
Und wir wollen jetzt nicht lernen, mit eigener Tatkraft irgendwelche Heldentaten zu tun.
Sondern wir wollen das tun, was diese Männer getan haben.
Auf den David kommen.
Der hat entschieden, welche Taten sie tun sollten.
Bis auf diese offene Frage, wer wird mir Wasser geben.
Da gab es Freiwillige.
Alle anderen haben im Interesse des Königs gehandelt.
Möchte der Herr es uns schenken, wenn wir wieder an unseren Platz gehen.
Dass wir daran denken, die Lade, das Volk, wir sind noch nicht zur Ruhe gebracht.
Wir wandern noch.
Da ist es keine Zeit, sich auszuruhen.
Da gilt es noch aktiv zu sein für den Herrn.
Entschieden zu sein, auch gegen die drei Feinde, die wir heute gesehen haben.
Und auch noch zu wachen über die Person unseres Meisters.
Ehrenvolle Aufgaben für uns, für Schwestern und für Brüder. …
