Hebräer 10
ID
az005
Sprache
DE
Gesamtlänge
03:17:07
Anzahl
3
Bibelstellen
Hebräer 10
Beschreibung
3 Vorträge über das 10. Kapitel des Hebräerbriefes:
- Hebräer 10,1-14
- Hebräer 10,15-25
- Hebräer 10,26-39
Automatisches Transkript:
…
Singen wir das Lied 235.
Singen wir das Lied 247.
Singen wir das Lied 258.
Singen wir das Lied 259.
Singen wir das Lied 269.
Singen wir das Lied 324.
Singen wir das Lied 395.
Singen wir das Lied 396.
Singen wir das Lied 384.
Singen wir das Lied 389.
Singen wir das Lied 450.
Liebe Geschwister, ich habe mich sehr gefreut über Eure Einladung hierher nach Darmstadt.
Und nicht nur um Euch kennenzulernen.
Ist auch ein wichtiger Aspekt sicherlich, dass wir uns auch als Gläubige, als Glaubensgeschwister besser kennenlernen untereinander.
Aber wir haben etwas, was uns verbindet.
Wir haben dafür gesungen.
Von einem Werk der Erlösung, das geschehen musste.
Und von dem Erlöser selbst, der das Werk vollbracht hat.
Der ist es, der uns zusammengeführt hat.
Und mit ihm wollen wir uns auch an diesen Tagen, die wir hier mit seiner Hilfe und seinem Segen verbringen möchten, beschäftigen.
Mit der Person, von dem wir gesungen und auch im Gebet daran gedacht haben, dass er selbst vom Himmel herabgekommen ist auf diese Erde.
Ich möchte mit des Herrn Hilfe gerne bei diesen Gelegenheiten im Hebräerbrief das 10. Kapitel lesen.
Wir lesen Hebräer 10 von Vers 1 an.
Vers 1 an.
Denn da das Gesetz einen Schatten der zukünftigen Güter, nicht der Dinge ebenbild selbst hat,
so kann es niemals mit denselben Schlachtopfern, die sie alljährlich ununterbrochen darbringen, die Hinzunahenden vollkommen machen.
Denn würde sonst nicht ihre Darbringung aufgehört haben, weil die den Gottesdienst Ausübenden einmal gereinigt, kein Gewissen von Sünden mehr gehabt hätten?
Doch in jenen Opfern ist alljährlich ein Erinnern an die Sünden.
Denn unmöglich kann Blut von Stieren und Böcken Sünden wegnehmen.
Darum, als er in die Welt kommt, spricht er, Schlachtopfer und Speisopfer hast du nicht gewollt.
Einen Leib aber hast du mir bereitet.
An Brandopfern und Opfern für die Sünde hast du kein Wohlgefallen gefunden.
Da sprach ich, siehe ich komme.
In der Rolle des Buches steht von mir geschrieben, um deinen Willen, oh Gott, zu tun.
Während er vorher sagt, Schlachtopfer und Speisopfer und Brandopfer und Opfer für die Sünde hast du nicht gewollt, noch Wohlgefallen daran gefunden, die nach dem Gesetz dargebracht werden,
sprach er dann, siehe ich komme, um deinen Willen zu tun.
Er nimmt das erste weg, damit er das zweite aufrichte.
Durch diesen Willen sind wir geheiligt, durch das ein für allemal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi.
Und jeder Priester steht täglich da, verrichtet den Dienst und bringt oft dieselben Schlachtopfer da, die niemals Sünden wegnehmen können.
Er aber, nachdem er ein Schlachtopfer für Sünden dargebracht hat, hat sich auf immer da gesetzt zur rechten Gottes.
Fortan wartend, bis seine Feinde hingelegt sind als Schemel seiner Füße.
Denn mit einem Opfer hat er auf immer da die vollkommen gemacht, die geheiligt werden.
Soweit wollen wir heute Abend aus Gottes Wort lesen.
Ich muss euch gleich zu Anfang sagen, ich weiß nicht, wie weit wir in der Betrachtung dieses Kapitels fortschreiten werden.
Es hat sehr große Tiefen, enthält es, und wunderbare Schönheiten.
Und wir wollen es dem Wirken des Geistes überlassen, wie wir vorankommen.
Ich habe große Freude daran, über die eine Person etwas zu sagen, die nicht nur der Kern dieses Kapitels, sondern der wesentliche Inhalt dieses ganzen Briefes überhaupt ist.
Von dieser Person haben wir in dem Lied gesungen, dass er uns erkauft und erlöst hat und zu seinem Eigentum gemacht hat.
Und er ist es wert, dass wir uns in aller Ruhe mit ihm beschäftigen.
Der Hebräerbrief ist ein etwas spezielles Dokument, meine ich im Neuen Testament.
Wenn man einen Brief bekommt, dann ist man immer sehr gespannt darauf, von wem der Brief denn überhaupt geschrieben ist.
Wer ist der Absender von einem Brief?
Ich mache das so zu Hause, wenn ich an den Briefkasten gehe und sehe, da sind Briefe drin, dann gucke ich zuerst, wo kommen die her?
Und wenn man den Hebräerbrief nimmt, dann wird man einen Absender vergeblich suchen.
Oft ist das so in den anderen Briefen des Neuen Testamentes, dass sie einleitend schon den Absender vorstellen.
Wenn wir an die Briefe von dem Apostel Paulus denken, er stellt sich meist im ersten Vers schon vor, als Verfasser eines Briefes.
Im Hebräerbrief ist das anders.
Der Hebräerbrief beginnt mit einer Person.
Mit dem Reden Gottes durch eine Person, durch den Sohn.
Und ich meine das beschreibt eigentlich schon ganz deutlich, worum es geht in diesem Hebräerbrief.
Es geht tatsächlich um diese eine Person, die den Empfängern der Briefe vorgestellt werden sollte.
Und das müssen wir uns merken für das Lesen dieses Briefes.
Weil in diesem Brief Dinge, die die Empfänger des Briefes gut kannten, an die Seite geschoben werden.
Die Empfänger waren Gläubige, überwiegend jedenfalls Gläubige aus dem Volk der Juden.
Und wir haben heute in dem Kapitel schon etwas von dem gelesen, was das Volk der Juden über Jahrtausende hinweg, Jahrhunderte hinweg gut kannte und immer wieder praktiziert hat, nämlich Opferdienst.
Aber mit dem Kommen des Herrn Jesus, mit seinem Sterben auf Golgatha, mit seiner Auferstehung und seinem Hinauffahren in den Himmel, haben sich die Dinge grundlegend geändert.
Seitdem gibt es nicht mehr nur ein auserwähltes Volk auf der ganzen Erde, dem die Zuneigung und die Fürsorge Gottes gehört.
Mit diesem Volk der Juden hat Gott vorübergehend abgeschlossen.
Die Zeiten der Nationen haben begonnen und dauern immer noch an.
Er wird noch einmal mit diesem Volk der Juden handeln.
Er wird es zurecht bringen, aber nach dem Kreuzestod des Herrn Jesus ist etwas, wir haben das heute in einem Vers gelesen, ist etwas weggenommen worden und etwas Neues aufgerichtet worden.
Und jetzt müssen wir uns vorstellen, das sind Empfänger, die über Jahrhunderte hinweg Gottes Gedanken über Opferdienst, über Priesterdienst mehr oder weniger gut und treu, aber doch ausgeübt haben.
Sie kannten etwas, was von Gott gegeben war und das sollte jetzt zu Ende gekommen sein.
Und davon mussten sie gelöst werden.
Und wenn man den Brief von vorne bis hinten liest, ist eigentlich bewundernswert, wie der Heilige Geist durch den Schreiber dieses Briefes vorgeht und Stück für Stück von dem nimmt, was sie kannten.
Er spricht beispielsweise im ersten Kapitel von den Engeln und stellt daneben eine Person und sagt, die ist vorzüglicher als die Engel.
Er nimmt Mose und sagt, es gibt einen, der größer ist als Mose.
Er nimmt Aaron, der hohe Priester, sagt, es gibt einen Größeren und liebe Geschwister, ich habe große Freude daran, dass das immer die gleiche Person ist, die größer als alles ist, was die Hebräer bis dahin kannten.
Der Herr Jesus mit dem, was er getan hat zur Verherrlichung Gottes und zu unserem Heil, stellt alles das, was das Judentum ungefähr 1500 Jahre hindurch kannte, in den Schatten, weit in den Schatten.
Er überstrahlt alles und ich glaube, das ist eine Art vorzugehen, wenn man jemanden hat, wenn man Kinder hat, die an etwas festhalten.
Sie lassen das am ehesten los, wenn man etwas noch Schöneres daneben stellt, was sie noch mehr interessiert.
Dann lassen sie das etwas Mindere fahren und beschäftigen sich mit dem Schöneren.
Und auf diese Weise geht der Heilige Geist in diesem Brief auch vor.
Ein ganz hohes Niveau natürlich, es geht nicht um Spielsachen, es geht um geistliche Wahrheiten.
Wir wissen aus der Geschichte des irdischen Volkes, dass sie das Eigentum, das Sondereigentum Gottes waren, dass Gott sie sich herausgerettet hat aus Ägypten.
Damals sangen sie schon in dem Lied der Erlösung auf der anderen Seite des Roten Meeres davon, dass er sie bringen würde zu dem Berg seines Erbteils.
Gott hatte sich ein Land ausgespäht aus allen Ländern auf dieser Erde, das Allerschönste von allen Ländern, das Reichste und Fruchtbarste.
An einer Stelle im Alten Testament, meine ich, lesen wir, dass es die Zierte ist von allen Ländern.
Es gab keinen schöneren Landstrich, wenn wir so sagen wollen, als das Land Israel.
Mit allem Guten und Schönen hat Gott sein irdisches Volk überschüttet.
Aber wenn wir die Geschichte ein wenig kennen, dann wissen wir, dass sie dem Segen, den sie genießen konnten, nicht entsprochen haben, von Anfang an nicht.
Gott musste sein Volk in verschiedenen Etappen in Gefangenschaften senden.
Erst das Zehnstämmerreich, sogar noch vorher die zweieinhalb Stämme, die gar nicht erst mit in das Land gezogen waren.
Dann das Zehnstämmerreich, dann auch das Zweistämmerreich Juda.
Sie kamen zurück aus der siebzigjährigen babylonischen Gefangenschaft, bauten den Tempel wieder, den Altar zuerst, dann den Tempel, dann die Mauer Jerusalems und dann verflachte alles wieder.
Und dann finden wir zwischen dem Ende des Alten Testamentes und dem Beginn des Neuen Testamentes eine Zeitspanne von ungefähr 400 Jahren, wo Gott nicht mehr spricht zu seinem Volk.
Das ist eine ernste Tatsache, Geschwister.
Sein Volk, das er sich auserwählt hatte, er spricht nicht mehr.
400 lange Jahre.
Aber dann redet er wieder und so beginnt der Hebräerbrief, Vers 1, nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn.
Dann kommt der Sohn Gottes tatsächlich als Mensch auf diese Erde.
Und er erfüllt in allem die Gedanken seines Gottes und Vaters.
Wir haben heute etwas davon gelesen.
In diesem Kapitel jetzt, in dem zehnten Kapitel, ist eigentlich der Hauptgedanke,
das was Gott im Alten Testament immer an seinem irdischen Volk gesucht hatte, dass sie ihm nämlich mit Opfern nahen sollten.
Dass er das jetzt in dem Neuen, in der christlichen Haushaltung, in der wir auch leben, deshalb hat der Hebräerbrief für uns eine ganz besondere Bedeutung auch.
Wir könnten sonst vielleicht denken, warum bereden wir heute einen Brief, der an Juden geschrieben ist, an gläubige Juden.
Nun nach dem Kreuz von Golgatha ist die Zwischenwand der Umzäunung niedergerissen.
Da gibt es nicht mehr nur ein auserwähltes Volk Gottes auf dieser Erde, sondern das Heil ist für alle Menschen aus allen Nationen.
Auch für uns.
Und das was Gott jetzt den Gläubigen Hebräern, den Gläubigen aus dem Judentum sagen möchte, zu was sie gekommen sind im Christentum, Geschwister, das gilt auch für uns.
Wir haben nicht diese Vergangenheit wie die Hebräer, aber wir haben das gleiche Teil.
Und deshalb haben wir Freude daran, mitzuempfinden, wie der Schreiber dieses Briefes die Kostbarkeit der Person des Herrn Jesus in jedem Kapitel einem Schatten, einer Zeremonie des Alten Testamentes entgegenstellt und sagt, das was wir jetzt haben ist weitaus höher.
Er hat das bis zum 9. Kapitel hindurch getan und jetzt kommt er im 10. Kapitel dazu und möchte zeigen, dass das was das Alte Testament, die Anordnung des Alten Bundes nicht vermochten,
dass nämlich Menschen auf dieser Erde Gott direkt und ohne Scheu nahen können als Anbeter, dass das durch den Herrn Jesus anders geworden ist.
Aber dazu musste auch der Herr Jesus kommen.
Gott hatte immer schon in seinem Herzen gehabt Anbetung von den Seinen zu empfangen, von den Gläubigen.
Aber dieses Kapitel zeigt deutlich, dass was im Alten Testament galt, so haben wir angefangen in Kapitel 10, ist ein Schatten nur.
Es sind wunderbare Bilder, aber sie sind nur Schatten von dem, was durch den Herrn Jesus Wirklichkeit geworden ist.
Wir kennen vieles aus dem Alten Testament, was das irdische Volk für Anordnungen hatte.
Wir haben von vielen verschiedenen Opfern zum Beispiel heute gelesen.
Gott hatte nachdem das Haus, das Zelt der Zusammenkunft in der Wüste aufgerichtet war, Anordnungen gegeben, wie man ihm nahen konnte.
Wenn jemand auf dem Herzen hatte Gott in Anbetung zu nahen, dann musste er ein Brandopfer bringen.
Das sind jetzt die Bilder oder die Übersetzung schon der Bilder.
Wenn einer aus dem Volk Gott etwas bringen wollte in der Form eines Speisopfers, dann redete das von dem Leben des Herrn Jesus.
Und so können wir die ganzen Opfer durchgehen.
Sie sind Schatten, aber sie haben ein Kennzeichen, das haben wir gelesen in Vers 1 schon.
Es kann niemals das Gesetz, kann niemals mit denselben Schlachtopfern, die sie alljährlich ununterbrochen darbringen, die Hinzunahenden vollkommen machen.
Wisst ihr, wenn wir das ein wenig kennen im Alten Testament, das Volk Gottes in der Wüste, auch dann im Land noch.
Wenn etwas vorgefallen war, mussten sie Opfer bringen.
Wenn sie gesündigt hatten, sie mussten ein Sündopfer bringen oder ein Schuldopfer.
Dann gab es einen ganz speziellen Tag in dem Feiertagskalender des jüdischen Volkes.
Das war der große Versöhnungstag, auf dem wird auch in diesem Kapitel abgestellt.
Einmal im Jahr durfte der hohe Priester in das Allerheiligste hineingehen, in dieser Stiftshütte.
Aber das war eine, darf ich mal so sagen, eine spannende, gespannte Atmosphäre dabei.
Weil niemand aus dem Volk wusste wirklich, kommt er wieder heraus?
Reicht das, was wir jetzt als Gott, als Opfergott angeboten haben?
Wird er wieder herauskommen?
Und dann bedeutete es, dass Gott für ein weiteres Jahr in der Mitte seines Volkes wohnen dürfte, würde.
Aber wir lesen hier, niemals konnten die Hinzunahenden dadurch vollkommen gemacht werden.
Wir haben geschlossen heute beim Lesen mit Vers 14, möchte ich das gleich als Gegensatz dazu zeigen.
Was hat der Herr Jesus getan? Er hat mit einem Opfer auf immer da, die vollkommen gemacht, die geheiligt werden.
Wir wollen das nachher mit der Hilfe des Herrn noch etwas untersuchen, was das bedeutet.
Aber wir sehen hier schon die immer wiederholten Opfer im Alten Testament.
Die reichten für eine Zeit aus, den Zorn Gottes zu beschwichtigen.
Aber sie haben die Hinzunahenden, das sind die, die die Opfer gebracht haben, nicht vollkommen gemacht.
Geschwister, da schwingt zwischen den Pfeilen eigentlich schon etwas von dem Warten Gottes mit.
Gott hatte die Opfer angeordnet. Wir haben das auch heute Abend gelesen.
Aber es waren nur Schatten, es waren Hinweise auf etwas Vollkommenes, was erst in der Person seines Sohnes kommen würde.
Aber darauf hat Gott gewartet. Gott hat gewartet, dass Menschen in einer Stellung der Vollkommenheit, ohne Scheu,
und mit seiner Hilfe wollen wir das morgen betrachten, direkt in das Heiligtum, in die Gegenwart Gottes treten können.
Das konnte im Alten Testament nur einmal im Jahr eine einzelne Person.
Heute darf das jeder Glaubende.
Und wenn Gott hier schreiben lässt, niemals konnten die Hinzunahenden vollkommen gemacht werden durch diese Opfer,
dann klingt an, dass das das Ziel Gottes aber war.
Er wollte Menschen in seiner Gegenwart haben, die ohne Scheu ihm nahen konnten.
Und das konnte mit Blut von Stieren und Böcken nie geschehen.
Denn würde sonst nicht ihre Darbringung aufgehört haben, weil die den Gottesdienstausübenden einmal gereinigt kein Gewissen von Sünden mehr gehabt hätten.
Jetzt sagt der Schreiber, wenn das doch der Fall gewesen wäre, dass ein Opfer, ein Tieropfer im Alten Testament die Hinzunahenden vollkommen gemacht hätte,
dann hätten sie aufhören können zu opfern.
Dann brauchten sie doch kein Gewissen von Sünden mehr zu haben.
Dann wussten sie, Gott hat für immer, für alle Ewigkeit vergeben.
Aber das war es eben nicht. Es war ein Schatten.
Ein Hinweis auf das Größere, was in der Person des Herrn Jesus kommen würde.
Und immer wieder hatten sie ein Gewissen von Sünden.
Ihr Gewissen war nicht frei.
Sie konnten für eine Zeit wieder mit Gott Umgang haben.
Aber das eine Sache und Geschwister, das ist mir ein Herzenswunsch, dass uns das groß wird in diesen Tagen.
Für alle Ewigkeit eine gesicherte Stellung vor einem heiligen Gott zu haben, das ist ein unfassbar großes Vorrecht.
Und das gilt jedem heute in der Zeit der Gnade, in der wir leben.
Damals war das nicht so.
Stellt euch vor, jemand hatte gesündigt, in welcher Form auch immer, seinem Nachbarn ein Unrecht getan.
Ihm wurde das bewusst, er brachte ein Sündopfer.
Dann wurde dieses Sündopfer geschlachtet.
Aber es hat nur für eine Zeit den Zorn befriedigt.
Nur für eine Zeit.
Und Gott hat immer, Geschwister, das ist mir ein wertvoller Gedanke, in jedem Opfer, das gebracht wurde.
Im Alten Testament, Millionen von Tieren, immer hat Gott an seinen Sohn gedacht.
Wenn er dann gekommen wäre, und er ist gekommen vor fast 2000 Jahren, da hat er ein Opfer gebracht.
Und da ist es jeder, der sich an dieses Opfer klammert, auf immer da vollkommen gemacht.
Doch in jenen Opfern ist alljährlich ein Erinnern an die Sünden.
Es war immer wieder nur ein Aufwecken, ein Bewusstmachen des bösen Zustandes und es musste immer wiederholt werden.
Sehen wir den großen Unterschied zu der Zeit der Gnade?
Dieses Opfer des Herrn Jesus, es kann nicht, es braucht auch nicht wiederholt werden.
Ein Opfer ist es tatsächlich ein Zeitraum von ungefähr 1500 Jahren gewesen, nachdem Gott diesen Opferdienst angeordnet hatte.
Und immer wieder nur ein Erinnern.
Eigentlich schämt man sich fast ein wenig darüber, weil das auch solche Parallelen zu unseren Tagen heute in geistlicher Hinsicht hat.
Wie selbst diesen Opferdienst das irdische Volk Gottes nachlässig, oberflächlich, halbherzig nur wahrgenommen hat.
Da hat Gott schon mal gesagt, wie er möchte, dass die Dinge bereinigt werden können.
Wie er möchte, dass sie ihm an Betung gebracht werden.
Und dann kommt das Volk und bringt lahme Tiere und blinde Tiere.
Gott hatte angeordnet, dass die Opfer, die gebracht werden, alle ohne Fehl sein mussten.
Makellos und tadellos, weil er dann immer wieder an das vollkommene Lamm gedacht hat.
Ein Lamm ohne Fehl und ohne Flecken an seinen Sohn.
Und das Volk in seiner Oberflächlichkeit, fast möchte man sagen in seiner Gottlosigkeit, sie haben kranke und lahme Tiere gebracht.
Sie haben Gott absolut verunehrt dadurch.
Aber bei jedem Tier, das geschlachtet wurde, hat Gott an den Herrn Jesus gedacht.
Wir sehen da ein gewisses Sehnen Gottes, dass doch endlich dieser Zeitpunkt gekommen sein möchte, dass der Sohn kommt.
Niemals, 1500 Jahre lang nicht, konnte ein Opfer die vollkommen machen, die geheiligt werden.
Nur das Ei Jesus.
Unmöglich kann Blut von Stieren und Böcken Sünden wegnehmen.
Wenn wir jetzt zu den nächsten Versen kommen, dann hat man fast das Empfinden,
dass wir ein wenig, ich sage das mit großer Vorsicht und Ehrfurcht, ein wenig einen Blick tun dürfen.
In die Ewigkeit, in den Austausch von Gedanken zwischen den Personen der Gottheit.
Wir dürfen mit großer Freude an der Wahrheit festhalten, dass es diese Personen der Gottheit,
Gott der Vater, Gott der Sohn, Gott der Heilige Geist von Ewigkeit her gegeben hat und immer noch gibt.
Und dass sie, wir können das nur unzulänglich ausdrücken mit unseren menschlichen Worten,
aber in der vergangenen Ewigkeit, da gab es Austausch unter diesen Personen der Gottheit.
Und da sah der Sohn auch das Verlangen des Vaters an Beter zu haben auf dieser Erde und sah,
dass diese Opfer, diese Tieropfer das nie und nimmer vollgültig erfüllen konnten.
Und er sah der Ratschluss, dass er kommen würde, der war in völliger Harmonie zwischen diesen Personen der Gottheit beschlossen worden.
Er sah, dass sein Kommen nötig war.
Geschwister, ich kann es nicht besser ausdrücken, aber man hat hier das Empfinden,
dass der Sohn diesen Wunsch des Vaters so deutlich verspürt und ihm Geltung verschaffen will,
dass er dann tatsächlich zu dieser festgesetzten Zeit in der Fülle der Zeit oder wie wir am Anfang gelesen haben,
am Ende dieser Tage, dass er dann tatsächlich kommt, um die Bilder mit der Wirklichkeit zu überstrahlen.
Darum, als er in die Welt kommt, spricht er.
Ich meine fast, dass wir hier diesen Vers so verstehen können, dass sein Kommen in die Welt,
das Kommen des Herrn Jesus in die Welt, der Ausdruck davon ist, dass jetzt die Opfer beiseite getan werden.
Die Opfer, die sie kannten.
Wir lesen ja diese Worte buchstäblich aus dem Mund des Herrn Jesus nicht bei seinem Kommen in die Welt.
Aber sein Kommen in die Welt ist der Ausdruck von dem, was hier steht.
Schlachtopfer und Speisopfer hast du nicht gewollt.
Hatte Gott sie nicht gewollt. Er hatte sie doch angeordnet.
Er hatte sie in dem einen Sinne sehr wohl gewollt.
Weil Gott, das Volk Gottes immer wieder durch diese Opferdienste ihnen bewusst gemacht werden sollte,
dass sie Dinge vor Gott ordnen mussten und dass sie ein stellvertretendes Opfer brauchten.
In dem Sinne hat er sie gewollt.
Aber als die Erfüllung dieses Ziels, dass Menschen ohne Scheu in die Gegenwart Gottes kommen sollten,
da hat er sie nicht gewollt, weil sie das nie vollbringen konnten und bewirken konnten.
Tieropfer konnten nie bewirken, dass ein Mensch ohne Scheu und ohne ein Gewissen von Sünden in die Gegenwart Gottes kommen kann.
Das kann nur ein einziges Opfer, das Opfer des Herrn Jesus.
Also in dem Sinne, dass sie es als eine Zeremonie, eine Erinnerung nutzen sollten, hat Gott sie angeordnet.
Aber er hatte sie nicht gewollt als das Mittel, wodurch Menschen tatsächlich direkt in seine Gegenwart kommen können.
Da sprach ich.
Ob das ein Reden ist von dem Sohn zu dem Vater in der Ewigkeit, in der Fülle der Zeit,
was jetzt kommt, spricht von der völligen Freiwilligkeit des Sohnes zu kommen.
Und auch von dem absoluten Gehorsam, den er auf dieser Erde zeigen würde.
Das sind wunderbare Wesenszüge, die jetzt hier in den Worten des Herrn Jesus ausgedrückt werden.
Da sprach ich, siehe ich komme in der Rolle des Buche, steht vor mir geschrieben, wird jetzt in Klammern eingefügt.
Was ist das für eine Rolle des Buches?
Nun Gott hat, das ist auch wie der ganze Hebräerbrief eigentlich und auch viele Anordnungen des Alten Testamentes,
benutzt Gott Bilder oder Symbole, um deutlich zu machen, uns Menschen verständlich zu machen,
wie er denkt und wie er handelt und was mit diesen Bildern gemeint ist.
Gott hat Ratschlüsse vor aller Zeit schon in seinem Herzen gehabt.
Da gab es noch keine Schöpfung.
Da gab es noch keinen Menschen, der geschaffen war.
Keine Erde, keine Sterne.
Da hat Gott schon einen Willen, einen Ratschluss gehabt.
Und damit wir Menschen das besser verstehen können, weil wir uns alles aufschreiben müssen,
was wir vorhaben und mal planen und machen wollen.
Da schreibt der Schreiber jetzt hier so, als gäbe es im Himmel eine Rolle des Buches.
Eine Rolle des Buches gibt es sicherlich nicht.
Aber wir verstehen, was gemeint ist. Gott hat einen Ratschluss in der vergangenen Ewigkeit.
Und der Herr Jesus, der Sohn, kennt diesen Ratschluss.
Und weist Gott jetzt darauf hin und sagt, ich kenne dieses Sehnen, diesen Wunsch deines Herzens von Ewigkeit her.
Und ich komme jetzt in aller Bereitwilligkeit, um diesen Willen zu tun.
Ich komme, um deinen Willen, oh Gott, zu tun.
Während er vorher sagt, Schlachtopfer und Speisopfer.
Schlachtopfer ist sicherlich das, was wir als Friedensopfer kennen.
Das heißt an einer Stelle auch Schlachtopfer des Friedens.
Und da sehen wir, dass tatsächlich all diese vier Opferarten aus dem dritten Buch Mose jetzt hier aufgeführt werden.
Zweimal sogar.
Schlachtopfer, Speisopfer, Brandopfer, Opfer für die Sünde hast du nicht wollt.
Weil er, es ist ja fast wie eine Auslegung jetzt von dem Psalm 40 aus dieser Stelle des Alten Testamentes.
Weil eben mit diesen Opfern der fundamentale Wille Gottes, Anbeter zu haben in seiner Gegenwart,
durch diese Opfer nicht erfüllt werden konnte.
Deshalb sagt er hier, hast du nicht gewollt.
Noch wohlgefallen daran gefunden.
Kommt wieder ein Klammersatz, die nach dem Gesetz dargebracht werden.
Es war also, wir wollen das gut verstehen, es war nicht falsch, dass die Israeliten diese Opfer dargebracht haben.
Gott hatte sie angeordnet.
Aber es war nicht das Höchste, was Gott in seinem Herzen hat im Umgang mit den Menschen.
Er hatte sie angeordnet im Gesetz, sie taten also den Willen Gottes.
Aber es war begrenzt auf diese zeitliche Vergebung von Sünden.
Und erst mit dem Kommen des Herrn Jesus und mit dem ein für alle Mal geschehenen Opfer des Herrn Jesus
ist das in Erfüllung gekommen, was Gott in seinem Herzen hatte.
Anbeter in seiner Gegenwart zu haben.
Sprach er dann, siehe ich komme um deinen Willen zu tun.
Wir haben kürzlich auf der Konferenzbetrachtung über Johannes 5 darüber nachgedacht,
dass der Herr Jesus einmal gesagt hat, die Jünger wollten ihm zu essen geben.
Da hat der Herr Jesus in Johannes 4 gesagt, meine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat.
Wir haben vielleicht eben etwas überlesen bei diesem Zitat aus Psalm 40.
Hier lesen wir in Vers 5 am Ende einen Leib, aber hast du mir bereitet.
Psalm 40 in der Übersetzung des Alten Testamentes steht, Ohren hast du mir bereitet.
Hat der Schreiber jetzt falsch abgeschrieben aus dem Alten Testament?
Was ist richtig? Einen Leib hast du mir bereitet oder Ohren hast du mir bereitet?
Nun einmal ist der Schreiber des Neuen Testamentes der gleiche wie der Schreiber des Alten Testamentes.
Gott selbst, der durch den Heiligen Geist Menschen benutzt hat, seine Gedanken niederzuschreiben.
Und wenn er im Alten Testament schreibt, Ohren hast du mir bereitet,
dann sind die Ohren der Ausdruck davon, dass man hört, der Ausdruck von Gehorsam.
Und wenn er jetzt im Hebräerbrief davon schreibt, einen Leib hast du mir bereitet,
dann ist der Leib, der Körper, das Instrument, mit dem der Gehorsam ausgelebt wird.
Oder wir könnten auch zusammenfassend eigentlich sagen, wenn wir beide Stellen miteinander vergleichen,
und das meint das, was wir eben aus Johannes 4 angeführt haben,
das ganze Leben des Herrn Jesus war reiner Gehorsam.
Nie hat der Herr Jesus etwas getan oder gedacht, was nicht nach den Gedanken Gottes war.
Und mich bewegt auch der Gedanke, wenn der Herr Jesus einmal etwas nicht gemacht hat,
dann war das auch nach den Gedanken Gottes.
Er hat in allem als abhängiger Mensch, und wir sind auch damals bei der Betrachtung auf der Konferenz
zu dem Gedanken gelangt, dass wir an unsere Grenzen stoßen, wenn wir das versuchen wollen,
einfach nur mit dem menschlichen Verstand zu verstehen.
Der Herr Jesus ist in dem gleichen Augenblick wahrer, vollkommener Gott gewesen.
Aber wenn er als Mensch hier auf dieser Erde oder als Sohn des Menschen auftritt und seinen Weg geht,
dann fragt er in allem nach dem, was sein Vater will.
Dann tut er auch alles genauso, wie sein Vater es getan hätte.
Deshalb kann auch an einer Stelle sagen, wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.
Jesus hat alles ganz genau so getan, wie es der Vater getan hätte.
Oder wir können auch so herum sagen, das was wir in dem Herrn Jesus sehen,
genauso ist der Vater.
Vollkommene Übereinstimmung.
Ich glaube, dass wir hier, wenn wir an unser persönliches Leben denken,
absolut an unsere Grenzen stoßen.
Stellen wir uns nur einmal vor, einen Tag ohne Ungehorsam.
Einen Tag ohne Eigenwillen.
Einen Tag, jede Entscheidung wird dem Herrn getroffen.
Als ich heute hierher gefahren bin, ist mir mehr als einmal bewusst geworden,
dass ich die Geschwindigkeit übertreten habe.
Während dem Herrn Jesus nie passiert.
Es ist fast etwas flach darüber nachzudenken,
aber der Herr Jesus hätte nicht ein einziges Gebot übertreten.
Und er hat über 30 Jahre hier gelebt.
An einer Stelle, ich glaube in den Psalmen ist das,
Psalm 17 meine ich, dass er sagt, du kannst mich auch des Nachts durchforschen,
du kannst mich auch des Nachts durchforschen.
Psalm 17 Vers 3
Du hast mein Herz geprüft, hast mich bei Nacht durchforscht.
Du hast mich geläutert, nichts fandest du.
Mein Gedanke geht nicht weiter als mein Mund.
Stellen wir uns das einmal vor.
Mein Gedanke geht nicht weiter als mein Mund.
Wie oft haben wir schon in Gesprächen, vielleicht in der Schule,
vielleicht am Arbeitsplatz, vielleicht sogar unter Geschwistern,
Gedanken gehabt, die wir nicht ausgesprochen haben,
aber die viel weiter gingen als das, was wir gesagt haben.
Der Herr Jesus, der war absolut transparent
und niemand konnte ihm etwas vorwerfen.
Einer von den beiden Verbrechern, die mit ihm gekreuzigt waren,
der hat ein wunderschönes Wort über den Herrn Jesus gesprochen.
Dieser aber hat nichts Ungeziehmendes getan.
Das Zeugnis von einem Menschen, der als Verbrecher auch gerecht gerichtet wurde,
der sagt zu dem Mann, der da in der Mitte hängt,
dieser hat nie etwas getan, was nicht am Platz gewesen wäre.
Ich komme um deinen Willen zu tun.
Er nimmt das Erste weg, damit er das Zweite aufrichtet.
Wieder ein Klammersatz, aber fast der zentrale Satz des ganzen Briefes.
Er nimmt das Erste weg.
Durch das Kommen des Herrn Jesus, durch sein Opfertod,
durch sein Auffahren nach dem vollbrachten Werk zurück zu dem Vater in den Himmel,
hat er das Erste weggenommen, Geschwister.
Das meint nämlich den ganzen jüdischen zeremoniellen Gottesdienst.
Der ist an die Seite gesetzt worden.
Vielleicht meint ihr jetzt, das ist keine so große Neuigkeit für mich.
Aber ich meine, dass es heute schon Bestrebungen gibt,
auch unter uns, bestimmte jüdische Elemente wieder einzuführen in den Gottesdienst.
Was gehörte denn zu dem zeremoniellen Gottesdienst damals?
Da gehörte ein geweihtes Haus.
Da gehörten Priester mit geweihten Kleidern.
Da gehörten Musikinstrumente dazu.
Erkennen wir nicht Tendenzen, dass das heute auch schon wieder ein Thema wird,
den Gesang etwas flotter zu machen mit Musikinstrumenten?
Er nimmt das Erste weg.
Mit dem jüdischen Gottesdienst, liebe Geschwister, hat unsere christliche Anbetung gar nichts zu tun.
Es ist etwas völlig Neues.
Er nimmt das Erste weg, damit er das Zweite aufrichtet.
Damit er dem Zweiten, dem Neuen, das durch den Herrn Jesus seinen Anfang genommen hat, Geltung verschafft.
Das ist nämlich jetzt, und auch das haben wir in Johannes 4 sehr ausführlich auf den Konferenzen betrachtet,
dass es jetzt Anbetung gibt in Geist und Wahrheit.
Auf eine geistliche Weise gewirkte Anbetung.
Und in voller Übereinstimmung mit der Wahrheit der christlichen Haushaltung, die wir kennen dürfen.
Das hat nichts mehr mit dem jüdischen Gottesdienst zu tun.
Er nimmt das Erste weg.
Geschwister, wir wollen diesen Satz, der ist wirklich sehr wichtig, meine ich.
Er nimmt das weg.
Das war 1500 Jahre hindurch.
Das, was Gott angeordnet hatte.
Und er nimmt das weg.
Er nimmt das weg.
Mit welcher Vollmacht tut er das, weil er auch Gott selbst ist, der Sohn.
Er hat die Kompetenz, wenn wir das so sagen dürfen.
Das, was 1500 Jahre von Gott in seinem Volk erst angeordnet und dann schon, wir möchten fast sagen geduldet wurde,
weil sie es so missachtet hatten.
Das nimmt er weg.
Da hat er die Machtkompetenz dazu, es an die Seite zu rücken und etwas Neues zu installieren, etwas weit Höheres.
Das Zweite hat er aufgerichtet.
Durch diesen Willen sind wir geheiligt durch das ein für alle Mal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi.
Durch diesen Willen, also durch den Willen Gottes, der wollte, dass Menschen ihm als Anbeter nahen, sind wir geheiligt worden.
Das ist ein Ausdruck, der vielleicht auch ein bisschen erklärt werden muss.
Die Kirchen kennen auch so in ihren Worten heilige Menschen, die sie oft auch erst nach deren Tod in irgendeiner Form heilig oder selig sprechen.
Das ist hier überhaupt nicht gemeint und das ist auch überhaupt nicht, was nach den Gedanken Gottes wäre.
Geheiligt meint, für Gott an die Seite gestellt.
Gott wollte und noch einmal der Gedanke ist außerordentlich groß.
Schon in der vergangenen Ewigkeit Menschen haben, die in voller Kenntnis ihrer Vorrechte ihm als Anbeter nahen.
Die dafür an die Seite gestellt werden, ihm in Anbetung nahen zu können.
Das wollte Gott und durch das Opfer des Herrn Jesus ist das möglich geworden.
Durch das ein für allemal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi.
Wir haben davon gelesen, dass die Opfer im Alten Testament ständig wiederholt werden mussten.
Immer ein Erinnern, ein Erinnern, ein Erinnern.
Längst wurde es nicht nach den Gedanken Gottes so ausgeführt, wie er es haben wollte, aber es war immer wieder neu.
Und darin lag allein schon das Urteil, dass es nie vollkommen war.
Aber dann wird ein Opfer gebracht.
Und jetzt lesen wir das Opfer des Leibes Jesu Christi.
Wir haben gesungen in dem dritten Vers, nur durch dein Leiden, durch dein Opfer sind wir erlöst, sind wir befreit.
Wir hatten vorhin gelesen in Vers 5, dass er sich diesen Leib hat bereiten lassen.
Wir denken mit Ehrfurcht Geschwister darüber nach, dass der Herr Jesus wahrer Mensch geworden ist.
In einem Körper, wie wir Menschen auch einen Körper haben, über diese Erde gegangen ist.
Dass er müde war, dass er hungrig war, dass er Durst hatte und eine Sünderin um Wasser bitten wollte.
Und diesen Leib hat er geopfert.
Wir denken vielleicht nicht, ich muss von mir sagen, dass ich zu wenig darüber nachdenke, was das den Herrn Jesus gekostet haben mag, dass er in diesem Gefäß, in diesem Körper, den er über diese Erde getragen hat, so unsäglich gelitten hat.
Er hat auch in seiner Seele gelitten, Geschwister, aber auch sein Leib, sein Körper.
Und er hat ihn Gott hingegeben. Er hat diesen Leib, wir sagen das mit Ehrfurcht, 33 Jahre hindurch, fleckenlos erhalten.
Damit er ihn am Ende dieses Weges Gott anbieten konnte als ein Opfer und das Opfer konnte Gott nicht zurückweisen.
Und dann ist dieses Opfergeschehen und das Geschehen von Golgatha, Geschwister, das geht uns immer wieder ins Herz.
Wenn er da rufen muss, mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Da weiß jeder von uns hier in diesem Raum, das war, weil er an meiner Stelle in diesem Gericht war.
Aber dieses Opfer, Gott sei ewig dank dafür, ist ein für allemal geschehen.
Welche Folgen das für uns als Glaubende hat, das wird in den nächsten Versen noch entwickelt.
Aber wir wollen noch einmal darüber nachdenken, auch gerade vor dem Kontrast dieser ständig wiederholten Opfer im Alten Testament.
Da kommt einer auf diese Erde, lebt hier in Vollkommenheit.
Und jetzt wollen wir das einmal betonen, er lebt hier unter ungünstigsten Umständen.
Er ist nicht willkommen geheißen worden.
Er hatte äußerst wenige Menschen, die ein wenig in seine Gedanken eingingen, mit denen er Austausch haben konnte.
Er lebte hier unter Verachtung, unter Ablehnung.
Und doch hat er dieses Ziel gehabt, was er gesagt hat, ich komme um deinen Willen, oh Gott, zu tun.
Er wusste, dass dieser Wille auch das Werk von Golgatha umfasst.
Und den wollte er um alles ausführen.
Und mit diesem einen Opfer sind wir geheiligt, für Gott beiseite gestellt.
Wir haben jetzt den, wenn wir uns vor Augen halten, dass dieses Kapitel uns dahin führen soll,
dass wir verstehen, dass Gott Anbeter in seiner Gegenwart haben möchte.
Dich und mich, so deutlich möchte ich das gerne einmal sagen,
wollte Gott und möchte Gott immer noch als Anbeter in seiner Gegenwart haben.
Dann finden wir in diesem Versen jetzt drei wesentliche Elemente, die dafür notwendig waren,
damit das auch Wirklichkeit werden kann und damit wir davon wissen.
Da ist einmal dieser Wille Gottes nötig gewesen, dass Gott das in der Ewigkeit her wollte,
dass es Menschen gibt, die ihm nahen.
Dann ist zweitens das Opfer des Leibes Jesu Christi nötig gewesen,
damit die Grundlage dazu überhaupt gelegt werden konnte.
Und da ist drittens, das werden wir mit Gottes Hilfe morgen sehen,
ein Zeugnis nötig, dass uns das bestätigt, dass Gott das so wollte
und dass das Opfer vollbracht worden ist.
So geht dann nämlich der 15. Vers weiter, das bezeugt uns auch der Heilige Geist.
Und ich bin richtig glücklich darüber zu sehen, dass auch hier wieder alle drei Personen der Gottheit
zusammenwirken in diesem wunderbaren Ziel, dass Menschen Gott als Anbeter nahen können.
Der Wille Gottes, das Opfer des Sohnes und das Zeugnis des Heiligen Geistes.
Alles zusammen wird jetzt hier diesen Hebräern und heute Abend auch uns vorgestellt.
Alles zusammen ist geschehen, damit wir, wie wir das morgen sehen werden,
mit Freimütigkeit hinzunahmen können.
Und jeder Priester steht täglich da, verrichtet den Dienst
und bringt oft dieselben Schlachtopfer da, die niemals Sünden wegnehmen können.
Wisst ihr, wissen wahrscheinlich auch schon die jungen Leute hier,
dass in diesem Zelt der Zusammenkunft und dann auch in dem Tempel in Jerusalem,
da mussten die Priester stehen.
Und gerade dadurch, dass sie nichts setzen konnten, wird deutlich,
dass es in diesem von Gott angeordneten Priesterdienst gar keine Ruhe geben kann.
Dadurch, dass sie stehend ihren Dienst verrichten mussten, wird deutlich,
es muss immer wiederholt werden, es ist nie das Endgültige und Vollkommene.
Und umso schöner ist der Gegensatz, der mit dem einen Opfer des Herrn Jesus in Verbindung steht.
Er aber, nachdem er ein Schlachtopfer für Sünden dargebracht hat,
hat sich auf immer da gesetzt.
Die Priester stehen. 1500 Jahre lang haben Priester gestanden.
Und dann kommt er, von dem wir gesungen haben, hier auf diese Erde.
Er bringt ein Schlachtopfer für Sünden.
Für meine Sünden, für deine Sünden auch.
Er bezahlt dafür vor Gott.
Auf eine Weise, dass nie eine Forderung mehr von Gott erhoben werden kann.
Das wird uns morgen mit Hilfe des Herrn glücklich machen, denke ich, hoffe ich sehr.
Dass Gott einfach gar keine Forderung mehr erhebt gegen mich.
Nie wieder, Geschwister.
Weil ein Opfer geschehen ist.
Und dann hat er sich gesetzt.
Wo hat er sich denn hingesetzt?
Zur rechten Gottes.
Das finden wir mehrere Male im Hebräerbrief.
Auch gleich im ersten Kapitel schon.
Wir hatten ja die ersten Verse schon einmal begonnen zu lesen.
Am Ende von Vers 3.
Nachdem er durch sich selbst die Reinigung von den Sünden bewirbt,
hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe.
Hier wird etwas ausgeführt, was dieser Platz zur Rechten ist.
Geschwister, den Platz, den der Herr Jesus jetzt eingenommen hat,
einen höheren, gibt es in dem ganzen Universum Gottes nicht.
Es ist der Platz der Ehre und Anerkennung Gottes.
Höchster Art. Einen höheren Platz hat Gott nicht zu vergeben.
Als den Platz, den der Herr Jesus eingenommen hat.
Und er hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe.
Hier steht vielleicht mehr die Vollkommenheit seiner Person im Vordergrund.
Weswegen er diesen Anspruch auf diesen Platz der Majestät und Ehre auch hat.
Dann haben wir das noch einmal in Kapitel 8.
Vers 1. Wir haben einen solchen hohen Priester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät in den Himmeln.
Da hat er diesen Platz aufgrund der Vollkommenheit seines Priestertums.
Hier haben wir es in Kapitel 10.
Aufgrund der Vollkommenheit seines Opfers, das er vollbracht hat, das hat uns eben beschäftigt.
Und dann finden wir es noch einmal in Kapitel 12.
Vers 2. Dass er für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldet
und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.
Und vorher wird der Weg beschrieben, den er gegangen ist.
Als Anfänger und Vollender des Glaubens.
Dort sitzt er unter dem Gesichtspunkt der Vollkommenheit seines Weges.
Aber er, Geschwister, der hier auf der Erde in Niedrigkeit war
und der dieses eine vollkommene Schlachtopfer gebracht hat,
er ist das. Das ist mein Heiland. Das ist dein Heiland, der jetzt dort sitzt.
Hier heißt es zur Rechten Gottes.
Und das hat Auswirkungen in zweierlei Hinsicht.
Das hat Auswirkungen auf solche, die seine Feinde genannt werden.
Und das hat Auswirkungen auf solche, die ihm angehören.
Er hat sich gesetzt zur Rechten Gottes, fortan wartend,
bis seine Feinde hingelegt sind als Schimmel seiner Füße.
Er wird noch einmal über seine Feinde ein Gericht halten.
Fortan wartend. Er wartet auch immer noch.
Noch ist der Augenblick nicht gekommen, wo er in Macht und Herrlichkeit
auf dieser Erde erscheinen wird.
Noch sitzt er dort zur Rechten. Aber er wird wiederkommen.
Er wird noch einmal sichtbar auf dieser Erde erscheinen.
Das neunte Kapitel hört auch so auf. Vers 28.
So wird auch der Christus, nachdem er einmal geopfert worden ist, um vieler Sünden zu tragen,
zum zweiten Mal denen, die ihn erwarten, ohne Sünde erscheinen zur Errettung.
Der Jesus wird noch einmal auf dieser Erde auftreten.
Da wird er nichts mehr mit Sünde zu tun haben.
Er wird kein Opfer mehr bringen müssen, weil sein Opfer, das haben wir heute Abend gesehen,
ein für alle Mal vollgültig vor Gott ist.
Aber dann wird auch die Gelegenheit sein, wo er mit seinen Feinden abrechnen wird.
Das ist die eine Seite. Die andere Seite, damit haben wir heute Abend geschlossen,
mit einem Opfer hat er auf immer da die vollkommen gemacht, die geheiligt werden.
Wir haben schon am Anfang einmal auf diesen Vers im Vergleich zu Vers 1 hingewiesen.
Die alten Opfer des jüdischen Gottesdienstes konnten die Hinzumahnden nicht vollkommen machen.
Das eine Opfer des Herrn Jesus hat die, die an ihn geglauben oder die hier mit einem Opfer hat er auf immer da,
die vollkommen gemacht, die geheiligt werden.
Das sind hier zwei Begriffe, die eigentlich eine Fülle von neutestamentlichen Wahrheiten uns ausdrücken.
Er hat die vollkommen gemacht, die geheiligt werden.
Geheiligt, haben wir vorhin gesagt, ist an die Seite gestellt, um für Gott an Beter sein zu können.
Und die, die so an die Seite für Gott gestellt worden sind, die sind vollkommen gemacht.
Das ist ein etwas anderer Gedanke, aber ein wunderbarer Gedanke des Neuen Testamentes.
Wenn wir an unser praktisches Leben denken, würde wohl keiner von uns sich selbst als vollkommen bezeichnen.
Aber Gott sagt das.
Und was muss das für diese Hebräer auch gewesen sein?
Jetzt etwas zu hören, im Gegensatz zu dem, was sie über Jahrhunderte hinweg kannten.
Und wo der Apostel ihnen sagen muss, der Schreiber dieses Briefes ihnen sagen muss, niemals vollkommen.
Und dann gibt es jetzt einen Opfer und dann sagt er auf immer da, vollkommen gemacht.
Geschwister, dieses vollkommen gemacht, das finden wir im Neuen Testament mindestens in dreifacher Hinsicht.
Und das ein wenig zu unterscheiden, das gibt unserem Glauben Sicherheit.
Wir haben hier eine Stelle vor uns, auf die darf sich jeder Glaubende in der Zeit der Gnade absolut stützen.
Da ist nicht die Frage meiner praktischen Gerechtigkeit, meiner praktischen Übereinstimmung gemeint.
Hier geht es darum, dass es ein Opfer gab, das der Herr Jesus vollbracht hat.
Was für alle Ewigkeiten ausreicht und was mich für alle Zeit und Ewigkeit vollkommen macht.
Ich kann, wenn ich das richtig weiß, bei den Opfern im Alten Testament, da war es bei den Brandopfern so, dass die Haut dem Priester gehörte.
Und wenn dann Gott den Priester sah, dann sah er nur die Haut des Brandopfers.
Die ganze Vollkommenheit des Brandopfers in dem, der das Opfer gebracht hatte.
Vollkommen. Gott sieht nichts anderes als Vollkommenheit in dir und in mir.
Das ist eine Frage der Stellung, Geschwister.
Und es gibt unseren Seelen im Glaubensleben absolute Kraft und Sicherheit, wenn wir stellungsmäßige Wahrheiten kennen und unseren Fuß darauf setzen.
Dann kann der Feind mit seinen Zweifeln kommen, dann mögen Mitgeschwister kommen mit Unsicherheiten und mit Fragen.
Aber wenn wir Fundamente im Wort Gottes haben und setzen unseren Fuß darauf, dann kann uns nichts mehr erschüttern.
Und in dem Sinn darf ich sagen, ich bin vollkommen gemacht.
Ich sage das nicht mit Stolz und mit Freude, doch mit Freude schon, aber auch mit tiefer Dankbarkeit.
Es gibt auch eine Seite der Vollkommenheit, die werden wir erst dann haben, erlangt haben, wenn unser Lauf auf dieser Erde zu Ende ist.
Wenn wir wirklich bei ihm angekommen sind.
Und es gibt eine Seite der Vollkommenheit, die ist wachstümlich hier.
Die kann auch übersetzt werden mit erwachsen werden, heranwachsen.
Wo alle, ich denke gerade an eine Stelle, ich meine das ist der erste Petrusbrief.
Erste Petrus 5 Vers 10
Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt, er selbst wird euch vollkommen machen.
Vollenden sagt die Anmerkung, alles Mangelnde ersetzen.
Das ist diese wachstümliche Vollkommenheit.
Und da sehe ich mich absolut darin wieder, dass hier auf der Erde, was meinen praktischen Lebenswandel betrifft, alles noch Luft nach oben hat, sagen wir heute oft so.
Da ist noch viel Luft nach oben.
Da bin ich noch längst nicht vollkommen.
Aber der Stellung Nachgeschwister und auch gerade den lieben jungen Freunden, wollen wir das immer wieder ans Herz legen im Neuen Testament.
Klarheit zu haben über Stellen, über Bibelstellen, die unsere Stellung vor Gott beschreiben.
Und über Bibelstellen, die unsere Praxis, die Praxis des Lebens auf der Erde beschreiben.
Das müssen wir gut unterscheiden können, um Fundament zu haben.
Und hier in Hebräer 10 sagt Gott uns, dass wir durch das Opfer des Herrn Jesus für immer vollkommen sind.
Und ich kann das nur so sehen, dass das deshalb ist, weil ich hinter dem Werk des Herrn Jesus stehe, unter dem Schutz seines Blutes.
Mit einem Opfer hat er das gemacht.
Nicht ich habe das gemacht, aber er.
Aber er, er hat dieses Opfer gebracht. Und wenn Gott mich sieht, dann sieht er dieses Opfer.
Und dann sagt er, der Achim ist vollkommen.
Wenn er mich in der Praxis sieht, dann brauche ich diesen Vers hier, dann brauche ich den Gott aller Gnade.
Der mich vollkommen macht.
Der alles Mangelnde ersetzt.
Ich habe einmal eine Erklärung gehört.
Ich habe große Freude daran, auch in dieser eigentlichen Sprache des Neuen Testamentes nachzulesen von solchen, die die Sprache beherrschen, die griechische Sprache.
Da gibt es eine wunderschöne Erklärung für diesen Begriff vollkommen machen.
Ist der gleiche Ausdruck, ihr kennt die Szene, wo der Herr Jesus die Jünger in seiner Nachfolge beruft.
Der Herr Jesus die Jünger in seiner Nachfolge beruft. Und das sind zwei Jünger, die sind gerade in ihrem Beruf tätig.
Und die bessern die Netze aus.
Das ist der gleiche Ausdruck.
Der Gott aller Gnade, der wird auch in meinem Leben ausbessern.
Was da noch auszubessern ist.
Der wird alles Mangelnde ersetzen.
Aber das ist der Gedanke, möchte ich noch einmal sagen, unserer tagtäglichen, meiner tagtäglichen Praxis.
Aber heute schon sieht Gott mich in dem Opfer des Herrn Jesus als vollkommen vor ihm stehend.
Was für eine erhabene Stellung.
Und bald, das ist die dritte Seite, wie Vollkommenheit im Neuen Testament beschrieben wird.
Bald wird meine Praxis mit der Stellung übereinstimmen.
Dann nämlich, wenn er uns zu sich genommen hat.
Dann ist alles weggenommen, was hier mangelhaft ist.
Dann entsprechen wir vollkommen dem Bild, was er in mir jetzt schon sieht.
Aber nur, wenn er den Herrn Jesus sieht.
Damit wollen wir für heute diese Verse aus dem Kapitel beschließen.
Gott möchte Anbeter haben. Heute noch.
Und nicht solche, die Opfer darbringen müssen und das ständig wiederholen müssen.
Er möchte Menschen haben, die in seiner Gegenwart ohne Scheu sind.
Du und ich.
Und dafür ist er gekommen.
Ich komme um deinen Willen, oh Gott, zu tun.
Hat sich hier auf dieser Erde hingegeben.
Hat mit diesem einen Opfer dich und mich auf immerdar vollkommen gemacht.
Und die Psalm 113, die vierte Strophe.
Aber heute bin ich angenommen,
da du durch Jesus' Erlösung befreit,
in deine heilige Gegenwart kommen,
denn ich bin einfach und gerecht in Stein.
Ja, wir freuen uns und sind dem Herrn dankbar, dass du hier sein kannst, Achim.
Wir freuen uns aber auch, dass so viele aus anderen Orten heute Abend hier sind.
Und wir möchten euch bitten, nehmt bitte Grüße mit nach Hause in eure Heimatversammlung.
Morgen wollen wir dann um 15 Uhr hier zusammenkommen.
Wir haben ja morgen Nachmittag zwei Vorträge geplant.
Um 15 Uhr den ersten, dann danach eine Pause, ungefähr eine Stunde.
Ungefähr um 17 Uhr wollen wir dann mit dem zweiten Vortrag weitermachen. …
Automatisches Transkript:
…
Dein Wort, dein wunderbarer Wort, gibt uns Gericht und Liebe,
erschenkt uns Licht und Freude und seligfreien Mut.
Aus Liebe nur hast du uns dies Geschenk gegeben,
dies wunderbare Wort, das heilig wird und gut.
Dein Wort ist der Heiliger, die Weisheit aus der Höhe,
das Ursprung, Seekund, Zukunft, der Schönung offenbart.
Das Wort, das den Erhört, sein eigenes Bild besiegen,
entzündet ihm sein Herz und seine Sinnesbahn.
Dein Wort ist auch Gesang, die Botschaft zu verfünden,
dass du den eigenen Sohn hast gegeben in der Zeit,
dass er am Kreuze starb zum Heil für unsere Sünden,
dass er mit dir versöhnt, er mit vor Ewigkeit.
Dein Wort, den göttlich Wort, sein eigener Herrlichkeiten,
Gerechtigkeit und Friede, die Liebe und das Licht,
dir Gott sei Macht und Ruhe in aller Ewigkeit.
Wir schauen deinem Wort in Jesu Angesicht.
Blühe, selig, die den Tag mit deinem Wort beginnen,
von ihm, wo Gott geleitet mit dir erschienen bin.
Wer diese Welt verliert, um Christus zu gewinnen,
ja, der ist wirklich reich und darf ihn hier schon sehen.
Wir wollen heute wieder dieses Kapitel Hebräer 10 aufschlagen und weiterlesen.
Wir lesen noch einmal Hebräer 10 Abvers 14.
Denn mit einem Opfer hat er auf immer da die vollkommen gemacht, die geheiligt werden.
Das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist.
Denn nachdem er gesagt hat, dies ist der Bund, den ich ihnen errichten werde nach jenen Tagen, spricht der Herr,
indem ich meine Gesetze in ihre Herzen gebe, werde ich sie auch auf ihren Sinn schreiben.
Und ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nie mehr gedenken.
Wo aber eine Vergebung derselben ist, da ist nicht mehr ein Opfer für die Sünde.
Da wir nun, Brüder, Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum,
durch das Blut Jesu, auf dem neuen und lebendigen Weg, den er uns eingeweiht hat,
durch den Vorhang hin, das ist sein Fleisch, und einen großen Priester haben über das Haus Gottes,
So lasst uns hinzutreten, mit wahrhaftigem Herzen, in voller Gewissheit des Glaubens,
die Herzen besprengt und so gereinigt vom bösen Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser.
Lasst uns das Bekenntnis der Hoffnung unbeweglich festhalten, denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat.
Und lasst uns aufeinander Acht haben, zur Anreizung, zur Liebe und zu guten Werken,
indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist,
sondern einander ermuntern und das umso mehr, je mehr ihr den Tag näher kommen seht.
Soweit wollen wir zunächst aus diesem wunderbaren Kapitel lesen.
Wir haben gestern versucht zu zeigen, dass der Hebräerbrief das alte Testament nimmt
und Stück für Stück von den Wahrheiten, die die Empfänger dieses Briefes, die gläubigen Juden,
Jahrhunderte hindurch kannten, dass er sie nimmt und zeigt und dass er daneben stellt,
eine Person und ein Werk, das in allem, das was die Juden aus dem alten Testament kannten, bei weitem überragt.
Und wir haben gestaunt gestern darüber, dass Gott einen Willen in der vergangenen Ewigkeit hatte,
den er, obwohl er Opfer angeordnet hatte im alten Testament, im tiefsten Sinn noch nicht erfüllen konnte.
Er hatte den Willen in seinem Ratschluss, in der Rolle des Buches haben wir gesehen, verborgen,
dass Menschen ihm nahen sollten als Anbeter, dass Menschen ohne Hinderungsgrund
und nicht nur eine ausgewählte Klasse von Menschen, eine Familie von Priestern wie im alten Testament,
alle Erlösten ohne Scheu vor ihn kommen sollten, in seine unmittelbare Gegenwart,
dieses heiligen Gottes, um ihm in Anbetung zu nahen.
Diesen Willen hat Gott vor aller Zeit schon in seinem Herzen gehabt.
Wir haben darüber gestaunt, dass der Sohn, wir sagen mit unseren Worten, in der vergangenen Ewigkeit,
diesen Willen kannte und in der Fülle der Zeit, durch sein Kommen auf diese Erde als Mensch,
das ausgedrückt hat, dass er dieses tiefe Empfinden Gottes teilt, wir sagen das mit Ehrfurcht, wenn wir darüber nachdenken,
dass all die Schlachtopfer und Speisopfer und Brandopfer und Opfer für die Sünde, wie wir das gesehen haben,
eigentlich nichts vollkommen machen konnten.
Die, die hinzunahmten, sie konnten sie nicht vollkommen machen, diese Opfer.
Sie waren immer nur ein Erinnern daran, dass Sünde da war.
Sie waren immer nur ein vorübergehendes Gewähren lassen und wir haben darüber nachgedacht gestern,
dass Gott, man möchte fast sagen, bei jedem Tier, das geschlachtet wurde,
an seinen Sohn gedacht hat, der kommen würde, wie er gesagt hat, um deinen Willen, oh Gott, zu tun.
Um diesen Ratschluss Gottes zur Ausführung zu bringen.
Und dann kam er in der Fülle der Zeit.
Wir haben diesen wunderbaren Gegensatz zu all den Opfern des Alten Testamentes gesehen.
Er mit einem Opfer, auf immer da, die vollkommen gemacht, die geheiligt werden.
Wir haben uns gestern darüber gefreut, dass dieser Ausdruck, dass er die vollkommen gemacht hat, unsere Stellung beschreibt.
Und dass das für uns Gläubige in diesen Tagen, in denen wir leben, wo viele Wahrheiten hinterfragt werden
oder viele Unsicherheiten gesät werden in die Herzen der Gläubigen.
Nicht erst in unseren Tagen, schon von Anfang an eigentlich hat der Teufel das versucht.
Der Teufel will immer Sicherheiten wegnehmen und Gott möchte immer Sicherheiten geben.
Und das ist eins unserer Fundamente, liebe Geschwister, auf die wir uns stellen.
Für immer da, auf immer da, das heißt so viel wie ununterbrochen, von ewigem Bestand, vollkommen gemacht.
Gott sieht in dem Gesichtspunkt unserer Stellung vor ihm, uns unter dem Schutz des Opfers des Herrn Jesus.
Wenn er mich sieht, dann sieht er das Opfer seines Sohnes.
Und deshalb kann ich sagen, in diesem Sinn, der Stellung nach, bin ich auch heute vollkommen vor Gott.
Wir haben gesehen, dass das ein anderer Gedanke ist als unsere Praxis im Alltag,
wo keiner von uns sagen würde, der Tag heute war vollkommen in den Augen Gottes.
Dass wir da lernen müssen, dass es ein Prozess ist, dass Gott uns durch sein Wort, wie auch heute Nachmittag zum Beispiel,
durch sein Wort reinigen möchte, alles Mangelnde ersetzen möchte, uns dahin bringen möchte,
dass wir auch der Praxis nach diesem Zustand der Vollkommenheit immer näher kommen.
Und dann finden wir diesen Gedanken der Vollkommenheit vollkommen erfüllt, wenn wir bei dem Herrn sein werden.
Wenn unsere Praxis, unser echter Zustand mit dem der Stellung vollkommen übereinstimmen wird.
Aber das möchten wir uns allen noch einmal, auch heute Nachmittag noch einmal sagen.
Der Herr Jesus hat mit diesem einen Opfer.
Wir haben gestern gesehen, das Opfer, das er am Kreuz von Golgatha, in seinem Leib, in seinem Sterben am Kreuz,
dargebracht hat. Dadurch hat er uns ununterbrochen, von dem Zeitpunkt der Bekehrung an Geschwister,
auch ihr Kinder, von dem Zeitpunkt der Bekehrung an, ununterbrochen, vollkommen gemacht.
Die geheiligt werden, lautet der Nachsatz in dem Vers 14.
Und wir haben gesehen, das war dieser Wille Gottes, dass wir beiseite gesetzt werden sollen.
Das meint geheiligt, beiseite gesetzt für diesen speziellen Zweck, möchte ich fast sagen,
Gott freimütig als Anbeter nahen zu können.
Wir haben also gesehen, dass dieser Wille, dieser Ratschluss Gottes da war, in der vergangenen Ewigkeit,
dass der Sohn in der Zeit diesen Willen zur Durchführung verholfen hat, durch sein Opfer.
Und jetzt kommt noch ein drittes Element dazu, um diese gläubigen Hebräer auch wirklich sicher zu machen.
Jetzt kommt dazu, dass es eine Person gibt, die das bezeugt, was dort geschehen ist, nämlich der Heilige Geist.
Gott hat den Ratschluss, der Sohn hat diesen Ratschluss ausgeführt auf der Erde
und der Heilige Geist bezeugt diese wunderbare Wahrheit.
Das finden wir jetzt in den Versen, die wir gelesen haben.
Geschwister, das macht mich einfach glücklich, dass Gott sich so viel Mühe gibt.
Wir haben gestern gesehen, dass diese gläubigen Hebräer in der Gefahr standen,
nicht loslassen zu wollen, was sie über Jahrhunderte hinweg kannten.
Aber Gott gibt sich diese Mühe zu zeigen, wie alle Personen der Gottheit in Übereinstimmung mit diesem großen Ziel sind.
Und das betrifft jetzt auch wirklich uns heute, auch hier in diesem Raum heute Nachmittag, uns bewusst zu machen,
dass alle Personen der Gottheit einig sind darin und darin zusammengewirkt haben,
dich und mich zu einem Anbeter zu machen.
Jetzt kommt das Zeugnis des Heiligen Geistes.
Das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist, denn nachdem er gesagt hat,
dies ist der Bund, den ich ihnen errichten werde nach jenen Tagen,
spricht der Herr, indem ich meine Gesetze in ihre Herzen gebe, werde ich sie auch auf ihren Sinn schreiben.
Der Schreiber dieses Briefes, wir haben gestern gesehen, dass wir nicht genau sicher wissen, wer das gewesen ist.
Er verbirgt sich, um eine Person nur in den Vordergrund zu stellen.
Aber er zitiert jetzt wieder eine Stelle aus dem Alten Testament, die er schon einmal in Kapitel 8 angeführt hat, ab Vers 10
und spricht von einem Bund, den er errichten würde.
Ein Zitat aus dem Propheten Jeremia, der sich, und das wundert uns jetzt nicht,
der sich tatsächlich an das irdische Volk Gottes wendet.
Gott hatte zu Zeiten des Alten Testamentes von einem neuen Bund gesprochen, den er mit seinem irdischen Volk schließen würde.
Und wir haben gestern nur kurz angedeutet, dass das tatsächlich einmal sein wird,
dass Gott auch mit dem irdischen Volk, das jetzt beiseite gesetzt ist, noch einmal anfangen wird.
Er wird mit diesem Volk schwere Wege gehen müssen,
aber er wird in vollkommener Gerechtigkeit sie läutern und in das tausendjährige Reich einführen.
Und dieser neue Bund, den er mit seinem irdischen Volk schließt, mit uns schließt er ihn nicht, Geschwister,
aber es zeigt, dass wir die Gläubigen aus den Nationen in dieser Zeit der Gnade
die Auswirkungen dieses neuen Bundes jetzt schon genießen dürfen.
Das, was er in Zukunft mit seinem irdischen Volk tun wird, das gilt in gewissen Grundzügen für uns heute schon.
Das, was er mit seinem irdischen Volk an inneren Veränderungen vornehmen muss, durch sicherlich schwere Wege,
aber er wird ihr Inneres erneuern, ihre innere Haltung ihrem Gott gegenüber erneuern.
Geschwister, das hat er doch mit mir auch getan und mit dir auch.
Wir haben hier jetzt davon gelesen, dass unsere Herzen und unseren Sinn verändert werden durch diesen Bund.
Das ist ein Bund, der sich auf das Werk des Herrn Jesus stützt.
Auch das neue Handeln Gottes mit seinem irdischen Volk hat die Grundlage des Werkes von Golgatha.
Und ich möchte das ganz einfach so erklären.
Der Heilige Geist bezeugt jetzt hier, dass dieses Werk, das der Herr Jesus vollbracht hat,
indem er den Ratschluss Gottes ausgeführt hat, der Heilige Geist bestätigt,
dass mit diesem Zitat aus dem Alten Testament, dass unser Herz und unser Sinn erneuert worden ist dadurch.
Und dann sagt er in Vers 17, ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nie mehr gedenken.
Die Anmerkung sagt durchaus nicht mehr.
Ich habe gelesen, dass das eine Form der Verneinung ist, wie man sie stärker nicht ausdrücken kann.
Nie mehr nicht werde ich ihrer Sünden und Gesetzlosigkeiten gedenken.
Ich habe mir früher mal, weil mich das so sehr berührt hat, wie Gott handelt, wenn er Sünden vergibt,
mal mit verschiedenen Stellen beschäftigt, die über die Vergebung von Sünden sprechen.
Wir haben heute Nachmittag sehr viele Kinder hier und ich möchte gerne auch die Gelegenheit mal nutzen,
uns allen noch mal deutlich vorzustellen, dass wenn Gott Sünden vergibt, dass er sie nie wieder hervorholt.
Das ist bei uns Menschen oft anders.
Wir erinnern uns gerne noch, ja gerne ist kein guter Ausdruck, aber wir erinnern uns oft noch
an Unrecht, das uns geschehen worden ist, obwohl wir gesagt haben, ich vergebe dir.
Aber Gott sagt hier, nie mehr nicht werde ich ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten gedenken.
Es gibt eine Stelle in den Psalmen.
Psalm 103.
Da lesen wir in Vers 12.
Soweit der Osten ist vom Westen, hat er von uns entfernt unsere Übertretungen.
Soweit der Osten ist vom Westen.
Wenn man sich so eine Erdkugel nimmt, ein Globus nimmt und da den Finger mal auf den Äquator setzt
und dann nach Osten geht oder nach Westen geht, du kannst ja immer weiter laufen.
Du bist nie am Ziel irgendwo, dass du sagst, ich habe den Westen erreicht.
Es geht immer weiter nach Westen.
Hätte Gott hier geschrieben, soweit der Norden ist vom Süden,
dann wäre das eine endliche, eine begrenzte Entfernung.
Man kann vom Süden losgehen und nach Norden und irgendwann ist man am Norden.
Dann geht es nur noch wieder nach Süden.
Das ist eine begrenzte Spanne.
Aber Gott gibt hier in seiner Genauigkeit, er macht damit deutlich, dass er das nie wieder anfassen wird, das Thema.
Das einmal gottgemäß geordnet ist, das passt Gott nicht mehr an.
Er holt das nicht mehr hervor, um es uns noch einmal vorzuwerfen.
Weil einer dafür bezahlt hat.
So groß ist das Werk des Herrn Jesus, dass es ausreicht.
Für alle meine Sünden.
Manchmal macht man sich vielleicht Gedanken darum,
sind das nur die Sünden vor der Bekehrung?
Oder sind auch die Sünden nach der Bekehrung vergeben?
Sind die Sünden vergeben nur, die ich bis heute getan habe?
Oder wenn der Herr mich nicht bewahrt, wenn ich mich nicht bewahren lasse, will ich besser sagen,
morgen oder übermorgen?
Wisst ihr, wir können glücklich sagen,
damals, als vor Gott bezahlt worden ist am Kreuz von Golgatha,
da waren alle meine Sünden noch zukünftig.
Da habe ich noch gar nicht gelebt, da habe ich noch keinen einzigen bösen Gedanken getan.
Aber da hat der Herr Jesus schon bezahlt.
Damals, vor fast 2000 Jahren,
hat er vor Gott bezahlt.
Und Gott lässt sich die Schuld nicht zweimal bezahlen.
So groß ist das Werk des Herrn Jesus,
dass du sicher wohnen darfst,
in dem Gedanken, Gott bringt das nie wieder zur Sprache.
In einem Propheten sagt er, dass er sie,
die Sünden in die Tiefen des Meeres geworfen hat.
Eine andere Stelle sagt, er hat sie hinter seinen Rücken geworfen.
Das sind alles wunderbare Ausdrücke, verschiedene Gesichtspunkte,
wie ewig und endgültig eine Vergebung ist,
die auf der Grundlage des Kreuzes des Herrn Jesus erlangt worden ist.
Ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nie mehr gedenken.
Haben wir heute schon dafür gedankt?
Kann eigentlich ein Tag vergehen in unserem Leben,
wo wir dafür nicht Danke sagen?
Dem großen Gott, unserem Heiland, das er bezahlt hat für mich.
Wenn wir noch einmal schauen in Vers 10.
Durch diesen Willen sind wir geheiligt,
durch das ein für allemal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi.
Vers 12.
Er aber, nachdem er ein Schlachtopfer für Sünden dargebracht hat,
hat sich auf immer dargesetzt.
Vers 14.
Mit einem Opfer hat er auf immer dar die vollkommen gemacht,
die geheiligt werden.
Und jetzt haben wir gesehen,
ihrer Sünden, ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nie mehr gedenken.
Das sind Sicherheitengeschwister,
die wir uns tief in unser Herz schreiben müssen.
Ich denke mit großer Ehrfurcht darüber nach,
wie viel Mühe sich Gott hier macht,
um die Gläubigen, Herr Breher, und heute Nachmittag auch uns,
von den gewaltigen Auswirkungen seines Ratschlusses
und seines Willens Mitteilung zu machen.
Ein für allemal geschehen.
Wie sehr betont er das?
Dieses Werk des Herrn Jesus muss nie wiederholt werden.
Und als Beweis dafür hat er sich auf immer dargesetzt.
Auf den höchsten Platz der Ehre.
Er hat uns für immer dar vollkommen gemacht.
Ununterbrochen.
Und unsere Sünden und Gesetzlosigkeiten nie mehr wird er sie hervorholen.
Was für ein gewaltiges Werk des Herrn Jesus.
Gott wollte das so.
Der Herr Jesus hat es ausgeführt.
Der Heilige Geist bezeugt es uns.
Wir sind tief glücklich darüber.
Dass es mich persönlich, dass es dich persönlich betrifft.
Und dann greift er den Gedanken dieser ganzen ersten Verse noch einmal auf.
Wo aber eine Vergebung derselben ist.
Da ist nicht mehr ein Opfer für die Sünde.
Gestern haben wir gesehen, jeder Priester steht da,
bringt immer wieder dieselben Opfer.
Und jetzt, Geschwister, sind wir durch den Heiligen Geist dahin geführt worden,
zu verstehen, für uns nicht mehr.
Es sind keine Sünden mehr da.
Es besteht keine Notwendigkeit mehr eines Opfers.
Was für eine Erhabenheit von dem, was auf Golgatha geschehen ist.
Was Gottes Herz für alle Ewigkeit vollkommen beruhigt hat,
im Blick auf meine Sünden, auf deine Sünden.
Nie mehr.
Deshalb ist kein neues Opfer mehr nötig.
Deshalb kann der Glaubende Sicherheiten haben.
Und jetzt kommt eine Konsequenz.
Kommen mehrere Konsequenzen.
Und wenn wir das Neue Testament, die Briefe, ein wenig kennen,
dann ist das eine sehr zu Herzen gehende Weise,
wie Gott im Neuen Testament die Wahrheiten vorstellt.
Wir finden es oft in den Briefen so,
dass er zuerst das zeigt, was er gemacht hat.
Was er für sich gemacht hat,
durch den Herrn Jesus.
Was er aus uns und an uns gemacht hat.
Und dann kommt er erst dazu, uns zu sagen,
was er nun von uns erwarten kann.
Das war im Alten Testament ganz anders gewesen.
Für das Volk hieß es immer, tue dieses und du wirst leben.
Ich werde dich segnen, wenn du gehorchst.
Im Neuen Testament ist es, ich habe getan.
Und jetzt möchte ich gerne, dass du dem Neuen,
der neuen Stellung entsprechend deinen Weg führst.
Wenn ihr den Epheserbrief nehmt,
die ersten drei Kapitel unter der Leitung des Heiligen Geistes,
schreibt Paulus über die Segnungen,
über die unfassbaren Ratschlüsse Gottes,
die er in dem Herrn Jesus ausgeführt hat.
Wie er uns überschüttet hat mit Segnungen.
Wie er uns in das Neue eingeführt hat.
Diese Offenbarung der Wahrheit von der Versammlung.
Und dann erst ab Kapitel 4 kommt.
Ich ermahne euch nun.
Der Römerbrief ist ganz ähnlich aufgebaut.
Lange, lange Kapitel über den Weg Gottes mit den Menschen
aus allen Nationen, die alle sündig waren.
Keiner war vor Gott gerecht.
Und Gott hat einen Weg gefunden,
uns Gerechtigkeit zu schenken in ihm.
Uns ewiges Leben und Sicherheiten zu schenken.
Dann kommt ein Abschnitt,
der uns eigentlich auch mit tiefer Bewunderung erfüllen muss.
Wo er in drei Kapiteln darlegt,
wie Gott in seiner Weisheit
und ohne irgendwie Gerechtigkeit und Heiligkeit aufzugeben,
auch einen Weg findet mit dem irdischen Volk Israel wieder anzuknüpfen.
Und dann erst kommen in Kapitel 12 Ermahnungen an uns.
Immer zuerst das Geschenk, den Segensweg Gottes.
Und dann, fast möchte ich sagen, wie ein Appell an unser Herz.
Wenn ihr empfindet, wie Gott reich ist und euch reich segnet,
dann wandelt doch dementsprechend.
Und hier ist den gläubigen Hebräern jetzt
auf wiederholte Weise groß gemacht worden,
was diese wunderbare Person des Herrn Jesus als Opfer
im Gegensatz zu den Opfern des alten Bundes bewirkt hat.
Nie mehr eine Wiederholung.
Kein Zweifel bei dem,
der sich auf dieses Opfer stützt,
auf ewig geheiligt und vollkommen gemacht.
Die Sünde wird nie mehr angesprochen werden zwischen ihm und Gott.
Und jetzt kommen praktische Ermahnungen.
Praktische, ich möchte fast sagen, Appelle an das Herz.
Da wir nun Brüder.
Ist das jetzt nur etwas für uns Brüder hier vorne,
die wir hier in diesen Reihen sitzen und nichts für die Schwestern?
Ich meine, dass es in den Briefen des Neuen Testamentes immer so ist,
wenn Brüder angesprochen werden,
dann sind immer sowohl Schwestern als Brüder,
alle Gläubigen der Familie gemeint.
Auch Kinder übrigens, die schon ein Eigentum des Herrn Jesus sind.
Es sind auch Brüder in diesem Sinn hier.
Wenn Gott die gläubigen Männer meint, dann spricht er sie als Männer an.
Wenn er die Frauen meint, spricht er sie als Frauen an.
Aber wenn in den Briefen die Brüder angesprochen werden,
dann ist das die Brüderschaft als solche und dazu gehören wir alle,
die wir hier in diesem Raum sind.
Alle Gläubigen, alle Erlösen der Gnadenzeit, denen gilt das jetzt.
Und wir haben, der Heilige Geist hat jetzt ein Fundament gelegt für unser Herz.
Sicherheiten uns vermittelt.
Und sagt jetzt, jetzt kommt die Praxis.
Jetzt könnt ihr in der Praxis diesen Willen Gottes,
den er hatte in der Rolle des Buches, verwirklichen.
Jetzt könnt ihr in seine Gegenwart kommen.
Wir werden gleich ein wenig noch sehen mit des Herrn Hilfe,
wie unterschiedlich das zum Alten Testament war.
Aber ich möchte noch einmal versuchen aufzuzeigen,
dass jetzt der Punkt erreicht ist, wo Gott sagt,
ich habe jetzt tatsächlich in allem die Grundlage für das gelegt,
dass jeder jetzt kommen kann.
Dass errettete Kinder kommen können.
Dass Schwestern kommen können.
Dass Brüder kommen können.
Und zwar ganz anders als damals die Priester im Alten Testament.
Wir Brüder haben nun Freimütigkeit.
Freimütigkeit.
Freimütigkeit meint Unerschrockenheit.
Eine sichere innere Ruhe in dem Gedanken.
Geschwister, das ist ganz erhaben, was wir jetzt hier haben.
Wir dürfen eine innere Ruhe haben bei dem Gedanken,
in die Gegenwart Gottes zu treten.
Gott ist immer noch ein heiliger Gott.
Das dürfen wir nicht auf unser Niveau, auf unsere Gedanken herab mildern wollen irgendwie.
Er ist der absolut heilige Gott.
Aber wir dürfen in seine Gegenwart kommen.
Das ist unfassbar groß.
Und dazu musste auch ein unfassbares Werk,
unfassbar großes Werk geschehen, damit das ist.
Aber es ist geschehen.
Und deshalb, Brüder, der Aufruf an uns alle.
Lasst uns Freimütigkeit haben.
Nein, wir haben Freimütigkeit.
Wir haben diese Unerschrockenheit, direkt in das Heiligtum einzutreten.
Wo ist denn das Heiligtum?
Gestern haben wir gesagt, wir haben keine irdischen Heiligtümer mehr.
Das war im Alten Testament.
Die wussten, was das Heiligtum war.
Da gab es dieses Zelt der Zusammenkunft.
Die Hütte mit dem vorderen Teil, dem hinteren Teil.
Später gab es den Tempel.
Ja, aber da durfte gar nicht jeder reingehen.
Mit dem Heiligtum, wir haben gestern gesagt,
ist nicht irgendeine geheiligte örtliche Stätte,
irgendein geheiligtes Haus, ein Tempel oder so gemeint.
Das kann mal auch dieser Raum hier sein.
Wenn wir das gemeinsam tun.
Es meint im Kern eigentlich, dass wir in unseren Herzen
bewusst in die himmlischen Segnungen, in die Gegenwart Gottes eintreten.
Dass wir uns bewusst vor Gott aufhalten.
Und wisst ihr Geschwister, das ist eine neutestamentliche Wahrheit,
die uns eigentlich überwältigen muss.
Wir dürfen uns in unseren Herzen, in unseren Gedanken,
in der Gegenwart Gottes aufhalten.
Das durfte im Alten Testament keiner.
Bildlich gesprochen in diesem Haus, was sie hatten,
in der Hütte und dann in dem Tempel.
Aber wir dürfen das.
Der Apostel schreibt gleich warum, der Schreiber hier.
Wir haben diese Freimütigkeit, diese Unerschrockenheit.
Ich habe diese Tage schon einmal erzählt,
dass wir bei uns in der Woche das erste Buch Mose betrachten.
Und wir sind gerade in Kapitel 18 angekommen.
Und ihr werdet das wissen, das ist das Kapitel,
wo Abraham Besuch bekommt von Gott.
Da ist der Gedanke jetzt nicht, dass Abraham zu Gott geht,
sondern Gott kommt zu Abraham.
Aber mir fiel das bei diesem Ausdruck hier Freimütigkeit auf.
Seht ihr, da kommen diese drei Männer, zwei Engel und Gott selbst,
der Herr Jesus.
Und Abraham läuft nicht weg.
Er hat keine Angst vor Gott.
Ganz im Gegenteil, er beeilt sich Gott etwas an Speise anzubieten.
Und dieser Mann, der ist fast 100 Jahre alt.
Und er läuft. Und er hat es eilig.
Und er sagt den Knechten, die sollen sich beeilen.
Und seiner Frau sagt er, sie sollen sich beeilen.
Und dann bieten sie Gott gemeinsam eine Speise an.
Und Abraham lässt sie nicht irgendwie alleine.
Er steht da in absoluter Ruhe und lässt seine Gäste essen.
Das ist für mich eigentlich ein praktischer Ausdruck von Freimütigkeit.
Sich ohne Scheu in der direkten Gegenwart Gottes aufhalten zu können.
Weil sein inneres Glaubensleben in dem Moment in Ordnung war.
Und wir Brüder, wir Schwestern, wir Kinder, die ja ein Eigentum des Herrn Jesus seid.
Wir haben alle diese Freimütigkeit.
Wir können uns unerschrocken in der Gegenwart Gottes aufhalten.
Aber nur durch das Blut Jesu.
Er hat den Weg in das Heiligtum gebahnt.
So macht es glaube ich Kapitel 9 Vers 12 deutlich.
Da ist von Christus die Rede, der nicht mit Blut von Böcken und Kälbern,
sondern mit seinem eigenen Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen ist.
Seht ihr, der Herr Jesus hat diesen Weg in das Heiligtum in die Gegenwart Gottes gebahnt.
Mit seinem eigenen Blut.
Das meine ich jetzt nicht das Blut, das aus seinen Wunden geflossen ist.
Wisst ihr, das ist auch immer der Gedanke, wenn wir es morgen mit der Güte des Herrn noch tun dürfen,
seinen Tod verkündigen und in dem Kelch an seinem Blut denken.
Das meint nicht das Blut aus seinen Wunden.
Das meint, dass er sein Leben hingegeben hat.
Das Vergießen von Blut bedeutet Tod.
Und so hat der Herr Jesus, indem er gestorben ist, ist er in das Heiligtum eingegangen.
Und er hat durch dieses Blut, sagt dann Vers 14, unser Gewissen gereinigt von Totenwerken.
Also durch seinen Tod hat er den Weg in das Heiligtum gebahnt.
Durch seinen Tod hat er unser Gewissen gereinigt.
Und deshalb können wir jetzt auf dieser Grundlage dieses Blutes,
dieses Todes des Herrn Jesus in die Gegenwart Gottes kommen.
Auf dem neuen und lebendigen Weg.
Ich habe hier von unserem lieben Bruder Max Billetter eine Erklärung mir sehr gut behalten.
Er hat immer Beispiele gebracht, die man sehr, sehr gut verstehen konnte.
Jetzt schreibt der Schreiber hier von einem neuen und einem lebendigen Weg
oder von einem neuen und lebendigen Weg.
Und er hat dazu einmal gesagt, wenn es einen neuen Weg gibt,
dann muss es vorher auch einen alten Weg gegeben haben.
Der neue Weg, im Unterschied zu dem alten Weg, ist breiter.
Im alten Weg, da durfte nur eine ausersehene Familie nahen.
Gott in das Heiligtum nahen.
Nur die priesterliche Familie.
Auf dem neuen Weg darf jeder Gläubige, jeder der zu dem himmlischen Volk Gottes gehört,
direkt in das Heiligtum eintreten.
Damals gab es das ganze irdische Volk und nur eine Familie auf dem alten Weg durfte hinzunahmen.
Der neue Weg ist breiter als der alte Weg.
Wenn es einen lebendigen Weg gegeben, jetzt gibt, dann hat es früher einen toten Weg gegeben, hat er gesagt.
Und der lebendige Weg ist schmaler als der tote Weg im alten Testament.
Auf dem toten Weg sind auch Priester aus der priesterlichen Familie hinzugetreten in das Heiligtum,
die nicht gläubig waren.
Denken wir an die Geschichte im Volk Gottes, die Söhne Elis zum Beispiel,
die absolut gottlos waren, aber sie haben Priesterdienst ausgeübt.
Sie sind hinzugetreten.
Aber auf dem lebendigen Weg, Geschwister, da tritt nur jeder hinzu, der wirklich Leben aus Gott hat.
In der Hinsicht ist der lebendige Weg schmaler.
So verstehen wir bei dieser Gegenüberstellung ein wenig, was der Apostel jetzt meint mit dem neuen und lebendigen Weg.
Und er hat ihn uns eingeweiht durch den Vorhang hin, das ist sein Fleisch als Mensch.
Als Mensch ist er gestorben, Geschwister.
Und mich berührt sehr der Gedanke, dass wir ihn jetzt auch als Mensch in der Herrlichkeit wissen.
Das ist übrigens, wie darf ich das ausdrücken, das ist die Gewehr dafür,
dass noch einmal weitere Menschen dorthin kommen werden, wo er jetzt ist.
Wenn der Herr Jesus in Johannes 14 zu den Jüngern sagt,
wir wollen das lieber genau lesen,
dass in dem Haus seines Vaters viele Wohnungen sind und dass er sie bereitet.
Ich gehe hin, vers 2, euch eine Stätte zu bereiten.
Das meint nämlich genau diesen Gedanken, dass er als Mensch zurückkehrt zu seinem Vater.
Dadurch bereitet er den Himmel für uns Menschen, dass wir auch einmal dort sein können.
Und so ist er diesem Weg in das Heiligtum, in die unmittelbare Gegenwart Gottes uns vorausgegangen.
Er hat den Weg bereitet durch den Vorhang hin, das ist sein Fleisch.
Seht ihr, damals war in der Stiftshütte das Heiligtum getrennt.
Da gab es die vordere Hütte mit den verschiedenen Gerätschaften, dem Schaubrottisch, dem Leuchter.
Und dann gab es einen Vorhang und dahinter stand, war ein Abteil, da stand nur die Bundeslade.
Und durch diesen Vorhang durfte nur einmal im Jahr der hohe Priester hineintreten, an dem großen Versöhnungstag.
Das durchgehende Thema fast eigentlich dieses ganzen Hebräergerieches.
Aber jetzt ist dieser Vorhang, ihr wisst das, aus dem Bericht der Evangelien,
beim Sterben des Herrn Jesus zerrissen worden, von oben bis unten.
Der Zugang in das Allerheiligste ist jetzt frei geöffnet.
Der Herr Jesus hat ihn gebahnt durch den Vorhang hin.
Und wir haben einen großen Priester über das Haus Gottes.
Der Schreiber hat jetzt also die Grundlagen gezeigt.
Den Ratschluss Gottes, das Opfer des Herrn Jesus, das Zeugnis des Heiligen Geistes,
hat uns jetzt versichert, dass wir Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum.
Und dann sagt er noch, und wir haben noch eine Person, eine gewisse Oberaufsicht über unser Priestertum.
Ein großer Priester über das Haus Gottes, der auch dafür sorgt, wenn wir in diese Gegenwart kommen, dass die Dinge gottgemäß geschehen.
Freimütigkeit, liebe Geschwister, wenn wir sie aus Sicht unserer Verantwortung betrachten,
kann oft umschlagen zu einem gewissen ungezügelten Verhalten.
Zu Fleischlichkeit, zu Regungen, die nicht in die Gegenwart Gottes passen.
Aber da haben wir einen großen Priester über das Haus Gottes, der eine gewisse Aufsicht darüber ausübt.
Der uns zügelt in allzu großer Freizügigkeit, die nicht angemessen wäre.
Das alles, ich bewundere das, wie Gott Vorsorge getroffen hat.
Das alles zeigt er uns, bevor jetzt eine dreifache Aufforderung an uns kommt.
An uns Brüder, an uns Schwestern, an uns Kinder.
Jetzt folgen drei Aufforderungen, die jeweils mit einem Last uns beginnen.
Und sie haben als Kernelement, möchte ich einmal sagen, jeweils eines dieser Motoren unseres christlichen Lebens.
Wisst ihr, die Motoren unseres christlichen Lebens sind Glauben, Liebe und Hoffnung.
Und jede dieser Aufforderungen, die wir hier haben, die jetzt vor uns kommen, die zu unserem Herzen sprechen,
die fußen auf einem dieser Kernelemente unseres christlichen Lebens.
Zuerst sagt er, Vers 22, lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen.
In voller Gewissheit des Glaubens. Da haben wir das erste Element.
Die erste Aufforderung, die jetzt an uns Gläubige kommt, Brüder und Schwestern, möchte ich noch einmal sagen,
lasst uns hinzutreten.
Wir haben gesehen, dass der Weg bereitet ist.
Dass Gott diesen Weg freigemacht hat.
Und dass wir in einer Stellung sind, wo uns nichts hindert.
Lasst uns.
Die Verbform, die hier gebraucht wird, meint, lasst uns beständig.
Lasst uns hinzutreten.
Wie oft praktizieren wir das, Geschwister?
Ich möchte deutlich sagen, dass hier nicht gesagt ist, lasst uns uns als Versammlung versammeln und gemeinsam an Betung bringen.
Das steht hier nicht.
Ich bin da ganz glücklich darüber, dass das hier nicht steht.
Weil es ist eine Praxis meines persönlichen Glaubenslebens, das zu verwirklichen.
Natürlich freue ich mich auch auf morgen, wenn wir gemeinsam als Geschwister hier hinzutreten dürfen.
Geistlicherweise in ein Heiligtum eintreten dürfen.
Aber kennen wir das auch persönlich?
Kennen wir das so, dass wir mit Dank und mit Anbetung vor Gott kommen?
Einfach weil uns die Person des Herrn Jesus groß geworden ist?
Weil wir etwas gefunden haben beim Lesen seines Wortes?
Das ist nicht abhängig von einer Versammlungsstunde.
Ich weiß sehr wohl, dass auch Versammlungsstunden, auch Konferenzbetrachtungen sehr wohl geeignet dazu sind, unsere Herzen in Anbetung zu stimmen.
Ich kann mich erinnern an wertvolle, tiefgehende Betrachtungen über die Opfer, die wir hatten.
Auch an den Anfang des Johannesevangeliums, wo wir gelesen haben, von dem Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt.
Geschwister, ich möchte das einfach mal so sagen, da stehen wir in Anbetung als Brüder, wenn wir das vor unseren Herzen haben.
Ich kann mich erinnern, dass wir einmal sieben Lieder der Anbetung nacheinander im Stehen gesungen haben.
Anbetung ist nicht gekoppelt an das Brotbrechen.
Ich möchte andersherum sagen, das Brotbrechen kann eigentlich nicht frei sein von Anbetung aus unseren Herzen.
Aber Anbetung können wir auch jedes Mal dann vor Gott bringen.
Als Ausdruck unserer Herzensempfindungen, wenn uns einfach seine Person, die Person des Herrn Jesus überwältigt.
Lasst uns hinzutreten.
Es sind gewisse Appelle an unser Herz.
Lasst uns auch praktischerweise in einem Zustand sein, das uns dann nie etwas hindert daran, direkt vor Gott zu kommen.
Das können wir im Alltag machen.
Das können die Schwestern auch zu Hause machen, wenn sie ihre Arbeit haben.
Aber ganz besonders natürlich möchte ich das bestätigen, wenn wir gemeinsam als Versammlung, als Geschwister an einem Ort zusammenkommen.
Wie könnte es anders sein, gerade wenn wir dazu zusammenkommen seinen Tod zu verkündigen, dass das unsere Herzen zur Anbetung stimmt.
Mit wahrhaftigem Herzen.
Das heißt also mit einem Herzen, das die Wahrheit kennt und in der Wahrheit befestigt ist.
Und das meint jetzt nicht die alttestamentliche Wahrheit der ganzen Opfer.
Denn der Apostel hatte in diesem Brief bisher deutlich gemacht, dass sie beiseite gesetzt worden sind.
Gestern haben wir gesehen, er nimmt das Erste weg, damit er das Zweite aufrichtet.
Das Zweite, also diese christliche Wahrheit, wenn sie in unseren Herzen ist, dann führt sie uns in die Wehmut Gottes direkt.
In voller Gewissheit des Glaubens.
Hier ist Glaube, das seht ihr in dem Text, der Artikel davor ist kleingedruckt, das heißt er steht im griechischen Text nicht.
In voller Glaubensgewissheit.
Also von einer inneren Überzeugung über die Kostbarkeit des Glaubensgutes, das wir besitzen, des Wortes Gottes.
Das prägt unser Herz, unser Leben, das führt uns in die Gegenwart Gottes.
Und dann wird davon gesprochen, dass die Herzen besprengt sind und gereinigt vom bösen Gewissen und dass der Leib gewaschen ist mit reinem Wasser.
Wir haben vorhin, meine ich, im Gebet gesagt, dass das wie ein Bilderbuch zum alten Testament ist, der Hebräerbrief.
Und wenn wir jetzt einmal zu 2. Mose 29 gehen, da finden wir, denke ich, eine Erklärung für das, was hier vor uns kommt.
Besprengt, die Herzen besprengt und den Leib gewaschen.
Das Besprengen, das geschah mit Blut.
Und jetzt kommen wir wieder an das alttestamentliche Vorbild, die Priesterweihe.
Sie wurden mit Blut besprengt, in Kapitel 29, ab Vers 19 in dem Absatz.
Du sollst, Vers 20, den Widder schlachten und von seinem Blut nehmen und es auf das rechte Ohrläppchen Arons tun, auf das rechte Ohrläppchen seiner Söhne, auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die große Zehe ihres rechten Fußes.
Ohren, Hand und Fuß.
Das Gehör, der Gehorsam, die Tatkraft, der Weg, den unsere Füße gehen, geheiligt durch das Blut.
Und am Anfang dieses Kapitels finden wir in Vers 4, dass Aaron und seine Söhne herzutreten sollten und sie wurden mit Wasser gewaschen.
Das sind jetzt Bilder, die wir neutestamentlich verstehen müssen.
Die Anwendung des Blutes bedeutet, dass das Werk des Herrn Jesus, das geschehen ist, vor Gott Sühnung getan hat.
Das ist das Werk Gottes, für mich vor Gott.
Die Anwendung des Wassers, das Waschen mit Wasser, was der Herr Jesus ja auch in der Fußwaschung zu dem Petrus gesagt hat, wer gebadet ist, ganz gewaschen ist, hat nicht nötig.
Das bedeutet das Werk Gottes in mir bei der Bekehrung.
Die Erneuerung bei der Neugeburt.
Einmal das Werk Gottes, Sühnung vor Gott, das Besprengen mit Blut und das Waschen mit Wasser, das Werk Gottes in mir, die Neugeburt.
In dem Bewusstsein dieser wunderbaren Wahrheiten stehen wir als Anbeter vor Gott.
Lasst uns hinzutreten, sagt er.
In voller Gewissheit des Glaubens, das einmal verstanden zu haben und das mag jetzt vielleicht für die Kinder sehr schwer sein, das überhaupt zu verstehen, die alttestamentlichen Bilder zu verstehen.
Aber wir haben gestern gesehen, dass er uns heranführen möchte, geistlicher Weise vollenden möchte, wachsen lassen möchte, bis wir das erfassen.
Und dann gibt es uns tatsächlich Freimütigkeit.
Lasst uns das Bekenntnis der Hoffnung unbeweglich festhalten, denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat.
Nun wir haben ein Bekenntnis in gewisser Hinsicht abgelegt.
Ein Bekenntnis, dass das Teil des Glaubenden der Gnadenzeit nicht auf dieser Erde ist.
Es ist mit der christlichen Hoffnung verbunden. Hier haben wir den zweiten Motor unseres christlichen Lebens.
Der Gedanke beim ersten, lasst uns wahr, Glaube.
Der Gedanke jetzt bei dem zweiten, lasst uns, ist die Hoffnung, die wir haben.
Ich möchte mit ganz einfachen Worten sagen, der Schreiber sagt hier, haltet daran fest, dass ihr keine Erdenbürger mehr seid, sondern dass euer Bürgertum in den Himmeln ist.
Das ist doch unsere Hoffnung. Vom Glaubensweg hin.
Vielleicht, liebe Geschwister, erreichen wir heute schon das Ziel.
Das ist unsere Hoffnung, die geht nach oben zu dem Herrn Jesus.
Und dieses Bekenntnis, das drückt sich aus in unserem praktischen Leben.
Geben wir das auf, unsere Hoffnung, dann werden wir irdisch gesinnte Gläubige.
Wir haben Beispiele in der Schrift, wo das tatsächlich so gewesen ist.
Ich möchte einmal ein Beispiel nehmen, wo gar nicht jetzt der erhobene Zeigefinger kommt und sagt ja bei dem Demos beispielsweise, der wird immer als Warnung genommen.
Ich möchte einfach nur mal sagen, die Thessalonicher.
Ich habe sehr große Freude an diese Versammlung in Thessalonich zu denken.
Weil die Qualitäten hat, die, wenn ich an mich denke, die mir abgehen.
Die hatten wenig Belehrung gehabt, drei Wochen, fast vier Wochen nur durch den Apostel Paulus, aber die hatten Glaubensenergie.
Nur sie hatten bestimmte Teile der Wahrheit nicht gewusst.
Sie kannten sie noch nicht und sie waren Verführern ausgesetzt, die sogar mit gefälschten Brief an sie herankamen, die in andere Dinge vorgaukeln wollten.
Und weil sie einfach die Wahrheit, gerade die Wahrheit von der Entrückung, die Wahrheit auch des Erscheinens des Herrn Jesus zum Gericht,
dass sie das noch nicht kannten und auch nicht auseinanderhalten konnten, da hatten einige von ihnen aufgehört zu arbeiten.
Sie hatten ihre Hoffnung aufgegeben und damit verlor auch ihr Leben als Christen auf der Erde seine eigentliche Bestimmung und Zielsetzung.
Und so kann es uns eben auch gehen, wenn wir dieses Ziel aus dem Auge verlieren, das wir bei dem Herrn Jesus haben werden
und wir wünschen, dass das heute noch der Fall ist, dass wir dieses Ziel erreichen.
Dann kommen die Dinge dieser Erde, vielleicht sind es am Anfang gar nicht böse Dinge, sondern interessante Dinge,
durchaus auch nicht böse Dinge in sich selbst, aber die eben unsere Zuneigung wegnehmen.
Und dann verlieren wir das Bekenntnis. Dann sieht man an uns gar nicht mehr, dass wir eine Hoffnung haben.
Dann ist unser Leben auf das irdische gerichtet. Das wäre schade, aber wir haben die großen Wege Gottes gesehen mit uns, die er gegangen ist.
Deshalb lasst uns dieses Bekenntnis der Hoffnung unbeweglich festhalten.
Und ein dritter Punkt, lasst uns aufeinander acht haben zur Anreizung zur Liebe und zu guten Werken.
Der dritte Motor, die Liebe für den dritten Appell, den wir hier haben.
Der erste Appell, wir wollen in die Gegenwart Gottes treten.
Der zweite Appell, wir wollen unser Ziel nicht aus dem Auge verlieren.
Der dritte Appell ist, meine ich, sehr lieblich. Wir wollen aufeinander acht haben.
Hier steht nicht, spioniert hintereinander her, was der Einzelne so treibt.
Hier steht, habt acht aufeinander.
Das ist, glaube ich, wenn das aus der Liebe zueinander hervorkommt, wird das ganz lieblich sein im Umgang miteinander.
Wenn man bei dem einen oder bei der anderen etwas sieht, was vielleicht Sorge macht.
Geschwister, wenn man miteinander den Weg geht, dann sieht man Entwicklungen.
Dann ahnt man manchmal sogar etwas voraus, wo andere noch gar nichts sehen.
Dass Entwicklungen eintreten können.
Und dann finde ich das so schön, dass jetzt hier nicht gesagt ist, und wenn ihr das feststellt,
dann weist den anderen mal so richtig zurecht.
Hier steht, reizt einander zu Liebe an und zu guten Werken.
Reizt an. Weckt doch bei den anderen.
Vielleicht sind es nicht immer nur junge Leute.
Wir haben oft Sorge um junge Geschwister.
Sicherlich auch mit Recht, aber vielleicht müssen wir das auch auf unserer Ebene einfach mal schauen.
Nicht spionieren.
Wenn wir etwas wahrnehmen, dass wir zur Liebe anreizen und zu guten Werken, zu einem Verhalten, was auch anderen nützlich ist,
lasst uns das tun. Aufeinander Acht haben in einem Geist der Liebe.
Mich hat mal sehr bewegt ein Gedanke, der mir auch wirklich ins Herz gegangen ist,
warum, unter vielen anderen Gesichtspunkten noch, aber warum beschäftigen wir uns eigentlich mit unguten Entwicklungen bei anderen.
Mit Sünde vielleicht bei anderen.
Warum beschäftigen wir uns eigentlich damit?
Mich bewegt sehr dieser Gedanke, weil wir wissen, dass der andere mit einem belasteten Gewissen nicht glücklich sein kann.
Und wir wollen ihn doch wieder zu einer ungetrübten Gemeinschaft mit seinem Gott, mit dem Herrn Jesus verhelfen.
Er kann nicht glücklich sein.
Geschwister auf einem eigenen Weg, wir sagen das oft auch wirklich mit tiefer Traurigkeit.
Da gibt es kein wirkliches Glück.
Und dieses Anreizen zur Liebe, mich bewegt der Gedanke, wenn es um eigene Kinder vielleicht geht,
um liebgewordene Glaubensgeschwister, vielleicht um Glaubensgeschwister aus Nachbarversammlungen, wo man Entwicklungen sieht.
Wir haben ein weites, weites Feld, bevor die Dinge, wir sagen das heute so, offiziell werden und behandelt werden müssen.
Aber dieses Achthaben, ich habe den Eindruck, dass das auch schon viel früher tätig wird.
Und dann geht man in einem ganz persönlichen Gespräch vielleicht mal zu einem hin und hat eine liebevolle Aufmunterung.
Und vor dem Hintergrund dieser Entwicklung der Wege Gottes, muss es uns ein Herzensanliegen sein, so aufeinander zu achten.
Indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern.
Und das umso mehr, je mehr ihr den Tag näher kommen seht.
Wir haben gestern nicht gesagt, dass dieser Brief geschrieben worden ist in einer gewissen Zeit des Endes.
Nämlich des Endes des jüdischen Gottesdienstes in Jerusalem.
Das stand im Jahr 70 nach Christus kurz bevor.
Ganz am Ende von dem Brief werden die Gläubigen nämlich aufgefordert hinaus zu gehen.
Hinaus aus dem Lager, zu dem Herrn Jesus hin.
Das ist angedeutet darin, dass im Jahr 70 tatsächlich Jerusalem zerstört worden ist.
Der ganze jüdische Gottesdienst zerstört worden ist.
Und jetzt schreibt er, je näher ihr den Tag herankommen seht, eine gewisse endzeitliche Tendenz erkennt.
Je näher das kommt, umso mehr wollen wir doch aufeinander Acht haben.
Indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen.
Und das ist eine klassische Ermahnung fast.
Aber wir müssen erklären, was sie wirklich bedeutet.
Im ersten Sinn bedeutet dieser Vers hier, wir haben gestern gesagt, der Brief ist geschrieben worden an Gläubige und auch Ungläubige Juden.
Es gab unter den Juden solche, die sind für eine Zeit äußerlich mit dem Christentum mitgegangen.
Und dann wieder zurückgekehrt.
Es meint hier nicht, wie es oft in einer Anwendung gebraucht wird,
dass wir darauf achten, ob jeder auch am Sonntagvormittag und am Sonntagnachmittag kommt.
Und wenn da einer nicht kommt, dann hat er das Zusammenkommen versäumt.
Ich möchte gleich noch etwas dazu sagen, aber es meint in erster Linie,
spricht es hier solche aus dem Judentum an, von den Hebräern an, die äußerlich mitgegangen waren,
den Weg des Christentums, aber nur äußerlich und wieder zurückgekehrt waren zum Judentum.
Die abgefallen sind vom Christentum. Das ist die eigentliche Bedeutung dieses Verses.
Geschwister, das ist etwas ganz Tragisches.
Der Schreiber dieses Briefes hatte schon einmal in dem Kapitel 6 von solchen gesprochen,
die eine Zeit lang mitgegangen waren und wieder zurückgekehrt waren.
Und nachher in dem zweiten Teil werden wir noch etwas mehr darüber hören.
Aber es gibt tatsächlich welche, die haben das äußerlich wahrgenommen.
Sie haben tiefe Eindrücke in irgendeiner Form miterlebt bei anderen.
Dann haben sie das doch wieder aufgegeben.
Das ist die Bedeutung dieses Verses.
Aber es ist nicht zu Unrecht, dass der Vers auch manchmal genommen wird,
wenn wir vielleicht sehen, vielleicht im eigenen Leben sehen,
dass der Zug in das Zusammenkommen nicht mehr ganz so groß ist für mich.
Es gab vor vielen, vielen Jahren mal einen Aufsatz,
glaube in Ermunterung und Ermahnung, der trug die Überschrift Bedenkt das Ende.
Da hat der Schreiber verschiedene Anlässe genommen,
um zu zeigen, dass ein erster Schritt auf einem Weg weitere Schritte nach sich zieht
und wir oft aber das Ende gar nicht im Auge haben, bevor wir den ersten Schritt gehen.
Und auch das hier ist eins dieser Beispiele.
Wollen wir, liebe Geschwister, in der Anwendung jetzt,
wollen wir auch nur einen Schritt auf einen Weg gehen,
wo Gott hier sagt, das ist am Ende der eigentliche Abfall von Christentum.
Wollen wir einen Schritt auf diesen Weg gehen, in dem wir unser Zusammenkommen nur noch leichtfertig besuchen?
Das wollen wir nicht. Lasst uns aufeinander Acht haben.
Es ist wunderbar, wie Gott hier in diesem Kapitel vorgegangen ist.
Wir haben gesehen, dass es sein Ratschluss war,
dass er ihn in der Person des Herrn Jesus ausgeführt hat,
dass er uns sicher gemacht hat durch das Zeugnis des Heiligen Geistes.
Dann haben wir diese drei Aufforderungen jetzt vor uns gehabt
und nachher in dem zweiten Teil werden wir noch mit der Hilfe des Herrn sehen,
dass er ein Wort hat, der Schreiber, an eben diese Hebräer,
die nicht wirklich zum Glauben gekommen waren, die wieder zurück wollten,
aber auch ein Wort der Ermunterung an die wirklich gläubigen Hebräer.
Das werden wir nachher betrachten.
O Himmelsblut, du gabst ein Blut,
und sind mit mir vereint. …
Automatisches Transkript:
…
Witze die 247
Blüten wir uns in Zukunft
Lasst uns glauben vor dem Ziegen
Schauet nur zu Jesus auf
In den Herrlichkeit wir sehen
Er vollendet seinen Laub
Ausgestanden aus dem Tod
Ist er herrlich, der Heilbot
Ausgestanden aus dem Tod
Ist er herrlich, der Heilbot
Lasst uns lieben unseren Heiland
Wer sich selbst als Opfer gab
Wer das Leben, wer das Heilfach
Wie die Wehr aus Liebe schafft
Grüßt den Opfer, seinen Tod
Hat er uns, erzählt mit Gott
Grüßt den Opfer, seinen Tod
Hat er uns, erzählt mit Gott
Lasst uns auf den Blumen stammen
Denn wir schauen nach dir aus
Von der Erde aufgenommen
Ziehen wir ins Vaterhaus
Als er rauchte durch dein Blut
Stehen wir dann mit dir vor Gott
Als er rauchte durch dein Blut
Stehen wir dann mit dir vor Gott
Grüßt den Opfer, seinen Tod
Hat er uns, erzählt mit Gott
Grüßt den Opfer, seinen Tod
Hat er uns, erzählt mit Gott
Grüßt den Opfer, seinen Tod
Grüßt den Opfer, seinen Tod
Abschnitte aus diesem Kapitel Hebräer 10 lesen. Hebräer 10 von Vers 26.
Denn wenn wir mit Willen sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, sondern ein gewisses, furchtvolles Erwarten des Gerichts und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verzehren wird.
Jemand, der das Gesetz Moses verworfen hat, stirbt ohne Barmherzigkeit auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen.
Wie viel schlimmerer Strafe, meint ihr, wird der wertgeachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, für gemein erachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat?
Denn wir kennen den, der gesagt hat, mein ist die Rache, ich will vergelten, spricht der Herr. Und wiederum, der Herr wird sein Volk richten. Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.
Erinnert euch aber an die früheren Tage, in denen ihr, nachdem ihr erleuchtet worden wart, viel Kampf der Leiden erduldet habt, in dem ihr einerseits sowohl durch Schmähungen als auch durch Drangsale zur Schau gestellt wurdet, andererseits aber Genossen derer wurdet, die so einhergingen.
Denn ihr habt sowohl den Gefangenenteilnahme bewiesen, als auch den Raub eurer Güter mit Freuden aufgenommen, da ihr wisst, dass ihr für euch selbst einen besseren und bleibenden Besitz habt.
Werft nun eure Zuversicht nicht weg, die eine große Belohnung hat. Denn ihr habt Ausharren nötig, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung davon tragt. Denn noch eine ganz kleine Zeit und der kommende wird kommen und nicht ausbleiben.
Der Gerechte aber wird aus Glauben leben. Und wenn jemand sich zurückzieht, so hat meine Seele kein Wohlgefallen an ihm. Wir aber sind nicht von denen, die sich zurückziehen zum Verderben, sondern von denen, die glauben zur Errettung der Seele.
Soweit dieses wunderbare Kapitel.
Wir haben bisher gesehen, dass der Schreiber dieses Briefes die Empfänger löst von dem, was sie in Jahrhunderte alter Tradition, von Gott gegebener Tradition, kennengelernt und festgehalten haben.
Und dass er ihnen das Bessere vorstellt. Heute haben wir tatsächlich diesen Ausdruck gelesen, der prägend ist, fast für den Hebräerbrief, der immer wieder von dem Schreiber benutzt wird, um in dem Herrn Jesus etwas Besseres vorzustellen.
Es gibt ein eigenes Büchlein darüber, was das Bessere im Hebräerbrief alles ausmacht. Kann man nur empfehlen, sich damit mal zu beschäftigen.
Und wir haben unter der Leitung des Geistes einen gewissen Eindruck davon, so hoffe ich, bekommen, was für ein erhabenes Teil uns geschenkt ist.
Dass es ein ewiger Wille Gottes war, der in der Zeit durch den Herrn Jesus ausgeführt wurde, durch das Opfer, das Sterben unseres Heilandes am Kreuz von Golgatha.
Wodurch uns nicht nur die Möglichkeit, sondern die Stellung verschaffen worden ist, ungehindert, ich möchte fast sagen, so oft wir immer mögen, lasst uns beständig, haben wir gesagt, in die Gegenwart Gottes zu kommen.
Ohne Scheu, ohne Furcht, unser Leben bewusst im Heiligtum zu führen.
Das Christentum, Geschwister, ist, dass himmlische Dinge verzahnt sind mit irdischen Realitäten. Das ist etwas ganz Erhabenes.
Wir dürfen in unserem Leben als Menschen, wie wir oft auch betonen, mit Recht betonen, mit beiden Beinen auf der Erde stehend, wir haben unsere Aufgaben hier in dieser Welt.
Aber wir dürfen himmlische Dinge zur Realität machen in unserem Alltag. Das ist ein wunderbares Kennzeichen des christlichen Lebens.
Und ich kann euch leider nicht sagen, guckt mich an, damit ihr wisst, wie schön das ist. Ich mache das auch viel zu wenig, aber es ist Erhaben.
Ein Geschenk Gottes, dass wir so erhabene Dinge in den Alltag unseres alltäglichen Lebens mit hineinnehmen dürfen.
Aber wir wollen nicht vergessen, der eigentliche Gedanke Gottes in diesem Kapitel ist, dass er etwas für sich auch haben wollte.
Dass er Menschen haben wollte, die ohne Scheu vor ihm sind, sich in seiner heiligen Gegenwart wohlfühlen können und ihm aber eben auch als Priester nahen.
Vielleicht haben wir bisher noch nicht genug darüber gesagt, was Priesterndienst eigentlich ist.
Dass der Priester, wenn er Gott naht, ihm etwas bringt von den Vortrefflichkeiten des Herrn Jesus.
Und das möchte Gott. Gott möchte, dass wir hier auf der Erde mit dieser wunderbaren Person, die ihn von Ewigkeit her mit Freude und Wonne erfüllt hat,
aber ganz besonders auch als Mensch auf der Erde, dass wir ihm davon erzählen.
So nahen wir als Priester.
Und der Herr schenkt morgen früh wieder gemeinsam als Gläubige.
Aber wir können es auch persönlich tun.
Und wir haben gesehen, dass nachdem das lehrmäßig entwickelt worden ist und so wie damals der Schreiber die Hoffnung und den Wunsch in seinem Herzen hatten,
dass die Empfänger das doch verstehen möchten, so haben wir heute den Wunsch, dass das auch mehr persönlicher Besitz von uns jedem Einzelnen wird.
Diese hohen Wahrheiten Wirklichkeit werden zu lassen. In meinem Leben, in deinem Leben.
So haben wir dann im Anschluss daran drei Aufforderungen vor uns gehabt, die sich speisen, möchte ich sagen,
die ihre Kraftquelle finden in den Motoren unseres christlichen Lebens, in Glauben, in Liebe und in Hoffnung.
Und die letzte dieser Aufforderungen, die wir beständig, ununterbrochen wahrnehmen sollten.
Sie hat in einer Mahnung, in einer Warnung gemündet, das Zusammenkommen doch nicht zu versäumen.
Wir haben gesehen, dass der Empfängerkreis dieses Briefes nicht nur aus wahren, wiedergeborenen, gläubigen Juden bestand,
sondern eben auch aus Juden, die der Form halber ein Stückchen des Weges mitgegangen sind,
aber nie innerlich sich dazu bekannt haben. Und diese standen in Gefahr, wieder zurückzukehren.
Wir haben heute davon gelesen, dass die Empfänger des Briefes unter großem äußeren Druck standen, dass sie Leiden erdulden mussten.
Und wir können uns das gut vorstellen, dass da gibt es ein Volk, ein Volk, das legitimiert von Gott war,
gewisse Zeremonien jahrhundertelang durchzuführen. Darf ich das dann jetzt mal ganz einfach so sagen?
Und dann kommt jemand und sagt, das ist jetzt zu Ende, jetzt müsst ihr etwas Neues machen.
Dass da nicht alle sofort hinterherlaufen, sondern es welche gibt, die an dem Alten festhalten wollen.
Das kann man sich gut vorstellen. Es war etwas, was von Gott gegeben war.
Und die, die festhalten wollten an dem Alten, die Feindeten, die gegangen sind, die gefangen genommen wurden
von dem Neuen, von dem Besseren, von dem Herrlicheren, die feindeten sie an.
Einige waren ein Stück weit mitgegangen. Ich meine, dass wir im sechsten Kapitel eine gewisse Beschreibung von ihnen finden.
Ab Vers 4 werden solche beschrieben, die einmal erleuchtet worden sind.
Und was dann in den folgenden Versen geschildert wird, das ist immer nur ein äußeres beeindruckt sein
von diesen neuen christlichen Wahrheiten, die mit dem Tod des Herrn Jesus in Verbindung stehen.
Aber sie haben nie wirklich ernst gemacht darin.
Und auf diese, die den Brief vielleicht auch lesen mochten oder davon hören mochten,
auf die kommt er jetzt in dem ersten Abschnitt, den wir jetzt gelesen haben, zu sprechen.
Das waren die, die das Zusammenkommen versäumten, die wieder zurückkehren wollten,
die das Christentum äußerlich geschmeckt hatten.
Aber dann vielleicht unter dem Druck der Umstände, vielleicht auch weil sie diese Zeremonien nicht aufgeben wollten,
weil das etwas Sichtbares war.
Im nächsten Kapitel kommt ja der Schreiber geradezu darauf zu sprechen,
dass die christlichen Wahrheiten mit unsichtbaren Dingen zu tun haben.
Und wir kennen uns selbst gut genug, wir wissen, dass wir auch gerne Gewissheiten durch sichtbare Dinge bekommen.
Aber unser Christenleben ist gekennzeichnet durch unsichtbare Dinge.
Nun, es gab also solche, die das Zusammenkommen wieder aufgaben.
Und auf die kommt der Schreiber jetzt in den nächsten Versen zu sprechen.
Denn, das verbindet das mit Vers 25,
denn wenn wir mit Willen sündigen,
das meint er, genau das meint er jetzt,
bewusst das wieder fahren lassen,
was sie einmal äußerlich zumindest angenommen hatten,
eine bewusste Willensentscheidung zu treffen, wieder umzukehren
vom Christentum wieder zurück zum Judentum.
Das meint er mit Willen sündigen.
Wenn wir das tun und es ist eine Art der Schreiber des Neuen Testamentes,
dass sie sich oft, wenn sie negative Dinge ansprechen müssen,
mit einem Wir nicht darüber stellen, ein bisschen mit einbeziehen.
Nicht so von oben herab kritisieren wollen nur,
sondern der Apostel Paulus macht es oft in seinen Briefen,
dass er ungute Entwicklungen an seiner eigenen Person festmacht
oder sich selbst da nicht von ausschließt,
indem er schreibt, wenn ich oder wir, er bezieht sich mit ein.
Das ist, meine ich, auch eine etwas gewinnende Art,
sich nicht zu überheben über solche.
Aber es ist ernst, was er vorstellt, mit Willen zu sündigen.
Also, es heißt eigentlich wieder besseres Wissen,
etwas zu tun, was Gott nicht gefallen kann.
In der ersten Anwendung ist das hier der Schritt zurück,
das Christentum wieder aufzugeben, wieder zurück zum Judentum zu kommen.
Nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben.
Sie hatten also einiges gehört.
Sie hatten neue Wahrheiten gehört,
die alle mit christlichem Glauben zu tun haben.
Sie haben es vielleicht nur mit dem Verstand aufgenommen.
Eine gewisse Erkenntnis der Wahrheit hatten sie.
Aber sie haben es fahren lassen.
Sie hatten mit Willen das wieder aufgegeben.
Ich stelle mir selber die Frage, Geschwister,
wenn wir jetzt bei diesen verschiedenen Gelegenheiten in diesem Kapitel
von Gott so gründlich und sorgfältig und ich meine sehr zu Herzen gehend
vorgestellt bekommen haben, mit welchen hohen christlichen Wahrheiten
unsere Stellung heute verbunden ist.
Ich meine, das nimmt doch unser Herz gefangen, oder?
Da werden wir doch innerlich warm darüber, dass das, was wir in diesen Tagen
jetzt betrachtet haben, das hat Gott in seinem Herzen im Blick auf dich gehabt
und im Blick auf mich.
Und dann gibt es solche Hörer, die das wieder aufgeben.
Und die sagen, das reicht mir nicht.
Ich halte lieber an dem alten Fest, was ich kennengelernt habe.
Was, wie wir gesehen haben, ständig wiederholt werden musste.
Was das Gewissen nicht wirklich freimachen konnte.
Einzig und allein das Werk des Herrn Jesus kann das Gewissen freimachen von Sünden.
Das haben wir gesehen.
Aber wenn wir eben mit Willen sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit
empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig.
Seht ihr diese Hebräer, die nicht wirklich zum Glauben gekommen waren.
Sie haben etwas geschmeckt von dem christlichen Glauben, der ihnen vermittelt
worden war, der ihnen vorgestellt worden war.
Sie haben es eine Zeit lang äußerlich mitgemacht und haben dann gesagt,
das Christentum bedeutet mir nichts.
Ich gehe wieder zurück zum Judentum.
Jetzt sage ich das Christentum in Klammern, dass das der einzige Weg oder
dass das die einzige Religion ist, die einen Weg zu Gott anbietet.
Bei dem Ausdruck Religion wollen wir vorsichtig sein.
Religion ist eigentlich ein Weg von menschlichen Schritten in dem Versuch,
Gott irgendwie näher kommen zu können.
Aber das Christentum bietet den einzigen Weg an, durch das Schlachtopfer des
Herrn Jesus, wie wir das gesehen haben, zu Gott zu kommen.
Und wenn ich davon jetzt wieder umkehre und sage, diese Schlachtopfer nehme ich
für mich nicht in Anspruch, dann sagt der Schreiber hier, dann gibt es kein
anderes Schlachtopfer mehr.
Du findest im Judentum kein Schlachtopfer.
Du findest im Islam kein Schlachtopfer, das dich zu Gott bringt.
Und in allen anderen menschlichen Religionen, da bleibt kein Schlachtopfer
mehr übrig.
Wenn du das einzige Schlachtopfer, das Gott anbietet, nämlich die Gabe seines
Sohnes am Kreuz von Golgatha, nicht annimmst, dann bleibt kein anderes
Schlachtopfer übrig.
Dann gibt es für dich, lieber Leser dieses Briefes, lieber Hörer, keinen Weg
zu Gott.
Das ist eine ernste Aussage.
Aber auch eine sehr glückliche Aussage, weil, Geschwister, ich persönlich danke
viel zu wenig dafür, in dieser Zeit leben zu dürfen.
Wo Gott dieses Opfer den Menschen anbietet und verbindet mit aller höchsten
Segnungen.
Und das fahren zu lassen und sich zu irgendwelchen menschlichen Religionen
zu wenden, ist der größte denkbare Verlust.
Wir kommen auf die Folgen gleich noch in den nächsten Versen zu sprechen.
Aber wer meint, dass er das Schlachtopfer des Herrn Jesus für sich nicht braucht,
der wird nirgendwo anders ein anderes Schlachtopfer für seinen Zustand vor Gott
finden.
Da bleibt keines mehr übrig.
Das einzige, was Gott anbietet, hat er ausgeschlagen.
Was bleibt anstelle dessen?
Ein gewisses, furchtvolles Erwarten des Gerichts.
Und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verzehren wird.
Da wird sofort das Ende aufgezeigt.
Den Herrn Jesus, ich sage das ganz einfach mit einfachen Worten,
den Herrn Jesus abzuweisen, als das Opfer vor Gott für meine Sünden,
bedeutet am Ende das ewige Gericht.
Ein gewisses, furchtvolles Erwarten.
Ich meine, dass nicht nur das Ende furchtvoll ist.
Wir haben das gelesen in Vers 31.
Es ist furchtbar in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.
Aber ich habe auch den Eindruck, ich meine es ist im Buch Hiob,
wo Gott sagt, oder im Buch der Sprüche, da bin ich mir nicht ganz sicher,
dass Gott die Ewigkeit in das Herz des Menschen gelegt hat.
Und der Mensch seit dem Sündenfall ein Gewissen hat,
eine leise, mahnende Stimme in seinem Innern.
Dass in dem Moment, wo ich das Opfer des Herrn Jesus,
dieses einzig vor Gott gültige Schlachtopfer, abweise,
ich nie wirklich Ruhe haben werde in meinem Leben.
Dieses gewisse, furchtvolle Erwarten, das wird sich durch das Leben hinziehen.
Wir können vielleicht versuchen, diese Stimme in unserem Innern zum Schweigen zu bringen.
Durch Vergnügungen, durch Ablenkungen, durch Ausschweifungen.
Aber es wird immer Phasen in meinem Leben geben,
wo ich mich daran erinnern werde.
Und wo mir bewusst sein wird, dieser Weg ist nicht wirklich der Weg, der zum Segen führt.
Das wird sich durch ein ganzes Menschenleben durchziehen, ein gewisses, furchtvolles Erwarten.
Und das Feuer wird die Widersacher verzehren.
Letztlich ist das Endgericht derer, ob sie vom Judentum zum Christentum gegangen waren,
äußerlich und wieder zurückkehrten oder derer, die nie geglaubt haben,
heute in der Zeit der Gnade das Opfer verwerfen.
Es ist tatsächlich ein verzehrendes Feuer.
Vers 28 zeigt, jemand, der das Gesetz Moses verworfen hat,
stirbt ohne Barmherzigkeit auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen.
Das war im Alten Testament so angeordnet.
Wenn eine Sünde geschehen war unter dem Volk Gottes und es gab zwei oder drei Zeugen,
die das bestätigen konnten, dann gab es besonders bestimmte Fälle,
wo Gott die Steinigung beispielsweise angeordnet hatte.
Durch Zeugen war die Sünde legt, dann gab es keinen Weg der Barmherzigkeit.
Die Sünde war geschehen, sie musste nach den Gedanken Gottes gerichtet werden.
Das war schon im Gesetz Moses so.
Wenn das da schon so war, sagt er dann im Vers 29,
wie viel schlimmerer Strafe, meint ihr, wird der Wert geachtet werden,
der den Sohn Gottes mit Füßen getreten hat.
Also wenn man schon das durch Mose gegebene Gesetz missachtet
und dann den natürlichen leiblichen Tod starb, sterben musste als Gerichtshandlung.
Wie viel schlimmerer Strafe wird der geachtet werden,
der nicht das Gesetz Moses, sondern das Gnadenangebot Gottes verachtet.
Und diese Handlung wird jetzt hier mit drei ganz schwerwiegenden Aussprüchen beschrieben.
Zuerst wird davon gesagt, dass er dadurch, dass er dieses Gnadenangebot ausschlägt,
den Sohn Gottes mit Füßen tritt.
Können wir uns das vorstellen?
Also buchstäblich wird das keiner von uns irgendwie überhaupt in Erwägung ziehen, das zu tun.
Den Sohn Gottes mit Füßen treten, aber durch eine Handlung des Abwendens vom Christentum
verachten wir quasi die zentrale Person dieser wunderbaren Wahrheit, den Sohn Gottes.
Es ist sehr auffallend, dass hier auf einmal der Sohn Gottes beschrieben wird.
Wir hatten von Jesus gesprochen oder gehört, von Jesus Christus gehört, aber hier ist es der Sohn Gottes.
Gott hat seinen eigenen Sohn auf diese Erde gegeben.
Und wenn wir sagen, entschuldigt, wenn ich das so sage, den brauche ich nicht,
dann treten wir ihn sittlich gesprochen mit Füßen.
Ein Ausdruck größter Verachtung.
Wir würden das vielleicht gar nicht so einschätzen, aber das ist das in den Augen Gottes.
Sein Gnadenangebot in seinem eigenen Sohn auszuschlagen, bedeutet dem Sohn Gottes mit Füßen zu treten.
Das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, für gemein erachten.
Nicht nur die Person gering achten, sondern auch sein Werk.
Er hat sein Blut vergossen. Er ist am Kreuz von Golgatha gestorben und ich sage,
in dem Moment, wo ich sage, ich brauche das Christentum nicht, das bedeutet mir gar nichts.
Ich achte das für gemein, für gewöhnlich, für nichts besonderes.
Dass der Heiland am Kreuz von Golgatha gestorben ist.
Ich habe den tiefen Eindruck, dass bei den Hebräern diese Worte, die mussten sie einfach aufrütteln.
Solche, die vielleicht auf dem Weg zurück zum Judentum waren.
Das in letzter Konsequenz, das in den Augen Gottes solche Auswirkungen hat,
dass man den Sohn Gottes eigentlich mit Füßen tritt dadurch.
Dass man das Blut des Bundes, sein Werk von Golgatha für gemein, für gewöhnlich, für
ja besser als das Wort Gottes selbst kann man das gar nicht ausdrücken, für gemein achtet.
Wir haben hier gelesen, dass er durch das Blut des Bundes geheiligt worden ist.
Sie waren in einer gewissen Hinsicht und für einen gewissen Zeitraum
standen sie an der Seite der wahren Gläubigen abgesondert.
Aber das haben sie wieder aufgegeben, weil es kein inneres Werk in ihnen war.
Sie waren nicht in dem Sinn vollkommen gemacht, die geheiligt werden, wie wir das vorhin gesehen haben.
In einer äußerlichen Form standen sie eine Weile an der Seite derer, die wirklich zum Glauben gekommen waren.
Aber dann kehrten sie davon wieder um und achteten damit das Blut des Bundes für gemein.
Und sie haben den Geist der Gnade dadurch geschmäht.
Der Heilige Geist, wir haben das im Kapitel 6, glaube ich, nicht gelesen.
Sie hatten die Kapitel 6 Vers 4, die himmlische Gabe geschmeckt und waren Heiligen Geistes teilhaftig geworden.
Sie hatten etwas miterlebt von den Wirkungen des Heiligen Geistes.
Sie besaßen ihn nicht als persönlich in sich wohnend, den Heiligen Geist.
Aber sie hatten gesehen, dass der Heilige Geist Auswirkungen hat im Leben eines wirklich Gläubigen.
Und dadurch, dass sie jetzt umkehrten, schmähten sie den Geist der Gnade.
Vielleicht deshalb auch Geist der Gnade, weil er eben gerade jetzt in der Haushaltung der Gnade wirkte.
Sie kamen aus dem Gesetz, aus der Haushaltung des Gesetzes und hatten die Wirkung des Heiligen Geistes erlebt,
der in der Zeit der Gnade jetzt etwas völlig anderes wirkte.
Und sie schmähten ihn.
Den Sohn Gottes mit Füßen getreten, das Blut des Bundes für gemein geachtet, den Geist der Gnade geschmäht.
Geschwister, diese starken Ausdrücke hat Gott dafür, wenn jemand äußerlich mitläuft und dann wieder zurückkehrt zum Judentum.
Das beeindruckt mich, wie scharf Gott das beurteilt.
Aber es macht uns vielleicht auch etwas bewusster, was für ein großartiges Werk Gott in dem Herrn Jesus gewirkt hat.
Dass er dann über solche so stark und krass schreiben muss, die das nicht haben wollen für sich.
Die irgendwo anders einen Weg suchen, um zu Gott zu kommen.
Oder die einfach aufgeben wollen.
Gott hat etwas, das hat uns hoffe ich sehr beeindruckt, etwas wunderbares geschaffen in dem Herrn Jesus.
Und zu wunderbaren Stellungen gebracht.
Und das einfach nicht wahrhaben zu wollen für mich persönlich.
Das ist nicht nur irgendwie Schade und Verlust in den Augen Gottes, ist das tatsächlich das, was er hier so beschreibt.
Denn wir kennen den, der gesagt hat, mein ist die Rache, ich will vergelten, spricht der Herr und wiederum, der Herr wird sein Volk richten.
Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.
Der Herr wird sein Volk richten.
Im letzten Buch des Alten Testamentes, da sagt er zu Malachi.
In Kapitel 3 Vers 18.
Nein, ich lese schon Vers 17.
Sie werden mir, das sind solche, die den Herrn fürchten und sich unterreden.
Sie werden mir, spricht der Herr, zum Eigentum sein an dem Tag, den ich machen werde.
Und ich werde sie verschonen, wie ein Mann seinen Sohn verschont, der ihm dient.
Und ihr werdet wieder den Unterschied sehen zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen.
Zwischen dem, der Gott dient und dem, der ihm nicht dient.
Der Herr wird sein Volk richten.
Er wird den Unterschied machen zwischen denen, die wirklich ihm angehören und denen, die wieder zurückkehren zum Judentum.
Wir müssen immer diesen hebräischen oder jüdischen Hintergrund im Auge behalten.
Aber diese Worte haben natürlich eine furchtbar ernste Konsequenz für jeden heute, der das Gnadenangebot ablehnt.
Auch in diesem Sinn wird der Herr einmal einen Unterschied machen.
Zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen.
Er weiß ganz genau, wie er Antimotheus schreiben lässt, der Herr kennt die sein sind.
Wir erkennen das heute oft nicht. Der Herr wird den Unterschied machen.
Und dann dieser erschreckende Schlusssatz in diesem Abschnitt.
Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.
Nicht irgendeines toten Götzen, der lebendige Gott.
Der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt.
Und der nicht zulässt, dass man an seiner Gnade achtlos vorüber geht.
In diese Hände zu fallen ist furchtbar.
Heute ist nur ein Tag, wo die Botschaft der Gnade verkündigt werden kann.
Paulus schreibt an die Korinther, dass wir den Schrecken des Herrn kennen.
Kapitel 2 Korinther 5 Vers 11.
Da wir nun den Schrecken des Herrn kennen, so überreden wir die Menschen.
Wir wissen davon, was das Ende derer sein wird, die dem Herrn Jesus nicht glauben.
Es wird in sehr deutlichen Worten geschildert in der Offenbarung.
Bei der Gerichtshandlung am großen weißen Thron, wo die Toten,
die bei der Auferstehung der Gläubigen in ihren Gräbern bleiben mussten,
dann hervorkommen werden.
Wir haben das jetzt auf der Konferenz bei Johannes 5 betrachtet.
Dass es diese Auferstehung auch einmal geben wird.
Die Auferstehung des Gerichts.
Da haben wir einen Satz gehört.
Wisst ihr wo die hinkommen? Das wissen wir alle.
In dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt.
Da werden sie auf ewig sein. Das ist die Hölle.
Da ist auf der Konferenz ein Satz gesagt worden.
Die Hölle ist der Ort, wo Gott nicht mehr hinsieht.
Auf ewig, Geschwister, getrennt von Licht und Liebe.
Kein Zurück mehr.
Es ist furchtbar.
Es ist gerecht.
Aber es ist furchtbar.
Da wird es weinen, das Weinen und das Zähneknirschen.
Wir haben heute noch den Auftrag, wie Paulus in 2. Gründer 5 sagt,
da wir diesen Schrecken kennen, wir überreden die Menschen,
wir versuchen, sicher mit viel Versagen,
aber wir versuchen noch Menschenherzen zu erreichen,
dass sie diesem furchtbaren Ende entgehen.
Dass sie heute noch zu dem einen Schlachtopfer Zuflucht nehmen
und für die Ewigkeit gerettet werden.
In den letzten Versen spricht er jetzt zu denen,
der Schreiber, von denen er überzeugt ist,
dass das, was er eben so warnend sagen musste,
auf sie nicht zutrifft.
Dass sie wirklich zum Christentum,
ich möchte gar nicht sagen, übergetreten sind,
sondern dass sie den christlichen Glauben wahrhaftig angenommen haben.
Und er sagt, erinnert euch aber an die früheren Tage,
in denen ihr, nachdem ihr erleuchtet worden wart,
viel Kampf der Leiden erduldet habt.
Er zeigt ihnen jetzt in diesen Versen, die vor uns kommen,
dass das Leben als Priester Gottes in voller Freimütigkeit des Glaubens,
in der Gegenwart Gottes zu weilen, aufeinander Acht zu haben,
die Hoffnung nicht aufzugeben,
dass das nicht ein Leben ohne Sorgen und ohne Nöte ist.
Gerade die gläubigen Hebräer,
wir haben das schon einmal kurz angesprochen,
sie standen unter Verfolgung ihrer eigenen Volksgenossen,
die eben nicht das Neue mitgemacht haben,
sondern an dem Alten festhalten wollten.
Sie gehörten zu dem Volk, über das die Römer kamen.
Sie waren unter Druck von innen und unter Druck von außen.
Petrus, der ja ähnliche Briefempfänger hat in seinen beiden Briefen,
der schreibt an die Fremdlinge
und er meint damit sicherlich Fremdlinge in einer doppelten Hinsicht.
Nämlich Fremdlinge außerhalb des eigenen jüdischen Landes,
das sind hier die Hebräer nicht,
die werden ja gerade aufgefordert hinauszugehen,
aber sie waren eben auch Fremdlinge unter ihren eigenen Volksgenossen.
Und sie hatten viele Leiden zu erdulden gehabt.
Erinnert euch an die früheren Tage,
in denen ihr, nachdem ihr erleuchtet worden wart.
Geschwister, das ist ein wunderbarer Ausdruck, finde ich.
Das macht so richtig deutlich, was das Evangelium gehört.
Es macht Licht in meinem Herzen.
Es macht Licht in meinem Sinn,
in meinen Gedanken, die völlig ins Dunkle gerichtet waren.
Aber diese Hebräer hatten einmal das gute Wort gehört
und sie waren erleuchtet worden, da war ein Licht in ihnen aufgegangen.
Das Evangelium Gottes, die gute, frohe Botschaft Gottes,
die macht Licht in unserem Leben.
Und die Hebräer hatten das erlebt.
Und nachdem sie dieses Licht empfangen hatten,
hatten sie viel Kampf der Leiden erduldet.
Einerseits, andererseits, schreibt er hier.
Also er zeigt jetzt auf, es waren eigentlich zwei Arten von Leiden,
denen sie ausgesetzt waren.
Das eine hatten sie einerseits sowohl durch Schmähungen
als auch durch Drangsale waren sie zur Schau gestellt worden.
Sie waren verspottet worden.
Ihnen war Böses von außen widerfahren.
Man hatte sie verlacht und auch, das kommt später noch zum Ausdruck,
nicht nur mit spöttischen Worten bedacht, sondern auch verfolgt.
Aber das geschah ihnen einfach, weil sie dem neuen Glauben angehörten.
Sie wurden durch Schmähungen als auch durch Drangsale zur Schau gestellt.
Drangsale, also auch wirkliche körperliche Leiden.
Das mussten sie von außen erdulden.
Aber andererseits, und das ist eigentlich ein hohes Zeugnis über diese Hebräer,
andererseits hatten sie sich auch freiwillig,
nicht indem sie nur passiv etwas erduldet haben wegen ihres Glaubens,
sie hatten sich aktiv auf die Seite von den gläubigen Zeugen noch gestellt
und sind deshalb noch mehr in Bedrängnisse gekommen.
Andererseits waren ihr Genossen derer, die so einhergingen,
nämlich durch Schmähungen.
Die haben sich nicht versteckt und haben gesagt, na gut, dass es mich nicht trifft,
sondern die haben sich daneben gestellt und haben deshalb noch eine zweite Art von Leiden erduldet.
Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Hebräer eine echte innerliche Umkehr hatten.
Das beweist sich tatsächlich allein schon darin, dass sie diese zwei Arten von Leiden erduldet haben.
Wer weiß, wie lange diese früheren Zeiten schon her sind.
Aber sie haben dann nicht aufgegeben darin.
Die Kirchengeschichte, wenn man sie liest, beschreibt ein bisschen von diesen Schmähungen,
von den Drangseilen, denen diese gläubigen Juden ausgesetzt waren.
Und das nicht nur über einen kurzen Zeitraum.
Und er sagt auch nicht, das wird jetzt bald zu Ende sein.
Aber er stellt immer die höheren, die wertvolleren Wahrheiten des christlichen Glaubens vor,
damit in den Übungen, in denen wir stehen, wir aushalten können.
Es beschreibt er dann in Vers 34 noch etwas.
Ihr habt sowohl den Gefangenenteilnahme bewiesen, als auch den Raub eurer Güter mit Freuden aufgenommen.
Es gab also solche unter den gläubigen Juden, die gefangen genommen wurden.
Und wir haben vor ein paar Tagen bei der Brüderbesprechung über Seelsorge oder Arbeit, Missionsarbeit in Gefängnissen gesprochen,
wo man sich anmelden kann und wo man vielleicht Zutritt bekommt.
Das ist, glaube ich, eine ganz andere Situation als hier, die Hebräer gemacht haben,
wenn sie den Gefangenenteilnahme erwiesen haben.
Die Kerker von früher sind mit unseren heutigen Gefängnissen nicht zu vergleichen.
Ich habe einmal gelesen, im Zusammenhang mit dem, von Nesiphorus ist das, glaube ich, ja, in 2. Timotheus 1.
Das ist ja der letzte Brief des Apostels Paulus an Timotheus.
Da schreibt er aus dem Gefängnis heraus, aus einem Verlies in Rom heraus, wo er angekettet war.
Da schreibt er an den Timotheus von einem Bruder, der ihn da oft besucht hat.
Der Herr gebe dem Haus des Onesiphorus Barmherzigkeit, denn er hat mich oft erquickt und sich meiner Kette nicht geschämt,
sondern als er in Rom war, suchte er mich fleißig und fand mich.
Da habe ich mal dazu gehört, dass dieses Suchen, fleißiges Suchen, auch wirklich ein Suchen war.
In diesen Kerkern zu Rom, da konnte man nicht an irgendeinen Empfang klingeln und fragen, in welcher Zelle ist der Apostel Paulus.
Man musste wirklich von Zelle zu Zelle gehen, um ihn zu finden.
Und das waren nicht solche Gefängnisse, wie wir das heute kennen. Das waren wirklich erschwerte Bedingungen.
Aber der Onesiphorus, der hat ihn fleißig gesucht und hat ihn gefunden und hat ihn oft erquickt.
Immer dann scheinbar, wenn er in Rom war, ist er in diesen Kerker zu Rom gegangen und hat den Apostel Paulus gesucht.
Scheinbar haben die Hebräer das auch so gemacht. Sie haben den Gefangenen Teilnahme bewiesen.
Ich glaube nicht, dass das nur meint, sie haben ihm vielleicht etwas zu essen gebracht oder etwas zu trinken gebracht.
Teilnahme bewiesen. Ich kann mir das so vorstellen, dass sie sich an deren Seite gestellt haben.
Wirklich mit Eins gemacht. Ohne Scheu, welche Folgen das für sie persönlich hat.
Sie hatten auch den Raub ihrer Güter mit Freuden aufgenommen.
Sie hatten also auch tatsächlich Verlust an irdischem Besitz und haben dagegen noch nicht einmal aufbegehrt.
Wir würden heute vielleicht sagen, sie sind enteignet worden in der einen oder anderen Form, beraubt worden.
Aber der Schreiber sagt jetzt hier, seht einmal damals, als ihr erleuchtet worden wart.
Was für eine Wirkung muss das gehabt haben? Da habt ihr das sogar mit Freuden erduldet.
Da hat euch das überhaupt nichts ausgemacht damals. So hell war die Wahrheit des Christentums in euer Herz gefallen.
Dass es alles überstrahlt hat, selbst den Verlust irdischer Güter.
Geschwister, wir können uns da nicht mit auf eine Stufe stellen.
Welche Freude aber, dass es damals schon am Anfang des christlichen Glaubens solche gab,
denen diese irdische Habe im Vergleich zu den geistlichen Besitztümern nichts bedeutete.
Ich weiß nicht genau, ob ich es gleich finde, aber es gab mal in der Apostelgeschichte auch eine Ausdrucksweise,
dass sie voll Freude waren, dass sie für den Namen des Herrn Schmach getragen.
In Kapitel 5 Vers 41, da ist die Rede von, ja ich sag einfach die Apostel ab Vers 40.
Und als sie die Apostel herbeigerufen hatten, schlugen sie sie und geboten ihnen nicht in den Namen Jesu zu reden,
sondern ließen sie frei. Sie nun gingen vom Senedrium weg, voll Freude, dass sie gewürdigt worden waren,
für den Namen Schmach zu tragen. Was ist das für ein Zeugnis über die ersten Apostel?
Sie hatten eine tiefe innere Freude daran, dass sie für den Namen, welcher Name ist das denn?
Der Name unseres Herrn und Heilandes. Für diesen Namen haben sie Schmach getragen.
Und da war die Drangsal, die sie dort erdulden mussten, bedeutete ihnen nicht viel.
Sie hatten die Freude, in diesem Maß an den Leiden des Herrn Jesus teilzuhaben.
Für diesen Namen Schmach tragen zu dürfen. Und die Hebräer, von denen wir hier lesen,
sie haben den Raub ihrer Güter mit Freude aufgenommen.
Aber sie wussten auch etwas dabei. Sie wussten nämlich, dass sie einen besseren und bleibenden Besitz haben.
Wie die Güter dieser Erde, die haben halt alle das Kennzeichen an sich, dass sie vergänglich sind.
Alles was wir hier auf der Erde haben, ein Auto, eine Wohnung, ein Haus, irgendwelchen Besitz, alles vergeht. Alles.
Wir lesen an einer Stelle, dass wir nichts in diese Erde hineingebracht haben und dass wir auch nichts mit hinaus nehmen werden.
Alles ist vergänglich.
Und den Raub dieser Güter hatten sie mit Freude erduldet, weil sie wussten, sie hatten etwas Besseres.
Hier kommen wir an eine von diesen zehn oder zwölf Stellen im Hebräerbrief, wo von dem Besseren die Rede ist.
Geschwister, wir haben alle etwas Besseres als irdische, vergängliche Güter.
Wir freuen uns darüber, dass Gott uns einen gewissen Wohlstand schenkt.
Wir nehmen ihn dankbar von ihm an, aber wir wissen, wir haben noch etwas weit Besseres.
Ich weiß nicht, ob wir den Raub unserer Güter, also das widerrechtliche Verlieren dieser Dinge, ob wir da wirklich Freude darüber hätten.
Aber wenn die Freude an dem Besseren größer wird für uns, dann ist das auch schon ein großer Gewinn.
Wir haben einen besseren und bleibenden Besitz.
Wir haben etwas, was nie vergeht.
Wir besitzen wunderbare geistliche Wahrheiten.
Wir haben auch, das will ich gar nicht unter diesem Besitz fassen, aber wir haben auch eine Person, auf die wir warten, die wir bald von Auge zu Auge sehen werden.
Und dahin lenkt jetzt der Schreiber dieses Briefes die Augen der Hebräer, die da verfolgt wurden.
Ihr habt einen besseren und bleibenden Besitz.
Der ist, Petrus schreibt, aufbewahrt in den Himmel.
Unvergänglich.
Nicht Motte, nicht Rost, niemand kann da irgendetwas, kein Dieb kann es klauen.
Es ist, veraltet nicht, es verliert nicht an Substanz.
Und bald, Geschwister, kommt der Augenblick, wo wir es völlig in Besitz nehmen werden.
Dieser Besitz.
Werft nun wieder, wird der Blick nach vorne gerichtet.
Werft eure Zuversicht nicht weg.
Sie hat eine große Belohnung.
Nämlich das ewige Heil, der volle Segen bei Gott im Haus des Vaters des Herrn Jesus.
Dahin geht die Hoffnung.
Lasst uns das Bekenntnis der Hoffnung unbeweglich festhalten, haben wir gelesen.
Dahin geht unser Blick.
Und da ist auch das bessere und bleibende Gut, was für uns aufbewahrt ist.
Aber noch hatten diese Hebräer in ihren schwierigen Umständen ausharren nötig.
Ausharren ist ein Ausdruck, der kann auch übersetzt werden, mit darunter bleiben.
Nicht aufbegehren, nicht abschütteln wollen, diese Schwierigkeiten.
Einfach ausharren.
Ich muss euch sagen, ich kann über Ausharren nichts sagen.
Ich bin von Natur eher ungeduldig.
Und wenn Schwierigkeiten kommen, dann brauche ich, meine ich immer, brauche ich gleich eine Lösung.
Aber Gott schickt manchmal Umstände, die er nicht sofort wieder ändert.
Und dann sagt er mir auch, du hast Ausharren nötig.
An einer Stelle sagt er, dass Ausharren habe ein vollkommenes Werk.
Aber ich freue mich auch darüber, dass ich es mit dem Gott des Ausharrens zu tun habe.
Das meint nicht, dass Gott selbst ausharrt, sondern dass es der Gott ist, der das Ausharren schenkt.
Mit dem habe ich es zu tun.
Und mit dem können wir auch in übenden Umständen darunter bleiben.
Diese Hebräer sollten eben nicht weglaufen, nicht zurückkehren.
Sie sollten Ausharren zeigen.
Damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung davontragt.
Was wird das einmal sein, wenn sie vollendet haben den Willen Gottes?
Wenn sie nämlich ihr ganzes Leben in dieser Treue und Hingabe geführt haben
und dann die Verheißung tatsächlich in Besitz nehmen werden.
Am Ende des Glaubenslebens.
Aber ich habe auch den Eindruck, ich möchte euch das als Gedanken vorlegen,
dass wir von Stück zu Stück, von Tag zu Tag, wo wir Ausharren zeigen,
wir diese Verheißung mit uns tragen in diesen Umständen.
Dass sie uns Kraft und Mut gibt.
Dass sie uns von Umstand zu Umstand größer und schöner wird.
Wir werden sie im vollen Umfang erst in der Zukunft empfangen.
Aber wir tragen sie in einem gewissen Sinn jetzt schon durch diese Not hindurch.
Und dann gibt es eine Begründung dafür.
Denn noch eine ganz kleine Zeit und der kommende wird kommen und nicht ausbleiben.
Ihr habt noch darunter bleiben nötig. Ihr müsst noch ausharren.
Aber jetzt zeigt er, dass es ein Ende dieses Ausharrens geben wird.
Und das ist eine ganz, ganz kurze Zeit. Das ist ein sehr spezieller Ausdruck in der griechischen Sprache.
Eine ganz, ganz kleine Zeit nur noch.
Gemessen sicherlich an der ewigen Ausdehnung der künftigen Herrlichkeit.
Es ist nur noch ein kleiner Augenblick.
Und dann wird der kommende kommen.
Wenn man jetzt die Kinder fragen würde, wer ist denn der kommende?
Dann weiß sicherlich jeder von euch schon, das ist der, auf den alle warten.
Der gesagt hat, ich komme wieder und hole euch zu mir.
Der kommende wird kommen.
Heute gibt es Spötter, die sagen, wo ist die Verheißung seiner Ankunft?
Aber Gott macht gerade den Gläubigen, die in Drangzahl und Schwierigkeiten sind, dadurch Mut,
dass er ihnen sagt, der kommende kommt.
In einer ganz, ganz kleinen Zeit.
Diese Worte sind vor fast 2000 Jahren geschrieben worden.
Und der kommende ist noch nicht gekommen.
Aber wisst ihr, dieser Ausdruck bedeutet nicht, hier steht nicht der, der bald losgeht, der wird kommen.
Sondern er ist schon eigentlich im Begriff zu kommen.
Und mich tröstet manchmal ein bisschen der Gedanke, dass es eigentlich nur einen einzigen Grund gibt,
warum er noch nicht gekommen ist.
Prophetisch gesehen haben sich alle Linien, die er in seinem Wort aufgezeigt hat, schon erfüllt.
Prophetisch gesehen muss kein Ereignis mehr eintreten.
Es muss nur noch ein einziges Ereignis eintreten,
dass der Letzte, den Gott retten will, zum Glauben kommt.
Und dann kommt er in einem Nu und in einem Augenblick, der kommende.
Diese Stelle hier ist ein Zitat aus dem Alten Testament.
Und ich finde das außerordentlich schön, wie der Heilige Geist hier eine Stelle aus dem Propheten Habakkuk nimmt
und ihr eine etwas andere Bedeutung gibt.
Im Propheten Habakkuk lesen wir in Kapitel 2,
dass der Habakkuk den Auftrag bekommt, ein Urteil Gottes auf Tafeln zu schreiben.
Und zwar so aufzuschreiben, dass man das, ich möchte fast mal sagen, beim Gehen lesen kann.
Und dass man durch das Lesen dieser Worte auch eine gewisse Kraft für seinen Gang durch die Umstände bekommt.
Das ist ein Urteil, eigentlich ein Urteil, eine gewisse Gerichtsankündigung, die Gott hier gibt.
Er sagt in Vers 3, Vers 2 in der Mitte, grabe es in Tafeln ein, damit man es geläufig lesen könne.
Denn das Gesicht geht noch auf die bestimmte Zeit und es strebt zum Ende hin und lügt nicht.
Wenn es sich verzögert, so harre darauf, denn kommen wird es, es wird nicht ausbleiben.
Kommen wird es, das Gericht von dem er gesprochen hat, es wird nicht ausbleiben.
Und jetzt nimmt der Heilige Geist dieses Zitat aus dem Alten Testament
und gibt ihm eine wunderschöne Bedeutung im Neuen Testament.
Er sagt nicht, das Kommende wird kommen, sondern der Kommende.
Und unsere Herzen gehen sofort, unsere Gedanken, unsere Erwartung auf den Kommenden hin.
Der Herr Jesus, er wird kommen und nicht ausbleiben.
Das Gericht über das irdische Volk, das Gericht über die Nationen, es wird auch kommen.
Aber jetzt nimmt der Heilige Geist, der göttliche Schreiber praktisch, ein Wort aus dem Alten Testament
und gibt ihm im Neuen Testament eine wunderbare Bedeutung für uns.
Der Kommende wird kommen und nicht ausbleiben.
Dann wird das Zitat noch weiter angeführt, der Gerechte aber wird aus Glauben leben.
Das lesen wir in Habakuk 2 in Vers 4 am Ende.
Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.
Eine sehr bekannte Stelle im Neuen Testament, die dreimal zitiert wird.
Dreimal finden wir diesen Vers, der Gerechte wird durch Glauben leben im Neuen Testament.
Und sie hat jedes Mal eine andere Bedeutung.
Das ist für mich ein wunderbares Beispiel, wie tiefgründig Gottes Wort ist.
Vielleicht ist falsch gesagt eine andere Bedeutung, sie hat jedes Mal einen anderen Schwerpunkt.
Wenn wir zum Römerbrief gehen, da finden wir diesen Ausdruck
in Kapitel 1 Vers 17
Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin in dem Evangelium offenbart
aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht, der Gerechte aber wird aus Glauben leben.
Der, der von Gott gerecht gesprochen wird, der wird aus Glauben leben.
Das ist das Evangelium im Römerbrief, dass Gott den Menschen gerecht spricht.
Und so ist die Betonung dieses Zitates aus dem Propheten Habakuk im Römerbrief.
Der Gerechte wird aus Glauben leben.
Dann gehen wir zum Galaterbrief.
Da lesen wir in Kapitel 3 Vers 11
Das aber durch Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar.
Denn der Gerechte wird aus Glauben leben.
Wieder dieses Zitat.
Der Galaterbrief hat es damit zu tun, den Bestrebungen entgegen zu treten,
neben dem Gnadenevangelium das Gesetz wieder einzuführen.
Die Galater standen in Gefahr, wieder zum Gesetz zurückzukehren.
Deshalb ist hier die Betonung in diesem Brief, der Gerechte wird nicht durch Gesetz.
Aus Glauben. Auf dem Grundsatz des Glaubens leben.
Und hier jetzt im Hebräerbrief ist das nicht schwer.
Hier liegt der Schwerpunkt bei diesem Zitat auf dem letzten Wort.
Der Gerechte wird aus Glauben leben.
Nicht nur hier dieses irdische Leben.
Der Blick geht weit darüber hinaus.
Mochten durch die Drangsahle vielleicht das irdische Leben dieser Gläubigen Hebräer beendet werden.
Mochten sie vielleicht als Märtyrer sterben müssen.
Der Gerechte wird aus Glauben leben.
Wunderbarer Ausblick darauf, dass es ein Leben nach dem Tod gibt für den Gerechten.
Ein ewiges Leben voller Freude bei seinem Herrn.
Noch einmal die Warnung an die, die wieder zum Judentum zurückkehren wollten.
Wenn jemand sich zurückzieht, wenn er tatsächlich wieder zurückfällt in das Judentum, so hat meine Seele kein Wohlgefallen an ihn.
Wir aber sind nicht von denen.
Wieder bezieht er sich mit ein mit den Empfängern dieses Briefes. Wir nicht.
Wir sind nicht von denen, die wieder zurückkehren.
Wir sind nicht von denen, die sich zurückkehren zum Verderben.
Er zeigt wieder das Endergebnis dieses Umkehrens auf.
Sondern denen die Glauben zur Errettung der Seele.
Die durch ein Leben des Glaubens die Errettung ihrer Seele Tag für Tag unter Beweis stellen.
Geschwister, wir sind nicht von denen.
Ich finde so eine Nebeneinanderstellung immer außerordentlich gelungen in Gottes Wort, wenn ich das mal so sagen darf.
Weil es das deutlich macht, wie groß unser Teil ist.
Von denen, die wieder zurückkehren, die abfallen vom Christentum, die alles aufgeben.
Wir sind nicht von denen.
Wir wollen uns Mut machen mit solchen Worten.
Und wir wollen uns auch Mut machen mit denen, mit der Begründung, die jetzt folgt.
Sondern wir sind von denen, die in ihrem Leben des Glaubens beweisen, dass ihre Seele errettet ist.
Die das hindurch tragen, bis sie das Endziel erreicht haben.
Dann kommt er im nächsten Kapitel auf eine unfassbar große Zahl von Glaubenshelden zu tun.
Die das in ihrem begrenzten Umfang, was sie damals an Wahrheit erkannten.
Aber dass dieses Prinzip Leben aus Glauben in ihrem Ausmaß verwirklicht hatten schon.
Wunderbares Kapitel meine ich.
Dass dieses hohe Gut zeigt, Gott möchte Priester in seiner Nähe haben, die ohne Scheu vor ihm kommen.
Und er möchte, dass du das bist und dass ich das bin.
Und er hat das verwirklicht in dem ein für allemal geschehenen Opfer seines Sohnes.
Dass wir dem jetzt mit Freimütigkeit folgen können.
Der Herr hat uns außerordentlich reich gesegnet.
Wenn er uns diese Wahrheiten eigentlich an einem Bild, mit dem wir gar nicht so viel zu tun haben.
Denn wir kommen nicht aus dem Judentum.
Aber er schreibt das an Menschen, die im Judentum noch ein wenig verhaftet waren.
Um ihnen deutlich zu machen, wie großartig das Christentum, der christliche Glaube ist.
Und wir haben diesen großartigen Gewinn davon.
Dass wir diese Bilder des Alten Testamentes jetzt viel besser verstehen können.
Und noch besser verstehen können, dass wir die Wirklichkeit besitzen.
Ich habe große Freude daran, die Bilder im Alten Testament mehr und mehr zu verstehen.
Ich verstehe noch viel zu wenig.
Aber durch solche Kapitel, Geschwister, werden wir tief dankbar dafür.
Dass wir nicht nur die Schatten haben, sondern die Wirklichkeit selbst.
Und wenn der Kommende gekommen sein wird, in einer ganz, ganz kleinen Zeit.
Dann werden wir all das nicht nur mit den Augen des Glaubens sehen.
Jetzt sind wir glücklich geworden, denke ich, beim Betrachten dieser Gegenstände.
Aber es sind die Augen des Glaubens, die das sehen.
Aber noch eine ganz kleine Zeit, dann sehen wir es wirklich.
Dann hören meine Ohren zum ersten Mal seine Stimme.
Und dann sieht mein Auge zum ersten Mal den, der mit einem Opfer mich auf Immerdar vollkommen gemacht hat.
Das wird allerhöchste Glückseligkeit sein, Geschwister.
Deshalb wollen wir ausharren noch in den Umständen, in denen wir gestellt sind.
Wir sind auch nicht alle in leichten Umständen, bestimmt nicht.
Aber wir schauen, wie auch dann die Glaubenshelden, die dann vorgestellt werden, auf die Belohnung.
Auf das Ziel bei ihm, unserem guten Herrn.
Untertitelung des ZDF, 2021
Weitere Informationen auf www.subsedit.com
Lass uns noch das Lied 19 sehen.
Jesus du, Jesus du, du bist meine Seele,
bist mein Trost auf deine Weise, meine Kraft und meine Schweiße.
Führst den Vaterhaus nicht zu.
Bin wie Christ, bin wie Christ, Seele, meine Seele, süß.
Wohan werd ich zu dir kommen?
Wo ist dieser Herzensnahmen?
Schauet, wo mein Jesus ist.
Nicht mehr lang, nicht mehr lang,
ohne stimmes hoher Klang.
Bald werd ich dich schauentrommen,
Herr mit deinen eigenen Truppen,
dann türt die Verrohung es an.
Lass dir sein, lass dir sein,
führest du mich oben ein.
Wo ich sücht und fett herstürme,
nie ein Salzer wird gewöhnt.
Ewig werd ich bei dir sein.
Amen. …
