Johannes 14
ID
az010
Sprache
DE
Gesamtlänge
02:50:02
Anzahl
3
Bibelstellen
Johannes 14
Beschreibung
Johannes 14,1-7
Johannes 14,8-18
Johannes 14,19-31
Automatisches Transkript:
…
Liebe Geschwister, ich freue mich aufrichtig, dass wir uns wiedersehen hier in Hohen Neuendorf.
Es ist ein gutes Jahr her, dass wir hier zusammen waren und über Gottes wunderbares Wort nachgedacht haben.
Und jetzt führt uns dieser Gegenstand wieder zusammen. Wir sind dem Herrn dankbar dafür.
Wir haben das im Gebet eben schon angesprochen. Es liegt mir auf dem Herzen, weil es mir persönlich sehr wichtig geworden ist,
in den vergangenen Monaten etwas von eigentlich den untergründlichen Worten des Herrn Jesus dort auf dem Obersaal in Johannes 14 zu sagen.
Wir wollen zunächst einen Abschnitt aus diesem Kapitel lesen.
Johannes 14 von Vers 1
Euer Herz werde nicht bestürzt. Ihr glaubt an Gott, glaubt auch an mich.
In dem Haus meines Vaters sind viele Wohnungen.
Wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch gesagt.
Denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten.
Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen.
Damit, wo ich bin, auch ihr seid.
Und wohin ich gehe, wisst ihr. Und den Weg wisst ihr.
Thomas spricht zu ihm.
Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Und wie können wir den Weg wissen?
Jesus spricht zu ihm.
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.
Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.
Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben.
Und von jetzt an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Philippus spricht zu ihm.
Herr, zeige uns den Vater und es genügt uns.
Jesus spricht zu ihm.
So lange Zeit bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus.
Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du, zeige uns den Vater.
Glaubst du nicht, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist?
Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst aus.
Der Vater aber, der in mir bleibt, er tut die Werke.
Glaubt mir, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist.
Wenn aber nicht, so glaubt mir um der Werke selbst willen.
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue.
Und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.
Und um was irgend ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun,
damit der Vater verherrlicht werde in dem Sohn.
Wenn ihr um etwas bitten werdet in meinem Namen, werde ich es tun.
Soweit wollen wir zunächst heute Abend die Worte unseres Heilandes lesen.
Liebe Geschwister, wir haben das eben im Gebet schon angesprochen.
Es sind hier Worte, die vor uns kommen in diesem Kapitel,
die der Herr Jesus dein Heiland und mein Heiland gesprochen hat.
Wenige Stunden, bevor einer seiner Jünger ihn mit einem Kuss verraten würde.
Wenige Stunden, bevor er gefangen genommen würde,
von Verhör zu Verhör geschleift würde,
geschlagen, angespuckt werden würde.
Dann würde man ihm das Kreuz auf den Rücken legen und aus der Stadt hinaus treiben
und auf dem Hügel Golgatha an das Kreuz schlagen.
Und es ist gerade das Johannesevangelium,
das wie kein anderes von den vier Schreibern, die wir haben,
einen besonderen Nachdruck auf die letzten Stunde legt,
die der Heiland mit seinen Jüngern zusammen ist.
Das Johannesevangelium unterscheidet sich ja sowieso sehr grundlegend
von den anderen drei, Matthäus, Markus und Lukas.
Da haben sich nicht irgendwelche Männer einfach hingesetzt und aufgeschrieben,
was denen eingefallen ist.
Manchmal kommt man ja vielleicht so auf den Gedanken,
die haben nicht genau zugehört oder nicht genau aufgepasst
und ist das so ein bisschen unterschiedlich manchmal dargestellt.
Nein, jeder von den vier Schreibern hat einen speziellen Auftrag von Gott,
diese eigentlich unermessliche Person des Heilandes von einer anderen Seite,
von einem anderen Schwerpunkt aus zu beschreiben.
Die Brüder, die vor einigen Wochen in Dillenburg dabei sein konnten,
hatten den Genuss, die ersten Verse von diesem Kapitel,
von diesem Johannesevangelium zu betrachten.
Wo wir darüber nachgedacht haben, dass gerade das Johannesevangelium
sehr viel später geschrieben wurde als die anderen drei Evangelien.
Da sitzt der Schreiber Johannes, ein altgewordener Jünger,
in der Verbannung und bekommt von Gott den Auftrag zu schreiben.
Er muss 90 Jahre oder noch älter gewesen sein.
Und wisst ihr, mich bewegt immer, dass er noch genau die Stunde weiß, wo er sich bekehrt hat.
Wo er das erste Mal zu dem Heiland gekommen ist.
Da schreibt er nach 60, 65 Jahren darüber und weiß das noch wann, welche Stunde das war.
Ich könnte das von mir heute nicht mehr sagen, wann das war.
Dieser Johannes muss ganz, ganz tiefe Eindrücke von dem Herrn Jesus gehabt haben.
Er ist der Jünger, in diesem Evangelium nennt er sich eigentlich nicht mit Namen.
Er nennt sich immer nur als den Jünger, den Jesus liebte.
Er hatte einen ganz besonderen Genuss an der Liebe seines Heilandes.
Und tiefen Eindruck von dieser Person.
Und er hat von Gott den Auftrag bekommen, seine Würde als den ewigen Sohn Gottes zu beschreiben.
Da wo schon angefangen wurde, unter den Gläubigen Irrlehren zu verbreiten.
Die Person des Herrn Jesus anzugreifen, seine ewige Gottheit anzugreifen.
Da hat Johannes den Auftrag von Gott, diesen Schwerpunkt zu legen in seinem Evangelium.
Und das zu betonen, was den Herrn Jesus als den ewigen Sohn Gottes,
der Mensch wurde hier auf dieser Erde auszeichnet.
Ich habe mir mal gut merken können,
dass man dieses Johannes Evangelium eigentlich auch gut einteilen kann in bestimmte Hauptlinien.
Und Hauptteile.
Wenn wir von Kapitel 3 bis Kapitel 7 denken,
da ist das Hauptthema von dem Johannes, worüber er dann schreibt im Auftrag Gottes, Leben.
Von Kapitel 8 bis Kapitel 12 ist das Hauptthema von dem Johannes Licht,
über den Herrn Jesus als das Licht zu schreiben.
Und von Kapitel 13 bis Kapitel 17 ist das Hauptthema Liebe.
Kann man sich ganz gut merken, weil die Worte alle mit L anfangen.
Leben, Licht, Liebe.
Und wir sind jetzt hier in Kapitel 14.
Das 13. Kapitel beginnt genau mit diesem Ausdruck, von dem wir eben gesprochen haben.
Der Herr Jesus, der in der Welt war, wir wollen das eben lesen.
Da er die Seinen in Kapitel 13 Vers 1, die in der Welt waren, geliebt hatte, liebte er sie bis ans Ende.
Da wird der Nachdruck darauf gelegt, dass der Herr Jesus seine Jünger bis zum Äußersten liebt.
In dem Kapitel 13 gibt er Ihnen das wunderbare Beispiel der Fußwaschung,
fordert sogar auf, ihm nachzuahmen.
Und dann macht er bei dem Passamal den offenbar, der ihn verraten würde.
Eine sehr bewegende Szene, wie das geschieht.
Der Judas, der geht dann hinaus.
Und das Nächste, was wir von diesem Judas hören, ist da am Garten Gethsemane,
dass er die Soldaten dorthin führt.
Dann ist das Ende von dem 13. Kapitel, beschäftigt sich damit, dass der Heiland
seinen Jüngern, den elf Jüngern, die noch übrig geblieben waren, jetzt auf dem Obersaal davon erzählt,
dass er zu dem Vater hingehen würde.
Und Petrus in seinem Selbstbewusstsein sagt, wo du hingehst, da will ich auch hingehen.
Du kannst mir jetzt nicht folgen, Petrus.
Und dann hat Petrus so dieses Selbstbewusstsein, am Ende von Kapitel 13, Vers 37.
Warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich lassen.
Jesus antwortet, dein Leben willst du für mich lassen?
Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast.
Ist ihr Geschwister, wir wollen ja nachdenken über die Worte des Heilandes in diesem 14. Kapitel.
Ich möchte aber auch einmal betonen, was wir in dem 14. Kapitel und auch in dem 15. und in dem 16. und in dem 17. Kapitel nicht mehr finden.
Das ist die Stimme von Petrus.
Das ist für mich sehr bewegend.
Hier ist er noch in seinem Selbstbewusstsein. Ich will dir folgen, da wo du hingehst, da will ich auch.
Ich folge dir und wenn es mein Leben kosten würde, du wirst mich verleugnen, Petrus.
Und dann hören wir das Petrus das nächste Mal sprechen.
Geschwister, das geht mir unter die Haut.
Wo er tatsächlich den Heiland verleugnet, Kapitel 18.
Wir haben andere Jünger, die jetzt hier Fragen stellen oder Zwischenwürfe machen zwischen die Worte des Heilandes.
Der Petrus nicht mehr.
Das ist für mich eine ernste Belehrung.
Er, der immer dabei war, etwas zu sagen, schweigt.
Und er überfährt auch dieses Stoppsignal, das der Heiland ihm hier gestellt hatte.
Und das nächste, bist du nicht auch einer von diesen?
Ich bin es nicht, Kapitel 18.
Das hat mich sehr bewegt, sehr beeindruckt.
Aber wir wollen uns jetzt mit den Worten des Herrn Jesus beschäftigen.
Euer Herz werde nicht bestürzt.
Das ist ein Wort für jeden Gläubigen in jeder Alterstufe und jedem Geschlecht.
Jeder braucht diesen Zuspruch und Trost des Herrn Jesus, nicht bestürzt zu werden.
Dieses Kapitel endet auch mit diesen Worten.
Vers 27.
Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam.
Das ist wie ein doppelter Zuruf, den der Herr Jesus jetzt seinen Jüngern sagt.
Warum hat er denn Sorge, dass sie bestürzt sein könnten?
Nun, er hatte davon gesprochen, dass er weggehen würde von ihnen.
Wisst ihr, ich habe das selten so eindringlich genug vor Augen,
aber diese Jünger, die da jetzt noch mit ihm auf dem Obersaal waren,
die hatten alles aufgegeben, was sie hatten.
Zwei von ihnen, da heißt es in den Evangelien,
hatten sogar ihren Vater bei den Letzten sitzen lassen,
bei der Arbeit sitzen lassen und waren dem Heiland nachgefolgt.
Sie hatten ihren Beruf, ihre Karriere, ihren irdischen Umfeld,
das hatten sie alles für den Herrn Jesus aufgegeben
und waren drei Jahre, dreieinhalb Jahre mit ihm gezogen.
Und jetzt sagt er, ich gehe weg.
Da konnten doch Fragen in ihren Herzen aufkommen.
Wie geht es denn jetzt mit uns weiter?
Wenn wir unsicher sind, wie sich die Dinge in der nächsten Woche entwickeln,
dann werden wir beunruhigt.
Was für ein Trost, dass der Herr Jesus das weiß.
Euer Herz werde nicht bestürzt.
Er empfindet vollkommen mit unseren oft zaghaften Herzen.
Das muss nicht so ein einschneidendes Ereignis sein wie hier.
Manchmal sind es aber einschneidende Ereignisse.
Vor einer Woche hat die Schwester meiner Frau eine böse Diagnose bekommen.
Sie ist gestern operiert worden.
Euer Herz werde nicht bestürzt.
In solchen Situationen zeigt sich die Kraft von solchen Worten.
Ich habe mich gewundert, wir haben uns ausgetauscht bis hin zum Krankenhaus mit ihr.
Und sie war ruhig.
Das für Mark der Heiland zu geben, in schwierigen Umständen.
Die Herzen konnten auch deshalb bestürzt sein, weil sie wussten,
einer von ihnen, der gerade rausgegangen war in die Finsterkeit, in die Nacht,
der würde ihn verraten, für Geld verkaufen.
Einer würde ihn verleugnen.
Einer aus dem innersten Kreis sogar.
Wenn so etwas möglich ist, Geschwister, dass sich solche Entwicklungen
selbst unter den Gläubigen anbahnen, da kann man doch bestürzt werden, oder?
Euer Herz werde nicht bestürzt.
Der Heiland möchte das nicht, dass wir beunruhigt werden.
Denkt bloß nicht, dass ich euch das jetzt von oben herab sage.
Wir wissen, manche Notsituationen im Beruf, in der Familie,
wenn die Dinge nicht so laufen, vielleicht mit den Kindern nicht so laufen,
wie man sich das wünscht als Eltern, da wird man unruhig.
Da gibt es einen, der sagt, ihr müsst nicht bestürzt werden.
Und er sagt auch direkt im Anschluss, warum.
Und das sind Worte von aller schönster Tiefe eigentlich.
Ihr glaubt an Gott, glaubt auch an mich.
Ich möchte einfach mal vielleicht vorwegstellen, was der Herr Jesus jetzt hier tut,
in diesen Versen, die wir gelesen haben.
Er hatte am Ende von Kapitel 13 gesagt, ich gehe weg von euch.
Übrigens, wo ging er denn hin?
In den Himmel?
Ich meine, er betont es immer wieder und das ist wirklich zu Herzen gehend.
Er betont immer wieder, dass er zu seinem Vater zurückkehrt, von dem er ausgegangen war.
Das ist in diesem Kapitel, am Ende von Kapitel 13 und Kapitel 14 immer wieder zu lesen.
Ich gehe zu meinem Vater.
Er sagt sogar, das haben wir heute noch nicht gelesen, wenn ihr mich liebtet,
Vers 28, würdet ihr euch freuen, dass ich zu meinem Vater gehe.
Wenn der Herr schenkt, kommen wir vielleicht noch bis zu diesem Vers in diesen Abenden.
Also wenn wir ein gewisses Mitgefühl mit den Empfindungen des Heilands haben,
dann würden wir uns doch mit ihm freuen, dass er zu seinem Vater wieder geht.
Wisst ihr, was das für ein Genuss für ihn gewesen sein muss,
dieses Ziel wieder so nah vor Augen zu haben, bei dem zu sein, von dem er ausgegangen war.
Und weil er das wusste, was das für die Jünger bedeuten würde,
dann stellt er jetzt, und das ist so außerordentlich kostbar in diesem Kapitel,
die Jünger und damit auch uns Gläubige der jetzigen Zeit der Gnade in wunderbare Beziehungen hinein.
In den ersten drei Versen, wenn wir das einmal eben im Überblick zeigen dürfen,
stellt er sie und auch uns in eine neue Beziehung zu der Person des Sohnes Selbst
als Gegenstand des Glaubens.
Bis dahin war der Herr Jesus der Gegenstand des Sehens gewesen.
Sie konnten ihn anfassen, betasten, anschauen, aber jetzt nicht mehr.
Jetzt wird er zu einem Gegenstand des Glaubens.
Und das, liebe Geschwister, das ist unser Schicksal in dieser Zeit.
Aber ein wunderbares Schicksal.
Wir leben durch Glauben.
Unsere christliche Haushaltung, unser Christenleben in dieser Zeit, in diesem Jahr 2016,
ist eben nicht durch Schauern gekennzeichnet, sondern durch Glauben.
Paulus schreibt im Galaterbrief, Kapitel 2, Vers 19 am Ende,
Ich bin mit Christus gekreuzigt, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir.
Was ich aber jetzt lebe im Fleisch, lebe ich durch Glauben.
Durch den, an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.
Also, wir haben jetzt den Herrn Jesus nicht mehr als Menschen hier auf dieser Erde,
den wir sehen und anschauen und betasten können.
Wir haben ihn als eine Person, zur Rechten Gottes, als Gegenstand unseres Glaubens.
Von Vers 4 an, bis Vers 14, stellt er die Jünger und uns in eine neue Beziehung zu Gott als dem Vater.
Und er macht das auf eine Weise, ich wünschte sehr, dass wir durch die Gnade Gottes das empfinden, wie er das tut.
Er sagt nämlich eigentlich immer wieder, der Vater ist überhaupt nicht unbekannt für euch.
Ihr kennt ihn. Ja, wie denn? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.
Das war, die Jünger stammten ja aus dem Judentum, aus dem Volk Israel.
Bis dahin war Gott nicht als Vater bekannt.
Das war etwas völlig Neues, eine völlig neue Beziehung.
Die erste neue Beziehung, den Herrn Jesus, den sie kannten als Menschen, als Gegenstand des Glaubens zu haben.
Die zweite neue Beziehung, Gott als Vater kennenzulernen, in dem Herrn Jesus.
Und dann, wir haben das heute nicht mehr gelesen, ab Vers 15 spricht der Herr Jesus dann von der dritten Person der Gottheit.
Dritte Person nicht im Rahmen einer Abstufung, sondern von drei nebeneinander gleichwertigen Personen.
Gott der Vater, Gott der Sohn, Gott der Heilige Geist.
Der Herr Jesus würde auffahren in den Himmel zu seinem Vater.
Und wenn er dort ist, wird er einen anderen Sachwalter geben. Bis dahin war er der Sachwalter gewesen.
Mit Gottes Hilfe kommen wir an diesen Abenden noch darauf.
Aber dann würde er einen anderen Sachwalter, den Heiligen Geist, den Geist der Wahrheit, senden auf diese Erde.
Euer Herz werde nicht bestürzt.
Liebe Geschwister, auch unser Herz muss in den Schwierigkeiten unseres Lebens nicht bestürzt werden.
Wir haben eine Person im Himmel, einen Menschen im Himmel, an den wir glauben dürfen.
Wir haben einen Vater im Himmel.
Und wir haben hier auf der Erde, in uns wohnend, eine göttliche Person, den Heiligen Geist.
Euer Herz werde nicht bestürzt.
Wenn er jetzt sagt, ihr glaubt an Gott, glaubt auch an mich,
dann ist das fast ein wenig verborgen, was hier zum Ausdruck kommt.
Der Herr Jesus stellt sich jetzt hier, ich sage das mit Ehrfurcht, auf eine Stufe mit Gott.
Bisher habt ihr Gott als Gegenstand eures Glaubens gehabt.
Ab jetzt, wenn ich nicht mehr bei euch bin, habt ihr mich ebenso als Gegenstand des Glaubens.
Das heißt, ich bin genau auf der gleichen Ebene Gott selbst wie Gott, den ihr bis dahin kanntet.
Er spricht also einen Trost aus in diesem Vers und gibt eine wunderbare Offenbarung von sich.
Ihr glaubt an Gott, glaubt auch an mich.
Wir haben in Vers 11 davon gelesen, dass er sagt, glaubt mir, dass ich in dem Vater bin.
Das ist nicht dasselbe wie glaubt an mich.
Glaubt mir bedeutet, wir kommen vielleicht noch nachher dahin,
das bedeutet eigentlich, glaubt dem, was ich euch sage.
Glaubt mir, wenn ich euch das jetzt so sage.
In der Erziehung, wenn Eltern mit den Kindern sprechen,
dann ist das oft so, du kannst mir das ruhig glauben.
Du kannst mir das glauben, was ich dir jetzt sage.
Meinen Worten Vertrauen bedeutet das.
Aber glaubt an mich, ist mehr.
Glaubt an mich heißt, meine Person als Gegenstand eures Glaubens zu haben.
Das sagte Herr Jesus.
Und damit erhebt er sich, nicht überhebt er, sondern erhebt er sich auf eine Stufe mit Gott.
Das ist eine Offenbarung, die er hier von sich gibt.
Dann kommt ein weiterer Trost in Vers 2.
In dem Haus meines Vaters sind viele Wohnungen.
Wir haben alle, glaube ich, kaum eine Vorstellung davon
und wir können uns auch gar keine rechte Vorstellung davon machen,
worüber er jetzt wirklich spricht.
Weil das Haus seines Vaters, das ist der ungeschaffene Himmel.
Wir machen uns Vorstellungen und können das real ein wenig begreifen und erfassen,
wenn wir an die sichtbare Schöpfung denken.
Obwohl sie uns auch oft schon überwältigt hat.
Aber hier spricht er von, ich möchte fast sagen,
ich weiß nicht, ob man wirklich sagen kann von einem Ort oder von einem Zustand, möchte ich fast besser sagen,
der nicht geschaffen wurde.
Das Haus seines Vaters, das ist der ewige Bereich von Licht und Herrlichkeit,
von wo er als Gott der Sohn ausgegangen ist und hier auf dieser Erde Fleisch wurde.
Da ist er jetzt übrigens wieder zurückgekehrt.
Und jetzt sagt er, da sind viele Wohnungen.
Will er da nicht ein wenig mal das Interesse wecken?
Warum gibt es denn da oben in diesem Bereich, wo er herkommt, so viele Wohnungen?
Geschwister, das ist einfach wunderbar.
Und er entfaltet das ja, der Herr Jesus, jetzt in den nächsten Versen.
Er geht zurück zu seinem Vater.
Aber diese vielen Wohnungen, die sollen nicht leer bleiben.
Die sollen sich füllen.
Mit dir und mit mir.
Wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch gesagt.
Wenn es keine Zukunft für euch geben würde mit mir, dann hätte ich euch das gesagt.
Ich lasse euch nicht irgendwie im Ungewissen tappen, sagt der Herr Jesus hier praktisch.
Ich mache euch auch keine falschen Hoffnungen, die sich nicht irgendwie erfüllen würden.
Wenn ich jetzt davon spreche, dass es viele Wohnungen gibt, ihr lieben Jünger und ihr lieben Geschwister,
dann sind die für euch.
Da wo der Herr Jesus jetzt ist,
und er spricht gleich davon, dass er wiederkommen wird,
da wo er jetzt ist,
da ist Platz für alle.
Manchmal meint man dann so,
wenn diese Entrückung, dieser Augenblick endlich kommt,
dann entschwinden wir mit dem Heiland.
Er kommt uns ja entgegen nach 1. Thessalonicher 4.
Werden wir durch diese Atmosphäre hindurchgerissen und kommen im Haus des Vaters an.
Und dann sind wir alle immer
so in einer großen Menge glückselig zusammen.
Aber ich meine hier auch diese vielen Wohnungen, die sprechen davon,
dass das Persönliche bestehen bleibt.
Das löst sich nicht alles irgendwie auf und das ist eine unüberschaubare Menge nur von Gläubigen.
Du hast deinen Platz persönlich da und ich habe meinen Platz.
Ich habe meinen persönlichen Genuss an meinem Heiland und du deinen persönlichen Genuss.
Viele Wohnungen.
Es wird nie zu eng werden in dem Haus seines Vaters.
Es ist Platz für alle da.
Und jeder wird seinen persönlichen Segen, seine persönliche Freude,
seinen persönlichen Genuss daran haben.
Brüder, die die griechische Sprache können, die haben schon mal erklärt,
wenn man im Johannesevangelium und auch in den Johannesbriefen liest von Wohnen,
oder von Bleiben,
dann ist das immer das gleiche Wort im Griechischen.
Und wenn der Jesus jetzt hier sagt, in dem Haus meines Vaters sind viele Wohnungen,
dann hätte er auch sagen können, da sind viele Bleiben.
Wisst ihr, ich betone das deshalb.
Das ist ein Ort, den wir nie wieder, oder ein Zustand.
Ich weiß es nicht, wie ich es richtig ausdrücken soll.
Ein Zustand, den wir nie wieder verlassen werden.
Wir bleiben da bei ihm.
Heute ist alles flüchtig.
Mein Besuch hier in Hohen Neuendorf ist zeitlich auch bemessen.
Ich bleibe, so Gott das schenkt, nicht länger als bis Sonntag.
Ich schlage also hier keine richtige Wohnung auf bei euch.
Obwohl ich mich herzlich wohlfühle hier.
Aber das Bleiben im Haus des Vaters ist etwas, was in alle Ewigkeit andauern wird.
Wir bleiben dort in diesen Wohnungen.
Denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten.
Ich darf das mal sagen, ich bin gerade in einem Haus heute angekommen.
Da wird auch eine Stätte zubereitet.
Da wird gearbeitet.
Wie hat denn der Heiland die Städte bereitet?
Muss da auch irgendwas gebaut und gezimmert und Kabel verlegt werden?
Nein, das ist alles fertig.
Aber wie bereitet denn der Herr Jesus diese Wohnungen?
Als ich das einmal verstanden habe, Geschwister, da ist mir warm und kalt geworden.
Er bereitet sie dadurch für uns, dass er als Mensch wieder zurückkehrt zu seinem Vater.
Dadurch wird der Himmel passend für Menschen.
Auf unserer Seite muss auch noch etwas geschehen.
Aber das Bereiten dieser Wohnungen des Hauses seines Vaters für uns geschieht dadurch,
dass er über Golgatha, über das Kreuz und den Tod und die Auferstehung als Mensch zurückkehrt zu seinem Vater.
Dadurch ist der Himmel jetzt passend für Menschen, die immer da bleiben werden.
Was musste denn auf unserer Seite geschehen?
Uns mussten die Sünden vergeben werden.
Ist das alles?
Ich habe das früher als Kind immer gedacht.
Mit der Vergebung der Sünden, das reicht aus, um in den Himmel zu kommen.
Geschwister, heute weiß ich, das reicht nicht aus.
Der Herr Jesus muss uns mehr schenken als nur.
Und nur sage ich mit großer Ehrfurcht, weil die Vergebung der Sünden ein unermesslich riesiges Geschenk ist.
Aber wir brauchten noch mehr.
Wir brauchten nämlich eine Natur, die passend ist für diesen Bereich von Herrlichkeit und Licht.
Wir kommen in diesen Versen noch darauf mit der Hilfe des Herrn.
Wir brauchten eine neue Natur, die die Natur Gottes selbst ist.
Wir brauchten neues göttliches Leben.
Nicht nur die Vergebung, wir brauchten auch die Vergebung der Sünden.
Aber wir brauchen auch eine neue Natur und Gott sei Dank haben wir diese.
Sodass wir heute sagen könnten, der Himmel ist bereitet, das Haus seines Vaters.
Dadurch, dass der Heiland gestorben ist und auferstanden ist und wieder zurückgekehrt ist.
Aber auch wir sind bereitet.
Es fehlt nur noch das, wovon er jetzt spricht.
Ich komme wieder.
Wisst ihr, er sagt hier, ich gehe hin und ich komme wieder.
Das sagt er so mit zwei Halbsätzen.
Dazwischen liegen schon mehr als 2000 Jahre.
Hingegangen ist er hier in Kapitel 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, durch den Tod.
Kapitel 20, die Auferstehung.
Und dann in der Apostelgeschichte 1, seine Himmelfahrt.
Ich gehe hin.
Und ich komme wieder.
Wir warten darauf.
Mal mehr, mal weniger.
Aber er hat gesagt, ich komme wieder.
Und wenn der Herr Jesus sagt, ich komme wieder, dann kommt er auch wieder.
Dann ist das nicht eine Frage von Wahrscheinlichkeit, sondern nur eine Frage des Zeitpunktes.
Es gibt meines Erachtens nur eine Antwort, warum das jetzt schon 2000 Jahre dauert.
Weil Gott nicht möchte, dass irgendjemand verloren geht.
Und immer noch die Botschaft vom Kreuz ausstreuen lässt.
Wieder werden Hunderte und Tausende und Zehntausende von Kalendern verteilt für das neue Jahr 2017.
Ob wir es erleben, wissen wir nicht.
Aber die Langmut Gottes ist immer noch heute da, um auch Menschen, immer noch Menschen zu retten für dieses Haus seines Vaters.
Das ist meines Erachtens der Grund.
Die Brüder haben oft über den Mann nachgedacht, der ist der letzte oder die Frau oder das Kind.
Der letzte Stein, der da errettet wird, hinzugetan wird.
Dann gibt es 0,0 Verzögerung mehr.
Wenn der letzte Auserwählte hinzugetan ist, kommt der Heiland.
Dann beschreibt der erste Thessalonicher Brief sehr ausführlich, wie das sein wird, wenn er da wiederkommt.
Was er hier sagt, ich komme wieder.
Mich hat das mal sehr bewegt.
Er kommt selbst, er schickt nicht einen Engel, irgendeinen anderen Gesandten.
Er kommt selbst, um die zu holen, für die er gestorben ist.
Aber er kommt in dem Augenblick noch nicht bis ganz auf die Erde.
Er kommt in Wolken uns entgegen in die Luft.
Und dann geschieht etwas, das wird für uns erstmalig und einmalig sein.
Wir hören wirklich mit diesen Ohren die Stimme unseres Heilandes.
Das wird ein gebietender Zuruf sein.
So sagt der erste Thessalonicher Brief.
Aber habt ihr darüber einmal nachgedacht?
Wir nehmen ihn auf, wenn wir sein Wort lesen und hören, was er damals gesagt hat.
Aber dann hören wir mal wirklich die Stimme.
Ich habe da schon manchmal drüber nachgedacht, was wird das für eine Stimme sein?
Wird übrigens keiner überhören.
Ihr wisst, dass ich Probleme mit dem Hören habe.
Aber ich bin mir hundert Prozent sicher, diesen Ruf überhöre ich nicht.
Heute geht mir manches beim Hören.
Aber den Ruf, den werde ich nicht verpassen und du auch nicht.
Und dann werden wir emporgerückt.
Und dann bleiben wir in diesen vielen Wohnungen in dem Haus seines Vaters.
Wir haben immer wieder nötig, an dieses Teil erinnert zu werden.
Wisst ihr, es gab eine lange Phase in der Geschichte der christlichen Kirche.
Da war das völlig untergegangen, diese Hoffnung auf das Wiederkommen.
Diese Erwartung.
Ich denke auch an zwei Stellen aus dem Matthäusevangelium, wo wir eine Haltung beschrieben finden.
In Matthäus 24 einmal, da spricht der Herr Jesus ein Gleichnis
von dem treuen und klugen Knecht, den der Herr über sein Gesinde gesetzt hat.
Und dann sagt er in Vers 48, wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen sagt,
mein Herr bleibt noch aus.
Und dann wird beschrieben, was dieser böse Knecht tut.
Aber merkt ihr, angefangen hat das mit der Überzeugung oder dem Gedankengut
in seinem Inneren, in seinem Herzen, er kommt ja noch nicht.
Das dauert noch, bis der kommt.
Geschwister, wir dürfen diesem Gedanken keinen Raum lassen.
Wir haben es immer wieder nötig, uns daran erinnern zu lassen, dass er heute kommt.
Kommen kann.
Und wenn wir im nächsten Kapitel lesen, dieses sehr bekannte Gleichnis von den zehn Jungfrauen.
Die Klugen hatten Öl, die Törichten hatten kein Öl mitgenommen.
Als aber Vers 5 der Bräutigam noch ausblieb, haben sie alle weiter gewartet.
Nein, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.
Alle, die Klugen und die Törichten.
Wir wollen uns das immer wieder mal vor unsere Herzen halten.
Wie real ist die Erwartung des Heilandes für mich persönlich?
Wie war das diese Woche? Wie oft habe ich daran gedacht, dass der Herr Jesus kommen könnte?
Wisst ihr, im Alltag, im Beruf, da prasseln die Dinge manchmal so dicht auf einen ein,
dass man wirklich an solche Dinge nicht denkt.
Aber es ist schade.
Spätestens, wenn man abends zur Ruhe kommt, sollte man den Gedanken haben,
vielleicht heute Nacht, heute Abend.
Wisst ihr, wir freuen uns auch auf diese drei Abende, die wir hier zusammen erleben möchten.
Aber die Wirklichkeit wäre doch viel, viel schöner,
wenn wir nicht jeden Abend bräuchten, sondern vielleicht morgen schon da angekommen sind,
von dem wir jetzt gerade hier gelesen haben.
Dann hätten wir den, der hier spricht, wirklich vor uns.
Wir würden mit unseren Augen sehen, mit unseren Ohren hören, was er uns zu sagen hat.
Ich werde euch zu mir nehmen.
Das ist ein sehr betonter Ausdruck in der griechischen Sprache.
Zu mir selbst, für mich ganz persönlich werde ich euch nehmen.
Wisst ihr, der Herr Jesus hat auch ein ganz brennendes Interesse an uns.
Er hat doch sein Leben für uns hingegeben.
Glaubt ihr, dass er einen Augenblick zögern würde, uns zu sich zu nehmen?
Wir sagen das mit Achtung, aber wir dürfen auch mit einer gewissen Freude darüber nachdenken,
dass wir das Kostbarste sind, was hier auf dieser Erde noch ist.
Seine Braut, um die er gekämpft hat und geblutet hat.
Und er wird ja nicht einen Hauch von Augenblick zögern,
wenn der Letzte hinzugetan ist und wird uns zu sich nehmen.
Damit, wo ich bin, auch ihr seid.
Das, meine ich, macht eigentlich aus, was uns da erfüllen wird in dem Haus seines Vaters.
Entschuldigt bitte, wenn ich das ein wenig flach vielleicht ausdrücke.
Ich will nicht unehrerbietig sein, aber wir gehen ja nicht einfach nur so in den Himmel.
Wir kommen in die Herrlichkeit des Hauses seines Vaters, weil wir dort eine Person sehen werden.
In einem Lied aus unserem Liederbuch, da singen wir, was wäre der Himmel ohne dich und alle Herrlichkeit.
Das ist doch, Geschwister, der Anziehungspunkt.
Manchmal, ich spreche von mir selbst, ist der Wunsch, dorthin zu kommen, eigentlich davon genährt,
den trüben Umständen hier auf dieser Erde zu entgehen.
Der Herr Jesus versteht das auch.
Nur ist das nicht der höchste Gedanke von dem Herrn Jesus sehen zu wollen.
Wir kommen dort in diese Wohnungen des Hauses seines Vaters, damit wir da sind, wo er ist.
Der Herr Jesus spricht öfter davon, wo ich bin.
Und das ist immer das Haus seines Vaters.
Auch in seinem Gebet in Kapitel 17, Vers 24.
Vater, ich will, dass die, die du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin,
damit sie meine Herrlichkeit schauen.
Wo ich bin, sagt der Herr Jesus, da will auch sein Diener sein und wird es auch sein.
Und dann sagt er, und wohin ich gehe, wisst ihr, und den Weg wisst ihr.
Das ist jetzt eine sehr interessante Unterredung, die sich jetzt hier anknüpft.
Er hatte davon gesprochen, wo er hingeht, nämlich zu dem Vater.
Und den Weg wisst ihr.
Wir lernen jetzt im Verlauf der nächsten Verse, was der Heiland wirklich sagen will.
Und wir lernen aber auch, dass wir die Erläuterungen des Herrn Jesus unbedingt brauchen, um das wirklich zu verstehen.
Wir sind kein bisschen geistlicher und schlauer als Thomas oder Philippus oder der Judas,
der auch nochmal eine Frage stellt im Vers 22.
Diese drei Jünger, die jetzt diese Entwicklung, dieses Gespräch von dem Herrn Jesus hören, unterbrechen ihn praktisch.
Der Herr Jesus hatte gesagt, ich bin der Gegenstand eures Glaubens.
Ihr habt jetzt eine himmlische Berufung. Ihr seid Genossen der himmlischen Berufung.
Ihr gehört eigentlich in das Haus meines Vaters und da werde ich euch hinbringen.
Ihr habt eine himmlische Hoffnung auch.
Wir erwarten das Wiederkommen des Herrn Jesus und ihr wisst ja, wo ich hingehe und den Weg wisst ihr auch.
Nö, sagt der Thomas.
Und jetzt möchte ich vielleicht einmal vorsichtig etwas hervorheben.
Der Herr Jesus sagt hier zu den Jüngern, ihr wisst, wo ich hingehe und den Weg wisst ihr.
Und Thomas sagt, Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst.
Thomas hatte ihn nicht wirklich verstanden.
Aber ich meine, die Art und Weise, wie Thomas jetzt reagiert, ist nicht ganz angemessen.
Ich bin immer ein Freund davon, wenn in den Herzen von Gläubigen Fragen aufkommen über Gottes Wort.
Weil wer angefangen hat, Gottes Wort zu lesen, der weiß, das geht nicht ab, ohne dass Fragen aufkommen.
Verständnisfragen. Wie ist das hier gemeint? Wie ist das an der anderen Stelle gemeint?
Und dann darf man fragen, natürlich.
Die Frauen werden sogar aufgefordert, wenn sie Fragen haben, zu Hause ihre Männer zu fragen.
Die müssten ihnen dann Rede und Antwort stehen.
Also Fragen sind gut, aber es kommt auf den Geist der Frage an.
Und ich meine, dass der Thomas hier, das schwingt so mit seinen Worten mit.
Der Herr Jesus sagt, das wisst ihr. Der Thomas sagt, nein Heiland, das wissen wir nicht.
Als wollte er sagen, du hast uns das überhaupt nicht erklärt.
Er hätte in einer anderen Gesinnung fragen sollen.
In einer Gesinnung der Unterwürfigkeit, wo er deutlich macht, ich habe das noch nicht verstanden.
Kannst du mir das noch einmal erklären?
Aber so dem Herrn Jesus praktisch ins Wort zu fallen und zu sagen, nein, da hast du dich jetzt geirrt.
Du hättest uns das deutlicher erklären müssen, dann hätten wir es jetzt vielleicht verstanden gehabt.
Diese Gesinnung ist nicht gut.
Und trotzdem geht der Herr Jesus in seiner Gnade auf diesen Einwurf ein.
Wie können wir den Weg wissen? Jesus spricht zu ihm.
Und jetzt kommt ein Vers, ich glaube, den kennt jedes Kind auch hier in diesem Raum.
Und auch ihr lieben Altgewordenen, ihr habt ihn als Kind bestimmt schon gelernt und kennt ihn immer noch, was der Herr Jesus jetzt sagt.
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.
Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.
Ich wüsste kaum eine Sonntagsschule, wo das nicht schon mal den Kindern aufgegeben wurde, diesen Vers auswendig zu lernen, oder?
Was sagt der Herr Jesus denn jetzt hier eigentlich mit diesen Worten?
Ich habe früher in meiner Jugend diesen Vers immer so verstanden.
Wenn du gerettet werden willst, dann brauchst du diesen Vers, Johannes 14, Vers 6.
Der Jesus ist der Weg, um gerettet zu werden.
Das ist alles wohl wahr, dieser Gedanke.
Aber das ist nicht das, was der Herr Jesus an dieser Stelle meint.
Er hatte immer, und ich wünschte sehr, dass wir das erfassen.
Er hatte immer davon gesprochen, wo er jetzt hingeht, nämlich zu seinem Vater.
Und er wollte auch seinen Vater, und er möchte seinen Vater auch uns groß machen.
Ich weiß nicht, wie es euch geht.
Ich habe da kein Urteil darüber.
Ich kann jetzt nur von mir sprechen.
Dass es doch die größere Übung in den Gebeten eigentlich immer ist,
die Gewohnheit, möchte ich sagen, zu dem Herrn Jesus zu beten.
Der Jesus macht hier in diesen Versen jetzt deutlich, ihr habt einen Vater im Himmel.
Er ist euch ganz genauso nahe, wie ich es euch war und bin.
Für mich war das oft so eine gewisse Distanz, zu Gott, dem Vater, etwas zu sagen oder zu ihm zu beten.
Aber das ist das Wesen des Christentums, dass wir einen Vater haben.
Und wenn das den Jüngern bisher immer so, und das müssen wir verstehen,
weil sie aus dem Judentum kamen, wo Gott als Vater nicht bekannt war.
Wenn ihnen das jetzt noch nicht, überhaupt nicht geläufig war,
dann erzählt der Herr Jesus ihnen jetzt einfach, wisst ihr, das ist gar nicht so schwierig für euch.
Ich sage das ganz vorsichtig mit meinen Worten.
Ihr müsst nur mich angucken.
Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.
Und was er jetzt hier in diesem Vers 6 sagt.
Ich bin der Weg für euch, Gott als Vater zu genießen.
Der Nachsatz macht das deutlich.
Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich.
Wir können den Vater nicht haben, diesen Genuss an Gott als unseren Vater nicht haben,
als nur über den Herrn Jesus.
Aber in ihm und über den Herrn Jesus haben wir den Vater sogar direkt.
Ich finde das ist sehr wesentlich, weil es immer das Bestreben auch von Irrlehrern ist,
da einen Keil dazwischen zu treiben.
Oder zu Gott zu kommen ohne den Herrn Jesus und ohne Golgatha.
Geschwister, das gibt es nicht.
Den Vater bekommen wir nur, ich sage das mit Ehrfurcht, durch den Herrn Jesus.
Er ist der Weg, um den Vater zu erkennen und zu genießen.
Er ist auch die Wahrheit über den Vater.
Natürlich ist der Herr Jesus die Wahrheit in Bezug auf alle Dinge.
Aber in dem Zusammenhang dieses Gespräches hier sagt er,
ihr wollt etwas wissen über den Vater?
Ich bin der, der den Vater offenbart hat.
Wie hat er es in Kapitel 1 gesagt, das haben wir ja in Dünnburg auch gelesen.
Niemand hat Gott jemals gesehen, Johannes 1, Vers 18.
Der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat ihn, den Vater, kund gemacht.
Oder ausgelegt.
Der Herr Jesus hat den Vater kund gemacht.
Er ist die Wahrheit über den Vater.
Willst du irgendetwas wissen über den Vater?
Dann sieh den Herrn Jesus an.
Ich meine, wir können die ganzen Evangelien durchgehen und das Handeln des Herrn Jesus bewundern.
Und wenn wir ihn da sehen,
beispielsweise wie er im Haus von Jairus das kleine Mädchen da an die Hand nimmt, das gerade gestorben war.
Ich sage dir, steh auf.
Genau so ist der Vater.
Bei dem Jüngling zu nein, er gibt ihn seiner Mutter wieder, dieser Witwe.
Dieses Mitgefühl, dieses Eingehen auf die Bedürfnisse des Einzelnen,
was der Herr Jesus jeden Tag und jeden Augenblick gezeigt hat, so ist der Vater.
Und wenn wir den Herrn Jesus ansehen, wie er hier auf der Erde gelebt hat und gegangen ist seinem Weg,
dann sehen wir direkt den Vater.
Da ist er uns überhaupt nicht mehr fremd.
Der Herr Jesus ist die Wahrheit über den Vater.
Und das Leben?
Der Herr Jesus ist das Leben, das wir brauchen und haben, um diese Wahrheit genießen zu können.
Nur in dem Besitz dieses neuen ewigen Lebens, das der Herr Jesus ist, genießen wir die Wahrheit über den Vater.
Das sind ganz erhabene Worte. Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.
Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.
In Matthäus 11 haben wir einen ähnlichen Gedanken.
Vers 27, da sagt der Herr Jesus, alles ist mir übergeben von meinem Vater.
Und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater, noch erkennt jemand den Vater als nur der Sohn.
Und wem irgend der Sohn ihn offenbar machen will.
Liebe Geschwister, das können wir dem Heiland so abnehmen.
Er möchte jedem Einzelnen von uns den Vater offenbar machen.
Wie tut er das?
Wir brauchen nur die Evangelien zu lesen und den Herrn Jesus selbst anzuschauen.
Dann sehen wir direkt den Vater.
Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben.
Ja, das ist doch ein Geländer kleiner Tadel.
Diese Jünger waren mehr als drei Jahre mit dem Herrn Jesus gegangen.
Hatten sie ihn wirklich erkannt?
Sie kannten ihn als den, der Willen und Wind befehlen konnte.
Sie kannten ihn als den, der 5.000 Männern, alleine 5.000 Männern, Brot genug zu essen gab.
Obwohl nur fünf Brote und zwei Fische da waren.
Sie kannten ihn in seiner Macht.
Aber erkennen meint Beziehungen wahrnehmen.
Und da, das kommt im Verlauf dieses Kapitels dann sehr deutlich.
Da fehlte ihnen noch die in ihnen wohnende Kraftquelle des Heiligen Geistes.
Aber wenn wir Geschwister mit diesem Kapitel weiterkommen in den nächsten Abenden mit der Hilfe des Herrn,
dann werden wir sehen, wie reich wir gemacht sind heute.
Dass wir diese Beziehungen zu den Personen der Gottheit haben.
Dass wir den Heiligen Geist in uns wohnen haben als nicht nur eine Kraftquelle.
Wenn ich das eben gesagt habe, möchte ich überhaupt nicht den Heiligen Geist als eine Kraft bezeichnen.
Er ist eine Person der Gottheit.
Aber eine in uns wirkende Kraft ist er auch.
Die uns all diese christlichen Wahrheiten lebendig und kostbar macht.
Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben.
Und von jetzt an, was meint er damit?
Von jetzt an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Ich meine, da weist er jetzt auf Pfingsten.
Er würde jetzt an das Kreuz gehen.
Er würde sterben.
Wir denken mit Ehrfurcht daran.
Aber er würde auch auferstehen.
Zurückkehren zu dem Vater.
Und dann von dort aus den Heiligen Geist senden.
Und da auf diesen Augenblick blickt er hier, wenn er sagt, von jetzt an erkennt ihr ihn.
Mit der Kraft des Heiligen Geistes, der in euch wohnen wird, erkennt ihr den Vater und habt ihn gesehen.
Für die Jünger damals, ich meine, man muss es manchmal versuchen, sich vielleicht ein wenig hineinzudenken.
Sie kamen aus dem jüdischen System.
Und mussten einen kompletten Umschwung erkennen und erleben und mitmachen.
Wir sind in diesen Dingen heute groß geworden.
Kinder gläubiger Eltern wachsen in dieser Wahrheit auf.
Gott sei Dank ist das bei mir auch der Fall gewesen.
Die Jünger damals mussten wirklich viel, viel lernen.
Und wir stellen uns überhaupt nicht über sie, wenn wir jetzt über den Thomas oder dann morgen vielleicht über den Philippus und den Judas etwas sagen.
Sie mussten viel, viel lernen.
Für uns sind das Bekannte und Wirklichkeiten, die wir eigentlich von Anfang unseres Glaubenslebens an kennen dürfen.
Die Frage ist nur, wie viel praktischen Gebrauch wir davon machen.
Da frage ich mich zuerst, den Herrn Jesus zu erkennen und dann sofort zu wissen, jetzt habe ich auch den Vater gesehen.
Der ist mir genauso nah. Er hat genau das Herz voller Empfindungen, Mitgefühl, Aufmunterung.
Alles das, was der Herr Jesus getan hat, das ist mein Vater.
Wunderbar, was der Heiland hier seinen Jüngern schenkt.
Euer Herz werde nicht bestürzt.
Wir haben ihn als Gegenstand unseres Glaubens.
Wir haben Gott als unseren Vater.
Und mit der Hilfe des Herrn, und wenn wir noch hier sind, Geschwister, dann wollen wir morgen auch darüber nachdenken,
was für ein Geschenk es ist, dass wir auch den Heiligen Geist besitzen. …
Automatisches Transkript:
…
Liebe Geschwister, wir sind gestern Abend in der Betrachtung von Johannes 14 bis Vers 7 gekommen und lesen heute weiter von Vers 8 an.
Johannes 14 Vers 8
Philippus spricht zu ihm, Herr, zeige uns den Vater und es genügt uns.
Jesus spricht zu ihm, so lange Zeit bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus.
Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du, zeige uns den Vater?
Glaubst du nicht, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist?
Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst aus.
Der Vater aber, der in mir bleibt, er tut die Werke.
Glaubt mir, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist.
Wenn aber nicht, so glaubt mir um der Werke selbst willen.
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue.
Und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.
Und um was irgend ihr bitten werdet in meinem Namen,
das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde in dem Sohn.
Wenn ihr um etwas bitten werdet in meinem Namen, werde ich es tun.
Wenn ihr mich liebt, so haltet meine Gebote.
Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Sachwalter geben,
dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit,
den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt.
Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.
Ich werde euch nicht für weiß zurücklassen.
Ich komme zu euch.
Noch eine kleine Zeit und die Welt sieht mich nicht mehr.
Ihr aber seht mich.
Weil ich lebe, werdet auch ihr leben.
An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.
Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt.
Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden.
Und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren.
Soweit wollen wir heute Abend Gottes Wort lesen.
Geschwister, wir sind hier bei einer sehr bewegenden Szene dabei.
Der Herr Jesus ist mit seinen elf Jüngern auf dem Obersaal.
Wir haben das eben im Gebet schon gesagt.
Es sind seine Abschiedsworte.
Am Ende dieses Kapitels sagt er mit einer, möchte ich sagen, heiligen Energie.
Steht auf, lasst uns von hier weggehen.
Und dann geht er das Kidron Tal hinab in den Garten Gethsemane.
Es folgen die Belehrungen über den Weinstock.
Man kann sich das fast vorstellen bei diesem Weg durch die Weinberge hinab,
dass er da über den Weinstock spricht.
Er spricht weiter auch über diesen Sachwalter.
Dann kommt dieses wunderbare Gebet in Johannes 17.
Und dann geht er in den Garten Gethsemane.
Wir haben heute Abend gelesen, noch eine kleine Zeit und die Welt sieht mich nicht mehr.
Das sind nur noch wenige Stunden.
Das Letzte, was die Welt von dem Herrn Jesus gesehen hat, ist wie er am Kreuz hängt,
unter ihrem Spott und Hohn.
So nah sind wir jetzt dem Geiste vor dem Werk des Herrn Jesus am Kreuz von Golgatha.
Und er wusste, wo er hingehen würde.
Es ist sehr auffallend, dass er, wenn er jetzt mit seinen Jüngern spricht,
eigentlich, wenn ich das richtig gelesen habe, eigentlich nie davon spricht,
dass er ans Kreuz gehen würde und sterben würde.
Er sagt immer nur, ich gehe zum Vater.
Auch heute haben wir das einige Male gelesen.
Das war sein Ziel, das war seine Freude, zurückzukehren zu dem Vater, von dem er ausgegangen war.
Das war die vor ihm liegende Freude, für die er das Kreuz erduldet hat.
Aber für ihn war es vordergründig die Rückkehr zum Vater,
obwohl er in aller Deutlichkeit wusste, was das bedeuten würde.
Aber er wusste, und das macht uns doch so glücklich, Geschwister,
er wusste, wie seine Jünger darüber denken würden, was sie empfinden würden,
wenn er, der Mittelpunkt ihres Lebens seit einigen Jahren, auf einmal nicht mehr da wäre.
Und in diesem Kapitel hat er so unendlich gnadenreiche Worte für sie, um sie zu trösten.
Und wir haben in den ersten Versen gesehen gestern Abend, dass er sie damit tröstet,
dass er ihnen praktisch jetzt neutestamentliche Wahrheiten vorstellt.
Wir haben gesehen, dass sie aus dem Judentum ja kamen und dass sie alltestamentliche Wahrheiten kannten,
dass sie ein Leben mit Gott kannten, das durch Schauen und Anfassen gekennzeichnet war.
Jetzt würde alles anders werden.
Der, mit dem sie gegangen waren, der für sie sterben würde,
der würde auf einmal Gegenstand ihres Glaubens sein.
Und wir haben gestaunt gestern Abend darüber, dass er, wenn er sagt, ihr glaubt an Gott, glaubt auch an mich,
dass er in aller Vollmacht sich auf eine Ebene mit Gott stellt, weil er selbst Gott ist.
Wir haben im Gebet eben auch daran gedacht, dass er diese glückselige Verheißung gibt,
dass wir eine himmlische Berufung haben.
Und um diese zu erfüllen, wird dein und mein Heiland selbst wiederkommen.
Er wird dir niemand anderen schicken, um seine Braut zu sich zu nehmen.
Wisst ihr, wir haben ein wunderschönes Bild von diesem Geschehen in der Anwendung im Alten Testament,
wo da der Knecht Abrahams ein Bild von dem Heiligen Geist in 1. Mose 24,
die Braut, die Rebekka, dem Isaak, entgegenführt.
Und da ist dieser Isaak, der Sohn, ein Bild von dem Herrn Jesus,
der wandelt da draußen und sieht praktisch entgegen.
Er ist der Erste, der die Braut sieht, wie sie da von dem Geist zu ihm geführt wird.
Die Rebekka verhüllt sich, fällt von dem Tier herab, um nur noch für ihren Isaak da zu sein.
Und dann kommen diese wunderschönen Worte.
Er nahm Rebekka und er hatte sie lieb und er führte sie in das Zelt seiner Mutter Sarah.
Ein Bild von dem, was wir hier in Johannes 14 haben, wie der Herr seine Braut in Empfang nimmt,
um sie heimzuführen in die Wohnungen des Hauses seines Vaters.
Da werden wir ankommen, Geschwister.
Wir hatten einen Einwand gehört gestern Abend von Thomas.
Wir wissen gar nicht, wo du hingehst. Du sagst doch, wir wissen das. Nein, wir wissen das nicht.
Das ist das Wunderschöne in dieser Entwicklung.
Der Herr Jesus nimmt jeden Einwand, jede Frage, jedes Unverständnis seiner Jünger zum Anlass,
um noch tiefere Belehrungen, noch schönere Wahrheiten zu entwickeln,
von denen wir alle heute unseren Nutzen haben.
Wir haben gestern Abend noch über diesen Vers gestaunt.
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.
Alles in Bezug auf das wirkliche Verstehen von dem, was wir heute als Kinder zu dem Vater für eine Beziehung haben.
Und jetzt kommt wieder ein Einwand.
Ein anderer Jünger meldet sich zu Wort.
Philippus, Herr, zeige uns den Vater und es genügt uns.
Ein schönes Verlangen von diesem Philippus.
Der Philippus, der hat es in Kapitel 12, meine ich,
da waren einige Griechen zu dem gekommen.
Herr, wir möchten Jesum sehen.
Das war dann einer, der sagt das weiter und der sorgt dann dafür,
dass dieser Wunsch, jemanden sehen zu können, in Erfüllung geht.
Und so auf dieser Ebene bewegt er sich immer noch.
Auf diesem wirklichen Sehen mit den Augen des Körpers.
Zeige uns den Vater. Stell ihn mir vor, so dass ich ihn sehen kann.
Und der Herr Jesus muss jetzt wieder diese tiefen Wahrheiten entfalten,
dass das Sehen heute ein Sehen des Glaubens ist.
Aber wir haben das gestern schon ein wenig angedeutet.
Er macht jetzt noch etwas deutlicher, was er gestern in den ersten Versen gestreift hatte,
sage ich vorsichtig.
Philippus sagt er, wieso sagst du eigentlich, du hast den Vater noch nicht gesehen?
So lange Zeit bin ich bei euch.
Und du hast mich nicht erkannt, Philippus?
Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.
Wir haben das schon ein wenig angesprochen.
Alles das, was der Herr Jesus getan hatte in seinem Leben hier auf dieser Erde,
war genau so der Ausdruck von dem, was der Vater ist.
Wenn der Herr Jesus jemanden geheilt hat, dann ist das genau der Vater.
Wenn der Herr Jesus ein Wunder getan hat, dann so ist der Vater.
Das möchte der Philippus jetzt verstehen durch die Worte des Heilandes.
Vielleicht ist auch für uns eine kleine Mahnung, möchte ich einfach mal sagen in diesen Worten.
Mich bewegt das immer, wenn der Herr Jesus, dieser ewige Sohn,
wenn er von Zeitabschnitten spricht.
So lange Zeit bin ich bei euch. Wie lange war das denn, Geschwister?
Nun, es war, der Herr Jesus als Mensch auf dieser Erde, waren das ungefähr 33 Jahre.
Aber wenn er hier sagt, bei euch, dann meint er sicherlich,
den Umgang, den er mit ihnen, mit seinen Jüngern hatte, das öffentliche Auftreten.
Drei Jahre, dreieinhalb Jahre vielleicht, so lange Zeit.
Wir dürfen uns bei dieser Stelle vielleicht einmal fragen,
wo haben wir geistlicherweise vor dreieinhalb Jahren gestanden?
Und was hat sich seitdem in unserem geistlichen Wachstum getan?
Sind wir eigentlich weitergekommen in dem Verständnis dessen, was der Vater ist, für dich und für mich?
Ich will nicht sagen, haben wir jetzt den Propheten Hosea besser verstanden?
Können wir Prophetie richtig einordnen?
Ich meine, geistliches Wachstum, Geschwister, ist innerliches Wachstum,
nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Herzen.
Empfinden wir heute mehr als vor dreieinhalb Jahren, was es bedeutet,
Kinder des Vaters zu sein.
So lange Zeit bist du schon auf dem Weg mit dem Herrn Jesus
und sagst immer noch, zeige uns den Vater.
Ich frage mich das, was war die letzten dreieinhalb Jahre in meinem Leben?
Hat es Wachstum gegeben?
Das ist sicherlich ein kleiner Hinweis auch für den Philippus.
Hättest du genauer auf mich gesehen, von Anfang an, wüsstest du heute besser, was der Vater ist.
Hätten wir vor dreieinhalb Jahren oder in den letzten dreieinhalb Jahren genauer hingehört,
mit mehr Bereitschaft vielleicht auch zu gehorchen, hätten wir heute mehr Licht.
Wir kommen, wenn der Herr es schenkt, noch auf die Frage des Gehorsams zu sprechen in diesem Kapitel.
So lange Zeit, eigentlich gemessen an dem Unendlichen, ein verschwindend geringer Zeitabschnitt.
Aber wir wollen das einmal buchstäblich nehmen und uns fragen,
was ist in den letzten dreieinhalb Jahren geistlicherweise in meinem Leben vorangegangen?
Und wenn nicht, Geschwister, dann müssen wir etwas ändern in unserem Leben,
damit wir mit dem Herrn wachsen und zu ihm hinwachsen.
Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.
Ich meine, dass das auch wieder ein versteckter Hinweis darauf ist, dass der, der da spricht, Gott selbst ist.
Denn wir müssen uns fragen, wer kann eigentlich eine Person der Gottheit hier offenbaren auf der Erde?
Doch kein Geschöpf, doch kein Mensch, das kann doch nur Gott selbst.
Nur eine göttliche Person kann eine andere göttliche Person offenbaren und kundtun vor den Menschen.
Und wenn der Herr Jesus jetzt hier sagt, als Mensch zu seinen elf Jüngern spricht,
wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen, dann erhebt er mit aller Ehrfurcht gesagt,
den Anspruch, dass er selbst Gott ist.
Und in der Lage ist, Gott den Vater kundzutun in allem, was er getan hat und gesagt hat.
Wie sagst du, zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist?
Das ist fast wie ein Wortspiel, so ein bisschen. Ich in dem Vater, der Vater in mir.
Wir haben noch einmal gelesen, Vers 20, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.
Das sind ein wenig geheimnisvolle Ausdrücke, die der Herr Jesus hier gebraucht.
Und sie beschreiben aber noch einmal die gleiche Wahrheit.
Dass ich in dem Vater bin, bedeutet, dass er eine innere Wesensgleichheit mit Gott selbst hat.
Und dass der Vater in ihm ist, bedeutet, dass der Vater sich in dem Herrn Jesus offenbart hat,
der Jesus als Mensch auf der Erde war.
Das sind nicht so ganz mystische Ausdrucksweisen hier, sie haben eine tiefe geistliche Wahrheit.
Ich in dem Vater, das ist sein Anspruch, den er mit Recht hat, dass er selbst Gott ist und der Vater in mir.
In dem Herrn Jesus hat sich der Vater völlig offenbart.
Aber jetzt spricht er in dem nächsten Vers von Worten und von Werken.
Nicht mehr von dieser Wesensgleichheit, wo er wohl empfinden muss durch die Fragen der Jünger,
dass sie sich nicht ganz da hineinbringen konnten, was der Herr Jesus denn mit jedem dieser Worte meint.
Er macht es jetzt ein wenig einfacher für die Jünger, ein wenig verständlicher.
Und Geschwister, so ist unser Heiland.
Wenn er merkt, dass wir mit unserem Erfassen nicht mitkommen,
dann setzt er die Anforderungen ein wenig herab für uns.
Damit wir doch wirklich eingehen in seine Gedanken.
Er möchte doch so gerne, dass wir Gemeinschaft auch darin mit ihm haben, dass wir seine Gedanken verstehen.
Er möchte sich uns mitteilen.
Und wenn wir es auf eine so erhabene Weise nicht können, dann fängt er jetzt mit Worten und mit Werken an.
Und sagt nicht mehr so geheimnisvoll, ich bin in dem Vater, der Vater ist in mir.
Er sagt ganz einfach, was ich gesagt habe.
Die Worte, die ich zu euch rede, das waren gar nicht meine Worte.
Das sind die Worte, die der Vater mir gegeben hat.
Wir sehen hier auch, dass der Herr Jesus abhängiger Mensch war.
Aber er macht ganz deutlich, jedes Wort, das ich zu euch oder zu den Menschen gesprochen habe,
das sind Worte, die mir der Vater gegeben hat.
Wenn ihr mich gehört habt, habt ihr direkt den Vater gehört.
Ich rede sie nicht von mir selbst aus.
Der Vater aber, der in mir bleibt, er tut die Werke.
Wir hätten jetzt gedacht, er spricht die Worte.
Nein, der Herr Jesus sagt, er tut die Werke.
Er sagt, der Vater bleibt in mir.
Wir haben gestern gesagt, bleiben und wohnen ist eigentlich bei Johannes fast immer das gleiche Wort.
Der Vater war ununterbrochen in dem Herrn Jesus.
Und der Herr Jesus hat ihn ununterbrochen offenbart.
Aber er macht jetzt auch deutlich, dass Worte im ersten Teil des Satzes
und Werke im zweiten Teil des Satzes eine vollkommene Harmonie sind bei ihm.
Sie stimmen völlig miteinander überein, seine Worte und seine Werke.
Und sie haben beide ihren Ursprung in dem Vater.
Noch einmal dürfen wir jetzt sagen, alles was der Herr Jesus als Mensch auf dieser Erde gesagt hat,
sind Worte direkt aus dem Herzen des Vaters.
Alles was er getan hat, sind Werke direkt aus dem Herzen des Vaters.
Und es ist eine wunderbare Harmonie bei dem Herrn Jesus zwischen seinen Worten und seinen Werken.
Und diese Frage muss ich mir stellen, liebe Geschwister.
Ist das bei mir auch so in meinem Leben?
Oft muss ich sagen, wenn ich in den Spiegel schaue, dass meine Worte weitergehen als meine Werke.
Dass ich mehr rede, als dass ich wirklich dann auch danach tue.
Bei dem Herrn Jesus war alles vollkommen in Harmonie miteinander.
Glaubt mir, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist.
Noch einmal wiederholt er das, was er gesagt hatte in Vers 10.
Und dann kommt der Nachsatz, ich möchte fast mit meinen Worten sagen,
aber wenn ihr das jetzt gar nicht begreifen könnt, was ich damit sage,
dann glaubt mir einfach um der Werke selbst.
Dann glaubt mir um das, was ihr gegenständlich sehen könnt.
Wenn ihr die Wahrheit als solche nicht erfassen könnt,
dann erfasst doch bitte das, was ihr sehen konntet in meinen Werken.
So ist der Herr Jesus, dass er von dem Höchsten, mit dem er sich mitteilen möchte,
dann doch so weit herab geht, dass seine Jünger es verstehen können.
Er legt praktisch seine eigenen Worte aus und macht sie den Jüngern verständlich.
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch.
Ich habe einmal nachgesehen,
dieses wahrlich, wahrlich ist ja so eine typische Ausdrucksweise in den Evangelien.
Aber wenn ich das richtig gesehen habe, ist das nur bei Johannes so.
Die anderen drei Schreiber der Evangelien haben dieses doppelte wahrlich nicht.
Die haben oft ein wahrlich, aber nur Johannes schreibt immer wahrlich, wahrlich.
Ich habe mal gezählt, wenn ich mich nicht verzählt habe,
ist das 25 Mal in dem Johannes-Evangelium.
Wahrlich, wahrlich.
Da kommt immer ein Gedanke von großer Bedeutung.
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch.
Wer an mich glaubt,
darf ich noch einmal darauf hinweisen,
was wir gestern schon kurz gesagt haben in Vers 11,
am Anfang glaubt mir.
Und jetzt ist er, wer an mich glaubt.
Wir hatten gestern gesagt, das ist nicht genau das Gleiche.
Glaubt mir heißt,
haltet das für wahr, was ich euch sage.
Glaubt an mich heißt,
habt euer Glaubensvertrauen in meine ganze Person.
Das ist nicht nur das für wahr anzunehmen, was er sagt,
sondern das ist, unser Glaube ruht in einer Person.
Er ist der Gegenstand unseres Glaubens.
Und jetzt sagt er, bei wem das der Fall ist,
bei dem ich der Gegenstand seines Glaubens bin,
der wird auch die Werke tun, die ich tue.
Das ist auch wunderbar, was er eigentlich sagte, Herr Jesus.
Er hatte doch immer gesagt, ich gehe jetzt zum Vater.
Ja, dann hören doch die Werke auf, wenn er nicht mehr da ist.
Nein, die gleichen Werke gehen weiter, Geschwister.
Wie denn? In dir und in mir.
Das ist ein wunderbarer Gedanke, meine ich.
Jeder normale Mensch, wenn er diese Erde verlässt,
dessen Werke sind zu Ende.
Der Herr Jesus hat gewirkt, ununterbrochen gewirkt auf dieser Erde.
Und jetzt sagt er, wenn ich auch weggehe,
was ich euch jetzt in diesen Kapiteln immer wieder gesagt habe.
Wer an mich glaubt, tut diese Werke.
Meine Werke, die ich getan habe, gehen nicht zu Ende,
wenn ich zum Vater gehe.
Sie gehen weiter auf dieser Erde.
Durch dich und durch mich.
Und er sagt sogar noch,
der wird auch größere Werke als diese tun,
weil ich zum Vater gehe.
Könnte das denn sein?
Können wir größere Werke tun als der Herr Jesus?
War das nicht der Herr Jesus,
der 5000 Mann mit 5 Broten und 2 Fischen gesättigt hat?
Ohne Frauen und Kinder dazu zu zählen?
War das nicht der Herr Jesus,
der dem Petrus die Fähigkeit gegeben hat,
auf dem Wasser zu wandeln?
Jetzt sagt er, diese Werke gehen weiter
und sogar noch größere Werke?
Das ist geschehen, Geschwister.
Wenn wir die Apostelgeschichte mal lesen,
da finden wir Beispiele,
dass sie von den Aposteln
die Kleidungsstücke genommen haben,
um sie auf Kranke zu legen.
Und alleine dadurch wurden Kranke geheilt.
Der Paulus,
ich meine, es ist von dem Paulus gesagt,
wo der lang ging
und sein Schatten auf Kranke fiel,
da wurden die Kranken geheilt.
Alleine durch den Schatten.
Wie kann das denn sein?
Nun, das ist die Anfangszeit
der christlichen Haushaltung,
wo Gott im Besonderen
durch machtvolle Werke mitgezeugt hat,
dass das, was jetzt geschah,
wirklich von Gott war.
Heute gibt es diese größeren Wunderwerke nicht mehr.
Aber der Herr Jesus befähigte
seine Jünger, seine direkten Nachfolger hier,
größere Werke als er selbst zu tun.
Geschwister, das ist ein
fast nicht fassbarer Gedanke.
Wenn wir uns noch einmal vor Augen halten,
was das für Menschen sind.
Einfache Fischersleute.
Wer kann denn so einen
völlig unbegabten Menschen,
ich meine unbegabt im besten Sinne,
weil er nämlich in sich selbst
zu nichts fähig ist,
wer kann denn einen solchen Menschen
befähigen, größere Werke zu tun
als der Herr Jesus selbst
auf dieser Erde?
Das kann doch nur Gott selbst.
Ist das nicht wieder ein Beweis dafür,
dass der Herr Jesus Gott ist,
wenn er jetzt sagt,
ihr werdet größere Werke tun können als ich?
Ich fände diesen Gedanken ganz erhaben.
Und es ist ja auch tatsächlich so gekommen.
In der Anfangszeit der christlichen Haushaltung
in der Apostelgeschichte
sind die Apostelwunderwerke geschehen,
die selbst der Herr Jesus
auf dieser Erde nicht vollbracht hat.
Weil ich zum Vater gehe.
Damit verbunden ist natürlich auch,
wir haben das gestern schon angesprochen,
dass der Herr Jesus den Heiligen Geist,
nachdem er zurückgekehrt ist
zu dem Vater, von dort
herabgesandt hat.
Und in der Kraft des Heiligen Geistes
sind diese Wunderwerke geschehen.
Und um was irgend ihr bitten werdet
in meinem Namen,
das werde ich tun,
damit der Vater verherrlicht werde
in dem Sohn.
Wenn ihr um etwas bitten werdet,
in meinem Namen, werde ich es tun.
Das ist ein schönes Wort
für unsere Gebetsstunden, oder?
Etwas zu beten in dem Namen des Herrn Jesus
und dann die Gewissheit zu haben,
das geht in Erfüllung.
Geschwister, wie oft haben wir schon etwas gebeten
und es ging nicht in Erfüllung.
Diese Worte des Herrn Jesus
müssen eine andere Bedeutung haben.
Was ist das?
Beten oder bitten
in seinem Namen.
Das ist eine ganz
erhabene Art
des Gebetes.
Beten in dem Namen
des Herrn Jesus bedeutet
im Grunde genommen,
das Beten, was auch der Herr Jesus
in diesem Augenblick
beten würde.
Stellvertretend für ihn zu beten.
Genau die Gedanken auszudrücken,
die auch der Herr Jesus
haben würde. Immer mit dem Ziel,
dass der Vater verherrlicht werde.
Haben wir immer diesen
hohen Anspruch in unseren Gebeten?
Haben wir immer diese Gewissheit,
dass unsere Bitten in diesem Augenblick
genau das sind, was auch
der Heiland jetzt beten würde?
Es ist das Beten im Heiligen Geist,
so heißt es im Judasbrief.
Und das hat tatsächlich
die absolute Erhörung.
So sagt Gottes Wort.
Wenn wir beten in seinem Namen,
stellvertretend an seiner Stadt
zu dem Vater kommen,
dann wird er das tun.
Wir haben diese Ausdrucksweise
noch einmal in
Kapitel 15
Vers 16 in der Mitte
Damit um was irgend ihr den Vater
bitten werdet, in meinem Namen
er euch gebe.
Kapitel 16
Vers 23
Wahrlich, wahrlich,
ich sage euch,
um was irgend ihr den Vater
bitten werdet, in meinem Namen,
das wird er euch geben.
Vers 26
An jenem Tag
werdet ihr bitten, in meinem Namen,
und ich sage euch nicht,
dass ich den Vater für euch bitten werde,
denn der Vater selbst hat euch lieb.
Dreimal spricht er also,
fünfmal spricht er also in diesen drei Kapiteln
von dem Beten
in seinem Namen.
Das müssen wir einfach mal in Gedanken
noch einmal nachvollziehen
für uns, dass wir das wirklich
verstehen, was damit gemeint ist.
Es ist ein Beten,
dass wir praktisch anstatt des
Herrn Jesus vor Gott den Vater bringen.
Genauso würde er jetzt beten
in dieser Sache.
Und
hat der Vater einmal
ein Gebet seines Sohnes
nicht beantwortet?
Es findet absolute Erhöhung.
Was ihr beten werdet,
bitten werdet, in meinem Namen.
Ich möchte euch einfach mal bitten,
in die Fußnote zu gehen.
In Vers 13
am Anfang, um was irgend ihr bitten werdet,
da sagt die Anmerkung,
unterwürfig bitten.
Und
dann schaut bitte einmal
in Vers 16, ich werde
den Vater bitten, da
sagt die Anmerkung, vertraulich
bitten.
Wisst ihr, das ist wieder so ein schöner Hinweis,
dass diese griechische Sprache, in der
das Neue Testament geschrieben worden ist,
einfach viel
mehr Ausdrucksformen und
Möglichkeiten hat, als die deutsche Sprache.
Und hier wird
deutlich, wenn wir
zu Gott
beten, auch in dem Namen des
Herrn Jesus,
dass uns immer bewusst ist,
wir sind nicht auf einer
Ebene mit Gott.
Für uns
ist es ein unterwürfiges Bitten.
Aber wenn der Sohn
betet,
nämlich, dass der
Vater den Sachverhalter senden würde,
dann ist das kein unterwürfiges Bitten.
Dann ist das ein
vertrauliches Bitten. Ein Beten
und ein Bitten auf einer
Ebene. Ich finde
das immer so sehr wertvoll,
dass man so
in diesen Abschnitten immer wieder
Hinweise darauf findet.
Seht ihr, da steht der Herr Jesus als Mensch
auf dieser Erde zwischen seinen Jüngern.
Und immer wieder schimmert
hindurch, dass diese Person
Gott selbst ist.
Meine
Die
Martha hat das nicht verstanden.
Als der Lazarus gestorben war,
in Kapitel 11.
Das ist
ja sehr auffällig,
dass da die beiden
Schwestern von diesem Lazarus, wir müssen
immer vor Augen halten, der Herr Jesus hatte diese drei
ganz besonders in sein Herz geschlossen.
Der Lazarus,
der Bruder war gestorben.
Und er wartete
noch, er wurde rechtzeitig
gerufen, aber er wartete noch
um der Herrlichkeit des Vaters Willen.
Um der Herrlichkeit Gottes Willen.
Und dann, nachdem er wusste,
dass Lazarus gestorben war, dann erst geht er.
Und beide Schwestern,
die Maria und die Martha, erst die
Martha und dann die Maria, laufen dem
Herrn Jesus entgegen oder treffen mit dem
Herrn Jesus zusammen.
Beide Schwestern haben die gleichen Worte in ihrem
Herzen. Und doch sehen wir einen
gewissen Unterschied
im Ton,
wie sie das ausdrücken.
Bei Maria wird
besonders betont, dass sie ihm zu Füßen fällt.
Bei der
Martha nicht. Und die Martha spricht
in Vers 22,
Vers 21, Herr, wenn du hier
gewesen wärst, so wäre
mein Bruder nicht gestorben.
Aber auch jetzt weiß ich das, was
irgend du von Gott erbitten magst, Gott
dir geben wird.
Und die Martha gebraucht
hier das gleiche Wort, was hier bei uns
in Kapitel 14 mit dem unterwürfigen
bitten beschrieben wird.
Sie hatte das nicht verstanden,
dass der Herr Jesus Gott selbst ist
und dass der Herr Jesus nie unterwürfig zu
Gott betet, sondern
ein vertrauliches
Zwiegespräch mit Gott führt.
Ich habe immer
Freude an diesen Feinheiten im
Text des Wortes Gottes,
wie genau Gott sein Wort schreibt.
Was
ihr bitten werdet in meinem Namen,
das werde ich tun,
damit der Vater verherrlicht werde
in dem Sohn. Also wir haben
jetzt wohl verstanden, dass es nicht
reicht, wenn wir in
unseren Gebetsstunden am Ende
unserer Gebete so wie eine
Schlussformel anfügen, das beten wir
im Namen des Herrn Jesus.
Das reicht nicht aus.
Wir können nicht Gott mit einer Formel einfach
zufrieden stellen.
Geschwister, vielleicht dürfen wir noch mal
ein oder zwei Sätze zum Beten sagen.
Denken wir einmal an Philippa.
In allem lasst mit Gebet und
mit Danksagung eure Anliegen
vor Gott kund werden.
Wisst ihr,
dass wir ein unendliches Vorrecht haben,
als Gläubige hier auf dieser Erde.
Wir dürfen mit Gott,
wir dürfen mit dem Herrn Jesus
sprechen über alle Dinge,
die uns bewegen.
Du kannst Freude und Leid
alles mit deinem Gott im Himmel
teilen und er hört voller
Interesse zu. Das
darfst du immer wissen und ich auch.
In allem
und auch
in der Gebetstunde dürfen wir das tun.
Wir dürfen alle unsere Anliegen vor Gott bringen.
Nun gehören in einer
Gebetstunde einer Versammlung keine persönlichen
Angelegenheiten, normalerweise jedenfalls
nicht, sondern da gehören Dinge,
die das Werk des Herrn betreffen, die das örtliche
Zeugnis betreffen.
Aber persönlich
und auch in der Versammlung dürfen
wir beten, was auf unserem Herzen ist
und unser Gott im Himmel
hört das und er sendet
seinen Frieden in unser Herz.
Er sendet nicht immer die
Erhörung unserer Bitten,
aber selbst wenn nicht die Gebete
erhört werden, dann sendet
er Frieden in unser Herz,
dass wir ruhig werden können
über diese Sache.
Das alles ist
aber nicht Beten in seinem Namen.
Ich möchte noch einmal sagen, es ist ein
unschätzbares Vorrecht, das wir so haben,
alles vor unserem Gott
und Vater ausbreiten zu können.
Übrigens, was ich viel zu wenig
mache,
dass ich das vor meinem Gott und Vater oder
dem Herrn Jesus ausbreite, was mir Freude macht.
Wenn ich vielleicht mal gerade nicht
etwas auf dem Herzen
habe, was mir Not macht,
eine Frage,
die beantwortet werden muss, sondern wenn ich einfach mal
das Glück meines Herzens mit
jemandem teilen möchte, dafür ist auch dein
Vater da im Himmel.
Du kannst die guten
Dinge wie die Dinge, die dich belasten
mit ihm besprechen.
Aber was der Herr Jesus
hier sagt, ist eine andere
Ebene. Das möchte ich einfach nur
ein bisschen nebeneinander stellen.
Nicht, dass wir jetzt
Scheu haben müssten zu beten,
wie wir das nun formulieren, damit
das einigermaßen ankommt. Darf ich das mal so
sagen? Nein, überhaupt nicht.
Das macht mich sehr, sehr
glücklich, dass wir reden können mit Gott.
Sicherlich, Gott ist im Himmel
und du bist auf der Erde, darum seien deine
Worte wenige, lesen wir auch.
Wir müssen schon im Auge haben,
mit wem wir da sprechen. Eine gewisse
Ehrerbietung ist am Platz.
Aber wir müssen nicht sortieren in unseren
Anliegen und sagen, ach, das ist zu gering für
Gott, das interessiert ihn nicht. Nein, alles
interessiert ihn.
Aber beten in dem
Namen des Herrn Jesus, bedeutet
in dem vollen Bewusstsein
der Kostbarkeit des Sohnes
vor Gott hinzutreten und das
auszusprechen, was auch der Sohn jetzt
gerade aussprechen würde.
Wir sehen, dass das ein gewisses
Niveau ist,
das wir nicht immer in unseren Gebeten
haben.
Aber diese Bitten
würden erhört werden, damit der
Vater verherrlicht werde
in dem Sohn.
Da
tritt der Sohn vor den
Vater und bringt seine Bitten.
Und er bringt nur
das zum Ausdruck, Geschwister, das
ist eben der Unterschied zwischen unseren
Gebeten. Der bringt nur das zum
Ausdruck, was den Vater verherrlicht.
Was die
wunderbare
Fülle des Vaters
offenbar macht.
Und das
hat, nicht immer ist das
Niveau in unseren Gebeten zu finden.
Aber darüber
müssen wir überhaupt nicht traurig sein.
Weil es einfach ein großes
Glück ist, in unseren Gebeten
unser Herz einfach zu öffnen
und vor Gott auszubreiten.
Und dann den Frieden
zu genießen, den er uns schenkt.
Jetzt kommt
ein neuer Absatz
nach Vers 14.
Und jetzt kommt der Schwerpunkt
ein wenig. Wir hatten ja gestern
gesagt, dass der Herr Jesus in diesem
Kapitel seine Jünger
und damit auch uns
in neue
Beziehungen versetzt.
Sein Weggehen in den Himmel, zurück
zu dem Vater, würde eine ganz
neue, ich sag
das mal so, Haushaltung
einläuten.
Nämlich die christliche Haushaltung, in der wir
uns bewegen, in der wir leben.
Und die ist gekennzeichnet.
Das ist eine
neue Beziehung, eine neue Art der
Beziehung zu der Person des Sohnes
gibt.
Er ist jetzt für uns nicht mehr einer
zum Anfassen, zum Betasten,
zum Anschauen.
Er ist der Gegenstand
unseres Glaubens.
Und er bringt
uns in eine neue Beziehung
zu dem Vater. Das haben wir von Vers 4
bis Vers 14 jetzt gesehen.
Und wenn das bisher für uns unbekannt war,
dann hat er uns das erläutert und gesagt, ja ihr braucht
doch nur mich angucken, dann seht ihr doch den Vater.
Genauso wie ich bin, das ist der Vater.
Und jetzt kommt
eine dritte Segnung,
die die Gläubigen der Gnadenzeit betrifft.
Er bringt uns auch
in eine neue Beziehung zu der Person
des Heiligen Geistes.
Im Alten Testament
waren Gläubige von
Fall zu Fall mal unter der Leitung
des Geistes, aber
das gab es nicht zur Zeit des Alten
Testamentes, dass
der Heilige Geist als Person der
Gottheit auf der Erde wohnte.
In der
Versammlung und in jedem
einzelnen Gläubigen.
Und das wird jetzt in den kommenden
Versen ab Vers 15 ein wenig
von dem Herrn Jesus angedeutet.
Bis Kapitel 16
kommt er immer wieder einmal auf diese wunderbare
Segnung der Person des Heiligen Geistes
zu sprechen.
Es
ist nur sehr bewegend, Geschwister,
wenn wir diesen
Segen wirklich empfinden
und genießen wollen,
dann scheint fast in Vers 15
das ein wenig abzuhängen
von zwei
Charakterzügen auf unserer Seite.
Nämlich
Liebe zu ihm
und Gehorsam.
Ich sage noch einmal,
davon hängt nicht das
die Tatsache selbst ab.
Sobald jemand
in dieser Zeit der Gnade an den
Herrn Jesus glaubt,
das Werk von Golgatha
für sich in Anspruch nimmt,
wird er mit dem Heiligen Geist
versiegelt.
Dann wohnt Gott der Heilige Geist
in einem solchen Gläubigen.
Nur
der Genuss in meinem
alltäglichen Leben von dieser
Tatsache
ist ein wenig abhängig.
Nämlich davon,
ob ich meine Liebe zum Heiland
darin zeige, dass ich
ihm gehorche.
Das ist ganz einfach
und doch auch ganz schwer.
Seht ihr,
könnt ihr euch vorstellen,
nein man braucht die Frage eigentlich
gar nicht zu stellen,
könnt ihr euch vorstellen,
dass der Heilige Geist
mich ins Kino führt?
Ich kann mir
das nicht vorstellen.
Der Heilige Geist wird nie etwas tun,
was die Person
des Herrn Jesus herabmündert.
Er wird nie etwas tun,
was mit den Zielen des
Herrn Jesus nicht im Einklang steht.
Der Heilige
Geist ist genauso Gott,
wie der Herr Jesus
Gott ist und wie der Vater Gott ist.
Und alle drei Personen
der Gottheit sind in einer
absoluten Harmonie
in ihren Zielen.
Und der Heilige Geist, der in mir wohnt
und in dir wohnt, er möchte dich
so kontrollieren und führen,
dass alles zur Ehre
des Herrn Jesus ist.
Deshalb sage ich, nicht die
Tatsache selbst ist davon abhängig.
Sobald du glaubst,
vollkommen glaubst an das Erlösungswerk,
wirst du versiegelt.
Aber wie du diese Wahrheit, dass der Geist
in dir wohnt, genießt und verwirklichst,
das scheint
hier der Herr Jesus anzudeuten,
ist abhängig
von meinem praktischen Zustand.
Wenn ihr mich liebt,
so haltet meine Gebote.
Dürfen wir mal etwas
über Gehorsam sagen, Geschwister?
Das ist,
wenn man Kinder zu erziehen hat,
weiß man,
dass das kein ganz einfaches Thema ist.
Bei Gehorsam setzt immer voraus,
dass jemand,
der die Gedanken
einer übergeordneten Instanz,
ob das Eltern sind oder vielleicht Lehrer
sind oder Vorgesetzte
sind,
dass man die vielleicht auch mal
gegen den eigenen Willen befolgen muss.
Das ist nicht immer ganz
einfach, wenn wir eigene Gedanken haben
und dann doch lieber
Gehorsam sein sollten.
Und Gehorsam,
Kinder im Gehorsam
zu erziehen, ist heute auch gar nicht
mehr modern.
Und auf Gehorsam zu drängen
und vielleicht sogar auch
mit Züchtigung zu reagieren,
ist sogar schon schwierig
in unseren Tagen.
Und kann uns auch
in Gefahr bringen, verklagt zu werden.
Aber Gehorsam,
Geschwister, ist ein
absoluter
Grundgedanke Gottes
in unserem Leben.
Vielleicht fragen wir uns,
wodurch kennzeichnet
sich eigentlich das Leben
eines Gläubigen zuallererst?
Wenn mir vor Jahren mal jemand
diese Frage gestellt hätte, hätte ich gesagt,
ja Liebe, Liebe zum Herrn Jesus.
Oder ich hätte gesagt,
viel Dienst für ihn,
Werke.
Nein.
Der erste Charakterzug,
Geschwister, des neuen
göttlichen Lebens in dir,
ist Gehorsam.
Das ist
deshalb aber nicht so
schwierig
für uns,
weil Gott vorgesorgt hat.
Gott hat uns eine Natur gegeben,
das müssen wir wirklich mal verinnerlichen.
Gott hat uns eine Natur gegeben,
die nur gehorchen will.
Ist euch das eigentlich klar?
Die neue Natur in dir,
das ist das Leben aus Gott,
und das will nichts anderes, als Gott zu gefallen.
Wenn jetzt in deinem Leben etwas geschieht,
von dem du sicher bist, das gefällt Gott nicht,
dann sei sicher,
das kam nicht aus dem neuen Leben.
Dann warst du
nicht gehorsam.
Und wenn wir nicht gehorsam sind,
Geschwister, dann gibt es auch kein geistliches Wachstum.
Dann treten wir auf der Stelle.
Wenn ihr manchmal vielleicht so
Geschwister heranwachsen seht,
die Jahre über
groß werden in Versammlungskreisen,
wie wir so sagen,
wundern wir uns vielleicht manchmal,
warum sich nichts tut,
warum da kein Wachstum zu sehen ist.
Wir können davon ausgehen,
und es ist
fast in jedem Fall so,
und ich sage das, weil es bei mir auch so war,
wenn es nicht vorangeht in meinem geistlichen Leben,
dann ist da
irgendetwas,
was ich nicht in Ordnung gebracht habe,
oder, was noch schlimmer wäre,
nicht ordnen will.
Und dann, Geschwister,
kommen wir nicht weiter.
Was war denn der erste Ruf von dem bekehrten
Saulus von Tarsus?
Das macht, glaube ich,
die Frage des Gehorsams ein bisschen leichter für uns.
Saulus von Tarsus hat ja seine
Bekehrungsgeschichte, die finden wir ja dreimal
in der Apostelgeschichte.
Er hat durch den Heiligen Geist, durch Lukas,
den Schreiber berichtet, Kapitel 9,
und dann erzählte er sie
selbst noch zweimal,
bei Gelegenheiten, wo er sich verantworten musste.
Meine Kapitel 22
und Kapitel 26.
Ist sehr beeindruckend,
wenn man das mal liest miteinander und vergleicht.
Der Eindruck,
den der Apostel Paulus von
der Person, die da
aus der Herrlichkeit zu ihm sprach, hatte,
die scheint mit jedem Bericht anzuwachsen.
Das Licht,
was da beschrieben wird, das wird immer herrlicher
und schöner und heller für den Apostel Paulus.
Aber als er da
zu Boden fällt und die Stimme
hört, da hat er zwei Fragen.
Da kommt die Stimme ja
aus dem Himmel, Saul, Saul, was
verfolgst du die Versammlung?
Habe ich das richtig gesagt?
Nein.
Aber eine wunderbare Wahrheit ist damit verbunden.
Saul, Saul, was verfolgst du
ich? Wie Paulus
hatte doch, oder Saulus hatte doch,
die Versammlung verfolgt, die Gläubigen.
Nein, der Herr Jesus macht deutlich,
wie untrennbar er mit den Gläubigen
eine Einheit ist.
Und wer die Gläubigen verfolgt, der verfolgt
ihn.
Das hat bei dem Apostel Paulus
zwei Fragen ausgelöst.
Die erste Frage, wer bist du?
Herr.
Und, Geschwister, ich sage das,
weil ich das selber
bei mir erfahren habe.
Je größer der Eindruck
von der Herrlichkeit
und Würde der Person
des Heilandes ist, des verherrlichten
Menschen im Himmel,
umso leichter fällt dir die zweite
Frage. Was soll ich tun,
Herr? Das ist
nämlich die Frage nach dem Gehorsam.
Was möchtest du, dass ich für dich tue?
Er erwartet
nicht von jedem sofort nach Afrika
zu gehen und zu missionieren
oder jeden Tag einen Büchertisch
aufzustellen und Kalender zu verteilen.
Nein, er erwartet
Gehorsam.
Das ist
das erste im Leben
eines Gläubigen.
Und wir können
unsere Liebe zu dem Herrn Jesus nicht anders
unter Beweis stellen, als dass wir,
wie er es hier sagt, seine Gebote
halten.
Und das
wertschätzt der Heiland
so, dass er sagt, wenn ich das sehe bei euch,
dass ihr euch nicht in Bestürzung
und in Traurigkeit und in Traurigkeit
verliert, sondern dass ihr meine Gebote haltet,
dann werde ich den Vater bitten,
jetzt sage ich das noch einmal,
auf einer Ebene vertraulich bitten,
und er wird euch einen
anderen Sachwalter geben.
Wieso einen anderen Sachwalter?
Nun,
der Herr Jesus war
selbst Sachwalter gewesen.
Für sie.
Aber er ist jetzt
im Begriff zu gehen.
Und jetzt würde ein anderer kommen.
Ist das nicht, Geschwister, eine unfassbare Gnade?
Die eine Person
der Gottheit, die in
vollkommener
milde und Barmherzigkeit
Jahr um Jahr gewirkt hat
auf dieser Erde,
geht über Golgatha,
über das Kreuz,
über den Tod
zurück zu dem Vater.
Und er sendet eine
andere Person. Er würde den Vater bitten.
Es ist einfach
schön nur in dieser Harmonie
zu sehen, wenn es um das Herabkommen
des Heiligen Geistes geht. Hier ist es, der Herr Jesus
bittet den Vater und der Vater sendet ihn.
In Kapitel
15 oder 16, das muss man vielleicht mal in Ruhe
nachlesen, ist es der Herr Jesus,
der den Heiligen Geist sendet.
Und an einer Stelle heißt es, dass der Heilige
Geist selbst kommen wird.
In völliger Harmonie sind diese
drei Personen der Gottheit in der
Frage, dass jetzt ein anderer Sachwalter
als der Herr Jesus,
nämlich der Heilige Geist, auf diese Erde
kommen würde.
Was unterscheidet diese
von dem Herrn Jesus?
Er wird bei euch sein
in Ewigkeit.
Der Herr Jesus, der erste Sachwalter,
wir
haben eine
schöne Anmerkung, die heißt Fürsprecher
oder Tröster oder Beistand.
Das war der Herr Jesus diese
dreieinhalb Jahre für die Jünger gewesen.
Übrigens,
wenn wir an Johannes 18 denken,
das ist eine Szene, die mich immer sehr berührt.
Da kommen
sie aus dem Garten Gethsemane,
da kommen die Soldaten,
treten diesen zwölf
Männern entgegen, einer von ihnen,
der Herr, elf seiner Jünger.
Diese bedrohliche Schar von Soldaten
tritt diesen elf Männern entgegen
und dann
tritt einer vor und stellt sich vor
seine Jünger.
Das ist ein Beistand.
Wenn ihr mich
sucht, lasst diese gehen.
Er stellt sich vor seine Jünger
Geschwister.
Aber jetzt würde ein anderer Sachwalter
kommen. Der würde nicht,
ich sage das mit großer Ehrfurcht,
nach dreieinhalb Jahren wieder von ihnen gehen.
Er bleibt bei
euch in Ewigkeit.
Deshalb ein anderer Sachwalter.
Auch eine Person der Gottheit.
Anders deshalb,
weil er nicht wieder gehen würde.
Geschwister, das ist uns
eigentlich, doch hoffe ich,
denke ich bewusst, wenn wir über die Person
des Heiligen Geistes nachdenken.
Es wird oft gesagt,
dass wir nichts mitnehmen, wenn wir in die Herrlichkeit
gehen, aber der Heilige Geist, der in uns
wohnt, den werden wir nie wieder
verlieren, auch in der Herrlichkeit nicht.
Er wird bei uns sein
in Ewigkeit.
Es ist der Geist der
Wahrheit,
den die Welt nicht sieht,
den die Welt nicht empfangen kann,
weil sie ihn nicht sieht, noch ihn
kennt.
Die Menschen dieser Welt,
die kein Leben aus Gott haben,
haben keine Ahnung von der
wunderbaren Segnung
des Heiligen Geistes.
Lasst uns einmal
kurz ein Vers lesen
aus Johannes 1.
Da
finden wir in Vers 10 von dem
Herrn Jesus gesagt, er war in
der Welt und die Welt
wurde durch ihn und die
Welt kannte ihn
nicht.
Die Welt kannte den Sohn nicht.
Hier lesen wir, die Welt
kennt den Heiligen Geist nicht.
Und in Johannes 17
lesen wir
in Vers
25
gerechter Vater
und die Welt hat dich
nicht erkannt.
Was für eine arme, blinde Welt.
Sie hat keine
Ahnung, kein Empfinden,
keine Kenntnis
über die Person des Sohnes,
sie kennt nichts über die
wunderbare Wahrheit
der Person des Heiligen Geistes,
sie kennt den Vater nicht.
Was für eine arme, arme
Welt.
Oder sagen wir es anders herum,
wie reich sind wir.
Wir kennen den Sohn.
Wir haben gestern gesagt, dieses Kennen, das meint auch
Beziehungen wahrnehmen, nicht nur
ich kenne den und den Fußballstar,
dass ich weiß, ich hab den Namen gehört, weiß vielleicht, wo er spielt.
Nein, ich kenne ihn, heißt Beziehungen
wahrnehmen. Wir kennen
den Herrn Jesus, wir kennen den Heiligen
Geist, wir kennen den Vater.
Geschwister, wie reich sind wir
gemacht. Personen der
Gottheit, mit denen wir
in einer untrennbaren
Beziehung stehen dürfen
und die wir genießen dürfen,
diese Beziehung.
Ihr
kennt ihn,
denn er
bleibt bei euch
und wird in euch sein.
Zwei
Wahrheiten drückte Herr Jesus hier noch einmal
über diese Tatsache aus.
Er bleibt bei euch.
Noch einmal sagen wir, das heißt das gleiche, wie er
wohnt bei euch. Das ist
kein vorübergehendes Weilen
des Heiligen Geistes in uns.
Im Alten Testament war das so.
Da
sprachen Gläubige manchmal
unter der direkten Leitung des Heiligen Geistes.
Ja.
Aber er blieb nicht bei Ihnen.
Heute ist das anders.
Ich sage noch einmal, sobald du
versiegelt bist mit diesem Heiligen Geist,
nachdem du das Werk der Erlösung,
wie sagt der Veser 1, nachdem ihr
gehört habt, habt ihr
geglaubt und dann seid ihr versiegelt
worden. Das ist die göttliche Reihenfolge.
Die Botschaft hören, ihr glauben
und dann werden wir versiegelt mit dem
Heiligen Geist.
Und er bleibt bei euch.
Wir wollen
noch einmal sagen, er wohnt
in der Versammlung als solches.
Apostelgeschichte 2.
Er wohnt aber auch
in jedem einzelnen Gläubigen.
Auch
Apostelgeschichte 2. Das ist der Tag,
wo diese Wahrheit in Erfüllung ging.
Und er wird in euch sein.
Nicht irgendwie
so ein Begleiter neben euch, sondern
auf die innigste Weise mit euch verbunden,
mit eurem Leben verwoben.
Geschwister,
das ist eine glückliche Tatsache.
Aber das wirft auch
manche ernste Fragen für mein praktisches
Leben auf. Er wird
in euch sein.
Überall, wohin du gehst, welche
Freiheiten du dir nimmst, da ist der Heilige
Geist mit.
Überlegen
wir das manchmal, wenn wir so
unsere Pläne machen?
Ich werde euch nicht verwaist
zurücklassen. Ich komme
zu euch.
Das ist jetzt nicht, dass ich komme
wieder und werde euch zu mir nehmen. Ich komme
zu euch in der Person des Heiligen Geistes.
Wenn ich jetzt auch gehe,
ich sorge dafür, dass ihr nicht verwaist
hier auf dieser Erde zurückbleibt.
Ich komme in der Person des Heiligen
Geistes zu euch.
Wir wollen mit diesen Gedanken heute Abend schließen.
Das macht uns,
meine ich,
doch glücklich. Es erhebt
uns über eine gewisse
Traurigkeit.
Wir können die Jungen gut verstehen, sicherlich.
Der Mann, mit dem sie
gegangen waren,
für den sie alles verlassen hatten, der würde
sie verlassen.
Aber nicht ohne einen
anderen zu senden.
Von dem Vater. Er würde den Vater bitten.
Vertraulich bitten.
Geschwister,
wir gehen nicht zu weit, wenn wir
manchmal, vielleicht
versuchen, uns das ein bisschen
vorzustellen. Wir wollen mit
aller Ehrfurcht darüber nachdenken.
Aber wir wissen, auch aus dem
Alten Testament,
dass es Gespräche gibt, innerhalb
der Personen der Gottheit.
1. Mose 1 oder 2.
Lasst uns Menschen machen in
unserem Bild. Da sprechen
die Personen der Gottheit miteinander.
Da gibt es einen vertraulichen Austausch.
Da gibt es immer Harmonie, immer Gleichklang
in all den Gedanken, die sie haben.
Wisst ihr,
wir haben vorhin von Rebekah und
Isaak gehört,
das ist sehr bewegend da,
wie der Knecht
dem Isaak alles das
erzählt, was auf der Reise gewesen ist.
Stellt
ihr das mal vor. Ich habe mir das mal
versucht vorzustellen.
Da spricht der Heilige Geist
mit dem Bräutigam,
mit dem Isaak, mit dem Herrn Jesus
über dich und über mich.
Wie denn so die Reise
gewesen ist. Geschwister, das ist
Realität.
Da gibt es einen Austausch.
Natürlich weiß jede Person der Gottheit
vollkommen, was gewesen ist.
Aber da wird, da gibt es einen Austausch
darüber. Über dich und
über mich. Und hier sprechen
sie darüber,
der Vater möchte den Heiligen Geist senden.
Eine Segnung,
die
keine andere Haushaltung kennt,
wie wir in dieser Zeit der Gnade.
Wenn die Jünger auch traurig waren, dass der Heiland
ging. Als dann
der Tag der Pfingsten sich erfüllte
und der Heilige Geist kam, dann verstanden
sie das, was der Herr Jesus hier gesagt hat.
Und wir leben heute tatsächlich
von der Stunde unserer Bekehrung
an. Von der Versiegelung mit dem
Heiligen Geist in dem Genuss
dieser kostbaren Wahrheit.
Er wird
bei uns bleiben
und er wird in uns sein.
Eine wunderbare Segnung,
die uns geschenkt ist.
Vielen Dank. …
Automatisches Transkript:
…
Wir wollen heute Abend weiterlesen in Johannes 14,
wir lesen von Vers 19, Johannes 14, Vers 19
Noch eine kleine Zeit und die Welt sieht mich nicht mehr.
Ihr aber seht mich, weil ich lebe, werdet auch ihr leben.
An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.
Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt.
Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden.
Und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren.
Judas, nicht der Iskariot, spricht zu ihm,
Herr, und was ist geschehen, dass du dich selbst uns offenbaren willst und nicht der Welt?
Jesus antwortete und sprach zu ihm, wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten.
Und mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.
Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht.
Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.
Dies habe ich zu euch geredet, während ich bei euch bin.
Der Sachwalter aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen,
der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
Frieden lasse ich euch.
Meinen Frieden gebe ich euch.
Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch.
Euer Herz werde nicht bestürzt.
Sei auch nicht furchtsam.
Ihr habt gehört, dass ich euch gesagt habe, ich gehe hin und ich komme zu euch.
Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe.
Denn der Vater ist größer als ich.
Und jetzt habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit, wenn es geschieht, ihr glaubt.
Ich werde nicht mehr vieles mit euch reden, denn der Fürst der Welt kommt und hat nichts in mir.
Aber damit die Welt erkenne, dass ich den Vater liebe und so tue, wie mir der Vater geboten hat.
Steht auf, lasst uns von hier weggehen.
Soweit Gottes Wort.
Herr und Meister, rede du, haben wir gesungen.
Diese Zeile hatte mich aufbewegt.
Danke.
Das ist das Thema dieser drei Abende.
Dass der Herr Jesus direkt zu seinen Jüngern spricht.
Die letzten Stunden, die er mit ihnen verbringt, bevor er gefangen genommen wird.
Bevor er an das Kreuz geschlagen wird.
Bevor er dort stirbt.
In den Tod geht freiwillig, für dich und für mich.
Und bevor er danach aufersteht und wieder als Mensch zurück in den Himmel kehrt.
Er würde seine Jünger verlassen.
Wir haben das an jedem Abend in besonderer Weise vor uns gehabt.
Ich gehe hin zum Vater.
Und weil das für die Jünger ein ganz einschneidendes Erlebnis sein würde,
tröstet er sie.
Und er muntert sie.
Und er zeigt ihnen, wir haben das gesehen, christliche Wahrheiten,
die bis in unsere Tage Bestand haben.
Und für uns auch heute noch genauso Realität sind.
Und die uns heute noch genauso glücklich machen.
Ja beinahe könnten wir sagen, wie damals die Jünger.
Aber wir empfinden beim Lesen dieser Verse, dass die Jünger das nicht recht begriffen haben,
was der Heiland ihnen sagte.
Er hatte ihnen neue Beziehungen vorgestellt.
Sie würden ihn nicht mehr mit ihren leiblichen Augen sehen.
Aber sie würden an ihn glauben.
Weil er wesensgleich Gott ist.
Sie würden in eine neue Beziehung zu dem Vater gestellt werden.
Das hat uns auch gestern Abend noch beschäftigt.
Und wenn sie Fragen hatten, wer ist der Vater? Oder wo ist der Vater?
Oder wie ist der Weg zum Vater?
Dann war das eigentlich ganz einfach gewesen, wie der Herr Jesus ihnen das gezeigt hatte.
Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.
Ich und der Vater sind eins, sagt er, der Herr Jesus in Johannes 10.
In allem, was auf dieser Erde von dem Herrn Jesus gehört werden konnte,
und an ihm gesehen werden konnte,
das ist der Vater. Genauso ist der Vater.
Und eine dritte Offenbarung, eine dritte Tröstung hatte er darin ausgesprochen,
dass er ihnen einen anderen Sachwalter verheißen hatte.
Nun einen anderen Sachwalter deshalb, weil er selbst in seiner Tätigkeit als Sachwalter unter ihnen war.
Dieser griechische Ausdruck Sachwalter, der bedeutet eigentlich wortwörtlich übersetzt, an die Seite gerufen.
Ich habe manchmal bei uns im Beruf damit zu tun, dass wir Entscheidungen, die wir als Verwaltung treffen,
dass die beklagt werden, weil der Adressat manchmal oder oft sogar nicht damit einverstanden ist.
Dann klagt er gegen einen solchen Bescheid.
Und in der ersten Instanz vor dem Verwaltungsgericht vertreten wir unsere Sachen selbst.
Aber wenn das dann in die Berufung geht, eine höhere Instanz vor einem Oberverwaltungsgericht,
da brauchen wir einen Anwalt. Einen, der an unserer Seite steht und unsere Sache vor Gericht vertritt.
Das ist der Sachwalter.
Ein Anwalt, Fürsprecher, Tröster, Beistand, eine Begrifflichkeit mit ganz vielen Schattierungen,
die einfach nur deutlich macht, da ist jemand, der meine Sache vor Gott vertritt, der an meine Seite gerufen ist.
Und er wäre deshalb ein anderer Sachwalter, weil er sich in einigen Punkten unterscheidet von der Sachwaltertätigkeit des Herrn Jesus.
Solange wie der Herr Jesus unter seinen Jüngern war, als Mensch auf dieser Erde, war er der Sachwalter gewesen.
Aber jetzt kommt einer, würde einer kommen und wir wissen, dass das 50 Tage nach seiner Auferstehung geschehen ist.
40 Tage ist er in vielen sicheren Kennzeichen den Gläubigen erschienen.
Dann ist er aufgefahren in den Himmel und nach 10 Tagen ist der Heilige Geist als Person auf diese Erde gekommen.
Aber dieser Sachwalter, hatten wir gestern Abend gesehen, wird, er bleibt bei euch, er bleibt bei euch.
Wir werden ihn nie wieder verlieren.
Er wohnt in der Versammlung als Ganzes, aber er wohnt auch in jedem einzelnen Gläubigen.
Wisst ihr nicht, dass euer Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist, schreibt Paulus an die Korinther.
Das hat uns gestern Abend ein wenig beschäftigt.
Und er wird in euch sein, das war dieser Gedanke, einmal, dass seine Anwesenheit auf dieser Erde beständig ist.
Er würde nicht wieder von uns weggehen, wie es der Herr Jesus getan hat.
Und er wird in uns sein.
Die innigste Verbindung, die überhaupt denkbar ist.
In mir, in meinem Leib, in meinem Körper wohnt Gott, der Heilige Geist.
Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen, konnte der Heiland also deshalb sagen.
Wenn ich bei dem Vater bin, dann werde ich den Vater bitten.
Und wir haben gestern gesehen, dass das eigentlich auf unterschiedliche Weisen, dieses Kommen des Heiligen Geistes beschrieben wird.
Der Vater würde ihn senden im Namen des Sohnes.
Der Sohn würde ihn senden.
Der Heilige Geist kommt aber auch in eigener Machtvollkommenheit.
Aber in einer wunderbaren Harmonie und Übereinstimmung aller drei Personen der Gottheit ist dieser Ratschluss da,
dass die Person des Heiligen Geistes auf die Erde kommen wird.
Noch eine kleine Zeit und die Welt sieht mich nicht mehr.
Noch eine kleine Zeit.
Nur noch wenige Tage.
Wir haben das gestern schon gesagt.
Das Letzte, was die Welt, die Menschen dieser Welt, seine Feinde von ihm gesehen haben, war wie er sterbend am Kreuz hing.
Dann wurde er in die Gruft gelegt.
Und nach seiner Auferstehung sah ihn keiner der ungläubigen Menschen dieser Welt mehr.
Er erschien nur Gläubigen.
Erste Korinther 15 ist eine fast vollständige Aufzählung von männlichen Zeugen.
Wir wissen aus den Berichten der Evangelien, wem er noch alles erschienen ist.
Aber es waren alles nur Gläubige.
Die Welt sieht mich nicht mehr.
Bis die einmal wird sie ihn wieder sehen.
Einmal kommt der Herr Jesus sichtbar.
Dann bist du und ich dabei.
Dann sieht ihn die Welt auch wieder.
Aber dann ist die Gnadenzeit längst vorüber.
Ihr aber seht mich.
Das ist jetzt schwierig wieder für die Jünger.
Ich gehe weg, ich gehe zu dem Vater, ihr aber seht mich.
Wie sollten sie das verstehen?
Wie sehen wir denn heute den Herrn Jesus?
Paulus schreibt, meine ich, an die Epheser, dass wir an den Augen unseres Herzens erleuchtet werden sollen.
In Epheser 1, Vers 18, er betet direkt darum, dass wir erleuchtet an den Augen unseres Herzens.
Und dann kommen einige Dinge, die er da aufzählt, die wir kennen sollen.
Wir sehen den Herrn Jesus also heute nicht mit unseren leiblichen Augen, aber mit den Augen unseres Herzens.
Hast du auch Augen in deinem Herzen?
Ich habe welche.
Du auch.
Wir sehen ihn mit den Augen unseres Herzens.
Lies mal die Evangelien.
Lies mal die Evangelien.
Dann machen wir uns jetzt nicht, so wie es gerade jetzt in dieser Weihnachtszeit an der Tagesordnung ist, irgendwelche Bildnisse.
Aber wir sehen eine Person voller Milde, voller Güte, voller Menschenfreundlichkeit.
Im wahrsten Sinne des Wortes.
Voller Erbarmen mit jeder Schwachheit und Krankheit und jeder Not.
Und dann sehen wir mit unserem Herzen diesen wunderbaren Heiland.
Ihr aber seht mich.
Und der Herr Jesus meint hier, wenn dann nämlich in diesen 50 Tagen der Heilige Geist gekommen sein wird,
dann wird er euch immer tiefer, wir haben das gelesen in Vers 26,
noch einmal an das erinnern, was ich euch gesagt habe.
Und durch diese Person des Heiligen Geistes werdet ihr mich immer deutlicher sehen.
Weil ich lebe, werdet auch ihr leben.
Auch das ist irgendwie in dem Zusammenhang ein bisschen schwierig.
Hatte er nicht davon gesprochen zu dem Vater zu gehen und bedeutete das nicht, dass er durch den Tod gehen müsste?
Weil ich lebe, werdet auch ihr leben.
Er macht hier deutlich, der Heiland, dass es eine untrennbare Verbindung zwischen uns und ihm gibt.
Die nicht nur darin besteht, dass er für uns gestorben ist, sondern dass wir sein Leben haben.
Christus unser Leben, so sagt Paulus an die Kolossa, schreibt Paulus an die Kolossa.
Wenn Christus unser Leben offenbart werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbart werden.
Seht ihr, wir haben eine neue Natur, die göttliche Natur.
Das Leben aus Gott, aber das ist nicht in uns selbst, das hat seine Quelle in ihm.
Und weil er lebt, leben auch wir.
Egal wie auch immer unser Weg gehen wird über diese Erde.
Auch ob wir noch durch den leiblichen Tod zu gehen haben, wir haben das ewige Leben.
Und weil er lebt, in Ewigkeit lebt, leben auch wir.
Unlöslich verbunden mit dieser Person des Heilandes sind wir.
Ich habe große Hochachtung immer und sehr gestaunt über den Hiob.
Wisst ihr, was der gesagt hat?
Und wenn der Hiob auch so relativ in der Mitte des Alten Testamentes angesiedelt ist als Bibelbuch,
muss man einfach mal wissen, dass er eigentlich in die Zeit der Patriarchie gehört.
Hiob vom Alter her, geschichtlich gesehen, gehört an den Anfang des Alten Testamentes.
Und wisst ihr, was er gesagt hat?
Und ich, ich weiß, dass mein Erlöser lebt.
Und als der letzte wird er auf der Erde stehen.
Und dann sagt er, den werde ich mit meinen Augen mir anschauen.
Der Hiob hat etwas gewusst, weit über seine Zeit hinaus.
Mein Erlöser lebt, dein Erlöser lebt.
Dein Erlöser lebt.
Was für ein glückliches Wissen, dass er lebt.
Und weil er lebt, werden auch wir leben.
In alle Ewigkeit werden wir leben.
Und wir werden leben bei ihm im Haus seines Vaters.
An jenem Tag wieder beschreibt er jetzt diese Zeit, in der wir heute leben.
Die Zeit, wo der Heilige Geist auf die Erde gekommen ist.
Das ist ja bei Johannes eigentlich durchgängig so.
Wenn er von einem Tag schreibt, dass er dann nicht einen Zeitabschnitt von 24 Stunden meint,
sondern eine Zeitepoche in der Regel.
An jenem Tag, und es ist auch nicht immer der gleiche Tag gemeint.
Aber an jenem Tag, von dem er hier spricht, das ist der Tag der heutigen Haushaltung der Gnade.
Der Zeit, wo der Heilige Geist auf dieser Erde ist.
An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin.
Der Heilige Geist in uns macht uns dieses Bewusstsein immer größer.
Von dieser wunderbaren Einheit zwischen dem Vater und dem Sohn.
Er hatte Ihnen das mit seinen erhabenen Worten jetzt ein wenig geschildert, dass das so ist.
Die Jünger hatten es nicht verstanden.
Das haben wir aus den Zwischenfragen immer wieder ein wenig erkannt.
Aber an jenem Tag, hier in Johannes 14, hatten sie noch nicht den Heiligen Geist in sich wohnen.
Aber 52 Tage später wohl.
Und dann würde der Heilige Geist in ihnen dahin wirken,
dass sie diese wunderbare Einheit zwischen dem Vater und dem Sohn erkennen.
Ihr werdet es erkennen, dass ich in meinem Vater bin.
Und ihr in mir.
Wir hatten gestern schon einmal ein wenig angeklungen,
dass diese Ausdrucksweise jetzt immer so ein wenig fast geheimnisvoll ist.
Ihr in mir, ich in euch.
Ist das nur so ein Wortspiel, das der Herr Jesus da gebraucht?
Nein, absolut nicht.
Ihr in mir.
Das heißt, du und ich, wir als Gläubige dieser Zeit der Gnade sind in dem Herrn Jesus.
Wie oft finden wir diese Ausdrucksweise in den Briefen von dem Apostel Paulus beispielsweise,
dass wir in Christus sind.
Das ist unsere Stellung, Geschwister.
Wir stehen vor Gott in der ganzen Annehmlichkeit der Person seines Sohnes.
Wir sind in Christus vor Gott.
Das ist uns in dieser Zeit der Gnade erst durch das Wirken des Heiligen Geistes so deutlich.
Und ich in euch.
Der Herr Jesus in uns.
Er offenbart sich in uns.
Und seht ihr, wenn das Wirklichkeit ist in meinem Leben,
dass der Herr Jesus in mir zu sehen ist,
dann ist etwas von den Wesenszügen des Heilandes auf dieser Erde zu sehen.
Ihr in mir ist eine verliehene, geschenkte Stellung.
Ich in euch ist Offenbarung.
Der Herr Jesus offenbart sich in dir und in dir und in dir und in mir.
Auch ganz praktisch in unserem Leben.
Ich muss so ein bis zweimal im Jahr so eine Augenuntersuchung machen.
Da muss ich immer für einen bestimmten Zeitraum in so ein gewölbtes Gebilde hineinschauen.
Das ist ganz dunkel in dem Raum und da ist so eine Kugel, da muss ich hineinschauen.
In der Mitte ist ein zentraler grüner Punkt, der immer leuchtet.
Und da muss ich immer auf einen Knopf drücken, wenn ich so in diesem Hintergrund andere grüne Punkte aufschlackern sehe.
Diese Maschine, die produziert diese grünen Lichtpunkte.
Mal oben, mal unten, rechts, links.
Mal weiter im Außenbereich, mal näher zu dem Mittelpunkt hin.
Mal länger, mal kürzer.
Und jedes Mal, wenn ich einen grünen Lichtschimmer sehe, muss ich den Knopf drücken.
Da habe ich schon manches Mal vor diesem Gerät gesessen.
Da gehen einem ja so viele Gedanken durch den Kopf.
Man muss sich ja sonst nicht viel anstrengen dabei.
Aber da habe ich oft so an den Heiland gedacht.
Und an mich.
Und an die vielen Gläubigen.
Wisst ihr, manchmal ist nur ein ganz flaches Schimmern, gerade mal so von einem grünen Lämpchen zu sehen.
Manchmal erkennt man es gar nicht im Augenwinkel, wenn da am Rand irgendwie noch was glimmt.
Manchmal kommt ein fester Strahl.
Das hat man sofort erkannt.
Aber ein Punkt in der Mitte, der leuchtet immer.
Da habe ich gedacht, das ist so wie mit dem Herrn Jesus und den Gläubigen.
Er hat immer göttliches Licht hier auf der Erde offenbart.
Aber wenn es um uns die Gläubigen geht, dann ist das manchmal nur ein Aufflackern.
Ein kleines Schimmern vielleicht.
Manchmal etwas stabiler, wenn da Glaubensenergie da ist.
Aber beständig geleuchtet auf dieser Erde hat nur einer.
Dein Heiland und mein Heiland.
Und dieses, was er sagt, ich in euch, habe ich manchmal so gedacht.
Möchte ich doch so einen starken grünen Lichtpunkt mal geben.
Mein Leben mal.
Dein Leben vielleicht auch.
Ich in euch.
Er möchte sich offenbaren.
Er möchte auch, dass vor der Welt etwas in uns von ihm gesehen wird.
Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt.
Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden.
Und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren.
Wir hatten gestern schon etwas über Gebote gehört.
Der Abschnitt fing ja an, wenn ihr mich liebt, so haltet meine Gebote.
Und wir haben etwas darüber nachgedacht,
dass Liebe und Gehorsam zusammengehen in einem Glaubensleben.
Wer meine Gebote hat und sie hält.
Ich nehme einfach mal Kapitel 13 Vers 34.
Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt.
Da haben wir jetzt schon mal ein Gebot unseres Heilandes.
Er sagt zu seinen Jüngern, ich möchte, dass ihr euch untereinander liebt.
Fragst du dich, wie du dem Herrn Jesus deine Liebe beweisen kannst?
Du weißt, was er von dir erwartet.
Du sollst die Mitgeschwister lieben, auch ganz praktisch sicherlich.
Dann beweist das auch.
Wer das hat und wir haben jetzt alle dieses Gebot.
Und wer es hält, der ist es, der mich liebt.
Also nicht nur haben, nicht nur wissen, was der Heiland will,
sondern auch tun, was der Heiland will.
Das ist ein Beweis meiner Liebe zu ihm.
Ich möchte das gerne einmal verbinden mit Vers 23.
Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten.
Ich meine fast, dass wir hier einen feinen Unterschied haben.
Vers 21 sagt, wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt.
Vers 23, wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten.
In beiden Fällen gleich ist Voraussetzung die Liebe zu ihm.
Der eine Punkt ist, seine Gebote haben und halten.
Der andere Punkt ist, sein Wort halten.
Ich meine, Geschwister, das ist nicht ganz genau das Gleiche.
Seine Gebote, wir haben in Kapitel 13 gelesen, ihr sollt einander lieben.
Das ist eine ganz klar ausgesprochene Anweisung unseres Heilandes.
Das möchte er von dir und von mir, dass wir geschwisterliche Liebe zueinander haben.
Sein Wort halten ist etwas, meine ich, von höherer Natur.
Seine Gebote halten sind seine klaren Anweisungen für einzelne Punkte unseres Lebens.
Wir wissen aber auch den Wunsch unseres Heilandes für viele Bereiche unseres Lebens,
ohne dass er ein klares Gebot gegeben hat.
Mit Gebot sind hier übrigens nicht die 10 Gebote des Alten Testamentes gemeint.
Unter denen stehen wir nicht mehr in dieser heutigen Zeit der Gnade.
Es sind die klaren Anweisungen des Heilandes gemeint.
Denken wir beispielsweise auch an das, was in Apostelgeschichte 15
diesem Brüderkreis unter der Leitung des Geistes gut geschehen hat.
Was sollten wir tun?
Keine Hurerei, kein Ersticktes und kein Blutessen.
Das sind klare Anweisungen für unser Leben.
Wenn wir in die Briefe hineingehen, finden wir klare Anweisungen,
darf ich das einmal sagen an dieser Stelle, für das äußerliche Verhalten der Schwestern.
Sich nicht mit Schmuck zu schmücken.
Eine klare, meine ich jedenfalls, verständliche Anweisung unseres Wortes Gottes.
Wer das tut, der beweist damit, dass er ihn liebt.
Aber es gibt viele Bereiche in unserem Leben, das wisst ihr genauso gut wie ich,
wo wir kein klares Gebot haben.
Soll ich hier hingehen? Soll ich da hingehen? Kann ich mir das noch erlauben?
Wir wissen aber die grundsätzliche Haltung unseres Heilandes dazu.
Und das ist es, sein Wort zu halten.
Ich meine, es ist ein bisschen einer edleren Natur, als nur gehorsam zu sein.
Gehorsam ist auch sehr gesegnet in den Augen Gottes.
Aber zu wissen, was der Heiland will, ohne dass er es ausdrücklich ausgesprochen hat,
ist etwas Edleres.
Ich möchte einmal versuchen, den Unterschied vielleicht aufzuzeigen in 1. Korinther 11.
In dem ersten Abschnitt von 1. Korinther 11.
Da geht es ja nicht nur um Äußerlichkeiten, um das äußerliche Verhalten von Mann und Frau.
Ich nehme mal Vers 4.
Jeder Mann, der betet oder weissagt, indem er etwas auf dem Haupt hat, entehrt sein Haupt.
Nun mal so weit.
Da ist noch kein Gebot damit verbunden.
Die grundsätzliche Haltung Gottes zu dieser Frage ist,
wenn ein Mann betet oder weissagt, indem er etwas auf dem Haupt hat, entehrt er sein Haupt.
Wenn ich das weiß als Mann, brauche ich dann noch ein Gebot, dass ich mein Haupt nicht bedecken soll?
Eigentlich doch nicht. Ich weiß doch, wie der Heiland denkt.
Er möchte das nicht.
Dann brauche ich doch kein ausgesprochenes Gebot.
Vers 7 kommt dann das Gebot.
Denn der Mann freilich soll nicht das Haupt bedecken.
Bräuchte ich noch Vers 7, wenn ich wirklich sein Wort halten will?
Bei den Schwestern ist das genauso.
Vers 5. Jede Frau aber, die betet oder weissagt mit unbedecktem Haupt, entehrt ihr Haupt.
Das ist der Gedanke Gottes.
Ohne das konkret jetzt zu gebieten, dass sie das nicht tun soll.
Er sagt einfach, so ist das, so sehe ich das.
Vers 6.
Wenn es aber für eine Frau schändlich ist, dass ihr das Haar abgeschnitten oder sie geschoren werde,
so lass sie sich bedecken. Da haben wir jetzt ein Gebot.
Bräuchten wir das überhaupt?
Ich meine, das ist so ein bisschen eine Frage unseres geistlichen Geschmacks,
dem Wunsch unseres Heilandes gegenüber.
Brauchst du wirklich für jede Einzelheit deines Lebens ein Gebot?
Brauche ich das? Ich muss mich als Beispiel nehmen?
Reicht es mir nicht, wenn ich weiß, wie der Heiland grundsätzlich denkt?
Darf ich nochmal in aller Vorsicht und Liebe eine Frage ansprechen?
Ich weiß, bei uns am Ort ist das oft eine Frage für junge Schwestern.
Hosen tragen?
Wisst ihr, wenn ihr mich jetzt fragt, gibt es ein Gebot darüber?
Sag ich, nein.
Für die christliche Haushaltung gibt es kein Gebot.
Was oft als herangezogen wird für dieses Argument, ist eine Stelle aus dem Alten Testament,
die aber auch wahrscheinlich gar nicht 100% anzuwenden ist.
Was ich aber weiß, Geschwister, Gott möchte nicht, dass die Geschlechter vermischt werden.
Mann ist Mann und Frau ist Frau und er möchte keine Vermischung.
Das weiß ich. Brauche ich noch ein Gebot, wie weit das jetzt zu gehen hat?
Wenn ich den Heiland wirklich liebe und ihn ehren möchte, dann reicht mir doch sein Wort.
Die ganze Bibel hindurch, Altes und Neues Testament, macht er das deutlich,
dass er Mann als Mann geschaffen hat und Frau als Frau geschaffen hat.
Dann brauche ich doch nicht mehr.
Manchmal brauchen wir doch mehr, weil wir eben noch einen eigenen Willen haben,
den wir unter dem Gehorsam des Christus gefangen nehmen müssen.
Aber ich wollte das gerne an dieser Stelle einmal deutlich machen,
dass es eben diese Unterschiede gibt, seine Gebote zu halten und sein Wort zu halten.
Als der König David auf der Flucht war, da hatte er so ein Verlangen nach dem Wasser aus der Zisterne von Bethlehem.
Was hat er gesagt?
Na ja, geh mal eben da runter mit, nimm dir ein paar starke Männer mit und hol mir Wasser.
Hat er nicht gesagt.
Er hat gesagt, wer wird mich mit Wasser tränken aus der Zisterne von Bethlehem?
Das haben all die Herumstehenden gehört.
Sie wussten den Wunsch seines Herzens.
Und einige brauchten kein Gebot.
Die haben sich, ich sage das mal mit meinen Worten, ihr Herz in beide Hände genommen
und sind durch die Reihen der Philister durchgebrochen und haben nicht das Wasser geholt.
Für ihren Führer David.
Das war Hingabe.
Und das meine ich ist vielleicht ein wenig der Unterschied zwischen seine Gebote halten,
diese einzelnen bestimmten Forderungen Gottes an mich.
Das ist Gehorsam.
Wird von Gott sehr gesegnet, werden wir gleich noch beleuchten.
Das andere, sein Wort halten, seine unausgesprochenen Gedanken,
die uns aber durch den Heiligen Geist absolut bewusst sind.
Das zu halten, ohne dass er mir sagt, Achim, ich erwarte das jetzt von dir so und so.
Das ist Hingabe.
Meine ich steht auf einer edleren Stufe.
Aber wer schon allein in Vers 21 das beweist,
der ist es, der mich liebt, sagt er.
Wir können unsere Liebe zu dem Herrn Jesus am allerbesten dadurch beweisen,
dass wir seine Gebote halten.
Es ist fast wie das Zusammenleben von Mann und Frau.
Ich kann meine Liebe zu meiner Frau natürlich auch dadurch äußern,
dass ich immer wieder sage, ich liebe sie.
Aber am besten kann ich es beweisen, indem ich genau das tue,
von dem ich weiß, dass sie es wünscht.
Ohne groß was zu sagen dazu.
Der ist es, der mich liebt.
Wer aber mich liebt, und Geschwister, jetzt kommen ganz wertvolle Konsequenzen.
Wer mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden.
Ach, wir hätten gedacht, der liebt uns doch sowieso, der Vater.
Darf ich das mal so vorsichtig sagen?
Ja, er liebt uns sowieso.
Aber er sieht jetzt in meinem Leben, dass ich etwas von Christus darstelle.
Und das veranlasst ihm noch einmal mehr, mich zu lieben.
Er sieht in mir etwas von seinem Sohn.
Ich stelle ihn durch meinen Gehorsam dar auf dieser Erde.
Und da sieht er etwas von dem, der ihm so außerordentlich kostbar ist, in mir.
Und deshalb liebt er mich.
Und ich werde ihn lieben.
Und mich selbst ihm offenbaren.
Er ist doch gar nicht mehr hier.
Wie wird er das denn machen, dass er sich selbst offenbaren wird?
Durch den Heiligen Geist.
Seine Person wird uns größer und größer und kostbarer werden.
Geschwister, Gehorsam, wir haben gestern ein wenig darüber nachgedacht, heute ein wenig darüber nachgedacht.
Es ist einfach die Basis von jeder Art von Segen im Glaubensleben.
Und wenn wir am Anfang einfach nur gehorchen, weil Gott es sagt, ohne dass wir es vielleicht verstanden haben,
aber es wird gesegnet.
Es wird gesegnet mit immer weiterem Verständnis.
Es wird gesegnet mit dem Genuss der Tatsache, dass der Vater mich neu und auf eine neue Weise liebt.
Und dass der Herr Jesus sich mir und dir offenbart.
Wisst ihr, ich habe ein wenig so bei dieser Stelle, denke ich immer so an die Verheißungen, an den Überwinder in den Sensschreiben.
In den Sensschreiben werden dann immer einzelne schlechte Punkte angesprochen, die der Herr tadeln muss.
Aber er gibt Raum zur Umkehr.
Und er will diese Umkehr immer noch belohnen.
Nicht einfach nur, dass ein verkehrter Zustand abgestellt wird.
Er wird einen reichen Segen für den haben, der da überwindet.
Manchmal denkt man, das ist ja immer dann ja diesen Segen, den kriegt man dann in der Zukunft.
Nein, das ist gegenwärtiger Genuss.
Je gehorsamer, je abhängiger mit dem Heiland du deinen Weg gehst, umso größer wird er dir in deinem Herzen werden, in deinem Glaubensleben werden.
Er wird sich dir offenbaren.
Und wenn du heute und morgen eine Entscheidung für ihn triffst, wirst du ihn besser und inniger kennenlernen.
Und so geht das Glaubensleben im Wege des Gehorsams immer weiter bergauf.
Das ist gesegnet.
Und jetzt kommt der dritte Zwischenruf eigentlich in diesem Kapitel.
Der Judas, der Heilige Geist, betont sofort, das ist nicht der Iskariot, denn der war schon längst hinausgegangen in die Nacht.
Der Herr Jesus hatte noch einen Jünger mit Namen Judas.
Und dieser hier, der denkt immer noch an dieses Offenbaren.
Wie soll das denn jetzt werden?
Du hast doch gesagt, du gehst zu dem Vater.
Wie willst du dich denn jetzt vor uns noch einmal vorstellen?
Offenbaren, da denkt er immer an das sichtbare Sehen mit seinen leiblichen Augen.
Wie soll das geschehen?
Dass du dich selbst uns offenbaren willst und nicht der Welt.
Wir sollen nicht sehen können, aber die Welt nicht.
Wie kann das denn funktionieren?
Eine echte Frage, die er da hatte, Judas.
Aber er denkt eben materiell noch.
Er denkt eben noch so an das Sehen mit den leiblichen Augen.
Wie könnte das sein, dass eine Person von der einen gesehen wird und von der anderen nicht gesehen wird?
Aber das meint der Heiland nicht.
Und deshalb kommt dieser vertiefende Gedanke jetzt mit dem Halten seines Wortes.
Das Halten seines Wortes, Geschwister, dieser Ausdruck, der kommt noch einmal in der Offenbarung.
Und ich meine, das ist ein sehr wertvoller Vers.
Vers in Offenbarung 3.
Jetzt bin ich noch einmal in diesem Sendschreiben.
Das Sendschreiben an die Versammlung von Philadelphia.
Vers 8.
Ich kenne deine Werte.
Siehe, ich habe eine geöffnete Tür vor dir gegeben, die niemand zu schließen vermag.
Denn du hast eine kleine Kraft.
Und du hast mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet.
Was ist das für eine Wertschätzung des Heilandes, wenn er sieht, dass wir sein Wort halten oder bewahren.
Dass unser Herz wirklich Liebe dadurch offenbart, dass wir nach allem fragen, was irgendwie der Wunsch und Gedanke unseres Heilandes ist.
Philadelphia ist kirchengeschichtlich gesehen auch schon wieder vorbei.
Wir gehören nicht mehr zu der Zeitepoche von Philadelphia.
Und wir müssten beschämt sagen, wir haben sein Wort nicht bewahrt, Geschwister.
Das ist ernst.
Haben wir wirklich in allen Einzelheiten unseres Lebens nach dem gefragt, was der Herr Jesus möchte?
Wir wünschten sehr, zu dieser glücklichen Epoche noch zu gehören.
Aber kirchengeschichtlich ist die Zeit schon vorbei.
Ich möchte auch zur Beruhigung sagen, wir sind auch nicht Laodizeer.
Wir leben wohl in dieser Zeit der letzten Phase der christlichen Geschichte.
Aber der Herr wird uns nicht aus seinem Mund ausschweien, weil wir Leben aus Gott haben.
Aber diese Energie, dieses Wiederaufleben, was in Philadelphia vorgestellt wird, was vor ungefähr 200 Jahren stattgefunden hat.
Mit dem Lob des Herrn, du hast mein Wort bewahrt.
Ich würde nicht wagen, es auf mich zu beziehen.
Aber es ist ein Ansporn für uns.
Und der Herr Jesus sagt hier, wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten.
Was wäre das, wenn wir einmal vor ihm stehen, dass er uns so etwas wie Philadelphia sagen kann.
Du hattest eine kleine Kraft, das haben wir.
Und du hast mein Wort bewahrt.
Auch das ist von ungeahntem Segen gefolgt.
Mein Vater wird ihn lieben.
Noch einmal das, was wir auch in Vers 21 hatten.
Und wir, wer ist dieses wir?
Das ist der Vater und der Sohn.
Wir werden kommen und Wohnung bei ihm machen.
Bei ihm uns machen, sagt die Anmerkung.
Gehorsam und Hingabe.
Ich möchte einmal kurz noch nach 3. Mose gehen.
Weil wir da einen ähnlichen Gedanken finden.
3. Mose 26, Geschwister.
Lass uns das einmal kurz aufschlagen.
In diesem langen Kapitel wird einmal gehorsam vorgestellt.
Auf der einen Seite mit allen möglichen Folgen.
Und auf der anderen Seite ungehorsam mit den damit verbundenen Folgen.
Aber wir wollen bei der positiven Seite des Gehorsams bleiben.
Und wenn wir da in den ersten, von Vers 3 bis Vers 13, das einfach nur mal überfliegen.
Mit welchen Segensabsichten Gottes Gehorsam verbunden ist.
Dann sollte eigentlich jeder Gedanke an Ungehorsam aus unseren Herzen entschwinden.
Zuerst sagt er, wenn ihr in meinen Satzungen wandelt, meine Gebote haltet und sie tut, so werde ich euch Regen geben.
Das heißt, Segen direkt aus dem Himmel ist die Folge von Gehorsam.
Überfluss von Segen. Das Land wird seinen Ertrag geben, die Bäume des Feldes werden ihre Frucht geben und so weiter.
Vers 6, ich werde Frieden im Land geben.
Und am Ende von Vers 5, ihr werdet sicher in eurem Land wohnen.
Frieden und Sicherheit ist mit Gehorsam verbunden.
Vers 7, ihr werdet eure Feinde jagen und sie werden vor euch fallen.
Wir haben Überwinderkraft. Den widerstehenden Feind können wir überwinden.
Dadurch, dass wir Gehorsam sind. Wisst ihr, wenn wir auf eigenen Wegen sind, haben wir nicht die Verheißung von geistlicher Kraft.
Aber in Gemeinschaft mit dem Herrn haben wir Überwinderkraft.
Ich werde euch, Vers 9, mich zu euch wenden und euch fruchtbar machen.
Fruchtbarkeit ist mit Gehorsam verbunden.
Vers 10, ihr werdet das altgewordene Alte essen und das Alte wegräumen vor dem Neuen.
Das heißt, die Nahrung, die ich eben in der letzten Saison noch geerntet und aufbewahrt habe, die ist noch vorhanden.
Da kommt das Neue schon wieder. Überfließende Form von Fruchtbarkeit.
Und dann kommt, meine ich, fast das Höchste in dieser Reihenfolge.
Vers 11, ich werde meine Wohnung in eure Mitte setzen.
Mein Vater und ich werden kommen und Wohnung bei euch machen, sagte Heiland hier in Johannes 14.
Ich werde meine Wohnung in eure Mitte setzen.
Direkte, unmittelbare Gemeinschaft mit Gott.
Das ist mit Gehorsam verbunden.
Wer mich nicht liebt, hält meine Gebote nicht.
Wer mich nicht liebt, wer ist das denn?
Ich meine, dass das bei Johannes oft so ist, dass er die Dinge ganz absolut schildert.
Er spielt jetzt, glaube ich, nicht auf einen Fall an, wo ich mal einen eigenwilligen Weg gehe und nicht nach den Gedanken Gottes frage.
Sondern er sagt grundsätzlich, wenn es einen geben würde,
wer mich nicht liebt, der überhaupt keine Zuneigung zu mir empfindet,
der hält meine Worte nicht.
Aber wenn das auch so eine abstrakte Ausdrucksweise ist, ist doch damit auch eine kleine Frage immer für uns verbunden.
Wer mich nicht liebt.
Wir haben gesagt, dass wir Gehorsam wohl mit Worten aussprechen können, aber beweisen können wir ihn nur in der Tat.
Und wenn wir in dem einen oder anderen Punkt nicht gehorsam sind, Geschwister,
dann müssten wir dieses Urteil über uns schreiben.
Dann offenbaren wir damit, dass wir nicht genügend Liebe zu unserem Heiland haben.
Das fehlen von Gehorsam
in meinem Leben ist ein Beweis dafür, dass ich nicht genug Liebe zu ihm habe.
Und ich möchte fast noch einen Schritt weiter gehen.
Es ist ein Beweis dafür, dass meine eigene Liebe größer ist.
Weil ich nämlich das tun will, was mir gefällt.
Vielleicht gibt es einen Punkt in meinem Leben oder in deinem Leben, wo ich einfach nicht bereit bin zu gehorchen.
Dann beweist das, dass ich den Herrn Jesus nicht genug liebe.
Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht.
Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.
Wieder bezieht er alles das, was er jetzt sagt, auf die Quelle, von dem es herkam, nämlich von dem Vater.
Dies habe ich zu euch geredet, während ich bei euch bin.
Der Sachwalter aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen,
der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern.
Er stellt jetzt den Vergleich mit dem dar, was er gerade zu den Jüngern gesprochen hatte,
und dem, was bald eintreten würde.
Das alles habe ich jetzt zu euch gesprochen, solange ich unter euch bin.
Aber es kommt die Zeit, wo der Heilige Geist das alles noch einmal nehmen wird
und in aller Ausführlichkeit euch erläutern wird.
Die Tätigkeit des Heiligen Geistes, wir können sie nicht hoch genug einschätzen.
Wir haben heute nicht die Zeit, um die Stellen alle zu lesen, die der Herr Jesus in diesen Kapiteln anführt,
von der Tätigkeit des Heiligen Geistes.
Es ist einfach eine Offenbarung durch das ganze Neue Testament hindurch.
Hier bespricht er, er wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
Ich muss das euch einfach mal überlassen, dass ihr die anderen Stellen nachschlagt.
Hier beziehen wir das einfach mal auf die Evangelien.
Der Heilige Geist würde alles das, was in den Evangelien von dem Herrn Jesus beschrieben wird, uns verständlicher machen.
Und alles das, was er dort in den Evangelien wirklich ausgesprochen hat zu den Menschen,
das wird er uns erinnern und uns lehren, was er damit wirklich gemeint hat.
Auch alle anderen Teile des Neuen Testamentes bekommen ihr Licht und ihre Kraft durch die Wirksamkeit des Heiligen Geistes.
Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.
Er würde weggehen. Die Herzen sollten nicht bestürzt werden.
Und jetzt gibt er ihnen noch einen doppelten Friedensgruß.
Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.
Das ist nicht nur einfach eine Wiederholung, eine andere Wortwahl mal, um das so ein bisschen interessant auszudrücken.
Das macht unser Herr Jesus nie. Seine Worte haben immer tiefe, tiefe Bedeutung.
Frieden lasse ich euch.
Geschwister, das ist der Frieden, den er am Kreuz von Golgatha erstritten hat.
Er ist unser Friede.
Wir haben Frieden mit Gott, dadurch, dass der Herr Jesus am Kreuz von Golgatha gestorben ist.
Das ist der grundsätzliche Friede mit Gott, den jeder Glaubende genießen darf.
Und der ist irgendwie auch nicht wachstümlich.
Und der ist auch nicht abhängig davon, wie lange du schon den Weg des Glaubens mit deinem Herrn gehst.
Selbst der jüngste Bekehrte hat Frieden mit Gott genauso, wie ich ihn habe und wie du ihn hast.
Und wenn du mit 95 Jahren hier vielleicht im Altenheim lebst, hast du nicht mehr Frieden mit Gott als ich,
da ich noch so viele Jahre jünger bin, oder als die jungen Geschwister, die heute Abend hier sind.
Frieden mit Gott ist eine Basis, die jedem Glaubenden gleichermaßen geschränkt ist.
Meinen Frieden gebe ich euch.
Das ist etwas anderes.
Was hatte der Herr Jesus denn für einen Frieden?
Er hatte in allen Umständen seines Lebens Frieden, innere Ruhe genossen,
weil er in Übereinstimmung sich mit seinem Vater wusste.
Und diesen Frieden, den er genossen hat in allen schwierigen und widrigen Umständen seines Lebens,
den möchte er uns lassen.
Wisst ihr, als er damals am Auferstehungstag, da in Johannes 20 in die Mitte der Jünger tritt,
hat er auch einen doppelten Friedensgruß an sie.
Auch wieder die erstmalige Basis, die er gelegt hat am Kreuz von Golgatha durch sein Sterben.
Frieden mit Gott zu machen.
Aber dann auch den Frieden in den schwierigen Umständen unseres Lebens.
Einfach in der Ruhe und dem Trost zu leben, dass alles was Gott führt, gut für mich ist.
Der Jesus sagt in Matthäus 11, meine ich an einer Stelle,
Ja Vater, denn also war es wohlgefällig vor dir.
Und da hatte er gerade Ablehnung erfahren.
Ja Vater.
Er war immer in Frieden mit seinem Vater.
Und diesen Frieden lässt er uns.
Und diesen Frieden können wir in die angefangene Woche gehen.
Berufliche Herausforderung, familiäre Herausforderung, geistliche Herausforderung am Ort.
Meinen Frieden gebe ich euch.
Wer hätte mehr Herausforderungen in seinem Leben gehabt, als unser guter Heiland.
Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch.
Wenn die Welt etwas gibt, dann hat sie das nicht mehr, was sie gegeben hat.
Aber wenn der Herr Jesus etwas gibt, dann wird das die Quelle, aus der er gibt, nicht irgendwie weniger und nimmt ab.
Sondern sie bleibt immer unvermindert gleichermaßen groß und überragend groß.
Aus seiner Fülle haben wir Empfang. Gnade um Gnade.
Das bedeutet nicht, dass diese Fülle irgendwann mal kleiner wird und abnimmt.
Immer wieder ist die Fülle da.
Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch.
Wenn ich euch etwas gebe, habe ich immer noch genug und unvermindert gleichermaßen Segen für euch.
Wenn die Welt gibt, dann hat sie das nicht mehr, was sie gibt.
Aber bei dem Heiland ist das anders.
Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam.
Ihr habt gehört, dass ich euch gesagt habe, ich gehe hin und ich komme zu euch.
Das hatten wir in Kapitel 13 und in Kapitel 14 gelesen.
Ich gehe hin, hatte er gesagt. Ich komme zu euch, hatte er gesagt.
In der Person des Heiligen Geistes komme ich zu euch. Er hatte ihnen das alles gesagt.
Und jetzt ist das fast wie ein bisschen ein Appell, was jetzt kommt.
Wenn ihr mich liebtet, das ist fast wie eine Wahrscheinlichkeitsform, eine hoffnungsvolle Aussage, die er da sagt.
Wenn ihr mich liebtet, wenn das der Fall wäre, dass ihr mich lieben würdet, dann würdet ihr euch freuen.
Dass ich zu meinem Vater gehe.
Er sagt praktisch, wenn ihr euch mal ein wenig in mich hineinversetzen würdet,
was das für mich bedeutet, diese ganze lange Zeit hier unter euch Menschen gelebt zu haben,
in einer Umgebung, die mich ablehnt, wieder zurückzukehren in die Atmosphäre von Heiligkeit und Licht.
Wenn ihr euch das ein wenig vorstellen könntet, würdet ihr euch mit mir freuen.
Haben wir so ein wenig Zuneigung zu unserem Heiland, wie er das hier von seinen Jüngern erwartet,
dass wir mal mit seinen Gedanken denken, mit seinen Empfindungen versuchen,
in aller Ehrfurcht und mit dem gebührenden Abstand darüber nachzudenken, was es für seine Seele war.
Denn der Vater ist größer als ich.
Das überrascht uns jetzt ein wenig.
Hatte er nicht gesagt, ich und der Vater sind eins und wenn ihr mich seht, dann seht ihr den Vater?
Auf einmal doch.
Gibt es doch eine Rankfolge?
Geschwister mit großer Ehrfurcht und Vorsicht wollen wir über diese Dinge nachdenken.
Aber wir müssen wohl auch immer im Auge haben, dass der Herr Jesus hier als Mensch auf der Erde
dieses vollkommene Menschsein empfindet.
Er hatte sich erniedrigt, sagt der Philippagrief.
In dieser Beziehung ist der Vater größer als er.
Ich hoffe, dass ich mich nicht verkehrt ausdrücke, wenn wir über diese Personen der Gottheit nachdenken
und versuchen etwas zu sagen.
Aber der Vater war nie auf dieser Erde.
Der Sohn ist Mensch geworden.
In der Gestalt eines Menschen erfunden.
Und in der Beziehung, meine ich, sagt er, der Vater ist größer als ich.
Und jetzt habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit wenn es geschieht, ihr glaubt.
Der Herr Jesus bereitet immer vor.
Gute Eltern machen das mit ihren Kindern auch.
Sie bauen vor in der Erziehung, in einzelnen Punkten ihres Lebens, damit wenn es dann eintritt,
sie wissen, die Eltern haben das schon gewusst.
Und sie haben das schon vorgebaut.
Der Heiland macht das auch so.
Ich habe euch das gesagt, ehe das alles geschieht, damit wenn es dann geschieht,
wir sagen heute, dann würde ihnen ein Licht aufgehen.
Dann würde auf einmal der Heilige Geist in ihnen wundern und
alles das lebendig machen, was der Heiland gesagt hatte.
Ich finde das sehr gnädig von dem Herrn Jesus, dass er das jetzt hier so einmal tut.
Ich sage das schon mal im Voraus, damit ihr das wisst, wenn es dann geschieht.
Ich werde nicht mehr vieles mit euch reden.
Die Stunde seines Abschiednehmens von den Jüngern rückt immer näher.
Nicht mehr vieles.
Auch deshalb würde er nicht mehr vieles mit ihnen reden, weil er wusste, sie könnten das noch nicht erfassen.
Aber es ist auch diese zeitliche Engel, die ihn jetzt drängt, hinaus zu gehen.
Denn der Fürst der Welt kommt und hat nichts in mir.
Wisst ihr, der Herr Jesus wusste schon, was in Gethsemane geschehen würde.
Darauf spielt er hier an.
Der Fürst der Welt, das ist der Teufel.
Der kommt.
In wenigen Augenblicken, Geschwister.
Sie gehen aus diesem Obersaal hinaus, über den Bach in den Garten und dann kommt der Fürst der Welt.
Und stellt ihm alles noch einmal in aller Schrecklichkeit vor.
Aber er findet nichts in ihm.
Er findet keinen Anknüpfungspunkt in dieser wunderbaren Person, um ihn von dem Weg des Gehorsams abzubringen.
Mich bewegt das aber sehr, dass er das hier so sagt.
Der Fürst der Welt kommt.
Gethsemane ist eine heilige Erfahrung für unseren Heiland gewesen.
Er war dem Fürsten der Welt schon einmal begegnet.
In direkter Konfrontation, nach 40 Tagen in der Wüste, kam der Teufel noch einmal mit drei elementaren Versuchungen an ihn heran.
Und wisst ihr, was dort geschehen ist?
Da hat der Teufel zum ersten Mal verloren.
Darf ich das mal so sagen?
Wenn der Teufel so aufgetreten ist bisher, jedem Menschen gegenüber, wem auch immer, hatte er ihn zur Versuchung verleiten können.
Und jetzt scheitert er zum ersten Mal an dem vollkommenen Menschen.
Und dann heißt es da, er wich für eine Zeit von ihm.
Und jetzt kommt er wieder.
Am Ende seines Weges, kurz vor Golgatha, kommt der Fürst der Welt noch einmal.
Und der Herr Jesus kann in aller Machtvollkommenheit und Überzeugung sagen, er hat nichts in mir.
Was für ein vollkommener, anbetungswürdiger Herr ist das.
Er kommt und hat nichts in mir.
Aber damit die Welt erkenne, dass ich den Vater liebe und so tue, wie mir der Vater geboten hat.
Steht auf, lasst uns von hier weggehen.
Hätte er es damit bewenden lassen können?
Der kommt und hat nichts in mir, dann können wir auch in Ruhe hier sitzen bleiben.
Nein, die Welt sollte erkennen, dass ich den Vater liebe.
Das stand für ihn immer ganz oben.
Wir denken an den hebräischen Knecht in 2. Mose, 21 ist das glaube ich.
Ich liebe meinen Herrn, meine Frau und meine Kinder.
Ich liebe meinen Herrn.
Das war sein oberstes Ziel.
Seinen Gott und Vater zu verherrlichen, selbst durch den Tod.
Steht auf, lasst uns von hier weggehen.
In einem anderen Evangelium, meine ich, lesen wir sogar, sie sangen ein Loblied und gingen hinaus.
Welche moralische Erhabenheit zeichnet unseren wunderbaren Heiland aus.
Er ging in aller innerer Kraft und Überzeugung den Weg bis hin an das Kreuz von Golgatha.
Anbetung sei ihm, der hier den Jüngern sagt, euer Herz werde nicht bestürzt.
Vielleicht können wir das ein wenig jetzt besser nachempfinden.
Bei all der Unruhe, bei all den Problemen, die wir haben, auch wir haben in dieser Welt.
Euer Herz werde nicht bestürzt.
Welche Segnungen sind mit ihm verbunden.
Mit ihm wollen wir praktisch auch wieder diese Worten hier folgen.
Wir müssen auch wieder aufstehen und von hier weggehen.
So schade wie das ist, weil wir doch empfunden haben, wie segensreich es ist,
seinen Worten zuzuhören.
Aber wir müssen aufstehen und weggehen.
Aber wir gehen nicht alleine, Geschwister.
Was für ein Trost.
Der, der hier spricht, der geht jeden Schritt mit uns.
Und er ist einen Weg gegangen, dem wir ihm nicht folgen können, auch nicht folgen müssen.
Er ist den Weg gegangen, wo er für uns an das Kreuz gegangen ist, gelitten hat.
Unsere Sünden gesühnt hat.
Uns mit Gott versöhnt hat.
Und diese Segnungen, die hier angesprochen werden, uns geschenkt hat.
Ihm wollen wir uns anvertrauen.
Mit ihm wollen wir auch unseren Weg gehen.
Wie er auch werden mag.
Euer Herz werde nicht bestürzt. …
