3 Abendessen im Neuen Testament
ID
hw021
Sprache
DE
Gesamtlänge
03:39:51
Anzahl
3
Bibelstellen
n.a.
Beschreibung
3 Vorträge, die drei verschiedene Abendessen an drei verschiedenen Orten im Neuen Testament zum Thema haben:
- In Bethanien - ein Abendessen des Gebens
- In Emmaus - ein Abendessen des Empfangens
- In Laodizea - ein Abendessen der Verheißung
Automatisches Transkript:
…
Wir lesen heute Abend Gottes Wort aus dem Johannes-Evangelium aus Kapitel 12,
Johannes 12, Abvers 1 Jesus nun kam sechs Tage vor dem Passer nach
Britannien, wo Lazarus der Gestorbene war, den Jesus aus den Toten auferweckt hatte.
Sie machten ihm nun dort ein Abendessen und Martha diente. Lazarus aber war einer von
denen, die mit ihm zu Tisch lagen. Danach nahm Maria ein Pfund Salböl von echter,
sehr kostbarer Nade und salbte die Füße Jesu und trocknete seine Füße mit ihren
Haaren. Das Haus aber wurde von dem Geruch des Salböls erfüllt, soweit Gottes Wort
heute Abend.
Ihr lieben Geschwister, wenn wir uns an diesen anstehenden Abenden mit drei Abendessen des
Neuen Testaments beschäftigen dürfen, dann haben wir diese drei Abendessen neben diesem
einen großen, wo der Herr Jesus die Zeichen seines Todes einsetzt. Das wird nicht Gegenstand
sein. Aber wir haben außerdem noch drei solcher Gelegenheiten, wo diese Abendessen
zu einem Augenblick besondere Gemeinschaft mit dem Sohn Gottes werden. Und diese Abendessen,
zumindest die ersten beiden in Bethanien, was wir heute Abend gelesen haben und auch
in Emmaus, das sind zunächst historische Ereignisse gewesen, die in sich einmalig
waren, die auch einen ganz besonderen Wert für den Herrn Jesus hatten. Aber diese historischen
Ereignisse reden in sich auch eine geistlich sinnbildliche Sprache. Das werden wir übrigens
sehr deutlich auch bei dem dritten Abendessen in Laodicea finden. Da liegt nämlich kein
historisches Ereignis zugrunde. Da gab es nicht solch einen Abend an einem ganz bestimmten
Tag, sondern da wird uns deutlich, dass der Herr Jesus da eine geistlich sinnbildliche
Sprache redet. Und diese geistlich sinnbildliche Sprache können wir bei allen drei Gelegenheiten
sehen. Und das mag der Herr vor unsere Herzen stellen. Und ich darf einfach nur noch einmal
wiederholen, was wir im Lied gesungen haben. Und ich hoffe, ihr lieben Geschwister, dass
da der Atem unserer Herzen dabei war. Herr, wenn um dich allein die Herzen sich bewegen,
dann fließt wie Himmelstau herab dein reicher Segen. Wenn du einen Israeliten in der Wüste
gefragt hättest, sag mal, was ist denn Himmelstau? Dann hättet ihr dir was erzählt. Heiße Wüstensonne,
den zermürbenden Tagesablauf unter der stechenden Sonne. Und wir wissen, ihr lieben Geschwister,
das redet sinnbildlich auch von unserem Leben, dass wir oft Herausforderungen erleben, denen
wir uns mitunter weder physisch noch psychisch und manchmal auch nicht geistlich gewachsen
fühlen. Und ihr lieben, dann sehnen wir uns nach Erquickung des Himmels und die Erquickung
seines Segens kommt von ihm allein. Und dann singen wir in solch eine Situation hinein.
Herr, wenn um dich allein, ihr lieben, um diese Person ganz allein, den Sohn Gottes,
der einmal hier auf der Erde war, jetzt verherrlicht im Himmel ist, der unsere Herzen und unsere
Blicke zu sich erheben will, auch heute Abend, dass er dann antworten will mit dem Segen,
der wie ein Himmelstau, ihr lieben, uns erquickt und uns benetzt. Vielleicht brauchst du gerade
im Augenblick mal Himmelstau, in ganz besonderer Weise. Dass du spürst, da ist was trocken
und öde geworden in deinem Leben. Du brauchst den Himmelstau. Tu so, wie der Liederdichter
sagt, Herr, wenn um dich allein. Ihr lieben Geschwister, wenn die Herzen nicht zu Christus
selbst gezogen werden, bleibt unser Leben dürr und öde. Dann überwältigt uns der
Alltag unseres Lebens. Aber wir haben diese Quelle reicher Kraft und reichen Segens. Und
ihr lieben, wenn wir diese Gelegenheiten einer besonderen Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus
an solchen Abenden finden, dann hat das natürlich eine ganz besondere Bedeutung. Der Abend ist
der Schluss eines ausklingenden Tages, also einer festen Zeiteinheit. Da klingt diese
Zeiteinheit aus. Und das ist dann der Augenblick, wo hier diese besondere Gemeinschaft eines
Abendessens, einer Stärkung stattfindet. Und wenn wir das einmal übertragen, ihr lieben
Geschwister, dann haben wir es bei allen drei Abendessen mit einer ausklingenden Zeitepoche
zu tun. Und darin liegt auch der besondere sinnbildliche Wert dieser Abendessen, dass
wir zum Beispiel hier in Johannes 12 an den Ausklang des öffentlichen Dienstes unseres
Herrn geführt werden, wie er ihn hier auf der Erde geführt hat. Wir wissen mal ganz
grobräumig gesehen, dass wir da in die letzte Woche vor seinem Kreuzesleiden eintreten,
sechs Tage vor dem Passau. Ihr lieben, das war sozusagen zeitlich gesehen ein Steinwurf
weit von dem Augenblick, wo der Sohn Gottes sein Leben für uns hingegeben hat. Und wir
wissen in welcher Welt er seinen Dienst getan hat. Und das müssen wir einfach so ein wenig
sehen, ihr lieben Geschwister, dass hier eine besondere Abendsituation ist. Der Herr Jesus
hat einen langen Weg einer abgesättigten Erfahrung hinter sich. Ihn hat zwar nichts
überrascht, dafür ist er der Sohn Gottes. Aber ihr lieben Geschwister, er hat Schritt
für Schritt gelitten unter dem Unglauben in seiner eigenen Schöpfung und Welt. Wenn
der Psalmist sagt, Hass gab man mir für meine Liebe, dass man ihn anfeindete. Ihr lieben,
er war kaum in der Welt. Und wir tun gut, wenn wir uns über diese eindeutig göttliche
Heilstatssache ein klares Bild verschaffen. Gott wurde Mensch, oh Welt erbarmen. Du, sein
Volk betet staunend an, dass er sich so erniedrigt hat, Knechtsgestalt annahm. Und als er gerade
in der Welt war, trachtete man schon nach seinem Leben. Jerusalem war entsetzt, Herr
Rodes, allen voran, als der verheißene König Israels gerade geboren war. Und hier sind
wir unmittelbar vor dem Augenblick, wo man rief, hinweg mit diesem, wir wollen nicht,
dass dieser über uns herrscht. Und wo man ihn tötete, Herr Jesus fragte mal, welchen
Werkes wegen wollt ihr mich eigentlich töten? Sagt mir doch mal den Grund. Habe ich ein
Werk getan, warum ihr mich töten wollt? Da sagen sie doch glatt, nicht eines Werkes
wegen, das war ja alles in Ordnung, sondern weil du, der du ein Mensch bist, sagst, du
seist Gottes Sohn. Und er war es. Er war es. Ihr Lieben, wir haben es bei diesem Abendessen mit
dem Sohn Gottes zu tun, wovon Johannes der Evangelist im ersten Kapitel sagt, wir sahen
seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater. Das Auge des Unglaubens
redete, wie Jesaja 53. Als wir ihn sahen, da haben sie abgewunken, da hatte er kein Ansehen,
dass wir seiner begehrt hätten. Das war der, für den in der Herberge kein Raum war. Aber der Glaube
sah die Herrlichkeit eines Eingeborenen vom Vater. Gott hatte im Sohn geredet. Und da gab es solche,
ihr lieben Geschwister, die haben es im Glauben erkannt. Und die, die machen ihm hier ein
Abendessen vor dem dunkelsten denkbaren Hintergrund. Kapitel 11 klingt aus, dass die
hohen Priester und Pharisäer Befehl gegeben hatten. Eine höchst autoritäre Anweisung liegt
vor. Wer irgendwo wüsste, wo Christus ist, der sollte ihn greifen. Ihr lieben Geschwister,
merken wir, welche Ungeheuerlichkeit der Mensch hier er sind. Da ist der Sohn Gottes, der einmal
gesprochen hatte und er stand da, der den Menschen den Odem gegeben hat und die Schrift sagt, würde
er nur den Odem des Menschen zurückziehen, nur zurückziehen. So würde alles Fleisch verscheiden
und solche von diesem Fleisch aus diesem Menschen geschlecht. Die sagen, wir greifen ihn, um ihn zum
Tode zu bringen. Ihr lieben, das war die Atmosphäre und niemand als der Herr hat besser die ganzen
Untiefen des von Satan beherrschten Herzens erfahren. Der sagt selbst einmal, als sie dann kommen,
ihn tatsächlich greifen. Dies ist eure Stunde und die Gewalt der Finsternis. Aber ihr lieben, vor dem
dunklen Hintergrund machen sie ihm glaubende Seele ein Abendessen, schenken ihm im Grunde eine
besondere Gemeinschaft, wo Christus spüren darf, dass er nicht nur in ein Haus aufgenommen wird,
sondern in Herzen eine Heimat hat. Und ihr lieben Geschwister, die Welt ist nicht besser geworden
als damals. Kein Däumen. Wenn der Sohn Gottes heute noch einmal auf diese Erde käme, würden sie
genauso mit ihm verfahren. Aber da ist die Frage, wie viel heute da sind, die ihn im Glauben in ihr
Herz aufgenommen haben, die danach verlangen, Augenblicke besondere Gemeinschaft mit dem Sohne
Gottes, dem in der Welt Verworfenen zu machen. Ihr Geschwister, wie sieht das im Augenblick in
unseren Herzen aus? Spüren wir, wie jetzt Gottes Wort mit einem Thema vor uns kommt, was wir im
Lied ausgebreitet haben? Herr, wenn um dich allein die Herzen sich bewegen, dann fließt wie Himmels
Tau herab dein reicher Segen, ihr lieben Segen, der uns Christus größer macht. Dass wir mehr
verstehen, wer er denn wirklich ist, ihr Lieben. Wer der Sohn Gottes, mein Heiland und Erlöser,
wirklich ist. Wer der Geliebte des Vaters, über dem sich wiederholt der Himmel geöffnet hat. Dieser
ist mein geliebter Sohn, ihr lieben Geschwister, wie wir als Kinder Gottes Eingang gefunden haben,
in die Empfindungen des Vaters über seinen Sohn. Und dass wir vor den Herrn hintreten, das bist du,
Herr Jesus. Auch wenn wir ihn jetzt verherrlicht sehen, die Herrlichkeit des Herrn anschauen,
werden wir verwandelt, ihr Lieben. Dass wir mit diesen Augen des Herzens hinschauen und auch
bereit sind, wie hier die kleine Schar in Bethanien, ihm solch ein Abendessen zu machen.
Nun ist es sechs Tage vor dem Passa, wir haben uns daran erinnert, unmittelbar vor seinem Tod,
man bereitete das Passafest vor. Wenn wir ein wenig zurückgehen in Kapitel 11, da lesen wir,
dass schon viele nach Jerusalem geströmt waren, um sich vorzubereiten für das Passafest. Ich
habe einmal bei dem jüdischen Historiker Josefus nachgelesen, man geht davon aus,
dass zu der Zeit ungefähr 150.000 Passalämmer in Jerusalem und Umfeld gewesen waren, die man
zu diesem rituellen Fest töten wollte. Es war nicht mehr ein Fest Jehovas, genau wie in Johannes 6,
ein Fest der Juden, das Passa, ein Fest der Juden. Und sie sahen nicht, ihr Lieben, dass die Person
gegenwärtig war, unmittelbar den Tod vor Augen, als Gottes heiliges Opferlamm, oder wie Paulus
den Korinthern schreibt, denn auch Christus, unser Passa, ist gestorben, das Passalamm war gegenwärtig.
Ihr Lieben, aber das einzig wahre, auf dem die tausendfachen Passalämmer, die alle in der
Geschichte Israels bislang ihr Leben gelassen hatten, alle nur ein Hinweis waren, ein Zeichen.
Und da findet er Eingang in dieses Haus, ihr Lieben. Was muss den Herrn bewegt haben? Wir lesen
Kapitel 13, da redet er von solchen Personen, auch von seinen Jüngern, die sie alle miteinander vor
sich. Und dann sagt Gottes Wort, da die Seinen, die in der Welt waren, lebte, liebte er sie bis ans Ende.
Das gilt für dich, das gilt für mich heute auch. Wir haben die ganze Liebe des Herrn. Findet diese
Liebe des Herrn zu uns eine Antwort, dass wir sagen, Herr Jesus, so wie die drei damals, die hier
namentlich genannt werden, so möchte ich dir auch etwas geben. Und dass wir es nicht nur persönlich geben,
sondern dass wir es gemeinsam geben. Und ihr lieben Geschwister, dieses Abendessen des Gebens wollen
wir einmal gebrauchen, um, ich sag mal, solides, gesundes Fundament von Glaubens- und Versammlungsleben zu
sehen. Und zwar werden wir drei Fundamente finden, auf denen gesundes Glaubens- und gesundes
Versammlungsleben ruht. Die Versammlung als solche besteht ja hier noch nicht in ihrer
zeitlichen Erscheinung. Wir sind noch nicht bei Pfingsten. Aber wir bekommen dennoch, wie an
manchen anderen Stellen der Evangelien auch, sittliche, geistliche Hinweise für ein gesundes
Leben der Versammlung. Zunächst möchte ich aber einer Frage noch nachgehen. Wenn wir sagen, wir
möchten dem Herrn etwas geben, dann überlegen wir vielleicht, was können wir überhaupt Gott geben?
Was können wir dem Herrn Jesus geben? Wie als Menschen, als staubgeborene, und ich sage sehr
wohl dazu, als erlöste Menschen, können wir Gott eigentlich etwas geben? Und ich weiß, diese Frage,
die bewegt uns nicht selten. Die bewegt uns gerade sonntags morgens, wenn wir den Tod des
Herrn verkündigen. Wenn wir die Zeichen seines Todes vor uns haben. Wann habt ihr das letzte Mal
gesungen, was sollen wir dir dafür bringen, Gott? Welchen Weihrauch nimmst du an? Das ist das Fragen
des Herzens. Gibt es etwas, was wir ihm bringen können, woran sich sein Herz erfreut? Und dann
haben wir die Antwort, lass uns dir von Jesus singen, er allein dich erfreuen kann. In dem Geschwister, es
gibt etwas, was wir geben können. Aber dann müssen wir die rechte Weise des geistlichen Gebens auch
verstehen. Und ihr Lieben, eins muss ich vorab sagen, wenn wir ihm etwas geben, dann können wir das nicht
aus eigenem Vermögen, aus eigenen Kapazitäten. Selbst nicht der Intelligenteste, der sich optimal
beispielsweise Gottes Wort merken kann. Ich habe Brüder gekannt, die habe ich bewundert, die stellten sich
hier hin und sagten ganz Hebräer 1 auswendig. Ob das gut war, das auswendig vorzusagen hier vom
Pult aus, wenn alle anderen in die Bibel guckten, lasse ich mal stehen. Aber die, die kannten Gottes Wort,
aber auch das Kennen von Gottes Wort reicht nicht, um in rechter Weise zu geben. Ich möchte das mal
versuchen an einem alttestamentlichen Beispiel deutlich zu machen, wie wirklich geistliches
Geben, was für Gott annehmlich ist, aussieht. Und wir schlagen hierzu mal das letzte Kapitel aus dem
ersten Chronika auf. Erste Chronika 29. Ich sage, während ihr blättert, da geht es um das Zusammentragen
der Materialien für den Bau des Hauses Gottes. Und dieses Kapitel, in dem darüber berichtet wird,
das atmet einen ganz besonderen Geist. Da erleben wir, mit welch einer Herzensbereitschaft nicht nur
David, der König, gibt für Gott, damit das Haus Gottes, sozusagen der Wohnort Gottes inmitten eines
erlösten Volkes erstellt werden sollte. Sondern das ganze Volk antwortet mit einer sehr, sehr großen
Bereitwilligkeit des Herzens. Und dann sieht David schlussendlich das, was alles gegeben worden ist.
Da geht es um das Geben. Und dann steht er in Vers 13 vor Gott. Dann sagt er, und nun unser Gott, wir preisen
dich und wir rühmen deinen herrlichen Namen. Denn wer bin ich? Und was ist mein Volk, das wir vermögen auf
solche Weise freigebig zu sein? Wir bleiben erstmal hier stehen. Da sagt er sehr deutlich, wer sind wir,
dass wir irgend geben könnten, was zu deiner Ehre ist. Wer sind wir? Mit anderen Worten sagt er, wir sind
doch unvermögend in uns selbst. Und diese Schau auf uns selbst steht uns ebenfalls sehr, sehr gut an
bei unserem Thema. Aber dann kommt der Zielpunkt des Gedankens. Dann sagt David, Vers 14, zweiter Teil,
denn von dir kommt alles und aus deiner Hand haben wir dir gegeben. Ich stelle mir das immer vor,
ihr lieben Geschwister. Das galt für dieses Thema im Alten Testament und das geht für unser Thema
heute Abend in Johannes 12. Da hat der David mit leeren Händen gewissermaßen vor Gott gestanden.
Gott hat diese leeren Hände gefüllt, hat mit seiner Hand hineingelegt. Und was macht jetzt David,
wenn er sagt, aus deiner Hand haben wir dir gegeben. Dann hat er das Gott zurückgegeben,
was Gott ihm geschenkt hatte. Womit Gott ihn reich gemacht hat, das hat ihr Gott gegeben. Aber
ihr lieben Geschwister, das war durch seine Hand gegangen. Und jetzt gehen wir mal zu uns. Gott
will in unsere Herzen etwas hineinlegen. Er will es füllen, damit wir aus den von Gott gefüllten
Herzen ihm wieder zurückgeben. Ich mache das mal an einer anderen Stelle deutlich. Ich liebe diesen
Vers, den Paulus, den Korinthern schreibt. Der Gott, der aus der Finsternis Licht leuchten hieß,
ihr lieben, da wird der Blick der Korinther erst einmal auf die ganze Herrlichkeit und die Majestät,
die Allmacht des Schöpfer Gottes gerichtet, der da hat Licht leuchten lassen und erwähnt extra
diesen Punkt, um dann zu dem Handel des Heiland Gottes zu kommen. Der ist, der in unsere Herzen
geleuchtet hat, ihr lieben, der nicht physikalisches Licht geschaffen hat, wie in der Schöpfung, sondern
der mit geistlichem Licht, ihr lieben, der Ausstrahlung Gottes selbst, seiner ganzen Herrlichkeit in unsere,
in dein und in mein Herz geleuchtet hat. Wozu? Mit welchem Ergebnis? Mit welcher Absicht? Paulus sagt,
zum Lichtglanz, der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes und dann setzt Paulus keinen Punkt dahinter
oder ein Ausrufungszeichen, sondern er sagt zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht
Christi. Ihr lieben Geschwister, ist dein Herz randvoll, dass du in der Beschäftigung mit dem
Sohne Gottes, Gott selbst erkennst, dass du spürst, wie er sozusagen Licht in dein Herz fallen lässt,
damit du Gott genau erkennst in seinem Sohn, der die Darstellung Kolosse 1 des unsichtbaren Gottes
ist. Der sagen konnte, wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen und das sagte er, als er hier
als Mensch auf der Erde war. Jetzt sehen wir ihn in Herrlichkeit, eben da dürfen wir Herrlichkeit
Gottes sehen. Das sind nicht schöne Vokabeln, die wir dann bewegen in unserem Mund, sondern das soll
ein Erlebnis, eine Erfahrung der Herzen sein, dass wir Herrlichkeit Gottes und Herrlichkeit Christi,
ich sage jetzt sehr bewusst ein Wort, dass wir sie fühlbar in unseren Herzen erleben. Sprechen wir
jetzt über gemeinsame Erlebnisse, indem dass wir da etwas empfangen haben. Jetzt komme ich mal zu
dem Geben. Wir haben gerade nur über das Empfangen gesprochen. Aus deiner Hand wollten wir ja wieder
geben, auch wenn wir uns mit diesem Abendessen beschäftigen, mit dem Geschwister. Wenn die
Herrlichkeit in unser Herzen hinein leuchtet, dann wünsche ich mir, dass mein ganzes Herz
komplett ein einzigartiger Reflektor ist. Du weißt, wovon wir reden, ja? Reflektor. Wenn Licht
hineingeworfen wird, dann wird es zurückgeworfen, dann reflektiert es. Aber lieben Geschwister, dann
ist es durch unser Herzen gegangen. Und das, genau das sucht der Herr, das sucht Gott. Was er mir an
Einsicht über den Sohn Gottes geschenkt hat, was durch mein Herz gegangen ist, ihr Lieben,
Herzensbesitz geworden ist, was fühlbar mein Glaubensleben reich macht, das möchte er von
mir wieder empfangen, dass ich es ihm zurückgebe. Liebe Geschwister, das ist Geben. Und wenn wir
heute Abend von einem Abendessen des Gebens reden, dann meinen wir dieses Geben und gar kein anderes.
Da spüren wir, dass unsere Herzen in der Tat gefordert sind. Und wenn wir jetzt zu diesen
drei Personen kommen, die dem Herrn etwas geben, dann verkörpern sie diese drei grundsätzlichen
Prinzipien eines gesunden Glaubens und eines Versammlungslebens. Und wir können diese Dinge
an die drei Personen anbinden. Wir erfahren zum Beispiel über den Lazarus, damit wollen wir
beginnen, den hohen Gedanken der Gemeinschaft. Bei Martha erfahren wir den hohen Gedanken des Dienens
und bei Maria den hohen Gedanken der Anbetung, sinnbildlich dargestellt durch dieses Salben mit
der Nadel. Wir werden das noch sehen. Ein gesundes persönliches Glaubensleben und ein gesundes
Glaubensleben als örtliche Versammlung, ohne diese drei Dinge können wir uns nicht vorstellen. Es
braucht eine gesunde Gemeinschaft, wie sie uns in Lazarus gezeigt wird. Der Herr sucht, wenn es gut
zugeht, er sucht den Dienst. Da werden wir sehen, dass der Dienst in zwei Richtungen zu sehen ist.
Als erstes Gott dienen, ihm dienen. Aber wenn wir Gott dienen, werden wir auch verstehen, dass der
Dienst eine horizontale Schau hat, dass wir, wie die Schrift sagt, auch einander dienen sollen. Und
das einander dienen, wo es um Brüder und Schwestern geht, ist aufgehoben in dem Dienst vor Gott. Das
können wir gar nicht trennen, wenn es recht zugeht. Und dann kommt, wie mir scheint, das höchste, wenn
ich überhaupt werten und vergleichen möchte, das ist die Anbetung. Jetzt werden wir zu dem Lazarus
kommen und uns noch einmal in Erinnerung rufen, es ist ein Abendessen des Gebens, dann mögen wir
vielleicht fragen, tja, dass die Marta ihren Dienst gegeben hat zu nutzen, dass die Maria diese
kostbare Salbe, diesen Salböl geschenkt hat, die hat auch was gegeben. Aber was hat denn der Lazarus
gegeben? Hat er was gegeben? Und jetzt kommen wir, auch blockiert durch unsere scheinbar logischen
Überlegungen und sagen, der lag doch nur da mit ihm zum Abendessen. Und wenn wir sagen, der lag doch nur,
dann sage ich euch einfach mal, das war doch gerade das Schöne. Das war doch das, was das Herz des
Herrn so erfreut hat. Dass dieser nur einfach bei ihm war, ihr lieben Geschwister, so ganz elementar,
so können wir das stehen lassen. Einfach nur bei ihm war. Ich kann übrigens diesen Vers, auch diese
schöne Formulierung nicht denken, ohne an ein ganz bestimmtes Erlebnis zu denken, aus der Geschichte.
Ihr kennt alle den alten Vater-Budelschwing. Ich sag mal so in der Zwischenzeile, der Mann ist tief,
tief geübt worden, der hat innerhalb von 14 Tagen, glaube ich, vier Kinder verloren. Und ich kriegte
vor einiger Zeit mal einen Zettel in die Hand gedrückt, da hat mir ein Bruder seine Adresse
draufgeschrieben, weil er nichts besseres hatte. Und dann habe ich mir den Zettel mal angeguckt,
kam aus Eibeltshausen, da stand genau die Geschichte drin, wie der alte Budelschwing seiner Mutter
schreibt, als gratis vierte Kind an der Kinderkrankheit heimgerufen worden war. Eben die
Anschrift meines Bruders habe ich erst mal vergessen. Müsst ihr mal nachlesen, was der schreibt.
Welch eine Tiefe des Glaubens, mit der er das tragen wollte. Tief geübt, ihr Lieben. Und von diesem
Vater-Budelschwing wird gesagt, als die Kinder da waren, dass eines Wintertags mal abends spät noch
die Türklinke runtergegangen wäre. Und wir erinnern uns mal nur so ganz nebenbei, das war noch nicht
die Zeit von Zentralheizung oder Fußbodenheizung, da war es in den Häusern im Flur noch richtig
schön kalt. Da kam abends spät noch ein Kind raus und drückte die Türklinke von Vaters Arbeitszimmer
runter. Dann soll er gesagt haben, na mein Junge, was willst du denn noch? So als gewiefter Vater
denkt man ja, entweder hat er noch was gerade zu biegen, was vom Tag übrig geblieben ist oder will
sonst irgendwas. Weshalb kommt er sonst raus? Warum der Aufwand? Ist doch kalt, unwirklich. Ja dann hat
er eine Antwort bekommen. Vater, ich wollte nur noch mal bei dir sein. Vater, ich wollte nur noch
mal bei dir sein. Ilben, Geschwister, das ist kindlich einfältiges Vertrauen. Deshalb nimmt er oft auch
Kinder als Beispiel. Einfältiges Vertrauen und dieses ganz elementare Bedürfnis, noch mal beim
Vater oder bei der Mutter zu sein. Jetzt gehen wir mal zu unserem Thema zurück. Kennen wir dieses Reden
unserer Herzen? Ganz praktisch, dass wir sagen, Vater, ich muss noch mal bei dir sein. Herr Jesus,
ich muss noch mal bei dir sein. Ich brauche jetzt mal stille Zeit. Darf ich mal fragen, und wie du
heute, heute zum Beispiel, nur nehmen wir den heutigen Tag, wie du heute deine stille Zeit
zugebracht hast, bist da gewissermaßen zum Herrn auch heute wieder hingegangen, hast gesagt, Herr
Jesus, ich muss einfach noch mal bei dir sein? Bist du beim Vater gewesen, der ja seine unaussprechliche
Gabe für uns gegeben hat, der uns liebt als seine Kinder, der für uns sorgt? Sind wir heute bei unserem
himmlischen Vater gewesen? Vater, ich muss einfach noch mal bei dir sein. Ich muss noch mal Gemeinschaft
mit dir haben. Ohne kann ich nicht leben. Ihr Lieben, dass wir ein existenzielles Bedürfnis als
Gläubige haben, ohne dessen Erfüllung wir nicht vorwärts gehen können, dass wir sagen, Vater, ich
möchte die Gemeinschaft mit dir noch einmal haben. Und das Gleiche unserem Herrn sagen. Wie war der
heutige Tag? Ja, vielleicht sagt ihr, heute war mal eine Ausnahme. Der Tag war so stressig. Und wie
war es denn gestern? Ja, gestern war auch stressig. Und vorgestern? Wie weit sollen wir noch zurückgehen?
Wie ist unsere tägliche Gemeinschaft, das Bedürfnis, einfach noch mal bei ihm zu sein?
Das sind nicht schöne Gefühle, sondern das ist Erlebnis. Das ist Erlebnis. Und ihr Lieben, das Gemeinschaftpflegen
geht nicht da ohne, dass wir Gottes Wort aufnehmen, ihr Lieben, aufnehmen als die Seelenspeise und dass
wir ausatmen im Gebet ihm gegenüber. Das gehört dazu. Wie lebt das in unserem Glaubensleben, ihr Lieben?
Werden unsere einzelnen Lebenstage davon geprägt, dass wir dem Herrn einfach unser Bedürfnis sagen und
wenn er dieses Bedürfnis sieht, ihr Lieben, dem Aufrichtigen, lässt Gott es gelingen. Dann lässt
er dich nicht ohne Segen. Er lässt dich nicht ohne Segen. Er wartet darauf. Und ihr Lieben, dann erfahren wir einen
weiteren Schritt, dass das nicht mal nur sowas ist, sondern zutiefst köstlich in den Empfindungen des
Herrn. Sondern dass hier jemand die Gemeinschaft sucht, der weiß, er liebt mich. Wir können doch die Botschaft, die man
dem Herrn gesandt hat, als der Lazarus schwer krank war, Herr siehe der, den du liebst, ist krank. Und dann
vermerkt Gottes Wort noch extra einmal, Jesus erber liebte sie. Alle drei werden da genannt. Jesus liebte sie.
Im Geschwister kennen wir dieses Bedürfnis nach Gemeinschaft als solche, die unter dem tiefen
Eindruck stehen, wie Johannes, der Jünger, den Jesus liebt, dass wir so unendlich geliebt sind.
Vielleicht haben wir hier einen, der ist gerade frisch verlobt. Entschuldige ich mal, dass ich einen ganz großen Sprung nach
unten mache. Aber ich will dir helfen, das zu veranschaulichen. Wo ganz frisch die Liebe in Flammen steht, im positiven,
guten Sinne meine ich das. Ich kann mich noch gut erinnern an meine eigene Zeit, wenn dann endlich mal wieder die Woche
zu Ende war, man mal hin durfte. Das war Erfüllung. Warum? Weil man wusste, da trifft man nicht irgendjemand, sondern da trifft
man jemand, von dem man geliebt ist. Geliebt ist und den man auch liebt. Das ist die Atmosphäre der
Gemeinschaft. Und das finden wir hier ebenfalls. Das Bedürfnis, Gemeinschaft mit Christus zu haben, das lebt mit dem Bewusstsein, ein Geliebter des
Herrn zu sein. Wir beschäftigen uns oft so sehr mit unserer Liebe zu ihm. Das können wir ruhig mal ein bisschen hinten anstellen, wenn wir uns
denn mehr damit beschäftigen würden, wie sehr wir von ihm geliebt sind. Dann werden wir einfach, ich sage nicht automatisch, aber da wird es eine
natürliche Antwort in unserem Leben geben, weil wir wissen, das formuliert Johannes, wir lieben. Warum? Weil er uns zuerst geliebt hat.
In die Fähigkeit wiederzulieben, die resultiert aus der Tatsache, dass wir selbst Geliebte sind. Johannes, der Jünger, den Jesus liebt, hat den Herrn unendlich geliebt.
Unendlich geliebt. Das hat sein Leben gezeigt. Und doch, wenn er über sich selbst spricht, fünfmal in diesem Evangelium, redet er über sich selbst in diesem
hervorstechenden Charakteristikum. Der Jünger, den Jesus liebt. Nicht wie bei Petrus, der Jünger, der Jesus liebt, sondern den. Zwei Buchstaben, der einen großen Unterschied ausmacht.
Liebe Geschwister, wie sitzen wir heute Abend in der Gegenwart unseres Herrn? Sitzen wir wirklich mit dem sehr bewussten Empfinden, wie sehr er uns liebt.
Viele von uns haben noch den alten Bruder Heikopp gehört. Und ich werde das auch nie vergessen, wie oft, wie oft, hat er in seinen Vorträgen immer die Stelle zitiert, die
Paulus auch so kostbar war. Wirklich kostbar. Der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.
Eben deshalb müssen wir, wenn es gut gehen soll in unserem Glaubensleben, müssen wir an sich täglich unterm Kreuze verweilen. Täglich unterm Kreuze verweilen.
Nicht nur ihn in der himmlischen Herrlichkeit sehen, das auch, das auch. Aber auch täglich unterm Kreuze verweilen, um zu ihm zu sehen, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.
Eben mehr als sich selbst zu geben, kann man nicht.
Wenn ein reicher Mann, wer ist der reichste Mann in der Welt, weder mal so ein paar Millionen, ein paar Milliarden spenden würde und der Mann, den kennt ihr alle, der spendet viel.
Das sind Größenordnungen, die können wir uns gar nicht vorstellen. Beschweige denn, dass wir sie jemals in Portemonnaie hätten.
Der gibt sehr viel von sich. Von sich.
Er hat sich selbst noch nicht gegeben, kann auch nicht.
Aber der Sohn Gottes,
dem das Vieh auf tausend Bergen gehört,
der die Schöpfung geschaffen hat,
er hätte viel von sich geben können.
Er hat mehr gegeben.
Er hat sich selbst gegeben und den lieben Geschwistern auf einem Weg,
einer unendlichen Erniedrigung.
Der Gott war und eine Knechtsgestalt annahm,
um in Knechtsgestalt sterben zu können für dich und mich.
Und er hat die Versammlung geliebt und sich selbst für sie hingegeben.
Liebe Geschwister, das Bedürfnis und die Pflege der Gemeinschaft mit Christus,
kennt sie diesen inneren Atem, dass wir wissen, wie sehr er uns geliebt hat.
Können wir dann noch nachlässig mit der Frage der täglichen Gemeinschaft persönlich,
der häuslichen Gemeinschaft mit Christus,
oder als Versammlung können wir da noch nachlässig sein.
Herr, wenn um dich allein die Herzen sich bewegen,
um deine Liebe,
wie du uns geliebt hast
und die Liebe von Golgatha
ist heute noch dieselbe vollkommene göttliche Liebe.
Sollte uns da nicht mehr danach verlangen,
wie Lazarus
ihm unsere Gemeinschaft zu schenken,
weil wir Verlangen danach haben.
Es kommt ein dritter Gedanke.
Der Lazarus pflegt diese Gemeinschaft mit einer eindeutigen Vorgeschichte,
mit einem Erlebnis.
Hier im Text steht Lazarus der Gestorbene,
den Jesus aus den Toten auferweckt hat.
Wenn wir jetzt wieder unsere grammatischen Kenntnisse spielen lassen würden,
dann würden wir sagen, ist das denn richtig formuliert,
Lazarus der Gestorbene,
normalerweise müssen wir sagen, der gestorben war.
Er lebt ja jetzt, aber doch steht das da und ich bin ganz froh, dass das da steht,
der geistlichen Nutzanwendung wegen.
Sind wir alle als Gestorbene übrigens heute Abend hier,
wenn wir Gottes Wort hören?
Ich meine jetzt nicht, die den physischen Tod erlebt haben,
wie der Lazarus,
sondern was wir einmal auf höherer Ebene sehen wollen, die mit Christus
gestorben sind und sind mit ihm auferweckt worden.
Eben wer wirklich im Tode, in diesem Süntode war,
der unendlich
voller Leiden und Not war.
Das war Christus.
Aber Gott sieht die Glaubenden mit ihm gestorben.
Aber auch auferweckt.
Liebe Geschwister, jetzt sind wir, jetzt zitiere ich einfach mal zusammenfassend
das Neue Testament.
Wir sind der Sünde gestorben,
wir sind dem Gesetz gestorben und wir sind der Welt gestorben.
Wir sind der Sünde gestorben, wir stehen nicht mehr unter der Knechtschaft
des Sklavenhalters der Sünde.
Wir können leider,
wir können noch sündigen,
weil das Fleisch in uns ist.
Aber wir müssen nicht mehr,
weil wir nicht mehr versklavt sind unter der Knechtschaft der Sünde.
Liest man den Römerbrief?
Die Frage ist, wie wir ganz praktisch aber
mit dieser
Tatsachenbeschreibung Gottes umgehen.
Stellt euch als lebende Gott dar,
unsere Glieder
sollen wir dann gebrauchen als Werkzeuge der Gerechtigkeit.
Eben als solche, die Leben aus Gott haben,
Auferstehungsleben,
die aber mit Christus gestorben sind,
die sollen wir ein Leben führen,
dass wir unsere Glieder,
unser Leibesleben
als Werkzeuge der Gerechtigkeit gebrauchen.
Das sehen wir gleich bei Martha.
Und Paulus,
der das Thema sehr, sehr gut kennt,
der sagt, wenn ihr denn mit dem Christus auferweckt seid,
was kommt denn jetzt? Eine ganz natürliche Konsequenz,
Kolosser 3, ganz am Anfang,
so suchet, was droben ist.
Sinnet nicht auf das, was auf der Erde ist,
sondern auf das, was droben ist, wo der Christus ist.
Denn euer Leben
ist verborgen mit dem Christus in Gott.
Das ist ein geballtes Wort, das spüren wir, glaube ich, alle.
Und das uns außerordentlich in praktische Verpflichtungen hinein nimmt,
als solche, die mit Christus gestorben und auferweckt sind.
Denn dann können wir nämlich nicht mehr so in den Tag hinein leben,
wie wir das glauben, wie das übrigens der Mensch unserer Zeit glaubt,
der sagt, entweder sind wir Sachzwängen
unseres Alltags unterstellt,
oder wir können frei entscheiden, wie wir so einen Tag verleben wollen.
Selbstbestimmung, unser elendes Prinzip.
Was uns ruiniert.
Nein, ihr Lieben,
im Glaubensleben ist das ganz anders.
Da gibt es natürliche Konsequenzen.
Und wer verstanden hat, was es heißt, mit Christus gestorben
und mit ihm auferweckt zu sein,
der findet Geschmack
an dieser konsequenten Orientierung,
die einen Christen kennzeichnen soll.
Suchen
und Sinnen.
Wo suchen wir denn, ihr Lieben, worauf sinnen wir?
Natürlich sind wir jetzt in
Kolosser 3.
Aber gehen wir mal in den Alltag, was suchen wir, ihr Lieben?
Wovon ist unser Alltag geprägt, was wir suchen?
Ich weiß, was man jetzt alles einsetzen kann, was wir suchen.
Die jungen Leute sagen, wo man scharf drauf ist.
Wo man scharf drauf ist.
Worauf du sinnst, worauf du erpicht bist.
Was übrigens dann auch unsere Gesinnungen prägt.
Das Sinnen auf etwas prägt unsere Gesinnungen. Und was für welche haben wir oft?
Ihr Lieben, kennen wir die himmlische Gesinnung,
die sich auf Christus allein konzentriert.
Weil da unser eigentliches Leben,
was wir von ihm und in ihm genießen,
das ist dort oben, ihr Lieben.
Auf der Erde sind wir
Fremdlinge, ne?
Ach, da ist wieder so eine schöne Lehre. Fremdlinge.
Unser Bürgertum ist in den Himmeln.
Hat der Paulus den Philippen geschrieben. Sagen unsere Brüder immer, Bürgertum in den
Himmeln und, wie leben wir, ihr Lieben, als ob es mitten hier auf der Erde wären,
wo wir Rechte verteidigen,
wo wir unsere Wohlfahrt ausbauen und und und.
Ihr Lieben, wo ist das Sinnen
und das Suchen der himmlischen Dinge,
die in Christus ihren Mittelpunkt finden.
Das ist der Punkt, ihr Lieben.
Wir verkennen manchmal, was normales Christenleben ist.
Dass einfach diese himmlische Orientierung zu ganz normalem
Christenleben gehört.
Wenn einer so lebt, ist das nicht verklemmend.
Das ist normal.
Darin finden wir das Wohlgefallen des Herrn.
Das sollen wir ihm übrigens geben.
Dürfen wir ihm geben.
Bei solchen
Abendessen
hast du ihm das schon gegeben?
Dass du wirklich
der Sünde gestorben bist, dass sie dich nicht mehr anfickt,
weil du himmlisch orientiert lebst.
Dass du wie Paulus sagen kannst, die Welt,
ich rühme mich des Kreuzes.
Durch das bin ich der Welt gestorben und die Welt ist mir gestorben.
Das ist ein Thema.
Jetzt können wir wieder lange darüber reden.
Ich der Welt gestorben
und die Welt mir. Was ist schwieriger?
Ich der Welt gestorben, dass die Welt mit einem anständigen Christen nichts anfangen kann.
Ist ja klar.
Aber ist uns die Welt ganz praktisch gestorben,
dass die Verführungskünste dieser schillernden Welt
uns nichts mehr anhaben kann?
Ist das so? Ist das wirklich so?
Ist die Welt uns wirklich gestorben?
Wir merken hier,
dass wir nicht so graduell mal ein kleines Schrittchen vorwärts gehen von
unserem Ist-Zustand,
sondern dass wir es hier mit der Normalität
christlichen Glaubens zu tun haben.
Uns scheint das vielleicht manchmal sehr anspruchsvoll zu sein.
Und die geistlichen Maßstäbe Gottes,
die schraubt er auch nicht für uns runter
am Ende der Gnadenzeit,
sondern er möchte unsere Herzen beleben.
Herr, bin um dich allein,
die Herzen sich bewegen.
Lazarus, der Gestorbene,
haben wir auch als solche
das Bedürfnis
in dieser Neuheit des Lebens,
wo wir alles,
was an unser früheres Leben erinnerte,
die Verstrickungen der Welt,
wo das Fleisch sich regnen will, uns Mühe machen will,
eben das wir es weggetan haben.
Darf ich mal fragen, wofür du auch jeden Morgen betest?
Betest du auch mal, dass diese Barrieren wegkommen?
Oder sich nicht erst aufbauen in deinem
jeden neuen Lebenstag?
Das kannst du dem Herrn geben,
weil es sein Herz erfreut.
Und ein letzter Gedanke vielleicht zudem der Gemeinschaft.
Er lag mit
dem Herrn zu Tisch, nicht umgekehrt,
mit dem Herrn.
Und das war ja ein Abendessen,
den es gab,
wie der Jesus.
Das war jetzt im natürlichen Bereich.
Und wir wissen aus dem Neuen Testament, aus den Evangelien,
dass der Herr Jesus
wiederholt,
die natürliche Speise zum Ausgangspunkt oder Anlass nimmt,
um uns auf eine ganz andere Speise hinzuweisen, die wir brauchen.
Denken wir mal an Johannes 6.
Da hat er die Mengen gespeist
mit wirklichem Brot. Aber das eigentliche Thema von Johannes 6 erlebend,
das geht weit darüber hinaus.
Da zeigt er sich als das wahre Brot aus dem Himmel.
Und wie sehr wir brauchen, dass wir ihn als die Speise des Lebens kennen.
Und wenn wir das mal in dieser geistlichen Sicht oder Anwendung sehen,
ihr lieben Geschwister, dann hatte der Herr Jesus eine Speise.
Und die Frage ist, ob wir die auch kennen.
Natürlich ist er in seinem Leben und Dienst einzigartig.
Aber ich will mal auf die Speise zu sprechen kommen,
von der er redet.
Und er redet übrigens über diese Speise
genau in dem Augenblick, wo die Jünger sagen,
hat ihm etwa jemand zu essen gebracht,
da an einem Brunnen von sichern.
Da war er erschöpft, war hungrig, wartete auch auf solche Speise, wie hier in
Britannien.
Und dann hat der Jesus ihm mal erzählt,
was ihm wirklich Speise ist.
Weißt du, was ihm Speise war?
Meine Speise ist,
dass ich den Willen dessen tue,
der mich gesandt hat
und sein Werk vollbringe.
Eben kein gezwungener Gehorsam.
Ich habe als Kind oft gehorchen müssen, das war noch so Mode früher.
Heute kommt das ja so ein bisschen in die Inflation rein.
Aber ich musste oft gehorchen und ich weiß noch,
habe ich manchmal so das Knirschen der Zähne bei mir gehört.
Gehorchen ja aber,
bisschen widerwillig.
Das ist nicht der Gehorsam Jesu Christi, von der 1. Petrus 1 redet.
Ihm war es eine Freude, ihr Lieben, davon lebte der Herr
den Willen seines Vaters zu tun.
Bis zum Letzten.
Bis zum Letzten.
Das war seine Speise.
Und dann sagt diese Person,
dem es Speise war, den Willen des Vaters zu tun,
wie der Vater mich gesandt hat,
sende auch ich euch.
Fühlen wir uns angesprochen?
Dass wir es wieder mit einem Willen
Gottes des Vaters zu tun haben,
wenn wir Gesandte sind in die Welt.
Wie der Wille aussieht, darüber reden wir jetzt nicht.
Aber dass es einen gibt,
mir gegenüber, dir gegenüber,
haben wir dann dieselbe Speise,
die den Herrn Jesus geistlicher Weise erquickt hat,
in seinem Leben und Dienst,
dass ich den Willen dessen tue,
der mich gesandt hat, der mich gebrauchen will.
Eben dass wir etwas von seiner Haltung,
von seiner Gesinnung,
von seinem Gehorsam,
von seiner Hingabe lernen,
dass er wächst
aus Gemeinschaft, ihr lieben Geschwister.
Jetzt kommen wir zu der zweiten Person,
Marta, wir müssen das ein wenig kürzer fassen,
ihr lieben, da haben wir den Dienst.
Ich weiß, wenn wir über die Marta reden, dann hat jeder so seine erste
Erinnerung, die ihm durch den Kopf schießt. Hast du auch so eine?
Marta, Marta, du bist besorgt und beunruhigt
um viele Dinge.
Wer es abgezogen, können wir sogar zitieren, was in der Fußnote steht über die Marta.
Eben das schießt uns immer sofort in die Erinnerung,
wenn wir das Stichwort Marta hören.
Dabei redet der Herr an dieser Stelle überhaupt keinen Ton
von dieser alten Erinnerung.
Sondern er lässt sagen,
Marta aber dient, in ganz kurzer Satz,
aber unendlich wertvoll
für den Herrn.
Das gab sie, ihr Lieben.
Offensichtlich braucht sie keine Korrektur mehr.
Es ist gut, wenn wir
durch Hinweise und Korrekturen des Herrn lernen,
um es dann besser
ihm gemäß zu machen.
Und das hat sie getan.
Eben das Dienen ist ein weites Feld.
Wir haben eben davon gesprochen, dass wir unsere Glieder als Werkzeuge der
Gerechtigkeit gebrauchen sollen. Das ist ein Gedanke im Römerbrief,
Kapitel 6, der wird übrigens
grundsätzlich in Kapitel 12 am Anfang noch einmal aufgegriffen.
Da wird gefragt, was tun wir denn,
wie leben wir unser Leben als solche, die gerechtfertigt sind?
Die Antwort ist im Grunde
in einer ganz praktischen
Gerechtigkeit.
Und, ihr lieben Geschwister, praktische Gerechtigkeit ist im Grunde,
ich erkläre das mal,
dass wir jedem das geben, was ihm nach göttlichen Maßstäben zusteht.
Das ist praktische Gerechtigkeit.
Ein Tun
von praktischer Gerechtigkeit.
Jetzt wirst du sagen, das ist mir ein bisschen zu hoch,
ein bisschen zu abstrakt die Formulierung.
Jedem das geben,
nach, äh, was
ihm zusteht, nach göttlichen Maßstäben.
Ich mach das mal ein bisschen konkreter.
Du gibst zum Beispiel Gott, was Gott zusteht,
nach seinen Maßstäben.
Jetzt können wir eine ganze Menge mehr damit anfangen.
Wir sollen dem Bruder, der Schwester,
ist ja viel von Bruderliebe,
geht mal in den Johannesbrief, den ersten,
dem Bruder sollen wir geben, was dem Bruder nach göttlichen Maßstäben
zusteht.
Das kann sogar so weit gehen, wie der erste Johannesbrief sagt,
dass wir unser Leben geben.
Das steht dem Bruder zu, nicht weil der das anmeldet,
sondern weil Gott so redet
über die Bruderliebe.
In was steht
der Regierung
zu Römer 13?
Dass wir ihr das geben, was ihr zusteht.
Das hat was mit dem Sternenkasten zu tun, das hat was
mit dem Zumwinkeln zu tun, das hat was hier mit und was dort mit zu tun.
Und wenn wir der Ehefrau das geben sollen, was ihr zusteht oder dem Ehemann
praktische Gerechtigkeit, was steht denn meiner Frau zu, nach Gottes Wort?
Ich verrate euch das mal, ihr lieben Ehemänner, ihr wisst das ja,
ist ja eine beständige Übung, wir sollen sie lieben
wie unser eigenes Fleisch. Steht ihr zu?
Nicht weil die das einfordert, sondern weil Gott das sagt.
Was steht den Männern zu?
Thema der Frau.
Wisst ihr auch, ne?
Nach göttlichem Maßstab.
Das ist Dienst füreinander und gleichzeitig Dienst für ihn.
Dass wir unsere
Leiber mit den
Gliedern als Werkzeuge der Gerechtigkeit
Gott wie ein Opfer zur Verfügung stellen.
Und da sagt Römer 12 am Anfang,
das ist euer vernünftiger Dienst oder
Gottesdienst.
Eben das tun wir übrigens auch,
eine andere Schau, als Glieder des einen Leibes, dienet einander.
Ganz praktische Hilfsdienste.
Als aus der Kraft, die Gott erreicht.
Das hat zum Beispiel die Dorcas gemacht, als die Kleider nähte.
So praktisch kann es werden.
Das hat die Phöbe gemacht.
Eine Dienerin der Versammlung in Henkrea.
Da steht nicht, was sie gedient hat, aber sie hat es getan,
in dem Maß, wie das einer Schwester zusteht, von Gott zugewiesen wird.
Dienste, ihr Lieben.
Als Lebenshaltung.
Als Dienst ihm gegenüber,
der sie aber oft genug konkretisiert,
als Dienst am Bruder,
an der Schwester.
Und dann haben wir die Dienste in der Versammlung, des Hirten, des Lehrers, des Evangelisten.
Martha war keiner von allen dreien.
Aber wenn wir über Dienste nachdenken, ihr Lieben,
wo wir uns selbst geben dürfen, bereithalten,
wenn er uns zu Diensten gebrauchen will, ihr lieben Brüder,
das darf ich mal im Blick,
auch auf den Dienst zur Auferbauung in der Versammlung sagen,
bin ich da bereit.
Kann ich schon manchen Samstag kosten. Ich meine jetzt nicht, dass du einen Vortrag vorbereitest,
das habe ich überhaupt nicht gesagt, auch nicht gemeint.
Aber lieben Geschwister, dass wir in Gottes Wort forschen,
wenn wir nichts haben, können wir nichts geben.
Haben wir denn was?
Als es darum ging, die Brote zu verteilen,
da hat er sie gefragt
und da haben sie so ein bisschen vage geantwortet, da hat er gesagt, geht hin und seht, was ihr habt.
Wir haben nie genug.
Wir haben nie genug.
Aber wir dürfen das, was wir haben, ihm geben,
dass er ein volles Maß
daraus schafft.
Aber lieben, was haben wir denn, was wir geben können, ihr lieben jungen Brüder?
Was habt ihr, was ihr, wenn der Herr es will, euch gebrauchen will,
was ihr ihm geben könnt,
dass ihr sagt, Herr, ich kann nicht, wie David,
wer bin ich, das ich vermag?
Aber dann können wir, wie ein Gideon dem Herrn, auch die leeren Hände
hinhalten.
Wer bin ich, was habe ich? Ich habe nichts.
Und dann werden wir erleben, ihr lieben Geschwister, das ist eine
Erfahrungstatsache,
dass der Herr dann, wenn wir mit leeren Händen kommen,
wenn wir nur diese fünf Brote und zwei Fischer haben,
was ist das unter so viele,
dass der Herr
ein volles Maß daraus macht.
Dein reicher Segen fließt verborgen
und nimmer gehe ich kerklich aus.
Und der liebe Bruder,
der vor der Stunde vielleicht geübt war und merkte, vielleicht will der Herr
dich gebrauchen, der wusste nicht, was er geben sollte.
Und nach der Stunde
war das allgemeine Empfinden,
nimmer gehe ich kerklich aus.
Dein, dein reicher Segen
fließt verborgen.
Ihr Lieben, aber was haben wir denn zu geben?
Das ist hier die Frage.
Und dann gibt es noch einen letzten Dienst.
Das ist der Dienst im engsten Sinne, das ist der Gottesdienst.
Und damit kommen wir jetzt zu Maria.
Der Gottesdienst, das ist was wir
üblicherweise sonntags morgens tun, wenn wir den Tod des Herrn verkündigen
und diese Gelegenheit nutzen.
Und es ist ein idealer Augenblick,
um Opfer des Lobes und des Dankes
zu bringen, Anbetung zu bringen,
was hier versinnbildigt wird
durch diese kostbare Nade.
Warum das ein treffliches Sinnbild ist, will ich kurz andeuten, auch die Art und
Weise,
wie Maria es gibt, ist ein treffliches Sinnbild
einer Anbetung aus vollem Herzen.
Es ist hier nicht die einfache Nade, die gibt es auch. Die hat übrigens die
große Sünderin in Lukas 7 gebraucht
und im Sinnbild
konnte die auch gar nicht mehr geben.
Die hat im Grunde nur, in Anführungsstrichen, erlebt.
Ich habe endlich den Sünderheiland gefunden.
Und als sie den Sünderheiland gefunden hat,
zu dem sie mit ihrem ganzen Sündenelend kommen konnte erleben,
dann hat sie ihm das gegeben an Huldigung,
was sie vermochte. Das war noch nicht viel, das war nicht so viel,
wie der Nikodemus geben konnte am Auferstehungstag
oder vorher, als er es brachte.
Und erst recht nicht so viel,
wie diese Maria,
die nicht einfache,
sondern diese wertvolle,
sehr kostbare Nade
gegeben hat.
Worin ist der Unterschied?
Maria ist nicht gerade zum Glauben gekommen,
sondern das ist eine Frau, die hat ihre Geschichte mit dem Herrn.
Wir haben über Gemeinschaft geredet, Lazarus,
die kannte sie längst.
Sie hatte doch damals zu den Füßen des Herrn
gesessen,
eben das war nicht dieses
sich erfreuen in der Gemeinschaft nur,
sondern diese beschauliche Erwartung,
ich will was erkennen von ihm.
Sie hat seinem Wort zugehört.
Aufgesaugt, wer Christus ist.
Und dann hatte er Jesus genau dazu gesagt,
eins ist
Not oder notwendig.
Bild übrigens heute noch, ihr Lieben, manche Not
in unserem Leben kann gewendet werden,
wenn wir den Ort nur mehr kennen würden.
Bei ihm, bei ihm.
Und dann hatte er gesagt, sie hat
das gute Teil erwählt.
Und weil sie dieses gute Teil erwählt hat,
Christus, den Sohn Gottes kennengelernt hat,
konnte sie jetzt
das gute Werk tun,
wie Matthäus das formuliert,
was jetzt vor uns ist.
Da konnte sie
diese kostbare Nadel
dem Herrn schenken.
Und ihr lieben Geschwister, das war so immerhin der Gegenwert
des Jahreslohnes eines Tagelöhners. Das war schon was.
Wir können das ja mal getrost so ein bisschen hochrechnen heute Abend,
was wir so im Jahr zusammen kriegen, ob wir bereit wären,
das dem Herrn zu geben.
Du musst es nicht dem Herrn geben,
aber die Frage ist, ob du bereit wärst,
wie diese Witwe.
Da hat der Herr auch nicht verlangt, du musst das jetzt geben,
als die da am Schatzkasten vorbeikam.
Aber sie hat es gegeben.
Und da sieht Gott,
welche Beweggründe im Herzen sind.
Und ihr lieben Geschwister, das ist ein Grundsatz Gottes, die Beweggründe des
Herzens, die sind wertvoll für ihn.
Das ist der erste Wert für ihn.
Die Beweggründe
deines
und meines
Herzens.
Und hinter dieser kostbaren Salbe
stehen Beweggründe dieser
gläubigen Frau.
Nämlich Christus zu
ehren.
Und dann tut sie das völlig unüblich.
Diese Alabasterfläschchen hatten in der Regel einen langen Hals und waren oben
so ein bisschen
gewulstet,
damit man die Salbe nur ganz sparsam tropfenweise
ausgießen konnte, eben weil sie so wertvoll war.
Was macht sie?
Sie zerbricht das Fläschchen.
Ihr Lieben, nicht
in kleinen Portionen,
sondern sie sagt alles.
Alles für ihn.
Ihr lieben Geschwister, haben wir ein gefülltes Herz,
das Gegenstück,
das gemeinte Gegenstück
der kostbaren Salbe,
die diesen Wohlgeruch ausströmt?
Haben wir da ein gefülltes Herz,
wenn wir in die Gegenwart des Herrn gehen
und sagen wir dann
alles, Herr Jesus,
alles für dich.
Für den, den unsere Seele liebt,
der Leben uns
und alles gibt,
der der Geliebte des Rathers ist,
seine
unaussprechliche Gabe.
Dann hat sie alles gegeben.
Und das ist mehr als
Dank, ihr lieben Geschwister.
Das ist mehr als Dank.
Wir danken für etwas,
was wir empfangen haben.
Aber an Betung
schaut letztendlich
über die empfangene Gabe hinaus
ins Herz
des Gebers.
Sie bleibt nicht bei der Hand des Gebers stehen,
so kostbar die Gabe ist,
sondern schaut in das Herz des Gebers
und sieht, warum
er diese wertvolle Gabe gegeben hat.
Ihr lieben Geschwister, wissen wir,
haben wir erfasst,
was das Herz Gottes bewegt hat,
als er seinen geliebten Sohn für Sünder,
für mich in den Tod gab?
Ich bin noch dabei, es zu erfassen
und merke, ihr Lieben,
dass ich noch das allerwenigste erkannt habe.
Ihr auch.
Aber möchte der Herr uns anreizen,
dass wir mehr in dieses Herz schauen
und je mehr wir es erkennen, was dort ist, diese unendliche
göttliche Liebe, die zu allem bereit war,
desto mehr werden wir anbeten.
Und dann hat diese Maria,
das mag ein letzter Gedanke für heute Abend sein,
dann hat sie
die Füße des Herrn abgetrocknet mit ihren Haaren.
Erstmal konnte sie das.
Ich wünsche, das könnte heute jede Schwester,
aber mehr sage ich zu dem Thema nicht, es ist ein biblisches Thema,
ohne jede Frage.
Leider heute so ein bisschen
ins Schleudern geraten, leider.
Aber das ist mein Thema jetzt nicht.
Sondern das, was daraus erwuchs, ihr lieben Geschwister,
dass sie sich beugte, indem sie die Füße
des Sohnes Gottes abtrocknete.
Dann war irgendwann dieses Abendessen zu Ende.
Aber das Haus war
erfüllt mit dem Geruch der Salbe.
Das war eine erste Auswirkung.
Ich sage einmal, ihr lieben Geschwister,
der Tag des Herrn, wenn er uns ihn noch schenkt, der ist sehr nah,
wenn wir dann auch sagen können,
wenn wir aus der Tür wieder rausgehen,
dass das Haus
vom Geruch der Salbe erfüllt war, ihr Lieben.
Dass wir alle unter dem Eindruck stehen,
es hat wirklich an Betung stattgefunden.
Nicht, wie mal jemand sagte, wir haben schöne Anbetungslieder gesungen.
Das ist das Thema hier nicht.
Sondern ob wir wirklich
angebetet haben.
Ihr Lieben, ich muss mich fragen, bin ich in Anbetung in der Gegenwart
des Sohnes Gottes gewesen?
Bist du da gewesen in seiner Gegenwart
mit einem Herzen,
wo die Anbetung zu Hause ist, dass du auch gesagt hast,
da möchte ich nicht fehlen.
Alles nur für ihn.
Ihr Lieben, wenn wir in seiner Gegenwart an seinem Tisch waren
und seinen Tod verkündigen durften.
Wenn wir von dem Brot nicht essen und von dem Kelch nicht trinken,
verkündigen wir in diesem definierten Sinne, vom Herrn selbst definiert,
nicht
den Tod des Herrn.
Der wird nicht durch das Singen der Lieder verkündigt.
Sondern durch das Essen von dem Brot und durch das Trinken
von dem Kelch.
Damit verkündigen wir seinen Tod.
Das sucht er
in einer Atmosphäre
der Anbetung. Ihr Lieben, es ist dann
sozusagen
das Haus erfüllt von dem Geruch der Salbe.
Und dann gehen wir nach Hause. Du gehst nach Hause und ich.
Und die Maria ist auch ihre Wege gegangen.
Aber du konntest noch lange danach
spüren, was sie erlebt hatte
bei und mit Christus. Warum?
Weil sie mit ihren Haaren die Füße des Herrn abgetrocknet hatte,
gab es bei ihr selbst Rückstände,
die einfach Zeugnis ablegten
von dem, was geschehen war.
Gibt es in unserem Leben
irgendwelche Zeugnisse,
an denen andere erkennen können,
hast du eine Ausstrahlung über solche Augenblicke hinaus,
an denen man sehen kann, woher du kommst,
dass du in Anbetung vor ihm warst.
Wie lange spürt man das?
Liebe Geschwister, wenn man diesen Geruch der Salbe in unseren Haaren spürt,
wenn wir diese Ausstrahlung haben,
dann formt das unser ganzes geistliches Leben.
Ich fürchte, dass man in unserem Alltag zu wenig davon spürt.
Von dieser Ausstrahlung,
dass wir Christen sind,
die im Gottesdienst
wirklich Anbetung kennen.
Anbetung ist nicht nur was für Brüder.
Und das recht nicht für die Brüder, die am Tisch sitzen.
Die schlagen vielleicht ein Lied vor, die beten.
Und wenn sie beten, sollen sie Mund der Versammlung sein,
egal ob Bruder oder Schwester, jung oder alt,
wenn ich mein Amen zu diesem Gebet sage,
und ich hoffe, dass ihr hier ein kräftiges Amen von Herzen habt,
man erlebt schon mal merkwürdige Dinge,
dass man kaum das Amen hört.
Wenn das von Herzen kommt,
so sei es,
haben wir dann sozusagen
eingestimmt
in den Lobpreis Gottes und unseres Herrn,
was der Bruder da laut gesagt hat als Mund der Versammlung.
Ist unsere Seele dann
nahe bei Gott gewesen,
in diesem Lobpreis,
in dieser Huldigung.
Das möchte der Herr sehen,
dass wir heute noch am Ende der Gnadenzeit
solche besonderen Augenblicke
die Gemeinschaft mit ihm haben.
Möchte der Herr schenken,
dass dieses sein Wort,
es ist ein altbekanntes Wort, das weiß ich,
das aber erneut in unseren Herzen wirkt
und Frucht
zum Preise
seines Namens bringt. …
Automatisches Transkript:
…
Wir kommen heute Abend zu einem zweiten Abendessen und lesen Gottes Wort aus Lukas 24.
Lukas 24, wir lesen ab Vers 13, Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tag in
ein Dorf mit Namen Emmaus, sechzig Stadien von Jerusalem entfernt.
Und sie unterhielten sich miteinander über dies alles, was sich zugetragen hatte.
Und es geschah, während sie sich unterhielten und sich miteinander besprachen, dass Jesus
selbst sich näherte und mit ihnen ging.
Aber ihre Augen wurden gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten.
Er sprach aber zu ihnen, was sind das für Reden, die ihr hingehen, miteinander wechselt,
und sie blieben niedergeschlagen stehen.
Einer aber mit Namen Kleopas antwortete und sprach zu ihnen, bist du der Einzige, der
in Jerusalem weilt und nicht erfahren hat, was in ihr geschehen ist in diesen Tagen?
Und er sprach zu ihnen, was denn?
Sie aber sprachen zu ihm, dass von Jesus, dem Nazarea, der ein Prophet war, mächtig
in Werk und Wort vor Gott und dem ganzen Volk, und wie ihn die hohen Priester und unsere
Obersten zur Verurteilung zum Tod überlieferten und ihn kreuzigten.
Wir aber hofften, dass er der sei, der Israel erlösen solle.
Doch auch bei all dem ist dies heute der dritte Tag, seitdem dies geschehen ist.
Aber auch einige Frauen von uns haben uns außer uns gebracht.
Am frühen Morgen sind sie bei der Gruft gewesen, und als sie seinen Leib nicht fanden, kamen
sie und sagten, dass sie auch eine Erscheinung von Engeln gesehen hätten, die sagen, dass
er lebe.
Und einige von denen, die mit uns sind, gingen zu der Gruft und fanden es so, wie auch die
Frauen gesagt hatten.
Ihn aber sahen sie nicht.
Und er sprach zu ihnen, oh ihr unverständigen und trägen Herzens, an alles zu glauben,
was die Propheten geredet haben.
Musste nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit eingehen?
Und von Mose und von allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften das,
was ihn selbst betraf.
Und sie näherten sich dem Dorf, wohin sie gingen, und er stellte sich, als wolle er weitergehen.
Und sie nötigten ihn und sagten, bleibe bei uns, denn es ist Gegenabend, und der Tag
hat sich schon geneigt.
Und er ging hinein, um bei ihnen zu bleiben.
Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch lag, dass er das Brot nahm und segnete, und als
er es gebrochen hatte, reichte es ihnen, ihre Augen aber wurden aufgetan, und sie erkannten
ihn, und er wurde ihnen unsichtbar.
Und sie sprachen zueinander, brannte nicht unser Herz in uns, als er auf dem Weg zu uns
redete und als er uns die Schriften öffnete?
Und sie standen zu derselben Stunde auf und kehrten nach Jerusalem zurück, und sie fanden
die Elf, und die mit ihnen waren versammelt, welche sagten, der Herr ist wirklich auferweckt
worden, und dem Simon erschienen.
Und sie erzählten, was auf dem Weg geschehen war, und wie er von ihnen erkannt worden war
an dem Brechen des Brotes.
Während sie aber dies redeten, trat er selbst in ihre Mitte und spricht zu ihnen, Friede
euch.
Soweit heute Abend das heilige Wort Gottes.
Ihr lieben Geschwister, wenn wir heute Abend zu einem zweiten Abendessen im Neuen Testament
kommen, dann darf ich an das erinnern, was wir gestern schon gehört haben, dass bei
zwei Abendessen, von denen insgesamt, und wir haben uns daran erinnert, dass der Abend,
wo der Herr das sogenannte Abendmahl einsetzte, das ist hier in diesem Zusammenhang nicht
der Fall.
Aber wenn wir die drei verbleibenden Abendessen nehmen von Bethanie, von Emmaus und Laudizea,
dann haben wir bei den ersten beiden einen ganz historischen Ausgangspunkt, wo es um
wirklich stattgefundene Erlebnisse an dem Abend eines solchen Tages geht.
Aber dann haben wir gesehen, dass wir das in einer geistlichen Anwendung für uns nutzbringend
betrachten können, dass das in einer geistlichen Sprache zu uns redet.
Übrigens, wenn wir, so der Herr das schenkt, morgen dieses Abendessen in Laudizea vor uns
haben, da geht es nicht mehr um ein historisch einmaliges Ereignis, was zugrunde liegt, sondern
da redet der Herr in der Tat in der rein sinnbildlichen Sprache.
Wir wollen heute Abend beides vor uns haben.
Und ich darf auch noch einmal daran erinnern, wenn das ebenfalls hier an dem Abend des Tages
geschieht, dann können wir im übertragenen Sinne einen Abend einer größeren Epoche
eines Zeitabschnittes sehen, wo eben dieser Zeitabschnitt ausklingt.
Wir haben gestern gesehen, dass das Abendessen in Bethanien in diesem Sinn am Abend des öffentlichen
Dienstes des Herrn Jesus auf dieser Erde war, wo gewissermaßen unmittelbar vor seinem
Weg nach Golgatha dieser öffentliche Dienst ausklingt, wo die Wolken der Feindschaft des
Menschen an Dunkelheit und Düsterheit zunehmen und sich der Augenblick anbahnt, wovon der
Herr Jesus sagt, das ist eure Stunde und die Gewalt der Finsternis.
Und da haben glaubende Herzen eine Aufnahme für ihn.
Was muss das eine Erquickung für den Herrn Jesus gewesen sein?
Und was ist es heute noch für eine Erquickung, eine Freude für den Herrn Jesus, wenn er
in derselben von Satan dominierten Welt sieht, da sind Einzelne, deren Herz für mich schlägt,
die danach verlangen, Gemeinschaft mit mir zu haben, die mir sozusagen etwas geben möchten,
etwas geben, was mein Herz erfreut.
Heute Abend haben wir nicht mehr ein Abendessen des Gebens, sondern des Empfangens, wo wir
zwei Glaubende sehen, die bei diesem Abendessen aus den Händen des Sohnes Gottes etwas empfangen
dürfen.
Und wenn wir überlegen manchmal, was ist das Wertvollere, ich will die Frage nicht
entscheiden.
Erliebene Lieben, beides hat seinen unendlichen Wert, wenn wir ihm etwas geben dürfen oder
wenn wir von ihm etwas empfangen dürfen.
Hast du heute schon von ihm empfangen?
Hast du heute schon von ihm empfangen?
Und wenn er geben will, ihr Lieben, sein Segen fließt reich verborgen und nimmer gehen wir
kerklich aus.
Wie oft haben wir das schon gesungen?
Und wie oft haben wir es tatsächlich erlebt?
Gemeinschaftlich, persönlich, dass wir nicht kerklich ausgehen.
Wenn der Heiland uns gibt, will er uns aus seiner Fülle geben.
Aber dann schauen wir manchmal in unser Leben hinein, wie viel von dieser Fülle, die er
bereit ist zu schenken, nehmen wir tatsächlich auf.
Ich glaube, es sähe in unserem persönlichen Leben, im Leben unserer Familien, im geistlichen
Leben der Versammlung manchmal anders aus, wenn wir einfach mehr nehmen, was er uns schenkt.
Dass wir in der Tat keinen Mangel haben an seiner Gnade.
Die Hebräer hatten Mangel an der Gnade, aber das lag nicht an dem Herrn, seiner Fülle
von Gnade.
Aus seiner Fülle haben wir empfangen.
Gnade um Gnade, der Strom fließt, ihr Lieben, aber wir können uns verengen und da sind
wir letztendlich auch bei dem Thema, was uns heute Abend beschäftigt.
Die beiden da, die da von Jerusalem nach Emmaus gingen, die waren nicht immer in der
Lage zu empfangen und darin steckt die eigentliche innere geistliche Entwicklung, mit der uns
Gottes Wort vertraut machen will.
Es gibt Verhältnisse in unserem Herzen, dass wir angesichts exklusiver Heilstatssachen
und das war solch ein Tag, der Tag seiner Auferstehung, dass wir in uns verengt sind,
dass wir geistlich verkrampft sind und das nicht wahrnehmen können und uns an dem nicht
erfreuen können, was der Herr uns gerne in Fülle genießen lassen möchte.
Deshalb gehen wir jetzt mal eben rasch von diesem Zeitpunkt aus, das haben wir ja gestern
übrigens auch gemacht, zu welch einer Zeit wurde ihm dieses Abendessen bereitet.
Und ihr Lieben, wenn wir gestern sechs Tage vor dem Passa waren, das heißt unmittelbar
vor dem Kreuz, dann sind wir hier unmittelbar nach Kreuz und Grab, da sind wir auf dem Boden
der Auferstehung, des Triumphs des Sohnes Gottes, ihr Lieben.
Und was das für ein Triumph war, wir können es in dem vollen Maß wahrscheinlich alle
miteinander nicht fassen, aber eines ist sicher, ihr lieben Geschwister, dieser Tag ist ein
Tag, wo der Himmel in Bewegung war, wir wissen, der Römerbrief erklärt uns das, dass der
Herr Jesus durch die Herrlichkeit des Vaters auferweckt worden ist.
Gott hatte seine Zeit, wo der Herr Jesus im Grabe liegen musste, in dem Tod.
Und diese Zeit sehen wir, nehmen wir zur Kenntnis.
Drei Tage, drei Nächte im Herzen der Erde, wird gesagt, wie Jonah.
Ich rechne jetzt nicht, obwohl das Fragen aufwirft, wie berechnen wir die drei Tage.
Ihr Lieben, die stehen, die stehen.
Aber das ist Gottes Zeit gewesen und er hat seinen geliebten Sohn, der da gerufen hatte,
es ist vollbracht, ihr Lieben, ich bin überzeugt, er hat ihn keine Sekunde länger in diesem
Grabe gelassen, sondern seine ganze Herrlichkeit hat ihn auferweckt.
Und ihr Lieben, die Auferstehung, die Auferweckung des Herrn ist letztlich das einzig sichtbare,
erkennbare Dokument, dass Gott mit dem Sühnenberg des Herrn Jesus vollauf zufrieden ist.
Das können wir in Gottes Wort nachlesen.
Mit welch einer Freude wird Gott sozusagen den Stempel seiner ganzen Anerkennung dieses
Sühnenwerkes gedrückt haben, dass als der Herr Jesus rief, es ist vollbracht, nachdem
die Menschen gerufen hatten, er ist es todesschuldig, dass Gott gewissermaßen auch sagt, es ist
in der Tat vollbracht.
Und nicht eintönt und es nicht kann, was die Menschen sagten, er ist es todesschuldig,
sondern gewissermaßen sagt, er ist es lebensschuldig.
Und dann hat er ihn in seiner im eigenen Herrlichkeit auferweckt.
Und der Jesus ist Kraft des in ihm wohnenden Lebens auferstanden.
Das sind die beiden Seiten, die sehr eng miteinander in Verbindung stehen.
Und der liebe Petrus hat schon recht, wenn er dann so unmittelbar zu Beginn der Apostelgeschichte
sagt, dass damit durch die Auferstehung des Herrn Jesus die Wehen des Todes aufgelöst
waren.
Der Herr hat den Tod zutiefst durchlitten, auch das Bewusstsein, dass er im Grabe liegen
musste, in Schwachheit gekreuzigt.
Das hat er erlebt.
Und dann kam dieser Augenblick, wo die Wehen des Todes aufgelöst waren, wo er auch nicht
mehr beengt war, wie vor seinen Kreuzeslaien, vor diesem Werk.
Er sagte, ich bin beengt, bis diese Taufe vollbracht ist, diese Leidenstaufe.
Und, ihr Lieben, auf Auferstehungsboden ist das Ausströmen der heilbringenden Gnade
Gottes keiner Grenze unterstellt.
Diese Gnade, die weltweit verkündet werden darf, sie fußt auf der Tatsache der Auferstehung
und die Auferstehung ist Beweis eines vollendeten Südenwerkes.
Aber nicht nur die Wehen des Todes sind aufgelöst für unseren Herrn, sondern, ihr Lieben, er
darf sozusagen fühlbar für sich den Beweis Gottes entgegennehmen, dass da einmal Gottes
Frommer im Grab gelegen hatte.
Wir kennen ja alle Psalm 16.
Du wirst nicht zulassen, dass dann Frommer die Verwesung sehe.
Da wird prophetisch vom Herrn Jesus geredet, dass er Fülle von Freude vor seinem Angesicht
erleben würde.
Warum ist dieser Punkt so wichtig, dass der Jesus keine Verwesung sehen würde?
Es ist Erfüllung dieser prophetischen Schrift, weswegen wir ja übrigens nicht davon reden
dürfen, dass der Leichnam des Herrn im Grab gelegen hat.
Wenn einer von uns Menschen stirbt, dann kannst du sofort sagen, wenn die Beerdigung ist,
da ist der Leichnam im Grabe, weil mit dem Tod unmittelbar der Verwesungsprozess einsetzt.
Und das war bei dem Herrn Jesus nicht.
Du wirst nicht zulassen, dass dein Frommer die Verwesung sehe.
Warum ist auch diese öffentliche Dokumentation so wichtig?
Das ist deshalb wichtig, weil wir als Menschen in unserer elenden Vermessenheit mit am Kreuz
gestanden hatten, er vertraut auf Gott, der rette ihn.
Jetzt kommt der Satz, den die Menschen sprachen.
Wenn er ihn begehrt, wenn er überhaupt Gefallen an ihm hat.
Sie meinten damit, der jetzt am Kreuz hängt, der wird da nicht von runterkommen.
Und das ist für uns der sichtbare Beweis, den wir sogar mit den Schriften belegen können,
dass Gott kein Vertrauen, kein Gefallen an ihm hat.
Und wenn er von dem Vertrauen auf Gott geredet hat, dann war das ein Phantom, dann war das heiße Luft,
mehr nicht, so die boshafte Sprache des Menschen.
Vielleicht haben sie noch Psalm 22 herangezogen.
Die Väter, sie vertrauten auf dich und du rettetest sie.
Also wer vertraut, wird gerettet.
Oder vielleicht haben sie ein bisschen weiter in den Psalmen geblättert.
Nie sah ich den Gerechten verlassen von Gott.
Und er hat doch gesagt, er sei der Gerechte.
Und was hat Gott getan?
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Sprach nicht alles gegen ihn, ihr Lieben.
Der Mensch, der verblendet ist am Verstand der Sünde wegen, konnte nur so reden, konnte nur so reden.
Und dagegen setzt Gott die Auferweckung seines Geliebten, seines Frommen.
Er war in der Tat Gottes Frommer, der sein ganzes Vertrauen auf ihn gesetzt hat.
Damit beginnt ja übrigens dieser Psalm 16.
Bewahre mich Gott, denn ich traue auf dich.
Das war der Beweis, ihr Lieben.
Übrigens können wir das auch in Psalm 18 nachlesen.
Du führtest mich hinaus ins Weite.
Das ist mein Prophetisch auf Auferstehungsgrund.
Warum?
Weil du Lust an mir gefunden hast.
Was hatten die Menschen gesagt?
Der rette ihn, wenn er Lust an ihm hat.
Und ihr Lieben, schon das Alte Testament sagt, dass Gott ihn ins Weite führen würde,
eben weil er das ganze Wohlgefallen an dieser vollkommenen Person hatte.
Dieses Dokument erleben wir in Auferstehung.
Das macht uns auch die Auferstehung so kostbar.
Wenn wir das natürlich aus unserer Sicht sehen, diesen Tag heute mit den Augen des Glaubens sehen
und mit der Belehrung des Neuen Testaments, dann wissen wir, was Römer 4 am Schluss sagt,
unsere Übertretungen wegen dahingegeben.
An diesem Kreuz bis in den Tod der Sünde wegen.
Aber unserer Rechtfertigung wegen auferweckt.
Ihr Lieben, deshalb wissen wir auch, wenn wir heute an einem Grabe stehen,
das ist schon manch einem zu einem unendlichen Trost gewesen,
es gibt Auferstehung.
Wenn wir dieses große Auferstehungskapitel 1. Korinther 15 nehmen,
Christus der Erstling.
Aber dann kommen die anderen, die des Christus sind, ihr Lieben,
wo es eine Erstlingsfrucht gibt, muss es andere der gleichen Art geben.
Und es wird sie geben, wenn er mit diesem gewaltigen Ruf, ihr Lieben,
alle Entschlafenen in Christus hervorrufen wird aus den Gräbern.
Dann werden wir, ob wir leben oder selbst durch den Tod gehen mussten,
wir werden miteinander bei Christus sein.
O seliges Vollenden.
Wie viel Trost hat das gerade an offenen Gräbern gegeben.
Ihr Lieben, der Tag, der die Garantie dafür geschaffen hat,
das ist unser Tag, an dem dieses Abendessen stattfand.
Wir mögen vielleicht fragen, das mag uns jetzt zu einem nächsten Punkt überleiten.
Wir wissen, dass der Herr Jesus darauf wartete, intensiv wartete,
und das ist vor allem ein Thema im Johannesevangelium,
auf die Stunde, wo er wieder zum Vater zurückgehen könnte.
Und das wird dort auch verschiedentlich formuliert.
Und wenn wir mal Johannes 17 lesen, ihr lieben Geschwister,
da steht er gewissermaßen schon hinter dem Kreuz.
Und dann sagt er seinem Vater, ich habe dich verherrlicht auf der Erde.
Das Werk habe ich vollbracht, das du mir gegeben hast.
Und nun verherrliche du mich.
Das war die Stunde, wo er wieder zum Vater gehen würde.
Und jetzt haben wir sicherlich die Frage, ihr lieben Geschwister,
der Jesus ist doch noch 40 Tage da geblieben.
Durch viele sichere Kennzeichen hat er sich als der Auferstandene gezeigt.
Können wir nachlesen?
Warum ist er nicht nach seiner Auferstehung unmittelbar zum Vater gegangen?
Dass er dieses große Ereignis, und wir können kaum nachvollziehen,
wie sehr der Herr Jesus darauf gewartet hat, alles vollendet zu haben
und damit so vor den Vater hinzutreten.
Ich habe dich verherrlicht.
Und dass er dann dorthin gehen würde als verherrlichter Mensch,
wo er in Ewigkeit beim Vater war.
Verlendung dessen, wozu er beauftragt worden war.
Warum noch so lange auf dieser Erde?
Eine erste Antwort ist für mich ganz einfach, das ist Gottes Zeit.
Das hat er festgelegt.
Und das mag uns dann erst einmal Antwort genug sein.
Aber ich glaube, es gibt eine zweite Antwort,
dass nämlich die Auferstehung des Herrn hinreichend bezeugt werden soll.
Und wenn wir gerade mal 1. Korinther 15 lesen,
werden ja Zeugen seiner Auferstehung genannt,
bis hin zu den 500 Brüdern auf einmal.
Da werden sie genannt.
Und das ist sicherlich eine Begründung,
dass er nicht sofort zum Vater gegangen ist.
Vielleicht gibt es noch eine zweite, ihr Lieben.
Und jetzt gehe ich mal zu dieser Auflistung 1. Korinther 15.
Habt ihr da schon mal diese beiden Emmausjünger gesehen?
Sie waren doch auch Zeugen seiner Auferstehung.
Und mit welch einer Freude haben sie sofort, unmittelbar danach,
haben sie bezeugt, dass sie ihn lebend aus den Toten gesehen haben?
Und ich glaube, darüber haben sie nicht nur mit den Elfen gesprochen
und die bei ihnen waren, also mit Glaubenden.
Das haben sie einfach bezeugt, davon bin ich mir sicher.
Aber sie werden nicht genannt in der Liste von 1. Korinther 15 als Zeugen,
obwohl sie es waren.
Weshalb dann diese Begegnung in der Schrift?
Ihr Lieben, das Zeugnis ist eine Sache.
Aber jetzt kommen wir zu dem, ihr lieben Geschwister,
der, wie Johannes 10 sagt, als der gute Hirte
sein Leben gegeben hat für seine Schafe.
Und er kannte alle mit Namen.
Auch hier unseren Kleopas und den Zweiten kannte er mit Namen.
Weißt du, der kennt dich auch mit Namen.
Der kennt dich mit Namen.
Wenn du zu seiner Herde gehörst, wenn er dein guter Hirte ist,
den du angenommen hast im Glauben, da kennt er dich mit Namen.
Und ihr lieben Geschwister, hier sehen wir die Hirtenfürsorge.
Ich sage einmal das mit einem anderen Wort.
Wir sehen die Seelsorge des guten Hirten an diesen beiden.
Vielleicht hätten wir anders an der Stelle des Herrn entschieden
und wären sofort zu den Elfen, Judas müssen wir abziehen, gegangen.
Sozusagen die offizielle Begegnung.
Und hätten sofort das gesagt, was dann schließlich im Obersaal gesagt wird.
Das macht der Herr Jesus später.
Vorher kümmert er sich um diese zwei, die seine Fürsorge ganz besonders brauchen.
Jetzt kommen wir zu diesem zweiten Punkt.
Zu der Ausgangssituation dieser beiden Jünger des Herrn.
Sie waren Jünger.
In die der Herr Jesus als der gute Hirte mit seiner Seelsorge,
und das müssen wir einmal wörtlich nehmen, mit seiner Seelsorge eintritt.
Und hier haben wir ein Beispielfall, wie der Herr mit Jüngern, mit den Seinen umgeht.
Wenn sie Seelsorge gebrauchen.
Eben, Geschwister, kennen wir uns so viel, dass wir sagen könnten,
hier sitzt der eine oder andere, ich gehöre vielleicht dazu, dass ich Seelsorge brauche.
Die beiden hier brauchten Seelsorge.
Ja, aber die waren doch mit dem Herrn Jesus beschäftigt.
Das macht doch ihr Reden aus. Natürlich.
Wir können auch mit Dingen des Glaubens beschäftigt sein
und doch können wir unsere eigenen Gedanken, unsere eigenen Gefühle haben.
Ihr Lieben, wir gleiten so ein bisschen aus dem Ruder.
Wir machen unsere eigenen Gedanken und kommen auf einmal ins Problematisieren hinein
und wir kommen damit nicht zu Rande.
Ich habe mal vor einigen Jahren ein Gespräch, mehrere Gespräche mit einer älteren Schwester gehabt,
die mit ihrer Lebenssituation nicht mehr zurecht gekommen ist.
Sie wollte auch den Herrn reinbringen, aber hatte immer die falschen Ansätze.
Sie war nicht zu dem Punkt gekommen, bei den Wegführungen Gottes einmal zu sagen, ja Vater.
Sollen wir doch, ne?
Oder darf ich euch mal an das Lied erinnern, was wir gesungen haben.
Das fiel mir so beim Singen eben auf.
Da haben wir doch gesagt, mit dir kann ich durch finstre Täler wallen.
Ich fürchte nichts.
Du lässt mich nicht fallen.
Ich tröste deines Stabes mich.
Wenn wir diese finsteren Täler kennen, fürchten wir da nichts?
Ist unser Herz furchtlos und in Frieden?
Oder sieht es manchmal tatsächlich doch anders aus?
Wenn wir hindurch müssen durch die finsteren Täler, dass wir anfangen zu problematisieren.
Und diese Schwester, von der ich erzählte,
ist psychisch dabei so aus den Fugen geraten,
dass es schlimm endete mit ihr.
In diesen Situationen hat sie ein Gebet gesprochen,
ohne dass ich dazu aufgefordert hätte.
Und in dem Gebet hat sie dem Herrn alles hingelegt.
Alles hingelegt, was in ihrem Herzen war.
Und doch, ihr Lieben, fünf Minuten später,
hat sie ihr altes Päckchen an Problemen doch wieder aufgenommen.
Sie wollte den Herrn da reinbringen.
Und kam doch von ihren Emotionen, von ihren Gedanken,
von ihren Einschätzungen nicht los.
Und ihr Lieben, daran hat sie sich verrannt.
Aber sie wollte doch den Herrn hineinbringen. Ja. Ja.
Elvin, wie geht der Herr denn um, wenn er uns in solchen Situationen sieht,
wo wir eigentlich glaubensmäßig anders stehen könnten?
Genau wie die beiden.
Sie standen erklärtermaßen nicht auf der Höhe des Glaubens,
wo sie hätten stehen können.
Wir stehen auch nicht immer auf der Höhe des Glaubens,
wo wir stehen könnten.
Was macht der Herr da?
Der schenkt uns seine Seelsorge.
Vielleicht wartest du auch auf Seelsorge,
dass mal ein Bruder kommt,
dass mal jemand kommt, dem du dein Herz ausschütten kannst.
Deshalb ist übrigens der Herdendienst am Ort so wichtig.
Ich kannte mal einen Ort, als da ein Bruder heimging,
da rückten sie mit dem Spitznamen raus, den der Bruder hatte.
Das war doch Fünf-Minuten-Bruder.
Ich frage mal vorweg, bevor ich das erkläre,
ob ihr hier in Elsenrot und Umgebung auch diese Fünf-Minuten-Brüder habt.
Der kam zu den Geschwistern, klingelte, stand einfach vor der Tür.
Und dann sagte er, ich will mal fünf Minuten bei euch reingucken.
Manchmal blieb der sogar eine Stunde.
Aber er hat ihm gesagt, ich will nur mal fünf Minuten reingucken.
Wenn es nämlich nicht gepasst hätte,
dann war der nach fünf Minuten wieder weg.
Dann hat er nicht gestört oder lässt sich aufgehalten.
Aber das war nur die Möglichkeit, wenn der Bedarf war,
wenn die Herzenstüren offen waren.
Auch wenn das vom Praktischen her ging,
dann blieb der erstmal und dann hat er mal geguckt,
wie sieht es denn in den Herzen aus.
Da haben sie sich versucht zu stärken durch den Glauben,
der in dem anderen ist.
Kennt ihr das hier?
Nein, die alten Brüder haben wir nicht.
Wer sagt denn, dass es unbedingt alte Brüder sein müssen?
Ich kann kein Siegerländisch.
Aber ich habe mal bei so einem Erzsiegerländer,
als der um die 80 herum war, auch nicht mehr konnte.
Da kamen mal zwei Schülerinnen aus der nahen Schule.
Die hatten eine Freistunde.
Dann haben sie gesagt, komm, die besuchen wir mal.
Und da war der Bruder überwältigt.
Und dann hat er auf seinem Siegerländisch gesagt,
ich sage das jetzt mal ein bisschen hochdeutsch,
dass diese Mädchen kommen zu uns alten Leuten
und haben ein Lied gesungen.
Und sie haben sich über den Herrn unterhalten.
Dann sind die wieder ihre Wege gezogen.
Das war Seelsorge, das war Erquicken,
das war dieser Philemon-Dienst,
dass die Herzen der Heiligen durch dich, Bruder,
erquickt worden sind.
Wie viele Brüder habt ihr da?
Können das auch Schwestern machen?
Natürlich, natürlich.
Es gibt sogar manche Dinge, ihr Lieben,
da sind Schwestern geeigneter als Brüder.
Wenn andere Schwestern Probleme haben,
da können sie sich manchmal viel besser einfühlen,
auch miteinander reden,
vorausgesetzt, dass sie einen geistlichen Sinn haben,
ein gesundes Urteil.
Auch Schwestern können da im persönlichen Gespräch helfen.
Ihr Lieben, aber der beste Seelsorger ist und bleibt unser Herr.
Aber beauftragt uns schon mal, ihr Lieben.
Und da wollen wir und sollen wir nicht schwerhörig sein.
Vielleicht können wir heute Abend auch noch mal lernen,
wie der Herr das macht,
wie gute Seelsorge aussieht.
Ihr Lieben, das ist nicht nach dem Mund immer reden.
So seelische Streicheleinheiten verpassen,
dass wir also Seelsorge mit so einer halben Psychotherapie verwechseln.
Das dürfen wir nicht miteinander vertauschen.
Ihr Lieben, Seelsorge, wie der Herr sie uns zeigt,
eine gute Seelsorge, ihr Lieben,
die führt von einem Weg der Problemerörterung weg
zu einem Weg der guten Botschaft.
Das können wir hier übrigens nachlesen.
Das führt von einem Weg, wo die Augen nicht sehen,
hin zu einem Weg, wo die Augen des Glaubens weit geöffnet sind.
Können wir auch hier nachlesen.
Das ist der Weg der Seelsorge des Herrn.
Das führt von einem Weg, wo sie sich bewegen mit trägem Herzen.
Ihr Lieben, da ist alles festgezurrt, festgefahren.
In Denkmuster, in Argumentationsmuster
habe ich ja schon tausendmal gesagt,
so ist es, dann kriegst du die nicht weg davon.
Träges Herz, festgefahrene Gedanken,
an denen wir leiden, die auch nicht geistlich sind.
Aber wir meinen, wir haben recht, so ist es.
Und in Wirklichkeit, ihr Lieben, sind wir festgefahren.
Und der Herr muss uns woanders hinführen.
Ihr Lieben, trägen Herzens, und dann kommt das brennende Herz.
Ergebnis seiner Seelsorge.
Und dann haben sie einen Blick auf die Schrift geworfen.
Die war ihm weitgehend verschlossen,
da hat er ihnen die Schriften geöffnet.
Das war auch der Weg guter Seelsorge.
Und ihr Lieben, erstmal waren sie traurig, beschwert,
und zum Schluss, können wir alles nachlesen,
wird von Freude gesprochen, von Freude, die sie hatten.
Ihr Lieben, die Freude steht am Ende,
wenn wir die Seelsorge des Herrn genießen.
Die Freude steht am Ende, zumindest der Friede des Herzens.
Wie macht der Herr das jetzt?
Jetzt kommen wir zu einem dritten Punkt.
Der Herr Jesus stellt erst, naht sich ihnen,
und geht mit ihnen.
Ihr Lieben, Seelsorge geschieht aus der Nähe.
Können wir uns auch übrigens mal merken.
Aus der Nähe.
Was sagt man im Oberwerkschen? Bei sie beigehen.
Schön falsch formuliert, aber da merken wir, was richtig nötig ist.
Er nahte sich ihnen, immer näher,
und dann ging er mit ihnen.
Dann hat der Heiland erstmal nur gehört, offensichtlich.
Es ist ja interessant, ihr Lieben, welche Wege der Herr mitgeht,
und welche er nicht mitgeht.
Als damals der Elimelech und seine Frau da von Bethlehem weggegangen sind,
ist der Herr den verkehrten Weg nicht mitgegangen.
Und auch heute bei manchen Gläubigen geht er verkehrte Wege nicht mit,
indem sie das auch vielleicht noch akzeptiert.
Aber was der Herr da bei Elimelech, war ja schon gestorben.
Über das eigene Versagen, ihr Lieben, ist der Mann gestorben.
Aber dann war seine Frau, die Naomi, die sich Mara nennt,
die lässt Gott hören,
dass in Bethlehem wieder Brot ist.
Ihr Lieben, eine Botschaft auf verkehrten Wegen hören,
die sie wieder zurückzieht,
das ist wiederherstellende Gnade,
ist vielleicht heute Abend jemand hier,
der, vielleicht bist du äußerlich noch mit deinen Füßen hier hingekommen,
aber innerlich bist du schon auf einem falschen Weg,
dass der Herr dir nochmal ein Signal sendet,
er sagt, deinen Weg, den du innerlich gehst, kann ich nicht mitgehen,
aber ich sende dir ein Signal, ich gebe Brot da,
wo du dich entfernt hast, nicht,
aber an meinem Ort im Brothaus.
Das war Augenblick der Besinnung.
Ihr Lieben, dann ist der Herr zum Beispiel auch,
wenn wir mal ein Beispiel aus dem Neuen Testament nehmen,
nicht mit dem Petrus da schnell ins Boot gestiegen,
als der sagte, ich gehe hinfischen.
Aber wisst ihr, was mich beeindruckt hat dabei, bei der ganzen Geschichte?
Dass der Herr Jesus zwar nicht mitgegangen ist,
auf diesem selbstbestimmten Weg,
wo die Diener und Jünger des Herrn nichts eintragen konnten,
aber wo stand der Herr,
als sie dann vergebens aus der kalten Nacht wieder ans Ufer kamen,
wo stand der Herr?
Der stand da, wo sie ans Land kommen mussten.
Da stand er.
Ihr Lieben, als ob er auf sie gewartet hätte,
jetzt, jetzt muss ich um sie kümmern.
Und übrigens, da besteht eine Verbindung zu dieser Situation,
er beginnt sein Kümmern, seine Seelsorge, auch da,
nach derselben Weise.
Er stellt nämlich Fragen.
Und ihr lieben Geschwister, wenn der Herr Jesus Fragen stellt,
dann ist das nicht so, als wenn einer gerne was wissen möchte,
was er nicht weiß.
Sondern der Herr weiß alles, der liest in deinem und meinem Inneren,
wie in einem aufgeschlagenen Buch.
Der Herr fragt nicht aus Informationsbedürfnis,
sondern der Herr verfolgt mit seinen Fragen einen ganz anderen Zweck.
Ihr Lieben, er möchte, dass wir ihm,
die wir in dem Augenblick in seiner Schule sind, in seiner Seelsorge,
dass wir ihm ins Angesicht sagen, wie es in unseren Herzen aussieht,
wie es mit uns bestellt ist.
Kindlein, habt ihr was zu essen?
Eben, da haben die Petrus und irgendein anderer gesagt, wir haben gar nichts.
Da mussten sie ihrem Herrn sagen, nein.
Das ist nicht ganz einfach.
Wenn wir eigenes Versagen, zu kurz kommen,
Glaubensschwäche vor dem Herrn bekennen müssen,
wir drücken uns oft so gern abends im Gebet,
alles was nicht in Ordnung war, heute vergib mir das.
Nein, ihr Lieben, das ist nicht das richtige Beten.
Der Herr möchte, dass du das beim Namen nennst,
wo du seine Gesinnung nicht gezeigt hast,
wo du im Glauben zu kurz gekommen bist,
wo du mit der Sünde, mit der Welt geliebäugelt hast.
Mit Namen nennen, ihm ins Angesicht, ihr Lieben,
was er ohnehin sieht, was habt ihr?
Hier stellt er eine andere Frage.
Wir wollen das mal nachlesen, was er sagt.
Vers 17.
Was sind das für Reden, die ihr wandelt, miteinander führt,
in der alten Fassung steht, und seid niedergeschlagen.
Warum?
Warum?
Da mussten sie dem Herrn ins Angesicht sagen,
was sie bewegte.
Ihr Lieben, was da so ein bisschen schief gelagert war in ihren Herzen,
und das ist interessant zu sagen, bist du der Einzige in Jerusalem,
der nicht weiß, was da passiert ist?
Und wenn es einen gab, der es genau wusste,
dann war er es doch, der da gerade fragte.
So, und dann mussten sie erzählen,
und ihr Lieben, was da aus dem Herzen rauskommt,
der Herr vermag es völlig korrekt zu beurteilen,
aber wir haben ja auch so unsere Gedanken dabei.
Wollen wir mal gucken, was sie sagen?
Sie geben vier Antworten.
Sie sagen einmal das von Jesus,
da steht die Person des Herrn in ihrem Personennamen,
das was er als Mensch gewesen ist,
und wir wissen, du sollst seinen Namen Jesus heißen,
denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.
Da sahen sie den Herrn in diesem Licht als den Jesus.
Ein zweites kommt, den Nazarener.
So, da wird die Frage schon viel interessanter.
Was sahen sie hinter dem Nazarener?
Sahen sie das, was die Juden da,
die Führer im Garten Gethsemane gesagt hatten?
Als der Heiland sie fragte, wen suchet ihr?
War übrigens auch so eine Frage,
da hätten sie sagen müssen, wir suchen den Sohn Gottes,
um ihn zu kreuzigen, das hätten sie sagen müssen.
Aber was sagen sie?
Jesus, den Nazarener, diesen Verachteten.
Oder meinten sie vielleicht,
den Nazarener im Sinn von Natan,
kann aus Nazareth was Gutes kommen?
Das mildtätige Lächeln eines versierten Juden,
der die Schriften vielleicht kannte,
und nirgendwo in den Propheten war von Nazareth die Rede,
kann daher was Gutes kommen?
Und dann noch da oben aus Galiläa,
das war nicht das stolze Judea mit dem Zentrum Jerusalem,
kann da was Gutes herkommen?
Sahen sie das im Nazarener?
Oder hatten sie einen Blick für das,
was in Gottes Wort steht,
am Ende von Matthäus 2?
Ihr wird Nazarener genannt werden,
auf das die Schriften erfüllt werden.
Kennst du die Schriften?
Die Propheten des alten Testaments,
dass die mal vom Nazarener reden?
Ich kenne keine einzige Stelle.
Und die werden wir auch wahrscheinlich
überhaupt gar nicht finden,
weil in den Propheten des alten Testaments
nirgendwo vom Nazarener die Rede ist.
Also ein klassischer Fall von Irrtum?
Nein, nein.
Ihr Lieben, aber wenn wir das Wort mal nehmen,
Nazarener,
da steckt ein Wort drin,
in der Wortwurzel,
das ist das hebräische Netze,
der Spross, der Zweig.
Und jetzt müssen wir mal die Schriften durchgehen,
wo von dem Spross die Rede ist.
Was auch der Liederdichte übernommen hat.
Reis, sei dir, O Lamm,
Spross aus David stammt.
Irgendwas ein biblisches Zitat.
Und wenn wir das mal nachforschen,
wir haben jetzt die Zeit nicht dazu,
dann schlagt mal Zacharia 6 und 3 auf.
Da wird von dem Spross geredet,
Jeremia 23, lesen wir es nochmal,
Jesaja 53, der Wurzelspross aus Dürrem Erdreich.
Und wenn wir die Stellen mal alle zusammenfassen,
Ihr Lieben, da gibt es ein ganz erstaunliches Bild.
Da wird genauso über den Spross geredet,
in dem selben Charakter,
wie die Evangelien sich unterscheiden,
wenn sie den Herrn Jesus darstellen.
Da gibt es einmal den Spross als den König Israels.
Das ist, worüber Matthäus redet,
den König Israels.
Das ist der vorherrschende Charakter in seinem Evangelium.
Markus ist der Diener,
mein Knecht, Spross genannt,
sagt Zacharia 3.
Dann kommt ein Mensch, Lukas,
der wahre Sohn des Menschen.
Dann müssen wir wieder zu Zacharia 6 gehen.
An derselben Stelle finden wir,
dass der König Spross genannt wird.
Und da heißt es dann noch zusätzlich,
ein Mann, ein Mensch, Spross genannt.
Das ist die Perspektive von Lukas.
Jetzt fehlt uns nur noch Johannes.
Und, Ihr Lieben, ich freue mich an sich,
dass wir den Johannes exakt gar nicht im Alten Testament finden,
weil wir ihn nicht finden können.
Die ersten drei Evangelien stellen uns mehr
die amtlichen Herrlichkeiten des Herrn Jesus dar,
als König, als Sohn des Menschen,
ist auch ein Titel,
und als der wahre Knecht oder Prophet Gottes.
Das sind die amtlichen Herrlichkeiten.
Und das können wir aus dem Alten Testament schon ablesen.
Deshalb auch der Spross in diesen drei Charakterzügen.
Aber Johannes stellt ihn in seiner ganz persönlichen Herrlichkeit
als Sohn Gottes dar.
Und so war er im Alten Testament nicht angekündigt.
Und doch gibt es eine Stelle,
die dem am nächsten kommt.
Das ist im Propheten Jesaja, ich glaube Kapitel 4 oder 7.
Da wird von dem Spross zur Zierde
oder dem Spross der Zierde des Wohlgefallens gesprochen.
Das kommt vom Wesen her, der Sicht des Johannes am nächsten.
Ob die beiden den Herrn so gesehen haben?
Ich habe ein wenig Zweifel.
Übrigens nähert sich dieser Zweifel etwas,
wenn der Herr in dem dritten Zeugnis als der Prophet in den Blick kommt.
Was sagen sie?
Ein Prophet, mächtig und so weiter.
Mächtig war er, da hatten sie recht.
Aber wenn von dem Herrn als dem Prophet die Rede ist,
auch von den Propheten her wird nie gesagt, ein Prophet.
Es gab unter den Menschen in Israel damals solche,
die sagten, er ist ein Prophet.
Aber dann gab es auch andere, die sagten,
ist dieser wohl der Prophet?
Zweifel am Jakobsbrunnen?
Oder als die Juden zu Johannes dem Täufer hinsahen,
bist du der Prophet?
Da haben sie auch nicht gesagt, bist du ein Prophet?
Und die wussten, wovon sie redeten,
wenn 5. Mose 18 ankündigte,
dass der Prophet kommen würde.
Dann ist Christus gemeint.
Und wenn sie dann fragen, der Prophet muss doch kommen,
ist das wohl hier diese Person?
Dann meinten sie, einen aus den Schriften klar definierten Propheten.
Und was sagen die beiden?
Einen.
Einen.
Ich glaube, sie standen nicht auf der Höhe des Zeugnisses.
Und dann haben sie über die Vorteilung,
den Tod des Herrn Jesus, auch die Auferstehung berichtet.
Aber wir müssen mal genau nachlesen,
da reden sie im Konjunktiv.
Dass dieser Lebe, haben sie gesagt,
dass dieser Lebe, so die indirekte Rede,
grammatisch korrekt,
aber warum sagen sie nicht, er lebt?
Obwohl sie nicht die ersten sind,
die es bezeugen können.
Die Frauen waren da.
Warum sagen sie nicht, er lebt?
Wir haben den Eindruck, dass sie in der Tat,
auch im Blick auf die Person des Herrn,
nicht auf der Höhe der Möglichkeiten lag.
Und jetzt ein abschließender Punkt.
Haben sie gemerkt, worüber sie überhaupt gar nicht reden?
Sie sprechen nicht von ihm als dem Christus.
Aber wenn der Herr Jesus dann die Schriften öffnete,
dann tut er das, um nachzuweisen,
dass der Christus leiden und in seine Herrlichkeit eingehen musste.
Der Christus ist also ein Begriff,
ein zentraler Begriff des Alten und des Neuen Testamentes.
Und er wird übrigens im Neuen Testament noch sinnmäßig überhöht.
Das heißt, er erscheint in einem anderen Licht,
wenn wir Apostelgeschichte 2 nehmen,
dass der Herr Jesus zum Herrn und Christus gemacht worden ist,
mit seiner Himmelfahrt.
Ich rede darüber jetzt nicht, erkläre das nicht näher.
Aber der Christus meint der gesalbte Gottes.
Und eben das ist ein uraltes Thema.
Das hat schon die Mutter von dem Samuel in ihrem Gebet gesagt,
wo sie vom persönlichen Anliegen
zu weltweiten Anliegen der Heilsgeschichte Gottes kommt.
Nachdem er die Herzen offengelegt hat,
nachdem alles klar vor ihm ist,
eben das setzt er sozusagen mit der Therapie,
mit dem Heilen, mit der Seelsorge an.
Wie macht er das?
Er setzt einfach bei sich an,
dass er ein gutes, klares Bild von sich selbst gibt.
Wenn wir zum Arzt gehen, dann wollen wir,
dass uns geholfen wird, meinen Schmerzen,
meinen Beschwerden Abhilfe geschaffen wird.
Und wenn ich zum Seelendoktor gehe,
dass der sich mit meinen Problemen beschäftigt und so weiter.
Das ist eben die menschliche Ebene.
Der Herr schenkt uns Genesung,
wenn er Augen und Herzen auf ihn selbst konzentriert.
Das müssen wir uns mal merken, übrigens.
Die beste Heilung,
wenn wir in unserem Glauben sozusagen ins Schwimmen gekommen sind,
ist dieses Bemühen des Herrn anzunehmen,
dass er unser ganzes Herz auf ihn selbst konzentrieren will.
Aber dann gehen meine Probleme an der Arbeit doch nicht weg dadurch.
Wer sagt das denn?
Vielleicht will der Herr das als Vorleistung haben.
Und selbst wenn er sie dir nicht wegnimmt,
deine Probleme, die konkreten,
vielleicht will er dir den Frieden Gottes,
der allen Verstand übersteigt, schenken,
wenn du deine Sinne des Glaubens konzentrieren lässt auf ihn.
Und dann hat er in den Schriften nachgewiesen,
dass der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit eingehen muss.
Und ihr Lieben, das war für die beiden,
da waren sie klassische Juden, ein fremdes Thema.
Die hatten gedacht, die Schriften mit den Augen gelesen,
was sie betraf.
Und der Herr redete jetzt davon, was ihn betraf.
Warum hatten sie denn diese Perspektive gehabt, was sie betraf?
Ja, das war ganz die alte Hoffnung.
Der Messias, wenn der kommen würde,
der würde jede Fremdherrschaft beenden,
der würde die Römer wegjagen.
Und dann würde er endlich das machen,
wovon der Jesaja geredet hat.
Wunderbare Zeiten, besser als zu Salomons Glanzzeiten.
Darauf warteten sie.
Und das war die alte Frage.
Noch in Auferstehung, Herr,
stellst du dem Israel in diesen Tagen das Reich wieder her?
Und der Petrus, als der Herr über das Reich,
über die Schlüssel des Reiches sprach,
da ist der Petrus ganz konfus und selbstbezogen geworden.
Herr, mitnichten sollst du sterben.
Der hat auch nicht verstanden,
durch Leiden zur Herrlichkeit.
Und ihr Lieben, vom Weg des Herrn,
Leiden und dann Herrlichkeit,
will uns der Feind immer weglocken.
Deshalb hat der Herr dann auch gesagt,
weiche hinter mich Satan, das harte Wort.
Das war ein hartes Wort.
Aber ihr Lieben, es gibt nur einen Weg der Heilung,
dass unsere Herzen wirklich auf ihn konzentriert werden.
Und das tut der Jesus jetzt anhand der Schriften von A bis Z.
Aber er erklärt denen jetzt nicht jeden Bibelfers.
Da müssen wir auch im Rahmen des Zusammenhangs bleiben.
Sondern er weist ihnen aus der Schrift nach,
was dieses eine Thema betrifft,
dass der Christus, der gesalbte Gott ist,
der ja zu einem großen Zweck göttliche Aufgaben erfüllen würde,
dass er durch Leiden in seine Herrlichkeit,
die Herrlichkeit seines Reiches eingehen würde.
Und ihr Lieben, da müssen wir die Schrift durchsuchen.
Wo redet sie von diesem gesalbten Gottes?
Ich deute jetzt nur etwas anskizzenhaft,
was wir nicht ausführen können, weil die Zeit dazu nicht reicht.
Es gab im alten Testament drei Salbungsämter.
Christus ist der Gesalbte.
Und Christus vereinigt im Grunde alle drei Salbungsämter
in seiner einen Person.
Die kommen zwar unterschiedlich zur Entfaltung,
aber er vereinigt sie alle in seiner Person.
Im alten Testament gab es den gesalbten König,
Beispiel David.
Da gibt es auch noch den feinen Unterschied
zwischen dem gesalbten König David aus dem Horn
und dem gesalbten König Saul nur aus der Flasche.
Aber das lassen wir auch mal liegen.
Der gesalbte König.
Dann gab es den gesalbten Priester.
Und es gab noch, zumindest an diesem einen bedeutsamen Beispiel
von Elia und Elisa, den gesalbten Prophet Salbe.
Die Salbung war ein Zeichen berufender Würde
in ein besonderes Amt hinein.
Dass der, der berufen war, sozusagen unter göttlicher Beauftragung
und Würde stand als Empfänger eines Dienstes.
Eines hervorragenden Dienstes.
Der König, der Priester und der Prophet
füllten hervorragende Dienste,
mit denen Gott etwas ihm entsprechendes bewirken wollte.
Und Christus ist der wahre König,
der wahre Priester
und der wahre Prophet.
Er ist übrigens Priester und König in eins.
Ich habe eben Zachariah 6 genannt,
wo von dem Spross geredet wird,
dass er König sein wird.
Da wird genau gesagt, dass er auch Priester sein wird
und dass da Königtum und Priestertum,
Thron und Altar ausgesöhnt sein würden.
Deshalb wird der Herr Jesus übrigens im tausendjährigen Reich
nicht nur der Hirtenkönig sein,
wie David es war,
der sozusagen seine ganze Fürsorge
in seiner Friedensregierung mitteilt,
allen die da leben.
Deshalb wird das eine außerordentliche Segenszeit sein.
Sondern er wird auch in seiner Funktion als Priesterkönig,
dieser wahre Melchisedek,
König von Salem,
König des Friedens und der Gerechtigkeit,
regieren und damit auch
sein segnendes Priestertum entfalten
und in Anbetung dieses Volk vor Gott führen.
Da sehen wir die beiden Ämter
Königtum und Priestertum in eins.
Aber wieder auf dem Weg
durch Leiden zur Herrlichkeit.
Bei dem Priestertum muss ich noch einen Gedanken sagen,
den übrigens das Neue Testament auch hervorhebt,
worin sich das Priestertum und der priesterliche Dienst des Herrn
unterscheidet von jedem priesterlichen Dienst im Alttestament.
Wir können das in Hebräer 9 nachlesen.
Aber das wird auch ersichtlich aus dem Alten Testament.
In Hebräer 9 lesen wir
in Vers 12, dass der Herr Jesus nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern,
also mit fremdem Blut,
ins Heiligtum eingegangen ist bei seinem Dienst,
sondern mit seinem eigenen Blut.
Und dann lesen wir Vers 14.
Wie viel mehr wird das Blut des Christus,
der durch den ewigen Geist sich selbst
ohne Flecken Gott geopfert hat,
eure Gewissen reinigen von toten Werken, um dem lebendigen Gott zu dienen.
Der Gedanke, auf den es hier ankommt, ist,
dass Christus sich durch sich selbst geopfert hat.
Um mit dieser anderen Sprache zu reden,
Christus war der Priester, der opfernde Priester,
aber er war auch das Opfer selbst,
der durch den ewigen Geist sich selbst
Gott geopfert hat.
Wenn wir also in den Schriften nachvollziehen wollen,
wer Christus als der Priester war,
können wir das nicht lösen von dem roten Faden,
was Christus als Opfer war.
Denn er war beides.
Damit uns das ein wenig
mehr zu Herzen geht,
wisst ihr, wo dieser Faden anfängt, Christus als das Opfer?
Dass ein Opfer nötig war,
das fängt bei dem Abel an.
Der Abel hat durch Glauben sein Opfer gebracht.
Und ihr Lieben, der Abel war im Grunde der erste Mensch,
der den Sinn wahren Opfers verstanden hat.
Und zwar ist der Sinn wahren Opfers
eine Antwort auf das, was Gott getan hat.
Das müssen wir mal festhalten.
Was hatte denn Gott unmittelbar vor Abel getan?
Was er nicht persönlich erlebt hat, wahrscheinlich,
aber von seinem Vater und seiner Mutter gehört hat.
Das, als die Adam und Eva in Sünde gefallen waren,
ist das erste Blut geflossen in Gottes Schöpfung.
Das war Blut, wo stellvertretend Leben gegeben werden musste.
Damit Adam und Eva Bedeckung finden konnten,
das steckt übrigens in dem Wort Sühnung drin,
musste hier das Kleinvieh sterben, musste Blut fließen.
Fremdes Leben musste gegeben werden,
dass schuldig gewordene Menschen unter die Bedeckung Gottes kommen,
unter Sühnung.
Das ist der tiefere Gedanke.
Und das hat offensichtlich der Abel verstanden und der Kai nicht.
Und im Glauben hat Abel geantwortet.
Und jetzt bringt er das vom Fett von dem Erstling der Herde.
Das heißt, er gibt als Opfer das Beste aus seiner Herde,
das Beste und Vorzügliche, worüber er verfügen kann.
Und das macht übrigens einen ersten typischen Wesenszug des wahren Opfers,
Christi aus, dass Gott das Beste, das Vorzügliche gegeben hat.
Eine kleine Etappe weiter,
wo wir das nächste typische Opfer finden bei Abraham.
Gott wird ersehen das Schaf zum Brandopfer.
Das ist nicht mehr der hervorstechende Wesenszug, die Vortrefflichkeit,
sondern dass Gott es ersehen wird.
Gott, du hast dir ausersehen deinen Sohn zum Opferlamm.
Deine Liebe hieß dich gehen mit ihm hin zum Kreuzestamm.
Das ist das zweite große Beispiel.
Da gehen wir in die Passernacht.
Da musste wieder ein Lamm sterben.
Da sehen wir den typischen Wesenszug, ihr Lieben.
Vorzüglich, ja.
Von Gott auserwählt, auch ja.
Aber es musste sterben.
Das Blut war nötig.
Sehe ich das Blut, ihr Lieben.
Deshalb sagt Paulus, denn auch unser Passer, Christus, ist gestorben.
Und dann kommen wir nach Jesaja 53,
wo der Mann der Schmerzen und der Leiden, als das wahre Lamm Gottes vorgestellt wird,
dass dieses Lamm eine Person sein würde, Christus.
Und dann noch einen viel weiteren Schritt.
Johannes 1.
Da steht der Teufel am Jordan.
Und dann zeigt er mit dem Finger auf die Person,
worauf die ganze Heilsgeschichte Gottes bisher zugelebt hat.
Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt.
Und dann war dieses Lamm Gottes durch Leiden gegangen.
Am Kreuze stand.
Ob die Jünger das verstanden haben, als er so davon redete,
dass er sich als das Lamm Gottes selbst geopfert hat.
Bei dem König können wir nachweisen, hinweg mit diesem,
wir wollen, dass dies über uns herrsche.
Da haben sie dem verworfenen König die Dornenkrone aufgesetzt.
Und er wird einmal die Krone großer Ehre und Macht und Herrlichkeit tragen.
Ihr Lieben, durch Leiden zur Herrlichkeit.
Und auch als der Prophet Gottes, der Aussprüche Gottes geredet hat,
wie ist er darin verworfen worden, hat da gelitten.
Aber ihr Lieben, wie wird er einmal eine wunderbare Botschaft
im tausendjährigen Reich, in seinem Reich haben,
für alle, die geglaubt haben.
Das ist Christus.
Und ich glaube, dass da in der Tat die Herzen brennend geworden sind.
Ihr Lieben, Geschwister, müssen wir uns da nicht jetzt mal so ein bisschen zwischendurch fragen,
wie oft unsere Herzen eigentlich brennend werden,
wenn wir uns mit der Person des Herrn Jesus beschäftigen.
Ihr Lieben, so richtig in Glut, in Flammen kommen,
aus der Routine raus.
Und ich sage eins, ihr lieben Geschwister, ich bin fest überzeugt,
wenn die Herzen in der Beschäftigung mit Christus brennend werden,
bringt uns das an einen Ort, nämlich auf die Knie, um anzubeten.
Das Herz kann nicht brennend sein,
dass sie noch einmal durchatmet werden von der Erkenntnis,
wer Christus ist, dieses Lamm Gottes,
ohne dass wir vor ihm niederfallen,
ihm huldigen ihn anbeten.
Wenn das schon bei denen der Fall war, die geheilt wurden von Gebrechen,
bei dem Blindgeborenen, bei manchen anderen,
sie fielen nieder, huldigten ihn.
Irgendwie viel mehr sollten wir es tun,
die wir den erkennen durften, der uns vom Tode zum ewigen Leben gebracht hat.
Aus Feinden Gottes zu Kindern Gottes gemacht hat.
Ihr Lieben, wenn wir den erkennen, diesen Christus Gottes,
der jetzt verherrlicht ist im Himmel,
dass unsere Herzen wirklich noch einmal in Bewegung kommen,
ihr Lieben, in Bewegung.
Und das ist je geschehen.
Und jetzt müssen wir zu unserem Abendessen kommen.
Ihr Lieben, das Abendessen hier bei den Emmausjüngern
hat für sich zwar ein Gewicht,
aber die Vorgeschichte dieses Abendessens
ist viel bedeutsamer für den Herrn
als der enge Augenblick des Essens selber.
Das versuche ich jetzt noch einmal deutlich zu machen.
Dann sind sie zu Hause
und dann steht hier der merkwürdige Satz,
Jesus stellte sich, als wolle er weitergehen.
Ich sage mal hinzu, der Jesus wäre auch weitergegangen,
wenn sie ihn nicht gebeten, sogar genötigt hätten.
Das war eine Probe, eine Prüfung für sie.
Ihr lieben Geschwister, der Herr Jesus hat genug,
um dein und mein Herz brennend zu machen.
Hat er genug.
Vielleicht hat er das letzte Woche auch bei dir erreichen können.
Und als das Herz brennend war,
was hast du dann gesagt?
So, jetzt mache ich die Bibel zu,
jetzt mache ich mal was anderes.
Zeitung ist gerade gekommen, liest mal da
oder gehst ein bisschen spazieren.
Wir wollen nicht unnüchtern sein,
aber ihr lieben Geschwister,
wenn der Herr das Herz brennend macht,
ist eine gesunde Reaktion,
dass wir noch mehr haben wollen.
Wenn wir ihn wirklich mehr und mehr erkannt haben,
wenn er sich uns vorstellen konnte,
wie er in Johannes 12 sagt,
sich uns offenbar machen konnte,
werden wir nach mehr verlangen.
Dann werden wir zu diesem Bitten oder Nötigen kommen.
Herr, bleibe bei uns.
Wir möchten noch mehr diese deine Gegenwart,
in der du dich selbst uns erklärst, genießen.
Und auf diese Bitte, dieses Nötigen,
wir spüren die ganze Entschlossenheit der Herzen,
hat der Jesus nur gewartet.
Und da ging er hinein, um bei ihnen zu bleiben.
Und ihr Lieben, als diese Probe bestanden war,
da setzt der Herr hinter die Übung seiner Seelsorge,
die ist da erst einmal zu Ende,
setzt er gewissermaßen ein Ausrufungszeichen,
und wisst ihr, worin das Ausrufungszeichen besteht,
womit er das abschließt, nämlich mit diesem Abendessen.
Dann lässt er sich laden,
aber er wechselt die Rolle vom Gast zum Gastgeber
und er bricht ihnen das Brot.
Das Brot gibt es ihnen.
Hier haben wir kein Abendmahl,
sondern wirkliches Abendessen zur Stärkung.
Aber er nimmt es und bricht es.
Da haben sie ihn erkannt.
Da hat der Herr ihnen die Augen geöffnet.
Ob sie da seine Hände gesehen haben,
die vor wenigen Tagen am Kreuz ausgebreitet waren.
Also dorthin hing, als das Lamm für mich geschlachtet.
Da haben sie die Hände gesehen.
Da waren die Nägel male.
Aber der Herr öffnete ihnen die Augen dafür.
Und da erkannten sie ihn.
Aber so wie sie ihn erkannten, wurde er ihnen unsichtbar.
Merken wir ihr Lieben, dass das sozusagen der Schlusspunkt war.
Das war das denkbar höchste Erlebnis, was sie haben konnten.
Und das schenkte der Herr ihnen.
Der Herr führt seine Seelsorge.
Auch mit dir und mir.
Nicht zu unserem erhofften Ergebnis,
sondern zu seinem Ergebnis.
Seine Ergebnisse liegen höher, sind intensiver.
Und ich sage noch eins,
und das ist letztendlich der siebte Schritt,
den wir hier tun, der letzte.
Die sind im Grunde noch nicht ganz zu Ende.
Was machen die denn jetzt?
Die bleiben nicht in Emmaus.
Die schauen sich nicht groß und ergriffen an.
Die beten auch nicht nur,
sondern die gehen wieder zurück, ihr lieben Geschwister,
um ihren Brüdern zu sagen,
was ihr Herz selbst brennend gemacht hat.
Verstehen wir die Tragweite?
Die sind noch einmal zweieinhalb Stunden gegangen,
nur um ihren Brüdern das zu sagen.
Im Alten Testament heißt das mal, nehm ihr acht.
Geht hin, sendet Süßes und Fettes für die,
für die nicht zubereitet ist.
Da haben sie gewissermaßen die Köstlichkeit
des Süßen und des Fetten genommen,
um es ihren Brüdern zu geben.
Und da empfing sie die Botschaft erst auferstanden
und dann sagen sie, was er ihnen gesagt hatte.
Auf dem Weg, ihr Lieben, da haben sie mitgeteilt,
was ihre eigenen Herzen brennend gemacht hat.
Da haben sie von Christus in den Schriften gesprochen
und dass sie ihn dann leibhaftig gesehen haben.
Das war Thema unter solchen,
die der Herr dann seine Brüder nennt.
Kennen wir diesen Austausch?
Kennen wir diesen Austausch?
Und ihr Lieben, sie sind gegangen, um ihren Brüdern
über Christus was zu sagen.
Aber da schenkt der Herr auch mehr,
wieder mehr, als sie beabsichtigt haben.
Dann kommt er selbst.
Dann kommt er selbst.
Er selbst, wieder.
Er selbst nahte sich den beiden.
Er selbst hat sich geoffenbart in Emmaus.
Und er selbst offenbart sich allen,
die da im Obersaal waren.
Und ihr Lieben, nicht nur für kurze Augenblicke,
sondern wir wissen, was dort im Obersaal geschieht.
Ihr Lieben, wenn Christus feststellt,
dass Herzen nach ihm verlangen,
gibt er immer mehr, als wir gedacht haben.
Wenn der Herr Jesus sieht,
ich nenne nur ein Beispiel,
dass sonntags nachmittags, bevor die Stunde beginnt,
dass du in deinem Zimmer auf den Knien bist
und flehst um einen Segen.
Liebe Schwester, wenn er dich auf den Knien sieht,
ich rede jetzt mal extra nicht von Brüdern,
die könnte der Herr ja gebrauchen zum Dienst,
aber auch die Schwestern.
Da sieht er dein Verlangen.
Und ihr Lieben, wenn wir mit dem Verlangen kommen,
miteinander kommen,
dann wird er uns mehr geben, als wir erwartet haben.
Wenn wir uns selbst nicht blockieren.
Und wenn der Herr solche Freie gebrauchen kann,
die das Wort so sagen, wie er es gesagt haben will.
Wenn jemand redet, so rede er als Aussprüche Gottes.
Was Gott, was der Herr in dem Augenblick
für die Anwesenden hat.
Und sein reicher Segen fließt verborgen.
Und nimmer gehe ich kerklich aus.
Möchte der Herr uns auch solchen Abendessen
heute noch geistlicherweise schenken. …
Automatisches Transkript:
…
Wir kommen heute Abend zu dem dritten Abendessen und lesen Gottes Wort aus der Offenbarung.
Offenbarung 3, wir lesen Offenbarung 3, Abvers 14 des Zusammenhangswegen.
Und dem Engel der Versammlung in Laodicea schreibe, dieses sagt der Amen, der treue
und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes. Ich kenne deine Werke,
dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wirst. So, weil du
lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. Weil
du sagst, ich bin reich und bin reich geworden und bedarf nichts. Und du weißt
nicht, dass du der Elend und Jämmerliche und arm und blind und nackt bist, rate ich
dir, Gold von mir zu kaufen, geläutert im Feuer, damit du reich wirst. Und weiße
Kleider, damit du bekleidet wirst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar
wird. Und Augensalbe, um deine Augen zu salben, damit du sehen kannst. Ich
überführe und züchtige, so viele ich liebe. Sei nun eifrig und tu Buße. Siehe,
ich stehe an der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür
öffnet, zu dem werde ich hineingehen und das Abendbrot mit ihm essen und er mit
mir. Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie
auch ich überwunden und mich mit meinem Vater gesetzt habe auf seinen Thron. Wer
ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt. Soweit Gottes Wort
heute Abend.
Liebe Geschwister, wenn wir heute Abend zu dem dritten Abendessen kommen, dann
haben wir es hier eindeutig mit sinnbildlicher Rede zu tun und nicht wie
bei den ersten Malen, dass wir als Ausgangspunkt historisch festzumachende
ganz konkrete Abendessen hatten, die wir natürlich auch dann in einem
übertragenen geistlichen Sinn gesehen haben. Wenn wir heute ein Abendessen vor
uns haben, dann befinden wir uns im geistlich übertragenen Sinn wieder an
dem Ende einer bestimmten Epoche. Da klingt wieder etwas aus und erneut haben
wir eine besondere Gelegenheit, wo Christus Gemeinschaft mit solchen machen
will, wie er sie hier vorstellt. Wir haben an dem ersten Abend gesehen, dass
wir eine aus die ausklingende Zeit des öffentlichen Dienstes unseres Herrn auf
dieser Erde hatten. Da haben sie ihm ein Abendessen gemacht, das Abendessen des
Gebens. Dann haben wir gesehen, in Emmaus, da klang gewissermaßen die gesetzlich
jüdische Haushaltung aus, was dem Bewusstsein dieser beiden noch nicht so
präsent war, noch nicht so deutlich war. Und dann schenkt der Herr ihnen in seiner
ganzen Fürsorge auch dieses Abendessen, wo er sich als der Auferstandene deutlich
macht und wo letztendlich ein Prinzip deutlich wird, was Paulus einmal
formuliert, wenn ihr den Christus nach dem Fleische gekannt hat, so kennt ihr
ihn jetzt doch nicht. Also, dass da etwas Neues geschehen ist und dass die Jünger
im Begriff standen, dieses Neue lernen zu dürfen.
Heute Abend kommen wir an den Ausklang des christlichen Zeugnisses hier auf der
Erde, wo die Versammlung in einem ganz besonderen Bild, dem Bild des Leuchters
gesehen wird. Hier geht es um einzelne örtliche Versammlungen im Bild des
Leuchters und zwar haben sie alle ein christliches Bekenntnis und da soll
wirken wie ein Leuchter und Christus misst sie daran an ihrem Bekenntnis und
kommt dann zu seinen besonderen Urteilen. Wenn wir dann zu Laodizea kommen und zu
diesem Abendessen dort, dann steht natürlich das Abendessen eben im
Zusammenhang des ganzen Sendschreibens an Laodizea. Aber dieses eine Sendschreiben,
wir ziehen die Kreise weiter, dieses eine Sendschreiben steht im Zusammenhang von
insgesamt sieben Sendschreiben, die ein Kapitel für sich in der ganzen
Offenbarung einnehmen. Und zwar meine ich jetzt nicht Kapitel, wie da hier die
Kapitelunterteilung in der Offenbarung ist, sondern einen Abschnitt, den selbst
die Offenbarung als Gliederung, als einen großen Teilaspekt hervorhebt.
Insofern müssen wir auch den Blick noch ein wenig weiter stecken, dass wir einmal
das ganze Buch der Offenbarung sehen, worum geht es eigentlich da, welche
Thematik wird im Buch der Offenbarung entfaltet. Wenn wir diese Zusammenhänge
sehen, wie Gottes Wort sie uns zeigt, erfahren wir schon einmal eine Sicherheit,
dass wir Einzelaussagen nicht eben in falschen Zusammenhängen sehen und damit
zu falschen Schlussfolgerungen kommen. Es ist ein Auslegungsprinzip, das möchte
ich einfach mal auch unseren jungen Brüdern sagen, dass wir, wenn wir uns mit
Details beschäftigen, so wertvoll sie sind, wir sie immer im Zusammenhang mit dem
Gotteswort sehen müssen, in dem das steht. Auch die charakteristische
Ausprägung, und das haben wir zum Beispiel in der Offenbarung erleben, das
ist einfach aufs große und ganze gesehen das Buch der Gerichte. Aber es ist
eben nicht nur das Buch der Gerichte, ihr Lieben, wenn es damit aufhören würde,
ihr Lieben, dann wäre dieser wunderbare herrliche Ausklang der Offenbarung nicht
vor unseren Herzen. Oft wird gesagt, das ist das Buch mit den sieben Siegeln, da kommen wir
nicht hinter, was gemeint ist. Ihr Lieben, da können wir hinter kommen, selbst wenn
manches in nicht ganz einfacher Weise erklärbar ist. Aber wir müssen die
Grundzüge sehen. Ihr Lieben, da geht es um die Geschehnisse auf dieser Erde in
der Schöpfung Gottes, wie nämlich diese Erde, wo Satan das Regiment übernommen
hat und die unselige Auflehnung gegen Gottes System war, wo Gott einmal über
Christus diese Erde zubereiten wird und ihr Lieben in ein Verhältnis
hineingebracht wird, wo Christus einmal als der Erbe über seine Schöpfung
regieren wird. Ihr Lieben, in königlicher Machtvollkommenheit und da wird ihm
niemand mehr eine Dornenkrone aufsetzen, niemand mehr diesen schäbigen
Soldatenmantel umwerfen, mit dem sie ihn da angesichts des Kreuzes verhöhnt haben,
diesen purpur Mantel und dann gerufen haben, wir haben keinen König, nur den
Kaiser. Ihr Lieben, da haben sie über Kreuz gelegen mit ihrer eigentlichen
Erwartung und Verheißung. Ihr Lieben, dann wird man Christus erleben, der als der Löwe von
Judah angekündigt war, den wir aber sehen dürfen als das Lamm wie
geschlachtet. Ihr Lieben, in dem ganzen Glanz seiner Pracht und seiner Herrschaft
da wird Erd und Himmel spenden, Lohn und Preis an allen Enden. Ihr Lieben, dann wird
gezeigt werden, dass die Schöpfung frei ist vom Seufzen, dann werden die Söhne
Gottes offenbar werden und ihr Lieben, dann wird Christus in der ganzen
Herrlichkeit gesehen werden und da wird deutlich werden, dass Gott seine Schöpfung
eben nicht Misslungen ist, wie heute der Mensch so gerne Glauben machen will,
sondern dass er dort der Ort ist, wo Christus verherrlicht wird. Wenn ich mal
einen kleinen Ausblick schaffen darf, ihr Lieben, dass unsere Herzen für dieses
Buch erwärmt werden. Die Psalmen haben ja auch alle einen
prophetischen Charakter und da spielt eben dieses Reich eine besondere Rolle
in Frieden, in Gerechtigkeit unter der Herrschaft des Sohnes des Menschen, dieser
wunderbaren Person. Da müssen wir nur einmal, ich reduziere das jetzt, auf die
letzten fünf Psalmen überhaupt schauen. Das sind die sogenannten Halleluja
Psalmen. Lobet den Herrn, fangen alle so an und ihr Lieben, alles hat den
Gegenstand, diese Zielpunkt der Heilsgeschichte Gottes mit der Erde,
nicht mit dem Himmel, mit der Erde. Und dann, wie klingt das aus?
Manche Dichter hat das beflügelt, das noch einmal in ein Lied zu fassen.
Alles was Odem hat, lobe den Herrn. Dann wird die Erde, wie Jesaja sagt, voll sein von
der Erkenntnis Jehovas. Diese Erkenntnis wird die Erde füllen, wie Wasser den
Meeresgrund. Aber ihr Lieben, bevor das Wirklichkeit wird und es wird eine
Wirklichkeit werden, durch die Gott unendlich verherrlicht werden wird, muss
diese Erde, diese Schöpfung zubereitet werden. Und ihr Lieben, sie wird
zubereitet durch unsägliche Gerichte, von denen wir heute keine Vorstellung
haben. Wir haben zwar die Beschreibung, aber das ganze Ausmaß können wir uns
nicht begreiflich machen. Wie oft hat man, ich sag mal, bei dem 11.
September gesagt, das ist ein apokalyptisches Szenario. Wenn man da
apokalyptisch sagt, das hört sich so dramatisch an. Das ist genau hiervon
Offenbarung abgeleitet. Und ihr Lieben, ich sage einfach mal frei weg heraus, so
grausam das war, das war nur, ihr Lieben, wie das kleine Kinderspiel
gegenüber dem, was die ganze Erde einmal treffen wird. Unvorstellbar, was den
Menschen im Unglauben und in der Auflehnung Gott gegenüber trifft. Aber
das ist im Grunde das dritte große Kapitel der Offenbarung.
Davor gibt es noch zwei andere Kapitel und ich komme auf die Zahl der
Dreigliederung, weil die Offenbarung uns das selbst sagt. Wir müssen mal Kapitel
1, Vers 19 lesen. Da haben wir den Auftrag an Johannes, schreibe nun, was du
gesehen hast. Das ist ein Abschnitt. Zweitens, was ist und drittens, was nach
diesem geschehen wird. Ich will das kurz festmachen, wenn er schreiben muss, was
du gesehen hast, dann ist das das, was er in Kapitel 1 gesehen hat, als er Christus
sah. Und ihr Lieben, er sieht Christus in einer Schau dieser Johannes, wie er ihn
vorher noch nicht gekannt hat. Johannes ist ja der Junge, der im Schoß
Jesu lag, der Junge, den Jesus liebte. Jetzt sieht er ihn völlig anders.
Wenn wir mal nachlesen, wir kennen das ja, das ist uns geläufig, dass da zum
Beispiel von ihm gesagt wird, dass er Augen hat wie eine Feuerflamme. Und Vers 16
Kapitel 1, aus seinem Mund ging er auf den Mund, wo ein scharfes, zweischneidiges
Schwert. Das ist Christus in seiner ganzen richterlichen Erscheinung, ihr
Lieben. Augen, die durchdringend sind, vor dem nichts verborgen bleibt und der ein
Wort führt, das wirkt wie ein Schwert, ihr Lieben. Durchdringend zur letzten
Entscheidung. Ihr Lieben, da kann der Mensch nichts mehr verbergen.
Da hat es mit Christus in seiner ganzen richterlichen Autorität und
richterlichen Kompetenz zu tun. Die ist absolut weilgöttlich. Und in dieser Weise
sieht er, und jetzt kommen wir zu dem zweiten Abschnitt, was ist, so sieht er die
Verhältnisse in der Versammlung, ihr Lieben. Und das ist das Thema der sieben
Senschreiben, wo wir Christus sehen, der so die Versammlungen beurteilt. Der wandelt
inmitten der sieben Leuchter, der Sterne. Ihr Lieben, da sehen wir dieses unbestechliche
Urteil über diese sieben Versammlungen. Natürlich hat es in Kleinasien mehr
Versammlungen gegeben, als diese sieben. Aber sie werden ausgewählt. Einmal haben
wir wieder die Vollzahl sieben, so dass uns Gott ein umfassendes Bild
vorstellen will, aber nicht zunächst in der historischen Beurteilung dieser
Versammlung, die hat es alle gegeben und das ist eine Schau, sondern in der
prophetischen Sicht gibt er uns mit diesen sieben Versammlungen oder diesen
sieben Senschreiben ein Bild über den Ablauf der Kirchengeschichte. Das ist die
prophetische Sicht. Dass es noch eine dritte Sichtweise gibt, dass wir nämlich
praktisch geistliche Nutzanwendungen ziehen können, das wollen wir nicht
verkennen und das muss auch heute Abend ein Schwerpunkt sein.
Neben allem, das werden wir auch sehen, ihr Lieben, wenn wir uns mit Laodicea und
auch mit diesem Abendessen beschäftigen, das eine sehr aktuelle persönliche
Ansprache hat. Wenn wir diesen Blick über die sieben
Etappen der Kirchengeschichte, diese Entwicklungsübersicht tun, möchte ich
nur das ganz kurz skizzieren, damit wir da auch Laodicea besser einsortieren
können. Wir haben als erstes die Versammlung von Ephesus und das
Senschreiben an sie. Das ist der erste Zeitabschnitt, der geht bis zu
den letzten Aposteln vielleicht kurz hinterher.
Wir können das deshalb ganz gut datieren, weil wir wissen, womit das
zweite Senschreiben geschichtlich angefangen hat. Das ist ja das
Senschreiben an Smyrna. Da begegnen wir nämlich den Christenverfolgung, die in
sich eine ganz hochbedeutsame Epoche innerhalb der Kirchengeschichte
ausmachen. Und das können wir geschichtlich datieren und bis dahin
geht Ephesus. Und ihr Lieben, in Ephesus sieht der Herr manches Wunderbare und wir
kennen die Versammlung aus dem Epheserbrief, die höchsten Offenbarung
bekommen. Aber ihr Lieben, dann wird uns ein Problem deutlich gemacht. Du hast deine
erste Liebe verlassen. Und ihr Lieben, dieses Urteil, diese Diagnose Gottes ist von
so fundamentaler Bedeutung, weil wir ausgehen können, ihr lieben Geschwister,
wo das verlassen wird, wo die Liebe zu Christus, die uns beherrscht, diese erste
beste Liebe in voller Hingabe, wo das schwindet, öffnen wir jedem Niedergang
und Fall Tür und Tor im persönlichen Leben, in unseren Familien und in den
örtlichen Versammlungen. Das muss uns tief nachdenklich machen.
Ihr Lieben, eine brennende Liebe zu Christus, die eine ungeheuchelte Antwort
gibt auf seine unermessliche Liebe zu uns. Ihr Lieben, die hat einen Zug. Liebe ist
unwahrscheinlich dynamisch, die zieht uns zu Christus hin.
Wir werden am Schluss unserer Betrachtung noch einmal zu diesem Thema
zurückkommen, in Verbindung mit dem Abendessen. Und wo das erlarmt, abkühlt,
ihr lieben Geschwister, da ist jede Schwäche und jeder Einbruch vorprogrammiert.
Deshalb ist das auch eine Frage an uns heute, ihr lieben Geschwister, wir reden
viel von der Liebe Gottes. Haben wir heute Morgen auch getan. Manches Gebet hatte zum
Inhalt die Liebe Gottes. Wie sehr durchdringt sie uns und hat uns die Liebe
Gottes erfasst. Ihr Lieben, ich bin zutiefst überzeugt, viele, viele Probleme und wir
wissen, wovon wir reden. Vielschichtige Art, lehrmäßige Probleme, Probleme in
Versammlungen, wo der Frieden gestört ist, wo der Missgunst da ist, wo Rivalität da
ist, wo Weltförmigkeit da ist, wo die Familien auseinanderbrechen, Ehen
auseinander gehen und alt und jung nicht mehr harmoniert. Und wir könnten
fortsetzen, wo moralische Maßstäbe destabilisiert werden, uns verloren gehen.
Wo hat das seine letzte Wurzel, ihr Lieben, dass die ungeheuchelte Liebe zu
Christus uns nicht mehr regiert, weil die Liebe zu Christus auch eine Liebe zu
seinem Wort beinhaltet. Möchte der Herr uns den Punkt deutlich machen. Und dann
haben wir die nächste Epoche, ihr Lieben, das ist die Christenverfolgung, das Blut
der Märtyrer, Same der Kirche. Hier hat der Herr nichts zu kritisieren, gar nichts.
Und dann kommen wir zu dem nächsten Sinnschreiben an Pergamos, Vers 12
folgende. Das können wir übrigens auch wieder ganz gut datieren, weil nämlich
durch das Mailänder Toleranzedikt, durch den Kaiser Konstantin und das
anschließende Verkünden, dass das Christentum hinfort als Staatsregion zu
gelten hat, eine völlig neue Epoche eingetreten ist.
Ihr Lieben, da war der Druck weg und jetzt war das Christentum Staatsregion und
ihr Lieben, da hätte man ja sagen können, da setzt jetzt das große Aufatmen ein,
dass der Druck der Verfolger weg war, dass die Scheiteraufen nicht mehr
brannten. Gott sei es gedankt, aber wenn die Herzen wenigstens so nah bei ihm
geblieben werden, ohne die Scheiterhaufen und das ist leider nicht gewesen.
Mal ganz historisch knapp und kurz, wer was werden wollte im römischen Reich,
ob das in der Verwaltungshierarchie war oder auf politischer Ebene, der musste
Christ sein, sonst konnte der nichts werden. Heute sagt man, der muss das richtige
Parteibuch haben. Damals muss es nur Christ werden. Da wurde alles so schön
umfirmiert, heidnische Feste durften ja nicht mehr gefeiert werden,
dann kriegten die christliches Mäntelchen umgehängt. Ihr Lieben, da waren
Christen und Nichtchristen zusammen und wir wissen, wo Vermischung ist, da ist der
Niedergang vorprogrammiert, in mehrerlei Hinsicht. Aus dieser Zeit habe ich mir mal
gemerkt, gibt es eine hochinteressante Charakterisierung.
Christ und Welt haben ja im Grunde nichts miteinander zu tun. Er hat gesagt, ihr
seid in der Welt, aber nicht von der Welt. Ihr Lieben, das ist christliche Normalität
übrigens. Ich weiß nicht, wie wir diese Normalität heute noch so pflegen. Du und
ich, wir in unserem persönlichen Leben leben in der Welt, da müssen wir arbeiten,
unser Brot verdienen, das Feld unseres Zeugnisses, Gott sei Lob und Dank, dass
er das Zeugnis noch hat am Tag der Gnade. Hoffentlich nutzen wir es, ihr Lieben,
unseren Stand in der Welt. Aber dass wir dann sinnen auf das, was droben ist, wo
Christus unser eigentliches Leben ist, da zeigt sich, dass wir halt nicht von der
Welt sind. Aber wenn wir das vermischen, ihr Lieben, wenn wir weltförmig werden
und ich habe die große Sorge, dass das galoppieren geht heute. Bloß darüber
dürfen wir fast kaum mehr reden. Wir dürfen das nicht konkretisieren. So
allgemein, wie ich das jetzt sage, können wir alle reden. Da haben wir alle
Geschwister hinter uns. Weltförmigkeit. Bloß wenn wir anfangen, konkret zu
werden, ihr Lieben. Was ist denn weltförmig? Das fängt erst immer einen halben Meter
hinter meiner Glaubenspraxis an. Immer einen halben Meter. Also werde ich nie
weltförmig. Oder kann man hier noch offen reden über Fragen der Weltförmigkeit.
Unsere Väter, die sich zum Beispiel anders bewegt haben, waren die alle
verklemmt oder verkrampft oder was war mit denen los?
Wie ist das heute mit uns? Was ist heute mit uns los? Haben wir vielleicht auch die
falschen Maßstäbe? Eben, dass da so eine Vermischung ist. Jetzt sage ich mal meinen
Satz, Christ und Welt, normalerweise getrennt. Da sagt eine, ich suchte die
Welt und wo fand ich sie? In der Kirche. Das nennt man Christianisierung.
Und ich suchte die Kirche, wo fand ich sie? In der Welt. Das nennt man
Säkularisierung, Verweltlichung. Ihr Lieben, und beides macht den Problemrahmen hier aus.
Deshalb setzt der Herr mit mahnenden Worten ein. Und dieses, dieser Übelstand
macht uns heute auch noch zu schaffen. Obwohl wir heute eine andere historische
Zeit haben. Dann kommt das Nächste, das vierte Sendschreim an Thyatira.
Dann haben wir ungefähr ab dem siebten Jahrhundert die mittelalterliche
Papstkirche mit allem was dazu gehört, ihr Lieben. Mit allen Anmaßungen,
institutioneller Art, lehrmäßiger Art. Und dann geht es weiter über das Sendschreim
an Sardes. Wir wissen, dass dann irgendwann die
Reformation gewesen ist. Aber Sardes meint nicht die eigentliche Reformation.
Ihr Lieben, wenn Gott durch Männer wie Luther und andere, wenn der da etwas
geschaffen hat, noch mal Licht hat aufleuchten lassen.
Ich nehme nur mal diese drei großen reformatorischen Prinzipien, sola gratia,
sola fide, sola scriptura. Allein die Schrift, allein die Gnade, allein der
Glaube. Dafür hat Luther quasi sein Leben zur Disposition gesteckt.
Widerrufe, Widerrufe auf dem Reichstag zu speiern.
Die Freunde hatten ihm geraten, geh da nicht hin. Und er sagt, doch ich will es
bezeugen. Bekannt ist dieses Zitat, und wenn die Stadt, wenn da so viel Teufel
wäre wie Ziegel auf den Dächern, da gehe ich hin. Ich will es bezeugen.
Und dann dieser wunderschöne Satz, Luther mit Gott ist immer in der
Majorität, ihr Lieben, den habe ich mir gemerkt.
Da mag die Phalanx der Feinde groß sein, Luther mit Gott, wir als arme kleine
Menschen, aber mit Gott, ihr Lieben, wenn wir auf seiner Seite stehen, ihr Lieben,
dann ist da mehr Kraft. Nicht unsere, sondern weil Gott zu uns steht, zu den
Seinen, weil sie zu ihm steht. Übrigens gutes Thema für uns heute, ihr
lieben jungen Freunde. Wenn wir zu dem Herrn stehen, ihr Lieben, wird er zu uns
stehen. Und da kann uns die Welt, so selbstsicher sie sich gewertet, kann uns
nichts anhaben. Aber was hier gemeint ist, ihr Lieben, ist der Protestantismus, das
was anderes, das was aus der Reformation geworden ist. Da hatte übrigens Luther
auch nicht so ganz, ohne Anteil war er da. Die Entstehung der Landeskirchen
übrigens geht auch auf ihn zurück, aber weil er da die ganze Entwicklung der
Destabilisierung sah, hat er am Lebensende quasi das Heft aus der Hand
gegeben, ihr Lieben. Und dann entstand daraus dieser Protestantismus. Ein
Erstarren des guten Geistes. Nicht alles war gut, aber des guten Geistes der
Reformation, einfach in eine erstarrte Orthodoxie, so eine Rechtgläubigkeit. Und
das meint hier Sades. Ist auch ein Problem, ihr Lieben. Wenn Satan auf eine
lebendige, gute Sache den Frost bringt, den Formalismus, die Erstarrung und diese
Bemühungen hat Satan immer. Und dann kommt Philadelphia. Wir sprechen so gerne von
unseren Vätern. In meiner Jugendzeit hieß das, als Gott vor 150 Jahren,
mittlerweile ist das ja schon ein bisschen mehr. Da sind das vielleicht 200
Jahre, ihr Lieben. Das war im 19. Jahrhundert, im früheren Teil. Da ist, ihr
Lieben, eine Erweckung gewesen, Gott sei Lob und Dank.
Da haben wir wieder eine besondere Phase der Kirchengeschichte.
Philadelphia heißt Bruderliebe, wo solche, die aus Gott geboren waren, die
Leben aus Gott hatten, merkten, dass ihre Glaubensaktivität zu ihren Brüdern
hingehen darf, zur Ehre des Herrn. Aber dass sie auch nach außen geht, im
evangelistischen Sinne. Ihr Lieben, da sind Menschenmassen vom Evangelium
erreicht worden. Ein Mann wie Spurgeon, der hat jeden Sonntag zweimal vor, was
weiß ich, 3000 Menschen gepredigt. Einfacher Mensch, ihr Lieben. Aber da hat
das Evangelium noch einmal Herzen erreicht.
Da gab es Ausgänge in die Welt hinein. China, Inlandmission, Hudson Taylor. Ein
Mann, der die Zelte abgebrochen hat. Zum Glück hat er, als er mit dem Schiff
fortfuhr, nicht mehr gehört, diesen Schrei mütterlichen Entsetzens, als seine
Mutter am Kai stand und wusste, den Sohn, den siehst du nicht mehr wieder.
Aber er war fest entschlossen, dem Herrn zu dienen.
Ihr Lieben, da war allseits dieser Aufbruch. Das war der Geist unserer Väter.
Und dann waren da auch solche Männer, die Gott nicht vorrangig fürs
Evangelium gebraucht hat, wie Weitfield und wie sie alle hießen, sondern auch
unsere Väter, auf die wir uns so gerne berufen. Bruder Kelly, Bruder Darby, Bruder
Brockhaus hier in unserem Land. Ihr Lieben, die Wahrheit des Wortes Gottes
neu gesehen haben, zum Beispiel die Wahrheit der Entrückung.
Wir müssen nicht lange warten, die sogenannten Kirchenväter, die letzten
von ihnen, die haben überhaupt gar nicht mehr über die Entrückung geschrieben.
Ist es uns ja viel. War verloren gegangen. Rechtfertigung aus Glauben.
Ihr Lieben, was meint der Tisch des Herrn, der in unserer Zeit wieder so
hinterfragt wird, ihr lieben Geschwister?
Auf den Knien haben sie sich Licht schenken lassen über dieses wunderbare
Thema, Einheit des Leibes und Ausdruck an seinem Tisch, wenn das eine Brot vor
uns steht, dass wir verstehen, was der Herr uns da geschenkt hat und in welcher
Glaubenspraxis wir als Versammlung, auch als örtliche Versammlung, leben
sollen und leben dürfen.
Du hast mein Wort bewahrt. Hast zwar eine kleine Kraft, aber hast mein Wort bewahrt.
Meine Namen dich verleugnet. Du hast das Wort meines Ausharrens bewahrt. Halte fest, was
du hast. Ihr Lieben, die Blütezeit war im 19. Jahrhundert, aber bis heute hat sich
der Herr Philadelphia erhalten. Bin ich fest von überzeugt, wie alle
Satiratierer bis zum kommenden Herrn durchlaufen, in ihrem Gepräge, zwar mit
Wechseln, aber in ihrem Gepräge bleibt es. Die Frage ist, ob der Herr dich und mich
dazuzählen kann. Wir können nicht sagen, wir sind Philadelphia, so ein Gruppendenken
aufbauen. Hier geht es um Gesinnungen, um Haltungen, die ihr seht. Wo es natürlich
in der Blütezeit Erscheinung gegeben hat, ihr Lieben, wo die, die diese Haltung
haben, die hat der Herr zusammengeführt. Die sind aus, zum Beispiel, aus den
Systemen herausgegangen, weil sie sagen, das ist nicht der Boden der Schrift. Und
wir, was müssen wir beobachten in unserer Zeit? Und dann kommt Laodicea.
Wenn wir historisch Laodicea und den Beginn dieser Etappe festmachen wollen,
dann müssen wir auch ins 19. Jahrhundert gehen und das Tragische ist, ihr
lieben Geschwister, die Leute, die hier zu Laodicea gezählt werden,
die haben Philadelphia gekannt, das Zeugnis Philadelphias gekannt, mit eigenen Augen
und Ohren gesehen, aber nicht gewollt. Nicht gewollt. Und wenn ich es nicht will,
wenn ich ein Zeugnis Gottes nicht annehme, ist es im Grunde ein Verwerfen
dieses Zeugnisses. Und was kommt dann? Ja, dann kommt Laodicea. Was haben wir dann?
Dann haben wir gelesen, was er sagt.
Erstmal haben wir den Namen vor uns, Laodicea, das heißt Rechte des Volkes oder die
Volksgerechte. Und dann haben wir hier diese Beschreibung, du bist weder kalt
noch warm. Da droht das Ausspeihen, dass Gott sich von diesem Zeugnis als
Lichtträger dabei ist, sich zu distanzieren. Wir werden da gleich noch zu kommen.
Bleiben wir erstmal bei dem Namen stehen, der sagt nämlich viel aus, genau wie
Philadelphia, die Volksgerechte. Liebe Geschwister, da haben wir den Einzug des
demokratischen Prinzips in das christliche Zeugnis. Nun hört sich das so
politisch an, aber wir sind ja mindestens seit dem letzten Krieg über die
politische Demokratisierung weg. Hier sind noch viele Geschwister, die haben
so die sogenannten 68er Zeit erlebt im Augenblick. Erfährt die in den Zeitungen
überall so eine Renaissance, da schreibt man über die 68er, ich habe die miterlebt.
Und das war ein Bemühen, ihr lieben Geschwister, auch unsere Gesellschaft zu
demokratisieren, frei zu machen von lästigen Normen und so weiter.
Da sprach man über biblische moralische Vorstellungen und Normen, das war die
repressive Moral, die unterdrückende Moral. Da wurde das alles über Bord geworfen,
ihr lieben Geschwister. Und seitdem hat sich zunehmend dieser demokratische Geist
in unserer Gesellschaft ausgebreitet, in Form der Emanzipation. Heute nimmt er
immer mehr konkrete Gestalt an, der Einzug des demokratischen Geistes. Und ihr
lieben, dieser demokratische Geist beansprucht im rationalen Bereich, im
sozialen Bereich und auch im emotionalen Bereich seine Rechte und daher haben wir
entsprechende Einflüsse ins christliche Zeugnis. Ich will das mal deutlich
machen. Ihr lieben, der Menschenverstand ist ja leider der von Gott entfremdete
Verstand, verfinstert am Verstand, sagt die Bibel. Aber die Menschen meinen, du
musst nur mal heute so moderne Theologen hören, wie sie über Gott, über die
Schöpfung reden, über die Bibel, mit einer intellektuellen Arroganz, ihr lieben,
aber einer Auflehnung gegen Gott und sagen, das ist das Maß aller Dinge.
Ich denke, folglich bin ich und weil ich denke, entwickle ich die Wahrheit und
danach hat sich jeder jede Gottesvorstellung zu richten.
Diese Bewegung hat letztendlich auch im 19. Jahrhundert Eingang gefunden und
Niederschlagung in der sogenannten modernen Theologie. In meiner
jungen Zeit war es so ein Schlagwort, der Wultmann, kennen viele von uns,
Entmythologisierung des Evangeliums, des Christentums, was Mythos ist,
ähnlich sowas ausgedachtes, Fantastisches, das müssen wir da rausnehmen.
Aber die haben das nicht mehr gemacht, wie in der Zeit des Rationalismus, der
Verstandeskultur, das lag schon wieder ein paar hundert Jahre zurück oder zwei,
die haben nämlich die Schere genommen, alles rausgeschnitten, was sozusagen vor
dem Verstand nicht Bestand hatte, aber die fingen an, das müssen wir nur
interpretieren, das müssen wir umdeuten. Wir müssen nicht an Jesus glauben,
sondern wie Jesus glauben. Der wurde dann reduziert auf einen historischen Jesus,
der edel war, das war ein Humanist und das Evangelium ist ein
humanistisches Evangelium, die Berchpredigt, die stand ganz oben und
eben jetzt sind wir schnell von diesem rationalen oder rationalistischen
Geltungsanspruch, der in die Kirche eingeflossen ist. Bei dem sozialen Aspekt,
soziales Evangelium, da wurde für Brot für die Welt gespendet, da hat man gemeint,
darin erschöpft sich das Evangelium, dass wir uns um die Armen ausgebeuteten
Menschen kümmern. Soziales Evangelium, manchmal sehr feingeistig, blüht heute
auch noch, fragt mal, was die Bedeutung von Evangelium ist, hochkarätige
Kirchenleute, die erzählen dir nur, wie du am Menschen arbeiten musst, das ist
Humanismus, mehr nicht, ihr Lieben. Also das Einfließen von Humanismus, das
heißt sozialem Denken in das christliche Zeugnis, unterstützt durch die
rationalen Ansprüche.
Und dann kommt das Emotionale noch dazu,
auch auf der demokratischen Ebene, Geltungsanspruch eingefordert, hast du
charismatische Strömungen.
Und ihr Lieben, wenn wir das mal alles zusammenpacken
und mal kritisch unsere Zeit
durchschauen, dann merken wir,
wenn Laudezer sagt, ich bin reich und reich geworden,
dann merken sie,
dass auf ihrem Bereich da etwas blüht, etwas inszeniert ist,
womit man Massen mobilisieren kann.
Ich will jetzt nicht sehr konkret, aber ihr wisst,
dass man da Massen mobilisieren kann.
Es gibt eine Entwicklung, eine Strömung in Amerika,
die schaffen es problemlos am Wochenende 20, 30, 40.000 Menschen zu ihren
sogenannten Gottesdiensten zu holen.
In dem Sinn, da ist diese Verkündung, da ist ein Event,
der wird inszeniert, da wird eine Schau draus gemacht, da stehen 500 Leute
in einer Montur auf der Bühne, das wird mit dem Fernsehen da
an die Wände geworfen, ihr Lieben,
da spielt die Musik eine Rolle.
Und da die gefrusteten Leute, die aus der Woche kommen,
die werden da wieder aufgebaut, bedürfnisorientiert predigen
und da musst du alles weglassen, wie beim Marketing, was die Leute nicht
anzieht,
das kannst du schwarz auf weiß nachlesen übrigens.
Da darfst du nicht mehr über Sünde reden, das verprellt die Leute.
Ehe, wo ist da nur eine unglückliche Entscheidung?
Das Unwort, das S-Wort musst du weglassen. Sünde?
Buß und Hölle auch?
Dann kommen sie.
Dann sprichst du moderne oder aktuelle Bedürfnisse an.
Wohlfühlgemeinde
wird da gepflegt,
dass der Mensch sich wohl fühlt.
Und der Name des Herrn, die Bibel wird oft zur Sprache gebracht.
Ich bin reich.
Ich bin reich geworden. Seht ihr die Massen nicht?
Seht ihr nicht das Engagement, was da blüht?
Ihr Lieben, ich habe Angst
vor der zunehmenden Vorstellung einer Wohlfühlversammlung
oder Wohlfühlgemeinde.
Weil wir da immer die falsche Perspektive oder häufig, häufig,
ich bin vorsichtig,
die falsche Perspektive haben.
Ich habe mit manchen jungen Leuten gesprochen,
die sagten, ich suche, ich brauche eine Gemeinde, die...
und dann haben sie aufgezählt,
was sie alles für sich brauchen,
wo man sich um mich kümmert,
wo ich
Einbindung finde,
Kontakte finde und so weiter und so weiter, wo ich, wo ich.
Ich habe dann schon mal gesagt, ich halte auch sehr viel von Wohlfühlgemeinde,
aber dass der Herr
sich wohl fühlt.
Ihr Lieben, ich bin froh,
dass ich von der Fürsorge meines Herrn abhängig bin.
Das kann ich euch sagen.
Der Herr kennt meine wirklichen Bedürfnisse
am allerbesten.
Und es gibt keinen Hirten wie ihn,
der mich zu Wohlbefinden führt, zu geistlichem Wohlbefinden führt,
weil er es will, ihr Lieben, es gibt keinen.
Deshalb möchte ich mich ihm und allein seinen Vorstellungen,
seinem Wort überlassen,
aber ich möchte auch an seinem Wort hängen und an dieser Person hängen, ihr Lieben,
dass Versammlungsleben, und ich gebrauche jetzt mal den Ausdruck,
der so üblich ist, Gemeindeleben,
wirklich unter der Autorität meines Herrn stattfindet,
dass dann nach seinem Wort gefragt wird, ihr Lieben,
vom Inhalt her das betone ich
und von der Form her auch, das betone ich,
von den Methoden,
dass er regiert,
zu meinem Namen zusammenkommt, wo er die Autorität hat.
Das ist eine Wohlfühlversammlung.
Da werden wir uns wohlfühlen,
wenn wir seine Anerkennung und seine Fürsorge haben.
Aber das ist eben nicht lauditär,
sondern da sagen sie, ich bin reich und reich geworden.
Und du weißt nicht, dass du elend jämmerlich
nackt bist.
Sie leben
in einer Illusion, dass alles in Ordnung wäre,
in einer Illusion
und diese Illusion, dass alles in Ordnung wäre, läuft in zweierlei
Hinsicht oder Richtung, das will ich sagen,
und diese beiden Richtungen sind zwar sehr unterschiedlich, aber sie ergänzen
sich in diesem einen
lauditärischen Bild.
Die eine Richtung geht in einen
Aktivismus, der sagt, ich bin reich und reich geworden.
Seht ihr doch, habe ich eben so ein bisschen
dargestellt.
Und die andere Richtung
geht in einen Formalismus
und Traditionalismus.
Die sagen auch, es ist doch alles in Ordnung.
Wie damals bei Maliachi.
Maliachi, warum störst du unsere Kreise eigentlich hier?
Warum kritisierst du unsere Opfer? Wir opfern doch, siehst du doch.
Und dann muss der Maliachi ihnen erst mal sozusagen
die Augen öffnen, was an ihrem Opferdienst nicht mehr stimmt.
Worin immer dieses Fragen gegen Gott,
worin haben wir versagt? Ist doch alles in Ordnung.
Und Gott sagt, es ist überhaupt gar nichts in Ordnung.
Eben, da kann man auch in lauditär
den Namen des Herrn im Munde führen.
Da kann man sich für engagieren.
Da kann man sehr leidenschaftlich werben für diesen Namen.
Ihr Lieben, aber wenn ich das Evangelium verkürze und zum Beispiel
die Buße zu Gott weglasse,
Apostelgeschichte 20 hilft uns ganz einfach, gesunde Evangelisation zu
begreifen.
Buße zu Gott und Glauben an Jesus Christus.
Ihr Lieben, das muss einfach da sein.
Da kann ich nicht sagen, legt mal einfach wie Christus.
Jesus sucht dich, oder was?
Ihr Lieben, wie ich anfange, das ist was anderes.
Aber beides
muss in gesunder Evangelisation da sein.
Wenn sich Aktivismus ergibt,
ihr Lieben, wohinter nicht
die ganz spürbare Leitung des Geistes Gottes steht,
dann verselbstständigt sich solch ein Aktivismus.
Der wird lauditär.
Und dann sagt man, ich bin reich und reich geworden.
Oder eben im Formalismus.
Die Formen sind intakt.
Das Leben ist gerichtet.
Ihr Lieben, ich schätze gute Traditionen.
Übrigens das, was mir Bruder David und dir vielleicht auch aufgeschrieben hat
in seiner Synopsis,
oder wenn er uns mal aufgeschrieben hat,
was Versammlungsleben ist nach der Schrift.
Ist ja schon alt.
Hat schon ein paar Jährchen am Puckel.
Aber das schätze ich heute noch.
Nicht, weil ich Dabist bin. Ich bin kein Dabist.
Aber ich danke Gott, dass er uns solch einen Bruder und mancher andere auch gegeben hat,
die uns noch mal die Augen
auf die Schönheit des Wortes Gottes und die Wahrheit des Wortes Gottes gerichtet habe.
Aber das ist gute Tradition, wenn wir daran festhalten,
wo unsere Väter uns das Wort noch mal deutlich gemacht haben.
Heute macht sich auch kein Student mehr daran und sagt, ich muss jetzt mal das Rad neu erfinden.
Der greift auf Gutes Bestehendes zurück.
Und so ist gute Tradition.
Aber ihr Lieben, gute Tradition ist das Feuer hüten und nicht Asche bewahren.
Asche bewahren ist Traditionalismus.
Verkehrtes Traditionsdenken.
Laudizellisches Traditionsdenken.
Wo man sagt, ich habe doch alles. Aber ihr Lieben, da ist das Feuer. Das Leben ist da nicht.
Können sich da auch Christen verirren?
Ihr Lieben, vom Geiste Laudizers können sich auch Christen infizieren lassen.
Und zu dem Thema kommen wir jetzt.
Der Herr sagt, ich rate dir. Dann kommen diese drei Dinge.
Gold.
Ihr Lieben, Bild der göttlichen Gerechtigkeit. Das fehlt ihm.
Dann weiße Kleider. Ein Bild der praktischen Gerechtigkeit, die übrigens
aus der stellungsmäßigen göttlichen Gerechtigkeit resultiert.
Kein Mensch kann
in praktischer Hinsicht nach Gottes
Maßstäben gerecht leben,
wenn er nicht in sich erfahren hat,
was der erste Großteil des Römerbriefes darüber sagt.
Gerechtfertigtes Glauben.
Es gehört zusammen.
Und ihr Lieben, dann brauchen wir auch die Augensalbe.
Dass der Geist Gottes uns die Augen öffnet über uns selbst.
Wer das alles nicht hat, ihr Lieben,
der mag sich christlich nennen.
Der Herr beurteilt es anders.
Und ihr Lieben, hier sehen wir, wie der Herr
eine Diagnose stellt.
Und die Diagnose heißt,
du musst endlich von deiner Illusion wegkommen
und musst mal sehen, wie ich dich beurteile.
Und damit sind wir sofort bei der Therapie.
Wie ein guter Arzt.
Und ihr Lieben, er therapiert
Laudezer im Grunde nicht, sondern sagt nur,
wenn du
Heil bekommen willst, dann musst du das tun.
Dann musst du erst mal glauben.
Aber dann finden wir in Vers 19
und diesen Übergang oder diesen Einschnitt, den müssen wir sehen,
dann verändert sich die Sprache
und da lesen wir ab, Vers 19
ich überführe und züchtige
so viele ich liebe.
Da wird also der Kreis der Angesprochenen eingeengt, er wird definiert.
Und über die Grenzen dieser Definition dürfen wir nicht rausgehen.
Laudezer ist wesentlich weiter, das liegt jenseits.
Und dann wird noch einmal gesagt
in Vers 20
wenn jemand
es werden also Einzelne dort angesprochen
die der Herr liebt
und dann zielt auf solche, aber er sagt, wenn jemand, wenn da Einzelne sind.
Und das ist jetzt unser Thema.
Liebe Geschwister, es kann sein
dass jemand von dem laudezerischen Geiste infiziert ist.
Kann auch bei uns sein übrigens.
Ohne dass wir
in dem beschriebenen Bild Laudezer sind.
Aber der Geist, ihr Lieben, der kann uns zuschaffen machen.
Der kann sich einschleichen in unser Leben. Geistesformalismus.
Geistesformalismus.
Sollen wir mal
eine kurze Frage aufwerfen, ihr Lieben?
Heute Morgen hat ein Bruder
Lied 148 vorgeschlagen.
Wissen wir doch was steht.
O Vater!
Einer ist es vor allen.
Auf ihn blickst du mit Wohlgefallen, auf den geliebten
einzigen Sohn.
Wie haben wir das Lied mitgesungen?
Viele sagen, es ist ein Anbetungslied.
Kann ich nicht viel mit anfangen, ihr Lieben. Ich kann nur damit anfangen
wenn dieses wunderbare Lied
im Geiste
wirklich vorhandener
Anbetung gesungen wird.
Jetzt müssen wir uns mal vor dem Herrn wirklich fragen.
In welcher inneren
Verfassung
mit welchen Herzensbewegungen haben wir gesungen?
O Vater!
Einer ist es vor allen.
Wenn ich das sage, ihr lieben Geschwister,
was die Brüder immer gesagt haben, was die gepredigt haben.
Aber, ihr Lieben, im wirklichen
Geist der Anbetung
kann ich das nur sagen.
Wenn Christus in meinem Herzen lebt.
Und wenn ich weiß, wovon ich rede,
wenn ich zum Vater spreche. O Vater!
Einer ist es vor allen.
Habe ich verstanden, was da beispielsweise
in Hebräer 1 steht?
Der Abglanz der Herrlichkeit Gottes.
Abdruck seines Wesens.
Ihr Lieben, werden wir dann innerlich noch einmal mit diesem brennenden Herz,
der immer aus Jünger ausgestattet ist,
erleben, dass in unserem Herzen etwas ist,
was wir ihm wieder bringen dürfen.
Oder sagen wir, da hat ein Bruder wieder 148 vorgeschlagen.
Können wir fast auswendig.
Unsere Lippen werden mechanisch und singen das, weil das auch noch so eine
schöne Melodie hat.
Was war denn jetzt?
Was war denn heute Morgen?
Routine
oder pulsierendes
Herzensleben.
Das ist ein ganz kleiner Punkt.
Aber wir spüren, das ist ein sehr bedeutsamer Punkt.
So kann Entwicklung in die Routine stattfinden.
Wenn wir Gebete sprechen.
Ich weiß, wer Kinder hat,
der kommt mal in die Phase,
da muss er mal über sich und sein Gebetsverhalten nachdenken als Vater.
Die Kinder hören das ja ab
und irgendwann spielen die Versammlung, haben meine auch gemacht.
Und dann hörst du die mal beten. Da musst du mal gucken, wenn die beten.
Ich bewerte das jetzt nicht, dass sie es tun, dass sie Versammlung spielen.
Aber dann kannst du fast sagen,
jetzt sind sie bei dem Bruder oder
dann zitieren sie dich.
Und ihr Lieben, haben wir manchmal
Formeln in unseren Gebeten?
Formeln?
Ich weiß auch, dass ich viele Gebete
mit gleichem oder ähnlichem Wortlaut aufhöre.
Aber wenn wir es immer mit Leben füllen, dann wird uns das nicht zur Formel.
Gepriesen und angebetet sei dein Name. Amen.
Ihr Lieben, haben wir wirklich da
mit unseren Herzen, sind wir da noch mal so nah bei ihm gewesen,
dieser Lobeserhebung unserer Herzen
und angebetet, ihr Lieben, dass wir nicht anders konnten, als ihm das noch einmal
zu sagen?
Oder formulieren wir das, weil das immer so gesagt wird, weil das scheinbar zu einem
guten Gebet gehört?
Merken wir, wie nah die Dinge an uns heranrücken, ob wir den Geist der Routine
erliegen, einer Form erliegen und ihr Lieben, das
will Satan.
Der lässt uns ruhig fromme Worte sprechen,
wenn nur das Leben daraus weicht.
Und das ist das Thema.
Nachfolge, wie oft wird über Nachfolge geredet?
Wenn ihr ein Jugendstündchen habt, irgendwann kommt immer wieder das Thema
Nachfolge, Jüngerschaft.
Wunderbares Thema.
Da werden flammende Plädoyers für die Nachfolge, für die Jüngerschaft, für
Hingabe gehalten.
Und ihr Lieben, wie viel bleibt in der Praxis?
Ich sag mal nach so einer
Wortbetrachtung
oder nach einem Vortrag,
wo wir uns angesprochen fühlen,
veräbbt das dann,
dass das in die Form der Routine
des Formalismus führt.
Warum kommen wir so zusammen?
Ihr merkt, ich stelle einfach mal eine neben die andere Frage.
Warum kommen wir so zusammen? Ihr lieben jungen Brüder, könnt ihr jetzt aus dem Stand
heraus sagen,
warum ihr hierhin geht und warum nicht woanders hin?
Warum kommt ihr hierhin? Ist euch der Platz, wo wir zusammenkommen,
ist der euch lieb und wert, ihr Lieben?
Unsere Väter haben den,
ich zitiere ihn noch mal,
auf den Knien erkämpft.
Wir sind mit unseren Eltern mitgegangen, ich auch.
Habe zunächst nichts verstanden als kleiner Dotz, aber ich bin mitgegangen
und danke Gott heute noch oft, oft dafür, dass mein Vater mich mitgenommen hat.
Aber dann kam ein Punkt in meinem Leben, da musste ich selber wissen,
warum gehst du diesen Weg?
Und ihr lieben jungen Freunde, das müsst ihr einfach wissen.
Das müsst ihr wissen.
Ihr wollt doch nicht als Attrappe herumlaufen.
Sondern es wird oft gesagt, wir müssen authentische Christen sein,
glaubwürdig durch und durch wissen,
was wir tun. Das gehört einfach dazu.
Und die Frage ist,
ob du diesen Platz
zum Namen des Herrn
an seinem Tische, ob du den kennst.
Ich lese manches Schild,
Versammeln nach Matthäus 18, Vers 20.
Und vielleicht hast du auch schon oft mal ein Empfehlungsschreiben mitgekriegt.
Versammelt sich mit uns nach Matthäus 18, Vers 20.
Was steht da noch?
Müssen wir ja erstmal wissen.
Und die zweite Frage ist, ihr Lieben,
dass wir nicht den Vers kennen,
dass das hinterher nicht ein Erkennungsmerkmal ist, so ein Schibbolett,
sondern dass uns das eine
wunderbare Glaubensüberzeugung ist, dass wir verstehen,
was der Herr da gemeint hat.
Und dass wir sagen, genau so möchte ich
mit meinen anderen Glaubensbrüdern und Schwestern zusammenkommen,
dass er wirklich Autorität hat,
dass wir in seiner Gegenwart sind.
Und ihr Lieben, der Herr ist da nicht verschwommen, der ist auch nicht pluralistisch,
da und da und da und da.
Ist uns das lieb?
Ihr Lieben, wenn uns der Geist
des Formalismus, des Traditionalismus
angerührt hat.
Und ich sage noch einmal, Satan
hat es als erklärtes Ziel,
über alles pulsierende Leben, über die brennenden Herzen,
wieder den Frost zu bringen.
Den Frost zu bringen.
Abkühlen.
Auch wenn wir heute Abend den Vortrag hier gehört haben.
Abkühlen, ach.
Jaja, müssen das erstmal so ein bisschen.
Schlafen wir mal drüber.
So, und dann gewinnen wir Distanz dazu, ne?
Zeitliche Distanz gönne ich dir ja, aber nicht eine innerliche.
Wir gönnen uns oft so innerliche Distanzen dann auf einmal,
wenn der Herr durch sein Wort geredet hat.
Gehört übrigens auch
zu diesem Krankheitsbild,
diesem Infekt des laodizäischen Geistes.
Aber dann sagt der Herr, ihr Lieben,
und jetzt kommen wir mit seiner
Hirtenmühe. Wir haben hier übrigens wieder Seelsorge des Herrn vor uns.
Dass er sagt dann ab Vers 19, erstens
entfaltet er einen Grundsatz.
Ich will vier Punkte vor uns stellen.
Erstens entfaltet er einen Grundsatz. Ich überführe und züchtige
so viele ich liebe.
Diesen Grundsatz müssen wir einfach mal
zur Kenntnis nehmen.
Und ihr Lieben, der Herr hat nicht Grundsätze,
dass er sozusagen sich an seinen eigenen Grundsätzen erfreut,
sondern er hat Grundsätze,
um danach zu handeln, sie deutlich zu machen.
Das heißt, seine Grundsätze charakterisieren
gleichzeitig sein Handeln, sein Vorgehen.
Auch bei mir und dir,
wenn wir hier in seinem Blickfeld liegen.
Ich überführe und züchtige so viele ich liebe.
Die, die vorher
beschrieben sind, das sind nicht die, die der Herr liebt.
Es müssen hier offensichtlich Gläubige sein,
die aber infiziert sind,
sozusagen im Banne des laodizäischen Geistes sind.
Die er zieht, er züchtigt, er
und
denen will er, die will er
überführen.
Ihr Lieben, dieses Züchtigen und Überführen
ist eine Sache, die durchdringt sich.
Gott züchtigt uns nicht einfach so,
sondern
er will uns, wenn er uns überführen muss, zurecht bringen muss,
dann bemüht er sich
durch die Zucht oder bei der Zucht
dieses Werk der Überführung zu tun.
Ihr Lieben, und zwar nicht überführen, wie du einen Dieb vom Diebstahl überführst,
indem du einfach das geklaute Diebesgut da vorhältst und sagst, das hast du geklaut,
haben wir in deiner Tasche gefunden.
Nein, ihr Lieben, sondern Schritt für Schritt,
dass wir einsehen, wo unser Versagen ist,
das ist Überführen,
sagt der weiße Herr.
Dass unsere Herzen überführt werden,
ihr Lieben, die wir nicht mit Fakten konfrontiert werden, die wir nicht mehr
abweisen können, sondern dass unsere Herzen
überführt werden, ihr Lieben, der Augen darauf richten, was Gott als Urteil
über mich hat.
Dass wir das erkennen,
und zwar von innen, vom Herzen heraus, wo die Ausgänge des Lebens sind,
nicht intellektuell,
nicht intellektuell.
Und dann züchtigt er.
Das geht Hand in Hand.
Wir wollen jetzt nicht nach Hebräer 12 gehen und das genau betrachten, aber ihr
Lieben,
da haben wir übrigens vier Reaktionsweisen, wie man auf göttliche
Zucht
reagieren kann.
Und da wird auch das Prinzip entfaltet,
Gott züchtigt seine Söhne, das heißt, die er liebt.
Und es gibt keinen,
den Gott, der Vater liebt, den er nicht züchtigt.
Diesen Grundsatz holt er von den Sprüchen her.
Und da merken wir,
durch das Aufgreifen im Neuen Testament, wie aktuell der Grundsatz ist.
Aber diese vier Reaktionen ist einmal,
dass du sagen kannst,
wie das in
in Hebräer 12
heißt,
wem der Herr liebt, achte nicht gering, in Vers 5,
achte nicht gering des Herrn Züchtigung,
noch ermatte,
wenn du von ihm gestraft bist.
Da haben wir direkt zwei Reaktionsweisen.
Das Geringachten,
im heutigen Sprachgebrauch wird das heißen, immer cool bleiben.
Immer cool bleiben.
Sich nicht aus der Bahn werfen lassen, Geringachten.
Du erkennst etwas nicht als Züchtigung,
als Handeln Gottes an.
Dann hast du vielleicht Pech gehabt, oder ach,
darf man nicht so tragisch sehen.
Und Gott hat
da vielleicht
ein mahnendes Handeln in dein Leben hineingesprochen.
Hat einem mal sein Auto zu klump gefahren.
Und der junge Bruder hatte schon Probleme in seinem Glaubensleben.
Dann war er schnell damit fertig. Pech gehabt, fertig.
Haken hintergemacht, Pech gehabt.
Oder konnte Gott vielleicht dann
mit ihm geredet haben?
Das weiß ich nicht.
Danach hätte dieser Bruder befragen müssen,
Herr, wolltest du mir was damit sagen?
Nicht schnell haken.
Cool sein.
Oder einfach wie es heißt, achte nicht gering.
Wenn es denn so eine Sprache Gottes war.
Ihm sich darüber wegsetzen.
Und das andere sollen wir auch nicht.
Was hier steht,
noch ermatte.
Wir sollen nicht darunter resigniert niedersinken.
In das was sozusagen, um die wilden Israels in der Wüste zu sprechen,
nicht im Staub der Wüste resigniert und ermattet niedersinken
und keinen Schritt mehr weitermachen.
Der Herr will uns erziehen, damit wir zügig zum Ziel kommen.
Zügig zum Ziel.
Und dann die dritte Reaktion, Vers 9 am Ende.
Wir sollen uns unterwerfen.
Nicht auflehnen, sondern beugen
und darunter bleiben. So könnte man das auch übersetzen.
Unter die züchtigende,
das meint erziehende Hand Gottes.
Und das dritte ist,
Vers 11, ganz am Ende.
Das wird eingekleidet in ein Ergebnis der Zucht,
dass wir geübt worden sind.
Wir sprechen oft von Übungen, in die wir reinkommen
und meinen damit Nöte.
Aber liebe, Übungen sind nicht einfach Nöte.
Der Begriff kommt ja irgendwo her, Übungen.
Haben wir schon mal daran gedacht, wenn Sorgen,
wenn Nöte kommen,
dass der Herr die als Übungen gebraucht,
weil er was bei uns einüben will.
Einüben.
Vielleicht andere Haltungen,
andere Gesinnungen.
Dass er uns einüben will,
wieder den Blick voller Vertrauen und Glauben auf ihn zu setzen,
nicht auf Menschen zu vertrauen.
Vieles einüben will.
Deshalb Übungen.
Damit wir die Frucht,
die friedsame Frucht der Gerechtigkeit zeigen.
Dass es deutlich wird, dass er uns zum Nutzen erzieht,
das Wörtliche formuliert.
Ihr Lieben, wenn in Laudezähl der Herr sagt, ich züchtige und überführe wen ich liebe,
dann sollen wir uns nicht dieser Zucht entziehen,
nicht cool uns darüber wegsetzen,
nicht resigniert niedersinken,
sondern uns darunter stellen und uns üben lassen, damit er zum Nutzen
mit uns umgeht.
Dass wir die friedsame Frucht der Gerechtigkeit ernten.
Nämlich was er vorhat.
Und dann kommt ein Appell, der resultiert aus diesem Grundsatz.
Sei nun eifrig, das ist der zweite Punkt,
und tue Buße.
Ihr Lieben, Buße
setzt voraus, dass wir uns endlich mal so sehen, wie Gott uns schon immer gesehen hat.
Das ist nicht einfach.
Mit der entsprechenden Herzenshaltung uns so zu sehen,
wie Gott uns immer gesehen hat.
Das Ganze verkehrt in unserem Licht, die Schwachstellen,
das zu kurz kommen.
Dass wir das so sehen, wie Gott das schon immer gesehen hat.
Dass wir uns ins Licht stellen lassen.
Dass wir uns überführen lassen
und dann sagen, Herr,
das ist in meinem Leben.
Das kann da nicht bleiben.
Das kann da nicht bleiben. Das ist mein Buße, tut ihr Lieben.
Das Urteil über sich aussprechen,
nachdem wir uns im Licht Gottes gesehen haben.
Ihr Lieben, nicht uns selbst schon unsere Pauschalabsolution erteilen.
Naja, ich hab's dem Herrn gesagt.
Sondern beim Namen nennen.
Vor seinem Angesicht.
Sei eifrig, zögere nicht.
Lege deine ganze innere Kraft hinein und werde los von diesem laudizeischen
Geist, der uns lähmt und hemmt.
Wo wir vielleicht gar nicht wissen, wie sehr er uns zu schaffen macht.
Weil das so eine Zeiterscheinung vielleicht ist.
Und dann kommt sein Bemühen.
Vers 19.
Ich, ich, kein anderer.
Überführend, züchtige, so viel ich liebe.
Seinen Eifrig-Tou bußen.
Und jetzt sagt er,
ich stehe an der Tür
und klopfe an.
Siehe, siehe,
ich stehe an der Tür und klopfe an.
Ihr Lieben,
ein Mensch in Laudizea,
ein unheimlich, und das Wort müssen wir jetzt mal wörtlich nehmen,
hat ein unheimlich weites Blickfeld
für alle Attraktionen.
Ich bin reich, reich geworden.
Was sagt der Herr jetzt
zu diesen Einzelnen, die er liebt?
Siehe,
konzentrier jetzt mal deinen Blick auf das, was ich dir jetzt sage.
Ihr Lieben, dann wird das Blickfeld in dieser Hinsicht
auf einmal ganz schmal.
Das wird konzentriert
auf das, was der Herr jetzt sagt.
Das fehlt uns so oft.
Der Feind will tausend Attraktionen,
Ablenkungen,
Neutralisierungen,
Verwässerungen in unser Blickfeld bringen.
Der Herr sagt, siehe,
konzentrier deinen Blick
und damit dein Herz
auf das, was ich dir jetzt sage.
Was sagt er denn?
Siehe,
ich stehe
vor der Tür.
Ich stehe vor der Tür.
Ihr Lieben, in Laodicea steht er
generell vor der Tür,
ist nicht eingelassen
und bei diesen steht er, was die praktische Gemeinschaft anbelangt,
vor der Tür.
Keine Gemeinschaft.
Ich sage jetzt, keine praktische Gemeinschaft, wenn jeder wirklich
aus Gott geboren ist.
Die ist kaputt gegangen.
Die ist kaputt gegangen, ihr Lieben, praktisch.
Der sagt, ich stehe vor der Tür.
Steht der Herr da so vor der Tür, wie in Emmaus?
Also, dass er sich stellt, als wollte er weitergehen?
Das ist eine Probe übrigens hier, was der Herr
vor Augen führt.
Hätte er
diese
Gläubigen in Laodicea, diese wenigen Einzelnen,
hätte er sie mit der Probe der Emmaus-Jünger
konfrontiert,
hätte keiner, glaube ich,
diese Probe bestanden.
Dann würde er weitergegangen.
Aber hier bleibt er stehen.
Ihr lieben Geschwister, merkt ihr, wie viel dem Herrn an denen liegt,
die er liebt?
Auch an die und mir.
Wenn wir von diesem Problem infiziert sind,
dann sagt er vielleicht auch,
ich stehe an der Tür und was macht er da?
Ich klopfe an.
Er will hinein, ihr Lieben.
Er ergreift die Initiative,
eine Initiative seiner unendlichen Liebe. Wenn wir doch nur mehr dieses
Klopfen hörten, ihr Lieben,
das aller Traditionalismus-Routine-Denken und was uns noch belastet,
auch diese Veräußerlichung in falsches Denken,
dass das zerbricht,
dass wir uns endlich frei machen. Wie denn frei machen, ihr Lieben?
Dass wir sein Klopfen hören
und dass wir seine Therapie mit uns annehmen.
Mancher Patient ist schon gescheitert,
weil er die Therapie des Arztes nicht annehmen wollte.
Hat gesagt, geht auch so, geht auch so.
Nein, es geht nicht so,
wenn der Herr sagt,
ich klopfe an, ich will hinein.
Wer meine Stimme hört
und die Tür
öffnet,
ihr Lieben, der Herr
will diese Stimme gehört haben.
Es ist die Stimme des guten Hirten,
aber es ist auch die Stimme
des so unbestechlich Beurteilenden,
der ein Urteil hat über mich.
Aber es ist doch mein Heiland, der mich liebt,
der sich
selbst für mich hingegeben hat.
Derselbe
sagt ich klopfe an.
Aber wer mir jetzt diese Tür auftut, ihr Lieben,
hier geht es um praktische Gemeinschaft.
Was sagt er dann?
Drei Dinge und jetzt kommen wir zu dem Abendessen.
Wir merken, es ist wieder die Krönung
der Gedanken des Wortes Gottes.
Zudem werde ich hineingehen, zweitens
das Abendbrot mit ihm essen und drittens
und er mit mir.
Bleiben wir mal bei dem ersten Punkt.
Ihr Lieben, wo das Herz das Klopfen hört,
die Stimme hört
und öffnet, ihr Lieben,
und öffnet,
dass das Herz sagt, ich habe Buße darüber getan,
ich habe die Mahnung des Herrn mir wirklich zu Herzen genommen
und ich habe auch begriffen, wonach ihn verlangt
in seiner Liebe.
Er will mit mir Gemeinschaft haben.
Er will eine andere Bedeutung haben in meinem täglichen Leben.
Und dann sage Herr, ich habe verstanden,
in welches Licht du mich gestellt hast.
Ich öffne dir wieder die Türe.
Ihr Lieben, ich bin überzeugt, dieses Öffnen der Türe
geht nicht ohne Tränen, ohne innere Zerrüttung und Zerbruch ab.
Dass wir endlich mal
sehen, wovon wir frei werden müssen, nachdem der Herr uns das gezeigt hat.
Ihr Lieben, alle Halbherzigkeit, Unmittelmäßigkeit,
dass wir das mal endlich wegstreifen müssen,
dass wir merken, der Herr will kein Mittelmaß.
Er will ganz unsere Herzen füllen.
Er will uns innerlich reich machen.
Leben im Überfluss, sagt er in Johannes 10. Das will er uns geben.
Ihr Lieben, der Herr hat keinen geringeren Maßstab und er will nicht ablassen,
bis er bei dir und mir zu diesem Ziel gekommen ist, dass wir Leben im
Überfluss genießen, praktisch genießen.
Zu dem werde ich hineingehen.
Genau wie bei den Emmausjüngern.
Das ist
erneut
die Nähe von Christus erfahren.
Dass er kommt, ihr Lieben.
Ich habe mit manchen gesprochen, der diesen Gang hinter sich hat.
Und der hat mir auch von dem Zerbruch erzählt.
Aber dann hat er mir erzählt, was das für ihn war.
Als er merkte, dass der Herr ganz neu
in dieser praktischen Schau
zu ihm kam, ihr Lieben, wie befreiend das war.
Dass auf einmal ein ganz neues Licht in sein Leben kam.
Und das war nicht, ihr Lieben, so emotionales Abheben,
sondern das war christliche Glaubensrealität.
Da hat er erfahren,
wie der Herr zu ihm kam. Ich werde zu dir hineinkommen, ihr Lieben.
Und dann werden wir als allererstes einmal
seine Gegenwart ganz neu erleben. Seine Gegenwart in unserem Leben.
Ihr Lieben, heute am Sonntag und morgen wieder im Alltag.
Verlangt uns danach, das ist mal eine Frage, die der Herr uns jetzt vorstellt,
dass wir ihn ganz neu erleben,
wenn wir mit diesem Problem zu tun haben.
Und dann sagt er
als zweites,
dann werde ich
das Abendbrot
mit ihm essen.
Wir wissen, das Abendbrot ist ein Ausdruck
der Gemeinschaft, einer stärkenden,
belebenden Gemeinschaft.
Und er sagt jetzt das von zwei Seiten, ich mit ihm
und er mit mir.
Das ist nicht umständlich formuliert,
sondern in großer Weisheit formuliert.
Ihr Lieben, wenn er sagt, ich werde mit ihm das Abendbrot essen,
ist das eine
ganze herablassende Gnade.
Das es tut, ihr Lieben.
Das ist Gnade,
die sich herablässt,
die mit uns diese Gemeinschaft
sucht.
Und wir mit ihm,
eben da werden wir gewissermaßen erhoben
in diese Gemeinschaft mit ihm,
um die ganze Freude und Segensfülle
dieser Gemeinschaft erleben zu dürfen.
Wir haben uns gut erinnert, der Herr gibt sich nicht mit Mittelmaß zufrieden.
Er will die Fülle auch in deinem und meinem Leben.
Und ihr Lieben,
diese Gemeinschaft
und eine Offenbarung des Herrn in dieser Gemeinschaft
ist ein
Standardthema des Neuen Testaments.
Wir wollen abschließen mit zwei Versen
aus Johannes 14,
die uns im Grunde eine erklärende Illustration
dieses Abendessens und seines Segens schenken.
Und zwar lesen wir in Johannes 14
etwas
über die Liebe.
Wir haben zu Beginn über die Liebe gesprochen, welche Bedeutung
die Liebe
bei uns haben kann und soll in Verbindung
mit Ephesus.
Und wir wollten ja darauf zurückkommen.
Und jetzt erklärt er in Johannes 14,
was das eigentlich ist, wenn man ihn liebt.
Ich habe noch nie jemand gehört, kein Bruder, keine Schwester, die gesagt hätten,
ach ich liebe den Herrn nicht so.
Die lieben den Herrn alle.
Ich habe schon die größten Eigenwilligkeiten erlebt, aber ja, den Herrn,
den habe ich lieb.
Da müssen wir mal das Wort lesen,
was über wirkliche Liebe
zu Christus gesagt wird.
Wir sind in Johannes 14
und da lesen wir zwei Verse.
Zunächst Vers 23.
Jesus antwortet und sprach zu ihm,
wenn jemand mich liebt,
so und jetzt kommt die Probe,
wird er mein Wort halten.
Das gehört
einfach zusammen.
Wer mich liebt, wird mein Wort halten.
Merken wir,
zumindest gedanklich,
dass das einfach zusammen gehört.
Die viel schwierigere Lektion ist,
das in unserem Leben zu praktizieren.
Liebe zum Herrn zu zeigen,
im Bewahren, im Halten seines Wortes,
weil es das Wort des Herrn ist.
Sein Wort, den wir lieben.
Und was sagte der Herr dann?
Was er tun will, wenn jemand
ihn liebt und sein Wort hält,
dann wird mein Vater ihn lieben und wir werden zu ihm kommen
und Wohnung
bei ihm machen.
In der Fußnote steht
und uns Wohnung bei ihm machen.
Ihr Lieben, das ist fast noch
intensiver, dringender.
Das meint, ihr Lieben,
dass wir dann Gemeinschaft
mit dem Vater
und mit dem Sohne erleben können.
Das ist Gemeinschaft.
Und dann kommt der zweite Vers
und dann sehen wir, dass Gemeinschaft nicht ein neutraler Begriff ist,
der irgendwie
geartet ist.
Sondern dann Vers 21
Wer meine Gebote hat und sie hält,
der ist es, der mich liebt.
Wieder die gleiche Aussage.
Mit kleinen anderen Akzenten, darauf gehe ich nicht ein.
Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und jetzt kommt es.
Und ich
werde ihn lieben
und mich selbst
ihm
offenbaren.
Ihr Lieben, das geht über das Gemeinschaft haben hinaus.
Oder anders gesagt, die Gemeinschaft, die er uns schenken will,
wird hier
innerlich gefüllt. Sie geht auf
in der Offenbarung des Herrn.
Ich werde mich ihm offenbaren.
Ihr Lieben, das gehört
wesensmäßig
zu dem Gemeinschaft haben mit ihm.
Und wenn Christus uns
sich selbst offenbart in uns, wenn wir Gemeinschaft mit ihm haben
als solche,
die ihn lieben und sein Wort lieben und es halten,
dann heißt das im Klartext,
Christus
wirklich fühlbar in uns erleben und erfahren.
Und da sind wir beim Schlusspunkt, ihr Lieben.
Wie sehr kennen wir das aus unserem Leben?
Christus fühlbar, nicht als so irgendwie eine Vorstellung,
sondern wirklich zu erleben.
Wisst ihr, wo uns das bringt?
Auf die Knie.
Entweder,
nein, nicht entweder, beides.
Um ihn zu bitten, Herr, lass mich das Meer,
lass mir das Meer erfahren.
Mich verlangt nach Meer.
Und zweitens,
wenn er sich uns offenbart,
dass ihn darüber anbieten,
welch ein Herr ist der.
Ihr Lieben, dann mögen wir vielleicht auf diesem Weg
manchen Kampf haben. Ich sage das auch mal unseren jungen Freunden.
Da musst du Brücken abbrechen vielleicht,
mit Freundschaften Schluss machen,
Tändeleien mit der Welt aufgeben, was auch immer, was da kommt, ihr Lieben.
Und das geht nicht einfach so glatt und so einfach ist das nicht.
Da verprellst du dir, vielleicht sollte die heute sich deine Freunde nennen.
Oder da musst du dein Leben vielleicht mal ein bisschen neu ausrichten.
Das macht Mühe.
Aber lass
dich von diesem wunderbaren Ziel regieren.
Christus sagt dann,
wenn du das alles tust, wenn du verstanden hast,
was mein Ziel für dein Leben ist,
dann werde ich zu dir kommen.
Und dann wirst du auch mit mir
das Abendessen.
Dann werden wir in Liebe zu Christus
und seinem Wort
Gemeinschaft haben,
und zwar mit dem Vater
und mit dem Sohne.
Und dann werden wir die Offenbarung seiner Person
neu erleben.
Erleben das
beflügelt
unseren Glauben.
Und ich glaube, dann sehe es in unserem persönlichen Leben,
in unseren Häusern
und in unserer Versammlung anders aus.
Aber möchten wir uns anspornen lassen.
Der Herr kommt bald.
Wie wollen wir ihn da
vor die Augen treten,
wenn er fragt,
was hast du eigentlich
mit den Bemühungen
meiner Gnade gemacht?
Was hast du mit meinem Wort gemacht?
Auch vielleicht dem Wort, was heute Abend vor uns stand,
unter das wir uns alle beugen wollen, ich auch, ich zuerst.
Was hast du mit meinem Wort gemacht?
Eben, dass wir dem Herrn dann sagen können, Herr,
du hast gesehen,
was ich mit deinem Wort gemacht habe.
Was ich mit deiner Person gemacht habe.
Als du dich mir erneut vorstelltest,
dass er dann zu uns sagen kann, ich übertrage jetzt mal, geh ein
in die Freude deines Herrn.
Dann sind wir am Ziel, ihr Lieben.
Dann werden wir alle überwältigt sein,
wer er ist.
Aber es lohnt sich heute schon,
diese Gemeinschaft zu erleben mit Christus.
Denn das ist
Leben im Überfluss. …
