Der auferstandene Herr in Lukas 24
ID
wr006
Sprache
DE
Gesamtlänge
01:52:30
Anzahl
2
Bibelstellen
Lukas 24
Beschreibung
n.a.
Automatisches Transkript:
…
Wir wollen uns heute Abend und so Gott will auch morgen Abend mit einem
Kapitel beschäftigen aus dem Lukas-Evangelium und zwar mit dem
bekannten Kapitel 24 Evangelium nach Lukas Kapitel 24
An dem ersten Wochentag aber, ganz in der Früh, kamen sie zu der Gruft und brachten
die Spitzereien, die sie bereitet hatten.
Sie fanden aber den Stein von der Gruft weggewälzt und als sie hinein gingen, fanden sie den
Leib des Herrn Jesus nicht.
Und es geschah, als sie darüber in Verlegenheit waren, siehe da standen zwei Männer in strahlenden
Kleidern bei ihnen.
Als sie aber von Furcht erfüllt wurden und das Angesicht zur Erde neigten, sprachen sie
zu ihnen, was suchet ihr den Lebendigen unter den Toten?
Er ist nicht hier, sondern ist auferstanden.
Gedenke daran, wie er zu euch geredet hat, als er noch in Galiläa war, indem er sagte,
der Sohn des Menschen muss in die Hände sündiger Menschen überliefert und gekreuzigt werden
und am dritten Tage auferstehen.
Und sie dachten an seine Worte und sie kehrten von der Gruft zurück und verkündigten dies
alles den Elfen und den übrigen allen.
Es waren aber die Maria Magdalene und Johanna und Maria des Jakobus Mutter und die übrigen
mit ihnen, welche dies zu den Aposteln sagten.
Und ihre Reden schienen vor ihnen wie ein Märchen und sie glaubten ihnen nicht.
Petrus aber stand auf und lief zu der Gruft und sich hineinbückend sieht er die leitenden
Tücher allein liegen und er ging weg nach Hause und verwunderte sich über das, was
geschehen war.
Und siehe, zwei von ihnen gingen am selbigen Tage nach einem Dorf mit Namen Emmaus, 60
Stadien von Jerusalem entfernt und sie unterhielten sich miteinander über alles dieses, was sich
zugetragen hatte.
Und es geschah, indem sie sich unterhielten und miteinander überlegten, dass Jesus selbst
nahte und mit ihnen ging.
Aber ihre Augen wurden gehalten, damit sie ihn nicht erkennten.
Er sprach aber zu ihnen, was sind das für Reden, die erwand und miteinander wechselt
und seien niedergeschlagen.
Einer aber mit Namen Kleopas antwortete und sprach zu ihm, bist du der Einzige, der in
Jerusalem weilt und nicht weiß, was in ihr geschehen ist in diesen Tagen?
Und er sprach zu ihnen, was denn?
Sie aber sprachen zu ihm das von Jesu, dem Nazarea, der ein Prophet war, mächtig im
Werk und Wort vor Gott und dem ganzen Volke und wie ihn die hohen Priester und unsere
Obersten überlieferten, um zum Tode verurteilt zu werden und ihn kreuzigten.
Wir aber hofften, dass er der sei, der Israel erlösen solle.
Doch auch bei alledem ist es heute der dritte Tag, seitdem dies geschehen ist.
Aber auch etliche Frauen von uns haben uns außer uns gebracht, die am frühen Morgen
bei der Gruft gewesen sind, und als sie seinen Leib nicht fanden, kamen und sagten, dass
sie auch ein Gesicht von Engeln gesehen hätten, welche sagen, dass er lebe.
Und etliche von denen, die mit uns sind, gingen zu der Gruft und fanden es so, wie auch die
Frauen gesagt hatten, ihn aber sahen sie nicht.
Und er sprach zu ihnen, O ihr Unverständigen und Trägen Herzens, zu glauben an alles,
was die Propheten geredet haben, musste nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit
eingehen?
Und von Moses und von allen Propheten anfangend erklärte er ihnen in allen Schriften das,
was ihnen betraf.
Und sie nahten dem Dorf, wohin sie gingen, und er stellte sich, als wolle er weitergehen.
Und sie nötigten ihn und sagten, bleibe bei uns, denn es ist gegen Abend, und der Tag
hat sich schon geneigt.
Und er ging hinein, um bei ihnen zu bleiben.
Und es geschah, als er mit ihnen zu Tische lag, nahm er das Brot und segnete es.
Und als er es gebrochen hatte, reichte er es ihnen.
Ihre Augen aber wurden aufgetan, und sie erkannten ihn, und er wurde ihnen unsichtbar.
Und sie sprachen zueinander, brannte nicht unser Herz in uns, als er auf dem Wege zu
uns redete und als er uns die Schriften öffnete?
Und sie standen zur selbigen Stunde auf und kehrten nach Jerusalem zurück, und sie fanden
die Elfe, und die mit ihnen waren versammelt, welche sagten, der Herr ist wirklich auferweckt
worden, und dem Simon erschienen.
Und sie erzählten, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt worden war
an dem Brechen des Brotes.
Wir wollen heute Abend bis hierhin lesen.
Unser Bruder hat im Gebet gesagt, dass das Wort Gottes ein Schatz sei, und ich habe für
mich oft gedacht beim Lesen dieses Kapitels, dass dieses Kapitel ein besonderer Schatz
im Worte Gottes ist, und zwar aus zwei Gründen.
Wir finden hier den Herrn Jesus als den Auferstandenen, den Erstgeborenen aus den Toten und den Anfang,
wie wir das im Kolosserbrief lesen, und wir sehen, dass er derselbe Mensch geblieben
ist wie vor seinem Tode.
Er ist derselbe Mensch geblieben, allerdings mit einem veränderten Leib, darauf kommen
wir noch zu sprechen, und dann fügen wir hinzu, er wird auch in aller Ewigkeit Mensch
bleiben.
Das ist ein wirklich außerordentlich schöner und bewegender Gedanke, dass der Herr Jesus
Mensch geworden ist und Mensch bleiben wird in aller Ewigkeit.
Und das Zweite, was uns in diesem Kapitel besonders bewegt, ist den Herrn Jesus zu sehen,
wie er sich als Mensch unter Menschen bewegt.
Und wie er auf die verschiedenen Bedürfnisse und Probleme und Nöte und Sorgen seiner Jünger
eingeht.
Die größte Mühe hatten überhaupt zunächst die Tatsache der Auferstehung zu fassen und
zu glauben.
Und es kann nichts Schöneres sein, als den Herrn Jesus zu sehen, wie er auf die Bedürfnisse
dieser Jünger und damit, das gilt ja auch für uns, auf unsere Nöte, unsere Sorgen
und Probleme einzugehen vermag.
Ich habe mir dieses Kapitel versucht einzuteilen.
Das ist übrigens eine sehr schöne und gute Methode, ein Kapitel einzuteilen.
Es ist eine Hilfe zum besseren Verständnis und auch zum Studium eines Kapitels.
Und da gibt es zunächst vier verschiedene Orte in diesem Kapitel.
Das ist einmal der Garten, wo die Gruft war, wohin man den Herrn Jesus gelegt hatte.
Zweitens ist es das Dorf Emmaus.
Drittens ist es die Stadt Jerusalem.
Und viertens ist es das Dorf Bethanien.
Und allein die Orte als solche reden schon zu uns in symbolischer Weise und auch durch
das, was an diesen Orten geschehen ist und was die Schrift über diese einzelnen Orte
berichtet.
Aber darauf wollen wir jetzt nicht näher eingehen.
Und dann sehen wir, wenn wir den Herrn Jesus vor uns haben, wir sehen ihn auch hier in
seinen Verhaltensweisen oder Charakterzügen.
Wir sehen ihn zunächst, wie schon gesagt, als den Auferstandenen.
Und in dem Abschnitt, den wir gelesen haben über den Weg nach Emmaus, sehen wir ihn als
den geduldigen Lehrer und Hirte.
In den dann folgenden Abschnitten, die wir so Gott will morgen betrachten wollen, da sehen
wir ihn, da greife ich jetzt mal vor, als den Anziehungs- und Sammelpunkt für die damaligen
Jünger, die durch die Tatsache, dass er auferstanden war und lebend sei, angezogen wurden und sich
versammelten.
Und wir sehen ihn dann in der Mitte seiner Jünger.
Und in dem letzten kurzen Abschnitt dieses Kapitels finden wir den Herrn Jesus noch in
einem anderen Charakterzug, nämlich als den segnenden und verherrlichten Menschen.
Und wenn man dieser Reihenfolge, in der Betrachtung dieses Kapitels, wenn man näher darauf eingehen
würde, würde man wunderbare Entdeckungen machen.
Geschwister, das Wort Gottes ist sehr reich und das werden mir viele auch bestätigen,
wenn man das Wort Gottes liest, dann versteht man zunächst nicht alles, liest man es nochmal,
dann versteht man mehr und dann entdeckt man immer wieder neue Dinge, die in diesem wunderbaren
Wort verborgen sind.
Nun es ist das Kapitel der Auferstehung und wir haben auch von der Lehre des Wortes gesungen
und natürlich haben wir hier noch nicht die Lehre der Auferstehung, die einen breiten
Raum einnimmt in der Heiligen Schrift, die auch ein wichtiges Fundament ist für das
Christentum.
Das Christentum gründet sich auf den Tod des Herrn Jesus, auf seine Auferstehung, auf
seine Rückkehr zum Vater, sodass er als verherrlichter Mensch doch dem Himmel ist und auf die Erniedersendung
des Heiligen Geistes.
Das sind vier Fundamente des Christentums.
Und es ist merkwürdig, wenn man die Geschichte verfolgt, dass der Teufel von Anfang an bemüht
war, die Auferstehung Jesu Christi zu leuchten und zu Fall zu bringen.
Und selbst in Korinth, wenn wir das lesen im ersten Korintherbrief, gab es solche, die
sagten, nein, eine Auferstehung gibt es nicht.
Und das Ziel des Herrn Jesus, das finden wir hier in diesem Kapitel sehr ausgeprägt, war,
die Jünger nicht allein von der Tatsache der Auferstehung zu überzeugen, sondern sie
dahin zu führen, dass sie an die Auferstehung glaubten, aufgrund der Tatsache, dass die
Schrift das vorausgesagt hatte.
Und wenn wir von dem Wort gesungen haben, Geschwister, dann lasst uns daran denken,
dass dieses heilige und gute Wort Gottes uns allein die Überzeugung zu vermitteln
vermacht, dass unser gelebter Herr auferstanden ist.
Als der Jesus auferstand, war niemand zugegen.
Den Tod des Herrn am Kreuz haben viele Menschen gesehen.
Aber die Auferstehung des Herrn Jesus hat kein Mensch gesehen.
Und als Auferstandener ist er solchen erschienen, die an ihn glaubten.
Er ist keinem ungläubigen Menschen mehr begegnet, für diese Welt ist der Herr Jesus tot, begraben.
Dann kommt noch hinzu, dass der Teufel dafür gesorgt hat, dass diese Tatsache, dass das
Grab leer war, da hat er schnell etwas gefunden, um das zu erklären, indem er den Menschen
eingab zu sagen, sie haben ihn gestohlen.
Und es ist etwas Eigenartiges, man hat den Herrn Jesus für 30 Silberlinge verraten.
Aber dass der Herr Jesus nicht mehr im Grabe war, dafür hat man sehr viel Geld ausgegeben.
Siehst du das Bemühen des Teufels, die Tatsache der Auferstehung unseres geliebten Herrn zu leuchten.
Nun, wie gesagt, wir finden hier nicht die Lehre über die Auferstehung, aber wohl die
Lehre der Auferstehung in den Grundzügen angedeutet.
Wir müssen dann in die Briefe gehen, in den Epheserbrief, in den Kolosserbrief, wo uns
dann mitgeteilt wird, nicht nur die Tatsache, dass er auferstanden ist, sondern dass auch
wir in seinem Tode mit ihm eins gemacht sind, aber auch in seiner Auferstehung.
Das ist eine wunderbare und erhabene Wahrheit, die uns im Epheserbrief und Kolosserbrief
mitgeteilt wird.
Nun, ich möchte jetzt gerne dem folgen, was die Schrift uns hier in diesem Kapitel mitteilt.
Es ist mein Wunsch, den Herrn Jesus vor unsere Augen und Herzen zu stellen, dass unsere Herzen
neu beglückt werden, wie wir gesungen haben, und erquickt werden im Anschauen seiner herrlichen
Person.
Wir haben zunächst in dem ersten Abschnitt, es wird von dem ersten Wochentag gesprochen.
Darüber könnte man jetzt auch viel sagen.
Es war der Tag nach dem Sabbat, so wie es im Alten Testament gesagt wird.
Es war auch der Tag, wo nach 3. Mose 23 die Erstlingsgarbe gebracht werden sollte.
Nun, jetzt stellen wir uns das mal ganz plastisch vor.
Der Jesus war auferstanden und in Jerusalem im Tempel brachte man die Erstlingsgarbe.
Die Frauen kommen jetzt zur Gruft, unberührt von dem ganzen Geschehen in dieser Stadt,
und suchen den Herrn im Grabe.
Dann kommen die Engel und sagen, er ist nicht hier, er ist auferstanden.
Das ist eine merkwürdige Ausdrucksweise.
Hier ist eine Ortsangabe, eine geografische Angabe.
Auferstanden ist aber keine geografische Angabe, ist ein Zustand.
Und Geschwister, das möchte ich gleich vorweg sagen.
Die Auferstehung für uns ist ein neuer Zustand und bedeutet das Eingehen in eine andere Welt.
Wir sind aus dieser Welt, obwohl wir noch in dieser Welt leben, aber geistlich herausgenommen
und auch in diese Auferstehungswelt, in die der Herr Jesus uns voraufgegangen ist, sind wir ja eingegangen im Glauben.
Und was das bedeutet, darauf werden wir vielleicht noch kurz zurückkommen.
Ja, und dann sehen wir, dass es hier viele Beweise und Hinweise gab auf die Auferstehung.
Der Stein war weg, der Leib des Herrn Jesus war nicht mehr im Grabe.
Dann kommen die zwei Männer, welche sagen, er ist nicht hier, er ist auferstanden.
Und er erinnert auch noch daran, dass der Herr Jesus das gesagt habe, Vers 7.
Und als letzten Hinweis, dass wohl die Auferstehung geschehen sei, ist die Erwähnung des dritten Tages.
Das hat der Jesus vorausgesagt, ich werde am dritten Tage auferstehen.
So haben wir hier allein in diesem kurzen Versen einige wichtige Hinweise oder Tatsachen im Blick auf die Auferstehung.
Ja, und dann lesen wir davon, dass diese Frauen schnell hinlaufen, dass den Elfen berichten und sagen,
das Grab ist leer und von diesen Elfen dann und vielleicht auch von anderen lesen wir, sie glaubten ihnen nicht.
Diese Reden waren vor ihnen wie ein Märchen.
Nun, wir haben eingangs gesagt, wir finden hier den Herrn Jesus in verschiedenen Charakterzügen.
Hier als den Auferstandenen und dann in dem folgenden Abschnitt sehen wir ihn als den geduldigen Lehrer und Hirten.
Aber jetzt müssen wir leider auch sagen, was uns die Heilige Schrift in diesem Kapitel von den Jüngern sagt.
Und in diesem ersten Abschnitt, den wir jetzt vor uns haben, haben wir einen Charakterzug der damaligen Jünger,
der aber auch oft auf uns zutrifft.
Hier haben wir den Unglauben im Gläubigen.
Und andererseits wusste der Herr Jesus, der wahre Herzenskenner, um die Not dieser damaligen Jünger.
Und dann wird uns jetzt in diesem folgenden Abschnitt auf dem Wege nach Emmaus gezeigt,
wie sich der Herr Jesus um solche bemüht und bekümmert, die wirklich Not hatten.
Aber auch auf diese beiden Taves zu, sie waren ungläubig.
Der Unglaube im Gläubigen.
Kennst du dieses schöne Gebet?
Herr Jesus, ich glaube, hilf meinem Unglauben.
Ein schönes, kurzes Gebet.
Wir finden auch in diesem Kapitel, Geschwister, ein sehr schönes und kurzes Gebet.
Ich will da jetzt nicht vorgreifen, da kommen wir noch drauf zurück.
Es gibt in diesem Evangelium wunderbare, ganz kurze Gebete.
Und auch dieses Gebet, Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben.
Das dürfen wir auch getrost beten.
So, jetzt sehen wir den Herrn Jesus, wie er diesen beiden nachgeht.
Und in der praktischen Anwendung darf man wohl sagen, das möchte ich noch als Überblick und Gliederung hinzufügen.
Wir sehen den Herrn Jesus, jetzt wie er sich diesen beiden Wanderern anschließt.
Das bedeutet für uns, die Nähe des Herrn Jesus in unseren Umständen.
Glaubst du das, dass er immer bei dir ist?
Wir sehen ihn hier auf dem Wege, schließt sich den Wanderern an,
und wir lesen, er selbst nahte sich ihnen, um mit ihnen zu gehen.
Wir sehen den Herrn Jesus also hier bei diesen beiden auf dem Wege.
Anschließend sehen wir ihn mit den beiden im Hause.
Und in dem Abschnitt dann folgt, den wir noch nicht gelesen haben,
sehen wir ihn, ich sage das jetzt mal einfach so in der Anwendung, in der Versammlung.
Geschwister, das ist unser Leben.
Der Herr in unseren Umständen, der Herr in unseren Familien und Häusern
und der Herr Jesus als der Mittelpunkt in der Versammlung.
Das kommt hier in dieser wunderbaren Schilderung rein praktisch schon vor unser Herzen.
Jetzt naht sich der Herr Jesus und wir lesen, dass ihre Augen gehalten wurden.
Sie erkannten ihn nicht.
Das ist übrigens sehr interessant, das zu vergleichen mit Josef.
Als die Brüder Josefs zu ihm kamen, auf Geheiß des Vaters, um Getreide zu holen,
lesen wir in 1. Mose 42,
Josef erkannte sie, aber die Brüder erkannten ihn nicht.
Und hier ist es so, dass ihre Augen gehalten wurden mit Absicht.
Sie sollten ihn nicht so erkennen.
Der Jesus wollte erst ein Werk an ihren Herzen tun
und sie sollten ihn auf eine andere Weise erkennen und auch mit den Augen des Herzens erkennen.
Der Abschnitt endet ja damit, dass ihre Augen aufgetan wurden und sie erkannten ihn.
Und das war der Höhepunkt der Belehrung des Herrn Jesus bei diesen beiden.
Er hatte damit sein Ziel erreicht.
Er konnte ihnen unsichtbar werden und sie hatten ihn erkannt.
Wir kommen gleich noch darauf zurück.
Nun Geschwister, jetzt schauen wir mal ein wenig in das Herz dieser beiden Wanderer.
Sie waren niedergeschlagen.
Sie waren traurig.
Vielleicht bist du auch traurig heute Abend.
Der Jesus will dich aufrichten.
Er will dir helfen.
Zweitens waren sie maßlos enttäuscht.
Wir aber hofften, dass er der sei, der Israel erlösen solle.
Das war ja überhaupt ihre Hoffnung und das füllte ihre Herzen und ihren Gedanken aus.
Aber es gab keinen Platz für andere Dinge, die die Schrift von dem Herrn Jesus vorausgesagt hatte.
Und da blieb es nicht aus, wenn ihre Hoffnung nicht in Erfüllung ging, dass sie dann enttäuscht waren.
Wie viele von uns mag es heute geben, die enttäuscht sind.
Selbst in der Versammlung.
Enttäuschung.
Wir sehen den Herrn Jesus als den geduldigen Lehrer, habe ich gesagt.
Und als den guten Hirten.
Und ich möchte jetzt hier an dieser Stelle, wo der Herr Jesus sich um diese beiden so bemüht.
Mit Liebe, mit Geduld.
Das ist überhaupt die Art und Weise, wie der Herr Jesus hier mit den beiden umgeht.
Ist ein klassisches Modell, wie wir mit Seelen umgehen sollten, die in Not sind.
Der Jesus lässt die beiden zunächst mal ausreden.
Ist ein sehr wichtiges Moment im Umgang mit Seelen, die in Not sind, dass man sie ausreden lässt.
Er stellt nur zwei Fragen und dann sprudelt das aus diesen beiden heraus, was in ihren Herzen war.
Und man könnte hier mal einen Vergleich ziehen mit dem, was wir in Psalm 23 lesen.
Da heißt es, er erquickt meine Seele.
Das heißt, er stellt sie wieder her.
Das war nötig bei diesen beiden.
Übrigens diese beiden, die nach Emmaus gingen, die fallen oft bei uns unter ein ziemlich hartes Urteil.
In dem man sagt, das war ein sehr unguter Weg.
Es war ein Weg der Ungerechtigkeit und so weiter.
Wir sollten etwas milder sein.
Die beiden waren wirklich in ihrem Herzen völlig ausgefüllt mit dem, was den Herrn Jesus betraf.
Und sie waren in großer Not und traurig.
Das ist menschlich gesprochen gut verständlich, dass sie diesen Weg wählten, obwohl er nicht gut war.
Das ist richtig.
Dann lesen wir in Psalm 23.
Auch wenn ich wanderte im Tale des Todesschattens, fürchte ich nichts Übles.
Dein Stecken und dein Stab, sie prösten mich.
Gingen die beiden durch das Tal des Todesschattens?
Ich möchte sagen, ja.
Der Schatten des Todes des Herrn Jesus fiel auf ihren Weg.
Das hat sie so mutlos und enttäuscht gemacht.
Und jetzt sehen wir den Herrn Jesus, wie er das tut, was wir in Psalm 23 finden.
Er nimmt den Stab und den Stecken.
Aber in umgekehrter Reihenfolge wie in Psalm 23.
Dein Stecken und dein Stab, sie prösten mich.
Aber hier nimmt der Herr Jesus zuerst den Stab.
Und der Stab war ein Instrument des Hirten.
Ein langer Stab, der unten ein breites Ende hatte.
Und mit diesem Stab hat der Hirte, wenn wir jetzt eine Herde vor uns sehen,
hatte es so praktiziert, dass er mit diesem Stab ein Schaf, das von der Herde abweichen wollte,
dann nahm der Hirte dieses Ende des Stabes mit der breiten Fläche und drückte das in die Flanke des Schafes
und drückte es sanft wieder auf den Weg zur Herde hin.
Geschwister, das ist ein ungemein schönes Bild, was uns berührt,
wie der Herr Jesus mit sanfter Art versucht, diese beiden wieder zurecht zu bringen.
Dann nimmt er allerdings auch den Stecken.
Und der Stecken, das war ein Instrument, so habe ich es mal gelesen, mit einem verdickten Ende.
Und das war so eine Art Knüppel, das benutzte der Hirte, um sein Schaf zu strafen
und zurecht zu bringen mit Autorität und Härte.
Siehst du, der Herr Jesus benutzt beides, Stab und Stecken.
In seiner sanften Art, in seiner milden Art, versucht er die beiden im Herzen zu berühren.
Dann musste er allerdings auch den Stecken nehmen und den Finger auf den wunden Punkt legen.
Und Geschwister, der war im Herzen, das ist immer so bei uns.
Das Herz ist der Ausgangspunkt.
Man sagt, es ist die Willenszentrale, die Persönlichkeit, das ist auch so.
Und hier sehen wir sehr deutlich, dass es im Herzen dieser beiden nicht stimmte,
es war, wie der Herr Jesus sagt, sie waren unverständlich
und trägen Herzens zu glauben an alles, was die Schriften gesagt hatten.
Da sehen wir sehr deutlich, dass der wunde Punkt im Herzen lag.
Übrigens dieser Unverstand, das möchte ich mal kurz eben noch hier erwähnen.
Ich habe mal als junger Mann gehört, wie ein Bruder zu mir sagte,
der Verstand ist das größte Hindernis im Glaubensleben.
Das habe ich auch für eine Zeit lang geglaubt und angenommen.
Aber später habe ich gelernt, dass das komplett nicht stimmt.
Der Verstand, Geschwister, ist uns gegeben von Gott.
Und mit diesem Verstand sind wir in der Lage, die Gedanken Gottes aufzunehmen.
Es geht einfach nur darum, den rechten Gebrauch von diesem Verstand zu machen.
Und das hat der Herr uns geschenkt, dadurch, dass wir ein neues Leben bekamen.
Da waren wir auch in der Lage, den Verstand richtig zu gebrauchen.
Und diese beiden haben eben den Verstand nicht richtig gebraucht.
Sie haben immer nur das gelesen, was für sie gut und nützlich und schön und vielleicht lieblich war.
Und andere Teile der Heiligen Schrift haben sie weggelassen.
Und dadurch ist dann eben dieser Zustand für sie gekommen, dass sie nicht mehr ein und aus wussten,
wie sie hier sagten, wir sind, die Frauen haben uns außer uns gebracht.
Das heißt, wir sind völlig aus der Fassung.
Und jetzt denke ich mal an unsere jungen Geschwister.
Und da möchte ich euch den guten Rat geben, die Schrift zu lesen, in allen ihren Teilen
und so zu lesen, dass das zum Vorschein kommt, was der Jesus hier sagt.
Das, was ihn betrifft.
Das ist eine gute Methode, die Schrift zu lesen.
Und dann nimm es einfältig und im Glauben auf, was die Schrift sagt
und versuche, den Herrn Jesus in den Schriften zu entdecken und zu finden,
damit dein Herz erwärmt wird.
Und dann, wenn es so sein sollte, vielleicht bist du traurig,
entmutigt, enttäuscht.
Der Jesus wird dich nicht lassen.
Er wird dir helfen, dass du wieder zurechtkommst.
Und wie viele gibt es in unseren Tagen Emmausjünger.
Weggegangen.
Enttäuscht.
Nicht mehr in Jerusalem.
Natürlich, da war auch nichts mehr zu finden.
Aber sie haben sich auch von den übrigen getrennt.
Drei von ihnen gingen weg, am selbigen Tage nach Emmaus.
Weggegangen aus Enttäuschung und Entmutigung, mit traurigem Herzen.
Ein Ausschläger der Heiligen Schrift hat mal zu diesem Vorgang gesagt,
die beiden glichen dem umherirrenden Aramäer.
Und wie viele gibt es in diesen Tagen auch unter unseren jungen Geschwistern,
die keinen Boden mehr unter den Füßen haben, die enttäuscht sind.
Wer geht ihnen denn nach? Der Herr Jesus in jedem Fall.
Aber er will auch dich, lieber Bruder, benutzen.
Geh diesen geliebten jungen Geschwistern nach.
Beschäftige dich mit ihnen.
Benutze den Stab, wenn nötig auch den Stecken.
Aber ich möchte dich warnen vor dem allzu schnell erhobenen Zeigefinger.
Rede zum Herzen des jungen Mannes und der jungen Schwester
und versuche ihn hinzuführen zu dem Herrn Jesus, der alles kennt und weiß
und dir zu helfen vermag in jeder Not.
Nun, wir können nicht auf all die Einzelheiten eingehen in diesem Gespräch,
dass der Herr Jesus mit den beiden führt.
Nur noch einen Punkt eben.
Sagt der Herr Jesus, musste nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit eingehen.
Und von Moses und von allen Propheten anfangend erklärt er ihnen in allen Schriften das, was ihn betraf.
Siehst du, hier haben wir den Punkt.
Hier haben wir wirklich zwei Menschen, die traurig und entmutigt waren.
Aber der Fehler war bei ihnen, dass sie mit dem beschäftigt waren, was sie selbst betraf.
Und das ist das Heilmittel auch für uns und auch für dich,
lieber junger Bruder, liebe junge Schwester,
dich zu lösen von dem, was dich betrifft.
Weißt du, es gibt Menschen, das wissen auch die Ärzte,
wo sich alles immer um die eigene Person dreht, in Gedanken und Überlegungen.
Und das nennt man in der Fachsprache, das sind egozentrische Menschen.
Das heißt also, die Person als solche ist der Mittelpunkt der Gedanken, der Wünsche und so weiter.
Und wir müssen auch als Gläubige dieses lernen, dass wir uns mehr und mehr von uns selbst lösen.
Nicht so sehr beschäftigt sind mit dem, was uns betrifft, sondern mit dem, was ihn betrifft.
Und weißt du, das macht das Herz ungemein glücklich,
den Herrn Jesus zu finden in den Schriften, das zu sehen, was ihn betrifft.
Und da gibt es eine lange Liste, das können wir jetzt nicht aufzählen.
Aber hier wird es uns in dieser schönen Weise vorgestellt.
Und wenn der Jesus sagt, musste nicht der Christus dieses leiden und so weiter.
Geschwister, es gab für den Herrn Jesus ein heiliges Muss.
Es gab ein Muss seiner Liebe, er musste durch Samaria ziehen.
Es gab für ihn ein Muss in der Erfüllung der Heiligen Schrift.
Und das hat der Herr Jesus bis zum letzten Atemzug erfüllt.
Auf dem Kreuz hat er gesagt, mich dürstet, auf dass die Schrift erfüllt würde.
Welch ein treuer Herr, der großen Wert auf die Erfüllung der Schriften gelegt hat.
Und dessen Dienst davon geprägt war, die Schriften zu erfüllen.
Aber es gibt noch ein anderes Muss, das finden wir am Ende dieses Kapitels.
Wo der Jesus noch einmal davon spricht, dass das geschehen musste.
Nämlich dieses, dass er unbedingt den Ratschluss Gottes erfüllen wollte und sollte.
Nun jetzt kommt eine herrliche Szene, die uns sehr viel zu sagen hat.
Der Herr Jesus geht jetzt mit diesen beiden, kommt er in das Dorf.
Es war ein ziemlich langer Weg.
Dass der Jesus überhaupt diese Mühe gemacht hat, diesen langen Weg mit ihnen zu gehen.
Ja er scheut eben keine Mühe, um dir und mir zu helfen.
Und jetzt kommt dieses schöne Gebet.
Ich glaube es ist das einzigste in diesem Kapitel.
Herr, bleibe bei uns.
Es ist gegen Abend.
Es ist oft so angewandt worden, dass man das aus dem Abend des Tages der Gnade damit vergleichen könnte.
Und das ist auch eigentlich berechtigt.
Wir sind am Abend des Tages angekommen, des Tages der Gnade.
Und unser Sehnen und unser Rufen und Beten ist, Herr, bleibe bei uns.
Der Jesus hört nichts lieber als diesen Wunsch.
Herr, bleib bei mir.
Bleibe bei uns.
Der Jesus stellte sich, als wolle er weitergehen.
Das siehst du auch in dieser Bewegung und Haltung, die der Herr hier einnimmt.
Dass wirklich das in Erfüllung ging, was 1. Korinther 13 sagt.
Die Liebe ist nicht unanständig.
Welch ein wunderbares, zartes Gefühl, das der Herr Jesus hatte.
Welch eine feine Art, nicht ungebeten, nicht unaufgefordert in dieses Haus zu gehen.
Der Jesus wartet, bis man ihm sagt, er möge eintreten.
Man hat diese Stelle, diese wunderschöne Stelle oft verglichen mit dem, was wir in der Offenbarung lesen.
In der Schreibenanlage die Zeher, wo der Herr Jesus sagt, dass er an der Türe stand und anklopfte und um Einlass bittet.
Und derjenige, der dieser Aufforderung folgt, mit dem wollte er das Abendbrot essen und er mit mir.
Das haben wir hier illustriert.
Der Jesus, das hat sein Herz so tief berührt, dass sie sagten, bleibe bei uns.
Bis jetzt war er ja noch ein Fremder für sie.
Ein Wanderer, der mit ihnen ging.
Übrigens, wenn ich das noch eben zurückgreifend erwähnen darf.
Die haben zu ihm gesagt, bist du der Einzige, der in Jerusalem weilt und nicht weiß, was in ihr geschehen ist.
Jetzt will ich diesen Satz mal umbauen.
Hätte der Herr Jesus sagen können, ich bin der Einzige in Jerusalem, der wusste schon vorher, was geschehen würde.
Mit welcher Geduld und Sanftmut und Milde hat sich der Herr Jesus das angehört.
So und jetzt geht er hinein in dieses Haus.
Zunächst als geladener Gast.
Jetzt wechselt aber die ganze Szene dahingehend, dass er der Gastgeber wird.
Er wird, wenn ich das so sagen darf, der Chef in diesem Hause.
Und ich glaube, geliebte Geschwister, hier haben wir ein Bild vor uns, das uns zutiefst berührt, wenn es um unsere Häuser geht.
Wer ist denn der Mittelpunkt in unseren Häusern und Familien?
Wer ist denn derjenige, der uns in unserem Familienleben die Richtung anweist?
Ja, es sollte der Herr sein.
Und er wird die Atmosphäre unseres Hauses prägen.
Durch Wärme und durch Liebe.
Wir haben in diesen Tagen mal darüber gesprochen.
Weißt du, wenn man das heute hört, was in den Schulen vorgeht.
Und selbst in den Kindergärten heute schon den kleinen und zarten jungen Seelen an Schmutz vorgestellt wird.
Das ist erschütternd, erschütternd.
Da haben wir uns mal die Frage gestellt, wie kann man dem denn begegnen?
Dann fiel mir bei dieser Unterhaltung ein Wort ein von Bruder Darby.
Der hat mal gesagt, der beste Schutz gegen die Einflüsse der Welt ist die Wärme des Elternhauses.
Man kann irgendwo ein Haus haben, wo man wohnt, aber das bedeutet auch nicht, dass man dort zu Hause ist.
Ihr lieben Eltern, bereitet euren Kindern ein Zuhause.
Selbst der Sperling hat ein Nest gefunden für seine Jungen, wo er die Jungen hinlegt.
Und bereitet euren Kindern diese Nestwärme, damit sie geborgen sind.
Und das ist, wie gesagt, der beste Schutz gegen die Einflüsse dieser Welt.
Der kleine Mose wurde in den Kästlein gelegt und dann in den Strom gelegt.
Geborgen in dem Herrn Jesus.
Und das sollten wir den Kindern in aller Frühe versuchen zu erklären und vorzuleben.
Ja und jetzt sehen wir etwas sehr auffallendes hier.
Der Jesus nahm Brot, er dankte, er brach es und erreicht es ihm.
Das ist genau dasselbe, was er in der letzten Nacht getan hatte im Obersaal.
Er hatte das Brot genommen, er hatte gedankt, es gebrochen und es ihnen gegeben.
Aber, damit wir hier nicht in ein Irrtum fallen, hier geht es nicht um das Brechen des Brotes, das wir als Versammlung tun.
Sondern nur geht es hier darum, dass der Jesus durch diesen Vorgang und durch das Brechen des Brotes sie an seinen Tod erinnern wollte.
Und dann geschieht etwas so wunderbares.
Sie erkannten ihn, ihre Augen wurden jetzt geöffnet.
Der Jesus hatte sich ihnen vorgestellt als der Gestorbene und auch der Auferstandene.
Und als solchen erkannten sie ihn jetzt.
Und ihre Augen wurden geöffnet.
Ich möchte sagen auch die Augen ihrer Herzen.
Und dann wurde er ihnen unsichtbar.
Waren sie deswegen erschüttert?
Absolut nicht.
Der Jesus hat hier in seinen Bemühungen und in seinen Belehrungen das Ziel erreicht, was er sich vorgesetzt hatte.
Zunächst bei diesen beiden, dass er sie dahin führen wollte an die Auferstehung zu glauben.
Und ihn zu erkennen als den Auferstandenen.
Und dann waren diese beiden jetzt in der Lage, an den Jesus zu glauben, an den Unsichtbaren.
Das ist unser Teil.
Das verbindet sich mit dem, was wir im Korintherbrief lesen.
Wir leben durch Glauben und nicht durch Schauen.
Und weißt du, das ist eine so wunderbare Tatsache, je länger man darüber nachsinnt.
Dass wir das glauben dürfen.
Der Glaube ist ja etwas, der uns befähigt in diese unsichtbare Auferstehungswelt hineinzugehen.
Und das in Besitz zu nehmen als Tatsache.
Das, was wir nicht sehen und doch tatsächlich besteht, im Glauben für uns in Besitz zu nehmen.
Nun, jetzt noch kurz folgendes.
Ihr Herz war brennend.
Es kommt ja auch bei uns oft vor, wir müssen das, auch wir Älteren, wir müssen das einsehen und gestehen und bekennen.
Unsere Herzen sind oft müde und matt und sogar kalt.
Wie kann man die denn wieder brennend machen?
Übrigens, es ist sehr interessant, hier diese Herzen brennend zu sehen.
Man könnte vielleicht auch sagen, die Herzen fingen an zu kochen.
Es kochte über.
Und das Wort Emmaus bedeutet auch im gewissen Sinne das.
Das spricht von sprudelnden Quellen, dieses Wort.
Und das sehen wir jetzt bei diesen beiden, dass ihr Herz überfließt.
Aber wir sehen noch etwas anderes.
Wir sehen, dass ihr Herz die Füße in Bewegung setzt.
Sie kehrten zurück.
Geschwister zurück, zurück.
Es ist ein Wort, wo man vielleicht denkt, das hat nicht viel zu sagen.
Aber in Verbindung mit diesem Wort gibt es Geschichten, auch im Alten Testament,
wo jemand, der abgewichen war, zurückkehrte.
Ich nenne mal nur Abraham.
Er kehrte zurück.
Und dieses Zurückkehren muss im Herzen beginnen.
Wenn wir abweichen, beginnt es im Herzen.
Und das Zurückkehren muss auch im Herzen seinen Anfang nehmen.
Und dann werden unsere Füße durch das Herz in Bewegung gesetzt.
Und die beiden hatten jetzt also gelernt, er ist auferstanden.
Sie hatten ihn erkannt.
Sie waren in die Schriften eingeführt worden,
aber jetzt ging ihr Verlangen danach, bei denen zu sein, von denen sie sich getrennt hatten.
Geschwister, wir sind durch das Leben, das der Jesus uns geschenkt hat,
ist auch in uns dieses Sehnen und dieser Wunsch,
mit anderen zusammen zu sein und Gemeinschaft zu haben.
Und sie kommen dann zurück und finden die Elfe.
Es waren nicht mehr zwölf.
Es waren nur noch elf.
Weißt du, was das für den Herrn Jesus war in dieser letzten Nacht,
als er den Verräter bezeichnete?
Einer von den Zwölfen.
Er gab ihm den Wissen und sagte zu ihm,
was du tust, das tue schnell.
Und dann geht Judas hinaus.
Es war aber Nacht.
Nacht im Herzen des Judas.
Und dann ging er hin und er hängte sich und ging damit in die ewige Nacht der Gottesferne.
Aber diese Nacht, wenn ich das mal eben hier erwähnen darf, etwas abschweife,
diese Nacht hat noch einen anderen Sinn.
Sie hat den Sinn, dass diese Nacht der Verwerfung unseres geliebten Herrn bis heute anhält.
Er ist der Verworfene und wir mit ihm sind auch verworfen.
Aber trotz allem leben wir mit ihm in dieser Auferstehungswelt,
in der der Herr Jesus der Mittelpunkt ist.
Dann erzählten sie, was auf dem Wege geschehen war
und wie er von ihnen erkannt worden war an dem Brechen des Brotes.
Sie benutzen hier den Ausdruck auferweckt.
Die Engel hatten gesagt, er ist auferstanden.
Und in den Evangelien wird meistens gesagt, er ist auferstanden.
Als Sohn Gottes in Kraft erwiesen, ist er auferstanden.
Gemäß dem Gebot des Vaters, der gesagt hatte, oder wie der Herr Jesus das ausdrückt,
ich lasse mein Leben, niemand nimmt es von mir, ich lasse es von mir selbst.
Ich habe Gewalt es zu geben und habe Gewalt es wiederzunehmen.
Und das Leben wiederzunehmen war für den Herrn Jesus ein Gebot.
Die Schrift sagt, dass er auferstanden ist und bei dieser herrlichen Auferstehung,
da war Gott der Vater und Gott der Heilige Geist und Gott der Sohn tätig.
Hier die beiden sagen, er ist auferweckt worden.
Das dürfen wir verbinden mit einem Wort in dem Römerbrief.
Er ist auferweckt worden durch die Herrlichkeit des Vaters.
Welch eine Person, jenseits des Grabes und Todes, eingegangen in die Auferstehungswelt,
gestorben und auferstanden und uns das Leben gegeben.
Und Geschwister, noch einen kurzen Gedanken jetzt zum Schluss.
Wir können das rein lehrmäßig, wenn wir die Schriften, Briefe des Neuen Testamentes lesen,
können wir das gut aufnehmen und verstehen.
Mit ihm gestorben und mit ihm auferweckt.
Wir können auch, was die Schrift uns sagt, gut verstehen,
welche Folgen damit für uns verbunden sind, dieses Auferstehungsleben zu führen.
Aber mich beschäftigt noch ein Gedanke, wenn ihr noch einen Augenblick Zeit habt,
den möchte ich noch erwähnen.
Wir haben oft in unseren Tagen heute viel Mühe, unseren Kindern das zu vermitteln,
dass wir mit dem Herrn gestorben, aber auch mit ihm auferweckt sind
und unseren Kindern das zu vermitteln, was Auferstehungsleben ist
und dass sie lernen mögen, auch in dieses Auferstehungsleben im Glauben einzutreten.
Dieser schreckliche Kampf zwischen dem, was hier diese Erde und diese Welt bietet
und was jenseits des Todes und Grabes des Herrn Jesus ist,
eine andere Welt, eine Auferstehungswelt mit herrlichen Segnungen,
das unseren Kindern zu vermitteln, macht uns oft Mühe
und für unsere Kinder ist es oft schwer, das auch dann praktischerweise anzunehmen und danach zu leben.
Da möchte ich abschließend etwas lesen aus dem Buch Joshua,
wo wir, glaube ich, eine Hilfe finden, wie wir das unseren Kindern vermitteln können.
Joshua 4
Da lesen wir in Vers 6, Joshua 4, Vers 6, in der Mitte.
Wenn eure Kinder künftig fragen und sprechen, was bedeuten euch diese Steine,
so sollt ihr zu ihnen sagen, dass die Wasser des Jordan vor der Lade des Bundesjohofers abgeschnitten wurden,
als sie durch den Jordan ging, wurden die Wasser des Jordan abgeschnitten
und diese Steine sollen für die Kinder Israel zum Gedächtnis sein ewiglich.
Und so weiter.
Diese Szene hier, das was hier beschrieben wird, da wissen wir ja, dass sie Steine genommen hatten
und in der Mitte des Jordan dort im Fluss gelassen hatten und dann gingen die Wasser wieder darüber.
Diese Steine waren also nicht mehr sichtbar, aber diese zwölf Steine am Ufer des Jordan, die waren sichtbar.
Es geht also hier um ein unsichtbares Zeugnis und ein sichtbares Zeugnis.
Und das unsichtbare Zeugnis von dem Tode des Herrn,
Geschwister, das ruht jetzt in dieser bildlichen Anwendung in deinem und meinem Herzen.
Christus starb für mich.
Aber es gibt auch in Verbindung mit diesem Bild hier ein sichtbares Zeugnis für die Auferstehung des Herrn Jesus.
Das ist in der Anwendung unser Leben.
Ist dein und mein Leben ein sichtbares Zeugnis für die Kinder, dass ich in dieser Auferstehungswelt lebe.
Und weißt du, dass die Kinder in ihren Herzen Fragen haben.
Das ist ja ganz natürlich, das wissen wir doch, die wir Kinder hatten.
Die Kinder haben ungezählte Fragen.
Aber hier geht es darum, dass Fragen in den Herzen der Kinder aufkommen durch unser Verhalten.
Als sie das Pass erschlachteten, da lesen wir etwas ähnliches, da sagt Gott.
Wenn die Kinder euch künftig fragen, warum tut ihr das denn, dann sollt ihr so und so antworten.
Und hier eben, was bedeuten euch diese Steine.
Können unsere Kinder an Vater und Mutter sehen, dass sie das in der Praxis verwirklichen,
mit dem Herrn Jesus nicht nur gestorben, sondern auch auferweckt zu sein.
Es wäre ein mächtiges Zeugnis für unsere Kinder, dass unser Verhalten mehr redet als unsere Worte.
Ich sage nicht, dass wir unsere Kinder nicht belehren sollen, absolut nicht.
Aber unser Verhalten sollte ein mächtiges Zeugnis sein für unsere Kinder.
Dass sie dann eines Tages kommen und sagen, Papa, warum tust du das denn?
Was bedeutet dir das?
Was bedeutet dir die Versammlung?
Diese Frage kommt auf, wenn ich mich so verhalte und lebe, dass die Versammlung als solches ein großer Schatz ist.
Nicht nur in deinen und meinen Augen, sondern in den Augen Gottes.
Es ist die kostbare Perle, von der wir im Matthäusevangelium lesen.
Und so lasst uns in dem, was wir jetzt kurz miteinander betrachtet haben, so Gott will, wollen wir dann morgen sehen,
wie wir den Herrn Jesus in einem anderen Kreis sehen, nämlich in der Mitte der Jünger,
gleichsam als Bild übertragen auf uns in der Versammlung, in den Zusammenkünften.
Wir haben ihn gesehen als den Auferstandenen auf dem Wege, was davon spricht,
dass der Jesus in unseren Umständen mit uns und bei uns ist.
Und wir haben ihn im Hause gesehen, wo er der Gastgeber sein will, der Herr des Hauses,
der das Familienleben prägt und die Atmosphäre des Hauses bildet.
Geschwister schenke der Herr Gnade, dass wir dem Wort folgen, was wir im Philippabrief lesen,
wo Paulus sagt, dass er sich wünschte, die Kraft seiner Auferstehung zu erleben.
Und warum? Weil Christus mich ergriffen hat.
Aber ich möchte auch ihn gewinnen und ihn ergreifen. Er hat mich zuerst ergriffen.
Und lieber junger Freund, weißt du, wenn der Christus, wenn der Jesus dich ergriffen hat nach Philippa 3,
dann bedeutet das einfach, dass es die Hand war, die durchbohrt worden ist.
Die hat dich ergriffen.
Dann hat der Jesus gesagt, du bist mein und jetzt ist auch in deinem und meinem Herzen dieser Wunsch,
den zu ergreifen, der uns zuerst ergriffen hat. …
Automatisches Transkript:
…
Wir möchten heute Abend mit Gottes Hilfe Fortsetzung machen
in dem begonnenen Kapitel aus dem Lukas-Evangelium, Kapitel 24.
Wir hatten gestern Abend bis Vers 35 gelesen und machen jetzt Fortsetzung mit Vers 36.
Während sie aber dies redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sprich zu ihnen Friede euch.
Sie aber erschraken und wurden von Furcht erfüllt und meinten sie säen einen Geist.
Und er sprach zu ihnen, was seid ihr bestürzt und warum steigen Gedanken auf in eurem Herzen?
Seht meine Hände und meine Füße, dass ich es selbst bin.
Betastet mich und seht, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Gebein, wie ihr seht, das ich habe.
Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Füße.
Als sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen, habt ihr hier etwas zu essen?
Sie aber reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch und von einer Honigscheibe und er nahm es und aß vor ihnen.
Er sprach aber zu ihnen, dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war.
Dass alles erfüllt werden muss, was über mich geschrieben steht in dem Gesetz Moses und den Propheten und Psalmen.
Dann öffnete er ihnen das Verständnis, die Schriften zu verstehen.
Und sprach zu ihnen, so steht geschrieben, dass der Christus leiden und am dritten Tage auferstehen sollte aus den Toten.
Und in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden gepredigt werden sollten, allen Nationen, angefangen von Jerusalem.
Ihr aber seid Zeugen hiervon und siehe, ich sende die Verheißung meines Vaters auf euch.
Ihr aber bleibt in der Stadt, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe.
Er führte sie aber hinaus bis nach Britannien und hob seine Hände auf und segnete sie.
Und es geschah, während er sie segnete, dass er von ihnen schiet und hinaufgetragen wurde in den Himmel.
Und sie warfen sich vor ihm nieder und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude.
Und sie waren alle Zeit im Tempel und lobten und priesen Gott.
Vielleicht lesen wir noch eine Parallelstelle dazu aus der Apostelgeschichte.
Kapitel 1, Vers 9
Und als er dies gesagt hatte, wurde er empor gehoben, indem sie es sahen.
Und eine Wolke nahm ihn auf von ihren Augen weg.
Und wie sie unverwandt zum Himmel schauten, als er auffuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißen Kleidern bei ihnen,
die auch sprachen Männer von Galiläa.
Was steht ihr da und seht hinauf zum Himmel?
Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist,
wird ebenso kommen, wie ihr ihn habt auffahren sehen in den Himmel.
Vielleicht ist es angebracht, einige wenige Sätze zu sagen, um uns das in Erinnerung zu rufen,
was wir gestern Abend haben versucht vorzustellen.
Dieses wunderbare Kapitel des Lukas-Evangeliums ist das Kapitel der Auferstehung.
Und wir haben uns gestern Abend gesagt, es wird uns zunächst hier in diesem Kapitel die Tatsache der Auferstehung berichtet.
Aber die Bedeutung und Notwendigkeit der Auferstehung wird auch hier schon angedeutet.
Und in dem Abschnitt, den wir jetzt vor uns haben, finden wir auch eine Andeutung oder Hinweise auf die Folgen der Auferstehung Jesu Christi im Blick auf uns und unsere Segnungen.
Wir haben hier in sehr eindrucksvoller Weise vor uns, was an jenem Tag, es war der erste Wochentag, der Tag nach dem Sabbat, wie es im Alten Testament heißt,
wo die Erstlingsgabe gebracht werden sollte, deren Erfüllung wir hier an diesem Tag vor uns haben in der Person des Herrn Jesus.
Er ist der Erstling, der Erstgeborene aus den Toten, der Anfang.
Und dann haben wir natürlich in den Briefen eine Fortsetzung dieser Wahrheit über die Auferstehung.
Und ich glaube, es wird in den Briefen oder überhaupt im Neuen Testament wird fast 150 Mal auf die Tatsache der Auferstehung hingewiesen.
Daraus allein ist schon ersichtlich, wie wichtig diese Wahrheit ist.
Und wir haben uns gestern Abend daran erinnert, dass es mit ein Fundament des Christentums ist.
Wenn Christus nicht auferstanden wäre, sagt der Apostel, dann wären wir, die Gläubigen, die elendesten von allen Menschen.
Wir sind das aber nicht, wir sind die glücklichsten Menschen.
Und im Römerbrief wird dann, das haben wir gestern Abend auch schon erwähnt, davon gesprochen,
dass der Herr Jesus als Sohn Gottes in Kraft erwiesen ist durch Totenauferstehung.
Dass er andererseits auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters und auch durch den Heiligen Geist.
Und dass wir mit ihm gestorben betrachtet werden, aber auch eins gemacht mit ihm in der Auferstehung.
Das findet dann Fortsetzung im Kolosserbrief, wo wir lesen, dass wir mit ihm gestorben und mit ihm auferweckt worden sind.
Aber der Kolosserbrief betrachtet uns noch hier auf der Erde und den Herrn Jesus dort in der Herrlichkeit.
Und dann geht der Epheserbrief noch einen Schritt weiter und sagt, wir sind gestorben,
wir sind mit ihm auferweckt und sogar mit ihm versetzt in die himmlischen Örter.
Kann es einen größeren Segen geben, so wie wir das auch im Liede gesungen haben,
dass Gott uns diesen Platz geschenkt hat durch das Werk des Herrn Jesus, durch seine Auferstehung.
Dann möchte ich noch eins hinzufügen, das sage ich jetzt zum Trost oder zur Ermunterung für solche,
die hin und wieder an ihrer Bekehrung zweifeln.
Der Römerbrief sagt, dass Christus auferweckt worden ist, um unserer Rechtfertigung willen.
Das heißt mit anderen Worten, dass die Auferstehung des Herrn Jesus das Siegel Gottes war auf unsere Erlösung.
Und Gott hat durch die Auferweckung des Herrn Jesus gleichsam zum Ausdruck gebracht,
dass er befriedigt ist durch das Werk des Sohnes und dass er nun in der Lage ist, uns zu rechtfertigen.
Das möchte ich allen sagen, die an dieser wunderbaren Tatsache vielleicht noch zweifeln.
Stütze dich darauf, was Gottes Wort sagt.
Gott ist völlig befriedigt und rechnet dir das zu, was der Herr Jesus am Kreuz vollbracht hat.
Nun gibt es natürlich auch eine Auferstehung der Toten.
Der Jesus ist aus den Toten auferstanden.
Es gibt aber auch eine Auferstehung der Toten, die wird uns in der Offenbarung vorgestellt.
Und wir haben, glaube ich, im Lied das auch gedanklich zum Ausdruck gebracht,
dass alle Feinde des Herrn Jesus weggetan werden müssen.
Und der letzte Feind, der weggetan wird, ist der Tod.
Das ist der letzte Feind, der weggetan werden wird nach Offenbarung 1. Korinther 15.
Und das schließt ein, dass es dann auch eine Auferstehung der Toten gibt,
weil der Tod dann seine Beute freigeben muss.
Ein Mann namens Lassall, man nennt ihn den Vater des Freidenkertums,
jene Richtung, wo man Gedanken hat, gelöst von jeder göttlichen Ordnung und Autorität.
Dieser Mann wurde einmal gefragt, ob er an die Auferstehung glaube.
Darauf hat er gesagt, nein, eine Auferstehung gibt es nicht.
Und dann wurde ihm entgegnet, wenn es aber doch eine Auferstehung gäbe, was dann?
Dann hat dieser Mann wörtlich gesagt, dann wären wir die Lackierten.
Das heißt mit anderen Worten, die Christen hätten dann Recht
und wir hätten Unrecht und müssen unser Los und unser Schicksal tragen.
Allerdings ist das ein grausames Schicksal, nicht erlöst und gerettet zu sein
und an der Auferstehung der Toten teilnehmen zu müssen.
Das bedeutet vor dem großen weißen Thron zu erscheinen, um gerichtet zu werden.
Es liegt mir doch auf dem Herzen, nochmal ein Wort zu richten
an solche, die vielleicht diese Wahrheit der Auferstehung nicht erfassen können
oder vielleicht auch nicht wollen.
Weißt du, in der Christenheit wird diese Tatsache der Auferstehung heute vielfach geleugnet.
Ein großer Prozentsatz der bekennenden Christen glaubt nicht mehr an die Auferstehung.
Und wir möchten uns an solche wenden, die den Herrn Jesus vielleicht noch nicht angenommen haben.
Wir haben den Herrn Jesus gestern Abend betrachtet in seiner wunderbaren Liebe,
in seiner Güte, in seiner Milde und Sanftmut.
Und der Jesus ist auch heute noch derjenige, der Seelen zu sich ruft mit den Worten
Komm her zu mir, der du müde und beladen bist, ich will dir Ruhe geben.
Kein anderer wie der Herr Jesus kennt das tiefste Sehnen des menschlichen Herzens
nach Liebe, nach Frieden, nach Erlösung.
Und kein anderer kann dir das geben als Jesus Christus allein.
Lass dich noch einmal erwerben von dieser wunderbaren Liebe,
die der Jesus am Kreuz von Golgatha offenbarte,
wo er um deine und meine Seele gerungen hat.
Er wollte dich und mich besitzen.
Bitte lass dich noch einmal für diese Liebe des Heilandes erwerben
und komm zu ihm so wie du bist.
Dann haben wir gestern Abend auch den Herrn Jesus begleitet auf seinem Wege nach Emmaus
und wir haben die Anwendung gemacht für uns, dass der Herr Jesus auch heute noch,
da er derselbe ist wie damals, dass er auch heute noch mit uns und bei uns ist,
auf unseren Wegen, in unseren Umständen und dann haben wir ihn auch in einem Hause gesehen
und das gilt gleicherweise auch noch für uns heute,
dass der Herr Jesus gerne in unseren Häusern sein möchte.
Nicht nur als Gast, sondern auch als Gastgeber, wie wir das hier gestern Abend gesehen haben.
Nun hat es sich inzwischen herum gesprochen, dass er auferstanden sei
und diese Tatsache, die sich schnell verbreitet hatte an diesem Tage, dem ersten der Woche,
der Herr Jesus lebt, das war nun der Anlass,
dass sich die Jünger und mit ihnen andere zusammenfanden
und wie wir nicht zweifeln, auf dem Obersaal.
Und wir haben uns gestern Abend schon gesagt,
jetzt sehen wir den Jesus in einem wunderschönen, sehr lieblichen Charakterzug.
Wir sehen ihn hier als den Mittelpunkt der Seinen
und auch als den Sammel- und Anziehungspunkt,
so wie die Schrift das uns sagt, wie es der Jesus selbst gesagt hat.
Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, ich werde alle zu mir ziehen.
Und ein hoher Priester damaliger Tage hat gesagt,
es ist nützlich, dass ein Mensch sterbe,
auf das die zerstreuten Kinder Gottes in eins versammelt werden.
Und dieser Prozess, das in eins versammelt werden,
der beginnt hier an diesem Abend, wo der Herr Jesus in die Mitte der Jünger kommt
und findet dann seine Fortsetzung in der Apostelgeschichte,
wo nach der Verheißung des Herrn und auch nach der Verheißung der Schrift
der Heilige Geist herniederkommt und die Gläubigen in eins versammelt.
Geschwister, diese wunderbare Tatsache,
dass wir durch den Heiligen Geist mit eingefügt wurden in die Versammlung als Leib
und somit mit die höchste Segnung, die Gott für Menschen vorgesehen hatte,
teilhaftig wurden.
Und was wir jetzt vor uns haben, den Herrn Jesus dort auf dem Obersaal zu sehen,
ist an jenem Abend des Auferstehungstages gewesen.
Und wir dürfen, das möchte ich auch gerne jetzt tun,
einfach mal hier mit diesem Abschnitt ganz praktische Anwendungen für uns machen.
Wir haben hier gleichsam ein Muster des Versammeltseins,
wie wir es heute noch kennen und schätzen durch die Gnade des Herrn.
Und dieser Abschnitt findet eine Parallele im Johannesevangelium,
wo wir das Gleiche finden, dass sie am Abend dieses Tages zusammen waren
und wo der Herr Jesus dann in die Mitte kommt mit dem Gruß, Friede euch!
Nun, wir sehen hier jetzt dasselbe, der Jesus in der Mitte der Versammelten
mit dem Gruß, Friede euch!
Und dann sehen wir jetzt, und das ist ja typisch für dieses Kapitel,
die Gemütszustände, die uns hier beschrieben werden, das haben wir gestern auch schon gesehen.
Verlegenheit und Furcht, Enttäuschung, Mutlosigkeit, sie waren außer sich.
Das findet hier jetzt eine Fortsetzung.
Und weißt du, das ist eigentlich typisch für Lukas.
Lukas war ein Arzt.
Ein guter Arzt behaltet nicht nur die Symptome des Leibes, was sich zeigt,
ein guter Arzt forscht auch nach dem, was innen ist.
Und wir wissen ja, dass körperliche Vorgänge und seelische Zustände
sehr eng miteinander verknüpft sein können.
Und ich habe mich immer an dieser wunderbaren Tatsache erfreut,
dass dieser Schreiber Lukas, übrigens der einzigste Schreiber aus den Nationen,
dass der auch in vortrefflichster Weise schildert, was im Innern des Menschen vorgeht.
Und das haben wir hier, wie gesagt, in diesem Kapitel sehr ausgeprägt.
Jetzt sehen wir wieder bei den dort Versammelten Furcht und andererseits auch Freude.
Da siehst du, wie unsere innerlichen Gefühle oft gemischte Gefühle sind.
Einerseits Furcht, andererseits Freude.
Und dann stellte Jesus eine Frage, was seid ihr bestürzt
und warum steigen Gedanken auf in euren Herzen?
Nun Geschwister, erlaubt mir jetzt mal etwas ganz Praktisches zu sagen.
Wenn wir hier in der Anwendung jetzt das Muster einer Zusammenkunft haben,
so wie wir das heute auch noch kennen, hast du schon mal darüber nachgedacht,
dass der Herr Jesus während einer Stunde des Zusammenseins deine Gedanken kennt.
Da gibt es, es könnte sein, dass wir dann, wenn wir darüber nachdenken, uns vielleicht auch schämen müssten.
Ich sage mal ein Beispiel. Unguter Gedanke.
Da denkt eine Schwester, die Schwester X, die hat schon wieder einen neuen Hut auf.
Das sind ungute Gedanken.
Es kann aber noch schlimmer werden, dass jemand denkt,
ja muss denn heute unbedingt der Bruder X schon wieder aufstehen.
Das sind ungute Gedanken.
Es kann sein, dass ein Bruder aufsteht, vielleicht etwas voreilig oder aus welchen Weggründen auch immer.
Aber hüten wir uns, Geschwister, dass dann Gedanken in unseren Herzen aufsteigen,
die ungut sind, vielleicht sogar böse sind und die uns den Segen des Zusammenseins rauben könnten.
Der Herr schenke uns diese Gedanken auszurichten zu ihm hin.
Und dass wir die Gedanken auch gefangen nehmen unter den Gehorsam des Christus.
Wir können uns nicht immer von allen Gedanken, die im Herzen aufsteigen, lösen,
auch selbst in solchen Zusammenkünften nicht.
Aber wir können doch den Herrn um Gnade bitten, uns vor solchen Gedanken zu bewahren
und unser Herzen und unseren Sinn zu füllen mit ihm selbst.
Lenke unseren ganzen Sinn auf dich, Herr Jesus, hin.
So wie wir es im Liede singen.
Aber es gibt auch manche gute Gedanken dann in unseren Herzen.
Dafür dürfen wir dann auch dankbar sein.
Nämlich ausgelöst dadurch, dass der Herr Jesus Frieden gibt.
Dieses Wort Friede, was der Herr Jesus sprach, war ein normaler Gruß zunächst.
Aber er beinhaltet natürlich mehr.
Er beinhaltet dies, dass er Frieden gemacht hatte durch das Blut seines Kreuzes.
Diesen Frieden brachte er jetzt den Jüngern.
Deshalb, weil sie ihn bis jetzt nicht hatten.
Der Friede gründet sich auf das vergossene Blut des Herrn Jesus.
Und wir haben Frieden mit Gott, das kommt hier an dieser Stelle zum Ausdruck.
Und da möchte ich nochmal in diesem Zusammenhang fragen.
Kennst du diesen Frieden?
Ich erinnere mich an eine Geschichte.
Geschichte eines jungen Mädchens, dem man das Evangelium nahe brachte.
Und mit dem Hinweis, sie möge den Herrn annehmen, um dadurch Frieden zu finden.
Dann hat sie spontan gesagt, hier auf dieser Erde gibt es keinen Frieden.
Da wo ich hingehe, das ist gleichsam das Vorzimmer der Hölle.
Das hat sie gesagt.
Das wollen wir nicht näher ausschmücken.
Nun, derjenige, der ihr das sagte, gab ihr dann ein Traktat.
Und nach einigen Wochen schrieb das Mädchen dem Betreffenden, der ihr das Traktat gegeben hatte,
zurück und sagt, ich habe den Herrn gefunden.
Und jetzt weiß ich, was Frieden ist.
Und siehst du das, weiß nur derjenige, der diesen Frieden kennt und empfangen hat.
Den Frieden mit Gott.
Es gibt darüber hinaus auch einen Frieden des Herzens, der an Bedingungen geknüpft ist.
Aber der Friede Gottes, das gilt jedem Kind Gottes aufgrund des Todes des Herrn Jesus.
Na, dann gibt es auch noch andere Gedanken.
Zum Beispiel diese, ja, ob das mit mir alles so in Ordnung ist?
Bin ich eigentlich wirklich bekehrt und errettet?
Diese Gedanken kommen, das wissen wir doch.
Wenn du diese Gedanken haben solltest, selbst in einer Zusammenkunft,
dann sagte Herr Jesus dir, Friede dir.
Ja, dann gibt es die vielen Trennungen.
Ich werde damit nicht fertig.
Dann sagte Herr Jesus, Friede dir.
Und Geschwister, wie oft haben wir in unseren Zusammenkünften durch Gottes Güte
diesen Frieden neu erlebt und erfahren, wenn wir sorgenvoll in eine Zusammenkunft kamen
und doch dann am Ende der Stunde wieder nach Hause gehen konnten,
in dem Genuss des Friedens.
Ich möchte sagen, das was der Herr Jesus hier sagt, Friede euch,
gilt eigentlich in der Anwendung für alle unsere Zusammenkünfte.
Und dann noch ein Gedanken in Verbindung damit.
Wenn Friede in den Zusammenkünften sein soll,
dann geht das nur, wenn wir den Herrn Jesus als den Mittelpunkt respektieren.
Da wo er wirklich die Mitte ist, da ist Frieden.
Dem Herrn, sehr Dank, kennen wir das.
In reichem Maße haben wir das auch erfahren.
Nun, jetzt sehen wir den gnädigen Herrn,
der wohl sah, dass die Jünger mit dieser Tatsache, dass er auferstanden sei,
noch nicht fertig wurden.
Sie dachten, es wäre ein Geist.
Und jetzt lässt sich der Herr Jesus herab, um ihnen zu zeigen,
dass er, wie wir das gestern Abend auch schon mehrfach betont haben,
derselbe Mensch ist wie vor seinem Tode und vor seinem Werk.
Ich bin es selbst, seht meine Hände und meine Füße,
dass ich es selbst bin.
Nun ist vielleicht hier an dieser Stelle,
vielleicht nötig kurz etwas zu sagen über diesen Leib,
den der Herr Jesus trug, diesen Auferstehungsleib.
Es war nicht mehr Fleisch und Blut, es war Fleisch und Bein.
Es war ein ganz, ja, das ist verkehrt, wenn ich sage, ein anderer Leib.
Es war eine Veränderung mit seinem Leibe geschehen.
Aber die Person des Herrn Jesus war und ist dieselbe.
Es ist er selbst.
Daran hat sich nichts geändert.
Aber der Zustand seines Leibes hat sich geändert.
Wir wissen, dass der Herr Jesus durch geöffnete Türen gehen konnte.
Er konnte ihm auch unmittelbar danach unsichtbar werden.
Und das heißt also mit anderen Worten, er trug einen Leib,
der nicht mehr an die Gesetze dieser Schöpfung gebunden war.
Ja, nun wirst du fragen, was bekommen wir denn für einen Leib?
Wir werden gleichförmig seinem Leibe der Herrlichkeit sein,
sagt der Philipper Brief.
Und wir haben hier den Herrn Jesus in diesem Auferstehungsleib
und am Ende des Kapitels lesen wir, dass er emporgehoben wurde
und dann wurde er verherrlicht.
Und über diesen Herrlichkeitsleib des Herrn Jesus,
da wage ich nicht etwas darüber zu sagen.
Ich glaube nicht, dass wir das dürfen.
Das ist uns noch verhüllt.
Und die Frage im Besuch auf uns ist diese,
dass wir einen Leib tragen werden,
gleichförmig seinem Leibe der Herrlichkeit.
Geschwister, das lässt unser Herzen doch schneller schlagen.
Dieser elende Leib, den wir heute tragen,
mit all seinen Mühen und Beschwerden,
das werden junge Geschwister nicht so empfinden.
Das werden wir alles einmal ablegen.
Aber pass mal auf,
wir werden einen anderen Leib bekommen,
aber unsere Persönlichkeit wird sich nicht ändern.
Der Paulus bleibt der Paulus
und der David bleibt der David.
Und das berechtigt uns auch zu dieser Annahme,
dass wir uns im Himmel wiedererkennen werden.
Schöner und herrlicher, als wir uns je auf der Erde gesehen haben.
Ich erinnere an das Beispiel auf dem Berge,
wo Mose und Elia erschienen
und wo die Jünger, die mit dem Herrn dort oben waren,
diese beiden sofort erkannten.
Weißt du, wenn ich hier auf der Erde einer Person begegne,
die ich nicht kenne,
dann sage ich höflicherweise,
guten Tag, mein Name ist Runkel.
Und das Geschwister gibt es im Himmel nicht mehr.
Da brauchen wir uns nicht vorstellen.
Da werden wir uns gegenseitig erkennen
und wissen, der ist das und der ist das.
Der Karl bleibt der Karl und der Ernst der Ernst.
Nur unser Leib wird ein anderes sein.
Wir werden einen geistlichen Leib tragen
und wir werden himmlische Menschen sein
und unser Leib wird gleichförmig seinem Leibe der Herrlichkeit sein.
Dann werden wir auch nicht mehr gebunden sein
an die Gesetze dieser Schöpfung
und wir werden mit dem Herrn Jesus
in diesem Herrlichkeitsleib
hier auf der Erde erscheinen werden.
Wir werden mit ihm kommen in Herrlichkeit,
lesen wir im Kolosserbrief.
Und das sind natürlich wunderbare Gedanken,
die über das hinausgehen, was wir hier vor uns haben,
aber ich wollte es doch eben zu unserer Ermunterung sagen,
dass es ein gewaltiger Segen für uns ist.
Jetzt geschieht noch etwas.
Das waren sie immer noch am Zweifeln.
Jetzt sehen wir die Geduld und Güte des Herrn Jesus,
um ihnen zu zeigen, dass er doch derselbe Mensch sei
und sagt, habt ihr hier etwas zu essen.
Und jetzt geben sie ihm ein Stück Fisch
und von einer Honigscheibe zu essen.
Und jetzt lesen wir, er aß vor ihnen.
Er aß aber nicht mehr mit ihnen.
Und er brauchte auch nicht zu essen.
Das hat er nicht mehr nötig in diesem Leibe.
Das hat der Herr nur getan, um ihnen zu zeigen,
sehen Sie mal, ich bin derselbe wie vor dem Werk
und vor meinem Tode, bin ich derselbe Mensch.
Er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.
Und wir haben uns gestern Abend auch schon daran erinnert,
er wird in aller Ewigkeit Mensch bleiben
und diesen Platz beibehalten als Mensch.
Natürlich ist er Gott, aber Mensch bleibt er auch in Ewigkeit.
Und ich möchte Ihnen mal einen kurzen Gedanken sagen.
Ich hoffe, dass die Brüder mir das mal so abnehmen.
Es ist nur ein Gedanke, den ich jetzt mal in den Raum stelle.
Ich will das nicht als eine feststehende Sache darstellen,
nur ein Gedanke zum Anregen.
Der Herr Jesus aß von einer Honigscheibe.
Und der Honig ist ein Bild von menschlicher Liebenswürdigkeit und Freundlichkeit.
Und Gott hatte ausdrücklich verboten,
dass der Honig im Speisopfer nicht verwendet werden durfte.
Und deshalb ist es hochinteressant, dass gerade in diesem Evangelium,
wo der Herr Jesus sehr treffend als das Speisopfer auch vor uns kommt,
dass gerade in diesem Evangelium davon gesprochen wird,
dass der Herr Jesus Honig gegessen hat.
Und ich denke in diesem Zusammenhang an eine Stelle aus dem Hohen Lied.
Die wollen wir eben zusammen lesen.
Hohelied 5
Ich bin in meinen Garten gekommen, meine Schwester, meine Braut,
habe meine Möhre gepflückt samt meinen Balsam,
habe meine Wabe gegessen samt meinen Honig,
meinen Wein getrunken samt meiner Milch.
Esst, Freunde, trinkt und trinkt euch fröhlich Gelebte.
Ich möchte nochmal sagen, ich stelle das nur mal als einen Gedanken in den Raum.
Man kann weiter darüber sinnen, was das für eine Bedeutung hat.
Ich möchte nur dieses eine zusammenfassend sagen,
die menschliche Lebenswürdigkeit, die hatte keinen Platz in dem Opfer des Herrn Jesus.
Aber der Herr hat sie aufgrund dieser Tatsache, dass er Mensch geblieben ist,
nicht beiseite gesetzt.
Selbst am Kreuz sehen wir das, wie der Herr Jesus seinen Jüngern,
seine Jünger der Mutter übergab oder umgekehrt die Mutter dem Jünger.
Welch ein wunderbarer Herr und Heiland, der Empfindungen hatte der Liebe seiner Mutter gegenüber.
Der erfahren hat auf dem Kreuz, dass seine Mutter das erleben musste.
Deine Seele wird ein Schwert durchdringen.
Haben wir schon mal darüber nachgedacht, was es für die Mutter war,
den Herrn Jesus so schrecklich leiden zu sehen.
Es war ihr Sohn, aber es war der Sohn Gottes, natürlich.
Aber wir dürfen überzeugt sein, in diesen Augenblicken durchdrang die Seele der Maria ein Schwert,
den Herrn Jesus doch zu leiden zu sehen.
Nun, denn im nächsten Abschnitt noch haben wir jetzt, da möchte ich noch kurz drei Dinge vorstellen.
Der Jesus spricht erstens über die Worte, die er gesprochen hatte, dass sie erfüllt werden mussten.
Er spricht zweitens über das Verständnis der Schriften,
beziehungsweise eröffnet ihnen das Verständnis der Schriften.
Und drittens gibt er ihnen einen ganz neuen Auftrag.
Das ist also überblicksmäßig in diesem Abschnitt enthalten.
Dazu folgendes eben.
Dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss.
Lies mal Lukas 18, wo der Herr Jesus das angekündigt hatte, dass er überliefert würde,
gekreuzigt würde und am dritten Tage wieder auferstehen würde.
Und jetzt sagt der Jesus gleichsam, seht mal, das habe ich euch doch gesagt,
aber ihr habt das damals nicht verstanden.
Und jetzt seht ihr, wie sich diese meine Worte erfüllt haben.
Und das bedeutet in der Anwendung auf uns, der Jesus möchte uns hinweisen auf die Zuverlässigkeit seiner Worte,
die wir natürlich heute auch noch in der Bibel haben.
Dann öffnet ihr ihnen das Verständnis, um die Schriften zu verstehen.
Und das dürfen wir in Verbindung bringen mit dem, was wir in Johannes 20 lesen,
wo der Herr Jesus seinen Jüngern das Auferstehungsleben einhauchte.
Und dieses Einhauchen des Auferstehungslebens vermittelt die Fähigkeit, geistlich zu verstehen.
Jetzt habe ich mal eine Frage an dich.
Dieses geistliche Verstehen, ihr lieben Geschwister, ist durchaus eine Sache des Herzens.
Nicht des Verstandes, den wir nicht beiseite tun, das haben wir gestern Abend auch gesagt,
aber es ist eine Sache des Herzens.
Verstehst du deine Stellung?
Dieses gegebene Verstehen, diese Fähigkeit zu verstehen, ist eine Gabe.
Was machen wir mit dieser Gabe?
Lassen wir das in unsere Herzen einfließen.
Verstehst du deine Stellung vor Gott?
Ja, wirst du sagen, ich bin ein Kind Gottes, ich habe Vergebung meiner Schuld
und ich habe auch Leben, das weiß ich alles, das verstehe ich gut.
Aber dann gehe ich noch einen Schritt weiter.
Verstehst du auch das, was wir gesungen haben?
Dass das Wohlgefallen Gottes auf uns ruht.
Epheser 1, Kind Gottes zu sein und dann Söhne Gottes, auf die der Vater mit Wohlgefallen blickt,
weil er uns in ihm sieht, in dem Herrn Jesus, in dem Geliebten.
Verstehst du diese Stellung und bist du dankbar dafür, dass Gott dir diesen Platz des Segens gegeben hat?
Verstehst du, dass du mit dem Herrn Jesus verbunden bist, Glied am Leibe, wovon er das Haupt ist
und dass du mit dem Herrn Jesus herrschen wirst über dieses ganze Weltall?
Das sind alles Segnungen, die wir aufgrund des geistlichen Verständnisses aufnehmen sollten,
in unsere Herzen eingraben sollten.
Und wie köstlich ist das, so etwas verstehen zu können, was die Welt überhaupt nicht kennt,
wovon sie gar nichts weiß.
Mögen wir dankbar sein, dass der Herr uns so etwas geschenkt hat,
dass er uns das Verständnis geöffnet hat.
Und dann kommt danach der neue Auftrag, geht hin, prediget Buß und Vergebung der Sünden allen Nationen.
Da siehst du, wie Lukas jetzt, wie er das vorher auch schon getan hat,
den Rahmen des jüdischen Hofes sprengt und die Gnade Gottes sich über die Grenzen Israels hinaus bewegt zu den Nationen.
Zu uns hin, Geschwister, zu uns ist die Gnade Gottes gekommen.
Sie ist erschienen, heilbringend für alle Menschen.
Und in diesem Zusammenhang denke ich gerne an das, was der Jesus in Johannes 10 sagt,
wo er seine Schafe aus diesem Hof herausholte, aus diesem jüdischen Hof.
Und dann sagt der Jesus in diesem Zusammenhang, ich habe auch andere Schafe und diese muss ich bringen.
Die muss ich bringen, weil es dem Ratschluss Gottes entsprach.
Und das sind wir aus den Nationen.
Und das Dritte ist also, dass er ihnen zusagt, dass die Verheißung des Vaters kommen würde.
Und das ist ein Hinweis auf den Heiligen Geist.
Und hier wird der Heilige Geist uns als Kraft vorgestellt.
Siehst du, wenn wir das zusammenfassend jetzt nochmal sagen,
die Worte des Herrn Jesus, die Schriften und dann dieser Auftrag, der auch uns gegeben ist, Zeugen zu sein,
dann lasst uns daran denken, Geschwister,
Wir leben in einer Welt, wo die vielen, vielen Menschen noch dahin leben und gehen,
ohne nach Gott zu fragen und der Ewigkeit.
Lass uns dieses wunderbare Zeugnis Buße und Vergebung der Sünden.
Übrigens in diesem Zusammenhang, das Wort Glaube fehlt hier.
Der Schreiber spricht von Buße und Vergebung.
Der Apostel Paulus in Apostelgeschichte 20, Buße und Glauben an den Herrn Jesus.
Ich habe früher oft gedacht, nun das geht schrittweise.
Erst kommt die Buße und dann der Glaube.
Aber es ist wohl so, im Zusammenhang der Schrift gesehen, Buße und Glauben gehen nebeneinander her.
Und dann kommt die Antwort Gottes und schenkt uns das, was durch Buße uns zuteil geworden ist, die Vergebung.
Nun, wir könnten jetzt noch weiter darüber sprechen, aber ich möchte jetzt abschließend noch etwas sagen über Bethanien.
Damit schließt dieses wunderbare Evangelium und Bethanien, Geschwister ist das Haus der Elenden.
Und das sind wir.
Als der Jesus sich anschickte, sein Angesicht feststellte nach Jerusalem zu gehen,
da kamen sie in ein Dorf, da wurde er abgewiesen.
Dann haben die Jünger gesagt, jetzt lassen wir Feuer vom Himmel runterfahren, wie das Elias auch getan hat.
Nein, sagt der Jesus, ihr wisst nicht, welche Gesinnung ihr habt.
Lasst uns nach einem anderen Dorf gehen.
Und dann gingen sie weiter und kamen dann bald nach Bethanien.
Und dort wurde der Herr Jesus aufgenommen, wir kennen das.
Wir kennen das auch von den Geschwistern in Bethanien.
Und Bethanien, Geschwister, war für den Herrn Jesus ein gewisses Zuhause, ein Heim, möchte ich sagen.
Er hatte gesagt, ich habe nicht, wo ich mein Haupt hinlegen kann.
Die Füchse haben Höhlen, aber ich habe nicht, wo ich mein Haupt hinlegen kann.
Und doch hat Gott dafür gesorgt, Menschenherzen zubereitet, den Herrn Jesus dort in Bethanien aufzunehmen.
Und dort hatte der Jesus, wie gesagt, ein gewisses Zuhause gehabt unter denen, die ihn liebten, die eine Antwort gaben auf seine Liebe.
Jetzt sagt dieser Schreiber hier, bezugnehmend auf die letzte Woche des Herrn Jesus,
dass er am Tage im Tempel lehrte und nachts in Bethanien war und dort übernachtete.
Geschwister, wir haben gestern Abend davon gesprochen, als Judas hinausging, da war Nacht.
In seinem Herzen war Nacht.
Es war draußen, als solche gesehen, natürlich auch Nacht.
Aber er ist dann auch in die ewige Nacht der Gottesferne gegangen.
Es ist ein schreckliches Ereignis, wenn wir an Judas denken.
Dieser Mann, der jahrelang mit dem Herrn gegangen war, der wunderbare Dinge getan hat
und doch sein Herz vor der Liebe des Herrn verschlossen hat.
Der ging hinaus und er hängte sich.
Er wollte erst noch zu den hohen Priestern gehen und sagen, ja ich habe jetzt schuldloses Blut vergossen.
Da haben die gesagt, das geht uns nichts an, sieh du zu.
Dann hat er das Geld in den Tempel geworfen.
Für dieses Geld hat man den Blutacker gekauft.
Israel ist zu einem Blutacker geworden.
Und wenn ich daran denke, dass der Herr Jesus nachts dort in Bethanien war
und wende dieses Bild der Nacht noch einmal bildlich an auf unsere Zeit,
dann ist Bethanien für mich symbolisch gesehen der Ort der stillen Gemeinschaft in der Nacht der Verwerfung des Herrn Jesus.
Hast du die Probleme, wie wir sie hier gefunden haben?
Bist du in Verlegenheit, Furcht, Enttäuschung, Mutlosigkeit?
Geschwister, dann lasst uns nach Bethanien gehen.
Dort, wo der Herr Jesus in den letzten Nächten gewesen ist.
Wo er die Liebe der Seinen dort erfahren hat
und dort vielleicht auch neue Kraft sammelte für die Aufgabe am nächsten Tag im Tempel zu lehren.
Diese Nacht wird einmal zu Ende gehen.
Der Tag wird dann kommen, wo der Herr Jesus verherrlicht erscheinen wird,
wie wir das in Apostelgeschichte gelesen haben, kurz.
Aber jetzt sind wir noch in dieser Nacht, wo er verworfen ist und wir mit ihm.
Und lasst uns bildlich gesprochen dieses Bethanien aussuchen
und dem Herrn Jesus diese Liebe versuchen zu erwidern, die er uns erwiesen hat.
Der Ausgangspunkt des Abweichens der Versammlung war, dass sie ihre erste Liebe verlassen hatten.
Und der Jesus, der dich und mich so geliebt hat, dass er sein Leben geben konnte,
der wartet mit Sehnsucht darauf, dass du ihn wieder liebst.
Willst du das nicht tun, ihn wieder zu lieben
und das Herz des Herrn Jesus zu befriedigen, indem er auch Liebe empfing von dir und von mir.
Ja, und dann sehen wir wie der Herr Jesus jetzt an diesem Ort,
der mit so vielen Erinnerungen verbunden war für die Jünger,
dass er an diesem Ort Abschied nimmt von den Seinen.
Es gibt keinen Ort in dem Evangelium, wo die Herrlichkeit des Herrn Jesus als Gottes Sohn
und seine wunderbare Menschheit solch einen Ausdruck findet wie in Bethanien.
Dort hat er den Lazarus aus dem Grabe gerufen.
Von dort aus war sein letzter Gang nach Jerusalem, wo sie ihm zuriefen, Hosanna dem Sohne Davids.
Dann haben ihm das die Pharisäer verwehrt und gesagt, die Kinder sollten nicht so schreien.
Dann hat er auch diese letzte Verwerfung der Pharisäer angenommen
und ist nach Bethanien gegangen zu den Seinen dort.
Und an diesem Ort, wie gesagt, Geschwister, sehen wir ihn jetzt, wie er Abschied nimmt von den Seinen.
Und ich muss sagen, es ist für mich eine der ergreifendsten Szenen, die wir vor uns haben.
Der Jesus hebt seine Hände auf und segnet sie und wird hinaufgetragen in den Himmel.
Was haben sie denn in diesen Händen gelesen?
Vielleicht haben sie noch einmal diese durchbohrten Hände gesehen.
Aber für die Kenner der Schrift gab es nur etwas anderes, was in diesen Händen zu lesen war.
Und das gilt auch dir und mir.
In meine beiden Hände habe ich dich eingezeichnet.
Das war die letzte Erinnerung an den Herrn Jesus.
Und wen hat er gesegnet?
Er hat die gesegnet, die ihn nicht verstanden haben.
Er hat die gesegnet, die geflohen waren und ihn ganz allein gelassen haben.
Er hat die gesegnet, jedenfalls einen von ihnen, der ihn verleuchtet hatte.
Er hat die gesegnet, die sich davon unterhielten, nachdem der Herr Jesus das Abendmahl eingesetzt hatte,
wer von ihnen wohl der Größte sei.
Die hat er gesegnet.
Und dann, Geschwister, sollten wir nicht sagen die, sondern sollten uns mit darin einschließen.
Wir sind nicht besser und anders als die Jünger.
So dürfen wir daran denken, dass diese Hände gehoben sind,
gehoben geblieben sind und dass er so in den Himmel zurückkehrte,
um dort seinen Dienst als hoher Priester zu beginnen.
Und wir haben uns daran erinnert, kurz, damit möchte ich dann auch schließen,
dass sie von diesem Ort aus, Bethanien, wo gleichsam dieses Band geknüpft wurde zwischen Himmel und Erde
und Lukas sein Evangelium so beginnt, dass er uns gleichsam von dieser Erde wegzieht in den Himmel hinauf.
Das ist die Art von Lukas so zu schreiben, dass er dem Paulus, den er in Jesus im Himmel sieht,
dass er ihm den Weg bereitet, auch in seinen Gedankengängen und in dem, was er geschrieben hat.
Wir haben hier den Übergang in diesem Kapitel vom Gesetz zur Gnade und von der Erde zum Himmel.
Ihr lieben Geschwister, dort ist unser Platz.
Dort ist unsere Heimat und dort werden wir einmal einkehren mit Jubel und mit Freude.
Aber daran zu denken, dass er wiederkommen wird, das ist übrigens sehr schön zu sehen,
wie sie dort standen und sehen, wie der Herr Jesus emporgehoben wird.
Und wir lesen gar nichts von einer Erschütterung oder von einer Traurigkeit,
so wie der Herr Jesus das gesagt hatte, er würde weggehen von ihnen im Johannesevangelium.
Aber eure Traurigkeit wird zur Freude werden.
Sie waren traurig, als der Jesus das sagte. Das lesen wir hier nicht.
Wir lesen hier nur von Freude und wir dürfen wohl sagen, sie waren so erfüllt von der Person des Herrn Jesus,
dass die Trauer keinen Platz hat in ihren Herzen.
Es war nur Freude, aber wir sehen noch etwas anderes in Verbindung mit diesem Weggang.
Wir sehen gehorsam, sie kehrten nach Jerusalem zurück, so wie es der Herr geboten hatte.
Und dort waren sie im Tempel, alle Zeit Gott lobend und preisend.
Ja, wirst du sagen, der Tempel sollte doch abgerissen werden und das Judentum sollte beiseite gesetzt werden.
Geduld, Geschwister, Geduld. Gott hat Geduld gehabt bis zum Jahre 70.
Dann war die Geduld zu Ende und dann musste das Judentum endgültig und auch Jerusalem beiseite gesetzt werden.
Aber bis in dieser Zeit, selbst der Apostel Paulus ging dann auch noch in die Synagogen.
Und sie haben große Mühe gehabt, sich von diesem jüdischen Gedankengut zu trennen.
Gott hatte Geduld.
Und sie wurden dann, das lesen wir in der Apostelgeschichte, wo wir die Fortsetzung finden von dem, was hier geschrieben ist.
Sie wurden dann dahin geführt, zu erkennen, dass es etwas anderes gab, etwas besseres.
Die Versammlung Gottes auf der Erde.
Nun, der Herr Jesus wird wiederkommen, dort auf dem Ölberg, das gehört mit zu Bethanien.
Und dort wird er seinen Fuß hinsetzen.
Und wenn er dort hinkommt, dann nimmt das Bezug auf seine Erscheinung.
Aber wenn der Herr Jesus erscheinen soll und wird, dann wird vorher etwas anderes geschehen,
was leider, leider von vielen Christen überhaupt nicht verstanden wird.
Dass es vor der Erscheinung des Herrn Jesus, von der wir so viel in den Evangelien lesen,
dass es vor dieser Erscheinung etwas anderes gibt, nämlich unsere Entrückung.
Wenn der Apostel Paulus an die Thessalonicher schreibt, dass wir mit ihm kommen werden,
dann muss logischerweise etwas anders geschehen, dann müssen wir erst entrückt werden,
damit wir mit ihm vom Himmel kommen können.
Und Geschwister, das ist unsere sehnliche Erwartung, das ist das nächste Ereignis.
Ich las dieser Tag in einem Buch, da war mal ein sehr gottesfürchtiger Mann,
der hatte Berechnungen angestellt, wann der Herr Jesus wiederkommen würde.
Aufgrund vieler Bibelstellen, dann hat er ein Datum angegeben, der 18. Juni 1836.
Da wird der Herr Jesus kommen.
Da sind die Menschen hinausgegangen auf eine Anhöhe und haben geschaut und geschaut,
aber der Herr kam nicht.
Ja, dann mussten sie dann nochmal wieder neue Berechnungen anstellen.
Und an diesem Beispiel sehen wir, dass wir solche Berechnungen nicht anstellen sollten.
Ich kann dir aber sagen, ganz genau sagen, wann der Herr Jesus kommt.
Der kommt nämlich bald.
Und das ist etwas, was in unseren Herzen ruhen sollte.
Schon seit den Tagen der Apostel, er kommt bald.
Und lasst uns ihn erwarten aus den Himmeln, zu unserer Aufnahme ins Vaterhaus.
Welch ein glücklicher Augenblick, dann den zu sehen, der gestorben und auferstanden ist,
der verherrlicht ist und der seine Herrlichkeit mit uns teilen will in alle Ewigkeit.
Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft! …
