Hebräer 11
ID
az006
Language
DE
Total length
02:46:11
Count
3
Bible references
Hebräer 11
Description
3 Vorträge über das 11. Kapitel des Hebräerbriefes:
- Hebräer 11,1-13
- Hebräer 11,13-28
- Hebräer 11,29-12,3
Automatic transcript:
…
Diese Konferenz wird nun aufgezeichnet.
Diese Konferenz wird nun aufgezeichnet.
Ja, liebe Geschwister, ich freue mich tatsächlich auch, noch einmal hier in
Wermelskirchen zu sein bei euch und als ich gefragt wurde, ob ich ein Thema wüsste,
ob der Herr mir ein Thema gezeigt hätte für diese drei Abende, hatte ich nach einer Weile
Klarheit etwas zu sagen über Hebräer 11 an diesen Abenden. Ich habe aber nicht gewusst,
wie tief und reich dieses Kapitel ist und ich muss euch gleich am Anfang sagen, ich weiß nicht,
ob wir ganz durchkommen oder ob wir vielleicht bei der einen oder anderen Stelle etwas schneller
darüber hinweg kommen müssen, um überhaupt die Fülle ein wenig zu erfassen. Aber es ist ein
hochinteressantes und reiches Kapitel, das mich selbst beim Beschäftigen sehr glücklich gemacht
hat und ich hoffe sehr, dass der Herr uns die Gnade schenkt, bei diesen Gedanken, bei diesen
Personen, die vor uns kommen werden, selbst Freude und Mut für unseren Glaubensweg zu gewinnen.
Wir wollen heute Abend zuerst lesen aus Hebräer 11 von Vers 1 an. Der Glaube aber ist eine
Verwirklichung dessen, was man hofft. Eine Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht.
Denn in diesem haben die Alten Zeugnis erlangt. Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten
durch Gottes Wort bereitet worden sind, so dass das, was man sieht, nicht aus Erscheinendem geworden
ist. Durch Glauben brachte Abel Gott ein vorzüglicheres Opfer da als kein, durch das er
Zeugnis erlangte, dass er gerecht war, wobei Gott Zeugnis gab zu seinen Gaben. Und durch diesen
redet er noch, obgleich er gestorben ist. Durch Glauben wurde Henoch entrückt, damit er den Tod
nicht sehe und er wurde nicht gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte. Denn vor der Entrückung hat
er das Zeugnis gehabt, dass er Gott wohlgefallen habe. Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm
wohl zu gefallen, denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner
ist. Durch Glauben breitete Noah, als er einen göttlichen Ausspruch über das, was noch nicht zu
sehen war, empfangen hatte, von Furcht bewegt eine Arche zur Rettung seines Hauses, durch die er die
Welt verurteilte und Erbe der Gerechtigkeit wurde, die nach dem Glauben ist. Durch Glauben war Abraham,
als er gerufen wurde, Gehorsam auszuziehen an den Ort, den er zum Erbteil empfangen sollte. Und er
zog aus, ohne zu wissen, wohin er komme. Durch Glauben hielt er sich in dem Land der Verheißung
auf, wie in einem Fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben
Verheißung. Denn er erwartete die Stadt, die Grundlagen hat, deren Baumeister und Schöpfer
Gott ist. Durch Glauben empfing auch selbst Sarah Kraft, einen Samen zu gründen, und zwar über die
geeignete Zeit des Alters hinaus, weil sie den für Treue achtete, der die Verheißung gegeben hatte.
Deshalb sind auch von einem und zwei Erstorbenen geboren worden, wie die Sterne des Himmels in
Menge, und wie der Sand am Ufer des Meeres, der unzählig ist. Diese alle sind im Glauben
gestorben und haben die Verheißungen nicht empfangen, sondern sie sahen sie von fern und
begrüßen sie und bekannten, dass sie Fremde und ohne Bürgerrecht auf der Erde seien. Denn die,
die solches sagen, zeigen deutlich, dass sie ein Vaterland suchen. Und wenn sie an jenes gedacht
hätten, von dem sie ausgegangen waren, so hätten sie Zeit gehabt, zurückzukehren. Jetzt aber
trachten sie nach einem Besseren, das ist himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht,
ihr Gott genannt zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt bereitet.
Soweit wollen wir heute Abend aus diesem tiefgründigen Kapitel lesen.
Beim Lesen dieser Verse haben mit Sicherheit auch die Kinder schon gemerkt, es geht hier um ein ganz
spezielles Thema, um einen besonderen Gegenstand. Immer wieder haben wir von Glauben gelesen,
durch Glauben, durch Glauben, durch Glauben. Und man fragt sich vielleicht, warum, wir behalten
immer im Gedächtnis, dass die Bücher der Bibel durch den Heiligen Geist geschrieben worden sind,
aber doch sind es Menschen gewesen, die vom Heiligen Geist benutzt worden und die ihre
Eigenarten und ihre besonderen Befähigungen da auch mit hineingebracht haben. Aber wir fragen
uns vielleicht, warum hat jetzt der Schreiber dieses Briefes, von dem wir gar nicht genau
wissen, wer das eigentlich ist, nach einer langen Reihe von Kapiteln jetzt auf einmal dieses Kapitel
mitten in diesem Brief gesetzt. Deshalb ist es gut, ein wenig einmal kurz den Zusammenhang vielleicht
aufzuzeigen, wie es dazu kommt, dass der Schreiber jetzt so viel Männer und Frauen aus dem Alten
Testament anführt und Dinge von ihnen berichtet, die sie durch Glauben oder aus Glauben getan haben.
Die Empfänger dieses Briefes sind Gläubige mit einem ganz besonderen Hintergrund. Sie kommen
nämlich nicht aus den Nationen, sondern aus dem irdischen Volk Gottes, des Alten Testaments. Und
sie hatten über Jahrhunderte hinweg eine von Gott gegebene Art des Gottesdienstes, an denen sie,
wenn wir das Recht lesen im Alten Testament, eigentlich eher schlecht als recht festgehalten
haben und sie praktiziert haben. Aber doch waren es Dinge gewesen, die sie von Gott bekommen hatten
und die sie auch für Gott ausüben sollten. Und jetzt gab es eine Zeit, eine ganz wunderbare Zeit,
nämlich als der Heiland selbst auf diese Erde kam, mitten in dieses Volk hinein und von seinem Volk
verworfen wurde. Sie wollten ihn nicht haben. Und mit dieser Verwerfung des Herrn Jesus von seinem
eigenen irdischen Volk endete auch die besondere Zeit, die Gott mit diesem irdischen Volk hatte.
Dass er sich ausersehen hatte, dass er aus Ägypten berufen hatte, durch die Wüste geführt hatte,
denen er das verheißene Land gegeben hat, mit denen er auch in Zucht handeln musste. Sie kamen
in Gefangenschaft, weil sie immer wieder untreu waren. Er hat sie zurückgeführt. Aber es gab eine
Zeit, da war es mit diesem Judentum und das ist auch heute noch unsere Zeit zu Ende gekommen.
Gott wird noch einmal anknüpfen, aber dann werden wir nicht mehr auf dieser Erde sein.
Es kam also eine Zeit, wo etwas völlig Neues durch den Herrn Jesus gekommen war. Und nicht
nur ein ganz besonderes Volk auf dieser Erde angesprochen war und Gott nachfolgen sollte,
sondern wo die Botschaft Gottes sich an alle Menschen gerichtet hat, auch heute noch richtet
und jeder zu ihm kommen kann. Und wo es nicht mehr darum geht, bestimmte irdische Verordnungen
und gegenständliche Anordnungen Gottes zu befolgen. Einen Gottesdienst auszuüben mit
händisch greifbaren Dingen, mit prächtigen Kleidern, mit einem wunderbaren Gotteshaus.
Das ist alles vorbei, Geschwister. Das brauchen wir alles heute nicht mehr. Heute im Christentum
ist alles schlicht. Für die Hebräer damals, die Empfänger dieses Briefes, war das aber
eine Schwierigkeit. Sie mussten etwas lassen, was sie von Gott bekommen hatten.
Der Heilige Geist macht das in diesem Brief auf eine sehr bewegende Art. Er versucht sie zu lösen
von dem, was sie über Jahrhunderte hinweg kennengelernt hatten und von Gott bekommen
hatten. Noch einmal sage ich das. Er stellt etwas daneben, was besser ist. Der ganze Hebräerbrief
ist eigentlich ein Dokument, wo eine Sache, eine Person, eine Anordnung Gottes aus dem
Alten Testament genommen wird und daneben wird eine Person gestellt. Christus. Und Christus ist
weit besser als alles, was vorher im Alten Testament bestanden hatte. Alles, was sie kannten,
der Schreiber entwickelt das wunderbar. Die Dienste, die es gab, die Personen, die es gab.
Christus daneben ist das Vorzüglichere, das Bessere. Und so wurden sie gelöst und sollten
gelöst werden von dem jüdischen Gebräuchen, die sie durch Gott bekommen hatten. Aber sie haben in
dieser Zeit, wo sie sich jetzt vom Judentum losgesagt hatten, Schwierigkeiten im Glaubensleben.
Und manche von ihnen standen in der Gefahr, jetzt wieder zurückzufallen. Das Christentum,
was ihnen so viel Not machte oder brachte, aufzugeben und wieder zurück zu dem Judentum zu kehren.
Und da entwickelt der Apostel unter der Leitung des Heiligen Geistes in den letzten Versen von
Kapitel 10 eine ganz bemerkenswerte Aussage, in dem er sagt, ihr müsst noch ausharren. Es ist
jetzt noch nicht die Zeit der Ruhe gekommen. Aber wenn ihr einmal darüber nachdenkt, es gab auch
in der Geschichte eures irdischen Volkes eine ganze Reihe von Männern und auch Frauen, die
ausgeharrt haben, die einfach auf Gottes Wort vertraut haben, die Glauben bewiesen haben.
Und er endet in dem 10. Kapitel mit einem Vers, der sehr bekannt ist, weil er dreimal im Neuen
Testament erwähnt wird. Er sagt, der Gerechte wird aus Glauben leben. Das hatte er schon einmal den
Römern geschrieben. Das wurde auch den Galatern geschrieben. Jedes Mal hat es eine andere Betonung.
Und hier geht es eben um das Leben, das der Gerechte zu führen hat. Es ist ein Leben des Glaubens. Und
dann beginnt er damit, oder er schließt daran an, am Ende von Kapitel 10, wenn jemand sich zurückzieht,
so hat meine Seele kein Wohlgefallen an ihm, wir aber, wir aber. Wir, die wir jetzt dem Herrn Jesus
nachfolgen wollen, ob aus Juden oder aus Nationen. Wir sind nicht von denen, die sich zurückziehen,
sondern von denen, die glauben zur Errettung der Seele. Die also durch ein Glaubensleben,
durch ein aktives und echtes, wirkliches Glaubensleben, ihre Seele bewahren bis ans Ende
ihres irdischen Lebens und dann entrückt werden. Das ist das Leben des Glaubens heute auf der Erde.
Und so kommt er jetzt zu diesem wunderbaren Kapitel, was praktisch ein Streifzug durch die
Geschichte des Alten Testaments ist. Es fängt im Grunde genommen am ersten Blatt des Alten Testaments
an und es geht durch das ganze Alte Testament hindurch, gegen Ende des Kapitels immer etwas
geraffter und mit größeren Zeitabständen und kürzeren Sätzen bis hin sogar zu einer Zeit,
die wir im Wort Gottes gar nicht finden. Nämlich die Zeit zwischen dem Alten und dem Neuen Testament,
eine Zeitspanne von ungefähr 400 Jahren, wo Gott überhaupt nicht gesprochen hat zu seinem
irdischen Volk, aber wo Menschen aus Glauben gelebt haben und Glauben bewiesen haben. Und ganz am Ende
ein wunderbarer Ausblick. Mit Gottes Hilfe wollen wir am Sonntagabend dann darüber nachdenken. Wo
der Apostel Paulus dann zu dieser großartigen Schlussfolgerung kommt. Ihr habt jetzt diese ganz
gewaltige große Menge von Zeugen vor euch gehabt. Den Glauben könnt ihr nachahmen von ihnen, aber
ich stelle euch jetzt noch eine Person vor, die nicht nur angefangen hat im Glauben, sondern auch
vollendet hat. Betrachtet ihn, den Herrn Jesus. Das sollte Ausblick sein am Sonntagabend dann. Aber
bis dahin werden wir auch schon, ich hoffe sehr, dass der Herr uns die Gnade schenkt, dass wir bis
dahin auch schon tiefe Freude empfinden und auch so manchen Ansporn für unser persönliches
Glaubensleben bekommen von denen, die jetzt vor uns kommen. Er schreibt am Anfang, was der Glaube
ist. Nicht wie er sich definiert, weil es keine Begriffsdefinition ist, wie wir das so gerne hätten, sondern was
er am Anfang im ersten Vers schreibt ist, wie sich der Glaube auswirkt im praktischen Leben tatsächlich.
Vielleicht sollten wir noch einmal sagen, was ist eigentlich Glaube. Kinder, die durch Gottes Gnade in
einem gläubigen Elternhaus groß geworden sind, die werden mit diesem Begriff groß glauben. Er taucht aber
in verschiedenen Bedeutungen auf im Wort Gottes. Ich möchte einmal einen Vers anführen, wo wir in einem
Vers zweimal diesen Begriff haben, aber doch in unterschiedlicher Aussage. Im ersten Timotheus Brief,
da lesen wir in Kapitel 1 Vers 19, da schreibt Paulus an Timotheus, dass er den Glauben bewahren
und ein gutes Gewissen, dass einige von sich gestoßen und so was den Glauben betrifft Schiffbruch
erlitten haben. Wenn ihr genau hinschaut, werdet ihr sehen, beim ersten Mal ist den Glauben der Artikel
kleingedruckt, das heißt, er steht im eigentlichen Text, im Urtext gar nicht. Und beim zweiten Mal, was den
Glauben betrifft Schiffbruch erlitten haben, da steht der Artikel davor. Und das sind diese beiden
unterschiedlichen Bedeutungen, um die es mir gerade eben einmal geht. Glauben, wenn der Glaube ohne Artikel
steht, was auch immer hier in Hebräer 11 der Fall ist, dann meint das diese sittliche Kraft, dieser
innere Motor des Glaubens, die Glaubensenergie. Und wenn der Glaube mit Artikel steht, den Glauben,
dann ist es das, was wir glauben. Unser christliches Glaubensgut, die ganze christliche Wahrheit, das ist
der Glaube. Man kann also hier bei diesem Beispiel in Kapitel 1 Vers 19 Glauben bewahren, diese sittliche
Kraft bewahren, damit man nicht an dem Glaubensgut Schiffbruch erleidet. Hier geht es also um diesen
inneren Motor. Eigentlich haben wir ja drei innere Motoren, die unser Glaubensleben, unser christliches
Leben antreiben. Das sind Glaube, Liebe und Hoffnung. Diese drei werden sehr häufig im Neuen Testament
zusammengenannt. Und Glaube ist eben eins dieser drei Elemente, die unser Christenleben prägen.
Und jetzt schreibt der Verfasser dieses Briefes, der Glaube ist eine Verwirklichung, die Anmerkung
sagt Zuversicht oder feste Überzeugung dessen, was man hofft. Hoffnung ist ja immer etwas, was vor
uns noch liegt, was wir noch nicht haben. Der Glaube, der schaut also nach vorne auf die Dinge, die noch
zukünftig sind und holt sie in das tägliche Leben hinein. Macht sie zu einer Wirklichkeit im täglichen
Leben. Und zweitens ist der Glaube eine Überzeugung oder ein überführt sein von Dingen, die man nicht
sieht. Das kommt immer wieder in diesem Kapitel vor uns, dass es auch um unsichtbare Dinge geht.
Das ist die Blickrichtung nach oben, was unsichtbar ist, für uns nicht zu erkennen und wahrzunehmen
ist, aber es wird zu einer Realität für uns. Von einem dieser Glaubensmänger werden wir noch lesen,
dass er so gehandelt hat, als sähe er den Unsichtbaren. Das was noch nicht da ist und das
was nicht sichtbar ist, das macht der Glaube, der übrigens ein Geschenk Gottes ist, das macht er zu
einer Realität im Alltag. Er schaut nach vorne und er schaut nach oben und macht das, was Gott gesagt
hat in seinem Wort für sich selbst zu einer Realität. Er vertraut und stützt sich auf das,
was Gott gesagt hat. Das werden wir an einigen Beispielen in diesem Kapitel sehen, wo wir fast
innerlich mit dem Kopf schütteln, wie so etwas tatsächlich geschehen sein kann. Und doch war
das so. Menschen haben einfach vertraut, weil Gott etwas gesagt hat. Wir haben von dem Wort Gottes
gesungen vorhin, dass es eine Verheißung ist, wahr und treu. Das haben diese Männer und diese
Frauen für sich in Anspruch genommen. Wenn Gott etwas verheißt, dann wird er das tun. Darauf
haben sie gebaut. Und das kann man heute auch noch auf Gottes Wort bauen und es für sich zu
einer Wirklichkeit machen. Denn in diesem haben die Alten Zeugnis erlangt. Das ist nicht so ein
abfälliger Begriff, die Alten, wie das heute von den Jungen oft gebracht wird, sondern da ist
diese ganze Gruppe von Glaubenshelden, die jetzt vor uns kommt, gemeint, die uns vorangegangen sind,
im Alten Testament, im Glauben vorangegangen sind. Sie haben das Zeugnis gehabt, dass Gott sich dazu
bekennt, dass Gott daran gefallen hat. Gott wird geehrt durch unsere Glaubengeschwister.
Wie viel Freude muss er gehabt haben, wenn er jetzt, wenn ich das mal mit meinen Worten so sagen
darf, hier zu dem Zeitpunkt, als dieser Hebräerbrief geschrieben wurde, als er seinen Knecht benutzt hat,
dann zurück zu blicken. Tausende von Jahren zurück zu blicken und den einen zu sehen, den anderen zu
sehen. Da habe ich das erlebt. Übrigens ist, wenn wir dieses Kapitel lesen, fällt uns auf,
wenn wir beispielsweise bei Abraham sind, da war doch nicht alles berührt, was wir glänzt hat,
würden wir so sagen. Bei Mose, bei David, sie werden alle namentlich erwähnt, aber wenn wir
die Berichte im Alten Testament lesen, da finden wir auch tief beschämende Dinge. In diesem Kapitel
nicht. Gott schätzt unendlich wert, was er an Glaubens, an praktischen Glaubensbeweisen im Leben
seiner Männer und Frauen und auch Kinder sieht. Das ist ihm von hoher Bedeutung. Es gibt meines
Wissens sowieso nur eine einzige Begebenheit eines alttestamentlich Gläubigen, die Gott für unehrt
hat, die im Neuen Testament wiederholt wird oder angeführt wird. Nur ein einziges Mal. Das macht
uns übrigens deutlich, wie schwerwiegend das in Augen Gottes ist. Ich denke an Elea, als er da vor
Gott, so wird es dann gesagt, im Neuen Testament vor Gott auftritt gegen sein Volk. Ich bin der
Einzige, der übergeblieben ist. Was sagt ihm die göttliche Antwort? So schreibt der heilige Geist
an dieser Stelle. Er tritt vor Gott auf gegen sein eigenes Volk. Das einzige Mal, dass etwas Negatives
eines Glaubens Helden aus dem Alten Testament im Neuen Testament wiederholt wird. Hier leuchtet Gott
speziell auf die Szenen im Leben seiner Männer und Frauen im Alten Testament, wo er durch Glauben
geehrt wurde. Er fängt ganz vorne an. Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort
bereitet sind. Glauben und Verstehen. Man müsste fast denken, das schließt sich irgendwie miteinander
aus. Entweder haben wir den Verstand, den wir benutzen müssen oder wir glauben einfach. Aber
der Gläube, der sieht, es ist dieses Geschenk Gottes, was wir haben. Der sieht, dass hinter diesen
sichtbaren Dingen, die wir heute in der Natur sehen können, die wir bei einem sternenklaren Himmel sehen
können, dass da eine unsichtbare göttliche Macht gewirkt haben muss. Das wird ihm, das leuchtet ihm
vollkommen ein. Durch Glauben versteht er das. Das kann nicht sich entwickelt haben über Jahrmillionen
hinweg. Durch Glauben versteht er, dass das, was man jetzt sieht, nicht aus Erscheinendem, aus
Gemachten geworden ist. Gott hat durch sein Wort die Welten bereitet. Hier steht bereitet. Ich habe
gelernt beim Beschäftigen mit diesem Kapitel, dass das ein besonderes Wort ist in der griechischen
Sprache. Das so viel bedeutet, wie in einen wunderschönen Zustand der Ordnung versetzt.
Das wird gebraucht, als die Fischer damals auf dem See ihre Netze ausgebessert haben.
Das wird auch gebraucht, wenn Petrus in seinem ersten Brief schreibt, dass er uns vollkommen
machen wird. Erste Petrus 5 Vers 10. Er selbst wird euch vollkommen machen. Da sagt die Anmerkung
vollenden oder alles mangelnde ersetzen. Das ist der gleiche Ausdruck, der hier steht. Es ist nicht
einfach so hingestellt worden, sondern es ist in einer wunderbaren zusammenhängenden Funktionsweise
bereitet worden, dass der Mensch sich darauf wohlfühlen kann, dass Tiere darauf leben können.
Alles zusammen und vielleicht denken wir auch daran, dass es ja auch wiederhergestellt werden
musste. Wenn wir an den Schöpfungsbericht in Erste Mose 1 denken, wo dann im Anfang Gott die
Himmel und die Erde geschaffen hat und dann kam auf einmal dieses Chaos, diese Wüste und die Öde.
Und dann sind sechs Tage des Schöpfungswerkes, wo Gott das alles wiederhergestellt hat. Bereitet
hat, so schreibt der Schreiber hier. Sodass das, was man sieht, nicht aus Erscheinendem geworden ist.
Damit fängt die erste Glaubensaktivität eines Menschen an, dass er tatsächlich für sich als
wahrnimmt und eine feste Überzeugung davon hat, die Welten sind nicht von alleine entstanden. Nicht
durch irgendeinen Urknall sich alles entwickelt in Jahrmillionen, sondern Gott hat gesprochen und
es stand da. Das verstehen wir jetzt. Und da könnten wir in den nächsten Glaubenshelden,
die jetzt beschrieben werden, eigentlich bestimmte Fragestellungen fast entwickeln.
Es ist ja auch auffällig, dass nicht jede Glaubenstat, die wir im Alten Testament finden,
jetzt in Hebräer 11 wiederholt wird, sondern der Heilige Geist sucht sich bestimmte Dinge heraus,
die auch eine gewisse Linie ergeben. Und man könnte sich jetzt fragen, wenn wir bei Abel sind,
die erste Frage ist beantwortet in Vers 3. Wie sind die Welten entstanden? Das wissen wir jetzt
durch Gott, durch sein Wort. Und unter Abel könnten wir uns jetzt die Frage vorstellen,
wie kann man diesem Gott, diesem großen ewigen Gott, der die Welten geschaffen hat,
wie kann man dem nahen? Wie kann der Mensch überhaupt es wagen, in die Nähe Gottes zu
kommen? Und Abel zeigt uns den Weg durch ein Opfer. Nie in eigener Anstrengung. Es werden
hier zwei Menschen erwähnt. Abel brachte Gott ein vorzüglicheres Opfer da als Kain. Jetzt greift
der Heilige Geist nicht irgendwie zwei Menschen willkürlich aus dem Alten Testament heraus,
sondern er nimmt zwei, die die gleichen Voraussetzungen hatten. Kain und Abel,
sie wussten beide genau das Gleiche. Beide wussten, was mit ihren Eltern geschehen war,
beide hatten das gleiche Umfeld, die gleiche Erziehung genossen, beide hatten die gleichen
Ausgangsvoraussetzungen. Und der eine hat aus Glauben gehandelt und der andere hat nicht aus
Glauben gehandelt. Er hat gedacht, er kann Gott nahen, indem er ihm die Ergebnisse seiner eigenen
Arbeit anbietet. Aber Abel wusste, das ist eine wichtige Lektion für uns alle, wir können Gott
nur auf der Grundlage eines Opfers nahen. Indem wir eingehüllt sind in den ganzen Wohlgeruch eines
Opfers. So können wir vor Gott kommen. Geschwister, dass es heute immer noch war,
wenn Kinder sich fragen, wie sie zu Gott kommen können, nur auf dem Boden eines Opfers. Im
Alten Testament waren das immer Tieropfer gewesen. Immer? Einmal nicht. Mit Gottes Hilfe kommen wir
morgen dahin, dass einmal mindestens im Bild ein Mensch geopfert werden sollte. Aber Voraussetzung
für den gefallenen Menschen, für den sündigen Menschen, um in die Nähe Gottes kommen zu können,
ist ein Opfer. Und Abel hat das verstanden. Abel hat ein Opfer dargebracht von ein vorzüglicheres
oder größeres Opfer, sagt die Anmerkung, als kein. Und wir wissen aus dem Bericht des Alten
Testamentes, er hat von den Tieren seiner Herde genommen und kein hat von den Erzeugnissen seiner
eigenen Arbeit Gott etwas bringen wollen. Und Gott gab Zeugnis zu seinen Gaben. Er hat das, was Abel
ihm gebracht hat, angenommen. Da lernen wir eine Wahrheit, die bis in die heutigen Tage wahr ist.
Wir können auch heute noch Gott auf der Grundlage eines Opfers nahen. Und das Opfer, was wir in
Anspruch nehmen, ist das, was der Herr Jesus am Kreuz vollbracht hat. Und diesen Weg zu Gott gibt es
heute noch. 2000 Jahre nach Golgatha und 6000 Jahre nach Abel. Im Alten Testament war das alles
vorausbilder auf das eine große Opfer, was am Kreuz von Golgatha geschehen würde. Aber die Wahrheit
ist im Alten wie im Neuen Testament die gleiche. Wir können Gott nur auf dem Boden eines Opfers
nahen. Ein anderer Schuldloser musste sterben an meiner Stadt. Dann entwickelt sich vielleicht,
jetzt bin ich zu Gott gekommen, eine nächste Frage in meinem Leben. Wie kann ich meinen Weg mit Gott
führen? Das lernen wir bei Henoch. Durch Glauben wurde Henoch entrückt, damit er den Tod nicht
sehe. Und er wurde nicht gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte. Henoch ist ja auch, jetzt müssen
wir ein bisschen vorsichtig sein, dass wir nicht alles zusammentragen, was wir im Alten und im
Neuen Testament über Henoch wissen. Weil hier geht es um seinen Wandel mit Gott. Er hat Gott wohlgefallen,
weil er seinen Schritt, seine Lebensführung an Gott ausgerichtet hat. Das ist ein Wandel mit Gott.
Kein Eigenwille, kein Abweichen nach rechts oder nach links. Nicht zu schnell, nicht zu langsam.
Seine Fragen, seine täglichen Fragen, seine Entscheidungen mit Gott treffen. Das ist ein
Wandel mit Gott. Das führt hier in diesem Fall von Henoch zu dieser ganz erhabenen Szene, dass er
den Tod nicht sehen muss. So sehr hat das Gott wohlgefallen, dass da ein Mensch und jetzt müssen
wir vielleicht doch einmal daran denken, dass Henoch zu seiner Zeit eine Weissagung von Gott
bekommen hatte, dass Gericht kommen wird. Der Apostel Judas schreibt in seinem Brief darüber.
Die Zeit Henochs muss also eine sehr böse auch gewesen sein. Und da gibt es einen Mann in dieser
Unmenge von bösen Menschen, der verstanden hat, Gott bringt Gericht über das Böse, aber ich will
meinen Weg mit Gott führen. Und das gefällt Gott so sehr, dass er ihn hinweg nimmt von dieser Erde,
ohne dass er den Tod sehen muss. In dieser Linie finden wir ja auch sogar eine gewisse
prophetische Linie. Denn wir sehen, dass der Gläubige auf der Grundlage eines Opfers zu Gott
gekommen ist, seinen Weg auf der Grundlage dieses Opfers mit Gott führt, dann wird er entrückt, bevor
das Gericht über die Erde kommt. Das ist das nächste Thema, was hier in diesem Kapitel vor uns kommt.
Und wir sehen, wir können das auf so viele verschiedene Weisen beleuchten und es ist auf
jede einzelne Weise unendlich aussagekräftig und schön dieses Kapitel. Linien zu sehen, die der
Heilige Geist dort hinein gezeichnet hat. Ohne Glauben aber ist es unmöglich, fügt er wie ein
Kommentar jetzt noch hinzu, ihm wohl zu gefallen. Denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und
denen, die ihn suchen, ein Belohner ist. Wer Gott naht, muss glauben, dass er ist. Das meint jetzt nicht
einfach nur an die Existenz irgendwie eines Gottes zu glauben, sondern das meint, dass Gott real ist,
gegenwärtig in meinem Leben sein möchte. Das müssen wir glauben, das müssen wir für wahrhalten in
unserem praktischen Leben. Geschwister, das bedeutet, dass wir jeden Tag mit diesem Gedanken
aufstehen und sagen, Gott ist real. Heute für mich, er lebt bei meinem Leben und in deinem Leben.
Dann ist Gott ein Belohner, denen, die ihn suchen. Diese kleinen Nebensätze in diesem
Kapitel sind auch immer so sehr bemerkenswert. Da ist dann wie versteckt so auch eine kleine
Mahnung dann immer an mich, vielleicht auch an dich mit verbunden, denen, die ihn suchen. Wir
können natürlich auch oberflächlich so unseren Weg gehen, aber wisst ihr, dann haben wir diese
Freude der Gemeinschaft, einen gemeinsamen Weg mit unserem Gott zu gehen, nicht. Aber wenn wir
ihn suchen und in jeden Umstand unseres Lebens mit hineingehen, dann ist er ein Belohner. Gott
lässt sich nicht schenken, was wir ihm immer auch in unserer Schwachheit und Unvollkommenheit geben
wollen. Er belohnt das alles und wenn wir ihn suchen, ich muss sagen, ich habe das viel zu wenig
verwirklicht, aber es gibt hin und wieder Phasen in unserem Leben, wo wir das tatsächlich sehen,
wie Gott belohnt. Er belohnt nicht materiell. Er belohnt mit tiefem Glück und das ist einfach
mit nichts, durch nichts zu ersetzen. Das Glück in Gemeinschaft mit Gott den Weg zu gehen. Dann
kommen wir in Vers 7 auch wieder zu einem ganz speziellen Mann. Durch Glauben bereitete Noah,
als er einen göttlichen Ausspruch über das, was noch nicht zu sehen war, empfangen hatte,
von Furcht bewegt eine Arche zur Rettung seines Hauses, durch die er die Welt verurteilte und
Erbe der Gerechtigkeit wurde, die nach dem Glauben ist. Wenn man über diesen Noah ein bisschen nachdenkt,
mich beeindruckt das immer, wenn man im Alten Testament liest, wie alt diese Menschen geworden
sind. Noah ist nicht der älteste je auf der Erde gewesene Mensch, gab noch einen oder wenigstens
einen noch, der älter war, aber Noah war auch schon eine ganze Reihe von Jahren alt. Wenn ich es richtig
weiß, 950 Jahre. Wir haben jetzt ungefähr 6.000 Jahre Menschheitsgeschichte hinter uns. Fast ein
Sechstel davon hat Noah miterlebt. Was hat dieser Mann alles gesehen, habe ich mir oft gefragt. Fast
tausend Jahre von 6.000, fast ein Sechstel dieser Zeit, wo Menschen über die Erde gehen, hat Noah
gelebt und miterlebt. Der Mann muss alles mögliche gesehen haben, an schrecklichen Entgleisungen,
vielleicht auch an Treue bei dem einen oder anderen seiner Zeitgenossen, aber was für eine für uns
heute fast unvorstellbar lange Zeit hat dieser Mann gelebt. Und einen großen Teil seines Lebens
hat er damit verbracht, ein Zeugnis zu sein. Gott hatte ihm einen Ausspruch gegeben, das lesen
wir im alten Testament, wie das da gewesen ist, dass er da auf dem Trockenen ein Schiff bauen
sollte. Da hat er jahrzehntelang daran gebaut. Wenn man auf dem Trockenen, auf dem Berg irgendwo
ein Schiff baut, dann weckt das die Fragen der Umgebung natürlich. Was macht man da eigentlich?
Das klingt nicht sehr vernünftig, was er da gemacht hat, aber das ist auch wieder ein ganz
deutlicher Gesichtspunkt. Gott sagt etwas und Noah tut das. Von Furcht bewegt haben wir gelesen. Gott
muss ihm deutlich gesagt haben und hat es ja auch getan, das können wir nachlesen, was er zu tun war
absichtlich. Und Noah, das war noch lange hin, aber Noah hat das für wahrgenommen. Geschwister, Gott
sagt etwas und Noah, für ihn ist das Realität. Und er fängt an, auf dem Trockenen ein gewaltiges Schiff
zu bauen. Und da muss jede Planke, die er daran genagelt hat, muss eine Predigt gewesen sein. Wir
wissen nicht, wir können uns das ausschmücken, aber das wollen wir heute Abend gar nicht tun,
aber wir können uns vorstellen, dass es zu vielen Fragen, zu vielen Begegnungen mit Sicherheit gekommen
ist. Aber Noah hat auch etwas im Auge gehabt. Seine Familie, sein Haus. Auch für sie wollte er
diese Rettung bauen, nicht nur für sich selbst. Er hatte ein Herz für alle, die ihm anvertraut
waren in der Familie. Er hat einen wörtlichen Ausspruch empfangen. Und das ist jetzt auch wieder
genau die Beschreibung, die wir am Anfang gesehen haben, über etwas, was noch nicht zu sehen war.
Wenn ich das richtig weiß, hat er über 100 Jahre gebaut, 120 Jahre. So lange war das nicht zu sehen.
Ich weiß nicht, wären wir nicht müde geworden, vielleicht nach einem halben Jahr schon. Nach
einem Jahr, noch immer noch keine Wolke am Himmel. So ist das Schiff auch noch gar nicht fertig gewesen
wahrscheinlich. Aber 120 Jahre und dann kommt erst der Auftrag, geh in die Arche, du und dein Haus.
120 Jahre, Geschwister, das sind doch irgendwie unvorstellbar lange Zeiträume, oder? Und er hat
gebaut, von Furcht bewegt. Er hat das, was Gott gesagt hat, für sich als real genommen. Dadurch
hat er auch die Welt verurteilt. Die ihm umgebende Welt, die dem Gericht verfallen war, die wurde
dadurch tatsächlich deutlich gebrandmarkt. Wer da nicht in diese Arche mitgehen will, der wird
verloren gehen. Ein ganz klares Zeugnis war das Bauen dieser Arche für die Welt, die ihn umgab.
Und so ist der Erbe der Gerechtigkeit geworden, die nach dem Glauben ist. Durch seine Gerechtigkeit,
durch sein gerechtes Verhalten, dass er diese Arche tatsächlich gebaut hat, ist er auf die
gereinigte Erde gekommen und hat sie in Besitz nehmen können. Wenn man die Geschichte des
Alten Testamentes so ein bisschen chronologisch verfolgt, kommt jetzt mit dem Abraham. Da sind
wir ungefähr in der Hälfte, in der Mitte der Zeitabläufe des Alten Testamentes. Ungefähr
2000 Jahre Menschheitsgeschichte sind vorbei. 4000 Jahre umfasst ungefähr, umspannt ungefähr das
Alte Testament die Geschichte. Und die Berufung Abrahams, die in 1. Mose 12 steht, also ganz am
Anfang, im ersten Buch, ist zeitlich gesehen ungefähr in der Mitte des Alten Testamentes in
dieser Zeitspanne geschehen. Und jetzt geschieht wieder etwas sehr Bemerkenswertes. Gott ruft jetzt
einen Menschen nicht aus diesem Bereich, wo er später einmal sein Volk haben möchte. Er ruft
jetzt einen Menschen aus einer götzendienerischen Umgebung. Und wenn wir verfolgen ein wenig, wie
das Stephanus in Apostelgeschichte 7 beschreibt, oder wie der Schreiber vom ersten Buch Mose das
im ersten Buch Mose beschreibt, dann finden wir, dass Abraham Umwege gemacht hat. Dass er nicht
sofort genau das getan hat, aber Gott beleuchtet jetzt tatsächlich nur das, was Abraham im Glauben
getan hat. Er hat ein Wort Gottes gehört und hat gehorcht. Gott hat ihn angesprochen, geh aus dem
Haus und deiner Verwandtschaft und hier steht, er war, als er gerufen wurde, gehorsam. Auch mal
eine Frage vielleicht an Kinder, wenn sie gerufen werden. Ich habe das selbst mit meinen Kindern
erlebt. Jetzt sehe ich es manchmal bei meinen Enkelkindern. Man ruft sie, meistens kommen sie
dann angesprungen, wenn sie etwas Schönes hören. Wenn sie etwas arbeiten sollen oder der Mutter
helfen sollen, dann kommen sie etwas zögernder. Hier wird Abraham gerufen mit einer eigentlich
unvorstellbaren Botschaft. Verlass die Gegend, die Umgebung, verlass die Verwandtschaft, verlass
deines Vaters Haus und geh da und dahin. Noch nicht einmal das hat Gott ihm gesagt. Gott hat ihm nicht
den ganzen Weg direkt gezeigt, bis an einen bestimmten Ort und da darfst du dich dann niederlassen,
sondern geh an den, gehorsam auszuziehen, an den Ort, den er zum Erbteil empfangen sollte. Und wir
haben ja soweit gelesen, dass er das noch gar nicht zu seinen Lebzeiten empfangen hat. Abraham wusste
im Grunde genommen, das ist sehr bedeutsam für ein Glaubensleben. Er wusste eigentlich nur den
nächsten Schritt. Er wusste nicht den ganzen Plan Gottes mit seinem Leben. Und wenn er dann
tatsächlich da angekommen ist, wo er hinkommen sollte, dann hatte er das Land gar nicht in
Besitz nehmen können und hat als Fremdling darin gelebt, haben wir gelesen. Und das ist eine Sache
unseres Glaubenslebens, das ist Realität, oder? Das habt ihr erlebt, das erlebe ich auch. Gott entfaltet
uns nicht sofort den ganzen Plan für mein Leben. Aber er beruft jetzt jemand, das ist sehr
bemerkenswert, dass nach 2000 Jahren Menschheitsgeschichte jetzt Gott einen Menschen
ruft und ihn an einen besonderen Ort bringen will. Und das Vorbildhafte für uns ist darin,
er wird gerufen, der Abraham, und er zieht aus. Er war gehorsam. Und er zog aus, ohne zu wissen,
wohin er komme. Ich habe einmal von Bruder Max Billeter gehört, der hat immer gesagt,
die Heuschrecke, das ist eigentlich ein gutes Beispiel für das, was ein Glaubensschritt ist.
Die springt los und weiß nicht, wo sie landet. Und so zog Abraham hier los und wusste den Ort
gar nicht, wo er hinkommen soll. Aber er hatte einen Ruf Gottes gehört. Vielleicht macht Apostelgeschichte
7 ein bisschen mehr Licht für uns dafür, weil da steht, das war der Gott der Herrlichkeit,
der ihn gerufen hat. Das muss schon ein besonderer Augenblick im Leben Abrahams gewesen sein, wenn
der Gott der Herrlichkeit erscheint und sagt, ziehe aus. Da hat er nicht gezögert. Aber er wusste
nicht, wohin. Das ist Glauben. Wie die Heuschrecke nicht weiß, wo sie landet, wenn sie los springt.
Abraham zog los und ging seinen Weg mit seinem Gott. Er war Gehorsam. Und dann kommt er in das
Land der Verheißung. Wieder Verheißung, wie wir es im Lied gesungen haben. Gott hat etwas versprochen,
was er in dem gleichen Augenblick noch nicht bekommen hat. Was noch zukünftig für ihn ist.
Er hielt sich in dem Land der Verheißung auf, wie in einem Fremden. Ich glaube in der Apostelgeschichte
steht das so, dass er dann noch nicht einmal einen Fußbreit hatte in diesem Land. Nicht einen Fußbreit.
Nur Zelte, die er sofort wieder abbrechen konnte, um weiter zu ziehen. Hier verschweigt der Heilige
Geist, dass Abraham dann auch einmal das Land wieder verlassen hatte, im Süden nach Ägypten.
Wichtig ist hier, ein Ruf Gottes an mein Ohr, gehorsam zu gehen, ohne zu wissen, wie es weitergeht.
Wir stehen vor vielen Entscheidungen in unserem Leben. Gott macht uns manches deutlich. Wir sehen
das Ende noch nicht des Weges. Aber er zeigt uns. Vielleicht zeigt er uns einen Berufswechsel.
Er zeigt aber nicht, wie es dann wird an dem neuen Ort. Aber wenn es der Weg Gottes ist,
dann gehen wir ihm im Vertrauen darauf, dass auch die anderen Dinge sich alle fügen werden.
Selten genug erfahren wir ganz am Anfang gleich alles. Aber wenn Gott uns ruft, einen Schritt zu
gehen, dann wollen wir ihn gehen. Und wenn wir ihn gegangen sind, dann zeigt er uns in seiner Liebe
den nächsten Schritt. In einem Lied singen wir jetzt in dem neuen Anhang, dass er uns nicht auf
halbem Weg stehen lässt. Er weist uns einen Weg und er führt uns Schritt für Schritt immer weiter.
Unsere Sache ist es nur, zu hören, was er gesagt hat und darauf zu gehorchen.
Er hielt sich in dem Land der Verheißung auf wie in einem Fremden und wohnte in Zelten mit Isaak
und Jakob, den Miterben derselben Verheißung. Jetzt wird der Bogen gespannt in die nächste Generation.
Und die übernächste Generation. Ich glaube nicht, dass es meint, dass sie alle in einem Zelt gewohnt
haben. Diese ganze Familie. Sondern sie alle an ihrem Platz. Die älteste Generation hat in Zelten
gewohnt. Die nachfolgende Generation hat die Fremdlingschaft geteilt und auch die dritte
Generation hat die Fremdlingschaft geteilt. Geschwister, das ist auch Glaubensenergie. Das so
in der Familie weiterzugeben, dass die nachfolgenden Generationen das übernehmen und selbst diese
Glaubensenergie zeigen. Sie haben das geteilt. Sie waren Miterben derselben Verheißung. Sie haben
sie auch nicht. Wir haben heute soweit gelesen, dass auch die die nachfolgenden Generationen das
ihrerzeit noch nicht erlebt hatten. Sie teilten nicht nur die Fremdlingschaft, sondern auch das
Warten auf die Verheißung. Und dann sind sie im Glauben daran gestorben. Ohne enttäuscht zu sein.
Jetzt kommt der Grund warum. Es gab ihm die Kraft, den Ort nicht zu kennen. Einfach weiterzuziehen
immer. Das Land noch nicht in Besitz zu nehmen. Selbst als seine Frau gestorben war, musste er
ein Erdbegräbnis kaufen, um sie bestatten zu können. Was gab ihm die Kraft? Er hatte eine
Hoffnung. Er wartete die Stadt, die Grundlagen hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist.
Was konnte er davon wissen? Von einer Stadt. Eine Stadt ist eigentlich immer ein Bild von
einem geordneten System. Und Abraham wartete auf einen Bereich, ein System des Segens, das ihm
verheißen war. Er wartete nicht auf die Versammlung oder auf andere zukünftige Dinge, die wir heute
neutestamentlich gut kennen aus den prophetischen Schriften. Aber er erwartete ein System des Segens,
deren Schöpfer oder deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. Baumeister ist also derjenige, der die
Pläne dafür entwickelt hat und der Schöpfer ist, der diese Pläne umgesetzt hat in die Tat. Also
dieser himmlische Segensbereich auf den Abraham wartete. Er hat seinen Ursprung, seinen gedanklichen
urheberschaftlichen Ursprung in Gott und er ist auch von Gott selbst gestaltet und geschaffen
worden. Und doch hat den Abraham zu seinen Lebzeiten noch nicht erreicht diesen Bereich. Ganz am Ende
von dem Kapitel werden wir dahin kommen, warum das eigentlich so ist. Durch Glauben empfing auch
selbst Sarah Kraft einen Samen zu gründen und zwar über die geeignete Zeit des Alters hinaus,
weil sie den für Treue achtete, der die Verheißung gegeben hatte. Wieder eine Verheißung. Wieder wird
nicht erwähnt, was wir aus dem alten Testament wissen, dass sie doch am Anfang gezweifelt hatte.
Abraham war erstorben, lesen wir im nächsten Vers. Und in Römer 4, meine ich, wird das auch so
geschildert, dass auch von ihm nicht mehr zu erwarten war, dass er noch Samen für ein Kind hätte. Sarah
war über die geeignete Zeit des Alters weit hinaus. Sie waren 100. Abraham war 100 Jahre alt, Sarah etwas
weniger alt. Keine natürliche Möglichkeit mehr und glauben. Gott hat die Verheißung gegeben, sie
glaubten. Und das gab die Kraft, dass tatsächlich noch, natürlich wissen wir, dass Gott diese
Schwangerschaft gewirkt hatte und dass ja auch wunderbare Bilder damit verbunden sind. Aber was
betont wird hier und beleuchtet wird, eine Frau, die menschlich gesprochen keine Möglichkeit mehr
hat, sie glaubt an die Verheißung Gottes. Und das betont Gott hier. Bei Menschen unmöglich,
bei Gott nie unmöglich. Deshalb sind auch von einem und zwar Erstorbenen, das ist jetzt Abraham,
der also natürlicherweise gar nicht mehr zeugungsfähig war, geboren worden, wie die
Sterne des Himmels an Menge und wie der Sand am Ufer des Meeres, der unzählig ist. So wie man die
Sterne am Himmel nicht zählen kann, wie man den Sand am Ufer des Meeres nicht zählen kann. Ich habe
mir da mal eine Stelle aus dem Propheten Jeremia an den Rand geschrieben. Das sagt genau das Jeremia
33 Vers 22. Wie das Heer des Himmels nicht gezählt und der Sand des Meeres nicht gemessen werden kann,
so werde ich die Nachkommen Davids meines Knechtes und die Leviten mehren, die mir dienen. Also einfach
eine unüberschaubar große Menge an Nachkommenschaft aus Zweien, die längst schon natürlicherweise
nicht mehr ein Kind bekommen konnten. Wir betrachten bei uns gerade, das heißt wir sind jetzt gerade
fertig geworden mit dem ersten Buch Mose. Deshalb muss ich mich immer ein wenig auf bremsen, was wir
dort in den letzten Kapiteln gesehen haben, jetzt hier in Hebräer 11 mit hineinzubringen. Aber wie
dieses Volk Israel, was aus Abraham und Sarah, Isaac und den Nachkommen bis Josef, was da für
ein gewaltiges Volk gekommen ist und dann über die Jahrhunderte hinweg alles aus einem Erstorbenen.
Natürlicherweise völlig unmöglich. So haben diese Männer gelebt und Frauen, selbst Sarah, wird hier
betont, dass sie durch Glaubenkraft empfing. Dann haben wir gelesen, dass diese alle im Glauben
gestorben sind und die Verheißungen nicht empfangen haben. Damit wollen wir heute Abend schließen. Es
ist für mich ein ganz besonderer Satz, der hier in Vers 13 am Anfang steht. Sie haben Jahrzehnte im
Glauben gelebt und das was ihnen verheißen wurde, haben sie nicht bekommen. Zu Lebzeiten nicht
bekommen. Aber sie sind im Glauben oder wie die Anmerkung sagt, im Glauben gemäß gestorben. Sie
haben dieses feste Vertrauen, dass Gott seine Verheißungen wahrmachen wird, auch auf dem
Sterbebett nicht fahren lassen. Genau was ihr ganzes Leben gekennzeichnet hat, nämlich Glauben. So
sind sie von dieser Erde gegangen, zu ihrer Zeit. Und jetzt warten sie, haben wir, lesen wir im letzten
Vers dieses Kapitels. Sie sind noch längst nicht ohne uns vollkommen gemacht. Sie warten auf uns,
bis wir mit ihnen dann vollkommen gemacht werden. Aber die eigentlich wunderschöne Begründung ist,
Gott hat für uns etwas besseres vorgesehen. Geschwister, das hat mich sehr bewegt, wirklich
beim Beschäftigen mit diesem Kapitel. Was hatten diese Männer und Frauen im Alten Testament? Außer
den Verheißungen und dem Wort Gottes. Was hatten sie? Und was haben wir heute? Konnte ein Abraham
nachlesen, was Gott ihm gesagt hat, sich noch einmal daran erfreuen. Er hatte ein Wort Gottes
gehört und hat es in sein Herz tief aufgenommen. Wir haben heute das ganze geschriebene Wort,
nicht nur das alte, auch das neue Testament. Wir können immer wieder nachlesen, was Gott uns gesagt
hat, damit unser Glaube nicht wankend wird. Aber diese im Alten Testament, im ersten Buch Mose,
wir sind ja hier immer noch im ersten Buch Mose. Sie hatten nur, ich sage das mit Anführungsstrichen,
nur das Wort Gottes. Aber es hat ihnen genügt. Und sie haben aufgrund des Wortes Gottes, was wir
vorhin im Lied besungen haben, ihr Leben zum Teil radikal geändert, ihr Leben mit Gott geführt.
Sie haben unsichtbare Dinge in ihr Leben als Realität hineingenommen und sind in der Überzeugung,
mit diesem Gott es zu tun zu haben, von der Erde geschieden, im Glauben gestorben. Was für ein
großartiges Vollenden, für ein Zeugnis. Ein Bruder hat über diesen Abschnitt auf Vers 13 geschrieben,
das ist die Grabinschrift Gottes für seine Glaubensmänner. Was für ein wunderbares Wort
der Willigung, das Gott hier ausspricht. Über Abraham, über Isaac, über Jakob, im Glauben
gestorben. Selbst am Ende ihres Lebens nicht nachgelassen. Das, was ihr ganzes Leben geprägt
hat. So sind sie gegangen. Was für ein Vorbild für uns. …
Automatic transcript:
…
Diese Konferenz wird nun aufgezeichnet.
Liebe Geschwister, wir wollen heute Abend weiterlesen in Hebräer 11.
Wir lesen noch einmal von dem Beginn des 13. Verses an, Hebräer 11, Vers 13.
Diese alle sind im Glauben gestorben und haben die Verheißungen nicht empfangen, sondern sahen sie von fern und begrüßten sie und bekannten, dass sie Fremde und ohne Bürgerrecht auf der Erde seien.
Denn die, die solches sagen, zeigen deutlich, dass sie ein Vaterland suchen.
Und wenn sie an jenes gedacht hätten, von dem sie ausgegangen waren, so hätten sie Zeit gehabt, zurückzukehren.
Jetzt aber trachten sie nach einem Besseren, das ist himmlischen.
Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt bereitet.
Durch Glauben hat Abraham, als er geprüft wurde, Isaak geopfert.
Und der, der die Verheißungen empfangen hatte, brachte den Eingeborenen dar, über den gesagt worden war, in Isaak wird dir eine Nachkommenschaft genannt werden.
Wobei er urteilte, dass Gott auch aus den Toten aufzuerwecken vermag, von woher er ihn auch im Gleichnis empfing.
Durch Glauben segnete Isaak in Bezug auf zukünftige Dinge Jakob und Esau.
Durch Glauben segnete Jakob sterbend jeden der Söhne Josefs und betete an über der Spitze seines Stabes.
Durch Glauben dachte Josef sterbend an den Auszug der Söhne Israels und gab Befehl wegen seiner Gebeine.
Durch Glauben wurde Mose, als er geboren war, drei Monate von seinen Eltern verborgen, weil sie sahen, dass ihr Kind schön war, und sie fürchteten das Gebot des Königs nicht.
Durch Glauben weigerte sich Mose, als er groß geworden war, ein Sohn der Tochter des Pharaos zu heißen, und wählte lieber, mit dem Volk Gottes ungemacht zu leiden, als den zeitlichen Genuss der Sünde zu haben, indem er die Schmach des Christus für größeren Reichtum hielt als die Schätze Ägyptens, denn er schaute auf die Belohnung.
Durch Glauben verließ er Ägypten und fürchtete die Wut des Königs nicht, denn er hielt standhaft aus, als sähe er den Unsichtbaren.
Durch Glauben hat er das Passer gefeiert und die Besprengung des Blutes, damit der Verderber der Erstgeburt sie nicht anpasste.
Soweit wollen wir heute Abend Gottes Wort lesen, aus diesem bemerkenswerten Kapitel 11.
Echter Glaube, wahres Lieben hat den Grund, es steht geschrieben, haben wir eben gesungen.
Und das ist das, was diese Männer und Frauen, von denen wir einige gestern schon vor uns hatten, in ihrem Leben gezeigt hatten.
Ihr Glaube gründete sich auf Gottes Wort, auf Gottes Verheißungen.
Das war für sie eine Realität.
Das nahmen sie mit in ihren Alltag, in ihr alltägliches Leben.
Und das gab ihnen Kraft, auszuhalten, zu warten, auf die Verheißungen zu warten und im Glauben an diese Verheißungen, an das gesprochene Wort Gottes, ihren Weg zu gehen.
Wir haben gestern gesehen, dass es für die Hebräer ein notwendiger Einschub war in der Linie der Belehrungen, die der Schreiber des Briefes ihnen gibt.
Da sie in Gefahr standen, aufzugeben, zurückzukehren, wieder zum Judentum, da stellt ihnen der Schreiber eine Wolke, wie wir das in Kapitel 12 dann am Anfang lesen, eine Wolke von Zeugen vor, die ihr Leben durch Glauben gelebt haben.
Und er nimmt aus dem Leben eines jeden Einzelnen, der hier zitiert wird, bestimmte Begebenheiten und zeigt im Grunde genommen, er bildet fast jede Lebenssituation ab.
Heute kommen wieder neue Situationen vor uns, wo wir vielleicht mehr einen anderen Aspekt oder eine andere Auswirkung des Glaubens im praktischen Leben sehen werden, wie gestern sie vor uns gestanden hat.
Und so sind in der Gesamtschau dieses Kapitels wird deutlich, dass Glauben in jeder Lebenssituation hindurchhilft und verbindet mit einer besseren Welt.
Gestern haben wir damit geendet, dass die Patriarchen Abraham, Isaac und Jakob, sie waren im Land der Verheißung angekommen, ihnen gehörte nicht ein Fußbreit, sie lebten als Fremdlinge, sie nahmen für sich persönlich, konnten sie noch nicht persönlich tatsächlich das in Besitz nehmen, was Gott ihnen verheißen hatte, aber sie wussten, Gott hat seine Zusage gegeben, er wird sie erfüllen,
wenn es auch nicht ihre Generation ist oder die nachfolgende Generation, sie schauten auf diesen Bereich der Segnungen, der auf sie wartete.
Und sie sind in völligen Einklang mit diesem Glauben von dieser Erde geschieden.
Sie sind gestorben, hatten wir gestern gelesen, im Glauben, in der vollen Kraft noch dieser Überzeugung, dass Gott das hält, was er verspricht.
So sind sie gestorben, sie haben die Verheißung nicht empfangen, aber sie hatten die Blickrichtung, sie sahen sie von fern.
Selbst als sie auf dem letzten Lager lagen und wussten, ihr Ende ist gekommen, sie hatten die Blickrichtung auf die Verheißung Gottes, sie begrüßten sie.
Das hat mit einer gewissen Vorfreude zu tun, auch wenn sie es für sich persönlich nicht mehr erleben würden, aber sie wussten, es kommt, Gott hat gesagt und es wird kommen und so begrüßten sie sie und hatten Nein gesagt zu der Umgebung, in der sie lebten,
wo sie als Fremde und ohne Bürgerrecht auf der Erde waren und sie hatten Ja gesagt zu dem, was auf sie wartete.
Das ist eine ganz wichtige Haltung, die wir hier auf der Erde zeigen müssen, in der Umgebung, in der wir leben.
Nein sagen zu dem, was uns ablenken will, was uns zurückziehen will.
Wir haben eben davon gelesen, sie hätten Zeit gehabt zurückzukehren.
Sie haben lange, lange Jahre gelebt, sie hätten Zeit gehabt zurückzukehren, aber sie hatten in ihrem Herzen das Wort, die Verheißung und den Glauben daran.
Deshalb war auch die lange Lebensspanne, die sie hatten, in der sie das nicht für sich persönlich empfangen hatten, keine Gefahr für sie zurückzukehren.
Sie begrüßten es von fern und bekannten, vielleicht gar nicht nur in Worten, einfach durch ihr Leben, dass sie hier auf der Erde mit diesen Dingen nicht zu tun hatten.
Fremde ohne Bürgerrecht.
Übrigens eine Zusammenstellung von Ausdrücken, die auch heute uns genannt wird in den Briefen des Neuen Testamentes.
So sollten wir, so sind wir hier auf dieser Erde.
Es ist hier nicht unser Bürgertum.
Unser Bürgertum ist in den Himmel.
Wir leben hier auf dieser Erde als Gäste nur, als Fremde, die wir hier weder in der Politik noch sonst irgendwo irgendetwas zu bestellen haben.
Wir haben hier keine Rechte, wir sind Fremde, aber so wie es von den Patriarchen gesagt wird, sie haben ein Interesse an dem und begrüßen das, was auf sie wartete.
Es ist auffällig, dass in Vers 14 auch wieder wie so einer Art Kommentar jetzt eingeflochten wird.
Jetzt wird gar nicht speziell gesagt, was Abraham und Isaak getan haben, sondern ganz allgemein sagt der Schreiber jetzt, denn die, die solches sagen, zeigen deutlich.
Jetzt wird die Zeitform in der Gegenwartsform beschrieben.
Das ist nicht mehr, jetzt sagt er nicht nur Abraham hat das gesagt und damit deutlich gezeigt, dass er, nein er sagt ganz allgemein, die, die solches sagen.
Sagst du so etwas auch heute?
Zeigst du deutlich, dass du ein Vaterland suchst?
Das ist jetzt in der Gegenwartsform geschrieben.
Das bezieht sich auf jeden Gläubigen, das dürfen wir für uns jetzt annehmen, dieses Sagen, Zeigen, das Vaterland suchen, das Trachten nach dem besseren Erdteil.
Das sollte heute auch von uns wahr sein.
Es ist jetzt nicht ein Rückblick, nur ein Rückblick auf das Leben der Patriarchen.
Es ist eine allgemeine Aussage für den, der im Glauben seinen Weg geht.
Er sagt und er zeigt und er begehrt etwas und er trachtet danach.
Ich meine auch, wenn es heißt, dass sie ein Vaterland suchen, da sagt die Anmerkung, sie begehren es, das heißt, dass das Herzensverlangen danach ausgerichtet ist.
Nach einem Vaterland, nach einem Ort, wo man zu Hause ist.
Da geht der Wunsch des Herzens hin.
Und wenn wir diesen Wunsch in unserem Herzen haben, das Vaterland zu erreichen und in Besitz zu nehmen, eine Sphäre, wo wir zu Hause sind, dann kommt als nächstes auch die Energie danach zu traften.
Dieser Einsatz, das auch wirklich zu erlangen.
Seht ihr, das ist so in unserem Leben, den Wunsch etwas zu haben, dem Volk dann auch immer die Tatkraft danach zu trachten, das auch wirklich zu bekommen.
Und so wird das hier auch geschildert.
In Vers 14, sie suchen das Vaterland oder sie begehren es.
Und dann sagen sie in Vers 15, dass sie nicht zurückgekehrt sind, jetzt aber trachten sie nach einem Besseren.
Und jetzt wird erklärt, was besser ist im Hebräischen, in diesem Hebräerbrief, das ist das Himmlische.
Die Juden hatten über Jahrhunderte hinweg mit irdischen, mit gegenständlichen Dingen zu tun gehabt, mit gegenständlichen Segnungen, mit buchstäblichen Trauben und Früchten und Milch und Honig in diesem Land.
Aber wieder, und wie so oft in diesem Brief, stellt der Schreiber jetzt etwas Besseres daneben und jetzt lüftet ein wenig den Schleier und sagt damit, was er meint mit dem Besseren, das ist Himmlischen.
Geschwister, wir dürfen uns außerordentlich glücklich schätzen, dass uns dieses Bessere auch gilt, eigentlich sogar zuallererst uns.
Himmlische Segnungen, wir dürfen sie jetzt schon genießen, sie sind uns jetzt schon gegeben, aber wir werden sie im Vollmaß in der Herrlichkeit, in unserem Vaterland, das wir suchen, in dem Haus seines Vaters, des Herrn Jesus, da werden wir sie vollkommen genießen und in Besitz nehmen.
Aber hier, sie sind uns schon gegeben.
Jetzt ist die Frage für mich, suche ich sie, trachte ich danach mit allem, was ich an Einsatz und Energie habe, dass sie mir heute schon kostbar werden.
Ich empfinde das so wie so eine Art Wechselabhängigkeit.
Je mehr mich die zukünftigen Segnungen heute hier beschäftigen, umso mehr bin ich in der Praxis hier Fremdling und ohne Bürgerrecht.
Je mehr ich mich aber verstricke in die Dinge dieser Erde, ich sage jetzt nicht Beruf oder so, aber so freiwillig ich mich in Bindungen begebe, umso weniger kostbar werden mir die himmlischen Segnungen sein, das Bessere, das himmlische Teil.
Das ist wie eine Wechselwirkung und wenn ich mein Leben anschaue, dann kann ich am Abend eines Tages wie so ein Fazit ziehen und sagen, was war eigentlich heute der Schwerpunkt meines Lebens.
Und wenn ich wenig Fremdling und ohne Bürgerrecht war, dann war der Tag Verlust.
Das muss uns klar sein.
Gewinn ist es immer, sich mit dem himmlischen Teil zu beschäftigen.
Das Ende von Vers 16 ist noch etwas ganz gewaltiges.
Jetzt kommt der Schreiber noch einmal auf diese Patriarchen zurück.
Er hatte gesagt, sie waren im Glauben gestorben.
Sie hatten bekannt, dass sie hier keine Rechte haben, dass sie nach einem himmlischen Vaterland suchen, dass sie danach trachten.
Und jetzt sagt Gott, wie so ein besonderes Prädikat, was er diesen Menschen gibt, er schämt sich nicht, ihr Gott genannt zu werden.
Er verbindet seinen wunderbaren, erhabenen Namen mit dem Namen dieser einfachen Fremdlinge, die hier auf der Erde nicht zählen, weil sie hier keine Stadt haben, weil sie hier kein fußbreit Land haben.
Aber gerade mit diesen Menschen verbindet er sich.
Er nennt sich der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs.
Ich habe gestern schon einmal gesagt, dass wir in der Vergangenheit bei uns das erste Buch Mose betrachtet haben.
Und wir haben sehr oft darüber gestaunt, dass es gerade Jakob ist, der in der ganzen Heiligen Schrift am häufigsten in dieser Verbindung auftaucht, der Gott Jakobs.
Dieser Mann, der eigentlich, wir kommen gleich noch dahin, erst am Ende seines Lebens so richtig ins Reine gekommen ist mit seinem Gott und mit sich selbst.
Ich meine, mit keinem anderen Namen verbindet sich Gott häufiger, der Gott Jakobs.
Aber er schämt sich nicht, ihr Gott genannt zu werden.
Geschwister, manchmal wenn man so das Wort Gottes liest, dann ist so ein einfacher Satz wie eine Frage an mich selbst.
Was würde Gott sagen im Blick auf den Namen Achim?
Würde er sich schämen, sich mit diesem Namen zu verbinden?
Du kannst deinen Namen da einsetzen.
Wie ist mein Leben?
Ist das durch Glauben geprägt, durch eine deutliche Aussage in Worten, vielmehr vielleicht sogar auch noch in Taten, dass ich hier auf der Erde fremd bin und das bessere teilsuche.
Es gibt ein Sendschreiben, ich meine es ist ein Sendschreiben an Philadelphia.
Das endet auch mit einer wunderbaren Verheißung an einen Überwinder, auf den ein dreifacher Name geschrieben wird.
Ganz erhaben, dass Gott sich mit einem solchen, der treu ist, wenn alle andere vielleicht nicht treu bleiben, der aber doch ungute Zustände überwindet und dem Herrn gefallen möchte.
Auf ihn schreibt er seinen neuen Namen, den Namen seines Gottes und den Namen der neuen Stadt.
Er verbindet sich selbst mit, wir würden sagen armen, irrenden Menschen, aber sie sind ihm kostbar.
Wir haben immer wieder davon gelesen, er gab Zeugnis zu seinen Werken, er bekannte sich dazu, hier schämt er sich nicht.
Liebe Geschwister, das muss uns einfach mal wichtig sein.
Gott wird durch Glauben in uns, durch wirklich praktizierten, echten Glauben geehrt.
Das freut ihn, wenn sich jemand hier auf sein Wort stützt und das in seinem praktischen Leben zeigt.
Dann kommen wir wieder zu Abraham.
Wir hatten das gestern gesehen, diese Vers 13 bis 16, wie so eine Art Kommentar und Einfügung in den Ablauf der Schilderung aus dem Leben Abrahams und jetzt eine weitere Glaubenstatberichte von Abraham.
Durch Glauben hat Abraham, als er geprüft wurde, Isaak geopfert.
Das ist jetzt, ich möchte fast einmal ganz schlicht sagen, die nüchterne geschichtliche Tatsache.
Abraham hat Isaak geopfert, aber im nächsten Satz wird diese Tatsache noch einmal wiederholt.
Und zwar auf eine Weise, die das Ganze wesentlich verstärkt, möchte ich fast sagen, obwohl man diese Tatsache selbst schon fast gar nicht mehr verstärken kann.
Aber der, der die Verheißungen empfangen hatte, brachte den Eingeborenen dar.
Es ist die gleiche Situation, die beschrieben wird.
Aber allein dadurch, dass sie wiederholt wird, kommt schon ein gewisser Nachdruck darauf.
Und die Art, wie sie wiederholt wird, Geschwister, die zeigt, was das für eine Prüfung für Abraham war.
Und wenn wir das ein wenig erfasst haben, dann denken wir an das, wovon das ein Vorausbild ist.
Dass Gott seinen eigenen Sohn selbst gegeben und geopfert hat.
Der Bericht im Alten Testament ist so, dass Abraham versucht wurde und den Isaak geopfert hat.
Das ist der erste Satz.
Und dann heißt es, der, der die Verheißungen empfangen hatte, da steht ein besonderes Wort für empfangen.
Er hatte sie aufgenommen und in Besitz genommen.
Er hatte sich daran festgehalten an diesen Verheißungen.
Er hat das nicht nur als Information aufgenommen und gespeichert, der Abraham, sondern das war sein Lebensinhalt geworden.
In Isaak wird der Einsame genannt werden.
In Isaak ruhen all deine Verheißungen.
In Isaak wirst du gesegnet werden und Nationen aus dir hervorkommen.
Das war die Verheißung, die Abraham empfangen hat.
Nicht Ismail, den er auf fleischliche Weise bekommen hatte.
Isaak war der Kernpunkt aller Verheißungen Gottes in Abrahams Leben.
Daran hat er festgehalten.
Und jetzt sollte das alles hinfällig sein.
Er brachte den Eingeborenen da.
Nicht den Isaak, nur der Name genannt, den Eingeborenen.
Die Anmerkung sagt den Einzigen.
Und wieder klingt in diesem Begriff der Schatten etwas weit höheren durch.
Wenn wir an den Herrn Jesus denken, den Eingeborenen.
So hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab.
Johannes 3, Vers 16.
Den kostbarsten, einzigartigsten Besitz, den er hat.
Ein Geboren hat also nicht unbedingt mit Geburt etwas zu tun.
Denn Isaak war nicht der einzige Sohn Abrahams.
Er hatte den Ismail sich ja selbst geschafft, wenn wir das mal so sagen wollen, mit dieser Haga.
Aber der Isaak war der kostbarste Besitz für Abraham.
Also noch einmal dieser Nachsatz oder diese Wiederholung jetzt dieser Tatsache, er hat ihn geopfert.
Die macht deutlich, wie dramatisch das für Abraham war.
Was das für eine Glaubensprüfung war.
Den hinzugeben und zu opfern, auf dem alle seine Zukunftshoffnungen ruht.
Und er hat es getan.
Noch einmal wir denken an das weit höhere, was vor fast 2000 Jahren geschehen ist.
Als der Eingeborene kam.
Der Gnade und Wahrheit kundgemacht hat hier auf dieser Erde.
Was muss das für Abraham gewesen sein?
Der Eingeborene, über den gesagt worden war, in Isaak wird er eine Nachkommenschaft genannt werden.
Jetzt kommt bei Abraham eine geistliche Schlussfolgerung.
Echter Glaube hat den Grund, es steht geschrieben.
Bei Abraham müssen wir sagen, er hatte das Wort Gottes nicht geschrieben in der Hand, aber er hat es gehört.
Er fußte auf dem Wort Gottes.
Gott hat eine Verheißung gegeben und dann hat Abraham sich gesagt.
Ich denke da mit großer Hochachtung darüber nach.
Wenn Gott in Isaak mir eine Nachkommenschaft gibt.
Wenn er das verheißen hat und wenn er jetzt von mir fordert ihn zu opfern, dann muss er ihn mir wiedergeben.
Wären wir zu einer solchen Schlussfolgerung fähig, Geschwister?
Wir staunen sehr darüber.
Das ist Glauben bei Abraham gewesen.
Was hatte er gesagt zu den Knaben da, als sie hingegangen sind zu dem Berg?
Ich und der Knabe wollen hingehen und anbeten und dann komme ich allein zurück.
Und dann zu euch zurückkehren.
Wir wissen, dass uns das auf diese Ereignisse hinlenken soll.
Dass es ein Vorausbild ist auf das weit Größere, das Gott seinen eingeborenen Sohn gegeben hat.
Aber hier wird ein lebender Mensch vorgestellt, der eine Glaubenstat vollbracht hat.
Und der sich in seinen Überzeugungen auf Gottes Verheißungen gestützt hat und für sich gesagt hat.
Wenn in Isaak all der Segen, alle Zukunftshoffnungen ruhen und ich ihn jetzt opfern soll, dann wird Gott ihn mir wiedergeben.
Das ist Vertrauen, Glaubensvertrauen.
Und so ging er hin.
Und dann sagt die Bibel hier sehr sorgfältig.
Wobei er urteilte, dass Gott auch aus den Toten aufzuerwecken.
Von woher er ihn auch im Gleichnis empfing.
Wir wissen aus dem Bericht im Alten Testament, dass er ihn nicht wirklich opfern musste.
Dass er nicht bis zum letzten Messerstich gehen musste.
Aber in den Augen Gottes hatte er ihn geopfert.
Nur Isaak war nicht wirklich gestorben.
Die Glaubenstat Abrahams war vollbracht.
Aber es gab für Isaak einen Ersatz und deshalb heißt es, dass er ihn im Gleichnis zurück empfing.
Das ist bewundernswerter Glaube bei diesem Abraham.
Er urteilte, dass Gott auch aus den Toten aufzuerwecken vermag.
Dieser wunderbare Gott hat einen Titel in Kapitel 13 dieses Briefes.
Da spricht der Schreiber von dem Gott des Friedens, der aus den Toten wiederbrachte unseren Herrn Jesus.
Und da sagt die Anmerkung, dieser Gott ist ein Wiederbringer aus den Toten.
Davon hat Abraham nichts gewusst.
Er hatte keinen Musterfall, an dem er sich orientieren konnte.
Erst viel später gab es tatsächlich so etwas, dass aus Toten jemand wieder zurückgekommen ist.
Wir lesen vielleicht mit des Herrn Hilfe morgen Abend darüber.
Abraham hatte nichts, woran er sich klammern konnte.
Nur und jetzt nur in Anführungsstrichen, er hatte das Wort Gottes.
Und deshalb hat er sich zu einer geistlichen Schlussfolgerung empor gehoben.
Und hat gesagt, dieser Gott wird mir den Sohn wiedergeben.
Durch Glauben segnete Isaak in Bezug auf zukünftige Dinge Jakob und Esau.
Jetzt kommen die Nachkommen Abrahams noch an die Reihe.
Isaak, Jakob und Josef.
Bei allen ist es gegen Ende ihres Lebens, was für eine Glaubenshandlung jetzt vor uns kommt.
Bei Isaak ist es der Segen für Jakob und Esau.
Wenn wir diesen Bericht sehen, dann sehen wir, dass es im Blick auf Esau eigentlich wenig Segen war.
Esau war der Erstgeborene und hätte den Erstgeburtssegen haben wollen.
Aber Isaak hat ihm mit Recht nicht gegeben.
Esau kommt dann mit Tränen zu ihm und sagt, hast du nicht für mich auch noch etwas?
Jakob hat mir den Segen gestohlen.
Und da spricht Isaak in der vollen Kraft seines geistlichen Glaubenslebens,
dass das so dabei bleibt, wie er gesegnet hatte.
Dass er das nicht ändert, auch wenn er selbst betrogen wurde durch die Silist Jakobs wieder.
Aber er bleibt dabei.
Das ist eine ganz, wie soll ich sagen, eine ganz verfahrene Situation dort bei dieser Szene, wo Isaak segnen möchte.
Er möchte ja eigentlich den Esau segnen.
Und er wird betrogen von dem Jakob, bei der er sich so verstellt und auch dieses Fell über die Hände zieht.
Und dann erschrickt Isaak, weil er merkt, dadurch, dass er den Esau hätte segnen wollen, hätte er gegen Gottes Gedanken gehandelt.
Und da bleibt, dann setzt der Glaube bei ihm ein, dass er sagt, das kann ich nicht rückgängig machen.
Ich kann Gottes Willen, den Jüngeren dem Vorzug zu geben, nicht ändern.
Deshalb wird das hier als Glaubenstat berichtet.
Ich bleibe dabei.
Ich bleibe dabei.
Ich sage es jetzt mal mit meinen Worten.
Hast du denn für mich nicht auch noch einen Segen?
Ja, und dann spricht er über den Esau auch etwas aus.
Aber er bestätigt nur, du wirst an zweiter Stelle bleiben.
Der Jakob wird die Oberherrschaft behalten.
Und so ist im Blick auf zukünftige Dinge dem Jakob der Vorrang gegeben worden und dem Esau nicht.
Durch Glauben segnete Jakob sterbend jeden der Söhne Josefs.
Die Söhne Josefs, diese beiden, ich bin jetzt bei dem, was wir vor kurzem noch betrachtet haben in Salzgitter.
Ich muss mich deshalb auch etwas kurz fassen.
Die kommen an das Sterbebett fast, möchte man sagen.
Obwohl es dann doch noch etwas dauert, bis Jakob stirbt.
Aber er lernt sie dort kennen, diese beiden Söhne.
Sie werden ihm zugeführt und er segnet sie, Ephraim und Manasseh, auf eine Weise, die dem Josef nicht gefällt.
Er segnet sie nämlich, indem er über Kreuz legt, damit der Jüngere den Vorrang bekommt.
Und Josef sieht das und sagt, nicht so mein Vater, nicht so.
Und dann sagt er, ich weiß das, mein Sohn, ich weiß das.
Und bleibt dabei, den so zu segnen, die beiden Söhne so zu segnen, wie er es nach den Gedanken Gottes tun soll.
Jetzt muss ich euch mal bei dieser Szene etwas Persönliches sagen.
Vor vielen Jahren hatten wir unseren ältesten Sohn umgezogen in eine fremde Stadt, wo wir nichts kannten, keine Geschwister kannten, keine Umgebung kannten.
Und sind dann an dem Ort, an dem Sonntag, nachdem wir den Umzug gemacht hatten, in die Versammlungsstunden dort an dem Ort gegangen.
Und wir kannten dort nicht die Geschwister.
Wir wussten nicht, dass auch am Nachmittag ein Bruder von auswärts dort war, der uns überhaupt nicht kannte.
Die Nachmittagsstunde begann mit einem Lied, das kennen wir alle aus unserem Liederbuch,
weil Fremden folgt im fremden Land, wo alle Wege unbekannt.
Das ist mir schon richtig ins Herz gegangen.
Dann stand der fremde Bruder aus, der von auswärts kam und las diese Stelle aus dem ersten Buch Mose mit diesem Segen.
Nicht so mein Vater, nicht so.
Wisst ihr, wenn man Kinder aus dem Haus gibt, dann ist der innere Zug erstmal so, das möchte ich nicht.
Ich möchte die Kinder noch bei mir behalten, nicht so, dieser Weg nicht.
Ich weiß es mein Sohn, ich weiß es.
Ich weiß, was dir durchs Herz geht im Moment.
Ich weiß, dass deine natürlichen Empfindungen anders denken, als ich jetzt diese Wege so bestimmt habe.
Du kannst ruhig bleiben. Ich weiß es.
Geschwister, das hat mir einen tiefen Trost gegeben damals.
Seitdem sind noch mehr Kinder bei mir aus dem Haus gegangen.
Es ist immer nicht leicht, aber ich denke immer an diese Szene zurück, wo der Herr mir einen Prost ins Herz geschickt hat.
Ich weiß das.
Ich weiß, was ich dir zumuten kann.
Das ist auch ein Wort für uns vielleicht mal, die wir in Nöten sind, in schwierigen Umständen.
Nicht so mein Vater.
Nicht diese Schwierigkeit noch, nicht diese Einsamkeit, nicht diese Krankheit.
Ich weiß es.
Ich weiß es.
Und wenn ich es weiß und es trotzdem geschehen lasse, dann ist es gut.
Das macht das Herz ruhig, wenn die Wellen auch hochgehen.
Die Umstände werden nicht anders, aber das Bewusstsein, alles was geschieht in unserem Leben, ist vorher an dem Auge unseres Vaters vorübergegangen.
Und er weiß das. Er weiß, was mein Herz darüber denkt.
Er weiß, wie viel ich tragen kann.
Er weiß das alles.
Und er lässt nicht mehr zu, als wir tragen können.
Und er wird geehrt und verherrlicht, wenn wir in diesen Fragen und Schwierigkeiten unseres Lebens tatsächlich auch diesen Glauben beweisen.
So wie es bei Abraham, bei Isaac, bei Jakob geehrt wurde und sich deshalb nicht schämt, ihr Gott genannt zu werden.
Durch Glauben dachte Josef sterbend an den Auszug der Söhne Israels und gab Befehl wegen seiner Gebeine.
Das ist das letzte Kapitel im ersten Buch Mose gewesen.
Und wir staunen, dass diese Männer am Ende ihres Lebens den Blick immer hatten in das Land der Verheißung.
Josef befand sich hier in Ägypten, als er starb.
Und alles Sehenden ging nach Kanaan hin, nach dem Land der Verheißung.
Er hatte gerade erst, nein nicht gerade erst, ein paar Jahre vorher seinen Vater, den verstorbenen Vater Jakob zurückgeführt und in Kanaan beerdigt.
Der ja auch in Ägypten heimgegangen war.
Und er hatte auch Befehl gegeben wegen seiner Gebeine.
Es wird hier nicht erwähnt.
Hier wird die Tatsache, diese Glaubenshandlung bei Josef erwähnt.
Er hat den gleichen Glauben bewiesen.
Und wisst ihr, viele, viele Jahrzehnte, Jahrhunderte lagen die Gebeine Josefs in einer Lade in Ägypten.
So endet das erste Buch Mose.
Und dann kommt das, was in den nächsten Versen vor uns kommt, Mose und die Befreiung aus Ägypten.
Und dann in der Nacht, wo sie ausziehen, dann nehmen sie diese Lade mit.
Tragen sie 40 Jahre durch die Wüste.
Und am Ende des Buches Josua wird berichtet, wo sie diese Lade im verheißenen Land beisitzen.
So wichtig war diesen Glaubensmännern, in der Erde bestattet zu werden, wo Gott seine Verheißungen darauf gelegt hatte.
Jetzt sind wir erst mit dem ersten Buch Mose durch.
Wir haben gestern gesagt, das ganze alte Testament wird in diesem Kapitel abgedeckt.
Aber die Erwähnungen werden jetzt kürzer und knapper.
Jetzt kommt aber noch ein besonderer.
Neben dem Abraham ist Mose, meine ich, am längsten in diesem Kapitel, der erwähnt wird.
Und wir kommen jetzt zum zweiten Buch Mose.
In Vers 23 durch Glauben wurde Mose, als er geboren wurde, drei Monate von seinen Eltern verborgen, weil sie sahen, dass das Kind schön war.
Und sie fürchteten das Gebot des Königs nicht.
Zuerst wird also nicht eine Glaubenshandlung Moses berichtet, sondern eine Glaubenshandlung seiner Eltern.
Ich freue mich sehr darüber, diese Szene oder diese Begebenheit wird dreimal im Wort Gottes berichtet.
Im zweiten Buch Mose, dann spricht Stephanus in Apostelgeschichte 7 darüber und hier der Schreiber des Hebräerbriefes.
Und jedes Mal ist ein etwas anderer Blickwinkel darauf gelegt.
Im zweiten Buch Mose lesen wir, dass die Mutter Moses ihn verbarg.
In der Apostelgeschichte 7 sagt Stephanus, dass er drei Monate verborgen wurde im Haus des Vaters.
Und hier sind es die Eltern.
Sehr auffällig, wie der Heilige Geist sein Wort schreibt.
Die Mutter, der Vater, sie handeln und denken in dieser Hinsicht völlig gleich.
Und hier werden sie zusammengefasst als die Eltern, die einmütig und einhellig in dieser schwierigen Frage entschieden haben.
Geschwister, da ist in schwierigsten Umständen, in lebensbedrohenden Umständen ein Kind in die Welt gesetzt worden.
Das der Fürst dieser Welt nicht haben wollte und beseitigen wollte.
Es war, was die irdischen Machtverhältnisse betraf, völlig aussichtslos einen Jungen zu bekommen.
Der musste sterben.
Aber die Mutter, der Vater und gemeinsam als Eltern eine Linie.
Eine Linie.
Sie fürchten das Gebot des Königs nicht.
Sie gehorchen Gott mehr als Menschen.
Und dann kommt dieser Mosel, wird geboren und sie sehen, das Kind ist schön.
Meines im letzten Buch des Alten Testamentes, wo wir lesen, dass Gott einen Samen Gottes sucht.
Gott möchte aus ehelichen Verbindungen, dass da Kinder, Samen für ihn entsteht, Kinder geboren werden.
Und Kinder aus gläubigen Elternhaus sind schön, sind schön für Gott.
So sagt Stephanus ausdrücklich.
Das Kind war schön für Gott.
Das dürfen wir wissen.
Jedes Kind, das in unseren Familien geboren werden darf, ist schön für Gott.
Und es lohnt sich auch in schwierigen Umständen Kinder in die Welt zu setzen.
Wenn wir das so sagen dürfen.
Ich möchte besser formulieren, sich Kinder vom Herrn schenken zu lassen.
Es ist eine höchst gesegnete Tatsache.
Und da denken wir an die Umstände, die es gibt, die Schwierigkeiten.
Das Rentensystem geht in die Knie.
Alles ist unsicher, was die Zukunft bringt.
Durch solche Fragen wollen wir uns nicht beirren lassen.
Gott sucht einen Samen.
Im Propheten Malachi lesen wir das.
Und er segnet, wenn die Eltern in dieser Frage einig sind und sich Kinder schenken lassen.
Und sie dem Einfluss dieser Welt entziehen.
Solange wie es irgendwie ging, haben sie das Kind geschützt vor den Einflüssen der Welt.
Solange es irgendwie ging.
Und als es dann nicht mehr ging, hatte Gott längst seinen Weg mit diesem Mose.
Er weiß ja sowieso schon viel, viel weiter und viel, viel mehr, als wir uns überhaupt für den nächsten Monat ausdenken könnten.
Dass dieser Mose der sein sollte, der sein Volk aus Ägypten befreien würde.
Davon hatten Amram und Jokobit sicherlich keine Ahnung.
Aber sie hatten das wenige, was sie überschauen konnten.
Nämlich das Gebot des Königs und diese eheliche Verbindung, die sie hatten.
Da haben sie abgewogen und haben gesagt, das Gebot des Königs, wir müssen Gott mehr gehorchen.
Und dann kommt dieser Mose und wird drei Monate von den Eltern verborgen.
Sie haben also eine Glaubensentscheidung getroffen als Eltern.
Und 40 Jahre später trifft ihr Sohn auch eine Glaubensentscheidung.
Wir lernen daraus, dass es eine Zeit gibt, hier wird das beschrieben, als er groß geworden war.
Das Leben Moses, habe ich so als Kind immer empfunden, lässt sich ja schön einteilen.
Der Mann ist 120 Jahre alt geworden und er hat drei Etappen durchlebt, die jeweils 40 Jahre gedauert haben.
Stephanus macht das in seiner Rede in Apostelgeschichte 7 sehr, sehr deutlich.
Die ersten 40 Jahre hat er im Hof des Pharao verbracht.
Dann war er 40 Jahre in Midian, hat Schafe gehürtet.
Und dann war er 40 Jahre mit dem Volk unterwegs in der Wüste.
Das ist Mose.
Als er 40 Jahre alt war, musste er jetzt selbst eine Glaubensentscheidung treffen.
Und er hat von seinen Eltern gelernt.
Obwohl er die ganze Zeit am Hof des Pharao war.
Er hat eine eigene Glaubensentscheidung für sich getroffen und das muss man mal auch den jungen Leuten sagen.
Die Zeit kommt, wo ihr euch nicht mehr nur hinter den Eltern verstecken könnt.
Wo ihr eigene Entscheidungen treffen müsst, für euer Glaubensleben, mit eurem Herrn.
Und ihr werdet erleben, wenn ihr es im Glauben tut, steht er euch genauso bei wie euren Eltern.
Durch Glauben weigerte sich Mose, als er groß geworden war, ein Sohn der Tochter des Pharao zu heißen.
Der Satz geht natürlich noch weiter und das ist auch wichtig, dass er weitergeht.
Weil es ist schwierig, das werden wir erleben in unserem Leben, wenn wir nur Nein sagen können, aber keine Alternativen haben.
Dann werden wir irgendwann vor die Wand laufen und nicht weiter wissen, wie es denn gehen soll.
Wir können nur dann wirklich mit Kraft Nein sagen, wenn wir zu einer anderen Seite Ja sagen können.
Und Mose hat gewählt. Er hat gewählt zwischen der Welt und dem Volk Gottes.
Da hat er die Entscheidung getroffen und da hat er sich geweigert.
Das war übrigens eine Situation, wo das Volk in größter Not war.
Seine Glaubens, seine Volksgenossen unterdrückt unter der Sklaverei Ägyptens.
Hätte er nicht meinen können, wenn ich jetzt am Hof des Pharao bin, in dieser erhabenen Position als Sohn der Zweite vielleicht im Reich,
dann kann ich ja all meine Initiativen jetzt einsetzen, all meine Möglichkeiten, um dem irdischen Volk Gottes das Los leichter zu machen.
Aber das wollte er nicht. Er wollte nicht taktieren, sondern er hat eine bewusste Entscheidung getroffen gegen die Welt und für das Volk Gottes.
Gegen die Umgebung, die nur runterzieht und für die Familie des Glaubens.
Und ich sage noch einmal, ich habe das in meiner Jugend erlebt.
Wenn man nur versucht Nein zu sagen den Verführungen und Einladungen der Welt gegenüber, aber hat nichts Besseres für sein Herz, dann haben wir keine Kraft Nein zu sagen.
Aber wenn wir wissen auf der anderen Seite der Waagschale, da steht etwas weit Höheres, weit Wertvolleres, dann fällt es uns leichter.
Er hat sich geweigert.
Ich glaube dieses Wort habe ich einmal gefunden, finden wir dreimal in der Bibel von Menschen, die sich geweigert haben, Glaubensmännern, die sich geweigert haben etwas zu tun.
Und es ging nie gut für sie aus, vordergründig.
Josef hat sich geweigert bei der Potiphar zu liegen.
Er kam ins Gefängnis.
Naboth, der so einen schönen Weinberg hatte, hat sich geweigert in den Arab einzutauschen gegen irgendwas zweitrangiges.
Der wurde umgebracht.
Der kam zu Tode.
Mose hat sich geweigert höchsten Prunk und Regierungsmacht in Besitz zu nehmen.
Und hatte gewählt Schmach mit dem Volk Gottes zu leiden.
Vordergründig könnte man sagen, das war keine Win-Win Situation, wie wir heute oft so sagen.
Die haben nichts davon gehabt, doch sie haben etwas davon gehabt.
Sie haben das Glück zu wissen und zu genießen, ich habe die Gemeinschaft mit meinem Gott in dieser Entscheidung, die ich treffe.
Und dann kann es der Josef im Gefängnis sein, wo er weiß, da hat ihn das Wort Gottes geläutert in dieser Zeit, wo er weiß, das ist der Weg für mich.
Aber ich bin mit Gott im Gefängnis.
Naboth, sein Name steht im ewigen Wort Gottes als der, der dem König nicht nachgegeben hat.
Und Mose hat mit dem Volk Gottes, mit dem Volk Gottes gelitten.
Das ist etwas unendlich hohes, mit dem Volk Gottes in Verbindung gebracht zu sein, auch wenn es durch Schmach erst einmal geht.
Er wählte lieber mit dem Volk Gottes ungemacht zu leiden, als den zeitlichen Genuss der Sünde zu haben.
Das haben wir, glaube ich, alle erlebt.
Dass Sünde ein vorübergehendes, schnell, schnell vorübergehendes Empfinden von Glück und Genuss gibt.
Aber danach kommt meistens bittere Reue.
Es ist meistens nur ein zeitlicher, kurzer Augenblick von Befriedigung irgendwelcher Begierden, die wir haben.
Aber es ist nichts von Dauer.
Dauerhaften Genuss haben wir nur in Gemeinschaft mit dem Herrn.
Wie kann der Mose eine solche Entscheidung treffen, habe ich mich oft gefragt.
40 Jahre am Hof des Pharao, sicherlich umgeben nur von diesen irdischen, bestenfalls irdischen, wenn nicht sogar nur feindlichen und weltlichen Dingen.
Und er trifft eine Entscheidung.
Ich kann aus dieser Schilderung und auch aus dem zweiten Buch Mose eigentlich nur entnehmen, wie wichtig Grundlagen im Elternhaus sind, Geschwister.
Ich habe es durch Gottes Gnade selbst erfahren dürfen.
Und es ist ein überaus großes Geschenk, für das wir unendlich dankbar sein dürfen, wenn wir in einem gläubigen Elternhaus aufwachsen.
Da werden Grundlagen für spätere Entscheidungen gelegt.
Für die Eltern eine hohe Verantwortung, für die Kinder ein sehr, sehr großer, reicher Segen.
Indem er die Schmacht des Christus für größeren Reichtum hielt, als die Schätze Ägyptens.
Noch einmal wieder ein Gegensatz.
Die Schmacht des Christus, Mose kannte Christus noch nicht.
Aber er hatte erlebt, was es bedeutet von seinem eigenen Volk verstoßen zu werden.
Er war ja losgegangen noch in eigener Kraft, um seinem Volk zu helfen.
Hatte den einen Ägypter da erschlagen und dann im Sand verscharrt.
Da war er noch in eigener Machtvollkommenheit losgelaufen.
Und beim zweiten Mal wird er, als er Streit schlichten will, von seinen eigenen Brüdern abgestoßen, verworfen.
Was willst du uns eigentlich sagen? Willst du uns auch umbringen, wie gestern den Ägypter?
Er hat empfunden, was es bedeutet von seinem eigenen Volk abgelehnt zu werden.
Aber das machte ihm nichts.
Das war ihm mehr wert, als aller Reichtum Ägyptens.
Und das steht hier so mit diesen wenigen Wörtern von diesem Reichtum Ägyptens.
Wir machen uns, glaube ich, kaum eine Vorstellung, was das wirklich war.
Nicht nur an materiellem Reichtum, sondern die hatten alles an wissenschaftlicher Erkenntnis.
Das war sprichwörtlich, was bei den Ägyptern für Erkenntnis und für Reichtümer an Wissenschaft zu finden sind.
Nicht nur materieller Reichtum. Alle stand ihm offen. Die glänzendsten Zukunftsaussichten.
Und auf der anderen Seite die Schmach des Christus.
Und das war ihm lieber.
Denn, und das ist wieder das, was wir jetzt schon vielfach in diesem Kapitel gefunden haben, er schaute auf die Belohnung.
Der Blick entscheidet. Wie so oft in diesem Kapitel schon. Die Blickrichtung macht die Entscheidung leichter.
Er schaute auf die Belohnung. Er sah nach vorne. Auf die Erfüllung aller Verheißungen.
Auf die Gemeinschaft mit Gott. Auf den Lohn, den er dem verheißt, der treu zu ihm steht.
Und das gab den Ausschlag für ihn.
Durch Glauben verließ er Ägypten und fürchtete die Wut des Königs nicht.
Waren sie nicht geflohen, die Ägypter?
Ich meine, ich denke, hier ist dieser Prozess gemeint, wo sie immer wieder hineingehen mussten zu dem Pharao.
Und wo der Pharao ihnen sagte, wenn ihr noch einmal kommt, werde ich euch töten.
Sie fürchteten das nicht. Sie gingen immer wieder im Auftrag Gottes zu dem Pharao hinein, kündigten eine Plage nach der anderen ein.
Und hielten standhaft aus. Und wieder, weil er etwas sah.
Dieser Mose war ein glücklicher Mann.
Er schaute auf die Belohnung und er konnte standhaft bleiben, als dieser mächtigste Herrscher der damaligen Zeit Wut und Zorn gegen ihn hatte.
Und da hat Mose auf den Unsichtbaren geschaut.
Denken wir noch einmal an gestern Abend.
Der Glaube ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft.
Eine Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht.
Mose ist ein Paradebeispiel wieder für das, was wir ganz am Anfang gesehen hatten.
Er schaute auf den, den sonst niemand sehen konnte.
Aber für ihn war er real.
Und da war der Pharao, der mächtigste Mann, nur eine kleine Randfigur neben dem Unsichtbaren.
Geschwister, ich sage euch das nicht, weil ich das auch alles so schon erlebt habe.
Ich denke, ihr empfindet genauso, dass dieses Wort sich an jeden Einzelnen von uns auch an mich richtet.
Es will uns anspornen, diesen Glaubensmännern nachzueifern, nachzuahmen, das, was sie an Glaubensenergie gezeigt haben.
Und uns den Blick zu schärfen oder überhaupt anzuspornen, den Blick von irdischen, sichtbaren Dingen wegzulenken auf das Unsichtbare des Glaubens.
Das gibt, wie wir das bei diesen Männern und Frauen sehen, Kraft für segensreiche Entscheidungen.
Durch Glauben hat er das Passa gefeiert und die Bespringung des Blutes, damit der Verderber der Erstgeburt sie nicht antaste.
Das Passa.
Das Volk Israel hatte sich in Ägypten schuldig gemacht vor Gott.
Sie waren nicht nur in Knechtschaft gewesen, sie hatten Götzendienst getrieben.
Das lesen wir an einigen Stellen im Alten Testament, dass sie mit den Götzen der Ägypter Götzendienst getrieben hatten.
Sie waren schuldig vor Gott.
Und wenn auch Gott sein eigenes Volk erlösen will und aus Ägypten herausführen will, muss er vorher vorübergehen können an seinem eigentlich schuldigen Volk.
Und das kann er nur, wenn er sieht, dass das Blut des Passalam es an die Türpfosten und an die Schwelle, an die Oberschwelle gesprochen ist.
Sie hat das Gericht wie die Ägypter verdient.
Und dann kommt diese Ansage an Mose, jeder nehme sich ein Schaf, ein Lamm für sein Haus.
Nehmt es in Verwahrung.
Und am 14., wir kennen diese Begebenheit aus dem zweiten Buch Mose, sollten sie es schlachten und das Blut streichen.
Und dann sagt er, sehe ich das Blut, werde ich an euch vorübergehen.
Sehe ich das Blut.
Es ist das Passa, das Vorübergehen des Herrn. Das meint eigentlich der Ausdruck Passa, vorübergehen.
Und der Verderber der Erstgeburt, so heißt er hier, würde das Blut sehen und sie nicht antasten.
Das war eine Glaubenshandlung, Geschwister, nicht die Israeliten in ihren Häusern sahen das Blut.
Sie waren aber nur dann in Sicherheit, wenn einer aus dieser Familie das Blut gestrichen hatte an die Pfosten.
Dann war die Tür zu und sie saßen drin.
Und es kam diese Nacht und der Verderber der Erstgeburt ging im ganzen Land um Gibtnum her.
Und überall wo er das Blut sah, ging er vorüber.
Sehe ich das Blut, sagt der Herr damals zu Mose, dann werde ich an euch vorübergehen.
Es war eine Glaubenshandlung von Mose und von allen, die das getan hatten.
Durch Glauben hat er das Passa gefeiert.
Gibt nur eine Besonderheit in diesem Vers und auch in Vers 17.
Wenn es darum geht, dass Isaak geopfert wurde oder dargebracht wurde und wenn es hier darum geht, dass das Passa gefeiert wurde,
stehen diese beiden Ausdrücke in der Perfektform in der griechischen Sprache.
Das bedeutet, macht deutlich die Dauerhaftigkeit dieser Handlung.
Das Opfern der Erstgeburt ist etwas so aussagekräftiges, was Abraham hier getan hat,
dass das in einer Zeitform geschrieben wird, die die Dauerhaftigkeit, die die Wichtigkeit dieser Tatsache notwendig macht.
Und wir denken sofort an das, was wir vorhin schon gesehen haben,
dass Gott seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern für uns alle hingegeben hat.
Und so ist es hier auch bei dem Passa feiern, wo ein unschuldiges Lamm sterben musste,
damit schuldige Menschen verschont werden können von dem Gericht.
Durch Glauben haben sie das getan.
Geschwister, ihr seht, ihr empfindet das sicher so wie ich auch.
Die Bilder sind so tief, man könnte noch Stunden darüber nachdenken, über die Feinheiten dieses Abschnittes.
Wir wollen heute damit schließen, dass wir jetzt praktisch befreit sind von dem Gericht.
Der Weg geht noch weiter, das wollen wir des Herrn Hilfe dann morgen besehen.
Und weitere Glaubenshandlungen noch vor uns haben zu unserer Ermunterung, was wir heute hatten.
Der Glaube vertraut nicht nur und wartet nicht nur auf vorhergesagte Verheißungen.
Der Glaube ist auch aktiv und setzt sich ein, um das zu verwirklichen, was verheißen worden ist
und was von einem Glaubensmann auch erwartet werden kann.
Glaube handelt auch dem Wort Gottes gemäß.
Glaube trifft kühne Entscheidungen, mutige Entscheidungen, weil der Blick auf den Unsichtbaren gerichtet ist.
Weil der Blick über das Irdische hinausgeht, auf die Belohnung.
Und so sehen wir, dass der Glaubensblick, den wir haben dürfen, uns vielfach Motivation gibt für Entscheidungen, die die Zustimmung des Herrn haben.
Was ist das für eine Zustimmung Gottes, dass er sich nicht schämt, ihr Gott genannt zu werden, weil sie Glauben bewiesen hatten.
Möchte uns das für unser praktisches Leben Ansporn sein. …
Automatic transcript:
…
Diese Konferenz wird nun aufgezeichnet.
Ja, wir wollen heute Abend auch wieder Hebräer 11 aufschlagen und weiterlesen in dem Text.
Wir haben gestern geendet mit dem Passachfeier in Vers 28. Wir lesen heute Hebräer 11 ab Vers 29.
Durch Glauben gingen sie durch das rote Meer wie durch trockenes Land, was die Ägypter versuchten und verschlungen wurden.
Durch Glauben fielen die Mauern Jerichos, nachdem sie sieben Tage umzogen worden waren.
Durch Glauben kam Rahab die Hure nicht mit den Ungläubigen um, da sie die Kundschaft da in Frieden aufgenommen hatte.
Und was soll ich noch sagen, denn die Zeit würde mir fehlen, wenn ich erzählen wollte von Gideon, Barak, Simson, Jephtha, David und Samuel und den Propheten,
die durch Glauben Königreiche bezwangen, Gerechtigkeit wirkten, Verheißungen erlangten, der Löwen Rachen verschlossen,
des Feuers Kraft auslöschten, des Schwertes Schärfe entgingen, aus der Schwachheit Kraft gewonnen, im Kampf stark wurden, der Fremden Heere zurücktrieben.
Frauen erhielten ihre Toten wieder durch Auferstehung. Andere aber wurden gefoltert, da sie die Befreiung nicht annahmen, damit sie eine bessere Auferstehung erlangten.
Andere aber wurden durch Verhöhnung und Geißelung versucht und dazu durch Fesseln und Gefängnis.
Sie wurden gesteinigt, zersägt, versucht, starben durch den Tod des Schwertes, entgingen umher in Schaffelsen, in Ziegenfällen, hatten Mangel, Drangsal, Ungemach.
Sie, deren die Welt nicht wert war, wirrten umher in Wüsten und Gebirgen und Höhlen und den Klüften der Erde.
Und diese alle, die durch den Glauben Zeugnis erlangten, haben die Verheißung nicht empfangen, da Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat, damit sie nicht ohne uns vollkommen gemacht würden.
Deshalb nun, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, lasst auch uns, indem wir jede Bürde und die leicht umstrickende Sünde ablegen, mit Ausharren laufen den vor uns liegenden Wettlauf.
Hinschauend auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der die Schande nicht achtend für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.
Denn betrachtet den, der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet, indem ihr in euren Seelen ermattet.
Soweit wollen wir das Wort Gottes hier im Hebräerbrief lesen.
Wir haben uns in den vergangenen Abenden schon beschäftigt mit den sogenannten Glaubenshelden des ersten Buches Mose.
Wir haben gesehen, dass sich Glaube in ihrem Leben auch in unterschiedlicher Weise geäußert hat.
Die ersten Beispiele, die wir gesehen haben, da war Glaube hauptsächlich das Merkmal, dass sie ausgeharrt und vertraut haben.
Dass sie einen Blick nach vorne hatten auf die Verheißungen Gottes und sich auf das Wort Gottes gestützt haben.
Gestern, als wir dann mit Mose begonnen haben, kam mir auch die Aktivität des Glaubens vor uns.
Das Glaube nicht nur passiv vertraut und abwartet, sondern auch aktiv Energie aufwendet und Ziele erreicht mit dem Herrn.
Wir haben gestern geendet mit der Begebenheit in Ägypten.
Das Volk Gottes war in Knechtschaft geraten in Ägypten, in großer Not.
Aber sie hatten auch, was wir an anderen Stellen des Alten Testamentes lesen, die gleiche Gottlosigkeit begannen wie die Ägypter selbst, indem sie Götzendienst getrieben haben.
Und der Verderber der Erstgeburt, haben wir gestern gelesen, der ging durch das Land und sie standen alle unter dem Gericht.
Die Ägypter und die Israeliten. Aber die Israeliten hatten ein Rettungsmittel, um vor dem Gericht verschont zu werden.
Und der, der es im Glauben angewendet hatte, dieses Rettungsmittel, der war in Sicherheit, der war gerettet.
Der war in Sicherheit vor dem Gericht. Aber er war immer noch in Ägypten.
Und heute lesen wir in diesem geschichtlichen Ablauf der Ereignisse im Alten Testament weiter.
Gott wollte viel mehr, als sie vor dem Gericht verschonen.
Er wollte sein Volk aus Ägypten herausführen und in das verheißene Land, in den Bereich des Segens bringen.
Ein Land, von dem er einmal gesagt hat, dass er es ausgespäht hat unter allen Ländern der Erde.
Ich habe immer große Freude an dieser bildhaften Ausdrucksweise im Alten Testament.
Auch manchmal im Neuen Testament übrigens.
Wenn wir uns das so plastisch vorstellen können, wie Gott die Erdkugel so vor sich hat.
Er, der sowieso alles weiß, was das Schönste ist.
Aber er beschreibt das so, als hätte er jeden Landstrich gegeneinander abgewogen.
Und das Allerschönste von allem, das Allerwertvollste, das sollte sein Volk bekommen.
Und wir lesen jetzt, was dazu nötig war.
Wir haben damit begonnen, dass sie durch Glauben, durch das rote Meer gingen, wie durch trockenes Land.
Sie brauchten jetzt also auch noch Befreiung.
Wenn wir diese Szene uns aus dem geschichtlichen Bericht vorstellen,
dann waren sie nach dem Feiern des Passamals aufgebrochen.
Sie hatten übrigens die Lade Josefs mitgenommen.
Und sie waren vor dem Pharao und seiner Heeresmacht geflohen.
Sie hatten Gold und Silber mitgenommen.
Gott hatte das gesagt, dass sie die Ägypter praktisch berauben sollten, um das alles mitzutragen.
Er wusste schon, wofür sie das brauchen würden.
Und dann kommen sie an das rote Meer.
Hinter sich der Pharao mit seiner Heeresmacht.
Rechts und links Berge. Eine völlig aussichtslose Situation.
Vor ihnen das Wasser, hinter ihnen der Feind.
Rechts und links kein Ausweg.
Und Gott schafft jetzt Rettung.
Durch Glauben gingen sie durch das rote Meer, wie durch trockenes Land.
Wir wissen aus dem geschichtlichen Bericht, dass Mose mit dem Stab über das Wasser gezeigt hat
und das Wasser sich getrennt hat, aufgetürmt hat.
Und sie hineingingen.
Merkwürdigerweise lesen wir hier nichts davon.
Hier lesen wir nur, dass sie durch das rote Meer ging.
Aber dass sie auf der anderen Seite wieder hinaus kam, das lesen wir in diesem Bericht nicht.
Auch in 2. Mose nicht, wo das geschildert wird.
Da steht, dass sie hineingingen und dass sie hindurchzogen.
Aber das Heraussteigen aus dem Wasser, das lesen wir beim roten Meer nicht.
Da müssen wir warten, bis wir an den Jordanen kommen.
Aber das alles wird hier im Hebräerbrief nicht erwähnt.
Der Heilige Geist hat die eine Linie jetzt zu verfolgen,
dass er sagt, was war die Glaubenshandlung der Israeliten gewesen?
Steht und seht die Rettung des Herrn.
Und dann war das Meer gespalten und dann gingen sie hinein.
Auch das war noch nie vorher geschehen.
Dass ein Meer sich auftat und ein trockener Weg auf einmal sichtbar war.
Keiner hatte eine Ahnung davon, wie lange die Wasser halten würden, rechts und links.
Die türmten sich auf.
Anders war es bei dem Jordan, wo sie weit weg fast gar nicht mehr zu sehen waren.
Da blieben die Wasser schon stehen.
Aber hier, sie gingen mitten zwischen den Wassermauern hindurch.
Das war eine Glaubenshandlung.
Gott hatte das gesagt, er würde die Rettung geben.
Und der hatte sie auch geschafft.
Das rote Meer ist ein Bild von dem Tod, durch den wir Befreiung erlangt haben.
Natürlich müssen wir aus dem Wasser wieder herauskommen.
Aber das lesen wir erst im Jordan.
Wo wir wissen, dass wir nicht nur mit Christus gestorben sind,
sondern auch mit ihm auferstanden sind.
Auf der anderen Seite trockenen Fußes wieder herauskommen.
Hier ist die Glaubenshandlung, sie gehen in das Meer.
Sie taten es im Glauben.
Nun, die Ägypter taten das gleiche.
Sie hatten auch diese Wassermauern neben sich.
Aber sie taten es im Eigenwillen und in dem Eifer ihrer Verfolgung,
um die Israeliten noch irgendwie einzufangen.
Sie versuchten das auch.
Aber sie taten es nicht im Glauben.
Und sie wurden verschlungen.
Sobald die Israeliten auf der anderen Seite herausgegangen waren,
schlossen sich die Wasser wieder.
Für die einen war es eine Glaubenstat,
für die anderen war es einfach der Versuch, das Gleiche nachzuahmen irgendwo.
Ohne den Glauben zu haben.
Sie hatten auch keine Verheißung, die Ägypter, wie die Israeliten,
steht und seht die Rettung des Herrn.
Das galt nur seinem auserwählten Volk.
Und sie gingen hinein und zogen durch das Rote Meer wie durch trockenes Land.
Dann machen wir in der Geschichte des Alten Testamentes einen ganz großen Sprung.
Ich habe mich gefragt, warum fehlt die Wüstenwanderung hier eigentlich?
Kein einziges Wort über die 40 Jahre in der Wüste,
was sie dort mit ihrem Gott erlebt haben.
Und es war kein Weg in den Ratschlüssen Gottes durch die Wüste.
Es war ein Weg, den er in seiner Erziehung und in seiner Zucht mit ihnen gehen musste.
Diese 40 Jahre, die hier übergangen werden,
waren eigentlich kein Monument des Glaubens.
Sie hatten sich das als Reaktion, als Antwort Gottes auf ihren Unglauben,
ihren Zweifel zugezogen.
Und erst wieder auf der anderen Seite des Jordan,
als sie ihre Fuß in das verheißene Land gesetzt haben
und sofort ein mächtiges Bollwerk vor ihnen stand,
kommt eine Glaubenshandlung wieder vor uns.
Ist vielleicht auch eine Erfahrung im praktischen Leben,
wenn man sich bemühen möchte,
sich mit den Segnungen des verheißenen Landes zu beschäftigen,
mit den Segnungen, die Gott uns hier in neutestamentlicher Zeit anbietet und schenkt,
dass dann sofort ein Hindernis sich auftürmt.
Mächtige Hindernisse.
Ein Bollwerk, was eigentlich gar nicht zu überwinden ist.
Und doch, haben wir hier gelesen,
durch Glauben fielen die Mauern Jerichos.
Wir müssen nun auch da sehen,
wie der Bericht des Alten Testamentes das schildert.
Die Mauern haben ja nicht geglaubt,
wie man das hier aus dem Text, aus der reinen Grammatik lesen könnte,
sondern die Israeliten haben geglaubt.
Und sie haben jetzt nicht irgendeinen gewaltigen Kampf angesprengt gegen Jericho
und die Kriegsheere Jerichos.
Sie haben auf das Geheiß Gottes sieben Tage lang die Mauern umzogen.
Wenn ich das richtig weiß aus dem Bericht des Alten Testamentes,
sechs Tage lang einmal und am siebten Tag siebenmal.
Und dann sollten sie ein großes Geschrei ausstoßen und in die Posaunen stoßen.
Und das war das Geschrei des Glaubens.
Das war die Handlung des Glaubens.
Und dann brachen die Mauern zusammen.
Das Bollwerk Satans durch Glauben eingestürzt.
Die weiteren Eroberungszüge werden hier nicht geschildert,
weil wir hier in der Linie des Glaubens sind.
Deshalb bleiben wir auch jetzt dabei.
Es hat auch Niederlagen gegeben bei der Eroberung des Landes.
Aber hier geht es in diesem Kapitel darum, was der Glaube vermag.
Und der Glaube vermag, wenn er sich auf Gottes Wort stützt und einfach gehorcht.
Selbst wenn die Bewohner von Jericho vielleicht gelacht haben mögen
über diese Schar von Menschen,
die da einfach einmal am Tag um die Mauern Jerichos ziehen,
ohne irgendwas anderes zu machen.
Das klingt nicht gerade so wie jemand, der eine Stadt erobern möchte.
Aber sie haben Gottes Wort gehorcht.
Seht ihr, das ist immer wieder die Botschaft,
die in diesen Versen, in diesem Kapitel durchklingt.
Gott sagt etwas und wer sich darauf stützt,
der erringt Erfolge mit ihm im Glauben.
Wir könnten sagen, wir haben in Vers 30 ein Blick auf Jericho von außen
und in Vers 31 haben wir einen Blick auf Jericho von innen.
Es gab natürlich Bewohner Jerichos.
Die haben das mitbekommen.
Und jetzt blendet der Heilige Geist einen kurzen Augenblick zurück
auf die Zeit, wo die Kundschaft da im Land gewesen sind
und diese Stadt auch ausgekundschaftet haben
und spricht über Rahab die Hure.
Eine Frau mit einem höchst unmoralischen Lebenswandel.
Es kommt jetzt, wenn ich das richtig sehe,
in dieser Linie, in diesem Kapitel auch etwas erstmalig vor.
Das Glauben jemandem zugesprochen wird,
der nicht zu dem Volk Gottes gehört.
Der eigentlich gar nicht im Bereich des Segens lebt
und seinen Weg führt.
Rahab sagt, wenn sie mit den Kundschaftern spricht,
dass sie von Gott gehört hat und was Gott mit seinem Volk getan hat
und für sein Volk getan hat.
Und wieder ist das, was sie von Gott hört,
für sie der Anlass zu einer Glaubenshandlung.
Sie vertraut darauf, dass dieser Gott,
der für sein irdisches Volk so Mächtiges tut,
dass er auch jemanden in dem Bereich des Segens aufnehmen kann,
der eigentlich nicht dazu gehört.
Das ist, meine ich, wirklich echter Glaube.
Glaube, der kein Beispiel hat.
Das hat uns schon manches Mal in diesem Kapitel erstaunt,
dass Menschen hier Glauben beweisen,
obwohl sie nie vorher eine ähnliche Situation
geschildert bekommen oder miterlebt haben.
Und so ist diese Frau mit diesem unmoralischen Lebenswandel
die erste aus den Nationen,
die hier in dieser Liste der Glaubenden
der Glaubensheldinnen und Helden steht
und in Ewigkeit stehen wird.
Und diese Frau wird ja noch mehrmals im Wort Gottes erwähnt.
Sie steht sogar im Geschlechtsregister des Herrn Jesus.
Das ist einmalig, was Glaube vermag,
was Glaubenshandlungen für Auswirkungen haben können.
Rahab, diese unmoralische Frau, diese Hure,
sie glaubte, sie glaubte, dass der Gott,
der so Mächtiges an seinem Volk tut,
auch Segen für solche hat, die ihm vertrauen,
auch wenn sie nicht zu dem Volk gehören.
Und sie kommt in den Genuss des Segens.
Sie kommt nicht mit den Ungläubigen um.
Die Ungehorsamen, sagt die Anmerkung,
ist eigentlich ein sehr erschlagender Ausdruck.
Ein Ungläubiger ist ein Ungehorsamer.
Beide Begriffe können so übersetzt werden.
Oder dieses Wort kann mit diesen beiden Begriffen übersetzt werden.
Wer dem Wort Gottes nicht glaubt, dass er Buße tun muss,
um seine Sünden loszuwerden,
um abgewaschen zu werden in dem Blut des Herrn Jesus,
wer ein Ungläubiger ist, der ist auch ein Ungehorsamer.
Der gehorcht Gott nicht, der gebietet allen Menschen,
allen Teilen, dass sie Buße tun sollen.
Der stellt das nicht in mein Belieben.
Ich kann mir das tun oder ich kann es nicht tun.
Er gebietet, dass das Buße getan werden muss.
Und so können wir zu einem Gläubigen werden.
Rahab, im Bilde, hat das getan.
Sie hat sich mit diesem Volk eins gemacht
und diesem Gott dieses Volkes vertraut.
Und so kommt sie nicht mit den Ungläubigen um.
Da sie die Kunst schafft,
weil sie den Botschafter in Frieden aufgenommen hatte.
Der heilige Geist übergeht,
nicht weil er es nicht wüsste,
aber er will es hier in dieser Linie nicht erwähnen,
weil in diesem Kapitel nur die positiven Glaubenshandlungen erwähnt werden.
Er beschreibt und erwähnt jetzt nicht,
was sie dabei getan hat, dass sie auch gelogen hatte.
Was sicherlich an ihrer Stelle nicht richtig war.
Aber der Glaube, den sie bewiesen hat,
von der sie nicht sicher sein konnte,
kein Beispiel hatte aus ihren Zeitgenossen heraus,
dass das wirklich funktioniert, was sie tut.
Aber sie macht sich eins damit.
Dann hängt sie im Vertrauen darauf,
die Karmesinschnur aus dem Fenster und kommt nicht
und ihr ganzes Haus übrigens auch nicht mit den Ungläubigen um.
Jetzt wird es noch geraffter.
Wir haben gestern schon gesagt, dass die Zeitabstände
und die Sätze werden immer kürzer.
Die Schilderungen werden immer gedrängter des Schreibers hier.
Und jetzt sagt er, was soll ich noch sagen?
Die Zeit würde mir fehlen.
Wir haben auch empfunden, meine ich in diesen Abenden,
wir könnten viel mehr Zeit mit diesen Glaubenshelden verbringen.
Aber die Zeit fehlt uns auch.
Sie fehlt uns heute buchstäblich auch.
Aber der Schreiber sagt ja auch, die Zeit würde mir fehlen,
wenn ich das jetzt alles ausführlich erschildern
würde.
Ich habe mir manchmal bei dieser Formulierung die Frage gestellt,
könnte ich denn eigentlich meinen Kindern beispielsweise all das
erzählen aus dem Alten Testament?
Ich bin mir sicher, der Verfasser hier, der könnte es.
Der sagt jetzt einfach nur, aus Zeitgründen kann ich das nicht
machen, aber ich hätte viel zu erzählen.
Hätten wir auch unseren Kindern all das aus dem Alten Testament zu
erzählen?
Es gibt natürlich Heldengeschichten, die wir auswendig kennen,
aber ich bin mir sicher, der Schreiber hier hätte alles
erzählen können.
Der hatte die Schriften des Alten Testamentes alle gut gekannt und
hätte, wenn der Heilige Geist ihm den Lauf gelassen hätte,
geschrieben.
Und das ist auch für mich ein Indiz, diese Bemerkung,
dass er wirklich unter der Leitung des Geistes gestanden hat.
Es ist ähnlich, wie Judas in seinem Brief schreibt,
er wollte viel lieber was anderes schreiben.
Ganz am Anfang.
Sagte Judas in seinem Brief in Vers 3,
während ich allen Fleiß anwandte, euch über unser gemeinsames Heil
zu schreiben, war ich genötigt, euch zu schreiben und zu ermahnen,
für den einmal den Heiligen Glauben, den heiligen überlieferten
Glauben zu kämpfen.
Er hatte an dem Herzen etwas ganz Erbauliches und Schönes und
Liebliches zu schreiben, aber nein, er durfte nicht.
Der Heilige Geist hat gesagt, du schreibst darüber,
dass sie kämpfen müssen.
Und hier der Schreiber hätte vieles zu erzählen gehabt aus dem
Alten Testament, aber nein, die Zeit würde mir fehlen.
Und ich glaube auch ein bisschen, vielleicht schimmert auch
hindurch, er freut sich schon, auf den zu kommen,
der der Anfänger und Vollender des Glaubens ist.
Er hat jetzt so ausführlich über viele, viele Einzelheiten
gesprochen.
Jetzt fasst er das alles zusammen in der Kürze der Zeit,
um dann auf den Heiligen Geist zu kommen.
Jetzt fasst er das alles zusammen in der Kürze der Zeit,
um dann auf den zu kommen, der das wahre Vogel für uns ist.
Wenn ich erzählen wollte von Gideon, Barak, Simson, Jephthah,
David und Samuel und den Propheten.
Jetzt kommen hier eine Reihe von Glaubenshelden innerhalb des
verheißenen Landes aus der Geschichte innerhalb des Landes
vor uns.
Zum Teil Richter, zum Teil Politiker, zum Teil
Politikerinnen und Politiker.
Zum Teil Richter, zum Teil Könige oder ein König zumindest und die
Propheten.
Es sind immer so Zweierpaare eigentlich, die zusammengestellt
sind und es fällt auf, dass bei den Zweierpaaren eigentlich
nicht chronologisch vorgegangen wird, sondern der zeitlich
spätere immer zuerst genannt wird.
Gideon war nach Barak in der Geschichte des Buches der Richter
und Simson war nach Jephthah.
Gideon war nach Barak in der Geschichte des Buches der Richter
und Simson war nach Jephthah.
David war nach Samuel.
Vielleicht ein Gedanke, dass der sittliche oder
glaubensmäßig höher stehende zuerst erwähnt wird.
Dass in dem Ersterwähnten eine deutlichere oder klarere
Glaubensenergie zum Ausdruck kommt in seinem Leben.
Barak, Gideon.
Wir könnten jetzt über diese
Glaubensenergie sprechen.
Gideon war nach Barak.
Gideon war nach Barak.
Ich möchte, dass die Menschen, Männer, die jetzt hier aufgezählt
wird, auch lang darüber nachdenken.
Sie haben alle auch ihre Schwächen an und für sich gehabt.
Und ich meine, wenn ich das richtig sehe, gibt es im Buch der
Richter nicht einen einzigen Richter, der nicht irgendeinen
Makel an sich hat.
Aber es geht nicht um den Makel.
Es geht darum, dass sie trotz ihrer Schwächen, die sie auch
hatten, Glaubensenergie bewiesen haben.
Gideon, der zuerst erwähnt wird, ist auch einer der bekanntesten
Richter, war ein sehr furchtsamer eigentlich.
Ein sehr furchtsamer und auch sehr zurückhaltend.
Der meinte, er hätte nun das kleinste Erbteil hier und warum
sollte er von Gott gerade gebraucht werden, um große
Königreiche zu besiegen, um sie von der
Herrschaft der umgebenden Nationen
freizumachen. Warum gerade er?
Aber er war
ein tapferer Held in den Augen Gottes.
Obwohl er da im verborgenen
Land an einem Ort, wo man sich eigentlich mit der Weinlese
beschäftigt, Weizen ausgeschlagen hatte.
Aber er hatte sich mit dem beschäftigt, was von dem
Herrn Jesus spricht und das war in den Augen Gottes der Punkt,
wo er anknüpfen konnte mit diesem jungen Mann.
Der so bescheiden war, dass er sagte, doch nicht ich.
Simson,
ich will jetzt nicht auf jeden Einzelnen eingehen.
Wir können die Geschichten im Alten Testament nachlesen, aber
das ist jetzt nicht die Zeit.
Bei Simson fällt auf, dass er,
ich möchte einmal sagen,
einen guten Anfang hatte in seinem öffentlichen Auftreten
und dass er ein siegreiches Ende hatte,
dass aber eine große Spanne
seines Lebens eigentlich durch Niedergang
gekennzeichnet war.
Aber Simson,
ich kann mich erinnern, im Haus meiner Eltern haben wir
christliche Spiele, Kartenspiele
gespielt, Ratespiele.
Und da war immer eine Frage gewesen,
welcher Mann hat in seinem Tod den größten Sieg errungen.
So ähnlich war die Frage formuliert.
Ich glaube, es hieß sogar im Alten Testament, sonst hätten wir
natürlich zuerst auf den Herrn Jesus kommen müssen,
der in seinem Tod den größten Sieg errungen hat.
Aber Simson war es, der gerade
durch die Handlung,
in der er gestorben ist,
einen großen Sieg über seine Feinde errungen hat,
indem er diese Säulen da umgerissen hat
und der ganze Bau in sich zusammenbrach.
Auch über ihm.
Aber er hat in seinem Sterben den größten Sieg errungen.
Größere als jedenfalls in seiner Lebzeit.
Aber ein Großteil seines Lebens war durch Schwachheit gekennzeichnet.
Aber es steht hier in der Liste der Glaubenshelden
und wir sehen, dass Gott jede Kleinigkeit an Glaubensenergie
schätzt und sie auch in seinem Wort aufschreiben lässt.
Auch Barak war eigentlich ein Richter,
der immer einen anderen brauchte, der voranging.
Sogar eine Frau, die ihn antrieb und voranging,
damit er in Gang kam.
Seine Glaubensenergie auslebte.
Trotz all dieser Schwächen steht er in dieser Liste.
Dann kennen wir natürlich David.
David, der Mann nach dem Herzen Gottes.
So wird er mindestens einmal im Wort Gottes genannt.
Ich habe David gefunden, ein Mann nach meinem Herzen.
Da kann man lange darüber nachdenken,
warum sagt Gott das von diesem Mann,
der so tief gefallen war auch in seinem Leben.
Ich glaube, Gott sagt das deshalb,
weil David sehr schnell, wenn er Fehler erkannt hat,
sie auch bereut und bekannt hat.
Und um Wiederherstellung gebeten hat.
Und David ist natürlich das Vorausbild
auf einen viel größeren.
Samuel,
ein treuer Beter.
Sollte ich aufhören,
fern sei es von mir, sagt er einmal zu seinem Volk,
dass ich aufhören sollte, für euch zu beten.
Seht ihr auch, Gebete können Glaubenstaten sein.
Und zu Glaubenssiegen führen.
Samuel war ein ganz treuer Mann.
Er wird noch an anderen Stellen im Alten Testament
als ein Vorbild für Gebete, für Füllbitte erwähnt.
Nachdem diese Männer alle erwähnt werden mit Namen,
werden ihre Tätigkeiten oder ihre Glaubenssiege erwähnt.
Sie bezwangen Königreiche.
Sie wirkten Gerechtigkeit.
Oder sie lebten praktische Gerechtigkeit aus.
In ihrem Umfeld.
Sie erlangten persönliche Verheißungen.
Das ist jetzt kein Widerspruch zu dem,
was wir gestern schon einige Male oder vorgestern gelesen haben,
dass sie die Verheißung nicht erlangt haben.
Und auch nachher in Vers 39 noch einmal lesen.
Das sind diese großen prophetischen Linien,
die noch nicht in Erfüllung gegangen sind.
Aber persönliche Verheißungen in ihrem Leben
haben sie mit ihrem Gott erleben dürfen.
Wenn nicht mit Namen steht, der Daniel,
der da in der Löwengrube war, das wissen die Kinder auch schon.
Dann kommt dann der heidnische König am nächsten Morgen.
Voller Brauer eigentlich,
weil er fürchtet, den zerfetzten Daniel in der Grube zu finden.
Und Daniel lebt,
weil die Löwen Rachen verschlossen waren.
Hier wird aus dem Glauben Daniels zugeschrieben.
Er hat gesagt, dass die Löwen
des Feuers Kraft auslöschten.
Und diese Begebenheit habe ich nicht gefunden im Alten Testament.
Aber ich kann mir denken,
was der Schreiber hier damit meint,
dass Feuergläubigen
nichts anhaben konnte.
Dafür haben wir Beispiele im Alten Testament.
Wo sogar Menschen,
drei treue Gläubige ins Feuer geworfen wurden
und nicht einmal der Geruch des Feuers ist an ihnen.
Warum?
Weil da ein Vierter noch mit im Feuer war.
Das müssen die Knechte von dem König dann sagen.
Wir sahen einen Vierten mit ihnen dort umhergehen.
Der ist in den Übungen dabei.
Der Schwerte Schärfe entgingen, aus der Schwachheit Kraft gewannen.
Im Kampf stark wurden der Fremden Heere zurückgetrieben.
Alles Glaubenshandlungen,
die jetzt nicht einer bestimmten Person,
eines bestimmten Glaubensmannes oder einer Frau zuzuordnen sind.
Aber dann kommt ein Halbsatz,
wo wir wieder ein Beispiel,
ein praktisches oder sogar zwei praktische Beispiele haben im Alten Testament.
Frauen erhielten ihre Toten wieder durch Auferstehung.
Da denken wir an die Zeit von dem Propheten Elia
und von dem Propheten Elisa.
Wo beide in dieser Hinsicht ein Wunder Gottes gewirkt hatten.
Und der jeweiligen Mutter den gestorbenen Sohn wiedergegeben haben.
Und dann kommt
eigentlich ein kleiner Bruch in der Schilderung.
Der Satz geht jetzt weiter mit andere Aber.
Wir haben bisher gesehen,
dass der Glaube ausharrt,
dass der Glaube vertraut,
dass der Glaube Energie aufwendet.
Und jetzt kommen Beispiele vor uns,
wo der Glaube scheinbar verliert.
Aber sie doch im Glauben sterben.
Wo es nicht ein gutes Ausgehen gibt
in der jeweiligen Aktion.
Da gibt es kein der Fremden Heere zurücktreiben.
Jetzt kommen Dinge vor uns,
wo der Glaube
oder die Menschen, die jetzt beschrieben werden,
scheinbar verloren haben.
Und doch sagt der Heilige Geist hier,
sie haben im Glauben ausgeharrt.
Andere wurden gefoltert.
Beredert heißt das.
Auf ein Rad gespannt und geschlagen.
Bis der Körper praktisch auseinandergerissen wurde.
Da sie die Befreiung nicht annahmen.
Sie haben sogar angeboten,
wenn sie ihrem Glauben abspüren würden,
dass sie freikommen würden.
Aber sie haben diese Befreiung, die man ihnen angeboten hat,
im Glauben ausgeschlagen.
Sie haben auf Gott vertraut.
Damit sie eine bessere Auferstehung erlangten.
Was ist denn die bessere Auferstehung?
Wir hatten eben von den Frauen gelesen,
die ihre Toten durch Auferstehung wiedererhielten.
Das ist die bessere Auferstehung für das Leben
hier auf dieser Erde gewesen.
Was sie erlangt haben, diese Söhne der Frauen.
Aber die da gefoltert wurden.
Die in den Tod gegangen sind.
Sie haben die Befreiung, die man ihnen anbot,
nicht angenommen.
In dem festen Vertrauen auf eine bessere Auferstehung.
Auf eine Auferstehung zum ewigen Leben.
Das ist die bessere Auferstehung.
Und auch die mussten wieder sterben.
Sie waren für diese Erde auferweckt worden.
Auch um bestimmte hohe Wahrheiten deutlich zu machen.
Dass er, derjenige ist, der Leben aus dem Tode geben kann.
Aber Geschwister, es gibt eine bessere Auferstehung.
Und alle die, die jetzt schon in den Gräbern liegen,
die dürfen darauf warten.
Ob es die alttestamentlich oder die neutestamentlich werden.
Es gibt eine Auferstehung zum ewigen Leben.
Und sollte einer von uns noch durch den leiblichen Tod zu gehen haben,
dann warten wir auch auf diese bessere Auferstehung.
Andere aber wurden durch Verhöhnung und Geißelung versucht.
Geißelung bedeutet, dass man den Rücken blutig peitscht.
Mit Peitschen, wo auch Spitzen dran befestigt sind,
die den Rücken, die Haut aufreißen sollen.
Es kommt jetzt eine Zeitepoche vor uns,
die meines Erachtens nach der Zeit sich abspielt,
die bis hin zum Propheten Malachi geht.
Die Zeit des alten Testamentes.
Zwischen altem und neuem Testament liegt eine Zeitspanne von ungefähr
400 Jahren.
Mich hat mal sehr berührt, dass Brüder sie die 400 schweigenden
Jahre nennen.
400 schweigende Jahre deshalb,
weil Gott in dieser Zeit nicht mehr mit seinem irdischen Volk
gesprochen hat.
Und erst wieder angefangen hat zu sprechen in der Person seines
Sohnes,
im Matthäus-Evangelium,
als er auf diese Erde kam.
Er hat am Ende dieser Tage zu uns geredet,
im Sohn, sagt der Erschreiber dieses Briefes hier.
Aber in der Zeit zwischen dem Propheten Malachi
und dem Matthäus-Evangelium,
dem Kommen des Herrn Jesus auf diese Erde,
liegen 400 Jahre, in denen
das irdische Volk Gottes durch ganz schreckliche Nöte gegangen ist.
Durch irdische Regenten.
Ob es das griechische Reich war oder das römische Reich war,
aber dort, gerade in Jerusalem,
sind ganz blutrünstige Dinge geschehen.
Die werden hier in Einzelheiten geschildert.
Durch Geißelung,
dazu durch Fesseln und Gefängnis.
Sie wurden gesteinigt, zersägt,
versucht,
starben durch den Tod des Schwertes,
gingen umher in Schaffelsen und in Ziegenfällen.
Ich habe mal gelesen, dass das so beschrieben wird hier,
dass sie sich verkleidet haben in Tierfälle,
damit sie nicht als Gläubige
aus diesem Volk erkannt wurden.
Um ihren
Peinigern zu entgehen.
Was für eine schreckliche Zeit für dieses Volk war das.
Sie hatten Mangel, Drangsal,
Ungemach.
Dann kommt eine Bemerkung.
Sie, deren die Welt nicht wert war.
Der Heilige Geist sagt jetzt hier,
diese treuen Menschen,
die diese Not,
diese unvorstellbare Not und Leid
erlebt haben,
die Welt, diese Erde,
ist es nicht wert, dass sie auf ihr leben.
Ich nehme sie zu mir.
Die Welt ist ihrer nicht wert.
Er nahm sie aus dieser
Drangsal weg zu sich.
Sie irrten umher in Wüsten und Gebirgen
und Höhlen und den Klüften der Erde.
Das ging auch dem David
eine Zeit lang so, als er
vor Saul auf der Flucht gewesen ist.
Aber wir sind hier, meine ich,
in der Zeitspanne,
kurz vor dem Kommen des Herrn Jesus.
Und diese alle,
jetzt passt ja alles zusammen,
was er bisher in diesem Kapitel geschildert hatte.
Diese alle,
die durch den Glauben Zeugnis erlangten,
die Zustimmung Gottes
also besaßen, durch ihre Glaubensaktivitäten,
in welcher Richtung
oder in welcher Weise sich das immer
erwiesen hat, ob sie
vertraut und ausgeharrt haben,
ob sie aktiv Energie
bewiesen haben, ob sie
gelitten haben für ihren
Glauben, diese alle
haben die Verheißung
nicht empfangen.
Das, was Gott, was wir in den vergangenen
Abenden gesehen hatten, dass er
ihnen einen Bereich des Segens
vorbereitet hat, eine Stadt bereitet hat,
deren Schöpfer und Baumeister er
selbst ist, einen
geordneten Segensbereich für sie
vorbereitet hat. Darauf müssen sie noch warten.
Sie haben die Verheißung nicht empfangen.
Warum nicht?
Jetzt kommst du und ich ins Spiel.
Das macht das Kapitel so gewaltig.
Ich glaube, wir haben
erkannt, dass wir hinter der
Glaubensaktivität dieser Männer und
Frauen zurückstehen, in unserem
persönlichen Glaubensleben.
Und doch
sagt der Schreiber jetzt,
diese da, die müssen warten
auf euch.
Für euch nämlich.
Er sagt hier für uns und er schließt
die Glaubenden der Gnadenzeit damit ein.
Ob sie aus den Juden kommen, wie die
Empfänger dieses Briefes oder wir,
die aus den Nationen kommen, für uns
hat Gott
etwas Besseres vorgesehen.
Keine
irdischen Verheißungen, sondern himmlische.
Ewige, bleibende
Segnungen.
Und sie
sollten nicht ohne uns
vollkommen gemacht werden. Dieser Satz ist von
einer gewaltigen Tiefe.
Wir haben vor kurzem bei uns in Salzgitter
im ersten Buch Mose über diese
Patriarchen gedacht,
die am Ende
ihres Lebens
auf Biegen und Brechen
im Land der Verheißung begraben
sein wollten.
Das war das Land, das Gott den Vätern
verheißen hatte. Dort wollten sie ruhen.
Und dort ruhen sie.
4.000 Jahre.
3.000 Jahre.
Und dann gehen wir die Geschichte bis
hier, wo die Zeit immer gedrängt wird, immer
näher an das Kommen des Herrn. 2.000 Jahre.
Da ruhen die Gläubigen
und warten
auf uns.
Weil Gott für uns etwas
Besseres vorgesehen hat.
Geschwister,
wir leben in einer unfassbar
bevorrechtigten Zeit.
Rechnung Gottes.
Sein Handeln mit den Menschen ist ja
in verschiedene Haushaltungen,
so sagen wir oft,
unterteilt. Und die christliche
Haushaltung, in der du und ich leben
dürfen, ist diejenige mit den
höchsten Segnungen, die Menschen überhaupt
bekommen können. Und das ist reine
Gnade, dass wir nicht in
der Zeit der Makabeer beispielsweise
leben oder in der Zeit
Noas oder Henochs oder
Abrahams.
Gott hat mich berufen, in dieser Zeit zu
leben. Das ist
unverdient. Das ist reine Gnade.
Und
jetzt muss ein Daniel warten auf mich
und auf dich.
Er wird nicht ohne uns
vollkommen gemacht werden. Und all die Helden, die
vor uns waren.
Für uns etwas Besseres vorgesehen
hat.
Wir sind unendlich reich beschenkt.
Und wenn wir daran denken,
wie sich unser Glaube erweist,
dann beschämt uns das. Denn jetzt
kommt noch etwas in den ersten Versen vom nächsten
Kapitel vor uns. Was wir
haben und was diese,
die uns jetzt im Kapitel
11 beschäftigt haben, nicht hatten.
Und ich meine sehr,
das muss uns tief zum
Nachdenken bringen.
Sie hatten
den Anfänger und Vollender des Glaubens
nicht vor sich.
Wir haben ihn.
Deshalb nun, schreibt er,
da wir
eine so große Wolke
von Zeugen um uns haben.
Wie groß war diese Wolke?
Das hat uns,
ich glaube, wir sind alle der Meinung, wir hätten noch
mehrere Abende darüber uns vertiefen können.
Was das für Glaubensaktivitäten
waren. Und wir hätten gerne
noch einbringlicher
und nachdrücklicher über die Aktivitäten
ihres Glaubens nachgedacht.
Aber es ist eine so große Wolke, sagt er.
Ihr habt sie alle gesehen.
Einer nach dem anderen
ist auf die Bahn getreten, ist seinen Lauf gegangen
und hat die Verheißung nicht erlangt.
Gott hat ihn weggenommen oder er ist gestorben.
Sie sind
in dieser Energie ihres Glaubens
und in dem Vertrauen ihres Glaubens
gestorben, aber sie haben
die Verheißung nicht erlangt.
Jetzt habt ihr
diese alle gesehen.
Und jetzt, sagt er,
lasst auch uns,
indem wir jede Bürde
und die leicht umstrickende
Sünde ablegen.
Er möchte dahin kommen,
dass wir jetzt auch laufen sollen.
Die anderen sind alle gelaufen, die Alten aus dem Alten Testament,
wir sollen auch laufen.
Er schiebt noch etwas ein,
bevor er zum Laufen kommt.
Wir müssen etwas ablegen.
Das weiß jeder, der läuft,
dass man sich nicht mit Hindernissen belädt,
wenn man einen Lauf machen will.
Und er spricht zwei Dinge an.
Wir müssen jede Bürde ablegen
und wir müssen auch
die leicht umstrickende Sünde ablegen.
Das sind zwei unterschiedliche Bereiche,
die jetzt angesprochen werden.
Bürden können
beispielsweise
schwer auf uns lastende Fragen sein.
Nöte, die wir haben,
die uns niederdrücken können.
Jeder von euch, bin ich mir sicher, kennt das
in seinem Leben, dass es Not gibt.
Wie geht es im Beruf weiter?
Das kann eine Bürde sein, dass ich mir
täglich neu die Frage stellen muss.
Will Gott mir
einen Ehepartner schenken? Ja oder nein?
Ist das der Richtige, den ich im Herzen habe?
Das kann eine Not werden,
eine Frage werden, die uns
wie eine Last ist.
Das können wir abwerfen,
indem wir das auf ihn werfen.
Petrus schreibt das in seinem Brief.
Indem er alle eure Sorge, alles das, was euch bewegt,
was euch unruhig macht, legt das auf ihn.
Und dann lasst es da auch liegen.
Dann habt ihr diese Last nicht mehr auf euren Schultern zu tragen.
Vielleicht kann eine Bürde auch
ein Hobby sein,
das mir Zeit braucht.
Muss nicht etwas sein, was mich irgendwie niederdrückt
und tief unruhig macht, aber eine Sache,
die mich ablenkt.
Und jemand, der einen Wettlauf
läuft, der duldet auch
in seinem Leben nichts, was ihn ablenken könnte.
Von dem Lauf.
Was die Konzentration
wegnimmt, weil es
auf andere Dinge gerichtet ist.
Haben wir irgendwelche
Beschäftigungen, die uns von der
Person des Herrn Jesus abziehen,
das ist auch eine Bürde.
Ist vielleicht an sich keine
böse Sache.
Da kommen wir in den nächsten Punkt erst zu,
dass wir auch Sünden ablegen müssen.
Aber an sich gute Sachen können
auch Bürden für uns, für unsere geistliche
Entwicklung sein, dass wir gar nicht richtig weiterkommen,
weil wir eben an dem einen
oder anderen Punkt noch unsere Vorlieben haben.
Und dem Herrn unser Herz nicht
ganz geben.
Diese Bürden müssen wir ablegen.
Und die leicht umstrickende
Sünde,
ich glaube,
das weiß auch jeder von uns,
dass so etwas auch schnell
zu Sünde werden kann.
Wie können wir aber Sünde ablegen?
Wir müssen aus diesem Netz,
das der Feind uns legen möchte,
befreien können. Wie kommen wir frei von Sünde,
die in unserem Leben gekommen ist? Nun, wir haben heute
Nachmittag etwas von Reinigung
durch das Wort gehört, aber wir müssen,
wenn Sünde in meinem Leben gewesen ist,
wir müssen auch ein Bekenntnis ablegen.
Und dem Herrn bekennen und lassen.
Da werden wir frei davon.
Und dann haben wir nichts
Hindernendes mehr in unserem Leben,
um mit Ausharren
zu laufen,
den vor uns liegenden Wettlauf.
Er hatte schon
am Ende, wir haben das am ersten Abend,
meine ich, gesehen, gesagt, dass die Ausharren
haben müssten, in Vers 36
von Kapitel 10. Und jetzt sagt er
wieder, wir müssen mit Ausharren laufen,
den vor uns
liegenden Wettlauf.
Ist oft im Neuen Testament von einem Lauf
die Rede, aber ist nicht immer das
Gleiche damit gemeint.
Oder der gleiche Hintergrund zu diesem
Lauf gemeint. Paulus hatte auch
einen Wettlauf zu laufen,
wo er das Ziel Christus anstrebte,
um ihn zu gewinnen.
Das war sein Lauf, Christus das Ziel.
Hier ist aber der Herr Jesus,
der kommt jetzt vor,
mit dem einfachen Namen
Mensch seins, Jesus,
unser Beispiel.
Wir haben die ganzen
Helden des Alten Testamentes gesehen.
Männer und Frauen, die zu ihrer Zeit
ihren Lauf gelaufen sind,
zur Ehre Gottes,
er schenkt ihnen dieses Dokument,
in seinem
Wort auf ewig festgehalten
zu sein.
Durch ihre
Glaubenshandlung festgehalten zu sein.
Und
jetzt tritt einer vor uns,
der hat auch angefangen im Glauben.
Er ist
seinen Lauf gegangen,
er ist auch gestorben, Geschwister.
Mein Heiland ist auch
durch den Tod gegangen,
aber er ist auferstanden.
Er ist aus den Toten hervorgekommen
und hat seinen Lauf
vollendet, indem er als Mensch zurückgekehrt
ist zu dem Vater.
Das ist der, der den ersten Schritt
in den Glauben getan hat und
er hat den Glaubenslauf vollendet.
Auf den sollen wir schauen.
Und das hatten die Gläubigen des
Alten Testamentes nicht.
Wir können auf ihn schauen,
den Anfänger und Vollender des Glaubens.
Tun wir das?
Ihn als Beispiel
für den Glaubenslauf zu nehmen?
Er steht hier einfach
mit dem Namen Jesus.
Nicht der Herr
oder wie wir vorhin gelesen haben,
er sagt, ich bin Lehrer
und Herr oder Meister.
Jesus.
Es gibt einige Stellen,
die sind sehr eindringlich in diesem Brief,
sieben oder acht Stellen glaube ich sogar,
wo er einfach mit diesem Namen vor uns steht.
Seine moralische
Vollkommenheit als Mensch.
Dieser Jesus
ist der Anfänger
und Vollender
des Glaubens.
Wir haben also
etwas für unsere
Augen hier.
Wir müssen auf jemanden hinschauen,
damit unsere Füße
den richtigen Lauf laufen können.
Und auch auf die richtige
Weise laufen können. Augen und Füße
im Glaubensleben
von außerordentlicher Wichtigkeit.
Die richtige Zielrichtung auf eine Person
und die richtige
Zielrichtung für unsere Füße.
Jetzt wird von diesem Herrn Jesus,
von Jesus noch etwas mehr gesagt.
Er hat
die Schande nicht
achtend für
die vor ihm liegende Freude
das Kreuz erduldet.
Die Schande nicht geachtet.
Wie hat man den
Herrn Jesus verunglimpft?
Wir haben vorhin auch von solchen
gelesen, die durch Verhöhnung
und Geiselung versucht wurden. Durch Verhöhnung.
Wisst ihr,
so eine spitze Zunge, die kann unendlich
wehtun.
Wenn man so
so verächtlich
abqualifiziert wird. Und wie hat
man das bei dem Herrn Jesus getan?
Wie hat man ihn mit Schande
überschüttet?
Und all seine moralischen
und sittlichen
Eigenschaften in Zweifel gezogen.
Als er am Kreuz
hing, dass er wirklich Gottes Sohn sei.
Wenn du das bist, dann steig doch herab vom Kreuz.
Mit Schmach
und Speichel hat man ihn überzogen.
Und er hat
das nicht geachtet.
Weil er etwas anderes vor sich hatte.
Die vor ihm liegende
Freude. Wir haben heute Nachmittag ein wenig darüber
nachgedacht, was es für den Herrn Jesus bedeutet
hat, als Mensch zurückzukehren
vom Vater.
Das hat ihm
ausgerichtet.
Er hat als Mensch
unendlich tief empfunden,
was das bedeutet, so verachtet
ungeschmäht zu werden.
Aber er hat daneben gestellt,
die Freude wieder
als Mensch zurückzukehren.
Ungetrübte Gemeinschaft mit seinem
Gott und Vater im Haus des Vaters
wiederhaben zu können.
Als Sohn hat er den Schoß
des Vaters nie verlassen.
Als Mensch kehrt er aber jetzt wieder zurück.
Für die vor ihm liegende Freude.
Und er ist nicht nur so
zurückgekehrt, er hat das Kreuz
erduldet.
Auch diesen Platz, wo Gott
gesagt hat, verflucht ist jeder,
der am Holz hängt.
Diesen Platz hat er auf sich genommen.
Und hat in diesen drei Stunden
das Gericht getragen.
Und all das hat ihn
nicht davon abhalten können.
Er hat die vor ihm, vor sich
liegende Freude größer
eingeschätzt. Und dann hat er
sich gesetzt, und das scheint mir jetzt,
als Mensch ist er zurückgekehrt
zu dem Vater, aber er hat sich jetzt gesetzt
in eigener Machtvollkommenheit,
scheint das hier so zu sein,
zur Rechten des Thrones Gottes.
Das ist der Platz, der ihm gebührt.
So singen wir das in einem Lied.
Das ist in der Tat so, Geschwister.
Da ist unser Herz auch irgendwie warm dabei.
Wenn wir das sehen, der Mann, der
durch die tiefsten Tiefen hier gegangen ist.
Der sitzt jetzt
auf den höchsten Höhen.
Und er hat sich selbst gesetzt.
Aufgrund der Vollkommenheit seines
Weges hier auf dieser Erde.
Denn betrachtet den zum zweiten Mal
wird etwas für unsere Augen
jetzt gesagt. Wir sollen auf ihn
hinschauen, wir sollen ihn betrachten.
Das ist also nicht so ein flüchtiger Blick,
sondern das ist ein
sorgfältiges Untersuchen. Betrachtet
den, der so großen
Widerspruch von den Sündern gegen
sich erduldet hat.
Und das kann uns Mut machen.
Wenn da einer, der als Jesus hier
vor uns steht, diesen großen
Widerspruch von Sündern gegen sich
erduldet hat, dann macht uns das
Mut, nicht nachzulassen,
nicht aufzugeben, nicht müde zu werden
und
in unseren Seelen zu ermatten.
Wir empfinden alle,
dass das
wenige Worte waren
für ein gewaltiges Kapitel.
Aber wir empfinden
auch, dass der Herr
uns ansprechen wollte.
Mich ganz genauso wie euch.
Unseren
Stand des Glaubens
nicht als eine
Theorie zu erfassen
und festzuhalten,
sondern Glaubensrealitäten zu haben.
Du brauchst
an deinem Platz andere Glaubensrealitäten
oder kannst sie anders zeigen als ich.
Und wir haben gesehen, was für
eine Vielfalt, der hatte ja hier
geschrieben, von einer Wolke von Zeugen
und man könnte fast sagen, es ist jeder
Bereich menschlichen
Daseins, menschlichen Lebens, menschlicher
Fragen hier auf dieser Erde ist abgedeckt
und irgendwo angesprochen.
Für jeden ist ein Beispiel
im Alten Testament vorhanden
und für jeden noch
viel mehr der Anfänger und
Vollender des Glaubens.
Und so möchte der gute Herr uns schenken,
dass wir jetzt nicht nur
interessante
Gegebenheiten gehört haben aus dem Alten Testament,
sondern,
dass ich empfunden habe,
der Herr möchte auch bei mir
Glaubensrealität sehen.
Denken wir daran,
er wird geehrt dadurch.
Wir haben auch einen Genuss davon,
den Genuss der Gemeinschaft mit ihm.
Aber Glaube, war das nicht immer
so, dass im Alten in diesem Kapitel?
In diesem haben die
Alten Zeugnis erlangt.
Er bekennt sich zu ihnen,
er schämt sich nicht.
Liebe Geschwister, praktischer Glaube
in den Lebensumständen
verherrlicht Gott.
Dem wollen wir nacheifern,
solange wir noch auf dieser Erde sind.
Bald kommt der Augenblick,
wo das Bessere kommt.
Dann steht
David auf und Daniel,
alle aus ihren Gräbern
und zusammen mit ihnen werden wir
dem Herrn entgegengerückt werden.
Vielleicht werden wir
verwandelt werden.
Die Hoffnung
des Apostels Paulus war es,
wir die Lebenden, sagt er.
Vielleicht muss noch der eine oder andere
durch den Tod gehen. Wir wissen nicht, welche Wege
der Herr uns führt. Aber das Bessere
ist für uns alle oft bewahrt.
Ewig, ewig
bei dem zu sein,
der der Anfänger und Vollender ist. …
