König Asa und seine erste Geschichte
ID
hw022
Language
DE
Total length
03:32:09
Count
3
Bible references
unknown
Description
3 Vorträge über die spannende Lebensgeschichte des Königs Asa. Es werden folgende Etappen vorgestellt:
1. Abend: König Asa tritt aus dem Schatten seiner Väter
2. Abend: Ein guter Anfang: Befestigen, Rüsten, Verteidigen
3. Abend: Ein guter Fortgang: Prophetischen Appellen folgen
Automatic transcript:
…
Wir lesen heute Abend Gottes Wort zunächst aus dem ersten Buch der Könige aus Kapitel
15
Erste Könige 15, wir lesen des Zusammenhangs wegen von Vers 1
Und im 18. Jahr des Königs Jerobeam des Sohnes Nebats wurde Abiyam König über Judah.
Er regierte drei Jahre in Jerusalem und der Name seiner Mutter war Maaka, die Tochter Absaloms.
Und er wandelte in allen Sünden seines Vaters, die dieser vor ihm getan hatte.
Und sein Herz war nicht ungeteilt mit dem Herrn, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David.
Dennoch gab ihm der Herr, sein Gott, um Davids Willen eine Leuchte in Jerusalem, indem er seinen Sohn nach ihm erweckte und Jerusalem bestehen ließ.
Dann Vers 9
Und im 20. Jahr Jerobeams des Königs von Israel wurde Asa König über Judah.
Und er regierte 41 Jahre in Jerusalem und der Name seiner Mutter war Maaka, die Tochter Absaloms.
Und Asa tat, was recht war in den Augen des Herrn, wie sein Vater David.
Das Herz Asas war ungeteilt mit dem Herrn alle seine Tage.
Und dann lesen wir aus dem 2. Buch der Chroniker
den letzten Vers aus Kapitel 13, 2. Chroniker 13 und dann die ersten 4 Verse von Kapitel 14.
Und Asa, sein Sohn, wurde König an seiner Stadt. In seinen Tagen hatte das Land 10 Jahre Ruhe.
Und Asa tat, was gut und recht war in den Augen des Herrn, seines Gottes.
Und er tat die fremden Altäre und die Höhen weg und zerschlug die Bildsäulen und hieb die Ascheren um.
Und er sprach zu Judah, dass sie den Herrn, den Gott ihrer Väter, suchen und das Gesetz und das Gebot tun sollten.
Und er tat aus allen Städten Judas die Höhen und die Sonnensäulen weg und das Königreich hatte Ruhe unter ihm.
Soweit Gottes Wort heute Abend.
Ihr lieben Geschwister, wir dürfen uns an den bevorstehenden Abenden ein wenig mit dieser ersten Geschichte des Königs Asa beschäftigen
und daran ablesen, wie Gott die Gnade zu einer ersten Reformationszeit in Judah schenkt.
Das ist natürlich ein eigentlich eigentümliches Thema, wenn man über Reformationszeiten redet.
Und dieses Thema hat ja, das wissen wir alle, mindestens zwei Seiten oder können aus zwei unterschiedlichen Perspektiven gesehen werden.
Wenn es nicht Abfall und Verfall gäbe, müsste niemals eine Reformation eintreten.
Wenn nicht etwas aus der Form herausgeraten wäre, in Unordnung geraten wäre,
müsste man es nicht wieder zurückbringen in eine gute alte Form, in gute Ordnungen.
Aber liebe Geschwister, wir sind Menschen und Gott zeigt uns in seinem Wort,
dass das, was er uns an Güte in die Hand gegeben hat, unter unserer Verantwortung leider immer wieder Schaden nimmt.
Geht mal auf die ersten Blätter der Bibel.
Mit welch einer Segensposition hatte Gott Adam und Eva bedacht, als er sie in diesen Garten setzte,
wo es an nichts fehlte, wo sie Kontakt mit Gott haben konnten.
Und dann kamen die Versucher und sie verspielten alles, alles ihr Leben, als sie den Versuchern mehr glaubten als Gott.
Da lässt Gott uns schon Einblicke tun, was unser Menschenherz zu tun vermag.
Und neben dieser finsteren, düsteren Seite, die Reformationen notwendig macht, im wahrsten Sinne des Wortes,
hat natürlich Reformation eine positive Seite.
Da hat es mit Erweckung zu tun, da hat es mit Belebung zu tun.
Und liebe Geschwister, wenn die belebende Gnade Gottes ein Werk tut inmitten seines Volkes,
dann will Gott immer wieder zu Verhältnissen zurückführen, wie er sie einmal aus seiner guten Hand gegeben hat.
Und dann gebraucht er Menschen, wenn er reformieren will.
Und hier sehen wir den allerersten König, übrigens nicht lange nach David,
dass eine Reform notwendig ist, aber dass sich in diesem König Aser auch ein Mann findet,
der sich gebrauchen lässt von Gott, um ein Aufleben, eine Reform durchzuführen.
Wir kennen ja alle Reformbemühungen, selbst in unserem Land.
Es sind bald 500 Jahre her, dass Gott einmal durch Martin Luther in unserem Land auch eine Reformation durchgeführt hat.
Und dann hat er Menschen gebrauchen können, die sich mit dem bestehenden Verfall einfach nicht zufrieden geben wollten.
Ihr Lieben, wann ist das der Fall?
Das ist erstens dann der Fall, wenn unsere Herzen nah bei Gott sind und nah bei seinem Wort sind.
Und wenn wir die Verhältnisse mit den Augen Gottes sehen und mit dem Herzen Gottes sehen,
ihr Lieben, wenn wir eine klare Beurteilung haben und das, was wir sehen, was wir sehr klar sehen und beurteilen können,
dass das durch unser Herz zieht, ihr Lieben.
Nicht in ein Klagegeist verfallen.
So klar diese Reformatoren waren, als Gott einen Mann wie Luther und andere erweckt hat,
liebe lebende Gnade an ihn deutlich gemacht hat.
Ist ihnen das, was nicht in Ordnung war, ihr Lieben, damals, ist ihnen durchs Herz gegangen.
Und dann haben sie sich gebrauchen lassen.
Und diese Männer hatten klare Zielvorstellungen, ihr Lieben, als sie das ganze Malheur sahen,
wohin die Bemühungen führen sollten.
Es geht immer wieder um Gott und sein Wort.
Vielleicht kennen wir diese Leitprinzipien der Reformation.
Damals wurde das in lateinischer Sprache ja formuliert.
Diese fünf großen oder drei großen, allein das, allein das, allein das, sola gratia, allein die Gnade Gottes.
Rechtfertigung aus Gnade, nicht durch Werke, so wie Gott es so wunderbar angeboten hatte.
Solafide, allein durch den Glauben, durch gar nichts anderes,
keine vermittelnde Rolle irgendwelcher kirchlicher Institutionen.
Und dann das große Wort, sola scriptura, allein die Schrift.
Neben das stand ein Mann wie Luther und sah sich vor einem ganzen Wuss von Traditionen,
Ehrtümern, Eigenwilligkeiten gestellt und sagt, wir müssen wieder zurückkehren zum Worte Gottes.
In der Bibel steht, halte fest, bewahre das Bild gesunder Worte.
Das ist das große Thema, liebe Geschwister.
Zu Gott und seinem Wort zurückkehren, es so machen, wie Gott es niedergelegt hat, in seinem verbindlichen Wort.
Und dann haben diese Reformatoren gewissermaßen erstmal einen Summenstrich darunter gezogen.
Allein die Gnade, allein der Glaube, allein das Wort Gottes.
Und dann sahen sie Solus Christus, allein Christus.
Eben das, was sozusagen ins Herz genommen wurde, fand erstmal einen Mittelpunkt oder Schlusspunkt,
wie wir sagen wollen, allein Christus, das war die Person, um die es geht.
Und dann haben sie darunter nochmal einen doppelten Schlussstrich gezogen,
etwas, was schon der alte Bach kannte, soli Deo Gloria, allein Gott die Ehre.
Und solche Männer, wie Martin Luther, Philipp Melanchthon, um diesen Exkurs mal eben abzuschließen,
die sind mal gefragt worden, als die Reformation durchs Land ging, ihr Lieben,
wie habt ihr das eigentlich gemacht? Interessante Frage, ne?
Dass die Diener des Herrn, die ihre Kräfte ihm zur Verfügung gestellt haben, gefragt werden, wie habt ihr das denn gemacht?
Da soll der Luther gesagt haben, tja, Magister Philippus, der Philipp Melanchthon und ich,
wir haben in Wittenberg im Gasthaus gesessen und dann ist das Wort durchs Land gegangen und hat's gemacht.
Eben Luther war bekannt für makige Worte, aber dieser Satz, der hat es mir angetan.
Nicht Menschen, nicht uns, Jofa, nicht uns, gib Ehre, sondern deinem Namen, deinem Wort,
da ist das Wort durchs Land gegangen und hat's gemacht, hat die Herzen bewegt durch die Wirksamkeit des Geistes Gottes.
Und ihr lieben Geschwister, nichts anderes ist heute so dringlich nötig.
Wir leben kurz vor dem Kommen des Herrn Jesus und wenn wir offene Augen haben,
wenn der Herr uns etwas dieses Beurteilungsvermögen erhalten hat und wir Zeitverhältnisse messen am Wort Gottes,
merken wir, dass auch heute Erweckung, Beleben und Reformation notwendig ist.
Oder habt ihr einen anderen Eindruck?
Ihr lieben, haben wir noch wie Ephesus die erste Liebe, wie der Herr das sagen muss,
dass sie Motor unseres Glaubenslebens ist, dass die Bemühungen der Liebe da sind,
die Werke des Glaubens, ausharrende Hoffnung, wie bei den Thessalonicher,
in ganzer Frische, in ganzer Kraft, in ganzer Hingabe.
Ich bin überzeugt, dass wir alle unter dem Eindruck stehen, was wir sogar oft singen.
O belebe, o belebe deine Glieder, Heiland deines Leibes du.
Gib, dass jedes Herz sich kehre, zu dir Glanz der Ewigkeit.
Jede Seele nur begehre dich, Herr Jesus, und deine Herrlichkeit.
Ihr lieben, sind unsere Herzen so angezogen von Christus,
dass wir in seiner Nähe sein Wort gut verstehen.
Und aus der Liebe zu ihm, die harmonisch eins ist mit Gehorsam,
das sind gute geistliche Verhältnisse, Johannes 14,
Liebe und Gehorsam, dass wir dann in der Hand des Herrn nützlich sein können,
dass der Herr auch heute noch Aufleben, Erweckung, Reformation singt.
Die Herzen immer wieder zurückkommen zu ihm und seinem Wort.
Wir klagen manches Mal heute über Weltförmigkeit,
dass die Welt eindringt in die Versammlung Gottes.
Und wenn sie in die Versammlung Gottes eindringt,
ist sie übrigens erst auch schon mal in unseren persönlichen Herzen
und in unserer Familie, in unsere Häuser eingedrungen.
Und ihr Lieben, das ist ein Versuch des Feindes, dass er sich eindringen will.
Und wenn es unmerklich ist, durchlässt der Nebeneingeschlichenen Einflüsse oder Personen.
Und ihr Lieben, dann ist es Gnade, wenn Gott solche Männer erwecken kann,
die sich mitnehmen lassen von dem Strom der belebenden Gnade.
Ich beschäftige mich gerne mit den Büchern Esra und Nehemiah.
Da sehen wir aus tiefstem Verfall, dass er aber doch Herzen erweckt, Gott erweckt.
Und ihr Lieben, dann rührt er sozusagen mit dem Finger seiner Gnade an unsere Herzen und fragt,
willst du dich mitnehmen lassen?
Und dann waren da einzelne, längst nicht alle, um Gottes Wort vermerkt,
Namen für Namen, Person um Person, die sich hat mitziehen lassen
durch diese erweckende Gnade.
Ihr Lieben, das ist heute überhaupt nicht anders.
Heute will der Herr auch durch die Reihen gehen, unsere Herzen anrühren.
Willst du dich auch so kurz vor meinem Wiederkommen mitnehmen lassen
durch die belebende, erweckende Gnade.
Und dann mag der Herr uns gebrauchen, ihr Lieben.
Was mich so sehr bei diesem jungen Aser beeindruckt ist,
dass er in hochkomplizierter Zeit groß geworden ist.
Das muss uns gleich noch etwas beschäftigen.
Und dass er als junger Mensch das geistliche Rückgrat bewiesen hat,
dass er nicht einfach mit dem Strom der Zeit mitgeschwommen ist,
sich nicht angepasst hat, sondern zur Ehre des Herrn seinen Mann gestanden hat.
Das ist nicht selbstverständlich, ihr Lieben.
Das ist äußerst bequem, wenn man sich sozusagen mittragen lässt
durch den Strom der Zeit die Trends, die auch im Volke Gottes sind.
Ob das der Trend der Weltförmigkeit ist, hat man immer welche neben sich.
Trend der Gleichgültigkeit, der Vordergründigkeit.
Hat man immer welche neben sich.
Aber wenn wir, ihr Lieben, gegen den Strom schwimmen wollen,
um nah bei ihm zu sein, der Quelle alles Lebens,
Quelle aller Freude, das fordert Energie, das fordert Energie.
Und Gott hat immer solche in seinem Volk gehabt,
die auch in jungen Jahren Position bezogen haben.
Ich denke mal so an die vier Freunde in deinem Buch, Daniel.
Die waren so circa 16, 18 Jahre, als sie diese Entscheidung treffen mussten.
Sie waren mit jeder Menge Gleichaltriger an den Königshof Nebukadnizas gekommen.
Wir könnten sagen Hochburg der Welt.
Und dann sollten sie dort integriert werden, in jeder Hinsicht.
Weltweisheit lernen, Geschmack der Welt aufnehmen.
Wir können das alle nachlesen.
Und dann sagt er es unter diesem ganzen Heer der jungen Leute Judas,
die da etabliert werden sollten.
Unter ihnen waren, und ihr Lieben, dann zählt Gott vier Namen auf.
Mehr kann er nicht aufzählen. Vier Namen.
Und diese jungen Leute, ihr Lieben, haben sich nicht vereinnahmen lassen,
nicht mitnehmen lassen von den Trends ihrer Zeit,
sondern zur Ehre Gottes haben sie sich in ihren Herzen vorgenommen.
Und diesen Herzensvorsatz, ihr Lieben, das ist kein Naturtalent.
Da sind sie lange vor Gott gewesen, haben gesagt,
hilf uns unsere Herzen festzumachen,
dass wir uns eben nicht vereinnahmen lassen durch diesen Nebukadnizas.
Nicht durch das Leben Babels dieser Welt vereinnahmen lassen.
Und dann bekennt sich Gott zu diesen vier jungen Leuten.
Und der Herr sucht auch heute noch, es sind einige junge Geschwister hier,
er sucht heute noch übrigens auch junge Brüder und junge Schwestern,
die dem Geist der Zeit standhalten, weil sie bei Christus sein wollen, ihr Lieben,
weil sie sich gebrauchen lassen wollen für ihn.
Dann darf ich vielleicht mal ein doppeltes Schlaglicht auf diesen Aser werfen.
Das Erste, was wir von ihm hören, ist, dass seine Geburt,
seine reine Existenz, auch als König, ein Akt der Gnade einerseits ist
und eine Bewertung Gottes andererseits.
Wir haben über seinen Vater gelesen, dass dieser Abiyam
in allen Sünden seines Vorvaters Rehabiam lebte
und dass sein Herz eben nicht ungeteilt mit Gott war.
Er lebte an den Ansprüchen Gottes vorbei.
Und dann steht da ein merkwürdiges Wort, was wir gelesen haben in 1. Könige 15,
dennoch, dennoch, erweckte Gott ihm einen Sohn, erhielt ihm eine Leuchte in Jerusalem.
Normalerweise hätte dieser untreue König keinen Nachfolger verdient.
Und dann steht dieses dennoch.
Das ist das dennoch der Gnade und Verheißungstreue Gottes.
Warum denn dieses dennoch der Gabe Gottes?
Er sagte, weil Gott dem David seine Zusage einlösen wollte.
Gott hatte dem David gesagt, es wird dir nicht an einem Manne fehlen auf deinem Thron.
Und Abiyam selbst gebraucht diese Worte in 2. Chronika 13,
als er sich mit Jerobeam, dem rivalisierenden König unterhält,
dass Gott mit dem David diesen Salzbund eingegangen ist,
dass immer ein Nachkomme David auf seinem Thron sein würde und zwar rechtmäßig.
Verdient hat er das nicht, der Abiyam, aber dennoch der Gnade, ihr Lieben.
Und was Gott außerdem durch die Geburt deutlich macht,
ist das komplette Missfallen an seinem Vater Abiyam.
Und ihr Lieben, es gibt eine Beschreibung Gottes,
die wir hören von ihm über sich selbst,
dass Moses das selbst mal in Worte fassen muss,
dass Gott barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und groß an Wüte.
Das ist die eine Seite.
Aber er hält nicht für schuldlos den Schuldigen.
Das ist die andere Seite.
Das sind 2 Prinzipien, die übrigens offensichtlich Asa aus eigener Erfahrung
oder eigenem Lebenshintergrund mitgenommen hat in sein persönliches Leben,
diese beiden Seiten Gottes.
Dass Gott einmal gnädig und barmherzig ist, langsam zum Zorn und groß an Güte.
Der Gott Israels ist auch ein Gott der Gnade trotz Gesetzesverhältnisse.
Da sagt uns dieses Wort, langsam zum Zorn, groß an Güte.
Wie oft hat dieses Volk das erlebt.
Aber er hält dennoch nicht für schuldlos den Schuldigen.
Gnade auf der einen Seite, die ihre Wurzeln in der Natur Gottes, in der Liebe Gottes haben.
Und auf der anderen Seite Heiligkeit und Gerechtigkeit,
die so beurteilt, wie ist der Heiligkeit Gottes gezielt.
Er hält sie nicht für schuldlos den Schuldigen.
Das sind gewissermaßen wie 2 Leitplanken, auf die man eine sichere Bahn schreiten kann in Glaubensfrage.
Wenn wir einerseits an die Gnade und Barmherzigkeit Gottes denken,
sie uns leitet und stützt und immer wieder führt.
Und auf der anderen Seite, dass wir Heiligkeit und Ungerechtigkeit Gottes sehen auf dem Weg des Glaubens.
Und das bewahrt uns vor einem Abweichen nach rechts und links.
Dass wir mitten auf den Steigen des Rechts gehen können.
Und solch ein Mann war übrigens dieser junge König Aser.
Ein zweites Schlaglicht liegt in der Bedeutung seiner Person.
Das heißt ja oder Jehova heilt oder gibt Heilung.
Liebe Geschwister, es gibt einen sehr interessanten Namen Gottes,
den wir in 2. Mose 15 nachlesen können.
Vielleicht schlagen wir das einmal auf.
Das ist die Situation, wo das erlöste Volk Gottes unmittelbar die Wüstenreise begonnen hat.
Sie sind gerade durchs Rote Meer gegangen.
Wunderbare Rettung aus dem Haus der Knechthaft erfahren.
Und dann finden sie dieses bittere Wasser.
Da haben wir das erste Murren dieses Volkes.
Da haben wir die erste Lektion der fürsorgenden Gnade Gottes,
dass durch das Holz das Wasser süß wird.
Und dann gibt Gott ihnen zwischen Mara und Elim eine Lektion.
Wir lesen das in 2. Mose 15 in Vers 26.
Was uns beschäftigt ist der letzte Satz.
Die Begründung, warum Gott sich für sein Volk einsetzen will.
Denn ich bin der Herr, der dich heilt.
Im hebräischen Jehova Rufika.
Der Herr, der dich heilt.
Liebe Geschwister, wie oft hat dieses Volk die heilende, wiederherstellende Gnade Gottes erlebt.
Ob in der Wüstenzeit oder darüber hinaus.
Der Wunden schlagen musste auf den Wegen seiner Erziehung.
Der aber auch die Wunden nach Wiederherstellung des Herzens heilen wollte.
Psalm 103, vergiss nicht seine Wohltaten, die er dir geschenkt hat.
Der heilt alle deine Krankheiten, vergibt alle deine Ungerechtigkeiten.
Wir merken diese alttestamentliche Klammer zwischen Treue und Segen und Ungehorsam und Züchtigung Gottes.
Er will heilen. Er ist dieser große Heilandgott, ihr Lieben, der sich in wunderbarer Weise im Neuen Testament entfaltet hat.
In dem Heiland, der wohltuend und heilend umherging.
Ihr Lieben, die Bedeutung seines Namens ist das große Leitthema seiner Regierung.
Er wusste, Gott heilt, Jehova heilt.
Und wenn er wusste, dass Gott heilt und die Notwendigkeit auch von Heilung bestand, ihr Lieben,
dann wusste er auch um die Wunden seiner Zeit, die zu heilen waren.
Und dann hat er sich bereitgestellt, das macht seine Geschichte deutlich,
dass er diesem Hirten Israels zur Verfügung stehen wollte bei seinen heilenden Bemühungen inmitten seines Volkes.
Ihm wollte er ein guter Unterhirte des wahren Hirten Israels sein.
Darf ich mal fragen, kennen wir dieses Thema auch heute, ihr lieben Geschwister?
Dass wir es mit einem Heiland zu tun haben, der auch auf dem Weg des Glaubens,
wo er inmitten seiner Herde manche Verletzung, manche Eigenwilligkeit, manches Versagen sieht,
dass er uns da nicht laufen lässt, ihr lieben Geschwister?
Als der gute Hirte, der sein Leben für seine Schafe gegeben hat, lässt er uns, Gott sei Lob und Dank,
nicht einfach laufen, wenn wir uns in unseren Eigenwilligkeiten abbewegen.
Der gute Hirte, der solch einen Preis für die Schafe gezahlt hat,
der geht nicht nur um die nächste Kurve und guckt, wo ist das Schaf denn, wenn es weggelaufen ist,
wenn es sich verehrt hat, ihr lieben, was sagt Gottes Wort, er sucht bis er es findet
und dann hat er seiner Versammlung, dieser gute Hirte, hat er auch Hirten gegeben,
ihr lieben Geschwister, die der gute Hirte gebrauchen will, zum Wohl der Herde,
damit geheilt werden kann, wenn da Verletzungen auf dem Weg des Glaubens sind.
Ihr lieben, habt ihr in Elsenroth und Nachbarversammlung, habt ihr solche Hirten,
die sozusagen bewusst im Herzen tragen, wir haben es mit einem Heiland zu tun,
wie der Name Abi Jaasa sagt, Jehova heilt und er will auch heute noch geistlicherweise Wunden heilen,
wenn solche da sind, eben dass ein guter Hirte sozusagen geübt ist in der Nachfolge des guten Hirten,
gelernt hat, wie der gute Hirte das macht, dass wir es heute noch tun können inmitten der Herde,
eben dass wir ein Auge und ein Herz haben, wo etwas Heilung bedarf,
das sehen wir nicht immer auf den ersten Blick, ihr lieben, wir müssen mal in die Häuser gehen,
das merkst du auch nicht oft in den ersten zehn Minuten eines Gesprächs,
das merkst du vielleicht erst später, wenn sich die Herzen mal öffnen,
wo Hilfe gebraucht wird und wo die Heilandshilfe sozusagen nutzbringend für die Einzelnen,
oha gemeinsam alle, angewandt werden kann.
Eben solch ein Mann war der König Asa, dem Gott als König natürlich Verantwortung übertragen hatte,
der aber wie David ein Hirtenherz hatte für Gottes Volk, für Gottes Volk ein Hirtenherz.
Und eben dann sehen wir, wie dieser Asa sich hat verwenden lassen,
damit Heilung in Judah, in diesem Teil des ehemaligen Gesamtreiches Israel, eintreten konnte.
Wir sehen, dass er als Mann der Reformation und als einer,
der um die heilende Gnade inmitten seines Volkes wusste,
dass er sich ganz deutlich von den negativen Trends seiner Vorväter absetzt.
Wir haben den heutigen Abend ja unter das Thema gestellt,
dass der König Asa aus dem Schatten seiner Vorväter heraustritt.
Das heißt, sich abgrenzt von ganz typischen Gefahren, denen seine Vorväter erlegen waren.
Ich möchte drei einmal kurz aufzeigen, um dann auch deutlich zu machen,
dass diese drei Gefahren nicht mal so Einzelfälle waren,
sondern dass es sich um typische Gefahren handelt.
Wir müssen dabei bei Asas Vorvätern leider bis zu Salomon zurückgehen, ihr Lieben.
Und das macht uns schon hellhörig.
Wie kann ein Mann, der so unter dem Segen Gottes, der Anerkennung Gottes begonnen hat als König,
wie kann es zu solch einem Abrutschen kommen, dass er hinterher unter das Urteil Gottes fällt?
Wir wollen das mal eben ein wenig nachlesen in 1. Könige 11.
Ich will diese Gefahren nur skizzieren.
In 1. Könige 11 lesen wir, dass Salome im vorgerückten Alter viele fremde Frauen liebte,
und zwar aus allen möglichen Nationen.
Und dann steht da dieser verhängnisvolle Satz, der das typische Versagen Salomos deutlich macht,
in Vers 3 am Ende.
Und seine Frauen neigten sein Herz.
Das heißt, die typische Gefahr, die heute noch existiert, ihr Lieben,
das ist, dass falsche Neigungen unsere Herzen regieren und unser Leben regiert.
Falsche Neigung.
Das ist noch kein totaler Zusammenbruch, ihr Lieben.
Aber da kommen Neigungen ins Herz, ihr Lieben, die an Eigendynamik gewinnen
und dann geht es immer rasanter bergab,
wenn diese Neigungen nicht verurteilt werden vor dem Herrn, korrigiert werden.
Wenn unsere Herzen geneigt werden, werden sie immer irgendwo hingeneigt.
Das liegt in diesem Ausdruck drin.
Werden immer irgendwo hingeneigt.
Und wo sich Herzen hinneigen, da gibt es auf der anderen Seite Abneigung.
Distanzen, zunehmende Distanzen.
Hier haben wir es um falsche Neigungen der Sinnlichkeit der Sexualität.
Ist das ein Thema heute?
Eine große List des Feindes besteht in der sogenannten List zur Lust.
Die Lust der Augen, die Lust des Fleisches kombiniert mit dem Hochmut des Herzens.
Hier läuft alles zusammen, ihr Lieben.
Wo der Bund mit den Augen nicht gemacht wird, ihr Lieben,
sind wir frei und ungeschützt für die Attacken Satans,
wenn er uns über die Lust der Augen zur Lust des Fleisches führen will.
Wir müssen nur in unsere Zeit hineinschauen, ihr Lieben.
Sünde dieser Art ist kein Tabu mehr in unserer Zeit.
Gehört angeblich zur Selbstverwirklichung, ist ganz normal.
Eben wo das, was Gott heilig ist, die Orden der Ehe,
eben aufgegeben und preisgegeben wird.
Wir wissen alle um die momentane Diskussion.
Wir wissen, wie man die Gesellschaft sozusagen in ihren Werten umpolen will,
von Gottes Wort entfernen will.
Und wie diese List zur Lust, ihr Lieben, auf einem Vormarsch sondergleichen ist.
Und ihr Lieben, unser Fleisch ist gar nicht anders als das Fleisch von Salomo
oder von jedem anderen Menschen.
Und wenn Satan dann unser Fleisch anknüpfen kann, ihr Lieben,
dann ist Alarmstufe Rot.
Und er legt es darauf an, ihr lieben Geschwister,
uns Neigungen solcher Art ins Herz zu geben,
die dann immer rasanter um sich greifen,
wenn wir nicht mit diesen Neigungen zu Gott kommen,
zu unserem Herrn kommen und sie richten und verurteilen.
Ihr Lieben, da lesen wir, die Frauen neigten sein Herz.
Dann lesen wir in Vers 4, dass es nicht mehr ungeteilt war,
dass er fremden Göttern nachging, nicht mehr ungeteilt.
Eben dann war er vielleicht am Sabbat im Tempel
und die übrige Woche war er bei seinen Göttern, über die Frauen.
Übersetzt in unser Leben, ihr lieben Geschwister,
so kann man das Sonntagsleben und das Altersleben leben.
Da ist das Herz geteilt.
Und ihr lieben, ein geteiltes Herz, das bleibt nicht lange so.
Das driftet irgendwann in eine Richtung,
der sagt einmal, man kann nicht zwei Herren dienen.
Das kannst du vielleicht eine Weile probieren.
Irgendwann gewinnt einer dieser Herren Macht über dich.
Bei Salomo war es die Götzen.
Dieser Mann, der so gut begonnen hatte,
der einmal als junger König vor Gott gestanden hatte
und gebeten hatte, ein vernünftiges Herz zu erhalten,
das unterscheiden kann zwischen Gut und Böse.
Erste Könige 5 können wir nachlesen.
So hat er vor Gott gestanden.
Gib mir Beurteilung, Sicherheit zwischen Gut und Böse,
dass ich diese Frage in deinem Sinne entscheide.
Ihr Lieben, der hat jetzt ein geteiltes Herz
und das driftet ab in ein böses Herz
und er kommt unter das Urteil Gottes.
Wir fragen uns manchmal,
warum entfaltet Gott uns solche negativen Ausblütungen?
Warum?
Ihr Lieben, dass wir uns wappnen vor der List des Feindes
und vor unseren Regungen des Fleisches.
Dafür sollen wir uns wappnen.
Wie kann man das denn machen, ihr lieben Geschwister?
Wie kann man sich denn wappnen?
Wenn die Lust zur Lust in Johannes vorgestellt wird,
die Lust der Augen, die Lust des Fleisches, die Lust des Lebens,
sagt Johannes, dann ist die Liebe des Vaters nicht in uns.
Dann genießen wir die nicht.
Und in dem das ist, die vorbeugende Hilfe,
um davor bewahrt zu bleiben.
So wie der erste Johannesbrief anfängt,
dass unsere Gemeinschaft mit dem Vater ist
und mit seinem Sohn Jesus Christus.
Dieses schreiben wir, dass eure Freude völlig werde.
Wenn der Genuss der Liebe Gottes,
der seinen Sohn für uns gegeben hat,
der uns als Kinder angenommen hat,
von dem Johannes in diesem selben Brief sagt,
seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat.
Wenn diese Liebe unsere Herzen regiert,
wenn sie unser Genüge ist,
wenn sie unsere völlige Freude ist,
ist das eine Wappnung vor den Attacken des Feindes, ihr Lieben.
Dann ist das Herz zu Christus und zu Gott, unserem Vater, gerichtet.
Und dann haben wir die Ohren nicht dem Versucher geöffnet,
sondern dem Wort der Liebe unseres Gottes.
Wenn wir dieses Bewahrungsmittel, ihr Lieben, nicht mehr kennen,
die ausschließliche Hinwendung unserer Herzen an Christus,
an Gott, unseren Vater,
wenn wir sein Wort nicht mehr lieben,
als Leitlinie für unseren Weg,
dann steht unser Lebenshaus offen für alle Gefahren.
Das war das Typische, ihr Lieben.
Geneigte Herzen, falsche Neigung in seinem Herzen.
Dann kommen wir zu dem Rehabian, seinem Sohn.
Das können wir in 2. Chroniker 12 übrigens nachlesen.
Ich lese nur einmal diese Anfangsverse.
Dann merken wir, welcher typische Gefahr dieser Mann erlegen ist.
Es geschah, als das Königtum Rehabians befestigt und es stark geworden war,
verließ er das Gesetz des Herrn und ganz Israel mit ihm.
Eben wenn die Beziehungen zu Gott geprägt oder regiert werden
von menschlichen Nützlichkeitserwägungen,
dann laufen wir irgendwann falsch.
Als er die Stütze Gottes brauchte, hatte sich Gott zugewandt.
Als er stark wurde, als sein Königreich befestigt wurde,
da wuchs offensichtlich sein Stolz, seine Selbstvolligkeit.
Und dann brauchte er scheinbar die Hilfe Gottes nicht mehr.
Es ging ihm ja gut.
Und dann wandte er sich von Gott ab.
Eben wenn wir Gott nur aufsuchen, die Gemeinschaft mit ihm pflegen,
wenn wir Nutzen, vordergründige Nutzen erwarten,
die Hilfe aus Not oder in Schwierigkeiten.
Und wenn er geholfen hat, ihr Lieben,
dass wir dann wieder unser eigenes Leben leben wollen,
kann es nicht gut gehen.
Und das sehen wir verschiedene Male im Leben dieses Rehabian.
Dass er seine Beziehung zu Gott davon abhängig macht,
wie nützlich das für ihn ist, vordergründig in seinem Alltag.
Und auch da müssen wir uns vorbewahren lassen.
Jetzt kommen wir zu der dritten Person,
zu dem direkten Vater von Asa.
Und das war schließlich der Mann,
der als Vater den größten Einfluss auf seinen Sohn hatte.
Wo übrigens für uns die Lektion heraus resultiert,
sind wir unseren Kindern als Väter Hilfe oder Hindernis.
Irgendetwas sind wir.
Wir sind nie neutral.
Entweder sind wir ihnen eine Hilfe,
das Glaubensleben für Christus zu führen,
auf einem soliden Fundament,
weil sie die Liebe zu Christus und seinem Wort
im Elternhaus als geliebte Atmosphäre mitbekommen.
Dass aus dem Wort Gottes guter Lebensrat,
gut Unterweisung gegeben werden kann.
Dass am eigenen Vorbild erlebt werden kann,
was uns als Eltern selbst wichtig ist,
um einen Ansporn für unsere Kinder daraus resultieren zu lassen.
Dieser Mann Abijah als Vater von unserem Asa,
hat er komplett versagt.
Sein Name Abijah heißt übrigens,
Ja, Jehova ist Vater, ist mein Vater.
Wenn sein Name wirklich sein Leben beschrieben hätte,
dann hätte er gleichsam mit dem Psalmisten sagen müssen,
alle meine Quellen sind in dir.
Meine Lebensfreude hat ihren Ursprung in dir.
Das meint ihr Vater.
Meine Glaubenskraft hat ihren Ursprung in dir.
Meine Sicherheit auf den Wegen, die ich gehen darf,
hat den Ursprung allein in dir.
Alle meine Quellen sind in dir.
Er lebt aus eigenen Quellen.
Er hat ein schönes Namensbekenntnis,
aber die Deckung in seinem Leben fehlt.
Sowas nennt man Identitätskrise.
Wenn Christen nicht mehr wie Christen leben,
haben sie eine Identitätskrise.
Als sie zum ersten Mal Christen genannt wurden,
in Antioch, ihr Lieben,
da lebten sie für eine Person.
Da haben sie nicht hinter dem Berg gehalten,
wer dieser Christus für sie war.
Davon haben sie geredet.
Das mögen die Leute in Antioch gekannt oder nicht gekannt haben.
Jedenfalls eins sahen sie,
dieser Name war die orientierende Kraft in ihrem Leben.
Das war ihre Lebensmitte.
Dann mussten sie diese Gruppe mit einem Namen benennen.
Dann kamen sie auf den Punkt,
an sich müssten wir sie,
weil sie so oft von Christus reden,
müssten wir sie Christen nennen.
Eben ihr Zeugnis war eine Ehre für Christus
und für diese ersten Christen.
Paulus schreibt in Römer 13,
zieht den Herrn Jesus Christus an.
Treibt nicht Vorsorge fürs Fleisch.
Nicht diese Alternative.
Zieht den Herrn Jesus Christus an.
Eben dann erleben wir keine Identitätskrise.
Wenn wir seine Tugenden tatsächlich angezogen haben,
und ich meine jetzt nicht angezogen wie man einen Mantel anzieht,
die man bei der erstbesten Gelegenheit auch mal wieder ausziehen kann.
Wenn so der ärgerliche Nachbar kommt,
dass ich dann auf einmal gar nicht diese Tugenden des Herrn Jesus zeige,
sondern wir sollen sie angezogen haben,
tragen wie ein Vogel sein schönes Federkleid trägt.
Angewachsen von innen heraus
sollen diese Tugenden Christi herausgewachsen sein
zum Zeugnis für andere.
Dann haben wir keine Identitätskrise.
Wie diese Abija.
Schönes Bekenntnis.
Aber in der Wirklichkeit daran vorbeigelebt.
Und dann sehen wir zwei Folgeprobleme bei ihm.
Einmal, dass er ein stolzer, selbstbewusster Traditionalist ist.
Ich rufe das nur kurz an.
Er beruft sich in seiner Königsposition
auf die Nachkommenschaft seines Vaters David.
Ich bin Nachfahre und rechtmäßiger Thronerbe.
Ich stehe in der Tradition.
Der Mann hatte recht faktisch.
Das stand in der Tradition von David.
Er war einer seiner Nachkommen.
Aber der große Unterschied zu David war,
dass er das Herz Davids nicht hatte.
Die Position nahm er ein.
Aber nicht das Herz.
Das ist schon ein großer Unterschied.
Ob ich mich auf eine bloße Tradition berufe,
und wenn es die geistliche oder lehrmäßige Tradition ist,
die wir von unseren Vätern empfangen haben.
Überlieferung.
Dann mag die Überlieferung gut sein, ihr lieben Geschwister.
Wenn sie aber nicht in einem guten Herzen verwahrt wird,
nützt uns das persönlich nichts.
Dabei sind wir bei dem 2. Folgeproblem,
dass er nicht nur ein Traditionalist ist,
sondern ein selbstgefälliger Formalist.
Er kommt dann mit dem Gegenkönig Jerubäum ins Gespräch,
wo er sich auf seine Tradition als Nachfahre Davids beruft.
Und dann klagt er den Jerubäum des Götzendienstes an.
Die Worte, die er wählt, sind durchaus richtig.
Aber er hat kein moralisches Recht dazu.
Warum?
Weil er erstens selbst Götzendienst betreibt,
aber nicht dazu steht,
dass ist ein Mann, wie wir heute sagen würden,
von doppeltem Boden, einer doppelten Moral.
Asa muss die Götzen aus Jude entfernen.
Das wird uns gleich noch beschäftigen.
Aber er beruft sich auf den rechtmäßigen Gottesdienst
im Tempel in Jerusalem.
Er sagt, wir haben dieses kollektive Stolze Wir
oder dieses Stolze Ich der Gemeinschaftlichkeit.
Das kehrt er hier raus.
Wir haben die Altäre.
Wir haben die Diener des Herrn.
Wir sind am rechten Ort.
Wir haben den Altar.
Und zum Schluss beruft er sich
angesichts der drohenden kriegerischen Auseinandersetzung
auf die Lärmtrompeten, die Gott blasen lassen wollte,
wenn er seinem Volk Sieg geben wollte.
Die waren alle in Jerusalem, ihr Lieben.
Das war alles am rechten Ort.
Aber der Mann war innerlich falsch.
Er war selbstgefällig in Fragen des Gottesdienstes
und merkte nicht, dass Gott kein Gefallen an ihm haben wollte.
Wir können uns auf Grundsätze unseres Gottesdienstes berufen.
Dann sind die genannten Grundsätze durchaus richtig.
Ändert nichts dran.
Genau wie die Tatsache, dass in Jerusalem der Altar war.
Das war der Ort, den hatte Gott bestimmt.
Keinen anderen.
Hatte auch die Funktion der Lärmtrompeten deutlich festgelegt.
Und die waren in Jerusalem.
Aber das Herz war falsch, ihr Lieben.
Das war nicht an der rechten Stelle.
Und ich möchte das mal positiv sehen, ihr Lieben.
Etwas Positives daraus entnehmen.
Sind unsere Herzen,
wenn wir gute biblische Grundsätze erkannt haben,
wenn sie auch gelebt werden dürfen inmitten des Volkes Gottes,
sind unsere Herzen da in einem inneren Übereinklang,
was Gott uns mit diesen Grundsätzen sagen wollte.
Tisch des Herrn, ihr Lieben.
Gemeinschaft mit Christus.
Was fordert das?
Absonderung.
Kommen wir auch gleich noch zu, ihr Lieben.
Leben wir, lebe ich persönlich,
lebe ich ein Leben der Absonderung, der Weihe für Christus.
Und wenn wir seinen Tod verkündigen dürfen,
auf der Grundlage, da ist ein Leib.
Ihr Lieben, Geschwister, haben wir das alles wirklich zu Herzen genommen?
Lebt das ganz vital in unseren Herzen?
Oder folgen wir übernommenen Grundsätzen,
auf die wir uns dann berufen?
Grundsätze in sich richtig, aber unser Herz steht nicht dahinter.
Und wenn solch ein Formalismus gelebt wird,
müssen wir uns nicht wundern,
dass diese Formen dann Risse bekommen,
Beschädigung bekommen.
Ich bin durchaus überzeugt, ihr lieben Geschwister,
die Versammlung in Ephesus,
Sentschamal Ephesus,
die lief ja einmal sehr gut,
bis sie die erste Liebe verlassen haben.
Dann ist die äußere Form ihrer Aktivitäten noch bestehen geblieben.
Johannes nennt das ja da in Offenbarung 2,
die Arbeit ist noch da,
die Mühe ist noch zu sehen.
Aber die Beweggründe, die Gott sucht bei dieser Arbeit,
die können nicht mehr genannt werden.
Und wenn die Beweggründe der Liebe, der Hingabe,
nicht mehr vorhanden sind,
bricht irgendwann auch die bis dahin noch gepflegte Form zusammen.
Ich frage einmal im Blick auf die vergangene Zeit, ihr Lieben.
Warum konnte uns so viel Erschütterung treffen?
In dieser Grundsatzfrage.
Warum konnte uns so viel Erschütterung treffen?
Waren unsere Herzen nicht nah genug bei ihm,
dass wir diese Grundsätze, die wir sehr wohl verstanden hatten,
in unseren Herzen verankert waren?
Dass wir nah bei Gott waren?
Und dass es wirklich Leitlinien unseres gelebten Glaubenslebens waren?
Persönlich und gemeinschaftlich?
Das sind Fragen, denen wir uns schon stellen müssen.
Gott zerbricht diese Illusion des Abiyah, die er hatte,
die zerbricht ihn in der Auseinandersetzung mit Jerobeam.
Und zwar in der buchstäblich letzten Minute.
Da schreien sie nämlich tatsächlich zu Gott.
Da merken sie, ihr Lieben,
dass alles Bekenntnis zu diesen Lärmtrompeten,
nichts reicht, dass kein Formalismus sie retten kann in diesen Augenblicken.
Und dann rufen sie wirklich.
Und Gott gibt in letzter Minute Rettung, um zu zeigen,
was der wirkliche Weg ist.
Wir werden sehen, dass auch Aser, der Sohn von unserem Abiyah,
Krieg führen muss.
Aber das macht er völlig anders.
Eben da ist sein Herz wirklich nah bei Gott.
Und er sieht auch die kriegerischen Parteien mit den Augen Gottes,
dass wir uns noch beschäftigen.
Aber dieser Aser, ihr lieben Geschwister,
trennt sich, grenzt sich ab von diesen typischen Fehlversagen seiner Väter.
Er pflegt keine falschen Neigungen seiner Herzen.
Er macht seine Beziehung zu Gott nicht abhängig
von reinen menschlichen Nützlichkeitserwägungen.
Er lebt in keinem Traditionalismus und er lebt auch in keinem Formalismus,
sondern er lebt nah bei Gott.
Und wenn wir jetzt zu diesem ersten Vers von Kapitel 14 kommen,
dann ist das für mich fast wie eine Überschrift, die Gott über sein Leben setzt.
Und ihr Lieben, unter dieser Überschrift nennt dann Gott manche positiven Dinge.
Und möchten wir auch solche eine Überschrift über unser Leben kennen.
Wir wollen uns das mal anschauen.
Und Aser tat, was gut und recht war, in den Augen des Herrn, seines Gottes.
Eben das ist ein ganz einfacher Satz.
Frage, im Blick auf Überschrift über unser Leben,
könnte der Herr solch einen Satz auch über dein und mein Leben schreiben?
Setz deinen Namen ein, könnte der Herr das von uns sagen.
Er tat, was recht war, in meinen Augen.
Nicht nur er wusste, ihr Lieben, wir wissen oft, was richtig ist.
Tun wir es?
Haben wir die geistlich-moralische Energie, das was wir wissen, auch tatsächlich umzusetzen, ihr Lieben?
Wissen ist zum Teil harmlos, fordert keine Konsequenzen, wenn man nur was wissen will.
Aber wenn wir in der konkreten Situation stehen,
wenn wir im Kollegenkreis stehen und wir müssen entscheiden, ja oder nein,
machst du mit, machst du nicht mit.
Oder wenn wir persönlich handeln sollen,
ich nenne mal ein Feld, ihr Lieben, wo wir tatsächlich ein großes Verführungspotenzial haben.
Das sind die modernen Medien, denen wir ausgesetzt sind,
die wir zum Teil einfach brauchen.
Wie gehen wir damit um?
Klicke ich da oder klicke ich dort?
Wir wissen viel. Tun wir es, ihr Lieben?
Haben wir die moralische Energie, das zu tun, was recht ist?
Und jetzt geht es hier weiter.
Er tat nicht nur, was recht ist, sondern hier steht, was recht ist, in den Augen des Herrn, seines Gottes.
Das geht weiter, ihr Lieben.
Wir können ein Rechtsbewusstsein entwickeln, wie die Leute in der Richterzeit.
Das ist übrigens die letzte Bemerkung im Buch der Richter.
Es gab noch keinen König, das heißt, eine ordnende Autorität fehlte.
Und ein jeder Tat, was recht war, jetzt kommt der verhängnisvolle Nachsatz,
in seinen eigenen Augen.
Hättest du jeden in der Richterzeit gefragt, hör mal, was ist so deine Lebensdevise,
dann hättet ihr gesagt, ich will es recht machen.
Das waren keine eingestandenen Chaoten.
Und doch endete es im moralischen Chaos.
Warum?
Weil jeder sich selbst die Norm war, was recht war, in seinen Augen.
Und dem sind wir mitten in unserer Zeit.
Ich kenne keine Zeit in der Geschichte, wo es wirklich so zum Dogma erhoben worden ist,
dass wir demokratisiert denken müssen, dass wir uns von allem Möglichen emanzipieren müssen,
dass jeder das tun kann, was recht ist in seinen Augen.
Das ist die große demokratische, emanzipierte Freiheit, die allen Teilen verkündigt wird.
Und jetzt darfst du dir auch noch sozusagen die Orientierung im Blick auf Partnerfragen aussuchen.
Entgegen dem Wort Gottes.
Der Beliebigkeit wird das Wort geredet.
Ich gebe nur so ein paar Ausnahmen, das darfst du dann nicht.
Aber dem das ist unsere Zeit.
Und wenn wir mal sehen, wie Menschen mit der Bibel in der Hand umgehen mit diesen Fragen,
merken wir auch, dass alles oder vieles relativiert wird.
In Bezug gesetzt wird zur Denkweise unserer Zeit.
Ich gebe euch mal ein kurzes Beispiel.
Es hat vor einiger Zeit eine Äußerung in der Zeitung gegeben, vielleicht vor drei Wochen,
wo ein sogenannter hoher kirchlicher Würdenträger gesagt hat,
das was bis dato noch als schwere Sünde in unserer Kirche gilt,
darf an sich nicht mehr weiterhin als schwere Sünde gelten.
Jetzt sagt mir mal, wo ist der Maßstab, an dem ich entscheide, darf nicht mehr oder darf doch noch?
Das ist die Zeitgeschmack, ganz einfach.
Wenn wir Gottes Wort in der Verbindlichkeit der göttlichen Autorität aufgeben,
gerade wir in Schwimmen haben wir überhaupt keinen Maßstab,
dann müssen wir das, das ist ein anderes Schlagwort, im Kontext, im Zusammenhang unserer Zeit,
und dann ist alles möglich, ihr Lieben.
Diese ausufernde Diskussion, da holt man Gottes Wort in den Kontext der Zeit.
Da sagt mir ein Theologe, schwarz auf weiß steht es ja in der Bibel, dass das nicht geschehen soll.
Aber, jetzt kommt dieses verhängnisvolle Aber, wir müssen das im Kontext unserer Zeit,
unserer Zeitverhältnisse verstehen, sonst gehen wir an dem eigentlichen Reden Gottes vorbei.
Eben dann wird aus Sünde Selbstbefreiung gemacht.
Das ist der Weg.
Und, ihr Lieben, die großen Bugwellen, die der Feind entfacht in der Abweichung von Gottes Wort,
die erkennen wir als Bugwellen sündiger Trends, die gegen Gottes Wort sind.
Aber, wie ist das denn mit den Ausläufern, die auch in unsere Häuser hinein wollen?
Dann gesagt werden, das macht man doch heute immer, das machen doch alle.
Das ist heute nicht mehr so.
Eben will der Feind da unsere Empfindsamkeit in der Beurteilung stören.
Möchte der erschenken, ihr Lieben, dass wir da empfindsam sind, dass wir recht tun,
was in den Augen unseres Herrn Recht ist.
Er tat was Recht war vor dem Angesicht des Herrn.
Eben das ist so die Lebenshaltung, die übrigens der Vater von Asa, der alte Patriarch Abraham, gelebt hat.
Dass einer seiner Vorväter, dem hatte Gott gesagt, 1. Mose 17, ganz am Anfang,
Wandle vor meinem Angesicht und sei vollkommen.
Tadellos meint das. Wandle vor meinem Angesicht.
Eben wenn wir uns vor den beurteilenden, aber auch den liebenden, den lenkenden Augen unseres Gottes bewegen, Tag für Tag,
dann können wir ihm zur Ehre in dieser Unanstößigkeit, in dieser moralischen Tadellosigkeit tatsächlich leben.
Er lebte hier, ihr lieben Geschwister. Das ist Überschrift seines Lebens.
Und er kannte auch diesen Gott Israels als seinen Gott, das wird extra noch nachgeschoben.
Ich stelle mir diesen Mann vor, wie sein Herz nah bei seinem Gott gewesen ist und er wusste, an wen er glaubte.
Genau übrigens wie Paulus, der sagt, ich weiß, wem ich geglaubt habe.
Wenn wir über Gott reden wollen, so im Klartext, dann sagt er Paulus, dann kann ich euch Gutes sagen, ihr lieben.
Ich habe ihn kennengelernt. Er hat sich mir offenbart. Ich habe für ihn gelebt.
Mein Herz ist durch diese Person ausgefüllt. Ich weiß, wem ich geglaubt habe.
Im Alttestament hat es auch solche Männer gegeben.
Der Abraham wusste auch, wem er geglaubt hat.
Als er seine sieben Sachen packt, und das war eine ganze Menge,
und er aus Uenkaldea auszog, nicht wissend, wohin er kam, ihr Lieben, dann hat er diesem, seinem Gott vertraut.
Und als er dann später sagte, nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, auf dem deine ganze Hoffnung ruht,
geh nach Moriah, opfere ihn, da wusste er, wem er geglaubt hat, ihr Lieben.
Hebräer 11 sagt, er wusste, dass er ihn aus dem Tod erwecken konnte.
So genau kannte Abraham seinen Gott.
Wenn man zu David geht, irgendein anderer Mann, der Gott vertraut hat,
liest doch mal den Anfang von Psalm 18, ich habe mal nachgezählt, neunmal, glaube ich,
meine Burg, meine Hilfe, mein Fels, immer wieder mein.
Der Psalm 23 ist von Gott sein Gott, der mein Herd ist, mein.
Ihr Lieben, es ist schon ein Unterschied, ob ich Gott so ganz persönlich als meinen Gott kenne,
auch den Gott und Vater des Neuen Testaments.
Wie sehr kennen wir ihn, ihr Lieben?
Leben wir dann vor seinem Angesicht, vor dem Angesicht unseres Gottes,
der Christus als seine unaussprechliche Gabe für uns gegeben hat.
Und ihr Lieben, wenn er dann für Gott lebt, wenn das seine Überschrift ist,
dann sehen wir, dass unter dieser Überschrift eine Menge von Gott verzeichnet wird.
Das Erste ist, ich will das nur jetzt kurz noch skizzieren,
was wir im Vers 2 finden,
Er tat die fremden Altären, die Höhen weg und zerschlug die Bildsäulen und hieb die Ascheren um.
Das ist das Eine, das Beseitigen dessen, was Gott nicht gefallen kann.
Das heißt Beseitigung des Götzendienstes.
Aber er bleibt dabei nicht stehen, dass er nur den Götzendienst beseitigen will.
Das heißt, das Beseitigen will, was Gott missfehlt,
sondern er will das tun, was Gott gefällt, ihr Lieben.
Das sind zwei Seiten, die gehören einfach zusammen.
Das Eine erfordert das Andere.
Und was sagt er da gegenüber?
Und er sprach zu Judah, dass sie den Herrn, den Gott ihrer Väter, suchen
und das Gesetz und das Gebot tun sollten.
Eben diese zwei Seiten möchte ich einmal mit der Pflege eines guten Gartens vergleichen.
Israel wird ja ab und an mit einem Garten verglichen.
Weinberg oder im Hohen Lied wird die Braut mit einem umzäunten, bewässerten, gepflegten Garten verglichen.
Das ist für mich so eines der schönsten Bilder für das zukünftig wiederhergestellte Israel,
repräsentiert durch Joselem.
Eben, was macht einen schönen Garten aus?
Es kann einer sagen, wenn du kein Unkraut siehst,
weder Distel noch Dornen irgendwie Platz haben.
Tadellos von Unkraut freigeilt.
Ich sage dir jetzt, das gehört zum guten Garten.
Aber das macht lange keinen guten Garten aus.
Wenn du Dornen und Disteln wachsen ließest, Unkraut wachsen ließest,
wäre es sicherlich kein schöner Garten.
Aber es reicht nicht.
Was ist ein schöner Garten?
Eben wenn Blumen blühen, wenn Früchte zu genießen sind,
wenn der Garten seinen Zweck erfüllt.
So wie dein Hohen Lied.
Er komme und esse die ihm köstliche Frucht.
Eben kennen wir einmal das Beseitigen des Unkrauts.
Ich bleib mal bei dem Bild.
Dass wir wirklich nichts dulden,
was der Schönheit dieses Gartens abbrucht hätte.
Lebenskraft verzehrte für schädliche Dinge.
Der sagt mal von Distel und Dornen, liest du keine Trauben?
Nutzt gar nichts, nur verbrannt zu werden.
Oder pflegen wir ihn, den von Unkraut freien Garten.
Von aller Art der Sünde haltet euch fern.
Pflegen wir ihn, ihr Lieben, dass da etwas wächst,
was Christus Freude bereitet.
Er komme, sagt die Braut, und esse die ihm köstliche Frucht.
Das Anliegen dieses Mannes ist,
dass es in Juda, das ist der Bereich seiner Verantwortung,
wo er Reformation betreibt, dass es da juda-mäßig wieder zugeht.
Was heißt in Juda, ihr Lieben?
Er wird gepriesen werden.
Wenn der Wohlklang des Lobpreises Gottes
wieder aus erfüllten, authentischen Herzen kommt,
dann geht es juda-mäßig zu.
Dann kann man sagen, das ist ein glückseliges Leben.
Und ich möchte abschließend zwei Verse aus Psalm 119 anführen,
die zeigen im Grunde, was Aser hier anstrebt.
Einmal Beseitigung des Götzendienstes,
was Bindungen verrät, neutestamentlich gesehen,
Bindungen verrät, ihr Lieben, die einen Keil treiben wollen
in die Beziehung zwischen Christus und mir.
Kennen wir das, was Götzendienst für uns sind?
Haben wir das beseitigt?
Halten wir uns von aller Art des Bösen fern,
eben radikal, weil wir den guten Maßstab kennen.
Fliegen wir dann die Gemeinschaft mit Christus und seinem Wort.
Dann kann etwas blühen für ihn und uns erfüllen.
Ich will mal diese zwei ersten Verse lesen,
dann zeige ich euch auch, warum.
Das Wort glückselig kommt so oft in den Psalmen gar nicht vor,
aber bei dem Psalm, wo es um das Wort Gottes geht
und der dazu der längste Psalm ist, ihr Lieben,
da wird dieser wunderbare Psalm über Gott und sein Wort
eingeleitet durch ein zweifaches glückselig.
Und zwar glückselig, die im Wege untadlich sind,
die da wandeln im Gesetz des Herrn.
Und zweitens glückselig, die seine Zeugnisse bewahren,
die von ganzem Herzen ihn suchen.
Immer vorab, glückselig, das Wort kennen wir heute nicht mehr so.
Das meint etwas zeitnäher formuliert,
dass wir von christlicher Glaubensfreude
wirklich erfüllt sind, Lebenserfüllung haben.
Um das Thema geht es hier.
Und jetzt hören wir aus Gottes Wort,
ihr Lieben, wann man glückselig ist,
wann man Lebenserfüllung in der Glaubensfreude finden kann.
Da geht es einmal um das Innere
und es geht zum anderen um das Äußere, ihr Lieben.
Das Innere ist, dass wir von ganzem Herzen ihn suchen,
eben das uns nach der Nähe zu Christus verlangt.
Das meint ihn suchen.
Oder was habt ihr dabei gedacht,
als der Heiland der Johannes I stehen bleibt
und fragt die Zweiter, die ihm nachfolgen, was sucht ihr?
Ihr Lieben, sie hatten eine Lebenssehnsucht, ein Verlangen.
Und hier ist es von ganzem Herzen, ihn suchen, ihr Lieben,
die Nähe gewohnheitsmäßig kennen bei Christus,
wie Johannes, der Jünger, den Jesus liebt,
der sich geliebt wusste von seinem Heiland,
den wir dann an der Brust Jesu finden, ihr Lieben,
in innigster Gemeinschaft.
Und das war der Mann, der sich immer so gesehen hat.
Und dann das Äußere stimmt dann auch, ihr Lieben.
Glückselig die im Wege untadelig sind,
die da wandeln im Gesetz des Herrn.
Haben wir heute Abend solche glückseligen Herzen hier,
die Lebenserfüllung in der Glaubensfreude gefunden haben, ihr Lieben,
weil sie ihn suchen, nah bei ihm sein wollen,
um ein Leben in Gemeinschaft zu führen.
Dann haben wir ebenfalls das Bedürfnis,
aus unserem persönlichen und gemeinsamen Leben,
das ist ihr Thema, alles, ihr Lieben, alles zu beseitigen,
was das gute, gedeihliche Klima im Haus Gottes stören könnte.
Dann leben wir zur Ehre unseres Herrn,
der uns so unendlich geliebt hat,
wartet auf diese Antwort der Liebe.
Dass etwas blüht und gewächst.
Und auch wir sagen, wie die Braut im Hohlied,
er komme und esse die ihm köstliche Frucht.
Dann wird er es, das ist der letzte Satz, den wir gelesen haben,
mit Frieden und Ruhe in unserer Mitte, im Volk Gottes, lohnen.
Möchte der Herr das schenken.
Vielen Dank. …
Automatic transcript:
…
Wir lesen heute Abend noch einmal Gottes Wort aus 2. Koniker 14,
Vers 4, und das Königreich hatte Ruhe unter ihm, und er baute feste Städte in Göttingen,
denn das Land hatte Ruhe, und es war kein Krieg gegen ihn in jenen Jahren,
denn der Herr hatte ihm Ruhe verschafft.
Und er sprach zu Judah,
Lasst uns diese Städte bauen und Mauern ringsum machen, und Türme, Tore und Riegel.
Noch ist das Land vor uns, denn wir haben den Herrn, unseren Gott, gesucht.
Wir haben ihn gesucht, und er hat uns Ruhe verschafft, ringsumher.
Und so bauten sie, und es gelang ihnen.
Und Asa hatte ein Heer, das Schild und Lanze trug,
aus Judah 300.000, und aus Benjamin 280.000 Mann,
die Tatschen trugen und den Bogen spannten, alles tapfere Helden.
Und Sirach, der Kuschitter, zog gegen sie aus, mit einem Heer von tausendmal tausend Mann und 300 Wagen.
Und er kam bis Marisha.
Und Asa zog ihm entgegen, und sie stellten sich in Schlachtordnung auf.
Ihm tat sie Vater bei Marisha.
Und Asa rief zu dem Herrn, seinem Gott, und sprach,
Herr, um zu helfen ist bei dir kein Unterschied zwischen dem Mächtigen und dem Kraftlosen.
Hilf uns, Herr, unser Gott, denn wir stützen uns auf dich,
und in deinem Namen sind wir gegen diese Menge gezogen.
Du bist der Herr, unser Gott, lass den Menschen nichts gegen dich vermögen.
Und der Herr schlug die Kuschitter vor Asa und vor Judah, und die Kuschitter flohen.
Und Asa und das Volk, das bei ihm war, jagten ihn nach bis Gera.
Und es fielen von den Kuschittern so viele, dass sie sich nicht wieder erholen konnten,
denn sie wurden zerschmettert vor dem Herrn und vor seinem Heer.
Und sie trugen sehr viel Beute davon.
Auch schlugen sie alle Städte rings um Gera, denn der Schrecken des Herrn war auf ihnen,
und sie beraubten alle Städte, denn es war viel Raubgut darin.
Und auch die Zelte bei den Herden schlugen sie und führten Kleinvieh in Menge weg und Kamele.
Und sie kehrten nach Jerusalem zurück.
So weit Gottes Wort heute Abend.
Ihr lieben Geschwister, wir dürfen ja in eine Reformationszeit hineinschauen im Volke Gottes.
Und ich darf mal anknüpfen an das Lied, was wir heute Abend gesungen haben.
Ich gehe davon aus, dass wir es mit ganzem Herzen gesungen haben,
vor allem auch diesen Ausklang als Biete.
Mehre in uns deine Gnade, dass wir auf dem Pilgerpfade
Mehre in uns deine Gnade, dass wir auf dem Pilgerpfade
wandeln dir zum Ruhm als dein Eigentum,
willig und ergeben, dir allein, Herr Jesus, leben.
Ihr lieben, der Glaube darf in neutestamentischen Zeiten eine Antwort haben auf das,
was auf Golgatha geschehen ist.
Wo der Sohn Gottes uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat,
ihr lieben, ein Wort, das sich tief in unser Herzen einprägen mag.
Mehr konnte Christus nicht geben, als er dort am Kreuz in den Sühnungsleiten
aus Liebe für uns gegeben hat.
Und deshalb sind wir ihm auch so wertvoll.
Deshalb lässt er uns auch nicht.
Deshalb nährt und pflegt er auch seine Versammlung, solange sie hier auf dieser Erde ist.
Und dann will er auch heute Abend durch sein Wort,
wieder seine belebende Gnade an uns deutlich machen.
Ihr lieben, wenn belebende Gnade wirksam ist an den Herzen,
ich darf nochmal zu ihm nie zurückkommen,
dann entsteht unweigerlich der Wunsch, mehrere in uns diese Gnade.
Was die Altestamentlichen, glaube ich, noch nicht kannten,
wir aber kennen dürfen, ist die Offenbarung des Herrn Jesus,
der Sohn des Gottes, in dem wir Gnade um Gnade empfangen haben und empfangen.
Der Strom göttlicher Gnade fließt, ihr lieben, zu unserem Nutzen
und wie wir im Gebet ausgedrückt haben, auch zu seiner Ehre.
Und möchten wir das heute wirklich erfahren, dass das nicht eine Kopfkenntnis ist,
sondern eine erlebte Tatsache.
Auch wenn wir uns noch einmal mit diesem Mann aus dem Malten Testament beschäftigen dürfen.
Gott hat uns diese Begebenheiten ja aufgeschrieben, damit wir daraus lernen, ihr lieben.
Und wir haben auch gestern gesehen, die Probleme, die dieser junge Mann im Glauben überwunden hat,
wie er sich freigemacht hat von den Hypotheken seiner Väter,
das sind nicht abgestandene alte Probleme, sondern strukturell die gleichen Probleme,
wie wir sie heute kennen, nur eben in einer anderen Spielart.
Das äußere Gewand ist ein bisschen anders vielleicht.
Ihr lieben, Neigungen, falsche Neigungen unserer Herzen gibt es heute auch.
Wir können auch heute unsere Beziehung zu Gott davon bestimmen,
welchen praktischen Nutzen wir im Leben haben.
Und wir können auch, ihr Lieben, im Traditionalismus ersticken,
ersticken und im Formalismus auch ersticken,
dass wir pochen auf die rechte Form, die rechten Grundsätze,
dass wir selbst zufrieden wären und Gott ist gar nicht zufrieden mit uns.
Das waren die drei Vorväter.
Und ich habe größten geistlichen Respekt vor diesem jungen Mann,
der einfach nicht mit dem Strom geschwommen ist,
sondern der die Ehre seines Gottes, des Gottes Israel suchte
und ihr Lieben eingestanden ist für seinen Gott.
Und dann haben wir gesehen, ihr Lieben,
dass er erst einmal sein Land reinigte und heiligte,
dass kein Götzendienst mehr Platz greifen sollte.
Keine falschen Bindungen der Herzen, kein Keil mehr, der sich drängt,
so würden wir das heute sagen, in unsere Beziehung zu Christus.
Und dann habt ihr, nachdem er das Negative beseitigt hat,
das Volk aufgerufen, wir wollen gemeinsam Gott suchen.
Gott suchen drückt ein verlangender Herzen aus, um nah bei ihm zu sein,
um zu erleben, was es heißt, Gottes Volk sein zu dürfen.
Das ist ein unendlicher Vorzug.
Das war im Alten Testament so und das ist noch größer im Neuen Testament,
wo wir zu einer himmlischen Berufung gekommen sind, nicht mehr irdisch,
sondern Christus erleben dürfen als die Offenbarung Gottes
und wir in ihm gesehen werden vor unserem großen Gott und Vater.
Jetzt fängt das eigentliche Reformwerk an,
nachdem sozusagen freie Bahn geschaffen worden ist
und wir können den heutigen Abschnitt, den wir gelesen haben,
unter drei Vokabeln stellen, die diesen guten Anfang ausmachen.
Erst einmal befestigt er sein Land, zweitens rüstet er, um es verteidigen zu können
und dann erleben wir einen Augenblick, wo er tatsächlich für die Freiheit
und die Wohlfahrt Israels oder des Volkes Gottes kämpfen muss.
Drei Etappen erleben und die hängen einfach zusammen
und wir wollen die mit den Augen des Neuen Testaments ein wenig anschauen
und uns auch mit diesen drei Etappen ein wenig befassen.
Vorweg noch ein anderer Gedanke.
Vielleicht ist euch aufgefallen, dass in den ersten Versen, die wir gelesen haben,
dreimal davon die Rede ist, also relativ häufig,
dass Gott seinem Land Ruhe geschenkt hat. Ruhe.
Nach Turbulenzen schenkt Gott eine Ruhe- und Friedenszeit.
Und ihr Lieben, das ist erstens nichts Selbstverständliches,
aber zweitens erhebt sich die Frage, die damals aktuell war
und heute ebenso aktuell ist, wie gehen wir mit Ruhe- und Friedenszeiten um als Volk Gottes.
Wir können da sehr unterschiedlich mit umgehen.
Wir haben vor einiger Zeit in Siegen das Buch der Richter betrachtet
und da gibt es so ein paar Kapitel, die gehen einem ans Herz ran.
Zum Beispiel die Geschichte von Gideon, wie Gott ihn gebraucht hat.
Wie Schwache in Gottes mächtiger Hand für Freiheit und Wohlfahrt von Gottes Volk einstehen.
Aber bevor der Mann auftritt, ihr Lieben, ist da von Barak und Deborah die Rede.
Und dann klingt die Berichterstattung über den Sieg dieser Leute aus
mit einer Bitte.
Die ihn lieben, die Gott lieben, seien wie die Sonne, aufgeht in ihrer Kraft.
Ihr Lieben, das entspricht einem Lobgesang, der da inmitten Israels Gott gebracht wird.
Die ihn lieben, seien wie die Sonne, aufgeht in ihrer Kraft.
Eine bildhafte Sprache, deren Bedeutung wir auch heute noch kennen sollen.
Und dann steht da so ein kleiner Zwischensatz
Und Israel hatte Ruhe 40 Jahre.
Und dann der nächste Satz
Und Israel tat wiederum, was böse war in den Augen des Herrn.
Ihr Lieben, geistliches Kapital, restlos verschleudert.
Friedens- und Ruhezeiten nicht genutzt, wie ein Volk Gottes sie nutzen sollten.
Ich nehme mal ein ganz anderes Beispiel.
Und dann merken wir, dass wir da zwei Pole haben, zwei Extreme,
wie man Ruhe- und Friedenszeiten auch nutzen kann.
Und jetzt gehe ich mal zu einem neutestamentlichen Beispiel.
Wir schlagen vielleicht mal Apostelgeschichte 9 auf.
Wir kennen da, da ist die Zeit, als Saulus von Tarsus seine Bekehrung erlebt
und dieser fanatische Verfolger der Christen, ich sage einmal, die Fronten wechselt.
Und dann heißt es in Apostelgeschichte 9 in Vers 31
So hatte denn die Versammlung durch ganz Judäa und Galiläa und Samaria in Frieden.
Das sind diese Ruhezeiten.
Und jetzt müssen wir gut weiterlesen.
Und wurde erbaut und wandelte in der Furcht des Herrn und mehrte sich durch die Ermunterung des Heiligen Geistes.
Ihr Lieben, da müssen wir einfach mal ein bisschen stehen bleiben.
Neutestamentlich können wir das unter zwei Perspektiven betrachten, wenn es um die ruhigen Zeiten geht.
Paulus sagt durchaus dem Timotheus, dass wir für die oberrichtlichen Gewalten beten sollen,
damit wir ruhige und stille Zeiten haben können.
Aber dahinter setzt er keinen Punkt, ihr Lieben,
sondern da fügt er den geistlichen Appell, damit wir diese Ruhe und stillen Zeiten in aller Gottseligkeit und würdigem Ernst verleben.
Was bedeutet das, ihr Lieben?
Wenn Gott äußere Ruhezeiten schenkt, dann sollen wir das als eine empfangene Gnade in Empfang nehmen.
Und ihr Lieben, mit Herzensfrömmigkeit und einem christenswürdigen Ernst sollen wir diese Zeit nutzen.
Wofür nutzen?
Wir können das für uns selbst nutzen.
Wir können das für das Volk Gottes nutzen und für Gott selbst, für die Ewigkeit.
Was singen wir in einem Lied?
Lehr uns treue Jünger werden, dass wir diese Zeit, diese kurze Zeit auf Erden,
und vor allem die ruhigen und stillen Zeiten, nützen für die Ewigkeit.
Eben da lesen wir jetzt, wie die ersten Christen in Apostelgeschichte 9 diese Ruhe- und Friedenszeit genutzt haben, die Versammlung.
Erstens hatten sie Frieden, äußerlich und innerlich. Das sind zwei Perspektiven.
Sie wurden erbaut, ihr Lieben, die haben die Ruhe- und Friedenszeiten zur geistlichen Auferbauung gebraucht.
Dass der innere Mensch wuchs, dass er genährt wurde durch Gottes Wort, durch die empfangene Gnade Gottes,
in dem das Wachstum zu sehen war, wie Petrus sagt, wachset aber in der Gnade und in der Erkenntnis Jesu Christi,
unseres Herrn und Heilandes, wachst.
Sie wurden also auferbaut.
Und zweitens, sie wandelten in der Furcht des Herrn.
Das heißt, du konntest bei der täglichen Lebenspraxis gelebte Gottesfurcht erkennen, ihr Lieben.
Und so wurden die Friedenszeiten verliebt, dass die Christen ein moralisches Abbild von Christus waren.
Und dann haben wir ein drittes Merkmal gelesen.
Sie mehrten sich durch die Ermunterung des Heiligen Geistes.
Da war Evangelisation, ihr Lieben, da war Zeugnis.
Und dann kamen neue hinzu. Sie mehrten sich, die Versammlung, in Tiefe und Breite.
Und da steht also dieser letzte merkwürdige Nachsatz, durch den Trost des Heiligen Geistes.
Ihr Lieben, sie verlangten, sie waren fast untröstlich, wenn nicht Menschen hinzukamen.
Sie waren untröstlich, wenn Menschen nicht für Christus gewonnen wurden.
Und als dann das Werk der Gnade neue hinzubrachten, dann wurden sie darin getröstet,
dass sie merkten, in diesen schwierigen Zeiten, auch diesen Nachverfolgungszeiten,
sie hatten ja alle diesen Saulus von Tharsis erlebt.
Da tut Gott Menschen hinzu, das war für sie Trostermutigung.
Der Geist Gottes, der dieses Werk an Herzen tat, der tröstete auch sie.
Ebenso wurden ruhige und stille Zeiten genutzt.
Wie nutzen wir die Friedenszeit?
Ihr Lieben, wir haben, was das Äußere anbelangt, die eine Betrachtungsweise,
haben wir eine so lange Friedensperiode bereits hinter uns,
wie sie seit Jahrhunderten unserem Volk nicht mehr beschieden war.
Das müssen wir bedenken.
Und die Älteren von uns, die haben ja noch den letzten Weltkrieg so ein wenig miterlebt.
Das war nicht nur Diktatur im Allgemeinen,
sondern des Glaubens wegen, ihr Lieben, hat man viel Unfreiheit und Druck, Repressalien einstecken müssen.
Ich weiß noch, wie mein Vater seine letzte Zelt-Evangelisation
vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Hannover hatte.
Eine Woche, aber eine Woche Kampf, dass der Herr ihm das Leben da erhalten hat, war ein Wunder.
Und er sagte selbst, nach dieser einen Woche sah das Zelt aus wie nach einem Bombenangriff.
Da ist keine Bombe gefallen, aber da waren böse, antichristliche Menschenhände am Werk gewesen.
Und dann kam 1945 Friede, äußerlich Ruhe wieder.
Wir haben Menschen da diese Zeit der Ruhe genutzt.
Ich darf nochmal an das Beispiel der Evangelisation in den ersten Nachkriegsjahren anknüpfen.
Da war jeder Raum brechend voll.
Mein Vater hatte in einer Woche drei unterschiedliche Lokale gehabt, weil ein Verlangen der Menschen da war,
weil sie jetzt diese Ruhe- und Friedzeit genutzt haben.
Und dann, ein paar Jahre weiter, dann brachen die sogenannten Wohlstandsjahre an.
Die Älteren kennen die Zeit noch.
Wohlstandsjahre.
Was sagt die Bibel?
Was ein Mensch schlicht ertragen kann?
Eine Reihe von guten Jahren, die uns bequem machen.
Da ruhen wir uns auf, da genießen wir den äußerlich wachsenden Wohlstand.
Und dann rutschte unsere Gesellschaft, ich zitiere, unsere eigene Gesellschaft,
aus der Wohlstandsgesellschaft in die Spaßgesellschaft.
Und wo stehen wir heute?
Ihr Lieben, wir sind alle, auch als Christen, erst einmal Kinder unserer Zeit.
Aber die Frage ist, ob wir Opfer unserer Zeit werden, wenn unsere Zeit problematisch ist,
oder ob wir Überwinder dieser Zeitverhältnisse sind,
dass uns die guten äußeren Verhältnisse nicht zur inneren Schaden sind,
sondern dass wir sie so nutzen, wie Gott es sehen möchte.
Ihr Lieben, äußere Ruhe und Frieden im Einsatz für das Evangelium,
zur Auferbauung der Versammlung, die Sache des Herrn, das Werk des Herrn,
zu unserem eigenen machen, das wir uns gebrauchen lassen,
das unter den Gläubigen des Herrn Auferbauung ist,
dass die Herzen die äußere Friedenszeit nutzen, damit wirklich inneres Wachstum da ist.
Geistliche Gesundheit.
Und ihr Lieben, dann mag der Herr auch Ruhezeiten schenken.
Das ist eine andere Betrachtungsweise.
Dass er uns frei hält und bewahrt vor dieser berüchtigten Unruhe.
Kennt ihr Unruhe im Volke Gottes?
Wenn auf einmal Probleme aufbrechen, Differenzen um sich greifen,
Leermeinung gegen Leermeinung steht, Unruhe nennen wir das, ihr Lieben.
Und Unruhe ist nie gedeihlich, ist nie segensfördernd.
Sondern da zerreiben sich Kräfte, ihr Lieben, die wir ganz woanders gebrauchen sollten.
Und das ist nicht zur Ehre des Herrn.
Was machen wir, ihr Lieben?
Wenn der Herr uns dann Zeiten der Ruhe und des Friedens, auch der inneren Ruhe schenkt,
nutzen wir diese Zeit zur Auferbauung, dass der Frieden gefestigt wird.
Und dass das Werk des Herrn betrieben wird.
Dass die geistliche Gesundheit, ihr Lieben, vorbeugende Pflege erfährt,
in den Familien, in der Versammlung.
Wir Christen früher in der Kindheit, und das war eine arme Zeit nach dem Krieg,
jeden Tag etwa so Gesundheitsprophylaxe.
Ich erinnere mich heute noch dran, da stand oben am Deckel der segensreiche Löffel,
jeden Morgen ein, zur Vorbeugung gegen Krankheit und so weiter.
Eben kennen wir diese vorbeugende Pflege im Geistlichen.
Dass wir Ruhezeit nutzen, ich komme gleich auf Aser zurück,
dass wir auferbauen, ihr lieben Geschwister,
dass geistliche Stabilität erreicht wird.
Wir gegründet und gefestigt sind in der Belehrung des Wortes Gottes,
gegründet und gefestigt im Vertrauen auf unseren Herrn,
um das mit einem Ausdruck zu sagen, dass wir nah bei ihm sind.
Dann stehen wir gut.
Das ist ein gutes Nutzen der Ruhezeit.
Und jetzt merken wir, ihr Lieben, was der Aser tut, war genau das Richtige.
Übrigens ist er nicht der erste Mann, der jetzt sein Reich befestigt.
Das hat übrigens Salomo in guten Tagen auch schon getan,
dass er sich nicht überraschen lassen wollte durch feindliche Angriffe.
Dann hat er Reiterstädte, Vorratsstädte, Burgen angelegt und so weiter.
Und hier sehen wir das, dass Aser das auch macht.
Wir haben das gelesen in Vers 6.
Lasst uns diese Städte bauen, Mauern ringsum machen und Türme, Tore und Riegel.
Noch ist das Land vor uns, denn wir haben den Herrn, unseren Gott, gesucht.
Ihr Lieben, diese Befestigung und Sicherung seines Landes,
die praktiziert der Aser in Ruhe- und Friedenszeiten.
Und diese Befestigung haben andere Reformkönige nach ihm auch betrieben.
Aber nicht immer unter denselben Voraussetzungen.
Wenn wir mal zu Asers Sohn gehen, das ist der Josaphat,
dem war es nicht vergönnt, eine längere Ruhe- und Friedenszeit für diese Arbeit zu haben.
Der hatte sozusagen den anrückenden, den drohenden Feind vor Augen.
Das war der König des Nordreiches, dieser Baesa.
Der wollte sozusagen um Jerusalem eine Berliner Mauer bauen,
wie man das ausdrücken konnte.
Damit keine Menschen aus dem Nordreich mehr Zuflucht in Jerusalem suchen konnten,
weil sie mit dem eigenwilligen Gottesdienst unter Jerobeam und seinen Nachfolgern nicht mehr leben konnten.
Da musste sie auf Krieg warten.
Was hat er gemacht, ihr Lieben?
Wir können es mal eben Kapitel 17 lesen.
Nur einen Vers.
Vers 12.
Josaphat wurde immerfort größer, bis er überaus groß war.
Und er baute in Juda Burgen und Vorratsstädte.
Und er hatte große Vorräte in den Städten Judas und Kriegsmänner, tapfere Helden in Jerusalem.
Da sehen wir, dass er auch angesichts des drohenden Feindes sein Land befestigt.
Und wenn wir dann noch ein wenig weiter gehen zum König Hiskia.
Kapitel 32.
Da hat er absolut keine Friedenszeit.
Da sehen wir ihn auch nicht angesichts einer Kriegsgefahr, sondern da steht er unmittelbar dem Feind gegenüber.
Der Sanherib, der Assyrer König, ist schon in Juda eingefallen,
belagert dort die Städte und hat sein Auge geworfen auf Jerusalem.
Die Geschichte sagt, dass er glaubte, er könne Jerusalem fangen wie einen Vogel im Käfig.
So siegesicher war dieser Mann.
Was macht der Hiskia, ihr Lieben?
In der größten Not. Der Krieg ist da.
Die Flammen schlagen empor.
Da tut er eins, und zwar genau das Richtige.
Dieser gottesfürchtige Mann.
Er festigt, wo er Lücken und Schäden sieht, damit er es dem Feinde nicht einfach machen will, anzugreifen.
Die wunderbaren Dinge können wir mal darüber nachdenken, ihr Lieben.
Die Wasserversorgung von außen.
Hat er geschützt, getarnt.
Hat den Tunnel da gegraben.
Den kannst du als Tourist heute noch besehen.
Er wollte von den Lebensquellen nicht abgeschnitten werden.
Hat das gesichert.
Wir verstehen die neuteste hemmelige Botschaft sehr gut, ihr Lieben.
Und wenn wir noch einmal zusammenfassen.
Diese Sicherung seines Landes.
Diese Befestigung.
In Friedenszeiten.
Zweitens angesichts drohender Gefahr.
Und drittens mitten in der Gefahr.
Kennen wir übrigens im Neuen Testament auch.
Da geht es allerdings um geistliche Befestigung.
Ich nenne mal ein Beispiel, wo in Friedenszeichen der Apostel Paulus ein Werk der Befestigung getan hat.
Da können wir den Römerbrief nehmen.
Der Römerbrief ist durch dieses Wort eingerahmt.
Im ersten Kapitel hast du es.
Wenn Paulus sagt, ich möchte gerne euch besuchen.
Wir wollen auferbauen, getröstet werden durch den Glauben, der in dem anderen ist.
Da werden keine extra Gefahren genannt.
Aber er sagt, ich möchte Gnadengabe austauschen.
Euch meinen Dienst in Christus im Herrn schenken.
Und dann schließt er diesen langen Brief, die 16 Kapitel.
Dass er Gott preist, der aufzuerbauen und zu befestigen vermag, ihr Lieben.
Gott vermag und will es.
Und er stellt sich in diesen Dienst für seinen Gott.
Befestigen, ihr Lieben.
In Friedenszeiten, da mag mancher Römer von der alten Hiob-Frage bewegt worden sein.
Wie kann überhaupt ein Mensch gerecht sein vor Gott?
Und auf diese uralte Frage antwortet Paulus systematisch durch den Geist Gottes gelenkt.
Alle Fragen, die da in den Blick kommen, damit befestigt er sie in Lehre und Praxis, ihr Lieben.
Beides gehört zusammen, Friedenszeiten.
Und dann als die Gefahr anrückte, eben die Kolosser, die standen auch in Gefahr.
Vielleicht schlagen wir die Stelle mal auf.
Weil da wirklich bemerkenswerte Worte auch genannt werden im Blick auf das Thema der Befestigung aus Kolosser 2.
Da sagt er in Vers 6, wie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt,
so wandelt in ihm gewurzelt und auferbaut in ihm und befestigt in dem Glauben,
so wie ihr gelehrt worden seid, überströmend darin mit Danksagen.
Und dann wechselt er über zur Warnung, gebt Acht, dass nicht jemand da sei,
der euch als Beute wegführt durch die Philosophie und durch eitlen Betrug
nach der Überlieferung der Menschen und so weiter.
Ihr Lieben, was sagt er hier?
Wie ihr den Christus empfangen habt, nicht weil, das sitzt ja voraus,
sondern wie ihr Christus empfangen habt und wie hatten die Kolosser Christus empfangen, ihr Lieben?
Indem die Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt und indem die Kolosser,
was ihre Stellung vor Gott betraf, vollendet waren.
Deutlichere Worte kannst du nicht nennen für jemand, der sich zu Gott bekehrt hat,
der die Wiedergeburt erlebt hat, der den Geist Gottes hat, ihr Lieben,
in Christus vollendet, indem die Fülle der Gottheit wohnt.
Was ein wunderbarer Stand.
Wie ihr ihn empfangen habt, genau so, ihr Lieben, da lasst euch befestigen
und dann nehmt ihr zwei Vokabeln, wandelt in ihm, erstens gewurzelt
und zweitens auferbaut in ihm und drittens befestigt in dem Glauben.
Wir merken, Paulus wählt hier für ein und dasselbe Thema unterschiedliche Bilder.
Er sagt einmal, ihr sollt gewurzelt sein.
Da wählte das Bild aus der Natur, dass ein Baum gewurzelt sein muss,
sonst hat er weder Standfestigkeit, noch Vitalität, noch Leben.
Wir hatten mal zu Hause einen Baum, der brachte keine Früchte mehr.
Und nächstes Jahr hing er so ein bisschen windschief in der Wiese.
Und dann ist mein Vater mal rangegangen, hat mal so ein bisschen gepackt,
auf einmal hat er ihn in der Hand.
Baum ohne Wurzel, waren da Wühlmäuse dran gewesen.
Ihr Lieben, ein Baum ohne Wurzel kann keine Früchte bringen.
Der kann nie so etwas werden, wie in Psalm 1 beschrieben.
An Wasserquellen gegründet, der seine Frucht für Gott bringt.
Zu seiner Zeit, dessen Blätter, dessen Zeugnis auch nie verwelkt, ihr Lieben.
Das sind die vielen Saugwurzeln, die Nahrung, die Wasser aus dem Erdreich,
aus dem Nährboden beziehen.
Ihr Lieben, dass Frucht zu seiner Zeit ist und dass das Zeugnis nach außen
klar erkennbar ist, dass Blatt des Christen als solches erkannt wird, ihr Lieben.
Da müssen wir gewurzelt sein.
Und ich bleibe nochmal so ein bisschen bei den Bäumen.
Die haben ja nicht nur diese Tellerwurzeln, sondern es gibt auch Bäume, ihr Lieben,
die charakterisieren sich durch tiefe Pfahlwurzeln.
Pfahlwurzeln, die gehen ganz tief ins Erdreich.
Da kann der Sturm noch so biegen und zerren, ihr Lieben.
Die bleiben stehen.
Und das ist das Bild, was Paulus auch für Christen gebraucht.
Ich sage einmal, wir müssen beiderlei Wurzelwerk haben.
Und das muss in Ordnung sein, ihr Lieben.
Gewurzelt.
Sind wir alle gewurzelt, ihr lieben Geschwister?
Haben wir die Wurzeln tief in das Erdreich der Gnade und der Belehrung des Wortes Gottes getan?
Haben wir unseren Grund, ihr Lieben, in Christus selbst, aus dem wir alles beziehen,
der unsere Quelle aller Freuden ist, wie wir sehen?
Haben wir da wirklich unsere Wurzeln und auch unsere Standfestigkeit in Christus?
Und dann wird das nächste Bild gebraucht.
Auferbaut.
Ihr Lieben, der Herr selbst vergleicht mal zwei Hausbauweisen
und will damit deutlich machen, wie einer lebt, ohne aufs Wort Gottes gegründet zu sein
und der andere, der eben doch auf Gottes Wort gegründet ist.
Der eine baut auf den Sand, hat kein Fundament
und die Stürme, die Winde kommen und das Haus stürzt ein, ihr Lieben.
Wie manches Lebenshaus ist schon eingestürzt.
Gerade vor kurzem noch ein erschütterndes Beispiel gehört.
Ich nenne es nicht, ich nenne es nicht.
Eben wo ein Lebenshaus einer ganzen Familie zerbricht,
bei dieser Gründung im Glauben, dass Fußen auf Gottes Wort nicht da waren.
Äußeres Bekenntnis, die gelebte Wirklichkeit völlig anders.
Und die Probleme scheinen zuzunehmen, ihr Lieben.
Sind wir solche, deren Lebens- und Glaubenshaus wirklich eine gute Gründung hat?
Eben, dass der Geist der Gottesfurcht erlebt.
Dass Gottes Wort ungeschmälerte Gültigkeit und orientierende, leitende Kraft hat, ihr Lieben.
Dass wir als Eltern in unseren Familien noch für Glaubensfestigkeit unsere Energien und Interessen einsetzen,
wenn Gott uns eine Familie geschenkt hat, ihr Lieben.
Die Stürme unserer Zeit, obwohl wir äußerlich Frieden haben,
ihr Lieben, die haben Windstärke 12 weit erreicht.
Wir merken es bloß nicht so ganz, weil der Satan das so listig-tückisch macht.
Da brauchen wir diese Befestigung in Familie und Versammlung.
Ihr Lieben Brüder, liegt es uns daran, dass Auferwahrung in der Versammlung geschieht?
Und wenn der Herr uns gebrauchen will, etwas zu geben zur Auferwahrung,
da müssen wir selbst etwas haben, ihr lieben Geschwister.
Du kannst keine Pflanze mit der Gießkanne begießen, wenn da nicht Wasser drin ist.
Das Lebenswasser hell und rein muss uns selbst erquicken, dann können wir anderen weitergeben.
Aber die Frage ist, ob dieses Werk der Befestigung, dass Grundlagen da sind,
und Grundlagen beziehen sich im Glaubensleben auch auf Grundsätze,
die leitende, stabilisierende Funktion haben.
Aber die müssen wir nicht nur im Kopf kennen.
Oder ich muss auch nicht wissen, wo ich die alle nachlesen kann.
Sondern die muss ich in meinem Herzen verwahren.
Dass sie mir Lebensfreude sind, als leitende Grundsätze meines Glaubenslebens.
Wir werden Gott sei Dank nicht mehr durch ein kleinmaschiges Regelwerk gelenkt,
wie Israel unter Gesetz.
Konntest du aufschlagen, darf ich das, darf ich das nicht?
Wenn du unklar warst, konntest du in Schrift gelehrten Fragen,
deshalb hießen die auch so, der sagte ja ganz genau,
da steht das, das musst du machen und das darfst du nicht machen.
Im Neuen Testament haben wir diese Verhältnisse nicht.
Da haben wir sehr wohl leitende Grundsätze.
Aber warum hat Gott uns diese leitenden Grundsätze gegeben?
Damit wir sehr klar eine grundsätzliche Orientierung haben.
Aber dann sollen wir mit dieser Orientierung, mit diesen Grundsätzen,
im konkreten Fall immer wieder in Abhängigkeit von den Herrn hintreten.
Wie kann ich diesen Grundsatz zu deinem Wohlgefallen praktizieren?
Ja oder nein?
Diesen Weg oder jenen Weg, dass wir befestigt werden in der Gnade,
dass sie uns nährt und steuert.
Diese Befestigung brauchen wir.
Und dann heißt es, darin überströmend mit Danksagung.
Ihr Lieben, Danksagung ist da, wenn wir merken,
hier stehen wir nicht einer Pflicht gegenüber,
sondern das erfüllt uns mit Freude.
Da haben wir etwas Besonderes empfangen.
Wenn wir die Fragen der Glaubensbefestigung,
der Beschäftigung mit Gottes Wort nur als eine Pflichtübung ansehen,
bringt uns das nichts.
Sondern das Herz muss so angesprochen werden,
dass wir genau dafür danken können, Gott preisen können,
dass er uns das in seinem Wort gegeben hat.
Und dann kommt erst der nächste Punkt.
Dann sagt Paulus, habt Acht.
Und dann seht ihr, ihr Lieben, wie sich sozusagen auf dem Hintergrund
anrückende Feinde schon postiert haben.
Er nennt die auch, die sozusagen eine Gefahr für diese Kolosser werden sollen.
Dann nennt er die Philosophie,
dann nennt er den eitlen Betrug und sagt,
passt auf, dass ihr nicht als Beute weggeführt werdet.
Warum Beute werden?
Das ist ganz einfach, ihr Lieben.
Der Feind, der lockt uns nicht immer mit grober Sünde.
Deshalb ist dieses gegründet sein im Wort Gottes
und in der Nähe zu ihm ja so notwendig.
Sondern der tarnt ja seine Versuchen.
Der hat den Kolossern gesagt,
ich versuche das mal so ein bisschen zu übersetzen,
also ihr mit eurem Glauben an Christus,
das ist ja ein schöner, ein bewundernswerter,
einfältiger Glaube, den ihr da habt.
Kannst du heute noch hören.
Mir hat er auch einmal gesagt, sie haben ja einen einfältigen Glauben.
Das meinte der herabschätzend.
Ich habe gesagt, Dankeschön für das Kompliment.
In meinen Augen ist das ein Kompliment.
Wenn ich in Einfalt des Herzens der Stimme meines Herrn allein folgen darf.
Aber dann sagt er, ihr müsst das ein bisschen anreichern.
So als Ausgangspunkt ist das ja gut, was ihr da von Christus redet.
Und wie er gelebt hat, das ist ja auch ganz gut.
Aber ihr müsst mal das auf ein höher stehendes geistiges Fundament heben.
Ihr müsst da Philosophie noch ein bisschen rannehmen.
Ihr müsst da sozusagen Lebenserfahrung, Humanismus beisteuern.
Und dann merken wir, ihr Lieben, dann erweckt er den Anschein,
er könne unser Glaubensleben reicher machen.
Und er will es systematisch ärmer machen, ihr Lieben.
Das ist ein sehr aktuelles Problem heute, ihr Lieben.
Vielleicht kommen wir gleich noch dazu.
Dass er den Anschein erwecken will, als Engel des Lichts,
ich mache euch reicher, ich führe euch vorweg.
Und er macht uns ärmer und führt uns von Christus weg.
Eben dieses Befestigen, was hier betrieben wird,
da sagt, ach nein, lasst mich noch eben den dritten Punkt sagen,
ihr Lieben, mitten in der Gefahr, wie das ist Gier.
Leider gibt es da sehr viele Beispiele.
Ich denke mal an einen Hebräerbrief.
Die hatten gut angefangen.
Und dann drohten sie einzuknicken,
als der Druck von außen nicht nachlassen wollte.
Zu Anfang sogar den Raub ihrer Güter mit Freuden erduldet.
Und dann standen sie davor zurückzukehren,
weil der Druck zu groß wurde.
Haben unsere Väter, unsere Schriftgelehrten nicht doch recht,
dass wenn Gott das im Alten Testament gegeben hat,
dann hat das Gesetz, dass das völlig ausreicht.
Warum Christus? Warum Christus?
Ihr Lieben, in dieser brandheißen Gefahr tritt der Schreiber auf
und er hat ein Rezept, ihr Lieben.
Er konfrontiert seine bedrohten, gefährdeten Brüder mit einem Thema,
das er immer das Bessere vorstellt, in Christus.
Immer das Bessere.
Egal aus welchem Blickwinkel du das Thema anschaust,
in Christus immer das Bessere.
Und der Mann, der diesen Brief geschrieben hat,
wusste um das Bessere in Christus.
Und ihr Lieben, ich hoffe, dass wir alle miteinander
auch diese wunderbare Alternative zu allen Zeitproblemen kennen,
das Bessere in Christus.
Das muss aber in unseren Herzen sein, ihr Lieben.
Nicht, dass wir hier scharfe Argumentierer sind,
die einen schnellen Geist haben,
sondern ein volles, überzeugtes Herz,
das reden kann, was besser ist in Christus.
Oder die Galater Rückkehr ins Gesetz.
Ich habe abermals Geburtswehen, sagt es.
Bis Christus in euch Gestalt gefunden hat.
Ihr Lieben, der Mann ruhte nicht eher.
Und er vergleicht seine Bemühungen mit einer neuerlichen Geburt,
mit allen Schmerzen, die das mit sich bringt, ihr Lieben.
Das war ein Hirtenherz des Apostels.
Und er versucht sie zu befestigen,
bis Christus in euch gestaltet worden ist, ihr Lieben.
Bis ihr merkt, dass ihr kein Gesetz mehr braucht,
dass es ein Rückfall ist,
sondern dass Christus in allem Genüge ist.
Dann können wir in andere Beispiele gehen, ihr Lieben,
auch äußere Gefahren.
Guckt mal in den ersten Thessalonicher Brief rein.
Rührendes Bemühen bei den Thessalonichern,
die von allen Seiten Druck richten.
Und dann hielt er es nicht mehr aus, sagt Paulus,
ich muss euch den Themotius senden,
damit nicht ihr in diesen Drangsalen wankend werdet.
Das ist das Gegenstück von Befestigung.
Äußere Verhältnisse, ihr Lieben,
wenn der Nachbar immer im Druck nicht nachgibt
oder die Arbeitskollegen oder wo auch immer,
wo ich hingestellt bin,
dass ich dann nicht irgendwann einknicke, wankend werde.
Auch diese Befestigung brauchen wir in Familie und Versammlung.
Ihr lieben Väter und Mütter,
befestigt bitte eure Kinder mit der Hilfe des Herrn,
dass sie Rückgrat bilden,
geistliches Rückgrat und Stehfähigkeit in Christus,
in ihrem Glauben.
Da sind wir als Eltern, Großeltern in besonderer Weise gefragt.
Und auch als Väter in Christus, in der Versammlung,
dass der Dienst zur Stärkung geschieht, ihr Lieben,
dass wir Übungen, Probleme gegenüber Stand halten können,
nicht einknicken.
Ihr Lieben, das ist kein Naturtalent, das Befestigen.
Da brauchen wir Gottes Gnade.
Und der Weg zum Thron der Gnade, zu diesem Thema,
ist uns immer offen.
Aber eins müssen wir wissen, ihr Lieben,
der Thron der Gnade ist unversichtbar,
aber unser Einsatz, die Bereitschaft,
uns gebrauchen zu lassen unter der Wirkung der Gnade,
ist ebenso unerlässlich.
Und jetzt komme ich zu einem schönen Punkt zurück,
wie der Aser das kommuniziert in seinem Volk.
Der Aser ist ja selber dahin gekommen,
du musst jetzt sehen,
dass du Stabilität und Sicherheit in Juda sorgst.
Und dann sagt ihr Dritte vor sein Volk hin,
Lasst uns nun, lasst uns nun.
Der gibt keinen Befehl, ihr Lieben,
sondern da spricht geistliche Überzeugungskraft.
Lasst uns nun.
Wir haben jetzt nicht die Zeit,
aber ich gebe euch mal die Anregung.
Schreibt einfach mal auf, blättert nach.
Und Gottes Wort, dieser wunderbare Appell
zum gemeinsamen Handeln gegeben wird.
Und wenn es hier der Vater, der Vorvater von Aser ist,
der König David.
Ich freute mich, als sie zu mir sagten,
lasst uns zum Haus des Herrn gehen, ihr Lieben.
Das Herz schlug für den Gott Israels
und es drängte ihn an diesen einen Ort,
wo Gott unter den Lobgesängen Israels wohnen wollte.
Und wenn dann andere zu ihm sagten, komm wir gehen,
Psalm 42 sagt,
dann waren wir immer eine feiernde Menge,
die hinaufzog, ihr Lieben,
dass wir mit der gleichen Herzensfreude
uns einander ermutigen konnten.
Lasst uns gehen, ihr Lieben.
Lasst uns das Werk der Auferbauung betreiben.
Gebt meinen Hebräerbrief ungefähr ein Dutzend Mal.
Lasst uns.
Lasst uns aus der Krisenzone rauskommen, ihr Lieben.
Lasst uns hin zu Christus gehen.
Den Anfänger und Verländer anschauen, ihr Lieben.
Lasst uns, lasst uns.
Er hat uns gezeigt, was Glauben vermag,
welche Überwindungskraft der Glaube entfalten kann.
Das hat er gezeigt.
Da hat er den Glaubensweg angefangen
und hat ihn als unser Vorläufer auch beendet.
Und ihr Lieben, wir stehen noch mitten in der Kampfbahn des Glaubens.
Aber da sollen wir sein Beispiel vor Augen haben,
dass es uns anzieht, ihr Lieben.
Und dass wir allen störenden Ballast dann beiseite werfen.
Lasst uns.
Und ihr Lieben, jetzt hat der König Aser diesen Appell ausgesprochen.
Und dann erklärte er Ihnen, was er tun will,
was das gemeinsame Handeln zum Inhalt haben soll.
Kommt gleich.
Und dann steht da eine wunderbare Antwort.
Dann sagte er, und so taten sie.
Und so.
Ihr Lieben, Appell und Antwort.
Eins zu eins.
Es mag sein, dass in Gottes Volk auch heute noch
Appelle der beliebenden Gnade ausgelöst werden durch den Herrn.
Das mag durch Einzelne geschehen.
Aber die Frage ist, ihr Lieben,
wenn die Gnade an uns appelliert,
den einen oder anderen dazu gebraucht,
wie wir darauf antworten.
Ob diese Antwort auch so ist, wie hier in Judah.
Eins zu eins.
Lasst uns.
Und dann sagt er genau, was sie tun wollen.
Und dann steht, und so taten sie, ihr Lieben.
Da geht einem das Herz auf, ihr Lieben,
wenn man sieht, welche gemeinsame Glaubensaktivität hier entfaltet wird.
Da hat keiner gesagt, lass mal oder lass die anderen.
Die Sprache kannst du vielleicht heute hören.
Lass mal kriegst du sowieso nicht hin.
Die Zeiten sind vorbei, sagte mir mal einer.
Wenn ich mich diesem Lass mal anschließen würde,
würde ich auch zu Hause bleiben.
Dann wäre ich auch nicht zu euch gekommen.
Aber wir dürfen der belebenden Gnade vertrauen,
die heute noch ein Werk hat und es so lange tun wird,
wie die Versammlung Gottes auf der Erde ist.
Da dürfen wir nicht resignieren.
Da wollen wir uns ziehen lassen und uns dieses
Lasst uns zurufen lassen.
Und so tun, ihr Lieben, wie die Gnade uns ermuntert.
Mehre in uns deine Gnade, dass wir auf dem Pilgerpfade
wandeln dir zum Ruhm als dein Eigentum.
Das wäre die Antwort gewesen von dem Volk auf den Appell von Asa.
Und was wollten wir jetzt machen, ihr Lieben?
Sie wollten Städte bauen, Mauern ziehen,
Türme bauen und Tore und Riegel.
Volles Programm.
Wir haben jetzt nicht viel Zeit, ihr Lieben,
intensiv über die einzelnen Teile dieses Befestigungswerkes zu reden.
Aber ich möchte mal ein paar Anstöße geben.
Wenn wir auch das mit den Augen des Neuen Testaments sehen wollen,
müssten wir ja idealerweise mal den Mauerbau Jerusalems betrachten.
Den nehmen ja drei.
Da entsteht als erstes die Frage,
warum wird denn überhaupt eine Stadtmauer gebaut?
Soll Jerusalem isoliert werden?
Und ich übertrage das mal sofort ins Neue Testament.
Die Mauer repräsentiert den Gedanken biblischer Absonderung.
Und dazu ein erstes Wort.
Biblische Absonderung ist keine Isolation und führt auch nicht in die Isolation.
Das wäre ein totales Missverständnis.
Biblische Absonderung.
Und dann hätten wir auch die Mauer in Jerusalem völlig falsch verstanden.
Was sollten denn die Mauer in Jerusalem?
Wenn du einen Bürger gefragt hättest, warum baut er hier?
Oder den Hemir, der hätte nur den Kopf geschüttelt über solch eine Frage.
Der sagt, das ist doch selbstverständlich,
dass wir hier das Heiligtum, das Leben im und um das Heiligtum schützen wollen.
Deshalb muss eine Mauer her, dass kein Feind uns stören kann.
Wenn die Bürger Jerusalems zum Tempel gehen wollten,
der eine hat ein Rind am Strick, der andere Schaf.
Oder wenn sie miterleben wollten,
wenn das beständige Brandopfer da gebracht wurde, ihr Lieben.
Wenn du in Jerusalem lebtest und du zum Tempel gucktest,
dann konntest du immer sehen, da steigt Rauch auf.
Das Morgen- und das Abendopfer.
Dieses alte Zeichen Gottes,
dass er aufgrund eines geschehenen Opfers inmitten seines erlösten Volkes wohnen will,
um inmitten seines erlösten Volkes auch angebetet zu werden, ihr Lieben.
Und dieses Heiligtum, das Leben im Heiligtum,
muss geschützt sein, ihr Lieben, damals und heute.
Ezekiel, wenn der mal den Tempel des tausendjährigen Reiches sieht,
der redet auch von diesen Mauern und er sagt,
sie scheiden, sie trennen das Heilige vom Unheiligen.
Und genau das ist der Zweck, ihr Lieben.
Biblische Absonderung, wie wir sie vor allem im Neuen Testament entfaltet bekommen,
hat einmal den Gedanken der schützenden Wegwendung von etwas.
Wir sondern uns ab von etwas.
Aber wir sondern uns auch ab zu etwas.
Abwendung und Hinwendung.
Beides.
Wir können nicht eins nur praktizieren.
Wenn ihm im Hebräerbrief gesagt wird,
lasst uns nun zu ihm hinausgehen,
wie der solche anlasst uns,
außerhalb des Lagers seinen Schmach tragen.
Ihm war das ein Weg hinaus,
aus dem religiösen Lager und System der Juden.
Das musstest du verlassen.
So wie der Herr die Seinen, die Schafe,
aus diesem Schafhof Israels, Johannes 10,
rausführte, ihr Lieben,
so sollten sie jetzt dieses tote orthodoxe System verlassen.
Aber wenn sie da heraus trat,
was vor Gott keine Anerkennung mehr hatte,
dann standen sie eben nicht in einem Niemandsland,
allein und verlassen.
Sondern heißt es zu ihm hinaus.
Zu ihm. Zu Christus.
Das war doch das große Thema, das bessere in diesem Brief.
Wenn das Thema uns heute betrifft,
dann heißt es auch,
dieses hinausgehen, Absonderung,
einmal aus allen Systemen,
Benennungen,
die vor Gott keine Anerkennung finden können.
Aber wenn wir da hinausgehen,
wenn Bruder Dabi da hinausgegangen ist,
ich darf mal Namen nennen,
oder Bruder Kelly,
in Glaubensenergie,
Vertrauen auf ihren Gott,
dann wussten sie,
der Weg hinaus ist ein Weg zu ihm.
Auf das Felsenfundament seines Wortes.
Wo zwei oder drei versammelt sind,
zu seinem Namen, zu keinem anderen Namen,
zu keinem System,
was ein gelebter Widerspruch zu dem einen Leib darstellt.
Jedes System, jede Benennung,
ist in sich ein gelebter Widerspruch
zu der erhabenen Wahrheit des einen Leibes,
den Christus gebildet hat,
von dem er das Haupt ist.
Aber wenn wir zu ihm hinausgehen wollen,
seinem Namen Ehre geben, ihr Leben,
dann haben wir die Verheißung,
dass sie in unserer Mitte ist.
Und das genügte unseren Brüdern.
Und eben das genügt mir heute auch,
und ich hoffe dir auch.
Das genügt.
Eben das ist biblische Absonderung.
Jetzt noch zu den Mauern Jerusalems,
wie wir Absonderung betreiben müssen.
Die hatten ja Tore.
Und die hatten auch diese Türme zwischendurch,
das heißt besondere Wachposten,
wo sorgfältig beobachtet werden konnte,
dass der Stadt kein Schaden drohte.
Solche Brüder braucht es auch heute noch übrigens.
Und dann waren da die Tore, ihr Lieben.
Wofür waren die Tore da?
Dass die Vitalität, das Leben der Stadt gesichert wurde.
Was in die Stadt notwendigerweise hinein musste,
das sollte und konnte durch die Tore hinein.
Und was hinaus musste,
das sollte auch durch diese Tore entsorgt werden.
Was sollte denn da hinein, ihr Lieben?
Ich klaff mal die Sinnwilligkeit ein bisschen auf.
Bis da ganz oben beim Tempel gab es das Schaftor.
Ihr Lieben, wenn im Tempel der Opferdienst,
altes Männlich-Opferdienst, in Ordnung bleiben sollte,
muss das Schaftor offen bleiben.
Und ich bin mal gespannt, ihr Lieben,
wie viele Tausende und Millionen Schafe von den Weiden Judäas
durch dieses Tor den Weg zum Tempel nehmen mussten,
um als Opfer Gott gebracht zu werden.
Eben das Schaftor, heute muss auch in Ordnung sein.
Dass wir was zu Opfern haben,
das ist die sinnwillige Ersprechung, ihr Lieben.
Da müssen wir etwas mitbringen,
dass das Leben, die Anbetung im Hause Gottes,
dass sie lebendig ist zu ihrer Gottes.
Das nächste war das Fischtor.
Da kam Lebensmittel rein, ihr Lieben, in die Stadt.
Muss heute auch passieren.
Ich klaff das mal auf.
Der Dienst der Menschenfischer muss heute auch getan werden.
Die Arbeit, die der Herr den Petrus unter anderem anvertraut hat.
Das will sie hinzukommen, ihr Lieben.
Dann wird da das Taltor genannt.
Da ist übrigens der Nehemiah reingegangen,
als er seinen ersten Inspektionsgang nachts unternahm,
um zu sehen, wie groß ist der Schaden in Jerusalem,
der Stadt des großen Königs.
Und da kam er vor lauter Trümmer nicht voran.
Taltor, ihr Lieben, das spricht von Beugung und Demütigung,
wenn wir Schaden in der Stadt des großen Königs feststellen,
in der Versammlung Gottes.
Das nächste ist das Mistor.
Passt genau zusammen, ihr Lieben.
Wo wir uns demütigen unter vorhandenen Schaden,
Verunreinigung und Untreue im Volke Gottes.
Muss das hinaus, ihr Lieben.
Dieses Mistor lag ziemlich im Süden.
Dahinter kam sofort das große Hinnomtal.
Da wurde alles entsorgt, ihr Lieben.
Was da in Jerusalem kaputt gegangen war,
was da nicht bleiben durfte.
Biblische Zucht und geistliche Ordnung
muss in der Versammlung Gottes in Ordnung bleiben,
ihr lieben Geschwister.
Dann kam dieses goldene Dreieck in Jerusalem.
Quelltor am Wasserteich und das Wassertor.
Eben die Bedeutung des Lebenswassers musste geklärt sein.
Das ist so ein bisschen von den Toren, ihr Lieben.
Aber dann waren die Tore auch nicht nur Löcher in der Mauer,
sondern die wurden geöffnet und geschlossen zu ihrer Zeit.
Und da gab es auch mal Schloss und Riegel,
dass da nicht Einfallstore entstanden aus den Toren Jerusalems.
So kleine Lücken, wodurch der Feind eindringen kann.
Judasbrief, da waren welche, die hatten sich nebeneingeschlichen
und machten da ein verderbliches Werk.
Erstmal große Anerkennung gefunden,
die mischen das Ganze hier so ein bisschen auf.
Die sind modern, die bringen mal ein bisschen frischen Wind.
Und dann merkst du auf einmal ein bisschen genauer,
das sind nebeneingeschlichene.
Die schon vorlängst aus Gottes Sicht zum Gericht aufgezeichnet sind.
Nichts taugen, Schaden anrichten.
Guten Eindruck gemacht, Schlechtes bewirkt.
Eben da müssen wir Obacht geben,
dass die Tore auch mal verschlossen werden können.
Dass sie keine Einfallstore für Modernismus,
für Verunreinigung und alles andere ist.
Eben das ist, die Mauern instand halten, die Tore sichern.
Und genau diese Arbeit wollte Asa praktizieren.
Ihm möchte der Herr schenken, dass wir das Thema auch kennen.
Und ich sage noch ein Thema zu dem Mauerbau.
Da wurden unterschiedliche Personen unterschiedlich eingesetzt.
Und ich nenne davon nur ein Beispielfall.
Da gab es manche Männer in Israel vom Volk Gottes.
Die bauten ihrem Haus gegenüber.
Wisst ihr, was das heißt?
Sie wollten mit ihrer Arbeit gleich zwei Interessen dienen, ihr Lieben.
Sie wollten die Mauer der ganzen Stadt sichern,
zum Nutzen, zum Gemeinwohl aller in Jerusalem.
Und sie wollten sehr wohl auch, ihr Lieben,
für ihre eigenen Häuser Sicherheit schaffen.
Ihrem Haus gegenüber.
Wohlfahrt auch in den Familien Jerusalems.
Das möchte der Herr uns auch auf die Seele binden.
Jetzt kommen wir zu den Rüsten.
Ich will das mal ein bisschen rascher machen.
Für einen möglichen Kampf musste der Mann nicht nur passive Sicherheit haben,
sondern auch aktive Sicherheit durch diese Kämpfer, diese Soldaten.
Ich gehe jetzt auf die Ausrüstung nicht groß ein.
Wenn wir das etwas genauer untersuchen, finden wir,
dass da zwei Arten von Bewaffnungen vorliegen.
Eine Waffengattung für den Nahkampf und eine für den Kampf aus der Ferne.
Wenn du die Lanze und das große Ganzschild gebraucht hast,
das wird hier als erstes erwähnt,
ist das für den Nahkampf, genau wie der Kampf des Schwertes,
ein Nahkampf ist, ihr Lieben.
Wenn der Feind unmittelbar vor uns steht und uns bedroht.
Aber dann gibt es auch andere Waffen,
dieses kleine Schild, die Tatsche und den Bogen, ihr Lieben.
Darum geht es, dass wir uns sehr wohl aufselbst schützen,
aber dass wir mit dem Bogen den Feind auf Abstand halten.
David hatte Helden, das waren fantastische Bogenschützen.
Die mussten zielgenau sein.
Die mussten den Feind aus der Entfernung identifizieren können,
um ihn auf Distanz zu halten, ihr Lieben.
Wenn wir das mal übertragen,
das ist nicht jedermanns Sache, so ein Bogenschütze zu sein.
In Davids Helden waren auch die Männer von Issachar,
ich füge die hinzu,
das waren Männer, die Einsicht in die Zeiten hatten,
in die Zeitverhältnisse, meint das,
um zu wissen, was Israel tun musste.
Und ihre Brüder folgten ihrem Befehl.
Das heißt, da gab es welche, die hatten die Einsicht,
die wussten, was man tun musste,
und die anderen hatten das nicht.
Und die hatten ein offenes Ohr für den Rat ihrer Brüder.
Das ist immer von Nutzen und zum Segen.
Wenn wir solche Brüder haben,
die Gott befähigt hat in der besonderen Beurteilung,
von aktuellen Zeitverhältnissen,
selbst wenn sie uns noch nicht an der Haustür bedrängen,
ihr Lieben, aber wenn sie präsent sind,
wenn sie in unserer Zeit gegenwärtig sind,
dann wollen wir Gott danken,
wenn er uns Brüder gibt, die eine Befähigung haben,
den herannahenden Feind zu erkennen
und ihn auf Abstand zu halten, mit Gottes Hilfe.
Ich möchte daher uns schenken,
dass wir diese neutesten männlichen Waffen gut kennen
und auch damit umgehen können.
Diese tapferen Helden, das waren nicht irgendwelche,
denen man eine Waffe in die Hand gedrückt hat,
sondern die konnten damit umgehen, die waren damit geübt.
Deshalb ihre Tapferkeit.
Aber zur Tapferkeit gehört nicht nur,
dass du geübt und bewährt bist,
sondern dass du ein Herz hast und weißt, wofür du kämpfst.
Jeder Kämpfer wusste, du kämpfst fürs Volk Gottes,
du kämpfst für Judah.
Und im Neuen Testament, ihr Lieben,
wenn wir die Waffenrüstung des Glaubens anlegen sollen,
Epheser 6,
dann wissen wir, ihr Lieben, wofür wir kämpfen sollen
und was der Feind im Schilde führt.
Wir wollen kämpfen, ihr Lieben,
mit dem Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort.
Mit dem Schild des Glaubens,
um den Attacken des Feindes zu widerstehen,
wenn er uns den Genuss am Erbteil,
den himmlischen Segnungen nehmen will.
Wenn er Christus und sein Wort angreift,
wenn er wieder in Zweifel ziehen will,
ja, ist das denn wirklich so zu verstehen, wie im Garten Eden?
Eben, dass wir tatsächlich das Schwert des Geistes führen können,
das meint nicht irgendein Gottes Wort sagen,
sondern genau das, was für die Versuchung passend ist.
Lest mal die Versuchung des Herrn in der Wüste,
der hat uns gezeigt, wie das geht.
Der hat dem Satan, dem Versucher,
mit Gottes Wort eins zu eins geantwortet,
dass der Feind die Waffen strecken musste.
Widersteht dem Teufel und er wird vor euch fliehen,
sagt Gottes Wort.
Und wie möchte der Herr uns dann auch
diese innere Stabilität und Eichnung schenken.
Bloß das heißt auch, ihr Lieben,
dass wir uns intensiv mit diesem Wort beschäftigen sollen,
um es zu kennen.
Und eins darf ich sagen, ihr lieben Geschwister,
zum Beispiel bei diesem Epheserbrief zu bleiben,
je mehr wir uns damit beschäftigen,
und für mich ist in mancherlei Hinsicht,
das was der Epheserbrief sagt,
Krönung des christlichen Glaubens.
Auf dieser Höhe zu leben, ihr Lieben,
je mehr wir das persönlich genießen,
desto bessere, tapferere Helden sind wir auch
in der Verteidigung dessen, was wir an Wert erkannt haben.
Da möchte er uns mal helfen.
Dem Timotheus rufte Paulus zu, sei stark in der Gnade.
Den Ephesern sagt, sei stark in dem Herrn.
Immer wieder dieselbe Quelle, ihr Lieben.
Aus uns selbst können wir das nicht.
Aber da ist jemand da, der uns jede nötige Kraft
und Befähigung geben will, wenn er unsere Bereitschaft sieht.
Und jetzt kommen wir zu dem Kampf, ihr Lieben.
Dann sehen wir, dass tatsächlich es ernst wird.
Ab Vers 8.
Und wir müssten hier uns zumindest drei Fragen stellen.
Wer ist der Feind, der Gegner?
Eine zweite Frage, die gerade hier aktuell wird.
Wo findet der Kampf statt?
Und wie ist der Weg oder die Weise des Sieges für Aser,
dass er diesen Feind überwinden kann?
Ihr Lieben, erst einmal, zu dem wer Feind ist,
das ist Serach, der Kuschitter.
Ihr Lieben, der Mann ist ein Kuschitter.
Das heißt, schwarz, dunkel,
stammt von dem unter Fluch stehenden Hamm ab.
Das können wir in Erstmose 10 nachlesen.
Aus dieser Linie Hamm stammt auch der erste Gewaltherrscher,
der Nimrod, der das altbabylonische Reich gebildet hat.
Das ist dieselbe Linie, die unter Fluch steht.
Da kommen die Kuschitter her.
Die Kuschitter haben wir uns im heutigen Äthiopien zu denken,
am Unterlauf des Nils, also mit Ägypten sozusagen eine Lebensquelle.
Insofern beide, die Kuschitter wie auch die Ägypter,
ein moralisches Bild der Welt.
Die Kuschitter, schwarz, dunkel,
im Blick auf die moralische Finsternis
der religiösen Welt,
die aber ein sehr großes Verführungspotenzial hat.
Der Serach ist ein Kuschitter.
Ich übertrage, er ist von dieser Welt
und gleichsam dem Fürsten dieser Welt zu vergleichen
in seiner feindlichen Aktivität.
Aber er kommt als Serach.
Und Serach hat eine ganz interessante Doppelbedeutung seines Namens.
Zum einen heißt das Lichtglanz,
zum anderen heißt das Befreiung, Ausdehnung.
Wenn wir diese beiden Namen so auf den ersten Blick zur Kenntnis nehmen,
kriegen wir vielleicht keinen Zusammenhang.
Und doch besteht ein schlimmer Zusammenhang.
Dieser Kuschitter, wir haben eben gesagt,
er repräsentiert, oder versinnbildlich,
den Fürsten dieser Welt, der moralischen Finsternis,
der gegen Gottes Volk feindselig antritt.
Er ist Kuschitter und bleibt Finsternis, ihr Lieben.
Satan, der Fürst dieser Welt.
Aber er zeigt sich im Gewand als Serach, als Lichtglanz.
Da haben wir diesen Engel des Lichts,
der die gleichen Interessen verfolgt wie der Fürst der Finsternis.
Aber es tut in der Gestalt eines Engels des Lichts.
Da sind wir bei dieser Verführungsweise,
die wir eben bei den Kolossen schon gesehen haben.
Der Lichtglanz ausbreitet und sagt, hier habt ihr mehr bei mir.
Ich bin der wahre Hort religiöser Erkenntnis.
Und er will nur verdunkeln, abführen von Christus.
Und dann hat dieser Serach die zweite Bedeutung.
Das ist Befreiung, Ausdehnung.
Eben als dieses falsche Irrlicht verspricht er,
und jetzt bin ich in 2. Petrus 2,
verspricht er Befreiung.
Das ist der Geist des modernen theologischen Liberalismus.
Der Emanzipation.
Wir dürfen nicht mehr so verklemmte Christen sein.
Mir sagte mal einer,
wir müssen mal aus den verkrampften Strukturen,
ich nehme das Wort nicht gern in den Mund,
wir müssen mal aus den verkrampften Strukturen
dieser Opa- und Omagemeinden herauskommen.
Der saß mal, gar nicht weit von mir entfernt,
viele Jahre auf der Versammlungsbank.
Den verkrampften Strukturen der Oma- und Opagemeinde,
der aussterbenden Gemeinde, wo nur noch alte Leute hingehen.
Wir müssen das moderner machen.
Wir müssen zeitgemäßer sein.
Wir müssen mal Methodenvielfalt erproben.
Was die Leute herbeibringt, das zählt und ist richtig.
Religiöser Pragmatismus,
der Zweck heiligt scheinbar doch die Mittel.
Hauptsache wir kriegen Leute.
Gemeindegründungsbewegung.
Wir müssen Zahlen gewinnen.
Musik hineinbringen, Anspiele, charismatischer Einfluss.
Wir dürfen nicht mehr so eng sein, in Anführungsstrichen.
Noch vor 14 Tagen, seid ihr immer noch so eng?
Ich sag, was meinst du damit?
Ja, eure Absonderung.
Absonderung enger?
Nun war da nicht die Gelegenheit,
das mal ein bisschen auseinanderzufallen.
Eben eng dürfen wir nicht werden.
Mit weitem Herzen, aber auf schmalem Weg.
Mit weitem Herzen, ihr Lieben, für die Brüder.
Er trifft uns vorzeigend, eben nicht verlassen.
Ich hab gerade Bude David zitiert.
Und er wusste, worum es ging.
Eben dieser Feind will uns zu emanzipierten Christen machen.
Freiheit versprechen.
Wo so ein bisschen Öffnung für alles Mögliche da ist,
was interessant ist.
Petrus leitet das Kapitel ein,
dass er sagt, das sind alles falsche Lehrer,
die verführen.
Und die sozusagen das Fleisch kitzeln.
So ein Mann war Sirach.
Wenn wir das übertragen.
Und, ihr Lieben, wo findet der Kampf statt?
Das ist hier bei Marisha.
Bei Marisha.
Marisha heißt Erbteil.
Und, ihr Lieben, als ich da mal im Lexikon nachgeschlagen habe,
da ist mir wie Schuppen vor den Augen gefallen.
Wenn wir das übertragen wollen, ihr lieben Geschwister,
da haben wir genau diese Attacken des Feindes,
der uns den Genuss unseres himmlischen Erbteils rauben will.
Als der Sohn von Aser, der Josaphat,
auch mal mit Feinden zu kämpfen hatte,
da betet ihr Gott, sagt,
sie wollen uns aus deinem Besitztum vertreiben,
das du uns als Erbe gegeben hast.
Genau das ist es, ihr Lieben.
Wisst ihr, was das bedeutet?
Wenn Satan, er kann uns ja das himmlische Erbteil nicht nehmen,
aber den Genuss, den kann er uns nehmen.
Die Freude dran.
Dann macht er aus uns,
freudlose,
verarmende
Christenkinder Gottes.
Weil wir gar nicht mehr den Reichtum sehen.
Wir haben nur noch den Kopf nach unten,
finde ich mal, im Staub der Erde ein Euro.
Und da bin ich stolz, wenn ich den gefunden habe.
Und gucke noch nicht mal auf, ihr Lieben,
und sehe, dass die größten Reichtümer für mich möglich sind.
Und das Zweite, ihr Lieben,
was Satan primär am Herzen liegt,
ist nicht die Freudlosigkeit, die Verarmung im Christenleben,
sondern dass Christus die Ehre und Anbetung entzogen wird.
Ein verarmender Christ,
der seine Segensfülle in Christus nicht mehr kennt,
ist kein dankender, kein anbetender Christ, ihr Lieben.
Da sinkt das runter.
Dann kommen wir höchstens noch mit dem Täubchen an, oder?
Nicht mehr das Rind, um im Bilde zu sprechen.
Eben das will der Feind.
Aber in diesem Tal bei Maryscha, ihr Lieben,
ist da das Tal Cephata.
Und da findet der Kampf statt, bei Maryscha.
Cephata heißt Wachturm oder Warti, ihr Lieben.
Ich vergleiche das mal mit der Warte, von der Habakkuk redet, der Prophet.
Der sagt, auf meine Warte will ich treten auf einen Turm,
um zu sehen, was er mit mir reden will.
Da hält er Ausschau nach seinem Gott.
Und, ihr Lieben, hier haben wir einen Glaubensmann,
der hat in den Kämpfen des Glaubens, wo es um das Erbteil geht,
da hat er an der Schlacht und Kampfstätte, ihr Lieben,
diesen Turm, diesen Wachturm,
dass er ausschaut und nach Hilfe spät, die Gott ihm geben will.
Was sagt der Psalmist David, Psalm 111?
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen,
woher wird meine Hilfe kommen?
Und, ihr Lieben, dann ist für sein Herz klar,
meine Hilfe kommt von dem Hirten Israels,
der lässt uns nicht,
der lässt auch aufrichtige Herzen heute nicht, ihr Lieben.
Wir sind nicht ohne Hilfe,
auch wenn der Feind uns die Glaubensfreude
und den Segensgenuss rauben will.
Wir sind nicht ohne Hilfe.
Bloß, wir müssen es genauso machen, wie der Aser.
Was macht der denn?
Der fühlt seine Ohnmacht,
hat nur die Hälfte der Truppen.
Der sieht Serachs Großmacht,
davor, wenn er das nur allein gesehen hätte,
wäre er restlos, deprimiert, eingeknickt,
hätte vielleicht die Flucht ergriffen.
Nein, ihr Lieben, er sieht zwar seine Ohnmacht
und die Großmacht seines Feindes,
aber sein Herz ist voll von der Allmacht seines Gottes, ihr Lieben.
Der Luther-Hartmann-Liedgesicht,
ein feste Burg ist unser Gott,
ein gute Wehr und Waffe.
Der hat auch Glaubenskämpfe gehabt,
aber der wusste, zu wem er Zuflucht nehmen durfte,
wie David.
Gestern haben wir uns an Psalm 18 erinnert.
Er ist unsere Burg, unsere Zuversicht, ihr Lieben.
Und zu diesem Gott wendet er sich.
Und er sagt, für dich ist es einerlei,
ob der Feind groß ist oder klein,
wie damals der Jonathan zu seinem Waffenträger gesagt hat.
Für Gott ist das kein Thema,
ob da viel Feinde oder wenig stehen.
Er vermag den Sieg zu schenken.
Und dann wird ihr sehr persönlich,
kannst du uns nicht helfen, ihr Lieben.
Ihr weiß, wer Gott ist
und schüttet sein Herz vor ihm auf.
Und dann sagt er in Vers 10,
lass den Menschen nichts gegen dich vermögen.
Er macht seine Sache die Sache des Glaubens,
zu Gottes Sache, ihr Lieben.
Das ist der einzige Weg,
der uns Zuversicht im Kampf gibt,
unsere Sache zu Gottes Sache zu machen.
Und was macht dann Gott?
Der macht unsere Sache auch zu seiner Sache.
Wer wird denn da geschlagen?
Wir müssen mal kurz nachlesen.
Dann lesen wir am Schluss von Vers 12,
Denn sie wurden, die Koschitta, zerschmettert,
vor dem Herrn und vor seinem Heer.
Das steht nicht vor Aserser.
Eben beim David im Trebendental,
da redete der auch von den Heerscharen Jehovas
und meinte seine Brüder im Kampf.
Die machten sich eins mit Gottes Sache.
Und Gott kämpft für sie,
macht unsere Sache zu der Sein.
Eben das sind Beziehungen des Glaubens
und der Gottesfurcht,
die wir heute noch erleben können.
Und dann gibt es Sieg, ihr Lieben.
Dann gibt es Sieg.
Und dann kehrt Aser heim,
und das wird uns morgen noch einmal zu der Erbe beschäftigen,
eben mit vollem Herzen,
bin ich fest davon überzeugt,
und mit vollen Händen,
der hat Beute gefasst, ihr Pfülle.
Was ihr damit macht mit der Beute,
wird morgen vorbehalten, ihr Lieben.
Aber er tut es zur Ehre Gottes.
Und dann mit dem vollen Herzen kehrt er nach Jerusalem zurück.
Und ich bin überzeugt, ihr lieben Geschwister,
der ist dann ins Haus Gottes gegangen,
zu seinem Gott,
um ihm Dank und Anbetung zu bringen.
Rufe mich an in der Not,
sagt der Psalmist.
Dann antwortet Gott, ich will dich retten.
Und dann kommt das Dritte, und du wirst mich verherrlichen.
Wie oft hat er den Weg ins Haus Gottes schon angetreten,
ist vielleicht durch diese großen Eingangssäulen des Tempels gegangen,
diese Prachtsäulen,
Jakin und Boaz.
Und er wusste auch, was das heißt.
Boaz, in ihm ist Stärke,
und Jakin heißt, er erhebt,
ihr Lieben, aus dem Staub erhebt er.
Das hat er gerade erfahren.
Daran wird er vielleicht auch gedacht haben.
Also an den beiden Säulen,
diesem ständigen Zeugnis,
wie der Gott Israels ist.
Und unser Gott ist größer, ihr Lieben.
Er hat sich mehr offenbart.
Er hat sich uns im Sohn gezeigt.
Und wir dürfen als seine Kinder zu ihm Vertrauen haben,
um die Kämpfe des Glaubens zu bestehen,
bis zum herrlichen Ziel. …
Automatic transcript:
…
Wir lesen Gottes Wort aus 2. Chroniker 15
2. Chroniker 15, Vers 1 folgende
Und auf Asaria, den Sohn Udez, kam der Geist Gottes,
und er ging hinaus Aser entgegen und sprach zu ihm,
Hört mich, Aser und ganz Judah und Benjamin!
Der HERR ist mit euch, wenn ihr mit ihm seid.
Und wenn ihr ihn sucht, wird er sich von euch finden lassen.
Wenn er ihn aber verlässt, wird er euch verlassen.
Und Israel war viele Tage ohne wahren Gott und ohne lehrenden Priester und ohne Gesetz.
Aber in ihrer Bedrängnis kehrten sie um zu dem HERRN, dem Gott Israels,
und sie suchten ihn, und er ließ sich von ihnen finden.
Und in jenen Zeiten war kein Frieden für den Ausgehenden und für den Eingehenden,
sondern viele Unruhen kamen über alle Bewohner der Länder.
Und es stieß sich Nation an Nation und Stadt an Stadt,
denn Gott beunruhigte sie durch allerlei Bedrängnis.
Ihr aber seid stark und lasst eure Hände nicht erschlaffen,
denn es gibt Lohn für euer Tun.
Und als Aser diese Worte und die Weissagung Odeds des Propheten hörte,
fasste er Mut, und er schaffte die Gräuel weg aus dem ganzen Land Judah und Benjamin
und aus den Städten, die er vom Gebirge Ephraim eingenommen hatte.
Und er erneuerte den Altar des HERRN, der vor der Halle des HERRN stand,
und er versammelte ganz Judah und Benjamin und die Fremden, die aus Ephraim und Manasseh
und aus Simeon bei ihnen lebten, denn in Menge liefen sie aus Israel zu ihm über,
als sie sahen, dass der HERR sein Gott mit ihm war.
Und sie versammelten sich in Jerusalem im dritten Monat, im fünfzehnten Jahr der Regierung Asers.
Und sie opferten dem HERRN an jenem Tag von der Beute, die sie eingebracht hatten,
siebenhundert Rinder und siebentausend Stück Kleinvieh.
Und sie gingen den Bund ein, den HERRN, den Gott ihrer Väter, zu suchen,
mit ihrem ganzen Herzen, mit ihrer ganzen Seele.
Jeder aber, der den HERRN, den Gott Israels, nicht suchen würde,
sollte getötet werden, vom Kleinsten bis zum Größten, vom Mann bis zur Frau.
Und sie schworen dem HERRN mit lauter Stimme und mit Jauchzen und bei dem Schall von Trompeten und Posaunen.
Und ganz Judah freute sich über den Eid, den sie schworen mit ihrem ganzen Herzen
und suchten den HERRN mit ihrem ganzen Willen.
Und er ließ sich von ihnen finden.
Und der HERR verschaffte ihnen Ruhe ringsumher.
Und auch Maaka, die Mutter des Königs Asa, setzte als Herrscherin ab,
weil sie der Aschara ein Gräuelbild gemacht hatte.
Und Asa rottete ihr Gräuelbild aus und zermalmte es und verbrannte es im Tal Kidron.
Die Höhen aber wichen nicht aus Israel.
Doch das Herz Asas war ungeteilt alle seine Tage.
Und er brachte die geheiligten Dinge seines Vaters und seine geheiligten Dinge
in das Haus Gottes Silber und Gold und Geräte.
Und es war kein Krieg bis zum 35. Jahr der Regierung Asas.
Soweit Gottes Wort heute Abend.
Ihr lieben Geschwister, wir haben uns gestern ein wenig mehr mit diesem König Asa beschäftigen dürfen.
Und wir haben in das Herz eines gottesfürchtigen Mannes geschaut,
dem Gott alles war, dem das Erbteil Gottes höchsten Wert bedeutete.
Und der deshalb, weil er Gottes große Gabe kannte,
und die Möglichkeiten Gottes Gabe zu genießen, sprich dieses Erbteil zu nutzen,
dass er dann sein ganzes Vertrauen in die Hilfe seines Gottes setzte,
als der Genuss des Erbes bedroht war.
Und dann sehen wir, wie Gott einen wunderbaren Sieg auf der ganzen Linie schenkt.
Ihr lieben Geschwister, wir haben uns daran erinnert,
dass wir neutestamentlich ein Erbe haben, was weit, weit über das Israelitische ging.
Das war auf der Erde, erdische Segnungen.
Und die waren schon gut, die waren gut.
Aber wir haben himmlische Segnungen in Christus.
Ihr lieben, wenn wir sehen, ich darf das nur mal anhören,
wie Gott gewissermaßen sein Herz öffnet
und zeigt, was in seinem Herzen an himmlischen Segnungen für uns ist,
damit wir es wissen, du und ich, wir sollen wissen,
was im Herzen Gottes für uns ist, für Zeit und Ewigkeit.
Und was er uns in Christus, seinem geliebten Sohn, geschenkt hat.
Eben dann merken wir, das ist ein höheres Erbteil.
Dann lohnt auch der Kampf.
Aber wir sind nur praktischerweise, das hat uns gestern auch beschäftigt,
zu diesem Kampf bereit, zeigen Energie, zeigen den Mut dieser Helden,
wenn wir wissen, was wir zu verteidigen haben.
Ihr lieben, irgendwo ein Stück Steppe oder ein Stück Wüste,
da krümmst du gerade mal einen krummen Finger, wenn du das verteidigen willst.
Aber wenn du Reichtümer verteidigst, eben dann weißt du, was du zu verteidigen hast.
Und wir alle sollten wissen, ihr Lieben, worum es geht,
was uns der Feind gern streitig machen möchte.
Und dann kehrt der Mann zurück, ihr Lieben.
Wir haben gestern gesagt, das Herz war voll,
vor Lob und Dank, diesem, seinem Gott gegenüber.
Und die Hände waren auch voll, da hatten sie Beute gefasst in Menge.
Das wird uns heute Abend noch beschäftigen.
Und dann haben wir uns daran erinnert, was Psalm 50 sagt.
Ihr kennt alle diesen Vers.
Für Zeiten und Augenblicke, wenn wir Gottes Hilfe brauchen.
Rufe mich an in der Not.
Das ist unser Teil.
Dann will Gott dem Glauben antworten, ich werde dich retten.
Und dann macht der Glaube keinen Punkt und Gott macht auch keinen Punkt.
Sondern dann geht es weiter, dann kommt das Dritte.
Und du wirst mich verherrlichen.
Wenn wir gesehen haben, dass Aser dann nach Jerusalem zurückkehrte,
bin ich völlig überzeugt, dass sein Weg ins Haus Gottes geführt hat,
um Gott zu preisen.
Du wirst mich verherrlichen.
Aber dann dürften wir darüber hinaus in dem gelesenen Kapitel sehen,
dass es auch eine andere Art der Verherrlichung Gottes gibt,
als nur über den Mund.
Wenn das Herz sich über den Mund mitteilt.
Ihr Lieben, es gibt auch eine Verherrlichung Gottes durch unser ganz praktisches Verhalten.
Ich knüpfe mal an, was im Gebet gesagt worden ist.
Das war mir so richtig aus dem Herzen gesprochen.
In der Verlängerung des Liedes, was wir gesungen haben.
In dem, dass der Herr geehrt werden möchte durch unser Verhalten.
Dass wir unserem Verhalten in unserem ganzen Lebensstil, Sonntags und Alltags,
zeigen, dass wir Gott ehren wollen.
Dass wir in unserem Lebensstil ganzheitlich eine Antwort geben wollen auf das,
was auf Golgatha geschehen ist.
Wo wir sein Herz für uns kennenlernen durften.
Und jetzt sieht er unser Herz, was unser Herz für ihn sein will.
Und das kann nicht verborgen bleiben.
Ihr Lieben, das zeigt sich dann auch in einer Lebensführung, die Gott ehrt.
Und hier haben wir in Kapitel 15 die Fortführung dieser Reformgeschichte,
wo Aser zeigt, dass er auch eine Antwort auf diese göttliche Hilfe hat.
Und es liegt ihm am Herzen, dieses Reformwerk weiterzutreiben zur Ehre seines Gottes.
Wie geht das denn weiter?
Ihr Lieben, wie geht das denn weiter?
Er kommt nach Jerusalem zurück.
Gott setzt schon die rechten Flöcke.
Dann schickt er ihm einen Propheten entgegen.
Eine Begegnung mit einem Mann Gottes, der wörtlich übersetzt Sprecher Gottes ist.
Gott hat in diesem Augenblick unendlich tiefe und wertvolle Erfahrungen,
eine Ansprache für den Aser.
Und ihr Lieben, wenn Gott sozusagen einen prophetischen Dienst schenkt,
wenn er reden will zu uns, dann hat er eine Absicht und hat er eine Botschaft an unser Herzen.
Und ihr Lieben, wir registrieren vielleicht gar nicht oft genug,
wie Gott ein Anliegen hat bei uns, wo er durch sein Wort
vielleicht auch den heutigen prophetischen Dienst mitten in unser Leben hineinreden will.
Ein Prophet ist ein Sprecher Gottes.
Wenn wir das Wesen des Prophetentums ein wenig genauer untersuchen wollen,
können wir das übrigens am Beispiel von Mose Aaron machen,
ganz am Anfang des zweiten Buches Mose, wo Mose sich nicht traut zum Pfarrer zu gehen.
Und dann sagt Gott, dann nimm den Aaron mit.
Ich werde dir, mein lieber Mose, meine Worte in deinen Mund legen.
Dann kannte Mose sie eins zu eins.
Und dann sollst du, Mose, die Worte, die du direkt unmittelbar von mir empfangen hast,
wieder eins zu eins dem Aaron sagen und der muss sie so vor dem Pfarrer aussprechen.
Das heißt, in seinem Reden hatte Aaron absolut keine Spielräume.
Er musste die Botschaft ungeschmälert, unverändert weitersagen.
Und dann sagt Gott, er sei dein Prophet.
Dein Sprecher steht da in der Fußnote.
Und die Propheten sind also die unmittelbaren Sprecher Gottes,
wenn Gott eine Botschaft, eine Ansprache hat.
Im neutestamentlichen Bereich, vielleicht sollten wir das zur Absicherung sagen,
hat es Apostel und Propheten gegeben, die Gott benutzt hat
zur inspirierten Mitteilung des geschriebenen Wortes.
Ein unendlich kostbarer Dienst.
Lest mal mit tiefer Freude 1. Korinther 2.
Ich sage das nochmal kurz.
Wo der Apostel den Korinthern klar macht,
wie das, was das Herz Gottes von Ewigkeit bewegt hat, den Ratschluss.
Wie das in dein und mein Herz hineinkommt.
Und es soll hineinkommen.
Welchen Weg Gott beschritten hat,
dass das, was in seinem Herzen war, dieser Heilsratschluss Gottes,
das ja auch in unser Herz kommen sollte,
zu unendlichen Freude und anbetender Antwort diesem Gott gegenüber.
Da gebrauchte übrigens der Apostel und Propheten.
Und ihr besonderer Dienst hat ein Ende gefunden,
als das ganze Wort Gottes verlendet war.
Paulus sagt, dass er sozusagen diesen Dienst abgeschlossen hat.
Aber prophetischen Dienst im Allgemeinen gibt es heute noch.
Er rede als Aussprüche Gottes.
Eben da muss der Mann, den Gott zu diesem prophetischen Dienst gebraucht,
gar nicht mal wissen, wie es in den Herzen und in dem Leben der Angesprochenen aussieht.
Gott weiß es, aber er will durch seinen Geist den prophetischen Dienst gebrauchen,
um die aktuellen Bedürfnisse anwesender Personen anzusprechen.
Tröstend, mahnend, wegweisend, was notwendig ist.
Das setzt erhöhte Anforderungen an die Abhängigkeit vom Herrn
und die Leitung des Heiligen Geistes an den, der diesen Dienst zu tun hat.
Das verstehen wir alle.
Aber es setzt auch eine erhöhte Verantwortlichkeit an jeden Einzelnen,
der Empfänger eines prophetischen Dienstes ist.
Wenn Gott einen Bruder gebrauchen kann, um prophetisch Worte der Weissagung zu reden,
dann redet Gott nicht irgendwie allgemein und erst recht nicht in den Wind hinein.
Sondern dann meint er jemand, ihr Lieben.
Da müssen wir uns öffnen für diesen Dienst.
Und das Thema kommt hier auch wieder als dieser Asaria, das heißt übrigens Gott hilft, der Herr ist Hilfe.
Das hat der Asa gerade erfahren.
Als er dann diesem Asa entgegen geht, ist sein erstes Wort, ihr Lieben,
das ist ein typisches Prophetenwort.
Hört mich Asa und ganz Jerusalem.
Judah, hört mich.
Wenn Gott redet, möchte er unsere ganze Aufmerksamkeit.
Und ich meine nicht die Aufmerksamkeit unseres Geistes allein.
Der Geist ist nur ein Instrument, in dem wir etwas aufnehmen können und erfassen können,
gedanklich verstehen können.
Sondern Gott möchte die ganze Aufmerksamkeit unserer Herzen und unserer Gewissen haben,
wenn er ein prophetisches Wort an uns hat.
Und hier hatte er eins, ihr Lieben.
Und wenn wir das große Thema anschauen, was der Prophet dem Asa vorliegt,
dann ist das ein historisch höchst bedeutsames Thema, das werden wir gleich sehen.
Und wir werden auch merken, dass es ein geistlich sehr aktuelles Thema ist,
was hier prophetisch vor die Herzen des Volkes Gottes getragen wird.
Das heißt, es ist auch heute in einer guten geistlichen Anwendung ein höchst bedeutsames Thema.
Möchte der Herr uns öffnen für das, was er uns aus diesem Kapitel heute sagen möchte.
Wenn wir dann hören, höre Asa und ganz Judah und Benjamin, setzt er auf geöffnete Ohren.
Wer ein Ohr hat zu hören, der höre.
Und das ist etwas Notwendiges, was wir pflegen müssen, was wir üben müssen,
dass wir unser Ohr wie der große Knecht des Herrn, Jesaja 50, jeden Morgen wecken lassen,
gleich solchen, die belehrt werden.
Also ganz kleine praktische Anwendung in Klammern.
In dem haben wir uns heute Morgen übrigens und gestern auch und vorgestern auch,
haben wir uns da morgens das Ohr wecken lassen für die geistlichen Ansprachen unseres Herrn.
Wenn wir dann anschließend das Wort Gottes gelesen haben, in der Morgenandacht,
war dann unser Ohr geöffnet, um gut zu verstehen, gut zu vernehmen,
was der Herr durch sein Wort zu uns sagen wollte.
Haben wir gut verstanden, ob er die eine oder andere Aufgabe,
den ein oder anderen Auftrag für uns hatte, dass wir es taten als Belehrte.
Genau so formuliert das Jesaja 50.
Da merken wir, ihr Lieben, dass das eine ganz elementare Angelegenheit ist,
dass wir ständig bereit sind zum Hören, wenn er redet.
Was sagt er denn hier?
Der Herr ist mit euch, wenn ihr mit ihm seid.
Und wenn ihr ihn sucht, wird er sich von euch finden lassen.
Wenn ihr ihn aber verlasst, wird er euch verlassen.
Hier wird ein Prinzip in dreifacher Weise formuliert.
Und ich muss dazu etwas Grundsätzliches sagen, ihr Lieben.
Hier finden wir das Prinzip der Gegenseitigkeit auf den Regierungs- und auf den Erziehungswegen Gottes.
Wenn ihr mich sucht, wenn ihr mir naht, werde ich euch nahen.
Oder wie wir gelesen haben, der Herr ist mit euch, wenn ihr mit ihm seid.
Das heißt, wir könnten neutestamentlich formulieren, hier haben wir das Gesetz von Saat und Ernte.
Was du säst, das erntest du auch.
Wenn du für dein eigenes Leben säst, dass du selbst den Kurs absteckst im Leben,
dass du nicht als Lebensausrichtung hast, Gott in allen Dingen zu suchen, ihm nahe zu sein,
eben dann müssen wir uns nicht wundern, wenn wir in der Praxis unseres Glaubenslebens die Nähe unseres Herrn nicht mehr spüren.
Dass er uns ganz praktisch den Mangel unserer Lebensoption erfahren lässt.
Wenn wir sagen, ich will den Weg gehen, dann geht der Herr nicht mit und lässt uns erleben wie den Jakob,
dass er den Weg eben nicht mitgehen kann.
Und das ist Mangel, das ist Defizit.
Eben davon wird übrigens seine souveräne Gnade, Gott sei Lob und Dank, nicht berührt.
Seine souveräne Gnade steht über allem.
Und ich sage dazu, wo wären wir abgeblieben, wenn Gott nur nach dem hier genannten Prinzip in uns verfahren wäre
und seine souveräne Gnade nicht groß gemacht hätte.
Eben der verlorene Sohn wäre wahrscheinlich nie nach Haus gekommen. Nie.
Wenn der Herr nicht den Tiefpunkt seiner eigenen Erfahrung vielleicht genutzt hätte und deutlich gemacht hat,
so geht es nicht weiter. Kehrt zurück.
Ich habe mal die Schrift daraufhin untersucht
und ich gebe das an die Geschwister weiter, vor allem an meine jungen Freunde,
dass dieses Prinzip der Gegenseitigkeit in sieben unterschiedlichen Variationen
im Alten und Neuen Testament zu finden ist.
Ich ehre die, die mich ehren. Kehret um zu mir, so werde ich zu euch umkehren.
Vorwiegend bei den nach exilischen Propheten.
Und es geht sogar bis ins Neue Testament hinein, dass der Jakobus sagt,
naht euch Gott, so wird er sich euch nahen.
Da wird praktisches Glaubensleben angesprochen, was erfahrbar ist, wenn wir Gott nahen.
Das ist wieder dieses Suchen, das uns nach der Nähe Gottes verlangt,
dass er sich uns naht und seine Gegenwart erfahren lässt.
Ich übersetze das mal ein bisschen konkreter, was ich gerade ausgesprochen habe.
Der Jesus sagt, wer mich liebt, Johannes 14, der wird mein Wort halten.
Und dann redet er anschließend über die Antwort Gottes,
dann werden wir Gemeinschaft mit ihm machen und werden uns selbst
oder ich werde mich selbst ihm offenbar machen.
Und da sehen wir, wenn uns nach der Nähe des Herrn, nach der Nähe Gottes verlangt,
werden wir Liebe und Gehorsam in Harmonie aufgehen lassen wie eine schöne Blüte.
Und darauf antwortet Gott und sagt, dann werde ich euch nahen.
Dann werde ich mich, sagt der Herr, ihm fühlbar, offenbar machen.
In dem, wann haben wir das zum letzten Mal erlebt? Mal so ganz nebenbei.
Dieses Prinzip im praktischen Glaubensleben erfahren, Gott zu nahen,
um zu erleben, dass er sich uns naht, dass er sich uns offenbar machen will.
Und eben nicht im Sinne neuer Offenbarungen,
sondern dass wir das, was er uns gegeben hat, persönlich genießen lässt.
Persönlich.
Die Gemeinschaft des Heiligen Geistes oder was Johannes rühmt,
auf das unsere Freude völlig sei, Gemeinschaft mit Gott, dem Vater und seinem Sohne Jesus Christus,
steht allen offen, ist uns offenbart.
Keine Wahrheit, die uns noch kundgemacht werden müsste.
Aber ob wir sie persönlich erleben, ihr lieben Geschwister,
das ist gebunden an die Regungen unserer Herzen, das Verlangen unserer Herzen.
Darum geht es, ihr Lieben.
Und wenn er dieses Prinzip entfaltet hat,
dann bestätigt er das mit einem doppelten Appell, ihr Lieben.
Einmal mit einem generellen Appell, dass er, und ich habe den Eindruck,
er leuchtet so ein bisschen in die Richterzeit hinein,
wo das Volk Israel das versäumt hat hier.
Und wo es sozusagen unter die Züchtigung Gottes gekommen ist,
weil es diesen positiven Appell nicht berücksichtigt hat.
Und dann folgt nach diesem generellen historischen Appell,
ein ganz aktueller persönlicher Appell in Versieben.
Ihr aber, damit sagt der Prophet,
wir schauen jetzt nicht mehr zurück in die Vergangenheit eures Volkes,
sondern ich möchte euch jetzt eine aktuelle Mitteilung machen,
einen aktuellen Appell.
Ihr aber, damit setzt er gewissermaßen Asa und seine belebten Volksgenossen
in die Position, dass er sagt, ihr habt einen Standpunkt bezogen,
der sich von diesem problematischen Standpunkt der Richterzeit unterscheidet.
Gott sieht den Unterschied.
Er sieht ihn und dann will er die neue Position verstärken.
Was sagt er?
Ihr aber, seid stark und lasst eure Hände nicht erschlaffen,
denn es gibt Lohn für eure Arbeit.
Eben seid stark, das meint erst einmal innerliche Stärke,
Glaubensstärke, die aus einer genossenen Beziehung zu Gott erwächst.
Und wo die Glaubensstärke, ihr Lieben, im Herzen lebt und wohnt, eine Heimat hat,
werden auch unsere Hände, unsere Handlungen Zeugnis geben von der Stärke,
die unser Herzen ist.
Als mal diese Erweckungsbewegung zur Zeit in Buche Esra zum Erliegen kam,
als da der große Frost drauf fiel,
dann haben die zurückgekehrten Juden gesagt, die Probleme sind einfach zu groß.
Das hat keinen Zweck mehr, wir schaffen das nicht.
Und in die Situation hinein schickt Gott den Propheten Haggai und sagt,
das liegt nicht an den Problemen außerhalb von euch,
dass ihr jetzt nicht mehr weiterkommt, dass ihr die Waffen streckt, die Hände erlarmen lässt,
sondern das liegt an euren Herzen, da seid ihr erlarmt
und dann muss er die Herzen mal wieder mobilisieren
und dann haben sich die Hände auch wieder mobilisieren lassen.
Lesen wir mal den Propheten Haggai.
Und das ist ein Problem, das greift auch der Schreiber des Hebräerbriefes,
da im zwölften Kapitel auf,
dass wir sollen also das Bild Christi vor Augen haben,
der trotz größten Widerstandes nicht nachgelassen hat,
auf seinem Weg der Hingabe und des Glaubens.
Armt ihm nach, dass ihr nicht ermüdet in den äußeren Handlungen,
indem ihr in euren Seelen ermattet.
Wenn wir in der Seele, im Herz ermatten, in den Sachen des Herrn,
auf dem Weg des Glaubens, müssen wir uns nicht wundern, ihr lieben Geschwister,
wenn es auch praktisch da nicht klappt,
wenn wir da erlarmen, auf der Stelle treten, geistlich.
Der Appell sagt, seid stark, lasst euer Herz nicht erschlaffen.
Und Gott will das belohnen.
Ihr lieben, wir sind nicht auf Lohn aus,
aber wenn Gott sagt, er will uns lohnen,
dann sind wir reiche Leute.
Dann gibt er seinen Segen, in welcher Form auch immer.
Und ihr lieben, das ist für unseren König Asa ein enormer Ansporn.
Wir lesen dann im Vers 8,
und als Asa diese Worte und die Weissagen des Propheten hörte,
fasste er Mut.
Ich muss an dieser Stelle mal einen kleinen Gedanken einschieben, ihr Lieben.
Wir stehen hier an der Nahtstelle,
wo Asa als Antwort auf den Appell des Propheten Mut fasst
und sein Reformwerk weiter treibt,
und zwar in Umfang und Tiefe, beides.
Das wollen wir uns gut merken, ihr Lieben.
Ein Reformwerk kann man in der Breite weiter treiben,
dass mehr und mehr Menschen davon erfasst werden,
aber man kann es auch fortsetzen in die Tiefe,
dass wir ausreifen in der geistlichen Entwicklung.
Und beides werden wir hier erleben.
Ihr Lieben, wenn ich nur Kapitel 14 gehabt hätte,
jetzt komme ich zu meinem Zwischengedanken,
dann hätte ich gesagt, warum schickt Gott den Propheten eigentlich noch?
Der Mann steht doch am guten Niveau.
Vor allem wenn wir mal mit den Vorvätern vergleichen,
wir hatten gesagt, er tritt aus dem Schatten seiner Väter raus,
er löst sich von den elenden Hypotheken seiner Väter.
Dir steht doch gut, was er gemacht hat, das ist doch gut.
Auch der Sieg, ihr Lieben, schenkt ihm Freiheit,
um das Erbteil Gottes zu genießen.
Der läuft doch gut.
Der lief auch gut, ihr Lieben.
Der lief auch gut.
Aber jetzt kommen wir mit einem Grundgedanken Gottes, ihr Lieben.
Gott sieht, wenn wir glaubensmäßig gut laufen.
Aber eins dürfen wir nicht tun, ihr Lieben,
dass wir dann selbstzufrieden werden.
Selbstzufrieden.
Und uns geistlich so unmerksam auf die Schulter klopfen,
im Vergleich mit anderen oder so, sind wir ja ganz gute Christen.
Wir wollen mal eine Stelle aufschlagen im 1. Thessalonicher Brief.
Da finden wir dieses Prinzip in der Praxis bestätigt.
Und zwar 1. Thessalonicher 4.
Ich lese mal den Zusammenhang der ersten Verse.
Im Übrigen nun, Brüder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus,
wie er von uns empfangen hat,
in welcher Weise ihr wandeln und Gott gefallen sollt, wie ihr auch wandelt.
Ich bleibe einmal bei diesem Satz stehen.
Wenn wir das gelesen haben,
welchen Eindruck habt ihr von dem geistlichen Stand der Thessalonicher?
Ihr wandelt, dass ihr Gott gefällt.
Gutes Niveau, ne?
Ihr Lieben, wenn der Herr uns das mal sagen könnte,
ich sehe euren Wandel und ihr wandelt, dass ihr Gott gefallen könnt.
Eure Lebensführung ruft das Wohlgefallen Gottes hervor.
Das steht hier, ihr Lieben.
Aber dahinter setzt Gott wieder keinen Punkt, sondern es geht weiter.
Und dann sagt er, dass ihr reichlicher zunehmt.
Und ihr Lieben, hier geht es um dieses reichlichere Zunehmen
auf einem Weg, der Gott gefallen kann, dass wir ihm mehr gefallen.
Wir blättern mal um, bleiben im selben Kapitel.
Da geht es dann um das Thema der Bruderliebe in Vers 9.
Und dann sagt er, denn ihr seid selbst von Gott gelehrt, einander zu lieben,
denn das tut ihr auch allen Brüdern gegenüber.
Wieder dieser hohe, gute Standard.
Ihr seid von Gott gelehrt und praktiziert es.
Und jetzt kommt wieder dieser bedeutsame Nachsatz.
Brüder, dass ihr reichlicher zunehmt.
Ihr Lieben, haben wir uns schon mal in der Bruderliebe verausgabt?
Sind wir da schon mal zu üppig in der Bruderliebe?
Ich habe den Fall noch nie erlebt.
Was meint Gott, als er uns aufforderte, überströmend zu sein in der Bruderliebe,
reichlicher zuzunehmen?
Ihr Lieben, haben wir schon mal einen Wandel geführt,
der nicht noch weiter dem Herrn gefallen könnte, wo wir ihm nicht noch näher kämen?
Was sagt zum Beispiel Paulus den Ephesern?
Was normales christliches Leben sein soll?
Dass wir erkennen, die erkenntnisübersteigende Liebe des Christus
und dass diese erkenntnisübersteigende Liebe des Christus unseren Schritt lenkt,
weil unser Herz davon erfüllt ist.
Können wir da je an ein Ende kommen, ihr Lieben,
in der Erkenntnis seiner Liebe, die uns formt und leitet auf unserem Glaubensweg?
Da kommen wir an kein Ende.
Da merken wir, ihr lieben Geschwister, dass wir alle miteinander reichlicher zunehmen können.
Um dieses Thema geht es.
Ihr Lieben, wir stellen uns selbst eine Falle, wenn wir mit uns selbst zufrieden sind.
Ich weiß, wir vergleichen uns gerne horizontal.
Dann gucken wir auf den einen oder anderen Bruder, eine andere Schwester
und dann vergleichen wir und dann ziehen wir ein bewertendes Fazit für uns selbst
und da kommen wir meistens ganz gut bei weg.
Mir sagte einmal eine Schwester aus Berlin,
wenn ich sie mir alle so besehe, gefall ich mir immer selbst noch am besten.
Der Satz hatte für sich, dass er ehrlich war.
Aber alles andere stand gegen den Satz.
Eben nicht selbst zufrieden werden.
Messen wir bitte, wenn es um dieses Thema Liebe geht,
unsere Liebe an seiner Liebe, ihr lieben Geschwister.
Dann bleiben wir ganz demütig vor der herrlichen Größe der Liebe und der Person unseres Herrn
und dann verlangt uns danach, reichlicher zuzunehmen, ihr Lieben.
Vielleicht, ich weiß es nicht, war das gerade ein prophetisches Wort,
was wir alle brauchten und was der Herr heute Abend zu uns sagen wollte,
dass wir in unser Herz hineinfassen, reichlicher zuzunehmen in den Dingen,
um Gott zu gefallen, ihr Lieben, um ihm mehr zu gefallen,
um die Hingabe intensiver zu leben an ihn.
Aber ihr lieben jungen Freunde, wenn der Herr noch nicht kommt,
habt ihr euer Leben, wie man so sagt, noch vor euch,
dass ihr wachst in der Gnade und in der Kenntnis unseres Herrn und Heilandes,
Jesus Christus, reichlicher zunehmend.
Und dann werden wir sehen, ihr Lieben, in einzelnen Schritten,
was jetzt einer, der Mut gefasst hat, weiter tut.
In Vers 8 haben wir ein erstes Thema, einen ersten Punkt.
Er schafft die Gräuel weg, die offensichtlich noch übrig geblieben sind,
im ganzen Land Juden, Benjamin und aus den Städten,
die er vom Gebirge Ephraim eingenommen hat.
Das heißt, alle möglichen Restbestände dessen,
was bei Gott keine Anerkennung finden kann,
wird bereinigt, alle Restbestände.
Und ihr tut das mit einem Herzen, was sensibel den Maßstab Gottes kennt.
Und darüber brauche ich nicht viel zu sagen,
welche Bedeutung das in unserem Leben hat.
Wenn wir den Maßstab Gottes kennen, dann werden wir auch rasch erkennen,
wo die Gefahr oder Restbestände von modernen Götzen noch sind.
Von denen mag kein Bruder, keine Schwester Kenntnis nehmen,
wenn sie mein Leben blockieren.
Aber da gibt es einen, der kennt sie und der sagt,
tu das weg, auch jeden Restbestand.
Und dann kommt bei diesem Thema der praktischen Heiligung und Reinigung
ein Sonderaspekt hinein, also nicht nur in ganz Juda und Benjamin,
sondern auch in den Städten, die er vom Gebirge Ephraim eingenommen hatte.
Jetzt müssen wir ein wenig zurückblenden in Kapitel 13.
Da werden uns drei Städte genannt, die er eingenommen hatte,
beziehungsweise die sein Vater Abijah, dem König des Nordreiches Israel, abgenommen hatte.
Wir lesen das in Vers 19 von Kapitel 13.
Und Abijah jagte Jerubeam nach, und er nahm ihm Städte weg,
Bethel und seine Tochterstädte, und Jeschana und seine Tochterstädte,
und Ephraim und seine Tochterstädte.
Er nahm sie weg.
Mehr konnte Abijah nicht wegnehmen.
Wegnehmen, was Juda gehören sollte.
Aber was der Abijah lediglich wegnehmen konnte, das hat der Asa eingenommen.
Das ist ein Unterschied zwischen wegnehmen und einnehmen.
Wenn ich es einnehme, zeige ich meine Präsenz, da entfalte ich meinen Einfluss.
Und jetzt sind wir beim Thema.
Das sind drei ganz bedeutsame Städte, die er einnimmt, um sie mit dem Geist Judas zu füllen.
Was war nochmal der Geist Judas?
Er wird gepriesen werden.
Gott soll auch in den Städten, in den drei Städten, die ihre eigene Bedeutung jeweils haben,
und in ihren Tochterstädten, alles was sozusagen unter der Ausstrahlung dieser drei Städte aufsteht,
das soll Gott preisen.
Ich fange mal so ein bisschen an, es ist etwas praktische Anwendung dabei,
weil wir die Namenbedeutung gebrauchen.
Was heißt Bethel? Haus Gottes.
Wisst ihr, wenn der Geist Judas, Gott wird gepriesen werden, im Hause Gottes herrscht,
es charakterisiert, geht es im Haus Gottes gottgemäß zu.
Seinem Haus gebührt Heiligkeit.
Bethel hieß nicht umsonst so, denken wir an die Namensgabe, Haus Gottes.
Wenn wir mal in die Zeit Jerobeams schauen,
dann hatte der Jerobeam in Bethel diese eigenwilligen Altäre aufgestellt, ihr Lieben.
Das war, Moses hat gesagt, fremdes Feuer.
Das konnte Gott nicht gut heißen.
Jetzt nimmt es Asa ein und will das Leben Bethels wieder an diesen Ort bringen.
Merken wir, dass das zum Reformprogramm praktischer Heiligkeit gehört, ihr Lieben,
dass es im Hause Gottes tatsächlich gottgemäß zugeht?
Ich will den Gedanken erhärten, der Prophet Hosea redet ab und an mal von Bethel
und nennt es Beth-Aven.
Ihr müsst das mal nachforschen, es gibt zwei, drei Stellen im Propheten Hosea.
Und dann steht da in der Fußnote Beth-Aven, heißt Haus der Trümmer, Haus der Eitelkeiten,
ist eine ironische Bezeichnung des Propheten für Bethel.
Damit will dieser Prophet deutlich machen, im Hause Gottes herrscht Eitelkeit und Zerbruch.
Er sagt, da ist das Leben, was Gott wohlgefällig sein soll, völlig verkommen.
Und das muss geändert werden, ihr Lieben.
Wir dürfen uns solche Identitätsprobleme nicht mehr leisten, das ist die Botschaft.
Der zweite Ort, ihr Lieben, das ist Jeschana, das heißt altehrwürdig oder Altstadt.
Eben wo etwas altehrwürdig Anspruch erhebt, ich sage in der Anwendung,
da leben altehrwürdige Lebensprinzipien, die zu diesem Ort gehören.
Wir könnten auch sagen, altehrwürdige Grundsätze.
Und die müssen wieder aufleben und der Geist Judas,
Gott wird in der Praktizierung altehrwürdiger Grundsätze wieder gepriesen.
Das wäre die neutestamentliche Anwendung, die wir zu Herzen nehmen wollen.
Ihr Lieben, kennen wir die altehrwürdigen Grundsätze des Wortes Gottes?
Wir leben heute in einer Zeit, da liest man dem Buchstaben nach, solche altehrwürdigen Grundsätze.
Aber man interpretiert die und zwar im Rahmen moderner Zeitverhältnisse.
Wir müssen den Zeitbezug erkennen, wird hier dann gesagt,
und dann verändert man diese Grundprinzipien des Wortes Gottes.
Und da wird so lange kunstvoll heruminterpretiert, dass möglichst wenige die Veränderung merken.
Das ist dann Theologie, aber nicht mehr, dass das Wort zu uns redet,
sondern wir machen uns unsere Gedanken über Gottes Wort, weichen ab.
Eben die altehrwürdigen Grundsätze, wie unser Leben gekennzeichnet soll.
Ich greife nochmal auf, das wird uns gleich noch beschäftigen.
Ein Grundsatz, der auch im Gebet formuliert wurde, dass wir Eigentum des Herrn sind.
Gottes erworbenes Eigentum, sein Eigentum.
Wir haben das Verfügungsrecht über unser Leben abgegeben, ihr Lieben.
Altehrwürdiger Grundsatz, steht in der Bibel.
Und wie geht unser Leben morgen weiter?
Oder nachher schon?
Oder nachher?
Was machen wir dann?
Dann entscheiden wir.
Dann folgen wir dem Götzen unserer Zeit, der heißt Selbstbestimmung, der heißt Emanzipation.
Ihr Lieben, lassen wir zurückkehren zu den persönlichen Grundsätzen.
Den altehrwürdigen Grundsätzen.
Wir haben einen genannt, fürs persönliche Leben.
Ich nenne noch einen fürs gemeinsame Leben.
Wird uns gleich noch beschäftigen.
Über das Zusammenkommen, ihr Lieben.
Dass wir Matthäus 18, Vers 20 nicht missbrauchen.
Ein viel zitierter Vers, und wir wissen in der gar nicht mehr genau, was er meint.
Sondern, dass wir ihn in unseren Herzen verankert haben.
In Einsicht.
Altehrwürdige Grundsätze.
Aus deren Praktizierung Gott gepriesen wird.
Das Leben Judas da geatmet wird, ihr lieben Geschwister.
Und dann kommt diese dritte Stadt, die er auch reinigt.
Die er einnimmt, das ist Ephron.
Das hat eine ganz interessante Bedeutung.
Ich übersetze erst einmal, Kälber oder Jungwild heißt das.
Da können wir geistlich wahrscheinlich erst einmal gar nichts mit anfangen.
Aber wenn diese Stadt Kälber oder Jungwild bedeutet.
Dann sind da Lebewesen gemeint, die geprägt sind durch besondere Vitalität und Lebenskraft.
Ich kann das nachweisen, dass Gottes Wort selbst diese Bilder benutzt.
Wenn wir mal den Propheten Malachi bedenken.
Der über den zukünftigen Überrest redet.
Der voller geistlicher Lebenskraft in Gemeinschaft mit dem Messias hüpfen wird und sich freuen wird.
Wie Mastkälber steht dort, ihr Lieben.
Die ihre ganze Energie entfalten.
Das ist geistliche Vitalität des wiederhergestellten zukünftigen Überrestes.
Und diese geistliche Vitalität, ihr Lieben, die kann erlebt werden.
Bloß die können wir nur dann erleben, geistliche Kraft.
Wenn wir ganz, ganz nah bei der Quelle aller Kraft sind.
Jesu wahre Lebensquelle und du Sonne aller Herrlichkeit.
Wenn wir nah bei ihm sind, ihr Lieben, dann können wir auch diese geistliche Kraft ausstrahlen.
Wann hatte Paulus diese wunderbare geistliche Kraft?
Wenn er sich der Gnade über sich rühmen konnte.
Dann wollte er zu seiner eigenen persönlichen Schwachheit stehen.
Wenn nur die Kraft des Christus über ihm wäre.
Und ihr Lieben, auch da, wenn es um das Thema geistliche Kraft geht,
soll der Geist Judas ehrwertgepriesen werden.
Geatmet werden.
Nicht Kraft entfalten, ihr Lieben, unsere Selbst wegen.
Zum Eigenruhm.
Sondern zur Ehre des Herrn.
Wir merken, das sind in der praktischen Anwendung und Bedeutung Lebensbereiche,
die hier einer praktischen Heiligung und Reinigung unterzogen wird,
dass das entsprechende Leben sich gut entfalten kann.
Er soll gepriesen werden.
Das ist ein erster großer Schritt, dass er dieses Thema fortsetzt.
Dann kommen wir zu einem zweiten Reformschritt.
Den haben wir in Vers 8 ebenfalls, im zweiten Teil.
Er erneuert den Altar des Herrn, der vor der Halle des Herrn stand.
Frage ist, ob er den Altar restaurieren musste, weil das Objekt Schaden genommen hatte,
oder ob hier eher gemeint ist, er erneuert den Altar im Sinne des Altardienstes.
Ich neige zu Letzteren.
Dass in der Zeit der Turbulenzen seiner Vorväter der Opferdienst Schaden genommen hatte,
indem er abgewichen war von der klaren Ordnung Gottes, ihr Lieben.
Und wo er in Unreinheit, jedenfalls nicht nach dem Standard der Reinheit und Heiligkeit des Heiligtums, geführt wurde.
Er erneuert den Opferdienst.
Ihr Lieben, in Zeiten Essers und Nemeas.
Was war das allererste, was Jerob, Babel und Joshua errichtet haben,
als ihre Füße endlich wieder an diesem einen Ort waren, den Gott erwählt hatte?
Womit haben sie angefangen?
Was hättest du vorgeschlagen? Womit fangen wir an?
Ich hätte wahrscheinlich gesagt, wir müssen eine Mauer bauen, dass wir gesichert arbeiten können.
Nein, ihr Lieben, Gott fängt nicht bei allem Erneuern und Restaurieren mit der Peripherie an, sondern im Zentrum.
Und deshalb haben sie den Altar in Essers Zeiten als allererstes erneuert.
Und dann haben sie geopfert.
Und das steht immer und immer wieder nach der Vorschrift, nach dem Gesetz, das Gott Mose gegeben hat.
Gott gemäß deinem Hause und diesem Opferdienst gebührt Heiligkeit.
Und das ist ein Thema, das müssen wir uns auch anschauen in unserer Zeit.
Wir haben einen anderen Altar und einen anderen Gottesdienst als die Juden.
Die hatten einen sichtbaren.
Deshalb redet Petrus auch zu solchen Leuten, die von Haus aus, vom Herkommen aus Juden waren,
aber jetzt Christen geworden waren, dass wir geistliche Schlachtopfer bringen.
Die Juden brachten wirkliche Schlachtopfer.
Die kamen mit dem Ring und mit dem Lamm.
Und wir bringen geistliche, das heißt, wir verstehen, was diese Vorbilder des Lammes beispielsweise zu sagen hatten,
wovon Gott da redete.
Bei den Abermillionen Lämmern, die geschlachtet worden sind, hat Gott immer einen Blick nach Golgatha richten wollen,
wo dieses eine vollkommene Lamm, wo Christus geopfert werden sollte.
Und da merken wir, dass Gott immer und immer wieder beständige Hinweise geben will,
was Zentrum seiner Heilsgeschichte ist.
Und das Zentrum ist das Opfer unseres Herrn, dort am Kreuz auf Golgatha.
Das ist der Ausgangspunkt, wo Gott alles andere entfalten kann, was von Ewigkeit her in seinem Herzen gewesen ist.
Wollen wir dann diesen Gottesdienst, ihr Lieben, nicht so tun, mit peinlicher Genauigkeit,
nein, sorgsamer, lasst mich das lieber so sagen,
sorgsamer Genauigkeit, dass wir so tun, wie der Herr das will, ihr Lieben.
Dass wir nicht großzügig werden.
Die schönsten erhabensten Belehrungen über das Mahl des Herrn und den Tisch des Herrn,
da geht es um das Zentrum,
finden wir in Situationen, wo das größte Abweichen von der Bedeutung des Mahles des Herrn
und des Tisches des Herrn praktiziert wurde.
Paulus muss die Korinther korrigieren.
Und in der Korrektur entfaltet er, was Gott gemeint hat und was nicht sein kann, aber was sein soll.
Ihr könnt nicht zweigleisig, ihr könnt nicht konkurrierende Tische besuchender teilhaben,
aber ich kann doch mal hier und da, der sogenannte Tisch in der Gemeinde,
der sogenannte Tisch des Herrn in der anderen Gemeinde,
sind alles doch, liebe Christen, alles zusammengepackt in das Paket der bibeltreuen Christen,
was immer man darunter versteht, dann kann ich doch an dem Tisch bei denen teilnehmen
und bei denen, die loben alle den Herrn.
Menschenmeinung, aber nicht Gottesmeinung.
Ihr Lieben, wir können nicht Gott vorschlagen, was doch vielleicht besser wäre und praktischer wäre,
sondern der Herr hat uns in seinem Wort ganz klar gesagt, was er will, ihr Lieben,
dass er diesen an einem Ort, diesen einen Tisch des Herrn sieht,
wo repräsentiert werden soll, was diese eine Versammlung bedeutet.
Und eben das wollen wir zu Herzen nehmen, gar nichts anderes.
Nichts machen, was der Zeitgeist einfordert oder was scheinbar kluge Menschen vorgeschlagen haben.
Auch wenn es mit scheinbar positiven Argumenten vorgetragen wird.
Wir wollen allein bei diesem Wort bleiben.
Denkt mal an diesen Grundsatz von Luther, sola scriptura, allein die Schrift.
Und dann schließt schlussendlich Solus Christus, allein Christus.
Und dann solidi gloria, alles Gott zur Ehre.
Wenn wir das praktizieren im Herzen haben, ihr Lieben,
dann werden wir unseren Fuß auf sein Wort setzen, auf gar nichts anderes.
Und dann werden wir die Anerkennung des Herrn haben, ihr Lieben.
Dann werden wir mit Freude genießen, was Matthäus 18, Vers 20 wirklich bedeutet.
Wirklich bedeutet.
Auch zum Beispiel, wie kommen wir persönlich in die Gegenwart des Herrn?
Wir sind heute Morgen in die Gegenwart des Herrn gekommen.
Es gibt viele Dinge darüber, weiß kein Mensch Bescheid,
die mich aber belasten können.
Aber Gott weiß Bescheid, der Herr.
Wie halten wir es mit dem Appell des Paulus,
ein jeder aber prüfe sich selbst nach dem Maßstab des Heiligtums.
Und also es ja dann.
Prüfen wir uns selbst, ihr Lieben.
Dass wir in praktischer Heiligkeit in der Gegenwart unseres Herrn erscheinen.
In der für jegliche Verunreinigung, die wir uns durchgehen lassen,
am Kreuz von Golgatha die Strafe eines heiligen Gottes erleiden musste.
Da können und wollen wir nicht großzügig sein.
Gerade wenn wir diesen Tod des Herrn verkündigen.
Und seines Todes gedenken.
Dann kommen wir zu einem dritten Thema, das verbindet sich aufs engste mit dem gerade Gesagten.
Eben wenn der Altar erneuert wird, der Gottesdienst in Juda, im Volke Gottes.
Wenn er erneuert wird zur Ehre Gottes und in Übereinstimmung mit ihm.
Dann kommt der nächste Gedanke wie von selbst dazu.
Dann kommen nämlich die in den Blick, die den Gottesdienst ausüben.
Dann sind wir bei Vers 9.
Das ist der dritte große Schritt.
Und er, das heißt Asa, wird wieder Initiativ.
Er versammelt Ganzjuda und Benjamin und die Fremden, die aus Ephraim und Manasse und aus Simeon bei ihnen lebten.
Ich habe mir hier unterstrichen.
Er versammelte Ganzjuda und dann noch dieses kleine Wörtchen und.
Eben, dass er Ganzjuda versammelt zum Gottesdienst, zeigt, dass er da, wo er normalen Einfluss hat als König, dass er da deutlich macht, ihr müsst alle da sein.
Hier kann sich kein Mensch von Juda, er wird gepriesen werden, kann sich kein Mensch mehr leisten, bei der Anbetung Gottes zu fehlen.
Grundhaltung, ihr Lieben.
Die brauchen wir übrigens heute auch.
Wir können und wollen es uns nicht leisten, da zu fehlen, ihr Lieben, wo wir in der Gegenwart des Herrn seinen Tod verkündigen wollen.
Aber er sammelt nicht nur Ganzjuda, wo er Einfluss hat, sondern und, jetzt kommt dieses und.
Und er sammelt auch die, die von außen dazugekommen sind, aus dem Nordreich.
Und das sind ganz spezielle Leute, ihr Lieben.
Die leben woanders, die haben ein anderes Herkommen.
Aus dem geteilten Reich kommen die vom Norden, hier vom Nordreich, wo der Jerubeam da die zwei eigenwilligen Altäre installiert hatte.
Und die können und wollen da nicht mehr leben.
Und dann wollen sie zu diesem einen Ort, den Gott gesetzt hat, wo Gott seine Namen wohnen lassen wollte.
Dahin wollten sie kommen.
Und was macht der Aser?
Er sagte, Moment mal, ihr seid doch vom Nordreich.
Ihr Rebellen?
Nein, und sie auch, ihr Lieben.
Alle, alle sammelt er, deren Herz an diesem einen Ort hängt, den Gott erwählt hat, wo er allein seinen Namen wohnen lassen wollte.
Wo der Altar stand, ihr Lieben.
Nochmal zurück, was waren das für Leute?
Wir haben gelesen, denn in Menge liefen sie aus Israel zu ihm über, als sie sahen, dass der Herr, sein Gott, mit ihm war.
Also war Aser dann auch mit Gott.
Wenn wir mal zurückschlagen in Kapitel 11, wird uns das ein bisschen deutlicher gesagt.
Da lesen wir ab Vers 14.
Ihr Lieben, das ist eine moderne Erscheinung, dass man die, die Gott nur des Priesterdienstes für würdig erachtet,
sozusagen wegdrängt aus dem Priesterdienst.
Aber dann geht es weiter.
Vers 16.
Und ihnen folgten aus allen Stämmen Israels, die, jetzt kommt es, die ihr Herz darauf richteten, den Herrn, den Gott Israels zu suchen.
Und sie kamen nach Jerusalem, um dem Herrn, dem Gott ihrer Väter, zu opfern.
Ihr Lieben, merken wir, da sind welche weit ab vom Schuss, die sind getrennt worden, abgetrennt worden von Jerusalem,
und zwar der Untreue dieses Volkes wegen, ein Gericht Gottes.
Aber jetzt verlangt sie, Gott zu dienen an dem Ort, den er gesagt hatte.
Ihr Lieben Geschwister, was bedeutet das für uns heute?
Wir müssen beklagen, dass unter der Untreue des Menschen Zersplitterung und Aufteilung da ist, ist einfach da, ihr Lieben.
Aber wenn der Herr uns einen Bogen, wie wir es oft nennen, geschenkt hat, wo Grundsätze seines Wortes regieren,
wo wir seine Gegenwart erleben können, eben dann möchte ich meinen Fuß auf diesen Grundsatz, auf dieses Fundament stellen.
Da möchte ich sein, da möchte ich stehen, um die Gegenwart des Herrn zu erleben.
Und da sind alle, alle Brüder und Schwestern, alle Erlösen des Herrn willkommen,
die es genau so treibt, an diesem einen Ort bei Christus zu sein, auf dem Fundament seines Wortes und seiner Grundsätze allein,
zu seinem Namen hin, ganz allein und zu keinem anderen Namen.
Jeder andere Name grenzt ab, ihr Lieben, und zeigt in grundlegenden Fragen ein Abweichen vom Worte Gottes.
Aber hier haben wir das Gegenteil, hier drängt das Herz, ihr Lieben, und Aser nimmt sie auf, sie alle zusammen.
Eben das macht deutlich, dass im Herzen dieses Mannes der hohe Gedanke des einen erwählten Volkes lebt,
der ist da aktiv und soweit es irgend möglich ist, das betone ich, soweit es irgend möglich ist,
empfängt er alle, die mit gleicher Herzenshaltung nur Gott suchen, um ihn zu opfern nach seinen Gedanken.
Und das müssen wir auch in unserer Zeit beachten, ihr Lieben.
Das ist nicht eine Offenheit, wie sie sozusagen in der Kirchensprache sich etabliert hat, im Gegenteil, im Gegenteil.
Eben dass wir solche empfangen, in dem großen Obersaal, wo Raum und Platz ist, die diesen einen Ort aufsuchen,
egal woher sie kommen, ihr Lieben, wenn es Gläubige sind, die diesen Platz einnehmen wollen, so wie die Schrift es sagt,
dann wollen wir in froher Gemeinschaft hintreten an den Altar.
Dazu kommt jetzt noch ein weiterer Punkt, ihr Lieben, sie versammeln sich am dritten Monat.
Wir haben also jetzt untersucht, wo findet der Gottesdienst statt, wer nimmt teil und wann findet dieser Gottesdienst statt,
das heißt hier am dritten Monat, das ist nach unserer Monatsrechnung Mai, Juni,
das ist aber nach dem jüdischen Kalender die Zeit, wo das Fest der Wochen, das Pfingstfest, gefeiert wurde.
Das hatte natürlich für einen Juden eine andere Bedeutung als für uns heute, ihr Lieben.
Das Fest der Woche, wo das neue Opfer gebracht wurde, ist das Pfingstfest, wo Gott, ihr Lieben, in einer wunderbaren Weise gehandelt hat,
wo Gott den Heiligen Geist auf diese Erde gesandt hat, um persönlich in allen Gläubigen zu wohnen und gemeinsam in der Versammlung Gottes.
Durch einen Geist zu einem Leib getauft, sagt die Schrift.
Und ihr Lieben, wenn wir mit dem, was wir bisher gehört haben, den dritten Monat, also das Pfingstfest und das Ereignis zu Pfingsten,
in unseren Herzen beständig verwahren, was dort geschehen ist durch Gottes gnädige Fügung,
dann haben wir noch mehr das Bedürfnis, die wunderbare Tatsache des einen Leibes zu respektieren, zu achten und darin die Rechte des Herrn zu verwirklichen.
Das wollen wir nicht vergessen.
Es ist keine Beiläufigkeit, das Thema der Einheit des Geistes zu bewahren, dem Bande des Friedens.
Das heißt, ganz praktisch in Übereinstimmung zu sein mit der Tatsache des einen Leibes.
Das möchte der Herr in unseren Herzen verankern.
Mit Einsicht und Verständnis.
Jetzt kommen wir zu einem nächsten Punkt.
Ihr Lieben, in Vers 11 wird dann von dem Opfern gesprochen.
Wir haben bislang von dem generellen Opferdienst geredet.
Und jetzt bringen sie Opfer.
Und dann lesen wir eine Besonderheit, dass sie aus der Beute 700 Rinder und 7000 Stück Kleinvieh opfern, ihr Lieben.
Ich darf es mal auf den Punkt bringen, weil die Zeit auch ein bisschen drängt.
Ihr Lieben, sie opfern die Früchte eines geistlichen Sieges.
Hast du auch mal einen geistlichen Sieg hinter dich gebracht?
Wo der Feind an dich ran wollte und du widerstehen konntest?
Wobei ich in Klammern sagte, vor allem für unsere jungen Freunde, wir müssen das biblische Widerstehen und Fliehen nicht verwechseln.
Wenn wir fliehen, wo wir widerstehen sollen, erhält uns eine Niederlage.
Und wo wir widerstehen wollen, wo wir fliehen sollen, ereichert uns in der Regel auch eine Niederlage.
Das müssen wir unterscheiden.
Wenn die Sünde in uns mobil macht, über das Fleisch, und da sozusagen der Anknüpfungspunkt in unserem Lebensumfeld ist, müssen wir fliehen, ganz schleunig.
Beim Internet einen Knopf ausmachen.
Oder woanders.
Aber wenn Satan uns gegenüber tritt von außen, uns blockieren will, Widerstände, dass wir nicht mehr genießen, dass wir nicht mehr arbeiten, wenn wir arbeiten sollen für den Herrn.
Da müssen wir kämpfen, widerstehen.
Und wenn wir es geistlich tun, sagt Jakobus Peter, von euch fliehen sogar.
Und ihr Lieben, dann ernten wir auf dem Wege geistliche Früchte im Sieg, in der Überwindung.
Und ihr Lieben, wem bringen wir das zur Ehre?
Das ist Gott, ihr Lieben.
Sieghaftes Christentum bringt immer Frucht für Gott und ehrt Gott.
Und Gott registriert es.
Das ist die Botschaft aus diesem vierten Schritt.
Und dann kommen wir zu dem fünften Thema ab Vers 12.
Die Bundesbeziehung des irdischen Volkes zu seinem Gott.
Bleiben wir mal dabei stehen, ihr Lieben.
Bei dieser Herzensentschlossenheit.
Was hatte denn Gott zum Beispiel gesagt, als er ihm die zehn Gebote gab?
Das war ja ein Fundament dieser Bundesbeziehung.
Was er von seinem Volk erwartet.
Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben. Wie denn?
Ihr Lieben, genau wie sie es hier wollen, mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzer Kraft.
So suchte Gott sein Bundesvolk und so sollten sie ihm gegenüberstehen.
Und hier kehrt etwas vom Geist des Anfangs zurück.
Wir sind in einer Erweckungs-, in einer Reformzeit.
Ihr Lieben, was bedeutet das für uns?
Ich sage vorweg, mit seinen Kindern schließt Gott keinen Bund.
Wir stehen in keiner Bundesbeziehung.
Auch der sogenannte Neue Bund ist für Israel, nicht für uns.
Ich weiß, dass es zwar Berührungspunkte gibt, darauf gehe ich jetzt nicht ein.
Aber mit seinen Kindern, das können wir uns gut merken, schließt Gott keinen Bund.
Die aus Gott geboren sind, ihr Lieben, damit schließt er keinen Bund.
Das sind seine Kinder.
Da verbinden uns die Bande der Natur.
Natürliche Beziehung als Kinder.
Und wenn wir diese Beziehung, die Gott uns geschenkt hat, in die Gott uns gestellt hat,
wenn wir die mit ganzer Herzensentschlossenheit aufleben lassen,
dass wir in völliger praktischer Übereinstimmung mit den Beziehungen leben,
in die Gott uns hineingestellt hat,
dann ist das sowas, wie das hier beschrieben wird,
nur auf höherer, neutestamentlicher Ebene.
Was sind das denn für Beziehungen?
Ich habe eben schon gesagt, wir sind Kinder Gottes.
Aus Gott geboren haben sein Leben empfangen.
Ihr Lieben, wenn wir dann in Beziehung zu unserem Vater leben, als Kinder Gottes,
dann will Gott etwas bei seinen Kindern von sich selbst wiederfinden.
Trifft er das bei uns an?
Ihr Lieben, leben wir im Geist der Sohnschaft und der Kindschaft Tag für Tag.
Dass wir uns dessen bewusst sind.
Was uns auch herausfordern mag.
Was uns auf dem Glaubensweg begegnet.
Wir wollen allem als Kinder Gottes, Kinder unseres himmlischen Vaters,
die zur Würde von Söhnen Gottes berufen sind, begegnen.
Und alles mit unserem Vater erledigen.
Ihm dann passierte nicht so viel, was uns dann doch passiert.
Vielleicht ist das wieder ein Appell, ihr Lieben,
den Gott in ganz besonderer Weise heute Abend an unsere Herzen richtet.
Dass wir unseren Beziehungen gemäß wirklich leben, spürbar.
In welchen Beziehungen stehen wir noch, ihr Lieben?
Wir sind Diener des Herrn.
Der Jesus ist unser Herr.
Wir haben ihm gesagt, wir gehören ihm.
Paulus muss die Korinther ermahnen, dass wir nicht uns selbst leben,
sondern dem, der für uns gestorben ist und es auferweckt.
Wie viel leben wir uns selbst dann doch in der Praxis?
Das bequeme Leben.
Das materiell abgesicherte Leben.
Das Leben, wo wir die Freuden der Natur und, und, und,
nichts mitnehmen wollen, nichts auslassen, sich selbst leben.
Nein, der Herr sagt, wir sollen ihm leben.
Und den Korinthern schreibt er auch, ihr Lieben,
dass unser Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist,
dass wir uns nicht mehr selbst gehören.
Verherrlicht nun Gott in eurem Leib.
Das gehört zu diesen Beziehungen.
Und wenn wir einstimmen in das, was Johannes seinen Brüdern sagt,
seht, seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat,
dass wir Kinder Gottes heißen sollen.
Eben dann wollen wir eine Antwort finden,
eine Antwort der Liebe zu unserem himmlischen Vater,
der uns in Christus so nahe zu sich gezogen hat.
Wir müssen das nur verstehen, ihr Lieben.
Wir brauchen auch Zeit, das sage ich bei diesem Punkt mal sehr besonders,
zum Nachsinnen über diese Dinge, ihr Lieben,
dass wir verstehen, was Gott uns damit sagen will,
was er von uns erwartet und auch erwarten kann,
haben wir diese Antwort.
Diese Entschlossenheit, ihr Lieben, sie bekräftigen es,
da kommt ein Eid mit ins Spiel.
Sie tun es mit größter Freude, mit Jauchzen und Jubelschall,
ihr Lieben, das Fest der ungesorgten Brote im Leben eines Christen,
das heißt in praktischer Heiligkeit und Reinheit,
es soll ein Fest sein, ein Freudenfest für Christen.
Nicht eine gezwungene Pflichtübung,
sondern das Fest der ungesorgten Brote,
Erstkunde 5.
Dann erkennen wir die Freude, ihr Lieben,
und Gott wird es dann mit dieser Ruhe, mit der Friedenszeit beantworten.
Für mich ist dieser Punkt, ihr Lieben,
neben dem Altar der Höhepunkt dieses Kapitels.
Und damit zeigt Gott uns, wonach sein Herz verlangt.
Jetzt kommt noch ein Punkt, den sechsten, den erwähne ich kurz,
das mit Altlasten aufgeräumt wird,
die noch da so schlummerten, an die man sich bislang nicht rangewacht hat,
die aber das geistliche Leben auch hemmen können,
da geht es um die eigene Mutter,
die dann noch so ihren Privatgötzendienst hatte,
das muss auch beseitigt werden.
Ihr Lieben, da sehen wir, dass selbst Blut eben nicht dicker ist als Wasser,
wie wir so sagen,
sondern dass auch Bande der Natur nicht hinderlich sind,
wenn die Rechte der Heiligkeit Gottes gelten müssen.
Und dann haben wir das Letzte.
Vers 18
Und er, Asa, brachte die geheiligten Dinge seines Vaters
und seine geheiligten Dinge in das Haus Gottes, Silbe und Gold usw.
Ihr Lieben, da hatte sein Vater und er Gott Dinge geweiht,
offensichtlich in einem Versprechen Gott zugesagt.
Und das Interessante ist, ihr Lieben,
der Vater Abi hatte wohl auch etwas geweiht, zugesagt,
aber hat das nicht eingelöst.
Weihe, Zusagen ohne Einlösung sind für Gott Schall und Rauch.
Das religiöse Fleisch liebt Zusagen, die es aber nicht einlösen kann.
Und der geistliche Enthusiasmus, sowas gibt es auch,
ich sage lieber der religiöse Enthusiasmus,
kennt auch schon mal so eine Strohfeuereuphorie,
dass du dir was vornimmst,
was du dann schon am nächsten Tag nicht mehr einhalten kannst.
Abi ja, Leute, weihen und doch nicht einlösen.
Aber der Asa hat was geweiht, Gold und Silber,
was förderlich ist für das Leben im Haus Gottes,
den Gottesdienst, im altästhemischen Sinne.
Und er löst es ein, und zwar jetzt, ihr Lieben.
Da antwortet er noch einmal persönlich.
Kann es sein, ihr lieben Geschwister,
dass Gott uns durch dieses altästhemenische Beispiel angesprochen hat,
dass vielleicht auch im persönlichen oder familiären Leben,
vielleicht auch im Leben einer örtlichen Versammlung,
Erweckung, Belebung nötig ist,
dass die Gnade uns fördern will,
solche Reformen nötig sind,
dass wir es vielleicht einsehen
und dass wir einen guten Vorsatz haben, Herr.
Mit deiner Hilfe will ich diese belebende Gnade
in mein Leben hineinströmen lassen.
Dass sie mich mitnimmt, ihr Lieben,
dass wir nicht umsonst gesungen haben,
hier Lied 34,
wer, Herr Jesus, fasst dein Leben
und wer den Wert von deinem Blut,
die Antwort darauf, ewig sind wir dein
erworbenes, teuer erworbenes Eigentum,
wir sind es.
Und dann die dritte Strophe,
darum gehört dir unser Leben,
unser Lob nur dir allein,
selig ist sich dir ergeben,
nicht gezwungen,
nicht weil andere Brüder es sagen,
sondern weil der Herr dich zieht und drängt,
dass wir unser Leben, unseren Dienst,
ihm weihen, dir zum Ruhm,
als dein teures Eigentum.
Ich möchte der Herr sein Wort segnen.
Und wenn er in unseren Herzen
solch ein Wunsch nach Weihe
bei uns geweckt hat,
möchten wir dann wie Aser solche sein,
die es auch tun.
Und dann hat Gott einen Nachruf,
einen kurzen Satz,
auf diese erste Geschichte.
Es gibt leider noch einen Nachschlag,
den lassen wir jetzt mal liegen.
Er sagt, sein Herz war alle Zeit
ungeteilt mit dem Herrn.
Eben das sucht unser Erlöser,
der Mann von Golgatha. …
