Die mannigfaltige Gnade und Weisheit Gottes
ID
az004
Langue
DE
Durée totale
02:00:33
Nombre
2
Références bibliques
Epheser 3,8-11, 1. Petrus 4,7-14
Description
Gnade - 1. Petrus 4,7-44
Weisheit - Epheser 3,8-11
Transcription automatique:
…
Ich freue mich sehr, dass wir wieder einmal gemeinsam eine Gelegenheit haben, über Gottes Wort nachzudenken.
Wie ihr aus der Einladung entnehmen könnt, liegen mir zwei Abschnitte aus dem Wort Gottes aus dem Neuen Testament auf dem Herzen,
die nach meinem Empfinden von sehr großer Tiefe sind.
Und wir brauchen, wie wir das im Lied ausgedrückt haben und im Gebet, wir brauchen wirklich alle Gnade, um das passen zu können
und in der rechten, demütigen Gesinnung darüber nachzudenken.
Wir lesen heute Abend aus dem 1. Petrusbrief, aus dem 4. Kapitel, 1. Petrus 4 von Vers 7 an.
Es ist aber nahegekommen, das Ende aller Dinge.
Seid nun besonnen und seid nüchtern zum Gebet.
Vor allem habt untereinander eine inbrünstige Liebe, denn die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden.
Seid gastfrei gegeneinander, ohne Murren.
Je nachdem, jeder eine Gnadengabe empfangen hat, dient einander damit.
Als gute Verwalter der mannigfaltigen Gnade Gottes.
Wenn jemand redet, so rede er als Aussprüche Gottes.
Wenn jemand dient, so sei es als aus der Kraft, die Gott darreicht.
Damit in allem Gott verherrlicht werde, durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit ist und die Macht.
Von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Soweit wollen wir aus dem Wort Gottes lesen.
Ein Abschnitt aus dem 1. Petrusbrief.
Als ich jung bekehrt war und angefangen habe in der Bibel zu lesen,
dann habe ich so die Unterschiede überhaupt nicht wahrgenommen,
die es so zwischen den einzelnen Bibelbüchern gibt.
Hauptsächlich im Neuen Testament zwischen den Briefen.
Aber jeder Brief ist speziell.
Und wir wollen ganz am Anfang gleich sagen, was für alle Abende gilt,
auch für morgen Nachmittag übrigens, wenn wir über Gottes Wort nachdenken.
Wir haben es wirklich mit dem unveränderlichen Wort Gottes zu tun.
Mit dem inspirierten Wort Gottes. Wort für Wort von Gott eingegeben.
Aber in seiner Weisheit hat Gott Männer unterschiedlichen Charakters und unterschiedlicher Herkunft benutzt.
Und er hat ihre unterschiedlichen Gegebenheiten nicht ausgemerzt,
sondern er hat sie auch benutzt.
Und hat durch diese Männer, heilige Männer Gottes, die getrieben vom Heiligen Geist geredet haben,
aufschreiben lassen, was wir heute im Jahr 2024 zu unserer Freude lesen dürfen.
Wenn wir einmal über den Petrus nachdenken, dann bezeichnet er sich im Kapitel 5,
Vers 1, als Zeuge der Leiden des Christus und auch Teilhaber der Herrlichkeit.
Er gibt sich selbst zwei charakteristische Kennzeichen.
Er ist Zeuge der Leiden des Herrn Jesus gewesen. Er hat gesehen, wie er gefangen genommen wurde.
Er hat sicherlich auch von der Kreuzigung mitbekommen.
Davon war er Zeuge gewesen.
Und er war Teilhaber der Herrlichkeit, indem der Herr ihn und zwei andere Jünger mitgenommen hat auf dem Berg der Verklärung.
Davon schreibt er in seinem zweiten Brief ausführlich und mit sehr bewegenden Worten schreibt er über diese Szene.
Zeuge der Leiden des Christus und Teilhaber seiner Herrlichkeit.
Am Sonntagabend, wenn der Herr noch nicht gekommen ist,
dann wollen wir über einen Abschnitt nachdenken aus dem Epheserbrief, den der Apostel Paulus geschrieben hat.
Und bei dem Apostel Paulus könnte man eigentlich diese beiden Begriffe genau andersherum nennen.
Ich meine, Paulus war ein Zeuge der Herrlichkeit des Christus.
Vor Damaskus auf dem Boden liegend, hat er den Herrn, verherrlichten Herrn im Himmel gesehen und seine Stimme gehört.
Und er war Teilhaber seiner Leiden.
In gewissem Sinn, er schreibt, meine ich, im Kolosserbrief davon, dass er erfüllt hat, was noch rückständig war von den Leiden des Christus.
Natürlich weint er nicht die Söhnenden leiden.
Da war unser Heiland ganz allein.
Niemand hat diese Leiden und wird diese Leiden je erdulden müssen.
Zur Söhnung für fremde Schuld.
Das hat der Heiland alleine getragen.
Aber Paulus, da werden wir mit Gottes Gnade und Hilfe am Sonntag darüber nachdenken,
hat gelitten, weil er etwas offenbart hat, was der Herr Jesus auf dieser Erde lebend noch nicht offenbart hat, nämlich die Wahrheit von der Versammlung.
Die ist erst später, nachdem der Herr verherrlicht war, als Mensch im Himmel und den Heiligen Geist gesandt hatte, offenbart worden.
Mehr möchte ich noch nicht vorausgreifen.
Ich wollte nur einmal versuchen, diese beiden Männer ein wenig nebeneinander zu stellen.
Weil man hat den Eindruck, wenn man ihre Schriften liest, dass das, was von diesen beiden Männern so gesagt wird,
Zeuge der Leiden des Christus und Teilhaber der Herrlichkeit, auch einen gewissen Einfluss auf ihren Dienst hat.
Sowohl bei Petrus als auch bei Paulus.
Und dann unterscheidet diese beiden Männer noch etwas.
Ich weiß nicht, ob ich es gleich finde.
Ich meine, es ist eine Stelle im Galatterbrief, wo der Apostel Paulus schreibt im Kapitel 2, Vers 7.
Ich nehme das mal aus dem Zusammenhang.
Sondern im Gegenteil, als sie sahen, dass mir, dem Apostel Paulus, das Evangelium der Vorhaut anvertraut war.
Das bedeutet, das Evangelium die gute Botschaft zu solchen zu bringen, die nicht als Nation beschnitten waren.
Die Nationen, das Evangelium der Vorhaut.
Und dann geht der Satz weiter, wie Petrus das der Beschneidung.
Petrus hatte eine besondere Aufgabe an den Angehörigen des Volkes der Juden.
Als er da am See Tiberias wiederhergestellt wird, gibt ihm der Heiland ja diese wunderbaren, tiefgehenden Aufträge.
Weide meine Lämmlein, hüte meine Schafe, weide meine Schafe.
Das ist in erster Linie bezogen auf die Angehörigen des Volkes der Juden.
Da hatte Petrus seine Aufgabe.
Und nun ist das sehr interessant zu sehen.
Sie haben beide ihre Aufgaben erfüllt.
Paulus unter den Nationen und Petrus unter den Juden.
Und doch haben beide auch über den Tellerrand hinaus unter der Leitung des Heiligen Geistes gearbeitet.
Wenn ich bei Petrus an den Cornelius denke, dem öffnet er praktisch den Weg zum christlichen Glauben, zur vollen Errettung.
Nachdem er selbst lernen musste, durch dieses Gesicht, was da aus dem Himmel, aus dem geöffneten Himmel zu ihm herabkam.
Und Paulus ist ja nicht, wenn wir so seine Wege verfolgen, fast immer, wenn er in irgendeine Stadt gegangen ist, zuerst in die Synagoge der Juden gegangen.
Um auch dort noch ein Wort zu haben.
Aber er hat nie vergessen, dass er gesendet worden ist zu den Nationen.
So hat Gott seine Werkzeuge.
Und benutzt sie auf eine Weise, wo wir eigentlich nur staunen können darüber.
Petrus schreibt ja diesen ersten Brief ganz deutlich im ersten Kapitel an die Fremdlinge von der Zerstreuung von Pontus, Galatien, Kappadokien, Asien und Pitinien.
Fremdlinge von der Zerstreuung.
Das meint die Adressaten dieses ersten Petrus Briefes, sie hielten sich nicht in dem eigentlich ihnen gehörenden Land auf.
Im Land Israel.
Sie waren zerstreut.
Wenn man die Apostelgeschichte liest, sieht man wie das geschehen ist.
Sie waren aber nicht nur zerstreut und Fremdlinge, weil sie eben nicht zu Hause waren in ihrem eigenen Land.
Wenn man den Brief liest und auch die Apostelgeschichte liest, dann sieht man, dass sie auch Fremdlinge waren wegen ihres christlichen Glaubens, den sie angenommen haben.
Fremdlinge unter ihrem eigenen Volksgenossen.
Und sie hatten durchaus auch Leiden von ihrem eigenen Volksgenossen zu erdulden.
Und davon schreibt er auch in diesem Brief.
Er schreibt davon und Petrus ist ja wirklich ein Mann des praktischen alltäglichen Lebens.
Ich finde das sehr zu Herzen gehend, wie Petrus sehr hohe Wahrheiten mit unserem Alltag verbindet.
Wisst ihr, wir stehen manchmal so ein bisschen in der Gefahr, will ich nicht unbedingt sagen.
Aber es könnte schon mal so sein, dass wir uns sehr gerne so in hohen Sphären aufhalten.
Mit den höchsten geistlichen, christlichen Wahrheiten beschäftigen und ein bisschen den Boden unter den Füßen verlieren.
Und Petrus erdet immer wieder.
Und er bringt den christlichen Glauben in den Alltag hinein.
Paulus ist ein Mann, der sehr systematisch oft in seinen Briefen vorgeht.
Und die Dinge lehrmäßig so entwickelt, dass man ihnen unheimlich gut folgen kann.
Mit Gottes Hilfe sehen wir das am Sonntagabend vielleicht ein wenig im Epheserbrief.
Wenn man den Petrusbrief aber einmal liest, dann staunt man eigentlich wie, ich will nicht sagen durcheinander,
aber wie sprunghaft und wechselhaft er die verschiedenen Beziehungen immer wieder beschreibt.
Aber das ist eigentlich Alltag bei dir und bei mir.
Wir haben heute im Gebet davon gesprochen, dass wir wahrscheinlich alle einen sehr ausgefüllten Tag gehabt haben.
Da haben wir in vielen verschiedenen Beziehungen gestanden.
Ich selbst auch.
Bin aufgestanden in meiner Familie.
Dann habe ich bei meinem Arbeitgeber eine Zeit verbracht.
Jetzt sitze ich unter Geschwistern, unter Glaubensgeschwistern.
Und so ähnlich ist dieser Petrusbrief so wechselhaft, aber so real und wirklichkeitsnah.
Petrus weiß, wovon er spricht, wenn er ein wenig mit den Themen hin und her springt.
Und wenn er mal von Verfolgung von draußen spricht, wenn er aber, so wie heute, von einem Miteinander von Glaubensgeschwistern spricht.
Das ist Lebensalltag von dir und von mir.
Er hat ja in diesem ersten Brief eigentlich zwei große und sehr wertvolle Themen.
Wenn er von den Gläubigen spricht, die kommen in Kapitel 2 vor uns.
Da schreibt er einmal von den Glaubenden, dass sie ein geistliches Haus in Kapitel 2 Vers 5 sind.
Ein geistliches Haus, eine heilige Priesterschaft, um da zu bringen, geistliche Schlachtopfer.
Die Glaubenden auf dieser Erde sind eine heilige Priesterschaft mit dem Ziel, Anbetung zu bringen.
Ich finde es sehr beachtlich, dass das vorne dran steht.
Und der zweite Gesichtspunkt, den er hat, an zweiter Stelle steht.
Wir drehen die Dinge in unserem Leben manchmal etwas um und haben es mehr so mit den tatkräftigen Dingen zu tun.
Aber ich meine, wir lernen daraus auch, dass Gott sucht, dass wir ihm Anbetung bringen.
Diese geistlichen Schlachtopfer, darauf wartet Gott, sagte Herr Jesus selbst in Johannes 4.
Er sucht Anbeter heute.
Ist nicht irgendwie etwas Nebensächliches?
Als Mose damals vor dem Pharao getreten ist und gesagt hat, lass mein Volk ziehen, so spricht Gott, lass mein Volk ziehen, dass sie mir ein Fest halten in der Wüste.
Da sagt der Pharao, ihr seid träge.
Ihr wollt eurem Gott opfern? Das ist Trägheit.
In den Augen der Welt zählt das nichts.
Gott Anbetung zu bringen, das zählt in der Welt nichts.
Aber der Vater sucht Anbeter.
Und Gott ist ein Geist.
Wer ihn anbetet, muss ihn Geist und Wahrheit anbeten.
Das ist eine hohe Aufgabe, die wir hier haben.
Und wenn der Herr Jesus noch nicht gekommen ist, wollen wir spätestens am Sonntagvormittag gemeinsam geistliche Schlachtopfer darbringen.
Aber du kannst es auch persönlich tun.
Wenn dir mal der Herr Jesus beim Lesen der Bibel so richtig groß geworden ist, dann darfst du auch mal auf die Knie gehen und anbeten.
Die zweite Seite haben wir im gleichen Kapitel 2 in Vers 9.
Da sagt er, dass wir ein auserwähltes Geschlecht sind, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum,
damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch berufen hat, aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.
Also der zweite Gesichtspunkt, wir sind nicht nur eine heilige Priesterschaft zur Anbetung, wir sind eine königliche Priesterschaft.
Und verbreiten hier auf dieser Erde den Wohlgeruch des Namens des Herrn Jesus.
Die Tugenden dessen verkündigen, der uns berufen hat.
Sehen wir diese Aufgabe als eine Aufgabe von uns?
Oder fangen wir mal andersherum an.
Sind wir uns gewiss, dass wir Berufende sind?
Aus der Finsternis in sein wunderbares Licht?
Dann haben wir diese hohe Aufgabe, die Tugenden dieser wunderbaren Person zu verkündigen.
Vielleicht meinst du, du bist kein Mann oder keine Frau der Rede.
Aber du kannst die Tugenden, die Vortrefflichkeiten der Person des Herrn Jesus auch in deinem praktischen Leben zeigen.
Und ich meine, dass wir etwas davon in dem Abschnitt wiederfinden, den wir heute gelesen haben.
Petrus sagt in diesem Brief, ihr kennt das Ziel, das Ziel ist die Herrlichkeit.
Aber der Weg dahin, der ist nicht, wie wir heute sagen würden, auf Rosen gebettet.
Das ist ein Weg, der durch Leiden in diese Herrlichkeit führt.
Und trotzdem, immer wieder kommt er dazu, auch zu ermuntern, auszuhalten in den Nöten.
Und lieber mal für Gutes tun zu leiden, als für Böses tun.
Es ist ein sehr, wirklich sehr lebensnaher Brief, den Petrus da geschrieben hat.
Und dann hat er in Kapitel 4 damit begonnen, dass der Richter vor der Tür steht,
der bereit ist, Lebende und Tote zu richten.
Petrus hat auch das Ende im Auge und beginnt jetzt diesen siebten Vers damit.
Es ist aber nahegekommen, das Ende aller Dinge.
Man könnte vielleicht in einer gewissen nahen Erfüllung dieser Worte daran denken,
dass er hier an Gläubige aus den Juden schreibt.
Und dieses Judentum, dieser jüdische Glaube und der Mittelpunkt des jüdischen Glaubens in Jerusalem,
kurz bevor stand, dass er zerstört werden würde.
Aber der Gedanke geht viel weiter noch.
Ich habe einmal gelesen, dass im griechischen Text der Satz so beginnt.
Von allen Dingen aber, das Ende ist nah.
Von allem, was du hier siehst, worauf du dich stützt, von allen materiellen Dingen, ist das Ende nah.
In seinem zweiten Brief schreibt er davon, wie das geschehen wird.
Das wird alles ausgelöscht und verbrannt werden.
Petrus hat jetzt wirklich das Augenmerk darauf,
glaubende Menschen in einer feindlichen Umgebung darauf einzustimmen,
dass nichts, worauf wir uns hier irdischerweise stützen und verlassen, überhaupt Bestand hat.
Es wird zu einem Ende kommen.
Das Auto, das wir fahren,
die Bücher, die wir lesen,
die schöne Wohnungseinrichtung,
alles nimmt ein Ende, worauf wir uns hier stützen.
Alles menschliche, irdische wird vergehen.
Es wird aufgelöst werden, es muss etwas wunderbaren, neuen Platz machen.
Aber wir müssen das vor Augen haben.
Wir leben ja in sehr, sehr unruhigen Zeiten.
Viele von euch älteren Geschwistern haben sicherlich auch noch sehr viel unruhigere Zeiten erlebt.
Aber was wir in den letzten Jahren hier erleben,
wo Dinge, die wir als sicher und verlässlich angesehen haben, auf einmal unsicher geworden sind,
wo Ordnungen über den Haufen geworfen werden,
wo Lüge an der Tagesordnung ist,
wo man sich damit brüstet zu lügen, um die Menschen hinter sich herzuziehen,
das wäre vor 10, 15 Jahren noch unvorstellbar gewesen.
Solche Menschen haben die Dreistigkeit, sich um hohe Staatsämter zu bewerben
und brüsten sich damit, dass sie lügen.
Heute ist es Fake News, das ist das Schlagwort, was heute gang und gäbe ist.
Das ist eine Entwicklung, die ist erschreckend.
Und es scheint wirklich nichts mehr sicher zu sein, nichts mehr fest zu sein.
Und das, liebe Geschwister, das müssen wir uns auch immer wieder sagen.
Nichts ist beständig auf dieser Erde.
Wir haben vorhin, als wir als Brüder gebetet haben, an den einen gedacht, der unveränderlich ist.
Gestern und heute und in Ewigkeit.
Da haben wir ein Fundament.
Aber hier mit den Füßen auf dem Boden, da haben wir nichts Sicheres.
Alles wird aufgelöst werden.
Es ist nahegekommen, es ist nahegekommen.
Es steht vor der Tür, liebe Geschwister.
Wir haben bei uns in den vergangenen Monaten die Offenbarung betrachtet.
Wenn ich das mal offen sagen darf, das war nicht immer einfach gewesen,
aber es war sehr lohnend.
Weil da haben wir ein wenig die Wege,
nicht in aller Tiefe und in aller Klarheit,
aber ein wenig die Wege Gottes sehen dürfen,
die ergeht bis zu diesem Punkt, dass tatsächlich alles verbrennen wird
und alles neu gemacht wird.
Es ist nahe.
Das müssen wir uns immer wieder sagen.
Wir können uns schnell gemütlich einrichten und wohlfühlen hier,
aber wir sollen unser Herz nicht daran hängen.
Was hier auf der Erde ist, ist vergänglich.
Und da kommt er gleich im nächsten Satz
und lenkt unseren Blickwinkel dahin, wo die Dinge unveränderlich sind.
Nämlich, dass wir uns im Gebet mit göttlichen Dingen beschäftigen.
Die sind ewig und bleibend.
Hier auf der Erde vergeht alles,
dann richtet euren Blick nicht auf die Erde, richtet euren Blick nach oben.
Seid nun besonnen und seid nüchtern zum Gebet.
Besonnen heißt, ein gesundes Urteil zu haben.
Glauben wir das denn eigentlich, dass das Ende aller Dinge nahe ist?
Glauben wir, dass die Anzeichen, die wir um uns herum sehen,
wirklich darauf hindeuten?
Glauben wir an das Wort, das der Herr Jesus gesagt hat, ich komme bald?
Wir hatten gestern Abend, als wir zusammen waren, doch die Frage,
wenn dann der Geist und die Braut rufen
und wenn der Herr Jesus fast im vorletzten Vers sagt,
ja, ich komme bald, ist die Antwort von meinem Herzen,
Amen, komm Herr Jesus,
oder möchte ich gerne vorher doch schnell noch das eine oder andere
hier auf dieser Erde erleben?
Wir brauchen manchmal, man sagt heute so ein Wort,
einen Perspektivwechsel.
Unsere Blickrichtung muss manchmal angespitzt werden
in die richtige Richtung.
Und das tut Petrus hier auf eine sehr weise Art.
Seid besonnen und seid nüchtern.
Also ein klares Urteil haben und frei sein von Einflüssen,
die uns schwankend machen könnten.
Frei von benebelnden Einflüssen.
Wir brauchen einen klaren Blick
und dann haben wir auch die rechten Anliegen, um die wir beten.
Ich war als Kind mal sehr törig gewesen.
Ich habe mich früh für Fußball interessiert.
Ich war ja noch ein zehn- oder zwölfjähriger Junge.
Ich habe tatsächlich mal gebetet für ein bestimmtes Fußballergebnis.
Schäme ich mich heute immer noch.
Aber wir können dahin kommen, dass wir falsche Prioritäten haben,
in dem was uns wichtig ist.
Und wir müssen nüchtern sein zu,
ja es steht hier nicht nur zum Gebet,
sondern die Anmerkung sagt zu gebeten.
Und ich habe ein bisschen den Eindruck,
dass jetzt hier fast jeder Satz, jede Aufforderung
ein bisschen aufeinander aufbaut und uns immer weiterführt.
In der Absicht des Apostels Petrus uns die richtige Blickrichtung in den Himmel zu geben.
Angesichts von all dem Unruhigen und Vergänglichen Dingen auf dieser Erde.
In den Gebeten, nüchtern zu gebeten.
Ich weiß nicht, wie ihr das handhabt.
Ich weiß, wie ich das als Junge früher gehandhabt habe.
Ich habe morgens schnell gebetet und abends schnell gebetet.
Und bei Tisch natürlich, wenn die Eltern gebetet haben.
Der Jesus hat einmal, oder in den Psalmen wird unter Bezug auf den Herrn Jesus gesagt,
ich bin gebetet.
Der hat nächtelang gebetet, unser Heiland.
Der vollkommene Mensch auf dieser Erde.
Wir machen es manchmal recht kurz.
Aber wir wollen uns auch die rechten Gebetsgegenstände zeigen lassen.
In dieser Zeit vor dem nahenden Ende aller Dinge.
Was ist wirklich wichtig, was sich jetzt noch in den Herzen der Glaubenden entfalten soll?
Ist es nicht auch ein wichtiges Gebetsanliegen,
dass wir vielleicht einmal die Perspektive mehr auf das geistliche Wohlergehen legen,
als auf das körperliche Wohlergehen?
Ich weiß, dass das ein schwieriger Satz ist, mit dem ich selber auch zu tun habe.
Aber vernachlässigen wir nicht manchmal das ernste Ringen um geistliche Förderung von mir persönlich
oder von meinem Bruder, meiner Schwester neben mir.
Petrus möchte gerne, dass wir in diesen vielen Gebeten, von denen er hier spricht,
wo wir besonnen und nüchtern sind, dass wir da lernen,
in einem gewohnheitsmäßigen Umgang mit unserem Gott oder mit dem Herrn Jesus
auch die richtigen Anliegen auf dem Herzen zu haben.
Und wisst ihr, was dann noch die Folge ist?
Wenn wir so beständig über diese grundlegenden, wichtigen Dinge mit unserem Gott und Vater sprechen,
dann ist uns auch richtig, nicht nur wie es mir geht, sondern wie es dir geht.
Wie es der Jugend am Ort geht, den kleinen Kindern, die groß werden,
den alten Geschwistern, die unter ihren Lebensumständen körperliche Mühe und Not haben.
Dann weitet sich auf einmal unser Blickfeld in diesem ständigen Kontakt mit oben,
wenn ich das mal so sagen darf, und wir bekommen ein Herz für unsere Geschwister.
Vor allem habt untereinander eine inbrünstige Liebe.
Wisst ihr, wenn man das jetzt so liest und hört und noch einmal nachdenkt,
wer ist denn jetzt eigentlich, wem wird das gesagt?
Das wird Menschen gesagt, die in einer kalten, dunklen Welt leben,
die verfolgt und drangsaliert werden.
Und dieser Gruppe von Menschen wird jetzt gesagt, seht mal,
wenn ihr untereinander eine inbrünstige Liebe habt,
dann habt ihr ein richtiges Bollwerk in dieser kalten, dunklen Welt.
Diese Liebe macht warm, die hilft in diesen schwierigen Lebensumständen, in denen ihr seid.
Da steht ihr zusammen in einer echten Liebe, nicht in einer Sympathiegrundgebung,
sondern in einer inbrünstigen Liebe.
Da interessiert mich auf einmal, was die junge Schwester macht, die gerade zugezogen ist.
Da interessiert mich, warum vielleicht ein Bruder einige Zeit die Zusammenkünfte nicht besucht hat.
Und ehe ich da eine Frage in der Bruderstunde stelle, gehe ich lieber mal hin zu ihm und frage, was ihm fehlt.
Dann haben wir einen anderen Blickwinkel auf den Bruder und die Schwester neben mir.
Eine inbrünstige Liebe, eine Liebe, die nicht schnell ausgelöscht wird, sondern die brennt und brennt.
Und die dazu führt, dass Glaubensgeschwister wieder miteinander gehen.
Mir ist aufgefallen, mal ist hier die Rede von untereinander, dann ist in Vers 10 von dient einander.
Das war, glaube ich, noch einmal so eine Ausdrucksweise.
Das bezieht immer den anderen mit ein in meine Herzenshaltung.
Und man kann ja als Glaubende an einem Ort auch nebeneinander leben.
Das einem relativ egal ist, was dem anderen gerade geschieht.
Oder man kann gegeneinander, nicht in dem Sinne, wie jetzt hier die Gastfreundschaft gemeint ist,
sondern wirklich gegeneinander, gegen den anderen agieren.
Aber füreinander und untereinander Liebe haben und miteinander vorangehen,
und das sind die Dinge, für die Petrus jetzt wirkt praktisch, indem er den Blickwinkel von uns verändert.
Nicht auf die vergänglichen Dinge dieser Erde, sondern nach oben.
Und wozu führt die Liebe, wenn wir die haben, die inbrünstige Liebe?
Ist ja ein sehr gefährlicher Satz jetzt fast, könnte man meinen.
Die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden.
Wie ist das denn jetzt gemeint?
Muss Sünde denn nicht geordnet werden?
Auf jeden Fall.
Gott schaut in diese Schar von Glaubenden und sieht jede Sünde, Geschwister.
Jede Sünde sieht er.
Übrigens ist jede Sünde in erster Linie eine Sünde gegen Gott.
Wisst ihr, wo wir das das erste Mal, ich weiß nicht, ob es das erste Mal ist, aber wo wir das deutlich lernen?
Bei Josef.
Als die Frau von dem Potiphar ihn verführen wollte, was sagt er da?
Ich kann noch nicht gegen deinen Mann sündigen.
Nein, er sagt, wie sollte ich dieses große Übel tun und gegen Gott sündigen?
In erster Linie ist jede Sünde eine Sünde gegen Gott.
Petrus meint hier also nicht, dass wir dann irgendwie großzügig sein können, wenn wir uns alle so richtig lieb haben, dann müssen wir die Dinge auch nicht mehr ordnen.
Das meint er überhaupt nicht.
Petrus widerspricht den anderen Schreibern des heiligen Wortes Gottes überhaupt nicht.
Aber er sagt, das liest man zwischen den Zeilen hier eigentlich.
Er sagt, wenn ihr wirklich diese inbrünstige Liebe habt untereinander, wisst ihr, dass es euch dann gar nicht gut geht, wenn der Bruder gesündigt hat?
Ihr könnt damit gar nicht zurechtkommen, dass der Bruder gesündigt hat oder die Schwester und das noch nicht geordnet ist.
Und dann bemüht man sich um diesen Bruder, bis das bekannt und geordnet worden ist.
Und dann kann die Sache zugedeckt werden.
Dann muss Gott in seiner Heiligkeit nicht einschreiten in dieser Gruppe von Gläubigen, wo es Sünde gegeben hat.
Er sieht, dass die tätige Liebe dahin wirkt, dass bekannt und geordnet wird.
Und so deckt die Liebe eine Menge von Sünden.
Oft ist das bei uns ja das erste Begehren oder der erste Reflex, muss man fast sagen, wenn wir Sünde feststellen, dann muss man darüber reden.
Ich sage zuerst, ja, reden mit Gott.
Zeigt mir den Weg, wie ich helfen kann.
Wisst ihr, Bruderliebe ist ja, diese Liebe, die wir untereinander haben sollen, die hat ja eine Quelle.
Davon schreibt ein dritter Schreiber aus dem Neuen Testament, der Johannes.
Er schreibt in seinem ersten Brief in Kapitel 5.
Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren.
So, das darf nur jeder von uns heute Abend hier in Anspruch nehmen.
Wenn du glaubst, dass Jesus der Christus bist, dann weißt du, du bist aus Gott geboren.
Du hast eine neue Natur.
Was ein großartiges Geschenk Gottes, dass er dir eine neue Natur gibt, seine eigene nämlich.
Du bist aus ihm geboren.
Und jeder, der den liebt, der geboren hat.
Also wenn du aus Gott geboren bist und jetzt Gott liebst, der dich geboren hat,
dann liebst du auch den, der aus ihm geboren ist.
Also der Bruder neben dir, der auch aus Gott geboren ist.
Du liebst ihn also, weil er die gleiche Natur hat.
Und dann zeigt sich diese Bruderliebe nicht nur darin, dass man möglichst nett miteinander ist,
sondern dass man schaut, ob der Bruder neben mir, die Schwester neben mir auch den Geboten Gottes gehorcht.
Das ist dann der nächste Satz.
Hieran erkennen wir, dass wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten.
Das ist also der Gedanke, den Johannes uns vorstellt.
Die Liebe zu den Geschwistern, die ist immer da.
Das muss ich mir selbst auch immer wieder neu sagen.
Aber sie ist da, nur sie kann sich nicht immer auf die gleiche Weise äußern.
Wenn der Bruder gesündigt hat, dann muss ich vielleicht einmal mit ihm die Dinge besprechen
und ihm den Weg zeigen, wie er wieder glücklich werden kann.
Denn das verlieren wir, glaube ich, zu schnell aus dem Auge.
Wenn Sünde nicht geordnet ist in meinem Leben, in deinem Leben,
dann hast du keinen glücklichen Umgang mit deinem Gott.
Und das sieht die Liebe.
Der Bruder kann nicht glücklich sein.
Da ist noch was, was nicht geordnet ist und deshalb geht sie hin
und versucht ihm zu helfen, dass er zur Bekenntnis kommt.
Und dann kann die Liebe die Sünde zudecken.
So spricht Petrus.
Seid gastfrei gegeneinander, ohne Murren.
Ich habe mal gelesen, dass gastfrei dieses Wort eigentlich bedeutet, Liebe zu Fremden.
Und wenn ich ehrlich bin, habe ich damit noch mehr Schwierigkeiten als mit der Frage der Gastfreundschaft.
Gastfreundschaft wird hier beschrieben, seid gastfrei ohne Murren.
Und ihr lieben Schwestern, ihr wisst wahrscheinlich am besten,
wie viel Mühe mit Gastfreundschaft verbunden ist.
Dass man am freien Abend vielleicht wegfällt, wenn Besuch kommt.
Und das mag unter Glaubensgeschwistern ja noch angehen,
aber Gastfreundschaft heißt eigentlich, Liebe zu Fremden.
Ich meine, dass Johannes auch in seinem zweiten oder dritten Brief davon noch einmal spricht.
Da schreibt er ja an den Gaius im dritten Brief.
Und dann sagt er in Vers 5,
Geliebter, treu tust du, was irgendwo an den Brüdern und zwar an Fremden tust,
die von deiner Liebe Zeugnis abgelegt haben vor der Versammlung.
Dieser Gaius, das war so einer, der hat verstanden, was Gastfreundschaft ist.
Der hat sein Haus auch für Glaubende aufgemacht, die er nicht kannte.
In der Präobrief lesen wir, dass man die Gastfreundschaft nicht vergessen soll,
weil man damit auch Engel beherbergen kann.
Wir wollen es lieber genau lesen.
Kapitel 13.
Die Bruderliebe bleibe, Vers 1, die Gastfreundschaft vergesst nicht,
denn durch diese haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.
Da denken wir bestimmt an das alte Testament, an Abraham, an Lot.
Aber Gott möchte, dass sich Bruderliebe eben nicht nur in Worten erschöpft,
sondern auch in einer praktischen Haltung der Gastfreundschaft.
Das ist außerordentlich gesegnet.
Je nachdem jeder eine Gnadengabe empfangen hat,
dient einander damit als gute Verwalter der mannigfaltigen Gnade Gottes.
Dieser Satz ist sehr tiefgehend.
Er sagt nämlich, es kann sich jetzt keiner von euch wegducken.
Jetzt kommen Worte irgendwie an meinen Nachbarn nur.
Sondern er sagt ein jeder von euch.
Er sagt auch nicht, falls jemand von euch oder einer von euch eine Gnadengabe,
sondern je nachdem ein jeder von euch.
Also jeder von uns, jeder von uns heute Abend hier in diesem Raum,
hat eine Gnadengabe empfangen.
Schon mal darüber nachgedacht?
Es ist ein sehr wertvolles Thema, sich damit zu beschäftigen.
Vielleicht fragst du dich, was ist eigentlich meine Gnadengabe?
So würde ich nicht anfangen zu fragen.
Denn dann fängt man an, sich nur um sich selbst zu kreiseln.
Aber wir wollen mal jetzt eben bei diesem Satz bleiben.
Je nachdem jeder eine Gnadengabe empfangen hat.
Also erst einmal ist das, was der Herr dir oder mir gegeben hat,
an geistlichem Gut, an geistlichen Fähigkeiten, reine Gnade.
Absolut reine Gnade. Das müssen wir uns immer wieder neu sagen.
Und jeder von uns hat eine bestimmte Fähigkeit, geistliche Fähigkeit,
die ein anderer in dieser Gemeinschaft nicht hat.
Und diese Gnadengabe, die wir empfangen haben, die ist kein Selbstzweck,
sondern sie ist gegeben, um einander damit zu dienen.
Ihr habt etwas, ihr lieben Schwestern, was ich nicht habe.
Und wenn ihr eure Gnadengabe nicht ausübt, ich kann das nicht übernehmen,
dann liegt das brav. Das wäre fatal.
Dient dann miteinander als gute Verwalter der mancherlei,
der mannigfaltigen Gnade Gottes.
Also es sind ja sehr, sehr viele tiefe Dinge in diesem Vers.
Und wir müssen versuchen, das zu erkennen,
welche wichtigen Bestandteile dieser Vers enthält.
Also das erste, was ich sagen möchte oder schon gesagt habe, ist,
jeder von uns, ob Bruder oder Schwester, hat eine besondere Befähigung
vom Herrn aus reiner Gnade empfangen, die er nutzen soll zum Wohl der anderen.
Und wir sollen diese Gnadengabe gut verwalten.
Und dann sagt er, wir sollen gute Verwalter der mannigfaltigen Gnade Gottes sein.
Wir denken jetzt vielleicht, es kommen gleich zwei Klassifizierungen vor uns,
aber dieses Spektrum an Gnadengaben ist ja sehr, sehr viel breiter.
Und Petrus schreibt jetzt hier unter der Leitung des Heiligen Geistes,
das ist eine Mannigfaltigkeit.
Das meint jetzt nicht in dem Sinne, wenn wir heute Abend vielleicht
60 oder 70 Geschwister hier sind, dass es auch 60 oder 70 so mannigfaltig,
dass es 60 Gnadengaben sind, sondern es meint gerade das ganze Spektrum,
was Gott an einzelnen Befähigungen gegeben hat, ist mannigfaltig.
Wie so ein bunter Blumenstrauß so viele verschiedene Farbtöne hat.
Das ist mannigfaltig, vielfarbig heißt, meine ich, dieser Ausdruck im Griechischen,
wenn er wörtlich übersetzt wird.
Und Petrus begrenzt sich jetzt hier mit das erstmal so als Fakt hinzustellen
und zu sagen, Gott hat eine ganze breite Palette an Gnadengaben jedem einzelnen von euch eine gegeben.
Mehr sagt er hier an der Stelle nicht dazu.
Paulus spricht viel mehr über Gnadengaben.
Ich will nur mal vielleicht zwei Stellen aufschlagen, um etwas anzudeuten.
Ich glaube nicht, dass wir im Neuen Testament eine Liebestelle haben,
wo abschließend die Gnadengaben alle aufgeführt sind.
Aber wir sollen mal einen Eindruck davon bekommen, wie vielfältig das ist, was Gott gegeben hat.
Römer 12.
Da lesen wir in Vers 5, dass wir die vielen ein Leib in Christus sind, einzeln aber Glieder voneinander.
Und dann sagt er, da wir aber verschiedene Gnadengaben haben, nach der uns verliehenen Gnade.
Und jetzt kommen einige Beispiele.
Weissagung, Dienst, Lehre, Ermahnung.
Möchte ich mal innehalten.
Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, dass Ermahnung eine Gnadengabe ist?
Und jetzt kommen wir vielleicht auch zu dem Punkt, den wir vorhin gesagt haben.
Ein anderer könnte diese Aufgabe überhaupt nicht so gut ausüben, der diese Gnadengabe nicht hat.
Wenn er sich aber diese Tätigkeit aneignet, obwohl Gott gar nicht diese Befähigung dazu gegeben hat,
dann wird das irgendwie schief gehen.
Aber Ermahnung als Gnadengabe zu bezeichnen, Ermahnung ist ja nichts, was wir so gerne haben eigentlich.
Wenn die Eltern uns ermahnen müssen oder ein Bruder mal ein Wort zu uns sagt, haben wir nicht gerne.
Aber es gibt, ich habe einige kennengelernt, es gibt wirklich liebe Geschwister, nicht nur Brüder, auch Schwestern,
die da tatsächlich eine besondere Begabung dafür haben, auf einen Missstand hinzuweisen,
ohne dass man, wie wir sagen würden, verprillt wird.
Sondern dass das Herz aufgeht und sagt, der will mir wirklich helfen mit dieser Ermahnung.
Ermahnung heißt ja eigentlich so viel wie den richtigen Weg weisen.
Der möchte einfach nicht, dass ich auf diesen falschen Weg weitergehe.
Und der will mir helfen, wieder auf den richtigen Weg zu kommen.
Gnadengabe, die Ermahnung, der gibt.
Das heißt tatsächlich etwas aus meiner Tasche, ich will nicht sagen aus meinem Überfluss,
aber von meinem Vermögen, was mir der Herr ja auch nur zur Verwaltung anvertraut hat, zu geben.
Das kann man auch auf unterschiedliche Weise machen.
So dass möglichst viele davon mitbekommen, dass wir was geben.
Aber hier sagt er, wer diese Gabe hat, der soll das in Einfall tun.
Vorstehen. Anderen helfen.
Ich glaube, im Thessalonicher Brief werden die Gläubigen aufgefordert, solche zu achten, die vorstehen.
Die mal vorangehen, wenn es schwierig wird.
Denen wird gesagt, dass sie Fleisch üben sollten und dann Barmherzigkeit üben.
Ein kleiner Ausschnitt, möchte ich fast mal sagen, von Gnadengaben.
Der erste Korintherbrief, Kapitel 12, führt auch eine ganze Aufzählung von Gnadengaben an.
Aber auch nicht abschließend. Da geht es auch um Hilfeleistungen beispielsweise.
Und dann ist Paulus in diesem ersten Korintherbrief immer so weise,
dass er das, wonach die Korinther so gestrebt haben, was so am meisten ins Auge fiel,
das stellt er immer ganz hinten an.
Und die niedrigeren Dinge, die stellt er eher in den Vordergrund.
Oder lest mal Epheser 4.
Da gibt es so eine Ausdrucksweise, die finde ich sehr berührend.
Da sind von Gelenken der Darreichung ist da die Rede.
Da werden die einzelnen Glieder so beschrieben, da werden übrigens auch Personengaben beschrieben.
Der verherrlichte Herr Jesus im Himmel hat Personen, Menschen als Gabe seiner Versammlung gegeben.
Hürden und Leber und wie sie da aufgezählt werden.
Aber er hat auch Gelenke der Darreichung.
Da wird auch der Organismus der Versammlung als ein Leib beschrieben.
Und wie ihr das bei eurem eigenen Körper kennt, da gibt es Glieder,
Gliedmaßen, die im Vordergrund stehen, die sofort ins Auge fallen.
Da gibt es aber auch ganz versteckte Glieder, unerbarscheinende.
Und dann gibt es Gelenke der Darreichung.
Die so verbindende Elemente sind zwischen verschiedenen Körperteilen.
Vielleicht ist das auch eine Gnadengabe von dir,
dass du befähigt bist, so verbindend zu wirken zwischen verschiedenen Gläubigen.
Das ist auch etwas sehr Wertvolles.
Es geht nicht immer nur um jemanden, der hinter der Kanzel steht oder als Evangelist die Seele füllt.
Manchmal gibt es auch ganz unscheinbare Dinge, aber dient einander damit.
Damit es diesem Organismus von Glaubenden auf der Erde, die von außen drangsaliert werden, von innen noch gut geht.
Das gibt ja Kraft, wenn man sich umeinander kümmert in der rechten Gesinnung, die man hat.
Dient einander damit als gute Verwalter der mannigfaltigen Gnade Gottes.
Der große Gott.
Wir haben ja nur schmale Worte, wenn wir etwas über Gott sagen möchten.
Und wir wollen es mit Vorsicht auch tun.
Aber ich habe für mich den Eindruck, dass dieser große Gott eine tiefe Freude daran hat, mannigfaltig zu geben.
Also nicht so Stereotyp, nur Lehrer, nur Hirten oder nur Vorsteher, sondern eine ganze bunte Palette.
Und deshalb musst du nicht so zwanghaftig fragen, was habe ich eigentlich für eine Gnade?
Vielleicht hast du etwas, was noch nie ein anderer an diesem Ort bei sich erkannt hat.
Es hat ja auch ein wenig mit natürlichen Fähigkeiten zu tun.
Das machte Herr Jesus ja auch in Matthäus 25 deutlich, wenn er da die Talente verteilt.
Er gibt die Talente einem jeden nach seiner Fähigkeit.
Da ist eine natürliche Begabung.
Ich sage nicht, dass jede natürliche Begabung genau in dieser Linie als geistliche Gnadengabe zu sehen ist.
Aber Gott hat dir natürliche Befähigung gegeben.
Ich habe schon oft gedankt dafür und ich bete darum, dass es mir noch etwas erhalten bleibt, ein gutes Gedächtnis zu haben, was Bibelstellen betrifft.
Das ist ein Geschenk.
Ich habe kein gutes Gedächtnis, was Namen betrifft. Das habt ihr alle schon gemerkt.
Da bin ich ein bisschen traurig drüber, weil ich würde euch gerne immer wieder, wenn ich euch sehe, mit Namen begrüßen.
Aber die Gnadengabe habe ich nicht.
Und so kannst du mal sehen, welche Befähigungen du denn hast.
Ich habe mal...
Mein Vater kann keine Fremdsprachen.
Damals, als die Generation zur Schule ging, da wurden noch keine Fremdsprachen unterrichtet.
Wir hatten Englisch in der Schule. War nie mein Lieblingsfach.
Aber wir hatten einfache englische Schriften.
Und dann habe ich mal versucht, die so zu übersetzen, dass mein Vater auch einen Nutzen davon hatte.
So einfach kann das mal anfangen.
Dass man sich mit einem Text beschäftigt und mit seinen natürlichen Fähigkeiten anderen eine Hilfe ist,
und das kann Gott benutzen, da kann er eine geistliche Befähigung hineinlegen.
Ihr müsst jetzt nicht alle überlegen, ob ihr gut Fremdsprachen könnt.
Aber ihr habt andere Dinge in eurem Leben, in eurem persönlichen Leben, wo ihr wisst, eine besondere Begabung.
Und wenn es dem Herrn gefällt, kann er das mit einer geistigen Befähigung hinbekommen.
Und wenn es dem Herrn gefällt, kann er das mit einer geistlichen Gabe auffüllen, möchte ich mal sagen.
Das ist zum Nutzen der anderen gebraucht werden kann.
Es ist großartig, wie mannigfaltig da Gott handelt.
Ich sage es jetzt nochmal, wenn wir hier so 60 oder 70 Geschwister sind, vielleicht auch weniger,
aber genau in dieser Zahl sind Gnadengaben vorhanden.
Und wir sollen sie nicht verschütten lassen.
Wir sollen sie gebrauchen, einander damit dienen, als gute Verwalter.
Es ist ja vielleicht auch ein ganz kleiner Anreiz, dass es Lohn gibt dafür.
Wir arbeiten nicht um Lohneswillen, sicherlich nicht.
Und wir müssen auch mal mit dem vielleicht falschen Gedanken aufräumen, dass die Größe der Gabe belohnt wird.
Das wird sie nämlich überhaupt nicht.
Hier wird schon betont, worum es geht. Wir sollen gute Verwalter sein.
Paolo schreibt an die Korinther, dass man hier auf der Erde sucht, solche die treu verwalten.
Und das ist, was belohnt wird, die Treue.
Und wenn du eine Gnadengabe hast, die dir unscheinbar erscheint,
es wird nicht belohnt, wie groß die Gnadengabe ist, sondern die Treue, in der du sie ausgeführt hast.
So war das damals in diesem Gleichnis, was der Herr Jesus erzählt hat.
Und so ist das tatsächlich. Die Treue wird belohnt.
Und so ist jeder von uns aufgefordert, das was er hat, damit einander zu dienen.
Wenn jemand redet, so rede er als Aussprüche Gottes.
Petrus teilt jetzt praktisch dieses ganze große Gebiet von vielfältigen Gnadengaben eigentlich in zwei grundlegende Gaben auf.
Und zwar so, wie er es selbst erlebt hat in der Apostelgeschichte.
Da gab es am Anfang in Jerusalem ein Murren in Kapitel 6, eine große Zahl von Gläubigen.
Und da mussten allerlei Tätigkeiten wahrgenommen werden, damit das Zusammenleben von Gläubigen auch funktioniert.
So ist das ja auch hier in Oberhausen oder in Wesel und wo ihr herkommt.
Es müssen ja bestimmte Tätigkeiten wahrgenommen werden, damit das Zusammenleben als Gläubigen funktioniert.
Und da gab es ein Murren, weil einige meinten, sie werden nicht gleich so behandelt wie andere.
Da gab es noch die Frage, ob das vielleicht der Hintergrund der Nationalität war.
Sehr ungeistlich eigentlich dieses Murren.
Aber dann waren die zwölf, also die Jünger, sich einig und sagten, es ist nicht recht, dass wir das Wort verlassen, um die Tische zu bedienen.
Und dann teilen sie die Aufgabe auf, Vers 3, seht euch nun um, Brüder, nach sieben Männern von euch von gutem Zeugnis,
voll heiligen Geistes und Weisheit, die wir über diese Aufgabe bestellen wollen.
Wir aber werden im Gebet und im Dienst des Wortes verharren.
Da gibt es also den Dienst an diesen materiellen Dingen und da gibt es den Dienst des Wortes.
Apostelgeschichte 6, und da scheint Petrus hier sich darauf zu beziehen.
Er spricht über das Reden und er spricht über das Dienen dieser Diakonendienst.
Und er sagt sehr ernste Worte eigentlich über das Reden.
Wenn man über so einen Satz etwas sagen soll und selber hinter dem Pult steht, ich muss euch sagen, das fällt mir schwer.
Was Petrus nämlich nicht sagt ist, wenn jemand redet, über Gottes Wort öffentlich redet,
dann soll das alles mit Gottes Wort in Übereinstimmung sein.
Das sagt er nicht mit diesem Wort.
Es ist natürlich Grundvoraussetzung, dass das so sein muss.
Aber was er hier sagt ist, der Redende soll Aussprüche Gottes reden.
Er soll das reden, was Gott in diesem Augenblick vor den versammelten Glaubenden gesprochen haben möchte.
Wisst ihr was das bedeutet?
Absolute Nähe und Abhängigkeit bedeutet das.
So wie Elijah damals vor den König Ahab getreten ist, so war der Herr lebt vor dessen Angesicht ich stehe.
Der konnte direkt ein prophetisches Wort zu diesem Ahab reden, weil er ununterbrochenen vertrauten Umgang mit Gott hatte.
Wenn jemand redet, so rede er als Aussprüche Gottes.
So muss dieser Vers verstanden werden und das ist immer eine Mahnung, wenn man einen Dienst am Wort Gottes tun will.
Gott möchte gerne, ist ja ein wichtiger Hintergrund dafür, er legt ja nicht eine so hohe Messlatte an, um uns zu zeigen, wie wenig wir das schaffen,
sondern er möchte ja selbst der Redende sein und niemand kennt doch die Herzenszustände besser als Gott selbst.
Und er möchte dann ein solches Zusammenkommen nutzen, um für dich und für dich und für dich und für dich das richtige Wort zu haben.
Das kann ich nicht bringen von mir aus, weil ich euch nicht so gut kenne.
Und selbst wenn ich euch kennen würde, könnte ich es nicht bringen.
Aber wenn Gott der Redende ist und der Bruder hinter der Kanzel nur ein Sprachrohr ist, dann ist das gut.
Dann hat jeder genau das, was er hören soll und dazu möchte der Herr Gnade schenken.
Wenn jemand dient, wenn also jemand diesen diakonischen Dienst wahrnimmt in seiner ganzen Bandbreite, über die wir schon nachgedacht haben,
so sei es als aus der Kraft, die Gott darreicht.
Seht ihr, das ist wichtig. Der Redende muss abhängig von Gott sein, der Dienende genauso.
In eigener Kraft wird es nicht gelingen.
Es kommt jetzt noch ein sehr erforschender Nachsatz dazu.
Da finde ich auch wieder sehr schön, wie Petrus so real ist und so lebensnah ist für unsere Umstände.
Der Redende könnte sich doch etwas einbühnen.
Der Dienende, der immer wieder, ich möchte vielleicht mal ein Beispiel nennen,
der immer wieder dafür sorgt, dass der Versammlungstraum fertig ist, ist auch ein Dienst.
Oder der die Außenanlagen fegt.
Oder der die Kalenderbestellung fürs neue Jahr macht.
Also wir sind etwas mehr Geschwister als ihr hier in Oberhausen.
Bei uns ist das eine richtige Aufgabe, Kalenderbestellung zusammenzukriegen.
Der Bruder, der hat schon einen echten Vordruck entwickelt.
Und es funktioniert immer noch nicht, weil die Geschwister den nicht richtig ausbilden.
Da kann man mal dran verzweifeln.
Wenn man nicht mit der Kraft, die Gott da reicht, das tut.
Seht ihr, das ist irgendwie sowas Mechanisches, oder? Nein, ist es nicht.
Arbeit am Haus Gottes ist das.
Und da brauchen wir die Kraft, die Gott da reicht dazu.
Auch für eine Kalenderbestellung.
Und alles was geschieht, ob geredet wird oder ob gedient wird in der vielfältigen Weise,
soll nie dazu führen, dass der Knecht die Ehre bekommt.
Alle Ehre dem Herrn.
Ist das nicht schon Lohn genug,
dass durch so einen schwachen Dienst, wie wir ihn hier manchmal ausführen,
der Herr geehrt wird, damit in allem Gott verherrlicht werde durch Jesus Christus,
dem die Herrlichkeit ist und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Nie wird irgendein Diener, der wirklich vom Geist geleitet ist,
die Aufmerksamkeit versuchen auf sich zu ziehen.
Die Diener verschwinden, um hinzuführen auf den, der aller Ehre würdig ist.
So schreibt Petrus für den Alltag.
Und doch, es sind einfache Worte, aber sie sind sehr, sehr tiefschürfend, meine ich.
Und sie packen uns, weil sich keiner wegducken kann und sagen kann,
das war jetzt für die Brüder oder das war für die Schwestern,
für die Hausfrauen, die Gastfreundschaft üben können.
Nein, jeder hat eine Gnadengabe und wir sollen damit einander dienen,
damit ihm die Ehre wird. …
Transcription automatique:
…
Wir lesen heute Abend einige Verse aus dem Epheser-Brief.
Aus Epheser Kapitel 3 von Vers 8
Mir, dem Allergeringsten von allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden, den Nationen den unergründlichen Reichtum des Christus zu verkündigen,
und alle zu erleuchten, welches die Verwaltung des Geheimnisses sei, das von den Zeitaltern her verborgen war in Gott, der alle Dinge geschaffen hat.
Damit jetzt den Fürstentümern und den Gewalten in den himmlischen Örtern durch die Versammlung kundgetan werde, die mannigfaltige Weisheit Gottes,
nach dem ewigen Vorsatz, den er gefasst hat, in Christus, Jesus, unserem Herrn.
Soweit wollen wir heute Abend aus dem Wort Gottes lesen.
Ich muss euch sagen, ich habe ein wenig Bange vor diesen gewaltigen Worten, die wir hier vor uns haben.
Wir kommen an die Grenze unseres Fassungsvermögens, wenn wir uns mit dem Wesen Gottes etwas beschäftigen dürfen, was er von sich gezeigt hat.
Und trotzdem ist es gesegnet, sich damit zu beschäftigen.
Wir haben uns dem Herrn anbefohlen, und wir haben den in uns wohnenden Heiligen Geist, der uns Kraft geben möchte, das, was Gott uns mitgeteilt hat, auch erfassen zu können, zu unserem Glück und zu unserer Freude.
Und doch bin ich immer auch ein wenig beruhigt, wenn sogar so ein auserwähltes Werkzeug, wie der Apostel Paulus sagt, das ist eigentlich unergründlich, was jetzt vor uns kommt.
Und das übersteigt die Erkenntnis. Und doch sagt er, wir sollen das erfassen, was die Erkenntnis übersteigt.
Also irgendwie scheint das fast ein kleiner Widerspruch in sich zu sein.
Aber ich habe den Eindruck, dass es außerordentlich lohnenswert ist, sich doch damit zu beschäftigen, mit der Hilfe des Herrn und einfach unser Fassungsvermögen,
was ja begrenzt ist hier auf dieser Erde, einfach einmal füllen zu lassen, mit dem, was Gott von sich gezeigt hat.
Wir haben gestern am Freitag darüber nachgedacht, über einen ähnlichen Ausdruck von der mannigfaltigen Gnade im ersten Petrusbrief.
Und haben gesehen, dass das beschreibt, wie vielfältig, wie vielgestaltig Gott gibt, Gnadengaben gibt unter den glaubenden Menschen.
Wir haben uns darüber gefreut, dass wir gefunden haben, es ist nicht ein einziger von uns hier in diesem Raum, der nicht in irgendeiner Form eine Gnadengabe bekommen hat, mit der wir einander dienen sollen.
Der haben wir nicht zum Selbstzweck bekommen oder um uns damit irgendwie zu brüsten oder groß zu tun, sondern um zum Wohl des Ganzen einander zu dienen.
Dienen bedeutet ja immer, dass man sich unter den anderen stellt und nicht etwa darüber.
Und so hast du eine Funktion und ich habe eine Funktion dem Herrn sei Dank aus reiner Gnade geschenkt bekommen und der Bruder neben mir darf erwarten, dass ich sie benutze.
Der Empfang von einer Gnadengabe ist gleichzeitig auch Verpflichtung.
Und das zeigt uns ein wenig von der Größe Gottes, dass er die vielfältigen Bedürfnisse unter den Glaubenden kennt und die Schwierigkeiten auch kennt, in denen sie auf dieser Erde noch leben.
Und er hat sie ja auch zurückgelassen in dem vollen Bewusstsein, dass sie jetzt ohne ihn sein werden und dass das kein einfacher Weg für sie wäre.
Aber er gibt in seiner großartigen Geberfreude jedem von uns etwas, was dem anderen helfen kann.
Wenn wir heute auch wieder über einen ähnlichen Ausdruck nachdenken, über die mannigfaltige Weisheit Gottes, dann meine ich kommen wir noch ein Niveau höher, möchte ich fast mal sagen.
Dann geht es nicht nur darum, was Gott gibt in seiner Gnade, sondern was er in seinem Wesen ist und von sich gezeigt hat.
Und was uns, glaube ich, sehr demütig macht, ist, dass er von sich und von seiner Weisheit etwas zeigen möchte durch die Versammlung.
Das muss uns heute Abend mir zuerst sehr nahe gehen.
Wir haben am Freitag versucht, ein wenig zu zeigen, dass diese beiden Schreiber, die so scheinbar ähnliche Ausdrücke gebrauchen,
dass sie doch von ihrem Charakter her einmal unterschiedlich waren und auch von ihrem Auftrag, den sie hatten.
Petrus war derjenige, der einen Auftrag hatte an dem Volk Israel, an den Gläubigen aus den Juden.
Und Paulus war der, das haben wir im Galaterbrief gelesen, der Apostel der Vorhaut, wie er sich da nennt,
derer, die also nicht beschnitten waren, der zu den Nationen gesandt wurde.
Und wir haben heute Abend einen Teil eines sehr erhabenen Briefes gelesen, das an Gläubige aus den Nationen gerichtet war, der an die Gläubigen gerichtet war.
Ephesus, eine Stadt, die nicht im Volk Israel lag, sondern außerhalb in Europa, Kleinasien, das ist so die heutige Türkei ungefähr.
Also eine Botschaft, mit der Paulus betraut war an die Gläubigen aus den Nationen.
Das kommt einige Male in diesem Brief sehr deutlich zum Ausdruck.
Und wir haben auch heute in Vers 8 schon davon gelesen, dass er ein ganz klares Wort an die Nationen hatte.
Aber er hat auch eine Botschaft in diesem Brief, der wirklich sehr erhaben ist, wo er zeigt, dass Gott einen Weg beschritten hat,
um sowohl Glaubende aus den Juden und auch Glaubende aus den Nationen zusammenzuführen.
Es ist nicht so, dass nachdem das Volk Israel seine Stellung als verheißenes Volk zumindest vorübergehend verloren hat,
dass da jetzt eine Fortsetzung in der Versammlung besteht in dieser Zeit.
Sondern was jetzt besteht in dieser Zeit ist etwas völlig Neues.
Und das Großartige ist, dass was nach dem Kreuz von Golgatha in dieser Zeit der Gnade an die Menschen gerichtet ist,
an alle Menschen gleichermaßen gerichtet ist, egal aus welcher Nation sie stammen.
Dieser Brief an die Epheser, der wird ja immer mit Recht genannt, ist ein sehr hoher Brief,
weil er das Herz Gottes öffnet, sozusagen, schon im ersten Kapitel.
Und manchmal habe ich so für mich den Gedanken gehabt, wir haben ein bisschen Scheu uns mit so ganz erhobenen und erhabenen Dingen zu beschäftigen,
weil wir empfinden, wir fassen das manchmal gar nicht.
Aber Gott möchte uns das trotzdem mitteilen und er möchte auch, dass wir Interesse an seinen hohen Gedanken haben,
nicht nur an unserem alltäglichen Leben in der Praxis, sondern auch an dem was,
und so fängt eigentlich der Epheserbrief an, was er für sich gedacht und gemacht hat.
Wenn man vielleicht einmal einen kurzen Überblick über den Epheserbrief gibt, der ist ja von der Struktur,
und wir haben gestern, vorgestern gesehen bei Petrus, Petrus schreibt so richtig lebensnah und springt von den Alltagssituationen hin und her.
Aber Paulus hat in den meisten seiner Briefe eine ziemlich klare Struktur und eine Linie, die man gut verfolgen kann.
Und er fängt übrigens oft damit an, dass er seine Briefe, an wen er auch immer schreibt,
erst einmal damit beginnt, dass er die christliche Stellung vorstellt.
Das macht er auch im Epheserbrief.
Paulus kommt selten, Galaterbrief ist vielleicht eine Ausnahme,
aber er kommt selten so, dass er sagt, ich fordere von dir als Gläubigen das und das und das.
Das ist ja fast altes Testament.
Da war es so, dass Gott gefordert hat und wenn das Volk gehorsam war, dann hatte Gott Segen verheißen.
Im Neuen Testament ist das anders.
In der Zeit der christlichen Haushaltung, in der wir leben, ist das anders.
Gott gibt. Gott öffnet sein Herz. Gott offenbart sich.
Gott beschenkt Menschen.
Und dann zeigt er, wenn du so reich beschenkt bist, in eine solch hohe Stellung gekommen bist,
dann wandle er entsprechend dieser Stellung.
Und du hast auch die Kraft dazu, dieser Stellung entsprechend zu wandeln.
Ich fordere nicht von dir etwas, was du gar nicht erfüllen kannst.
Das war ja eigentlich das Gesetz, oder?
Sagt das nicht auch ein Schreiber an einer Stelle, dass Gott das Gesetz gegeben hat,
obwohl er eigentlich gelohnt ist, konnte keiner halten.
Bis auf einen einzigen, der es erfüllt hat, in jedem Buchstaben.
Aber der Mensch konnte es nicht halten.
Aber jetzt, jetzt gibt er dir und mir die Fähigkeit, die neue Natur, das Wesen Gottes selbst,
um so zu leben, wie er es möchte.
Der erste Teil von dem Epheserbrief, die ersten drei Kapitel, zeigen also unsere christliche Stellung.
Dann kommt ein zweiter Teil von Kapitel 4 bis Kapitel 6, Vers 10 würde ich sagen.
Der beschreibt die christliche Praxis, den christlichen Wandel.
Und dann sehen wir schon, wenn ein Glaubender, du und ich, wenn wir mit der Hilfe des Herrn
unsere christliche Stellung verwirklichen wollen im alltäglichen Leben,
dann gibt es Widerstand und Kampf.
Und das ist der dritte Teil von dem Epheserbrief.
Dann kommt der christliche Kampf vor uns, am Ende dieses Briefes.
So ist einmal eigentlich eine ganz einfache Struktur zu sehen.
Wenn wir etwas genauer hineinschauen, in das erste Kapitel zum Beispiel,
dann finden wir am Anfang, in den ersten 14 Versen,
dieser überwältigende Abschnitt über die Segnungen in den himmlischen Örtern.
Und ich habe mir mal unterstrichen in meiner Bibel,
das habe ich glaube ich am Eingang eben schon mal kurz gesagt,
dass Gott das für sich gemacht hat.
Er wollte für sich selbst etwas machen.
Und er hat dazu, darf ich mal sagen, er hat dazu Material gebraucht,
damit das Wirklichkeit ist, was in seinem Herzen ist.
Er hat Menschen wie dich und mich gebraucht.
Aber er stellt im ersten Kapitel, in den ersten 14 Versen vor,
was er alles gemacht hat in dem Christus mit dir und mit mir.
Und im zweiten Teil von Kapitel 1, da empfindet der Apostel Paulus,
also wenn wir das passen wollen, dann muss ich dafür beten.
Das empfinden wir jedes Mal, wenn wir die ersten 14 Verse von Epheser 1 lesen.
Wir brauchen, wir brauchen geöffnete Augen unseres Herzens,
um das aufnehmen zu können, was Gott für sich mit mir machen wollte
und mit dem Christus. Er wird einmal der Mittelpunkt von allem sein.
Und übrigens, das möchte ich gerne einmal sagen,
die ersten 14 Verse sind ganz persönliche Segnungen.
Wir freuen uns oft an gemeinschaftlichen Segnungen,
aber ich finde, der höhere Genuss fast ist,
dass wir auch erkennen, was Gott dir und dir und dir und mir ganz persönlich geschenkt hat.
Und das ist alles das, was in den ersten 14 Versen entfaltet wird.
Und da brauchen wir jede Fürbitte, damit wir das in unseren Herzen fassen können.
Das sind also die Segnungen, die geschenkt sind,
und das Gebet dafür, dass wir das erfassen.
Und im zweiten Kapitel zeigt er, was das für Leute sind,
die er mit solchen Segnungen überschüttet.
Ich glaube, das hat auch der Apostel Paulus nie vergessen,
dass wir tot waren und einen ganz neuen Zustand brauchten,
nämlich mitlebendig gemacht werden mussten.
Dass wir in Sünden lebten, ganz bewusst lebten und von Gott nichts wissen wollten,
keine Hoffnung haben, ohne Gott in der Welt, das waren wir.
Aber wir haben nicht nur einen neuen Zustand bekommen,
wir sind auch in einen neuen Bereich versetzt worden.
Das wird in der ersten Hälfte von Kapitel 2 entfaltet.
Und das ist auch wieder ganz persönlich.
Und noch größer wird das für unsere Herzen,
wenn wir dann sehen, Gott hat nicht nur mit dir und mir persönlich etwas vorgehabt,
er wollte auch aus dir und mir und Millionen von anderen Gläubigen noch etwas Gemeinsames machen.
Auch da haben wir in Kapitel 2 wieder zuerst die persönlichen Segnungen
und dann die gemeinschaftlichen Segnungen.
Dann nimmt er nämlich solche, die tot waren und lest bitte mal die ersten Verse nochmal.
Ich muss das auch immer wieder lesen, das zeigt mir meinen Zustand von Natur.
Und gerade solche wollte er aus Juden und Nationen, um sie zusammenzufügen,
zu einer Behausung Gottes im Geist.
Gott hat auch ein gemeinschaftliches Teil vorgehabt,
aber dass die Elemente, die er dazu braucht, die Menschen, die waren hoffnungslos,
zu nichts zu gebrauchen und sie mussten völlig verändert werden.
Ist uns das eigentlich wirklich bewusst? Wir mussten völlig verändert werden.
Ich glaube, das hat der Apostel Paulus tiefer als jeder andere von uns erfasst, was das bedeutet.
Davor Damaskus.
Aber mit mir, vor meiner Bekehrung, war nichts anzufangen.
Vielleicht sagst du, eine gewisse sündliche Qualität haben wir doch alle gehabt.
Zählt vor Gott gar nichts. 0,0 Millimeter kommen wir dem Himmel näher damit.
Gott aber, der Reich ist an Barmherzigkeit wegen seiner vielen Liebe,
als auch wir in den Vergehungen tot waren, hat uns mit lebendig gemacht.
Gott wollte das.
Geschwister, wir dürfen das nie vergessen.
Und dass er dann dich und mich, die er lebendig gemacht hat, zusammenfügt,
zu einem Gebilde, ich sag das mit Ehrfurcht, in dem er wohnen kann,
der hier der Leib genannt wird und auch der Tempel genannt wird, das ist absolut erhaben.
Das ist in groben Zügen Kapitel 1 und 2.
Und jetzt möchte ich in aller Vorsicht sagen, was Kapitel 3 zeigt,
bevor dann die Praxis vor uns kommt.
Kapitel 3 zeigt dann, dass Gott einen Weg beschritten hat,
um diese ewigen Ratschlüsse bekannt zu machen.
Und dazu brauchte er ein Werkzeug.
Wir haben davon gelesen, dass ihm diese Gnade gegeben worden ist.
Das ist ein wenig, klingt das an, als das, was wir in 1. Petrus 4 gesehen haben am Freitag.
Eins dieser mannigfaltigen Gnadengaben, die Gott gegeben hat.
Aber Paulus war ein sehr auserwähltes Werkzeug.
Paulus war eine Personengabe, die der Herr seiner Versammlung gegeben hat nach Epheser 4.
Aber er hat das empfunden, dass es reine Gnade war.
Gott, ich sage das jetzt mit großer Ehrfurcht, der ewige, alleinselige Gott,
wir haben von diesem ewigen Vorsatz ganz am Ende jetzt gelesen in Kapitel 3, den er gefasst hatte.
Dieser Vorsatz wollte er gerne, dass es nicht allein in seinem Herzen bleibt,
sondern dass dir das bekannt wird und mir auch.
Zu unserem großen Glück und zu unserer Freude hier auf dieser Erde
sollen wir teilnehmen dürfen an diesen ewigen Gedanken.
Und dann hat er sich in seiner Weisheit,
das ist, wir sprechen, versuchen etwas zu ergründen von der mannigfaltigen Weisheit,
aber dann nimmt er sich dafür einen, der die Versammlung verfolgt hat.
Können wir eigentlich nicht fassen, oder?
Ist das nicht ein völlig ungeeignetes Werkzeug, Wahrheit über die Versammlung zu verkündigen,
der die eigentlich vernichten und ausmerzen wollte?
Gerade den nimmt er sich und gestaltet ihn zu 180 Grad um.
Und Paulus wusste sehr genau, dass er diese Verwaltung empfangen hatte.
Gott hat also einen Weg gewusst, das wird in dem ersten Teil von Kapitel 3 beschrieben,
seine ewigen Gedanken einem Menschen auf dieser Erde mitzuteilen,
und zwar durch Offenbarung.
In den ersten Versen wird davon gesprochen, dass dieses Geheimnis vor den Zeiten verborgen war.
Auch heute Abend haben wir noch davon gelesen in unseren Versen.
Gott hatte diesen Ratschluss.
Und wisst ihr, das ist für mich auch immer etwas sehr Erhabenes,
wenn wir über Gott nachdenken, dass all diese Gedanken, die er hatte,
und diesen Ratschluss und alles das, was er mit dir und mir machen wollte,
das war in seinem Herzen fertig, bevor es eine Erde gab, bevor es Himmel gab,
bevor irgendetwas geschaffen war, da war das in seinem Herzen.
Da bist du und ich Gegenstand seiner Gedanken gewesen.
Und dann kommt die Zeit.
Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.
Und dann setzt er einen Menschen und noch einen zweiten Menschen,
weil es nicht gut ist, dass der Mensch allein sei, in einen vorzüglichen Garten voller Segen.
Und der Mensch fällt in Sünde.
Aber Gott hatte schon gewusst, dass das passiert.
Er musste nicht reagieren auf diese Sache.
Sein Ratschluss und seine Wege, wir gehen das durch das alte Testament durch
und staunen einfach nur über Gott.
Das muss uns wirklich zum Staunen bringen.
Er nimmt nie, meine ich, in seinen Wegen das, was der Mensch zerstört hat,
um es wieder herzustellen, aber er gibt immer etwas Neues.
Und als sich der Mensch aus allen erdenklichen Positionen des Segens heraus
als unfähig erwiesen hat, als Feststand mit dem Menschen von Natur,
so wie er durch die gefallene Natur Adams nun einmal ist,
werden diese Ratschlüsse nicht in Erfüllung gehen.
Das hat Gott eben auch schon vorher gewusst.
Aber dann hört er nicht auf und kommt selbst als Mensch auf diese Erde.
Gott der Sohn.
Und das ist der Erfüller von allem, der die Grundlage von all diesen Segenswegen gelegt hat
durch seinen Weg der Niedrigkeit auf dieser Erde, durch sein Sterben und sein Auferstehen.
Und mit diesem gewaltigen Werk von Golgatha hat sich alles verändert.
Dann kann Gott jetzt sein Herz auftun und kann zu jedem Menschen die gleiche Botschaft senden
und kann seine Ratschlüsse in Erfüllung bringen.
4.000 Jahre Menschheitsgeschichte sind vergangen gewesen,
als unser Heiland auf die Erde kam.
Und niemand, niemand hat von diesem Ratschluss gewusst.
Kein Abraham, kein David, kein Daniel.
Was all diese hervorragenden Glaubensmänner im Alten Testament wissen konnten von Gott,
bezog sich auf diese Erde.
Wir werden heute mit der Herrenhilfe noch sehen, dass das was Versammlung betrifft,
diese mannigfaltige Weisheit Gottes, dass das niemand wusste.
Und Gott hätte weitere 4.000 Jahre vergehen lassen können, ohne es jemandem zu sagen.
Wer wollte etwas dagegen sagen, wenn Gott uns seine Gedanken nicht offenbart?
Wir Menschen etwa?
Niemals.
Aber Gott wollte sich offenbaren.
Und als er 400 Jahre geschwiegen hat, nach dem Propheten Malachi,
dann kommt der Sohn, dann kommt er als Sohn und redet wieder
und kommt selbst und wird Mensch, stirbt auf dieser Erde
und fährt als Sieger von Golgatha auf in den Himmel, als verherrlichter Mensch.
Und jetzt kann sich alle Segenströme Gottes zu dem Menschen offenbaren
und er zeigt jetzt, was er vor Ewigkeiten schon in seinem Herzen hatte.
Und er nimmt dazu den Apostel Paulus, den Verfolger der Versammlung.
Das ist für mich unfassbar groß.
Und gerade auf dem Weg, wo er meinte Erfolg zu haben
und alle zu verhaften und ins Gefängnis zu werfen, die dieser neuen Lehre anhängen,
da formt er ihn komplett um.
Wodurch?
Dass er ihm eigentlich vor Damaskus schon zeigt,
wie untrennbar der verherrlichte Herr im Himmel mit den Glaubenden auf der Erde verbunden ist.
Ich bin Jesus, den du verfolgst.
Und dann gibt er ihm diese Offenbarung über Versammlungswahrheiten.
Niemand vorher hatte jemals etwas darüber gewusst.
Und Paulus hat dann natürlich durch diese Offenbarung, die er bekommen hat,
auch die Verantwortung, das bekannt zu machen.
Nicht nur durch Briefe und durch Predigten in den einzelnen Versammlungen auf seinen Reisen.
Ich meine, so habe ich das auch gefunden in den Auslegungen,
dass Verwaltung auch bedeutet, dass es Paulus Anliegen war,
dass jetzt nicht nur diese Lehre von der Versammlung verkündigt wird.
Und ich meine, das alleine wäre ja schon überwältigend groß,
dass wir etwas verstehen dürfen, dass Gott Versammlung haben möchte auf dieser Erde
und was das überhaupt bedeutet.
Aber Paulus hatte auch die Aufgabe dazu noch, dafür zu sorgen,
dass Versammlung auch tatsächlich sichtbar wird.
Sie besteht ja.
Durch das Herabkommen des Heiligen Geistes in Apostelgeschichte 2
ist die Versammlung gegründet worden. Sie besteht.
Aber die Aufgabe von Paulus war jetzt auch, an den Orten, wo er hinkam
und diese Offenbarung verkündigte, mitzuhelfen, Versammlungswahrheit darzustellen.
Das ist mit der Verwaltung dieses Geheimnisses gemeint.
Die Offenbarung, also diese Wahrheit über die Versammlung bekannt zu machen
und an den Orten dafür einzustehen, dass sie auch gelebt wird.
Hier in Oberhausen gibt es Versammlung Gottes.
Das ist großartig.
In Mühlheim gibt es das, in Salzgitter.
Und wo immer ihr auch herkommt, wo Glaubende an einem Ort sind,
gehören sie zur Versammlung Gottes.
Aber niemand weiß davon.
Das steht nicht an meiner Stirn. An deiner auch nicht.
Versammlung wird nur sichtbar, wenn sich Glaubende an einem Ort
zusammenfinden mit dem Herrn in ihrer Mitte.
Dann wird sie sichtbar.
Da mögen längst nicht alle dabei sein, die an diesem Ort, an den Herrn Jesus glauben.
Kriterium allein ist, dass sie zusammengekommen sind zu seinem Namen hin.
Dann zeigen sie vor anderem, dass es so etwas gibt wie Versammlung Gottes.
Wenn Paulus Antimotheus schreibt, ich schreibe dir, damit du weißt,
wie man sich verhalten soll im Haus Gottes,
dann meint er nicht, dass du weißt, wie du dich verhalten sollst
am Sonntag um halb zehn und um sechzehn Uhr.
Denn in dem Sinne, wie er da schreibt, besteht Versammlung,
wir sagen heute im Geschäftsgebrauch 24 7.
Ununterbrochen gibt es Versammlung Gottes in Oberhausen.
Aber sie wird nur sichtbar, wenn sich Glaubende versammeln
zum Namen des Herrn Jesus.
Dem Herrn sei Dank war das heute schon zweimal der Fall.
Und wenn Oberhausen gewollt hätte, hätten sie sehen können,
was Versammlung Gottes ist.
Das sind Glaubende an einem Ort und die Fragen,
den Mittelpunkt ihres Zusammenkommens,
was möchtest du, dass geschehen soll.
Wie möchtest du dich offenbaren in der Mitte dieser Gläubigen?
Durch welche Befähigung, durch welchen Beitrag,
durch welche innere Bewegung deines Herzens
möchtest du zeigen, dass du segnen willst inmitten der Glaubenden,
dass du vermagst aufzuerbauen.
Das wird nur sichtbar durch ein Zusammenkommen zu seinem Namen hin.
Und das war die Aufgabe des Apostels Paulus.
Und das entfaltet er in diesem dritten Kapitel.
Und er schreibt, ich, der große Apostel der Nationen,
habe jetzt diese Aufgabe.
Ich, mir, dem Allergeringsten von allen Heiligen.
Wisst ihr, Geschwister, wir können ja nicht nur lehrmäßig
von dem Apostel Paulus viel lernen,
aber auch von seiner inneren Haltung.
Und ich meine, dass uns Paulus mit diesen Worten deutlich macht,
wie klein er sich fühlt angesichts dieser überwältigend hohen Wahrheit,
was Versammlung Gottes betrifft.
Dass er selbst, das muss ihn ja immer wieder neu beglückt haben,
ich selbst, ich, Saulus, der Verfolger der Versammlung,
bin auch ein lebendiger Stein in diesem Haus.
Ich gehöre zu dem Leib dazu, der mit den Juden auch,
die ich eben noch verfolgt habe, die Christen, die ich verfolgt habe,
ich gehöre dazu.
Mir, dem Allergeringsten von allen Heiligen.
Es gab sicherlich Gläubige, die vielleicht moralisch tiefer standen als er.
Aber ich sage mal, der Blickwinkel von Paulus,
der war nicht auf seine Mitgläubigen gerichtet.
Der war nach oben gerichtet, auf die Herrlichkeit dessen,
der ihn berufen hatte.
Und wenn er das sieht, dann sagt er, ich bin der Geringste von allen.
Dann beugt er sich in innerer Anbetung vor dem,
was Gott mit ihm und aus ihm gemacht hat
und durch ihn eigentlich für die Versammlung wirken möchte.
Ich bin es doch gar nicht wert, dass er mich gebraucht.
Seht ihr solch eine Haltung, die gebührt uns.
Ich bin es doch gar nicht würdig, dass du mich gebrauchen willst
zu einem Dienst an den Glaubenden,
weil er nie vergessen hat, wo er hergekommen ist.
Wenn er sich mit den Menschen dieser Welt vergleicht,
dann sagt er, ich bin der Erste der Sünder, meine ich an einer Stelle.
Und auch an einer anderen Stelle sagt er, der Letzte der Apostel.
Er nimmt irgendwie immer den niedrigsten Platz ein.
Und ich meine, das Geheimnis dieser inneren Haltung ist,
er hat den Blick nach oben auf den verherrlichten Herrn.
Und er vergleicht sich nicht auf der Ebene unbedingt und sagt,
ich bin schon ein gewaltiger Apostel.
Das ist nie sein Gedanke gewesen.
Er wusste, wenn falsche Lehre aufkam,
dass er als Apostel vielleicht auch mal scharf auftreten musste.
Er konnte auch seinem geliebten Bruder Petrus,
Nein, Petrus sagt seinen geliebten Bruder Paulus, so rum ist das.
Aber die beiden haben sich, glaube ich, gut verstanden.
Aber als Petrus einmal so ein bisschen geheuchelt hat,
da hat er ihm ins Angesicht vor allen widerstanden.
Wenn es um die Wahrheit ging, hat er keine Kompromisse gehabt.
Aber wenn es um seine eigene Person ging,
dann war er der Letzte von allen.
Und er empfand es, dass es eine Gnade war.
Jetzt hat er hier eigentlich in diesen Versen, die wir gelesen haben,
wenn ich das so richtig sehe,
drei Ziele oder Adressaten, an die er sich wendet.
Oder an die seine Botschaft gerichtet ist.
Er sagt, mit dem Allergeringsten von allen Heiligen ist diese Gnade gegeben worden,
den Nationen den unergründlichen Reichtum des Christus zu verkündigen.
Wir haben am ersten Abend darüber nachgedacht,
dass es eine Aufgabe war, eine Botschaft an die Nationen zu bringen.
Er war der Apostel der Vorhaut.
Er war zu den Nationen gesandt worden.
Und nicht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.
Das war die Aufgabe von Petrus.
Er war der, der zu den Nationen gesandt war.
Das ist das Erste, was er hier sagt.
Und den Glaubenden aus diesen Nationen, also aus
Deutschen und Holländern, wie wir heute hier sind, und anderen Nationen vielleicht auch,
sollte er den unergründlichen Reichtum des Christus verkündigen.
Und das ist auch wieder so ein Satz, wo wir sagen, das ist ja fast ein Widerspruch.
Etwas zu verkündigen, was er selber gar nicht ergründen kann und ausmessen kann.
Aber fang doch mal an damit, mit diesem unergründlichen Reichtum des Christus.
Beschäftige dich doch mal mit dem Reichtum, der in dem verherrlichten Menschen zur Rechten Gottes zu finden ist.
Das ist Christus.
Der Mensch, der Verherrlichte, der jetzt als Mensch im Himmel ist.
Und er hat eine Fülle von Segnungen für dich und für mich bereitet.
Das ist der Reichtum, der in ihm zu finden ist.
Und Paulus war das Werkzeug Gottes, das uns Deutschen zu schreiben, zu sagen, zu verkündigen.
Und nicht nur uns Deutschen, allen Nationen.
Dass das für die Israeliten schwierig gewesen sein muss, das muss uns ja eigentlich nicht erstaunen.
Gott hatte gesagt, ihr seid mir ein auserwähltes Volk.
Ihr seid mein Eigentum, ein Volk zum Besitztum.
Und ihr dürft euch nicht mit den Nationen vermengen.
Er hatte einen Zaun gebaut, gleichsam, um sein irdisches Volk.
Ihr seid die Träger der Verheißungen, nicht die Nationen.
Und jetzt kommt einer und geht aus und sagt, die Nationen haben das gleiche Teil wie die Israeliten.
Das mussten doch die Israeliten verunsichern zumindest.
Irritieren und zu Fragen anregen.
Hat sogar zu Widerstand angeregt.
Also das war das Erste, was ihm hier gesagt wird.
Er sollte den Nationen den unergründlichen Reichtum des Christus verkündigen.
Beschäftigen wir uns ein bisschen mit diesem Reichtum des Christus?
Paulus sagt ja jetzt nicht hier im Epheserbrief, das kommt jetzt in Kapitel 4 und 5 vor euch.
Wir müssen da schon ein bisschen blättern in unserer Bibel, wenn wir das wissen wollen,
was ist eigentlich dieser unausforschliche Reichtum des Christus?
Dann musst du dich mal mit Christus in der Herrlichkeit beschäftigen,
was er jetzt an Segnungen für dich bereit hat.
Dann kannst du auch mal Kapitel 1 nochmal lesen, die ersten 14 Verse.
Wir werden immer finden, dass die Segnungen, die heute dir und mir in dieser Zeit der Gnade gelten,
alle verbunden sind und abhängig sind von einer Person, von Christus.
Alles was du und ich an geistlichen Segnungen kennst und genießt,
das hat seinen Zentralpunkt in einer Person.
Freust du dich über die Sohnschaft? Über die Kindschaft?
Über die Rechtfertigung? Über die Vergebung?
Denken wir oft genug eigentlich über die Vergebung unserer Sünden nach?
Alles hat seinen Ursprung, seinen Ausgangspunkt in dem, der jetzt verherrlicht zur Rechten Gottes ist.
Unausforschlich.
Wir kommen tatsächlich, glaube ich, nicht zu Ende, wenn wir uns damit beschäftigen, wenn wir uns damit vertiefen.
Aber lasst uns wenigstens anfangen.
Wir werden, soweit wie wir kommen, einfach nur glücklich werden.
Wenn wir lernen, mal die unterschiedlichen Segnungen,
wie sie mit den Begriffen im Neuen Testament genannt werden, etwas zu untersuchen.
Als Kind gläubiger Eltern bin ich immer noch sehr dankbar dafür,
dass ich in einem Elternhaus groß geworden bin, wo ich von früher auf mit dem Wort Gottes
und der Person des Herrn Jesus bekannt gemacht wurde.
Da ist ein wenig vielleicht die Gefahr, dass man alles schon meint zu kennen,
wenn man das von Kind auf gehört hat.
Und man versäumt ein bisschen, so war es bei mir jedenfalls,
sich wirklich mal mit den Unterschieden dieser geistlichen Segnungen auseinanderzusetzen.
Es ist für mich eine große Freude, dass ich etwas verstehen darf, dass ich gerechtfertigt worden bin.
Dass ich etwas verstehen darf davon, was es heißt, dass ich versöhnt bin, jetzt schon versöhnt.
Es ist ein Unterschied, ob du als Kind Gottes bezeichnet wirst oder als Sohn Gottes.
Unterschiedliche Arten von Segen, aber jedes auf seine Weise außerordentlich reich und glücklich machen.
Und irgendwie unausforschlich.
Vor Jahren hatte ich mal bei uns mit der Jugend, haben wir uns mal das Thema vorgenommen,
die geistlichen Segnungen in den himmlischen Örtern.
Und wir haben uns damit beschäftigt und beschäftigt
und ich habe auch mal versucht, so eine kleine Ausstellung zu machen.
Und wir haben gesagt, irgendwann haben wir gesagt, wir kommen nicht ans Ende.
Es ist wirklich unfassbar.
Und es ist geschenkt.
Es steht zur Verfügung, zum Genuss.
Weißt du, du hast ja das alles.
Du bist Kind, du bist Sohn, du bist gerechtfertigt, du bist versöhnt, du hast Sündenvergebung, du hast das alles.
Aber du musst es genießen, damit es dich reich macht.
Das ist mit diesem Reichtum gemacht, macht uns wirklich reich.
Und alle zu erleuchten, fährt er dann in Vers 9 fort,
welches die Verwaltung des Geheimnisses sei, das von dem Zeitalter her verborgen war in Gott, der alle Dinge geschaffen hat.
Also alle sollten jetzt erleuchtet werden.
Nicht nur die Nationen, auch die Juden.
Was die Verwaltung war, das haben wir eben ein wenig darüber nachgedacht,
dass es also jetzt darum geht, dass aus diesem toten Material von Epheser 2 am Anfang
Menschen genommen wurden, die auf einmal lebendig gemacht wurden durch die Wirksamkeit Gottes.
Und die er genommen hat aus Juden und Nationen mit einem, der der Friede ist,
der Begegnungspunkt von beiden und hat sie versöhnt
und hat sie zusammengeführt zu einem Leib und zu einer Behausung Gottes.
Ich finde es sehr interessant, dass er nicht schreibt, um allen zu erklären,
sondern er will alle erleuchten.
Und das habe ich tatsächlich bei mir öfter mal erlebt, das ist, als geht so eine Lampe an.
Wenn man mal eine Wahrheit, eine Glaubenswahrheit verstanden hat,
da fühlt man sich wirklich erleuchtet.
Ins Licht gestellt, meint das, da fällt der Strahl dieser göttlichen Wahrheit auf dich
und du erkennst, ich bin Teil davon.
Und das macht dich unendlich glücklich.
Vorher bist du da ein bisschen im Dunkeln getappt vielleicht.
Gar nicht so sehr beschäftigt mit diesen unterschiedlichen Facetten
der Segnungen und des Reichtums in Christus.
Und auf einmal fällt ein Lichtstrahl in dein Herz und sagt, das gilt dir auch.
Diese wunderbare Wahrheit, die gilt dir ganz persönlich.
Und liebe Schwester und lieber Bruder, nehmt das so.
Und sagt nicht, das ist für die Brüder, die umherfahren
oder für die alten Brüder, die am Tisch sitzen.
Nein, das ist für jeden Glaubenden.
Egal welchen Alters, welchen Geschlechts, welchen irdischen Stand du hast,
es gilt dir genau wie mir.
Und du musst erleuchtet werden einfach.
Das kann geschehen, wenn du ganz persönlich mal das Wort Gottes liest.
Auch wenn du vielleicht eine Konferenzbetrachtung besuchst
oder Vorträge oder selbst eine Betrachtung mal liest.
Aber Gott lässt das Licht einer solchen Wahrheit
jedem, der ihn darum bittet, in sein Herz fallen.
Dann fühlst du dich auf einmal mitten in diesen warmen Sonnenstrahl der Liebe Gottes gestellt.
Und kannst sagen, mein Herz, das wird jetzt voll von der Wahrheit,
der Schönheit dieser Wahrheit.
Sehr bewegend, dass er das jetzt sagt im Vers 9,
dass all dieses Geheimnis, Christus und seine Versammlung meint das ja,
von dem Zeitalter her verborgen war in Gott.
Vorher hatte er mal gesagt im Vers 5, dass in anderen Geschlechtern
den Söhnen der Menschen nicht kundgetan worden ist.
Also es gab Generationen von Menschen vor dem Apostel Paulus
und keiner, keiner hat es gewusst.
Gott hat es für gut befunden, dieses Geheimnis in sich selbst zu behalten.
Aber als dann die Fülle der Zeit gekommen war und das Erlösungswerk vollbracht war,
dann strahlt das ganze Herz Gottes allen Menschen gegenüber aus,
in seiner Liebe und auch in seiner Weisheit.
Und ich habe den Eindruck, dass Gott auch möchte,
dass wir diese Wege der Weisheit verstehen, die er gegangen ist,
dass wir nicht nur das Glück dieser Segnung genießen,
obwohl das unfassbar groß ist,
aber dass wir darüber hinaus zu dem Geber selbst kommen,
wie groß der ist, der das alles gegeben hat.
Der hat alle Dinge geschaffen, sagt er von diesem Gott.
Und der möchte jetzt, dass du kleiner Mensch auf dieser Erde
Tempel des Heiligen Geistes beispielsweise bist.
Das ist unfassbar groß.
Da kommt Gott, der Heilige Geist, in einen ehemaligen Sünder
und bleibt in alle Ewigkeit in diesem Gläubigen.
Der Gott, der alle Dinge geschaffen hat.
Wisst ihr, wie das war?
Durch ein Wort seiner Macht.
Und wie konnten diese Wahrheiten Wirklichkeit werden?
Kein Wort der Macht von einem Schöpfer reicht aus zu unserer Seligkeit.
So ähnlich heißt das in einem Lied.
Mit einem Wort hat er alles ins Dasein gerufen.
Aber wenn du und ich Genuss haben wollten an diesen Segnungen
und Teilhaber dieser Segnungen werden wollten,
dann musste Gott, der Sohn, Mensch werden und sterben.
Das sind unfassbare Differenzen, die in diesem Vers auf einmal aufkommen.
Gott will, dass alle Menschen jetzt erleuchtet werden.
Der, der alles geschaffen hat, durch ein Wort.
Aber wenn sie erleuchtet werden sollten,
musste Gott, der Sohn, sterben.
Als Mensch.
Und dann kommt eine dritte Gruppe von Adressaten, damit jetzt,
was ist jetzt? 2024?
Jetzt zu der Zeit der Apostel.
Jetzt in dieser christlichen Haushaltung.
Auch jetzt noch in 2024.
Aber schon fast 2000 Jahre lang.
Dem Fürstentümern und den Gewalten in den himmlischen Örtern
durch die Versammlung kundgetan werde die mannigfaltige Weisheit Gottes.
Es sollte also dieser Ratschluss, den Gott in seinem Herzen hatte,
nicht in seinem Herzen verborgen bleiben.
Er wollte ihn offenbaren.
Er hatte ein Werkzeug, das er dazu gebraucht hat.
Er hatte eine wunderbare Wahrheit geschaffen.
Diese Wahrheit von der Versammlung, diesen Organismus,
zu dem wir auch heute noch gehören dürfen,
die des Hades forten nicht überwältigen werden.
Und jetzt möchte er etwas Drittes.
Er möchte jetzt,
und jetzt möchte ich noch einmal sagen, im Jahr 2024,
durch die Versammlung in Oberhausen
den Fürstentümern und Gewalten in den himmlischen Örtern
kundgetan werde die mannigfaltige Weisheit Gottes.
Jetzt soll das sein.
Wir haben vorhin darüber nachgedacht,
dass Versammlung Gottes in Oberhausen bedeutet,
alle Glaubenden an diesem Ort.
Und jetzt gibt es,
ich hoffe sehr zum Herrn, dass wir jetzt die rechten Worte finden,
jetzt gibt es diese unüberschaubare Schar von Himmelsbewohnern,
Fürstentümer und Gewalten, gewaltige Wesen, die Engelsfürsten.
Seht ihr, die waren geschaffen, schon bevor es die Erde gab.
Denn die jubelten, als Gott die Grundpesten der Erde gelegt hat.
Da waren Engel schon da und die jubelten und freuten sich über die erste Schöpfung.
Die Engel freuten sich, als Gott der Sohn Mensch wurde und in seine Schöpfung eintrat.
Gewaltige Wesen.
Und diese gewaltigen Wesen sollen jetzt etwas lernen können,
durch die Versammlung.
Ich hoffe, dass ich mich nicht missverständlich ausdrücke.
Gott hätte auch Engel nehmen können,
um seine Weisheit kundzutun, seine Macht.
Aber das hat er nicht getan.
Er hat Menschen wie dich und mich genommen.
Und diese gewaltig geschaffenen Wesen, der Engel,
die sollen jetzt durch mich und dich etwas lernen.
Geschwister, wissen wir eigentlich,
dass die Engel ständig in die Versammlung hineinschwanden?
Nicht nur, wenn wir versammelt sind.
Gott möchte, dass seine mannigfaltige Weisheit,
jetzt muss ich noch mal einen kurzen Satz zu diesem Wort mannigfaltige Weisheit.
Wir hatten am Freitag mannigfaltige Gnade und haben gesagt,
so ein Ausdruck, das bedeutet ein ganzer bunter Blumenstrauß von verschiedenen Gnadengarten.
Nicht eine bestimmte Anzahl, die viel wäre, sondern die Vielfältigkeit.
Und hier dieser Ausdruck, das kann man in unserer Sprache gar nicht sehen,
ist noch mal eine Steigerungsform davon.
Da steht in der griechischen Sprache noch mal ein Poli davor.
Das vervielfacht das Ganze noch mal, was sowieso schon so vielfarbig ist.
Eigentlich würde hier stehen, viel vielfarbig.
So schreibt Paulus unter der Leitung des Heiligen Geistes über die Weisheit Gottes.
So viele verschiedene, unterschiedliche Facetten.
Wir haben vorhin als Brüder einige Stellen gelesen über die Weisheit Gottes.
Konnte ein Hiob schon etwas darüber sagen, über die Weisheit Gottes.
Vers 10 ist das.
Jetzt in dieser Zeit der Gnade schauen Engel und sollen in der Versammlung die Weisheit Gottes sehen.
Ich muss euch sagen, ich bin mir dessen bei weitem viel zu selten bewusst.
Die Engel schauen auch in die Versammlung natürlich, wenn sie als Versammlung zusammenkommt.
Hast du dich schon mal gefragt, was sie dann sehen?
Sehen sie etwas von der Weisheit Gottes?
Oder sehen sie, wie wir uns in den Vordergrund stellen?
Wie wir vergessen haben, was das eigentlich bedeutet, zusammenkommen als Versammlung?
Aber wir sind auch Versammlung Gottes.
Wenn ich an meinem Arbeitsplatz bin, dann bin ich auch Teil Versammlung Gottes.
Das hört ja nicht auf, haben wir eben gesagt bei dem Timotheus.
Hört auch bei mir nicht auf.
Und dann sollen die Engel immer noch was sehen von mir, in meinem Alltag.
Wo ich mit meinen Freunden hingehe, können sie etwas sehen von der Weisheit Gottes?
Auf dem Weg, den du dir erlaubst?
Gott möchte, dass diese gewaltigen Engelsfürsten
und Himmelsbewohner, die nicht sterben können,
dass sie an Menschen etwas von Gottes Weisheit erkennen können.
Ich fürchte fast, je länger man darüber redet, man könnte es zerreden.
Aber ich fürchte auch, wir denken zu wenig daran,
dass wir nicht nur vor dem Auge unseres Herrn unseren Weg gehen,
sondern dass Gott möchte, dass diese gewaltig geschaffenen Wesen etwas lernen
von der Weisheit Gottes durch dich und durch mich.
Das ist ein ganz hohes Ziel, finde ich.
Und ich frage noch einmal, was meint ihr denn, was sie sehen?
Ich meine, Paolo schreibt an die Korinther zum Beispiel,
dass um der Engel willen die Frauen sich bedecken in den Zusammenkünften.
Und auch andere Haltungsformen, wo wir meinen, sind doch ein bisschen gesetzlich mittlerweile,
wir machen das um der Engel willen, eine Macht auf dem Haupthaben.
Wir machen es nicht nur um der Engel willen, natürlich sind wir immer vor dem Auge unseres Herrn,
aber vielleicht kann ich das noch einmal versuchen etwas zu verdeutlichen.
Wenn wir diese Hierarchien sehen, wie Gott Wesen geschaffen hat,
dann hat er Engel geschaffen, dann hat er Menschen geschaffen, dann hat er Tiere geschaffen.
Das sind alles Hierarchien in ihrer eigenen Ordnung
und wir dürfen diese Grenzen, die er geschaffen hat, nicht überschreiten.
Die Engel haben das, einige haben das mal gemacht
und sind zu den Frauen der Menschen eingegangen.
Und sie sind mit Ketten der Finsternis verwahrt bis zum Gericht.
Genauso böse ist es, wenn Menschen mit Tieren sich einlassen.
Und das ist heute auch keine Seltenheit mehr.
Aber das ist böse, Gott will nicht, dass die Hierarchien überschritten werden.
Und Gott, ich fürchte mich das so auszudrücken, weil ich nichts Falsches sagen möchte,
aber Gott geht in der Hierarchie an den Engeln vorbei
und geht eine Hierarchiestufe tiefer zu den Menschen
und sagt mit euch mache ich etwas, was mich verherrlicht.
Und die Engel, die eigentlich höher stehen als wir Menschen,
die sollen das jetzt sehen und sollen darin die Weisheit bewundern.
Ich finde, das ist ein absolut erhabener Gedanke.
Wir singen in einem Lied, die Engel sind erhoben zum Dienen und zum Loben,
doch Söhne sind sie nicht.
Sie haben all die Wege Gottes mit den Menschen gesehen, das ganze Alte Testament hindurch.
Sie haben versucht zu verstehen, was da überhaupt passiert auf dieser Erde mit den Menschen.
Die Propheten im Alten Testament haben es auch nicht verstanden.
Und dann steht daneben im ersten Petrusbrief,
und die Engel schauen auch hinein und versuchen das zu erkennen.
Und sie erkennen es nicht.
Sie erkennen nur, dass Menschen auf dieser Erde zu einer Würde erhoben werden,
die sie im Grunde genommen zu einer Anbetung Gottes führt, die Engel.
Sie sehen etwas von Weisheit Gottes in Menschen auf der Erde.
Mir ist das ein sehr, sehr hoher Satz.
Und ich fürchte, dass wir diesen Gedanken sehr selten haben.
Und wir möchten mehr daran denken,
wenn diese Engel jetzt so dieses Lehrbuch Versammlung aufschlagen,
dass sie tatsächlich etwas von der Weisheit Gottes sehen.
Nach dem ewigen Vorsatz, den er gefasst hat in Christus Jesus, unserem Herrn.
Wir hatten bis jetzt alles in diesen Versen auf Gott zurückgeführt, in dem alles verborgen war.
Und wir lernen jetzt hier noch einmal, oder wir werden noch einmal darauf hingewiesen,
dass der Sohn Christus Jesus, unser Herr, bei diesem gewaltigen Plan
und bei der Erfüllung dieses Planes absolut beteiligt war.
Das ist eine Wahrheit, die wir wahrscheinlich alle kennen und auch bejahen würden.
Aber der Apostel betont das hier noch einmal,
dass das nicht so ein Handeln Gottes, so ein eigenes Handeln Gottes ist.
Und das musste dann halt geschehen, sondern der, der es hier erfüllen würde auf dieser Erde,
der war beteiligt bei diesem Vorsatz.
Und ich sage noch einmal, dieser Vorsatz ist gefasst worden nach dem ewigen Vorsatz.
Also längst bevor es irgendetwas gab, ins Dasein gerufen wurde,
da waren der Vater und der Sohn und der Heilige Geist,
die drei Personen der Gottheit, in sich völlig gleichrangig.
Und da gibt es diesen Ratschluss, und wenn wir da mit Ehrfurcht darüber nachdenken dürfen,
da spricht der Vater mit dem Sohn vor aller Zeit über das,
was heute hier an diesem Ort mit dir und mir geschieht.
Wenn uns das nicht erheben kann, oder ich möchte besser sagen, demütig machen kann,
dann weiß ich das auch nicht mehr, was noch eigentlich vor unser Herz kommen soll.
Dann empfinden wir, glaube ich, auch immer mehr, wie Apostel Paulus es gesagt hat,
ich bin eigentlich doch der allergeringste von allen.
Mit mir möchte er das machen.
Mit mir hat der Vater und der Sohn gesprochen.
Und dann musste ja, wie wir das gesehen haben, der Sohn Mensch werden, um das zu erfüllen.
Aber es war ein ewiger Vorsatz.
Längst bevor die Menschen waren, bevor die Sünde in die Welt gekommen war,
da gab es im Herzen Gottes diesen Plan.
Das macht uns kleinen Geschwister.
Aber es macht uns glücklich.
Damit möchte ich eigentlich schließen.
Es macht uns glücklich, weil wir uns darauf stützen dürfen.
Gott hat diesen ewigen Vorsatz ausgeführt in der Zeit.
In der Fülle der Zeit kam der Sohn, um minutiös, das ist ein schlechter Ausdruck dafür,
aber in allen Einzelheiten diesen Ratschluss zu erfüllen.
Heute Morgen haben wir ein wenig darüber nachgedacht, was das für ihn bedeutet hat.
Nur ununterbrochen den Willen des Vaters zu tun, das war seine Speise.
Seht ihr, er war dabei bei dieser Beschlussfassung vor aller Zeit.
Und dann kommt er auf diese Erde und es ist seine tiefste Freude,
diesen ewigen Ratschluss auf der Erde durch Leiden und Sterben auszuführen.
Er hatte, haben wir heute Morgen gelesen, eine vor ihm liegende Freude.
Ist er diese Versammlung, die ist ja auch nicht nur für diese Erde.
Es ist jetzt schon gewaltig groß, dass die Engel jetzt in der Versammlung etwas sehen.
Wir haben bei uns in Salzgitter am Ort die Offenbarung betrachtet.
Wir haben darin auch gefunden, dass sie auch später noch in der Versammlung etwas sehen werden.
Aber wisst ihr, da stehen sie auch wieder etwas weiter um den Thron rum.
Und die Erlösen der Gnadenzeit, die bilden fast den engsten Kreis um den Thron.
Das Lamm in der Mitte.
Und dann werden die Engel noch einmal staunen,
dass man nicht nur hier auf der Erde etwas von der Weisheit Gottes sehen konnte,
von dieser vielfarbigen, gestaltigen Weisheit Gottes in der Versammlung,
dass man es auch in der Herrlichkeit noch sehen kann.
Und dann bist du und ich, die wir tot waren, am engsten am Thron.
Aber wisst ihr noch, was die Offenbarung zeigt?
Wir haben auch, meine ich, den tiefsten Lobgesang in Anbetung vor dem Lamm.
Weil wir dann viel mehr verstehen werden, was die mannigfaltige Weisheit Gottes ist.
Was sie aus uns gemacht hat und wohin sie uns gebracht hat.
Und dann werden alle unsere Gedanken ununterbrochen
nur noch um den, um das Lamm in der Mitte sich kreisen.
Und dieses Loblied, was sie da singen in der Offenbarung 5,
da denken sie an allerletzter Stelle erst an sich.
Zuerst kommt das, was Gott für sich gemacht hat.
So fing dieser Brief an und so führte er uns in den Gedanken immer weiter auch,
dass wir uns erheben zu ihm hin und vergessen unsere irdischen Belange hier.
Nein, nicht vergessen, aber dass sie uns weniger bedeutend werden.
Dass uns das Großartige, was uns von Gott geschenkt ist,
Tag für Tag größer und wichtiger wird.
Ich bin der tiefen Überzeugung, dass das eine Hilfsquelle für unseren Weg auf dieser Erde ist.
Und wir werden uns außerordentlich freuen,
wenn die Engel dann einmal auch noch in der Versammlung etwas von der Weisheit Gottes sehen.
Freuen darüber, dass der Herr uns dabei haben wollte.
Dich und mich. …
