1. Korinther 10 und 11
ID
az011
Langue
DE
Durée totale
02:04:41
Nombre
2
Références bibliques
1. Korinther 10-11
Description
Zwei Vorträge über die beiden Kapitel 10 und 11 des ersten Korintherbriefes:
1. Kor 10,23-11,1
1. Kor 11,2-16
Transcription automatique:
…
Liebe Geschwister, ich habe mich über Eure Einladung hierher nach Landenbach sehr
gefreut und bin euch auch dankbar, dass wir diesen Termin einmal noch
verschieben konnten auf diese Tage jetzt.
Er hat mir etwas aus Herz gelegt. Zwei Abschnitte aus dem ersten Korintherbrief
und zwar aus dem Kapitel 10 und Kapitel 11. Wir schlagen mal erste Korinther 10 auf.
Wenn wir von diesen beiden Kapiteln hören, dann ist glaube ich unser erster
Gedanke immer erste Korinther 10 und erste Korinther 11, da geht es doch um
dieses wichtige Thema des Brotbrechens. Das sind ja fundamentale
Kapitel für dieses hohe Vorrecht, das wir immer noch Sonntag für Sonntag an
jedem ersten Tag der Woche ausüben dürfen und wenn wir, ich sage das mit
Vorsicht und Ehrfurcht, wenn wir das geschrieben hätten, was wichtig ist für
das Brotbrechen, dann hätten wir das wohl nacheinander geschrieben und hätten
diese beiden Seiten, die Kapitel 10 und Kapitel 11 vorstellen, direkt
nacheinander geschrieben. Aber Gott in seiner Weisheit hat das nicht getan und
wir wollen uns an diesen beiden Abenden nicht mit dem Thema des Brotbrechens
beschäftigen, in Kapitel 10 unter dem Gesichtspunkt der Tisch des Herrn und in
Kapitel 11 der Gesichtspunkt das Mahl des Herrn, sondern genau mit den beiden
Abschnitten, die dazwischen stehen. Und ich möchte euch sagen, mich hat das sehr
bewegt. Ich bin dem Herrn sei Dank in einem gläubigen Elternhaus groß geworden
und wir sind von Anfang an die Wichtigkeit, die Bedeutung dieses hohen
Vorrechtes über das Brotbrechen vertraut geworden und ich habe sie lieb
gewonnen und wertgeschätzt bis heute noch und der Herr möchte es uns erhalten,
dass das auch weiter der Fall bleibt. Aber wenn man so in dieser Belehrung
groß wird, dann übersieht man manchmal die schönen Dinge, die dazwischen stehen
und ich finde, dass die Abschnitte, mit denen wir uns heute und morgen Abend
beschäftigen wollen, von großer Schönheit sind und ich meine auch von
großer Wichtigkeit. Und wenn wir sagen, der Tisch des Herrn und der Gesichtspunkt
das Mahl des Herrn ist von fundamentaler Bedeutung für uns, können wir da
Abstriche machen, wenn Gott zwischen diese beiden Themen noch etwas anderes
gesetzt hat? Sollte das nicht die gleiche Bedeutung für uns haben?
Vor allen Dingen dann, wir werden das mit des Herrn Hilfe sehen, wenn es um
außerordentlich praktische Dinge geht. Und so gewinnen wir den Eindruck, wenn
wir das im Gesamten sehen, diese beiden Kapitel 10 und 11, dass Gott uns
gewisse für nach unserer Wahrnehmung gewisse Höhepunkte zeigt,
aber er zeigt uns auch genauso wichtige Dinge für das tägliche Leben und wir
dürfen das einen nicht von dem anderen trennen, sonst werden wir Kopfchristen,
die nur Lehre haben und vergessen, wie wir unseren Alltag führen sollen.
Wir werden sehen, dass mit des Herrn Hilfe, dass das uns alle angeht und was wir
lesen, ist nichts nur für Brüder oder für die Alten, es geht uns alle an.
Wir wollen zunächst aber doch Gottes Wort zu uns reden lassen und wir lesen
im ersten Korintherbrief Kapitel 10 von Vers 23 an.
Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist nützlich. Alles ist erlaubt, aber nicht
alles erbaut. Niemand suche das Seine, sondern das des Anderen. Alles was auf
dem Fleischmarkt verkauft wird, ist ohne zu untersuchen um des Gewissens willen,
denn die Erde ist des Herrn und ihre Fülle. Wenn jemand von den Ungläubigen
euch einlädt und ihr wollt hingehen, so ist alles, was euch vorgesetzt wird, ohne
zu untersuchen um des Gewissens willen. Wenn aber jemand zu euch sagt, dies ist
als Opfer dargebracht worden, so erst nicht. Um dessen Willen, der es anzeigt
und um des Gewissens willen, des Gewissens aber sage ich nicht deines
eigenen, sondern desjenigen des Anderen. Denn warum wird meine Freiheit von einem
anderen Gewissen beurteilt? Wenn ich mit Danksagung teilhabe, warum werde ich
gelästert für das, wofür ich Dank sage? Ob ihr nun esst oder trinkt oder
irgendetwas tut, tut alles zur Ehre Gottes. Seid ohne Anstoß, sowohl Juden als
Griechen als auch der Versammlung Gottes, wie auch ich mich in allen Dingen, allen
gefällig mache, indem ich nicht meinen Vorteil suche, sondern den der vielen,
damit sie errettet werden. Seid meine Nachahmer, wie auch ich Christi.
Soweit wollen wir heute Abend aus Gottes Wort lesen.
Eine schöne Überschrift eigentlich könnte man sagen. Alles ist erlaubt.
Als ich groß geworden bin im gläubigen Elternhaus, hatte ich den Eindruck, alles
ist verboten. Alles was Spaß macht zumindest.
Vielleicht geht uns jungen Leuten das auch manchmal heute noch so. Alles das,
was uns interessiert, was uns anspricht. Da runzeln die Eltern die Stirn oder die
alten Brüder runzeln die Stirn. Was meint denn der Apostel jetzt, wenn er davon
spricht, dass alles erlaubt ist? Ist tatsächlich alles erlaubt? Widerspricht
sich Gottes Wort irgendwo? Wenn wir einmal Kapitel 14 meine ich lesen, nur ein paar
Blätter weiter. Da lesen wir zum Beispiel in Bezug auf die Frauen in
Vers 34. Die Frauen sollen schweigen in den Versammlungen, denn es ist ihnen
nicht erlaubt zu reden. Es gibt also tatsächlich etwas, was nicht erlaubt ist.
Und auch viele andere Dinge hat Gott in seinem Wort ganz deutlich niedergelegt,
dass er nicht will, dass wir das eine oder das andere tun.
Warum schreibt Paulus jetzt an die Korinther, dass alles erlaubt ist?
Er hatte schon einmal so etwas ähnliches gesagt in Kapitel 6 Vers 12. Da hat er
davon gesprochen, alles ist mir erlaubt. Jetzt weitet er das sogar noch ein
bisschen aus. Aber er meint da eben nicht damit, dass wir tun können, was immer wir
wollen. Der Gläubige steht nicht mehr unter Gesetz. Das ist ein unendlich
großes Vorrecht, was wir gegenüber dem Volk Gottes im Alten Testament haben.
Denen wurde gesagt, tut dieses und ihr werdet leben.
Das gilt heute für uns Gläubige nicht mehr. Wir sind zur Freiheit berufen, so
schreibt Paulus, meine ich, an die Galater, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
Als der Herr Jesus seine Schafe aus dem jüdischen Schafhof hinaus geführt hat,
wir haben das vor kurzem auf den Konferenzen in Johannes 10 betrachtet,
da hat er davon gesprochen, wir wollen das lieber genau lesen in Johannes 10 in
Vers 9. Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich eingeht, so wird er errettet
werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Wer also zu dem Herrn Jesus kommt, durch die Tür der Errettung eingeht, der wird
die Errettung von seinen Sünden finden und er wird ein- und ausgehen.
Das ist die christliche Freiheit, zu denen wir heute auch berufen sind.
Wir leben in Freiheit. Das heißt natürlich nicht, dass wir tun und lassen
können, was wir wollen. Wir orientieren unser Verhalten an dem Wort Gottes, an
seinen Gedanken, die er niedergelegt hat. Aber der Christ ist nicht mehr unter
einem Gesetz, als könnte er mit dem Gesetz, mit dem Halten des Gebotes
irgendetwas erreichen. Er wird ein- und ausgehen und wird Weide finden.
Das sagte Herr Jesus zu denen, die errettet werden. Und unter diesem
Gesichtspunkt schreibt jetzt Paulus, alles ist erlaubt.
Wir stehen nicht mehr unter Gesetz. Wir kennen die Gedanken Gottes, die er uns in
seinem Wort niedergelegt hat. Aber es gibt Bereiche, und das wisst ihr genau wie
ich auch, es gibt Bereiche im Alltagsleben, wo wir keine genauen,
konkreten Handlungsanweisungen Gottes für unser Leben, für unsere Entscheidungen
haben. Und da lernen wir jetzt in diesen Versen, die wir gelesen haben, dass der
Gläubige, und ich möchte jetzt bitte noch einmal betonen dürfen, für mich ist
das genauso Gottes Wort, wie die hohe Wahrheit über den Tisch des Herrn, die
wir beachten wollen und die wir auch mit aller Kraft festhalten wollen.
Geschwister, diese Verse, die wir heute gelesen haben, haben das gleiche
Fundament und die gleiche Bedeutung für unser Leben.
Und jetzt könnten wir aus den Versen, die wir gelesen haben, für unser praktisches
Leben Fragen stellen. Eigentlich stellt Paulus selbst diese Fragen in dem Text.
Wenn wir das einmal in dem ersten Satz alleine nehmen. Er sagt, es ist alles
erlaubt. Grundsätzlich ist der Christ in Freiheit gesetzt. Aber, sagt er, bedenkt
bitte dabei, ob das, was du dir zu tun erlaubst oder vornimmst, auch nützlich
ist. Zweiter Punkt, alles ist erlaubt. Aber bedenkt bitte dabei, prüft das
vorher bitte mal, ob das erbaulich ist für dein Glaubensleben. Und so werden wir
Vers für Vers sehen, dass wir nicht wieder eingeengt werden, sondern dass wir
prüfen vor dem Auge Gottes unser praktisches Verhalten, unsere
Entscheidungen, die wir treffen wollen. Die Dinge, die wir uns kaufen wollen, wo
wir meinen, das können wir uns leisten. Der geistliche Christ prüft anhand
dieser Verse und nimmt Rücksicht, wenn es angebracht ist. Rücksicht auf die
Empfindungen anderer. Das ist für mich ein ganz wesentlicher Punkt in diesen
Versen. Und das ist eine Haltung, die unter den Menschen heute, wenn wir
allein an unser berufliches Umfeld denken, überhaupt nicht mehr gekannt ist.
Rücksicht nehmen auf andere, bei einer anstehenden Beförderung lieber mal dem
Kollegen den Vortritt lassen, bei einer Punktevergabe oder Beurteilung mit einer
niedrigeren Note zufrieden zu sein. Rücksichtnahme auf andere ist heute ein
Fremdwort in der Gesellschaft, in der wir leben.
Wir haben da unseren Umgang, aber wir haben auch Umgang untereinander unter
Gläubigen. Und da ist auch die Frage zu stellen, ob wir noch bereit sind,
Rücksicht zu nehmen. Der Apostel macht das dann an zwei
verschiedenen Situationen, denkbaren Situationen deutlich, die dann auch zeigen,
in welchem Zusammenhang dieser Abschnitt eigentlich steht. Also
christliche Freiheit ja, aber wir werden aufgefordert, einen gewissen Maßstab an
unser Verhalten anzulegen. Es geht also um Dinge, die Gott nicht
grundsätzlich böse genannt hat. Da hat der Gläubige Freiheit. Aber er prüft
gerne. Er prüft, ob das, was er meint tun zu
wollen, erbaulich ist. Ob es nützlich ist. Ob es dem anderen irgendwie schaden
könnte. Seht ihr, das ist schon ein echter Hemmschuh, meine ich manchmal.
Sich selbst bewusst zu sein, mit einem guten Gewissen etwas tun zu können und
dann darauf verzichten zu können, weil man empfindet, ein anderer könnte
Anstoß nehmen. Könnte zu Fall kommen. Ein anderer, der vielleicht nicht diese
Glaubensstärke hat, sondern vielleicht noch am Anfang seines Glaubenslebens
steht. Der schwach im Glauben ist, der stößt sich vielleicht an meinem Verhalten.
Ich habe die Freiheit dazu. Ich tue in meinen Augen und auch vor dem
Auge Gottes nichts Böses, wenn ich mir diese Freiheit tatsächlich auch erlaube.
Aber der andere, der noch nicht so weit ist im Glauben, der nimmt Schaden. Und dann
verzichten zu können, Geschwister. Obwohl man doch dürfte. Obwohl man doch
frei ist vor Gott. Wirklich aufrichtig frei ist. Dann verzichten zu können.
Ist für mich wie so eine gewisse hohe Schule des Miteinanders. Und das lernen
wir in diesen Versen.
Also wenn Paulus jetzt so deutlich sagt, alles ist erlaubt, meint er natürlich
nicht das, was Gott klar als verkehrt und böse in seinen Augen hingestellt hat.
Aber das worüber es kein ausdrückliches Gebot gibt. Da ist der Christ in
Freiheit gesetzt. Er prüft nur, ob es nützlich ist. Nützlich wofür? Nützlich
für die Freizeitgestaltung? Nützlich für das Bankkonto? Nützlich für das
Ansehen vor den anderen? Worum geht es eigentlich? Was ist eigentlich nützlich?
Ich habe mir einmal eine Bemerkung von einem Bruder auf einer Konferenz
aufgeschrieben. Was meine Seele nicht enger mit Christus verbindet, ist nicht
nützlich. Es geht also tatsächlich immer um das
geistliche Leben hier im Hintergrund. Nützlich nicht für mich und für meine
Ziele und meine Zwecke, für mein körperliches Wohlbefinden.
Wir wollen das nicht vernachlässigen, aber das ist nicht das Prägende, was den
Apostel Paulus hier bewegt. Was ist nützlich für mein Glaubensleben?
Und ich denke, wir haben mindestens jeder von uns heute vor zwei oder drei
solchen Entscheidungen gestanden. Vielleicht unbewusst einfach gehandelt.
Aber ein bewusst mit dem Herrn seinem Weg gehender Gläubiger fragt sich bei
jeder Entscheidung. Und jetzt schaut mich bitte nicht an und denkt, der macht das
bestimmt. Ich mache das auch nicht immer. Das wissen wir von uns selbst. Aber wir
wollen diesen Maßstab an uns alle anlegen. Prüfen wir, ob das den Weg, den
wir gehen wollen, was wir uns leisten wollen, wichtige Entscheidungen, die wir
treffen wollen, vielleicht für unser Leben. Eine Ehe ist das, was wir da tun
wollen. Ist das nützlich für unser Glaubensleben? Bringt mich das näher zum
Herrn? Wenn, dann besteht völlige Freiheit. Wenn wir gleich noch die
Einschränkungen in den nächsten Versen sehen. Das zweite alles ist erlaubt, aber
nicht alles erbaut. Nun das ist schon etwas deutlicher. Erbauung ist ja
das, was mich im Glauben reifen lässt, was mich zu mehr Verständnis in die
Gedanken Gottes führt. Das ist erbaulich.
Ermahnung ist auch erbaulich, weil Ermahnung bei mir etwas aufdeckt und
mich anspricht es wegzutun, damit ich näher zu dem Herrn Jesus komme.
Vor Ermahnung haben wir, Kinder wissen das, wenn Eltern sie ermahnen müssen,
haben wir immer so ein wenig Abneigung eigentlich. Wer wird schon gerne ermahnt
und auf irgendeinen Fehler hingewiesen, aber Ermahnung ist erbaulich, Geschwister.
Das wollen wir uns gerne sagen lassen und wenn vielleicht ein lieber Bruder,
der einmal etwas zu sagen hat oder eine ältere Schwester, der jüngeren Schwester
etwas zu sagen hat, wollen wir nicht immer gleich alles zuklappen, sondern
wollen wir sagen, das tut sie, damit ich näher zum Herrn Jesus komme, damit ich
auf meinem Glaubensleben auferbaut werde. Und wir kommen, meine ich, immer näher zu
dem Kern der Sache hier in diesem Versen. Es geht jetzt nicht um mein Wohlleben
hier auf dieser Erde, sondern es geht darum, dass ich im Glauben glücklich
meinen Weg mit dem Herrn und mit den anderen gehen kann.
Niemand suche das Seine, sondern das des Anderen. Ein weiterer Prüfpunkt in dem,
was ich im Rahmen der christlichen Freiheit mir gestatten könnte. Suche ich
meinen persönlichen Vorteil darin, indem ich das tue oder denke ich auch einmal an
die Schwester neben mir, an den Bruder neben mir. Wir haben Vorbilder, ein
Gotteswort, die nicht das ihre gesucht haben. Möchte mal im Philippabrief, meine
ich, den Timotheus zitieren oder was über ihn gesagt wird. Philippa 2, Vers 19
Ich hoffe aber im Herrn Jesus Timotheus bald zu euch zu senden, damit ich auch
guten Mutes sei, wenn ich eure Umstände kenne. Denn ich habe keinen
Gleichgesinnten, der von Herzen für das Eure besorgt sein wird. Denn alle suchen
das ihre, nicht das, was Jesu Christi ist.
Timotheus hatte diese Haltung, nicht das Seine zu suchen, sondern das der Anderen.
Aber das größte Beispiel davon ist unser hochgelobter Herr Jesus selbst. Von ihm
lesen wir hier im ersten Korintherbrief, wenn in Kapitel 13 diese Charakterzüge
der Liebe vorgestellt werden, die wir zu 100 Prozent im Leben des Herrn Jesus
finden. Da lesen wir in 1. Korinther 13 Vers 5
Die Liebe sucht nicht das ihre. Christliche Freiheit lässt sich auch
lenken und steuern im Blick auf das Wohl des Anderen. Nicht das eigene Wohl, sondern
das des Anderen. Dann kommen in den nächsten Versen zwei Beispiele. Zwei
mögliche Situationen, wo er jetzt ganz konkret Fälle aufzählt, die einen
gewissen Zusammenhang zu dem haben, was wir in dem Abschnitt von Vers 14 bis
Vers 22 hatten, wo es um das Essen von Götzenfleisch geht. In diesem Abschnitt,
in dem vorhergehenden Abschnitt also geht es um das Essen von Götzenfleisch
in
an den Orten, wo das Götzenopfer auch gebracht wurde.
Da sagt der Apostel ganz deutlich, wenn ihr dorthin geht, um dort zu essen, dann
ist das nicht nur eine reine Mahlzeit, die ihr da einnehmt, sondern ihr kommt in
Verbindung mit den Prinzipien, die dahinterstehen, mit den Dämonen, denen
dort geopfert wird. Jetzt sagt er aber hier in Vers 25, alles, was auf dem
Fleischmarkt verkauft wird, esst ohne zu untersuchen um des Gewissens willen.
In Korinth wurde sehr viel Götzenfleisch geopfert. Sehr viele Tiere wurden
geschlachtet und dann scheint es so gewesen zu sein, wenn nicht das ganze
Fleisch verbraucht wurde, bei diesen Götzenmahlzeiten, dann wurde das übrige,
was über war, auf dem Fleischmarkt verkauft.
Und jetzt kann es sein, dass ein Christ auf diesen Fleischmarkt geht und sieht,
dass Fleisch angeboten wird und dann darf er das kaufen, ohne zu fragen, war das
vielleicht vor einer Woche noch im Götzentempel und ist übergeblieben bei
den Götzenmahlzeiten.
Das ist christliche Freiheit. Wir müssen dann nicht mehr prüfen, jetzt ist das
natürlich heute für unsere Zeit, wir leben nicht in Korinth, sondern hier in
Westeuropa, wo wir diese Handhabung der Götzenopfer eigentlich nicht kennen.
Aber ich möchte ein praktisches Beispiel vielleicht machen.
Wir müssen uns, wenn wir Anschaffungen machen, beispielsweise ein Möbelstück
kaufen oder ein Auto oder ein Kleidungsstück, wir müssen nicht fragen,
ob das von irgendwelchen Irrlehrern zusammengenäht oder zusammengestellt
wurde, um da solche Verbindungen zu scheuen.
Wir müssen nicht fragen, aus welchen Ländern das kam, ob das einen okkulten
Hintergrund hat.
Wir haben die christliche Freiheit, ohne zu untersuchen, das zu kaufen.
Wir müssen uns,
wir können dabei ein ruhiges Gewissen haben.
So sagte Apostel Paulus das hier, ohne zu untersuchen, um des Gewissens willen.
Also es kommt schon darauf an, wo man sich aufhält, wenn es um Götzenfleisch
geht. Wenn es um Götzenfleisch geht, am Altar, wo es dargebracht wird, kommt man
in Verbindung mit den dort herrschenden Prinzipien.
Aber wenn es in einer ganz völlig neutralen Umgebung angeboten wird, wir
wissen vielleicht gar nicht, ob es Götzenfleisch ist oder nicht, ob es
irgendwelches ganz normales anderes Fleisch ist.
Wir können, sagt Paulus,
auf dem Fleischmarkt kaufen,
ohne zu untersuchen.
Wir müssen uns diesen
Kopf
nicht machen,
um des Gewissens willen.
Wir haben Freiheit dazu.
Der zweite Fall, dann sagt er noch, denn die Erde ist des Herrn und ihre Fülle.
Gott ist ein so großartiger Geber,
dass er allen alles reichlich darreicht zum Genuss, lesen wir an anderer Stelle im
Neuen Testament.
Und das dürfen wir von diesem großartigen gebenden Gott
dankbar, mit Danksagung natürlich, annehmen.
Ohne jetzt
überkritisch zu prüfen, wo kommt das her, was ich hier kaufe.
Ich gehe regelmäßig mit meiner Frau einkaufen für die Familie.
Wir machen uns tatsächlich diese Überlegungen nicht. Es gibt andere
Überlegungen,
ob etwas gesund oder weniger gesund ist, das kann man sicherlich tun,
aber jetzt zu prüfen, wo ist das fabriziert worden, gab es da irgendwelche
okkulten Dinge, die da in dem Zusammenhang geschehen sind, das müssen
wir nicht prüfen.
In einer neutralen Umgebung haben wir christliche Freiheit, ohne um des
Gewissens willen prüfen zu müssen.
Dann kommt ein zweiter Fall, den der Apostel jetzt schildert.
Wenn jemand von den Ungläubigen euch einlädt und ihr wollt hingehen zu erst
alles, was euch vorgesetzt wird,
ohne zu untersuchen um des Gewissens willen.
Das ist wahrscheinlich eine Situation, die wir alle schon einmal
kennengelernt haben.
Wir leben in einer
Welt,
in einer Umgebung, in einer Gesellschaft, wo wir nicht nur von Gläubigen umgeben sind.
Und nun ist eine Situation vorstellbar,
ich möchte nur kurz schildern,
worum es hier geht.
Eine Situation ist vorstellbar,
dass ein Ungläubiger
mich einlädt,
zu ihm zu kommen.
Und dann sagt der Apostel Paulus,
dann kannst du an diesem
Platz, wenn du da bist, an diesem Tisch,
essen, ohne untersuchen zu müssen, wo das herkommt.
Aber er sagt das nicht sofort.
Er hat noch einen Zwischensatz.
Wenn jemand von den Ungläubigen euch einlädt
und ihr wollt hingehen,
das heißt,
eine Entscheidung
wird von uns erwartet.
Und bei dieser Entscheidung, die wir da treffen,
sollten wir bestimmte Dinge
bedenken.
Ich möchte einmal
nur einen ganz kurzen Satz sagen.
Wir befinden uns dann
auf feindlichem Gebiet.
Wir sind dann in einer Umgebung,
ich gehe mal davon aus, diese Ungläubigen wissen dann natürlich, wenn ich jetzt
mal an meine Arbeitsumgebung denke, die wissen,
dass ich keiner von ihnen bin.
Und die werden mit Argus Augen schauen,
was ich mir erlaube.
Paulus ermuntert jetzt nicht unbedingt einer solchen Einladung zu folgen.
Er sagt,
wenn ihr euch vor dem Herrn geprüft habt, dass ihr tatsächlich hingehen wollt.
Mit welchen Absichten würden wir solcher
Einladung eigentlich überhaupt folgen können?
Um unsere Kurzweil zu haben,
um uns auf das Niveau der Ungläubigen herab zu begeben
oder mit dem Ziel dort ein Zeugnis für den Herrn zu sein.
Die erste kritische Situation tritt immer dann ein, wenn das Essen auf dem Tisch steht.
Haben wir dann den Mut überhaupt
für die Mahlzeit zu beten, zu Dank sagen?
Sieht man das dann, wenn wir mit Ungläubigen an einem Tisch sitzen?
Und ihr wollt hingehen, diese
Entscheidung, die macht der Apostel, die macht der Herr uns nicht so einfach.
Wir müssen uns schon
gründlich erwägen, zu welchem Zweck wir einer solchen Einladung folgen würden.
Aber
wenn wir vor dem Herrn klar geworden sind, das ist eine Einladung, der ich folgen kann.
Übrigens hat der Jesus solche Einladung auch angenommen.
Aber er hat sich nie, nie
auf das Niveau der Gastgeber begeben.
Er hat immer Licht verbreitet, wenn er in ein solches Haus kam.
Göttliches Licht.
Er hat immer die Gastgeber in das göttliche Licht gestellt.
Deshalb ist es kein Verbot, eine Einladung anzunehmen, es ist eine gewisse
Begrenzung
in der Hinsicht, dass wir uns ernstliche Überlegungen vorher anstellen sollten.
Aber dann ist die Situation so eingetreten, wir sind hingegangen
und dann sagt Paulus, dann könnt ihr essen, was euch vorgesetzt wird.
Ihr müsst nicht prüfen, so ähnlich wie auf dem Fleischmarkt, ihr müsst nicht prüfen.
Seid euch bitte aber immer bewusst,
ihr werdet von den Augen der ungläubigen Gastgeber beobachtet.
Und jetzt könnte es sein,
dass jemand zu uns sagt,
das Fleisch, was du da gerade auf dem Teller hast,
das gehört aber zu einem Tier,
was den Götzen geopfert werden sollte. Es ist halt übergeblieben.
Und jetzt sagt der Apostel Paulus, ist die christliche Freiheit ein wenig
begrenzt.
Jetzt musst du dir mal überlegen,
du stehst vor den Augen von Menschen, die noch keine Beziehung zu Gott haben,
die wissen aber, dass du eine Beziehung zu Gott hast.
Die kennen aber von deiner christlichen Freiheit nichts.
Die grundsätzliche Haltung ist ja immer noch die, man dürfte das essen, ohne zu
untersuchen.
Aber der Ungläubige könnte Anstoß daran nehmen.
Für den Ungläubigen ist das schon eine gewisse Verbindung. Das ist doch ein
Tier oder das ist ja Fleisch von einem Tier, was früher den Götzen geopfert
werden sollte.
Und du, ein Christ, du isst solches Opferfleisch?
Er hat kein Verständnis über unsere christliche Freiheit.
Wenn aber jemand zu euch sagt, dies ist als Opfer dargebracht worden, so
esst nicht.
Rücksichtnahme.
Wieder einmal Rücksichtnahme auf den anderen, diesmal auf einen Ungläubigen.
So esst nicht,
um dessen Willen, der es anzeigt.
Und um des Gewissens Willen. Des Gewissens aber, sage ich, nicht deines
eigenen, sondern desjenigen des anderen.
Das klingt ein wenig kompliziert, das ist aber genau jetzt das Gegenstück zu dem,
was wir vorher hatten.
Wir hatten eigentlich ein ruhiges Gewissen, auf dem Fleischmarkt zu kaufen
oder bei einem Ungläubigen solches Fleisch zu essen.
Noch einmal mit dieser Einschränkung, wenn wir
Klarheit vor dem Herrn haben, zu einem Ungläubigen, einer Einladung so auch zu
folgen.
Dann haben wir grundsätzlich Freiheit.
Aber jetzt wird das Gewissen auf einmal von dem anderen angesprochen.
Und das finde ich sehr delikat, sehr feinfühlig, wie jetzt
ein
Treuer, ein gereifter Christ anfängt zu überdenken.
Paulus sagt jetzt, jetzt geht es nicht mehr allein um dein Gewissen, du könntest
mit ruhigem Gewissen essen.
Aber der Ungläubige,
der könnte sogar
anfangen zu lästern.
Der hat überhaupt kein Verständnis von christlicher Freiheit. Für den ist das
Götzenfleisch.
Wir wissen, dass ein Götze nichts ist.
Und dass auch
die Freiheit besteht,
wenn es getrennt von dem Altar
angeboten wird, es zu essen, ohne es zu untersuchen.
Aber der andere hat dieses Verständnis noch nicht.
Und deshalb
um des Gewissens des anderen Willen
ist nicht.
Geschwister, das sind
schwierige Situationen im Alltag, wenn wir uns das vorstellen.
Nehmen wir noch einmal den Fall, wir sind in einem Haus von Ungläubigen.
Alle essen.
Bis auf den einen, der dir gerade gesagt hat, hör mal, weißt du eigentlich,
wo das Tier herkommt, wo das Fleisch herkommt und dann hörst du auf zu essen.
Du brauchst vorher nicht zu prüfen.
Aber wenn dich einer darauf anspricht und sagt,
ah du, als Christ, du müsstest doch ganz besonders vorsichtig sein.
Mit ihm können wir über christliche Freiheit nicht diskutieren.
Und dann
treten wir
zurück von einem Recht, was wir eigentlich hätten vor den Augen Gottes.
Aus Rücksicht auf den anderen.
Es ist nicht um dessen Willen, der es anzeigt
und um des Gewissens Willen, des Gewissens aber sage ich nicht deines
eigenen, sondern desjenigen des anderen.
Es könnte sein,
dass der Ungläubige
mich als Christ,
mir als Christ Vorwürfe machen kann.
Er hat das Verständnis nicht, dass ich habe. Er kennt meine christliche Freiheit nicht.
Aber er könnte dahin geführt werden durch mein Verhalten,
dass er
Hemmschwellen hat, zum christlichen Glauben zu kommen.
Also meine Freiheit ist nicht grenzenlos. Das lernen wir mit jedem Vers in diesem Abschnitt.
Es ist großartig christliche Freiheit zu haben.
Aber wir prüfen, ob das nützlich, ob das erbaulich ist.
Ob ich dafür Dank sagen kann, kommt als nächstes noch einmal.
Ob ich darin mich selbst, meine persönliche Befriedigung suche oder
den Nutzen und Vorteil von anderen.
Christliche Freiheit ist ein großartiges Geschenk.
Sie wird aber nur genutzt oder sollte nur genutzt werden
unter dem leitenden Prinzip der Rücksichtnahme auf andere.
Ich habe das eingangs gesagt, Geschwister, und ich glaube,
dass das wirklich so ist. Dieser Gedanke der Rücksichtnahme auf andere,
den müssten wir wieder mehr haben, auch unter uns.
Ihr könnt euch alle noch erinnern,
so lange ist das noch nicht her, die Zeit der Corona-Einschränkungen.
Ich habe das beruflich sehr erlebt und dann halt auch im persönlichen und im Versammlungsleben.
Das war eine schwierige Zeit für uns alle, glaube ich, gewesen.
Und da diesen Gedanken auch haben zu können, Rücksicht nehmen zu können auf die Empfindungen anderer.
Ich habe das in manchen Besprechungen, ob das Brüderstunden gewesen sind
oder persönliche Gespräche oft erlebt.
Ja, wir haben aber doch Lockerungen bekommen.
Wir können doch jetzt wieder, die Freiheit ist doch da.
Und es gibt immer noch Geschwister, die Bedenken angemeldet haben.
Und da einen Weg zu finden, ich sage jetzt nicht Kompromisse,
einen Weg zu finden, wo man glücklich miteinander sich versammeln kann
und Rücksicht nehmen kann auf die Empfindungen anderer.
Obwohl man für sich persönlich eine Freiheit sieht,
an der sich der andere vielleicht noch stoßen könnte.
Wir haben erlebt, dass uns das fehlt.
Deshalb meine ich, dass solche Abschnitte, die ganz alltägliche praktische Dinge betreffen,
für uns heute sehr, sehr wichtig sind.
Dass wir uns nicht nur beschränken auf die hohen,
hohen grundsätzlichen Lehren unseres christlichen Glaubens und unseres Versammelns.
Sondern, dass wir auch wieder mehr lernen.
Mehr lernen.
Vom Herrn lernen, vielleicht von dem Apostel oder wie wir dann, ja,
da kommen wir zum Ende dieser Verse hin.
Mehr lernen,
auf den anderen zu sehen. Nicht auf das eigene, sondern auf den anderen.
Rücksicht.
Unter diesem Gesichtspunkt, Freiheit auszuüben, macht alle glücklich.
Denn warum wird meine Freiheit von einem anderen Gewissen beurteilt?
Das wäre die Folge dann,
ohne Rücksicht nehmen zu wollen, einfach zu essen, obwohl der andere angezeigt hat.
Das Ergebnis kann nur Schaden sein.
Schaden für den anderen, Schaden
auf den Namen des Herrn auch. Denn er weiß genau, das ist ein Christ
und er erlaubt sich Dinge, die würde ich als Heide noch nicht einmal machen.
Wenn ich
mit Danksagung teilhabe,
warum werde ich gelästert für das, wofür ich Dank sage?
Wir sehen alleine an dieser Fragestellung,
die der Apostel Paulus jetzt aufwirft, dass die Entscheidung in das Haus eines
Ungläubigen zu gehen,
ja, die müssen wir uns wohl überdenken.
Und ich muss das von mir aus meiner Vergangenheit als junger Mann,
aber auch als berufstätiger Mann, ich muss sagen,
ich habe mir selten so tiefgehende Gedanken gemacht, was geschehen könnte,
wenn ich in das Haus eines Ungläubigen gehe.
Womit ich in Verbindung kommen könnte, das überlegen wir vielleicht sogar noch vorher.
Aber in welche Situationen wir geraten, wo wir
Flagge bekennen wollen
oder vielleicht sogar gar nicht Flagge bekennen wollen,
das machen wir uns vorher wahrscheinlich viel zu selten.
Es ist gefährlicher Boden, so haben wir vorhin gesagt.
Und wenn wir das gewohnheitsmäßig tun,
solchen Einladungen zu folgen, das gibt es ja.
Wir haben das auch erlebt, als die Kinder groß geworden sind,
dass andere Kinder eingeladen haben, um zusammen Schularbeiten zu machen.
Es birgt eine gewisse Gefahr.
Der ungebremste Kontakt mit Ungläubigen,
ich meine, es ist auch hier im ersten Korintherbrief,
wo Paulus schreibt, dass böser Verkehr gute...
Böser Verkehr verdirbt gute Sitten.
Erster Korinther 15, Vers 33.
Es ist die Erfahrung,
dass das ja nicht mit einem Male und wie ein Brett vorgestellt wird,
wenn Gläubige in die Häuser
und in die Gemeinschaft von Ungläubigen eintauchen,
sondern dass das ein schleichender Prozess ist.
Und wir wollen da auch im Blick auf unsere Kinder,
vielleicht auch Enkelkinder, ein gewisses Auge haben
und versuchen, einen guten Einfluss noch auszuüben.
Und vielleicht auch einmal solche Gedanken vorzustellen,
dass man gar nicht alleine durch die Umgebung beschmutzt werden kann,
sondern dass man in Gewissenskonflikte
für das eigene persönliche Verhalten kommt.
Und das Risiko doch sehr hoch ist,
dass man einen Schritt tut, der den Herrn verunehrt
und dass man auch an seiner eigenen Seele Schaden nimmt.
Böser Verkehr verdirbt gute Sitten.
Es ist ein Wort,
das von tiefer Erfahrung spricht, meine ich.
Deshalb kommt eine sehr
tiefgehende Konsequenz in Vers 31.
Ob ihr nun esst oder trinkt
oder irgendetwas tut,
tut alles zur Ehre Gottes.
Oder irgendetwas, Geschwister, das umfasst alles.
Wie oft ist das beim Autofahren
bei mir so
zur Ehre Gottes?
Meine Frau hat mich manchmal schon auf den Rückweg von der Versammlungsstunde angestoßen.
Hat mir gesagt, wo kommst du jetzt eigentlich her?
Wenn man mal wieder unzufrieden war, wie die anderen Verkehrsteilnehmer reagiert haben,
tut alles zur Ehre Gottes.
Das ist bei mir
im Blick auf das Autofahren
ein schweres Wort, muss ich euch sagen.
Aber ob ihr esst
oder ob ihr trinkt, auch das zur Ehre Gottes.
Das kann doch gar nicht
anders anfangen, als dass man schon wenigstens beim Essen und Trinken Gott
dafür dankt,
dass er einem diese Speisen und diesen Trank gegeben hat.
Auch das ist eine Anklage gegen mich selbst.
Wie oft habe ich das
erlebt in einem gemeinschaftlichen
Essen mit Ungläubigen.
Gerade mal ganz kurz die Augen zugemacht,
nur um des eigenen Gewissens willen, dass man mir wenigstens so getan hat, als hätte
man gebetet. Aber ein wirkliches Gebet von Herzen dankbar an den Gott, den Geber
von allem.
Im Kreis von Ungläubigen habe ich mich lange gescheut.
Ob ihr nun esst oder trinkt.
Auch die Mengen, die wir uns dabei
gewähren.
Alles zur Ehre Gottes.
Hat er noch Freude daran, wenn wir uns
so an Speisen und an Getränken sättigen.
Können andere Anstoß nehmen.
Das ist das ganze Kapitel hier oder der ganze Abschnitt, der vor uns stand.
Alltag.
Jeden Tag haben wir mit solchen Situationen zu tun.
Und ich frage mich, also ich frage nicht
euch das, ich frage mich selbst, wann habe ich das letzte Mal darüber nachgedacht,
dass alles was ich tun soll,
zur Ehre Gottes sein soll.
Seid ohne Anstoß.
Sowohl Juden als Griechen als auch der Versammlung Gottes.
Seid ohne Anstoß.
Das bedeutet niemanden einen Fallstrick zu legen.
Ich weiß gar nicht, ist das jetzt schon der sechste oder der siebte Punkt. Die Frage,
die wir uns im Rahmen der christlichen Freiheit stellen wollen.
Gehen wir doch noch einmal durch.
Gibt es ein grundsätzliches Verbot in Gottes Wort dagegen. Das ist eigentlich die
erste Frage. Wenn wir uns irgendetwas gestatten wollen, ist das tatsächlich
von Gott,
darf ich mal sagen, gebilligt.
Hat er uns das nicht verboten, das zu tun. Wir haben vorhin das Beispiel gelesen,
dass es für eine Handlung der Schwestern in der Versammlung gilt.
Es ist nicht erlaubt, dass sie öffentlich hörbar reden.
Die erste Frage also. Die zweite Frage,
ist es nützlich?
Hilft mir das in meinem Glaubensleben weiter? Hilft es anderen?
Bringt es mich näher zu Christus?
Die dritte Frage,
ist es erbaulich?
Junge Leute wissen, wie man
heranwächst.
Eltern wissen, wie sie junge Leute, junge
Gläubige oder ihre Kinder im Glauben fördern, indem sie
mit grundlegenden Wahrheiten anfangen und dann Stück für Stück darauf aufbauen,
dass das Glaubensfundament wächst
und gefestigt wird.
Ich denke bei der Erbauung immer an dieses schöne Beispiel von dem Apostel
Paulus in der Apostelgeschichte 20,
wo er den Ältesten von Ephesus noch einmal
aufzählt, wie er sie
auferbaut hatte.
Wenn wir vielleicht einmal kurz
zu diesem Kapitel gehen,
in Apostelgeschichte 20,
da spricht er zuerst davon,
in Vers 21,
dass er sowohl Juden als auch Griechen damals in Ephesus die Buße zu Gott und
den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus bezeugte.
Das ist die Grundlage, die für jedes Glaubensleben gilt und ich
denke doch mal sehr, ich hoffe sehr, dass jeder
diese Grundlage in seinem persönlichen Glaubensleben kennt.
Buße zu Gott
und die Errettung.
Den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus.
Dann stehen wir auf dem Boden
der Gnade,
wissen, dass unsere Sünden getilgt sind, dass wir Frieden mit Gott haben.
Aber das ist nicht alles für das
geistliche Leben. Das soll wachsen, das soll auferbaut werden.
Und das hat der Apostel Paulus in Vers 24 als nächstes ihnen gesagt.
Er hat ihn bezeugt, das Evangelium der Gnade Gottes.
Das ist im Grunde genommen das, worüber wir uns auch heute Abend gerade unterhalten.
Dass wir nicht mehr unter Gesetz stehen, sondern dass alles Gnade ist.
Manchmal fast vielleicht unbewusst
erlegen wir uns gewisse Regeln auf,
wo wir wissen, dass sie Gott wohlgefällig sind.
Aber wir können uns dadurch seine Gunst nicht mehr erkaufen, als wir sie eh schon
besitzen.
Der Gläubige gehorcht aus Liebe.
Der Gläubige gehorcht, weil er weiß, dass er sich mit gesetzlichem, sklavischem
Verhalten die Gunst Gottes nicht mehr erkaufen kann, als er sie sowieso schon
besitzt.
Und das ist das Evangelium der Gnade Gottes.
Wir haben das vorhin schon einmal gesagt, im Alten Testament gab es eben das
Gesetz, du sollst etwas tun, damit du das Wohlwollen Gottes besitzt, damit du seinen
Segen bekommst.
Aber das ist
auf dem Boden der Gnade ganz anders.
Dann hat er ihnen in Vers 25 das Reich
gepredigt.
Ja, was brauchen denn Gläubige über das Reich zu wissen?
Das ist ein Wachstumsschritt, ein weiterer.
Er hat ihnen das Reich verkündigt, das meint, er hat ihnen die Grundsätze
vorgestellt,
sicherlich auch vorgelebt,
die gelten für jeden, der sich im Reich Gottes aufhält. Wir denken vielleicht,
das Reich Gottes ist ja noch etwas zukünftiges.
Ja, das ist auch noch etwas zukünftiges. Es wird
in Macht und Herrlichkeit durch den Herrn Jesus aufgerichtet werden.
Aber
der Gläubige, auch unserer Zeit der Gnade, du und ich,
wir sind heute schon berufen, diese Grundsätze, die in dem Reich Gottes gelten,
heute schon in unserem Leben darzustellen.
Deshalb
diese sogenannte Bergpredigt, wo der Herr Jesus
den Menschen vorstellt, was in seinen Augen glückselig ist, welche
Charakterzüge in seinen Augen, in den Augen Gottes glückselig sind.
Das sind Charakterzüge, die werden in Vollkommenheit
im tausendjährigen Reich ausgelebt werden.
Aber der Gläubige lebt sie heute schon.
Und dann hat er ihnen, um sie aufzuerbauen an ihrem Glauben,
noch auf die höchste Stufe geführt, glaube ich.
Er hat ihnen nicht zurückgehalten, in Vers 27
den ganzen Ratschluss Gottes zu verkündigen.
Das wird Schritt für Schritt aufgebaut bei den Ephesern.
Und so wollen wir auch denken, wenn es um den ganzen Ratschluss Gottes geht, dann
meint das die ganzen geistlichen, christlichen Segnungen unserer heutigen
Zeit,
wie wir mit den Personen der Gottheit verbunden sind.
Ich denke da immer an Johannes 14, wo der Herr Jesus in seinen Abschiedsworten
ihnen zeigt, den Jüngern, den elf Jüngern zeigt,
in welche Beziehungen sie jetzt zu den Personen der Gottheit gestellt werden.
Sie kennen ihn selbst als Gegenstand des Glaubens.
Sie werden in die Verbindung mit dem Vater eingeführt.
Gott ist der Vater aller Glaubenden der Gnadenzeit.
Und sie werden
vorbereitet, dass nachdem der Herr Jesus verherrlicht in den Himmel aufgefahren
ist, der andere Sachwalter kommen wird.
Du und ich, wir besitzen persönlich jeder von uns den Heiligen Geist in uns
wohnend.
Und noch viel mehr umfasst der ganze Ratschluss Gottes.
Und so wollen wir wachsen und so soll unser praktisches Verhalten den
Gesichtspunkt haben,
wird der andere dadurch
erbaut in seinem Glaubensleben.
Vielleicht auch ein bisschen der Gedanke,
ist das meinem eigenen Glaubensleben überhaupt erbaulich?
Welche Entscheidungen ich mir gönne?
Welche Wege ich gehe?
Dann haben wir Vers 30,
einen weiteren Prüfpunkt gehabt.
Kann ich dafür Dank sagen überhaupt, für das was ich tue?
Ich habe kürzlich mal eine kurze Begebenheit
zu diesem Vers gelesen.
Fand ich im ersten Moment ein bisschen zum Schmunzeln.
Aber sie hatte ja doch einen ernsten Hintergrund.
Da waren ein junger Bruder und ein alter Bruder zusammen, die haben sich unterhalten.
Und der junge Bruder hatte zu dem älteren Bruder ein so offenes Verhältnis und
Vertrauen, dass er ihm gesagt hat,
morgen habe ich vor ins Kino zu gehen.
Und da hat der alte Bruder zu ihm gesagt,
oh ich komme mit.
Aber vorher wollen wir noch zusammen Dank sagen dafür.
Die beiden sind nicht gegangen.
An diesem Punkt entscheidet sich ja eigentlich
alles ziemlich schnell. Kann ich dafür Dank sagen, was ich jetzt für einen Weg vorhabe?
In Gemeinschaft mit Gott im Gebet haben über eine Entscheidung, von der ich
eigentlich ganz genau weiß, die gefällt ihm überhaupt nicht.
Ist ein Ding der Unmöglichkeit, nicht wahr?
Aber ich finde, dass dieser alte Bruder sehr weise reagiert hat.
Und jetzt waren wir stehen geblieben bei dem Punkt im Vers 31,
alles zur Ehre Gottes zu tun.
Und dann der nächste Prüfpunkt im Vers 32,
ohne Anstoß zu sein.
Ohne, dass irgendjemand
durch mein Verhalten zu Fall kommen könnte.
Er
unterteilt jetzt die Menschen sehr auffällig im Vers 32. Seid ohne Anstoß
und sagt nicht einfach allen Menschen, sondern er sagt sowohl Juden
als Griechen
als auch der Versammlung Gottes.
In den Augen Gottes
gibt es heute
diese drei Klassen von Menschen auf der Erde.
Es gibt solche, die gehören zu seinem irdischen Volk.
Es gibt solche, die gehören eben nicht zu seinem irdischen Volk, das sind die
Griechen.
Und es gibt solche,
die gehören zur Versammlung Gottes.
Die sind aus Juden und aus Griechen genommen und gehören zur Versammlung
Gottes.
Man könnte sagen, so einfach teilt Gott heute die Menschen ein. Er hat immer noch ein
Auge auf sein irdisches Volk.
Und er weiß ganz genau, wo diese ganzen zehn oder zwölf Stämme in der
Zerstreuung sind.
Und er sagt, achtet bitte darauf
in eurem Verhalten niemandem einen Anstoß zu sein. Weder denen, die zu meinem
alten irdischen Volk gehören,
noch zu den Menschen, das sind also verstehen wir gut, Juden und Griechen
sind hier Ungläubige,
also noch zu denen, die zu den
vielen, vielen Nationen außerhalb von Israel gehören.
Aber dann sagt er, denkt bitte auch an eure Glaubensgeschwister.
Und die Versammlung Gottes,
ich finde das sehr großartig,
sie besteht aus Juden und Griechen.
Da gibt es dann diese Nationalitäten nicht mehr.
Sie sind alle eins
in dem Herrn Jesus.
Es ist nicht mehr wichtig, ob du ein Holländer bist oder ein Belgier oder ein
Franzose oder ein Jude
oder ein Türke.
Welche Religion du auch früher vielleicht mal
aus Geburt oder aus der Volkszugehörigkeit angehört hast,
wenn du zu dem Herrn Jesus gekommen bist, in dieser Zeit der Gnade
gehörst du zu diesem wunderbaren Organismus Versammlung Gottes.
Und die dürfen wir eben auch nicht aus dem Auge verlieren
in unserem Verhalten.
Und jetzt kommt er auf sich selbst zu sprechen.
Er hat uns also Prüfsteine vorgelegt für unser praktisches Verhalten und jetzt
sagt er,
jetzt kann ich
ein bisschen auch
auf mich selber verweisen.
Wie auch ich mich
allen,
ich mich in allen Dingen,
allen gefällig mache.
Indem ich nicht meinen Vorteil suche, sondern den der vielen, damit sie
errettet werden.
Paulus war einer,
finde ich bei ihm so absolut bemerkenswert.
Der hat sich
in all seinen Begegnungen, die er hatte, auf sein Gegenüber eingestellt.
Er hat nicht
sein Fähnchen nach jedem Wind gedreht. Das ist mit Sicherheit mit diesem Vers
nicht gemeint.
Dass er jedem, wir würden heute so sagen,
sich lieb Kind machen wollte.
Aber er hat sich darauf eingestellt, wie er sie gewinnen kann.
Das war sein Ziel und er hat immer
gewusst, es gibt
unterschiedliche Nationalitäten, es gibt unterschiedliche Charaktere, es gibt
unterschiedliche Bildungshintergründe
und er hat sich in aller Sorgfalt
versucht darauf einzustellen, um sie zu gewinnen.
Er schreibt das in Kapitel 9, genau in Kapitel 9 am Ende auch noch mal.
Er hätte sich allen zum Sklaven gemacht, Vers 19,
damit ich so viele wie möglich gewinne. Er ist den Juden wie ein Jude geworden,
den unter Gesetz wie unter Gesetz und so weiter.
Er wollte
so viele wie möglich gewinnen, damit sie errettet werden und er hat darin nicht
seinen Vorteil gesucht.
Etwas früher in diesem Kapitel, im ersten Korintherbrief, schreibt er sogar davon,
dass er auf etwas
unendlich Wertvolles verzichtet hat,
nämlich eine Frau umherzuführen.
Viele von uns kennen dieses große Geschenk
und Paulus hatte das nicht.
Um seines Dienstes für den Herrn willen.
Er hat nicht seinen Vorteil gesucht.
Ich meine,
das geht fast bis zur Selbstverleugnung, oder? Wenn man auf diesen
großartigen Segen freiwillig verzichtet, um dem Herrn besser dienen zu können, um
Menschen besser gewinnen zu können,
damit sie errettet werden,
was für ein Vorbild ist der Apostel Paulus.
Deshalb sagte er mit Recht auch in dem nächsten Vers noch,
Seid meine Nachahmer.
Seht ihr, wenn wir jetzt diesen ganzen, wir könnten sagen, Katalog von Prüfungsfragen
für unser praktisches Verhalten vor uns hatten,
Paulus kann jetzt sagen,
ich mache das so in meinem Leben.
Und wisst ihr, würden wir dem Apostel Paulus begegnen,
wir würden ihm das abnehmen.
Der hat eine Art gehabt, die war absolut gewinnend.
Aber er hat nie
die Wahrheit
auf Kosten von Freundschaft oder von
Familienverbindungen irgendwie aufs Spiel gesetzt.
Er hat immer für die Wahrheit eingestanden.
Immer die Ehre Gottes gesucht in allem, was er tat. Immer den Vorteil der anderen.
Bis hin zum völligen Selbstverzicht.
Deshalb sagt er hier, seid meine Nachahmer,
wie auch ich Christi.
Seht ihr, der letzte Blick
bei dieser Schwierigkeit oder bei diesen
doch fordernden Fragen, die wir jetzt vor uns hatten, der letzte Blick
geht auf den, der das in Vollkommenheit gelebt hat.
In einem Lied singen wir von dem Herrn Jesus, dass er seinen Weg gegangen ist in
willigem Verzicht.
Nichts für sich selbst gesucht.
Die Liebe sucht nicht das ihre.
Sie sucht immer den Nutzen des anderen, den Vorteil des anderen.
Paulus hat von Christus gelernt.
Und jetzt sagt er praktisch,
wenn ihr mir nachfolgt,
in diesem,
dann folgt ihr eigentlich direkt Christus nach.
Seid zusammen, meine Nachahmer, gleich wie auch ich Christi.
Vielleicht schaffen wir es nicht,
alle sieben oder acht Fragen
direkt morgen zu verwirklichen.
Aber wenn wir
ein wenig das Empfinden gewonnen haben,
dass diese Verse gar nicht so unwichtig sind
und dass sie ihre Bedeutung für unser Miteinander auch haben, für unser
gedeihliches Miteinander.
Stellt euch vor, dass gewisse Verkrustungen unter Geschwistern
aufweichen,
wenn man sieht, der andere kann Verzicht üben, um mich zu gewinnen.
Manche Probleme könnten gelöst werden.
Seid zusammen, meine Nachahmer, wie auch ich Christi.
Im Grunde genommen
offenbaren wir dann Wesenszüge, die auch unser Meister auf dieser Erde gezeigt hat.
Was ist das für ein Ansporn?
Wenn ihr dann schaut,
Gott,
der Vater vom Himmel,
auf diese Erde, wo alles dunkel ist, alles duster,
alles Nacht,
dann gibt es einige,
die strahlen etwas von den Wesenszügen seines Sohnes wieder.
Sie haben sich ansprechen lassen von dem, was Paulus ihnen
vielleicht in einer gewissen Ermahnung oder Regulierung ihres Verhaltens
vorgestellt hat.
Und sie haben doch empfunden, was Paulus hier sagt,
das ist nicht streng und böse gemeint.
Erlebt das, was er bei Christus gesehen hat
und sagt uns jetzt,
macht das doch auch. …
Transcription automatique:
…
Liebe Geschwister, wir wollen heute Abend weiterlesen im 1. Korintherbrief
in Kapitel 11.
Wir lesen 1. Korinther 11 ab Vers 2.
Ich lobe euch aber, dass ihr in allem meiner Gedenkt und die Überlieferungen, wie ich sie euch überliefert habe, festhaltet.
Ich will aber, dass ihr wisst, dass der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist.
Das Haupt der Frau, aber der Mann.
Das Haupt des Christus, aber Gott.
Jeder Mann, der betet oder weissagt, indem er etwas auf dem Haupt hat, entehrt sein Haupt.
Jede Frau aber, die betet oder weissagt mit unbedecktem Haupt, entehrt ihr Haupt.
Denn es ist ein und dasselbe, wie wenn sie geschoren wäre.
Denn wenn eine Frau nicht bedeckt ist, so lasse sie sich auch das Haar abschneiden.
Wenn es aber für eine Frau schändlich ist, dass ihr das Haar abgeschnitten oder sie geschoren werde, so lasse sie sich bedecken.
Denn der Mann freilich soll nicht das Haupt bedecken, da er Gottes Bild und Herrlichkeit ist.
Die Frau aber ist des Mannes Herrlichkeit.
Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann.
Denn der Mann wurde auch nicht um der Frau willen geschaffen, sondern die Frau um des Mannes Willen.
Darum soll die Frau eine Macht auf dem Haupt haben um der Engel Willen.
Dennoch ist weder die Frau ohne den Mann, noch der Mann ohne die Frau im Herrn.
Denn so wie die Frau vom Mann ist, so ist auch der Mann durch die Frau.
Alles aber von Gott.
Urteilt bei euch selbst. Ist es anständig, dass eine Frau unbedeckt zu Gott betet?
Lehrt euch nicht auch die Natur selbst, dass wenn ein Mann langes Haar hat, es eine Unehre für ihn ist.
Wenn aber eine Frau langes Haar hat, es eine Ehre für sie ist, weil das Haar ihr anstatt eines Schleiers gegeben ist.
Wenn es aber jemand für gut hält, streitsüchtig zu sein, so haben wir solch eine Gewohnheit nicht.
Noch die Versammlungen Gottes.
Soweit wollen wir heute Abend aus diesem ersten Korintherbrief lesen.
Wir haben eben im Gebet gesagt, dass wir alle wiedergekommen sind.
Obwohl wir wussten, was heute für ein Thema ansteht.
Ich möchte einmal anknüpfen an das, was wir gestern Abend gesagt haben.
Die beiden Abschnitte, die wir an diesen beiden Abenden vor uns haben,
Sie stehen zwischen zwei uns allen, glaube ich, sehr gut bekannten Erläuterungen des Apostels Paulus über eine hochheilige Angelegenheit.
Über eine absolut wichtige Angelegenheit, nämlich den beiden Seiten, den beiden Blickwinkeln, die das Mahl des Herrn, das Brotbrechen betreffen.
Zwei absolut fundamentale Schriftabschnitte und sie folgen nicht direkt hintereinander,
sondern wir haben gestern gesehen, dass sie mit zwei Themenbereichen unterbrochen werden, die unseren Alltag betreffen.
Und wir wollen daraus lernen, dass Gottes Wort sowohl gewisse Höhepunkte oder für gewisse außerordentliche Gelegenheiten geschrieben ist.
Dass es aber die gleiche Bedeutung hat für mein Herz und für dein Herz, wenn es um den Alltag geht, um das praktische Verhalten geht.
Da ist Gottes Wort nicht weniger bedeutsam, als wenn wir über hohe und erhabene Wahrheiten sprechen.
Und deshalb, wenn wir Gottes Wort ernst nehmen, dann reden diese Abschnitte, die wir gestern und den wir heute gelesen haben,
genauso eindringlich zu uns, wie die Gott gegebenen Wahrheiten über das Brotbrechen.
Das macht uns eigentlich doch glücklich, dass Gott auch für den Alltag spricht in unserem Leben.
Das ist ja das überwiegende, wo wir unser Glaubensleben hier auf dieser Erde verbringen, im Alltag.
Die besonderen Gelegenheiten, wo wir auf den Höhen sind, wo wir vielleicht Konferenzen besuchen oder Zusammenkünfte haben,
zu dem Namen des Herrn Jesus, mit ihm, seiner Verheißung, dass er persönlich in unserer Mitte ist,
das sind einige wenige Stunden in der Woche. Das überwiegende ist der Alltag.
Und dafür schreibt Gott auch.
Wir haben gestern gesehen, dass wir in dem Abschnitt am Ende von Kapitel 10 Fragen haben,
die ein wenig flankieren unsere christliche Freiheit.
Dass wir sie eben nicht ohne völlige Rücksichtnahme aufeinander ausüben können,
sondern dass wir immer wieder bestimmte Fragen an uns selbst stellen sollen, an unser Gewissen stellen sollen,
wenn eine Entscheidung bevorsteht.
Wir haben diese Fragen gestern alle gesehen und das ist ein Abschnitt, der uns immer wieder gut tut, ihn zu lesen.
Viel zu schnell vergessen wir das, was Gott möchte, dass wir zwar christliche Freiheit genießen, dass wir sie überhaupt kennen,
aber dass wir auch wissen, wir können sie nur dann wirklich zum Nutzen, zur Auferbauung ausüben,
wenn wir Rücksicht aufeinander nehmen.
Und Paulus hatte diesen Gedanken beendet mit der Aufforderung, dass wir alles zur Ehre Gottes tun sollen,
dass wir niemandem ein Anstoß sein sollen und dass wir in dem, was er uns geschrieben und gesagt hatte,
seine Nachahmer sein sollten.
Aber er schahte nicht Nachahmer hinter sich selbst her, sondern er selber war der Nachahmer Christi.
Und seht ihr, das macht eigentlich, das gibt einen gewissen Adel für unser praktisches Verhalten.
Es ähnelt dem, vielleicht in Schwachheit, aber es ähnelt dem, was unser Heiland hier auf der Erde gezeigt hat.
Dahin wollte uns das Wort Gottes führen.
Und jetzt geht es in diesem Thema weiter.
Und jetzt sagt der Apostel Paulus heute Abend als erstes, ich lobe euch.
Wenn wir den Korintherbrief ein wenig kennen, den ersten Korintherbrief,
dann staunen wir doch, dass er da etwas zu loben findet in Korinth.
Wenn man mal die ersten Kapitel durchgeht in aller Ruhe,
dann gibt es eigentlich kaum ein Kapitel, wo er nicht etwas tadeln muss.
Wo nicht Dinge in Korinth offenbar geworden sind,
die ihm auch durch bestimmte gute, glaubwürdige Zeugen zugetragen wurden,
dass es Probleme gab in Korinth.
Ich habe mich übrigens oft gewundert eigentlich darüber.
Korinth war ja eine außerordentliche Versammlung.
Da gab es nämlich keinen Mangel an irgendeiner Gnadengabe.
Da waren alle vertreten, Hirten, Lehrer, Propheten, Evangelisten.
Und was man so braucht für das Miteinander in einer örtlichen Versammlung in Korinth,
war alles da, das schreibt der Apostel im ersten Kapitel.
Ihr habt ein keiner Gnadengabe Mangel.
Und dann würden wir doch sagen, das muss eine ganz besonders hochstehende Versammlung sein.
Da muss es doch laufen wie am Schnürchen.
Wenn alles da ist, alles an einem Ort konzentriert,
Probleme um Probleme in Korinth.
Ich sage das deshalb, weil wir haben vielleicht manchmal so den Gedanken,
ich habe das für mich früher oft so gedacht,
wenn wir doch mehr geistliche Gaben bei uns hätten,
wenn wir doch mehr Propheten, wenn wir doch mehr Lehrer bei uns hätten,
dann wäre alles besser.
Ich sage, Korinth ist das Beispiel dafür, dass das keine Garantie ist.
Dass das Vorhandensein von Gott, dem Herrn Jesus gegebenen Gaben,
keine Garantie dafür ist, dass es in einer örtlichen Versammlung gut steht.
Es kommt immer auf den Herzenszustand des Einzelnen an.
In Korinth gab es Streitigkeiten.
Die Korinther waren auf dem Stand von jung gebliebenen, fleischlich gesinnten Gläubigen stehen geblieben.
In Korinth gab es solche, die sich vor irdischen Gerichten miteinander zankten und auseinandersetzten,
um irgendwelche finanziellen Dinge.
In Korinth gab es moralische Ungerechtigkeit,
böse Dinge in Korinth, die nicht behandelt wurden.
Später in diesem Brief lesen wir,
dass die Korinther sich Fragen gestattet hatten über das Thema der Auferstehung.
Und der Apostel muss ihnen zeigen, wo eine solche Frage überhaupt hinführt,
wenn man bezweifelt, dass es Auferstehung gibt.
All das in Korinth.
Das großartige Geschwister ist,
dass sich der Herr immer noch um diese Versammlung müht
und immer noch seinen Apostel hat, um ihm bestimmte Dinge zu schreiben.
Das zeigt uns, dass wir wirklich mit viel Geduld vorangehen müssen,
wenn es um die Beurteilung von Entwicklungen in einem örtlichen Zeugnis geht.
Und dass wir ein Auge dafür haben, was denn immer noch zu loben ist.
Wir sind sehr so gestrickt von unserem Wesen her,
dass wenn wir die eine oder andere oder vielleicht so drei oder vier schlechte Nachrichten
über eine bestimmte Sache hören, dann ist das für uns eigentlich schon erledigt.
Dann machen wir einen Haken dahinter und sagen, das hat keinen Zweck mehr.
Und wir sehen bei diesem Apostel, dass er ein geistliches Auge hat,
trotzdem noch bei all diesem Durcheinander in Korinth zu erkennen, was Gutes ist.
Das ist sehr wertvoll.
Und es ist auch ermutigend, wenn das angesprochen wird.
Wenn man das nicht irgendwie als selbstverständlich hinnimmt und sagt,
naja, das ist ja deine christliche oder deine Pflicht als Glaubensmann oder Glaubensfrau,
dich so und so zu verhalten.
Das auch mal zu sagen, ich lobe, was ich bei dir gesehen habe.
Nicht um jemanden irgendwie zu pushen oder zu fördern, aber um das mal deutlich zu machen,
ich sehe das durchaus, was es für Positives bei dir gibt.
Was hat er denn hier zu loben?
Ich lobe euch aber, dass ihr in allem meiner gedenkt.
Auch war er vielleicht ein bisschen ichbezogen, der Apostel?
War ihm das wichtig, dass sie immer an den Apostel Paulus dachten?
Wir kennen den Apostel, glaube ich, aus der Apostelgeschichte und den Briefen,
dass das absolut nicht wichtig war für ihn.
Dass sie an ihn als Person dachten, um ihn irgendwie hochzuheben,
das war ihm überhaupt nicht wichtig.
Aber wisst ihr, was das für mich jedenfalls dieser Ausdruck bedeutet?
Dass man das, was er bringt, nicht vergisst.
Und dann wird die Frage schon etwas präziser, auch für uns, für unsere Tage.
Könnten wir eigentlich noch sagen, dass wir in allem dem gedenken,
was der Apostel Paulus gebracht hat, ist uns das noch wichtig, was er als Lehren gebracht hat?
Oder sehen wir das auch so ein bisschen überholt jetzt schon?
Passt nicht mehr in unsere Zeit, was er zu sagen hat.
Wir kommen ja heute Abend zu einem Thema, wo das heute oft so angesehen wird.
Das ist ja vielleicht kulturabhängig oder zeitenabhängig.
Ist uns das noch wichtig, was der Apostel Paulus im Auftrag des Herrn
und durch Offenbarungen vom Herrn empfangen und uns weitergegeben hat?
Halten wir seine Lehren beispielsweise über Versammlungswahrheiten noch für zeitgemäß?
Gedenken wir dieser Wahrheiten noch?
Nicht um eine Person hochzuheben, sondern um das, was sie vom Herrn empfangen hat
und dem Auftrag des Herrn weitergibt.
Sie hatten seiner Gedacht und die Überlieferungen, wie ich sie euch überliefert habe, festgehalten.
Das Festhalten, das ist schon etwas, Geschwister.
Nicht nur etwas zu kennen, sondern es auch festzuhalten, wenn es auf dem Spiel steht.
Wir leben heute in Zeiten, wo vieles infrage gestellt wird.
Im Miteinander von Gläubigen, im Bereich der persönlichen Freiheit, die wir gestern gesehen haben,
wo wir doch wissen, manche Dinge sind eindeutig durch Gottes Wort, darf ich mal sagen, reglementiert.
Da gibt es ein Verbot in der Schrift dagegen.
Halten wir das noch?
Ich gehe einmal zu Vers 23, da hat er zum Beispiel etwas überliefert bekommen.
Er hatte von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe.
Und da haben wir die Wahrheit von dem Mahl des Herrn, von dem Brotbrechen.
Er hatte andere Dinge überliefert bekommen, die er treu weitergegeben hat.
Wenn wir das mal im Kapitel 2 lesen, da stellt er ja praktisch die Weitergabe der Gedanken Gottes bis hin zu dir und mir in drei oder vier Schritten dar.
Die Apostel vom Herrn benutzte Gefäße, haben Offenbarungen empfangen.
Wahrheiten direkt vom Herrn empfangen, die vorher im Alten Testament nicht bekannt waren.
Und das, wenn ich jetzt sage das Mittel oder die Kraft, ist das viel zu wenig gesagt.
Die Person, die dabei tätig ist, immer in jeder Stufe der Weitergabe dieser Wahrheiten, ist die Person des Heiligen Geistes.
Wir haben das heute im Haus in einer Stelle gelesen, dass wir ohne die Hilfe des Heiligen Geistes überhaupt nichts verstehen aus Gottes Wort.
Aber du und ich, wir besitzen diese Person.
Und die Apostel haben es durch den Heiligen Geist empfangen, haben es durch den Heiligen Geist niedergelegt, haben es weitergegeben.
Und wenn wir es heute auffassen wollen und verstehen wollen, dann brauchen wir auch die Kraft des Heiligen Geistes.
Und Gott sei Dank, er wohnt in dir und in mir.
Und dann liegt es an uns, diese uns überlieferten Wahrheiten festzuhalten.
Ganz besonders dann, wenn sie auf dem Spiel stehen.
Und dann genügt es nicht zu sagen, das habe ich von meinem Vater gelernt.
Und wenn mein Vater das gewusst hat, dann muss das stimmen.
Das ist zu wenig.
Da muss es eine persönliche Überzeugung bei dir sein und bei mir sein.
Dann stehen wir dafür auch ein.
Aber ich möchte noch einmal sagen, bei all diesen bedenklichen Zuständen in Korinth, sieht der Apostel, was zu loben ist.
Und ich wünschte mir mehr auch ein Auge für das bei uns am Ort, bei mir am Ort.
Wenn wir auch manches sehen, wo wir die Kritik für angebracht halten, dass wir auch ein Auge dafür haben, was zu loben ist.
Wenn ich das richtig weiß, fängt fast jedes Senschreiben so an.
Wenn der Herr Jesus, der unbestechliche Beurteiler seiner Versammlung inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt.
Ich kenne deine Werke.
Ich kenne dein Ausharren und wo er auch immer etwas findet, was ihm gefällt, das stellt er an den Anfang.
So auch hier der Apostel Paulus, ich lobe euch.
Jetzt müssen wir vielleicht etwas einleiten zu diesen Versen sagen, die wir heute gelesen haben.
Es geht in diesem Abschnitt noch nicht um Versammlungswahrheiten, um ein Zusammenkommen als Versammlung.
Ich sage das deshalb an dieser Stelle, weil wir genau den gegensätzlichen Ausdruck finden in Vers 17.
Wir haben jetzt die ersten 16 Verse gelesen und in Vers 17 sagt er, indem ich dieses vorschreibe,
das was jetzt darauf folgt, lobe ich nicht, weil ihr nicht zum Besseren, sondern zum Schlechteren zusammenkommt.
Also was ab Vers 17 folgt, bezieht sich auf ein Zusammenkommen als Versammlung.
Die Verse 1 bis 16 noch nicht.
Er lobte, was er an ihnen gesehen hatte, wie sie die Überlieferungen, die Lehre des Apostels noch festhielten.
Er konnte nicht loben, wenn es um ihr Verhalten in den Zusammenkünften ging.
Ich sage das deshalb so deutlich, weil die Verse, die wir jetzt betrachtet haben,
die ja heute mehr und mehr auch zu einer offenen Frage werden, wie weit wir das beachten müssen.
Sie zielen nicht in erster Linie auf ein Zusammenkommen als Versammlung.
Doch gibt es, meine ich, einen gewissen Nachdruck, wie er jetzt die Entwicklung, die er vorstellt, einleitet.
Ich will aber, dass ihr wisst, offensichtlich gab es in Korinth etwas, was den Gedanken, die er jetzt entwickelt, nicht entsprach.
Und deshalb muss er sagen, ich will aber, dieses aber macht irgendwie deutlich,
was in Korinth im Entstehen begriffen war oder vielleicht auch schon einen gewissen Fortschritt genommen hatte.
Das widerspricht dem, was er jetzt zu sagen hat.
Und deshalb aber, das sollt ihr wissen, was da zu beachten ist.
Was hat er denn jetzt zu sagen?
Wir haben ja von verschiedenen Häuptern jetzt gelesen in diesem Abschnitt.
Und wenn wir das recht verfolgt haben, wird jetzt in den nächsten Versen zunächst einmal eine gewisse Rankordnung aufgestellt,
die wir sehr wohl einmal verstehen müssen und das, was sich daraus ergibt, aus dieser Rankordnung dann auch befolgen müssen.
Wenn ich jetzt gesagt habe, Rankordnung, dann hat das mit Autorität, mit Leitung, mit Lenkung zu tun.
Aber es hat überhaupt nichts damit zu tun, ob es eine Frage der Wertigkeit ist.
Es ist keine Werteordnung, die hier vor uns kommt.
Wollen wir diese Punkte einmal eben kurz vor uns stellen.
Ich will, dass ihr wisst, ich will aber, dass ihr wisst, dass der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist.
Das Haupt der Frau, aber der Mann, das Haupt des Christus, aber Gott.
Er fängt zuerst mit Christus an.
Christus ist das Haupt eines jeden Mannes.
Christus, der Mann.
Das nächste ist, das Haupt der Frau, aber der Mann.
Christus, der Mann, die Frau.
Und als letztes sagt er, das Haupt des Christus, aber Gott.
Wir haben hier also eine Rankordnung, die, wir könnten auch sagen, bei Gott anfängt.
Gott, das Haupt des Christus.
Christus, das Haupt des Mannes.
Und der Mann, das Haupt der Frau.
Es geht in diesem Abschnitt nicht um
Ehemann und Ehefrau alleine.
Es geht um Mann und Frau an sich.
Um den gläubigen Mann und die gläubige Frau.
Und auch um den ungläubigen Mann und die ungläubige Frau.
Vielleicht wundern wir uns ein wenig bei dem Gedanken, dass Christus ein Haupt über sich hat.
Wenn wir das Johannesevangelium ein wenig kennen,
finden wir dort wunderbare Höhen und Tiefen, was die Person des Herrn Jesus betrifft.
Und Johannes hat ja die Aufgabe, den Herrn Jesus als den ewigen Sohn Gottes vorzustellen.
Und es ist für mich immer wieder bewegend, dass gerade in diesem Evangelium,
der Herr Jesus sich so oft als den Sohn des Menschen bezeichnet.
Der alles in Abhängigkeit von seinem Vater tut.
Und das ist hier auch der Gedanke, dass er als Mensch in seiner Schöpfung ein Haupt über sich hat.
Aber wenn Christus als Mensch in seine Schöpfung kommt,
dann ist er natürlicherweise der allererste in dieser Schöpfung.
Dann ist der Mann, was Autorität und Rangordnung betrifft, unter ihm.
Und einleitend stellt er fest, die Frau steht unter der Autorität des Mannes.
Ich habe nicht gesagt unter der Fuchtel des Mannes, unter der Autorität.
Und wisst ihr, Autorität heißt nicht Befehlen.
Jedenfalls längst nicht nur Befehlen.
Autorität hat auch mit Fürsorge zu tun.
Mit weiser Versorgung von allem Nötigen.
Das wissen Eltern, denen der Herr Kinder anvertraut hat.
Er hat ihnen auch Autorität über Kinder gegeben.
Sicherlich um sie zu erziehen, aber um sie auch mit allem Nötigen zu versorgen,
damit sie eine gute Entwicklung nehmen.
Und noch einmal wollen wir das vielleicht festhalten, wenn wir jetzt in diese einzelnen Verse gehen.
Was Paulus jetzt hier sagt, das sagt er nicht irgendwie als Frauenfeind.
Das sind einfach Gottes Gedanken für seine Schöpfungsordnung.
Warum ist das so wichtig, wenn wir hier doch über Versammlungswahrheiten auch sprechen wollen?
Dass wir etwas über Schöpfungsordnung wissen.
Weil die Versammlung noch in der Schöpfung ist.
Das erleben wir ja jeden Tag, dass wir noch hier in einer sehr unwirtlichen Umgebung sind.
Aber wir gehören zwar zur Versammlung, aber wir sind noch hier in dieser Umgebung, wo die Schöpfungsordnung Gottes gilt.
Und wenn wir etwas verstehen wollen und ausleben wollen von dem, was auch Ordnung in der Versammlung bedeutet,
dann müssen wir, und das ist für mich ein sehr wichtiger Gedanke,
wenn wir Ordnung Gottes in der Versammlung verstehen und verwirklichen wollen,
dann geht das nur über den Weg, dass wir auch Schöpfungsordnung noch beherzigen.
Dass auch wenn es um Versammlungswahrheiten geht, die Frau noch die Frau ist und der Mann noch der Mann ist.
Das sind Gottes Gedanken.
Und bevor er dann tatsächlich ab Vers 17 über Ordnung in den Zusammenkünften sprechen kann, bis Kapitel 14 meine ich,
spricht er zuerst über das wichtige Fundament, solange die Versammlung auf der Erde ist, muss sie auch die Schöpfungsordnung beachten.
Das ist natürlich überhaupt nicht modern, was wir heute hier lesen.
Aber es ist alt.
Und wisst ihr, ich habe mich immer mal gefreut an einem Satz, den ich mal gelernt habe.
Was wahr ist, hat ein Bruder mal gesagt, ist immer alt.
Und dann kannst du auch den Umkehrschluss ziehen und das können wir direkt auf das anwenden, was wir in Bezug auf diese Verse heute erleben.
Was neu ist, ist nicht wahr.
Was wahr ist, was Gott von sich offenbart hat, als seine Gedanken, die sind ewig und unveränderlich und sind immer wahr.
Aber sie sind eben auch alt.
Und Geschwister, es ist absolut nicht modern, sich irgendetwas zu rühmen, was alt ist.
Aber es ist das einzige Fundament, was wir haben.
Denn was vielleicht vor 200 Jahren dann auf einmal als modern oder zeitangemessen gepriesen wurde, ist heute schon längst wieder überholt.
Und wenn diese Erde noch einige Jahre besteht, dann brauchen wir keine 200 Jahre mehr, damit sich das alles, was heute gilt, wieder überholt.
Es geht ja rasend schnell, wie sich alles weiterentwickelt und immer wieder neue Dinge postuliert werden, die auf einmal das Richtige für die menschliche Gesellschaft sind.
Ich sage, nein nicht ich sage, Gottes Wort sagt.
Seine Gedanken sind ewig unveränderlich.
Und für ein glückliches Christenleben, ein glückliches Versammlungsleben, ein glückliches Familienleben von Gläubigen ist es unabdingbar, dass wir diese Gedanken kennen und noch festhalten.
Die Gedanken über die Schöpfungsordnung Gottes.
Jeder Mann, der betet oder weiss sagt, indem er etwas auf dem Haupt hat, entehrt sein Haupt.
Bei diesem Vers müssen wir einmal ganz kurz etwas stehen und versuchen zu erklären, was auch für die kommenden Verse dann immer wieder gilt.
Der Apostel unterscheidet hier zwischen dem körperlichen Haupt, dem Kopf, und dem moralischen Haupt.
Wo er gesagt hatte, jeder Mann hat ein Haupt über sich, nämlich Christus.
Wenn er jetzt sagt, jeder Mann, der betet oder weiss sagt, indem er etwas auf dem Haupt hat, dann meint er eine Kopfbedeckung auf dem Kopf.
Wenn ein Mann betet oder weiss sagt, also öffentlich hörbar vor anderen betet oder weiss sagt, indem er etwas auf seinem Kopf trägt, dann entehrt er nicht seinen Kopf, sondern Christus.
Das wird später noch entwickelt. Warum das so ist?
Nur um mal hier deutlich zu machen, wenn zweimal in einem Vers von Haupt die Rede ist, ist das nicht immer die gleiche Bedeutung.
Er meint jetzt einmal den Kopf tatsächlich als Körperteil und dann das moralische Haupt in dieser Rangfolge, die er vorher in Vers 3 vorgestellt hat.
Jeder Mann, der betet oder weiss sagt.
Es gibt ein schönes kleines Büchlein, das ist noch gar nicht so alt.
Das heißt, Beten ist Reden mit Gott.
Es gibt verschiedene Arten, wie wir beten können.
Wir können flehen, wir können anbeten.
Aber es ist immer ein Gespräch der Seele mit Gott.
Ein Reden von uns auf dieser Erde zu Gott.
In unterschiedlichsten Formen.
Wir können Lob preisen, wir können...
Ich denke gerade an einen Mann, der hat auf eine außerordentliche Weise gebetet.
Habe ich noch nie so gebetet.
Der hat seinen Kopf zwischen seine Knie gesteckt und wirklich intensiv gebetet.
Er betete mit Gebet, glaube ich, sagt Jakobus dazu.
Aber wer das vor anderen hörbar tut, als Mann, soll sein Haupt nicht bedecken.
Weiss sagen.
Weiss sagen ist eigentlich genau die Gegenrichtung.
Weiss sagen ist etwas aus der Gegenwart Gottes heraus zu Menschen zu sprechen.
Der Prophet, das ist ja eigentlich das, was auch heute im Neuen Testament noch
Angabe vorhanden ist, ein Prophet ist also nicht jemand, der nur Dinge
voraussagt, die irgendwann einmal eintreffen sollen,
sondern der aus der Gegenwart Gottes heraus spricht.
So wie Elia damals in 1. Könige 17.
Vor dem König Ahab hintritt und sagt, der Gott vor dessen Angesicht ich stehe.
In diesem Bewusstsein kann er zu dem Ahab diese Botschaft bringen.
Und wenn also ein Mann Weiss sagt, also eine Botschaft Gottes für Zuhörer hat,
dann soll er...
Ich muss das ein bisschen noch mal korrigieren, weil ich einen anderen Gedanken gleich vorstellen will.
Es steht hier nicht, dann soll er das Haupt nicht bedecken, sondern es wird erstmal nur die Tatsache vorgestellt,
wer das tut, entehrt sein Haupt.
Genauso bei der Frau.
Jede Frau aber, die betet oder Weiss sagt mit unbedecktem Haupt,
entehrt ihr Haupt, also den Mann.
Wenn eine Frau hörbar vor anderen betet,
wie ist das denn zu Hause, wenn der Mann in der Arbeit ist
und für das Essen gebetet werden muss,
kennen wir das eigentlich noch, dass die Schwestern dann ihr Haupt bedecken?
Das sagt Gott hier.
Das ist eine Gelegenheit zum Beispiel, wo eine Schwester vor anderen hörbar beten kann.
Oder wenn Schwestern einmal zusammen sind, um über irgendeine bestimmte Sache dringlich zu beten
und eine spricht vor den anderen Schwestern das Gebet.
Sind sie dann bedeckt?
Wenn nicht,
tangieren sie die Stellung des Mannes.
Das meint das, entehrt ihr Haupt.
Bei ihr ist es nicht so die Folge, dass gesagt wird, entehrt Christus das Haupt des Mannes,
sondern entehrt ihr Haupt, nämlich den Mann.
Das sagt Gott, das sage nicht ich.
Da wollen wir doch mehr daran denken.
Ich möchte einmal versuchen zu zeigen, dass diese Verse 4 und 5
noch keine Regelung, kein Gebot sind,
keine Verhaltensregel für Mann oder Frau sind.
Paulus stellt hier unter der Leitung des Heiligen Geistes
eine Tatsache vor, wie Gott sie sieht.
Der Mann, der mit bedecktem Haupt betet oder Weiß sagt, entehrt Christus.
Die Frau, die das mit unbedecktem Haupt tut, entehrt ihr Haupt.
Da steht noch nichts geschrieben, ich will das, ich will das, ich will das.
Wir wissen, wie Gott denkt mit Vers 4 und Vers 5.
Da das Inkurrent aber scheinbar eine problematische Situation war,
kommt er in den nächsten Versen dazu,
das tatsächlich wie ein Gebot zu formulieren.
Was er denn tatsächlich jetzt von den Frauen erwartet,
was er von den Männern erwartet.
Ich habe mich manchmal gefragt,
könnte uns denn nicht, liebe Geschwister, Vers 4 und Vers 5 reichen?
Brauchen wir noch ein Gebot, wenn wir wissen, wie Gott denkt,
über das Beten mit bedecktem Haupt und mit unbedecktem Haupt bei Männern und Frauen?
Er stellt das jetzt vor in diesen Versen.
Brauchen wir jetzt noch weitere Ausführungen?
Das Herz, das dem Herrn Jesus anhängt, reicht ihm das nicht?
Ich möchte mal anhand von Johannes 14 vorstellen, was ich meine.
Da spricht der Herr Jesus zu seinen Jüngern.
In Vers 21.
Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt.
Vers 23.
Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten.
Und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.
Der Herr Jesus unterscheidet selbst zwischen dem Halten seiner Gebote und dem Halten seines Wortes.
Und wisst ihr, das eine, beides ist sehr gesegnet übrigens,
aber das eine scheint mir ein höherer Charakter zu sein.
Das Halten seiner Gebote ist gehorsam, und gehorsam ist immer gesegnet in Gottes Wort.
Auch kann man das den Kindern sagen, wenn die Eltern etwas von ihnen erwarten.
Du sollst das, oder du darfst das nicht. Dem zu gehorchen ist gesegnet.
Aber was der Herr Jesus mit dem Halten seines Wortes meint,
das ist ein höheres Niveau, wenn ich das mal so sagen darf.
Da brauche ich gar kein Gebot.
Ich weiß, wie mein Heiland denkt über die eine oder andere Sache,
und er muss mir nicht sagen, ich möchte nicht, dass du das tust.
Wir lesen praktisch, darf ich mal so vorsichtig sagen, zwischen den Zeilen.
Wir kennen die Empfindungen und grundsätzlichen Gedanken unseres Heilandes,
und er muss dir und mir nicht unbedingt eine klare Anweisung darüber geben.
Das ist nicht eine Frage allein des Gehorsams, sondern der Hingabe.
Eine Frage des geistlichen Geschmacks, Geschwister.
Ich habe manchmal gedacht, wenn die Korinther auf einem gesunden Niveau gewesen wären,
hätte der Apostel Paulus hier vielleicht einen Punkt machen können.
Jetzt wissen die lieben Korinther in der Versammlung dort mit all ihren Gnadengaben,
wie der Herr denkt.
Männer, die öffentlich beten, nicht bedeckt.
Frauen, die öffentlich beten, bedeckt.
Es geht noch nicht um die Frage, in welchem Kreis, ob zusammenkommen oder nicht,
geht es in diesem Abschnitt übrigens gar nicht.
Aber ich möchte mich persönlich, vielleicht auch ein bisschen euch einfach wirklich mal fragen.
Aus Liebe zu unserem Heiland, könnten wir nicht mal auch mal eher reagieren,
wenn wir wissen, wie er denkt, und das eine oder andere einfach lassen,
ohne dass er uns sagen muss, das ist gegen meine Gedanken.
Hingabe, das ist es, worauf der Herr wartet, dass unsere Herzen wirklich ihm zufliegen
und nichts eiliger tun möchten, als seine Gedanken auszuführen.
Bei der Frau haben wir den letzten Halbsatz weggelassen.
Jede Frau aber, die betet oder weissagt mit unbedecktem Haupt, entehrt ihr Haupt,
denn es ist ein und dasselbe, wie wenn sie geschoren wäre.
Bei der Frau kommt der Apostel Paulus jetzt zu einem gewissen Vergleich
zwischen der Kopfbedeckung und ihrer natürlichen Haartracht.
Alleine die Tatsache, dass sie betet oder weissagt, noch einmal bitte zum Verständnis, hörbar vor anderen,
das kann eigentlich in einer Zusammenkunft gar nicht sein.
Das haben wir gestern schon einmal gelesen.
Die Frauen sollen schweigen in den Zusammenkünften.
Es geht also jetzt in diesem Versen gar nicht darum,
dass die Schwestern in den Zusammenkünften eine Kopfbedeckung tragen sollen.
Vielleicht erleichtert das den einen oder anderen oder die eine oder andere von euch.
Die Frage, ob sich Schwestern in den Zusammenkünften bedecken,
die finden wir höchstens aufgrund eines gewissen geistlichen Geschmacks in diesem Versen.
Aber die Verse beziehen sich nicht auf das Zusammenkommen als Versammlung.
Aber er macht jetzt den Vergleich auf zwischen Kopfbedeckung und geschorenen Haaren.
Eine Frau mit geschorenen Haaren ist völlig eine Schande eigentlich.
Und auf diese Stufe stellt der Herr das jetzt.
Nicht irgendwie eine Lappalie, sondern das ist ja ein Affront eigentlich sogar.
Es ist ein und dasselbe, wie wenn sie geschoren wäre.
So sieht der Herr das.
Wir sagen, das sind nur Äußerlichkeiten.
Wichtig ist, wie sie im Herzen aussieht.
Ich habe immer gedacht, dass dieser Vergleich irgendwie hinkt.
Weil wenn es im Herzen gut aussieht, dann passt jede Äußerlichkeit.
Da bin ich fest von überzeugt.
Da gibt es viele Beispiele von unseren lieben Geschwistern, die wir kennen.
Wenn es im Herzen gut steht, dann ist die Äußerlichkeit überhaupt keine Frage.
Aber wer sich hinter diesem Ausdruck versteckt und sagt,
Äußerlichkeiten sind nicht so wichtig vor dem Herrn, wichtig ist das Herz.
Ja, das Herz ist wichtig.
Aber wenn es in Ordnung ist, wenn es ausgerichtet ist auf meinen Heiland,
dann brauche ich keine Gebote oder Verbote, dann weiß ich,
aufgrund eines gewissen geistlichen Geschmacks, was ihm gefällt.
Der Vers 6 ist ein bisschen fast wie eine unwillige Äußerung jetzt von dem Apostel.
Er sagt also, wenn sie bedeckt, wenn sie nicht bedeckt öffentlich betet und weiß sagt,
dann ist das genauso schlimm, als wenn sie geschoren wäre.
Denn wenn eine Frau nicht bedeckt ist, so lasse sie sich auch das Haar abschneiden.
Der Apostel Paulus sagt, Frauen dürfen sich ihr Haar abschneiden.
Kann man das aus diesem Vers lesen?
Natürlich nicht.
Lasse sie sich auch das Haar abschneiden.
Wenn es aber für eine Frau schändlich ist, dass ihr das Haar abgeschnitten oder sie geschoren wäre,
werde, so lasse sie sich bedecken.
Ich will nicht auf die verschiedenen griechischen Ausdrücke hier in diesen Versen eingehen.
Weil mein Gedanke ist eigentlich, wir brauchen die...
Nein, entschuldigt, muss ich anders sagen.
Für ein geistliches Verständnis müssen wir jetzt nicht die griechische Sprache erlernen,
um zu verstehen, dass es hier vielleicht verschiedene Ausdrücke gibt,
die in der griechischen Sprache gebraucht werden mit Nuancen an Unterschieden in der Konsequenz.
Ich sage einfach, der Apostel Paulus sagt, für eine Frau ist es schändlich, wenn ihr das Haar abgeschnitten wird.
Im Endeffekt tatsächlich, wenn die Haare komplett abgeschnitten werden.
Aber darf ich euch mal auf einen sehr alten Artikel, jetzt komme ich wieder mit einem sehr alt,
aber doch noch ein bisschen Neuzeit, irgendwie 1970, 70, 80 so ungefähr, in der Munterung und der Mahnung.
Der trägt den Titel dieser Aufsatz, Bedenkt das Ende.
Bedenkt das Ende.
Und da kommt der Schreiber unter anderem auch auf diese Stelle hier zu sprechen und sagt,
jetzt völlig unabhängig, ob das von Kahlscheren die Rede ist oder Abschneiden,
er sagt, das Endziel dieses Weges beurteilt der Herr als schändlich.
Wollen wir tatsächlich auf einem Weg, an dessen Ende das Urteil des Herrn schändlich steht,
wollen wir auf diesem Weg auch nur einen Schritt gehen?
Bedenkt das Ende, sagt er.
Wieder eine Frage des geistlichen Geschmacks, möchte ich sagen.
Wollen wir tatsächlich unseren Mädchen, unseren Kindern die Haare abschneiden?
Vielleicht nur Stufen, Stufen?
Und am Ende dieses Weges sagt der Herr, in meinen Augen ist das schändlich.
Gehen wir da einen Schritt auf einem solchen Weg?
Wir würden doch mit Schaudern zurückschrecken, oder?
Denn der Mann freilich...
Und jetzt kommen die konkreten Ansagen.
Bisher, Vers 4 und 5 hatten wir das Wort des Herrn,
jetzt kommt das Gebot des Herrn, so möchte ich einmal mit Johannes 14 sagen.
Der Mann freilich soll nicht das Haupt bedecken.
Es kommt eine ganz hohe Begründung.
Er ist Gottes Bild und Herrlichkeit.
Der Mann stellt hier auf dieser Erde Gott dar.
Das ist ein hoher Anspruch.
Und er ist die Ausstrahlung von dem, oder müssen wir besser sagen, soll sein.
Er soll die Ausstrahlung von dem sein, was Gott ist in sich.
Er soll etwas von Gott auf dieser Erde darstellen.
Liebe Geschwister, liebe Männer, sind wir noch in diesem Sinn Männer?
Nach Gottes Gedanken ist das so.
Aber haben wir nicht manches Mal da ein Zerrbild daraus gemacht?
Aber Paulus sagt, der Mann soll sich nicht bedecken.
Er ist Gottes Bild, Gottes Darstellung.
So wird übrigens, meine ich, auch im Schöpfungsbericht in 1. Mose davon gesprochen.
Und seine Herrlichkeit.
Seht ihr, Alltag und alltägliches Christenleben ist immer verwoben mit hohen, hohen geistlichen Wahrheiten.
Ich mache mir persönlich auch viel zu wenig Gedanken darum im Alltag.
Aber das ist heilsam für uns, wenn wir wieder mal Gottes Schöpfungsgedanken vor uns haben und sagen,
das ist eigentlich das, was Gott geschaffen hat.
Die Frau aber ist des Mannes Herrlichkeit.
Auf den Vers kommen wir vielleicht nachher noch einmal zurück.
Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann.
Das ist 1. Mose. Die Frau ist vom Mann.
Gott hatte Adam in einen tiefen Schlaf fallen lassen und dann aus seiner Rippe die Frau gebaut.
Die Frau ist vom Mann. Das ist eine Begründung, die Gott jetzt hier tatsächlich aus der Schöpfungsordnung her leitet.
Wo wir vielleicht ein bisschen verstehen können, warum Gott diese Rangordnung hat.
Nicht Werteordnung. Eine Frau ist überhaupt nicht weniger wert als ein Mann vor Gott.
Überhaupt nicht.
Geschwister, wisst ihr, was mir immer Freude macht?
Wenn ich im Alten oder im Neuen Testament die Berichte lese, Erzählungen.
Meine Erzählung ist ein schlechter Ausdruck.
Berichte, göttliche Berichte lese über geistliche Schwestern.
Und da gibt es eine ganze, ganze Reihe, die weiser gehandelt haben als Männer.
Und deshalb noch einmal, was wir hier lesen, ist alt, ja.
Aber deshalb ist es auch wahr.
Und deshalb ist es auch richtig, daran festzuhalten.
Die Frau ist absolut gleichwertig, was den Mann, was die Stellung vor Gott betrifft.
Sie hat eine untergeordnete Stellung in der Schöpfungsordnung von Gott bekommen.
Und wenn Gott das so gemacht hat, wer sind wir Menschen, dass wir das auf den Kopf stellen?
Glauben wir, wir können das besser?
Glauben wir, bei all der Diskussion heute, die aktuell ist und die eigentlich jeden Tag verworrener wird,
habt ihr schon erlebt, dass dadurch alles irgendwie besser geworden ist?
Es ist alles nur noch konfuser geworden.
Dann kommt Vers 9, eine dritte Begründung.
Der Mann wurde auch nicht um der Frau Willen geschaffen, sondern die Frau um des Mannes Willen.
Sie war eine Hilfe seinesgleichen, um ihm zu vervollkommenen.
Nun denken wir, das ist doch irgendwie minderwertig, wenn die Frau nur eine Gehilfin ist.
Absolut nicht.
Es sind viele Ehemänner hier, die ihre Ehefrauen vom Herrn als eine Hilfe bekommen haben.
Und sie wissen, ohne diese Frauen wären sie absolut unvollständig.
Würde Gewaltiges fehlen.
Und so hat Gott die Frau geschaffen als eine Hilfe, als eine Vervollkommenung des Mannes.
Ist überhaupt nicht weniger wert, weniger nützlich, absolut nicht.
Ein ganz banales Beispiel, aber ohne meine Frau hätte ich den Koffer für diese Fahrt jetzt nicht rechtzeitig fertig gekriegt.
Und wer weiß, ob die Sachen alle zusammengepasst hätten irgendwie.
Sie weiß ganz genau, was meine Schwächen sind.
Und sie überspielt sie.
Dass niemand davon merkt.
Sie weiß aber auch, ob ich die eine oder andere Stärke habe und die fördert sie.
Ist eine großartige Aufgabe für Schwestern.
Nicht, dass die Männer irgendwie gepusht werden, absolut nicht.
Aber sie sorgen dafür, dass die Schwächen der Männer nicht so zum Tragen kommen.
Und dass die Stärken mehr zum Tragen kommen.
Übrigens tut der Mann mit der Frau, meine ich, auch das gleiche.
Das ist eine Harmonie in der Ehe, die da gegeben ist.
Darum, Vers 10, soll die Frau eine Macht auf dem Haupt haben, um der Engel willen.
Jetzt kommt noch ein Aspekt dazu, den hatten wir bisher noch nicht.
Wir haben bisher die Schöpfungsordnung Gottes gesehen und jetzt kommt der Apostel Paulus auf eine für mich wirklich überragend gewaltige Tatsache zu sprechen.
Ich muss euch an dieser Stelle einfach mal sagen, warum mich das so sehr bewegt jetzt.
Wir sind gerade in der Offenbarung bei uns, in der Betrachtung.
Und da haben wir viel mit Engeln zu tun.
In den Kapiteln.
Gewaltige Scharen von Engeln, aber auch einzelne Engel, die absolute Macht und Gewalt haben.
Und wenn wir mal in der Bibel ein wenig nachspüren, was Engel alles für Kräfte haben und für Gewalten ausüben können,
dann bekommen wir vielleicht einen kleinen Eindruck darüber, was Paulus jetzt hier sagt.
Paulus sagt im Grunde genommen, die Schöpfungsordnung, das Beachten der Schöpfungsordnung hier auf dieser Erde,
wird von gewaltigen geschaffenen Wesen beobachtet.
Die Engel haben gejubelt, als Gott die Erde gegründet hat und geschaffen hat.
Das lesen wir, glaube ich, im Buch hier.
Dann haben sie gejubelt, als der Schöpfer selbst in seine Schöpfung eintrat, da in Lukas.
Eine Menge der himmlischen Herrscharen.
Wir haben manchmal so diese Bilder so vor Augen gehabt, als wir die Offenbarung betrachtet haben,
was da für Milliarden von Engelswesen um den Thron herumstehen.
Und seht ihr, diese Engel, die schauen in die Versammlung, die schauen in die Ehen
und die schauen, was ist davon übergeblieben, was Gott in seiner Schöpfung geschaffen hat, in seiner Weisheit.
Was ist heute noch davon übergeblieben?
Und dann sagt Paulus jetzt, liebe Schwester, um der Engel willen, mach das doch so.
Wenn wir vorher dem Wort des Herrn noch nicht so recht folgen konnten, weil wir es eben einfach nicht verstehen wollten.
Wenn wir diese konkreten Begründungen noch nicht verstanden haben, kann dich das eigentlich irgendwie beeindrucken,
dass Milliarden von Engeln dich beobachten und mich auch beobachten.
Wollen wir es um der Engel willen machen?
Jetzt hat er ja doch einen ganz schönen Unterschied aufgemacht zwischen Mann und Frau.
Scheinbar hat der Apostel das auch empfunden.
Und der nächste Vers, der bringt die doch wieder zusammen.
Da wird er nicht wirklich, wir Männer nicht meinen, wir sind die großen Könige und die Frauen sind unsere Diener.
Vers 10, Vers 11, Entschuldigung, dennoch ist weder die Frau ohne den Mann noch der Mann ohne die Frau im Herrn.
Das ist das, was ich vorhin versucht habe zu zeigen.
Wir sind einfach voneinander abhängig.
Wenn auch die Rangordnung besteht in den Augen Gottes und wenn wir sie verwirklichen wollen, um der Ehre Gottes willen, um der Engel willen,
wir sind voneinander gegenseitig abhängig.
Der eine schwirrt nicht oben irgendwo über allem und lässt sich die Sandalen von der Frau lösen.
Absolut nicht.
Wir sind voneinander abhängig. Wir brauchen einander.
Und jetzt nicht nur Ehemann und Ehefrau.
Wir Brüder in den örtlichen Zeugnissen brauchen die Schwestern.
Kennt ihr eure hohe Aufgabe in den Zusammenkünften?
Ohne euch, liebe Schwestern, geht in den Zusammenkünften nichts.
Ihr seid Teil der Versammlung.
Ihr seid nicht munte Versammlung, aber ihr seid Teil der Versammlung.
Und ihr könnt diejenigen, die die Verantwortung haben, manchmal empfinden sie die Brüder das vielleicht sogar als Last,
aber ihr könnt ihnen die Last leichter machen, indem ihr im Gebet dafür einsteht, dass genau in den Zusammenkünften das gesagt wird, was der Herr möchte.
Ihr könnt die Arbeit in den Brüderstunden leichter machen für die Brüder, indem ihr dafür betet.
Kein Mann ist ohne die Frau, noch keine Frau ohne den Mann im Herrn.
So wichtig ist das, dass wir zusammengestellt sind.
Und der Segen ruht nicht darauf, dass der Mann versucht ein Despot zu sein und die Frau in Knechtschaft hält.
Der Segen ruht darauf, dass wir einfach verstehen, Gott hat mit Haupt eine gewisse Weise Lenkung und Fürsorge auch verbunden.
Und wir tun das, weil es eben richtig ist, auch wenn es alt ist,
weil es um den Engel willen ist und weil es hier auf der Erde noch etwas in der Versammlung zeigt,
dass Gott in seiner Schöpfungsordnung absolut weise gehandelt hat.
Es ist ein hoher Anspruch, eine alltägliche Sache, eine äußerliche Sache, ein Tuch nur auf dem Kopf, so wichtig.
Geschwister, wir zeigen etwas von Gottes ewigen Gedanken.
Das ist für mich ganz bewegend.
Urteilt bei euch selbst.
Jetzt könnt ihr ja sagen, jetzt habe ich euch das alles so vorgelegt, jetzt lasst euch das nochmal durch die Gedanken gehen.
Urteilt mal bei euch selbst.
Ne, so meint der Apostel, das glaube ich nicht.
Ist es anständig, dass eine Frau unbedeckt zu Gott betet?
Zu einem gesunden Urteil kommen wir nur, wenn wir einen richtigen Maßstab haben.
Denn sonst hast du ein Urteil über diese Sache und ich habe ein Urteil, aber wir brauchen einen einheitlichen Maßstab.
Und dann können wir ein gesundes, richtiges Urteil fällen.
Deshalb brauchen wir bei dieser Frage, ist es anständig, den Maßstab des Wortes Gottes.
Und dann lautet die Antwort, ist es anständig, dass eine Frau unbedeckt zu Gott betet?
Nein, ist es nicht.
Kommst du auch zu diesem Urteil?
Lehrt euch nicht auch die Natur selbst, dass wenn ein Mann langes Haar hat, es eine Unehre für ihn ist.
Ich kann mich gut erinnern an eine Zeit, da habe ich unter dem langen Haar bei Männern echt gelitten.
Das war gerade die Zeit, wo es mir wichtig war, akzeptiert zu sein.
Und alle meine Schulkollegen liefen mit langen Haaren um und ich war der einzige nicht.
Meine Eltern haben das Wort Gottes treu gehalten.
Ich hätte gerne gehabt, dass das ein bisschen wenigstens bis in den Nacken hängt.
Damals hatte ich noch mehr Haare als heute.
Aber nein.
Und so habe ich mich tatsächlich komplett alleine durch das Äußerliche, den ersten Anblick schon, unterschieden von der Menge.
Das ist jetzt 40 Jahre her oder 50 Jahre.
Aber ein bisschen verstehe ich meine Tochter auch, wenn sie mit dem Rock losgeht.
Wieder ein anderes Thema vielleicht, aber auch kein unwichtiges.
Ich weiß, dass man ein Sonderling ist, äußerlich.
Durch Äußerlichkeiten.
Aber du hast die Zustimmung deines Heilands.
Und das ist es, was eigentlich zählt.
Urteilt bei euch selbst, lehrt euch nicht auch die Natur.
Haben wir eigentlich noch solche natürlichen Empfindungen, dass wir sagen, das geht doch gar nicht.
Darf ich das mal so mit meinen Worten sagen?
Das ist doch ein völliges, heute sagt man No-Go, wenn man sich so oder so verhält.
Urteilt bei euch selbst, lehrt euch nicht auch die Natur.
Das sind so Prüfsteine, die der Apostel Paulus jetzt noch einmal vorlegt und sagt,
Gott hat ja auch ein gewisses natürliches Empfinden in unser Herz gelegt, was schicklich ist und was nicht schicklich ist.
Und jetzt, habt ihr noch diese natürlichen Empfindungen, fragt er die Korinther?
Weil das Haar ihr anstatt eines Schleiers gegeben ist.
Das meint jetzt nicht die Kopfbedeckung, von der er immer geredet hatte.
Das Haar ist ihr anstatt eines Schleiers gegeben.
Das Haar ist ihr eine Ehre.
Da muss ich jetzt doch einmal kurz zwei Begriffe mit der griechischen Sprache erklären.
Weil das ist mir sehr aufgefallen.
Wir lesen in Vers 14 von dem langen Haar bei den Männern.
Es ist eine Unehre für sie. Da steht tatsächlich das Wort keine Ehre.
Bei der Frau, das lange Haar eine Ehre für sie, da steht nicht das gleiche Wort nur positiv formuliert, sondern da steht Herrlichkeit.
Das lange Haar der Schwester ist eine Herrlichkeit für sie.
Es ist ihr anstatt eines Schleiers gegeben.
Wir denken sicherlich in erster Linie jetzt sofort an Maria, was sie mit ihrem langen Haar getan hat.
Mit kurzgeschorenem Haar hätte sie diesen Dienst nicht tun können.
Dem Heiland die Füße zu salben und die Füße mit ihrem Haar abzutrocknen.
Das lange Haar ist eine Herrlichkeit für die Frau.
Wenn es aber jemand für gut hält streitsüchtig zu sein, so haben wir solch eine Gewohnheit nicht, noch die Versammlungen Gottes.
Wer also absolut meint, das will er umstoßen, was der Apostel Paulus hier unter der Leitung des Heiligen Geistes bringt.
Da sagt er, diese Gewohnheit kenne ich nicht, dass man etwas umstoßen will.
Wir haben solche Gewohnheiten nicht, dass man um des Veränderns willen einfach alte, bewährte Dinge umstößt.
Wir haben solche Gewohnheiten nicht.
Und auch die Versammlungen Gottes nicht.
Er sagt nicht die Versammlungen in Korinth nicht, die Versammlungen Gottes nicht.
Die Versammlungen Gottes an ihrem örtlichen Ausdruck in Korinth und in Falbert und hier am Ort und in Salzgitter.
Wir haben nicht die Gewohnheit, dass wir Dinge einfach umstürzen wollen, weil wir Veränderungen wollen.
Man kann Gewohnheiten verändern, absolut.
Gewohnheiten sind also Dinge, wo wir keine konkrete Schriftstelle vielleicht dazu anführen können, warum das so und so ist.
Es ist in den letzten Jahren überall ein Thema gewesen, wenn es um Fragen der Sitzordnung oder so etwas ging.
Gewohnheiten mögen gut begründet sein, aber es heißt nicht, dass sie nie verändert werden können.
Ich habe einmal gelernt, als auf einer Konferenz dieser Abschnitt betrachtet wurde, hat ein Bruder gesagt,
Gewohnheiten zu verändern an einem Ort sollte eigentlich nur unter zwei Gesichtspunkten erfolgen.
Erstens, es gibt noch etwas Besseres als das, was man ablösen will.
Und zweitens, über diese Sache besteht Einmütigkeit.
Dann kann man gute Gewohnheiten noch besser machen und verändern.
Aber nur um des Gedankens Willen zu rebellieren, aufzustoßen, Veränderungen haben zu wollen, ist heute oft in der Welt Gang und Gäbe.
Das Altherrgebrachte an die Seite zu stellen.
Solche Gewohnheiten haben wir nicht.
Wir haben jetzt noch die Frage ausgeklammert, was ist denn jetzt mit den Kopfbedeckungen in den Zusammenkünften?
Ich habe gesagt, und da bin ich auch überzeugt, dass das richtig ist, ableiten können wir das höchstens aus diesem Abschnitt.
Aber wir können nicht sagen, 1. Korinther 11 gibt die Anweisung, Schwestern müssen sich bedecken.
Ich möchte noch mal auf den Punkt der Engelwillen zu sprechen kommen.
Epheser 3 sagt in Vers 10,
Damit jetzt den Fürstentümern und den Gewalten in den himmlischen Örtern, das sind die Engel, durch die Versammlung kundgetan werde, die mannigfaltige Weisheit Gottes.
Also die Engelswesen, diese gewaltigen Engel schauen nicht nur in dein und mein Privatleben, sie schauen auch in die Versammlung Gottes.
Und sollen die Engel, wenn sie in die Versammlung Gottes hineinschauen, nicht sehen, dass dort noch die Schöpfungsordnung beachtet wird.
Wie gesagt, Verse 1 bis 16 geben niemandem das Recht zu sagen, der Herr möchte, dass die Frauen sich in den Zusammenkünften bedecken.
Aber ein geistliches Gemüt wird verstehen, dass da, wo Engel, gewaltige geschaffene Wesen, die Weisheit Gottes sehen wollen, und die Weisheit Gottes hat sie absolut in der Schöpfung erwiesen,
dass gerade die Versammlung, die Zusammenkünfte als Versammlung, der geeignete Ort sind, um das zu zeigen.
Eine geistliche Schlussfolgerung richtet sich vielleicht ein bisschen an das geistliche Empfindungsvermögen von uns.
Aber gerade durch solche Gelegenheiten, wie wir sie hier haben, soll das ja geformt und gefördert werden.
Dann haben wir gelesen, in Vers 7,
Der Mann soll nicht das Haupt bedecken, da er Gottes Bild und Herrlichkeit ist. Die Frau aber ist des Mannes Herrlichkeit.
Soll denn die Herrlichkeit des Mannes gesehen werden in der Versammlung? Soll die Herrlichkeit der Frau gesehen werden in der Versammlung?
Auch aus diesem Vers kann man Schlussfolgern, die Frau bedeckt sich, damit sie als die Herrlichkeit des Mannes nicht gesehen wird.
Und so können wir aus einzelnen Versen und einzelnen Ausdrücken in diesem Abschnitt durchaus die berechtigte Schlussfolgerung ziehen.
Gerade dann, wenn die Versammlung Gottes zusammenkommt und sichtbar wird, soll auch sichtbar werden, dass es so etwas wie Schöpfungsordnung gibt.
Und dass die Rangordnung, die Gott in die Schöpfung hineingelegt hat, Gott, Christus als Haupt des Mannes und Mann als Haupt der Frau, dass das gesehen wird.
Ein geistliches Gemüt versteht das. Ein geistliches Gemüt fragt auch immer, wie kann ich dir gefallen, Herr?
Und dann möchte ich nochmal einen Satz sagen, den nehmt mir bitte nicht übel, aber ich halte ihn für sehr einfach und sehr richtig und wichtig.
Eine Schwester, die sich bedeckt, tut nie etwas Verkehrtes. Wisst ihr, wir haben oft in unserem Leben Fragen, ist das richtig oder ist das falsch?
Jede Schwester, die ihr Haupt bedeckt, darf sicher sein, das ist nie gegen die Gedanken Gottes.
Vielleicht hilft dir das auch ein bisschen. Wir fragen oft immer andersrum, ist das noch erlaubt, geht das noch?
Kommen dann die Brüder und fragen, was ist los mit dir? Aber du darfst wissen, wenn du dein Haupt bedeckst, egal bei welcher Gelegenheit, auch wenn du gar nicht hörbar betest.
Ich bin bei einem Cousin, einem Schwager von mir mal zu Besuch gewesen, der hatte Gäste auch mit eingeladen, die haben sich beim Tischgebet,
der Bruder hat das Gebet natürlich gesprochen, aber die Schwester hat sich bedeckt.
Da dürfen wir gar nicht irgendwie schädel darauf gucken und sagen, das ist aber völlig überflüssig.
Sie macht überhaupt nichts falsch dabei. Aber wir wollen auch an die Gelegenheiten denken, wo wir wirklich noch zeigen können,
dass es uns ernst damit ist, die ewigen Gedanken Gottes, die er in seiner Schöpfung offenbart hat, noch darzustellen.
Und vielleicht, liebe Schwestern, ganz besonders dann, wenn wir als Versammlung zusammenkommen, mit dem Heiland in unserer Mitte.
Ist dir das Realität? Manches Mal, jetzt überhaupt nicht, denke ich an eure Schwestern, ich denke an manchen unserer jungen Brüder bei uns am Ort,
wenn der Heiland auf diesem einen Stuhl sitzen würde, ich glaube, sie würden einige umdrehen und sich nochmal umziehen zu Hause.
Der, der für mich gestorben ist, in unserer Mitte, wollen wir nicht alles dran setzen, ihm nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich zu befallen? …
