1. Korinther 12-14
ID
az012
Langue
DE
Durée totale
03:06:02
Nombre
3
Références bibliques
inconnu
Description
Drei Vorträge über die Kapitel 12 bis 14 des ersten Korintherbriefes.
Transcription automatique:
…
Liebe Geschwister, ich freue mich sehr, dass wir uns in diesen Abenden etwas kennenlernen
dürfen und gemeinsam das verwirklichen, womit wir eigentlich mit dem Lied und dem Gebet
schon mitten in das Thema gesprungen sind, was mir auf dem Herzen liegt, ein gewisser
Ausdruck der Verbundenheit untereinander.
Wir sind alle Glieder eines wunderbaren Leibes, verbunden mit einem verherrlichten Haupt im
Himmel, aber wir lernen uns jetzt etwas kennen.
Also ich sehe jetzt eine ganze Reihe von Geschwistern, die ich überhaupt noch nie gesehen habe, aber
wir sind untereinander verbunden und ihr lernt heute und in den kommenden Abenden auch jemanden
kennen, den ihr größtenteils jedenfalls noch nicht gesehen habt, aber wir haben etwas,
wir sind uns nicht fremd.
Wir sind alle Glieder des einen Leibes, eines wunderbaren Organismus, der zu Pfingsten
entstanden ist in der Apostelgeschichte 2 und den es immer noch gibt, nach fast 2000
Jahren Versagen, Niedergang, es gibt immer noch diesen einen Leib und alle wahren Erlösten
gehören dazu.
Wir haben in der Einladung, wie mir der Herr das aus Herz gelegt hatte, gesagt, dass wir
in diesen drei Abenden nachdenken wollen über drei Kapitel aus dem ersten Korintherbrief,
die sich ganz besonders mit dieser Wahrheit auch beschäftigen und wir lesen heute das
zwölfte Kapitel im ersten Korintherbrief, 1. Korinther 12 von Vers 1, wir lesen das
ganze Kapitel.
Was aber die geistlichen Gaben betrifft, Brüder, so will ich nicht, dass ihr unwissend seid.
Ihr wisst, dass ihr, als ihr von den Nationen wart, zu den stummen Götzenbildern hingeführt
wurdet, wie ihr irgend geleitet wurdet.
Deshalb tue ich euch kund, dass niemand, der im Geist Gottes redet, sagt, verflucht sei
Jesus und niemand sagen kann, Herr Jesus, als nur im heiligen Geist.
Es sind aber Verschiedenheiten von Gnadengaben, aber derselbe Geist und es sind Verschiedenheiten
von Diensten und derselbe Herr und es sind Verschiedenheiten von Wirkungen, aber derselbe
Gott, der alles in allen wirkt.
Einem jeden aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben, denn dem einen
wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber das Wort der Erkenntnis
nach demselben Geist, einem anderen aber Glaube in demselben Geist, einem anderen aber Gnadengaben
der Heilungen in demselben Geist, einem anderen aber Wunderwirkungen, einem anderen aber Weissagungen,
einem anderen aber Unterscheidungen der Geister, einem anderen aber Arten von Sprachen, einem
anderen aber Auslegung der Sprachen.
Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist, einem jeden insbesondere austeilend, wie er
will.
Denn so wie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber
obgleich viele ein Leib sind, so auch der Christus, denn auch in einem Geist sind wir
alle zu einem Leib getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder
Freie und sind alle mit einem Geist gedrängt worden, denn auch der Leib ist nicht ein Glied,
sondern viele.
Wenn der Fuß spreche, weil ich nicht Hand bin, so bin ich nicht von dem Leib, ist er
deswegen nicht von dem Leib?
Und wenn das Ohr spreche, weil ich nicht Auge bin, so bin ich nicht von dem Leib, ist es
deswegen nicht von dem Leib?
Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo wäre das Gehör?
Wenn ganz Gehör, wo der Geruch?
Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, jedes einzelne von ihnen an dem Leib, wie es ihm
gefallen hat, wenn aber alle ein Glied wären, wo wäre der Leib?
Nun aber sind der Glieder zwar viele, der Leib aber ist einer, das Auge aber kann nicht
zu der Hand sagen, ich brauche dich nicht, oder wiederum das Haupt zu den Füßen, ich
brauche euch nicht, sondern vielmehr die Glieder des Leibes, die schwächer zu sein scheinen,
sind notwendig und die wir für die unehrbaren des Leibes halten.
Diese umgeben wir mit reichlicherer Ehre und unsere Nichtanständigen haben desto reichlichere
Wohlanständigkeit, unsere Wohlanständigen aber benötigen es nicht.
Aber Gott hat den Leib zusammengefügt, indem er dem Mangelhafteren reichlichere Ehre gegeben
hat, damit keine Spaltung in dem Leib sei, sondern die Glieder dieselbe Sorge füreinander
hätten.
Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, oder wenn ein Glied verherrlicht
wird, so freuen sich alle Glieder mit.
Ihr aber seid Christi Leib und Glieder im Einzelnen und Gott hat einige in der Versammlung
gesetzt, erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann Wunderkräfte, dann
Gnadengaben der Heilungen, Hilfeleistungen, Regierungen, Arten von Sprachen, sind etwa
alle Apostel, alle Propheten, alle Lehrer, haben alle Wunderkräfte, haben alle Gnadengaben
der Heilungen, reden alle in Sprachen, legen alle aus, eifert aber nach den größeren
Gnadengaben.
Und einen noch weit vortrefflicheren Weg zeige ich euch.
Soweit wollen wir für heute Abend das Wort Gottes lesen.
Ein langes Kapitel und wir brauchen die Hilfe des Herrn, um es in den Grundzügen zu verstehen.
Wir können es wahrscheinlich nicht an einem Abend in aller Sorgfalt Vers für Vers betrachten,
aber wir wollen versuchen zu verstehen, was in diesen drei Kapiteln 12, 13 und 14 hier
mitten im Herzen des Korintherbriefes vor uns kommt.
Es ist ein Brief des Apostels Paulus an eine örtliche Versammlung und Paulus war in Korinth
gewesen, hatte Widerstand erfahren und dann hat er von dem Herrn ein Wort gehört, das
ihn ermuntern sollte, weiter zu arbeiten und das ist auch ein Satz, der mir sehr ins Herz
geht.
Der Herr sagt zu ihm, ich habe ein großes Volk in dieser Stadt.
Dort wusste ich schon, was sich dort in Korinth entwickeln würde.
Es ist ja zu den Zeiten der Apostelgeschichte so gewesen, dass sich das Evangelium, diese
neue Botschaft oder die Botschaft von dem Neuen, was durch das Sterben und Auferstehen
und die Himmelfahrt des Herrn Jesus entstanden war, dass sich das ausbreitete von Jerusalem,
Judäa, die ganze Umgebung bis hin zu den Nationen, bis nach Europa kam es dann sogar,
als dem Apostel da in der Nacht ein Gesicht wurde und sie schlossen, dass der Herr uns
gerufen hat, dann sind sie nach Europa gekommen.
So ist er nach Korinth gelangt.
Widerstand, aber Gott sagt, ich habe ein großes Volk in dieser Stadt, bleib dabei, auch wenn
Widerstand da ist, ich sehe jetzt schon die Ergebnisse dieses Werkes und dann hat dieser
Brief, den er dann wahrscheinlich von Ephesus ausschreibt, eine gewisse Besonderheit.
Wenn wir mal an das erste Kapitel gehen, dann finden wir, ich lese von Vers 1, Paulus, berufender
Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen und Sosthenes, der Bruder der Versammlung Gottes,
die in Korinth ist, den Geheiligten in Christus Jesus, den berufenden Heiligen und jetzt kommt
der Zusatz, der wichtig ist, samt allen, die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jesus
Christus anrufen, ihres und unseres Herrn.
Also ein Brief speziell für Korinth, aber er gilt in seiner Universalität zu allen Zeiten
an jedem Ort, für jeden, der sich so zu dem Herrn Jesus hin versammelt, ist ein Brief
für neun Kirchen.
Heute im Jahr 2022 ist es ein Brief für Salzgitter und für Eiserfeld.
An jedem Ort, wo der Name des Herrn angerufen wird, dürfen wir auf diese Grundsätze, die
der Herr gegeben hat, zurückgreifen und wenn wir den Segen und die Zustimmung des Herrn
haben wollen, dann müssen wir auch darauf zurückgreifen und dann müssen wir vielleicht
neu lernen, vielleicht in Erinnerung gerufen bekommen, wie denkt Gott über Versammlungsleben?
Wie ist das eigentlich mit den einzelnen Gliedern, die er an seinem Leib hat, an diesem Leib,
von dem er das verherrlichte Haupt ist?
Wir haben heute von scheinbar unerbaren und unwichtigeren Gliedern gelesen und wir werden
mit des Herrn Hilfe vielleicht verstehen lernen, dass es so etwas bei Gott gar nicht gibt.
Warum schreibt Paulus darüber?
Wenn man den ersten Korinther Brief liest, bekommt man eigentlich einen fast erschreckenden
Eindruck von dem, was sich dort in Korinth ereignen konnte unter den Geschwistern.
Man muss vielleicht im Auge behalten, dass Korinth eine Stadt war, die von großer Unmoral
gekennzeichnet war, von Götzendienst und aus der Mitte dieser Menschen hatte Gott jetzt
sein Volk herausgerufen, dieses große Volk, was er in dieser Stadt hatte.
Sie hatten eine dunkle Vergangenheit, aber sie waren Versammlung Gottes geworden.
Sie gehörten zu dem einen Leib und doch hatten sich in ihrer Mitte schwerwiegende
Dinge ereignet, die mit der Heiligkeit des Hauses Gottes nicht in Verbindung gebracht
werden dürfen.
Zum Teil hatte Paulus etwas gehört über die Dinge, die in Korinth sich ereigneten.
Das lesen wir im ersten Kapitel.
Da war ein Hausgenossen von der Chloe, die hatten ihm etwas erzählt, dass es dort an
einem Ort, wir müssen es uns jetzt ganz praktisch mal vorstellen, eine große Versammlung, größer
vielleicht noch als hier, und da gab es, wir würden heute sagen, Grüppchenbildungen,
Parteiungen.
Eine Gruppe von Gläubigen hatte sich einen bekannten Bruder zum Haupt gesetzt und gesagt,
das ist unser Mann.
Eine andere Gruppe hat gesagt, nee, wir hören lieber auf den.
Und so gab es Anfänge von Rissen unter den Gläubigen.
Das hatte Paulus gehört.
Scheinbar hatten die Korinther auch einen Brief an Paulus geschrieben.
Er hat ja eine lange Zeit, ich meine 18 Monate dort gearbeitet, hat sicherlich viele Wahrheiten
ihnen entwickeln können, aber sie hatten auch Fragen.
Ist auch immer gut, wenn man Fragen hat.
Wenn junge Gläubige, Jungbekehrte Fragen haben über den neuen Weg, wir wissen nicht
alles von Anfang an auf einmal und abschließend.
Wir sind immer Lernende vor Gott.
Aber wenn man Fragen hat, dann muss man auch eine Adresse kennen, wo man diese Fragen loswerden
kann und auch gute und gesunde Antworten bekommt.
Und die Korinther hatten Fragen.
Paulus spricht in diesem Brief öfter mal von einem Thema und sagt, was das und das
betrifft, wir haben auch heute so damit angefangen, was die geistlichen Gaben betrifft, scheinbar
ist das ein Thema einer Frage aus dem Brief der Korinther an Paulus gewesen.
Er hatte noch andere Dinge gehört von Korinth, schlimme moralische Verfehlungen.
Er hatte davon gehört, dass die Korinther sich nicht scheuten, ihre privaten Auseinandersetzungen
vor irdischen Gerichten auszufechten.
Das muss ertadeln.
Das kann man doch nicht machen, Geschwister, man kann ja nicht gegen einen Bruder im Herrn
vor ein weltliches Gericht ziehen, um sein Recht zu bekommen.
Warum lasst ihr euch nicht lieber über Vorteilen, sagt er.
Er hatte davon gehört, dass sie sich die Freiheit nahmen, weil sie das aus ihrer Vergangenheit
mit den Götzentempeln kannten, eben in aller Freiheit immer noch dahin zu gehen.
Denn sie wussten, Götzen sind nichts, also bin ich auch frei, dahin zu gehen, wo ja eigentlich
gar nichts dahinter steckt.
Nein, sagt Paulus, das könnt ihr nicht tun.
Wenn ihr an diese Orte geht, dann ist das so, als macht ihr euch eins mit den Grundsätzen,
die dort herrschen.
Ihr könnt nicht dahin gehen und dahin gehen.
Sie hatten, wenn sie zusammen kamen zum Brotbrechen, die ärmeren Geschwister riskiert, indem sie
vor ihnen ihre reichen Mahlzeiten gegessen hatten und die hatten gar nichts.
Sie haben getrunken beim Brotbrechen.
Sie haben das herabgewürdigt zu einer gewöhnlichen Mahlzeit.
Alles, heute würden wir fast sagen, nicht vorstellbar.
Sie hatten Fragen in ihren Herzen aufkommen lassen über fundamentale Wahrheiten des christlichen
Glaubens, nämlich über die Tatsache der Auferstehung.
Gibt es das überhaupt, Auferstehung?
Sie haben nicht gesagt, der Jesus ist nicht auferstanden, aber Sie haben Fragen gehabt
über die Auferstehung, ob das überhaupt so Wirklichkeit ist.
Und Paulus muss ein ganzes langes Kapitel nehmen, um Ihnen zu zeigen, wohin diese Frage
führt, wenn man der wirklich nachgeht.
Ich schildere das deshalb so, nicht, dass wir jetzt auf Korinth herabblicken, weil ich
meine, dass wir in der einen oder anderen Seite dieser Mängel, die es gab, auch heute
bei uns am Ort Dinge sehen, die uns Sorgen machen sollten, Tendenzen und Entwicklungen.
Und das großartige Geschwister ist, Paulus sagt mir, wisst ihr, Korinther, anderthalb
Jahre habe ich bei euch gearbeitet und ihr habt scheinbar alles sausen lassen.
Es hat keinen Zweck mit euch.
Trotz all dieser Fehler, die ich jetzt wirklich nicht vorgestellt habe, um zu sagen, so schlecht
waren die und wir sind doch viel besser, ganz bestimmt nicht.
Wir haben heute ganz andere Sorgen und Nöte unter uns, die unseren Zustand betreffen.
Aber Paulus sagt nicht, es hat keinen Zweck, sondern Paulus korrigiert in Liebe und mit
Geduld und er stellt das Wirkliche vor, wie Gott es haben möchte und versucht das Herz
zu erreichen, damit die Fehler abgestellt werden, damit Licht und Klarheit über die
Gedanken Gottes wieder neu vor die Geschwister kommen und damit man wieder mit Energie und
mit Hingabe und mit Überzeugung zu diesen Werten steht.
Und ich meine auch, damit man diese christlichen Wahrheiten neu kennt und genießt.
Denn das möchte ich gleich gerne am Anfang von diesen drei Abenden sagen, das geht mir
nicht bei diesem Thema um lehrmäßige Dinge.
Es geht mir darum, dass unser Herz gefangen genommen wird von den wunderbaren Wahrheiten,
die hier in diesen Kapiteln entwickelt werden.
Geschwister, was hier vor uns kommt, ist etwas Großartiges, was die Welt nicht kennt.
Ist etwas Einmaliges für Glaubensgeschwister.
Eine Verbindung untereinander zu kennen und die Wirksamkeit des Heiligen Geistes zu spüren,
zu erleben im Versammlungsleben, damit meine ich nicht nur Zusammenkünfte, sondern
Versammlungsleben ist ja viel mehr, ist ja von Sonntag bis Samstagabend.
Versammlungsleben findet sicherlich ihren höchsten Ausdruck, wenn sich Geschwister
um die Person des Herrn Jesus versammeln, aber Versammlungsleben und der Leib, den der
Herr gebildet hat, der funktioniert ja auch am Montagvormittag und am Dienstagnachmittag.
Versammlungswahrheit kommt zum Ausdruck, wenn sie sichtbar wird, indem sie sich um den
Herrn versammelt, aber der Leib funktioniert doch die ganze Woche.
Und möchte der Herr mir das schenken und uns schenken, dass wir neue Freude daran haben,
was das bedeutet, zusammengefügt zu sein, verbunden zu sein mit dem Haupt über alles
und die Wirksamkeit des Geistes Gottes im Alltag auch zu erleben.
Wenn wir vielleicht noch einen Punkt bei den Korinthern hinzufügen, was nämlich der Kernanlass
für diese Kapitel ist, dann lesen wir, wir müssen noch einmal zu 1. Korinther gehen, Kapitel 1.
Da sagt Paulus in Vers 5, dass ihr in ihm, in allem reich gemacht worden seid, in allem Wort
und aller Erkenntnis, wie das Zeugnis des Christus unter euch befestigt worden ist,
sodass ihr an keiner Gnadengabe Mangel habt.
Die Versammlung in Korinth war außerordentlich bevorrechtigt.
Da gab es jede Gnadengabe.
Was das ist, werden wir heute sehen mit des Herrn Hilfe in diesem 12. Kapitel.
Aber die Korinther, die hatten Lehrer, die hatten Hirten, die hatten alle Arten von Gnadengaben,
die der Herr seiner Versammlung gegeben hat.
Und, ihr Schwestern, das ist, glaube ich, eine wichtige Bemerkung,
weil wir manches Mal so vielleicht die innere Haltung oder den Wunsch, die Hoffnung haben,
wenn doch bei uns am Ort mehr Lehrer wären, dann würde die Sache besser funktionieren.
Wenn doch bei uns am Ort mehr Hirten wären, die einander nachgehen, dann würde alles funktionieren.
Wir haben hier eine Versammlung, da gab es jede Gnadengabe, keinen Mangel.
Und doch war der Zustand fast erschreckend, müssen wir sagen.
Seht ihr, das Vorhandensein von Gnadengaben ist keine Gewähr, keine Garantie dafür,
dass auch alles so läuft, wie es der Herr möchte.
Die Korinther hatten jede Gnadengabe, aber sie hatten vielleicht auch von ihrer Vergangenheit her
mehr Freude daran, sich mit den Gnadengaben zu beschäftigen und zu brüsten
und die in den Vordergrund zu stellen, die irgendwie die auffälligeren sind.
In diesen drei Abenden werden wir viel über das Sprachenreden lesen in den drei Kapiteln.
Das war aufsehenerregend.
Wenn ihr den Bericht in der Apostelgeschichte 2 lest,
wie der Heilige Geist auf diese Erde herabkam, in die Versammlung
und auf jeden Einzelnen, der dort versammelten,
dann fingen sie alle an in Sprachen zu reden.
Nun, das waren nicht irgendwelche Gebrabel, was keiner verstehen konnte.
Das waren menschliche, natürliche Sprachen, Fremdsprachen allerdings,
die diese Menschen nie gelernt hatten.
Das war das Wunder der Sprachenreden.
Gott gab einem der Jünger, die dort auf dem Obersaal waren, die Befähigung in einer Sprache zu reden,
die andere verstehen konnten, die aus diesem Land kamen,
die derjenige aber gar nicht gelernt hatte.
Das war ein Wunder, eine übernatürliche Gabe.
Und das gefiel den Korinthern. Damit konnte man glänzen.
Damit fällt man auf, damit steht man im Vordergrund.
Und das nimmt Paulus zum Anlass, in diesem Kapitel das zu regulieren
und vorzustellen, was in einem Leib, der funktionieren soll
und der verbunden ist mit dem Haupt im Himmel, das vorzüglichere ist.
Nicht das auffallende und ins Auge fallende und wo man Aufsehen erregen konnte,
sondern es geht in dem Leib und bei den Gliedern, die in dem einen Leib zusammengefügt sind,
nur darum, dürfen wir uns das vielleicht mal am Anfang merken,
nur darum, dass ich an der Stelle, wo der Herr mich hingesetzt hat, zum Nutzen für andere bin.
Dann spielt es nämlich gar keine Rolle mehr, ob das eine Gabe ist, die in den Augen der Menschen groß ist
oder klein, verächtlich oder schwächer, unscheinbar.
Das ist völlig unwichtig. Wichtig ist, dass du zum Nutzen für andere bist.
Das ist der Gedanke des Herrn.
Und so beginnt jetzt der Apostel in diesem zwölften Kapitel mit dem Satz,
was aber die geistlichen Gaben betrifft, Brüder, so will ich nicht, dass ihr unwissend seid.
Er hatte am Ende von Kapitel 11 gesagt, nachdem er über das Brotbrechen gesprochen hat,
den Tisch des Herrn und das Mahl des Herrn, da gab es noch einiges weitere, was er zu sagen hat.
Das will ich dann tun, wenn ich zu euch komme.
Aber was die geistlichen Gaben betrifft, da kann ich jetzt so lange nicht warten.
Da so eine Unordnung bei euch entstanden, da muss ich euch jetzt direkt schon mal schreiben,
das kann nicht so lange warten, bis ich zu euch komme.
Und dann sagt er, ich versuche das ein bisschen mit meinen Worten zusammenzufassen,
ihr gebärdet euch fast so, wie damals, als ihr noch in der Welt wart und von diesen Götzen
und Dämonen hin und her gerissen und geführt und gelenkt wurdet.
Und das tut ihr jetzt so mit den geistlichen Gaben, die ihr besitzt.
Und das ist völlig verkehrt.
Der Heilige Geist wird euch nie zu einer unkontrollierten Äußerung führen,
sondern er wird euch immer zu Ordnung und aufeinander warten und Zurückhaltung anleiten.
Und es wird immer so sein, dass das, was er euch sagen wird,
zur Ehre und Verherrlichung des Herrn ist und nicht zu eurem eigenen Ansehen dient.
Das ist das, was er dann in Vers 3 von diesem Kapitel sagt.
Ich tue euch kund, dass niemand, der im Geist Gottes redet, sagt, verflucht sei Jesus.
Und niemand sagen kann, Herr Jesus, als nur im Heiligen Geist.
Ihr könnt jetzt nicht so tun, als würdet ihr eure Gaben gebrauchen
und doch zur Unehre des Ganzen etwas tun.
Und dann sagt er schon einen schönen Kernsatz eigentlich in diesem Vers 3.
Denn wenn der Heilige Geist wirklich durch euch wirkt und durch euch redet,
wird das immer zur Ehre des Herrn sein.
Der Heilige Geist hat kein anderes Ansinnen.
Keine andere Aufgabe ist vielleicht falsch, er ist ja Gott wie der Sohn auch und der Vater auch.
Aber der Heilige Geist hat immer eine, obwohl er genau so Gott ist wie der Sohn und der Vater,
eine dienende Funktion.
Und er dient immer dazu, dass die Person des Herrn Jesus groß wird.
Für dich und für mich übrigens auch heute Abend.
Ist das das Verlangen des Heiligen Geistes, dass nicht der Redende groß wird,
sondern dass die Person des Herrn Jesus groß wird.
Und das ist unsere wirklich ernste Bitte, dass auch diese Abende dazu führen,
dass nicht irgendein Name jetzt von jemandem, den der Herr gebrauchen möchte, bekannt wird,
sondern dass diese Wahrheiten, diese grundlegenden Wahrheiten über Versammlungsleben,
über einen funktionierenden Leib zur Ehre des Herrn Jesus wieder neu kostbar für uns werden.
Das möchte der Heilige Geist wirken.
Und alles das, sagt Paulus, was die Person des Herrn Jesus schmälert, was sie herabsetzt,
ihr lieben Korinther, das ist nicht vom Heiligen Geist.
Geschwister, das ist, meine ich, ein ernster Satz.
Alles das, was aus unserem Mund hervorkommt und die Person des Herrn Jesus nicht groß macht,
sondern herabsetzt, ist nicht vom Heiligen Geist.
Wir würden sicherlich diese beiden Extrempunkte, verflucht sei Jesus oder Herr Jesus,
das sind ja fast die beiden Eckpunkte von denkbaren Äußerungen, die äußersten Skalenpunkte,
so weit würden wir vielleicht nicht gehen.
Aber was Paulus hier sagt unter der Leitung des Geistes ist,
der Heilige Geist, wenn er durch dich redet und durch dich redet,
will er immer, dass die Person des Herrn Jesus groß wird.
Er will nie, dass du groß wirst, sondern nur einer.
Der Herr Jesus hat einmal gesagt, er wird von dem Meinen nehmen und mich verherrlichen.
Das ist die Tätigkeit, das Wirken des Heiligen Geistes.
Und wenn ihr jetzt sagt zu den Korinthern, so euch drängen lasst, einfach in Sprachen zu reden,
wenn es vielleicht gar keine Situation ist, wo ein Sprachenreden notwendig sein würde,
wenn ihr euch dahin treiben lasst und dahin treiben lasst, so wie ihr früher von den Götzen getrieben wurdet,
dann sagt er jetzt etwas über die Vielfalt von Gaben an dem einen Leib.
Und er sagt, es sind Verschiedenheiten von Gnadengaben, aber derselbe Geist.
Also die Ursprung, die Quelle von jeder Gnadengabe ist der Heilige Geist.
Eine Gnadengabe ist also eine geistliche Befähigung,
die der Herr in die einzelnen Glieder gesetzt hat, gelegt hat.
Wenn wir an das Gleichnis von Talenten denken, dann hat der Herr da diese Talente ausgegeben,
je nach der Fähigkeit derjenigen, die dann arbeiten sollten mit den Talenten.
Es gibt also eine natürliche Begabung, die hat Gott, der Schöpfer, in dich und in mich hineingelegt.
Und dann gibt es eine geistliche Befähigung, eine Gnadengabe.
Die muss nicht unbedingt 100% mit der natürlichen Befähigung übereinstimmen,
aber häufig genug ist das so.
Also wer gut reden kann, der meint jetzt nicht, der darf jetzt nicht automatisch meinen, er ist ein Lehrer.
Er hat die Gnadengabe eines Lehrers.
Das eine ist eine natürliche Befähigung und eine Gnadengabe ist ein geistliches Geschenk.
Es ist eine Gabe aus Gnade, die der Herr dir und mir gegeben hat.
Er zählt sie dann gleich auf, nicht abschließend, aber beispielhaft zählt er sie ja auf, was es alles für Gnadengaben gibt.
Aber er beginnt damit, dass er zuerst einmal sagt, der Ursprung jeder Gnadengabe ist derselbe Geist.
Seht ihr, wir haben bei uns am Ort manchmal so Gespräche mit den jungen Brüdern.
Dann sitzen wir ja alle Brüder, die am Brotbrechen bei uns teilnehmen mal zusammen
und unterhalten uns einfach mal so über grundsätzliche Fragen und Gedanken.
Und dann haben wir auch schon mal darüber gesprochen, ich weiß nicht wie das hier in Neuenkirchen ist,
um die jungen Brüder mal ein bisschen zu ermuntern, ihnen mal Mut zu machen,
vielleicht auch ein Gebet mal zu sprechen in den Zusammenkünften.
Da hat ein Bruder kürzlich mal gesagt, ja wir wissen nicht, ob wir uns so geschickt ausdrücken können.
Und ob das so ankommt bei euch, hat er so gesagt, ob das bei euch älteren Brüdern so ankommt, richtig.
Da habe ich gesagt, wisst ihr, wenn zu dem jungen Bruder, wenn du durch den Geist geleitet wirst ein Gebet zu sprechen,
ich habe den gleichen Heiligen Geist, der wird mir dann deutlich machen, dass das das Richtige ist.
Er wirkte nicht in mir etwas anderes als in dir.
Und wenn du auf dem Herzen hast etwas auszudrücken und sicher bist, der Heilige Geist möchte das,
dann sei sicher, die geistlichen Geschwister sehen das ganz genauso, die nehmen das richtig an.
Es ist derselbe Geist, der wirkt in dir, der wirkt in dir, der wirkt in dir und in mir.
Derselbe Geist und er wirkt in dir nichts anderes als in mir.
Es sind Verschiedenheiten von Diensten und derselbe Herr.
Ich glaube die Betonung ist derselbe Herr.
Wir können jetzt nicht sagen, ich habe eine Gnadengabe, da bin ich mir sicher, ich habe erkannt,
wozu mir der Herr eine besondere Befähigung gegeben hat und jetzt gehe ich los und mache.
Nein, du kannst eine Gnadengabe nur als Diener ausüben, als Diener vor einem Herrn.
Der bestimmt, wo und wann du diese Gnadengabe ausübst.
Es sind Verschiedenheiten von Wirkungen, aber derselbe Gott,
auch nicht der Bruder, der so einen schönen Vortrag gehalten hat.
Der hat jetzt das bewirkt, dass die Herzen mal wieder frisch geworden sind
und sich Dinge geändert haben in deinem Leben.
Nein, die Wirkung kommt von Gott.
Verschiedenheiten, der eine so, der andere so, die Quelle immer der Heilige Geist.
Der konkrete Auftrag, wann die benutzt werden soll von dem Herrn, nicht von mir selbst.
Und die Wirkung nicht durch mich, nicht durch dich, die Wirkung durch Gott.
Das sind, meine ich, sehr wichtige Grundsätze über dieses Thema.
Einem jeden aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben.
Also der Herr gibt dir etwas, der gibt dir etwas, der gibt auch übrigens den Schwestern etwas.
Am letzten Abend werden wir vielleicht mit des Herrn Hilfe sehen,
wo er die Schwestern nicht befähigt und ihnen erlaubt hat etwas zu sagen,
aber er hat auch euch Gnadengaben gegeben.
Auch euch bestimmte Befähigungen, die ihr zum Nutzen,
nämlich zum Nutzen aller, zum geistlichen Gewinn aller Glieder des Leibes nutzen könnt.
Und dann kommt eine Aufzählung, diese ganze Vielfalt.
Dem einen wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben.
Einem anderen aber das Wort der Erkenntnis, nach demselben Geist.
Beim ersten Mal ist es die direkte Abhängigkeit vom Heiligen Geist.
Durch den Geist das Wort der Weisheit.
Nach demselben Geist bedeutet in Übereinstimmung mit dem Heiligen Geist.
Und dann kommt einem anderen, der hat Glaube in demselben Geist oder in der Kraft des Heiligen Geistes.
Glaube ist nicht der rettende Glaube, der die Seele von dem verlorenen Zustand hin ins Licht führt,
sondern Glaube ist diese Lebensenergie, die Schwierigkeiten überwinden kann.
Im Aufschauen und im Vertrauen zu Gott.
Glaubensenergie oder Glaubensvertrauen, nicht der rettende Glaube.
Und das ist eine Gnadengabe.
Dann gibt es Heilungen, Wunderwirkungen, Weissagungen, Unterscheidungen der Geister,
Arten von Sprachen, Auslegungen der Sprachen.
Seht ihr, wenn ihr diese Reihenfolge jetzt so seht.
Der Apostel Paulus fängt mit dem an, was bei den Korinthern gar nicht so viel zählte.
Das Wort der Weisheit, das Wort der Erkenntnis, sie hatten Sprachenreden, Wunderwirkungen.
Alles das, was aufsehenerregend war, das war bei den Korinthern wichtig.
Der Apostel Paulus stellt das an die letzte Stelle.
Wichtig ist das, was auferbaut.
Weisheit, das Wort der Weisheit.
Das bedeutet, dass der Herr oder der Heilige Geist, sagen wir,
einem Bruder in einer bestimmten speziellen Situation ein Wort gibt,
das diese Situation klären kann.
Seine Befähigung.
Das Wort der Erkenntnis.
Erkenntnis ist, Licht zu haben über Gottes Gedanken.
Und das auch in Worten auszurücken, wovon andere einen Nutzen und Gewinn haben.
Es sind also unterschiedliche Befähigungen und wir sehen
schon andeutungsweise, welche Vielfalt die einzelnen Glieder an dem Leib haben.
Und alles zum Nutzen.
Die Weisheit,
eine Situation richtig zu beurteilen, einen guten Rat zu geben,
setzt natürlich auch voraus, dass man
in den Gedanken Gottes gegründet ist und auch wirklich einen guten und
segensreichen Rat geben kann.
Ein Wort der Erkenntnis, wenn eine schwierige Schriftstelle vor jemanden kommt
und dann in einfachen Worten, natürlich nicht noch komplizierter ist es auszudrücken,
als es in der Bibel steht, sondern in einfachen Worten etwas erklären zu können.
Das Wort der Erkenntnis.
Das baut die Geschwister auf.
Das ist zum Nutzen der Glieder des Leibes.
Und das was die Korinther
taten und gewohnt waren,
das steht bei dem Apostel Paulus, an letzter Stelle würden wir fast sagen.
Und er will, das werden wir in den nächsten beiden Abenden sicher mit der
Hilfe des Herrn vielleicht auch noch verstehen,
er möchte zu den
wirklich wichtigen Dingen kommen, die den anderen helfen und die die Seele
näher mit Gott in Verbindung bringen.
Das ist das,
was im Leib geschehen soll.
Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist,
einem jeden insbesondere austeilend,
wie er will.
Einem jeden insbesondere.
Das bedeutet auch Geschwister,
dass nicht ein Bruder oder eine Schwester
eine ganze
Fülle von Gnadengaben auf sich vereint,
sondern der Heilige Geist will jedes Glied am Leib
benutzen mit einer besonderen Befähigung. Nicht einer hat alles.
Es gibt so örtliche Zeugnisse,
wo das manchmal so fast scheint
und ich meine immer, dass das zwei Seiten der Medaille sind, die es zu
denken gibt dabei.
Dass auf einem Bruder fast alles lastet
im Ablauf der Zusammenkünfte, möchte ich jetzt mal sagen.
Aber auch in den praktischen Dingen.
Bei kleinen Zeugnissen ist das vielleicht manchmal gar nicht anders zu
händeln.
Aber wenn
so wie hier am Ort, wie bei uns am Ort in Salzgitter, wir sind auch fast 100
Geschwister mit allen Kindern zusammen,
da ist eine Vielfalt von Geschwistern
und da ist es doch schade, wenn es nur drei oder vier Brüder gibt, die alles
machen müssen, wenn ich das mal so sagen darf.
Die sich um alles kümmern müssen,
auch noch um die äußerlichen Dinge.
Da hat doch
der Heilige Geist jedem etwas gegeben, auch den Schwestern, den Brüdern,
jedem nach seiner Befähigung.
Aber das macht er so, wie er will.
Wir können uns das nicht so aussuchen.
Das ist oft so. Manchmal,
da kommen wir ja gleich noch dazu, ist das so, dass wir
gerne die Aufgabe von dem anderen hätten
und glauben, die könnten wir vielleicht doch bestimmt besser als der selbst.
Und dann überheben wir uns
eigentlich mit der Selbsteinschätzung.
Wie er will, sagt Paulus hier, einem jeden insbesondere austeilen, wie er will.
Die Souveränität des Heiligen Geistes bleibt unangetastet.
Er sagt dem Bruder und der Schwester,
welche spezielle Aufgabe,
welche Gnadengabe
zum Nutzen des ganzen Leibes.
Und jetzt macht er dieses Bild von dem menschlichen Leib.
So wie der Leib einer ist
und viele Glieder hat,
alle Glieder des Leibes aber, obgleich viele ein Leib sind,
so auch der Christus.
Das ist ein Bild, was die Kinder auch verstehen.
Ein Körper, ein menschlicher Körper, besteht aus vielen Gliedern
und ist doch ein Leib.
Und obwohl es ein Leib ist,
ist eine ganze Vielzahl von Gliedern an diesem Leib.
Zwei Wahrheiten,
gleich noch einmal von Paulus besonders betont werden.
Zwei Wahrheiten und jetzt sagt er, so auch der Christus.
Das meint
Christus, das verherrlichte Haupt
und der Leib,
bestehend aus allen Gliedern auf dieser Erde.
Und wann ist das geschehen?
In einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden.
Es seien Juden oder Griechen,
es seien Sklaven oder Freie.
Und sind alle mit einem Geist gedrängt worden.
Damals,
Apostelgeschichte 2, ist dieser eine Leib, der Christus,
gebildet worden, durch das Herabkommen des Heiligen Geistes.
Damals, wo die
ganzen Jünger auf dem Oberseil zusammen waren.
Und auf einmal
dieses große Brausen kam und das Haus erfüllte.
Und auf jedem einzelnen von ihnen setzten sich zerteilte Zungen wie vom Feuer.
Das eine ist das Getauft
zu einem Leib und das andere ist das persönliche, das getränkt werden
mit Heiligem Geist. Damals ist das geschehen.
Da ist dieser wunderbare Organismus entstanden.
Spielte keine Rolle, ob Jude oder Grieche. Das meint, ob
ein Teil des alten Volkes Gottes, im Alten Testament oder aus den Nationen.
Es spielten auch die
sozialen Unterschiede keine Rolle. Ob hochgestellt, ob niedriggestellt.
Ob Jude, ob Nation,
alle zu einem Leib zusammengefügt.
Ein klein wenig sehen wir das heute ja doch auch noch.
Keinerlei soziale Unterschiede.
Alle Glieder des einen Leibes.
Keine nationalen Unterschiede.
Alle Glieder des einen Leibes.
Dann kommen zwei
Gesichtspunkte jetzt vor uns, die
sich auf Vers 12 zurück beziehen.
In Vers 12 hatte er gesagt, so wie der Leib einer ist und viele Glieder hat.
Das ist so.
Der menschliche Körper besteht aus vielen Gliedern.
Und jetzt kommt er in Vers 14 bis Vers 19 darauf zu sprechen,
dass der Leib nicht ein Glied ist, sondern viele.
Und entwickelt dann eine gewisse
Gefahr, die
leider unter Gläubigen bestehen könnte.
Der zweite Teil von Vers 12 heißt,
alle Glieder des Leibes, aber obgleich viele, sind ein Leib.
Und da beginnt er in Vers 20 bis Vers 25
wieder mit diesem Satz, nun sind der Glieder zwar viele, der Leib aber ist
einer.
Also er kommt jetzt noch mal
von diesem menschlichen Leib in Vers 12
auf den geistlichen Leib zu sprechen, auf diese beiden Seiten der Wahrheit
und entwickelt
zwei
mögliche Gefahren
und zeigt
das Argument Gottes dagegen.
Der Leib ist einer und hat viele Glieder.
Da sagt er in Vers 15,
die Gefahr könnte sein,
dass
der Fuß sagt, weil ich nicht Hand bin, bin ich nicht von dem Leib.
Das Ohr könnte sagen, weil ich nicht Auge bin, bin ich nicht von dem Leib.
Seht ihr, es gibt also jetzt
die Möglichkeit
in diesem geistlichen Leib, dass einzelne Glieder
mit ihrer Funktion nicht zufrieden sind.
Dass sie neidisch auf andere sind.
Das Ohr ein bisschen neidisch auf das Auge
und
der Fuß ein bisschen neidisch auf die Hand, da wäre viel lieber Hand der Fuß.
Unzufriedenheit mit der Aufgabe, die Gott dir gegeben hat.
Das ist eine mögliche Gefahr.
Wir sagen das vielleicht nicht so deutlich, aber wir
verhalten uns manchmal so.
Da sind wir Fuß,
Gott hat uns als Fuß gesetzt an dem Leib
und wir wollen Tätigkeiten wahrnehmen, die
die Hand wahrnehmen soll.
Geschwister, das wissen auch die Kinder, das kann nicht funktionieren.
Der Fuß ist längst nicht so beweglich und geschickt wie die Hand.
Das Ohr kann nicht sehen,
es kann nur das Auge.
Stimmt, nur das Auge kann sehen.
Die Ohren hören aber dafür.
Stellt euch vor, die Ohren stellen ihre Tätigkeit ein.
Ich weiß ein bisschen davon, weil ich hier ein Gerät habe, das mir auf der
linken Seite wieder das Ohr,
das Hören ermöglicht, wenn ich das abschalte, dann ist das tot, dann höre ich
nichts mehr auf der Seite.
Und wenn beide Ohren sagen, ich möchte lieber sehen und Auge sein,
dann hört der ganze Leib überhaupt nichts mehr.
Das wäre tragisch,
das wäre falsch.
Das Argument Gottes ist
Vers 18, nun aber hat Gott
die Glieder gesetzt.
Jedes einzelne von ihnen an dem Leib, wie es ihm gefallen hat.
Lieber Bruder, wenn du Fuß bist,
dann bist du Fuß, weil es Gott gefallen hat.
Da wollen wir doch nicht aufbegehren.
Und wenn du Auge oder Ohr bist,
Gott hat dich gesetzt
mit diesen Fähigkeiten, mit dieser Begabung, die nur du hast.
Gott hat dich gesetzt, der souveräne Gott
mit deinen Befähigungen, mit deiner Gnadengabe, bist du Auge.
Da kannst du jetzt nicht sagen, ich will Nase werden und riechen.
Du musst Auge bleiben,
weil Gott dich gesetzt hat.
Wer sind wir, die wir das austauschen könnten?
Und es hat ihm gefallen, das so zu tun.
Ich finde das,
manchmal ist die Ausdrucksweise der Heiligen Schrift so,
da wird uns Gott so nahe gebracht,
fast wie mit menschlichen Empfindungen.
Wir wollen sehr vorsichtig sein, über Gott so zu reden.
Aber ihr versteht, wie ich meine, Gott hat etwas gefallen.
Gott hatte auch gefallen, als er die erste Schöpfung ins Dasein gerufen hat und
hat sich erfreut daran.
Und hier gefällt es ihm,
dass er dich dahin gesetzt hat, wo du gerade bist,
mit dieser Aufgabe, die kann kein anderer so gut wie du.
Also wollen wir dabei bleiben,
weil
es uns treibt ja an,
dass nicht unsere Funktionen im Vordergrund kommt, sondern der Nutzen des Leibes.
Das muss immer unsere Überschrift sein,
für die Ausübung der Gaben, der geistlichen Gaben, zum Nutzen des ganzen Leibes.
Und wenn das Auge sagt,
ich höre jetzt nur noch,
dann leidet der Leib.
Geschwister, wenn wir unsere Aufgabe nicht wahrnehmen,
dann leidet der Leib.
Das wollen wir uns auch
sagen lassen.
Das zweite Argument ab Vers 20.
Nun aber sind der Glieder zwar viele, der Leib aber ist einer.
Das Auge kann nicht zu der Hand sagen, ich brauche dich nicht.
Diese Gefahr ist jetzt also, dass manche Glieder meinen, wir sind besser als
andere
und wir
sind erhabener über die anderen
und die anderen brauchen wir gar nicht. Die scheinbar schwächer zu sein scheinen,
die wollen wir nicht haben.
Wir brauchen sie nicht.
Einbildung und Überheblichkeit.
Ich glaube, das ist eine
sehr reale Gefahr,
dass wir uns
so gut dünken
mit unserer Befähigung, die Gott uns doch gegeben hat. Ich möchte noch einmal sagen,
es war eine Gnadengabe. Aus lauter Gnade
hat Gott dir eine Befähigung gegeben.
Aber wir meinen,
da können wir uns etwas drauf einbilden.
Und die,
die so ein bisschen nach unserer Meinung schwächer zu sein scheinen,
das ist ja alles Konjunktiv, was bei den Schwächeren gesagt wird, sehr auffällig,
die sind bei Gott
hoch angesehen.
Ich brauche dich nicht.
Wir merken,
im Vers 15 war es auch Konjunktiv, wenn der Fuß etwas spräche,
eine mögliche Form von Denkweisen oder Handlungsweisen, aber hier ist die
Ausdrucksweise schroffer.
Das Auge kann nicht sagen,
dass diese Frage der Überheblichkeit, des
hohen Selbstwertgefühles,
das will Gott nicht.
Dass wir uns auf unsere Gnadengabe etwas einbilden, will Gott nicht.
Wir können nicht sagen, ich brauche dich nicht.
Und das Argument
bei Gott ist in Vers 24, Gott hat den Leib zusammengefügt.
Ach so,
du bist gar nicht nur Hand für dich alleine
oder Fuß für dich alleine.
Ohne Arm,
ohne Bein
funktioniert das Ganze nicht. Gott hat zusammengefügt. Jedes Glied am Leib ist
wichtig
zum Funktionieren des Ganzen.
Du kannst nicht sagen, ich brauche das eine Teil von dem Leib gar nicht.
Das Auge kann nicht, wie war das?
Das Auge kann nicht zu der Hand sagen, ich brauche dich nicht.
Ich glaube so schroff sagen wir das nicht.
Aber manchmal verhalten wir uns fast so.
Als sind wir uns mit unseren Befähigungen genug.
Und die,
die so einfache Sachen machen,
vielleicht
alten Geschwistern irgendwie was einkaufen.
Ja, das ist doch nur eine praktische Hilfeleistung.
Aber diese geistlichen Vorträge und
was ich so mache, das ist doch mehr. Aber das Einkaufen, das brauchen wir nicht.
Eine Befähigung, die der Herr gerade
an dem Leib gegeben hat zum Nutzen des Ganzen.
Gott hat zusammengefügt.
Es ist ja immer so geschildert hier in diesen Versen,
dass es nach unseren menschlichen Überlegungen Unterschiede zwischen
Wertigkeiten
im Blick auf die Wertigkeit gibt. Bei Gott gibt es das gar nicht.
Es scheint fast nur so zu sein, als seien es die schwächeren
und unehrbareren.
Bei Gott gar nicht.
Gott hat zusammengefügt jeden,
wie er es ihm gefallen hat.
An seiner Stelle.
Keine Spaltung soll in dem Leib sein, sondern die Glieder dieselbe Sorge
füreinander haben.
Und dann sagte in Vers 26 einen sehr wichtigen Satz, wenn ein Glied leidet,
leiden alle Glieder mit.
Er sagt nicht, wenn ein Glied leidet, sollten alle Glieder mit leiden.
Das wird manchmal so verstanden, dieser Vers.
Da ist eine alte Schwester in Not gekommen.
Da ist ein Bruder in Not gekommen, hat die
Arbeitsstelle vielleicht verloren. Ein Glied leidet.
Und dann sollten wir Mitleid haben mit dem Bruder.
Nein, das ist nicht gemeint.
Gemeint ist, wenn ein Glied an diesem wunderbaren Organismus, wenn ein
Gläubiger
seine Funktion an seiner Stelle nicht ausübt,
aus welchen Gründen auch immer,
dann ist das zum Schaden des Ganzen.
Der ganze Leib funktioniert nicht mehr so gut,
seit ich nur noch auf einer Seite hören kann.
Das war über Jahre ein großes Problem für mich gewesen und der
der Körper hat sofort automatisch mitgelitten, weil ein Ohr ausgefallen war.
Gott sei Dank habe ich mit diesem Gerät
eine technische Möglichkeit
wieder etwas zu hören auf der Seite und da geht es dem ganzen Leib gleich wieder besser.
Und so ist das Geschwister in geistlicher Hinsicht.
Wenn ein Glied
an seiner Stelle nicht funktioniert,
ist das zum Verlust des Ganzen.
Das ist so.
Ob wir das empfinden oder nicht, es ist einfach so,
dass eine Funktion nicht wahrgenommen wird
und der Leib leidet.
Wenn ein Glied verherrlicht wird, freuen sich alle Glieder mit.
Jetzt sagt er einen wichtigen Satz in Vers 27.
Ihr aber seid Christi Leib.
Ihr aber. Er schreibt jetzt hier an die Korinther.
Und er sagt jetzt,
nein ich möchte sagen was er nicht sagt.
Ihr Gläubigen in Korinth seid der Leib Christi.
Das sagt er nicht.
Er sagt ihr seid
Christi Leib.
Ihr seid
ihr Gläubigen in Korinth
eine örtliche Darstellung
von dieser wunderbaren weltweiten Wahrheit, dass es einen Leib auf der
ganzen Erde gibt.
Eine örtliche Darstellung von dieser Wahrheit.
Damals in Korinth war das noch so, dass all die Gläubigen
sich auch in Korinth
in diesen Zusammenkünften versammelt haben.
Da gab es noch
die Anfänge von Spaltung, von
einem kleinen Riss, einer Parteiung unter ihnen, aber sie
kamen noch zusammen.
Sie waren noch der Ausdruck von Leib Christi
an diesem Ort.
Seht ihr die Wahrheit über die Versammlung Gottes im Neuen Testament
ist ja unter verschiedenen Gesichtspunkten uns gegeben.
Und wir tun gut dran immer sorgfältig zu untersuchen welcher Blinkwinkel gerade
vor uns kommt.
Die Versammlung Gottes wird
im Neuen Testament geschildert
unter dem
weltweiten Gesichtspunkt.
Seht ihr, wenn wir Sonntagvormittag zusammen sind und das eine Brot vor uns haben,
da sehen wir darin all die Gläubigen, die zu diesem gegebenen Zeitpunkt auf der Erde leben.
Den einen Leib bilden.
Gott sieht sie alle.
Wir sehen nur einen ganz kleinen Teil in diesem Raum
und in dem Raum in Salzgitter und in den anderen Orten, wo wir uns versammeln.
Aber in dem einen Brot wird symbolisch dargestellt
der gesamte Leib, der in diesem Augenblick auf der Erde existiert.
Alle wahren Gläubigen,
ob sie sich mit uns versammeln oder nicht, ob sie in einem anderen Ort sind
oder nicht,
sie gehören zu dem einen Leib.
Dann gibt es
die Versammlung unter dem
ich möchte sagen universalen
ewigen Gesichtspunkt, wie sie besteht von Pfingsten,
was wir hier im Vers 12, im Vers 13 vor uns hatten, bis zur Entrückung.
Unter diesem Gesichtspunkt gehören alle Gläubigen von Pfingsten bis zur
Entrückung zur Versammlung.
Und dann gibt es eben auch den örtlichen Gesichtspunkt und den haben wir hier in
Vers 27,
wo Paulus jetzt unter der Leitung des Heiligen Geistes sagt, ihr Korinther,
ihr seid in Korinth
Ausdruck
von dem weltweiten Leib. Ihr seid nicht der Leib Christi, dann wären das ja alle
Gläubigen nur in Korinth gewesen.
Nein, auf der ganzen Erde sind Gläubige
und ihr in Korinth seid davon ein örtlicher Ausdruck.
Ihr seid Leib Christi.
Und dann fasst er noch einmal praktisch
seine Belehrungen von diesem Kapitel zusammen.
Gott hat einige in der Versammlung gesetzt
und dann macht er tatsächlich eine Reihenfolge, erstens, zweitens, drittens
und wieder kommen
die Dinge, die den Korinthern am wichtigsten waren, am Ende.
Apostel, Propheten, Lehrer, Wunderkräfte, Gnadengaben der Heilungen.
Ist vielleicht jemand hier, der heute noch
darauf wartet, dass sich das auch mal wieder zeigt unter uns.
Gnadengaben der Heilungen und Wunderwirkung.
Es gab, wir werden das mit der Hilfe des Herrn morgen etwas genauer sehen noch,
es gab diese Gnadengaben
auch zu den Zeiten
von Korinth noch.
Aber sie gehören in die Anfangszeit der christlichen Haushaltung, des
christlichen Zeugnisses.
Ich meine, der Schreiber des Hebräerbriefes sagte am Anfang
Hebräer 2
Da ist von der großen Errettung die Rede in Vers 3
die den Anfang ihrer Verkündigung durch den Herrn empfangen hat und uns von
denen bestätigt worden ist, die es gehört haben.
Wobei Gott außerdem mit zeugte,
sowohl durch Zeichen als auch durch Wunder und mancherlei Wunderwerke und
Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen.
In der Anfangszeit der christlichen Versammlung auf der Erde
hat Gott dieses neue, was entstanden ist, durch
diese Wundergaben bestätigt.
Und es ist, meine ich, ein ernster Gedanke,
dass wir deshalb schon alleine nach diesen Wundergaben gar nicht mehr
ausschauen können heute.
Weil Gott den Zustand,
den praktischen Zustand seiner Versammlung
mit diesen Wunderwerken heute nicht mehr bestätigen würde.
Er würde ja gleichzeitig sagen,
oder damit sagen, wenn es noch diese Wundergaben heute gäbe,
würde er damit sagen, das ist der Zustand den ich wollte.
Und das ist er, Geschwister, das müssen wir sagen,
das ist er nicht mehr.
Wir wollen lernen, wie es nach den Gedanken Gottes ist in diesen Abenden
und überhaupt aus den Belehrungen des Neuen Testamentes. Aber wir müssen uns
auch ehrlich sagen,
der Zustand der christlichen Versammlung,
des christlichen Zeugnisses auf der Erde ist nicht mehr der Zustand
der ersten Tage.
Das ist zu unserer Beschämung.
Und da fragt er noch einmal, sind etwa alle Apostel, alle Propheten, alle Lehrer,
haben alle Wunderkräfte?
Dann kommen diese
Fragen wieder, hat wirklich einer alles?
Ist alles bei euch in Korinth? Das hat er am Anfang gesagt, es ist da gegeben, aber
hat einer wirklich alle diese Gaben?
Ihr strebt nach diesem
Aufsehen erregenden
Wundergaben,
die die Menschen in den Bann ziehen.
Aber er sagt,
eifert nach den größeren Gnadengaben.
Hatten sie das nicht getan?
Nein, in den Augen des Apostels sind die größeren Gnadengaben die,
die zum Nutzen des ganzen Leibes sind, die zur Auferbauung dienen.
Eifert danach,
nützlich zu sein für die anderen.
Nicht Aufsehen zu erregen, nicht im Vordergrund zu stehen und die Blicke auf
euch zu ziehen.
Eifert danach,
dem anderen zu dienen.
Und dann sagt er,
dann zeige ich euch noch einen vortrefflicheren Weg.
Das ist dann
das 13. Kapitel,
wo dann vor uns kommt,
dass es nicht um
die Erweisung
im Gebrauch der Gnadengaben
von göttlicher Macht geht,
sondern um die Erweisung von dem Wesen Gottes als Liebe.
Das muss der Motor für jede Betätigung
der Gnadengabe sein.
Der weit vortrefflichere Weg, Geschwister, das interessiert uns bestimmt.
Und mit Gottes Hilfe wollen wir das morgen sehen, was denn in den Augen des
Apostels
der weit vortrefflichere Weg ist.
Wir haben heute vielleicht gelernt,
wie wichtig das ist, dass wir unseren Platz an dem Leib verstehen,
die Befähigung, die Gnadengabe, die der
Heilige Geist uns gegeben hat, als die Quelle von allem,
auch mit seiner Hilfe und unter der Abhängigkeit von dem Herrn zu benutzen
und die Wirkungen Gott zu überlassen,
damit der ganze Leib wächst,
auferbaut wird.
Und morgen und übermorgen wollen wir mit der Hilfe des Herrn sehen,
was der Motor dafür sein kann, sein muss
und wie sich das in den Stunden
des Zusammenkommens zur Auferbauung zeigen darf. …
Transcription automatique:
…
Wir lesen heute Abend zusammen das 13. Kapitel aus dem 1. Korintherbrief.
1. Korinther 13 von Vers 1
Wenn ich mit den Sprachen der Menschen und der Engel rede, aber nicht Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz geworden oder eine schallende Zimbel.
Und wenn ich Weissagung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß, und wenn ich allen Glauben habe, sodass ich Berge versetze, aber nicht Liebe habe, so bin ich nichts.
Und wenn ich alle meine Habe zur Speisung der Armen austeile und wenn ich meinen Leib hingebe, damit ich verbrannt werde, aber nicht Liebe habe, so nützt es mir nichts.
Die Liebe ist langmütig, ist gütig. Die Liebe neidet nicht. Die Liebe tut nicht groß. Sie bläht sich nicht auf. Sie gebärdet sich nicht unanständig.
Sie sucht nicht das Ihre. Sie lässt sich nicht erbittern. Sie rechnet das Böse nicht zu. Sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich mit der Wahrheit.
Sie erträgt alles. Sie glaubt alles. Sie hofft alles. Sie erduldet alles. Die Liebe vergeht niemals. Seien es aber Weissagungen, sie werden weggetan werden.
Seien es Sprachen, sie werden aufhören. Sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. Denn wir erkennen Stückweise und wir Weissagen Stückweise. Wenn aber das Vollkommene gekommen sein wird, so wird das, was Stückweise ist, weggetan werden.
Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, tat ich das weg, was kindlich war. Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels. Undeutlich. Dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich Stückweise. Dann aber werde ich erkennen, wie auch ich erkannt worden bin.
Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe. Diese drei. Die größte aber von diesen ist die Liebe.
Soweit wollen wir heute Abend Gottes Wort lesen. Und ich hoffe sehr, dass auch die Übertragung heute besser funktioniert als gestern, wo ich, bitte um Entschuldigung, vielleicht öfter mal neben das Mikrofon gesprochen habe. Ich will mir heute mehr Mühe geben, direkt da hinein zu sprechen und ich hoffe, dass das heute besser klappt.
Wir haben gestern gesehen, dass es in Korinth einer großen örtlichen Versammlung einige Dinge gab, die der Apostel Paulus unter der Leitung des Heiligen Geistes korrigieren musste mit diesem Brief.
Viele verschiedene Zustände hatten sich in dieser örtlichen Versammlung eingeschlichen, aber Gott in seiner Güte hat nicht mit dem örtlichen Zeugnis der Versammlung in Korinth irgendwie ein Ende gemacht, sondern er versucht die Herzen auf den rechten Weg zu legen mit diesem Brief.
Und wir haben gestern gesehen, dass dieser Brief nicht nur an Gläubige in Korinth vor fast 2000 Jahren geschrieben ist, sondern dass das, was in diesem Brief niedergelegt ist, allen Gläubigen gilt, die zu allen Zeiten sich an jedem Ort zum Namen des Herrn versammeln. Dass er hochaktuell für uns heute Abend ist.
Ein Problem der Korinther, was der Apostel Paulus in diesen Kapiteln 12 bis 14 anspricht, ist, dass sie Gefallen gefunden hatten, es war ein Zeugnis, wie wir gesehen haben, das reich war an Gnadengaben.
Sie hatten an keiner Gnadengabe Mangel, hatte das erste Kapitel uns gezeigt. Und die Korinther hatten Gefallen daran gefunden, sich mit den Gnadengaben zu zeigen, die in ihren Augen am auffälligsten waren und damit auch die eigene Person am meisten in den Vordergrund stellten.
Und der Apostel Paulus hat dieses lange Kapitel 12 geschrieben, um ihnen zu zeigen, dass alles das, was in diesem wunderbaren Organismus, dem Leib, wo die Glieder untereinander verbunden sind und mit dem verherrlichten Herrn im Himmel als dem Haupt verbunden sind, dass alles, was in diesem Leib geschieht, unter der Wirksamkeit des Heiligen Geistes geschehen muss.
Wir haben gesehen, dass es sich nicht nur um Versammlungsleben in den Zusammenkünften bezieht, sondern auch um den Alltag, weil wir sind ja nicht nur am Sonntag und am Mittwoch oder wie auch immer die anderen Zusammenkünfte gelegt sind, miteinander verbunden, wir sind verbunden, wie sagt man heute, 24-7 ohne Unterbrechung.
Und Versammlungsleben findet auch im Alltag statt, liebe Geschwister, das wisst ihr genauso gut wie wir.
Und so sollte jede Regung, jede Wirksamkeit in erster Linie den Gedanken haben, ist es zum Nutzen des ganzen Leibes.
Wir haben gesehen, dass jedes Glied, das Gott an diesem Leib gesetzt hat, eine bestimmte Aufgabe hat und nicht entweder Minderwertigkeitsgefühle entwickeln kann, weil andere vielleicht andere Aufgaben haben, die einem mehr liegen würden oder Überheblichkeitsgedanken entwickeln darf, weil es meint, ich habe eine ganz besondere Gabe bekommen und der andere, der hat eine weniger gute Gabe.
Nein, ich brauche das nicht, diese kleineren Gaben, das ist ein völlig falscher Gedanke.
Gott hat den Leib zusammengefügt mit all den Gaben, die er in seiner Weisheit so gesetzt hat, wie er das für richtig hielt.
Und wer sind wir, die wir dagegen aufbegehren könnten oder meinen könnten, wir wüssten das besser, wo unser Platz an dem Leib ist.
Geschwister, diesen Gedanken müssen wir weit entfernt von uns halten und sehen, dass wir erkennen, welche Funktion, welche Gabe, welches Geschick hat Gott mir an dem Leib gegeben, dass ich ausüben kann zum Nutzen der anderen.
Und Paulus hatte in diesem Kapitel gezeigt, dass das, was den Korinthern wichtig war, diese scheinbaren Ausübungen von Gnadengaben, die Macht zeigten, die aufsehenerregend waren, dass das in der Rangfolge, wie er sie beschrieben hat, eigentlich ganz hinten kommt.
Ganz oben steht, was ist zur Auferbauung der anderen. Die Korinther hatten den Gebrauch vom Sprachenreden eigentlich zu einem völlig falschen Zweck genutzt.
Sprachenreden waren am Anfang gegeben worden, am Anfang der Versammlung, um Ungläubige zu überzeugen, das was hier geschehen war, das ist von Gott, das ist etwas völlig Neues, aber von Gott unterstrichen mit diesen Wunderwerken.
Und jetzt hatte er dieses Kapitel geendet mit den Worten, eifert aber nach den größeren Gnadengaben.
Er meint damit, eifert nicht danach, so aufsehenerregend wie möglich vor den anderen dazustehen, eifert nach den Gnadengaben, die in den Augen Gottes die größeren sind, die nämlich zum Nutzen und zur Auferbauung aller dienen.
Und dann sagte er, einen weit vortrefflicheren Weg zeige ich euch. Und den haben wir heute gelesen, diesen weit vortrefflicheren Weg.
Wir sehen also, dass dieses Kapitel 13 jetzt nicht irgendwie nur eine sehr zu Herzen gehende Beschreibung göttlicher Liebe ist, sondern dass sie genau in diesem Zusammenhang gehört.
Wenn wir in Kapitel 12 den Gedanken finden, in welcher Kraft Gaben in dem Leib ihre Tätigkeit ausüben, dann war die Antwort in der Kraft des Heiligen Geistes.
Können wir uns das merken? Für den Alltag? Nicht nur für die Zusammenkünfte, für den Alltag.
Der Heilige Geist leitet uns an, dem anderen etwas zum Nutzen zu tun, in der Befähigung, die er uns gegeben hat.
Heute sehen wir die Gesinnung, in der diese Gaben ausgeübt werden sollen.
Und die Gesinnung ist Liebe.
Und vielleicht müssen wir einmal versuchen zu verstehen, was jetzt hier mit Liebe gemeint ist.
Das meint nicht Sympathie.
Denn dann würde das Kapitel uns nicht allzu viel zu sagen haben.
Dann wäre das von Tagesform abhängig, von Schwankungen, von unserer Sympathie, die wir füreinander haben.
Oder wenn wir den anderen unsympathisch finden, dass wir dann vielleicht gar nicht Liebe üben.
Liebe ist dieser Charakter zu Gottes. Und deshalb, Geschwister, vielleicht können wir das mitnehmen,
wenn es um die Ausübung von Gnadengaben geht, dann ist es das Ausüben oder das Tätigwerden der Macht Gottes,
der in seiner Macht diese Gaben gegeben hat.
Aber wenn es jetzt darum geht, in welcher Motivation, in welcher Gesinnung das geschieht,
dann geht es um das Ausüben der Natur Gottes. Und das ist etwas Höheres.
Das ist der weit vortretlichere Weg.
Und den haben wir gefunden in diesem Kapitel 13.
Und weil es bei den Korinthern so gang und gäbe war,
aufsehenerregend wie möglich aufzutreten und zu erscheinen und zu wirken,
stellt der Apostel am Eingang dieses Kapitels drei mögliche Fälle vor,
die in ihrer letzten Konsequenz eigentlich gar nicht möglich sind.
Hypothetische Fälle sagt man heute, denkbar.
Und sagt, stellt euch die allergrößt vorstellbaren Ausübungen von Tätigkeiten vor.
Aber die Motivation, die göttliche Triebfeder, die Liebe fehlt.
Und dann sagte, zu welchen Ergebnissen das führen würde.
Er sagt, wenn er jetzt diese eigentlich negativen Beispiele nimmt,
macht er das an seiner eigenen Person deutlich.
Das ist auch ein Wesenszug von dem Apostel Paulus.
Wenn er von Segnungen und Vorrechnen spricht, dann spricht er immer zu den Empfängern seiner Briefe.
Aber wenn er bedenkliches Verhalten aufzeigen will,
dann macht er das oft in dem Sprachstil, dass er sich selbst als Beispiel nimmt.
Ist eine sehr bemerkenswerte Art, wie der Apostel Paulus so vorgeht.
Unter der Leitung des Geistes natürlich.
Und das erste Beispiel war, wenn jemand, das ist jetzt fast das Kernproblem der Korinther gewesen,
in außergewöhnlichsten Sprachen reden würde.
Alle Sprachen der Menschen, die Sprachen der Engel,
man wüsste jetzt gar nicht, wer hat schon Engel reden hören, eigentlich noch gar keiner,
einfach völlig übernatürliche Sprachen und alle menschlichen Sprachen,
unvorstellbar eigentlich, dass das in einer Person gebündelt sein könnte.
Aber selbst wenn das so wäre, jemand könnte in allen Sprachen der Menschen reden,
könnte in diesen fast unvorstellbar herrlichen Sprachen der Engel reden.
Was in den Augen der Korinther das allergrößte eigentlich und das erstrebenswerteste gewesen ist,
wenn wir Kapitel 12 und auch die vorhängigen Kapitel richtig verstehen.
Wenn das der Fall wäre, aber die Motivation die falsche ist,
dann sagt er, hätte man auch einfach eine kleine Glocke anschlagen können.
Ein kurzer Klang und alles weg. Kein weiteres Ergebnis.
Das muss die Korinther schockiert haben.
Sie wollten und haben ja auch in den Sprachen geredet.
Wo immer eine Möglichkeit es gab, auch in den Zusammenkünften,
ja die Motivation war nicht die Liebe gewesen und jetzt sagt er ihnen hier,
das Ergebnis ist 0,0. Niemand hat etwas davon.
Erschreckend. Das was ihnen so wichtig war, 0,0 Ergebnis.
Im zweiten Fall geht es um das was jemand hat an innerem Wissen.
Wenn ich Weissagung habe, also wenn ich meine, dass ich aus der Gegenwart Gottes heraus
seine Gedanken mitteile, wenn ich alle Geheimnisse weiß,
alles was im alten Testament verborgen und jetzt im neuen Testament offenbart,
wenn das in einer Person gebündelt würde, wenn ich das alles hätte,
wenn ich allen Glauben habe, diese Glaubensenergie mit der Schwierigkeiten überwunden werden können,
so dass Berge versetzt werden können.
Hatte der Herr Jesus das nicht einmal zu seinen Jüngern gesagt,
wenn ihr nur hättet Glauben so viel wie ein Senfkorn, ihr würdet zu dem Berg sagen, werde aufgehoben.
Wenn ich allen Glauben hätte, aber nicht Liebe habe,
jetzt ist das Ergebnis nicht, dass nur ein kurzer Klang zu hören ist,
das Ergebnis ist, dass ich nichts bin.
Seht ihr die Folge, die er da jetzt zieht, ist jetzt eine andere.
Im ersten Fall, wo man wunderbarste Dinge vielleicht aussprechen würde,
ohne Liebe, ein hohler Ton und alles ist vergangen.
Durch die Weissagung, durch die Geheimnisse hätten vielleicht andere einen Nutzen,
wenn die ausgesprochen werden, aber ich bin nichts.
Wir werden ganz schön ernüchtert jetzt mit diesen Vorstellungen,
mit diesen Fällen, die der Apostel Paulus vorstellt.
So hohe, so hohes Wissen, was zum Nutzen anderer sein könnte,
aber mir selbst, ohne diese göttliche Natur als Beweggrund, nichts.
Der dritte Fall ist, nicht etwas reden oder etwas haben, sondern etwas geben.
Wenn ich alle meine Habe zur Speise und der Armen austeile,
wenn ich mein Leib hingebe, äußerste Hingabe, dass ich verbrannt werde,
aber nicht Liebe habe, wieder ein anderes Ergebnis.
Mir nützt es nichts, anderen vielleicht.
Wenn die Gaben ausgegeben werden zur Speise von Armen,
wenn ich mein Leib hingebe, damit andere einen Gewinn davon haben,
sie mögen einen Nutzen haben, aber mir nützt es nichts.
Erschreckend, was mögen die Korinther gedacht haben.
Alles das, was ihnen wichtig war, bricht jetzt wie ein Kartenhaus zusammen.
Ohne Liebe, nichts.
Aber damit bleibt der Apostel nicht stehen.
Er stellt ihnen die helle Seite der Dinge vor.
Er zeigt ihnen die Charakterzüge der Liebe, wie sie wirklich sind.
Ich habe bei diesem dritten Fall in den vergangenen Wochen und Monaten
oft an Arbeitskollegen von mir gedacht, die ich habe,
die jetzt in dieser Flüchtlingskrise durch den Ukraine-Krieg Menschen aufgenommen haben.
Da haben Weltmenschen ihr Haus geöffnet, um notleidenden Menschen eine Unterkunft zu bieten.
Haben sie versorgt.
Haben sie ihnen alles mögliche angedeihen lassen, damit sie hier Fuß fassen.
Aber ohne göttlichen Beweggrund.
Diese armen, bedauernswerten Flüchtlinge haben einen Nutzen davon.
Aber sie selbst, Geschwister, das ist wirklich ernst.
Ihnen nützt es nichts im Blick auf die Zeit danach.
Ohne Liebe, ohne die Natur Gottes können wir keine Werke tun, die vor Gott Bestand haben.
Ist uns das eigentlich klar?
Wenn wir noch getrennt von Gott sind in unserer alten Natur,
dann können wir nichts tun, was uns Gott irgendwie gnädig stimmt.
Nichts, wodurch wir uns irgendwie den Himmel erwerben könnten.
Mir nützt es nichts.
Diese armen Menschen, die haben einen Gewinn davon, ja.
Aber meine armen Kollegen, die das so getan haben,
die vielleicht meinen, das ist eine gute Tat, womit ich mir eine gewisse Stufe im Himmel erwerbe.
Ihnen nützt es nichts.
Das ist feierlich ernst, aber wir erkennen jetzt auch,
dass zu dem segenbringenden Handeln im Leib Christi die neue Natur dazugehört.
Gestern haben wir gesagt, dass jeder wahre Gläubige zu dem Leib Christi dazugehört.
Und hier sehen wir, wenn er jetzt auf die Natur der Dinge zu sprechen kommt,
dass das genau die Voraussetzung ist.
Nur durch göttliches Leben.
Die Liebe Gottes, sie ist ausgegossen in unsere Herzen.
Und diese Natur Gottes besitzen wir.
Und noch einmal sei es gesagt, es ist nicht gemeint,
dass wir einander sympathisch finden und aus Mitleid irgendwie helfen wollen.
Es ist, der Beweggrund ist das Wesen Gottes selbst.
Wisst ihr, wie Gott geliebt hat?
Als wir tot waren in unseren Sünden und Vergehungen.
Als nichts an uns war, was irgendwie diese Liebe hätte hervorrufen können.
Gar nichts.
Der Feserbrief macht das absolut deutlich, in welchem hoffnungslosen Zustand wir waren.
Keine Hoffnung haben, ohne Gott in der Welt.
Tod in Sünden und Vergehungen.
Da hat Gott uns geliebt.
Gott aber der Reich ist an Barmherzigkeit wegen seiner vielen Liebe.
Und diese Natur, die wir jetzt durch die Neugeburt haben,
ist fähig auch so zu handeln.
Und sie wird jetzt beschrieben in den nächsten Versen.
Und je mehr ich darüber nachgedacht habe, Geschwister,
umso mehr habe ich gedacht, was will man darüber sagen eigentlich.
Jeder Satz ist irgendwie fast eine Anklage an mich.
Aber Gottes Wort hält uns diesen Spiegel vor,
damit wir uns darin erkennen und daran orientieren.
Nicht, dass wir weggehen und vergessen, wie wir beschaffen sind.
Sondern, dass wenn wir erkennen, dass wir etwas zu korrigieren haben,
dass wir das auch tun.
Die Liebe ist langmütig.
Denken wir jetzt immer bitte noch im Hintergrund daran,
es geht darum, wie sich die Gaben,
die einzelnen Glieder am Leib Christi verhalten,
zum Nutzen und zur Auferbarung und zum Segen des ganzen Leibes.
Da gehört Langmuth dazu.
Langmuth meint, dass man Geduld hat mit Personen, die einen üben können.
Langmuth ist ein Wesenszug Gottes selbst,
der heute immer noch langmütig ist, der Geduld hat mit den Menschen,
der nicht will, dass irgendjemand verloren gehe,
sondern dass alle errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
Es ist ein Charakterzug, den Gott selbst gezeigt hat und immer noch zeigt,
den er jetzt sagt, durch die Liebe solltet ihr auch fähig sein,
langmütig gegenüber euch selbst, gegenüber den Gliedern des Leibes zu sein.
Und wenn man mit vielen verschiedenen Geschwistern an einem Ort zusammen steht,
dann wissen wir glaube ich alle, wie viel Langmuth wir nötig haben.
Mit unseren Schwachheiten, mit unseren Charakterzügen.
Ich habe das gestern einmal gesagt, Gott in seiner Weisheit hat uns zusammengefügt.
An einem Ort hat er uns, manchmal denkt man fast, mit dem Gedanken auch zusammengefügt,
dass wir durcheinander Geduld und Langmuth lernen.
Die Liebe ist langmütig.
Er hat Geduld mit den Schwächen, mit den Eigenschaften, die uns irgendwie missfallen könnten.
Die geht dann nicht an den Geschwistern einfach vorbei und sagt, das zählt für mich jetzt nicht mehr.
Die Liebe ist langmütig.
Die Liebe ist gütig.
Das ist ein Charakterzug Gottes.
Als aber die Güte und Menschenliebe unseres Heiland Gottes erschienen.
Gott ist gütig, liebe Geschwister.
Ist er das, meine ich, er schlägt nicht die schärfste Gangart an.
Und das möchte die göttliche Liebe in mir und in dir auch bewirken.
Dass wir vielleicht, wenn wir an dem Glied des Leibes Christi irgendetwas sehen,
was vielleicht nicht in Ordnung ist, wo wir meinen, das könnte gefährlich werden,
dass wir nicht sofort mit dem Holzhammer darauf hauen.
Nicht die schärfste Gangart wählen, um das zu korrigieren, sondern in Güte ihm begegnen.
Milde.
Meine, das ist im Buch der Sprüche, es so ähnlich steht, eine milde Zunge zerbricht Knochen.
Das ist Güte, Geschwister, wenn wir nicht das schärfste Mittel gleich wählen,
um einander irgendwie zu begegnen oder zu korrigieren.
Es ist gerade die Gütigkeit dieses sanfte Wesen, was Herzen überwinden kann.
Die Liebe ist gütig.
Die Liebe neidet nicht.
Sie ist nicht eifersüchtig.
Seht ihr, wir kennen einander mit unseren Befähigungen, mit unseren Aufgaben, die wir haben.
Wir sehen mehrmals einander in der Woche und wir sehen, der Bruder hat diese Aufgabe,
die Schwester hat diese Aufgabe, die hätte ich auch gerne.
Könnte ich doch bestimmt viel besser als der.
Die Liebe guckt nicht danach, was der andere hat und will das für sich haben.
Das meint eigentlich dieser Ausdruck neiden, etwas dem anderen missgönnen,
weil man es für sich haben möchte.
Gestern haben wir gesehen, der Herr hat die Gaben gegeben,
der hat die Glieder dahin gesetzt, wo er sie haben wollte.
Und die Liebe akzeptiert das und möchte nicht das, was der andere hat, für sich haben.
Die Liebe tut nicht groß.
Sie stellt sich nicht gerne in den Vordergrund.
Die Liebe ist eigentlich von einer solchen Art, dass sie überhaupt nicht sichtbar werden möchte.
Soll gar keiner merken, was hier gerade geschieht und was ich tue,
wie ich mich anstrenge, damit es den anderen gut geht.
Die Liebe möchte das eigentlich gar nicht, möchte immer im Hintergrund und im Verborgenen bleiben.
Was ist das für ein Satz für uns Geschwister?
Die Liebe tut nicht groß.
Es gefällt ihr eigentlich gar nicht, wenn das irgendwie sichtbar wird, was sie tut.
Sie ist ganz zufrieden, wenn dem anderen es besser geht durch das Wirken.
Aber sie selbst will gar nicht sichtbar werden dabei.
Sie bläht sich nicht auf.
Das scheint der innere Vorgang zu sein,
sich selbst größer zu dünken, als man wirklich ist, um sich dann auch groß vorzustellen.
Das Großtun ist das Äußerliche und das sich aufblähen scheint der innere Vorgang dabei zu sein.
Die Liebe denkt überhaupt nicht höher von sich, als zu denken sich gebührt.
Dieses Aufblähen, dieses größer sein wollen, als man eigentlich ist.
Geschwister, wenn wir mal wirklich verstanden haben und entschuldigt bitte,
ich rede nicht als einer, der all diese Charakterzüge in sich vereinigt, ganz bestimmt nicht.
Aber wenn wir wirklich mal verstanden haben, dass unser Platz vor Gott im Staub war,
dass wir überhaupt keinen Anlass haben uns auf irgendetwas, was einzubilden.
Alles was wir haben ist Gnade, durch Gnade geschenkt.
Und niemand hat irgendeinen Anlass sich innerlich groß zu dünken und äußerlich vielleicht sogar auch dann darzustellen.
Die Liebe bleibt lieber im Hintergrund.
Die Liebe, hat mal jemand gesagt, sie liebt zu dienen,
aber eben auf eine Weise, dass sie am liebsten gar nicht gesehen wird.
Die Liebe gebärdet sich nicht unanständig.
Das ist ein sehr spezieller Ausdruck hier.
Bis der Heiland am Kreuz hing und rechts und links schuldige Menschen neben ihm hingen,
dann haben sich die beiden zuerst über den Mann in der Mitte lustig gemacht.
Bis der eine zur Erkenntnis kam.
Und wisst ihr was er zu dem anderen gesagt hat?
Wir zwar mit Recht, wir empfangen was unsere Taten wert sind.
Dieser aber, er konnte ja gar nicht mit der Hand zeigen, er hing ja auch am Kreuz.
Vielleicht hat er mit dem Kopf so rüber gezeigt.
Dieser hat nichts Ungeziehmendes getan.
Das ist der gleiche Ausdruck hier.
Das bedeutet, sich nicht unanständig zu gewerden.
Bedeutet, nie etwas zu tun, was nicht am Platz ist.
Eigentlich hat man fast bei jedem Ausdruck, bei jeder Beschreibung jetzt Not etwas zu sagen.
Sie gebärdet sich nicht unanständig.
Sie verletzt nicht unnötig die Gefühle von anderen.
Sie weiß vielleicht, meine lieben Mitgeschwister könnten sich an dem oder dem Äußeren bei mir,
oder auch verhalten, stören.
Und weil sie das weiß, diese Liebe, die das empfindet, dann unterlässt sie das.
Könnten wir uns das vorstellen, Geschwister?
Wir wissen, manche unserer Verhaltensweisen stören den anderen.
Ob das jetzt berechtigt ist, oder in meinen Augen überzogen ist.
Aber ich weiß, der andere, der ja auch ein Glied an diesem Leib ist,
der hat ein Problem damit, wie ich mich verhalte, wie ich mich gebe, wie ich mich kleide,
was ich sage, wo ich hingehe.
Ist er da, sagt mir die Liebe, dann gehe ich da eben nicht hin.
Dann sagt mir die Liebe, dann kleide ich mich halt anders.
Wenn der andere sich stößt, die Liebe stellt sich darunter.
Die Liebe geht immer den unteren Weg, Geschwister.
Und mehr und mehr, wenn wir darüber nachdenken, spüren wir, wie sehr wir diese Liebe bedürfen.
Zu erkennen, jemand wird verletzt durch mein Verhalten.
Und dann in der Kraft dieser Liebe zu sagen, dann kann ich das auch lassen.
Könnten wir mal eine Anregung von einer Schwester vielleicht annehmen, die mir etwas zu sagen hat,
oder von einem Bruder?
Ich hab dich da und da gesehen.
Ich hab dich so und so gesehen.
Ach, dann kommt die Liebe in meinem Herzen in Regung.
Und dann sagt sie, wenn sich der Bruder stößt, dann kann ich das lassen.
Könnt ihr euch vorstellen, was das für Ergebnisse gäbe?
Wir achten auf das, was dem anderen gut tut,
und setzen nicht unsere eigenen vermeintlichen, vermeintlichen Rechte durch.
Wir können verzichten zum Wohl des anderen.
Die Liebe tut das.
Das sagt der nächste Satz.
Sie sucht nicht das Ihre.
Die Liebe, liebe Geschwister,
fragt immer nach dem, was dem anderen nutzt.
Sie fragt nie nach dem, was mir nutzt.
Merken wir, dass im Zusammenleben der Glieder eines Leibes fundamental ist?
Ich habe den Eindruck, wenn dieses Kapitel,
ich möchte einmal sagen, wenn jeder von uns sich eine dieser Anregungen annehmen könnte,
und sie sind ja alle für uns geschrieben.
Sie sind alle für jeden von uns geschrieben.
Aber nimm mal wenigstens eine von diesen für dich geschrieben und gesagt an.
Was meint ihr, was das für ein Aufleben gäbe?
Und dazu sind wir doch hier in diesen Abenden, dafür lesen wir doch Gottes Wort,
dass er zu uns reden kann, dass er uns zeigen kann, was kann besser werden.
Der Weg ist der untere Weg.
Der Weg ist der Weg der Liebe, Geschwister.
Im Umgang miteinander.
Nicht an mich selber denken, an meine vermeintlichen Rechte, an meine Freiheiten, die ich habe.
Ich habe Freiheiten, ja.
Aber sie haben doch immer ihre Grenzen da, wo die Gefühle meiner Mitgeschwister verletzt werden.
Und die Liebe sagt dann, ich kann verzichten.
Ich suche nicht das, was mein vermeintliches Wohlergehen betrifft.
Ich suche immer das, was dem Wohl des anderen dient.
Wir merken glaube ich, wie weit wir dahinter zurückstehen.
Aber wir merken auch, dass es einen gab, der das in Vollkommenheit erfüllt hat.
Als Mensch auf dieser Erde.
In den widrigsten Umständen.
Der Sohn Gottes ist Mensch geworden und auf diese Erde gekommen.
Und er hat unter Ablehnung und Hass und Verachtung gelebt.
Und nie das Seine gesucht.
Und er hat immer das Bestreben in seinem Herzen gehabt zu dienen.
Für die Menschen da zu sein.
Und das schreibt der Apostel den Korinthern.
Samt allen, die den Namen des Herrn anrufen an jedem Ort.
Er schreibt das für uns in Salzgitter und für euch in neun Kirchen.
Die Liebe sucht nicht das Ehre.
Sie lässt sich nicht erbittern.
Sie lässt sich nicht provozieren.
Das kann auch leicht mal der Fall sein, wenn sich Dinge einfach nicht ändern.
Hast vielleicht zweimal mit dem Bruder gesprochen oder mit der Schwester.
Und sie ändert ihr Verhalten nicht.
Dann wirst du nicht bitter darüber.
Die Liebe geht auch ein viertes und ein fünftes Mal hin.
Und versucht das Herz zu gewinnen.
Sie lässt sich nicht provozieren.
Der Schreiber des Hebräerbriefes schreibt, dass wir aufeinander achten sollen,
ob nicht irgendwie eine Wurzel der Bitterkeit in unseren Herzen aufsprosse.
Das sucht die Liebe.
Ist da irgendein Anlass, vielleicht in meinem Verhalten ein Anlass,
dass der andere verbittert wird.
Aber hier wird es so geschildert, wenn wir vielleicht Abweisung erfahren in unseren Bemühungen.
Wir lassen uns nicht reizen.
Die Liebe tut das nicht.
Sie rechnet das Böse nicht zu.
Oder denkt nichts Böses.
Das heißt, die Liebe ist so lange positiv gestimmt und verdächtigt nicht unnötig,
bis nicht ein echter Beweis von Bösem vorliegt.
Erst dann nimmt sie es wahr.
Sie verdächtigt nicht und nimmt immer gleich den schlimmsten Fall an.
Nein, das kommt später auch noch einmal, dass sie alles glaubt.
Sie ist positiv auf den anderen ausgerichtet und unterstellt gute Beweggründe.
Bis so lange, bis wirklich Böses offenbar wird.
Sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit.
Das ist ein erforschender Satz, meine ich.
Ich habe den Eindruck, das steht deshalb da,
wenn ich bei dem anderen Ungerechtigkeit sehe in seinem Leben,
dann stehe ich persönlicher besser da.
Das könnte ja ein Beweggrund für mich sein, mich besser zu dünken,
als dem anderen, der gerade in diese Sünde gefallen ist.
Das ist mir ja noch nie passiert.
Das tut die Liebe nicht.
Sie freut sich nicht darüber, dass dem anderen ein Fehltritt unterlaufen ist
oder wie Galata sagt, ein Fehltritt übereilt wurde,
von einem Fehltritt übereilt wurde.
Freut sie nicht darüber, weil man selbst jetzt als Treuer und besser dasteht.
Tut die Liebe nicht. Sie freut sich mit der Wahrheit.
Und das ist auch wieder ein sehr bewegender Satz.
Liebe und Wahrheit gehören bei Gott immer zusammen.
Liebe und Wahrheit bedingen einander.
Es gibt ein Paar von Briefen, ein zweier Paar von Briefen,
die eigentlich diese beiden Seiten der Wahrheit betonen.
Das ist der zweite Brief des Johannes und der dritte Brief des Johannes.
Finde ich sehr interessant.
Im zweiten Brief wird eine auserwählte Frau aufgefordert,
zu erkennen, wenn da jemand kommt, der böse Lehre bringt und ihn nicht aufzunehmen.
Weil man könnte ja jetzt jedem, der kommt, mit irgendeiner Botschaft Liebe erweisen.
Aber nein, sagt der Apostel Johannes, die Liebe muss in der Wahrheit sein.
Im dritten Brief wird der Empfänger, der Gaius, aufgefordert, aufzunehmen, wer da kommt.
Nun, da kommen jetzt nicht welche mit einer Irrlehre, aber die, die kommen,
Brüder, die für den Herrn ausgegangen sind, die sollen aufgenommen werden.
Ihnen muss Liebe erwiesen werden.
Wir sehen, dass das eine mit dem anderen unbedingt zu tun hat.
Liebe und Wahrheit müssen ausgewogen miteinander gehen.
Die Liebe freut sich mit der Wahrheit.
Sie freut sich, wenn das, was wahr ist, zum Ausdruck kommt, gelebt wird
und in den einzelnen Gliedern tatsächlich auch praktiziert wird.
Sie erträgt alles.
Die Anmerkung sagt, sie deckt alles zu.
Nun, sie ist jetzt nicht gleichgültig gegenüber dem Bösen,
aber sie hat Tragfähigkeit.
Sie lässt nicht fünfe gerade sein, das ist damit nicht gemeint.
Wir wissen aus anderen Stellen des Neuen Testamentes, dass erst dann zugedeckt werden kann,
wenn offenbart wurde, bekannt wurde und bereinigt wurde, dann kann die Liebe auch zudecken.
Aber die Liebe erträgt alles, deckt alles zu,
solange wie irgendwie Schaden abgewendet werden kann, deckt sie zu,
bis die Dinge offenbar werden und behandelt werden müssen.
Sie glaubt alles.
Nun, das meint jetzt nicht, dass sie alles, was irgendwie an sie herankommt, unbesehen aufnimmt.
Das heißt mehr, das hat mehr den Gedanken, sie vertraut,
solange bis das Gegenteil sich erweist.
Glauben ist oft gleichzusetzen im Neuen Testament mit Vertrauen.
Und die Liebe vertraut darauf.
Sie nimmt nicht immer gleich den schlimmsten Fall an,
sondern sie vertraut und verdächtigt nicht, sie vertraut und glaubt,
bis Dinge offenbar werden.
Sie hofft alles.
Das ist ein Satz für mich, Geschwister.
Wenn man Not hat in der Familie, um Kinder, die einen eigenen Weg gehen,
und vielleicht das schon Jahre hingeht, dann hofft die Liebe.
Sie gibt die Hoffnung nicht auf, dass es eine Veränderung geben kann.
Wenn in einer örtlichen Versammlung schwere Dinge passieren,
Trennungen, wie ihr das erlebt habt,
die Liebe hofft, auch wenn es Jahre schon her ist.
Sie gibt nicht auf und sagt, Haken dahinter, das war's.
Die Liebe hofft.
Diese Sätze kosten uns Kraft, Geschwister,
weil sie uns einen Spiegel vorhalten.
Aber sie sind sehr heilsam für uns, für unser Miteinander,
als Geschwister an einem Ort.
Zu hoffen, dass sich Dinge noch zum Guten entwickeln.
Zu hoffen, dass junge Leute, die vielleicht gefährliche Tendenzen aufzeigen
in ihrem praktischen Verhalten, doch noch die Kurve kriegen.
Und mit den Umwegen aufhören und die gerade Linie hinter dem Herrn nachgehen.
Das hofft die Liebe.
Da vertraut sie drauf.
Nun, junge Geschwister brauchen gute Vorbilder.
Wir sehen wieder, wie alles zusammenhängt in dem Leib Christi.
Aber die Liebe hofft,
dass sich Dinge, die sich eingeschlichen haben in einer örtlichen Versammlung,
vielleicht von alleine, nein nicht von alleine,
alleine dadurch, dass man die Liebe anschaut,
wieder zum Guten wenden.
Die Liebe hofft das, ohne dass sie darüber laut wird.
Sie erduldet alles.
Sie hat also auch Geduld im Blick auf übende Umstände.
Nicht nur, was am Anfang war, dass sie langmütig ist,
Geduld im Blick auf übende Personen und Geschwister,
sondern auch im Blick auf übende Umstände.
Sie erduldet das. Sie stellt sich darunter.
Das meint eigentlich dieser Ausdruck.
Ausharren. Sie hat Ausharren in übenden Umständen.
Was für Kennzeichen sind das?
Ich denke, wenn die Korinther das jetzt so gehört haben,
eigentlich ist jedes Gebaren von Überheblichkeit
mit diesen Sätzen doch wie weggewischt.
Jedes Gebaren oder jedes Dünkel von eigener Wichtigkeit
wird vor diesen Sätzen, wie Schnee in der Sonne, schmilzt das weg.
Die Liebe geht immer den untersten Weg.
Die Liebe liebt zu dienen.
Und das ist das entscheidende Element im Leib Christi bei der Ausübung der Gaben.
Was für ein Schlag vor den Kopf für die Korinther,
die sich so viel auf sich und ihre vermeintlichen Fähigkeiten eingebildet haben.
Mit einem Ruck zieht ihnen der Apostel das alles weg
und zeigt ihnen den Weg.
Eigentlich stellt er ihnen eine Person vor, die das alles gelebt hat.
Die Liebe wie eine Zusammenfassung und eine Überleitung zu dem,
was jetzt noch in den letzten Versen kommt.
Die Liebe vergeht niemals.
Das ist auch wieder eine Ansprache für uns.
Die Liebe vergeht niemals. Das meint, sie hat keine Ausfallerscheinungen.
Sie setzt sich jetzt nicht mehr für zwei, drei Monate aus,
weil doch die Dinge so übend sind für mich.
Und sammelt neue Kraft.
Nein, die Liebe ist, sie brennt förmlich, sich immer und beständig zu erweisen.
Sie vergeht niemals.
Sie lässt sich auch nicht unterkriegen, wenn sich nichts ändert, sondern brennt weiter.
Sie hat keine Ausfallerscheinungen und sie bleibt in Ewigkeit.
Das zeigt das Ende dieses Kapitels.
Und jetzt kommt er wieder auf den Punkt zurück, der das Problem inkurrent war.
Mit diesen aufsehenden, regenden Gnadengaben.
Mit all dem, was der Geist in dem Leib Christi wirkt.
Er hatte eben gesagt, die Liebe vergeht niemals.
Und jetzt kommt er auf diese Gnadengaben zurück.
Wir haben gesehen, das sind ja Erweisungen göttlicher Macht hier auf dieser Erde in dem Leib Christi.
Die Liebe, sie vergeht niemals.
Weissagungen, sie werden weggetan werden.
Wir haben gestern nicht viel darüber gesagt, was Weissagungen sind.
Wir haben über das Wort der Weisheit gesprochen.
Aber Weissagungen meint ja eigentlich einen etwas anderen Gedanken.
Weissagung meint, oder Prophezeiung wie früher stand, meint, dass man aus der Gegenwart Gottes heraus Worte sagt,
die den Empfänger und den Hörer in das Licht Gottes stellen.
Das beste Beispiel ist für mich immer gewesen der Prophet Elia, wie er vor den König Ahab hintritt.
So fahr der Herr lebt, vor dessen Angesicht ich stehe, wenn es Regen geben wird.
Er kam aus der Gegenwart Gottes und konnte den Ahab in das Licht Gottes stellen.
Dein Zustand ist so böse, dass ich den Himmel verschließen muss.
Weissagung ist also nicht immer unbedingt etwas zukünftiges Vorhersagen,
sondern die Seele mit dem Wort Gottes in diesem Moment in Verbindung bringen.
Und das geht nur, wenn wir aus der Gemeinschaft mit Gott heraus reden.
Und das, liebe Geschwister, wird einmal aufhören. Es wird weggetan werden.
Das haben wir nur nötig, solange wir auf dieser Erde sind.
Weil dann, der Apostel leitet ja jetzt so langsam über das Zukünftige über.
Dann sind wir selbst im Licht Gottes.
Dann brauchen wir auch keine Korrektur mehr.
Ich habe übrigens den Eindruck, vielleicht können wir da morgen Abend noch etwas darüber nachdenken,
dass die Korinther so sehr nach diesen aufsehenerregenden Dingen trachteten,
weil sie gerade diese Weissagungen scheuten.
Denn Geschwister, wenn wir jetzt hören, Weissagung ist eine Botschaft Gottes in das Herz der Zuhörer,
dann wären in Korinth durch Weissagungen diese bösen Zustände, über die wir gestern nachgedacht hatten,
offenbar geworden und angesprochen worden.
Aber die Korinther hatten lieber alles andere mögliche aufsehenerregende, was die Zeit kostete,
sodass nichts mehr für Weissagungen übrig blieb.
Also, weil keine Korrektur mehr nötig sein wird, im vollkommenen Zustand werden diese Weissagungen weggetan werden.
Seien es Sprachen, das ist das, was wir gestern gesagt haben, dieses Wunder,
dass jemand in einer menschlichen Sprache reden konnte, ohne dass er sie jemals gelernt hat,
das wird weggetan werden? Nein, es wird aufhören.
Es ist eine andere Ausdrucksweise, die Anmerkung sagt, abklingen oder zur Ruhe kommen.
Wir haben gestern gehört, dass diese aufsehenerregenden Gaben Gott gegeben hat,
am Anfang der Geschichte der christlichen Versammlung auf der Erde,
um mit zu zeugen, dass das wirklich von Gott war, was hier entstand und was äußerlich sichtbar wurde.
Und dass Gott heute mit diesen aufsehenerregenden Gnaden gaben,
nicht mehr das bestätigen könnte, was hier fast in Trümmern liegt, das christliche Zeugnis.
Und wenn er sagt, Sprachen werden aufhören oder versickern, zur Ruhe kommen,
dann meint das, dass sie ihre Zeit am Anfang der christlichen Haushaltung hatten, aber dann nicht mehr.
Und wer heute noch nach Sprachen trachtet oder meint, die Sprachengaben müssen heute noch praktiziert werden,
der verkennt eben diese Sicht der Dinge.
Heute gibt es diese Gnadengabe der Sprachen nicht mehr, sie sind längst zur Ruhe gekommen.
Sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden.
Das ist eigentlich schade, würden wir jetzt denken.
Ich habe das so viel schon erkannt.
Naja, oft denken wir, wir haben erst sehr wenig erkannt, aber das wird alles weggetan.
Was wir wirklich erkannt haben?
Nein, sagt der Apostel, das sagt er hier nicht.
Das, was wir hier erkannt haben, liebe Geschwister, das nehmen wir mit.
Das wird uns nicht neu sein, wenn wir Ertruben in der Herrlichkeit sehen.
Aber was hier weggetan wird, ist die Art und Weise, wie wir erkennen.
Wisst ihr, wie lange wir heute brauchen, um ein Bibelbuch richtig zu verstehen und zu erkennen, was Gott meint?
Und dann haben wir längst noch nicht das andere Bibelbuch daneben verstanden
und das dritte und insgesamt haben wir 66 Bibelbücher.
Und wir verstehen immer nur eine Seite der Wahrheit.
Diese Art des Erkennens, das wird einmal aufhören.
So hat der Apostel dann am Ende dieser Verse geschrieben, wir haben jetzt stückweise Erkenntnis.
Heute so ein bisschen, morgen diese Seite.
Alleine um die Person des Herrn Jesus annähernd überhaupt erahnen zu können, brauchen wir vier Evangelien,
die ihn von vier verschiedenen Herrlichkeiten zeigen.
Geschwister, wir werden ihn einmal sehen, wie er ist.
Da brauchen wir keine Evangelien, darf ich das mal mit Vorsicht so sagen.
Das Wort Gottes bleibt ja in Ewigkeit.
Aber wir haben dann nicht mehr diese stückweise Seite, dass wir uns heute erfreuen an seiner Vollkommenheit als Sohn des Menschen
und morgen an seiner Vollkommenheit als den ewigen Sohn oder als dem vollkommenen Diener, dem König und Messias.
Wir werden alles in allem auf einmal erkennen.
Das, was uns heute oft so Not macht, nur ein bisschen verstanden zu haben,
vielleicht vieles auch gleich wieder zu vergessen, das wird aufhören, Geschwister.
Und zwar dann, wenn das Vollkommene gekommen sein wird.
Da warten wir doch alle darauf, auf dieses Vollkommene.
Wenn wir beim Herrn sind, der Leib der Schwachheit abgetan ist,
wir den Leib der Herrlichkeit tragen werden, ihm gleich sein werden,
dann ist das Vollkommene gekommen, dann sind wir bei ihm in ewiger Ruhe,
haben ein vollkommenes Erkennen.
Wir werden erkennen, wie auch wir erkannt worden sind und nicht mehr so stückweise.
Wir haben keine Korrektur mehr nötig.
Wir sind vollkommen vor unserem Herrn.
Wir entsprechen in der Praxis endlich der Stellung, in die wir längst gesetzt sind.
Das ist das Vollkommene. Streben wir nicht danach, liebe Geschwister.
Dass unsere Praxis endlich, endlich das widerspiegelt, was wir der Stellung nach heute schon sind.
Wie sehr muss unser Heiland darauf raten, sich selbst seine Versammlung verherrlicht darzustellen.
Dann ist das Vollkommene gekommen.
Dann schreibt er in Vers 11 und Vers 12 darüber, was jetzt auf dieser Erde ist im Gegensatz zu später.
Wenn wir später mal im Himmel sind, entnehme ich aus diesen Versen,
dann denken wir zurück an unsere Zeit auf dieser Erde und denken,
das ist alles so wie heute, wenn man erwachsen geworden ist, wie ich als Kind alles wahrgenommen habe.
Alles so undeutlich, so unvollkommen, immer nur bruchstückhaft.
Und dann sagt er, im Natürlichen ist es so, wenn man Kind war und so kindlich alles wahrgenommen hat
und verstanden hat, wenn man später Mann wird, dann tut man das weg, was kindlich war.
Dann kommt ein reiferes Erfassen, ein vollkommeneres Erfassen und Wahrnehmen und auch eine vollkommenere Freude daran.
Und wenn wir jetzt alles so undeutlich, wie so durch ein Medium alles nur wahrnehmen.
Geschwister, das ist dann alles weg, dann sehen wir von Angesicht zu Angesicht,
dann siehst du deinem Heiland in die Augen.
Wartest du auf diesen Augenblick?
Weißt du, was du siehst, wenn du ihm in die Augen siehst?
Seine vollkommene Liebe.
Was glaubt ihr, was Petrus gesehen hat da im Hof des Hohen Priesters, als der Heiland ihn angeblickt hat?
Ich bin mir sicher, er hat gesehen in den Augen des Heilandes, dass er ihn immer noch liebt.
Trotz allem Versagen.
Trotz dieser großen Sünde, ihn zu verleugnen, dass sie ihn überhaupt kennen, sich zu verfluchen.
Das hat den Petrus zur Umkehr gebracht.
Deshalb ist er bitterlich weinend hinausgegangen.
Er wusste, er hatte nicht geglaubt an die Auferstehung des Heilandes.
Er wusste nicht, ob er das noch einmal in Ordnung bringen kann und ihm bekennen kann.
Und deshalb ist der Heiland in seiner großen Liebe als erstes nach der Auferstehung dem Käfers erschienen.
Damit das in Ordnung kommen konnte.
Da hat ihm der Petrus wieder in die Augen geschaut.
Und liebe Geschwister, wir werden unserem Heiland auch bald in die Augen schauen.
Was wird das sein?
Wir werden viel mehr verstehen, was falsch war in unserem Leben.
Und bewundern, dass er uns immer noch liebt.
Wir werden darüber staunen, dass er sein Leben für mich hingegeben hat,
der ich so viel Fehler habe, auch nach der Bekehrung noch.
Er liebt mich immer noch.
Er will mich bei sich haben.
Und das werde ich einmal sehen, wenn ich ihn von Angesicht zu Angesicht sehe.
Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe. Diese drei.
Das sind diese großen Motoren unseres christlichen Lebens.
Der Glaube, der das unsichtbare Gottes in die Realität meines täglichen Lebens nimmt.
Die Hoffnung, die dahin schaut, wo das Ziel ist.
Und die Liebe, die Natur Gottes, die in deinem und in meinem Herzen ist.
Sie bleiben hier, solange wir auf dieser Erde sind.
Warum ist die Liebe die größte von allen?
Weil sie noch länger da ist als Glaube und Hoffnung.
Wisst ihr, wenn wir am Ziel sind, dann brauchen wir den Glauben nicht mehr.
Dann haben wir das Schauen.
Was aber einer sieht, was hofft er es auch?
Auch die Hoffnung kommt zu Ende.
Dann haben wir das Ziel erreicht.
Aber die Liebe ist ewig.
Sie vergeht niemals.
Auch in dir und in mir.
Und wenn wir das Vollkommene erreicht haben, liebe Geschwister,
Wenn Glaube aufhört und Hoffnung aufhört, bleibt immer noch die Liebe.
Strebt nach der Liebe.
Werden wir mit der Hilfe des Herrn morgen lesen.
Können wir das jetzt etwas verstehen?
Wie diese Motivation, diese göttliche Kraft heilsam ist.
Für jede Frage im Leib Christi.
Unter den Gliedern.
Mit diesen Wesenszügen, Charakterzügen, die wir gesehen haben.
Sie steuert jede Ausübung einer Gnadengabe.
Sie steuert das Verhalten untereinander.
Sie geht den unteren Weg.
Sie verletzt den anderen nicht unnötig.
Was für ein Geschenk, dass wir die Liebe haben.
Möchten wir sie, ich will nicht sagen nutzen,
möchten wir sie anwenden, ausleben.
Es wird fruchtbar sein für ein örtliches Zeugnis. …
Transcription automatique:
…
Liebe Geschwister, wir lesen heute Abend zuerst einen Vers aus dem zweiten Timotheusbrief
und dann das vierzehnte Kapitel vom ersten Korintherbrief.
Zweite Timotheus 1 Vers 7
Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
Das ist wie eine Überschrift über diesen Abschnitt, den wir in diesen Abenden vor uns haben,
Kapitel 12 bis Kapitel 14 vom ersten Korintherbrief.
Und wir wollen jetzt zum vierzehnten Kapitel kommen.
Erste Korinther 14
Wir lesen das ganze Kapitel.
Strebt nach der Liebe, eifert aber nach den geistlichen Gaben,
vielmehr aber, dass ihr Weiß sagt.
Denn wer in einer Sprache redet, redet nicht Menschen, sondern Gott.
Denn niemand versteht es, im Geist aber redet er Geheimnisse.
Wer aber Weiß sagt, redet den Menschen zur Erbauung und Ermahnung und Tröstung.
Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst.
Wer aber Weiß sagt, erbaut die Versammlung.
Ich wollte aber, dass ihr alle in Sprachen redetet, vielmehr aber, dass ihr Weiß sagtet.
Wer aber Weiß sagt, ist größer, als wer in Sprachen redet, es sei denn, dass er es auslegt,
damit die Versammlung Erbauung empfange.
Jetzt aber, Brüder, wenn ich zu euch komme und in Sprachen rede, was werde ich euch nutzen,
wenn ich nicht zu euch rede, entweder in Offenbarung oder in Erkenntnis oder in Weißsagung oder in Lehre?
Doch auch die leblosen Dinge, die einen Ton von sich geben, es sei Flöte oder Harfe,
wenn sie den Tönen keinen Unterschied geben, wie wird man erkennen, was geflötet oder geharft wird?
Denn auch wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zum Kampf rüsten?
So auch ihr, wenn ihr durch die Sprache keine verständliche Rede gebt,
wie wird man wissen, was geredet wird?
Denn ihr werdet in den Wind reden.
Es gibt vielleicht so und so viele Arten von Stimmen in der Welt und keine Art ist ohne bestimmten Ton.
Wenn ich nun die Bedeutung der Stimme nicht kenne, so werde ich dem Redenden ein Barbar sein
und der Redende für mich ein Barbar.
So auch ihr, da ihr um geistliche Gagen eifert, so sucht, dass ihr überströmend seid zur Erbauung der Versammlung.
Darum, wer in einer Sprache redet, bete, dass er es auslege.
Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist, aber mein Verstand ist fruchtleer.
Was ist es nun?
Ich will beten mit dem Geist.
Ich will aber auch beten mit dem Verstand.
Ich will lobsingen mit dem Geist.
Ich will aber auch lobsingen mit dem Verstand.
Sonst, wenn du mit dem Geist preist, wie soll der, der die Stelle des Unkundigen einnimmt,
das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er ja nicht weiß, was du sagst?
Denn du dankst sagst wohl gut, aber der andere wird nicht erbaut.
Ich danke Gott, ich rede mehr in Sprachen als ihr alle.
Aber in der Versammlung will ich lieber fünf Worte reden mit meinem Verstand,
um auch andere zu unterweisen, als 10.000 Worte in einer Sprache.
Brüder, werdet nicht Kinder am Verstand, sondern an der Bosheit seid Unmündige.
Am Verstand aber werdet Erwachsene.
In dem Gesetz steht geschrieben, ich will in anderen Sprachen und durch andere Lippen zu diesem Volk reden.
Und auch so werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr.
Daher sind die Sprachen zu einem Zeichen, nicht den Glaubenden, sondern den Ungläubigen.
Die Weissagung aber nicht den Ungläubigen, sondern den Glaubenden.
Wenn nun die ganze Versammlung an einem Ort zusammenkommt und alle in Sprachen reden,
es kommen aber Unkundige oder Ungläubige herein, werden sie nicht sagen, dass ihr von Sinnen seid?
Wenn aber alle Weissagen und irgendein Ungläubiger oder Unkundiger kommt herein,
so wird er von allen überführt, von allen beurteilt, das Verborgene seines Herzens wird offenbar.
Und so auf sein Angesicht fallend, wird er Gott anbeten und verkündigen, dass Gott wirklich unter euch ist.
Was ist es nun, Brüder?
Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder von euch einen Psalm, hat eine Lehre,
hat eine Offenbarung, hat eine Sprache, hat eine Auslegung.
Alles geschehe zur Erbarung.
Wenn nun jemand in einer Sprache redet, so sei es zu zwei oder höchstens drei und nacheinander und einer lege aus.
Wenn aber kein Ausleger da ist, so schweige er in der Versammlung, rede aber sich selbst und Gott.
Propheten, aber lasst zwei oder drei reden und die anderen lasst urteilen.
Wenn aber einem anderen, der da sitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so schweige der erste.
Denn ihr könnt einer nach dem anderen alle weiß sagen, damit alle lernen und alle getröstet werden.
Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan.
Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens, wie in allen Versammlungen der Heiligen.
Die Frauen sollen schweigen in den Versammlungen, denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden,
sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt.
Wenn sie aber etwas lernen wollen, so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen.
Denn es ist schändlich für eine Frau in der Versammlung zu reden.
Oder ist das Wort Gottes von euch ausgegangen? Oder ist es zu euch allein gelangt?
Wenn jemand meint, ein Prophet zu sein oder geistlich, so erkenne er, dass das, was ich euch schreibe, ein Gebot des Herrn ist.
Wenn aber jemand unwissend ist, so sei er unwissend.
Daher, meine Brüder, eifert danach zu weiß sagen und wehrt nicht, in Sprachen zu reden.
Alles aber geschehe anständig und in Ordnung.
Soweit zunächst Gottes Wort.
Gott hat uns einen Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit gegeben, schreibt Paulus dem Timotheus.
Und das ist wie eine Überschrift über diese drei Kapitel, die wir in diesen Abenden betrachten.
Wir haben am ersten Abend gesehen, dass der Leib Christi, diese wunderbare Einheit, die gebildet ist am Tag der Pfingsten,
dass dieser Leib, jedes einzelne Glied an diesem Leib gesetzt ist und bestimmte Gaben, Funktionen, sogar Gnadengaben hat.
Und alle diese Gaben, die den einzelnen Gliedern gegeben sind, sind zum Nutzen des ganzen Leibes gegeben worden.
Nicht dazu, dass sich jemand selbst erhöht damit oder groß tut.
Wir haben gesehen, die Kraft, die alleinige Kraft, die befähigt, diese Gaben in der richtigen Art auszuüben, ist der Heilige Geist.
Der hat ausgeteilt, wie er will.
Und er bestimmt, wie diese Gaben zum Wohl des Ganzen ausgeübt werden.
Wir haben gesehen, die Korinther hatten das Missverständnis und das Fehlverhalten,
dass sie meinten, das was in den Augen der Menschen am Aufsehen erregendsten ist,
nämlich so, was wir heute sehr prominent gelesen haben, den Gebrauch von Sprachenreden,
das wäre jetzt nun das Nonplusultra in der Versammlung.
Und der Apostel Paulus muss ihnen sagen, das ist überhaupt nicht so.
Er hatte in dem 12. Kapitel gezeigt, fast wie eine gewisse Reihenfolge, 1., 2., 3., was Gott gegeben hat in der Versammlung.
Und diese Wunderwirkungen und diese aufsehenerregenden Dinge, die stehen ganz am Ende.
Das war eine echte Korrektur für die Korinther.
Wir haben gestern Abend gesehen, in diesem wunderbaren Kapitel 13,
dass für jeden Dienst, für jeden Gebrauch der Gabe unabdingbar Voraussetzung ist, die Motivation der göttlichen Liebe.
Ohne Liebe Gaben auszuüben, haben wir gesehen, ist leer und hohl, ein Klang, der verhallt und nichts bleibt.
Andere, vielleicht haben andere einen kleinen Nutzen, aber mir selbst, sagt der Apostel, nützt es überhaupt nichts.
Ich bin nichts, wenn ich die Liebe nicht habe.
Und wir haben uns erfreut an diesen Charakterzügen der Liebe.
Und immer unter dem leitenden Gedanken, diese Liebe, wie sie sich erweist und zeigt,
das ist jetzt nicht so ein Selbstzweck, sondern das gehört in den Zusammenhang dieser Kapitel,
die Glieder des einzelnen Leibes gebrauchen ihre Gaben in dieser göttlichen Liebe zum Wohlfunktionieren des ganzen Leibes.
Deshalb war die Aufforderung am Ende vom 13. Kapitel gewesen, oder der erste Satz von diesem 14. heute,
strebt nach der Liebe, jagt der Liebe nach, als könnte sie uns irgendwie durch die Hände rennen.
Und müssen wir nicht sagen, dass das so ist manches Mal, dass wir aus einer gewissen Mechanik heraus,
aus einer gewissen Gewohnheit her, gewisse Dinge ausüben, aber die Motivation fehlt dann, die rechte Motivation.
Deshalb sollen wir nach dieser Liebe streben und wir haben gestern gesehen, im Kern ist das, was wir im 13. Kapitel vor uns haben,
eine Beschreibung des Wirkens und Handelns und Verhaltens des Herrn Jesus gewesen.
Wenn es heißt, strebt nach der Liebe, dann meine ich, ist das ganz einfach zu verstehen, strebt danach, ganz eng bei dem Herrn zu bleiben.
Von ihm zu lernen, ihm nachzuahmen, der nie, wie wir gestern gesehen haben, etwas Ungeziemendes getan hat.
Etwas, was nicht am Platz gewesen wäre, der nie etwas getan hat, was die Gefühle anderer unnötigerweise verletzt hätte.
Danach zu streben, das ist das hohe Ziel.
Heute kommt der Gedanke vor uns, zu welchem Zweck werden diese Gaben in der Versammlung und hier ganz speziell auch in den Zusammenkünften ausgeübt.
Und es gibt eigentlich nur einen Zweck, Geschwister, Auferbauung, wir haben das im Gebet gesagt.
Wenn eine Versammlung zusammenkommt, wir haben heute davon gelesen, wenn ihr an einem Ort zusammenkommt,
das heißt Versammlung, das dürfen wir vielleicht noch einmal sagen, Versammlung besteht ja immer.
Wir haben das am ersten Abend gesagt, heute sagt man so modernerweise 24 7, also rund um die Uhr die ganze Woche hindurch, Versammlung besteht.
Aber wer weiß das denn?
Wer weiß von den Menschen dieser Welt, dass es so etwas wie Versammlung gibt?
Das kann man nur wissen, wenn sie sich versammelt, wenn sie sichtbar wird.
Und das ist dann, wenn sie um die Person des Herrn Jesus versammelt sind, die Gläubigen.
Das haben wir heute hier in diesem Vers 23 gelesen, wenn die ganze Versammlung an einem Ort zusammenkommt, dann wird sichtbar,
da sind Gläubige zusammen, um die Person des Herrn Jesus versammelt, aha, es gibt so etwas wie Versammlung auf dieser Erde.
Und wenn Gläubige jetzt zusammenkommen, wir haben das in diesen Abenden erlebt, auch heute im Lauf des Tages, heute Vormittag, heute Nachmittag,
dann gibt es Äußerungen.
Und jetzt sagt der Apostel Paulus, der leitende Gedanke für jede Tätigkeit in den Zusammenkünften ist, alles Geschehe zur Erbauung.
Die Korinther hatten die Zusammenkünfte scheinbar genutzt, gerade auch die Zusammenkünfte genutzt,
um die in ihren Augen größeren Gnadengaben auszuüben, in Sprachen zu reden.
Heute haben wir davon gelesen, was hat man davon für einen Nutzen.
Wenn alles so völlig unbekannt klingt, ich muss euch mal was ganz Praktisches sagen.
Wir haben vor kurzem, das ist vielleicht zwei, drei Wochen her bei uns am Ort,
die Mitteilung bekommen, dass ein Bruder aus Nordamerika uns besuchen möchte.
Und die Stimmung in der Bruderstunde war sehr zustimmend.
Und alle haben sich gefreut, dass der Herr einen Diener zu uns schickt.
Und ich habe dann ganz vorsichtig gefragt, liebe Brüder, wir wissen aber schon, dass der Bruder nur Englisch spricht.
Und wenn wir ihn jetzt aufnehmen, als vom Herrn gesandt, dann müssen wir uns vorher Gedanken darüber machen, wie wollen wir den denn verstehen.
Wir brauchen jemanden, der ihn übersetzt.
Das ist eigentlich ganz einfach mal gesprochen, das Problem hier im Kapitel 14.
Da steht einer in Korinth auf und spricht in irgendeiner Sprache.
Wir haben gesehen an diesen Abenden, das sind menschliche Sprachen.
Das ist nicht irgendein Gebrabbel gewesen, sondern menschliche Sprachen.
Und das Wunder war eben, derjenige, der sie ausspricht, der hatte sie nie gelernt.
Also wenn ich jetzt anfangen würde in Polnisch zu sprechen, was völlig undenkbar ist, weil ich das wirklich nicht kann.
So muss das damals gewesen sein.
Und die Korinther hatten das gespielt und hatten sich gebrüstet damit, ich kann nicht der Sprache, ich kann nicht der Sprache.
Und die armen Geschwister saßen da und alles floss an ihnen vorüber.
Nichts blieb hängen und keiner erkannte den Klang der Posaune, den Ton der Harfe, was wir eben gelesen haben.
Keiner wusste, was das sollte alles.
Und die Korinther haben immer gedacht, großartig, wie wir unsere Gaben hier ausüben.
Nein, sagt der Apostel und das ist der leitende Gedanke von diesem 14. Kapitel.
Alles, was in den Zusammenkünften geschieht, Geschwister, und ich habe hier einen Satz gefunden, der hat mich echt getroffen.
Alles, was in den Zusammenkünften geschieht, soll unter dem leitenden Gedanken stehen, empfängt die Versammlung Auferbauung dadurch.
Wir haben heute Nachmittag gesehen, was der Apostel Paulus unter Auferbauung verstanden hat und wie er das in seiner geistlichen Befähigung und in Abhängigkeit vom Herrn ausgeübt hat und praktiziert hat.
Großartig, Stück für Stück aufzuerbauen in der Lehre, in der Befestigung der Wahrheit, dem Gläubigen geistliche Nahrung zu geben, dass man wächst, heranwächst, auferbaut wird.
Ich will euch den Satz sagen und zeigen, der mich bewegt hat.
Vers 17, denn du danksagst wohl gut, aber der andere wird nicht erbaut.
Für mich war das immer klar gewesen, Danksagung ist ja an den Herrn gerichtet, das geht nach oben, aber liebe Geschwister, wir dürfen gar nicht vergessen, dass die anderen ja das Amen sagen dazu, das sollen sie ja.
Und wenn sie gar nicht verstehen und gar nicht, ja hab ich gedacht, da wird einer, da spricht einer ein Gebet und ein gewisser Nebeneffekt ist, dass der andere erbaut werden soll dadurch.
Dass da eine Reihe von Äußerungen nach oben emporsteigen, die sogar in der Ebene horizontal die Geschwister erbauen können.
Und wisst ihr, das habe ich oft erlebt.
Ihr wisst das vielleicht, dass es sehr wertvoll ist, gute Konferenzen zu besuchen und ich durch die Gnade des Herrn habe ich viele Gelegenheiten gehabt, die Brüderkonferenzen zu besuchen, habe versucht mir viel zu behalten.
Und wisst ihr, wie dankbar ich war, wenn am Ende einer solchen Betrachtung ein Bruder aufstand und in dem Dankgebet nochmal die Linie zusammengetragen hat.
Da habe ich unendlich viel auch von noch genossen und gewonnen.
Eine Danksagung, die nach oben stieg zur Erbauung derer, die dann auch dazu das Amen sagen sollen.
Es ist also, wir können uns nicht irgendwie entschuldigen, indem wir sagen, das war doch alles nach oben gerichtet.
Ob du das jetzt verstehst oder nicht, das ist vielleicht dein Problem.
Nein, Geschwister, wir haben gesungen, gibt geistliches Verständnis.
Wisst ihr, wir können nicht auch unser geistliches Verständnis in den Zusammenkünften ausschalten und sagen, ich bin jetzt so einem Impuls gefolgt, der Heilige Geist hat mich gebraucht, ist das so zu sagen.
Immer muss ein Gedanke dabei sein, es sind Geschwister anwesend, die einen Nutzen, eine Auferbauung auch dadurch empfangen sollen.
Aber wir wollen vielleicht dieses lange Kapitel, wir können das heute Abend nicht Vers für Vers betrachten,
es ist einer ausführlichen Betrachtung absolut wert, aber wir wollen die großen Linien in diesem Kapitel sehen im Zusammenhang von Kapitel 12 und 13 jetzt.
Es ist also Tatsache, dass es im Leib Christi unterschiedliche Befähigungen, unterschiedliche Gaben, ja sogar unterschiedliche Gnadengaben gibt.
Der Apostel hatte festgelegt, was in den Augen Gottes den größten Wert hat, nämlich alles das, was zum Nutzen der anderen ist, nicht das zur eigenen Selbsterhöhung dient,
sondern was, wo der andere, die Geschwister, die Unkundigen, wer hereinkommt, wer zuhört, wer daran teilnimmt, den sollen wir im Auge haben.
Und die Motivation dazu muss immer die göttliche Liebe sein.
Und hier sind wir jetzt in, da ist tatsächlich jetzt Versammlung sichtbar, Geschwister kommen an einem Ort zusammen.
Und der Apostel stellt in dem ersten langen Teil von diesem 14. Kapitel einander gegenüber,
was für eine Auswirkung und für einen Nutzen hat das Sprachenreden und was ist das andere großartige Thema,
nämlich wie wird tatsächlich Auferbauung geschehen in einer örtlichen Versammlung, in einem Zusammenkommen.
Wie ist das Verhältnis zwischen Sprachenreden und Auferbauung?
Das ist so der erste große Teil in diesem Kapitel und ab Vers 26
kommt er dann darauf zu sprechen, wie tatsächlich eine Stunde des Zusammenkommens, der Auferbauung,
darf ich mal so praktischerweise sagen, ablaufen kann.
Wenn wir uns in dem ersten Teil bis Vers 25 einmal vielleicht die ersten Verse etwas genauer mal ansehen.
Strebt nach der Liebe, eifert aber nach den geistlichen Gaben.
Das haben wir in Kapitel 12 im ersten Vers gesagt, die geistlichen Gaben, das ist also,
dass alle, jede Äußerung und Wirkung geistlicher Art in dem Leib Christi.
Danach sollen wir streben nach der Liebe und danach sollen wir eifern.
Und dann sagt er, seht ihr, ein gewisses Prä hat die Frage des Weissagens.
Viel mehr aber, dass ihr weissagt.
Und dann sagt er, wer weissagt in Vers 3, redet den Menschen zur Erbarung und Ermahnung und Tröstung.
Wir haben gesehen, was Weissagung in den Augen, in den Schriften des Neuen Testamentes meint.
Dass da jemand ist, der aus der Gegenwart Gottes heraus ein Wort spricht,
was die Herzen der Zuhörer in dem Moment trifft und in das Licht Gottes stellt.
Das ist Weissagung.
Wir haben auch gestern Abend gesagt, der Vermutung liegt nahe, dass die Korinther keine Weissagung wertgeschätzt haben.
Weil durch Weissagung, liebe Geschwister, manche Herzenszustände offenbar werden.
Da kommt ein Bruder, den niemand kennt und der die Geschwister und die Umstände nicht kennt und der spricht ein Wort,
was das örtliche Zeugnis oder einen einzelnen Bruder oder eine Schwester mitten im Leben trifft.
Das ist genau meine Situation. Woher kann der das wissen?
Kann der gar nicht wissen.
Aber er geht seinen Weg mit Gott und Gott gibt ihm in diesem Moment ein Wort.
Und derjenige, der es ausspricht, weiß gar nicht in den meisten Fällen, dass das 100% trifft.
Das ist Weissagung.
Und hätten die Korinther mehr Weissagung wertgeschätzt in ihrer Mitte,
dann haben wir gesehen, all die schwierigen Zustände wären angesprochen worden.
Da können wir sicher sein, dass Gott, wenn Unordnung in einer örtlichen Versammlung ist,
dass er das ansprechen will, um zu einer Korrektur zu kommen.
Aber den Korinthern ging es darum, großartige Dinge, aufsehenerregende Dinge zu praktizieren in den Zusammenkünften.
Und sie übertönten damit so leise mahnende Stimmen der Weissagung.
Vielmehr aber, dass ihr Weissagt.
Mit welchen Erwartungshaltungen kommen wir in diese Stunden der Auferbauung, Geschwister?
Gute erbauliche Worte zu hören.
Das gemeinsame Heil, heute Nachmittag haben wir über den Judasbrief danach gedacht, das gemeinsame Heil etwas zu hören.
Haben wir schon mal dafür gebetet, dass wir, wenn wir unter Gottes Wort kommen,
dass es ein Wort der Weissagung für meine Lebenssituation gibt.
Ein Wort, was mich trifft in meinem persönlichen Herzenszustand und mir vielleicht zeigt,
du könntest viel glücklicher sein, Achim, wenn du das lässt, wenn du das tust, dein Leben wäre viel reicher.
Vielmehr aber, dass ihr Weissagt.
Geschwister, wenn Gläubige an einem Ort zusammenkommen und der Heilige Geist wirken kann,
dann wird es Erbauung geben.
Dann wird es Ermahnung geben.
Das kleine Wörterlexikon am Ende sagt bestimmt, weil hier ist so ein kleiner Kringel an diesem Wort Ermahnung,
dass das auch mit Ermunterung übersetzt werden kann.
Das ist so ein griechisches Wort, was diese vielfache Bedeutung hat.
Aber wenn Geweissagt wird unter Geschwistern, das ist jetzt nicht irgendwas Mystisches,
sondern ein Bruder nimmt ein konkretes Wort in der Leitung des Heiligen Geistes aus dem Wort Gottes,
stellt das vor die Geschwister und legt das aus und eine Reihe von Geschwistern merken, das trifft mich.
Erbauung.
Ich bin reicher geworden.
Mein Verständnis über göttliche Wahrheiten ist gewachsen.
Oder ich bin auf ein Problem in meinem Leben hingewiesen worden
und der Weg ist gezeigt worden, wie ich das Problem loswerden kann, um glücklicher und reicher zu werden.
Oder auch Tröstung.
Bei Tröstung denke ich immer an die Ruth.
Wie die zu dem Boas sagt, du hast mich getröstet, denn du hast zu dem Herzen deiner Magd geredet.
Ich habe das selbst manches Mal empfunden.
Geschwister, ich habe das, ihr habt das auch alle schon erlebt, bin ich mir sicher.
Ich war mal in einer schwierigen Zeit unserer Ehe,
wo der Herr uns ein Kind genommen hat, bevor es lebend geboren werden konnte.
Bin ich mit meiner Frau mal für ein paar Tage an einen Ort gefahren, wo niemand unsere Umstände kannte.
Und wir sind in die Zusammenkünfte gegangen und dort kam ein Bruder zu Besuch hin,
aus dem Ausland, der uns noch weniger kannte.
Und er hat ein Wort gesprochen, wo ich gedacht habe, zum Herzen deiner Magd gesprochen.
Der wusste nicht, was mit uns los war, was wir brauchten an Erbauerung, an Tröstung.
Aber der Herr wusste es.
Und er hat diesen Bruder an dem Abend dahin geschickt, wo wir gerade da waren.
Und ein Wort gegeben, wo wir wieder glücklicher weggefahren sind, als wir hingekommen sind.
Das ist Realität bis heute noch, Geschwister.
Wir haben gesehen, der Korintherbrief ist vor fast 2000 Jahren geschrieben.
Aber die Leitung des Heiligen Geistes ist heute noch genauso möglich.
Das Wort Gottes in seiner Kraft ist heute noch genauso da.
Und es liegt allein an uns, diese Wirklichkeiten, die wir hier haben, auch gewähren zu lassen.
Die Korinther hatten ja vielleicht beste Absichten dabei gehabt,
aber sie haben, indem sie das Falsche in den Vordergrund gehoben haben,
und das ist jetzt, Geschwister, da ist auch wirklich Gefährliche dabei,
das Gute unterdrückt, das kam nicht zum Tragen, das kam nicht zum Ausdruck.
Es ist ja nicht so, dass dann einfach eine Stunde voll ist und alle gehen mehr oder weniger enttäuscht nach Hause.
Das Gute, was Gott geben wollte in dieser Stunde, ist nicht zur Sprache gekommen.
Und dann gehen Geschwister, die Erbauung haben mussten für eine Not in ihrer Seele, gehen leer wieder nach Hause.
Warum? Weil aus falschem Antrieb heraus Aktivitäten in den Zusammenkünften geschehen sind.
Aber wir lernen hier die gute Seite.
Und das ist mir so wichtig, dass das heute noch immer möglich ist.
Wir haben das in der Einladung geschrieben, dass das bis heute noch Realität sein kann,
dass wir das heute erleben können.
Abhängig zu bleiben, den menschlichen Verstand nicht einfach rauszuschalten und zu sagen,
ich habe mich gedrängt gefühlt, das und das zu tun, und dann muss ich das halt auch tun.
Nein, die Geister der Propheten sind den Propheten untertan.
In den Versen 4 und 5 und auch später noch, Vers 12, Vers 26, immer wieder wird betont,
dass das, was in den Zusammenkünften geschieht, zur Auferbauung sein soll.
Wir lernen also in diesem Kapitel, jetzt haben wir schon drei große Themen eigentlich angesprochen,
die in diesem Kapitel vor uns kommen und die wichtig sind für Zusammenkünfte von Gläubigen zum Namen des Herrn.
Was dort geschieht, muss verständlich sein.
Wenn da jemand in einer Sprache redet und keiner versteht es, wir haben das gelesen,
hat niemand etwas davon. Niemand hat etwas davon.
Es muss verständlich sein.
Ihr wisst am ersten Abend die technischen Probleme, weil ich nicht immer die Disziplin hatte,
hier in dieses Mikrofon zu sprechen und hinten sitzen liebe Geschwister, die nicht alles verstanden haben.
Was haben sie dann davon? Sie gehen enttäuscht nach Hause.
Tut mir heute noch leid, dass das so gewesen ist und wir hoffen, dass es in den nächsten Abenden besser gewesen ist.
Aber wir sehen, wie wichtig es ist, verständlich zu sprechen.
Und wie wichtig dann auch in unseren Tagen solche technischen Hilfsmittel sind, um es verständlicher zu machen.
Was nutzt es, wenn hier vorne einer steht und hinten in einem großen Saal sitzen Geschwister, die nichts davon mitbekommen.
Sie sind dabei, sie haben eine etwas Atmosphäre, aber das, was ihnen zur Erbarung dienen sollte, kann nicht ankommen.
Deshalb ein ganz wichtiger Punkt, liebe Geschwister, ist, es muss verständlich sein.
Das spricht einmal die Ausdrucksweise an.
Es ist doch nicht der, der begnadetste Redner, der die meisten Fremdwörter gebraucht
und der Bibelstellen so kompliziert wie möglich erklärt, um deutlich zu machen, wie gelehrt er ist.
Das ist nicht verständlich. Da haben viele Geschwister keinen Nutzen davon.
Verständlich.
Wir haben von den vielen verschiedenen Instrumenten und auch Tieren mit ihren unterschiedlichen Stimmen gehört.
Wenn alles so ein Einerlei ist, so ein Einheitsbrei sagen wir fast, ein Gleichklang von Tönen ohne Unterschiede, niemand hat etwas davon.
Aber Gott hatte doch, das haben wir am ersten Abend gesehen, so viele unterschiedliche Begabungen gegeben.
Und stellt euch vor, sie kommen alle zum Ausdruck.
Im zweiten Teil heute Abend werden wir mit des Herren Hilfe vielleicht sehen, hoffe ich sehr,
wenn auch alles zum Ausdruck kommen soll, dass es dann nicht ungefiltert passieren darf, sondern in einer gewissen sittlichen Ordnung.
Aber erst einmal bleiben wir dabei, ein großer wichtiger Punkt ist, was in der Versammlung geschieht und ausgedrückt wird, muss verständlich sein.
Es muss zum Nutzen, zur Auferbauung sein, liebe Geschwister.
Wisst ihr, dass das ein...
Ich will nicht sagen Last, aber eine große Frage für mich immer ist, wenn ich irgendwo hinkomme.
Ich suche mir ja nicht selber aus, worüber ich jetzt gerade mal sprechen will, weil ich das so gut kann oder so.
Ich merke immer mehr, wie wenig gut ich eigentlich was kann.
Aber dass Erbauung durch einen solchen Dienst geschieht, das ist meine große Bitte.
Mein Gebet immer, wenn ich losfahre, egal über welches Thema man einen Auftrag vom Herrn hat, aber dass es für die Geschwister zur Erbauung reicht.
Dazu kommen sie zusammen. Dazu gibt es die Zusammenkünfte. Natürlich gibt es auch Zusammenkünfte zur Anbetung.
Und wer wollte diese Stunde am Sonntagvormittag missen, wo wir den Tod des Herrn vor uns haben und wo wir nicht unbedingt zusammenkommen in erster Linie, damit wir erbaut werden.
Aber ich glaube, das habt ihr auch schon alle erlebt, wie es bei der Maria war, als sie diese Nadel ausgegossen hat.
Damit das ganze Haus von dem Geruch der Salbe erfüllt.
Wisst ihr, es bleibt nicht ohne Auswirkung, die Anbetung steigt nach oben, aber es bleibt nicht ohne Auswirkung auf dich und auf mich, wenn wir das so vor uns haben, was der Herr getan hat.
Die Zielrichtung ist, dass Gott verherrlicht wird und angebetet wird. Aber die Auswirkung, die praktische Auswirkung ist doch eigentlich jeden Sonntag wieder. War es nicht heute Morgen auch so?
Dass wir diesen Duft der Anbetung ein wenig in unseren Herzen hatten.
Und auch tatsächlich auch dadurch noch erbaut sind. Das war nicht unser Ziel zur Erbauung zusammenzukommen, aber das Ergebnis mit der Person des Herrn beschäftigt zu sein, ist eigentlich immer auch Erbauung.
Und in dem Teil ab Vers 26 kommt der dritte große Gedanke in diesem Kapitel vor uns, dass es keine Unordnung geben darf in den Zusammenkünften.
Das wollen wir mit des Herrn Hilfe dann noch sehen. Jetzt sind wir hier noch im ersten Teil und sehen, dass er immer wieder, wenn er auf das Sprachenreden zu sprechen kommt, sagt,
Liebe Korinther, seht zu, wenn ihr in Sprachen schon meint, reden zu müssen, dass ihr das nur dann tut, wenn jemand dabei ist, der das auslegen kann.
Wir haben am ersten Abend gesehen, dass die Sprachenreden eine besondere Gnabengabe war, aber auch die Auslegung von Sprachen ist eine Gnabengabe.
Es muss jemand sein, der das in einer Fremdsprache gesprochene Wort in eine Sprache übersetzen kann.
Das ist nicht nur reine Übersetzung, sondern auch Auslegung noch, noch erläuternde Gedanken hinzufügen kann.
Ich meine, das ist so ähnlich wie im Buch nähe mir.
Da gab es mal eine Szene, ich meine, es ist Kapitel 8.
In Kapitel 8, wo sie den Esra gerufen hatten und so ein großes Podest gebaut hatten und er dann eine ganze Reihe von Stunden aus dem Wort Gottes vorgelesen hat.
Und dann lesen wir in Vers 8, sie lasen in dem Buch, in dem Gesetz Gottes deutlich und gaben den Sinn an, so dass man das Gelesene verstand.
Die Anmerkung sagt, sie machten das Gelesene verständlich.
Auslegung von Sprachen ist mehr als reine Übersetzung.
Das ist auch ein Verständlich machen.
Da in dem Buch nähe mir, wisst ihr, was das Problem da war?
Da waren welche nach 70 Jahren Gefangenschaft in der Fremde in Babylon zurückgekehrt nach Judäa.
Die kannten die eigene Sprache nicht mehr.
Da wurde aus dem Gesetz vorgelesen in der jüdischen, hebräischen Sprache und die Jüngsten, die kannten das nicht.
Die waren in der Gefangenschaft geboren, kannten nur die Sprache Babylons und dann wird aus dem Gesetz Gottes gelesen und sie brauchten Übersetzer.
Und solche, die das Gelesene verständlich machen, die dann auch den Sinn angaben, was damit verbunden war an Inhalt.
Und so ist, wenn schon, sagt Paulus hier den Korinthern, wenn ihr schon in Sprachen redet,
dann seht zu, dass einer da ist, der das in die gebräuchliche Sprache überträgt und den Sinn davon angibt.
Sonst, sagt er ganz klar, sonst nicht in der Versammlung.
Vers 6 ist für mich sehr bewegend.
Jetzt aber, Brüder, sagt Paulus, wenn ich zu euch komme und in Sprachen rede, was werde ich euch nützen?
Dieser große Apostel, der 18 Monate in Korinth gearbeitet hatte,
und jetzt, ich meine, ist er hier, glaube ich, in Ephesus und schreibt von Ephesus aus diesen Brief an die Korinther.
Der überlegt in seinem Herzen, sagen wir noch einmal ganz deutlich, der große Apostel der Nationen überlegt in seinem Herzen, wenn ich jetzt nach Korinth kommen würde,
wie könnte ich denen am besten nützen?
Der sagt nicht einfach, ich komme als Apostel und ihr müsst euch einfach anhören, was ich euch zu sagen habe.
Er überlegt in geistlicher und auch mit seinem erleuchteten Verstand überlegt er, was wäre zum Nutzen für die Korinther.
Und er bringt dann vier Punkte.
Was werde ich euch nützen, wenn ich nicht zu euch rede, entweder in Offenbarung,
das meint, Offenbarung meint, dass in den Anfangstagen der christlichen Versammlung
Gott seinen Aposteln Geheimnisse offenbart hat, die im Alten Testament und bis dahin noch nicht bekannt waren.
Die Wahrheit über die Versammlung beispielsweise, war ein Geheimnis im Herzen Gottes verwahrt, bis die Zeit der Versammlung gekommen war zu Pfingsten.
Und dann hat er gerade den Apostel Paulus gebraucht, ihnen Stück für Stück von diesen Offenbarungen zu geben, also das sind tatsächlich neue, bis dahin unbekannte Wahrheiten.
Und der Apostel Paulus sagt, also ich kann euch am besten nützen, wenn ich schon komme zu euch, kann ich euch am besten nützen, wenn ich beispielsweise in Offenbarung zu euch rede.
Wenn ich euch also Dinge vorstelle, die mir Gott gerade in diesem Moment gibt, die neu sind und die die christliche Haushaltung betreffen.
Ein zweiter Punkt ist Erkenntnis.
Der Apostel Paulus war ein Mann, ich meine ein größerer Erkenntnis als der Apostel Paulus hat wohl kaum je einer gehabt auf dieser Erde.
Erkenntnis meint, die Zusammenhänge richtig verstanden zu haben, die Linien, die Gott in die einzelnen Bibelbücher gelegt hat, zu kennen.
Wir haben am ersten Abend gesehen, dass es eine Gnadengabe ist, das Wort der Erkenntnis zu haben.
Also das, was man echt erfasst hat über die Gedanken Gottes, dann auch in Worte zu kleiden, die anderen Gläubigen zum Nutzen sind.
Und der Apostel hatte einerseits gedacht, wenn ich schon komme und etwas sage, dann muss es entweder eine von Gott gegebene Offenbarung sein,
oder das, was mir Gott an Licht über seine Gedanken geschenkt hat, verständlich weiterzugeben.
Oder Weissagung, darüber haben wir jetzt schon mehrfach gehört.
Also ein direktes Wort aus der Gegenwart Gottes in die Herzenzustände hinein zu sprechen.
Etwas, eine aktuelle Botschaft für die aktuelle Situation zu haben.
Oder Lehre, das Aufzeigen von Zusammenhängen und großen Linien in den einzelnen Gedanken Gottes.
Beispielsweise, liebe Geschwister, das ist ein wichtiges Thema, meine ich,
dass wir einen klaren Blick haben über das Handeln Gottes in den einzelnen Haushaltungen.
Dass Gott in, wie sage ich das jetzt am besten, in unterschiedlicher Weise gehandelt hat zur Haushaltung des Gesetzes gegenüber der jetzigen Haushaltung der Gnade.
Es ist immer der gleiche Gott, aber er handelt in unterschiedlichen Haushaltungen.
Es gab die Zeit der Unschuld im Garten Eden, eine ganz andere Haushaltung als jetzt.
Und so gibt es, ist hochinteressant für junge Leute, nein für alle, auch für Schwestern,
sich damit mal zu beschäftigen, eine Linie zu erkennen, wie Gott im Alten Testament und im Neuen Testament handelt.
Lehre, Lehre ist wichtig, Geschwister.
Wisst ihr, ich meine ein Prophet im Alten Testament klagt einmal, mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis.
Wenn wir diese großen Linien, das Verständnis über die Wahrheiten Gottes nicht mehr haben,
wenn wir Lehre nicht mehr wertschätzen und sagen, das ist alles so trockenes Zeug,
dann haben wir auch keinen Boden mehr unter den Füßen.
Viele sagen ja manchmal oder denken in ihren Herzen, Praxis ist viel wichtiger als Lehre.
Aber wie willst du praktisch einen Weg gehen, wenn du die Lehre nicht kennst,
die Gedanken Gottes über dein praktisches Verhalten nicht kennst.
Und der Apostel Paulus hatte gedacht, also wenn ich schon komme, dann möchte ich doch auch
ein bisschen die Zusammenhänge, die großen Linien des Wortes Gottes und der Gedanken Gottes euch vorstellen können.
Und glaubt ihr nicht auch, dass Lehre zur Auferbauung dient?
Dass es dazu beiträgt, vielleicht hat Gott Gnade geschenkt.
Und wir haben diese drei Kapitel in ihrem Zusammenhang ein wenig mehr verstanden an diesen Abenden.
Dann liegt das nicht an mir, dann liegt das daran, dass der Geist Gottes wirksam war und Zusammenhänge deutlich gemacht hat.
Geschwister, dann war das Auferbauung.
Großartig, nicht weil ich hierher gekommen bin, sondern weil Gott durch seinen Geist
Licht gegeben hat über diese drei Kapitel.
Dann sind wir gewachsen im Glauben, reicher geworden, glücklicher geworden auch.
Habt ihr das schon mal so empfunden in euren Herzen, wenn eine Stelle klar geworden ist,
dass man auch einmal dankbar ist, wieder göttliche Gedanken verstanden zu haben.
Es geht durch den menschlichen Verstand, aber es bleibt ja nicht im menschlichen Verstand hängen,
sondern es macht das Herz, das geistliche Empfinden doch wesentlich reicher, wenn man,
seht ihr, Gott lässt sich herab, uns seine Gedanken mitzuteilen, in einer Sprache, die wir verstehen,
auf eine Weise, die wir erfassen können.
Und das macht uns einfach glücklich, dass wir die unendlichen Gedanken Gottes in diesem endlichen Gefäß
aufnehmen können, in unseren Alltag mitnehmen können, Gemeinschaft mit Gott darüber haben können.
Ich finde Lehre ist sehr wichtig, Praxis ist natürlich auch wichtig, aber Praxis ergibt sich aus einer gesunden Lehre.
In Vers 13, ich springe jetzt ein wenig, den Zusammenhang haben wir im Überblick gesehen.
In Vers 13 sagt er, wenn er, wer in einer Sprache redet, bete, dass er es auslege.
Und dann kommt er auf die verschiedenen Äußerungen in einer Versammlungsstunde zu sprechen.
Wir haben das in diesen Abenden erlebt in ihrer Vielfalt.
Da gibt es Gebet, da gibt es Lobgesang, da gibt es Lobpreis in Vers 16, da gibt es Danksagung.
Es sind alles verschiedene Äußerungen an, die aus unserem Herzen und unserem Mund hervorkommen
und gehört werden von den anderen.
Und das dürfen wir nicht aus dem Auge verlieren.
Wir sind zusammengekommen und was wir äußern, wir haben am Ende dieses Kapitels gelesen,
dass es nur Brüder sind, die etwas hörbar im Vordergrund sagen sollen.
Es ist andersherum ausgedrückt, es ist ausgedrückt, die Schwestern sollen schweigen,
aber ihr lieben Brüder, das heißt im Umkehrschluss, die Brüdern sollen nicht schweigen.
Wir sind verantwortlich vor Gott, Mund der Versammlung zu sein.
Oft sehen wir den Schwerpunkt darauf, dass die lieben Schwestern möglichst ruhig sind.
Aber seht ihr, das ist ein Wort für uns Männer, uns nicht zu verschließen, Mund der Versammlung zu sein.
Also es gibt diese vielfältigen Äußerungen und nie sollen wir dabei vergessen, der andere hört mit.
Gerade wenn es ums Beten geht, liebe Geschwister,
und da seid ihr Schwestern jetzt genauso angesprochen wie wir Brüder,
wir sollen das Amen sagen zu der Danksagung oder zu dem Lobpreis.
Lobpreis beschäftigt sich mehr mit der Person dessen, den wir würdigen wollen,
Danksagung ist für empfangene Gaben.
Und so ist das unterschiedliche Äußerungen, die es hier gibt in der Versammlung und wer,
ihr erlebt das an euren Orten, ich erlebe das in Salzgitter auch, das ist Realität,
wenn wir noch zusammenkommen, es gibt unterschiedlichste Äußerungen,
aber nie kannst du sagen, ich richte mich nur an Gott und darf die Geschwister aus dem Auge verlieren.
Sie sollen das Amen sagen zu deiner Danksagung.
Ist das eine Formel?
Ich darf euch einfach mal sagen, meine Wahrnehmung hier ist,
ihr sagt viel kräftiger Amen als wir bei uns zu Hause in Salzgitter.
Ich sage das nicht um zu loben oder uns zu kritisieren,
aber Amen ist ein hörbarer Ausdruck der Zustimmung.
Und wenn da ein Brudermund der Versammlung ist, dann ist das ja nicht ein Gebet,
was dieser Bruder jetzt gerade sich ausgedacht hat und spricht,
das sind so die Kernelemente eigentlich von Versammlungsleben,
sondern dann bringt er das zum Ausdruck, was in den Herzen der Geschwister ist.
Und er ist der Mund der Geschwister.
Und sie sagen dann, das ist genau das, was ich in meinem Herzen habe,
und das bestätige ich mit einem Amen.
So sei es.
Ist keine Formel, ist auch nicht irgendwie nebensächlich.
Ist auch kein gutes Zeichen, wenn man ein Amen einfach nicht sagt,
wenn man mit dem Bruder nicht einverstanden ist, der da gerade betet.
Ich habe auch mal erlebt, es war auch eine große Konferenz,
da ist in der Gebetstunde, ich finde das immer sehr gut, dass vorher gebetet wird,
aber es ist in der Gebetstunde ein Thema angesprochen worden,
was wirklich eine strittige Situation in der Versammlung in Deutschland war.
Und dann hat ein Bruder gebetet und es war wirklich nur ein ganz dünnes Amen.
Dann hat ein anderer Bruder gebetet und genau die andere Seite dieses Themas angesprochen.
Und Geschwister, dann haben die anderen Hälften der Brüder Amen gesagt,
stellt euch mal vor, die Gebetstunde wird zu einer Kampfarena,
zu einer Abstimmung von unterschiedlichsten Meinungen.
Wisst ihr, dann haben wir völlig aus dem Auge verloren, worum es eigentlich geht.
Wir reden zu Gott als Mund der Versammlung.
Und wir können nicht unterschiedliche Sichtweisen,
wie zu einer Art Abstimmung in der Gebetstunde machen,
oder Geschwister zwingen wollen,
unsere Sichtweise über eine bestimmte Sache zu bestätigen mit Amen, indem wir sie im Gebet ausdrücken.
Ich will beten mit dem Verstand.
Das meint das auch.
Es gibt Orte, ich weiß nicht wie es hier ist, glücklicherweise weiß ich das nicht,
deshalb rede ich einfach eben mal darüber und sage,
wenn wir wissen, wenn uns Dinge bekannt sind,
über die am Ort unterschiedliche Auffassungen bestehen,
dann können wir sie nicht praktisch in einer Gebetstunde zur Abstimmung stellen und sagen,
jetzt bete ich aber meine Meinung dazu und die Geschwister müssen Amen sagen.
Ich will beten mit dem Verstand.
Wir müssen die Dinge erst bereinigen, bevor wir im Gebet einmütig als Versammlung vor Gott damit hintreten können.
Wir können zu Hause dafür beten, dass es doch zur Einmütigkeit kommt,
aber wir können das nicht zu einem Gegenstand machen, wo Geschwister gezwungen werden,
entweder Ja oder Nein zu sagen.
Nicht in der Gebetstunde, wo wir mit Gott reden.
Dann sagte Paulus in Vers 18, ich danke Gott, ich rede mehr in Sprachen als ihr alle.
Hat er nicht eben gesagt, sie sollen das lassen?
Oder am besten erst mal nach den anderen Dingen trachten, Erbauung, Tröstung und so weiter.
Ich meine, Paulus meint hier, ich rede mehr in Sprachen, aber nicht in der Versammlung als ihr alle.
Er hat diese Gnadengabe mit Sicherheit auch ausgenutzt,
aber er hat sie nicht in der örtlichen Zusammenkunft einer Versammlung ausgeübt,
sondern im persönlichen Dienst an Einzelnen.
Mehr als sie alle, aber er hatte das geistliche Verständnis.
Diese Sachen, die zur Auferbauung dienen sollen, aber gar nicht dienen, weil es keiner versteht,
das nicht in der Versammlung anzubringen, in einem Zusammenkommen.
Und dann sagt er das sehr bemerkenswerte in der Versammlung,
will ich lieber fünf Worte reden mit meinem Verstand, um andere zu unterweisen,
als 10.000 Worte in einer Sprache.
10.000 ist jetzt nicht irgendwie willkürlich gegriffen.
Ich habe mal gelernt, dass 10.000 zu damaligen Zeit in der griechischen Sprache
der größte vorstellbare Zahlenausdruck war.
Myriaden finden wir häufiger im Neuen Testament diesen Ausdruck, 10.000.
Eine höhere Zahl kannten die Griechen damals nicht.
Deshalb sagt er, lieber fünf Worte mit dem Verstand als die höchste vorstellbare Zahl von Worten
und niemand hat etwas davon.
Da habe ich mal einen sehr interessanten Gedanken dazu gehört.
5 zu 10.000, das ist ja so wie 1 zu 2.000.
Da hat mal ein Bruder gesagt, wenn man das Jahr mit 50 Sonntagen rechnen würde,
dann kommt man bei 1 zu 2.000 auf 40 Jahre.
40 Jahre.
Und Paulus sagt, lieber einen Sonntag mit Verstand und geistlicher Einsicht predigen,
als 40 Jahre lang jeden Sonntag zu reden, ohne dass andere etwas haben.
Was für ein Verhältnis, was?
40 Jahre lang und er sagt, ein Sonntag ist dann viel wertvoller,
als 40 Jahre lang jeden Sonntag und niemand hat etwas davon.
Aber ich möchte auch ein anderes Wort der Ermunterung mal sagen.
Paulus nimmt nicht nur die 10.000 Worte, um das Undenkbare auszudrücken,
er sagt, lieber fünf Worte mit dem Verstand.
Ich möchte einfach mal sagen, vielleicht sagt ihr jetzt, das hat er aber in den drei Abenden nicht geschafft,
wollte mal sagen, in der Kürze liegt die Würze.
Kann man auch mal so auf einen geistlichen Vortrag anwenden und sagen, fass dich auch mal kurz.
Oder die jungen Brüder mal als Ermunterung sagen, ihr müsst nicht eine Stunde voll machen mit einem Dienst.
Das, was der Herr euch gegeben hat und wenn das 15 Minuten sind,
lieber 15 Minuten mit dem Verstand,
als 10.000 Worte, unverständlich und niemand hat etwas davon.
Kürze ist nicht immer ein Zeichen von Schwachheit,
sondern eine kurze, knackige Botschaft von Gott,
trifft die Herzen viel schneller und eher als langatmige Ausführungen.
Deshalb muss ich mich selber auch etwas disziplinieren,
dass wir noch zum Ende des Kapitels kommen irgendwie.
Ich springe jetzt einfach mal zu Vers 26,
wo wir dann den praktischen Ablauf von Zusammenkünften eigentlich finden.
Paulus sagt jetzt hier, nachdem er diese Einleitung mit Sprachenreden und Weissagungen
einander gegenüber gestellt hat und gezeigt hat, was wirklich wichtig und zur Erbauung ist.
Was ist es nun, Brüder?
Wenn ihr zusammenkommt,
hat jeder von euch einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Offenbarung, hat eine Sprache, hat eine Auslegung.
Scheinbar war das in Korinth so gewesen, dass sie tatsächlich zusammenkamen
und jeder hatte irgendwas.
Ich bin mir nicht sicher, ob das hier ein Lob ist, was Paulus ausspricht.
Er stellt einfach nur fest, jeder von euch hat etwas.
Offenbar war es so gewesen, dass in Korinth,
das geht aus den folgenden Versen hervor,
dass die Dinge dann in einer gewissen,
ohne Kontrolle ausgesprochen wurden, durcheinander, dass man nicht aufeinander gewartet hat,
wer dann jetzt gerade etwas zu sagen hatte. Das machen die nächsten Versen deutlich.
Aber erst einmal sagt ihr, jeder von euch hat etwas.
Und das ist jetzt erst mal ein Wort,
was wir sacken lassen müssen als Brüder, auch als Schwestern übrigens.
Aber die Schwestern dürfen es nicht hörbar ausdrücken. Das heißt aber nicht, dass sie nichts haben dürfen.
Ihr Schwestern habt mit Sicherheit auch schon mal ein Lied auf dem Herzen gehabt, eine Schriftstelle
und vielleicht in dem Moment erlebt, dass ein Bruder sie vorliest oder vorschlägt
oder einen Gedanken in eurem Herzen gehabt und ein Bruder hat ihn im Gebet ausgedrückt.
Jeder von euch hat etwas.
Aber ist das so, Brüder?
Denken wir mal an heute Vormittag.
Hatte jeder von uns etwas mitgebracht?
Im alten Testament war das so, dass sie mit einem gefüllten Korb kommen sollten.
Sie sollten nicht erst an dem Sabbatanfang zusammen schnell auf dem Weg zum Altar,
sondern sie sollten
schon zurückgelegt haben, etwas haben und in einem gefüllten Korb vor den Altar kommen.
Und bei uns ist das manchmal so, jetzt spreche ich auch ein bisschen aus Erfahrung,
dass wir hierher kommen
und eingestimmt werden müssen durch ein Lied, durch eine Schriftstelle
und dann kommen wir so langsam auf Temperatur.
Das war im Korinth anders. Sie hatten alle etwas.
Aber sie haben es offensichtlich auf ungeistliche Weise zur Sprache gebracht.
Paulus sagt, alles geschehe zur Erbauung.
Seht ihr, wenn alles durcheinander läuft,
wenn sie nicht aufeinander warten mit dem Reden,
wenn sie unkontrolliert ihre Herzensempfindungen ausdrücken,
was haben die Geschwister davon?
Dann entsteht Unruhe im Kreis der Geschwister.
Dann entstehen Fragezeichen
und Unklarheit. Was soll das jetzt alles?
Was habe ich persönlich davon? Keiner weiß, was er mit einem Durcheinander anfangen soll.
Und dann fängt er an,
es in einer gewissen Weise zu regulieren.
Das ist jetzt, wenn ich das so sage, ein bisschen gefährlich fast, habe ich für mich den Eindruck,
weil wir neigen dazu,
gewisse Rahmenbedingungen
zu akzeptieren, die sich wie von selbst einschleichen
und die wir dann als gesetzt nehmen.
Ich bring euch einfach mal ein Beispiel. Ich kenne
einen Bruder, der hat die Freudigkeit, in den Zusammenkünften immer das erste Lied vorzuschlagen.
Das ist
nicht ungefährlich.
Weil wenn junge Geschwister da in diesem Kreis heranwachsen und sehen,
Bruder X schlägt das erste Lied immer vor,
das hat zwei Gefahren.
Die eine Gefahr ist die,
das muss so sein.
Und wenn der das erste Lied nicht vorschlägt, dann ist irgendetwas schief.
Dann passt das nicht in der Stunde.
Das ist die eine Gefahr, dass man meint, das ist eine Regel.
Es gibt aber keine Regel in den Zusammenkünften.
Die andere Gefahr, die ich sehe, ist die,
man muss sich schon beeilen, um schneller zu sein, um zu verhindern, dass so eine Regel entsteht.
Und wo bleibt die ruhige,
wartende
Haltung, was will der Geist Gottes
in diesem Augenblick?
Ich finde, das erste Lied in einer Stunde
hat eine besondere Qualität.
Weil wenn der Heilige Geist wirklich in einer Stunde wirken kann,
dann gibt er
eine gewisse Linie, einen gewissen Grundton vor.
Und das ist jetzt das, was wir verstehen sollen in den folgenden Versen.
Der Apostel Paulus sagt nicht,
ihr müsst euch eine Ordnung geben.
Ja, es gibt
Kreise von Menschen, kirchliche Kreise,
wo du in das Gebäude reinkommst und da steht eine Ordnung an der Seite angeschlagen.
Lied, Text, Gebet, wer auch das immer macht.
Ich kenne auch Glaubensgeschwister, mit denen wir nicht auf einem Boden uns versammeln,
die aber eine gewisse
Rangfolge für den nächsten Sonntag schon vorgegeben haben.
Das will der Apostel Paulus hier nicht.
Er sagt auch nicht,
Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern der Ordnung.
Gott sei Dank sagt er das nicht.
Gott ist ein Gott der Ordnung.
Aber er sagt das nicht, wenn es hier um
die Abläufe in den Zusammenkünften geht.
Aber wir wollen etwas genauer vielleicht dahin sehen. Er spricht über das Sprachenreden,
höchstens zwei oder drei und nacheinander, also kein Durcheinander bitte,
wenn in fremden Sprachen gesprochen wird.
Kein Durcheinander, höchstens zwei oder drei,
weil das ist eine Fülle von Eindrücken, die auch die lieben Zuhörer verarbeiten müssen.
Und
ein zusätzlicher Punkt noch, nur
wenn einer da ist, der es auslegen kann.
Und dann kommt eine klare Ansage, wenn kein Ausleger da ist,
hat die Gabe des Sprachenredens kein Recht, sich in der Versammlung hören zu lassen.
Geschwister, das ist ein Wort des Apostels, ein Wort Gottes. Wir haben das am Ende des Kapitels gelesen.
Propheten
haben wir gestern gesehen, das sind solche, die aus der Gegenwart Gottes herauskommen
und ein Wort in die Umstände hinein haben.
Propheten, zwei oder drei.
Und die übrigen,
die da sitzen, sollen urteilen.
Ich denke, das tut ihr auch in diesen Abenden.
Urteilen.
Was sollen sie denn urteilen?
Wie der Prophet ausgesehen hat, wie er sich ausgedrückt hat?
Nein, natürlich die Botschaft, die er gebracht hat.
Und wie sollen wir sie urteilen?
Anhand des Wortes Gottes.
So haben es die Berührer, glaube ich, getan.
Das, was gesagt wurde, haben sie untersucht anhand des Wortes Gottes, ob sich das tatsächlich so verhält.
Das ist die Verantwortung der Geschwister.
Darf ich mal so offen sagen, ihr müsst nicht alles über euch ergehen lassen.
Ihr müsst ein Urteil darüber haben,
ob das richtig war, was gebracht wurde.
Ich bitte zum Herrn, dass das so war, dass das richtig war.
Aber ihr urteilt.
Jeder, der einen öffentlichen Dienst tut, untersteht dem Urteil der Versammlung.
Das ist ein Grundsatz, den wir nicht aufweichen können.
Und dann kommt, wenn einem anderen, der da sitzt, das ist jetzt so wie hier heute,
einer steht und sagt, im Auftrag Gottes eine Botschaft,
und dann
kommt auf einmal einer und sagt, ich habe eine Offenbarung.
Da muss der Erste sich hinsetzen, sagt er.
Habt ihr das schon mal erlebt?
Ich habe das noch nicht erlebt.
Dass ein Bruder gesprochen hat und einmal sagt, ich habe eine Offenbarung, setz dich bitte hin,
ich muss jetzt hier, das ist 1. Korinther 14.
Wir haben vorhin gehört, was Offenbarungen sind.
Neue
Geheimnisse, die bis dahin im Herzen Gottes verborgen waren.
Zu dieser Zeit gab es noch Offenbarungen, gab es noch neue christliche Wahrheiten,
die Gott seinen Aposteln und Propheten gegeben hat.
Und seht ihr,
eine Weissagung,
also ein Wort Gottes aus der Gegenwart Gottes heraus in die Zustände der Herzen,
hat eine gewisse
Bedeutung.
Aber wenn Gott in dem Moment etwas Neues gibt, eine neue christliche Wahrheit,
die bis dahin noch keiner kannte,
dann hat die Weissagung Nachrang.
Dann muss das, was Gott in dem Moment gibt,
auch Vorrang haben.
Das ist der Gedanke dieser Stelle, so wie ich sie verstehe.
Also niemand wird,
ich habe es noch nicht erlebt und ich hoffe ihr auch nicht,
niemand wird sagen, setz dich bitte wieder hin, ich habe jetzt etwas
Wichtigeres zu sagen.
Das ist nicht der Sinn und die Bedeutung dieser Stelle.
Aber wenn Gott, und die Offenbarungen sind abgeschlossen, das Wort Gottes
haben wir vollständig vor uns liegen,
deshalb wird es das heute nicht mehr geben, dass Gott eine neue Offenbarung
gibt. Das Wort Gottes ist vollendet.
Aber damals war es noch nicht der Fall.
Und wenn es
in einem Zusammenkommen die Situation gab, Gott gibt jemandem eine neue
Wahrheit, ein Licht über eine neue Wahrheit,
dann hat er alles andere zurückzustehen und das Neue musste
den Geschwistern vorgestellt werden.
Ihr könnt alle nach,
der einer nach dem anderen alle Weissagen,
damit alle lernen und alle getröstet werden.
Aber nicht in einer Stunde, liebe Geschwister.
Zwei oder drei hatte der Apostel reguliert. Und wisst ihr,
das ist nicht ein Wort für die Schwestern, das ist ein Wort für uns alle.
Gott denkt
auch an die Schwachheit, an die Aufnahmefähigkeit der Zuhörer.
In einer Stunde der Wortverkündigung mehr als drei, das möchte Gott nicht.
Weil die Botschaft, die er zu geben hat,
die soll in den Herzen sich ja auch verfangen
und soll ja auch nachwirken.
Und mehr als drei sagt er,
ihr könnt das nicht verarbeiten.
In dem Maße, wie ich euch das geben möchte.
Ihr seid begrenzt in eurer Kapazität, in eurer Aufnahmekapazität
und deshalb
zwei oder drei kurze, knappe und klare Botschaften
und geht nicht darüber hinaus,
weil es nicht mehr Segen gibt,
sondern eher Verlust.
Ich hatte früher die Situation,
ich hoffe euch jungen Brüdern geht das auch so,
dass man
manches Mal, man beschäftigt sich mit dem Wort, man hat etwas auf dem Herzen
und betet,
der Herr gibt Klarheit, ob das zur Sprache kommen soll
und man sitzt in der Versammlung und ein anderer ist schneller.
Und ich habe manchmal gedacht, so die nächsten Male habe ich wieder Kinderdienst,
das was mir wichtig war, das kann ich jetzt gar nicht vor die Geschwister bringen.
Ihr könnt alle nacheinander weissagen, nicht am gleichen Tag.
Vielleicht war das nicht die Botschaft Gottes für diesen Tag.
Dann verschließt das in deinem Herzen, nimm es mit,
es macht dich reicher, du kannst länger noch darüber nachdenken und der Herr wird
eine andere Gelegenheit geben.
Vielleicht ist es aber auch gar nicht so, dass du dich mit einem Thema beschäftigt hast,
das dir persönlich wertvoll war und der Herr jetzt sagt, gib das vor die
Geschwister.
Manchmal ist das der Eindruck,
dass man persönliche
Kostbarkeiten meint, auch anderen mitteilen zu müssen, aber erst mal
richtet sich das Wort ja an mich und hat eine Botschaft und ein Segen für mich.
Und wenn der Herr das möchte, dass das einen weiteren Kreis zieht, wird er das
deutlich machen.
Zwei oder drei
die übrigen Urteilen nacheinander
und wenn es heute nicht ist, vielleicht am nächsten Sonntag oder am übernächsten
Sonntag.
Das ist vielleicht mal ein Wort für die Jüngeren, die nicht,
ihr wisst, wie ich das meine, nicht zum Zug gekommen sind.
Die Zeit kommt.
Und der Herr, wir haben am Anfang gesagt, der gleiche Geist, der in euch wirkt, der wirkt
auch in den älteren Brüdern,
die vielleicht
nicht genügend Raum lassen.
Es ist eine Frage für uns Ältere, ob wir genügend Raum lassen für jede
geistliche Regelung.
Das ist ganz nämlich, was er in Vers 32 sagt.
Die Geister der Propheten sind dem Propheten untertan.
Es gibt immer noch einen
geistlicherweise erleuchteten Verstand,
der nicht jedem Impuls, den ich jetzt in meinem Herzen habe, unreguliert
nachgibt und sagt, jetzt habe ich ein Lied vorgeschlagen, das muss, das habe ich im
Herzen, das muss ich sofort vorschlagen.
Und habe vergessen, ich habe vielleicht schon drei Lieder vorgeschlagen.
Und dann sitzen 40 Brüder hier in diesen Reihen
und keiner kommt zum Zuge, weil ich meine, das Lied, was mir wichtig ist, müssen jetzt
alle singen.
Seht ihr, das ist das,
dass man warten kann,
dass man
nicht jedem Impuls nachgibt, sondern der erleuchtete Verstand fragt sich,
Herr, willst du mich jetzt tatsächlich schon wieder gebrauchen? Ich habe doch
schon mal etwas vorgelesen und es sind noch so viele hier, die auch was haben
können.
Warten wir doch auch mal aufeinander.
Muss nicht peinlich werden, die langen Pausen, aber
ich bin mir sicher, wenn es Pausen gibt, werden die Herzen von Jüngeren
ermuntert, auch mal den Mund aufzutun.
Und die Stimme eines jungen Bruders in der Versammlung zu hören
ist für jeden eine Erquickung, da bin ich mir auch sicher.
Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern, haben wir gesagt, nicht der Ordnung,
sondern des Friedens.
Ich habe mal gelernt auf einer Betrachtung zu diesem Vers,
dass Frieden das höhere Prinzip ist.
Ordnung ist etwas Kaltes irgendwie, etwas Starres,
aber Frieden, Geschwister,
ist das höhere Prinzip und
wo Frieden ist,
da ist auch Ordnung.
Das ist eine Tatsache, wo das höhere Prinzip des Friedens wirksam ist,
da sind die Dinge in Ordnung.
Da brauchen wir keinen kalten, klaren Regelplan, wer wann was sagen darf und
wer nicht,
bis auf die eine Tatsache, ihr lieben Schwestern, dass ihr nichts sagen dürft,
hörbar in den Versammlungsstunden,
aber wo Frieden im Herzen ist,
wo die Herzen einmütig schlagen,
da ist Ordnung.
Und Gott ist ein Gott des Friedens,
aber nicht nur in Korinth,
auch in neun Kirchen
und in Salzgitter
und in Eiserfeld
und in allen Versammlungen
der Heiligen.
Wir haben am ersten Abend schon gesehen, was Paulus in Korinth zu sagen hat,
das gilt allen Gläubigen, die sich an jedem Ort zu dem Namen des Herrn
versammeln, zu allen Zeiten.
Und was er hier
über die Zusammenkünfte zu sagen hatte, was sich da wie äußern darf,
das gilt in Korinth
und auch heute im Jahr 2022 in neun Kirchen.
Und ich nehme das auch mit nach Salzgitter
und nach Bad Godesberg und wo ihr alle herkommt.
Dann kommt das ernste Wort,
was überhaupt nichts mit Wertschätzung
oder Bedeutung zu tun hat, sondern einfach ein Gebot des Herrn ist, die
Frauen sollen schweigen
und das meint ganz einfach, sie sollen nicht einzeln hörbar im Vordergrund sein
in den Zusammenkünften.
Sie dürfen mitsingen, sie sollen Amen sagen, zu der Danksagung, die geschieht
alles das ja,
aber leitend
in den Zusammenkünften hörbar im Vordergrund sein,
das sollen sie eben nicht. Und
liebe Schwestern,
das hat nichts damit zu tun, dass Brüder das besser können.
Überhaupt nicht.
Ich bin tief überzeugt davon,
dass es geistliche Schwestern, viele, viele geistliche Schwestern gibt,
die dieses Kapitel besser verstehen als wir Brüder.
Aber Gott möchte nicht,
dass ihr
die Stimme angebt in den Versammlungen.
Und der größte Segen ruht auf einer örtlichen Versammlung dann,
wenn das auch beachtet wird.
Eure geistlichen Regungen
kommen zum Ausdruck, seid sicher.
Weil der geische Geist, der in euch etwas bewirkt, der bewirkt auch das in uns
Brüdern.
Und dann kommt das zum Ausdruck, was Gott möchte.
Die letzten Verse zeigen dann,
dass Paulus doch gesehen hat, dass Inkurrent diese Unordnung
dazu führen konnte, dass sie jetzt meinen, was will der Apostel uns da eigentlich
alles sagen.
Und er muss ihnen sagen,
wenn jemand meint ein Prophet zu sein oder geistlich, so erkenne er,
dass das, was ich euch schreibe, ein Gebot des Herrn ist.
Vers 36 und 37 macht drei Dinge, damit möchten wir zum Ende kommen.
Entschuldigt bitte, dass das etwas länger geworden ist heute.
Aber diese drei Dinge möchte ich ganz kurz zum Schluss noch vorstellen.
Vers 36 und 37 zeigen erstens,
das Wort Gottes geht nicht von der Versammlung aus.
Die Kirche Gottes lehrt nicht, sie wird belehrt durch die Gaben, die der Herr der
Versammlung gegeben hat.
Aber das,
ich möchte das in aller Vorsicht sagen, aber es ist eine Tatsache leider,
was in der katholischen Kirche geschieht, ist falsch.
Da setzt sich der Papst hin und schreibt eine Enzyklika und das ist auf einmal
die Lehre, die in der katholischen Kirche gilt.
Leider nur für eine Reihe von Jahren, dann kommt der nächste Papst und schreibt eine
neue Enzyklika.
Da sehen wir schon, was das Wort Gottes für eine bleibende Bedeutung hat
gegenüber dem Wort eines Menschen.
Aber die Kirche, das Wort Gottes
geht nicht von der Versammlung aus, sondern es kommt zu der Versammlung.
Die Versammlung wird belehrt.
Das ist das Erste.
Und das Zweite ist der letzte Satz von Vers 36, ist es zu euch allein gelangt?
Seid ihr in Korinth die Einzigen, die
diese
Praxis haben,
die diese Überzeugung der Lehre haben? Nein, das Wort Gottes gilt nicht nur in
Korinth.
Wir haben das eben schon gesagt, das gilt auch heute noch an jedem Ort.
Es besitzt eine universelle Kraft
für alle Orte, wo sich Gläubige versammeln.
Und es hat in Vers 37 göttliche Autorität.
Und das
soll der Schlusssatz sein, liebe Geschwister.
Nicht ich habe jetzt zu euch gesprochen in diesen drei Abenden.
Es ist ein Gebot des Herrn.
Aber ich finde, es ist ein sehr liebevolles Gebot,
weil es getragen wird von dem Gedanken
der Liebe.
Der weit vortrefflichere Weg,
wie sich Gaben in der Versammlung offenbaren, wie die Glieder des Leibes
zusammenspielen und einander gegenseitig helfen, wird getragen von der
göttlichen Liebe.
Es ist kein strenges Gebot,
es ist ein Gebot der Liebe.
Und wenn wir
uns nach diesen Kapiteln ausrichten in den Orten, wo wir
unseren Platz haben,
dann wird es ein Aufleben geben.
Möchte der Herr dazu sein Wort segnen. …
