Prakische Betrachtungen über das Buch Ruth
ID
az009
Idioma
DE
Duração total
03:08:25
Quantidade
3
Passagens bíblicas
Ruth
Descrição
Praktische Belehrungen aus den ersten beiden Kapiteln des Buches Ruth.
Transcrição automática:
…
Liebe Geschwister, wir haben in diesen Tagen, wenn der Herr sie uns erleben lässt, ein ganz besonderes Vorrecht.
Zumindest in den Zusammenkünften, die wir so wie heute Abend und in den kommenden Abenden haben möchten.
Nicht nur das Vorrecht, dass wir uns ein bisschen besser kennenlernen dürfen.
Auch das ist eine besondere Gnade, dass man an einen Ort kommt, wo man fast keinen Menschen kennt,
aber wir alle, die wir heute Abend hier sind, haben einen Mittelpunkt, von dem wir gesungen haben.
Um ihn allein sind wir versammelt und deshalb sind wir uns auch gar nicht fremd.
Denn das, was euch zu dem Herrn Jesus zieht, das zieht mich auch zu dem Herrn Jesus.
Im Übrigen habe ich an diesem Raum, obwohl ich heute das erste Mal bewusst hier mit euch als Versammlung zusammen bin, durchaus gute Erinnerungen.
Ich kenne diesen Raum immer mit langen, weiß gedeckten Tischen und leckerem Mittagessen.
Immer dann, wenn wir von der Konferenz in der Stadt alle hierher gekommen sind,
aber so mit euch als Geschwister um den einen Mittelpunkt versammelt. Das bin ich heute zum ersten Mal.
Und ich freue mich, dass wir die Gelegenheit haben, nicht nur uns besser kennenzulernen,
sondern möchte der Herr schenken, dass wir auch ihn besser kennenlernen.
Dann ist das, was wir auch im Gebet ausgedrückt haben, die Folge, dass wir alle einen reichen Segen bekommen.
Was ist das eigentlich, Segen bekommen?
Wenn man so wie ich durch die Gnade Gottes in einem gläubigen Elternhaus groß wird,
dann lernt man bestimmte Begriffe von Kind auf kennen.
Und sie haben dann alle irgendwie eine geistliche Bedeutung.
Aber man fängt oft sehr spät an, das zu hinterfragen. Was ist das eigentlich, einen Segen bekommen?
Ich meine, wenn wir mit der Gnade des Herrn das Buch Ruth ein wenig betrachten,
dann werden wir eine Antwort auf diese Frage finden, was es bedeutet, Segen zu bekommen.
Und Geschwister, wir werden auch eine Antwort darauf bekommen, was es bedeutet, Segen zu verlieren.
Unser Wunsch ist es, das haben wir im Gebet ausgedrückt,
jeder von uns möchte gesegnet werden.
Kinder sind heute Abend hier, junge Leute, alte Leute,
Geschwister im Mittelpunkt, im Zentrum ihres Lebens stehend.
Alle wollen einen Segen bekommen. Und das kann nur einer schenken, unser guter Herr.
Und seiner Gnade wollen wir uns anbefehlen für das Nachdenken über den Gegenstand, der mir auf dem Herzen lag.
Ich hatte euch das mitgeteilt und mit des Herrn Hilfe wollen wir gerne
zumindest über die ersten beiden Kapitel aus dem Buch Ruth ein wenig nachdenken.
Und ich möchte heute Abend erst einmal das Wort Gottes lesen.
Aus dem Buch Ruth.
Wir lesen wegen des Zusammenhangs das ganze erste Kapitel.
Ruth 1 Vers 1
Und es geschah in den Tagen, als die Richter richteten.
Da entstand eine Hungersnot im Land.
Und ein Mann von Bethlehem-Judah
zog hin, um sich in den Gebieten von Moab aufzuhalten.
Er und seine Frau und seine beiden Söhne.
Und der Name des Mannes war Elimelech
und der Name seiner Frau Naomi.
Und die Namen seiner beiden Söhne Machlon und Kilion.
Ephrathita aus Bethlehem-Judah.
Und sie kamen in die Gebiete von Moab und blieben dort.
Und Elimelech, der Mann Naomi, starb.
Und sie blieb mit ihren beiden Söhnen übrig.
Und sie nahmen sich moabitische Frauen.
Der Name der einen war Orpah und der Name der anderen Ruth.
Und sie wohnten dort etwa zehn Jahre.
Da starben auch die beiden Machlon und Kilion.
Und die Frau blieb von ihren beiden Söhnen
und von ihrem Mann allein übrig.
Und sie machte sich auf, sie und ihre Schwiegertöchter,
und kehrte aus den Gebieten von Moab zurück.
Denn sie hatte im Gebiet von Moab gehört,
dass der Herr sich seinem Volk zugewandt habe,
um ihnen Brot zu geben.
Und sie zog aus von dem Ort, wo sie gewesen war,
und ihre beiden Schwiegertöchter mit ihr.
Und sie zogen des Weges, um in das Land Judah zurückzukehren.
Da sprach Naomi zu ihren beiden Schwiegertöchtern,
Geht, kehrt um, jede zum Haus ihrer Mutter.
Der Herr erweise Güte an euch,
so wie ihr sie an den Verstorbenen und an mir erwiesen habt.
Der Herr gebe euch, dass ihr Ruhe findet,
jede im Haus ihres Mannes.
Und sie küsste sie.
Und sie erhoben ihre Stimme und weinten.
Und sie sprachen zu ihr doch,
wir wollen mit dir zu deinem Volk zurückkehren.
Und Naomi sprach, kehrt um, meine Töchter,
warum wollt ihr mit mir gehen?
Habe ich noch Söhne in meinem Leib,
dass sie euch zu Männern werden könnten?
Kehrt um, meine Töchter, geht,
denn ich bin zu alt, um einem Mann anzugehören.
Wenn ich spreche, ich habe Hoffnung,
wenn ich selbst diese Nacht einem Mann angehören würde
und sogar Söhne gebären sollte,
wollt ihr deshalb warten, bis sie groß würden?
Wollt ihr euch deshalb verschließen,
um keinem Mann anzugehören?
Nicht doch, meine Töchter,
denn mir ergeht es viel bitterer als euch,
denn die Hand des Herrn ist gegen mich ausgegangen.
Da erhoben sie ihre Stimme und weinten wieder.
Und Orpah küsste ihre Schwiegermutter,
Ruth aber hing ihr an.
Und sie sprach sie,
deine Schwägerin ist zu ihrem Volk
und zu ihren Göttern zurückgekehrt.
Kehre um, deiner Schwägerin nach.
Aber Ruth sprach, dringend nicht in mich,
dich zu verlassen,
um hinter dir weg umzukehren.
Denn wohin du gehst, will ich gehen.
Und wo du weilst, will ich weilen.
Dein Volk ist mein Volk
und dein Gott ist mein Gott.
Wo du stirbst, will ich sterben
und dort will ich begraben werden.
So soll mir der Herr tun und so hinzufügen.
Nur der Tod soll scheiden zwischen mir und dir.
Und als sie sah,
dass sie fest darauf bestand, mit ihr zu gehen,
da ließ sie ab, ihr zuzureden.
Und so gingen beide, bis sie nach Bethlehem kamen.
Und es geschah, als sie nach Bethlehem kamen,
da geriet die ganze Stadt ihretwegen in Bewegung.
Und sie sprachen, ist das nicht Naomi?
Und sie sprach zu ihnen,
nennt mich nicht Naomi,
nennt mich Mara.
Denn der Allmächtige hat es mir sehr bitter gemacht.
Voll bin ich gegangen
und leer hat mich der Herr zurückkehren lassen.
Warum nennt ihr mich Naomi,
da der Herr gegen mich gezeugt
und der Allmächtige mir Üblis getan hat?
Und so kehrte Naomi zurück
und auch Ruth, die Moabiterin,
ihre Schwiegertochter mit ihr,
die aus den Gebieten von Moab zurückkehrte.
Und sie kamen nach Bethlehem
beim Beginn der Gerstenernte.
So weit wollen wir heute Abend
aus dem Wort Gottes lesen.
Aus dem Wort Gottes lesen.
Das Buch Ruth
ist sicherlich jedem Gläubigen gut bekannt.
Es hat einmal den Vorteil,
für junge Leute vielleicht mal gesagt,
den Vorteil, es ist ein kurzes Buch,
man kann das in vier Kapiteln
sehr schnell auch einmal durchlesen
und es ist zweitens eine sehr zu Herzen gehende,
das Herz wirklich glücklich machende Geschichte,
ein wirklicher Bericht,
der sich dort ereignet hat.
Es ist ein Bericht,
diese vier Kapitel in sich,
den wir auf viele verschiedene Weise
eigentlich betrachten und auslegen
und anwenden können.
Dieses Buch Ruth ist
hoch prophetisch an und für sich.
Aber was mir mehr auf dem Herzen liegt,
ist mit der Hilfe des Herrn darüber nachzudenken,
was dieses Buch Ruth
uns an praktischen Hinweisen gibt
für unser persönliches Glaubensleben.
Und gerade der Abschnitt,
den wir heute gelesen haben,
meine ich ist absolut wichtig
für uns Gläubige
und jetzt nicht nur für junge Leute,
sondern für uns Gläubige in allen Altersstufen.
Diese Verse, die wir heute gelesen haben,
es ist euch vielleicht aufgefallen,
sie sprechen immer wieder davon,
dass Menschen,
die zum Volk Gottes gehören,
dann haben wir auch zwei,
die noch nicht zum Volk Gottes gehören,
aber dass Menschen Entscheidungen treffen.
Dieses erste Kapitel
ist voller Entscheidungen.
Und der Geist Gottes
legt überhaupt keinen Schleier darüber
und zeigt uns,
welche Folgen Entscheidungen haben können.
Und wenn man das allein mal
unter diesem Blickwinkel liest,
dieses Kapitel,
dann bekommen wir einen tiefen Eindruck,
meine ich für unser Herz,
wie wichtig es ist,
in unserem Glaubensleben,
in unserem Leben,
in der Nachfolge des Herrn Jesus,
Entscheidungen zu treffen.
Ich muss euch einfach
einmal etwas sagen.
Man beschäftigt sich mit diesem Gegenstand,
er geht einem sehr zu Herzen,
aber Gott versteht es auch immer,
einen dann persönlich anzufassen dabei,
bei einem solchen Gegenstand.
Ich habe eine Reihe von Kindern,
die alle in einem Alter sind,
wo man für das Leben
wichtige Entscheidungen trifft.
Sie stehen zwischen 17 und 27 Jahren
und sie stehen vor der Entscheidung,
einen Ehepartner beispielsweise zu nehmen.
Sie stehen vor der Entscheidung,
eine Ausbildung nach der Schule anzufangen
oder ein Studium.
Sie stehen vor der Entscheidung,
einen Arbeitsplatz zu wählen
zwischen verschiedenen Angeboten.
Sie sind alle in einem Alter,
wo sie auch mal sagen könnten,
wir sind erwachsen,
wir treffen unsere Entscheidungen selbst.
Man steht als Eltern
vor diesem
Komplex von Fragen
und kann raten.
Und dann kommt es,
dass man sich selbst fragt,
habe ich eigentlich in meinem Leben als Vater
immer das richtige Vorbild gegeben,
dass meine Kinder jetzt wissen,
nach welchen
Grundsätzen sie fragen sollten,
wenn sie Entscheidungen treffen müssen.
Wir können fast nur noch raten.
Verbieten wird schwierig.
Wir können Empfehlungen aussprechen.
Wir können auf das Wort Gottes hinweisen.
Und wisst ihr,
man wird regelrecht auf die Knie gezwungen,
dass doch die Kinder
die rechten Entscheidungen treffen möchten.
Seht ihr, dieses Buch hat mich lange beschäftigt,
aber in den letzten Wochen
intensiv gerade wegen dieser Frage.
Wenn das dann
an das eigene Herz geht,
an die eigene Familie geht
und man Tendenzen sieht,
Entscheidungen vielleicht mal
ohne den Herrn treffen zu wollen,
im eigenen Haus,
das zwingt einen auf die Knie.
Und deshalb
ist das Wort, das ich
heute Abend gelesen habe,
das richtet sich an mich,
bin ich hundert Prozent von überzeugt,
so wie an jeden von uns,
dass wir das nicht hören.
Und wenn wir vielleicht heute
besonders unter dem Schwerpunkt,
Entscheidungen treffen zu können,
dieses Kapitel besehen möchten,
dann spreche ich nicht darüber,
weil ich immer die richtigen
Entscheidungen getroffen habe,
ganz bestimmt nicht.
Und weil fast
dann jeder Vers
auch in diesem Kapitel
wie ein milder Tadel
für das eigene Leben ist.
Es ist,
das Buch Ruth
ist ein kostbares Buch.
Es hat einen wunderbaren Ausgang.
Das wollen wir einmal vorweg
einfach sagen.
Denn es fängt sehr dunkel an.
Es fängt absolut traurig an.
Und vielleicht verwundern wir uns
auch nicht darüber,
dass das so traurig anfängt,
weil es spielt
in einer sehr dunklen
Zeit.
Spielt ist der falsche Ausdruck.
Es ereignet sich das Geschehen,
was hier vorgestellt wird.
Es ereignet sich in der Zeit,
in den Tagen,
als die Richter richteten.
Jetzt könnten wir uns vielleicht
die Sache ein bisschen einfach machen
und sagen, das Buch der Richter
ist ja direkt davor,
dann wird das also jetzt die zeitliche
Fortsetzung von Richter 21 sein,
das Buch Ruth.
Aber das ist es nicht.
Ich möchte dann vielleicht
ein wenig einordnen,
dass die Kapitel 17 bis 21
im Buch der Richter
nicht die chronologische Fortsetzung
von dem sind, was bis dahin
geschildert wird.
Ihr kennt das Buch der Richter.
Ihr wisst, dass das wie eine
Abwärtsspirale immer wieder
eine Schilderung von
gleichartigen Zuständen
und Handlungen ist.
Das Volk von Anfang an
im Buch der Richter bis zum Ende,
das Volk versündigt sich
gegen seinen Gott.
Es ist durch Joshua,
durch den Jordan in das verheißene Land
geführt worden.
Es hatte versagt in dem Auftrag,
das Land vollends in Besitz zu nehmen.
In unterschiedlichen Schattierungen
hat er es versagt.
Und dann ganz tragisch
am Anfang des Buches der Richter
eine Bemerkung.
Vielleicht lesen wir das eben einmal
in Titel 2.
Richter 2 Vers 8
Und Joshua, der Sohn Nuns,
von dem wir eben gehört haben,
er hatte das Volk in das Land geführt,
er starb.
Der Knecht des Herrn starb,
110 Jahre alt,
und man begrub ihn im Gebiet
seines Erbteils in Timnatheres
auf dem Gebirge Ephraim,
nördlich von dem Berg Garsch.
Er wurde zu seinen Vätern versammelt.
Und ein anderes Geschlecht
kam nach ihnen auf,
das den Herrn nicht kannte
und auch nicht das Werk,
das er für Israel getan hatte.
Geschwister,
das ist ein prägendes Element
für die Situation
am Anfang vom Buch Ruth.
Da kam nach den Tagen Josuas
ein Geschlecht auf,
eine Generation,
wir würden heute mal ganz deutlich sagen
Nachfolgegeneration.
Wir sind heute hier in diesem Raum
mindestens mit drei Generationen vertreten,
wenn ich das so sehe,
vielleicht sogar vier Generationen.
Denken wir,
haben wir die Nachfolgegeneration im Auge.
Hier im Buch der Richter,
am Anfang des Buches der Richter
wird gesagt, Joshua
und all seine gleichen Altersgenossen
wurden zu ihren Vätern versammelt,
sie starben.
Und dann kommt ein anderes Geschlecht auf,
das den Herrn nicht kannte
und auch das Werk nicht kannte,
das er getan hatte.
Haben wir das Augenmerk
auf die Generation,
die nach uns heranwächst,
ihnen das Werk Gottes vorzustellen
und die Person Gottes vorzustellen,
unseres Herrn auch vorzustellen?
Damit das weitergetragen wird,
Geschwister,
ein ganz wichtiger Auftrag.
Und aus diesem Zustand
entwickelte sich die traurige Folge,
dass sich das Volk versündigte.
Man kann fast immer
vier Stufen aufzählen.
Bei jedem,
nein, ich will erstmal
die vier Stufen aufzählen.
Das Volk versündigt sich.
Das ist der erste Punkt.
Der zweite Punkt ist,
Gott verkauft sie in die Hände
ihrer Feinde.
Der dritte Punkt ist,
nach unterschiedlich langen
Jahreszeiten schreit
das Volk zu seinem Gott.
Wird ihm bewusst
in welcher Knechtschaft
sie sich befinden.
Und dann ist der vierte Punkt,
Gott gibt ihnen einen Retter,
einen Richter.
Und diese vier Punkte,
Geschwister,
die sind wie eine Abwärtsspirale
ständig, ständig im Buch
der Richter zu finden.
Auf eine dieser Szenen
kommen wir gleich noch einmal
zu sprechen.
Ich sage wie eine Abwärtsspirale,
weil der Zustand,
aber immer wieder diese Punkte,
sie versündigen sich gegen Gott,
sie tun was Rechtes in ihren Augen.
Gott gibt Gericht,
bringt die Feinde über sie.
Sie schreien zu ihrem Gott
und dann hört Gott
und gibt ihnen Ritter.
Die Zeit der Richter
ist auch dadurch charakterisiert.
Das finden wir ein,
zwei Mal im Buch der Richter
beschrieben.
Das endet sogar so,
in jenen Tagen war kein König in Israel,
jeder tat was Recht war
in seinen Augen.
Ich möchte einmal sagen,
dieser Vers aus Kapitel 2,
ein Geschlecht,
das den Herrn nicht mehr kannte,
ist ein prägendes Kennzeichen
dieser Zeit
und jeder tut was Rechtes
in seinen Augen,
ist auch ein prägendes
Kennzeichen dieser Zeit.
Vor diesem Hintergrund
geschieht das,
und da seid ihr,
glaube ich,
mit mir einig,
dass wir nicht weit gucken müssen,
um zu sehen,
dass solche Kennzeichen
auch in unseren Tagen da sind.
Viele von euch können
über mehrere Generationen
zurückdenken
an den Zustand
eines örtlichen Zeugnisses
und müssen wir nicht sagen,
dass das, was wir von unseren
Vorvätern gelernt haben,
gesehen haben,
vielleicht auch wirklich gern
übernommen haben,
dass wir es nicht in der gleichen
Treue bewahrt haben,
dass der Zustand heute,
der ist nicht mehr so hoch
und wenn wir kirchengeschichtlich
in das Neue Testament hineinschauen
und zurückdenken bis an die Zeit
des Anfangs,
dann sind wir weiter
von weg, Geschwister.
Das müssen wir uns sagen.
Und die Frage,
ein jeder tut was recht ist
in seinen Augen,
wir haben gestern Abend bei uns
in der gemeinsamen Wortbetrachtung
Epheser 4 betrachtet,
fällt mir gerade ein.
Ein wunderbares Kapitel,
wie der verherrlichte Herr
seiner Versammlung Gaben gegeben hat.
Da freuen wir uns alle darüber,
dass er das getan hat.
Er hat das getan
mit einem ganz bestimmten Ziel,
dass nämlich,
lasst es uns kurz einmal lesen,
damit wir das nicht falsch zitieren
in Epheser 4,
Epheser 4 Vers 13 meine ich,
bis wir alle hingelangen
zu der Einheit des Glaubens
und der Erkenntnis
des Sohnes Gottes.
Geschwister, dazu hat der Herr
solche Gelegenheiten gegeben,
dass wir einheitliche Gedanken haben
über das Glaubensgut.
Gott möchte Einheit haben.
Der Herr möchte Einheit haben.
Das ist der ganz große und wunderbare
Gedanke für sein Leib.
Und dazu hat er seiner Versammlung
Gaben gegeben, damit wir
unsere Gedanken ausrichten
an dem einen Maßstab,
den es nur geben kann,
dem Wort Gottes.
Dann hört das auf,
dass man einfach sagt,
ist oft so ein,
ich will gar nicht sagen,
wie man sich mit jungen Leuten beschäftigt,
aber es ist oft eine Haltung unserer Tage,
ich sehe das so.
Und ich habe diese Freiheit für mich.
Geschwister, wenn wir über Freiheit
des Gläubigen nachdenken würden,
wir würden schnell merken,
was Gott selbst
für diese Freiheit,
die er absolut gegeben hat,
aber was er auch für Schranken gesetzt hat.
Und alleine,
was mich immer sehr bewegt hat,
ist, dass ich meine Freiheit
nicht ausüben,
ohne meinen Mitbruder,
meine Mitschwester
im Auge zu behalten.
Ich muss zumindest daran denken,
wenn ich meine Freiheit ausübe,
schade ich ihr damit.
Ist sie vielleicht gar nicht so stark im Glauben
und kommt dadurch zu Fall.
Dann ist meine Aufgabe,
Verzicht zu üben
auf meine vermeintliche Freiheit.
Wir haben hohe Vorbilder
im Neuen Testament
und er möchte auch
eine einheitliche Wertschätzung
der wunderbaren Person,
die er ist,
bewirken.
Durch den Dienst der Gaben,
die er seiner Versammlung gegeben hat.
Das eben nicht mehr,
dass jeder das tut,
was recht ist in seinen Augen.
Wir haben von einem Beispiel gelesen,
der das so tat,
der Elimelech.
Da schenkt Gott
in dieser Zeit
eine Hungersnot.
In dieser Zeit,
als die Richter richteten,
als der Zustand so war,
wie wir das eben gesehen haben,
schickt Gott seinem Volk
in Bethlehem, Judah,
eine Hungersnot.
Bethlehem
heißt Haus des Brotes.
Ein wunderbarer Name.
Aber eine erschreckende Tatsache.
Im Haus des Brotes
gibt es keine Nahrung mehr.
Ein Gericht Gottes.
Gott hatte das angekündigt.
Längst bevor das Volk
ins verheißene Land gezogen war,
hat es gesagt,
wenn ihr meinen Worten nicht gehorcht,
ich sage das jetzt mal mit meinen eigenen Worten,
das können wir im dritten Buch Mose nachlesen,
im fünften Buch Mose nachlesen,
und er schildert das mit so,
ich möchte fast sagen,
mit so drastischen Worten,
da wird der Himmel sein wie Erz.
Da kommt nichts,
kein Tropfen Feuchtigkeit kommt da raus.
Und dann verdorrt alles auf der Erde.
Gibt es keine Frucht, kein Wachstum,
kein Getreide
und Hungersnot tritt ein.
Das gibt Gott
als Gericht über sein Volk.
Vielleicht fragen wir uns,
warum hat er das getan?
Warum hat er diesen allgemeinen Feststellungen,
die wir gerade gesehen hatten,
dass sie einfach das Werk nicht mehr kannten
und ihren Herrn nicht mehr kannten
und dass sie taten,
was recht war in ihren Augen.
Wir haben vorhin gesagt,
die Kapitel 17 bis 21 vom Buch der Richter,
das ist wie eine Art Anhang.
Das ist nicht die geschichtliche Fortsetzung
der Beschreibung der Richterzeiten,
sondern das ist ein Anhang,
der zwei Szenarien beschreibt
in dieser Zeit,
die mitten in das Buch der Richter gehört.
Da war einmal,
wenn wir Kapitel 17, 18 sehen,
dass da jemand
Götzendienst getrieben hatte
und in Kapitel 17 Vers 7 finden wir,
es war ein Jüngling aus Bethlehem-Judah,
ein Levit,
der sich dort aufhielt,
wo Götzendienst getrieben wurde.
Da haben wir einen Bezug zu Bethlehem-Judah.
In dieser
gotteslästerlichen Haltung
war jemand aus Bethlehem-Judah beteiligt.
Und die nächste Szene,
die ist dann Kapitel
19 bis 21,
wird das auch so beschrieben,
in jenen Tagen, als kein König in Israel war,
Kapitel 19 Vers 1,
da wird Hurerei beschrieben
und da ist betroffen
auch eine Frau,
19 Vers 1,
eine Nebenfrau aus Bethlehem-Judah.
Wenn wir diese beiden Bilder sehen
oder diese beiden Berichte sehen,
Bethlehem-Judah
hatte,
war verbunden mit Götzendienst,
war verbunden mit Hurerei.
Das zeigen uns die Kapitel 17 bis 21.
Und da müssen wir uns nicht wundern,
wenn dieses Ungerichtete böse war
in der Mitte des Volkes,
dass Gott da Hungersnot gibt,
dass Gott seinen Segen zurückhält,
weil er mit Bösem
nicht in Verbindung gebracht werden kann.
Und dann kann es sein,
dass in einem Ort,
der einen wunderbaren Namen trägt,
Bethlehem,
Haus des Brotes,
Judah,
er wird gepriesen werden.
Sind das nicht wunderbare Namen
auch für unser Versammlungsleben?
Kommen wir nicht zusammen,
um Brot, Nahrung
für unsere Seelen zu empfangen?
Herr, wenn um dich allein
die Herzen sich bewegen,
haben wir gesungen,
dann fließt wie Himmelstau herab
dein reicher Segen.
Stellt euch vor, Geschwister,
wir kommen zusammen
und ein Bruder stellt sich hier hin
und keiner empfängt etwas,
weil Gott kein Brot,
keine Nahrung mehr gibt.
Ein ernster Zustand, der hier war.
Und dann kommt Elimelech
auf eine
gute Idee.
Wir wollen nicht
uns über Elimelech stellen.
Elimelech hatte eine Familie zu versorgen.
Er hatte Verantwortung für sein Haus.
Wir wollen auch diese Gesichtspunkte dabei sehen.
Und doch,
er trifft hier eine Entscheidung.
Wir haben gesagt, das erste Kapitel ist voller Entscheidungen.
Der Elimelech trifft die Entscheidung,
wegzugehen.
Wegzugehen vom Haus des Brotes.
Wegzugehen von dem Ort.
Judah, Gott wird gepriesen werden.
Und er trifft diese Entscheidung,
ohne mit Gott darüber zu reden.
Vielleicht sagt jemand,
er hatte aber auch Vorbilder
im Alten Testament.
War nicht Abraham auch mal
wegen einer Hungersnot weggezogen?
Isaak genauso?
Die hätten das doch auch getan,
die Patriarchen.
Und doch, Geschwister,
das Haus des Brotes zu verlassen,
das ist so ein schwerwiegender Schritt.
Den Ort zu verlassen,
wo Gott gepriesen wird,
ist vielleicht jemand hier,
der diesen Gedanken in seinem Herzen bewegt.
Das alles doch ein bisschen fahren zu lassen
und sich den Weg so einzurichten,
dahin zu gehen,
wo man mehr Nahrung kriegt.
Vermeintlich mehr Nahrung.
Der Herr Jesus hat mal seinen Jüngern
eine ganz tiefgehende Frage gestellt.
Und er hat gesagt,
es ist so,
dass man das Brot des Lebens essen muss,
und wenn man das Brot nicht isst,
dann hat man eben kein Leben.
Einige Jünger,
die werden als Jünger bezeichnet,
aber die wollten das nicht hören.
Das war ihnen zu hart.
Und dann blieben sie weg.
Und dann hat er gesagt,
es ist so,
dass man das Brot des Lebens essen muss,
und wenn man das Brot nicht isst,
dann hat man eben kein Leben.
Und dann habe ich mir diese Szene,
ihr kennt die alle in Johannes 6,
habe mir das oft so vorgestellt.
Da sind vielleicht tatsächlich nur noch die Zwölf da.
Damals waren es noch Zwölf.
Und dann guckt der Heiland ein wenig traurig
diese Zwölf Jünger an.
Wollt ihr etwa auch weggehen?
So viele sind schon weggegangen.
Wollt ihr etwa auch weggehen?
Geschwister, habt ihr euch mal die Frage gestellt?
Wollt ihr etwa weggehen?
Dann ist der Petrus mit seiner Impulsivität,
mit seinem Herzen,
das brennt für seinen Heiland.
Herr, sagt er,
spricht nicht mehr von weggehen,
er spricht, zu wem sollen wir gehen?
Er wusste ganz genau,
das Weggehen eines Platzes,
das Verlassen eines Platzes,
ist das Weggehen von einer Person.
Zu wem sollen wir gehen?
Und dann hat er ein wunderbares Zeugnis über seinen Heiland.
Johannes 6, Vers 66 ist das, glaube ich.
Vers 68.
Zu wem sollen wir gehen, Herr?
Du hast Worte ewigen Lebens.
Und dann kommt noch ein wunderbares Zeugnis
über die Person seines Heilandes.
Wir haben geglaubt und erkannt,
dass du der heilige Gottes bist.
Darum geht es, Geschwister.
Es geht um eine Person.
Wir werden morgen,
am Sonntagabend, wenn der Herr Gnade schenkt,
werden wir uns über diese Person austauschen.
Ein bisschen.
Mit dünnen Worten vielleicht nur.
Aber umso strahlender soll diese Person
vor unseren Blicken stehen.
Die dann doch noch da ist.
Wollt ihr etwa auch weggehen?
Bei uns am Ort ist vor anderthalb Jahren ungefähr
eine recht junge Familie
mit drei kleinen schulpflichtigen Kindern.
Da kommt eines Tages der Vater
zu einem unserer älteren Brüder
und gibt ihm den Schlüssel vom Versammlungsraum
und sagt, wir kommen nicht mehr.
Wir kommen nicht mehr.
Ihr macht das nicht richtig hier.
Ihr habt das falsch beurteilt
und ihr steht da nicht richtig.
Wir kommen nicht mehr.
Seitdem nicht mehr dagewesen.
Ab und zu die Kinder nochmal.
Das ist erschütternd.
Wir sehen hier in diesem Beispiel,
was hier vor uns kommt,
eine ausgedachte Geschichte,
das ist ein Tatsachenbericht,
was diesen Elimelech widerfährt.
Er zog hin, um sich in den Gebieten von Moab aufzuhalten.
Das muss eigentlich viele, viele Fragen
in unserem Herzen aufwerfen.
Erst einmal, wenn man sich das auf der Karte ansieht,
war das von der Praxis her
durchaus sinnvoll, was er da getan hat.
Das war keine allzu weite Reise.
Moab ist vielleicht 80, 90 Kilometer weg
von Bethlehem-Judah gewesen.
Aber, Geschwister, ganz entscheidend,
auf der anderen Seite des Jordan.
Er musste wieder zurück durch diesen Fluss des Todes
und auf die andere Seite gehen.
Und er hat viele alte Dinge vergessen.
Und was für uns vielleicht so ganz plastisch ist,
er hat auch viele Dinge vergessen,
die eigentlich erst in jüngster Vergangenheit geschehen waren.
Er hatte beispielsweise nicht daran gedacht,
oder er hat sich darüber hinweggesetzt,
dass Gott gesagt hat,
kein Kontakt mit den Moabitern.
Keiner durfte in die Versammlung des Volkes kommen.
Keiner durfte in die Versammlung des Volkes Gottes kommen.
Das hat Gott ausdrücklich gesagt.
Hatte er vergessen vielleicht,
dass es gerade Moab war,
wo der König den William gedungen hatte,
um das Volk zu verfluchen?
Aber was mich noch,
das könnten wir jetzt vielleicht sagen,
alte Geschichten.
Man muss ja nicht immer die alten Geschichten wieder aufwärmen,
hört man manchmal heute.
Ist ja schon so lange her,
das hat sich bestimmt alles gelegt mit Moab.
Ist viel besser geworden.
Moab ist überhaupt nicht besser geworden.
Wenn wir nochmal das Buch der Richter aufschlagen,
dann finden wir
in Kapitel 3 Vers 12,
die Kinder Israel taten wieder,
was böse war in den Augen des Herrn.
Seht ihr, da haben wir wieder diese Geschichte dieser Spirale,
die da anfängt.
Und der Herr stärkte Eklon,
den König von Moab gegen Israel.
Geschwister, wenige Jahre,
vielleicht nur wenige,
ein paar Jahrzehnte vorher,
war Moab der erbitterte Feind Israels gewesen.
Was haben sie getan?
Sie nahmen die Palmenstadt in Besitz.
Und die Kinder Israel dienten Eklon,
dem König von Moab,
18 Jahre.
18 Jahre Knechtschaft unter Moab.
Da geht der Elimelig hin.
Gott hatte sich den Ehud erwecken müssen.
Ein Mann, der einen Makel hatte,
der nur Linkshänder war.
Und dann
mit einer sehr geheimnisvollen Geschichte
mit einer sehr geheimnisvollen Tat
diesen fetten König von Moab besiegt hat.
Dann gab es 80 Jahre Ruhe.
Kapitel 3, Vers 30.
Das Land hatte 80 Jahre Ruhe,
nachdem Moab besiegt war.
Aber Moab war ein recht erbitterter Feind des Volkes.
Hatte das der Elimelig vergessen?
Oder war ihm das nicht so wichtig?
Brot für die Familie war ihm wichtiger,
als darauf zu achten,
wo er hinging.
Und er hat den Ort verlassen,
wo allein Gott Nahrung geben konnte.
Ich möchte einmal einen Vers lesen
aus dem Psalmen.
Psalm 33.
Psalm 33, Vers 18.
Siehe, das Auge des Herrn ist gerichtet
auf die, die ihn fürchten,
auf die, die auf seine Güte harren,
um ihre Seele vom Tod zu erretten
und sie am Leben zu erhalten,
in Hungersnot.
Das ist eine Verheißung Gottes.
Und die hat Elimelig
nicht in seinem Herzen gehabt.
Das Auge Gottes ist gerichtet
auf die, die ihn fürchten.
Wie war das denn gewesen
beispielsweise bei Gideon,
wo da auch in diesem Gebiet
diese Hungersnot war,
wo alle Nahrung und alle Tiere
weggeschafft wurden.
Da gab es den einen Gideon,
der den Weizen,
das bisschen Weizen
noch in der Tenne ausgeschlagen hatte,
in der Kälte ausgeschlagen hatte.
Wie war das denn mit dem
Eli gewesen?
Natürlich später,
das konnte der Elimelig hier
noch nicht wissen,
aber wir kennen diesen Bericht aus der Bibel,
dass Elia die Hungersnot
dem Ahab ankündigt
und dann kommt genau das,
was Gott hier in dem Psalm gesagt hat.
Dann sagt er,
verbirg dich am Bach
und ich habe den Raben geboten,
dich zu versorgen.
Und wenn der Bach versiegt,
sagt Gott zu der Witwe,
ich habe ihr geboten,
dich zu versorgen.
Das Auge des Herrn ist gerichtet,
auf die, die ihn fürchten,
um ihre Seele
vom Tod zu erretten
und sie am Leben zu erhalten
in Hungersnot.
Geschwister, wollen wir uns
diesen Vers einfach mal
ins Gedächtnis nehmen
für eine Zeit vielleicht
in unserem Leben,
wo wir empfinden,
dass Gott in einem Platz
und wir werden erfahren,
Geschwister, wir werden das erfahren,
der Herr steht zu seinem Wort,
dass er unsere Seelen
am Leben erhält
in Zeiten der Hungersnot.
Du wirst ein Körnchen Nahrung finden
oder wie es dann der Ruht,
wenn wir das
noch sehen dürfen,
am letzten Abend,
nicht nur ein Körnchen,
ganze Ähren voll.
Er wird die Seele am Leben erhalten.
Die Umstände mögen andere sein,
aber die Verheißungen sind die gleichen.
Es ist der gleiche ewige Gott
und wenn unsere Haltung die ist,
die er hier vorstellt,
dann steht er zu seinem Wort.
Und wenn wir empfinden,
dass es Zeiten gibt,
wo die Nahrung dürre wird,
wo es nicht mehr die Frische hat,
dann warten wir
in der Furcht des Herrn
und halten aus an dem Platz.
Sein Auge ist auf uns gerichtet,
Geschwister,
das ist mehr wert,
seine Zusicherung zu haben,
als vielleicht Fülle von Brot
in Moab zu finden.
Glauben wir das?
An dem Ort zu bleiben,
wo er gesagt hat,
dort wohnt er,
auch in Zeiten der Dürre,
hat seine Zustimmung
und das ist mehr,
als vielleicht in Moab Brot zu haben.
Ich wünsche
ich wünsche,
dass für uns alle,
dass das nicht nur ein Wort ist,
was wir mal gehört haben,
sondern dass wir auf dieses Wort
auch wirklich fest vertrauen.
Wollt ihr weggehen?
Wohin sollen wir gehen?
Du hast Worte ewigen Lebens.
Dieser Elimelech trifft jetzt also
diese Entscheidung wegzugehen
und hier sitzen eine ganze Reihe
von verheirateten Ehemännern
und verheirateten Ehemännern.
Das ist eine Entscheidung,
die man nicht nur für sich alleine trifft.
Die ganze Familie geht mit.
Die Frau,
Naomi
und
die beiden Kinder,
Machlon und Kilion.
Die ganze Familie geht weg.
Sein Ziel war,
er wollte sich in Moab,
jetzt wollen wir das mal betonen,
aufhalten.
Eine vorübergehende Angelegenheit.
In seinem Herzen war das so.
Dann haben wir gelesen,
er wollte sich aufhalten.
Dann waren sie dahin gekommen
und geblieben.
Und aus diesen bleiben
beim Elimelech nicht.
Der muss relativ schnell gestorben sein.
Aber aus diesen bleiben
der Söhne und der Naomi
zehn Jahre.
Zehn lange Jahre.
Das war mit Sicherheit
nicht von Anfang an
in dem Herzen von Elimelech gewesen.
Im Buch der Sprüche
lesen wir zweimal,
da ist ein Weg,
der einem Mann gerade erscheint,
aber sein Ende
sind Wege des Todes.
Das hat Elimelech
am eigenen Leib erfahren.
Das schien ein geebeneter Weg zu sein.
Alles war glatt
und dann hatte er Brot in Moab
und starb in Moab.
Ich weiß nicht,
ob ich das gleich finde im Buch der Sprüche.
Ich finde das bemerkenswert,
dass das wiederholt wird.
Kapitel 14 Vers 12.
Danke.
Da ist ein Weg,
der einem Menschen gerade erscheint,
aber sein Ende sind Wege des Todes.
Und Kapitel 16 Vers 25
Wort für Wort wiederholt.
Zweimal
in diesem Buch der Sprüche
sagt Gott das.
Der Mensch erdenkt sich diesen Weg.
Er scheint glatt und geebnet zu sein
und gerade zu sein,
aber
vor vielen Jahren habe ich mal
einen interessanten Artikel in der Munterung
und der Mahnung gelesen.
Da war die Überschrift
Bedenkt das Ende.
Das haben wir oft nicht im Sinn.
Wir denken an zwei oder drei Schritte
nur auf einem Weg.
Aber das Ende
sagt Gott zweimal
sind Wege
des Todes.
Elimelech
starb.
Vers 3.
Ihr kennt sicherlich auch
Fälle von Geschwistern,
die den Platz aufgegeben haben.
Wenn wir das einfach mal
so ganz praktisch sagen wollen.
Und nicht in jedem Fall
ist das Ergebnis davon,
dass sie auf diesem
eigenwilligen Weg verbleiben,
bis der Herr sie wegnimmt.
Das ist nicht immer der Fall.
Ich möchte eine Anwendung machen
davon, dass Elimelech starb.
Ich möchte eine Anwendung machen
davon, dass Elimelech starb.
Es ist ein Weg
weg von dem Herrn.
Weg von dem Mittelpunkt,
wo er wohnen möchte,
wo er Brot geben möchte.
Und da ist das Ergebnis
in jedem Fall
Verlust.
Und wir dürfen auch Gottes Wort
nicht beschönigen.
Ein eigenwilliger Weg,
das finden wir auch im Neuen Testament
häufig wiederholt,
ist ein Weg zum Tod.
Und wenn wir es auch nur
geistlicher Weise verstehen.
Es ist ein Weg,
der nur von Verlust gekennzeichnet ist.
Geschwister, man wünschte,
wenn man mit
Glaubensgeschwistern spricht,
die, wo man das Empfinden hat,
sie haben den Zug zu gehen.
Man wünschte, dass sie das für wahrnehmen.
Es ist Verlust.
Warum kann ich das so sagen,
dass das Verlust ist?
Weil du auf einem solchen Weg
nie die Zustimmung deines Herrn hast
und deshalb auch nicht
die Gemeinschaft mit ihm.
Der Genuss der Gemeinschaft
ist verloren.
Seht ihr?
Das bedeutet manchem gar nichts viel.
Das ist tragisch.
Manchen jungen Leuten
bedeutet es mehr,
Gemeinschaft mit seinen gleichaltrigen Freunden
aus der Schule zu haben.
Sie empfinden gar nicht mehr,
dass das wirklich Verlust ist.
Man freut sich nicht mehr
seines Heils.
Man freut sich nicht mehr
an dieser wunderbaren Person.
Und vor allen Dingen,
ich habe das erlebt,
man hört auf, die Bibel zu lesen.
Man hört auf zu beten.
Man kommt nur noch mit,
wenn es gerade mal passt,
in die Zusammenkünfte.
Und es geht
und geht immer mehr verloren.
Ich kenne einen jungen Bruder.
Da habe ich mich immer daran gefreut.
Der war heller als ich
vom Gedächtnis her.
Ich weiß nicht, wie das bei euch so ist,
bei den jungen Leuten oder auch bei den älteren.
Ich habe immer meine Probleme gehabt
mit den kleinen Propheten.
Ich kann das heute nicht auswendig her sagen.
Früher war das manchmal eine Aufgabe
in der Sonntagsschule,
dass man die Bibelbücher in der Reihe nach
auswendig lernen musste.
Eine Zeit lang klappte das noch,
aber bei den kleinen Propheten,
ich bin da immer gescheitert.
Ich konnte die nie auswendig.
Ich kenne einen jungen Bruder,
der konnte die auswendig
und der konnte die rückwärts auswendig.
So hat er ein gutes Gedächtnis
und auch sich da reingebissen
und da hat er sich auch so ein bisschen
keck gemeldet und hat gesagt,
ich kann was, ich weiß was.
Ja, was denn?
Ich kann die kleinen Propheten.
Dann sagt die mal her, sagt der Bruder.
Dann hat er die rückwärts aufgesagt.
Heute kann er keinen einzigen mehr,
aber er kann eine komplette
Fußballmannschaft von Borussia Dortmund
oder Bayern München auswendig her sagen.
Ich sage euch,
es ist Verlust,
aufzuhören die Bibel zu lesen,
aufzuhören zu beten.
Es ist Verlust
und geistlicher Verlust
ist wie geistliches Absterben.
Und am Anfang sind die Wege noch,
die Schritte noch vielleicht
ein wenig zögerlich,
aber es geht rasant,
rasant weg.
Deshalb wollen wir uns
an diesem Beispiel doch
ermutigen lassen,
selbst wenn wir nichts mehr finden
und das meistens allerdings,
müssen wir doch bekennen,
liegt das an uns
und nicht an dem Zustand eines Zeugnisses.
Meistens ist es doch mein persönlicher Zustand,
der mich hindert,
Nahrung, geistlichen Segen aufzunehmen.
Aber wenn wir das einmal so empfinden,
dann lasst uns nicht weggehen,
sondern bleiben.
Der Herr blickt auf die,
die ihn fürchten in Zeiten der Hungersnot,
um die Seele am Leben zu erhalten.
Dann lernen wir noch etwas weiteres.
Der Vater hatte die Entscheidung getroffen,
den Platz aufzugeben
und nach Moab zu gehen.
Die Söhne gehen noch einen Schritt weiter.
Die haben nicht nur den Platz aufgegeben,
die sind in Moab heimisch geworden,
haben sich Familien gegründet in Moab,
haben sich Frauen genommen,
was Gott absolut verboten hat.
Ihr sollt eure Söhne
nicht ihren Töchtern geben und andersherum.
Ein ganz klares Gebot.
Aber seht ihr,
wenn man einmal diesen Schritt gemacht hat,
dann verliert man,
dann verliert man,
da schlägt das Gewissen auch schon gar nicht mehr.
Und man verliert ein Empfinden dafür,
wie schlimm die einzelnen Schritte des Ungehorsams sind.
Sie nehmen sich Frauen in Moab.
Dann bleiben sie.
Die Naomi wird ja einmal gesagt,
in Vers 3 sie blieb mit ihren beiden Söhnen übrig
und dann wird in Vers 5,
als auch die Söhne gestorben sind,
die Frau blieb von ihren beiden Söhnen
und von ihrem Mann allein übrig.
Naomi, die Hultvolle, die Liebliche,
in einem fremden Land,
verwitwet, ohne Hoffnung, ohne Erbteil.
Das war ihr Stand, Naomi.
Zehn Jahre blieben sie da.
Interessant, vielleicht nur mal so als Nebenbemerkung,
hier wird gar nicht gesagt,
welcher von den Söhnen denn die Ruth geheiratet hat
und welcher hat die Orpah geheiratet.
Das findet man erst am Ende von dem Buch Ruth.
Als dann der Boas nämlich die Ruth gelöst hatte,
da wird erst in Kapitel 4 gesagt,
Vers 10, und auch Ruth, die Moabiterin,
die Frau Machlons, habe ich mir zur Frau gekauft.
Hier in Kapitel 1 ist das,
der Zustand ist bei beiden gleichermaßen schlimm und traurig
und entehrt Gott,
dass er das jetzt hier gar nicht so genau beschreibt.
Aber wenn dann der Boas kommt
und sich die Ruth nimmt,
dann ist ihm wichtig,
das sehen wir auch mit Gottes Hilfe am Sonntagabend,
dann ist ihm wichtig,
was das überhaupt für eine Person ist,
wo sie herkommt, wem sie gehört
und welchen Hintergrund sie hat.
Und dann wird das beschrieben.
Hier am Anfang noch nicht.
Zwei Söhne, zwei moabitische Frauen,
beide Söhne sterben.
Auch in Moab.
Geschwister, er ging los,
um sich dort aufzuhalten.
Mit dem festen Vorsatz können wir entnehmen,
wieder zurückzukommen.
Und er blieb und starb in Moab.
Seine Söhne gingen noch einen Schritt weiter als der Vater.
Und sie starben auch in Moab.
Ausdrücklich gegen Gottes Gebot verstoßen.
Und dann bleibt die Naomi als eine kinderlose Witwe
in einem fremden Land allein übrig.
Das ist ein erschütterndes Ende.
Aber es ist nicht das Ende der Geschichte von der Naomi.
Und wenn wir jetzt
vielleicht einmal versuchen,
uns da hineinzuversetzen ein wenig.
Oder auch einmal Vergleiche zu ziehen
zu anderen Berichten, die wir im Wort Gottes haben.
Ich denke gerade an diesen
wie wir ihn oft nennen, den verlorenen Sohn
im Lukas-Evangelium.
Der war weggelaufen von Gott.
Hatte alles verprasst,
was er von seinem Vater als Erbe bekommen hatte.
Und als er bei den Schweinen war,
da kam er zur Einsicht
und hatte an das gedacht,
was ihm zu Hause eigentlich alles geboten war.
Ich will mich aufmachen.
Das ist hier bei der Naomi etwas anderes.
Hier wird geschildert in Vers 6,
ist ja eigentlich,
nachdem wir dieses deprimierende
und traurige Ergebnis
dieses eigenwilligen Wegs
von Elimelech gesehen haben,
dass dann nur noch die Frau übrig blieb.
Ohne Kinder, ohne Mann.
Jetzt sagt Vers 6, sie macht sich auf
und sie kehrt zurück.
Hat sie ja doch noch irgendwie Glaubensmut und Energie.
Es ist ja schön, dass sie sich an alles erinnert.
Nein, Geschwister.
Ich meine, hier kommt jetzt etwas
ganz fundamental Wichtiges.
Sie macht sich auf,
sie und ihre Schwiegertöchter
und kehrte aus den Gebieten von Moab zurück.
Denn,
und jetzt kommt es,
warum sie das getan hat.
Geschwister, wenn dieser Nachsatz
nicht eingetreten wäre.
Wir wüssten alle,
wie Vers 5 weitergehen würde.
Dann hätte es vielleicht
noch ein paar Jahre gedauert
und dann hätten wir gelesen
und auch Naomi starb.
Aber es kommt Gott sei Dank Vers 6.
Sie macht sich auf,
zurückzukehren,
denn sie hat gehört,
dass der Herr
seinem Volk zugewandt habe,
um ihnen Brot zu geben.
Wisst ihr, was der Anlass war
für Naomi zurückzukehren?
Die Gnade Gottes.
Nicht die Energie von Naomi.
Nicht das Erinnern an das,
was Gott gesagt hatte.
Nein,
die Gnade Gottes war der Anlass.
Und
sie sagt ja manches,
worüber wir jetzt doch ein wenig
die Stirn runzeln würden,
vielleicht geistlicherweise.
Aber in diesem Kapitel,
deshalb haben wir die letzten Verse auch noch gelesen,
dann sagt sie doch
in ihrem Bekenntnis,
der Herr hat mich zurückkehren lassen.
Sie sagt nicht,
ich bin aus eigenen Stücken,
ich habe eingesehen, war alles falsch
und dann habe ich mich aufgemacht und bin gegangen.
Nein, überhaupt nicht.
Der Herr hat mich zurückkehren lassen.
Und Geschwister,
mit Gottes Hilfe wollen wir da morgen Abend darüber nachdenken.
Es ist absolut die Gnade des Herrn,
der zurückführt.
Wenn man gehört hat,
der Herr hat sich seinem Volk zugewandt.
Das ist einer der lieblichsten Sätze in diesem Buch.
Der Herr hat sich seinem Volk zugewandt.
Seht ihr,
die Zucht, die Gott über sein Volk
mit der Hungersnot gebracht hatte,
die ist genau zeitlich abgemessen gewesen.
Und wenn das in seinen Wegen
der Erziehung seines Volkes
ein Ende hat,
dann wendet er sich seinem Volk wieder zu.
Dann gibt er wieder Gnade.
Gott ist ein Gott,
der immer Gnade üben möchte,
der uns überschütten möchte mit Segnungen
und der nur dann seinen Segen zurückhält,
wenn es unser Zustand erforderlich macht,
um uns zu erziehen.
Aber sobald seine Ziele erreicht sind,
dann fließt sein Herz voll Gnade wieder über uns gegenüber.
Und dann wendet er sich seinem Volk zu
und gibt Brot
und das wird sogar in Moab gehört.
Und dann möchte ich doch nochmal etwas sagen
zu diesen zehn Jahren.
Ich meine doch,
dass auch eine gewisse Kraft dazu gehört,
sich dann aufzumachen.
Zehn Jahre Geschwister sind eine lange Zeit.
Und dann doch umzukehren?
Vielleicht sehen wir das morgen Abend ein wenig mehr.
Wir müssen doch eilen,
dass wir hier durch diese Verse noch bis Vers 14 vielleicht zurückkommen.
Wir haben gesagt,
was die Noomi jetzt zu ihren Schwiegertöchtern sagt,
das können wir irgendwie geistlicherweise
ja gar nicht richtig einordnen.
Und dann sehen wir doch,
dass etwas an dem ist,
was wir vorhin gesagt haben.
Wir verlieren geistliches Unterscheidungsvermögen,
wenn wir auf eigenen Wegen sind.
Die beiden Schwiegertöchter,
die scheinen eine gewisse Beziehung,
eine gewisse Innigkeit zu der Noomi empfunden zu haben,
was ja nicht immer bei Schwiegermutter und Schwiegertochter so normal ist.
Es gibt ja durchaus etwas schwierigere Verhältnisse.
Aber hier scheint das so zu sein,
die haben an ihr gehangen.
Wir gehen mit.
Kehrt um.
Habt ihr mal gezählt,
wie oft sie gesagt hat,
kehrt um, meine Töchter.
Drei oder vier Mal in diesen Versen.
Und sie versucht immer wieder neue Argumente zu finden,
warum das von der Rechtslage des Gesetzes her
ja auch wirklich hoffnungslos war.
Da waren zwei fremde Frauen aus Moab,
die überhaupt kein Anrecht hatten,
nach Israel kommen zu dürfen.
Das haben wir doch vorhin gesehen.
Bis aufs zehnte Geschlecht
durfte keiner von Moab und Ammon und anderen
in die Versammlung Gottes kommen.
Hat Gott doch gesagt.
Und jetzt wollen zwei moabitische Frauen mitkommen.
Nein, sagt sie praktisch mit meinen Worten gesagt.
Das geht gar nicht.
Ihr habt überhaupt kein Anrecht,
da hinzukommen.
Und sie hat gesagt,
ihr habt überhaupt kein Anrecht,
da hinzukommen.
Kehrt um, meine Töchter.
Und sie hat verschiedene Argumente.
Geht zum Haus eurer Mutter.
Das waren die natürlichen Beziehungen,
die sie da anspricht.
Vers 9.
Der Herr gebe euch,
dass ihr Ruhe findet,
jede im Haus ihres Mannes.
Nun da deutet sie an,
dass sie in Moab diese beiden Töchter,
Ruth und Orpah,
viel eher nochmal die Möglichkeit hätten,
vielleicht einen anderen Mann zu heiraten.
Da sollten sie Ruhe finden.
Geschwister, das ist aber doch tragisch,
was sie da sagt.
Ihr sollt Ruhe finden in Moab.
Das sagt eine,
neutestamentlich gesprochen,
eine gläubige Frau.
Bleibt in Moab und findet da Ruhe.
Bleibt in der Welt,
da wo Gott nicht gesucht wird
und bleibt da und findet eure Ruhe.
Das ist erschreckend,
doch wir wollen mit dir
zu deinem Volk zurückkehren.
Mit dir zu deinem Volk.
Das geht noch nicht so weit,
wie das, was wir von der Ruth
dann in Vers 16, 17 und 18 gelesen haben.
Doch wir wollen mit dir zurückkehren.
Nein, sagt sie wieder,
kehrt um, meine Töchter.
Geht.
Jetzt kommt sie auf einen israelitischen,
möglichen Weg zurück.
Sie will,
dass es vielleicht doch ginge,
dass sie noch Männer
aus ihrem eigenen Leib bekommen könnten,
um noch einmal in eine Ehe einzugehen.
Aber dann müsste sie selber
Kinder bekommen,
männliche Kinder bekommen
und Orpha und Ruth müssten
über 20 Jahre warten,
bis sie dann diese Kinder heiraten könnten.
Das ist alles hoffnungslos,
sagt sie praktisch.
Also bleibt da, wo ihr seid.
Wollt ihr deshalb warten,
bis sie groß würden?
Wollt ihr schließen,
um keinem Mann anzugehören?
Nicht doch, meine Töchter.
Und jetzt spricht sie darüber,
wie sie empfindet,
was Gott mit ihr getan hat.
Mir ergeht es viel bitterer als euch.
Das ist sehr vorwurfsvoll Gott gegenüber
und bringt ihr eigenes Verhalten
eigentlich gar nicht zur Sprache.
Und auch da wird wieder deutlich,
auf einem eigenen Weg
verliert man auch diesen Maßstab,
sein eigenes Verhalten
im richtigen Licht zu sehen.
Mir ergeht es viel bitterer,
der Herr,
die Hand des Herrn ist gegen mich ausgegangen.
Das ist fast wie eine Anschuldigung
gegenüber Gott.
Und jetzt kommen wieder Entscheidungen,
Geschwister.
Wir haben viele Entscheidungen heute Abend gehabt.
Elimelech,
die beiden Söhne hatten sich entschieden,
moabitische Frauen zu nehmen.
Die Nuoma hat sich entschieden,
zurückzukehren.
Eine gute Entscheidung.
Die beiden Schwiegertöchter wollten mitgehen,
sind auch ein Stück Weges mitgegangen.
Auch eine gute Entscheidung.
Und jetzt wird es auf den Punkt gebracht,
in Vers 14.
Da erhoben sie ihre Stimme und weinten wieder.
Und Orpah küsste ihre Schwiegermutter.
Rot,
aber hing ihr an.
Jetzt
gehen diese beiden Schwiegertöchter
getrennte Wege.
Orpah küsste ihre Schwiegermutter,
ein äußeres Zeichen von Zuneigung.
Rot
hat mehr zu bieten
und hat auch ein ganz anderes Interesse.
Das werden wir morgen mit des Herrn Hilfe sehen.
Aber Rot,
ich möchte diesen Ausdruck nur einmal betonen,
Rot hängt ihr an.
Wisst ihr,
das ist eine Ausdrucksweise,
die finden wir das erste Mal in Gottes Wort.
Im ersten Buch Mose.
Kapitel 2.
Da war ich sehr erstaunt,
dass so weit vorne in der Bibel
dieser Ausdruck schon mal erwähnt wird.
Vers 24.
Darum wird ein Mann seinen Vater
und seine Mutter verlassen
und seiner Frau anhangen.
Das meint jetzt nicht einfach nur so,
dass die beiden nebeneinander hergegangen sind.
Da gibt es eine enge,
innige,
innere Beziehung und Verbindung.
Ihr wisst, wie das ist,
wenn ein Mann Vater und Mutter verlässt
und seiner Frau anhängt.
Das ist die engste Verbindung überhaupt
auf dieser Erde zwischen zwei Menschen,
die möglich ist.
Ein Anhängen meint,
in seine Gedankenwelt eingehen,
in seine Empfindungen eingehen,
sein ganzes Leben mit dieser Person zu teilen.
Das meint das.
Dafür verlässt er sogar Vater und Mutter,
um jetzt mit dieser einen Frau,
dieser einen Frau anzuhangen.
Und Gott sagt später,
das fünfte Mose ist das,
in dem Verhältnis des Volkes zu ihm selbst.
Fünfte Mose 10, Vers 20.
Den Herrn, deinen Gott, sollst du fürchten,
ihm sollst du dienen
und ihm anhangen.
Eins werden praktisch,
möchte ich einmal sagen,
mit dem Verhältnis
des Volkes zu ihm selbst,
den Herrn, deinen Gott,
sollst du fürchten,
ihm sollst du dienen
und ihm anhangen.
Eins werden praktisch,
möchte ich einmal sagen,
mit seinem Gott sollte das Volk.
Nicht nur so ein loses Miteinander,
sondern das ist eine enge Verbindung.
Und das hat die Ruth hier getan.
Der Psalm 63 meine ich,
der hatte eine schöne Fußnote zu diesem Ausdruck.
Psalm 63, Vers 9.
Meine Seele hängt an dir
oder hängt dir nach,
folgt dir unmittelbar nach.
Es hält mich aufrecht,
deine Rechte.
Seht ihr, das war das Verhältnis
der Ruth zu der Naomi.
Sie hing ihr an.
Die Oper hatte ein Zeichen
äußerer Zuneigung gegeben.
Der Kuss ist ein Zeichen von Zuneigung.
Aber sie erschöpfte sich
in diesem äußerlichen Zeichen
und geht zurück,
zurück zu ihren Göttern.
Aber die Ruth,
die hängt der Naomi an.
Die ist eins mit ihr praktisch geworden
und morgen in dem Bekenntnis,
was sie da ablegt,
in diesen wunderbaren Stücken
werden wir sehen,
wie tief das geht bei der Ruth.
Sie hängt ihr an,
ihre Seele hing an ihr.
Wie ist dein Verhältnis
zu deinem Heiland?
Psalm 63 haben wir gelesen.
Meine Seele hängt an dir.
Folgt dir unmittelbar nach.
Ist das dein Verhältnis
zum Herrn Jesus?
Als Kind, als Heranwachsender,
als gereifter Christ,
Schritt für Schritt,
jede Entscheidung
mit dem Heiland treffen,
unmittelbar ihm nachfolgen,
aufs Engste verbunden
mit dem Herrn.
Ist der Querschnitt
der Quell
größten Segens,
größten Glücks.
Das wird von vielen
einfach nicht
für wahrgenommen.
Und man möchte vielleicht einfach mal sagen,
versucht es,
liebe Geschwister,
versucht es mit dem Herrn,
hängt ihm an.
Ihr werdet sehen,
das ist ein Weg,
der geht von Glück zu Glück,
von Segen zu Segen.
Das ist tatsächlich so,
wie sie das erlebt hat.
Auch das können wir heute noch erleben.
Möchte der Herr schenken,
dass wir diesen Mut haben,
Entscheidungen zu treffen
für ihn und mit ihm
und dann zu erleben,
was es für ein Segen
und für ein Gewinn ist,
ihm anzuhangen. …
Transcrição automática:
…
Liebe Geschwister, liebe Freunde von Gottes Wort! Wir wollen heute Abend Fortsetzungen
machen in unserer Betrachtung von Rut 1 und wir lesen heute Abend Rut 1 von
Vers 15 an.
Und sie, das ist Naomi, sie sprach, siehe deine Schwägerin ist zu ihrem Volk und
zu ihren Göttern zurückgekehrt. Kehre um deiner Schwägerin nach. Aber Ruth sprach,
dringend nicht in mich dich zu verlassen, um hinter dir weg umzukehren.
Denn wohin du gehst, will ich gehen. Und wo du weilst, will ich weilen. Dein Volk
ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, will ich sterben und
dort will ich begraben werden. So soll mir der Herr tun und so hinzufügen.
Nur der Tod soll scheiden zwischen mir und dir. Und als sie sah, dass sie fest
darauf bestand, mit ihr zu gehen, da ließ sie ab, ihr zuzureden. Und so gingen
beide, bis sie nach Bethlehem kamen. Und es geschah, als sie nach Bethlehem kamen,
da geriet die ganze Stadt, irretwegen in Bewegung. Und sie sprachen, ist das nicht
Naomi? Und sie sprach zu ihnen, nennt mich nicht Naomi, nennt mich Mara. Denn
der Allmächtige hat es mir sehr bitter gemacht. Voll bin ich gegangen und leer
hat mich der Herr zurückkehren lassen. Warum nennt ihr mich Naomi, da der Herr
gegen mich gezeugt und der Allmächtige mir Übles getan hat? Und so kehrte Naomi
zurück und ruht die Moabiterin, ihre Schwiegertochter, mit ihr, die aus den
Gebieten von Moab zurückkehrte. Und sie kamen nach Bethlehem beim Beginn der
Gerstenernte. Soweit wollen wir heute Abend Gottes Wort lesen.
Liebe Geschwister, wir hatten gestern Abend einen absolut lebendigen Abschnitt
vor uns, der ein gewisses düsteren Hintergrund hat.
Es war ein Abschnitt, wie wir gesehen haben, in dem viele Entscheidungen
getroffen wurden. Entscheidungen, die einen tragischen Verlauf im Leben derer
nahmen, die sie getroffen haben. Aber auch einzelne Entscheidungen, die zum
Guten waren. Und wir haben den ganzen Ernst, hoffe ich sehr, verspürt, der sich
auf uns legt, wenn wir sehen, welch eine Entwicklung einen Lebenslauf nehmen kann.
Wenn wir an einer entscheidenden Situation eine Entscheidung treffen, im
Eigenwillen, ohne mit Gott darüber zu reden, ohne uns von ihm zeigen
zu lassen, wie unser Weg sein soll. Das hat uns doch, das ist uns doch, meine ich,
unter die Haut gegangen, oder? Wieder diese Naomi, ohne Mann und ohne Kinder, im
fremden Feindesland zurück blieb. Ein hoffnungsloser Zustand, könnten wir
sagen. Und der Herr möchte uns schenken, dass wir, in welcher Form wir auch immer
genötigt sein mögen, Entscheidungen zu treffen. Und es müssen nicht immer so
ganz vitale, lebensentscheidende Entscheidungen sein. Es mag auch
Entscheidungen im Kleinen geben. Lasst uns all das, was uns in den Sinn
kommt, prüfen, ob es mit Gottes Gedanken übereinstimmt. Und lasst uns warten und
Klarheit vor dem Herrn bekommen, für das, was uns auf dem Herzen liegt, zu tun in
unserem Leben.
Wir haben gesehen, das ist eigentlich unendlich schön zu sehen, dass trotz
allem Eigenwillen, trotz allem Verlust, Gottes Gnade immer scheint. Ich habe
einmal gehört, Bruder Dabi soll mal gesagt haben, die Gnade Gottes scheint
auf jeden Gläubigen zu allen Zeiten. Manchmal aber eben auch auf den Rücken,
wenn man sich abgewendet hat. Aber die Gnade Gottes lässt einen nicht gehen.
So haben wir gestern voller Freude doch gesehen, wie eine Naomi einen Impuls
bekam von außerhalb. Es war nicht allein in ihr gewachsen, sich aufzumachen und
zurückzukehren. Der Grund dafür war, der Anlass war,
dass Gottes Gnade gewirkt hatte. Sie hatte gehört, er hat sich wieder seinem
Volk zugewandt. Diese wunderschöne Ausdrucksweise, Gott wendet sich seinem
Volk wieder zu. Gott gibt wieder Brot im Horst des Brotes und das ergreift die
Naomi. Diese Gelegenheit und macht sich auf. Wir haben gesehen, wie dann die
Schwiegertöchter, die inzwischen auch längst verwitwet waren, mitgehen, eine
gewisse Anhänglichkeit haben zu ihrer Schwiegermutter. Und dann haben wir
gestaunt darüber, wie weit man sich von den Gedanken Gottes entfernen kann auf
einem verkehrten Weg, in einem verkehrten Zustand. Zehn Jahre hatte das
angedauert, dass Naomi davon spricht, bleibt da wo ihr seid, kehrt zurück zu
den Häusern eurer Mütter, kehrt zurück zu dem Haus eures Mannes. Damit meint sie,
dass sie vielleicht noch einmal in Moab wieder eine Verbindung eingehen
könnten. Sie hatte davon gesprochen, dass wenn sie mitgingen nach Israel, dort vom
Gesetz her überhaupt keine Chance für sie bestanden, für diese Schwiegertöchter
bestanden, irgendwie noch einmal einen Mann zu bekommen und vielleicht Kinder
zu bekommen. Und so drängt sie praktisch mehrfach, geht zurück, kehrt zurück.
Soweit kann man kommen, selbst in einem schlechten Zustand, dann auch andere noch
dazu zu bewegen, verkehrte Entscheidungen zu treffen.
Wir hatten gestern damit geendet, dass praktisch eine Situation eintrat, wo
beide, Orpah und Ruth, auf die Probe gestellt wurden.
Die Orpah bewies ihre Zuneigung zu ihrer Schwiegermutter mit einem Kuss.
Das war, ich bin überzeugt davon, echte Zuneigung. Aber mehr hatte sie nicht.
Ein äußeres Zeichen ihrer Zuneigung und dann kehrt sie zurück. Und wir hatten uns
sehr gefreut daran, an dem Gedanken, was über die Ruth gesagt wird, sie hing ihrer
Schwiegermutter an. Ruth aber hing ihr an. Wir haben gesehen, dass das nicht einfach
nur bedeutet, dass die beiden jetzt zusammengegangen sind, sondern dass da
eine innere, echte Beziehung bestand, dass sie ihr nachfolgte.
Wir haben das gesehen, wie Gott das eigentlich von seinem ganzen Volk erwartet,
dass sie ihm mit ganzer Seele und Verstand dienen sollten und ihm anhängen
sollten. Und dieser wunderschöne Ausdruck aus dem Psalm 63,
meine Seele hängt dir an, das heißt sie folgt dir unmittelbar nach. Wir haben
gesehen, ein wenig jedenfalls, mit welch einem Segen das verbunden ist, der einen
Person anzuhängen, die uns wirkliches Glück schenken kann.
Und jetzt wird dieses Bild, wo wir gestern gesagt haben, dass ein wenig vor
einem dunklen Hintergrund leuchtet, immer schöner. Es geht zurück, Geschwister,
nach Bethlehem. Und mit Gottes Hilfe, wenn wir das morgen Abend betrachten dürfen,
dann haben wir den Mittelpunkt von Bethlehem vor uns, der gepriesener ist
und gesegneter ist als jeder Ort an sich. Das wäre ein Ort ohne den Mittelpunkt.
Aber heute haben wir, wenn wir gestern gesagt haben, einen Abschnitt oder Verse
voller Entscheidungen, dann haben wir heute im Wesentlichen zwei Bekenntnisse
vor uns. Und meine Bitte zum Herrn ist, dass wir ein wenig eintauchen einmal in
das, was diese beiden Frauen zum Ausdruck bringen in diesen Versen.
Ich möchte der Herr uns Freude dabei schenken, das ein bisschen besser zu
verstehen. Zuerst wird hier in Vers 15 gesagt, sie sprach, jetzt kommt noch einmal
der Versuch von Naomi zur Ruth, sieh mal, deine Schwägerin ist umgekehrt,
tu es doch genauso. Deine Schwägerin ist zu ihrem Volk.
Behalten wir das mal im Hinterkopf ein bisschen, diese Ausdrucksweise, weil wir
das gleich bei dem Bekenntnis von der Ruth noch einmal finden. Ist zu ihrem
Volk zurückgekehrt und zu ihren Göttern zurückgekehrt. Seht ihr, das ist
eigentlich damit verbunden. Es ging nicht nur darum, wenn man jetzt
zurück blieb, was die Naomi vorgeschlagen hatte, dass man im Haus der
Mutter wieder wäre oder vielleicht noch einmal einen Mann bekommen könnte.
Sie kam wieder in Verbindung mit dem Volk, mit dem verfeindeten Volk, wo Gott
einen Fluch darauf gelegt hatte. Da war die Oper wieder gelandet und auch
wieder zu ihren Göttern. Ich meine, bei dem König Salomon wird das einmal als
Gräuel sogar beschrieben. König Salomon hatte sich einmal dahin verstiegen, selbst
in 1. Könige 11 wird in Vers 7 berichtet, damals baute Salomon
eine Höhe für Kamos, den Gräuel der Moabiter auf dem Berg, der vor Jerusalem
liegt. Salomon, der so hoch gesegnet war von Gott, mit Weisheit, mit Macht, der hatte
sogar dem moabitischen Gott Kamos ein Altar gebaut.
Den Göttern der Moabiter wurden sogar Kinder geopfert.
Das liest man bei späteren Berichten, ich meine im ersten Buch der Chroniker.
Dahin ging die Oper wieder zurück. Ich meine, jetzt wird das Ganze
offensichtlich, was Naomi vorgeschlagen hatte.
Bleibt doch zurück, kehre doch um. Es bedeutete wieder mit dem Volk in
Verbindung zu kommen, worauf der Fluch lag. Es bedeutete wieder mit Götzen in
Verbindung zu kommen, die Gott ein Gräuel sind. Das schlägt sie jetzt der Ruth vor.
Und die Ruth hat eine wunderschöne Antwort darauf. Da geht einem, liebe
Geschwister, ich glaube, da geht uns das Herz auf, wenn wir das ein wenig besehen.
Aber, sagt mal, liebe Geschwister, liebe Freunde, ihr jungen Freunde, habt ihr auch
mal ein Aber, wenn eine böse Stimme an euch herankommt? Etwas dagegen zu halten,
so wie jetzt die Ruth? Ich habe mich oft gefragt, wo sie das her hatte.
Groß geworden war sie unter Moab. Und ich kann mich des Eindrucks nicht
verwehren, dass sie von Naomi manches gehört haben muss.
Sie hat jetzt ein Aber. Aber Ruth sprach. Und jetzt kommt etwas ganz Einfaches,
möchte ich einmal sagen. Die Ruth antwortet jetzt auf zweierlei Weise.
Sie sagt einmal nein und sie sagt einmal ja.
Sie weist die Verlockung zurück, die Naomi ihr vorgestellt hat. Aber nicht nur,
weil sie es zurückweisen will, sondern sie hat etwas Besseres. Und das, meine ich,
ist eine große Hilfe für uns. Wir reden oft, Geschwister, über Absonderung.
Ich bin, habe ich gestern, meine ich, schon einmal gesagt, durch Gottes Gnade in
einem gläubigen Elternhaus groß geworden. Und ich kenne diesen Begriff
Absonderung von Kind auf. Und ich habe lange Zeit, darf ich das mal vorsichtig
so sagen, keine große Freude an diesem Ausdruck gehabt. Das bedeutete für mich
immer Verzicht. Das darfst du nicht, das darfst du nicht, das darfst du nicht.
Aber Geschwister, wenn das Absonderung ist, dann ist das zu wenig.
Absonderung bedeutet nicht nur von etwas weg zu bleiben, etwas zu lassen.
Absonderung bedeutet etwas Besseres zu kennen. Und das zeigt die Ruth in diesem
Bekenntnis. Sie sagt nein, bringe nicht in mich, dich zu verlassen, hinter dir weg
umzukehren. Denn, und das ist das Positive,
kennen wir nur ein Nein, dann wird uns bald die Kraft verloren gehen, eine treue
Haltung einzunehmen. Wir brauchen auch ein positives Ja.
Absonderung bedeutet immer, zu etwas hin sich zu versammeln. Nicht nur von etwas
weg zu bleiben, sondern zu etwas hin. Ich denke gerade an eine Stelle im Hebräerbrief,
meine ich, wo das auch so...
Ich lese einmal Hebräer 13, Vers 13, wie er nicht da steht. Dann wird das vielleicht
etwas deutlicher. In Hebräer 13, Vers 13 steht nicht,
deshalb lasst uns hinausgehen außerhalb des Lagers, seine Schmach tragend.
Da steht da nicht Geschwister. Das wäre nur das Trennen vom Bösen. Aber in Hebräer 13,
Vers 13 steht, lasst uns zu ihm hinausgehen. Wir haben den wirklichen
Mittelpunkt, den strahlenden Mittelpunkt. Das zieht uns an und das macht es uns
leichter, die anderen Dinge zu lassen. Zu ihm, das ist Absonderung.
Bringe nicht in mich, hinter dir weg umzukehren, dich zu verlassen, denn...
Und jetzt kommen in diesem Bekenntnis sieben Stücke, die die Ruth ausspricht.
Und wir wollen mit der Hilfe des Herrn sie ein wenig besehen.
Sie hat zu ihrer Schwiegermutter gesagt, bringe nicht in mich, dich zu verlassen,
um hinter dir weg umzukehren, denn... Wohin du gehst, will ich gehen.
Erster Punkt, wenn ich das mal so sagen darf. Sie möchte einen gemeinsamen Weg
mit ihrer Schwiegermutter gehen, zu einem gemeinsamen Ziel hin.
Sie beweist damit Liebe zu dem Weg des Volkes Gottes.
Den Weg, den Naomi ging, den wollte sie auch gehen.
Fragen wir uns jetzt einmal, wir gehen alle, auch Geschwister, einen Weg.
Gehen wir den Weg nur mit? Als Kind gehen wir den Weg mit.
Ist das auch gut, wenn wir ihn mitgehen? Aber es kommt auch einmal der Augenblick
in unserem Leben, wo wir alt genug sind, um selber zu sagen, das ist der Weg,
den ich gehen will. Geschwister, ich meine jetzt einmal den christlichen Weg,
den kirchlichen Weg, den wir gehen. Gehen wir diesen Weg mit innerer Überzeugung?
Das ist übrigens durchaus neutestamentliche Sprache.
Mir ist das kürzlich noch einmal aufgefallen, in Apostelgeschichte 9,
als da der Apostel Paulus, damals war es noch Saulus, der Drohung und Mord
geschnaubt hatte gegen die Jünger, er hatte sich Briefe erbeten, um sie alle
verfolgen zu können, und zwar wen? Apostelgeschichte 9, Vers 2,
er bat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen damit,
wenn er einige fände, die des Weges wären. Welches Weges denn?
Die Anmerkung sagt, des christlichen Weges, des christlichen Bekenntnisses.
Geschwister, wir gehen einen Weg. Und dieser Weg, der christliche Weg,
den wir gehen, der wird flankiert von Gottes Wort. Ist das so?
Haben wir eine innere Überzeugung zu diesem christlichen Weg?
Wenn wir das nicht haben, dann sind wir schnell bereit, ihn aufzugeben.
Freuen wir uns darüber, dass es einen christlichen Weg gibt in der Nachfolge
hinter dem Herrn Jesus her. Einen kirchlichen Weg, wenn ich das mal so
sagen darf. Geschwister, es gibt heute, das wisst ihr ganz genauso wie ich,
ich hätte fast gesagt, hunderte von Wegen, die man gehen kann, kirchlicherweise.
Aber es gibt nur einen Weg nach den Gedanken Gottes.
Wohin du gehst, da will ich gehen. Das wollte die Ruth.
Genau auf dem Weg bleiben, den die Ruth, den die Naomi ging, zurück in die
Gegenwart Gottes. Was bedeutet uns dieser kirchliche Weg?
Der Apostel Paulus, der war für diesen Weg, ihr wisst, dass er eine totale Umkehr
erlebt hatte, nachdem er da vor Damaskus diese Verse, wo wir gerade gelesen haben,
dann von diesem gewaltigen Licht umstrahlt und geblendet wurde,
da hat er sich sein Leben von jetzt auf gleich 100% geändert.
Und dann war er für diesen Weg ins Gefängnis gekommen.
Es ist noch nicht lange her, Geschwister, 70, 80 Jahre,
da wurde diese Frage vor die Herzen vieler Geschwister hier in diesem Land gestellt.
An diesem Weg festzuhalten oder sich das einfacher und breiter zu machen.
Viele sind dafür ins Gefängnis gegangen, für diesen Weg.
Das ist sehr bewegend, die Zeugnisse davon zu lesen.
Ich hatte auch immer sehr beeindruckt, vielleicht darf ich das an dieser Stelle
einfach mal sagen, wir leben nicht nur von guten Betrachtungen über Gottes Wort,
ich habe auch große Freude an guten Gedichten über Gottes Wort.
Und es gibt damals zu dieser Zeit, von der ich gerade gesprochen habe,
des Versammlungsverbotes, da gab es eine Schwester, die war irgendwie,
habe ich den einen besonders begnadet, solche Gedanken in Gedichtform auszudrücken.
Klara Becker-Emde meine ich, manche von euch kennen sie vielleicht und ihre Gedichte.
In äußerster Klarheit und mit zu Herzen gehenden Worten hat sie für diesen Weg eingestanden,
in dem Maß, wie es ihr als Schwester gestattet war.
Haben wir eine Überzeugung von diesem Weg?
Ihr lieben jungen Geschwister, es ist gut, wenn ihr mitgeht,
aber schiebt den Zeitpunkt nicht zu lang hinaus,
um mit einem eigenen festen Fundament auf diesen Weg zu gehen.
Ich kann mich erinnern in meiner Jugendzeit, Ende Anfang 20 vielleicht,
in dem Alter ungefähr, da kamen bei uns in das örtliche Zeugnis der Versammlung
eine ganze Reihe von Geschwistern von den Baptisten.
Drei Familien und zwei einzelne Brüder, die kamen zu uns in das örtliche Zeugnis,
zu schauen, zu schauen, sie blieben und sie stellten auf einmal Fragen.
Und weil sie so ungefähr in unserem Alter waren, dann haben sie uns gefragt,
nicht die alten Brüder haben uns gefragt, warum macht ihr das so, warum macht ihr das so?
Wie denkt ihr darüber wieder?
Wisst ihr Geschwister, ich hatte keine Antwort.
Mit 19, 20 Jahren hatte ich keine klaren Antworten darauf.
Und dann immer nur zu sagen, deshalb machen meine Eltern doch auch so.
Das ist zu wenig.
Wir brauchen eine Überzeugung für diesen Weg.
Einmal für uns selbst, wenn Fragen an uns herankommen,
aber auch um in unseren, wie wir gestern gesagt haben,
den nachfolgenden Generationen mit Entschiedenheit vorzuleben.
Ihnen zu zeigen, dass er uns wirklich etwas bedeutet.
Wir haben Gott sei Dank in diesem Land nicht die Frage vor uns heute,
ob wir dafür ins Gefängnis gehen würden.
Aber wir sind oft, wir haben das erlebt in der jüngeren Geschichte,
in unseren Kreisen, wie schnell man bereit ist, diesen Weg aufzugeben.
Und der Herr möchte uns neu, vielleicht durch diese schmalen Worte,
das Verlangen schenken, eine eigene persönliche Überzeugung von diesen Dingen zu bekommen.
Der zweite Punkt, von dem sie spricht ist, dein Volk ist mein Volk.
Nein, das ist schon der dritte Punkt.
Der zweite Punkt ist, wo du weilst, will ich weilen.
Also wo ich diese Naomi dann aufhalten würde, da wollte auch die Ruth sich aufhalten.
Wo ist das denn?
Wo wollte denn die Naomi sich aufhalten?
Wieder in dem verheißenen Land.
Das, was sie verlassen hatte.
Da wollte sie zurückkehren.
Da wollte sie sich aufhalten.
Und die Ruth hat jetzt das gleiche Verlangen nach dem Erbteil Gottes.
Nach, wir wissen, neutestamentlich gesprochen, wovon das spricht,
von den geistlichen Segnungen in den himmlischen Örtern.
Das, was dein Teil ist, sagt sie praktisch an geistlichen Segnungen,
das möchte ich auch haben, das möchte ich auch genießen.
Das Erbteil, was dir, wir wissen, wir haben das gestern gesagt,
von Rechts wegen hatte die Naomi jeden Anspruch auf das Erbteil verloren.
Aber der Weg ging wieder dahin.
Und die Ruth hatte jetzt ein Interesse, auch dieses Erbteil in Besitz zu nehmen.
Sie hatte keinen Anspruch als Fremde.
Sie wusste gar nicht, ob sie überhaupt dort hinein durfte, darf ich das mal so einfach sagen.
Aber das Verlangen in ihrem Herzen war da.
Und das ist die Frage an uns.
Wie steht das mit meinem Hunger nach den geistlichen Segnungen?
Wir haben heute Abend noch mit einigen jungen Leuten intensive Unterhaltung geführt,
wo man richtig gemerkt und gespürt hat, da ist Interesse, da ist Fragen,
da sind wirklich existenzielle Fragen noch gewesen, warum ist das so und
das ist einfach schön zu sehen, dass die Herzen offen sind, sich mit dem zu beschäftigen.
Ein Bruder hat einmal gesagt, wenn Gott mir schon eine Art von Segen anbietet,
dann möchte ich auch wissen, was er damit meint, damit ich sie ins Besitz nehmen kann.
Wir haben vor einigen Jahren bei uns in der Jugendstunde mal das Thema gehabt, geistliche Segnungen.
Bei uns ist das so, wir haben eine recht große Jugend und dann hat sich so ein kleineres Team gebildet
von fünf, sechs jungen Leuten und dann sind dann immer Aufgaben verteilt worden.
Du bereitest das Thema vor, du bereitest das Thema vor.
Nur bei dem Thema geistliche Segnung habe ich gesagt, ich würde das schon vorbereiten wollen.
Nach zwei Monaten haben sie mich gefragt, wann können wir das denn mal machen?
Da habe ich gesagt, ich bin noch nicht fertig.
Dann haben sie noch einen Monat gewartet, können wir jetzt über geistliche Segnungen?
Ich habe gesagt, ich bin noch nicht fertig.
Und irgendwann habe ich begriffen, ich werde nie fertig damit.
Dann haben wir mit dem angefangen, was der Herr uns bis dahin zeigen konnte.
Und das war schon unendlich viel.
Sich einfach mal in solche Begriffe wie Rechtfertigung, Stellvertretung, Besitz des Heiligen Geistes,
sich in all diese Themenfelder einfach mal unter der Leitung des Geistes zu vertiefen,
das mal zu untersuchen, was meint Gott eigentlich für mich persönlich?
So wie der Bruder sagte, ich möchte das doch für mich verstehen, damit ich es in Besitz nehmen kann.
Was sagt mir eigentlich Rechtfertigung? Was sagt mir Vergebung?
Die Ruth wollte das auch.
Wisst ihr, ich denke gerade an zwei Beispiele aus dem Alten Testament,
wenn es um dieses Erbteil und das Besitznehmen ging.
Und was mich sehr bewegt, in einem dieser beiden Beispiele,
da waren diese Vorbilder, an die ich gerade denke, Frauen gewesen.
Das ist manchmal wie so ein gewisser kleiner Dämpfer für uns Brüder,
die wir immer meinen, wir sind vorne dran, wenn es um Segnungen geht.
Ich denke an die Töchter Zelofjats.
Die hatten ihre Situation glasklar erkannt.
Nichts Männliches mehr in ihrer Familie.
Sie würden ihr Erbteil verlieren.
Das würde auf einen anderen Stamm übergehen.
Und dann gehen sie zu Mose.
So und so ist das, Mose. Gib uns ein Erbteil.
Ja, sagt Mose, da hat Gott gar nichts drüber gesagt.
Da muss ich erstmal mit Gott drüber sprechen.
Finde ich eine sehr weise Vorgehensweise von dem, Mose.
Und wisst ihr, dann habe ich mir einen Satz in meiner Bibel unterstrichen.
Da sagt Gott zu Mose, die Töchter Zelofjats reden recht.
Die hatten einen geistlichen Weitblick.
Und das war der Anlass für Gott, jetzt eine Situation zu regeln,
die bis dahin gar nicht klar geregelt war im Gesetz.
Aber diese Anerkennung Gottes, da waren fünf Mädchen, möchte ich jetzt mal sagen,
liebe junge Schwestern, fünf Mädchen.
Die hatten ein Problem aufgeworfen, für die der große Mose keine Lösung hatte.
Und der geht den richtigen Weg, der geht damit zu Gott, mit diesem Problem.
Und Gott sagt, diese fünf Mädchen, die reden recht.
Das soll nicht übergehen, das Erbteil.
Und dann regelt er, wie das sein soll.
Das zweite Beispiel, das ist eigentlich ein völlig unbekannter Mann.
Ich glaube, der kommt nur einmal in der Bibel vor.
Der Mann heißt Naboth.
Der hat gelebt zur Zeit von dem König Ahab.
Das war einer der gottlosesten Könige in der Geschichte Israels.
Und dieser Ahab, das war ein, wir würden heute vielleicht sagen, ein triebgesteuerter Mann.
Wenn der was gesehen hat, dann wollte der das haben.
Und dieser Naboth besaß ein Erbteil, das war ein Weinberg.
Könnt ihr alles in Erste Könige 20 ungefähr oder 21 nachlesen, meine ich.
Und dann geht der König zu dem Naboth und sagt, gib mir dein Erbteil.
Der König zu einem völlig unbekannten Mann.
Und der Naboth sagt, nein, das lasse der Herr fern von mir sein.
Dass ich ihr das Erbteil meiner Väter gebe.
Das war dem kostbar.
Wisst ihr, was das Ergebnis war?
Für seine Treue wurde er umgebracht.
Der König nahm sich das mit Gewalt im Besitz.
Aber der klammerte sich an das Erbteil.
Ihr kennt auch die Geschichte der Helden Davids.
Ihr lieben Jungs, ich möchte euch einfach mal empfehlen, mal so Heldengeschichten zu lesen.
Gibt es auch in der Bibel.
Heldengeschichten.
Da steht einer auf einem Stück Linsen, glaube ich war das.
Irgendwie doch ein bisschen unwichtig, oder?
Nein, das war sein Erbteil.
Die Philister waren, glaube ich, damals die Feinde, die da waren.
Und der steht auf dem Stück Linsen und kämpft mit seinem Schwert.
Wisst ihr, was da steht? Bis die Hand am Schwert klebte.
So verteidigt er das Erbteil.
Wo du weilst, will ich weilen.
Was bedeuten uns die geistlichen Segnungen?
Verteidigen wir sie gegen Angriffe von außen?
Sind sie uns etwas wert, dass wir sie nicht fahren lassen für andere schillernde Angebote, die es gibt?
Der König Arb hatte ein durchaus plausibles Angebot dem Naboth gemacht.
Das lasse der Herr fern von mir sein, dass ich dir das Erbe meiner Väter gebe.
Möchten wir Geschmack gewinnen an diesen himmlischen Segnungen.
Sie machen uns, liebe Geschwister, unendlich reich.
Das dritte dann, was sie sagt, dein Volk ist mein Volk.
Mein Volk.
Sie hatte Liebe zu dem Weg Gottes. Sie hatte Liebe zu dem Erbteil Gottes.
Sie hat Liebe zu dem Volk Gottes.
Ja, wenn die alle lieb sind, die Geschwister, dann kann man die auch lieben.
Ist oft so unsere innere Haltung.
Gott hat uns seine Liebe ins Herz ausgegossen.
Und Liebe zum Volk Gottes ist jetzt nicht natürliche Sympathie.
Liebe zum Volk Gottes ist eine Liebe, die deshalb besteht, weil wir durch ein Band untereinander verbunden sind, liebe Geschwister.
Seht mal, wir haben uns bis gestern Abend auch kaum gekannt.
Aber ich darf das einfach mal jetzt so sagen.
Irgendwie fühle ich mich unter euch wie zu Hause.
Wir haben alle die gleiche Natur und das spürt man.
Da ist eine Verbindung da.
Vielleicht sind wir uns nicht alle sympathisch, menschlich gesprochen.
Aber wir haben alle die gleiche Natur und das verbindet.
Wisst ihr, wenn der Herr es noch schenkt und wir morgen früh zusammenkommen dürfen, um den Tod des Herrn zu verkündigen.
Da haben wir ein Brot vor uns.
Und wisst ihr, da denken wir nicht nur an uns, die hier in diesem Raum sind oder ihr in Eibelshausen und wo ihr herkommt.
Wir denken an alle Gläubigen, die dann in diesem Augenblick auf der Erde leben.
Mit denen allen sind wir verbunden.
Wir können nicht mit allen den gleichen Weg gehen, aber wir haben Liebe zu ihnen.
Sie sind von der gleichen Art wie wir, Geschwister.
Das vergessen wir oft.
Sie sind nicht schlechter und nicht besser als wir.
Der Stellung nach genau gleich.
Der Praxis nach mögen Unterschiede da sein, aber wir wollen sie nie aus dem Auge verlieren.
Es ist das Volk Gottes in dieser alttestamentlichen Sprache.
Dein Volk ist mein Volk.
Das war eigentlich, wenn wir jetzt so an die Situation der Ruth denken, hat sie sich doch ziemlich verstiegen eigentlich, oder?
Sie kam aus dem Volk, das Feindschaft hatte gegen Israel und auf dem der Fluch lag.
Aber sie, manchmal meint man fast sie ahnt ein wenig von der Größe der Gnade Gottes.
Dein Volk ist mein Volk.
Oder es ist einfach der Wunsch, der Ausdruck ihres Herzens, mit diesem Volk in Verbindung zu bleiben.
Geschwister, wir wollen sie nie aus dem Auge verlieren, die Gläubigen alle.
Auch wenn wir in einem Lied singen, dass wir ganz zett drin stehen und die Einheit nicht mehr zu sehen ist.
Aber sie gehören alle zu dem Volk Gottes.
Das ist ein unendlich weiter Gesichtspunkt für uns.
Nun ist es auch so, dass sich Liebe zu den Geschwistern nicht immer auf die gleiche Art äußern kann.
Es meint ja nicht, dass wir immer lieb sein müssen zu den Geschwistern.
Wir brauchen manche Ausdrucksweisen im Neuen Testament, um zu wissen, wie sich Liebe den Geschwistern gegenüber äußert oder woran sie sich misst.
Der Apostel Paulus schreibt an die Korinther, die Liebe freut sich mit der Wahrheit.
Wir haben heute in der Familie gelesen, Last aus Epheser 4, lasst uns die Wahrheit festhalten in Liebe.
Seht ihr, Liebe und Wahrheit gehen immer miteinander.
Nie das eine auf Kosten des anderen.
Ich habe mich einmal sehr gefreut, so ein Charakteristika für den zweiten und den dritten Johannesbrief zu hören.
Wir wollen das eben einmal kurz aufschlagen.
Da kommen nämlich diese beiden Kennzeichen ganz deutlich zum Ausdruck.
Der zweite Johannesbrief, der hat es damit zu tun, zu warnen vor Verführern.
Und wenn wir das unter diesem Gesichtspunkt Liebe und Wahrheit sehen, dann liegt hier im zweiten Johannesbrief die Betonung darauf,
die Liebe muss in der Wahrheit sein.
Ich kann nicht einfach nur, weil ich meine, jeder ist ein Kind Gottes, ungetrübte und ungehinderte Gemeinschaft mit ihm haben.
Ich muss das messen an der Richtschnur des Wortes Gottes.
Die Liebe muss in der Wahrheit sein.
Das ist die Botschaft vom zweiten Johannesbrief.
Und die Botschaft vom dritten Johannesbrief ist genau umgekehrt.
Die Wahrheit muss in der Liebe sein.
Der Empfänger vom dritten Johannesbrief war eher in der Haltung und geneigt dazu alles abzuweisen, was da fremd und von außen kam.
Nein, sagt der Schreiber des Briefes, wenn du das prüfst und das ist in Ordnung, dann musst du aufnehmen.
Die Botschaft im zweiten Brief war, nimm nicht auf.
Die Botschaft im dritten Brief ist, nimm auf.
Wenn es mit Gottes Gedanken übereinstimmt.
Der zweite Johannesbrief, die Liebe muss in der Wahrheit sein.
Der dritte Johannesbrief, die Wahrheit muss in der Liebe sein.
Und so ist auch unsere Haltung dem Volk Gottes gegenüber.
Sie misst sich an dem Gehorsam gegenüber Gottes Wort.
Deshalb können wir uns nicht jedem gleichermaßen gegenüber zeigen.
Wir müssen manche klare Haltung einnehmen.
Das ändert aber nichts daran, dass wir sie als Kinder Gottes lieben.
Dein Volk ist mein Volk.
Dann kommt der vierte Punkt.
Wir könnten sagen, der zentrale Punkt in diesem Bekenntnis.
Der Höhepunkt sozusagen.
Dein Gott ist mein Gott.
Liebe zu dem Weg des Volkes Gottes.
Liebe zu dem Erbteil des Volkes Gottes.
Liebe zu dem Volk Gottes selbst.
Der vierte Punkt ist Liebe zu Gott selbst.
Ein gewisser Höhepunkt in dem Bekenntnis.
Dein Gott ist mein Gott.
Wie kann sie zu diesem Bekenntnis kommen?
Geschwister, ihr merkt vielleicht, zu diesem Höhepunkt fehlen mir selbst auch passende Worte, um das irgendwie auszulegen.
Es ist einfach der Höhepunkt.
Wir kommen zu dem zentralen Punkt unseres Glaubenslebens hierhin.
Nicht mehr zu Äußerlichkeiten, nicht mehr zu Menschen, zu Mitmenschen, zu lieben Mitgeschwistern.
Wir kommen zu Gott selbst.
Dein Gott ist mein Gott.
Aber ich frage mich doch, wie die Ruth das so sagen kann.
Und gestern habe ich schon einmal meiner Vermutung Ausdruck gegeben, dass die Naomi doch manches auch gezählt haben muss.
In den Jahren, wo sie verwandschaftlich verbunden waren.
Wo hätte die Ruth sonst jetzt hier diesen Wunsch haben sollen, diese Äußerung tun können, dein Gott ist auch mein Gott.
Aber es ist eben ein einiger Gott für alle Gläubigen.
Und auch diesen Gedanken wollen wir nie aus dem Auge verlieren.
Und dann sagt sie als fünftes, wo du stirbst, will ich sterben.
Jetzt gibt sie ihrer Liebe Ausdruck bis in den Tod.
Aber es ist noch ein anderer Gedanke, meine ich, damit verbunden.
Ein solcher Weg hinter dem Herrn Jesus her, zu dem einigen Gott der aller Gläubigen, bedeutet Selbstverleugnung, die bis in den Tod gehen kann.
Der Herr Jesus hat das selbst einmal gesagt in Johannes 11 oder 12, ich muss das eben suchen.
Wenn man ihm nachfolgt, muss man bereit sein, alles aufzugeben, so ähnlich.
Johannes 12 Vers 25 möchte ich lesen, wer sein Leben lieb hat, wird es verlieren.
Und wer sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren.
Wenn mir jemand dient, so folge er mir nach.
Und wo ich bin, da wird auch mein Diener sein.
Wenn jemand mir dient, so wird der Vater ihn ehren.
Wo du stirbst, will ich sterben, sagt sie.
Das ist mit der Nachfolge ist diese Konsequenz verbunden Selbstverleugnung.
Vielleicht muss unser Beweis der Treue und Hingabe nicht bis in den Tod gehen, aber Selbstverleugnung.
Das eigene Leben, sagte Herr Jesus, hier zu hassen, es als weniger wert zu achten als ihn selbst.
Das ist das Kennzeichen, das prägende Kennzeichen der Nachfolge.
Und wer das tut, dem gibt der Herr zwei Verheißungen.
Wenn jemand mir dient, sagt er, so folge er mir nach.
Und dann kommt als erstes, wo ich bin, da wird auch mein Diener sein.
Eine persönliche Gemeinschaft.
Und jetzt müssen wir einfach mal wissen, wenn im Johannesevangelium davon gesprochen wird, wo ich bin.
Das gibt einige drei oder vier Stellen im Johannesevangelium.
Dann ist das immer das Haus seines Vaters.
Johannes 14 spricht ja das erste Mal, meine ich.
Nein, das ist ja dann schon das zweite oder dritte Mal davon.
Dass er uns wiederholen wird, für das Haus seines Vaters, damit wo ich bin, auch ihr seid.
In Johannes 17, Vater, ich will, dass die, die du mir gegeben hast, auch bei mir sein, wo ich bin.
Damit sie meine Herrlichkeit schauen.
Diese Haltung, die die Ruth hier zeigt, wo du stirbst, will ich sterben.
Und dieses, versteht mich bitte richtig, wenn ich sage, dieses Geringachten des eigenen Lebens,
das Hassen des eigenen Lebens, wie es der Heiland in Johannes 12 sagt, hat diese wunderbare Konsequenz.
Wo ich bin, sagt er.
Und er ging dahin zu dem Haus seines Vaters, da wird auch mein Diener sein.
Nachfolge hinter dem Herrn Jesus herr, bedeutet eine ewige Gemeinschaft mit ihm im Haus seines Vaters.
Und der zweite Punkt ist, mein Vater wird ihn ehren.
Das ist göttlich Großgeschwister.
Der Vater, der wird seiner Wertschätzung dir gegenüber einen besonderen Ausdruck verleihen.
Warum?
Weil du ihm, seinem Sohn, nachgefolgt bist.
Das ruft die besondere Billigung des Vaters hervor.
Was für eine Verheißung.
Ewig im Haus des Vaters bei ihm zu sein, dem wir nachfolgen.
Und ewig eine besondere Billigung vom Vater zu haben.
Ist es das nicht wert, ihm nachzufolgen?
Dann kommt ein weiterer Punkt.
Dort will ich begraben werden.
Bei diesem Punkt, da denke ich immer an den Josef.
Die meisten von euch wissen, wie die Geschichte Josefs endet.
Erste Mose 50, meine ich, müsste das sein.
Er stirbt, wird zu seinen Vätern versammelt, oder wie immer es da auch steht.
Und man legte ihn in eine Lade in Ägypten.
Das ist das Ende des geschichtlichen Berichtes in Erste Mose 50.
Aber wisst ihr, was der Josef gemacht hat?
Der hat vorher zu seinen Lebzeiten noch Befehl gegeben, sagt der Hebräerbrief, glaube ich, wegen seiner Gebeine.
Wisst ihr, was er gesagt hatte?
Gott wird unser Volk gewisslich aus Ägypten herausführen.
Das hat der Josef gewusst.
Wenn das dann soweit ist, sagt er, dann ordne ich jetzt schon an, dass ihr dann meine Gebeine mitnehmt.
Er wollte nicht in der Lade in Ägypten enden.
Er wollte in das verheißene Land einziehen und dort begraben werden.
Und das ist, Geschwister, absolut rührend, wie das Volk das befolgt hat.
Dann kommt Zweite Mose 12 oder 13, das Passa und der Auszug aus Ägypten.
Und da wird ausdrücklich beschrieben, dass sie die Lade mit den Gebeinen Josefs mitnahmen.
Geschwister, Sie haben eigentlich, wenn wir das jetzt mal so einfach sagen wollen, 40 Jahre lang zwei Laden durch die Wüste getragen.
Die Bundeslade und die Lade mit den Gebeinen Josefs.
Ausdrücklich wird am Ende vom Buch Josef beschrieben, dass sie ihn mitgebracht hatten und dann dort im verheißenen Land,
ich meine, es wird gesagt, im Erdbegräbnis seiner Väter bestattet haben.
Da will ich begraben werden, sagt die Rote.
Das ist der haben groß, meine ich.
Sie hat das gleiche Verlangen wie der Josef.
Obwohl sie eine Fremde aus dem verfeindeten Volk Moab ist, das gleiche Verlangen wie Josef es hatte.
Nicht hier in Moab, nicht unterwegs zurück nach Israel.
Nein, da wo du stirbst, da will ich auch begraben werden.
So soll mir der Herr tun.
Das ist eine Beteuerung noch einmal und so hinzufügen.
Nur der Tod soll scheiden zwischen mir und dir.
Eine Beteuerung all dieser sechs Punkte, die sie gesagt hatte.
Und das, was sie jetzt äußert mit diesem siebten Punkt, das klingt sehr ähnlich,
wie es, meine ich, einmal der Itali, dem David gegenüber geäußert hat und auch andere Glaubensmänner,
der Elisa, der bei dem Elija bleiben wollte und nicht zurückkehren wollte, der festhalten wollte.
Sie hatten alle diese Beteuerung, dieses feste innere Verlangen, diesen Weg gehen zu wollen.
Wir haben groß, meine ich, wenn wir bedenken, aus welchem Mund diese Worte alle kommen.
Und als sie Naomi das hört, dann hört sie auf, ihr zuzureden.
Gehr doch um.
Als sie sah, dass sie fest darauf bestand.
Geschwister haben wir solche festen Überzeugungen, solche festen Argumente auch mal.
Uns geht es nicht ums Diskutieren, ganz bestimmt nicht.
Aber haben wir Festigkeit, können wir fest auf Dingen bestehen, die Gott uns geschenkt hat.
Das ist die Botschaft, glaube ich, die Ruth uns hier vormacht.
Da lässt die Naomi ab, ihr zuzureden.
Und dann kommt der wunderbare Satz, sie gingen beide, bis sie nach Bethlehem kamen.
Dann gehen zwei Schwestern den Weg zum Horst des Brotes.
Die eine, wir haben das am Ende des Kapitels gelesen, kehrt zurück.
Die andere kehrt auch zurück, wird da geschrieben.
Da kommen wir gleich noch einmal mit der Hilfe des Herrn darauf.
Aber die beiden Frauen, die da jetzt in Bethlehem ankommen, nur eine von denen war bekannt.
Da gibt es eine gewaltige Reaktion in dieser Stadt.
Es geschah, als sie nach Bethlehem kamen, da geriet die ganze Stadt ihretwegen in Bewegung.
Dürfen wir das mal ganz praktisch fragen?
Ich kenne wenig über die Zustände hier am Ort, da bin ich auch sehr froh darüber eigentlich.
Ich kann jetzt einfach mal das sagen, was mir auf dem Herzen liegt, was der Herr mir auf das Herz gelegt hat.
Ihr habt es vielleicht schon einmal erlebt, wenn jemand zurückkommt.
Von langen Irrwegen.
Können wir da kühl bleiben?
Ein wenig verhalten bleiben?
Hier geriet die ganze Stadt in Bewegung.
Da war ein, ich will nicht sagen Aufruhr, aber da war eine Anteilnahme an dieser Situation,
dass Geschwister, stellt es euch vor, eine ganze Familie zieht weg und eine einzelne Schwester kommt zurück.
Nach zehn Jahren.
Da ist Bewegung.
Da ist, darf ich mal so sagen, Emotion.
Da bleibt doch kein Herz kalt.
Sie kommt zurück.
Zurück an den Ort des Segens.
Da ist keiner, der sich irgendwie verschließt und sagt, wollen wir erstmal abwarten, wie sich das so gibt.
Da ist Bewegung.
Ich verstehe das so wie herzliche Freude.
Anteilnahme, da kommt jemand zurück.
Wir werden gleich sehen, was die Naomi dazu zu sagen hat.
Aber jetzt einmal die Leute dieser Stadt, du und ich, die wir das vielleicht schon einmal erlebt haben.
Darf ich mal eine Begebenheit kurz erzählen?
Ich war ein Junge von 13, 14 Jahren bei uns am Ort.
Damals immer noch mit den Eltern mitgenommen worden.
Da gab es eine Familie, Eltern, eine Schwiegermutter war noch da und drei Töchter.
Und die waren von heute auf morgen weg.
Der Vater hatte berufliche Verpflichtungen, sie wohnten ein wenig weiter weg von dem Versammlungsort
und von jetzt auf gleich weg.
Über 20 Jahre.
Ich weiß von einer Familie aus unserem örtlichen Zeugnis,
die haben jedes Jahr ein Kalender dorthin geschickt, an die Adresse.
Keine Reaktion.
Nächstes Jahr wieder ein Kalender geschickt.
Keine Reaktion.
Ich war ein Bruder von Anfang 30, Mitte 30.
Da geht bei uns die Tür auf an einem Sonntag.
Da kommt der Vater und die Mutter und eine Tochter zurück.
Der Vater schwer krebskrank.
Gezeichnet von dem, was sie erlebt hatten.
Sie kamen und hatten den Wunsch am Brotbrechen Zeit zu nehmen.
Wir haben das gesehen.
Nach einiger Zeit auch tatsächlich die Freimütigkeit.
Es war eine echte Umkehr, da waren wir von überzeugt.
Sie wieder zur Teilnahme am Brotbrechen vorzuschlagen.
Dann kommt der Sonntag, wo sie das erste Mal wieder teilnehmen dürfen.
Geschwister, ich habe keine Worte, um euch das zu beschreiben,
was für Empfindungen in unser aller Herzen waren.
Und in der Woche danach hat der Herr den Bruder zu sich genommen.
Ich habe für mich gedacht, was für eine Gnade,
dass er noch einmal die Freude haben durfte,
wirklich zurückzukehren und auch dem Wunsch des Herrn nachzukommen.
Und dann war das Werk, hatte ich für mich den Eindruck,
der Wiederherstellung an seiner Seele erfüllt.
Und der Herr nahm ihn zu sich.
Das hat keinen kalt gelassen bei uns, keinen.
Und es ist jetzt über 20 Jahre her und ich erinnere mich noch an diesen Sonntag,
wo sie das erste Mal wieder teilgenommen haben.
Die ganze Stadt geriet in Bewegung.
Ist das nicht Naomi?
Und jetzt kommt das, was Naomi sagt.
Immer noch ein wenig irregeleitet durch die falschen Eindrücke,
denen sie so lange ausgesetzt war.
Der Herr hat es mir sehr bitter gemacht.
Aber doch etwas sagt sie.
Ich möchte einmal auf den zentralen Punkt eigentlich kommen in Vers 21.
Voll bin ich gegangen, leer hat mich der Herr zurückkehren lassen.
Vielleicht darf ich das mal unter drei Gesichtspunkten einmal kurz beleuchten.
Voll bin ich gegangen, das meint in erster Linie, meint dieser Satz,
dem Familienstand nach voll, nämlich als Mutter und Ehefrau ist sie gegangen.
Und leer hat mich der Herr zurückkehren lassen.
Als eine kinderlose Witwe kommt sie zurück.
Das ist die eigentliche Bedeutung von voll und leer.
Aber ich weiß auch sehr wohl, dass es oft geistlicherweise so angewendet wird.
Was auch seine Bedeutung hat, absolut.
Voll, was den Genuss und den Besitz der geistlichen Segnungen betraf.
Aber Geschwister, nach zehn Jahren kommt sie leer zurück.
Wir haben das gestern schon einmal beleuchtet und gesagt,
das hinterlässt seine Spuren.
Geistlicher Besitz geht verloren, Geschwister.
Es ist wie auch in der Welt immer wieder gesagt wird, auch im geistlichen Leben so,
Stillstand ist Rückschritt.
Tut sich bei dir in deinem Leben geistlicherweise etwas?
Kommst du voran oder bleibst du auf der Stelle stehen?
Voll bin ich gegangen, leer hat mich der Herr zurückkehren lassen.
Aber jetzt möchte ich eine dritte Seite betonen.
Voll bin ich gegangen, sagt sie.
Sie nimmt die Verantwortung für diesen falschen Weg auf sich.
Und sagt, meine Entscheidung war das damals mit meinem Mann mitzugehen.
Und dann räumt sie alle Ehre für ihre Rückkehr Gott ein.
Und ich meine, Geschwister, das deckt sich auch mit dem ganzen Wort Gottes.
Gestern haben wir gesagt, sie hört von der Gnade und macht sich auf zurückzukehren.
Wenn es Rückkehr gibt im Leben eines Gläubigen von einem verkehrten Weg,
ist das immer ein Werk Gottes.
Der Herr hat mich zurückkehren lassen.
Wohin haben wir gesagt? Die Gnade Gottes scheint immer,
auch wenn sie auf unseren Rücken scheint.
Ihr kennt vielleicht auch den Vers, ich weiß nicht, wo ich ihn finden soll, im Propheten Jesaja.
Wenn du zur rechten oder zur linken abbiegst,
so wirst du ein Wort hinter dir herhören.
Dies ist der Weg, wandle darauf.
Ich weiß gerade nicht, wo der Vers steht, aber er ist sehr beglückend.
Du oder ich, wir wenden uns ab, rechts oder links, von einem Weg hinter der Nachfolge des Herrn Jesus.
Aber wir hören eine Stimme hinter uns her.
Dies ist der Weg, wandle darauf.
Der Herr lässt zurückkehren.
Und dann finden wir im Vers 22 ganz kurz noch,
so kehrte Naomi zurück.
Diesen Satz würden wir ja unterschreiben.
Sie war ausgegangen von Bethlehem, Judah, und sie kehrt zurück an den Ort des Segens.
Aber der nächste Satz, der macht es vielleicht ein bisschen Schwierigkeiten.
Und Ruth, die Moabiterin, ihre Schwiegertochter, mit ihr,
die aus den Gebieten von Moab zurückkehrt.
Sie war doch gar nicht ausgegangen von Bethlehem, Judah, die Ruth.
Sie kommt noch das erste Mal jetzt nach Bethlehem, Judah.
Wie kann man denn da sagen, sie ist zurückgekehrt?
Nun, das hat einmal sicherlich eine Begründung in der prophetischen Bedeutung von diesem Buch.
Die Ruth ist ein Bild von dem Überrest, was durch das Wirken des Geistes Gottes in späteren Tagen stattfinden wird.
Ein Bild von dem Überrest, über dem heute noch Lo-Ammi steht, nicht mein Volk.
Und das doch einmal zurückkehren wird.
Davon ist Ruth ein Bild in diesem Buch in prophetischer Hinsicht.
Aber es ist auch eine Tatsache, Geschwister,
dass jeder Mensch vor seiner Bekehrung auf einem Weg weg von Gott ist.
Der jüdische Überrest klagt in Esaria 53 sich selbst an und sagt, wir waren alle auf einem eigenen Weg.
Wir wandten uns an jeder auf seinen Weg.
Und das ist wahr von jedem Menschen.
Jeder Mensch, der noch nicht Frieden mit Gott hat, ist auf einem Weg weg von Gott.
So war es auch bei der Ruth. Sie hatte noch keinerlei Beziehung zu dem Gott Israels.
Und in dieser Hinsicht kehrt sie doch zurück.
So habe ich völlige Freude an diesem Satz, dass auch Ruth die Moabiterin zurückkehrte.
Der Mensch von Natur entfernt sich immer weiter von Gott.
Und wenn die Gnade ihn zurückführt, ist das für jeden ein Zurückkommen zu Gott.
Ist der letzte Satz noch wichtig?
Beim Beginn der Gerstenernte?
Ist das nur was für Landwirte jetzt, dass hier noch so eine Schilderung kommt?
Dieser letzte Satz, Geschwister, offenbart die ganze Gnade Gottes.
Sein ganzes Herz voller Liebe.
Beim Beginn der Gerstenernte, warum ist das so wichtig?
Wenn man ein wenig das Alte Testament kennt,
und auch den jüdischen Festtagskalender vielleicht etwas kennt, in 3. Mose 23,
oder auch andere Stellen im Alten Testament kennt,
da wird immer wieder betont, dass die Zeit der Ernte anfängt mit der Gerstenernte.
Liebe Geschwister, die Naomi, die da eigentlich meinte, sie wäre Mara,
aber sie ist doch wirklich die Naomi wieder.
Und die Ruth.
Sie kommen am Anfang der Segensperiode zurück.
Gott führt sie in den vollen Genuss des ganzen Segens.
An die Gerstenernte schließt sich die Weizenernte an,
dann kommt die Weinlese und alle Arten von Frucht, die kommen nach der Gerstenernte.
Unser Gott ist so viel gnadenreicher, als wir selbst es sind.
Wir würden vielleicht sagen, die Ruth und die Naomi, die sollen da mal am Rand der Stadt wohnen,
wir wollen die ein bisschen beobachten, sie kriegt auch ein bisschen was zu essen.
Nein, Gott führt sie in den Segen zurück, von Anfang an.
Alles, was Gott seinem Volk in seinem verheißenen Land geben will,
sollen diese beiden Frauen wieder miterleben können.
Gestern haben wir ganz dunkel angefangen.
Heute hören wir strahlend hell auf.
Sie sind wieder an dem Ort des Segens.
Die ganze Stadt ist in Bewegung.
Und wisst ihr, Geschwister, morgen, wenn wir das noch erleben mit der Hilfe des Herrn,
ich freue mich darauf, dann morgen über den zu sprechen und nachzudenken,
der diesem Ort sein Gepräge gibt.
Der Ort des Segens ist wunderbar und reichhaltig für uns.
Aber die Person, die den Segen gibt, die ist noch größer.
Und mit Gottes Hilfe wollen wir morgen ein wenig darüber nachdenken. …
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…
Liebe Geschwister, wir wollen heute Abend
diese praktische Betrachtung aus dem Buch Hut fortsetzen
und lesen von Kapitel 2 an.
Hut 2 von Vers 1
Und Naomi
hatte einen Verwandten ihres Mannes,
einen vermögenden Mann
aus der Familie Elimelix, und sein Name war Boaz.
Und Ruth, die Moabiterin, sprach zu Naomi,
lass mich doch aufs Feld gehen und unter
den Ähren lesen, hinter dem Herr, in dessen Augen ich Gnade finden werde.
Und sie sprach zu ihr, geh hin, meine Tochter. Und sie ging hin und kam
und auf
sie ging hin und kam und auf dem Feld hinter den Schnittern her, las sie auf.
Und sie traf zufällig
auf das Feldstück des Boaz, der aus der Familie Elimelix war.
Und siehe, Boaz kam von Bethlehem und sprach zu den Schnittern,
der Herr sei mit euch.
Und sie sprachen zu ihm, der Herr segne dich.
Und Boaz sprach zu seinem Knecht, der über die Schnitter bestellt war,
wem gehört dieses Mädchen?
Und der Knecht, der über die Schnitter bestellt war, antwortete und sprach,
es ist ein moabitisches Mädchen, das mit Naomi aus den Gebieten von Moab
zurückgekehrt ist.
Und sie sprach, lass mich doch auflesen und unter den Gaben sammeln, hinter den
Schnittern her.
Und so ist sie gekommen
und dageblieben,
vom Morgen an bis jetzt.
Was sie im Haus gesessen hat, ist wenig.
Und Boaz sprach zu Ruth,
hörst du, meine Tochter,
geh nicht,
um auf einem anderen Feld aufzulesen.
Und geh auch nicht von hier weg,
sondern halte dich hier zu meinen Mädchen.
Deine Augen seien auf das Feld gerichtet, das man schneidet.
Und geh hinter ihnen her, habe ich nicht den Knaben geboten, dich nicht anzutasten?
Und wenn du durstig bist, so geh zu den Gefäßen und trink von dem, was die
Knaben schöpfen.
Da fiel sie auf ihr Angesicht
und beugte sich zur Erde nieder
und sprach zu ihm,
warum habe ich Gnade gefunden in deinen Augen,
dass du mich beachtest,
da ich doch eine Ausländerin bin?
Und Boaz antwortete und sprach zu ihr,
es ist mir alles genau berichtet worden,
was du an deiner Schwiegermutter getan hast nach dem Tod deines Mannes
und dass du deinen Vater und deine Mutter und das Land deiner Geburt
verlassen hast und zu einem Volk gezogen bist, das du früher nicht
kanntest.
Der Herr vergelte dir dein Tun
und voll sei dein Lohn von dem Herrn, dem Gott Israels,
unter dessen Flügeln Zuflucht zu suchen, du gekommen bist.
Und sie sprach,
möge ich Gnade finden in den Augen, mein Herr,
denn du hast mich getröstet und hast zum Herzen deiner Magd geredet und doch
bin ich nicht wie eine deiner Mägde.
So weit wollen wir heute Abend
aus diesem Bericht
aus dem Buchhut lesen.
Wir haben an den vergangenen beiden Abenden
versucht ein wenig
die praktische Seite und praktische Hinweise aus diesem
Bericht
für unser
tägliches Glaubensleben zu entnehmen
und haben am ersten Abend
wie eine kleine Überschrift gesehen,
dass die ersten 14 Verse eigentlich
ein Abschnitt voller Entscheidungen sind.
Wir haben im Gebet eben noch einmal daran gedacht,
überwiegend Entscheidungen, die in die falsche Richtung gingen, weil sie
getroffen wurden ohne den Herrn zu fragen.
Wir haben die Folgen ein wenig gesehen, die daraus erwachsen, wenn wir falsche
Entscheidungen treffen.
Wir haben gesagt, das ist
dieses
wunderschöne Buchhut
ist eine
hellstrahlende Geschichte, ein wenig
haben wir gestern Abend dann schon von diesen Strahlen der Gnade gesehen
vor einem ganz dunklen Hintergrund.
In einer Zeit, wo jeder tat was recht war in seinen Augen.
Da spielt sich das ab.
Wo eine Nachfolgegeneration aufgetaucht ist, die nicht mehr kannte, was der Herr
an seinem Volk getan hatte.
In dieser Zeit
das ist zutiefst bewegend, Geschwister,
gibt es eine Frau
aus einem
Volk, auf dem der Fluch Gottes lag,
dass irgendwie, wir haben das gestern
darüber gestaunt, meine ich,
eine Glaubensentscheidung getroffen hat.
Sicherlich
ein wenig bedingt,
das müssen wir einfach vermuten,
durch diese zehn Jahre, die sie
auch mit der Naomi verbringen konnte.
Aber als es gestern,
wir würden fast sagen, spitz auf Knopf stand
in Vers 15,
eine der beiden Schwiegertöchter hatte sich zurückgewandt,
ein Zeichen der Zuneigung noch gegeben, aber doch zurück zu den Göttern gegangen.
Da hat diese Ruth ein Bekenntnis abgelegt und gestern haben uns diese
Bekenntnisse sehr beschäftigt.
Ein siebenfaches Bekenntnis,
was uns doch sehr erstaunt hat, sehr glücklich gemacht. Und wir haben versucht
ein wenig
diese Aussagen, die die Ruth da getroffen hat, in ihrem Bekenntnis auf
unser Glaubensleben anzuwenden und
uns Mut zu machen, auch selbst solche Entscheidungen zu treffen.
Weil wir werden das auch heute sehen und es wird jetzt immer heller und
strahlen eigentlich in diesem Buch, was vor uns kommt,
dass eine Entscheidung für den Herrn
immer
von Segen begleitet ist.
Gestern haben wir schon darüber gestaunt, wie Gott
den Zeitpunkt sogar geführt und bestimmt hat, wann denn nun diese Ruth
und ihre Schwiegermutter, die Naomi,
zurückgekehrt war
beim Beginn der Gerstenernte.
Eigentlich der Anfang der Zeit, wo Gott seinen Segen,
irdischen Segen über das Volk ausschüttet,
der Anfang der Ernten überhaupt und dann folgen alle anderen.
In der Fülle des Segens kommen sie zurück.
Das hat uns doch auch Mut gemacht, meine ich.
Im Blick auf solche Geschwister, an die wir denken dürfen,
die vielleicht noch immer auf einem eigenen Weg sind
und um die wir ringen im Gebet, dass sie doch zurückkommen möchten.
Dass wir eine solche Haltung haben, wie da die Bewohner von Bethlehem, die in
Bewegung geraten sind.
Da kommt eine nach Jahren wieder zurück.
Das ist,
manchmal sagen die Brüder schon, fast eine größere Gnade,
als wenn jemand zum Glauben findet.
Ich weiß nicht, ob man es so abwägen kann, aber es ist eine
große, große Gnade, wenn jemand zurückkommt.
Wir haben
im Neuen Testament
Beispiele von Wiederherstellung.
Das haben wir gestern Abend nicht mehr angesprochen, aber es liegt mir doch auf
dem Herzen, das vielleicht einmal zu zeigen, weil wir
doch, meine ich, fast von Ort zu Ort mit solchen traurigen Dingen zu tun haben.
Und wenn dann jemand kommt,
dass wir doch bitte die rechte Haltung haben möchten ihm gegenüber und
eine Bereitschaft, wenn die Dinge wirklich geordnet sind, zum Wiederaufnehmen.
Aber vielleicht auch für solche,
mit denen wir mal ins Gespräch kommen, um ihnen ein wenig den Weg zu ebnen.
Ich denke an das eine Beispiel
von dem
Markus
Barnabas,
die da
zusammen einen Dienst getan hatten.
Wir wollen einmal zu der Apostelgeschichte gehen, wo wir den Bericht darüber finden.
Apostelgeschichte 15
Da haben wir einen kurzen Abschnitt.
Ich lese einmal von
Vers 37, Barnabas wollte auch Johannes, genannt Markus, mitnehmen.
Paulus aber hielt es für recht, den nicht mitzunehmen, der sich in Pamphylien
von ihnen getrennt hatte und nicht mit ihnen zu dem Werk gegangen war.
Und dann lesen wir weiter, dass da eine Erbitterung leider zwischen diesen
Knechten Gottes entstand und der eine nahm den Markus und der andere
wurde mit seinem Begleiter der Gnade des Herrn befohlen. Da sehen wir schon ein
ein gewisses Zeugnis des Heiligen Geistes, wo
der Segen auf welchem Dienst und welchem Weg jetzt der Segen lag.
Markus hatte sich abgewandt, war nicht bereit zu dem Dienst.
Und es dauert lange, lange Jahre,
bis Paulus dann den Kolossern schreiben kann.
Wenn Markus kommt, lasst uns da einmal hinsehen, das sind einfach sehr schöne
Verse
am Ende vom Kolosserbrief.
Kolosser 4
Vers 10 Es grüßt euch Aristarchus, mein Mitgefangner, und Markus, der Neffe
des Barnabas,
dessentwegen ihr Befehle erhalten habt. Wenn er zu euch kommt, nehmt ihn auf.
Aha, das ist die Botschaft, die Nachricht, der Markus ist irgendwie zurechtgekommen.
Nehmt ihn bitte auf. Es waren Jahre vergangen, Geschwister. Ich meine, wenn man
die Berichte der Apostelgeschichte und der Briefe liest,
mehr als zehn Jahre, weit mehr als zehn Jahre vergangen.
Und da kommt er wieder zurecht.
Aber es dauert eine lange Zeit halt.
Und später wird er noch einmal gesagt, nimm Markus mit dir, er ist mir nützlich
zum Dienst.
Seht ihr, so ein Werk der Wiederherstellung, der lässt der Herr eigentlich auf dem halben Weg
eigentlich stehen, er möchte ihn
völlig wiederherstellen, nützlich zum Dienst machen.
Und bei dem altgewordenen Petrus ist er dabei und hilft ihm.
Am Ende vom ersten Petrusbrief.
Aber ich meine, aus dieser Geschichte von dem Markus Johannes können wir lernen,
dass wenn Dinge lange anhalten,
ein schlechter, verkehrter Zustand, dass es auch ein langer Prozess der
Wiederherstellung ist.
Das andere Beispiel, an das ich dachte, das kennen wir alle auch sehr gut, das ist
Petrus.
Wir würden vielleicht sogar meinen, der Petrus hat einen viel schlimmeren Fall
getan als der Markus.
Der Petrus hatte seinen Herrn verleugnet, öffentlich.
Er, der so impulsiv immer war, dass er gesagt hatte, wenn alle anderen sich ab,
dann bin ich nicht. Ich bin bereit, mit dir bis in den Tod zu gehen.
Und dann kommt die Probe aufs Exempel.
Und der Petrus
verwünscht sich mit einem Fluch, ich kenne diesen Menschen nicht.
Da kommt ein Blick des Heilands.
Wir haben, als wir in Johannes 1 waren, auf der Konferenzbetrachtung,
da haben wir daran gedacht,
da wird einmal noch einmal berichtet,
dass der Herr Jesus sich umblickte und Petrus anblickte.
Am Anfang ihrer Begegnung,
aber da im Hof des Hohen Priesters,
da blickt er ihn wieder an.
Damals, ich habe mich sehr gefreut darüber, haben die Brüder gesagt, das ist ein Blick
der gleichen Liebe.
Der Heiland wird dem Petrus mit diesem Blick gesagt haben, ich habe dich immer
noch lieb.
Der Petrus hatte keine Hoffnung mehr, der ging hinaus und weinte bitterlich.
Er hatte nicht an die Auferstehung geglaubt.
Er hatte gedacht, das ist jetzt alles verloren, ich habe die Chance verpasst.
Und er hatte nicht die Hoffnung und Erwartung, dass das wieder in Ordnung
kommt.
Deshalb hat unser guter Herr
als allererstes nach seiner Auferstehung, so schreibt Paulus an die Korinther, zuerst
ist er dem Käfers erschienen.
In einer ganz persönlichen Unterredung, von der wir nichts weiter wissen aus
Gottes Wort.
Um das zu ordnen.
Und dann kommt auch die öffentliche Wiederherstellung.
Wisst ihr, und das ist wenige Tage nach dem Fall.
Nur wenige Tage nach dem Fall, aber ein sofortiges Bekenntnis und eine
sofortige Umkehr.
Und dann geht auch die Wiederherstellung schnell.
Das lag mir noch mal auf dem Herzen, ein wenig nachzupragen zu gestern.
Dass uns Gottes Wort nicht im Dunkeln lässt, wie gehen wir eigentlich mit
Fällen der Wiederherstellung, wo wir das erkennen, um?
Wir haben uns gesagt, dass wir doch gerne auch eine solche Haltung, wie die
Bethlehemiter zeigen wollen, dass wir in Bewegung geraten, wenn da jemand kommt.
Und dann doch auch, wenn die Dinge wirklich geordnet sind, aufnehmen.
Aber wenn vielleicht jemand
in einem solchen Zustand ist,
dann möchten wir aus diesen beiden Beispielen des Neuen Testaments auch lernen,
die Dinge nicht schleifen zu lassen.
Nicht zu lange zu warten mit einer Umkehr.
Denn der Prozess der Wiederherstellung ist,
je länger der Zustand andauert, auch umso schwieriger.
Aber der Herr,
wir haben uns gestern daran gefreut, an diesen Gedanken lässt seine Gnade immer
scheinen über die Seinen. Und er führt, wenn er zurück führt, in den vollen
Genuss
des Segens.
Alle anderen
Ernten, die sich an die Getreideernte anschlossen, konnten diese beiden Frauen
mitmachen.
Und dann haben wir gestern gesagt, wir wollen dann heute
etwas nachdenken, nicht über den Segen,
sondern über die Person,
die den Segen gibt.
Denn das möchte ich noch einmal betonen. Wir haben das die Abende schon einmal
gesagt.
Die Person, von der der Segen ausgeht,
ist größer und herrlicher als der Segen selbst.
Und ihn besser kennenzulernen, Geschwister,
dazu kann auch dieses Buch Ruth dienen.
Er wird hier in dem ersten Vers vorgestellt,
als einen Verwandten von der Naomi.
Dieser erste Vers erscheint hier erstmal wie so eine Art Kommentar zu sein.
Dieser Bericht von Naomi und Ruth, der geht hier erst in Vers 2 weiter.
Hier schiebt der Heilige Geist eine Bemerkung ein, damit wir
eine Person jetzt erstmal vor Augen bekommen.
Die Person des Boas.
Boas hat einen wunderbaren Namen.
Er wird hier erst einmal näher beschrieben.
Nein, hier wird er noch nicht näher beschrieben.
Er war ein vermögender Mann aus der Familie Elimelix und sein Name war Boas.
Ich möchte zuerst einmal etwas sagen, dass er
ein Verwandter war.
Am Ende von Vers 3 haben wir gelesen, aus der Familie Elimelix.
Boas ist in diesem Bericht
ganz eindeutig,
er heißt, sein Name heißt, in ihm ist Stärke.
Er ist derjenige, der lösen kann.
Er ist ein Bild von dem Herrn Jesus,
in dem Stärke ist.
Aber er ist ein Verwandter
von der Naomi.
Aus der Familie Elimelix.
Wisst ihr, da denken wir doch unweigerlich daran,
dass der Herr Jesus, wie nahe uns der Herr Jesus gekommen ist.
Er, der der ewige Sohn bei dem
ewigen Gott war, ist Mensch geworden.
Der Philippabrief, meine ich, sagt, dass er in Gleichheit der Menschen geworden ist
und in seiner Gestalt, in seinem äußeren Auftritten, wie ein Mensch erfunden ist.
In diesem Sinn darf ich das mal mit aller Hochachtung sagen, ist er unser
Verwandter geworden.
Er hatte ein völlig anderes Wesen als der ewige Gott, aber er hat sich einen
Leib bereiten lassen.
Und ich freue mich immer, wenn wir im Neuen Testament diese Erwähnungen
finden, dass der Heilige Geist großen Wert immer darauf legt, wenn er über die
Menschheit des Herrn Jesus schreibt,
dass er immer irgendwie anfügt, ausgenommen die Sünde.
Wir könnten viel zu schnell auf den Gedanken kommen, ein Mensch, wie wir
Menschen.
Ja, vom Wesen,
als wahrhaftiger Mensch, ja.
Aber bitte, das dürfen wir nie aus dem Auge verlieren, ohne Sünde.
Er tat keine Sünde.
Er kannte keine Sünde.
Sünde ist nicht in ihm. Der Heilige Geist benutzt im Neuen Testament drei
verschiedene Schreiber,
um diese dreifache Aussage über die Sündlosigkeit und Vollkommenheit
unseres Heilandes
auszudrücken.
Aber er ist unser Verwandter geworden. Ich sage das mit Ehrfurcht.
Er ist in unser Kleid gekommen. Darf man das so sagen?
Als Mensch unter Menschen.
Denkt ihr eigentlich, ihr habt doch auch schon darüber nachgedacht, wenn da
hunderte von Menschen in diesen Jordan steigen, um sich taufen zu lassen, dann
steigt auch unser Heiland dahin.
Und dann sieht das so aus, für alle Menschen sieht das so aus, einer von
vielen ist das.
Da öffnet sich der Himmel.
Dieser ist mein geliebter Sohn.
Auf dem Werk der Verklärung
Meister, sagte Petrus wieder, von dem wir jetzt schon oft gehört haben in diesen
Tagen. Gut, dass wir hier sind.
Jetzt wollen wir mal Hütten machen. Dir eine, Mose eine, Elia eine.
Alle auf einer Ebene.
Wieder öffnet sich der Himmel.
Dieser ist mein geliebter Sohn.
Ihn hört.
Seht ihr immer dann,
mit einer Einschränkung, aber immer dann, wenn
es so scheint, als würden wir Menschen den Heiland auf eine Stufe mit uns
stellen.
Dann öffnet sich der Himmel.
Und der Vater kann dann nicht zusehen, ich sage das mit großer Vorsicht und
Ehrfurcht aber auch.
Und sagt, nein das ist ein ganz besonderer, das ist nämlich mein geliebter Sohn.
An dem ich von Anfang bis Ende Wohlgefallen gefunden habe.
Aber ich denke auch an eine Szene, liebe Geschwister.
Da sah es auch so aus,
als sei er einer von mehreren.
Ich denke an den Hügel Golgatha.
Da stehen drei Kreuze.
Da hängen zwei Verbrecher.
Und einer hängt in der Mitte.
Und es sieht so aus für die Vorübergehenden, wie ein Schauspiel, dass
da drei Verbrecher hingerichtet werden.
Und Geschwister,
da öffnet sich der Himmel nicht.
Und das ist
erschütternd ernst.
Da ist der Heiland für meine Sünden im Gericht Gottes.
Und leidet
und stirbt an meiner Stadt.
Das bewegt mich immer sehr.
Aber er ist
ein Verwandter.
Und er trägt den Namen,
in ihm ist Stärke.
Wisst ihr, wir haben am ersten Abend gesehen, dass wir in Kapitel 1 gar nicht
genau wussten,
in Vers 4,
welcher von den beiden Söhnen, Eli und Melix, denn jetzt die Ruth geheiratet hat.
Das wird erst offenbart in Kapitel 4
in Vers 10, dass Ruth die Moabiterin, die Frau Machlons war.
Im Kapitel 1 ist das noch nicht offenbar geworden.
Machlon habe ich am ersten Abend gar nicht gesagt.
Bedeutet so viel wie
gebrechlich, kränklich, schwach.
Seht mal, wir werden ja in diesen Abenden, also bis heute Abend zumindest, nicht
dahin kommen, dass wir das Buch Ruth bis zu Ende betrachten.
Aber stellt euch mal diese
Umschwung vor im Leben der Ruth.
Sie hatte eine Reihe von Jahren mit einem Mann verbracht, der den Namen trägt,
Schwachheit, Krankheit,
zerbrechlich.
Und sie kommt am Ende von diesem Buch mit einem Mann in Verbindung, der den
Namen trägt, in ihm ist Stärke.
Was für ein Segensweg für diese Ruth, die Fremde, die Moabiterin, wie sie jetzt
mehrfach genannt wird.
Eine Ausländerin, die keine Anrechte hat,
die in Verbindung stand mit Verschmachten.
Sie kommt in Verbindung mit dem einen, in dem Stärke ist.
Ist das nicht Gnade?
Aber ich möchte noch einmal fragen, ist das nicht unser Teil auch?
War das nicht unser Zustand, wie es der Zustand von der Ruth war?
Und wir haben jetzt heute in den Versen, die wir gelesen haben, mehrfach davon
gelesen, dass es Gnade
bedarf und Gnade wirksam wurde.
Und wenn wir die Person unseres Heilandes jetzt mehr und mehr vor die
Blicke bekommen,
ich meine, es wird uns immer deutlicher werden, dass alles das, was er uns
erweist, nur
unverdiente Liebe ist.
Reine Gnade.
In ihm ist Stärke.
Das war jetzt erst einmal der Einschub des Heiligen Geistes und jetzt geht der
Bericht weiter.
Sie waren gekommen nach Bethlehem, zurück zu dem Haus des Brotes, wie wir
im Gebet auch gesagt haben,
beim Beginn der Gerstenernte und jetzt geht
eine gewisse Initiative von der Ruth aus.
Sie erkennt die Situation, da sind jetzt zwei
Witwen
allein in dieser Stadt.
Die brauchen Nahrung.
Und die Ruth hat die
Haltung, ihre Schwiegermutter versorgen zu wollen.
Und sie will jetzt Nahrung beschaffen.
Und das ist sehr schön, wie sie das tut.
Diese junge Schwester, wenn wir das mal ganz praktisch sagen dürfen,
fragt die ältere Schwester.
Sie sagt, das und das ist mein Vorhaben,
lass mich doch gehen.
Und sie möchte diesen Weg nicht gehen, ohne die Zustimmung der älteren
Schwester zu haben.
Wie gut, wenn ältere Schwestern so einen Weg auch mittragen und mit
bestätigen können,
dass wir so etwas nicht in Unabhängigkeit tun.
Lass mich doch auf das Feld gehen und unter den Ehren lesen hinter dem Herr,
in dessen Augen ich Gnade finden werde.
Wir müssen noch einmal bedenken, dass das hier eine Frau spricht,
die 0,0 Rechte hat.
Das Gesetz hatte gesagt, das haben wir mehrfach in diesen Abenden betont,
bis aufs zehnte Geschlecht kein Moabiter in die Versammlung Gottes.
Aber wenn wir einmal,
ich möchte nur ein Beispiel nennen, in 3. Mose 23,
wo der Herr die ganzen Feste für sein jüdisches Volk anordnet,
da spricht er am Ende des Festes der Erstlingsbrote in 3. Mose 23, Vers 22 davon,
wenn ihr die Ernte eures Landes erntet,
sollst du den Rand deines Feldes nicht vollständig abernten.
Sollst keine Nachlese deiner Ernte halten.
Für den Armen
und für den Fremden sollst du sie lassen.
Ich bin der Herr, euer Gott.
Gnade
überragt das Gesetz.
Gott hat in seinen Anordnungen, die er seinem Volk gegeben hat, Raum für Gnade
gelassen, für den Fremden und für den Armen.
Auf wen traf das mehr zu als auf diese Ruth?
Ob sie diese Regelung kannte,
ob Noem Omi ihr davon in den Jahren in Moab berichtet hatte, wir wissen das nicht.
Aber sie beruft sich auf etwas und erwartet Gnade zu finden
in völliger Übereinstimmung mit den Gedanken Gottes in seinem Wort.
Wir könnten sagen, sie fußt ihr Absicht, ihr Vorhaben auf Gottes Gedanken.
Sie macht uns damit eigentlich etwas vor. Sie hat Kühnheit, eine gewisse
Glaubenskühnheit.
Aber sie weiß auch,
dass sie Gnade finden muss.
Verdienst ist überhaupt nicht dabei. Recht ist überhaupt nicht dabei. Es ist
pure Gnade.
Geh hin, meine Tochter.
Die ältere Schwester, ihre Schwiegermutter, stimmt diesem Vorhaben zu.
Und sie ging hin und kam und auf dem Feld hinter den Schnittern her las sie auf.
Das war die Tätigkeit, von der sie gesagt hatte zu der Noemi, ich möchte Ehren
auflesen,
Nahrung beschaffen,
sich beschäftigen mit dem guten Korn, was Gott wachsen lässt
in seinem Erbteil.
Das Ehren auflesen, das meint also sich tatsächlich mit dem Wort Gottes zu
beschäftigen, sich zu nähren mit dem Wort Gottes.
Und das tut sie
hinter den Schnittern her.
Wir müssen das ein klein wenig vielleicht einmal ein bisschen beleuchten, wer
jetzt hier von diesen Personen, die da handeln,
welche Aufgabe und welche Tätigkeit in neutestamentlicher Hinsicht hier
verborgen ist.
Aber wir müssen noch auf einen Punkt kommen in diesem Vers.
Dass sie nämlich,
ich sag das jetzt mal
etwas flach mit meinen Worten,
sie hat richtig Glück gehabt.
Sie kommt zufällig auf das Feld des Boas.
Was für ein Zufall, nicht wahr?
Geschwister, wir lesen öfter in Gottes Wort von Zufall.
Ich habe als Kind im Haus meiner Eltern immer gelernt,
Zufälle gibt es nicht.
Und mein Vater und meine Eltern, die mir das beigebracht haben, die haben recht.
Warum schreibt dann Gottes Wort mehrmals
davon, dass etwas zufällig geschieht? Wir haben hier ein Beispiel davon.
Gibt noch eine Stelle, die habe ich so nur im Sinn, im fünften Buch
Mose irgendwo an einer Stelle, dass da jemand zufällig von einem Dach herunterfallen kann.
Reiner Zufall, dass so ein Unglück geschieht.
Sie trifft zufällig auf das Feld des Boas.
Seht ihr, das ist einfach die Sichtweise von uns.
Vielleicht auch die Sichtweise in diesem Moment noch von der Ruth.
Aus unserer Sicht mag manches erscheinen, als wäre das ein echter Zufall gewesen.
Aber aus Gottes Sicht gibt es
überhaupt keine Zufälle.
Dass da etwas geschieht auf diesem Erdboden, den er geschaffen hat und auf
dessen Erdboden seine Augen umherlaufen, Tag und Nacht.
Da geschieht nichts zufällig.
Wir dürfen
fest davon ausgehen,
dass der Herr die Schritte von der Ruth gelenkt hat.
Aus ihrer Sicht mag das völlig unverhofft gewesen sein, aber sie ist
genau an der Stelle, wo Gott sie haben wollte.
Geschwister, wenn heute jemand aus der Welt
oder aus den Benennungen
an den Ort kommt, wo der Herr der Mittelpunkt ist,
dann ist das kein Zufall.
Sondern der Herr möchte genau dahin
die Menschen führen.
Da wo das Feld des Boas ist. Warum ist das so wichtig, das Feld des Boas?
Wir haben vorhin gesagt, der Boas ist ein Bild von dem Herrn Jesus.
Und auf dem Feld von dem Boas
da gelten keine anderen Rechte und Ansprüche als nur die von dem Boas selbst.
Es gibt andere Felder in Bethlehem.
Das wird aus dem Bericht hier in diesem Kapitel zwei deutlich. Sie hätte
durchaus die Möglichkeit gehabt auch auf andere Felder zu gehen.
Aber Gott hatte gesagt und Boas hatte gesagt, geh nicht auf ein anderes Feld.
Auf dem Feld des Boas,
da wo er
Rechte hat und bestimmt wie die Dinge laufen,
da ist der beste
Platz.
Da ist der reichste Segen.
Vielleicht fragen wir manchmal, wenn wir jetzt gerade an diesem Punkt sind,
wo ist der größte Segen?
Oder wir fragen manchmal vielleicht so,
ich erlebe an dem einen oder an dem anderen Ort doch auch Segen.
Warum kann ich da nicht bleiben?
Seht mal, das haben wir doch vielleicht,
wünsche ich sehr, aus diesem Buch Ruth gelernt.
Wir lesen in Kapitel zwei jetzt hier, der Boas kommt von Bethlehem.
Und in Bethlehem gab es eine Zeit, wo Gott kein Brot gegeben hatte.
Aber Boas war da.
Es mag an anderen Orten beispielsweise in Moab Brot gegeben haben.
Aber ein Kriterium fehlte in Moab.
Da war kein Boas.
Und ich möchte bitte die Frage für uns alle vor unser Herz legen.
Geht es uns um Segen
oder geht es uns um die Person des Segnenden?
Sind wir eigentlich so weit, dass wir sagen,
wirklich überzeugt sagen,
wir wollen kein anderes Feld als das Feld des Boas,
weil es uns um diese Person geht, liebe Geschwister.
Und wenn wir Dürre empfinden
und dann lieber weggehen,
weil es woanders
nach unserem Geschmack vielleicht mehr Segen gibt.
Ich glaube, dass Segen nicht immer ein Zeichen davon ist, am richtigen Platz zu sein.
Gott segnet durch sein Wort auch überall, wo es gelesen wird.
Die Frage ist, wo ist Boas, liebe Geschwister?
Wo ist Boas?
Da wollen wir sein.
Und da werden seine Rechte anerkannt.
Und das wird in dem weiteren Verlauf der nächsten Verse deutlich,
wie sehr darauf Wert gelegt wird.
Und diese Frage, die müssen wir uns immer wieder vorstellen.
Sie kommt in unseren Tagen, in unserer Zeit immer häufiger, habe ich den Eindruck, an uns heran.
Wir haben bei uns am Ort zu
unserem Bedauern
manche junge Geschwister, die
weggegangen sind.
Wir sind dankbar, dass sie nicht in die Welt gegangen sind, sondern
dass sie noch suchen, irgendwo
Kreise von Gläubigen, wo man sich auch versammelt.
Und ich habe
durch die Führung des Herrn kürzlich einmal Gelegenheit gehabt, mit einem
dieser jungen Brüder noch einmal Schriftverkehr aufzubauen.
Und wir sind uns auf eine sehr
freundliche Weise wieder begegnet und haben Gedanken ausgetauscht.
Und da hat er mir einmal diese Frage gestellt
und hat ein bisschen geschildert, was er an diesem Kreis von Gläubigen
empfindet und wahrnimmt und was da für Wirkungen des Segens auch sind.
Und da fragte er mich, kann man
am falschen Ort sein und das Richtige tun?
Kann man am falschen Ort sein und etwas Gutes tun,
wo Gott Segen schenkt?
Das ist eine schwierige Frage, finde ich.
Ich weiß nicht, ob ich die
allumfassende Antwort darauf habe.
Ich habe nur eine persönliche Überzeugung zu dieser Frage.
Ich kann mir durchaus vorstellen,
an einem Ort zu sein, dass jemand an einem Ort ist,
wo nicht der Herr der Mittelpunkt ist und dass es dort doch Segen gibt
und dass er auch zum Segen dort wirken kann.
Aber ich meine, sobald ich selbst erkenne, dass es der falsche Ort ist,
kann es für mich nur eine Entscheidung geben,
nämlich diesen Ort zu verlassen.
Nicht allein die Tatsache,
dass der Herr durch mich oder durch andere Segen an einem Ort gibt, entscheidet
darüber, ob ich bleibe oder nicht.
Aber wenn ich feststelle, es ist nicht der Ort,
wo Boas das Sagen hat,
sobald ich das feststelle, habe ich
die Verantwortung vor dem Herrn
zu fragen, ob ich da nicht weggehen soll.
Nämlich dahin, wo Boas wirklich ist.
Ist meine persönliche
Haltung zu dieser Frage,
wenn ich weiß, es ist nicht der richtige Ort,
wie kann ich dann guten Gewissens da bleiben?
Eigentlich führt diese Frage darauf zurück,
was möchte ich eigentlich?
Möchte ich da sein, wo mein Herr ist?
Oder möchte ich da sein, wo ich meine, mich besser wohlfühlen zu können?
Und liebe Geschwister, das lernen wir hier aus diesem Buch.
Wir wollen da sein, wo unser Herr ist, wo der Boas ist.
Das war ein vermögender Mann.
Darauf habe ich noch gar nichts gesagt. Das ist eine spezielle Bezeichnung für
diesen Boas.
Wenn wir heute von vermögenden Menschen sprechen, dann meinen wir meistens
Menschen, die gut betucht sind, die Geld in der Tasche haben.
Ich glaube nicht, dass das die einzige Bedeutung hier von diesem Mann ist.
Natürlich konnte er auch lösen und hatte auch Geld, das sehen wir im weiteren
Bericht dieses Buches.
Aber Vermögen bedeutet auch, dass er vermag etwas zu tun, dass er Vermögen
an Kraft hat,
dass er
Aktivität entfalten kann, um zu lösen, beispielsweise in diesem Buch.
Bruder Dabi übersetzt diesen Begriff hier, ein vermögender Mann,
mit einem halben Satz,
weil er sehr vielschichtig ist.
Es spielt ein fast gleicher Ausdruck, finden wir bei dem Gideon,
in einer sehr
bemerkenswerten Situation. Ich glaube, wir haben das in diesen Tagen schon einmal
kurz angesprochen, der da
im Verborgenen
den Weizen ausschlägt.
Nicht da, wo man normalerweise Weizen ausschlägt, sondern in der Kälte.
Und dann kommt der Engel Gottes und der sagt nicht, warum versteckst du dich hier?
Sondern er sagt zu ihm, du bist ein tapferer Held.
Das ist fast der gleiche Ausdruck wie hier.
Also einer, der Mut hat, der anfassen kann und der auch das Vermögen hat, Dinge
zu Ende zu bringen.
Die Ruth sagt
in Kapitel 3
Vers 18, das ist ein Satz, der ist mir sehr wichtig.
Dieser Mann wird nicht ruhen, bis er die Sache heute zu Ende geführt hat.
Das ist einer, der kann
eine Sache zu Ende führen, ein vermögender Mann.
Mit dem haben wir es zu tun, wenn wir auf dem Feld des Boas sind.
Einer, der Macht hat, der Kraft hat, der Mut hat und der auch
die nötigen Mittel hat, um Dinge
zu Ende zu bringen.
Das ist dieser vermögende Mann.
Und siehe,
Boas
kam von Bethlehem.
Jetzt tritt die Person
des späteren Lösers vor unsere Blicke.
Boas kam vom Bethlehem.
Da wären unsere Herzen irgendwie weit, meine ich.
Es gab Hungersnot in Bethlehem.
Dann waren sie zehn Jahre weg gewesen und hören in der Fremde, dass Gott sich
seinem Volk zugewandt hatte.
Und es scheint so, als wäre die ganze Zeit der Boas da gewesen. Jetzt kommt er
vom Bethlehem.
Der, dem das Feld gehört.
Und jetzt spricht er
zu den Schnittern.
Das sind die,
die in seinem Auftrag das Feld bearbeiten,
das Getreide abmähen und
zu Bündeln verarbeiten, die dafür sorgen, dass das Getreide zur Nahrung
verarbeitet wird, dass es geschnitten wird
und verarbeitet werden kann.
In neutester
männlicher Hinsicht sind das die, die der Herr befähigt und beauftragt hat,
das Wort Gottes recht zu teilen
und vor die Geschwister zu legen.
Das sind die Schnitter.
Und jetzt kommt dieser Boas, dem das Feld gehört.
Und er hat ein wunderbares Auftreten mit seinen Schnittern.
Der Herr sei mit euch.
Ein Gruß des Segens
an seine Arbeiter.
Die Arbeiter haben überhaupt keine Scheu, mit diesem Boas Umgang zu haben.
Und sie antworten auf einer ähnlichen,
wohlgesonnenen und vertrauten,
respektvollen Weise.
Der Herr segnet dich.
Ein lieblicher Umgang zwischen dem Herrn und seinen Knechten hier.
Und jeder,
der einmal eine kleine Aufgabe für seinen Herrn hat tun dürfen, der wird wissen,
was das für ein
wunderschöner Umgang mit einem liebenden Herrn ist.
Vertrauen,
Zutrauen, Zuspruch, alles schwingt in diesem kleinen Gedankenaustausch zwischen
dem Herrn
und seinen Schnittern mit.
Keine
Autorität,
keine Unterwürfigkeit,
aber Respekt auf der richtigen Ebene.
Ein wunderbarer Umgang zwischen diesen beiden.
Aber diese Schnitter, die haben einen Knecht über sich.
Der Segensgruß, der galt zuerst seinen Arbeitern
und jetzt spricht der Boas,
dem das Feld gehört,
mit dem, der über die Schnitter bestellt war.
Wenn wir gesagt haben, die Schnitter sind die,
die das Wort Gottes vor die Geschwister legen, wie im Auftrag des
Herrn natürlich immer,
dann haben sie jemanden über sich.
Der, der über die Schnitter bestellt ist, ist ein Bild von dem Heiligen Geist.
Jetzt kommt etwas Wunderbares von absoluter Tiefe, meine ich.
Da spricht der Boas, ein Bild von dem Herrn Jesus,
mit dem Heiligen Geist
über diese Ruth.
Geschwister, wenn uns das nicht mehr bewegt, dann weiß ich nicht.
Personen der Gottheit
tauschen sich aus
über dich
und über mich.
Das gibt es noch einmal.
Noch mehrere Male sicherlich, aber ich
denke gerade noch an ein Beispiel, auch aus dem Alten Testament.
Wisst ihr, da war
der alte Abraham, der seinen Knecht ausgesandt hatte, für seinen Sohn eine
Frau zu suchen.
Obwohl der Herr Glück gegeben hat zu meiner Reise. Das ist eine sehr interessante
Entwicklung in diesem Kapitel 1. Mose 24.
Der Herr hatte Glück gegeben zu seiner Reise. Er trifft genau die richtige Frau,
die er bringen soll.
Und dann führt er diese Rebekah
am Ende von Kapitel 24
durch die Wüste
zu dem Isaak.
Und dann reden diese beiden,
der Isaak
und der Knecht Eliezer
über die Rebekah.
Der Isaak ein Bild von dem Herrn Jesus, dem die Braut zugeführt wird.
Der Knecht ein Bild von dem Heiligen Geist.
Ich habe manches Mal gedacht, dieses Kapitel zeigt uns, wie wir als
Braut des Herrn Jesus
in die Herrlichkeit geführt werden.
Aber ich habe doch mittlerweile einen etwas anderen Eindruck von dem Sinn
dieses Kapitels.
Ist vielleicht nur ein Gedanke, den ich euch vorlege.
Ich meine, es ist mehr der Gedanke, dass der Heilige Geist
uns immer näher
zu dem Herrn Jesus führen will.
Natürlich wird es irgendwann der Weg enden bei ihm in der Herrlichkeit.
Aber er will uns jetzt schon auf dieser Erde immer näher zu dem Herrn Jesus führen.
Und da finde ich es sehr bezeichnend, dass von der Reise fast gar nichts
berichtet wird.
Das scheint wie ein kurzer Marschnur gewesen zu sein. Ich weiß gar nicht, wie
lange die unterwegs waren, aber es wird kaum berichtet.
Aber wenn sie dann ankommen, das ist ja auch sehr geheimnisvoll, wie dann erst
der Isaak die Augen aufschlägt, die Rebekah, sie springt von dem Kamel und
wunderschöne Schilderung.
Und dann reden die beiden
Isaak und Eliezer
über die
Rebekah.
Personen der Gottheit reden über dich und mich.
So wie hier auch.
Wem gehört dieses Mädchen?
Ich habe mich gefragt bei diesem Abschnitt
in aller
Ehrfurcht,
was würde der Austausch zwischen dem Herrn Jesus und dem Heiligen Geist über
mich sein?
Was hätten sie zu berichten,
was ich heute getan habe?
Was ich in der vergangenen Woche getan habe?
Was hätten sie zu besprechen, wem ich gehöre?
Wem gehört ihr,
ihr lieben Geschwister?
Klar sagen wir jetzt, wir haben unsere Sünden dem Herrn bekannt, wir gehören dem
Herrn.
Ist das praktisch auch so?
Wem widmest du deine Zeit?
Wem widmest du deine Energie, dein Geld?
Wem widmest du das alles? Wem gehörst du wirklich?
Wem gehört dieses Mädchen? Ist eine hochinteressante Frage.
Und es ist nicht unwichtig für den Herrn Jesus und den Heiligen Geist sich
darüber auszutauschen.
Und so wird es
auch Austausch geben über dich und mich.
Mich bewegt dieser Gedanke sehr.
Der Knecht, der über die Schnitter bestellt ist, hat eine
sehr lobende Antwort über diese Ruth.
Es ist ein moabitisches Mädchen, das mit Naomi aus den Gebieten von Moab
zurückgekehrt ist.
Das ist ihr Zustand.
Da kam sie her,
sie hatte keine Anrichte,
aber auch er sagt das, was uns gestern Abend beschäftigt war, sie ist
zurückgekehrt.
Geschwister werden gestaunt gestern Abend, sie war doch gar nicht weggegangen.
Sie war doch aus Moab, wie kann die aus Moab zurückkehren?
Nun wir haben gesehen, dass jeder Mensch auf einem Weg weg vom Gott war.
Und in gewisser Hinsicht ist jeder Mensch,
wenn er sich bekehrt, zurückgekehrt zu Gott.
In diesem Sinn ist auch die Ruth zurückgekehrt.
Und das beschreibt der Heilige Geist.
Und dann
sagt er, sie sprach, lass mich doch auflesen
und unter den Gaben sammeln hinter den Schnittern her.
Sie wollte auflesen, also sich diese Nahrung beschaffen und sie wollte auch
da bleiben, wo in aller Frische das Korn geschnitten wurde.
Hinter den Schnittern her.
Sie wollte nichts irgendwie, was vielleicht vor Wochen mal liegen gelassen
wurde, sondern sie wollte das frisch geschnittene Korn aufsammeln.
Das können wir auch mal ganz praktisch nehmen.
Es gibt heute viele Möglichkeiten,
sich
geistlicherweise Nahrung anzueignen.
Und oft werden
auch besondere Gelegenheiten wie Konferenzen oder andere Dinge oder
Vorträge angeboten.
Und durch die technischen Möglichkeiten, die es heute gibt,
ist es natürlich auch möglich, sich das später mal in aller Ruhe zu Hause
anzuhören.
Ich finde diese Möglichkeiten durchaus segensreich.
Aber wenn sie dazu führen würden,
dass die Räume leer bleiben
und man sich nur noch in die Liste einträgt und sagt, ich will in zwei
Wochen mal die Kassetten haben,
das heißt heute gibt es keine Kassetten mehr.
Aber wenn man sagt, ich besorge mir die Aufnahmen, dann ist das, meine ich, fast
zu wenig.
Seht ihr, ich will jetzt nichts Mystisches sagen, aber
empfinden wir nicht,
wenn wir in einem Raum versammelt sind, eine besondere Atmosphäre noch?
Das ist doch etwas anderes, als sich irgendwann zu Hause mal
ein Vortrag anzuhören
oder eine Konferenz anzuhören.
Ich nutze sehr sehr gerne und viel diese Gelegenheiten.
Wir haben alle Krankheitssituationen oder andere Situationen, wo wir nicht
können und da ist es sehr gesegnet, das aufzubewahren und anderen weitergeben
zu können.
Aber wenn das nur noch so ist,
dass wir gar nicht mehr hinter den Schnittern herlaufen,
dann verlieren wir etwas, meine ich. Da verlieren wir wirklich etwas.
Und so ist sie gekommen
und dageblieben von morgen an bis jetzt. Und was sie im Haus gesessen hat, ist
wenig.
Jetzt wird in besonderer Weise
die Ausdauer von der Ruth betont
und der Fleiß.
Sie hat sich nicht
pausenlos an die Seite am Feldrand hintergesetzt, wo
vielleicht ein Vordach war und Schatten gespendet hat. Sie hat keine Pausen
gemacht
und sie hat Ausdauer gehabt. Von morgen an bis jetzt.
Vielleicht war es Mittagszeit.
In Vers 14 wird von einer Essenszeit gesprochen. Mehrere Stunden am Stück hat
sie aufgelesen hinter den Schnittern her.
Was für ein Zeugnis von dem Heiligen Geist
dem Boas gegenüber über diese Ruth.
Was hätte er über mich zu sagen und über dich zu sagen,
wenn es darum geht, wie beschäftigst du dich mit dem Wort Gottes?
Wie lange hast du dich damit beschäftigt? Wo bist du gewesen? Wo hast du deine
Nahrung aufgenommen?
Hast du auch ein bisschen Ausdauer mal bewiesen?
Als ich das erste Mal meinen Kindern, als sie ein bisschen großer geworden sind und
so verstehen konnten, wenn ich mal den Koffer gepackt habe
und so wie jetzt nach Dillenburg oder nach
Hüggeswagen zu den Konferenzen gefahren bin.
Papa, wo fährst du hin?
Da habe ich gesagt,
ich komme jetzt drei Tage lang
mit fast 1000 Brüdern zusammen
und wir lesen drei Tage lang die Bibel.
Da haben die Kinder erstmal geschluckt. Drei Tage lang die Bibel lesen?
Das ist nicht ein bisschen viel?
Ausdauer.
Man möchte eigentlich keinen Tag missen,
den man dabei gewesen ist.
Weil da hinter den Schnittern her so viel Segen lag,
dass man nur drei Tage lang aufnehmen konnte und aufnehmen konnte und
eigentlich das Beispiel, was die Ruth jetzt hier weiter zeigt,
dann nimmt sie noch mit und gibt ihrer Schwiegermutter. Wir haben das ja heute
gar nicht mehr gelesen.
Das ist doch alles damit verbunden,
aufzulesen da, wo es direkt geschnitten wird und auch Ausdauer zu zeigen und
auch mal,
ja das ist so,
dass man vielleicht auch mal sich überwinden muss, um andere Dinge an die
Seite zu legen und sich
einfach mal
vielleicht auch eine gute Betrachtung zu nehmen.
Da kommen wir gleich noch, nämlich wenn wir an die Gefäße denken.
Aber jetzt kommt
eine ganz große Besonderheit für diese Ruth.
Jetzt spricht nämlich Boaz das erste Mal zu Ruth selbst.
Sie war zufällig dort gelandet, wie sie meinte,
hat einfach für sich hin gearbeitet und aufgelesen und aufgelesen
und ich glaube nicht, dass sie mitbekommen hat, wie Boaz
mit dem Knecht über die Schnitter gesprochen hat.
Sie hat einfach weiter gearbeitet
und der Boaz nimmt das mit so großer Freude und Wohlwollen zur Kenntnis und
jetzt wendet er sich direkt an diese Ruth.
Habt ihr das mal erlebt?
Eine Zusammenkunft, wo das Wort verkündigt wurde, direkt hinter den
Schnittern her
und auf einmal merkst du, da ist eine Stelle, da spricht der Heiland direkt zu dir.
Hörst du meinen Sohn?
Hörst du meine Tochter?
Der Heiland fängt immer sehr liebevoll an, wenn er mit uns zu reden hat.
Aber es gibt so Situationen, da sitzt du unter Gottes Wort, ich habe das manches
Mal erlebt und zu meiner Schande muss ich sagen, ich habe nicht immer sofort
gehört, was mir der Heiland direkt gesagt hat.
Hörst du meine Tochter?
Dann heißt es wirklich, die Ohren zu spitzen. Der Herr Jesus spricht direkt zu mir.
Geh nicht, um auf einem anderen Feld aufzulesen.
Ich möchte das einmal ganz praktisch
jetzt sagen, was er in diesem Vers 8 und 9 zu der
Ruth sagen lässt und selbst direkt sagt.
Er sagt im Grunde genommen als erstes, bleib direkt in der Nähe des Herrn Jesus.
Geh nicht auf ein anderes Feld,
bleib auf diesem Feld hier, bleib in der Nähe des Herrn Jesus. Das ist ein Wunsch,
ein Ratschlag,
den der Herr Jesus selbst gibt, den wir heute einfach mal uns alle vorstellen.
Bleib in der direkten Nähe des Herrn Jesus.
In allen Fragen und ganz besonders darum, wenn es geht, wo hole ich meine
Nahrung her.
Hol sie aus der direkten
Nähe
des Herrn Jesus.
Halte dich hier zu meinen Mägden.
Ich möchte fast mal sagen, suche die Gesellschaft von Glaubensgeschwistern.
Es sind noch andere auf diesem Feld unterwegs, die auch suchen
und aufsammeln und Aufgaben haben. Halt dich zu denen.
Such deine Gesellschaft nicht
bei Freunden
aus der Schule.
Viele, viele beklagen, welche Entwicklung so etwas nimmt.
Ich finde, dass man auch sehr
oberflächlich mit diesem Begriff umgeht,
seine Schulkameraden als Freunde zu bezeichnen.
Das geht sehr schnell. Ich habe das selbst in meiner Familie erlebt, dass
einer meiner Kinder sagt,
ich habe meine Freunde in der Schule.
Ich finde immer, Freundschaft
muss sich irgendwie auch erproben und erweisen.
Und bevor ich nicht tatsächlich festgestellt habe, dass jemand fest an
meiner Seite steht und in meinem Interesse mir helfen will,
dann ist das vorschnell gesagt, das ist mein Freund.
Man meint dann eher, das ist der Kumpel, mit dem ich gleiche Interessen oder
Hobbys teile, aber ein Freund, Geschwister,
das ist für mich etwas
edles. Das ist für mich ein Prädikat.
Darf ich das auch mal sagen,
auch im Blick auf Glaubensgeschwister?
Wir freuen uns immer außerordentlich
darüber,
wie reich wir gesegnet sind, mit so vielen Glaubensgeschwistern zusammen zu
stehen.
Aber ich freue mich
auch außerordentlich darüber, dass unter diesen Glaubensgeschwistern
ich Freunde habe.
Solche, die mir ganz besonders nahe sind.
Ich sage nicht unbedingt sympathisch. Ich meine, ich rede nicht von Sympathie.
Ich rede von Freundschaft.
Wisst ihr, Freundschaft ist,
wenn man jemanden hat,
mit dem man alles besprechen kann.
Wir haben heute Nachmittag, meine ich, ein wenig darüber nachgedacht, in
Johannes 15, wenn der Herr Jesus zu seinen Jüngern sagt, ihr seid meine Freunde.
Was das tatsächlich für eine Adelung ist, der Jünger.
Der Herr Jesus sagt,
ihr seid meine Freunde, weil ich euch alles sage, was ich von meinem Vater
gehört habe.
Also ein Freund in der Schule ist, glaube ich, gar nicht so wirklich ein Freund.
Das ist eher ein Kumpel.
Aber es gibt unter Glaubensgeschwistern Freunde. Da freue ich mich sehr darüber.
Und hier sagt der Heiland,
bleibe ganz nahe bei mir.
Halte dich zu Glaubensgeschwistern. Du bist nicht alleine. Halte dich zu
Glaubensgeschwistern, die dir Hilfestellung auch geben können.
Deine Augen seien auf das Feld gerichtet, das man schneidet und gehe hinter ihnen her.
Das ist jetzt
wieder diese Aufforderung. Bleib auf diesem Feld. Auch genau da, wo gerade
geschnitten wird.
Deine Augen seien darauf gerichtet.
Mach das sehr sorgfältig und
hab gute Obacht darauf, wo jetzt gerade geschnitten wird.
Ein Feld, was gerade geschnitten wird, das ist
ein abgestecktes Stückchen Erdboden.
Das legt natürlich auch eine gewisse Verantwortung auf die Schnitter, dass die
auf diesem Feld jetzt erstmal bleiben und nicht kreuz und quer irgendwo anders
schneiden.
Auch manchmal eine gewisse,
es legt eine gewisse Verantwortung auf die Schnitter,
dass sie auch so schneiden, dass man ihnen gut folgen kann. Ihr versteht, wie ich
das meine,
dass man, wenn man einen Abschnitt zur Betrachtung vorschlägt, auch bei diesem
Abschnitt am besten bleibt,
damit die Zuhörer den größten Nutzen davon haben.
Also eine gewisse Sorgfalt ist sowohl bei den Schnittern nötig, als auch bei
denen, die dahinterher gehen, um
Nutzen und Gewinn davon zu haben.
Und wenn du durstig bist, geh zu den Gefäßen und trink von dem, was die
Knaben schöpfen.
Da gibt es also Gefäße, wo schon fertiges Wasser zur Erfrischung da ist.
Darf ich das mal sagen? Ich bin in diesen Tagen in einem Haus gewesen,
da standen in diesem Sinne lauter solche Gefäße rum.
Abgeschöpfte,
erfrischende Nahrung
für den, der auf dem Feld war.
Schriftlicher Dienst meine ich damit.
Ist eine große Segensquelle.
Es gibt das frisch gemähte, wenn ich so sagen darf, frisch
geschnittene Korn,
das aus dem Wort
verkündigt wird und an die Herzen gelangt. Es gibt aber auch etwas, was die
Knaben geschöpft haben und an die Seite gestellt haben,
von dem wir immer noch Nutzen haben.
Und ich meine fast in unseren Tagen
immer mehr.
Und sogar solche Krüge, wenn ich in diesem Bilde hier mal bleib bei den
Gefäßen,
da gibt es Gefäße für die Kinder, Stunde für die Kinder,
ein Heftchen, allein für die Kinder, auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten.
Da gibt es Gefäße, da steht draus, folge mir nach,
so ein Heftchen für die jungen Leute.
Dann gibt es ein Gefäß, bleibt in mir
und wie die vielen Schriften, verschiedenen reichen Angebote an
Schriften heute heißen,
für alle Bedürfnisse ist
etwas geschöpft und in Gefäße hingestellt.
Wir brauchen es nur zu nehmen.
Nutzen wir diese Dinge?
Ich meine nicht, ob wir sie abonnieren.
Ich meine, ob wir sie lesen.
Das sind
Dienste
von Herrn
benutzter Brüder,
die erläuternde, erklärende,
segensreiche Gedanken über sein Wort schriftlich niedergelegt haben.
Und es ist
eigentlich nur Verlust, wenn wir die einfach stehen lassen,
diese Gefäße.
Das sind diese Worte, die jetzt der Boas direkt an die Ruth richtet.
Da fällt sie auf ihr Angesicht.
Jetzt kommt etwas sehr Bemerkenswertes.
Damit wollen wir dann enden.
Sie fällt auf ihr Angesicht, beugt sich zur Erde nieder und spricht, warum habe
ich Gnade gefunden in deinen Augen?
Sie war doch losgegangen, um ein Feld zu finden, in dessen Augen
sie Gnade finden würde. So hat sie doch gesprochen in Vers 2.
Und doch ist sie jetzt überwältigt.
Geht euch das auch so, dass so die
Tatsächlichkeit, die Wirklichkeit, die Realität
der Nähe und des Segens des Herrn Jesus
uns tatsächlich manches Mal überwältigt, weil es unsere Vorstellungskraft
übersteigt.
Es war viel herrlicher, viel schöner, als wir es uns erwartet oder erhofft hätten.
Sie fällt auf ihr Angesicht.
Warum habe ich Gnade gefunden?
Eigentlich eine Frage, die jeder von uns, jedem von uns geziemt.
Wir waren alle in einem Zustand ohne Hoffnung vor Gott. Warum haben wir
gerade Gnade gefunden?
Es ist mir alles wohlberichtet worden, sagt der Boas, was du getan hast.
Und dann stellt er
ihr Verhalten von der Ruth,
er beschreibt das mit Worten, möchte ich einmal vorsichtig sagen,
die der Heilige Geist fast genauso benutzt, wenn er das
Handeln Abrahams beschreibt.
Du hast
deinen Vater und deine Mutter und das Land deiner Geburt verlassen.
Wenn wir mal in 1. Mose 12 lesen,
da sagt Gott zu Abraham,
geh aus deinem Land, Vers 1, und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus
deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde.
Was Gott damals dem Abraham sagte,
er schreibt fast die gleiche Glaubensqualität
dem Handeln der Ruth zu.
Das hätten wir eigentlich nicht so erwartet, oder?
Es war eine wirkliche Glaubenstat, was die Ruth getan hatte.
Der Herr vergelte dir dein Tun.
Und dann sagt sie,
möge ich Gnade finden in deinen Augen, mein Herr.
Eben gerade hat sie gesagt, warum habe ich Gnade gefunden?
Jetzt sagt sie auf einmal, ich möchte noch mehr Gnade finden.
Ist uns bewusst, liebe Geschwister,
dass wir jeden Schritt von der Gnade abhängig sind.
Jeden Schritt,
auch die Entscheidung, die wir im Beruf treffen müssen, in eigener Intelligenz
und Kraft,
wir sind von seiner Gnade abhängig.
Möge ich Gnade finden.
Aber wisst ihr, wir haben es mit einem Gott aller Gnade zu tun.
Für alle Lebensumstände,
für alle Fragen, die wir haben.
Gnade ist ja einfach Liebe, Zuwendung von Seiten Gottes, die wir nicht
verdient haben.
Wir haben sie am höchsten, glaube ich,
ich weiß nicht, ob ich das so sagen kann überhaupt richtig, wir haben sie
erfahren bei unserer Bekehrung.
Diese Gnade der Vergebung unserer Schuld und Sünde vor Gott.
Aber wenn Titus,
im Titusbrief davon gesprochen wird, dass die Gnade Gottes erschienen ist,
heilbringend für alle Menschen,
dann wird auch weiter gesagt, dass sie uns, das sind die Glaubenden, unterweist.
Und wir haben in Johannes 1 diesen wunderbaren Ausspruch, dass wir aus der
Fülle des Herrn Jesus
Gnade um Gnade empfangen haben.
Mir hat mal sehr geholfen, dass dieser Ausdruck bedeutet, Gnade um Gnade
bedeutet eine Gnade anstelle einer anderen.
Weißt du, du brauchst heute
diese Gnade für heute.
Für morgen brauchst du vielleicht eine ganz andere Art von Gnade, eine neue
Zuwendung
und Gunsterweisung Gottes für deine Lebensumstände.
Und wir kennen den, aus dessen Fülle wir Gnade um Gnade empfangen.
Wir haben am Anfang gesagt,
eine Geschichte vor einem dunklen Hintergrund.
Und wir kommen jetzt, wir sind ja noch gar nicht zu Ende bei diesem Buchhut,
aber wir kommen jetzt an diese Stelle,
wo wir einfach feststellen,
wir dürfen uns auf diese Gnade stützen.
Wir alle haben
einen Punkt in unserem Leben gehabt, der dem der Ruth sehr ähnelt.
Ohne Recht, ohne Anrecht auf Segen
von Gott in den Segen eingeführt zu werden.
Wir sind in diese Beziehung zu dem wahren Boas gekommen.
Und er zeigt uns, wie wichtig ihm das ist und wie wertvoll ihm das ist, wenn es
solche gibt,
die auf seinem Feld bleiben wollen.
Und er weiß ganz genau über meine Vergangenheit Bescheid. Er weiß über
deine Vergangenheit Bescheid.
Er weiß, welche Entscheidung du getroffen hast in deinem Leben.
Ihm dürfen wir uns anbefehlen
seiner Gnade
für die kommenden Tage,
für alle Aufgaben, die ihr hier am Ort habt,
für alle Aufgaben, die auf meinem Weg liegen,
die die Kinder in der Schule haben.
Wisst ihr, dass ihr Gnade braucht?
Ihr braucht die Gebete eurer Eltern,
der ganzen örtlichen Versammlung,
aber ihr braucht auch Gnade.
Und ihr bekommt sie.
Für jeden Tag in der Schule, für jede Klausur.
Wir brauchen seine Gnade.
Möge ich Gnade finden in deinen Augen. Und was sagt sie? Du hast mich getröstet
und du hast zum Herzen deiner Magd geredet.
Geschwister, vielleicht haben wir das ein wenig empfunden in diesen drei Tagen,
dass der Herr direkt geredet hat.
Nicht der Sprecher hier.
Der Herr hat zu unserem Herzen geredet.
Er wollte uns,
hab ich den tiefen Eindruck, weil ich das selbst auch unter dem Eindruck dieses
Wortes stehe,
die Kostbarkeit
noch mal deutlich vor Augen stellen, die mit seiner Person verbunden ist
und mit dem Platz,
wo er,
der wahre Boas,
alle Rechte hat.
Ihm sind wir anbefohlen
für die Wegstrecke, die noch vor uns liegt. …
