Josia - ein Leben nach dem Wort Gottes
ID
ms036
Idioma
DE
Duração total
03:15:49
Quantidade
3
Passagens bíblicas
n/d
Descrição
3 Vorträge über das Leben und Wirken des Königs Josuas.
An den drei Abenden wurden folgende Passagen aus Gottes Wort gelesen:
- Abend: 2. Chronika 34,1-8
- Abend: 2. Chronika 34,9-33
- Abend: 2. Chronika 35
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Wir wollen heute Nachmittag 2. Chroniker 35 lesen.
2. Chroniker 35, Abvers 1
Und Josia feierte Passa dem Herrn in Jerusalem.
Und man schlachtete das Passa am 14. des ersten Monats,
und er stellte die Priester an ihre Aufgaben,
und ermutigte sie zum Dienst des Hauses des Herrn.
Und er sprach zu den Lebiten, die ganz Israel unterwiesen,
die dem Herrn geheiligt waren,
setzt die heilige Lade in das Haus, das Salomo, der Sohn Davids,
der König von Israel, gebaut hat.
Ihr habt sie nicht mehr auf der Schulter zu tragen,
dient nunmehr dem Herrn, eurem Gott und seinem Volk Israel.
Und bereitet euch nach euren Vaterhäusern, in euren Abteilungen,
nach der Schrift Davids, des Königs von Israel,
und nach der Vorschrift seines Sohnes Salomo.
Und stellt euch im Heiligtum auf,
nach den Klassen der Vaterhäuser eurer Brüder, der Kinder des Volkes,
und zwar je eine Abteilung eines Vaterhauses der Lebiten.
Und schlachtet das Passa, und heiligt euch,
und bereitet es für eure Brüder,
damit ihr tut nach dem Wort des Herrn durch Mose.
Und Josia schenkte den Kindern des Volkes ein Kleinvieh,
Lämmer und Ziegenböckchen,
alles zu den Passaopfern, für alle, die sich vorfanden,
30.000 an der Zahl, und 3.000 Rinder,
das war von der Haare des Königs.
Und seine Obersten schenkten freiwillig für das Volk,
für die Priester und für die Lebiten.
Hekir und Zekarja und Jechiel, die Fürsten des Hauses Gottes,
gaben den Priestern zu den Passaopfern 2.600 Stück Kleinvieh und 300 Rinder.
Und Konanya und Shemaya und Nethaniel,
seine Brüder und Haschapiam und Jechiel und Josabath,
die Obersten schenkten zu den Passaopfern 5.000 Stück Kleinvieh und 5.000 Rinder.
Und der Dienst wurde eingerichtet,
und die Priester standen an ihrem Standort,
und die Lebiten in ihren Abteilungen nach dem Gebot des Königs.
Und sie schlachteten das Passa,
und die Priester springten das Blut aus ihrer Hand,
und die Lebiten zogen die Haut ab.
Und sie taten die Brandopfer beiseite,
um sie den Klassen der Vaterhäuser der Kinder des Volkes zu geben,
um sie dem Herrn dazubringen,
wie im Buch Moses geschrieben steht.
Und ebenso taten sie mit den Rindern,
und sie brieten das Passa am Feuer nach der Vorschrift.
Und die geheiligten Dinge kochten sie in Töpfen und in Kesseln und in Schüsseln
und verteilten sie eilends an alle Kinder des Volkes.
Und danach bereiteten sie für sich und für die Priester.
Denn die Priester, die Söhne Aarons,
waren mit dem Opfern der Brandopfer und der Fettstücke bis zur Nacht beschäftigt.
So bereiteten die Lebiten für sich und für die Priester, die Söhne Aarons.
Und die Sänger, die Söhne Asaphs,
waren an ihrem Standort nach dem Gebot Davids und Asaphs
und Hemans und Jedutuns des Seers des Königs.
Und die Torhüter waren an jedem Tor,
und sie hatten nicht nötig von ihrem Dienst zu weichen,
weil ihre Brüder die Lebiten für sie bereiteten.
Und so wurde der ganze Dienst des Herrn an jenem Tag eingerichtet,
um das Passa zu feiern und die Brandopfer auf dem Altar des Herrn zu opfern
nach dem Gebot des Königs Josia.
Und die Kinder Israel, die sich vorfanden,
feierten das Passa zu jener Zeit und das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang.
Und es war kein solches Passa in Israel gefeiert worden wie dieses,
seit den Tagen Samuels des Propheten.
Und alle Könige von Israel hatten kein Passa gefeiert wie dieses,
das Josia feierte und die Priester und die Lebiten und ganz Judah und Israel,
das sich vorfand, und die Bewohner von Jerusalem.
Im 18. Jahr der Regierung Josias ist dieses Passa gefeiert worden.
Nach all diesem, als Josia das Haus eingerichtet hatte,
zog Neko, der König von Ägypten, hinauf, um gegen Kerchemis am Euphrat zu kämpfen.
Und Josia zog aus ihm entgegen.
Da sandte er Boden zu ihm und ließ ihm sagen,
Was haben wir miteinander zu schaffen, König von Judah?
Nicht gegen dich komme ich heute, sondern gegen das Haus, mit dem ich Krieg führe.
Und Gott hat gesagt, dass ich eilen solle.
Steh ab von Gott, der mit mir ist, dass er dich nicht verderbe.
Aber Josia wandte sein Angesicht nicht von ihm ab,
sondern verkleidete sich, um gegen ihn zu kämpfen.
Und er hörte nicht auf die Worte Nekos, die aus dem Mund Gottes kamen.
Und er kam in die Talebene Megiddo, um zu kämpfen,
und die Schützen schossen auf den König Josia.
Da sprach der König zu seinen Knechten, Bringt mich weg, denn ich bin schwer verwundet.
Und seine Knechte brachten ihn vom Wagen weg
und setzten ihn auf den zweiten Wagen, den er hatte, und fuhren ihn nach Jerusalem.
Und er starb und wurde in den Gräbern seiner Väter begraben.
Und ganz Judah und Jerusalem trauerten um Josia.
Und Jeremia stimmte ein Klagelied über Josia an.
Und alle Sänger und Sängerinnen haben in ihren Klageliedern von Josia geredet,
bis auf den heutigen Tag.
Und man machte sie zu einem Brauch in Israel.
Und siehe, sie sind geschrieben in den Klageliedern.
Und das Übrige der Geschichte Josias und seine guten Taten,
nach dem, was im Gesetz des Herrn geschrieben steht,
und seine Geschichte, die erste und die letzte.
Siehe, sie ist geschweben im Buch der Könige von Israel und Judah.
Soweit wollen wir zu Beginn Gottes Wort lesen.
Wir haben in den letzten beiden Tagen gesehen,
dass Josia in einer finsteren Zeit geboren wurde, aufgewachsen ist,
dass er aber durch eine Hingabe für den Herrn gekennzeichnet war,
die ihresgleichen sucht.
Den zweiten Könige haben wir gesehen am Freitag,
dass es keinen König weder vor noch nach ihm gegeben hat,
der in einer Weise wie er zu Gott umgekehrt ist
und nach dem Gesetz Gottes gehandelt hat.
Wir haben gesehen, dass es auch bei ihm eine Zeit dauerte,
bis er Gott gesucht hat, aber er hat sich bekehrt.
Dann haben wir gesehen, dass als ein zweiter Schritt
in dem 12. Jahr seiner Regierung, also als er 20 Jahre alt war,
dass er dort dann in dem Bereich, den Gott ihm anvertraut hatte,
wo er Verantwortung trug, dass er das Land, das Volk gereinigt hatte.
Wir haben gestern dann drittens gesehen, im 18. Jahr seiner Regierung,
also als er 26 Jahre alt war, dass er sich um das Haus Gottes,
um den Tempel, das Haus des Herrn gekümmert hat
und auch in diesem Haus nach den Gedanken Gottes
alles in Ordnung gebracht hat, alles so gerichtet hat, wie Gott es wollte.
Die vorherigen Könige hatten das Haus verfallen lassen, 34 Vers 11.
Aber er hat sich diesem Niedergang nicht angeschlossen,
sondern hat in Glaubensenergie, in Gehorsam Gott gegenüber, Dinge in Ordnung gebracht.
Wir haben gesehen, dass dann das Wort Gottes gefunden wurde von dem Hohen Priester.
Traurige Tatsache, dass das Wort Gottes, was der König abschreiben sollte.
Wir haben leider die Zeit gestern nicht gehabt, 5. Mose 17.
Täglich sollte er in diesem Wort Gottes lesen.
Also nicht nur der Hohe Priester, sondern auch der König.
Das musste gefunden werden, das heißt auch die Könige vor ihm haben das Gesetz nicht gehabt.
Und diese Vorschrift Gottes täglich in dem Gesetz zu lesen, wurde einfach nicht beachtet.
Wir haben gesehen, Könige, in einer gewissen Hinsicht sind auch wir königliche Priester,
sind wir zu einem Königtum gemacht worden.
Das heißt, geistlicherweise gilt das auch für uns.
Auch wir sollen das Wort Gottes lesen.
Für uns ist das nicht das Gesetz, sondern das gesamte Wort Gottes.
Die Könige sollten eine Abschrift machen.
Kein schlechter Gedanke, die Bibel abzuschreiben.
Dann behält man sie mehr und kann sie auch mehr in sein Herz, in sein Gewissen fassen.
Aber jedenfalls täglich darin zu lesen, das ist sicherlich eine gute Gewohnheit, eine gute Ermutigung auch für uns.
Vers 33 des vorherigen Kapitels könnte man fast wie einen Abschluss der Geschichte Josias nehmen.
Alle seine Tage wichen sie nicht von der Nachfolge des Herrn.
Was für einen Einfluss zum Guten hat dieser Mann gehabt?
Auch wir haben Einfluss zum Guten oder auch nach unten.
Und dann beginnt ein weiterer Teil der Geschichte Josias in Kapitel 35.
Der davon getrennt betrachtet wird.
Und Josia feierte Passa dem Herrn in Jerusalem.
Es ist bemerkenswert, dass wir die Passa-Einrichtung in 2. Mose 12, als das Volk Israel das erste Mal das Passa gefeiert hat,
dass wir sie insgesamt siebenmal finden, wo das Volk Israel dieses Passa gefeiert hat.
Es ist aber kein Zweifel, dass das Volk das jedes Jahr gefeiert hat.
Aber siebenmal berichtet Gottes Wort davon, dass inmitten des Volkes Israel diese Feier stattgefunden hat.
Das erste Ebenen in 2. Mose 12.
Dann finden wir es in 4. Mose 9.
Dann finden wir es in Joshua 5.
Dann finden wir es als viertes bei Hiskia.
Und als fünftes hier bei Josia.
Wir finden eine sechste Feier bei Esra.
Und die siebte Feier ist, die der Herr Jesus mit seinen Jüngern getan hat.
Es ist natürlich so, dass im Blick auf das Leben des Herrn Jesus immer wieder von dem Passa berichtet wird.
Aber es wird nur berichtet, wie er, dass er diese Passa-Feier selber gefeiert hat.
Lukas 22 und die Parallelberichte.
Wir finden es noch ein achtes Mal im Blick auf die Zukunft.
Da finden wir es zunächst mal als eine Vorschrift, als ein Gesetz.
In dem Buch Hesekiel, in den letzten Kapiteln, in dem Hauptkapitel 45, wird dann nochmal berichtet, dass auch in der Zukunft das Volk diese Passa-Feier haben wird.
Wenn es nicht so häufig gefeiert oder nicht vorgestellt wird, dass diese Passa-Feier stattfindet, dann sind die Beispiele, die Gott uns nennt, natürlich von besonderer Bedeutung.
Und wieder, wie ich gestern schon gesagt habe, auch vorgestern, ist der besondere Charakter, den wir hier finden, dass diese Passa-Feier nach den Gedanken Gottes, sprich nach dem Wort Gottes stattgefunden hat.
Ja, wenn ihr mal vergleichen wollt, da seht ihr in Vers 3, dass es nach der Schrift Davids, des Königs, nach der Vorschrift seines Sohnes Salomo, die das ja aus dem Wort Gottes genommen haben.
Vers 6, nach dem Wort des Herrn.
Vers 10, nach dem Gebot des Königs.
Vers 12, wie im Buch Mose geschrieben steht.
Vers 13, nach der Vorschrift.
Später wird das nochmal auf Josia bezogen, nach den Worten, nach dem Gebot des Königs Josia.
Vers 16.
Das war also das besondere Kennzeichen, auch im Blick auf die Passa-Feier bei Josia, dass er das nicht einfach nach Überlieferung getan hat, nicht einfach nach Hörensage, nicht einfach wie er sich das vorgestellt hat,
sondern wie das nach der Vorschrift des Wortes Gottes und nach den Geboten, die Davids, er wandelt hier auf den Wegen Davids, haben wir gesehen in dem ersten Vers, Kapitel 34 oder 2, und nach den Geboten Salomos und Josias getan haben.
Nun, wovon spricht die Passa-Feier, oder wovon spricht das Passa?
Zunächst einmal spricht es von dem Herrn Jesus.
Ihr findet in 1. Korinther 5, dass der Apostel Paulus ausdrücklich sagt, dass das Passa ein Hinweis, ein Bild ist, Vorbild auf den Herrn Jesus.
Da ist es in 1. Korinther 5, Vers 7,
Denn auch unser Passa, Christus, ist geschlachtet worden.
Unser Passa, Christus, ist geschlachtet worden. Das heißt, dieses Passalam, was gestorben ist, ist ein Vorbild auf das, was der Herr Jesus getan hat, der am Kreuz von Golgatha gestorben ist.
Wir können das gut verstehen, gerade wenn es um die erste Passa-Feier geht, wo das eine buchstäbliche Bedeutung für Israel hatte.
Das Volk war in Ägypten, und Gott wollte Gericht bringen über das ganze Land, also auch über den Landteil, in dem Israel, das Volk da in Gosen, wohnte.
Und Gott hat gesagt, wenn ihr ein Passalam nehmt, sie sollten es 4 Tage nehmen in Verwahrung,
und wenn ihr es dann schlachtet an dem 14. und das Blut an die Türpfosten und die Oberschwelle streicht,
dann werde ich, der Engel, der in der Nacht kam, werde ich an diesen Türen vorbeigehen.
Das heißt, Gott kam im Gericht, und entweder starb der Erstgeborene, oder es starb das Lamm.
Eine andere Möglichkeit gab es nicht.
Der Erstgeborene, im Alten Testament kann man ganz grundsätzlich sagen, dass wenn von einem Teil einer Sache die Rede ist, dann steht dieser Teil für das Ganze.
Der Erstgeborene steht nicht nur für die Erstgeburt, sondern der Erstgeborene steht für die ganze Familie.
Das heißt, Gott würde Gericht üben an der ganzen Familie, und würde das ausdrücken an dem Erstgeborenen.
Nur ein, zwei andere Beispiele zu nehmen, die das belegen, dass der Teil für die ganze Sache steht.
Wenn bei der Beschneidung ein Stück des Fleisches des Mannes abgeschnitten wurde,
dann wollte Gott damit nicht sagen, diesen kleinen Teil kann ich nicht verwenden, kann ich nicht gebrauchen.
Sondern die Botschaft ist, Gott kann den ganzen Menschen nicht gebrauchen.
Der ganze Mensch ist für Gott unbrauchbar.
Wenn ihr den zehnten nehmt, Gott wollte den zehnten Teil des Ertrags zum Beispiel von dem Volk Israel.
Aber was will Gott damit sagen, dass ihm der zehnte Teil gehört?
Nein, dieser zehnte Teil steht für das Ganze.
Gott möchte damit zeigen, dass der Israelit mit seinem Ertrag, mit seinem Vermögen, ganz Gott gehört.
So eben auch der Erstgeborene, die ganze Familie stand unter dem Gericht.
Das heißt entweder das Lamm starb oder der Israelit starb.
Genau das ist im Blick auf den Herrn Jesus auch so heute.
Entweder ist der Herr Jesus für mich gestorben, ich nehme das an, dieses Werk, das er vollbracht hat.
Er ist für mich, für meine Sünden gestorben.
Wenn ich ihn im Glauben annehme, dann sagt Gott, ich gehe an dir vorüber.
Das Gericht werde ich nicht auf dich legen, ich habe es auf Christus gelegt.
Oder wer dieses Werk nicht annimmt, der kommt selbst unter dieses Gericht.
Kannst auch du sagen, Christus ist für mich persönlich gestorben, ist für mich geschlachtet worden.
Nur wer das sagen kann, weiß, dass er frei ist und dass Gott ihn in den Himmel bringen wird.
Das ist die eine Seite des Passa.
Und die steht immer wieder besonders vor uns.
Wenn man die Vorschriften in 2. Mose 12 liest, die werden hier im Einzelnen nicht noch einmal wiederholt.
Außer dass es zum Beispiel ans Feuer kommen musste.
Das haben wir gelesen in unserem Abschnitt.
Der Herr Jesus musste in das Gericht Gottes gehen.
Das durfte nicht im Wasser gekocht werden.
Das Feuer durfte nicht in seiner Kraft, in seiner Temperatur vermindert werden.
Das alles spricht davon, dass das Werk des Herrn Jesus in seiner ganzen Tiefe ausgeführt werden musste.
Dass das ganze Gericht Gottes über ihn kommen musste.
Dass Gott nicht deshalb, weil der Herr Jesus vollkommen war, oder weil er der Sohn war,
dass Gott nicht deshalb das Gericht irgendwie schmälern konnte,
sondern das Gericht in seiner ganzen Schärfe musste über den Herrn Jesus kommen.
Es gibt so ein zweites Bild davon in Joshua 3.
In Joshua 3 lest ihr, dass der Jordan in der Zeit, wo das Volk Israel durch diesen Jordan ging,
also wo die Bundeslade dann als erstes hindurch ging,
dass das die Zeit war, wo der Jordan über die Ufer geht.
Ja, wo das Wasser in einer Kraft und in einer Menge vorhanden war, wie sie sonst im Laufe des Jahres nicht ist.
Der Herr Jesus musste, und das ist der Todesfluss, der Herr Jesus musste den Tod in seiner ganzen Kraft,
in seiner ganzen Furchtbarkeit musste der Herr Jesus diesen Tod erleiden.
Und nie hat der Tod in einem größeren Maß sein Schrecken offenbart,
als gerade als der Jesus am Kreuz von Golgatha gewesen ist.
Nie war der Tod furchtbarer in seiner ganzen Macht, in seiner ganzen Fülle, als gerade an diesem Tag.
Das ist die eine Seite des Passa. Aber es gibt noch eine zweite Seite.
Denn das Volk Israel sollte diese Passafeier eben nicht nur als Errettung erleben,
dass Christus unser Passa ist geschlachtet worden,
sondern sie sollten immer wieder jedes Jahr sich zurückerinnern an diese Erlösung
und haben deshalb jedes Jahr diese Feier gehabt.
Nun auch wir haben so ein Erinnerungsmal.
Und es ist ja nicht von ungefähr, dass der Herr Jesus das Gedächtnismal
gerade in Verbindung mit der Passafeier eingeführt hat.
Wenn ihr das vergleichen wollt in Lukas 22, da ist das ja in den Evangelien das einzige Mal,
dass gesagt wird, dass es ein Gedächtnismal ist, zum Gedächtnis.
Und da wird so ausdrücklich das Passa vorher erwähnt. Lukas 22, Vers 1.
Es kam aber das Fest der ungesäuerten Brote, näher das Passa genannt wird.
Vers 7. Es kam aber der Tag der ungesäuerten Brote, an dem das Passa geschlachtet werden musste.
Vers 13 finden wir dann.
Und sie gingen hin, fanden es, wie er ihnen gesagt hatte, und sie bereiteten das Passa.
Vers 15. Mit Sehnsucht habe ich mich gesehnt, dieses Passa mit euch zu essen, ehe ich leide.
Ein sehr eindrücklicher Satz.
Der Jesus verbindet das Passa mit seinen Leiden.
Hatte er nicht die ganze Zeit gelitten?
War nicht sein ganzes Leben, von der Geburt an, ein Leben, wo er hinausgeworfen war, verstoßen war,
letztlich gehasst worden ist, verfolgt worden ist, gelitten hat?
Warum sagt er, ehe ich leide?
Weil die Leiden, die jetzt, wo er die Erfüllung dieses Passa-Vorbildes werden sollte,
weil diese Leiden ein Maß erreichen würde, was unvergleichlich ist.
Was nicht auf einer Stufe steht mit den Leiden, die der Herr Jesus vorher erdulden musste.
Ehe ich leide.
Dann isst er mit ihnen das Passa und trinkt diesen Passa-Kelch.
Vers 17 sagt ihnen, er würde davon nicht mehr trinken, von diesem Wein.
Und dann in Vers 19 nimmt er Brot und in Vers 20 den Kelch.
Und dann stiftet er den Jüngern einmal und sagt, tut dies zu meinem Gedächtnis.
Vers 19.
Das heißt, der Jesus sagt den Jüngern schon, ich möchte nicht, dass das heute das einzige Mal ist, wo ich mit euch zusammen bin.
Sondern tut dies zu meinem Gedächtnis.
Das heißt, ihr sollt das wiederholen.
Und die Tatsache, dass das in 1. Korinther 11 noch einmal dann genannt wird, zeigt, dass es nicht nur die Jünger tun sollten, die 11,
oder dann später wieder die 12, Apostelgeschichte 1,
sondern dass es für uns alle Gottes Wunsch ist, dass wir ein Gedenken haben an ihn und das, was er getan hat.
Ihr seht also, wie bei dem Passa gab es ein erstes Mal, was eine ganz besondere Gelegenheit gewesen ist.
Bei dem Passa war es die Gelegenheit, wo sie buchstäblich erlöst worden sind.
Bei dem Gedächtnismal war es das einzige Mal, wo es geschehen ist im Vorblick auf das, was der Jesus am Tag danach,
oder nach der jüdischen Zeitrechnung, an diesem Tag dann tun würde.
Und dann, wie die Passafeier danach immer wieder ein Rückblick war, da auf die Erlösung,
so hat der Jesus hier ein Mal eingerichtet, wo wir im Rückblick nicht so sehr,
obwohl das nicht davon zu trennen ist, an das denken, was er für uns getan hat.
Auch daran denken wir. Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird.
Dies ist mein Blut, das für euch fließt.
Es ist also doch auch ein Gedenken an das, was er getan hat für uns.
Aber doch bleibt bestehen, als Hauptappell, tut dies zu meinem Gedächtnis, zu meinem Gedächtnis.
Und 1. Korinther 11 zeigt, dass er das zwei Mal gesagt hat.
Ihr seht daran, dass es sehr wesentlich, meine ich, dass es in jedem Evangelium, oder in allen vier Berichten 1. Korinther 11,
Einzelheiten gibt, die ihr in dem jeweils anderen Bericht nicht findet.
Und 1. Korinther 11 zeigt uns zum Beispiel, dass der Jesus zwei Mal, sowohl beim Brot, als auch bei dem Kälch gesagt hat,
dies tut zu meinem Gedächtnis.
Er möchte, dass auch wir zurückdenken an das, was er am Kreuz von Golgatha getan hat.
Und auch davon ist das Passa ein Bild.
Natürlich, wie alle Vorbilder, sind sie Schatten letztlich.
Sie können nicht in Vollmaß das darstellen, was wir in der heutigen Zeit buchstäblich tun dürfen,
oder auch in welcher Hinsicht wir gesegnet sind.
Josia feierte Passa dem Herrn in Jerusalem.
Wenn wir daran denken, dass er die ganzen Vorschriften des Passa erfüllt hat,
dann finden wir, dass diese Vorschrift in 5. Mose 16 gegeben worden ist.
Da steht natürlich nicht Jerusalem.
Aber da sagt Gott zu dem Volk Israel in Vers 1,
5. Mose 16, Vers 1,
Beachte den Monat Abib und feiere das Passa dem Herrn, deinem Gott.
Denn im Monat Abib hat der Herr, dein Gott, dich in der Nacht aus Ägypten herausgeführt.
Und du sollst dem Herrn, deinem Gott, das Passa schlachten, Kleine und Rinfi,
an dem Ort, den der Herr erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen.
Auf 5. Mose 12 finden wir 21 Mal diesen Ausdruck,
dass Gott einen Ort erwählen würde für das Volk Israel.
Und wir wissen durch David, dass das Jerusalem war.
Und Josia hielt sich an diese Vorschrift.
Er war gehorsam und hat das Fest da gefeiert, wo Gott das vorgeschrieben hat.
Und wir müssen heute nicht an einen Ort gehen auf dieser Welt,
einen heiligen Ort, den es gar nicht gibt in der heutigen Zeit,
um dort so etwas zu begehen.
Sondern wir haben einen geistlichen Ort.
Dieser geistliche Ort ist durch geistliche Grundsätze geprägt.
Grundsätze, die Gott im Blick auf das Zusammenkommen uns nennt.
Und vielleicht die beste Zusammenfassung dieses geistlichen Ortes ist Matthäus 18, Vers 20.
Da, wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.
Gott hat einen solchen Ort.
Und wenn ich sage geistlicher Ort, heißt das natürlich nicht,
dass wir nur geistlich zusammen sind.
Wir müssen schon buchstäblich an einem Ort zusammenkommen.
Aber dieser Ort ist nicht ein fixer Ort auf dieser Erde,
sondern ist eben dadurch geprägt, dass man im Namen des Herrn,
nach den Gedanken Gottes zusammenkommt.
Ich kann das jetzt nicht erklären, das würde zu weit führen,
diese Grundsätze von Matthäus 18.
Aber sie betrafen das Passa im Alten Testament vorbildlich.
Und sie betreffen auch uns heute.
Wir können das Gedächtnis mal nicht einfach feiern, wie und wo wir wollen.
Sondern Gott sagt da, wo ich in der Mitte bin.
Das heißt, wo man zu meinem Namen zusammenkommt.
Wo man das tut, was ich im Neuen Testament über die Versammlung Gottes und das Zusammenkommen sage.
Da kann man das Passa feiern.
Deshalb ist es nicht von ungefähr, dass wir hier Passa und das Haus des Herrn zusammengefügt finden.
Ich finde das bemerkenswert, ich greife jetzt mal vor, Vers 19,
dass es da ausdrücklich heißt, im 18. Jahr der Regierung Josias ist dieses Passa gefeiert worden.
Warum wird das hier nochmal erwähnt?
Weil wir gestern gesehen haben, also nicht deshalb wird es erwähnt,
sondern es wird erwähnt, weil in 2. Chroniker 34, schon in Vers 8 es heißt, im 18. Jahr seiner Regierung.
Da hat er sich um das Haus Gottes gekümmert, um das Haus des Herrn.
Das heißt, wir können das Zusammenkommen zum Gedächtnis mal nicht trennen
von den Belehrungen Gottes über sein Haus, über die Versammlung Gottes.
Die gehören zusammen.
Deshalb zeigt uns der Geist Gottes hier, dass im 18. Jahr das anfing und auch das Passa vollendet wurde.
Wir können nicht das Gedächtnis mal trennen von den göttlichen Gedanken über seine Versammlung.
Wir können nicht, nur mal ein Beispiel zu nennen, der Idee nachhängen,
dass die örtliche Versammlung jede unabhängig ist von der anderen.
Und auf dieser Grundlage das Passa, das Gedächtnis mal haben.
Ich sage nicht, dass man nicht ein Brotbrechen da haben kann.
Das finden wir in vielen Gemeinschaften.
Aber in Gottes Gedanken gehört beides zusammen.
Und wenn es nach seinen Gedanken richtig sein soll,
wenn es in Übereinstimmung mit seinen Gedanken sein soll,
dann muss beides verwirklicht werden.
Dann muss das Haus Gottes verstanden und verwirklicht werden,
die Grundsätze des Hauses Gottes, der Versammlung Gottes
und auch das, was er uns über das Passa, das heißt über das Gedächtnis mal sagt.
Man schlachtete das Passa am 14. des ersten Monats.
Das war die Vorschrift in 2. Mose 12, wurde ihnen ausdrücklich gesagt.
Wir sehen dann, dass die Priester an ihre Aufgaben gestellt wurden
und Josia sie ermutigte zum Dienst des Hauses des Herrn.
Wenn es um das Mal des Herrn geht, dann geht es um uns als Priester.
Dann sind wir als Priester vor Gott.
Damals war das eine Familie, die Söhne Aarons.
Heute, 1. Petrus 2, sind wir alle zu Priestern.
Alle Erlöste sind Priester Gottes.
Aber ich habe schon gesagt, dass uns das alte Testament nicht zeigt,
wie die Stellung der Gläubigen ist heute,
sondern wie wir sie nach und nach verstehen oder wie sie verwirklicht wird.
Und müssen wir nicht zugeben, dass die Stellung von Priestern
sozusagen nur von einer Familie verwirklicht wird.
Damit sage ich nicht, dass ich missverstanden werde,
dass das jetzt irgendwie eine Richtung ist von Gläubigen, die das verwirklicht.
Sondern ich sage damit, dass es vergleichsweise wenige sind.
Diese Familie Aarons, das war eine ganz kleine Familie.
Nur wenige, die dieses Vorrecht kennen, der allgemeinen Priesterschaft
und dieses Vorrecht verwirklichen.
Hier stand jeder an seiner Stelle.
Das Vorrecht als Priester zu verwirklichen,
heißt nicht nur als Gläubiger am Brotbrechen teilzunehmen.
Aber das heißt es natürlich auch.
Wenn wir ein gewisses Alter erreicht haben, dass wir die Dinge verstehen können
und wir sind gläubig, dann sagt der Herr Jesus,
tut dies zu meinem Gedächtnis.
Da sagt er nicht, das ist für solche, die die und die Reife gerade erreicht haben.
Nochmal, natürlich müssen wir ein Stück weit verstehen,
was Gott uns über das Mahl des Herrn, über den Tisch des Herrn, über die Versammlung sagt.
Aber das kann doch jemand der 18 Jahre oder,
ich will gar keine Alterstufen sagen, nicht, dass man meint jetzt ab diesem Alter erst oder was.
Aber ab einem gewissen Alter ist man doch dazu in der Lage,
dass wenn man sich mit Gottes Wort beschäftigt,
wenn wir das in den Wortbetrachtungen einmal vorgestellt haben,
vielleicht auch wenn das den jungen Leuten vorgestellt wird,
dann verstehen wir doch worum es geht.
Was hindert uns?
Wir haben hier davon gelesen, dass sie sich heiligen mussten, Vers 6.
Meint vielleicht jemand, wenn er nicht am Brotbrechen teilnimmt,
dann wäre das nicht so entscheidend, wie sein Leben geführt wird.
Ja, dann könnte er sich Freiheiten erlauben,
die er sich nicht mehr erlauben könnte, wenn er am Brotbrechen teilnimmt.
Ein Irrglaube.
Gottes Wort spricht, ich habe 1. Korinther 5 schon angeführt,
in Verbindung mit dem Herrn Jesus als das Passa.
1. Korinther 5 spricht davon, dass jemand der Bruder genannt wird und in Sünde lebt.
Das steht nicht jemand der am Brotbrechen teilnimmt, sondern der Bruder genannt wird.
Wenn ich also mich bekehrt habe und das bezeugt habe,
zum Beispiel durch die Taufe, dann bin ich jemand der Bruder genannt wird.
Jemand der dem Herrn Jesus angehört,
der hat doch keine Freiheit mehr zu leben und tun und zu lassen was er will.
Da ist doch was wir gesungen haben, das ist doch das normale,
das was der Herr von uns erwarten kann, dem Herrn Jesus nachzufolgen.
Also du kannst dir keine Freiheiten einräumen dadurch,
dass du nicht am Brotbrechen teilnimmst.
Und der Jesus wartet.
Es ist sein Wunsch, es ist sein Vermächtnis.
Ich will nicht sagen es ist ein Befehl,
aber so ein wenig zwischen Befehl und Wunsch.
Es ist eine Aufforderung, es ist ein klares Wort das er sagt.
Tut dies zu meinem Gedächtnis.
Was hält den einen oder die andere ab?
Diesen Schritt des Herrn auch zu tun.
Aber nochmal, Priesterdienst geht weiter als das.
Sind wir innerlich dabei in den Zusammenkünften?
Ein Priester betet an, der brachte Opfer.
Wir haben das hier gesehen, dass da geschlachtet wurde, Opfer gebracht wurde.
Sind wir solche, die innerlich dabei sind?
Ich spreche jetzt mal besonders auch euch als Schwestern an,
weil ihr euch nicht durch ein Wort beteiligen könnt.
Wenn wir die Lieder singen.
Seid ihr mit eurem Herz, mit euren Gedanken dabei?
Wir Brüder auch.
Wartet ihr nur darauf, dass irgendjemand irgendwas vorschlägt?
Oder seid ihr mit eurem Herzen dabei in der Zeit,
wo nichts gesprochen, nichts gesungen wird?
Dass ihr auch Gott, dem Vater, dem Herrn Jesus Anbetung bringt.
Natürlich nicht hörbar.
Aber das sind, manchmal hat man das gesagt,
vielleicht sogar die wertvollsten Augenblicke,
wo jeder mit dem Herrn beschäftigt ist,
mit dem, was er getan hat, mit seiner Person.
Und das ihm persönlich bringt.
Anbeter Priester.
Das gilt für uns Brüder allemal.
Aber wir als Brüder haben eben darüber hinaus auch die Aufforderung,
wenn man das allgemeinst nimmt, 1. Timotheus 2,
dass er möchte, dass Männer an jedem Ort beten.
Oder meinst du, du seist der einzige Mann, für den das nicht gilt?
Natürlich gibt es Versammlungen, die so groß sind,
dass nicht jeder Bruder jeden Sonntag beten kann.
Oder allgemeiner beitragen kann durch ein Lied oder ein Gebet oder ein Wort.
Aber nie, das kennt Gottes Wort nicht.
Dann gehören wir praktischerweise nicht zu den Priestern.
Wenn wir das immer den anderen überlassen.
Priesterdienst ist sichtbar und ist auch hörbar, jedenfalls bei uns Brüdern.
Sie wurden an die Aufgaben gestellt und haben diese Aufgaben ausgeführt.
Und dann sprach Josiah Vers 3 zu den Levitten.
Setz die heilige Lade in das Haus, das Salomo, der Sohn Davids, der König von Israel, gebaut hat.
Das ist natürlich jetzt ein Stück weit eigentümlich.
Man weiß nicht genau, wie man das einordnen soll.
An sich war die Bundeslade ja an diesem Ort.
Ob Josiah das jetzt rückblickend sieht, weil er jetzt davon spricht,
ihr habt jetzt nicht mehr die Aufgabe, die Bundeslade auf den Schultern zu tragen,
sieht man, wie sie die durch die Wüste auf der Schulter getragen haben.
Das wird im Land nicht getan.
Da hat man diese Aufgabe nicht.
Sie hatten ja die Bundeslade in das Allerheiligste gebracht.
Man kann das nachlesen, 2. Chroniker 5.
Unter Salomo ist das geschehen, wurde sie in das Allerheiligste gebracht.
2. Chroniker 6 wird das noch einmal bestätigt.
Vielleicht ist das hier ein Rückblick,
oder ob da ein vorheriger König, Manasseh Amon, die Bundeslade rausgeschafft haben.
Wir können das nicht eindeutig erkennen, meine ich.
Aber diese Aufgabe hatten sie jetzt eigentlich nicht mehr eben zu tragen.
Sondern sie hatten jetzt Aufgaben, wie die Sänger, wie wir das später finden,
wie die Unterstützung auch der Priester.
Hier ist jetzt von den Abteilungen Vers 4 nach der Vorschrift Davids des Königs die Rede.
Und wie sie sich im Heiligtum Vers 5 aufstellen sollten nach den Klassen der Vaterhäuser.
Ihr findet das in 1. Chroniker 24, wo diese Familien genannt werden.
1. Chroniker 24, Abvers 11.
Und später werden dann diese Familien einzeln auch genannt.
Genau, Abvers 7 werden die einzelnen Familien genannt, die Namen.
Und dann wird das später, Abvers 20, dann noch ausgeführt.
Warum wurden die jetzt hier alle angesprochen?
Normalerweise war es in Israel üblich, dass jeweils eine Familie eine Woche Dienst hatte.
Deshalb kann man auch relativ genau sagen, zu welchem Zeitraum der Herr Jesus geboren worden ist.
Weil in Lukas 1 bei Johannes genau die Familie genannt wird,
die diesen Priesterdienst, den Levitendienst da ausgeübt hat, diese Familie.
Aber hier werden sie alle angesprochen.
Priester und Leviten, warum?
Weil bei diesen Festtagen, wenn das Volk Israel, wir haben das gesehen, in 5. Mose 16 nach Jerusalem kommen musste,
da mussten alle Klassen kommen.
Weil einfach das ganze Volk gekommen ist und dann eine Familie nicht ausreichte, um diesen Dienst auszuführen.
Auch die Leviten.
Die Leviten waren diejenigen, die den Dienst der Priester unterstützt haben.
Wir haben gesehen, dass sie die Haut zum Beispiel abgezogen haben von den Opfern.
Die Leviten waren zuständig dafür, ganz allgemein das Wort Gottes auszulegen.
Sie waren die Diener.
Dürfen wir nicht übersehen.
Wir sind als Priester zusammen.
Aber wir sollen das einsichtig tun.
Dieser Priesterdienst soll das Ergebnis des Dienstes der Leviten sein.
Das heißt, jeder Dienst, den wir heute ausführen, soll als Ziel haben,
ich habe das am Freitag schon gesagt oder gestern,
hat als Ziel, dass der Priesterdienst in einer gottgemäßen Weise, in einer gottehrenden Weise geschieht.
Das heißt, der Dienst des Wortes, den wir haben,
der hat nicht einfach das Ziel, allein die Geschwister zu erbauen.
Das ist natürlich nach 1. Korinther 14 so.
Sondern das Ziel, das Gott damit verbindet, ist, dass wir unseren Priesterdienst in einer gottgemäßen Weise ausüben.
Wir sollen das eben mit Einsicht tun.
Nicht, dass es uns so geht wie den Königen Phoyosia.
Das Wort Gottes ist nicht da.
Und letztlich tut man nur das, was eben immer irgendwie getan worden ist, was man übernommen hat.
Sondern wir sollen, selbst wenn das gut ist, was die vorherigen Generationen gemacht haben,
allgemein ist das ja nicht verkehrt,
aber wir sollen es deshalb tun, weil Gottes Wort es sagt.
Und dafür sind die Leviten da.
Dieses Wort Gottes zu predigen, dieses Wort Gottes auszulegen,
damit wir zum Beispiel in dem Gedächtnismahl in Verbindung mit dem Haus Gottes nach Gottes Gedanken handeln.
Und wir haben ja erlebt, ja viele von uns haben erlebt,
wie eben nicht mehr danach gehandelt worden ist.
Und wo wir wieder neu uns selbst vielleicht auch motivieren mussten,
Fleiß anwenden mussten, um selber im Gottes Wort zu forschen,
damit wir nicht falsche Gedanken einfach übernommen haben.
Sondern, dass wir in der Lage waren nach Gottes Wort zu urteilen,
gerade auch im Blick auf das, was Gott zu dem Gedächtnismahl sagt,
im Blick auf die, die kommen, also die aufgenommen werden,
auf die, die nicht aufgenommen werden können, auf die Grundlagen dieses Platzes.
Und dann heißt es in Vers 4, und bereitet euch, bereitet euch.
Tun wir das eigentlich, bevor wir zu dem Mahl des Herrn gehen?
Sind wir solche, die uns, die sich bereiten?
Wie sind wir denn heute eigentlich dahin gegangen, zu dem Mahl des Herrn?
Waren wir innerlich vorbereitet?
Haben wir vorher zu Hause gebetet, dass es der Herr ist, der durch diese Stunde leitet?
Dass nach seinen Gedanken gesungen, gesprochen, gehandelt wird?
Aber es gibt noch eine uns selbst betreffende Seite des Bereitens.
1. Korinther 11, da lesen wir in Vers 28.
Jeder aber prüfe sich selbst, und so esse er von dem Brot und trinke von dem Kelch.
Sind wir heute in das Mahl des Herrn gegangen und haben uns geprüft,
ob da Sünde ist in meinem Leben, die ich in Ordnung bringen soll, muss?
Natürlich soll unser Selbstgericht nicht irgendwie Sonntagmorgen stattfinden,
und dann sind wir eine Woche wieder frei.
Wir sollen ein grundsätzliches Selbstgericht kennen in unserem Leben.
Aber kennen wir mal ganz besonders im Blick auf diesen Sonntagmorgen, das Selbstgericht,
ist uns das klar, wenn ich Sünde in die Zusammenkunft bringe.
Ich spreche jetzt nicht von einem sündigen Zustand nach 1. Korinther 5.
Ich spreche von einzelnen Sünden, die ich in meinem Leben zulasse.
Dann bringe ich sie in die Zusammenkunft.
Und wir haben Gemeinschaft miteinander.
Das verunreinigt nicht, so spricht Gott nicht im Neuen Testament.
Es verunreinigt, wenn ein sündiger Zustand da ist, wir das wissen oder wissen könnten und nicht handeln.
Einzelne Sünden, die ich mitbringe, von denen kein anderer weiß,
die verunreinigen nicht, aber sie belasten doch.
Wie kann der Geist Gottes frei wirken, wenn meine Sünde nicht,
mein Leben nicht in Ordnung ist vor dem Herrn, vor dem Vater?
Sind wir da nicht manchmal sehr nachlässig im Blick auf das, was in den vorherigen Tagen geschehen ist?
Mir ist das ein großes Anliegen.
Mit Recht betonen wir die gemeinschaftliche Verantwortung.
Die finden wir im Alten Testament nicht so sehr.
Die finden wir in 1. Korinther 10.
Aber es könnte sein, dass wir diese Seite mehr betonen als die persönliche Seite,
die auch wichtig ist und die wir auch verwirklichen müssen,
uns selbst persönlich in das Licht Gottes zu stellen und unser Leben in Ordnung zu bringen.
Da steht ja nicht, prüfe und wenn es nicht gut ist, dann geh nicht.
Sondern prüfe, das heißt, bring die Dinge in Ordnung und dann kannst du essen.
Das Bereiten hat vielleicht noch eine zweite Seite.
Ich persönlich denke nicht, dass wir irgendwie den Sonntagmorgen vorbereiten können.
Also wenn wir uns die Woche mit dem Herrn Jesus beschäftigen,
dann dürfen wir nicht denken, das wird der Herr jetzt benutzen an dem Sonntagmorgen.
Denn jeder hat sich mit einer anderen Seite des Herrn Jesus beschäftigt.
Das würde ja ein Durcheinander im Allgemeinen zur Folge haben.
Und wir wollen doch aufeinander hören, aufeinander warten.
Wollen, dass die Stunde irgendwie eine von Gott bewirkte Linie, das muss ja nicht meine Linie sein,
aber eine Linie haben, wo man irgendwie nachher sieht, die Seite hat der Herr Jesus heute und jene vielleicht,
das ist ja nicht nur eine, besonders vorgestellt.
Aber dazu sind wir nur in der Lage, wenn wir uns in der Woche auch mit dem Wort Gottes,
mit dem Herrn Jesus beschäftigt haben.
Wenn die ganze Woche der Herr Jesus keine Rolle gespielt hat in meinem Leben,
wenn er in dem Wort Gottes keine Rolle gespielt hat,
dann brauche ich mich doch nicht zu wundern, wenn ich sonntags hier sitze und irgendwie kalt bin, leer bin.
Ich will die Maßlatte nicht zu hoch hängen, bestimmt nicht.
Manche von uns sind beruflich außerordentlich gefordert.
Manchmal ist die Familiensituation, wo so viele Termine sind, die man gar nicht aus dem Weg gehen kann.
Wo Kinder da sind und man derart gefordert ist.
Ich bin sicher, dass wir alle erlebt haben in unserem Leben, wenn solche Wochen hinter uns liegen,
dass der Herr gerade dann uns das Herz öffnet am Sonntagmorgen.
Aber wenn ich faul gewesen bin, wenn ich mich eigentlich mehr hätte, fleißiger hätte,
mit der Person des Herrn, mit seinem Wort beschäftigen können oder es nicht tue,
dann bin ich letztlich in diesem Sinn nicht bereitet, vorbereitet.
Dann sehen wir in Vers 6, sie sollten dann auch, Vers 5 erstmal, sie sollten sich im Heiligtum aufstellen.
Ist uns das bewusst? Es ist das Heiligtum.
Für uns ist das natürlich kein Gebäude, aber das Bewusstsein, es ist ein heiliger Ort.
Es ist nicht irgendwie ein Ort wie jeder andere.
Es ist auch nicht ein Mal wie jedes andere.
1. Korinther 11 sagt, dass die Korinther nicht unterschieden haben zwischen einer gewöhnlichen Mahlzeit und dem Mal des Herrn.
Oder sollen wir? Wir sollen uns bewusst sein, dass das Brot die Stunde eine andere Bedeutung hat.
Dass es nicht einfach ein Mal ist wie jedes andere, sondern ein ganz besonderes Mal.
Und dann schlachtete man das Passa.
Und schlachtet das Passa.
So wie du den Tod des Herrn eben nur verkündigen kannst, wenn du von dem Brot isst und von dem Kelch trinkst.
Oder er möchte das.
Am Anfang hatten sie das täglich getan.
Apostelgeschichte 20 zeigt uns, dass sie es an jedem ersten Tag der Woche getan haben.
Und Paulus war es ein Anliegen dabei zu sein.
Zwei oder dreimal finden wir, gerade in Apostelgeschichte 20 Vers 7, blieb er noch mehrere Tage, sieben Tage, weil er anscheinend an dem Sonntag davor zu spät gekommen ist.
Ja, er war durch die Missionsreise, war er nicht in der Lage da in Troas zu sein und dann hat er gewartet.
Weil es ihm ein Anliegen war, wenn eben möglich, an diesem ersten Tag der Woche das Gedächtnis mal mit den Geschwistern zu haben.
Ist mir das ein Anliegen?
Ist mir das ein Anliegen da zu sein, wo der Herr Jesus ist, in der Mitte, um das mal dann um ihn herum zu haben, zu genießen, zu verwirklichen?
Wenn wir krank sind, können wir das nicht.
Wir sollen uns nicht als Kranke, wo wir die anderen Geschwister anstecken, da sollen wir uns nicht hier hinschleppen.
Wir sollen vernünftig sein.
Aber unsere Kinder merken schon, ob wir jede Gelegenheit wahrnehmen, nicht zu kommen.
Ob uns das ein Anliegen ist, das Passat zu schlachten.
Ob ich diese Begegnung, die kannst du nicht zu Hause haben.
Die kannst du nur da haben, wo man zum Gedächtnis des Herrn zusammenkommt.
Ob mir das wirklich ein Anliegen ist.
Ich möchte da ein Nebengedanken dazu noch sagen.
Ich erlebe immer mehr, dass junge Leute zum Beispiel, die heiraten, ihre Hochzeitsreisen an Orte machen, wo es kein Zusammenkommen gibt.
Und dann habe ich mich gefragt, wie kommt das?
Und dann habe ich festgestellt, dass ältere Geschwister ihnen das vormachen.
Nicht bei der Hochzeitsreise, die haben ihre Hochzeit lang hinter sich.
Aber Urlaub machen an Orten, wo man nicht zusammenkommen kann, zum Namen des Herrn, um das Brot zu brechen.
Wir haben kein Gesetz.
Aber was ist mir das wert?
Was ist mir mehr wert?
Da zu sein, wo der Herr Jesus in der Mitte ist, um mit ihm Gemeinschaft zu haben, wie ich das so nicht haben kann?
Oder ist mir ein faszinierender Urlaubsort mehr wert?
Uns ist doch allen klar, was wir in den Himmel mitnehmen können.
Natürlich muss ich mit dem Herzen dabei sein und so weiter, haben wir darüber gesprochen.
Aber was ist mir der Herr wert?
Und was sind wir, die wir älter werden oder ihr, die ihr älter geworden seid?
Was sind wir für Vorbilder?
Nochmal, mir geht es nicht um eine gesetzliche Haltung.
Mir geht es um eine Herzenshaltung, wo ich irgendwie einen Eindruck habe, da wo der Herr Jesus ist, da möchte ich sein.
Wenn eben möglich.
Wenn ich arbeiten muss am Sonntag, kann ich da nicht sein.
Das ist überhaupt keine Frage.
Wenn ich freiwillig da arbeite, wenn ich eigentlich nicht müsste, ist das eine andere Sache.
Aber wenn unser Herz doch mehr für den Herrn schlagen würde, auch in dieser Hinsicht.
Dann finden wir in den Versen 7 und 8 und 9, wie der König und wie die Obersten eine ganze Anzahl von Tieren dem Volk zur Verfügung gestellt haben.
Das erinnert so ein bisschen an 4. Mose 7, wo die Fürsten für Opfer verschiedene Dinge geschenkt haben.
Da finden wir, das ist ja sehr eindrücklich in 4. Mose 7, ein sehr langes Kapitel.
Wo im Blick auf den Fürsten jedes einzelnen Stammes, der zwölf Stämme und immer dasselbe.
Sie haben alle das gleiche gegeben, aber es wird jedes Mal die volle Liste genannt.
So wertvoll war das Gott, was sie für das Volk, das war für Speisopfer da, gebracht haben.
So auch hier die Fürsten, die Obersten und Josia selbst für das Volk.
Es gibt solche inmitten des Volkes Gottes, die ein tieferes Verständnis haben über das Werk und die Person des Herrn Jesus.
Und der Herr möchte, dass sie sich einbringen.
Sie sollen nicht den Raum einnehmen in den Zusammenkünften und den Platz wegnehmen für andere.
Gott möchte, das habe ich ja eben schon gesagt, dass wir alle als Anbeter, als Priester vor Gott treten.
Aber es ist doch so, dass solche in besonderer Weise den Wert, wenn hier von den Rindern zum Beispiel, das war ja ein besonderes Brandopfer.
Wenn sie das geschenkt haben, einen besonderen Wert auch durch die Gebete, durch ihre Gedanke, dann in die Geschwisterschaft hineinbringen.
Also jemand, der eine besondere Einsicht hat, darüber freuen wir uns doch, oder nicht?
Und wenn so jemand auch ein gewisses Gewicht hat, dann ist das normal.
Und dann wollen wir von Herzen dafür dankbar sein, dass wir ein Geschenk hier annehmen.
Wir finden dann, wie sie das ausgeführt haben in den Versen 10 bis 15 und 16.
Ich gehe da jetzt nicht weiter drauf ein.
Die Türhüter haben wir gestern schon erwähnt, die gerade auch bei dem Passa, bei dem Gedächtnis mal natürlich von Bedeutung sind, Vers 15.
Die Torhüter waren an jedem Tor.
Hier ist es nicht das Haus Gottes, sondern die verschiedenen Tore, die da auch von Türhütern bedient worden sind.
Solche, die ein wachsames Auge haben, um einzulassen, aber auch um abzuwehren.
Beides ist ihre Aufgabe.
Und dann sehen wir in Vers 17, dass das Passa verbunden wird mit dem Fest der ungesäuerten Brote.
Das ist mir noch ganz wichtig, dass wir verstehen, dass das Gedächtnis mal, das wir am Sonntag haben, am ersten Tag der Woche,
nicht zu lösen ist von dem Fest der ungesäuerten Brote, das ist unser ganzes Leben.
Wenn mein Leben nicht in Übereinstimmung ist mit dem, was ich am Sonntag bekenne,
dann heißt das nicht, 1. Korinther 11, Vers 27, dass ich nicht kommen soll,
sondern heißt, dass ich mein Leben umstellen muss.
Aber Gott spricht von einem Fest der ungesäuerten Brote.
Ist das das Kennzeichen meines Lebens?
Ein Leben, wo ich die Sünde meide, wo ich dem Herrn von Herzen gehorsam sein möchte?
Oder ist mein Leben ein Leben, wo der Jesus nicht gerade wesentlich vorkommt,
wo ich meine eigenen Interessen verfolge, vielleicht sogar Sünde zulasse?
Vers 18 zeigt dann, dass das Passa in Israel nicht in dieser Weise gefeiert wurde seit den Tagen Samuels.
Es ist sehr beeindruckend zu sehen eine Entwicklung.
Bei Hiskia wird, glaube ich, gesagt, dass es nicht gefeiert worden seit den Tagen Salomos.
Hier heißt es, noch weiter zurückgehend, seit den Tagen Samuels.
Und wenn ihr dann in Nähe mir das verfolgt, in Nähe mir 8, da ist das nicht das Passa, sondern das Laubhüttenfest,
da wird das sogar zurückgespiegelt bis auf Joshua.
Was zeigt das? Das zeigt, dass der Niedergang noch zu groß sein mag,
aber das, was der Herr uns geschenkt hat, dieses Mal, dieses Zusammensein, das verliert nicht an Wert.
Im Gegenteil, je dunkler die Zeit, umso wertvoller kann es werden, umso eine größere Wertschätzung können wir von dem haben,
was der Herr gegeben hat, wenn wir es nach seinen Gedanken tun.
Dann noch kurz zu den Versen 20 bis 25.
Man wünschte sich, die Geschichte Josias hätte hier sein Ende gefunden.
Aber wie bei Hiskia, so auch bei Josia finden wir ein trauriges Ende.
Der Mann war so treu gewesen. Wie kommt er dazu, am Ende seines Lebens so eine Torheit zu begehen?
Nach all diesem.
Wir haben am Freitag gesehen, dass Josia 31 Jahre regiert hat in Israel.
34 Vers 1 heißt es, 31 Jahre.
Bis zum 18. Regierungsjahr finden wir ihn ununterbrochen in Aktion, sozusagen.
Und dann lesen wir nichts mehr davon, dass er etwas getan hätte, dass er aktiv gewesen wäre.
Ist das vielleicht ein Hinweis darauf, er hat das Haus eingerichtet, ich nehme an, das Haus Gottes ist gemeint,
und dann hat er vielleicht keine Aufgabe mehr weiter gesehen.
Wenn Gott schweigt über einen längeren Zeitraum im Leben eines Gläubigen im Alten Testament,
von dem er vorher sehr viel berichtet hat, dann ist das immer ein Alarmzeichen.
Auch bei Abraham finden wir, dass Gott auf einmal etliche Jahre schweigt.
Ist uns das bewusst?
Man kann noch so entschieden sein wie Josia, man kann noch so begabt sein wie Josia,
wenn man nicht weiter geistlich wächst, ist große Gefahr im Verzug.
Das gilt für den geistlichsten, nehmen wir mal an, Stand heute, mehr als für einen ungeistlichen.
Die Gefahr für einen Geistlichen, dass er dann, weil er eben von Gott benutzt worden ist,
weil er begabt ist, weil er einen geistlichen Stand gehabt hat,
dass er dann nicht mehr auf seine Mitbrüder, auf seine Mitgeschwister hört.
So war das bei Josia.
Gott hat ihm hier einen Ungläubigen geschickt, einen König Neko, an sich ein ungläubiger Mann.
Aber dieser Mann hatte einen Auftrag von Gott.
Und man könnte ja meinen, das hat ja der Assyrer auch gesagt, er hatte einen Auftrag.
Deshalb betont Gott hier ausdrücklich, dass das so ist, dass es ein Auftrag von Gott gewesen ist.
Dass er kämpft, aber eben nicht gegen Josia.
Und Josia hört nicht.
Die Gefahr, wenn man Einsichtiger, mehr Einsicht hat als andere ist, dass man nicht mehr hört.
Auf seine Mitbrüder, auf seine Mitgeschwister.
Dass man sagt, ihr wisst ja gar nicht so viel.
Ihr habt ja gar nicht diese Einsicht wie ich.
Und dann wird man taub.
Und ist nicht mehr bereit, sich zu korrigieren, sich korrigieren zu lassen.
Das war bei Josia so.
Und das muss uns ein Warn, eine Warnung, eine echte Warnung sein.
Und gerade uns, die wir am Ort oder sogar darüber hinaus einen Dienst tun, eine Verantwortung haben,
wir sind in einer höheren Gefahr als solche, die eben diese Dienste einfach nicht tun.
Weil wir meinen manchmal, wir wären geistlicher, wir wären einsichtiger.
Es mag sogar so sein.
Aber der hat uns eben die Geschwister zur Seite gestellt.
Nicht von ungefähr, wir brauchen einander.
Und wir brauchen auch Brüder, die manns genug sind, dann zu sagen, wenn Dinge nicht gut laufen.
In meinem Leben, in dem Leben eines Josia.
Die auch dann aufstehen und sagen, das ist nicht in Ordnung.
Aber was sind wir dann für solche?
Sind wir solche, die darauf hören?
Die ein Ohr dafür haben und uns korrigieren lassen?
Josia tut das nicht.
Erstens.
Zweitens, er verkleidet sich.
Wer hätte das vor ihm getan?
Ahab.
Dieses Beispiel nimmt Josia.
In der Meinung, dadurch würde er dem Gericht entgehen können.
Wie Ahab, wie dieser gottlose König verhält sich Josia.
Und dann ist es so seltsam, dass das in der Talebene Megiddo war.
Das ist die Talebene, wo der zukünftige Endkampf sein wird.
Megiddo, Hamageddon.
Das ist der Berg von Megiddo.
Da wird in der Zukunft einmal der Kampf sein, den der Herr Jesus,
auf den Josia sicher teilweise auch ein Vorbild ist,
wo der Herr Jesus kämpfen wird.
Aber er hat sich in der Zeit vertan, Josia.
Er wollte sozusagen für sich einen Kampf reklamieren,
der aber der Kampf des Herrn ist und zu dem er keinen Auftrag hatte.
Und dann Vers 24, er ist verletzt und wird nach Hause gebracht
und wir sehen kein Bekenntnis von ihm.
Das ist irgendwie tragisch.
Nicht die Einsicht, dass er falsch gehandelt hat
und die Sache Gott oder wem auch immer bekennt.
Kein Wort davon.
Sind wir uns auch zu geistlich vielleicht,
dass wir nicht bereit sind, wenn etwas Falsches in unserem Leben ist,
das zu bekennen?
Ich nehme jetzt mal eine ganz einfache, andere Anwendung.
Wir als Eltern unseren Kindern gegenüber, wenn wir falsch gehandelt haben,
sind wir uns zu geistlich, um das unseren Kindern zu bekennen,
wenn wir falsch an ihnen gehandelt haben?
Aber auch wir als Brüder, als Geschwister,
sind wir noch bereit zu bekennen, wenn es etwas zu bekennen gilt?
Er hat das nicht getan.
Jedenfalls lesen wir das nicht.
Ein tragisches Ende eines solch treuen Königs.
Irgendwie man könnte weinen, wenn man das so liest hier.
Aber Gott endet die Geschichte damit nicht.
Erstens, Jeremiah stimmt ein Klagelied an.
Jeremiah als Prophet wusste, dass es der letzte König,
der letzte treue König vor Christus.
Der nächste König, der treu ist, der kommen wird für dieses Volk,
das wird der Jesus sein.
Danach hier haben wir böse Könige
und dann gar kein König mehr, bis einmal der Herr Jesus kommen wird.
Jeremiah wusste, das ist der letzte hier, ein Klagelied.
Das sind ja nicht die Klagelieder, die wir hier in der Bibel haben,
sondern nicht inspirierte.
Und die Sänger und Sängerinnen haben in ihren Klageliedern von Josia geredet,
bis auf den heutigen Tag.
Was würde man wohl im Blick auf unser Ableben sagen?
Könnte man, wir sind keine Könige in diesem Sinn,
ja so herausragende Personen,
aber würden die Geschwister bedauern,
wie wir das in der Apostelgeschichte 9 lesen, bei Tabitha.
Würden sie auch bedauern, dass wir nicht mehr da sind?
Würden sie weinen, nicht wegen des Schocks vielleicht,
dass wir nicht da sind, sondern weil da jemand gegangen ist,
der dem Herrn mit Entschiedenheit, mit Konsequenz gedient hat?
Gottes Abschluss der Geschichte finden wir in Vers 26, 27.
Das Übrige seiner Geschichte, der Geschichte Josias und seine guten Taten.
Nach dem, was im Gesetz des Herrn, wieder das Wort Gottes geschrieben steht.
Gottes Urteil über diesen Mann ist ein positives.
Er hat gute Taten vollbracht.
Ja, es gab eine erste und leider auch eine letzte Geschichte.
Aber in dem Urteil Gottes spricht er von den guten Taten,
von seinem Handeln nach dem Gesetz.
Wir haben jetzt drei Tage gehabt mit Josia.
Ob etwas von der ersten Geschichte aus seinem Leben bei uns Widerhall findet?
Etwas von dem, wie er treu gewesen ist, auch in deinem und in meinem Leben zu sehen ist?
Und möge der Herr uns bewahren vor dieser letzten Geschichte. …
